Meinung
Kommentar: „Die Kurden“

„Die Kurden“ Ein Gastkommentar von Kuru Yabani  Überall lese ich, dass die Türkei gegen die Kurden Krieg führt. Ich lese von Genozid, Völkermord, Vernichtungskrieg. Einzig allein deswegen, weil die Türkei den Ableger der Terrororganisation PKK verständlicherweise nicht an ihrer Grenze duldet, von wo sie aus immer wieder Angriffe auf die Türkei startet. Immer wieder wird verwechselt, dass Terroristen der PKK und ihrer Ableger DIE Kurden wären. Kurden sind auch die 16 Millionen Menschen, die unbescholten ihr Leben in der Türkei leben. Die zahlreich in allen möglichen Parteien im türkischen Parlament vertreten sind. Die Soldaten, die in türkischer Uniform den Kampf gegen den Terrorismus ihr Leben riskieren. Die 300.000 kurdischen Flüchtlinge, die in der Türkei Schutz gefunden haben. Die Kleinunternehmer, die Schutzgeld bezahlen müssen, damit ihre Geschäfte nicht angezündet und ihrer Familie nichts angetan wird. Kurden sind die Mütter und Väter, deren Kinder entführt und in die Berge verschleppt wurden, um in einem dummen Krieg zu töten und zu sterben. Die Menschen im Nordirak, die in enger Partnerschaft mit der Türkei sich eine kurdische Autonomie und einen kleinen Wohlstand aufgebaut haben und die immer noch dankbar sind, dass die Türkei während des Irak-Kriegs ihre Grenzen für sie geöffnet hat. Niemand in der Türkei oder anderswo redet von DEN Kurden, wenn die PKK mordet und ihre Terroranschläge verübt. Und niemand sollte sagen, dass es ein Krieg gegen die Kurden ist, wenn man sich gegen diesen Terror entgegenstellt.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Türkei – Versehentlicher Übersetzungsfehler: Aus „Terroristen“ wurde „Kurden“

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hielt am Samstag eine Rede in der zentralanatolischen Stadt Kayseri. Aufgrund eines kleinen Übersetzungsfehlers titelten Medien in Deutschland leider jedoch „Mitten im Waffenstillstand droht Erdogan, die Köpfe der Kurden zu zerquetschen“.

Versehentlicher Übersetzungsfehler: Aus „Terroristen“ wurde „Kurden“

Fußball
Bundesliga: Eintracht Frankfurt nimmt FC Bayern auseinander – 5:1

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Frankfurt – Der FC Bayern München kassierte am Samstag eine demütigende 1:5 Pleite gegen Eintracht Frankfurt. Die Eintracht beendet damit eine Durststrecke von fast zehn Jahren ohne Heimsieg gegen den Meister.
(Screenshot/Twitter)
Die Eintracht profitierte dabei von einer frühen Roten Karte gegen Jerome Boateng (10. Minute). Die Tore erzielten Filip Kostic (25.), Djibril Sow (34.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciencia (85.), den Ehrentreffer für die Bayern markierte Robert Lewandowski (37.), berichtet Hessenschau (HS). Die Frankfurter stehen in der Tabelle nun mit 17 Punkten aus zehn Spielen auf Platz sechs, nur noch einen Punkt hinter dem heutigen Gegner, bei dem für den ehemaligen Eintracht-Trainer Niko Kovac die Luft zunehmend dünner wird, so HS.

Frühe Rote Karte gegen Boateng

Die Partie begann vor 51.500 Zuschauern mit viel Tempo auf beiden Seiten. Während die Bayern schon mal gefährlich im Strafraum auftauchten, entstand die erste entscheidende Szene durch einen Konter für die mit viel Leidenschaft auftretenden Frankfurter. Paciencia war auf die Reise geschickt worden, spielte dann Boateng aus und wurde aber von Selbigen gelegt (9.). Schiedsrichter Schmidt zeigte zunächst auf den Punkt und gab Gelb, schaute sich dann aber das Video an und entschied folgerichtig auf Freistoß und Rot gegen Boateng.

Es war der zweitschnellste Platzverweis in der Bundesliga-Geschichte der Bayern. Paciencias Freistoß aus 17 Metern im Anschluss blieb in der Mauer hängen (11.). Kovac stellte um und zog Kimmich wieder aus dem Mittelfeld auf die Rechtsverteidigerposition.

Die Eintracht blieb aggressiv, versuchte, früh zu stören und Ballgewinne zu erzwingen. Das gelang immer wieder, und wurde in der 25. Minute belohnt. Dost legte hinaus auf da Costa, der Sow in der Mitte fand. Der Schweizer zog ab, von Davies‘ Rücken prallte der Ball vor die Füße von Kostic, der das Leder über den Innenpfosten im Kasten versenkte – 1:0 und das erste Tor des Serben gegen die Bayern. Die Eintracht blieb am Drücker, die Bayern konnten sich kaum durchs Mittelfeld kombinieren. Dagegen auf der anderen Seite: Paciencia legte raus auf Kostic, dessen Hereingabe von Kimmich abgefälscht und von Sow direkt genommen wurde (33.).

Das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. In der Folge gab die Eintracht den Bayern etwas mehr Raum im Mittelfeld. Kimmich traf noch aus dem Abseits (36.), nur eine Minute später behauptete sich Lewandowski nach Davies‘ Anspiel willensstark gegen drei Mann und vollendete cool aus sechs Metern (37.). Bis zur Pause hielten die Bayern ihr optisches Übergewicht.

Abraham rettet und trifft

Die Pause kam für die Eintracht zum richtigen Zeitpunkt, denn nach nur wenigen Minuten stand es 3:1. Abraham eroberte gegen Gnabry das Leder – und stand wenige Sekunden später am langen Pfosten nach einer da Costa-Hereingabe von der anderen Seite goldrichtig! Der Argentinier drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie (49.)

Im Gegenzug hatte sich Lewandowski schon die Ecke ausgeguckt, doch sein Schuss wurde abgeblockt (51.). Die Partie nahm nun wieder richtig Fahrt auf. Alaba rettete gegen Paciencia (57.), Abraham war in letzter Sekunde vor Lewandowski am Ball (59.), Neuer parierte Dosts Direktabnahme (60.). Die nachfolgende Kostic-Ecke köpfte Hinteregger ins lange Eck – 4:1, die Arena bebte. Kostic hätte fast nachgelegt,

Davies klärte kurz vor der Linie (64.) und Neuer hielt erneut gegen den Serben (67.). Drei Minuten später traf Davies den Pfosten (70.). Die Partie plätscherte nun vor sich hin – bis der eingewechselte Silva Alaba aussteigen ließ und von der Grundlinie auf Paciencia legte, der nur noch ins leere Tor einschieben brauchte (85.).

Quelle: eintracht.de

 

Syrien
Kommentar: Türkei wird jeden einzelnen Terroristen verfolgen und zur Rechenschaft ziehen

Die Zahlenmanufaktur Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Über den syrischen Bürgerkrieg spricht man in den USA und Europa seit längerem stets in Zusammenhang mit den „Kurden“. Im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat IS in Syrien und im Irak sprach man stets über die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), deren Verluste, Heldentum und Aufopferungsbereitschaft. Zahlen scheinen in diesem Zusammenhang in den USA und Europa die Gemüter zu bewegen; je mehr desto effektiver. Das ist bei dem sogenannten Verbündeten der USA in Nordsyrien, der YPG und im Verlauf des syrischen Bürgerkrieges der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), nicht anders. Den eigenen Angaben der SDF zufolge hält sie weit über 60.000 Männer und Frauen unter Waffen, die ausschließlich den IS bekämpft haben. Betrachtet man die letzten zwei militärischen Operationen der Türkei in Nordsyrien, dürfte die Zahl aber weniger als 6.000 „Kämpfer“ sein. Jüngst meldete das russische Verteidigungsministerium den Rückzug von 34.000 Kämpfern der SDF aus den Sicherheitszonen entlang der türkisch-syrischen Grenze an. Die Angabe über die Zahl der zurückgezogenen „Kämpfer“ gab die SDF selbst den Russen bekannt. Die USA meldeten zuvor auch den Rückzug, gaben jedoch keine Zahlen bekannt. Ziehen wir jetzt mal ein Schlussstrich unter die Zahlen: die YPG/SDF unterhält nach eigenen Angaben rund 60.000 „Kämpfer“ entlang der 444 Kilometer langen türkisch-syrischen Grenze. Allein entlang der rund 320 Kilometer, die derzeit von Russen und Türken gemeinsam kontrolliert wird, sollen 34.000 „Kämpfer“ anwesend gewesen sein. Da fragt man sich doch verwundert, weshalb man diese latente Gefahr in den USA oder in Europa nicht in die Milchmädchenrechnung einbezogen hat? Sind „60.000“ oder „34.000“ keine nennenswerte Zahl, wenn es um die Sicherheitsinteressen der Türkei geht? Und wenn dem so ist, wieso verweigert man der Türkei die Verteidigung ihrer Interessen, auch mit Waffengängen? Für die Türkei ist jeder türkischer Staatsbürger, der durch einen dieser angeblich „60.000“ oder „34.000“ Terroristen getötet wurde, einer zu viel. Es ist auch unerheblich, wie viele Terroristen sich entlang der syrisch-türkischen Grenze breit gemacht haben. Am Freitag gab es noch einen weiteren gefallenen türkischen Soldaten in der Region. Das ist eine Zahl, die der türkischen Bevölkerung ausreicht, die Mission gegen den Terror in Nordsyrien fortzusetzen. Die Türkei wird jeden einzelnen Terroristen verfolgen und zur Rechenschaft ziehen, der einen seiner Staatsbürger ermordet hat. Jedes dieser Opfer wird den Russen und den Amerikanern vorgehalten werden, bis es keine Opfer mehr gibt. Solange das anhält, kann die USA, kann Russland, kann auch Europa sich nicht zurücklehnen und dabei den Rückzug der türkischen Armee fordern. Waren diese Mächte nicht in der Lage, die SDF zur Räson zu bringen, ist die türkische Armee in der Lage die Sicherheit zu gewährleisten. Sind die sogenannten friedliebenden „Kurden“, „Pazifisten“ und „kurdischen Parteien“ in der Türkei, in den USA oder in Europa nicht in der Lage, die SDF zur Räson zu bringen, wird die türkische Armee die SDF zur Aufgabe zwingen. Zeit genug hatte die SDF, sich auf die östliche Seite des Euphrats zurückzuziehen, sie ließ es aber verstreichen, ließ es auf einen bewaffneten Konflikt ankommen. Die SDF war nie um die Bevölkerung in der Region besorgt, sonst hätte sie die Region längst geräumt und damit das Blutvergießen verhindert. Die SDF war aber nicht dazu bereit, denn sie wollte mit Gewalt, Unterdrückung und Kurdiisierungsplänen sowie Blutvergießen den bislang erreichten Status quo aufrechterhalten. Zahlen über die Stärke, Opfer oder Gegner haben die SDF noch nie interessiert. Für diese völkische neo-kurdische Terrororganisation war nur das Erreichen des Ziels maßgebend.
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– Militäroffensive Friedensquelle – Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört

Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Waffenrecht
Pistorius begrüßt Kabinettspläne für Waffenverbotszonen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat Pläne des Bundeskabinetts begrüßt, wonach es den Länder künftig erlaubt werden soll, Waffenverbotszonen einzurichten. „Wir freuen uns sehr, dass unser Impuls, Waffenverbotszonen auch unabhängig von Kriminalitätsschwerpunkten einrichten zu können, jetzt auch im Kabinett der Bundesregierung diskutiert wurde und voraussichtlich noch in diesem Jahr im Bundesrat auf der Tagesordnung steht“, sagte Pistorius der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Es gebe Orte, an denen niemand eine Waffe oder ein Messer mit feststehender Klinge brauche. „Das gilt im Umfeld von Schulen oder Kindergärten genauso wie in der Fußgängerzone“, sagte Pistorius. Er betonte, dass die Länder nicht verpflichtet werden sollen, solche Zonen einzurichten. Zugleich forderte er Ausnahmen für bestimmte Gruppen. „Natürlich ist es bei der weiteren Befassung mit dem Waffenrecht wichtig, sensibel auf diejenigen Gruppen zu reagieren, die ein berechtigtes Interesse am Führen von Waffen oder Angst vor starken Einschränkungen haben“, sagte Pistorius. Daher sei es notwendig, Ausnahmeregelungen zum Beispiel für Handwerker, Angler, Jäger oder auch Pfadfinder zu schaffen.

Arbeitsrecht
Home-Office und Permanente Erreichbarkeit: Beschäftigte erwarten Schutz und Regelungen

Der Deutsche Beamtenbund will mit der Gewerkschaft Verdi einen Digitalisierungs-Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst auf den Weg bringen. „Das ist eine gemeinsame Aktion: Wir gehen jetzt auf Bundesinnenminister Horst Seehofer zu“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (DBB), Ulrich Silberbach, im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“. Neben dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen „müssen wir uns mit den neuen Arbeitsmethoden beschäftigen“. Bei den Themen entgrenztes Arbeiten, permanente Erreichbarkeit und Home-Office erwarteten die Beschäftigten Regelungen und Schutz. Ebenso gelte es darauf zu achten, dass Künstliche Intelligenz nicht zur Überwachung und Selektion dient. „Wir wollen da einige Eckpunkte definieren und dem Innenministerium eine tarifvertragliche Lösung anbieten, um auf der einen Seite für die Beschäftigten Sicherheit zu bekommen und auf der anderen Seite durch klare Regelungen mehr Geschwindigkeit aufzunehmen“, sagte Silberbach. Der DBB-Vorsitzende geht, wie er sagte, „davon aus, dass der Digitalisierungs-Tarifvertrag in der nächsten Einkommensrunde im Herbst 2020 eine Rolle spielt“. Seine Erfahrung sei, „dass die Arbeitgeber sagen: Digitalisierung kostet Geld – bei der Qualifizierung etwa – und muss daher in den großen Topf der Tarifrunde geworfen werden“, kritisiert Silberbach. „Uns so etwas auf der Einkommensseite gegenzurechnen, werden wir aber nicht einfach hinnehmen.“ Zudem mahnte er eine klare Strategie von Bund und Ländern bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung an und beklagte ein „Zuständigkeitswirrwarr“ in der Bundesregierung. Deren „Aufstellung ist verzwickt“, sagte der DBB-Chef. „Wir haben ein Digitalkabinett, Kanzleramtschef Braun als Koordinierer, die Staatsminister Bär und Hoppenstedt, und wir haben in jedem Bundesministerium und jeder Bundesbehörde Stäbe, die sich damit beschäftigen. Da fragen wir uns: Wird da mehr gegeneinander als miteinander geplant?“ Die Menschen erwarteten klare Botschaften, wo es hingehen soll, betonte Silberbach. „Dieses Herumwurschteln der Politik von heute auf morgen und ohne Zielsetzung nervt nicht nur die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.“

Flüchtlingspolitik
Minister Stamp: NRW ist auf weitere Flüchtlinge vorbereitet

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen ist nach Aussage von Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge eingestellt. „Wir sind hier in NRW auch auf steigende Flüchtlingszahlen vorbereitet“, sagte Stamp im Interview mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“. „Die Plätze in den Landeseinrichtungen haben wir nur sehr maßvoll um 5000 reduziert. Insgesamt haben wir jetzt noch 21.000, davon waren zuletzt 8000 bis 9000 belegt. Die Zahlen sind seit zwei Jahren rückläufig. Das heißt, wir haben immer noch eine hohe Zahl nicht belegter Plätze. Und wir können sofort weitere im hohen vierstelligen Bereich aufbauen“, so der Minister. Das Ministerium war Mitte Oktober auch angesichts der Lage in Nordsyrien für die Schließung von Unterbringungen für Flüchtlinge kritisiert worden. Zugleich will Stamp Flüchtlingen eine bessere Perspektive bieten: „Wir werden in NRW jetzt eine Bundesratsinitiative vorbereiten, damit zum Beispiel Arbeitsverbote wegfallen. Und ich bin sicher, die Unterstützung von anderen Bundesländern dafür zu bekommen.“ Das betreffe jene, die schon mehrere Jahre hier seien, eine Arbeit hätten und deren Kinder in der Schule seien. Stamp warf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor, in der Flüchtlingspolitik Populisten in die Hände zu spielen: „Mein Problem ist, dass Seehofer es bei steilen Ankündigungen belässt, die sich nicht in die Praxis umsetzen lassen. Das trägt ganz wesentlich zur Verunsicherung der Bevölkerung bei und zur Stärkung der Populisten.“

Militäroffensive Friedensquelle
Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört. Am vergangenen Freitag veröffentlichte Dikran Ego, Chefredakteur der Assyria TV auf Hujådå-Online einen Artikel über die Problematik der öffentlichen schwedischen Wahrnehmung über die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG in Nordsyrien. Wer Fragen stellt, Einwände hat, wird in Europa nicht erhört, gehört. Freie Berichterstattung ist in Europa zwar erlaubt, aber man kommt bei kritischen Fragen, Einwänden oder Vorwürfen gegenüber der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG bzw. ihrer Demokratischen Kräfte Syriens SDF fast gar nicht mehr durch. Selbst indirekte Fragen über die YPG an europäische Experten, Politiker oder Medien werden geflissentlich übergangen. Ein gefährlicher Zustand, der einem Präventivschlag gleichkommt. Der in Schweden lebende assyrischstämmige Journalist Dikran Ego hat diese Problematik in Hujådå-Online durchleuchtet. Hujådå-Online wird von der Assyrischen Föderation in Schweden betrieben. Anfang Oktober hatte die Präsidentin der Assyrischen Föderation, Kara Hermez, mit einer Streitschrift in der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet eine Debatte ausgelöst, die seither für heftige Diskussionen in schwedischen TV-Talkshows und Zeitungen sorgt.
(Screenshot/Afdonbladet)
Hier die freie Übersetzung des Artikels von Dikran Ego, die er zuerst den an den Diskussionen beteiligten Journalisten übermittelt habe, die sich aber dazu entschieden hätten, ihn nicht zu veröffentlichen: Schweden, Kurden, Assyrer und Syrien Journalisten in Schweden haben das Bild, dass die Kurden in Syrien zeichnet, ohne die Assyrer zu befragen oder ihre Stimmen zu hören, unkritisch reflektiert. Das zweifellos positive Image, das mehrere schwedische Meinungsmacher von den kurdischen Gruppen in Syrien haben, ist das Ergebnis einer erfolgreichen kurdischen Öffentlichkeitsarbeit. In diesen Tagen haben sich viele schwedische Meinungsmacher und Politiker zur Lage im Nordosten Syriens geäußert. Während die Befürchtungen vor dem Einmarsch der Türkei durchaus berechtigt sind, ist das Bild über die kurdischen Gruppen zu unreflektiert und naiv. Die kurdische Milizen YPG, die in jeder Hinsicht als der syrische Ableger der PKK zu betrachten ist, wurden als Helden, Kämpfer für die Rechte der Frauen und demokratischen Humanistinnen gefeiert. Journalisten in Schweden haben das Bild des Konflikts, den die Kurden in Syrien mitausgelöst haben, unkritisch festgehalten, während die Stimmen unter Assyrern und anderen so gut wie nie gehört werden. Unser Wissen über Konflikte an entfernten Orten wird um ein Vielfaches reduziert. In der heutigen digitalen Welt, in der Ereignisse in sozialen Medien ein Eigenleben entwickeln, ist die Hemmschwelle für diejenigen niedrig, die das Bild eines Ereignisses beeinflussen möchten. Dies gilt insbesondere für die heutige Kriegsführung, in der es für die Akteure immer wichtiger wird, die Meinung in der Welt zu beeinflussen. Als Journalist mit Ursprung in der unmittelbaren Konfliktregion und als Beobachter der Ereignisse seit Ausbruch des Krieges kann ich feststellen, dass das zweifellos positive Image mehrerer schwedischer Meinungsmacher über die kurdische Gruppe in Syrien das Ergebnis einer erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit ist. Die kurdische Gruppe, die seit 2012 das im Nordosten des Landes entstandene Machtvakuum füllte, erkannte schon früh, wie wichtig es ist, sich nach außen bestens zu vermarkten. Die Führung der Gruppe wollte, dass sie als demokratisch dargestellt werden. Ein Beispiel für diese Marketingidee war die Gründung des sogenannten Frauendorfs Jinwar durch die YPG (Jinwar, was auf kurdisch »Ort der Frauen« heißt). Einen Journalisten nach dem anderen luden Marketingstrategen der YPG in das einzigartige Dorf ein, um zu erzählen, wie den Frauen in diesem Teil Syriens nun endlich erlaubt sei, Freiheit unter der demokratischen, frauenfreundlichen Herrschaft der YPG, zu erfahren. Für diejenigen, die aus Syrien kommen oder das Land kennen, erscheint die Geschichte lachhaft oder sogar lächerlich. Die Gleichstellung der Geschlechter in Syrien ist seit Jahrzehnten weit fortgeschritten und Frauen sind auf allen Ebenen der Gesellschaft anzutreffen, von Lehrern und Schulleitern über Beamte bis hin zu Politikern. Als Cecilia Uddén, Nahost-Korrespondentin des schwedischen Rundfunks, im Dezember 2018 in die Gegend kam, war das Ergebnis dieselbe unkritische Reportage aus dem Dorf Jinwar, das bereits Dutzende westliche Journalisten abgegeben hatten. Die Journalisten verliebten sich in diesen sorgfältig ausgearbeiteten Hintergrund, der von der YPG inszeniert wurde und damit zu nützlichen Idioten eines PR-Plans, der dazu beitrug, das von der YPG gewünschte Bild ihrer Behörde zu projizieren, was ich bereits in journalisten.se vermerkt hatte. Ein weiteres Beispiel sind die Verweise westlicher Journalisten auf die christlichen oder assyrischen Verbündeten der Kurden. Tatsächlich haben viele westliche Journalisten Assyrer in der Region getroffen oder interviewt, die die kurdische Gruppe und ihre selbsternannte Autonomiehörde lobten. Genau wie im Dorf Jinwar war es das Ziel der YPG, die Behörde als demokratisch zu vermarkten, um Sympathien im Westen zu gewinnen. Keiner der westlichen Journalisten widmete die Zeit dafür Nachforschungen anzustellen, als diese sogenannten christlichen Opfer Interviews abgaben. Hätten sie dies getan, würden sie bald feststellen, dass diese kleine Gruppe der Assyrer, einer sektenähnlichen Gruppe angehört, die seit den 1980er Jahren unter dem Einfluss und der Kontrolle der PKK steht und deren einzige Aufgabe es ist, der kurdischen Gruppe ein Alibi und einen guten Ruf zu verleihen. Dies, während die YPG tötet, droht und die überwältigende Mehrheit der Assyrer in der Umgebung unterdrückt, die sich nicht in ihren Reihen aufhalten; wie es u.a. die Assyrische Konföderation in Europa dokumentiert hat. Diese systematischen Missbrauchsfälle, von denen nur wenige westliche Journalisten Kenntnis haben, haben ich und meine Redaktion ausführlich dokumentiert. Die kurdische Gruppe erkannte früh die Bedeutung einer guten Öffentlichkeitsarbeit und unternahm alle Anstrengungen, um das Image ihrer selbst als demokratische, tolerante und frauenfördernde Heldenhaftigkeit zu unterstreichen. Es ist erschreckend mit anzusehen, inwieweit ihre Strategie bei westlichen Journalisten, Meinungsmachern und Politikern die beabsichtigte Wirkung entfaltet hat. Angesichts der Tatsache, dass die gleichen Journalisten und Meinungsmacher auf die Bedeutung der Wachsamkeit gegen ausländische Einflussnahme hinweisen, haben wir alle Grund zur Sorge und sind beim Einschalten von Radio oder Fernsehen wesentlich kritischer. Quelle: hujada.nu
(Screenshot/Hujada)

Zum Thema

– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Germanwings-Tragödie
Witwe des Germanwings-Kapitäns ließ sich als Trauerbegleiterin ausbilden

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Annika Sondenheimer, die Witwe des Kapitäns, der von seinem Copiloten vor der Germanwings-Tragödie aus dem Cockpit gesperrt wurde, hat sich als Trauerbegleiterin ausbilden lassen. Für die umfassende Hilfe, die sie in der schweren Zeit nach dem Absturz erhielt, habe sie etwas zurückgeben wollen, betonte die 41-Jährige im Gespräch mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Außerdem gründete sie den Patrick Sondenheimer Stiftungsfonds. Dessen Hauptaufgabe ist es, trauernden Kindern und Jugendlichen – und damit auch deren Familien, die ins Wanken geraten – professionelle Unterstützung zukommen zu lassen. „In schwerwiegenden Lebenskrisen brauchen gerade trauernde junge Menschen qualifizierte Beratung. Wir möchten, dass sie ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Beständigkeit zurückgewinnen“, sagte Annika Sondenheimer. „Und sie sollen zu einem Leben zurückfinden, in dem wieder Raum für Normalität, Zuversicht und Unbeschwertheit ist“, ergänzte sie. Zu der Gedenkstätte in Frankreich hat sie nach eigenen Worten keine enge Beziehung. Ihre Kinder – zum Zeitpunkt des Absturzes 2015 fünf und drei Jahre alt – verstünden immer mehr, was passiert sei, könnten aber den Verlust noch nicht wirklich realisieren. „Aber wir haben inzwischen einen stabilen Alltag, und Verlustängste gehören ebenso dazu wie die Erinnerungen.“ Beiden Kindern habe eine Delfin-Therapie in Spanien gut getan. Ähnliches könne die Stiftung mithilfe von Spenden unterstützen, sagte die Gründerin.

VW-Werk Türkei
VW-Betriebsrat will Werkbau in der Türkei notfalls blockieren

Wolgsburg – Wegen der Kampfhandlungen der Türkei im Norden Syriens will der einflussreiche Volkswagen-Betriebsrat den geplanten Bau des neuen Mehrmarkenwerkes in der Türkei notfalls blockieren.

Die Arbeitnehmervertreter würden einen Zuschlag für den Bau so lange ablehnen, wie die Türkei versuche, „ihre politischen Interessen mit Krieg und Gewalt zu erreichen„, zitiert die Automobilwoche VW-Betriebsratschef und Aufsichtsratsmitglied Bernd Osterloh, unter Berufung auf eine Meldung im Wirtschaftsmagazin Bloomberg. Im Oktober hatte der deutsche Automobilkonzern die endgültige Entscheidung über den Standort seines neuen Werkes wegen der türkischen Offensive vertagt und bis auf Weiteres auf Eis gelegt. In diesem Umfeld könne es kein Votum für das Land geben, so der Konzern. In der vergangenen Woche teilte VW mit, dass man jedoch noch nicht nach Alternativen für das ursprünglich in der Türkei geplante Werk suche. „Wir sind nicht dabei, alternative Standortplanungen zu machen“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann. Man beobachte die Lage nach der Militäroffensive sorgfältig. Deswegen sei die Planung für ein Werk “on hold”. Sobald sich eine Entscheidung in Sachen Türkei-Werk “in die eine oder andere Richtung” abzeichne, wolle man darüber informieren. VW sehe sich in der komfortablen Situation, dass man noch etwas Zeit habe, um das geplante Projekt zu realisieren, berichtet Reuters weiter. Volkswagen hatte Anfang Oktober im westtürkischen Manisa bei Izmir bereits das mit einem Kapital von 943.5 Mio. Lira bestückte Tochterunternehmen „Volkswagen Turkey Otomotiv Sanayi ve Ticaret AŞ“ Aktiengesellschaft gegründet.

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– Autonews – VW holt türkischen Spitzenmanager Murat Aksel von BMW

Volkswagen-Chef Herbert Diess verpflichtet den nächsten Vorstand von BMW. Der türkische Sptitzenmanager Murat Aksel führe ab Sommer 2020 das Einkaufsressort der Marke VW.

VW holt türkischen Spitzenmanager Murat Aksel von BMW
   

Flüchtlingskrise
Nach Erdogan-Drohung: EU kündigt 663 Millionen Euro-Hilfe für Türkei an

Brüssel – Im September drohte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Europa mit der „Öffnung der Tore“, um Millionen von Flüchtlinge weiterziehen zu lassen. Die Türkei sei mit dem Flüchtlingsstrom aus dem vom Krieg zerrütteten Syrien allein gelassen worden und müsse möglicherweise Grenzen nach Europa öffnen, wenn sie nicht die notwendige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft erhalte und wenn die geplante Sicherheitszone innerhalb Syriens nicht bald eingerichtet werde. „Wir werden gezwungen sein, die Grenzen zu öffnen. Wir können nicht gezwungen werden, die Last allein zu tragen“, sagte Erdogan damals. Im Oktober wiederholte der türkische Staatschef seine Drohung, nachdem die EU die türkische Militäroffensive „Fiedensquelle“ in Nordsyrien verurteilt hatte.

Die EU solle zur Besinnung kommen und die Offensive nicht Besatzung nennen, so der türkische Staatschef bei einer Rede. Erdogan drohte damit, sonst die „Tore zu öffnen und 3,6 Millionen Flüchtlinge durchzulassen.

Erdogan: „Hey Europäische Union, kommt zur Besinnung! Falls ihr unsere derzeitige Maßnahme als eine Besatzungshandlung bezeichnet, haben wir ein leichtes Spiel: Wir öffnen die Tore und schicken die 3,6 Millionen Flüchtlinge zu euch.“

EU kündigt 663-Millionen-Euro-Hilfe an Am heutigen Freitag hat die Europäische Kommission nun die Bereitstellung von 663 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei angekündigt. Damit sollen Großprojekte im Rahmen der EU-Flüchtlingsfazilität in der Türkei fortgesetzt werden. Die Hilfe werde die Kontinuität des bisher größten humanitären Programms der EU, des sozialen Notfallnetzes (ESSN), gewährleisten, so die Kommission. Mit den verbleibenden Mitteln werden weiterhin Projekte in den Bereichen Bildung und grundlegende Dienstleistungen wie Gesundheitswesen unterstützt. Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenbewältigung, erklärte: „Die Unterstützung der EU hat echte Auswirkungen auf die in der Türkei aufgenommenen Flüchtlinge. Dank der EU-Unterstützung können rund 1,7 Millionen Flüchtlinge ihre Grundbedürfnisse decken, und mehr als eine halbe Million Flüchtlingskinder gehen zur Schule. Diese Ergebnisse sprechen für sich. Ich möchte unseren humanitären Partnern vor Ort dafür danken, dass sie die EU-Hilfe für die Türkei zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben“.