Thomas-Cook-Pleite
Deutsche Thomas-Cook-Tochter stellt Insolvenzantrag

Nach der Pleite der britischen Muttergesellschaft Thomas Cook ist nun auch die deutsche Thomas Cook GmbH insolvent. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Mitteilung deutschen Tochter berichtet, sei am Mittwoch ein Insolvenzantrag bei Gericht eingereicht worden, um das Unternehmen sanieren zu können.

Zum Thema

– Thomas-Cook-Pleite – Tourismusminister Trabelsi: Thomas Cook schuldet tunesischen Hotels 60 Millionen Euro

Für Aufenthalte im Juli und August schulde das insolvent gegangene Reiseunternehmen Thomas Cook tunesischen Hotels 60 Millionen Euro (66 Millionen Dollar), sagte Tourismusminister Rene Trabelsi.

Tourismusminister Trabelsi: Thomas Cook schuldet tunesischen Hotels 60 Millionen Euro
 

Serbien
Belgrad: Serbisches Gericht verurteilt bosnischen Serben der Kriegsverbrechen

Belgrad – Ein Gericht in Belgrad hat den ehemaligen bosnisch-serbischen Kämpfer Zeljko Budimir zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er im November 1992 während des Krieges in der bosnischen Gemeinde Kljuc einen Zivilisten angegriffen und ausgeraubt habe. Das Oberlandesgericht Belgrad verurteilte am Dienstag den bosnisch-serbischen Ex-Kämpfer Zeljko Budimir zu zwei Jahren Gefängnis, weil er im November 1992 im Dorf Rejzovici in der Gemeinde Kljuc einen bosnischen Zivilisten geschlagen und sein Geld gestohlen habe, berichtet das Recherchenetzwerk BalkanInsight.(BI) Das Gericht sprach Budimir von der Beteiligung an den Morden an der Frau und Mutter des bosnischen Mannes frei. Budmir war laut Anklage einer von drei Kämpfern, die am 21. November 1992 gegen 23 Uhr in das Haus von Ale Strkonjic in Rejzovici einbrachen und ihn verprügelten und mit einem Messer verletzten. Strkonjic gab den Männern das Geld, das sie forderten – rund 5.800 Deutsche Mark – und entkam dann. Einer der beiden anderen Kämpfer, der bei Budmir war, näherte sich Strkonjics Frau Fatima, zog seine Waffe heraus und schoss ihr in den Kopf, tötete dann ihre Mutter Fata Koljic mit einem Messer, wie die Anklage behauptete. Das Gericht sprach Budmir jedoch von der Beteiligung an den Morden frei, wobei Richterin Vinka Beraha Nikcevic betonte, dass es nicht genügend Beweise gäbe, um ihn zu verurteilen. Die niedrige zweijährige Strafe sei verhängt worden, weil Budmir noch jung war, als das Verbrechen begangen wurde. In der Anklage wurde nicht angegeben, zu welcher militärischen Gruppe oder Einheit der Angeklagte gehörte. Während des Prozesses sagte er, dass er zu Beginn des Krieges 1992 bei der Reservepolizei war, und später im Sommer 1992 auf das Schlachtfeld in Kupres in Bosnien geschickt wurde. Er sagte jedoch, dass er vom 13. Oktober bis zum 1. Dezember 1992 – dem Zeitraum, in dem das Verbrechen begangen wurde – aus dem Militärdienst entlassen wurde. Die beiden anderen beteiligten Männer, Predrag Bajic und Mladenko Vrtunic, wurden wegen der Morde an den beiden Frauen und des Angriffs auf Strkonjic durch das kantonale Gericht in Bihac in Bosnien und Herzegowina bereits im Jahr 2014 verurteilt. Da Budimir in Serbien lebt, wurde sein Fall nach Belgrad verwiesen, wo sein Prozess im April 2018 begann, berichtet BI weiter. Sein Fall ist typisch für die 14 Anklagen der serbischen Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen der Jahre 2017 und 2018. Die Anklagen richten sich in der Regel gegen ein oder zwei Personen, die keine hochrangigen Armee- oder Polizeibeamten sind und wegen Verbrechen gegen eine kleine Anzahl von Opfern angeklagt werden. Wie BI weiter berichtet, ist dies ein Urteil in erster Instanz und kann angefochten werden.      

Balkan
Kosovo: Ex-Premier Haradinaj lässt „Republik Serbien“-Schild entfernen

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Pristina – Der scheidende Premierminister Kosovos, Ramush Haradinaj teilte auf seinem Facebookkonto mit, dass er ein Schild in Zubin Potok mit der Aufschrift „Republik Serbien, Kosovo und Metohija“ entfernen ließ. Wie die kosovarische Tageszeitung Gazeta Express berichtete, sei das Schild von Strafverfolgungsbehörden des Kosovo entfernt worden. „Das Schild in Zubin Potok, über das die Medien gestern berichteten, wurde gestern Abend von den Strafverfolgungsbehörden der Republik Kosovo entfernt“, erklärte Haradinaj. Auf dem Schild sei „Willkommen in der Zubin Potok Gemeinde, Republik Serbien, Kosovo und Metohija“, zu lesen gewesen, berichtet Kosovo Online. Dies sei nicht das erste Mal, dass Gemeinden mit einer serbischen Mehrheit solche Schilder aufstellten, so Kosovo Online. Zubin Potok ist ein Ort nahe Mitrovica im Norden des Kosovo, welcher zusammen mit umliegenden Dörfern die gleichnamige Gemeinde Zubin Potok bildet. Diese gehört zu den drei serbischen Gemeinden des Nordkosovo, welche die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen.

Im vergangenen Monat hatten mehrere Parteien des Kosovo Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet.  Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.

Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtiger für Kriegsverbrechen vorgeladen.
https://www.facebook.com/RamushHaradinajOfficial/posts/1365598616897882

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– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Grünen-Wahl
Niederlage für Cem Özdemir: Hofreiter bleibt Grünen-Fraktionschef

Niederlage für Özdemir bei Kampfabstimmung – Hofreiter bleibt Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Kampfabstimmung bei den Grünen gegen seinen Herausforderer Cem Özdemir für sich entschieden. Hofreiter wurde am frühen Abend erneut zum Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag gewählt. Der 49-Jährige setzte sich am Dienstag in Berlin bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen Mehrheit von 58,2 Prozent der Stimmen gegen den ehemaligen Parteivorsitzenden Cem Özdemir durch. Hofreiter, der seit 2005 für den Wahlkreis München-Land im Bundestag sitzt, führt seit Oktober 2013 gemeinsam mit Katrin Göring-Eckardt die Grünenfraktion. Bei der Abstimmung um die Spitze der Fraktion wurde zuerst der weibliche Posten gewählt. Göring-Eckardt setzte sich dabei gegen ihre Herausforderin Kirsten Kappert-Gonther mit 61,2 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang durch. Özdemirs Kandidatur hatte für Unbehagen gesorgt Der ehemalige Parteivorsitzende Özdemir hatte mit der bisher überwiegend unbekannten Gesundheitsexpertin Kirsten Kappert-Gonther für die Grünen-Doppelspitze kandidiert. Die Medizinerin, die aus Bremen stammt und erst seit 2017 im Bundestag sitzt, gehört dem Linken-Flügel der Grünen an. Özdemir gilt dagegen als sogenannter Realo. Özdemir hatte darauf gedrängt, dass sich die Grünen viel energischer auf eine zukünftige Regierungskoalition im Bund vorbereiten sollten. Seine überraschende Kandidatur mit Kappert-Gonther hatte aber in der Partei für große Diskussionen und Missstimmung gesorgt. Kritiker werfen Özdemir vor, er habe während seiner zehn Jahre an der Parteispitze zu autoritär und wirtschaftsliberal geherrscht. Seine vielen Alleingänge wurden Özdemir zum Verhängnis, sodass er sich nach dem Scheitern einer Jamaika-Koalition im Bund, in der er als potentieller Außenminister gehandelt wurde, zurückziehen und sich mit einer Mitgliedschaft im Verkehrsausschuss begnügen musste.

Demographie
Türkei: Lebenserwartung erneut gestiegen – seit 2001 um über sieben Jahre

Ankara –  Die durchschnittliche Lebenserwartung der türkischen Bürger liegt bei 78,3 Jahren, wobei Frauen 5,4 Jahre länger leben als Männer, so ein neuer Bericht, der auf Daten von 2016-2018 basiert. Die diesjährige geschätzte Lebenserwartung bei der Geburt hat sich somit gegenüber dem vom Türkischen Statistischen Institut (TurkStat) berechneten Vorjahreswert von 78 Jahren erhöht. Die Lebenserwartung bei der Geburt betrug 75,6 Jahre für Männer und 81 Jahre für Frauen so TurkStat. Dies ist etwas niedriger als die Zahlen der Europäischen Union, die die Erwartung für 2017, das letzte Jahr mit verfügbaren Daten, auf 78,3 Jahre für Männer und 83,5 Jahre für Frauen schätzen. Der Indikator für „gesunde Lebensjahre“, er definiert die Anzahl der Lebensjahre in einem bestimmten Alter ohne gesundheitliche Probleme wurde von Geburt auf 58,3 Jahre für die Gesamtbevölkerung berechnet. In der Türkei waren es 59,9 Jahre für Männer und 56,8 Jahre für Frauen. Dementsprechend wurde festgestellt, dass die gesunden Lebensjahre bei der Geburt von Männern 3,1 Jahre länger waren als die von Frauen. 2002 lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Türkei laut den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation noch bei 71.10 Jahren.

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– Gesundheit – Türkei: Erdogan weiht „Europas größtes städtisches Krankenhaus“ ein

Der türkische Staatspräsident hat am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara das „größte städtische Krankenhaus Europas“ eingeweiht.

Türkei: Erdogan weiht „Europas größtes städtisches Krankenhaus“ ein
 

Türkei
Erdbeben bei Istanbul: Schulen evakuiert

Istanbul – Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat die türkische Marmararegion erschüttert. Der Erdstoß war bis Istanbul zu spüren. Das Epizentrum habe im Marmarameer westlich der Millionenmetropole gelegen, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad am Dienstag mit. Nach Angaben der Behörden lag das Erbebenzentrum in 9,8 km Tiefe. Schäden oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Schulen seien evakuiert worden.   „Dies könnten die Anzeichen zu einem größeren Erdbeben sein“, so Prof. Dr. Sükrü Ersoy gegenüber CNN Türk. Es sei besser, wenn Menschen sich einige Zeit außerhalb der Gebäude aufhielten. „Früher oder später wird auch das große Beben kommen“, so Ersoy. Forscher erwarten Mega-Erdbeben für Istanbul Der französische Geophysiker Xavier Le Pichon, ein Forscher, der sich in den letzten 18 Jahren auf die Störungszone des Marmara-Meers konzentriert hat, warnt seit Jahren vor einem potenziellen Erdbeben einer Stärke von 7,6., das langsam auf Istanbul zukommen könnte. „Auf Grund politischer Unruhen und regionaler Konflikte wird es nicht weiter wahrgenommen, aber das Erdbeben wird eine Wirkung auf Istanbul haben und es kommt näher“, erklärte der Forscher in einem Gespräch mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet. Le Pichon bezieht sich in seiner Analyse auf Datenmaterial, das ihm das französische Forschungsschiff Le Suroit im letzten Monat überlassen worden war. Das Schiff war 1999 nach dem Erdbeben von Gölcük in die Türkei gekommen. „Le Suroit hat im letzten Monat auch einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Entdeckung eines potenziellen Erdbebens ging“, so Le Pichon. „Die Marmara-Störungslinie, die ein Erdbeben herbeiführen wird, wird von türkischen Seismologen als ein einheitliches, durchlaufendes Blattverschiebungssystem beschrieben.“ Le Pichon erklärt, man habe 1999 bemerkt, wie die nordanatolische Störungslinie sich der Provinz Marmara genähert und auf ein einheitliche Linie zugelaufen sei.

„Wir beobachteten, dass die Geschwindigkeit der Fortbewegung bei 20 Millimetern jährlich liegt und fanden heraus, dass der letzte Riss in dieser Linie nach zwei größeren Erdbeben des Jahres 1766 in Istanbul aufgetreten war. Wir haben auch herausgefunden, dass es in den nächsten 30 Jahren ein Erdbeben der Stärke 7,6 geben wird“, warnte der Forscher.

Eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2001, die Prof. Celal Şengör und Prof. Tuncay Taymaz von der Technischen Universität Istanbul durchgeführt hatten, sowie eine Reihe weiterer Experten bestätigten die Informationen über die Störungslinie. „Eine große Zahl an Forschern sagte damals, diese Daten konnten damals unter den gegebenen Umständen nicht adäquat erklärt werden“, so Le Pichon.

Mietspiegel
Höchste Mieten für Bürofläche in Frankfurt, München und Berlin

Ein Vergleich der Mieten für Büroimmobilien der 14 größten deutschen Städte von immowelt.de zeigt: Spitzen-Trio Frankfurt, München und Berlin: Dort zahlen Unternehmen in Top-Lagen über 30 Euro pro Quadratmeter In den A-Städten Hamburg (24,70 Euro), Köln (19,10 Euro) und Stuttgart (19,00 Euro) sind die Spitzen-Mieten niedriger. Der mittlere Quadratmeterpreis ist in München mit 19 Euro am höchsten. Es folgen Berlin (15,50 Euro) und Frankfurt (15 Euro). Die deutschen A-Städte bieten für Unternehmen Prestige, qualifizierte Arbeitskräfte und die Nähe zu Dienstleistern und Geschäftspartnern. Allerdings hat das auch seinen Preis, wenn Firmen Bürofläche suchen. In den 7 größten Städten des Landes werden erwartungsgemäß die höchsten Spitzenpreise für Büroimmobilien abgerufen. Frankfurt am Main führt die Rangliste mit 32,70 Euro pro Quadratmeter vor München (31,60 Euro) und Berlin (31,50 Euro) an. Das zeigt eine Auswertung von immowelt.de, in der die aktuellen Angebotsmieten für Büroimmobilien in den 14 größten Städten Deutschlands verglichen wurden. Es folgen Düsseldorf (29,40 Euro) und Hamburg (24,70 Euro). Weniger als 20 Euro pro Quadratmeter werden für Bürofläche in der Spitze in Köln (19,10 Euro) und Stuttgart (19 Euro) verlangt. Teuerste Büroimmobilien in Frankfurt Als bedeutendes europäisches Finanzzentrum und Börsenplatz ist Frankfurt ein gefragter Standort für Firmen. Höchstpreise realisieren vorrangig repräsentative Top-Immobilien in zentralen Lagen. Das sind Westend-Süd, die Innenstadt und das Bahnhofsviertel, wo man sich in direkter Nachbarschaft zu den Hochhäusern einmietet, die die markante Skyline ausmachen. Dort werden auch die Spitzenpreise von bis zu 32,70 Euro pro Quadratmeter erreicht. Natürlich bietet die Stadt aber auch günstigere Lagen für Büroflächen, wie der mittlere Preis von 15 Euro pro Quadratmeter belegt. 19 Euro: Höchster Median-Preis in München München ist mit einem Maximalwert von 31,60 Euro ebenfalls einer der kostspieligsten Standorte für Gewerbeimmobilien. Die bayerische Landeshauptstadt ist Heimat von 6 DAX-Konzernen sowie zahlreichen anderen Großunternehmen. Etliche internationale Konzerne haben in der Isarmetropole ihre Deutschland-Niederlassung oder betreiben zumindest eine Dependance dort. Das zieht zusätzlich Dienstleister und Zulieferer an, was wiederum für eine große Nachfrage nach Büroflächen sorgt. Mit im Median 19,00 Euro kommt München gar auf den höchsten mittleren Quadratmeterpreis aller A-Städte. Höchstpreise werden vor allem in Altstadt-Lehel, Neuhausen-Nymphenburg und Berg am Laim abgerufen. Top-Immobilien in Berlin: Bis zu 31,50 Euro pro Quadratmeter Mit 31,50 Euro in der Spitze gehört auch Berlin zu den Top-3 der teuersten Büro-Standorte. In der Hauptstadt ist Bürofläche von Behörden und Botschaften gefragt. Außerdem betreiben viele Unternehmen Hauptstadtbüros. Weil Berlin obendrein im letzten Jahrzehnt zu einem der wichtigsten europäischen Start-up-Zentren avancierte, ist günstiger Büroraum in zentraler Lage kaum noch zu finden. Vor allem in Mitte, Friedrichshain und Charlottenburg müssen Gewerbetreibende mit den höchsten Büromieten kalkulieren. Der mittlere Quadratmeterpreis in Berlin beträgt 15,50 Euro. Düsseldorf kratzt mit einem Höchstpreis von 29,40 Euro pro Quadratmeter am Niveau des Spitzentrios. Die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens ist ein bedeutender Standort der Medien- und Werbebranche sowie der Modeindustrie. Höchstpreise werden in Rheinnähe fällig: Die Stadtmitte, die Altstadt und Carlstadt sind die zentralen Viertel, wo Spitzenpreise für repräsentative Büroimmobilien erreicht werden. Obwohl ebenfalls als A-Standorte klassifiziert, liegen die Maximalpreise in Hamburg (24,70 Euro), Köln (19,10 Euro) und Stuttgart (19 Euro) bereits signifikant niedriger. Widmet man sich den B-Städten, fällt das Preisniveau noch deutlicher. Die Höchstpreise liegen dort nahezu überall unter 15 Euro und im Median gar fast ausnahmslos unter 10 Euro. Berechnungsgrundlage: Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise für Büroimmobilien in den untersuchten 14 Städten über 500.000 Einwohner waren 16.400 Büroflächen, die im ersten Halbjahr 2019 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Kommentar
Zum ersten Mal seit 2008: Amerikanische Zentralbank muss am Repo-Markt eingreifen

Ein Kommentar von Ernst Wolff In einem wichtigen Teilbereich des US-Finanzsystems ist es in der vergangenen Woche zu heftigen Turbulenzen gekommen. Zum ersten Mal seit 2008 musste die amerikanische Zentralbank Federal Reserve am sogenannten Repo-Markt eingreifen – und das an vier aufeinanderfolgenden Tagen in einem Umfang von insgesamt 278,2 Milliarden Dollar. Der Repo-Markt ist ein Teil des US-Anleihenmarktes, auf dem sich US-Banken und Hedgefonds mit frischem Geld versorgen. Repo steht für Repurchase Operation, zu deutsch: Rückkaufgeschäft. Finanzinstitute, die für Transaktionen Geld brauchen, leihen es sich nicht einfach, sondern verkaufen über Nacht Wertpapiere, insbesondere US-Staatsanleihen, um diese am folgenden Tag wieder zurückzukaufen.  Der US-Repo-Markt bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 2,2 Billionen Dollar und hat seit den letzten Turbulenzen im Rahmen der Weltfinanzkrise weitgehend reibungslos funktioniert. Wer US-Staatsanleihen hielt und frisches Geld brauchte, konnte es sich durch einen befristeten Verkauf über Nacht besorgen. Umgekehrt konnten die Institute, die über genügend Geld (im Fachjargon „Liquidität“ genannt) verfügten, durch einen befristeten Aufkauf von Staatsanleihen Zinsen kassieren.  In der vergangenen Woche ist dieser Handel abrupt und selbst für viele Insider überraschend ins Stocken geraten, weil die Nachfrage nach Staatsanleihen zu gering war. Da das zu erheblichen Folgen im Anleihenhandel und bei der Kreditvergabe, vor allem im Interbankenhandel, geführt hätte, griff die FED ein und versorgte das System ab Dienstag mit „Liquidität“. Das heißt: Sie trat selbst als Käufer auf und sorgte so für eine Senkung der vorübergehend in die Höhe geschossenen Zinsen sowie einen weitgehend reibungslosen Ablauf der Transaktionen. Weil die Probleme nach dem ersten Eingriff am Dienstag weiter bestanden, sah sich die FED gezwungen, den Handel auch an den drei folgenden Tagen mit jeweils 75 Milliarden Dollar zu stützen.  Auffällig war die Reaktion der Medien: Während über die ersten beiden Eingriffe der FED noch recht ausführlich berichtet wurde, wurden der dritte und vierte nur noch am Rande erwähnt. Außer den Medien versuchten auch die Großbanken, die Ereignisse herunterzuspielen. Sie verwiesen darauf, dass es sich um ein technisch bedingtes, kurzfristiges Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage handle, ausgelöst unter anderem durch eine Geldknappheit der Unternehmen wegen der am Montag fälligen vierteljährlichen Steuervorauszahlung und wegen kurz zuvor getätigter umfangreicher Staatsanleihenkäufe.  Diese Version der Ereignisse aber zerplatzte spätestens am Freitag Nachmittag, als die FED ankündigte, sie werde bis zum 10. Oktober mit mindestens $ 75 Milliarden pro Tag in den Repo-Markt eingreifen und außerdem den notleidenden Banken (die namentlich nicht genannt werden) drei 14-tägige Repo-Operationen von jeweils mindestens 30 Milliarden US-Dollar anbieten. Die Ausweitung der Eingriffe auf fast drei Wochen zeigt mehr als deutlich, dass es sich hier nicht um einen Bagatelleinsatz handelt, sondern dass die FED wegen einer drohenden Katastrophe zu einem Großeinsatz ausrücken muss.   Zu den genauen Ursachen der Entwicklung lassen sich zur Zeit nur Vermutungen anstellen.  Die mangelnde Nachfrage nach Staatsanleihen deutet jedenfalls auf einen Markt hin, auf dem die Alarmzeichen schon seit einiger Zeit blinken. Seit Jahresbeginn ist der Gesamtwert der globalen negativ verzinsten Staatsanleihen von $ 8,3 Billionen auf $ 17 Billionen gestiegen – eine Fieberkurve, die das weltweite Finanzsystem in seiner gesamten Geschichte noch nicht erlebt hat.  Außerdem zeigt sich immer deutlicher, dass Investoren nach einer Fortsetzung der Politik des billigen Geldes lechzen und dass die in den letzten drei Jahren versuchte Rückkehr der Federal Reserve von ihrer ultralockeren zu einer normalen Geldpolitik gescheitert ist.  Vor allem aber beweist die Tatsache, dass die Verantwortlichen der FED von den Ereignissen der vergangenen Woche überrascht wurden, dass der Repo-Markt inzwischen nicht mehr von ihnen kontrolliert wird, sondern eine Eigendynamik entwickelt hat, auf die sie nur noch mit Notmaßnahmen reagieren können. Wie lange diese Notmaßnahmen noch verhindern werden, dass der Repo-Markt vollkommen aus den Fugen gerät, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Sollte der bis zum 10. Oktober projektierte Noteinsatz der FED misslingen, kann man davon ausgehen, dass wir in der vergangenen Woche genau das Beben erlebt haben, das die nächste große Welle im globalen Finanztsunami auslösen wird.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Türkisch-amerikanische Beziehungen – 100 Milliarden Dollar: Türkisch-amerikanische Wirtschaftsvereinigung legt Fahrplan vor

Der Türkisch-Amerikanische Wirtschaftsrat (TAİK) wird seinen Fahrplan zur Steigerung des Handelsvolumens auf 100 Milliarden Dollar auf einer Veranstaltung in dieser Woche in New York vorstellen.

100 Milliarden Dollar: Türkisch-amerikanische Wirtschaftsvereinigung legt Fahrplan vor

Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“. Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

Medien
MDR will Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien wieder verstärken

Der MDR möchte an der Zusammenarbeit mit ost- und mitteleuropäischen Partnern insbesondere mit den polnischen und tschechischen Hörfunk- und Fernsehanstalten festhalten. Allerdings sind Kooperationsprojekte wegen der politischen Entwicklungen jenseits der Grenze in den zurückliegenden drei Jahren ins Stocken geraten. Es gebe aber, wie MDR-Intendantin Karola Wille, in der Sitzung des MDR-Rundfunkrates am Montag, 23. September 2019, in Leipzig mitteilte, „einige ermutigende Anzeichen, dass bestehende Vereinbarungen wiederbelebt werden können“. Der Rundfunkrat unterstützt, wie schon in den Vorjahren, die Bemühungen um Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten in Polen und Tschechien. Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage: Wir verstehen die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg als Teil unserer öffentlichen Aufgabe und als Chance das Miteinander zu fördern.. Kooperationsprojekte und die regelmäßige Berichterstattung in Hörfunk, Fernsehen und im Netz können zum besseren Verständnis auf beiden Seiten der Grenzen beitragen. Es gibt eine Vielzahl von kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Anknüpfungspunkten. Die Wertegemeinschaft in der EU ist es wert, sich nachhaltig um eine enge Partnerschaft zu bemühen“. 2015 gab es eine sehr gute Ausgangslage für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die in mehrere Kooperationsverträge des MDR mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Polen und in Tschechien mündete. Als Folge zurückliegender nationaler Parlamentswahlen in Polen änderten sich jedoch die Rechtsgrundlagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Zusammenarbeit wurde zwischen Warschau und Leipzig nicht fortgesetzt. Inzwischen ist es jedoch gelungen, im Programmalltag mit einzelnen gemeinsamen Projekten wie dem Austausch von Programmen, Koproduktionen und gemeinsamen Programmtagen wieder enger zusammenzurücken. Darüber hinaus engagiert sich der MDR in der gemeinsamen Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten der Nachbarländer. Regelmäßige Konsultationen sollen die Zusammenarbeit festigen. Intendantin Wille: „Insbesondere auf regionaler Ebene in den Grenzgebieten gelingt die Zusammenarbeit wieder zunehmend besser“. Als ein ermutigendes Zeichen bewertet die Intendantin die Tatsache, dass für den diesjährigen deutsch-tschechischen Journalistenpreis gleich drei MDR-Produktionen nominiert wurden. Gemeinsam mit der Sächsischen Landesmedienanstalt unterhält der MDR die Stiftung Sächsische Medienausbildung, über die seit 2001 jährlich ein „Mittel- und Osteuropäisches Journalistenseminar“ organisiert wird. Die Teilnehmer erhalten dabei im Zeitraum von zehn Tagen einen Einblick in das Mediensystem und die Arbeit der Medien in Deutschland. Mittlerweile existiert ein Netzwerk von Journalistinnen und Journalisten aus den jeweiligen Ländern, das nicht nur für die Berichterstattung im MDR genutzt wird, sondern auch eine wichtige Quelle für Informationen über die Entwicklungen der Medienlandschaft Osteuropas ist. In diesem Jahr setzte der MDR anlässlich der Europawahlen mit einer zweitägigen Europakonferenz in Leipzig eigene Akzente. Für Herbst 2020 ist eine Fortsetzung der Europakonferenz geplant, die sich der EU und der Deutschen Einheit widmen will.

New York
Trump und Duda unterzeichnen Abkommen für mehr US-Truppen in Polen

New York – US-Präsident Donald Trump hat mit seinem polnischen Amtskollegen eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die eine Ausweitung der militärischen Präsenz der Vereinigten Staaten in Polen vorsieht. Die Gemeinsame Erklärung zur Förderung der Verteidigungszusammenarbeit wurde von Trump und dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda am Rande der UN-Generalversammlung in New York am Montag unterzeichnet. Polen habe sich verpflichtet, die Kosten für die dafür notwendige Infrastruktur zu tragen, sagte Trump bei dem Treffen mit Duda am Rande der UN-Vollversammlung am Montag in New York, Die zusätzlichen Truppen würden „höchstwahrscheinlich“ aus anderen europäischen Ländern abgezogen, so Trump.

Zum Thema

– USA – Präsident Andrzej Duda möchte US-Stützpunkt in Polen „Fort Trump“ nennen

Der polnische Präsident Andrzej Duda sagte am Dienstag im Weißen Haus, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde.

Präsident Andrzej Duda möchte US-Stützpunkt in Polen „Fort Trump“ nennen