Bildung
Migranten mit guten Deutschkenntnissen haben gleiche Jobchancen wie Einheimische

Migranten mit sehr guten Deutschkenntnissen haben am deutschen Arbeitsmarkt gleiche oder teils sogar bessere Chancen auf gute Jobs und hohe Gehälter wie Einheimische. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt. Demnach erzielen Zuwanderer in Deutschland „bei gleichem Sprachniveau in Deutsch und gleichem Bildungsstand“ in der Regel gleich hohe Löhne wie Einheimische, schreibt Studienautor Wido Geis-Thöne auf der Basis umfangreicher Datenauswertungen. Deutlich werde aus der Auswertung auch, „dass die höhere Erwerbslosigkeit der Zuwanderer zumindest zu bedeutenden Teilen auf ihr geringeres Sprachniveau zurückgeht“, schreibt das Institut. Der relative Nachteil des Migrationshintergrunds bei Entlohnung und Karrierechancen verschwinde im Vergleich zu einheimischen Bewerbern vollständig, wenn die Deutschkenntnisse perfekt und der Bildungsstand hoch seien. Ohne Sprachkenntnisse als erklärende Variable liege der Stundenlohn für zugewanderte Personen der ersten Generation dagegen durchschnittlich um etwa 1,50 Euro niedriger als bei Einheimischen derselben Qualifikationsstufe. Um Zuwanderer und Flüchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren, solle daher die Qualität der Integrationskurse verbessert und das Angebot an weiterführenden Sprachkursen weiter ausgebaut werden. Die Sprachförderung müsse künftig auch die einheimische Bevölkerung mit in den Blick nehmen. Denn auch niedrigqualifizierte Einheimische mit unzureichenden Deutschkenntnissen hätten am Arbeitsmarkt zunehmend Probleme: Ihre Chancen seien schlechter als die von zugewanderten Akademikern und Hochqualifizierten mit guten Deutschkenntnissen.

Flüchtlingspolitik
Grüne fordern generelle Flüchtlingsquote von 25 Prozent für Deutschland

Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Pläne von Innenminister Horst Seehofer (CSU) zur Aufnahme von 25 Prozent der Bootsflüchtlinge zur deutschen Richtgröße für einen generellen Verteilmechanismus für Flüchtlinge in Europa zu machen. „Die 25 Prozent entsprechen ungefähr dem deutschen Anteil an einer fairen Verteilquote innerhalb Europas und sind deswegen eine gute Grundlage“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). Seehofer hatte unlängst in einer Vereinbarung mit Frankreich, Italien und Malta zugesagt, dass Deutschland ein Viertel der Bootsflüchtlinge aufnehmen werde, die im Mittelmeer aufgegriffen werden. Über das weitere Vorgehen verhandeln die Innenminister der EU-Staaten am Dienstag.

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– Flüchtlingsabkommen – „Viel geleistet“: Bundesinnenminister Seehofer fordert mehr Geld für die Türkei

Nach Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, hat auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgefordert, mehr für die Türkei zu tun.

„Viel geleistet“: Bundesinnenminister Seehofer fordert mehr Geld für die Türkei

Kriminalität
Kurdisch-libanesische Clans und italienische Mafia unterwandern öffentliche Verwaltung

Kurdisch-libanesische Clans versuchen zunehmend, Ausländerämter, Zulassungsstellen oder Jobcenter zu unterwandern. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ konstatierte Oliver Huth, NRW-Vizechef des Bundes deutscher Kriminalbeamter (BDK): „Wir wissen, dass die Organisierte Kriminalität (OK) zunehmend Einflussnahme auf die öffentliche Verwaltung ausübt. Entweder fließen Schmiergelder, oder es erfolgen andere Vergünstigungen. Das gilt für Clans, aber auch etwa für Aktivitäten der italienischen Mafia hierzulande.“ Huth verwies auf den Fall eines inzwischen enttarnten Drogenrings in Duisburg und dem rheinischen Wesseling um Zweige der kalabresischen N’drangheta, dem Polizisten und andere Amtsträger auf Wunsch geheime Daten herausgaben. „Bei den Clans ist es ähnlich, da gibt es Personen aus den Ämtern, die interne Informationen durchstechen“, so Huth. Der Experte plädierte für die Einrichtung spezieller Strafkammern, die sich um Clan-Kriminalität kümmern sollten. „Laut dem neuen bundesweiten OK-Lagebild führt NRW mit Abstand die meisten Clan-Verfahren“, führte Huth aus. „Es ist wichtig, die Familienstrukturen zu kennen, das komplizierte Personengeflecht zu durchblicken, den Umstand, dass viele kurdisch-libanesische Sippen Dutzende unterschiedliche Namen führen. Ein Richter sollte sich in dem speziellen Milieu auskennen, das ist Expertenwissen, das die Justiz sicherlich dringend braucht.“

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– Mehr Befugnisse – Punkte-Plan gegen Clankriminalität in NRW

Der noch unveröffentlichte 14-seitige Zwischenbericht der sogenannten Bosbach-Kommission zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität plädiert dafür, Polizei und Justiz mit deutlich mehr Befugnissen auszustatten.

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Sicherheitszone in Syrien
Ankara: Donald Trump hat Erdogan nach Washington eingeladen

Washington – US-Präsident Donald Trump telefonierte am Sonntag mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan und besprach mit ihm die von den USA und der Türkei geplante Sicherheitszone in Nordsyrien. Laut Berichten in türkischen Medien, habe Trump den türkischen Staatschef zudem im November zu einem Treffen in Washington eingeladen. „Der Präsident bekräftigte, dass die Schaffung einer sicheren Zone der Schlüssel zur Neutralisierung der Bedrohung durch PKK/YPG-Terroristen und zur Schaffung der notwendigen Bedingungen für die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland ist“, so eine Pressemitteilung des türkischen Präsidialamtes. Erdogan habe in dem Gespräch betont, dass sich die Türkei verpflichtet habe, in Syrien auch den IS zu bekämpfen, und „alle notwendigen Vorkehrungen getroffen“ werden, um zu verhindern, dass in Zukunft ähnliche Probleme auftreten „Die beiden Staatsführer einigten sich darauf, sich nächsten Monat in Washington zu treffen, auf Einladung von Präsident Trump“, so die Mitteilung. Türkische und US-amerikanische Militärbeamte haben sich am 7. August darauf geeinigt, dass die Sicherheitszone in Nordsyrien als „Friedenskorridor“ für vertriebene Syrer dienen soll und dass ein gemeinsames Operationszentrum in der Türkei eingerichtet wird, um seine Einrichtung zu koordinieren. Die Vereinbarung sieht die Schaffung einer bis zu 32 Kilometer breiten Sicherheitszone entlang der türkischen Grenze zu den Kurdengebieten in Nordsyrien vor. Türkische Regierungsvertreter haben wiederholt betont, dass die USA nicht genug tun, um die Sicherheitszone einzurichten, in der etwa 2-3 Millionen Syrer leben könnten, die seit 2011 vor dem syrischen Bürgerkrieg geflohen sind. Die Türkei nimmt derzeit rund 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge auf, mehr als jedes andere Land der Welt. Ankara hat nach offiziellen Angaben bisher 40 Milliarden Dollar für die Flüchtlinge ausgegeben.  

Wahlen im Kosovo
Kosovo: Oppositionsparteien liegen vorn

Pristina – Am Sonntag öffneten im Kosovo die Wahllokale zu den Parlamentswahlen des jungen Staates. Der Wahlausgang könnte zu großen Veränderungen im politischen System des Landes führen. Laut einer einer vom Sender „Kosova Klan“ durchgeführten Wahltagsbefragung liefern sich die bisherigen Opposiitonsparteien, die liberalkonservative Demokratische Liga (LDK) und die linksnationalistische „Vetevendosje“, mit je etwa 30 Prozent ein Kopf an Kopf Rennen. Die seit 2008 im Kosovo regierende Demokratische Partei (PDK) lag demnach mit 22,28 Prozent auf Platz drei. Hauptthemen für die 1,9 Millionen Wahlberechtigten des Kosovo war die Bekämpfung der Korruption und ein Friedensabkommen mit Serbien, das den Weg für die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen ebnen würde.

Im vergangenen August hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet. Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK. Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtigen für Kriegsverbrechen vorgeladen.

Meinungsumfragen haben gezeigt, dass die Öffentlichkeit mit Haradinajs Leistung an der Spitze einer Dreierregierung unzufrieden ist und die Werte Oppositionsparteien gestiegen seien. Es wird erwartet, dass die Demokratische Liga für das Kosovo (LDK) oder die nationalistische, linksgerichtete Vetevendosje, bei der heutigen Wahl als Sieger hervorgehen. Auch der Demokratischen Partei des Kosovo (PDK), die größte Partei der aktuellen Koalition, räumt man gute Chancen für einen Sieg ein.

„Die nächste Regierung wird die Regierung des Dialogs sein, vom ersten Tag bis zum letzten Tag, und erst wenn der Dialog vorbei ist, werden wir uns mit echten Themen wie Korruption, Bildung und Wirtschaft befassen müssen“, sagte Arton Demhasaj vom Cohu (Wake up) Think Tank in Pristina gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die erste Aufgabe der neuen Regierung sei es, die Verhandlungen mit Serbien wieder aufzunehmen.

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– Parlamentswahlen am Sonntag – Kosovo-Wahlen: Wird Vjosa Osmani die erste Premierministerin?

Am kommenden Sonntag finden im Kosovo Parlamentswahlen statt, die zu großen Veränderungen im politischen System des Landes führen könnten.

     

VW-Werk Türkei
Istanbuler Handelskammer: VW-Investition in Türkei wird andere Großunternehmen ermutigen

Istanbul – Die Großinvestition des deutschen Automobilriesen Volkswagen in der Türkei würde andere große ausländische Unternehmen ermutigen, in das Land zu investieren, sagte Sekib Avdagic, Präsident der Istanbuler Handelskammer (ITO) am Sonntag. Volkswagen hat in der vergangenen Woche eine Tochtergesellschaft in der Türkei gegründet und plant den Bau eines Mehrmarken-Produktionswerks in der westlichen Provinz Manisa. „Die Investition von Volkswagen in der Türkei ist selbst eine sehr wichtige Entwicklung. Dies wird weitere ausländische Investitionen im Land ankurbeln“, sagte Avdagic in einem exklusiven Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.  „Die Türkei ist dank ihrer qualifizierten Arbeitskräfte und eines dynamischen Investitionsumfelds zu einem Produktionszentrum für globale Unternehmen für internationale Märkte geworden“, sagte er. Andere führende Automobilhersteller – darunter Fiat, Ford, Hyundai, Mercedes, Renault und Toyota – haben bereits Produktionsstätten in der Türkei. Trotz heftigem politischen Widerstand in Deutschland und Brüssel gründete VW in der vergangenen Woche das Unternehmen Volkswagen Türkei Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. mit einem Kapital von 943,5 Millionen türkischen Lira (164,5 Millionen Dollar). Der deutsche Automobilhersteller wird voraussichtlich mehr als 1 Milliarde Euro in das Werk investieren und 2022 die Produktion aufnehmen.

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– Brüssel – VW-Werk in der Türkei: Auch CSU will dagegen vorgehen

Der Widerstand gegen das geplante VW-Werk in der Türkei wächst. Am Donnerstag habe auch EU-Fraktionschef Manfred Weber gesagt, dass er die Entscheidung für die Türkei für einen Fehler halte und habe die EU-Kommission zum Einschreiten aufgefordert.

VW-Werk in der Türkei: Auch CSU will dagegen vorgehen
 

Serbisch-türkische Beziehungen
140 Jahre diplomatische Beziehungen: Erdogan reist nach Serbien

Belgrad – Zur Feier des 140-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Serbien reist der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan für einen zweitägigen Besuch am Montagmorgen nach Belgrad. Erdogan soll seinen serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic treffen und gemeinsam bilaterale Fragen erörtern. Des Weiteren sollen eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnen werden. Die beiden Staatschefs werden auch zum Wirtschaftsforum Türkei-Serbien erwartet, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. In einem Gespräch mit Anadolu sagte der türkische Botschafter Tanju Bilgic, dass der Besuch Erdogans von großer wirtschaftlicher und kommerzieller Bedeutung sei. „Im Jahr 2011 beliefen sich die türkischen Investitionen in Serbien auf insgesamt 1 Million Euro, aber heute liegen sie bei über 200 Millionen Dollar“, so Bilgic. „Eine große Anzahl von Fabriken türkischer Unternehmen wurden eröffnet“, betonte er. Der wichtigste Teil des Besuchs sei jedoch der Spatenstich für eine Autobahn, die die serbische Hauptstadt Belgrad mit Sarajevo, der Hauptstadt des benachbarten Bosnien und Herzegowina, verbindet, eine Autobahn, die bereits als „die Friedensstraße“ bezeichnet wurde. Die Zeremonie werde unter Beteiligung von Erdogan, Vucic und Mitgliedern des Präsidialrates von Bosnien und Herzegowina stattfinden, fügte er hinzu. Bilgic betonte, dass mehrere Abkommen unterzeichnet und Projekte, die von der Türkischen Kooperations- und Koordinierungsagentur (TIKA) in Serbien abgeschlossen wurden, mit der Teilnahme Erdogans feierlich eröffnet werden sollen. Der zweitägige Besuch umfasse auch das Dreiergipfel der Staats- und Regierungschefs der Türkei, Bosnien-Herzegowina und Serbien.

Zum Thema

– Erdogans Serbienbesuch – Serbische Ministerin Mihajlovic: Die Türkei ist ein wichtiger Investor

Das Sarajevo-Belgrader Autobahnprojekt wird nicht nur Länder der Region, sondern auch Menschen verbinden, so die serbische Ministerin für Bau, Verkehr und Infrastruktur, gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

Serbische Ministerin Mihajlovic: Die Türkei ist ein wichtiger Investor

ANUGA 2019
Russland kündigt „Getreide-OPEC“ an

Moskau – Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexej Gordejew schlug bei den Gesprächen am Samstag in Deutschland vor, eine Organisation von Getreideexporteuren, ähnlich der Organisation Erdölexportländer (OPEC) zu gründen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Bezugnahme auf eine Erklärung seines Pressedienstes. „Der stellvertretende Ministerpräsident Alexej Gordejew hat einen Vorschlag zur Schaffung einer OPEC-ähnlichen Organisation für Getreideexporteure vorgelegt, um die Stabilität des Getreidemarktes zu gewährleisten, die Getreidepreise zu koordinieren und den Hunger zu bekämpfen“, heißt es in der Erklärung. Die Initiative sei bei einem Treffen mit der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft – Julia Klockner und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet am Rande der ANUGA-2019 in Köln vorgestellt worden, berichtet TASS weiter. Laut dem russischen Abgeordneten könnte die zukünftige Organisation „Russland, die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Kanada, Argentinien und andere Nationen umfassen“. Gordeyev führe die russische Delegation zur ANUGA-2019 in Köln, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Insgesamt 41 russische Unternehmen präsentierten ihre Produkte auf der Veranstaltung, verglichen mit 12 im Vorjahr, so TASS. 

Fußball
Nationalmannschaft: Joachim Löw nominiert Suat Serdar

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Schalkes Mittelfeld-Motor wurde von Jogi Löw (59) für die Länderspiele gegen Argentinien (9.10.) und in Estland (13.10.) nominiert. Der U21-Vize-Europameister darf damit auf sein Debüt für die A-Nationalmannschaft hoffen, berichtet die BILD-Zeitung. „Alle Schalker freuen sich, dass einer unserer Jungs in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde. Suat hat sich diese Nominierung durch seine vorbildliche Einstellung, seinen bedingungslosen Einsatz und seinen hervorragenden Leistungen sehr verdient“, so Sportvorstand Jochen Schneider gegenüber der BILD. Wie Kicker berichtet, ist dies die erste Berufung für den 22-jährigen Mittelfeldspieler. Der Ex-Mainzer, der seit der U 16 alle DFB-Auswahlteams durchlaufen hat und im Sommer mit der U 21 Vize-Europameister geworden war, erzielte in fünf Einsätzen in dieser Saison bereits drei Treffer in der Bundesliga. Löw habe sich dazu entschieden, nachdem Jonas Hector wegen „neuromuskulärer Probleme“ absagte und nicht am Spiel teilnehmen kann. Am Sonntag wird auch noch Toni Kroos wegen einer Adduktorenverletzung am linken Oberschenkel fehlen, berichtet Kicker weiter.  

Flüchtlingsabkommen
„Viel geleistet“: Bundesinnenminister Seehofer fordert mehr Geld für die Türkei

Berlin – Nach Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, hat auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgefordert, mehr für die Türkei zu tun. „Die Türkei leistet bei der Aufnahme von Flüchtlingen sehr viel. Das liegt auch in unserem Interesse. Darüber hinaus ist klar, dass wir nicht mit den Mitteln der Vergangenheit die Zukunft bewältigen können. Deswegen will ich die Zusammenarbeit mit der Türkei weiter stärken“, sagte Seehofer in einem Interview in der „Welt am Sonntag“. Auf die Frage, wie viel Geld Ankara über die sechs Milliarden hinaus erhalten soll, die die EU im Rahmen des Flüchtlingspakts von 2016 zu zahlen versprochen hat, sagte Seehofer: „Diese Entscheidung kann ich als deutscher Innenminister nicht allein treffen.“ Sowohl die Türkei als auch Griechenland seien an der EU-Außengrenze seit Jahren stark belastet, die Anzahl der Zuwanderer dort habe sich massiv erhöht, betonte er auf seiner Reise. Die Türkei ist mit dem Flüchtlingsstrom aus dem vom Krieg zerrütteten Syrien allein gelassen worden, und sie muss möglicherweise Grenzen nach Europa öffnen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im vergangenen Monat. „Wir werden gezwungen sein, die Grenzen zu öffnen. Wir können nicht gezwungen werden, die Last allein zu tragen“, sagte er. Ankara forderte die Europäische Union wiederholt auf, ihr Versprechen von über drei Milliarden Euro an Hilfe für syrische Flüchtlinge zu erfüllen. Ein Abkommen zwischen der Türkei und der Europäischen Union sieht vor, dass die Europäische Union „3+3 Milliarden Euro an Hilfe“ für die Betreuung von Flüchtlingen in der Türkei bereitstellt.