Weihnachtsbotschaften
Kosovo: Großmufti Naim Tërnava wünscht Christen frohe Weihnachten

Pristina (nex) – Mit einem Post in den sozialen Medien hat der Großmufti des Kosovo, Naim Tërnava,  gestern den Christen ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. „Verehrter Bischof Dodë Gjergji, Mit großer Ehre gratuliere ich Ihnen, all Ihren Priestern und allen Christen zum Weihnachtsfest. Ich wünsche Ihnen Gesundheit, Wohlstand und Glück. Weihnachten ist das Fest, das Geburt, Leben und Wohlstand gleichermaßen symbolisiert. Den Menschen vermittelt diese Botschaft menschliche Prinzipien für den Aufbau einer gerechten und tugendhaften Gesellschaft. Sehr verehrter Bischof, religiöse Feste sind schon immer Momente, die uns verbinden. Sie machen uns menschlich, einzigartig und liebenswert. Mit diesen Werten haben wir uns Respekt, Liebe, Verständnis und Frieden aufgebaut und pflegen sie mit Würde.“ Der katholische Bischof von Prizren-Pristina, Dodë Gjergji, antwortet dem Großmufti auf der Webseite der katholischen Kirche von Kosovo mit einem Aufruf zum Dialog.
(Foto: Mehmeti)
“Wenn Gott keine Angst vor dem Dialog mit der Welt hatte, umso weniger sollten wir uns vor einem Dialog untereinander fürchten. Dialog ist Voraussetzung für Frieden, Versöhnung und einem guten Miteinander. Dies gilt für Familien, die ganze Gesellschaft und allen Völkern. Allein der gute Wille und der Wunsch nach einer besseren Zukunft hilft uns dabei. Niemand sollte den Dialog jemals beenden, ihn gar missbrauchen oder ablehnen.”

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– Balkannews – Kosovo: Imam Halil Kastrati – Die muslimische „Mutter Teresa“

Halil Kastrati, der Imam aus dem Kosovo, ist nicht nur in seinem Land bekannt, nein, er ist auch über die Grenzen des Kosovo hinaus, bis Albanien, Mazedonien und Serbien eine bekannte und bedeutende Persönlichkeit.

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"Geokulturelle Region"
Türkei: Oppositionspartei fordert Entfernung „Kurdistans“ von Google Maps

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Ankara (nex) – Die oppositionelle „IYI“ Partei der Türkei hat Medienberichten zufolge den Internetriesen dazu aufgefordert, die „Kurdistan“-Karte von Google Maps zu entfernen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der „IYI“-Partei, sagte Verkehrs- und Infrastrukturminister Cahit Turhan, dass die türkischen Behörden die Karte auf Google Earth, die auch irakische, iranische und syrische Gebiete als „geokulturelle Region“ umfasst, kennen. Verantwortliche Mitarbeiter der Informations- und Kommunikationstechnologie-Behörde, hätten bereits mit Vertretern von Google gesprochen und die Plattform darauf hingewiesen die Karte „als Teil ihrer Verpflichtungen zu nationalen und internationalen Gesetzen“  umgehend zu entfernen, so der türkische Minister in einer Mitteilung.

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Ausland
Türkei: Mindestlohn soll 2019 um mehr als 26 Prozent steigen

Ankara (nex) – Der Mindestlohn in der Türkei wird ab dem ersten Tag des neuen Jahres kräftig ansteigen und die durchschnittliche Erhöhung von mehr als 26% deutlich über der zuletzt im Land ermittelten Inflationsrate von 21,62% liegen. Das teilte Ministerin für Arbeit, Soziales und Familie, Zumrut Selcuk, am Dienstag mit.
Mit dem Neujahrstag 2019 gelten in der Türkei neu festgelegte Mindestlöhne. Dabei wird der Mindestlohn durchschnittlich um über 26% ansteigen und damit die zuletzt im Land festgestellte Inflationsrate deutlich übersteigen. Nach Angaben des türkischen statistischen Instituts betrug die jährliche Inflationsrate im November 21,62 Prozent. Für den laufenden Monat liegen entsprechende Angaben noch nicht vor. Der Mindestlohn für ledige Arbeitnehmer ohne Kinder wird dann, ab Januar, nach Abzug der Sozialversicherung und der Einkommensteuer 2.020 türkische Lira betragen. Der Mindestlohn für verheiratete Personen mit drei Kindern, beispielsweise, wird dann 2.155 Lira betragen. 2018 betrug der Mindestlohn 1603 Lira. Thomas Bernhard

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– Währungsnews – Türkei: Die Lira steigt und steigt – Höchster Stand seit über vier Monaten

Die türkische Währung setzt ihren Aufwärtskurs der letzten Monate unaufhörlich fort. Sie erreichte am Freitagmorgen mit 5,15 den höchsten Stand seit dem 12. August, wo ihr Kurs auf 7,0458 gefallen war.

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Personalnotstand
Ärztepräsident: 5000 offene Stellen für Ärzte in Krankenhäusern

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Düsseldorf (ots) – Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat eine bessere Personalausstattung von Kliniken mit Ärzten gefordert. Ähnlich wie für Pflegekräfte soll es in Kliniken nach Ansicht von Montgomery auch eine Personaluntergrenze für Ärzte geben. „Ich verstehe nicht, warum in der Frage der Personaluntergrenze Pflegepersonal und Ärzte unterschiedlich behandelt werden“, sagte Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Der Ärztepräsident verwies darauf, dass in den Krankenhäusern bundesweit rund 5000 Stellen für Ärzte unbesetzt seien. „Die Arbeitsbelastung ist sowohl für die Pflegekräfte wie auch für die Ärzte im Krankenhaus ausgesprochen hoch.“ In beiden Berufsgruppen gebe es hohe Burnout-Quoten. „Die Arbeitsverdichtung in den Krankenhäusern kann nur durch mehr Personal kompensiert werden.“ Montgomery wiederholte auch seine Forderung nach mehr Medizinstudienplätzen: „Wir brauchen rund 1000 zusätzliche Studienplätze pro Jahrgang. Diesen Bedarf gibt es schon länger. Es ist ein Grundübel, dass die Länder ihren Finanzierungsverpflichtungen nicht ausreichend nachkommen.“ Über eine Aufstockung der Medizin-Studienplätze wird seit Jahren diskutiert. Grundsätzlich müssen die Länder die Finanzierung dafür zur Verfügung stellen. Eine wachsende Zahl an Ärzten gilt nicht nur aufgrund der alternden Gesellschaft als notwendig. Es gibt auch immer mehr Ärztinnen, die häufiger als ihre männlichen Kollegen in Teilzeit arbeiten. Der Mangel an Medizinern macht sich auch in den Praxen bemerkbar. Insbesondere auf dem Land haben Ärzte, die aus Altersgründen ausscheiden, Schwierigkeiten, einen Nachfolger für ihre Praxis zu finden.

LKW aus den Niederlanden
500.000 Ecstasy-Pillen für Türkei an serbisch-bulgarischer Grenze beschlagnahmt

Belgrad (nex) – In einer gemeinsamen Operation mit der serbischen und bulgarischen Polizei, beschlagnahmten Sicherheitskräfte der türkischen Drogenpolizei an der serbisch-bulgarischen Grenze am Montag die unglaubliche Menge von 500.000 Ecstasy-Pillen. Wie türkische Medien berichten, erhielt die Istanbuler Anti-Drogen-Behörde einen anonymen Hinweis, woraufhin die Kollegen in Serbien und Bulgarien kontaktiert wurden. Der aus den Niederlanden kommende LKW wurde am Montag an der serbisch-bulgarischen Grenze gestoppt und der Fahrer verhaftet. Dies sei der erste Einsatz der türkischen Drogenpolizei im Ausland gewesen. Im Januar dieses Jahres forderte der damalige stellvertretende Ministerpräsident der Türkei, Recep Akdag, in einem Gespräch mit dem Nachrichtensender NTV die Regierungen der Niederlande, Belgien, Österreich und Polen auf, entschiedener gegen Drogenproduktion und -handel in ihren Ländern vorzugehen. „Die Substanz, die unsere Jugendlichen, die auf der Straße landen, verwenden, wird in den Niederlanden, Belgien oder Österreich und teilweise in Polen hergestellt. Ihre Notlage ist regelmäßig in den Medien zu sehen“, so der türkische Politiker. „Bitte verhindern Sie, dass dieses Gift in Ihren Ländern hergestellt wird“, sagte Akdag. Die in der Türkei beschlagnahmten Ecstasy-Tabletten machten etwa 60 Prozent der Gesamtmenge der in Europa konfiszierten Pillen aus. “Das heißt, dass unser Land sowohl ein Ziel- als auch ein Transitland darstellt”, so Cetin Oktay Kaldirim im Namen des Innenministeriums. Kaldirim betonte, wie wichtig eine Zusammenarbeit mit anderen internationalen Sicherheitsbehörden, die ebenfalls die Drogenkriminalität bekämpfen, sei. Auch Nichtregierungsorganisationen mahnte er zur Kooperation mit offiziellen Stellen an. Illegale Drogen seien eines der größten Probleme des Jahrhunderts, betonte Kaldirim. Auch beim Antiterror-Kampf sei das Vorgehen gegen internationale Drogenbanden von äußerster Wichtigkeit. Die international als Terrororganisation eingestufte PKK etwa verdiene seit 1980 mit dem Drogenhandel jährlich über 500 Millionen US-Dollar. Drogenschmuggel sei die Hauptquelle der PKK für ihre Terrorfinanzierung, so in einem vom Ministerium veröffentlichten Bericht.

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– Organisierte Kriminalität – Belgien: Polizei gelingt großer Schlag gegen Drogennetzwerk der PKK

Im belgischen Hasselt in der Provinz Limburg hat die Polizei ein seit mehr als 10 Jahren aktives Drogennetzwerk der Terrororganisation PKK zerschlagen, die mit Drogen den Markt in halb Europa beherrschte, berichtet das in Limburg ansässige Online-Nachrichtenportal „Het Belang van Limburg“.

Belgien: Polizei gelingt großer Schlag gegen Drogennetzwerk der PKK
   

Balkan
Kosovo: Studenten protestieren für EU-Visafreiheit

Kosovo (nex) – Vor der EU-Vertretung in Pristina protestierten hunderte Studenten gegen die Visum-Pflicht der EU.
Hunderte Studenten protestierten am Montag vor der EU-Vertretung in der kosovarischen Hauptstadt Pristina gegen die EU- Visum-Pflicht für Kosovo und hielten dabei Demo-Banner mit Aufschriften wie „Isolation – sind das die Werte der EU?“ hoch.
„Der Kosovo hat alle von der EU auferlegten Bedingungen für eine Visafreiheit erfüllt, wie lange soll die Isolierung noch andauern“, so Blendon Arifi, einer der Mitorganisatoren der Protestaktion, gegenüber NEX24.
Die Studenten legten ihre Pässe in Geschenkkartons vor das Tor der EU-Vertretung – adressiert an Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. Die Pässe seien sowieso wertlos, so Arifi.
Der Kosovo ist das letzte Land Südosteuropas, für dessen Bürger Visum-Pflicht bei der Einreise in die EU gilt. 
Bereits im Jahre 2009 war die Visumpflicht für Montenegriner, Serben und Mazedonier abgeschafft worden. Ein Jahr später für Bosnier und Herzegowiner sowie Albaner. Brüssel hatte im vergangenen August für die Abschaffung der Visum-Pflicht für den Kosovo gestimmt. Die EU-Kommission sah alle 95 Kriterien erfüllt.
Die EU-Innenminister sind sich aber hinsichtlich des endgültigen Grünen Lichts, damit Bürger des Kosovo ohne Visum in EU-Staaten einreisen dürfen, noch uneinig, berichtet die österreichische Tageszeitung „Salzburger Nachrichten“.
Besonders nach der Entscheidung Kosovos Mitte Dezember, ihre Sicherheitskräfte in eine reguläre Armee umzuwandeln, sorgte in Brüssel für Irritationen. Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember in einer für den Kosovo historischen Abstimmung einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete Kosovo Security Forces (KSF) soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen.
Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. 
Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere.
Mustafë Mehmeti – NEX24 Kosovo-Korrespondent 

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– Balkan – Kosovo: 250 US-Panzerfahrzeuge für neue Armee

Neben den jüngst aus den USA erhaltenen Humvee Militärfahrzeugen, werde der junge Staat bald auch 250 Panzerfahrzeuge bekommen, so der Parlamentspräsident des Kosovo, Kadri Vesel.

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Terrorverdacht
Türkei: Österreichischer Journalist Max Zirngast freigelassen

Istanbul (nex) – Ein türkisches Gericht hat die Freilassung des seit September inhaftierten österreichischen Journalisten Max Zirngast angeordnet. Er soll noch am Weihnachtsabend freikommen. Zirngast werde in den nächsten Stunden aus der Haft entlassen, sagte sein Anwalt Tamer Dogan der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Der 29-Jährige darf die Türkei allerdings nicht verlassen und muss sich einmal pro Woche bei der Polizei melden. Zirngast war im September wegen Terrorverdacht festgenommen worden und saß seitdem im Gefängnis. Der Journalist schrieb unter anderem für die linke Zeitschrift „re:volt“ und sympathisierte in seinen Texten mit der Terrororganisation PKK. Zirngast lebte seit 2015 in der Türkei. Wie die österreichische Tageszeitung „Krone“ berichtet, bezeichnete Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) die Entlassung als einen „ersten wichtigen Schritt“. „Wir werden uns weiterhin für die möglichst rasche Abwicklung des Strafverfahrens einsetzen“, zitiert „Krone“ die Außenministerin. Die Ministerin habe sich erfreut gezeigt, dass  die „umfangreichen Bemühungen in diesem Fall konkrete Früchte tragen“. Einem Tweet der Solidaritätsplattform „#FreeMaxZirngast“ zufolge findet der Prozessauftakt am 11. April 2019 statt.  

Syrien
Erdogan: Die Türkei wird die Kurden und Araber nicht der YPG und IS überlassen

Ankara (nex) – Mit ihrer Präsenz in Syrien, verfolge die Türkei die Freiheit der Araber und Kurden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede in Ankara am Montag. „Wir betrachten die Sicherheit und den Frieden der Araber in Syrien als unsere eigene Angelegenheit. Wir sehen die Probleme der Kurden als unsere eigenen an“, so Erdogan. Auch die Sicherheit und den Frieden der in Syrien lebenden Turkmenen betrachte die Türkei als ihre eigene Angelegenheit. „Warum sind wir jetzt in Syrien? Um dort die Freiheit und Unabhängigkeit unserer arabischen und kurdischen Brüder wiederzubringen, nicht die der Terrorgruppen“, betonte der türkische Staatschef.  In Syrien gehe es um Freiheit und territoriale Integrität. Die Türkei werde die syrischen Kurden nicht den Terroristen der YPG überlassen, so wie sie auch die Araber nicht der Terrorgruppe IS überlassen hat, sagte Erdogan. Abzug der US-Truppen Die Ankündigung von Trump in der vergangenen Woche, dass er die amerikanischen Soldaten aus Syrien abziehen werde, hat viele Beobachter überrascht. Kritiker sagen, dass die Entscheidung es schwieriger machen wird, eine diplomatische Lösung für den sieben Jahre alten Konflikt in Syrien zu finden. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sowie der US-Sondergesandte in Syrien, Brett McGurk, reichten daraufhin ihren Rücktritt ein. Medienberichten zufolge habe Trump diese Entscheidung nach einem Telefonat mit Erdogan im Alleingang beschlossen. Der Nachrichtenagentur AP zufolge arrangierte US-Außenminister Mike Pompeo am 14. Dezember ein Telefonat zwischen Erdogan und Trump. In einer Rede in Istanbul sagte Erdogan, dass die Türkei im Falle eines Abzugs der US-Armee ihre Kräfte mobilisieren würde, um die verbleibenden IS-Truppen in Syrien zu bekämpfen und die Pläne für einen Angriff auf Milizen der YPG im Nordosten Syriens vorübergehend zu verzögern. Vergangene Woche hatte er angekündigt, „in einigen Tagen“ eine neue Offensive gegen die YPG zu starten. Die Türkei begrüßt die Ankündigung Trumps, da die Unterstützung der YPG durch die USA immer wieder zu Konflikten mit Washington führte. Ankara betrachtet die YPG als terroristische Gruppe und syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. YPG-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. In einem im November 2017 veröffentlichten Bericht des syrischen Menschenrechtsnetzwerkes heißt es unter anderem, dass die YPG allein im Oktober 15 Zivilisten darunter sieben Frauen, getötet haben.

Zum Thema

– Syrien – Kurden-Politiker: PYD teilt Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien

Die offensive Haltung der PYD, des syrischen Ablegers der PKK, zwinge nach den Worten des Vorsitzenden des Kurdischen Nationalrats in Syrien (KNC) die Kurden, die Region zu verlassen.

Kurden-Politiker: PYD teilt Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien
 

Menschenrechtsverletzungen in China
Situation der Uiguren: Muslimische Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Die Jakarta Post, die zu Anfang dieses Jahres einen Artikel von mir über die Situation der Uiguren abgelehnt hat, stattdessen einen des chinesischen Botschafters in Indonesien veröffentlichte,
hat am vergangenen Donnerstag einen Bericht über die Antwort der chinesischen Regierung auf eine Anfrage des indonesischen Außenministeriums zur Situation der Muslime in Xinjiang veröffentlicht. Veranlasst war diese Anfrage durch eine Protestwelle in Indonesien gegen die chinesische Unterdrückung des Islam, nachdem die Ulema Indonesiens die Regierung aufgefordert hatte, China zur Rede zu stellen. Der Vizepräsident hatte dies abgelehnt.
Der Artikel zeigt dasselbe Foto, wie der erwähnte Artikel des Botschafters (die Auswahl an geeigneten Fotos scheint gering), ein Foto mit tanzenden Uiguren vor der zentralen Moschee von Kashgar. Dieses Bild soll beweisen, dass die Uiguren die volle Religionsfreiheit genießen und am Eid-Fest diese Freiheit sogar mit Tänzen vor der Moschee feiern können.
Als ich Kaschgar besuchte, war ich täglich auf dem Platz vor der Moschee und auch fast täglich in der Moschee. Damals war sie stets mit Gläubigen gefüllt, zu den Gebetszeiten sogar überfüllt. In Urumqi habe ich gesehen, dass die Moscheen am Freitag so voll waren, dass viele Menschen auf der Straße davor beteten.
Die zentrale Moschee Kaschgars ist inzwischen für das Gebet geschlossen. Der Halbmond wurde durch eine chinesische Fahne ersetzt. Sie ist nur noch für Touristen zugänglich. Vor dem Gebetsraum hängt ein Bild Xi Jinpings.
Die Fotos oben sind von einem australischen Touristen, der diese 2018 gemacht hat. Er hat mir erlaubt, aus seinen Fotos einen Bildband zu erstellen.
Moscheen in Urumqi sind inzwischen ebenfalls leer. Der australische Tourist war – da er den Hintergrund zunächst nicht kannte – erstaunt über die leeren Straßen und die geschlossenen Häuser (ein Bericht der BBC zeigt dasselbe). Ich habe den zentralen Platz in Kaschgar noch nie so leer gesehen wie auf allen Fotos des Australiers.
Dass eine Zeitung eines muslimischen Landes so etwas wie die Jakarta Post veröffentlicht, ist ein Skandal. Inzwischen bewegt sich allerdings die Straße in der muslimischen Welt: in Pakistan, Bangladesch, Kasachstan, Kirgisistan und massiv in Indonesien. Die Reaktionen der Regierungen sind – mit Ausnahme Malaysias – allerdings immer noch unbefriedigend.
Der Druck der Straße muss daher wachsen. In denjenigen muslimischen Ländern, die ich kenne, vor allem Indonesien und Iran, aber auch Nordafrika, ist die Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert, oder sie wird, wie dieses Beispiel zeigt, gezielt desinformiert. Es ist die Pflicht eines jeden Muslims, die Wahrheit zu verbreiten. Muslimische Organisationen müssen die Straße mobilisieren, bis die Regierungen sich ihrem Druck nicht mehr entziehen können.
Die IUMS hat inzwischen eine angemessene Reaktion auf China gefordert, ebenfalls die Ulema (der Rat islamischen Gelehrter Indonesiens). Es wurden auch Demonstrationen organisiert.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Kommentar – Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt

Es ist Zeit, das sich etwas ändert. Und zwar schnell. Ich befürchte, für die Muslime in China wird es zu spät sein. Die Welt hat die Uiguren und ihre Kultur zum Abschuss freigegeben. Die schon fast abgeschlossene Vernichtung der Uiguren wird einmal – wie die Vernichtung der Juden, der Indianer, der australischen Ureinwohner – eine Schande nicht nur für ihre Mörder, sondern auch für die Welt sein, die dabei zugesehen hat, besonders für die Muslime.

Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.  

Telefonat zwischen Erdogan und Trump
USA und Türkei wollen Machtvakuum in Syrien vermeiden

Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident und sein Amtskollege Donald Trump wollen nach dem geplanten vollständigen Abzug der US-Armee aus Syrien, durch eine enge Abstimmung ein Machtvakuum vermeiden. Erdogan und Trump vereinbarten in einem Telefonat am Sonntag „eine Koordinierung zwischen dem Militär, Diplomaten und anderen Regierungsvertretern ihrer Länder sicherzustellen, um ein Machtvakuum zu verhindern“, so eine Mitteilung des türkischen Präsidialamtes. Stunden zuvor twitterte Trump, dass er und Erdogan „den IS, das gegenseitige Engagement in Syrien und den langsamen und gut koordinierten Abzug der US-Truppen aus dem Gebiet“ besprochen haben. Auch die Koordinierung von Handelsbeziehungen seien in dem Telefongespräch besprochen worden, so Erdogan in einem Tweet. Das Gespräch sei „produktiv“ verlaufen. Die Ankündigung von Trump in der vergangenen Woche, dass er die amerikanischen Soldaten aus Syrien abziehen werde, hat viele Beobachter überrascht. Kritiker sagen, dass die Entscheidung es schwieriger machen wird, eine diplomatische Lösung für den sieben Jahre alten Konflikt in Syrien zu finden. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sowie der US-Sondergesandte in Syrien, Brett McGurk, reichten daraufhin ihren Rücktritt ein. Medienberichten zufolge habe Trump diese Entscheidung nach einem Telefonat mit Erdogan im Alleingang beschlossen. Der Nachrichtenagentur AP zufolge arrangierte US-Außenminister Mike Pompeo am 14. Dezember ein Telefonat zwischen Erdogan und Trump. In einer Rede in Istanbul sagte Erdogan, dass die Türkei im Falle eines Abzugs der US-Armee ihre Kräfte mobilisieren würde, um die verbleibenden IS-Truppen in Syrien zu bekämpfen und die Pläne für einen Angriff auf Milizen der YPG im Nordosten Syriens vorübergehend zu verzögern. Vergangene Woche hatte er angekündigt, „in einigen Tagen“ eine neue Offensive gegen die YPG zu starten. Die Türkei begrüßt die Ankündigung Trumps, da die Unterstützung der YPG durch die USA immer wieder zu Konflikten mit Washington führte. Ankara betrachtet die YPG als terroristische Gruppe und syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. YPG-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. In einem im November 2017 veröffentlichten Bericht des syrischen Menschenrechtsnetzwerkes heißt es unter anderem, dass die YPG allein im Oktober 15 Zivilisten darunter sieben Frauen, getötet haben.

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– Manbidsch – Syrien: Türkische und US-Truppen beginnen gemeinsame Patrouillen

Türkische und amerikanische Truppen begannen am Donnerstag ihre erste Runde gemeinsamer Patrouillen in der nordsyrischen Stadt Manbidsch, kündigte der türkische Verteidigungsminister am Donnerstag an.

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