Ramallah (nex) – Türkische Produktionen gehören schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten weltweit und in den Studios am Bosporus werden nach den USA die meisten TV-Serien produziert. Sie haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt.
Türkische TV-Serien wurden erstmals im Jahr 2001 in die Balkanstaaten, den Nahen Osten und nach Lateinamerika exportiert. Bislang wurden etwa 150 türkische Fernsehserien (Stand 2016) ins Ausland verkauft, die von 500 Millionen Zuschauern in 100 Ländern im Nahen Osten und Nordafrika sowie Ost- und Westeuropa verfolgt werden.
Auch in Palästina erfreuen sich die Filme großer Beliebtheit
„Ich verfolge die türkischen Serien schon seit Jahren“, sagte Anaam Jawhar, 34, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Türkische Serien hätten „viele positive Dinge“ und zeigten, dass die türkische Kultur und das Leben dem arabischen sehr nahe seien.
„Die Türken konnten durch die Serien jedes arabische Haus betreten. In den letzten Jahren habe ich viel über die Türkei gelernt“, so der 20-jährige Ahmed Khaled, der sich eher für kriegsbezogene Serien wie etwa „Der Krieger“ (Savasci) oder die Mafia-Serie Çukur interessiere.
Khaled glaube, dass „die Schönheit der türkischen Natur, die Kreativität der Regisseure und die Fähigkeit der Schauspieler, ihre Rollen schön meistern“, die Gründe für die Popularität der türkischen Fernsehserie bei den arabischen Zuschauern seien.
Eine der beliebtesten Serien in Palästina ist laut Anadolu die Historie-Serie “Diriliş Ertuğrul”.
Die Serie erfreut sich im Ausland hoher Beliebtheit und wurde nach Angaben des Staatsenders TRT in bereits über 60 Länder exportiert.
Zu den größten Fans gehört der venezolanische Staatspräsident Nicolas Maduro:
„Videos der Serie Dirilis Ertugrul stießen bei arabischsprachigen Zuschauern im Internet auf so großes Interesse, dass arabische Sender die Rechte der Serie kaufen mussten“, so der stellvertretende Generaldirektor des staatlichen TV-Senders TRT, Ibrahim Eren gegenüber Medien.
Der TRT-Vizegeneraldirektor wies auch darauf hin, dass der Sender nach der Premiere von Dirilis Ertugul einen Anstieg der Einschaltquoten verzeichnet habe. Dies habe man der neuen Generation von Historie-Serien mit dem Schwerpunkt Osmanisches Reich zu verdanken, so Eren weiter.
Dirilis spielt im oghusischen Anatolien des 13. Jahrhunderts. Im Zentrum steht das Leben von Ertugrul Gazi, dem Vater von Osman I., der das Osmanische Reich gründete.
Ertugrul war der Anführer des oghusischen Kayi-Stammes. Als er mit seinen 400 Reitern aus Turkmenistan in Anatolien ankommt, um den Seldschuken gegen die Byzantiner zu helfen, löst er eine Kette von Ereignissen aus, die letztlich zur Gründung des Osmanischen Reiches führen. Die Serie gibt einen Einblick in die Gründungsjahre des 700 Jahre währenden Imperiums.
Türkische TV-Serien weltweit auf Platz zwei
Türkische TV-Serien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt und haben noch dazu den Nebeneffekt, dass das Interesse der Touristen, das Land zu besuchen, geweckt wird. Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus ist die Türkei nach den USA die zweitgrößte Exporteurin von TV-Serien.
„Beim Export von TV-Serien befindet sich die Türkei nach den USA weltweit auf dem zweiten Platz“, sagte Kultur- und Tourismusminister Numan Kurtulmus vor dem Planungs- und Haushaltsausschuss des türkischen Parlaments am Freitag und fügte hinzu, dass dem weltweiten Export türkischer TV-Serien nun große Bedeutung beigemessen werde. In Europa stünden türkische Serien bereits an erster Stelle, so Kurtulmus.
Türkische TV-Serien wurden erstmals im Jahr 2001 in die Balkanstaaten, den Nahen Osten und nach Lateinamerika exportiert. Ende 2014 lagen die Exportzahlen bei 200 Millionen Dollar und 2015 bereits bei 250 Millionen Dollar.
Im Dezember 2016 wurden türkische TV-Serien erstmals auch beim Asia TV Forum in Singapur beworben.
Bislang wurden etwa 150 türkische Fernsehserien (Stand 2016) ins Ausland verkauft, die von 500 Millionen Zuschauern in 100 Ländern im Nahen Osten und Nordafrika sowie Ost- und Westeuropa verfolgt werden.
Türkische Vornamen in Südamerika
Inspiriert von den sehr beliebten Seifenopern und TV-Serien wenden sich immer mehr Eltern in Chile sogar von den traditionellen lateinamerikanischen Vornamen ab und geben ihren Kindern türkische Namen.
„Es gibt aus jeder Schicht der chilenischen Gesellschaft eine Riesenresonanz auf die türkischen Serien, und Binbir Gece – die erste Serie, die wir ausstrahlten – stellte einen historischen Erfolg mit sehr hohen Einschaltquoten dar“, erklärte Juan Ignacio Vicente vom Mega TV gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu (AA).
Chilenische Familien fühlten sich mittlerweile von den türkischen Serien inspiriert und gäben ihren Neugeborenen Namen wie Elif, Nilüfer, Fatmagül oder Ibrahim.
Nach offiziellen Angaben wurden viele chilenische Mädchen, die im vergangenen Jahr zur Welt kamen, Elif genannt – ein traditioneller türkischer Vorname. Elif toppte selbst den in Lateinamerika weitverbreiteten Namen Veronica.
„In den letzten Jahren sind in Lateinamerika türkische Schauspieler dank der TV-Serien sehr berühmt geworden“, sagte Vicente und fügte hinzu, dass chilenische Fans Serienstars wie Bergüzar Korel, Halit Ergenc, Cagatay Ulusoy und Kivanc Tatlitug persönlich erleben wollten.
Er sei überrascht, dass die Namen der Charaktere aus den Serien zu einem Teil der chilenischen Kultur geworden seien: „Ich denke, dass die Leute sich mit ihnen identifizieren und sich deshalb diese Charaktere als Vorbilder für ihre Kinder wünschen.“
Von Nabi Yücel
Ein angebliches Zitat von Atatürk geistert seit Jahren im Internet unter Atatürk-Gegnern, Rechtsextremen wie auch Islamkritikern. Das Zitat, das auch in deutschen Medien immer wieder aufgegriffen und dabei verändert wurde, stammt jedoch vom französischen Journalisten, Historiker und Politiker Jacques Benoist-Méchin.
Dieses frei erfundene Zitat stammt aus seinem eigenen Buch “Mustafa Kemal. La mort d’un Empire” aus dem Jahr 1954. Französische Quellen verwenden das mutmaßliche Zitat nicht, legen es als Zuschreibung aus.
Dennoch schreibt etwa Florian Stark in einem WELT-Artikel unter dem Titel „Der Islam ist ein verwesender Kadaver“ am 10. November 2013: „Kemal wurde 1923 erster Präsident der neuen türkischen Republik. Sein Credo würde heute in der islamischen Welt zu gewalttätigen Ausschreitungen führen: „Der Islam gehört auf den Müllhaufen de Geschichte. Diese Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.““
Mitnichten sagte Atatürk jedoch diesen oder einen ähnlichen Satz, wie es Wolfram Neidhard in der n-tv am 29. Oktober 2013 unter dem Titel „Atatürk und die moderne Türkei“ zuvor so zusammengesetzt hat: „Islam, diese absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen (Mohammed – d.R.), ist eine verwesende Leiche, die unser Leben vergiftet.“
Es lässt sich nur soviel herausfinden: Cem Dalaman schreibt seine Disertation „Die Türkei in ihrer Modernisierungsphase als Fluchtland für Deutsche Exilanten“ im Fachbereich Politik- u. Sozialwissenschaft an der Freien Universität Berlin im Jahre 2001 und gibt auf S. 43 als Quelle an: Jacques Benoist-Mechin, Mustafa Kemal ou la mort d’und [sic!] empire, Paris 1954, S. 352. Wobei, die Seitenzahl 352 nicht richtig ist. Richtig ist Seite 323.
Die französischen Macher von Wikipedia sind da jedoch etwas vorsichtiger und ordnen das mutmaßliche Zitat nicht als authentisch sondern als Zuschreibung (Attribuées) ein. Vielmehr noch, sie ordnen sogar insgesamt 9 mutmaßliche Zitate von Jacques Benoist-Méchin aus dem besagten Buch unter „Attribuées“ ein. Der französische Text im Buch heißt im Kontext demnach:
Depuis plus de cinq cents ans, […] les règles et les théories d’un vieux cheikh arabe, et les interprétations abusives de générations de prêtres crasseux et ignares ont fixé, en Turquie, tous les détails de la loi civile et criminelle. Elles ont réglé la forme de la Constitution, les moindres faits et gestes de la vie de chaque citoyen, sa nourriture, ses heures de veille et de sommeil, la coupe de ses vêtements, ce qu’il apprend à l’école, ses coutumes, ses habitudes et jusqu’à ses pensées les plus intimes. L’Islam, cette théologie absurde d’un Bédouin immoral, est un cadavre putréfié qui empoisonne nos vies.
Mustapha Kémal ou la mort d’un empire, Jacques Benoist-Méchin, éd. Albin Michel, 1954, p. 323
In der Neuauflage bei Albin Michel aus dem Jahre 1984 (ISBN 9782226213044) ist das mutmaßliche Zitat zwar diesmal in Anführungszeichen gesetzt, es bleibt aber immer noch offen, woher das angebliche wörtliche Zitat stammen soll oder wann es gesagt wurde. Ob der politischen Mission des Jacques Benoist-Méchin bleibt es aus vielerlei Sicht eine fragwürdige Quelle.
Es kann durch die Quelle nicht ausgeschlossen werden, dass hier einfach etwas behauptet wurde. Fest steht, dass die Arbeit von Jacques Benoist-Mechin eine Verdichtung von älteren Büchern von Autoren ist, wie u.a. von Michael Bischoff, Charels H. Sherrill oder Harold Armstrong. Alle diese Autoren oder ihre Werke werden nicht als Standardwerke ausgeschrieben.
In einer Rede vor der türkischen Nationalversammlung unterstrich Atatürk 1922 sogar die außerordentliche Bedeutung der Religion: „Die Religion ist ein unverzichtbares und notwendiges Element. Die Nationen können ohne sie nicht überleben“. Über den Islam sagte er ferner: „Unsere Religion ist diejenige, die unserem Geist am zuträglichsten und am natürlichsten ist. Nur aus diesem Grund wurde sie zur letzten der Religionen“. Während seines Besuchs in der westtürkischen Stadt Balıkesir am 6. und 7. Februar 1923, wo Mustafa Kemal mehrere Moscheen besuchte und auch Predigten hielt, wurde er noch konkreter. In der Zagosa Pascha Moschee predigte er wie folgt:
„Allah ist ein einziger. Seine Würde ist unermesslich. Unser ehrwürdiger Prophet wurde von Allah gesandt und beauftragt die religiösen Wahrheiten zu verkünden. […] Unsere Religion ist die vollkommene Religion. Die Grundlage unserer Religion bilden die im segensreichen Koran offenbarten, leicht verständlichen und unveränderlichen Regeln.“
Die Journalisten wie auch Kritiker des Islams bzw. Atatürks bedienen sich also seit Jahren einem Zitat, dass der erste türkische Präsident der türkischen Republik nie getätigt hat und von Jacques Benoist-Méchin erfunden wurde. Über einen Zeitraum von 30 Jahren betätigte sich Jacques Benoist-Méchin als Journalist besonders auf dem Gebiet internationaler Politik.
Während der deutschen Besetzung Frankreichs arbeitete er politisch mit dem Vichy-Regime zusammen. Er engagierte sich besonders im Jahre 1941, als er versuchte, engere Beziehungen zwischen seinem Vorgesetzten François Darlan und Hitler zu erreichen, um Frankreich in die Richtung eines Neuen Europa unter NS-Herrschaft zu bewegen. Er wandte sich im Jahr 1942 von der Vichy-Regierung ab, die nicht mehr in Übereinstimmung mit den Ideen von Pierre Laval bezüglich der deutsch-französischen Beziehungen handelte.
Er wurde im Jahre 1944 verhaftet und im Jahre 1947 wegen seiner Zusammenarbeit mit den Deutschen zum Tode verurteilt. Seine Strafe wurde in Zwangsarbeit abgeändert. Er blieb bis 1954 in Haft. Präsident Vincent Auriol begnadigte ihn danach. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis betätigte er sich als Schriftsteller und Historiker, wobei er sich besonders auf Themen der Geschichte der arabischen Welt konzentrierte. Jacques Benoist-Méchin hat Atatürk (Mustafa Kemal Pascha) nie persönlich getroffen und sein Buch über ihn schrieb er während seiner Haftzeit.
Hier ist hingegen ein Originalzitat von Atatürk (anlässlich der Eröffnungsrede des Parlaments im Jahr 1937):
[türkisch] „Aziz milletvekilleri,
Dünyaca bilinmektedir ki, bizim devlet yönetimimizdeki ana programımız, Cumhuriyet Halk Partisi programıdır. Bunun kapsadığı prensipler, yönetimde ve politikada bizi aydınlatıcı ana çizgilerdir. Fakat bu prensipleri, gökten indiği sanılan kitapların doğmalarıyla asla bir tutmamalıdır. Biz, ilhamlarımızı, gökten ve gaipten değil, doğrudan doğruya yaşamdan almış bulunuyoruz. (Alkışlar) (…)
[deutsch] „Geschätzte Mitglieder der Nationalversammlung
Es ist weltweit bekannt, dass unser Hauptprogramm bei der Staatsverwaltung (resp. Regierung) das Programm der Republikanischen Volkspartei (CHP) ist. Die Prinzipien, dies dies umfassen sind Richtlinien, die uns bei der Regierung und in der Politik erhellen. Man sollte allerdings diese Prinzipien nicht mit den Dogmen der Bücher, über die man meint, sie seien vom Himmel herabgestiegen, in einer Einheit sehen. Wir entnehmen unsere Eingebungen nicht vom Himmel und vom Unsichtbaren sondern unmittelbar vom Leben (Applaus))“
Gipfel beginnt an diesem Montag in Marrakesch
Osnabrück – Vor dem UN-Migrationsgipfel in Marrakesch an diesem Montag und Dienstag hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für den umstrittenen globalen Pakt zur Migration geworben, der dort angenommen werden soll. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Maas, Zweck des Paktes sei es, Migration zu reduzieren, nicht zu befördern.
„Wenn sich alle bei dem Thema Fluchtursachen, Rückführung und Schleuserei so engagieren, wie wir das tun, würde es auf der Welt weniger Migration geben, und das ist unser Ziel“, erklärte der Minister. In Deutschland seien die in dem Pakt angesprochenen Punkte „überwiegend längst Realität“. Das sei aber leider nicht überall auf der Welt so.
„Wenn Menschen in ihrer Heimat eine bessere Lebensperspektive hätten, werden sie sich seltener aufmachen, um anderswo in der Welt ihr Glück zu suchen“, führte Maas die deutsche Motivation für den Pakt weiter aus. Ihm zufolge leitet die Bundesregierung keine verbindlichen Schritte aus der Erklärung ab.
„Wir haben nach meiner Überzeugung keinen gesetzlichen Umsetzungsbedarf in Deutschland“, sagte der SPD-Politiker. „Wohl aber wollen wir thematisieren, welche politischen Schwerpunkte wir bei der Migration setzen wollen“, erklärte er. Dazu zählten die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Stärkung des internationalen Kampfes gegen Schleuserkriminalität.
Ferner sei es das Ziel, Rückführungen zu vereinfachen und verstärkt anzustreben. „Dabei wird es helfen, wenn zum Beispiel Länder wie Marokko sich in dem Pakt dazu bereiterklären. So können wir sie in die Pflicht nehmen – zwar nicht rechtlich, aber politisch“, sagte Maas.
Trotz der international kritischen Diskussion um den Pakt wertete der SPD-Politiker ihn uneingeschränkt positiv. „Es ist ein großer Erfolg, dass sich so viele Länder auf die Ziele im Grundsatz verständigt haben.“ Eine „Wiederbelebung“ in Marrakesch sei nicht notwendig, weil der Pakt nicht tot sei.
„Über 180 Staaten sind dabei, weniger als 15 ausgeschert. Diese Zahlen zeigen: Die überwiegende Mehrheit steht zu dem Pakt“, sagte Maas. Vom Vorgehen verglich er die Übereinkunft mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. „Sie ist 70 Jahre alt, ein großer Fortschritt der Menschheit und in ihrem rechtlichen Charakter dem Migrationspakt ähnlich“, so der Minister.
Paris (nex) – In einem Interview mit dem französischen TV-Sender BFMTV, haben Vertreter der Gelben Westen „kurdische Gruppen“ für die Gewaltexzesse am 1. Dezember auf der Champs Élysées in Paris verantwortlich gemacht.
Anaïs Kuhn, die mit zwei weiteren Vertretern der Bewegung vom TV-Sender eingeladen wurde, sagte am Mittwochabend, dass „linksextreme kurdische“ Gruppen und französische Rechte für die Eskalation der Gewalt zuständig seien. Die französische Tageszeitung La Parisienne berichtete bereits am Donnerstag darüber.
„Was am Arc de Triomphe geschah, kam nicht von den Gelben Westen. […] Nur in den internationalen Medien reden wir darüber. Wir haben kurdische Partisanen zu diesen Demonstrationen eingeladen“, sagte Kuhn. Die Parolen, die am Arc de Triomphe de l’Étoile in der vergangenen Woche geschmiert wurden, würden der ausländischen kurdischen TKP/ML gehören, erklärte Kuhn weiter.
https://twitter.com/AltDogann/status/1070443577979875329
Auch der französische Islamwissenschaftler Romain Caillet erwähnte in einem Tweet die Teilhabe linksextremistischer Gruppen aus der Türkei an der Gewalt bei den Demonstrationen in Frankreich. Laut Romain Caillet, sind Mitglieder der linksextremistischen TKP-ML unmittelbar an der Gewalt und der Zerstörung von Paris beteiligt. Allerdings betonte Caillet, dass diese Gruppen nicht nur aus Kurden bestünden, sondern international gemischt wären.
https://twitter.com/RomainCaillet/status/1068910783852134404
https://twitter.com/RomainCaillet/status/1068910783852134404
Linksextreme Terrororganisation will sich aktiv an den Demos in Frankreich beteiligen Tatsächlich hat die TKP/ML zusammen mit der TIKKO in Europa, wie die PKK zuvor, ihre Deckung aufgegeben und will sich laut eigener Aussage aktiv an der Seite der „Gelben Westen“ an den Demonstrationen in Frankreich beteiligen. Sie erklären in einem Video in französischer Sprache, dass sie die „Gelben Westen“ in Frankreich im Kampf „gegen den französischen und europäischen Kapitalismus und für den Internationalismus“ unterstützen werden.Vom Verfassungsschutz beobachtetDie deutschen Ableger der TKP/ML werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Zahl der Anhänger beider Gruppierungen werden in Deutschland auf insgesamt 1.300 (Stand 2016) geschätzt. Verschiedene linksextreme Gruppierungen aus der Türkei unterhalten laut dem Verfassungsschutz Tarnorganisationen in Deutschland. Die deutsche Bundesregierung schätzt TKP/ML als linksextremistische terroristische Vereinigung ein. Ankara beschuldigt den militanten Flügel der TKP/MP, die „Tikko“, seit 2007 gemeinsam mit der Terrororganisation PKK mehrere Anschläge verübt zu haben. Tikko betreibe mit der PKK zudem ein militärisches Ausbildungslager im Irak. Die Türkei wirft der deutschen Regierung immer wieder vor, diese Gruppen in Deutschland frei agieren zu lassen. Zehntausende gewaltbereite Extremisten könnten seit Jahren ungestört von Polizei und Behörden Gelder eintreiben und sich in Vereinen organisieren, so der Vorwurf. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warnte, dass „[…] die Schlange, die ihr füttert, euch eines Tages beißen“ werde.
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Ein Kommentar von Ernst Wolff
Die Finanzminister der Euro-Staaten haben sich Anfang der Woche in Brüssel getroffen. Auf der Tagesordnung standen ein gemeinsamer Eurozonen-Haushalt, eine Finanztransaktions- und eine Digitalsteuer, sowie Italiens Defizit und der Euro-Rettungsschirm.
Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Krise im europäischen Finanzsystem und der immer deutlicher zutage tretenden Zerfallstendenzen der EU war von vornherein klar, dass nur ein Thema im Mittelpunkt stehen konnte: der Euro-Rettungsschirm.
In der Tat wurde die Debatte über den Eurozonen-Haushalt verschoben, während sowohl die Einführung der Steuern als auch der Streit mit Italien ergebnislos vertagt wurden. Dafür drehte sich eine 16-stündige Nachtsitzung fast ausschließlich um mögliche Bankenpleiten und deren Konsequenzen.
Hintergrund dieser Schwerpunktsetzung ist die Drohkulisse, die sich sowohl im globalen als auch im europäischen Finanzsystem aufgebaut hat. Die Geldinjektionen und Zinssenkungen, mit denen das System seit 2008 künstlich am Leben erhalten wurde, haben riesige Blasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten erzeugt, die zu platzen drohen.
Zu diesen Problemen haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche weitere hinzugesellt, so der EU-Handelsstreit mit den USA, der Brexit, die italienische Bankenkrise, die Auswirkungen der Sanktionen gegen Iran, die Kapitalflucht aus den Schwellenländern, ein immer undurchsichtigerer Derivatesektor und eine einsetzende globale Rezession.
Allein der letzte Punkt stellt die Europäische Zentralbank (EZB) vor eine unlösbare Aufgabe: Im Fall einer Rezession – also eines Rückgangs des Wirtschaftswachstums – steuert die Zentralbank im Normalfall dagegen, indem sie Geld ins System pumpt und die Zinsen senkt, um so Investitionen zu fördern und den Wirtschaftskreislauf wieder in Gang zu bringen.
Die EZB hat aber in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits mehr als eine Billion Euro ins System gepumpt und der Leitzins liegt seit drei Jahren bei Null, der Strafzins für Banken, die ihr Geld bei der EZB „parken“, sogar bei minus 0,4 Prozent.
Deshalb hat die EZB kaum noch Möglichkeiten, gegen eine Rezession anzusteuern. Im Extremfall blieben ihr nur eine Leitzinssenkung in den Minusbereich und das Auslösen einer noch größeren Geldflut. Das allerdings hätte zur Folge, dass die Blasen an den Märkten noch weiter aufgepumpt würden, um schlussendlich mit noch schlimmeren Konsequenzen als bisher zu platzen.
Wie man sieht, haben wir es zurzeit mit einer Gemengelage zu tun, die das Katastrophenpotenzial der Krise von 2007/2008 bei weitem übertrifft. Was also haben die EU-Finanzminister beschlossen, um das Schlimmste abzuwenden?
Folgt man ihren Äußerungen auf der Pressekonferenz am Dienstagmorgen, dann müssen sie wahre Wunder bewirkt haben. Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz sprach von einer „Sternstunde der EU“, sein französischer Amtskollege LeMaire immerhin von einem „wichtigen Schritt, der die Eurozone erheblich stärken wird“. Beide waren sich einig, dass „die EU nun besser für zukünftige Krisen gerüstet“ sei.
Klopft man Gegenstand und Ergebnisse der Verhandlungen jedoch auf ihren Inhalt ab, so kann man angesichts dieser Äußerungen nur von einer vorsätzlichen Täuschung der Öffentlichkeit sprechen.
Tatsächlich ging es nämlich in erster Linie darum, sich auf mögliche zukünftige Bankenzusammenbrüche in der Eurozone vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurde beschlossen, den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM – also die im Zuge der Eurokrise 2012 gegründete EU-Bank – noch stärker zu einem Kontrollgremium der Gläubigerländer – insbesondere Deutschlands – auszubauen. Außerdem wurde bekräftigt, dass der ESM im Fall einer neuerlichen Krise wieder mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenarbeiten werde.
Weiterhin wurde festgelegt, dass im Fall drohender Staatspleiten auch gegen den Willen der Gläubiger Schuldenschnitte gegen die betroffenen Staaten verfügt werden können und dass für bankrotte Banken 60 Mrd. Euro bereitgestellt werden, um sie auch dann noch am Leben zu erhalten, wenn ihre eigenen Abwicklungsfonds ausgeschöpft sind.
Nicht vorgeschrieben wurde den Banken der Abbau fauler Kredite – eines der derzeit größten Probleme – oder die Schaffung von wirksamen Verlustpuffern. Beides wäre dringend nötig, würde die Banken aber finanziell belasten. Nicht einmal angesprochen wurden die kriminellen Machenschaften zahlreicher Großbanken im Cum-Ex-Skandal.
Dafür wurde nach Angaben des ehemaligen „Handelsblatt“-Chefredakteurs Steingart verfügt, dass im Notfall „zusätzliche Milliarden innerhalb von zwölf Stunden – also über Nacht – vom Rettungsschirm in den Bankensektor gepumpt werden können.“ In anderen Worten: Die Finanzminister der EU haben den nicht gewählten Gremien der EU einen Freibrief erteilt, in der bevorstehenden Krise ohne Zustimmung der Parlamente zugunsten der als „too big to fail“ geltenden Finanzinstitute zu handeln.
Was könnte den Zustand der EU-Schein-Demokratie und die vollständige Unterwerfung der Organisation unter die Interessen des Finanzsektors angesichts solcher Beschlüsse besser charakterisieren als die Aussage des deutschen Finanzministers, es handle sich bei derartigen Maßnahmen um eine der „Sternstunden“ der Europäischen Union…?
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«
Shaoxing (nex) – Bei der Volleyball-Klub-Weltmeisterschaft der Frauen in China gewann der türkische Verein Vakifbank Istanbul erneut den WM-Titel.
Im Finale bezwang der zweimalige Weltmeister aus der Türkei seinen Gegner aus Brasilien, Minas tenis clube, mit 3:0.
Vakifbank Istanbul gewann bereits 2013 und 2017 den WM-Titel.
Auch der dritte Platz ging an ein Team aus der Türkei. Eczacibasi istanbul, der Weltmeister von 2015 und 2016, gewann gegen den brasilianischen Verein Praia Clube und sicherte sich somit die Bronzemedaille.
1. Vakifbank Istanbul, Türkei
2. Minas tenis clube, Brasilien
3. Eczacibasi Vitra Istanbul, Türkei
4. Praia Clube, Brasilien
5. Altay Volleyball Club, Kasachstan
6. Volero Le Gannet, Frankreich
7. Zhejiang Women’s Volleyball Club, China
8. Supreme Chonburi, Thailand
Bei der seit dem Jahre 1991 ausgetragenen Veranstaltung ist das der sechste Gold-Titel, der an eine Frauenmannschaft aus der Türkei geht. Außer Vakifbank und Eczacibasi holte Fenerbahce Istanbul im Jahre 2010 den WM-Titel bei der Weltmeisterschaft in Doha.
Die Volleyball-Klub-Weltmeisterschaft ist die offizielle Weltmeisterschaft für Volleyball-Vereine, bei der die Sieger der sechs Kontinentalverbände gegeneinander antreten.
2018 FIVB Dünya Kulüpler Şampiyonası finalinde Brezilya ekibi Minas Tenis Clube'ı 3-0 yenerek 3. kez Dünya Şampiyonu olan ve ülkemize büyük bir gurur yaşatan VakıfBank Kadın Voleybol Takımı’nı tebrik ederiz. #VakıfbankSK 🇹🇷🏆 @VakifbankSKpic.twitter.com/IFF4wadVeK
Paris (nex) – In Frankreich demonstrieren die Gelbe Westen auch am Samstag wieder gegen Staatspräsident Macron. 8000 Demonstranten in Paris, 31000 frankreichweit. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete von fast 1.000 Festnahmen in ganz Frankreich.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte am Samstag die Vorgehensweise der französischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten. Europa habe in Sachen Demokratie, Menschenrechte und Freiheit versagt.
Er erinnerte an die Kritik der Europäer an den Einsätzen der türkischen Polizei während der Gezi-Proteste im Frühjahr 2013. „Die, die unsere Polizisten verurteilten und sie der Tyrannei beschuldigten, schaut, wie sie nun selbst vorgehen“, so Erdogan während einer Rede Istanbul.
„Die hohen Mauern der Sicherheit und des Wohlstandes, die sie so stark lobten, haben angefangen zu wackeln… und das nicht durch Migranten oder Muslime, sondern durch ihre eigenen Bürger“, fügte Erdogan hinzu.
Er lehne die Gewalt auf beiden Seiten ab und drückte seine Besorgnis über die Geschehnisse aus.
Das Vorgehen der französischen Polizei bei einer Massenfestnahme von Schülern, hat auch in der Türkei Betroffenheit und Empörung ausgelöst. Videoaufnahmen des Polizeieinsatzes zeigen, wie Schüler in Reihen mit den Händen hinter dem Rücken auf dem Boden knieten oder hockten.
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Demos in Frankreich: PKK-nahe Gruppen unter Randalierern
Der friedliche Protest der „Gelben Westen“ wird zunehmend von rechten und linken Extremisten gekapert. PKK-nahe linke Randalierer unter den Brandstiftern.
Von Prof. Dr. Hans-Christian GüntherNEX24 veröffentlichte vor kurzem eine Liste von in China internierten Wissenschaftlern. Der erste, der genannt wurde, war der Historiker Askar Yunus. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Askar Yunus der Bruder des kirgisischen Abgeordneten Adhil Zhunus ist:
The brother of a sitting lawmaker in Kyrgyzstan has reportedly been arrested as part of the Chinese government’s relentless security sweep in its Xinjiang province.
Adhil Zhunus, wie sein Bruder in China geboren, wurde kirgisischer Staatsbürger und ist der erste aus China stammende Abgeordnete im Parlament von Kirgisistan. Das Pikante an der Angelegenheit ist, dass Adhil Zhunus sich als ein Brückenbauer zwischen China und Kirghistan ansah und eine enge Zusammenarbeit mit China gefördert hatte. Man darf gespannt sein.
Dieser Fall ist freilich nur ein zufällig prominenter Fall dieser Art. Sowohl in Kirgisistan als auch in Kasachstan förderte man nach der Unabhängigkeit die Rückkehr kirgisisch- und kasachisch-stämmiger chinesischer Bürger nach Kirgisistan und Kasachstan. Insbesondere kehrten so viele Familien für das Studium ihrer Kinder in diese Länder zurück. So entstanden viele gespaltene Familien, oft mit der älteren Generation in China, der jüngeren in Kirghistan oder Kasachstan. Auch Personen uigurischer Herkunft besitzen manchmal kasachische Staatsangehörigkeit. Häufige Besuche derartiger Personen in China waren üblich.
Ein Problem wurde dies, seit in Xinjiang Angehörige aller muslimischen Minderheiten rücksichtslos interniert werden, dabei macht China selbst vor kasachischen Staatsbürgern nicht halt.
Erst vor kurzem hat eine uigurische Staatsbürgerin Kasachstans, Gulbahar Jelil, berichtet, dass chinesische Behörden Ihren Geschäftspartner in Xinjiang erpresst hatten, sie unter Vorspiegelung von geschäftlichen Erfordernissen nach Xinjiang zu locken. Dort wurde ihr der kasachische Pass entzogen und ein chinesischer Personalausweis ausgestellt, obwohl sie nie Staatsbürgerin der VR China war.
Sie wurde in ein Konzentrationslager gebracht, wo 30 Frauen in einer Zelle von 14 Quadratmetern untergebracht waren. Um schlafen zu können, musste abwechselnd die Hälfte der Insassen stehen. Es gab eine Toilette, so gut wie keinerlei Waschgelegenheit, die Zelle wurde durch Kameras total überwacht.
Gespräche unter den Gefangenen waren verboten, mit dem Wärtern war nur die chinesische Sprache erlaubt, von der die Frau nur einzelne Wörter wie ,Danke‘ kannte. Durch die mangelnde Nahrung waren die Personen allesamt unterernährt. Regelmäßig wurden zwangsweise Medikamente verabreicht, die die Gefangenen psychisch benommen machten und zur Ausfall der Menstruation führten. Viele jüngere Frauen verloren den Verstand, schlugen ihren Kopf gegen die Wand oder beschmierten Sie mit Kot. Sie wurden von den Wärtern entfernt.
Dieser Bericht stimmt fast völlig mit den Erlebnissen einer Uigurin, Mihrigul Tursun, überein, die in den USA auf einer Pressekonferenz und dann auch vor einem Ausschuss des amerikanischen Senats ausgesagt hat.
Sie wurde zusätzlich mit Elektroschocks gefoltert. Innerhalb von drei Monaten ihrer Internierung starben neun Insassen ihrer Zelle. Sie selbst bat ihre Folterer mehrfach, sie zu töten. Von ihren kurz vor ihrer Ankunft in China aus Ägypten geborenen Drillingen starb eines, die beiden anderen erkrankten schwer. Sie kam am Ende frei, um letzere, die die ägyptische Staatsangehörigkeit besaßen zur Behandlung nach Ägypten zurückzubringen. Für den Fall, dass sie nicht zurückkehre und über ihre Erlebnisse spreche, wurde ihr die Bestrafung ihrer Verwandten in Xinjiang angedroht.
Die Kinder der kasachischen Staatsbürgerin hatten unmittelbar nach der Internierung der Mutter eine Petition gestartet. Auf Anfrage kasachischer Behörden wurde, zunächst die Existenz der Person bestritten, am Ende wurde sie dann doch entlassen mit der Auflage, nicht über ihre Erlebnisse zu berichten, sonst würden ihre Verwandten bekannt. Die Frau begab sich von Kasachstan in die Türkei, wo sie ihre Aussage unbehinderter machen konnte.
Glücklicherweise sagen inzwischen immer mehr Opfer chinesischer KZs im Ausland aus, da sie wissen, dass ohnehin niemand vor den chinesischen Behörden sicher ist und somit ihre Verwandten ohnehin aller Wahrscheinlichkeit nach interniert oder gefoltert werden. Dies dürfte zu weniger Ausreiseerlaubnissen führen, vor allem führt es aber nachweislich dazu, dass Uiguren auch im Ausland immer unverschämter bespitzelt und bedroht werden. Davon werde ich noch berichten.
Jedenfalls hat der Druck der Öffentlichkeit die kasachischen Behörden bereits veranlasst, sich für die Freilassung kasachischer Bürger einzusetzen. Ein Gerichtsurteil hat auch festgeschrieben, dass in Kasachstan befindliche Uighuren auch mit chinesischer Staatsbürgerschaft nicht an China ausgeliefert werden.
Sowohl in Kasachstan als auch in Kirgisistan wird der Druck der Öffentlichkeit, etwas gegen die chinesische Internierungspolitik in Xinjiang zu unternehmen, immer stärker. In beiden Ländern haben sich inzwischen Bürgerinitiativen etabliert, die die Beendigung der Internierung kasachischer und kirghisischer Personen in China fordern.
Central Asians Organize to Draw Attention to Xinjiang Camps
In keinem der beiden Länder hat sich freilich die Regierung bislang zu einem öffentlichen Protest bereitgefunden, im Gegenteil: die kasachische Regierung hat versucht, der entsprechenden Bürgerinitiative einen Maulkorb umzuhängen.
Selbstverständlich sind beide Länder stark von chinesischen Investitionen abhängig. Man darf sich aber dennoch fragen, wie weit man in Servilität und Mangel an Selbstrespekt als souveräner Staat gehen kann, wenn man noch nicht einmal einen Nachbarstaat deutlich zu mahnen bereit ist, Bürger des eigenen Staates nicht wie selbstverständlich in Konzentrationslagern zu foltern.Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren
Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert.
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden
Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung
Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.
Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.
Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG.
Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen.
Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.
Düsseldorf – Nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Chefin rechnet Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit Stabilität in der großen Koalition.
„Wir haben den Parteivorsitz gewählt und nicht über die künftigen Kabinettssitzungen entschieden“, sagte Klöckner der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „In der Regierung arbeiten wir auf Grundlage des Koalitionsvertrages, wir Christdemokraten sind vertragstreu“, betonte die CDU-Vize-Chefin.
In der Partei werde es darum gehen, deutlich zu machen, was CDU pur sei – ohne Koalitionsdisziplin.
In der NRW-CDU ist die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Bundesvorsitzenden der Partei auf Zustimmung gestoßen:
„Das ist eine sehr gute Entscheidung. Sie zeigt, dass die CDU eine moderne Volkspartei ist und auch bleiben wird. Mit AKK haben wir eine realistische Chance, wieder auf 40 Prozent und mehr zu kommen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Das Ergebnis unterstütze den Kurs in NRW. „Denn gerade hier bei uns im Westen kann man Wahlen nur in der Mitte gewinnen.“ Auch Oliver Wittke, Chef der Ruhr-CDU, lobte die Entscheidung , „weil wir jetzt in NRW weiter Wahlen gewinnen können“.
Berlin (nex) – Israel hat die Bundesregierung aufgefordert, die Unterstützung für Dutzende Menschenrechtsorganisationen in Israel und den palästinensischen Gebieten grundsätzlich zu überdenken.Die Bundesregierung müsse „eine Überprüfung ihrer Finanzierungsrichtlinien vornehmen“. Das berichtet Tageszeitung taz in ihrer Onlineausgabe. In einem Schreiben an die deutsche Regierung, das der taz vorliege, betreffe die Beschwerde, neben „politischen Stiftungen, kirchlichen Hilfsorganisationen und ihren Partnern in Israel und Palästina, auch „Anti-Israel-Aktivitäten“ des Jüdischen Museums in Berlin sowie die deutsche Förderung von Filmen von vermeintlichen Unterstützern der Boykottbewegung BDS, berichtet die taz weiter.
„Wir hätten gern, dass die Bundesregierung ihre weitere finanzielle Unterstützung an den vollständigen Stopp solcher Aktivitäten knüpft“, hieße es in dem Schreiben.
Die deutsche Förderung von „Nichtregierungsorganisationen, die in die inneren Angelegenheiten Israels“ eingriffen oder Anti-Israel-Aktivitäten förderten, sei laut dem Schreiben „einzigartig“.
Die Autoren des von der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung geförderten Magazins +972 etwa beschuldigten „Israel regelmäßig der Apartheid“ und widersprächen israelischen Interessen.
Des Weiteren nenne das Schreiben auch das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt, da diese die Boykottkampagnen gegen Israel unterstützten. Auch die Linken-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung, das katholische Hilfswerk Misereor sowie die Hilfsorganisationen Medico International und Kurve Wustrow seien von der Beschwerde betroffen, berichtet die taz weiter.
Zum Thema
– USA –
New Orleans stimmt Boykott-Aktion gegen Israel zu
Der Stadtrat von New Orleans, der größten Stadt des US-Bundesstaats Louisiana, hat nach einem Jahr der Proteste und des Drucks der Gemeinde am gestrigen Donnerstag einstimmig beschlossen, die internationalen Menschenrechte zu verankern.