Türkei
Schauspielerin Aysen Gruda verstorben

Istanbul (nex) – Die legendäre türkische Bühnen- und Kinodarstellerin Aysen Gruda starb im Alter von 75 Jahren, teilte ihr Arzt am Mittwoch mit. Ergun Kasapoglu, der Chefarzt des Derindere Krankenhauses in Istanbul, sagte, dass Gruda seit anderthalb Jahren eine medizinische Behandlung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten habe: „Wir haben Frau Aysen um 13.45 Uhr verloren. Sie wurde fast 20 Tage lang auf der Intensivstation wegen Atemnot behandelt.“ Gruda wurde 1944 in Istanbul als mittleres Kind der Familie Erman geboren. Ihre erste schauspielerische Leistung war 1962 als Dienstmädchen in einem Musical. Sie war zwischen 1965 und 1976 mit Yilmaz Gruda verheiratet. Gruda wurde als „Miss Tomato“ bekannt, nachdem sie die Figur Miss Tomato Nahide Serbet in einer Sketch-Comedy-Fernsehshow spielte. Gruda nahm an mehr als 50 Filmen teil, darunter Bizim Aile (1975), Aile Serefi (1976), Tosun Pasa (1976), Copculer Krali (1977), Gulen Gozler (1977), Cicek Abbas (1982) und Hacivat Karagoz Neden Olduruldu? (2006). Sie gewann 2006 die Sadri Alisik Awards für Theater und Kino und 2010 den Golden Orange Award in Antalya als beste Schauspielerin und 2012 den Honorary Award des Istanbul Film Festivals. Grudas Beerdigungs- und Bestattungsgottesdienste finden am Freitag auf dem Friedhof von Zincirlikuyu statt. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy bekundete sein Beileid und sagte: „Der Verlust von Frau Aysen Gruda, eine der prominentesten Künstlerinnen der Film- und Theaterwelt, bedaure ich zutiefst.“ Auch der türkische Parlamentspräsident Binali Yildirim und Kemal Kilicdaroglu, der Führer der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) der Türkei, sprachen ihr Beileid aus. (aa)

Türkei
Über 30.000 Ahiska-Türken erhalten Staatsbürgerschaft

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Bilecik (nex) – Mehr als 30.000 Ahiska-Türken (Mescheten) haben die türkische Staatsbürgerschaft erhalten, sagte der Leiter der Weltunion der Ahiska-Türken am Mittwoch. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe der Notlage der Gemeinschaft besondere Priorität eingeräumt, so Ucar zur Nachrichtenagentur Anadolu nach einer Veranstaltung in der westlichen Provinz Bilecik. Seine Bemühungen seit 2015 hätten die Ansiedlung der Ahiska-Türken in der Türkei erleichtert. Abgesehen von etwa 100.000 Ahiska, die nach der Auflösung der Sowjetunion in die Türkei ausgewandert waren, lebte bereits eine große Ahiska-Bevölkerung in verschiedenen Städten im Osten der Türkei, so Ucar. Er betonte auch, dass die seit 74 Jahren außerhalb der Türkei lebenden Ahiska nie „die Beziehungen zur Türkei abgebrochen haben“. „Wo immer sie leben – im Moment in neun Ländern – ist die Türkei der Platz in ihren Herzen“, fügte er hinzu. Etwa 92.307 Ahiska-Türken, auch als meschetische Türken bekannt, wurden 1944 durch den Sowjetführer Josef Stalin aus ihrer Heimat, der Meschetenregion in Georgien, vertrieben, als dieser eine Zwangsumsiedlung der Türken von den Küsten des Schwarzen Meeres anstrebte. Während einer fast 40-tägigen Abschiebephase aus ihrer Heimat nach Usbekistan, Kasachstan und Kirgisistan verloren rund 13.000 Ahiska-Türken durch Hunger, Kälte und Krankheiten ihr Leben, sagte der Verband. Sowohl vor als auch nach ihrer Deportation erfuhr die Volksgruppe Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Diejenigen, die nach der Auflösung der Sowjetunion 1990 in die Ukraine emigrieren konnten, lebten in Elendsquartieren, die von Saisonarbeitern genutzt wurden. Heute leben rund eine halbe Million Ahiska-Türken in der Türkei, Kasachstan, Russland, Aserbaidschan, Kirgisistan, Usbekistan, den USA und der Ukraine. „Die Türkei hat für uns Ahiska-Türken so viel getan, wir sind sehr dankbar und glücklich“, sagte Ziyatdin Kassanov gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu am Rande eines Treffens der Weltunion der Ahiska Türken (DATUB) in der kasachischen Hauptstadt Almaty.

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– NEX24-Interview – Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“

Für die bevorstehenden türkischen Kommunalwahlen im März, wurde in der Urlaubsmetropole Alanya erstmals eine in Russland geborene türkische Staatsangehörige als Bürgermeisterkandidatin nominiert. In ihrem ersten Interview mit einem ausländischen Medium sprach Cetinkaya in ihrem Büro in Alanya mit dem NEX24 Türkei-Korrespondenten.

Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“
 

EBWE
EU-Bank plant Investition von 1 Milliarde Euro für die Türkei

Ankara (nex) – Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) plant, 2019 1 Milliarde Euro in die Türkei zu investieren, sagte ein hoher Beamter. „2018 war ein herausforderndes Jahr, ein Jahr geopolitischer Spannungen, einer wirtschaftlichen Verlangsamung, dramatischer Währungsabwertung und nachlassender Investorenstimmung. Die EBWE blieb hielt jedoch an ihrem starken Engagement für die türkische Wirtschaft fest“, sagte der Geschäftsführer der EBWE in der Türkei, Arvid Tuerkner, während eines Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
(Foto: EBRD)
Die Bank werde, wie auch im vergangenen Jahr, erneut etwa eine Milliarde Euro investieren. Er fügte hinzu, dass die Bank zudem auch ihre Unterstützung zur Stabilisierung der türkischen Lira erhöht habe. Die EBWE werde sich in diesem Jahr besonders auf die exportorientierte Industrie und Landwirtschaft in der Türkei konzentrieren. Er lobte auch die starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten und die jungen Bevölkerungszahlen der Türkei. „Trotz der Turbulenzen sind die starken Fundamentaldaten der Türkei noch vorhanden. Die strategische geografische Lage ist nicht nur ein Segen für den Handel – das großartige Klima und die Kultur des Landes machen die Türkei auch zu einem wunderbaren Reiseziel. Ich denke, das Land hat hohe Erwartungen an die Wiederbelebung des Tourismus in diesem Jahr.“

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– Businessnews – Wirtschaftsvereinigung fordert türkisch-amerikanisches Freihandelsabkommen

Ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA ist der Weg, um den bilateralen Handel zwischen den beiden Ländern zu fördern, so der Leiter einer wichtigen türkischen Wirtschaftsvereinigung.

Wirtschaftsvereinigung fordert türkisch-amerikanisches Freihandelsabkommen

Türkisch-russische Beziehungen
Treffen zwischen Erdogan und Putin für Mittwoch angekündigt

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Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Amtskollege Vladimir Putin werden am Mittwoch ihr erstes persönliches Treffen des Jahres abhalten.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, werden die beiden Staats- und Regierungschefs während Erdogans eintägigem Besuch in der russischen Hauptstadt Moskau, regionale und internationale Fragen, insbesondere über Syrien, sowie die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland besprechen.
In der russischen Tageszeitung Kommersant erschien in der vergangenen Woche ein von Erdogan verfasster Artikel mit dem Titel „Kooperation Türkei-Russland, kritisch für die Lösung der Krise in Syrien“. Darin betonte der türkische Staatschef erneut, dass die Türkei kein Problem mit syrischen Kurden oder anderen Gruppen habe, die innerhalb der Grenzen des Nachbarlandes leben. Die Türkei behalte sich jedoch das Recht vor, „bei Vorliegen der entsprechenden Bedingungen, Terroristen zu verfolgen, die unser Land aus syrischem Gebiet bedrohen“, sagte Erdogan in dem Artikel. Der US-Abzug aus Syrien sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, so Erdogan.
Ende Dezember kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass es der US-geführten Koalition gelungen sei, die Terrorgruppe IS (Daesh) in Syrien militärisch zu besiegen. Die Ankündigung des überraschenden Truppenabzugs von Trump im vergangenen Monat, folgte auf einen Telefonanruf mit Erdogan, in dem sich die beiden auf die Notwendigkeit einer effektiveren Koordinierung des vom Bürgerkrieg verwüsteten Landes einigten.
Erdogan und Putin hatten 2018 sieben persönliche Treffen und 18 Telefonate, um über bilaterale Beziehungen und regionale Entwicklungen, insbesondere in Syrien, zu sprechen.
Die Staats- und Regierungschefs trafen sich zum ersten Mal in der türkischen Hauptstadt Ankara, wo sie am 3. April, einen Tag vor einem trilateralen Gipfel über Syrien zwischen den Staats- und Regierungschefs der Türkei, Russlands und des Iran, den Vorsitz im Hochrangigen Kooperationsrat Türkei-Russland führten. Während des trilateralen Gipfels am 4. April betonten Erdogan, Putin und der iranische Präsident Hassan Rouhani ihre gemeinsame Entschlossenheit, sich dem Separatismus sowie der Nutzung des Terrorismus als Vorwand für eine Veränderung Syriens zu widersetzen. Erdogan, Putin und Rouhani werden sich voraussichtlich in den kommenden Monaten treffen, um die Situation in Syrien zu besprechen. (aa)

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– Türkisch-amerikanische Beziehungen – Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

In einem Telefonat am Montag beschlossen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken.

Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

Urteil in Madrid
Christiano Ronaldo: 23 Monate Haft auf Bewährung

Madrid (nex) – Juventus-Star Cristiano Ronaldo ist wegen Steuerhinterziehung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Außerdem zahlt der Portugiese 18,8 Millionen Euro nach. Vor einem Gericht in Madrid hat Ronaldo am Dienstag eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung akzeptiert. Demnach muss der 33-Jährige eine Strafe von fast 19 Millionen Euro zahlen und wurde zudem noch zu einer 23-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Im Prozess ging es speziell um Einnahmen aus Bildrechten, die der Stürmer an den Steuerbehörden vorbeigeschleust haben soll. Dazu habe er sich eines ausgedehnten Firmennetzwerks mit Sitz auf den British Virgin Islands und in Irland bedient.    

EU-Kommission
Überhöhte Gebühren: 570 Millionen Euro Strafe gegen Mastercard

Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen den Kreditkartenanbieter Mastercard eine Geldstrafe in Höhe von 570 Millionen Euro verhängt. Als Grund gab die EU-Kommission überhöhte Gebühren an.

Wie die “Tagesschau“ berichtet, muss der Kreditkartenanbieter Mastercard wegen zu hoher Kundengebühren eine Geldstrafe von 570 Millionen Euro zahlen. Das entschied die EU-Kommission.

Wie Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Dienstag mitteilte, habe der Kartenzahlungsanbieter Händler daran gehindert, bessere Konditionen von Banken aus anderen Ländern des EU-Binnenmarktes zu nutzen und damit gegen die Kartellvorschriften verstoßen. Dadurch seien die Kosten für die Kunden gestiegen.

Hintergrund wären die sogenannten Interbankenentgelte, die bei einem Kauf zwischen der Bank etwa eines Supermarktes und dem Geldhaus des Kunden fällig werden, berichtet die “Tagesschau“ weiter. Hier habe Mastercard die Nutzung von günstigeren Banken im EU-Ausland unterbunden.

NRW
Dortmunds OB Sierau verteidigt Ausrüstung des Ordnungsdienstes mit Schlagstöcken

Der Oberbürgermeister von Dortmund, Ullrich Sierau (SPD), verteidigt die Entscheidung, den Kommunalen Ordnungsdienst mit Schlagstöcken auszustatten, gegen Kritik aus der Spitze der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Wer diese Entscheidung kritisiert, der kennt die Bedingungen vor Ort nicht“, sagte Sierau der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Es geht uns in Dortmund um die Wertschätzung und den Schutz von Mitarbeitern, die auf der Straße einen sehr schwierigen Job machen. Es wäre fatal, wenn diese Menschen das Gefühl hätten, dass sie die Stadtspitze nicht unterstützt“, sagte der Politiker weiter. Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes haben Sierau nach dessen Angaben nach zwei Jahren Testlauf mit dem „Einsatzmehrzweckstock – ausziehbar“ (EMS-A) gesagt, dass sie sehr zufrieden seien mit dieser Ausrüstung. „Sie fühlen sich seitdem sicherer, aggressives Auftreten ihnen gegenüber ist seltener geworden“, so der OB. In den zwei Jahren des Tests habe es nur einmal eine Situation gegeben, in der ein Schlagstock „zum Zwecke der Deeskalation und zum Schutz des Mitarbeiters“ eingesetzt werden musste. Die Ordnungsdienstler würden aufwendig für den Umgang mit den Stöcken geschult. Ziel sei stets das Vermeiden von Gewalt. Außerdem funktioniere in Dortmund die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Ordnungskräften sehr gut. Dortmund schickt, wie berichtet, Mitarbeiter des Ordnungsdienstes mit Schlagstöcken auf Streife. Bonn, Wuppertal, Hagen, Düren und andere Kommunen haben ihre Ordnungsdienste schon so ausgerüstet. Andere sind skeptisch, zum Beispiel Gelsenkirchen. „Im Moment sehen wir da keinen Bedarf“, sagte Hans-Joachim Olbering, Leiter des Referates Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Gelsenkirchen, der WAZ. Kommunale Mitarbeiter seien keine Polizisten. Die Argumente müssten aber immer wieder neu abgewogen werden. Die Einschätzung zum Thema Schlagstöcke könne sich auch ändern, so Olbering. Die Polizeigewerkschaft GdP bezweifelt, dass die Ausbildung der Ordnungsamtskräfte am Schlagstock mit dem Training der Polizisten vergleichbar sei. Die Ausbildung der Polizisten dauere mehrere Jahre und sei besonders auf das Vermeiden von Gewalt ausgerichtet. Der Umgang mit Schlagstöcken werde in diesem Zusammenhang geübt. „Außerdem werden die Polizisten jedes Jahr im Umgang mit dem EMS-A geprüft“, sagte GdP-Vize-Landesvorsitzender Heiko Müller. Der EMS-A gehört zur Standardausrüstung vieler Länderpolizeien. Der trainierte Stockträger kann damit nicht nur zuschlagen, sondern auch Angriffe abwehren, eine Person festhalten oder den Stock als Werkzeug nutzen, um zum Beispiel eine Scheibe einzuschlagen. Den Stückpreis gibt die Stadt Dortmund mit rund 150 Euro an, dazu kommt ein Holster im Wert von 35 Euro. NRW experimentiert mit weiteren Schutzmaßnahmen für die Polizisten. Ein Pilotversuch mit Elektroschockgeräten läuft. Diese „Taser“ setzen die Getroffenen auf eine Distanz von mehreren Metern einige Sekunden lang außer Gefecht.

Umweltpolitik
Top-Jurist kritisiert Angriffe der Union auf Umwelthilfe

Die Diskussion in CDU und CSU über eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe stößt bei Rechtsexperten auf scharfe Kritik. „Nach meiner Einschätzung gibt es derzeit keinen Anlass, die Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe in Frage zu stellen“, sagte Rainer Hüttemann, Direktor des Instituts für Steuerrecht an der Universität Bonn und Autor des juristischen Standardwerks für Gemeinnützigkeitsrecht, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Mich erinnert die ganze Diskussion an das bekannte Motto: Der Überbringer der schlechten Nachrichten wird erschlagen“, fügte Hüttemann auch mit Blick auf die erfolgreichen Fahrverbotsklagen der Umwelthilfe hinzu. Ob eine Organisation wie die Umwelthilfe gemeinnützig sei, hänge nicht von politischen Einschätzungen, sondern allein davon ab, ob die Organisation die in der Abgabenordnung bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen erfülle. Zudem sei dafür allein die Finanzverwaltung des jeweiligen Bundeslandes zuständig, sagte Hüttemann. Für die Gemeinnützigkeit sei es unerheblich, in welcher Höhe eine Organisation Spenden erhalte oder in welchem Umfang sie sich durch wirtschaftliche Tätigkeiten zusätzliche Mittel für ihre satzungsgemäßen Zwecke beschaffe. Zudem sieht der Rechtswissenschaftler mögliche Folgen für weitere Gruppierungen.  “Die Debatte ist insofern kritisch zu sehen, als man mit ähnlichen Argumenten auch die Gemeinnützigkeit anderer - politisch unliebsamer – Organisationen in Zweifel ziehen könnte“, sagte Hüttemann.

US-Truppenabzug
Erdogan und Trump: Zweites Telefonat innerhalb einer Woche

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Ankara (tp/nex) – Es ist das zweite telefonische Gespräch innerhalb einer Woche zwischen US-Präsident Trump und seinem türkischen Amtskollegen Erdogan zu Syrien. Trump ließ über ihre Pressesprecherin erklären, dass die USA die „terroristischen Elemente“ besiegen werde um die eigene Sicherheitspolitik erfolgreich abzuschließen und dabei auch das Sicherheitsbedürfnis der Türkei zu berücksichtigen. Das Weiße Haus ließ erklären, dass beim Gespräch Erdogan dem amerikanischen Volk sein Beileid über den Selbstmordanschlag in Manbidsch ausgesprochen habe, bei der US-Amerikaner getötet worden sind. Im Gespräch habe Trump seinem Amtskollegen versichert, weiterhin eine Lösung zu suchen, um das Sicherheitsinteresse beider Länder zu befriedigen. In Ankara teilte das Präsidialamt mit, dass weiterhin das Gespräch gesucht werde, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Man habe Washington erklärt, die Sicherheit der nordsyrischen Grenzstadt Manbidsch zu gewährleisten. Am Montag erklärte Erdogan während einer Rede in Ankara, man werde einer Sicherheitszone keineswegs zustimmen, die wieder im Chaos versinken werde. Er habe Trump mitgeteilt, dass die Türkei bereit sei, die Terroristen zu beseitigen und dabei die logistische Hilfe der USA in Anspruch zu nehmen. Erdogan erklärte weiter, dass die Türkei in erster Linie den Kampf gegen Terrorismus in den südlichen Nachbarländer aufgenommen habe und nicht in den Gebirgen im Südosten der Türkei. Jeder Angriff oder Attacke werde daher vor allem in den ausländischen Stützpunkten der Terrororganisationen vergolten und dieser Kampf werde bis zum Schluss geführt werden, so Erdogan weiter. Er fügte hinzu, dass die Sicherheit Manbidsch von der Türkei gewährleistet und die Ordnung den eigentlichen syrischen Bürgern übergeben werde. In seiner Rede warnte Erdogan vor falschen oder nicht einzuhaltenden Zusagen. Man werde die Situation weiterhin beobachten, schließlich sei man mit allen Kräften an der Grenze stationiert. Eine einvernehmliche Lösung sei begrüßenswert, aber die Entschiedenheit der Türkei, in der Region Sicherheit zu stiften, dürfe nicht infrage gestellt oder getestet werden. Erdogan betonte erneut, dass die Türkei über ein Sicherheitskorridor von rund 30 bis 32 Kilometern denke, in der die Türkei die Kontrolle und Sicherheit gewährleiste. Eine Kontrolle durch Dritte allein, werde nicht geduldet und entspreche nicht der Sicherheitspolitik der Türkei. Nur eine starke äußere Sicherheitspolitik gewährleiste auch eine innere Sicherheit, erklärte Erdogan in Ankara. Unterdessen räumte der US-amerikanische Senator der Republikanischen Partei Lindsey Graham während seines Besuchs in Ankara, dass die USA in ihrer Strategie in Syrien ein Potential geweckt habe, die der Türkei Schaden zugefügt habe. Mit der Bewaffnung des syrischen Ablegers der Terrororganisation PKK, der YPG, habe Washington einen „Alptraum für die Türkei geschaffen“, sagte Graham am Samstag in Ankara. Graham erklärte während der Pressekonferenz, dass der geplante Abzug von US-Truppen aus Syrien auch damit verbunden werden müsse, die Fehler von einst zu korrigieren. Ein Rückzug der es versäume, die Terrormiliz IS (Daesh) zu zerstören, den Iran einzudämmen und die Türkei zu schützen, führe nur zu einem breiteren Konflikt und „Chaos“ in der Region. In einer Erklärung führte Ibrahim Kalin, Sprecher des Präsidialamtes, an, dass das Problem mit der PKK, PYD bzw. YPG darin liege, dass diese versuchen würden, „eine Ordnung zu schaffen, indem sie syrische Kurden, die ihnen nicht gehorchen und ihre terroristischen Aktivitäten gegen unser Land unterstützen, unterdrücken.“ „Es besteht kein Zweifel, dass eine Terrorgruppe kein Verbündeter der USA sein kann“, sagte Kalin weiter. Erdogans Berater Yasin Aktay erklärte nach dem Telefonat zwischen Trump und Erdogan in einem Interview gegenüber Al Jazeera: „Trump steckt fest zwischen der öffentlichen Meinung der USA, die die Präsenz der USA in Syrien und im gesamten Nahen Osten in Frage stellt sowie Politikern seiner Partei und Verbündeten, wie Israel und Saudi-Arabien, die gegen den Rückzug sind.“

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In einem Telefonat am Montag beschlossen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken.

Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

Datenschutz
Immer mehr Berliner beschweren sich über Datenmissbrauch

Immer mehr Berliner beschweren sich darüber, wie Unternehmen und Organisationen mit ihren Daten umgehen. Die Zahl der persönlich Betroffenen, die sich Hilfe suchend an ihre Behörde wandten, habe sich vervierfacht, seit im Mai 2018 die neuen europäischen Datenschutzregeln in Kraft getreten sind, sagte die zuständige Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk der „Berliner Morgenpost“. Jeden Monat zähle ihre Dienststelle rund 700 Beschwerden, Tendenz steigend. Die Bürger klagten verstärkt darüber, dass Unternehmen ihre Daten nicht wie gewünscht löschen, sie weiter Werbung erhielten. Oder dass persönliche Informationen über sie weitergereicht würden. Besonders im Fokus der Datenschützer gerieten zuletzt Essensbringdienste, Onlinehändler und soziale Netzwerke. Auch die Zahl der von Behörden oder Unternehmen gemeldeten Datenpannen sei massiv gestiegen und hätten sich gegenüber der Zeit vor der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verzehnfacht. Rund 70-mal jeden Monat meldeten Unternehmen Datenlecks ihrer Dienststelle, so Smoltczyk weiter. Mit den neuen Regeln sind Bürger, Behörden und Unternehmen verpflichtet, Datenpannen zu melden. Wer das versäumt, riskiert eine Strafe.