Kriminalität
Streit im Pflegeheim: 63-Jähriger attackiert Mitbewohner mit Messer

Hannover (nex) – In einem Pflegeheim in Hannover ist bei einem Streit zwischen zwei Bewohnern am Donnerstagabend ein 58-jähriger Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, attackierte der 63-Jährige nach einem Streit seinen Mitbewohner mit einem Messer und verletzte ihn. Das Opfer konnte Pfleger auf die Situation aufmerksam machen, die sofort Rettungskräfte und Polizei alarmierten. Beide seien stark alkoholisiert gewesen. Der Verletzte kam mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik. Eine Lebensgefahr bestehe nicht. Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Die Staatsanwaltschaft prüft nach Behördenangaben, ob sie einen Haftbefehl gegen den Mann beantragt.  

Notre-Dame-Brand
Kölner Ex-Dombaumeisterin koordiniert deutsche Hilfe für Wiederaufbau von Notre-Dame

Die frühere Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat auf Bitten von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Koordination möglicher deutscher Hilfen beim Wiederaufbau der durch einen Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame übernommen. Sie solle Experten zusammenbringen, Ideen sammeln und den Franzosen in gebündelter Form Hilfen anbieten, sagte Schock-Werner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ein Durcheinander gutgemeinter Ratschläge oder Besserwisserei kann niemand gebrauchen.“ Für ein erstes Sondierungsgespräch reisen Schock-Werner und Grütters am 30. April nach Paris. Als wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme nannte Schock-Werner die Sicherung des Baubestands. Dazu müsse die Tragfestigkeit der erhalten gebliebenen Gewölbe und des Strebewerks geprüft werden. Sollten Teile des Gesteins vom Feuer so sehr ausgeglüht oder in sich verschoben sein, dass Einsturzgefahr besteht, müssten die entsprechenden Partien ausgetauscht werden. Ähnlich bedeutsam sei die schnelle Trocknung des vom Löschwasser durchnässten Gebäudes. Mit einem provisorischen Dach muss es möglichst bald vor Regen geschützt werden. Hieran könnten zum Beispiel deutsche Gerüstbauer mitwirken. Auch personelle Hilfe beim Wiederaufbau hält die Ex-Dombaumeisterin für denkbar, da französische Experten bereits vor einem Mangel an heimischen Fachkräften (Steinmetze, Zimmerleute, Gerüstbauer) warnen. Eine weiterer Engpass könnte nach Schock-Werners Einschätzung beim Baumaterial auftreten. „So viele abgelagerte Eichenstämme, wie für einen Ersatz des Dachstuhls in traditioneller Holzbauweise benötigt würden, gibt es vermutlich in ganz Frankreich nicht. Eine Idee könnte es also sein, in Deutschland nach geeigneten Beständen zu suchen und diese den Franzosen zur Verfügung zu stellen.“ Grundsätzliche Fragen der Restaurierung und der Denkmalpflege könnten in internationalen Experten-Kolloquien erörtert werden: Welcher Zustand des Gebäudes soll für die Wiederherstellung von Notre-Dame maßgeblich sein? Soll der Dachstuhl in Holz rekonstruiert werden oder möglicherweise – wie beim Kölner Dom oder beim Wiener Stephansdom – mit Eisen beziehungsweise Stahl neu gebaut werden. Schock-Werner erinnert daran, dass wesentliche Bauteile, die jetzt durch den Brand vernichtet wurden, nicht mittelalterlichen Ursprungs waren, sondern auf Arbeiten des 19. Jahrhunderts durch den berühmten Restaurator Eugène Viollet-Le-Duc (1814 bis 1879) zurückgehen. Von ihm stammte zum Beispiel der Entwurf für den eingestürzten Vierungsturm (1844). Erste Vorgespräche, zum Beispiel mit dem Bamberger Bauhistoriker Stephan Breitling, hat Schock-Werner nach eigenen Angaben bereits geführt.

Cannabis-Industrie
Studie schätzt Cannabis-Markt auf über 344 Milliarden Dollar

Trotz weltumspannender Verbote konsumieren 263 Millionen Menschen rund um den Globus jedes Jahr Cannabis New Frontier Data, der führende Anbieter von Datenanalysen und Business Intelligence zur globalen Cannabis-Industrie, hat seinen Bericht Global Cannabis Report: 2019 Industry Outlook herausgegeben. Darin wird der weltweite erreichbare Cannabis-Markt (reguliert und illegal) auf insgesamt 344 Mrd. USD geschätzt. Als wichtigste regionale Märkte werden Asien (132,9 Mrd. $), Nordamerika (85,6 Mrd. $), Europa (68,5 Mrd. $), Afrika (37,3 Mrd. $) und Lateinamerika (9,8 Mrd. $) angeführt. Laut New Frontier Data gibt es auf dem weltweiten Markt derzeit 263 Millionen Cannabis-Konsumenten. „Weltweit haben mehr als 50 Länder Medizinalcannabis in irgendeiner Form legalisiert. Sechs Länder haben Cannabis für den Erwachsenenkonsum legalisiert (auch als Freizeitkonsum bezeichnet)“, sagte Giadha Aguirre de Carcer, Gründer und CEO von New Frontier Data. „Die legale Cannabis-Industrie ist heute in der Tat ein weltweites Phänomen. Trotz weit reichender Verbote steigt der Cannabis-Konsum, und die kritische Haltung zum typischen Cannabis-Konsumenten weicht sich weiter auf. Durch diesen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel ist ein Weltmarkt mit enormem Potenzial für Akteure in Dutzenden Sektoren jenseits traditioneller vertikaler Segmente entstanden, die sich direkt mit dem Anbau beschäftigen.“ Dieser Bericht liefert die erste umfassende Analyse des globalen Cannabis-Markts. Darin werden verschiedene gegensätzliche regionale Aspekte beleuchtet, unter anderem Nachfrage, Konsumraten, Preisniveau, Patientenreichweite und sogar die andauernde Cannabis-Kannibalisierung von Alkohol. Es folgen einige der wichtigsten Erkenntnisse: – Weltweit gibt es schätzungsweise mehr als 263 Millionen – Cannabis-Konsumenten; die aktuelle weltweite Nachfrage nach – Cannabis wird auf 344,4 Mrd. USD geschätzt. – Weltweit leiden schätzungsweise 1,2 Milliarden Menschen an – Gesundheitsproblemen, bei denen Cannabis einen nachweislichen therapeutischen Nutzen hat. Wenn sich die Behandlung mit Medizinalcannabis auch nur bei einem kleinen Teil dieser Population durchsetzen würde, entstünde ein riesiger Markt. – Kanada, das Land mit dem weltweit größten legalisierten Markt für Erwachsenenkonsum von Cannabis, ist der Pionier des Cannabis-Handels und exportierte 2018 fast 1.500 kg getrockneten Cannabis (die dreifache Menge gegenüber 2017). – Regionen wie Lateinamerika und möglicherweise Afrika könnten dank niedrigen Produktionskosten und optimalen Klimabedingungen potenziell im Exportmarkt konkurrieren. Asien ist zwar das Schlusslicht beim Tempo der Legalisierung, bietet aber durch niedrige Löhne und eine lange Tradition der Hanfproduktion trotzdem enorme Perspektiven. – Viel mehr jüngere Erwachsene sprechen sich für die Legalisierung aus als ältere Erwachsene; mit dem Generationenwandel ist daher eine Ausdehnung der Legalisierung und Normalisierung der gesellschaftlichen Haltung zu Cannabis zu erwarten.

Zum Thema

– „100 Milliarden-Dollar-Markt“ – Cannabis-Anbau: 2000 Anrufe von Investoren nach Erdogan-Ankündigung

Die Ankündigung des türkischen Staatspräsidenten, Cannabis industriell anbauen zu wollen, stößt bei Investoren und Unternehmern in der Türkei auf großes Interesse.

Cannabis-Anbau: 2000 Anrufe von Investoren nach Erdogan-Ankündigung

Islamophobie
Russischer Geheimdienstchef warnt vor „anti-islamischem Terrorismus“ in Europa

Moskau (nex) – Der „antiislamische Terrorismus“, an dem „Psychopathen und Mörder“ beteiligt sind und die von Rassismus und Nationalismus angetrieben werden, nimmt nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt zu, warnte der Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS, berichtet RT. „Das Phänomen des antiislamischen Terrorismus wird zu einer ernsthaften Herausforderung“, zitiert RT Alexander Bortnikow, Leiter der FSB. Tiefe Gräben zwischen Einwanderern und Einheimischen seien ein fruchtbarer Boden für „den Aufstieg nationalistischer Empfindungen und neo-rassistischem Radikalismus“.
Das Erscheinen von kaltblütigen Psychopathen und Mördern, die Pläne von Massakern an Muslimen haben, wird nicht nur in Europa, sondern auch in der übrigen Welt zu einem alarmierenden Trend
Der Geheimdienstler erwähnte unter anderem die Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen am 15. März der 28-jährige Australier Brenton Tarrant 50 Gläubige tötete und viele weitere verletzte. Unter den Toten gab es auch Kleinkinder. „Wir kommen nach Konstantinopel“ Bei einem vor dem Anschlag veröffentlichten Manifest ruft Tarrant dazu auf, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bürgermeister von London, Sadiq Khan, zu töten.

Das Manifest hat einen Abschnitt mit dem Titel „für Türken“, in dem Tarrant droht, alle Türken zu töten, die auf der europäischen Seite der Türkei und anderswo in Europa leben. Östlich des Bosporus dürften Türken jedoch weiterhin friedlich leben, so Tarrant in seinem mittlerweile gelöschten Manifest.

„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so der Text weiter. Der Tod von Erdogan werde einen Keil zwischen den „türkischen Invasoren, die derzeit unsere Länder besetzen“ und dem ethnisch europäischen Volk treiben sowie gleichzeitig die „Macht der Türkei“, einem „Hauptfeind Russlands“, in der Region schwächen und die NATO destabilisieren, so das Manifest.

Zum Thema

– Islamophobie – Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert

Nach einem gemeinsam veröffentlichten Bericht des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR) und des Center for Race and Gender der California Berkeley Universität sind in den USA zwischen 2008 und 2013 circa 206 Millionen US-Dollar in Organisationen geflossen, die den Hass gegen Muslime fördern.

Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert

Türkei
10.000 Jahre Anatolien: DNA-Labor in Ankara eröffnet

Ankara (nex) – An der Hacettepe-Universität in der türkischen Hauptstadt Ankara,eröffnete am Freitag ein Labor für molekulare Anthropologie zur Untersuchung erblicher bakterieller Erkrankungen von Menschen und Tieren der Antike. „Dies wird das erste Labor dieser Art in der Türkei sein“, sagte Anthropologieprofessor Yilmaz Selim Erdal der Nachrichtenagentur Anadolu. Weltweit gebe es nur eine kleine Anzahl solcher Anlagen, so Erdal. Wie Erdal verdeutlicht, gibt die DNA Auskünfte über wichtige Bausteine ​​des Lebens; auch erbliche Informationen, die an die nächste Generation weitergegeben werden. Daher könnten die DNA-Analysen des Labors dabei helfen, „die Geschichte, die Beziehungen, die Bewegungen und die Kultur menschlicher Gemeinschaften und Zivilisationen aufzuzeigen, die in den letzten 10.000 bis 15.000 Jahren in Anatolien und den umliegenden Gebieten gelebt haben. Wir werden die durch archäologische Daten erhaltenen Informationen mit DNA-Studien bestätigen und die unbekannten Seiten der Geschichte aufdecken“, so Erdal. Die Arbeit des Labors würde sich nicht nur auf die Türkei beschränken, sondern auch auf andere Regionen, insbesondere auch auf die Nachbarländer der Türkei. Erdal weist darauf hin, dass das Laborgebäude speziell für den Schutz der DNA vor einer Kontamination von außen durch lebende Organismen, wie z. B. Bakterien und Pilze, konzipiert sei. Thomas Bernhard

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– Unterwasserarchäologie – Türkei: 3.600 Jahre altes Schiffswrack bei Antalya entdeckt

Türkei: 3.600 Jahre altes Schiffswrack bei Antalya entdeckt
 

Technologie
Bildungsministerin Karliczek will einen TÜV für Künstliche Intelligenz

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich für ein offizielles Gütesiegel für Produkte mit Künstlicher Intelligenz ausgesprochen. „In Deutschland haben wir gute Erfahrungen mit TÜV und Stiftung Warentest gemacht. Gütesiegel zählen etwas“, schreibt Karliczek in einem Gastbeitrag für die Online-Ausgabe der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Ich finde, wir sollten über einen TÜV für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz ,made in Europe` nachdenken. Ich bin überzeugt: Ein solches Gütesiegel wäre ein gutes Verkaufsargument, sogar über Europa hinaus“, erklärte die Ministerin. Vertrauen sei Voraussetzung dafür, dass Menschen KI nutzen wollten. Karliczek machte auf die Gefahren der Künstlichen Intelligenz aufmerksam: „KI lernt selbst. Sie lernt von unserem Verhalten. Aber lernt sie das Richtige? Oder verstärkt sie unsere Vorurteile? Irrt sie sich auf eine neue, für uns fremde Art? Was ist, wenn sie zu dem Ergebnis kommt, dass unsoziales Verhalten sich lohnt, Demokratie ihr als nicht effizient erscheint, sie den Menschen als fehlerhaft beurteilt und zum Risiko erklärt? Wie finden wir das heraus? Wie kontrollieren wir KI? Wie stellen wir sicher, dass sie dem Menschen dient?“ Die Ministerin verwies darauf, dass China die KI nutze, um seine Bürger zu überwachen und die Macht des Staates auszuweiten. In den USA liege die Datenmacht bei einigen wenigen großen Unternehmen. „Beides wollen wir in Deutschland, in Europa nicht“, betonte die CDU-Politikerin.

Fußball
DFB-Vize Frymuth verlangt mehr Glaubwürdigkeit im Verband

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Der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Peter Frymuth, fordert von sich und seinen Kollegen im Verband mehr Wahrhaftigkeit. „Ich sehe den Fußball als Funktionär oft aus einem anderen Blickwinkel. Es gibt manches, mit dem auch ich mich nur schwer anfreunden kann. Das Spiel gerät immer mehr in den Hintergrund, andere Dinge sind plötzlich viel wichtiger. Und auch auf Verbandsebene könnten wir uns manchmal glaubwürdiger präsentieren, um das Vertrauen der Menschen zu rechtfertigen“, schrieb der 62-Jährige in einem Gastbeitrag für die Düsseldorfer „Rheinische Post“. Frymuth wehrt sich zudem gegen weitere Auswüchse in der internationalen Vermarktung des Fußballs. „Für mich ist ganz klar, dass es Grenzen gibt. Ein ,immer mehr, immer weiter‘ kann es nicht geben. Dazu zähle ich insbesondere eine Ausweitung von Champions-League-Spielen am Wochenende. Wo bleibt denn noch das normale Vereinsleben?“, schrieb der Präsident des Fußballverbandes Niederrhein.

Warschau
Nach Griechenland fordert nun auch Polen wieder Reparationszahlungen von Deutschland

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Warschau (nex) – Nachdem Griechenland offiziell Reparationszahlungen von Deutschland gefordert hat, will auch Polen entsprechende Schritte einleiten. Der Reparationsbeauftragte Mularczyk schrieb auf Twitter, es sei Zeit für eine Entscheidung des Parlaments in Warschau. Demnach lässt eine Arbeitsgruppe Ansprüche gegen Deutschland für Kriegsschäden und -verbrechen während des Zweiten Weltkriegs prüfen, berichtet Deutschlandfunk
Für die im Zweiten Weltkrieg begangenen Verbrechen forderte am Mittwoch auch Griechenland von Deutschland Reparationszahlungen. Das griechische Parlament hatte am Mittwoch mit großer Mehrheit eine entsprechende Resolution verabschiedet. In Medien werden 270 und 290 Milliarden Euro als geforderte Summe genannt. „Die Forderung von Reparationszahlungen ist für uns eine historische und moralische Pflicht“, zitiert die Tagesschau den griechischen Staatschef Alexis Tsipras.

Tsipras habe erst abwarten wollen, bis die internationalen Hilfsprogramme ausgelaufen seien, die Griechenland aus der schweren Finanzkrise helfen sollten. Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen: „Wir haben jetzt die Chance, dieses Kapitel für beide Völker abzuschließen.“ Dies müsse aber freundschaftlich und „auf Augenhöhe“ geschehen.

Die Bundesregierung lehnt die Reparationsforderungen ab und betrachtet das Thema nach Angaben eines Sprechers als juristisch wie politisch abschließend geregelt, berichtet Deutschlandfunk weiter.

"Vision Beyond Borders"
Laos verweist drei US-Missionare des Landes

Drei US-Bürger, die wegen des Verdachts der Verbreitung von Bibeln und christlichem Material ohne Genehmigung seit letzter Woche in Laos inhaftiert waren, wurden am heutigen Donnerstag freigelassen und in das benachbarte Thailand abgeschoben, berichtet Radio Free Asia. (RFA) Die drei Mitglieder der in Wyoming USA ansässigen christlichen Organisation „Vision Beyond Borders“ seien am 8. April von der Polizei in der Provinz Luang Namtha im Norden Laos festgenommen worden, nachdem sie an Dorfbewohner religiöse Materialien verteilt hätten, so die Aussagen eines Polizisten und eines Zeugen gegenüber RFA. „Wir haben gerade erfahren, dass Wayne, Herbst und Joseph, unsere Freiwilligen, die seit dem 8. April in Laos inhaftiert sind, vor wenigen Minuten abgeschoben wurden und die Grenze nach Thailand überschritten haben“, zitiert RFA Eric Blievernicht, ein Sprecher von Vision Beyond Borders. Gegenüber RFA sagte ein Polizeisprecher, dass die Festgenommenen nicht die erforderlichen Genehmigungen von den zuständigen Behörden erhalten hätten. „Normalerweise muss diese Art von Aktivität viele Schritte durchlaufen, um eine Genehmigung zu erhalten. Man kann nicht einfach tun, was man möchte“, so der Polizeisprecher. Während die Verfassung des kommunistisch geführten Laos die Religionsfreiheit technisch schützt, entbrennen oft Konflikte zwischen Christen und lokalen Behörden, weil die Behörden der traditionell buddhistischen Nation das Christentum als „fremde Religion“ betrachten. Im Dezember wurden sieben laotische Christen wegen der Teilnahme an einem „illegalen“ Gottesdienst verhaftet. Später durften sie nach Hause zurückkehren. In einem Bericht aus dem Jahr 2017 sagte das US-Außenministerium, dass die lokalen Behörden Laos im Laufe des Jahres oft Mitglieder von Minderheitsreligionen verhaftet oder inhaftiert haben, wobei ein Beamter auf Distriktebene in der Provinz Houaphan 26 Hmong-Christen aus ihrem Dorf vertrieb und ihnen mitteilte, dass sie nur zurückkehren könnten, wenn sie auf ihren Glauben verzichteten, berichtet RFA weiter.

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US-Pastor Andrew Brunson auf dem Weg nach Deutschland

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Kommunalwahlen in der Türkei
Türkei: Erdogan ruft zur Versöhnung und gemeinsamen Vorgehen auf

Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Donnerstag, dass die Türkei die Debatte zu den Kommunalwahlen langsam hinter sich lassen und auf Themen wie die Wirtschaft konzentrieren müsse. „Bei den Themen, die das Überleben unseres Landes betreffen, müssen wir, alle 82 Millionen Bürger, unsere politischen Differenzen beiseite legen und gemeinsam als Türkei-Allianz fortfahren“, sagte Erdogan in seiner Eröffnungsrede zum neuen Gebäude des Angestellten Dachverbandes in Ankara.  Für eine Türkei, die ihren Bürgern Sicherheit gibt, müsse man gemeinsam anpacken. Es sei die Zeit, „das heiße Eisen wieder abzukühlen“, es beginne die Zeit der Solidarität, der Umarmung und der Einheit. Die Streitereien zur Wahl sollten beendet werden, man müsse sich wieder auf wichtige Themen, wie Wirtschaft und Sicherheit, konzentrieren. Die AKP werde noch auf die Entscheidung der Hohen Wahlkommission warten und wie auch immer diese ausfällt das Ergebnis akzeptieren und mit der Sache abschließen, so Erdogan. AKP-Vizechef Ali Ihsan Yavuz hatte am Dienstag bei der Hohen Wahlkommission (YSK) in Ankara einen sogenannten „außerordentlichen Einspruch“ zu der Abstimmung vom 31. März eingereicht. Nach türkischem Recht greift diese, wenn es während einer Wahl Vorkommnisse gegeben hat, die das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten. In den kommenden Tagen soll über eine Annullierung entschieden werden.