Bergkarabach-Konflikt
Moskau: Wir haben die Unterstützung der Türkei

Moskau – Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow unterstütze die Türkei die in Moskau getroffenen Vereinbarungen über Berg-Karabach. Der Spitzendiplomat erklärte, dass das Format der Verhandlungen unverändert bleiben werde „Ich habe mich mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu in Verbindung gesetzt und ihm mitgeteilt, dass wir auf Unterstützung für unsere Bemühungen zählen. Am Sonntag hatten wir ein weiteres Telefongespräch, bei dem die Unterstützung für das Moskauer Dokument bestätigt wurde“, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Lawrow, der am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz mit Reportern sprach. Er fügte hinzu, dass der armenische Außenminister Zohrab Mnatsakanyan im Laufe des Tages ein Treffen mit den Kovorsitzenden der Minsker Gruppe der OSZE haben werde. Am vergangenen Donnerstag trafen die Kovorsitzenden in Genf mit dem aserbaidschanischen Außenminister Jeyhun Bayramov zusammen. Lawrow betonte, dass die in Moskau getroffenen Vereinbarungen auch vom aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew begrüßt worden seien. Am 27. September kam es zu erneuten Zusammenstößen zwischen Aserbaidschan und Armenien, wobei es in der umstrittenen Region Berg-Karabach zu heftigen Kämpfen kam. Im Sommer 2014, im April 2016 und im vergangenen Juli kam es zu einem Wiederaufflammen der Gewalt in der Region. Aserbaidschan und Armenien haben das Kriegsrecht verhängt und Mobilisierungsbemühungen eingeleitet. Beide Konfliktparteien haben von Opfern unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei den auf russische Initiative in Moskau abgehaltenen Gesprächen einigten sich Baku und Eriwan auf einen humanitären Waffenstillstand, der am 10. Oktober um 11.00 Uhr Moskauer Zeit in Kraft trat, um Gefangene und die Leichen der bei den Kämpfen getöteten Personen auszutauschen. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten.

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– SOEK – Bergkarabach-Konflikt: Programmbeschwerde gegen ZDF

Wegen eines „fehlerhaften und tendenziösen Videos“ über den Berg-Karabach-Territorialkonflikt hat ein Forschungszentrum eine Programmbeschwerde beim ZDF eingereicht. Darin werde unter anderem eine „faktische Falschaussage“ getätigt, berichtet TRT Deutsch.

Bergkarabach-Konflikt: Programmbeschwerde gegen ZDF

Türkei
Türkei kündigt Abkommen über technische Zusammenarbeit mit Japan an

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Ankara –  Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung am Montag die Unterzeichnung eines Abkommen s“über technische Zusammenarbeit mit Japan“ angekündigt.
„Das Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Republik Türkei und der Regierung Japans“ wird am 13. Oktober 2020 in Ankara unterzeichnet. Unsere Beziehungen zu Japan, mit dem wir langjährige Beziehungen pflegen, haben sich auf der Grundlage der 2013 begründeten strategischen Partnerschaft rasch entwickelt. Japan ist derzeit einer unserer größten Handelspartner in Ostasien. Die technische Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Aspekt unserer Wirtschaftsbeziehungen. Die japanische Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA), die seit 1959 in unserem Land tätig ist, trägt wesentlich zu den Bemühungen in diesem Bereich bei. Es wird erwartet, dass das Abkommen den Aktivitäten und Projekten der technischen Zusammenarbeit der JICA in der Türkei neuen Schwung verleihen wird.“
„Orden der aufgehenden Sonne“ Im vergangenen Jahr wurde der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu für seine Bemühungen um die Stärkung der türkisch-japanischen Beziehungen vom japanischen Kaiser mit dem „Orden der aufgehenden Sonne“ geehrt. Anlässlich der Zeremonie sagte Çavuşoğlu: „Japan wie auch die Türkei grenzen an den äußersten Rand Asiens, dennoch sind die Bande zwischen der Türkei und Japan stark und sehr alt. Sich in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen, ist Ausdruck der innigen Harmonie zwischen unseren Ländern“, fügte er hinzu. Miyajima betonte seinerseits, dass die beiden Länder bei dieser Auszeichnung näher kommen würden. Die Türkei und Japan seien zwei Staaten mit einem Herz, fügte Miyajima hinzu.

Der japanische Botschafter wies darauf hin, dass Çavuşoğlu die erste Person war, die diese Auszeichnung seit Beginn der „Reiwa-Ära“ in Japan erhalten hat. „Reiwa“ bedeutet so viel wie „schöne Harmonie“. Die Ära „Heisei“ („Frieden schaffen“) ging mit der Abdankung von Kaiser Akihito am 30. April nach rund 30 Jahren zu Ende.

Adnan Menderes und Fatin Rüştü Zorlu, ehemaliger Premierminister bzw. Außenminister der Türkei, erhielten 1958 den „Orden der aufgehenden Sonne“ und waren damit die ersten Türken, die diesen Preis aus Japan erhielten, so Miyajima.

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– Türkisch-japanische Freundschaft – „Ertuğrul 1890“: Bewegender Film über türkisch-japanische Freundschaft kommt in die Kinos

Die filmische Umsetzung zweier schicksalhafter Ereignisse, die beide Nationen verbinden, hat in der Türkei wie auch in Japan für emotionale Reaktionen gesorgt.

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Corona-Krise
Corona-Testungen: Ansturm auf Arztpraxen

Düsseldorf – Die Hausärzte in NRW sehen sich derzeit mit einem Ansturm auf ihre Praxen wegen der Corona-Testungen konfrontiert. Der Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“, die neuen Regelungen zu den Beherbergungsverboten führten zu massiven Frustrationen der Patienten.
„Die Tests dürfen ja nicht älter als 48 Stunden sein, in der Regel benötigen die Labore, die ja schon am Limit arbeiten, sehr viel länger. Wir empfehlen den Patienten mit Reisewunsch, sich für einen Test direkt an die Labore zu wenden. Das erhöht zumindest die Chance, dass man noch rechtzeitig ein Ergebnis bekommt, das im Urlaubsort auch anerkannt wird.“
Die Hausärzte hätten volles Verständnis dafür, dass Familien nach einem Urlaub lechzten. „Die derzeitige Konkurrenzsituation um die Tests ist dennoch bedenklich. Es darf nicht sein, dass wir Engpässe bei den Tests für symptomatische Patienten kommen“, warnte Funken. Die Hausarztpraxen, die sich bereit erklärt hätten, die Testungen in der Pandemie vorzunehmen, seien organisatorisch am Limit.
„Wir werden bei den Tests wirklich überrannt und müssen die Patienten mit Covid-Symptomen gleich zu den Testzentren schicken. Anders bekommen wir den Ansturm gar nicht mehr bewältigt. Und es leidet leider die Betreuung derer, die mit minder schweren Erkrankungen zu uns kommen und die wir viel zu oft im Hauruck-Verfahren abarbeiten müssen.“
Kassenarztchef dämpft Hoffnung auf Corona-Schnelltests Gassen: Ansteckungsrisiko bei Massenveranstaltungen nicht auszuschließen – „Kein Allheilmittel“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft. „Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel. Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction“, sagte der Kassenarztchef der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. „Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen“, warnte Gassen. Die Antigen-Schnelltests sollen laut Bundesgesundheitsministerium ab Mitte Oktober in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen, um Personal, Besucher und Patienten regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Bei diesen Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber als schneller und günstiger.

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– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

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Rechtsextremismus
Rechtsextreme Polizeichats: Vorgesetzte sollen Gewaltattacke auf gefesselten Deutsch-Albaner vertuscht haben

Köln – Der Skandal um die rechtsextremen Chatrunden bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr weitet sich aus: Wie der Kölner Stadt-Anzeiger aus Polizeikreisen erfuhr, soll der gewaltsame Übergriff eines der beschuldigten Chat-Beamten gegen einen gefesselten Delinquenten mit albanischen Wurzeln durch Vorgesetzte vertuscht worden sein. So hatte die 23-jährige Polizeikommissarin Nadja S. (Name geändert) nach dem Einsatz auf der Wache ihrem Dienstgruppenleiter (DGL) geschildert, wie der Kollege aus dem rechtsextremen „Alphateam“-WhatsApp-Zirkel gleich mehrfach auf den wehrlosen Delinquenten eingeschlagen habe. Der DGL soll versprochen haben, mit dem Vorgesetzten des mutmaßlichen Schlägers zu sprechen. Dann aber geschah nichts weiter. Vielmehr sollen Mitglieder der „Alphateam“-Gruppe, die über fünf Jahre hinweg 126 Nazi-Dateien und fremdenfeindliches Material gepostet hatten, die junge Beamtin gemobbt haben. Und zwar solange, bis Nadja S. freiwillig in die Einsatzhundertschaft wechselte. Thomas Weise, Sprecher der Essener Polizei sagte: „Der Behördenleitung ist der Vorgang erst am Donnerstag durch die Kollegin zur Kenntnis gelangt.“ Alles Weitere liege nun bei den Ermittlern in Bochum, die den Chatskandal aufklären sollen. Die disziplinarrechtlichen Verfahren leitet das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW. Zum Hintergrund: Der Skandal um die rechtsextremen Chats bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass man gegen einen Polizisten wegen Strafvereitelung und Körperverletzung im Amt ermittele. Der Beamte gehörte auch zum rechtsextremen Kernchat „Alphateam“. Demnach soll der 39-jährige Beamte bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt einen bereits gefesselten Mann mit Migrationshintergrund geschlagen haben. Bei dem mutmaßlichen Opfer soll es sich um einen Deutsch-Albaner handeln. Dieser hatte in seiner Vernehmung berichtet, dass er im wehrlosen Zustand geschlagen worden sei. Der beschuldigte Polizist hatte die Vorwürfe bestritten und von einem erlaubten Blendschlag gesprochen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Zunächst hatte ihn seine Kollegin gedeckt. Erst im Prozess gegen den Ruhestörer musste sie ihre Aussage revidieren, da eine weitere Beamtin von mehreren Schlägen berichtete, als der Delinquent bereits gefesselt war. Der Angeklagte wurde daraufhin freigesprochen. „Das Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten ist wieder aufgenommen worden“, erläuterte Staatsanwältin König. Der Beschuldigte gehörte dem Chat „Alphateam“ an. Der 15-köpfige Zirkel gilt als Kern-Truppe, in dem das Gros der Hakenkreuz- oder Hitler-Bilder per WhatsApp kursierten. Allein in diesem Forum wurden seit Ende Juli 2015 bis Mai 2020 insgesamt 126 strafrechtlich relevante Inhalte verbreitet. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiter erfuhr, verhöhnte ein Chatteilnehmer mit einem üblen Post die Protestwelle gegen Polizeigewalt in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd:
„Die besten Polizeischarfschützen haben die Amerikaner, die treffen immer voll die Schwarzen.“
Zudem soll ein Mitarbeiter der Polizeiabteilung des Innenministeriums via Facebook Kontakte zur Bruderschaft Deutschland unterhalten haben. Die Neo-Nazi-Gruppe agitiert derzeit auch gerne auf Corona-Kundgebungen. Die Mitglieder, die in einheitlichen schwarzen T-Shirts mit einer geballten Faust in der Mitte marschieren, gerieren sich vor allem im Raum Düsseldorf als Bürgerwehr.

Wirtschafts-News
Türkei: Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten steigt

Istanbul –  Die türkischen Exporteure erhöhen weiterhin den Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten dank der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) des Landes sowie der staatlichen Unterstützung. Der Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten der Türkei erreichte in den ersten acht Monaten des Jahres 2020 3,4 Prozent, gegenüber 3,2 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben des türkischen Statistikamtes (TurkStat) lag die Rate im August ebenfalls bei 3,2 Prozent gegenüber 3 Prozent im August 2019. Die Türkei gibt Unternehmen, die aktiv High-Tech-Produkte herstellen und ihre Importe reduzieren, Anreize und Unterstützung, einschließlich Steuer- und Prämienrabatte, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu (AA). Zu den Produkten gehören Flugzeuge, Herzschrittmacher, Medikamente, Flugzeugteile, medizinische Geräte, optische Geräte, Armbanduhren und elektronische Schaltkreise, so Ismail Gülle, Vorsitzender der Türkischen Exportversammlung (TIM) in einem Gespräch mit AA. „Die Gesamtexporte unserer Produkte mit hoher Wertschöpfung im Wert von mehr als 10 USD pro Kilogramm stiegen im September, die Exporte dieser Produkte beliefen sich im September 2019 auf 3,64 Milliarden USD und erreichten im letzten Monat 4,09 Milliarden USD mit einer Steigerung von 12 Prozent“, sagte Gülle. Er hob hervor, dass die Sektoren mit den Exporten mit der höchsten Wertschöpfung Schmuck, die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie, Konfektionsbekleidung und Bekleidung, Leder und Lederprodukte, Tabak und die Automobilbranche seien. Insbesondere die positive Exportleistung der Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtindustrie leisteten einen großen Beitrag zum Export der türkischen Hochtechnologieprodukte, stellte Gülle fest. Steigende Nachfrage nach türkischen Waren Ersin Şahin, Generaldirektor des türkischen Dieselmotorenherstellers Erin Motor, sagte: „Wir stehen am Anfang des Weges (in Bezug auf den Export von Hochtechnologie, Anm. d. Red.). Es werde Geduld erfordern, denn die Produktion von Hochtechnologie erfordere viele Jahre an F&E-Aktivitäten, sagte er gegenüber AA. Er betonte, der größte Nachteil der Hochtechnologie-Produktion in der Türkei sei der Mangel an qualifiziertem Personal – die Unternehmen müssten Mitarbeiter ausbilden, was Zeit und Geld erfordere. „Unser Hauptprodukt ist der Dieselmotor, der hauptsächlich in Generatoren verwendet wird. Wir erhalten mehr Anfragen von Ländern mit Infrastrukturproblemen; die afrikanischen Länder südlich der Sahara stehen dabei an der Spitze“, sagte er. „Während wir in der Qualität mit Europa konkurrieren, konkurrieren wir auch im Preis mit Asien“, sagte er. Er betonte zudem, dass „die Unterstützung, die wir von Organisationen wie dem Foreign Economic Relations Board (DEIK) und TIM erhalten, eine wichtige Rolle beim Eintritt in Märkte spielt, wie zum Beispiel Afrika“.

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-Gaming – Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Embargo gegen Türkei
Bericht: Saudi-Arabien verbietet „alle Importe türkischer Waren“

Istanbul – Ein informelles saudi-arabisches Verbot für türkische Produkte hat die internationale Modeszene getroffen. Die Financial Times (FT) berichtete am Montag, dass die spanische Modemarke Mango aufgrund eines inoffiziellen Embargos der saudischen Behörden ihre türkischen Lieferanten überdenken würde. Ein Angestellter des Bekleidungsgiganten teilte türkischen Lieferanten in einer E-Mail mit, Riad habe „alle Importe für in der Türkei hergestellte Produkte verboten“, berichtet FT. Das spanische Unternehmen Mango, das zu einer Reihe von europäischen und US-amerikanischen Modehändlern mit Produktionsstätten in der Türkei gehört, erklärte in einer Erklärung, dass sie „im Zuge der Verlangsamung der Zollverfahren für Produkte türkischer Herkunft in Saudi-Arabien“ Alternativen prüften. Mustafa Gultepe, Chef des Istanbuler Verbandes der Bekleidungsexporteure (IHKIB), sagte gegenüber der FT, dass alle Modeunternehmen, die in der Türkei produzieren und in den Golfstaat exportieren, betroffen seien. „Wir sprechen von allen globalen Marken, die Geschäfte in Saudi-Arabien haben, in der Türkei produzieren und dort verkaufen“, sagte er der FT.  Türkische Exporteure haben sich darüber beschwert, dass ihre Produkte im vergangenen Monat beim saudischen Zoll lange Verzögerungen und Einschränkungen erlitten haben. Die Probleme wurden von den Unternehmen als Versuch von Riad und seinem engen Verbündeten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, angesehen, Ankara für seine ihrer Meinung nach destabilisierenden Interventionen in der arabischen Welt zu bestrafen. Der Handelsstreit markiert eine bedeutende Eskalation des Streits zwischen den regionalen Rivalen. „Alles, was in der Türkei hergestellt wird oder durch die Türkei kommt, ist … in Saudi-Arabien nicht erlaubt“, so eine namentlich nicht genannte Person gegenüber FT. Die saudische Regierung erklärte, sie habe „keine Beschränkungen für türkische Waren erlassen“ und fügte hinzu, dass der Handel zwischen den beiden Ländern „keinen merklichen Rückgang erlebt“ habe, abgesehen von „den allgemeinen Auswirkungen der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie“, berichtet FT weiter. Mango, die fast 50 Geschäfte in Saudi-Arabien betreiben, hat die Auswirkungen der Beschränkungen heruntergespielt. Der Marke zufolge stellt dies kein großes Problem dar, da die Produktion diversifiziert und flexibel ist und sie zuversichtlich seien, unter normalen Umständen in Saudi-Arabien weiterarbeiten zu können. Schwedens H&M teilte mit, dass es noch zu früh sei, um sich zu den jüngst mitgeteilten Handelsbeschränkungen und ihrer Bedeutung für das Unternehmen zu äußern. Die britische Marks and Spencer und die spanische Inditex, die ebenfalls einige ihrer Produkte aus der Türkei beziehen und Geschäfte in Saudi-Arabien haben, lehnten eine Stellungnahme ab, berichtet das Modeportal Fashionating World. Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und der Türkei haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Als Saudi-Arabien und seine Verbündeten 2017 eine Wirtschaftsblockade gegen Katar verhängten, brachte die Türkei ihre Unterstützung für Doha zum Ausdruck und verstärkte ihre Handels- und Militärbeziehungen mit diesem Land. Der schreckliche Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Oktober 2018 hat die Beziehungen weiter belastet.

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– Wirtschaft – Türkei und Katar wollen enge Wirtschaftsbeziehungen weiter stärken

Der bilaterale Handel zwischen Katar und der Türkei wird trotz COVID-19 weiter expandieren, sagte ein offizieller Vertreter am Mittwoch auf einem Webinar des Finanzzentrums von Katar (QFC).

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Luftfahrt-News
Belgrad: Zwei Airbus A319 an Air Serbia ausgeliefert

Belgrad – Zwei Airbus A319-Flugzeuge, die früher von Adria Airways betrieben wurden, sind an die größte serbische Fluggesellschaft Air Serbia ausgeliefert worden. Die Jets, die am Freitag aus Toulouse ankamen, waren für eine Auslieferung im März vorgesehen, die jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Tanjug. Beide wurden 2010 hergestellt und befinden sich im Besitz von Carlisle Aviation Partners. Sie wurden vor zehn Jahren an Adria Airways ausgeliefert und von dem Unternehmen bis zu seinem Konkurs im September 2019 betrieben, berichtet das Ex-Yu Aviation-Portal. Air Serbia hat im vergangenen Jahr eine neunte A319 zu ihrer Flotte hinzugefügt. Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie gab die Fluggesellschaft nach Ablauf ihres Leasingvertrags einen Airbus A320 und eine ATR72 an ihre jeweiligen Besitzer zurück. Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Abu Dhabi, hält einen Anteil von 49 Prozent an Air Serbia, während die serbische Regierung den Rest kontrolliert. Verkehrsministerin Zorana Mihajlović hatte jedoch Anfang Mai angekündigt, die Anteile von der Golfairline zurückkaufen zu wollen und Air Serbia damit ganz zu verstaatlichen.

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– Serbien – Französisches Unternehmen übernimmt Belgrader Flughafen für 25 Jahre

Das französische Unternehmen Vinci Airport hat laut serbischen Medienberichten die 25-jährige Konzession für den Belgrader Flughafen erhalten.

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SOEK
Bergkarabach-Konflikt: Programmbeschwerde gegen ZDF

Soest – Wegen eines „fehlerhaften und tendenziösen Videos“ über den Berg-Karabach-Territorialkonflikt hat ein Forschungszentrum eine Programmbeschwerde beim ZDF eingereicht. Darin werde unter anderem eine „faktische Falschaussage“ getätigt. Wie TRT Deutsch berichtet, hat das Forschungszentrum Südosteuropa und Kaukasus (SOEK) bei der Redaktion des ZDF-Kindernachrichtenprogramms „logo!“ eine Programmbeschwerde wegen einem Videobeitrag zum Berg-Karabach-Konflikt“ eingelegt. Der Beitrag sei „fehlerhaft und tendenziös“. Das Forschungszentrum veröffentlichte dazu am Sonntag eine Stellungnahme und fordert eine Richtigstellung, berichtet TRT Deutsch weiter. „Ich finde Ihre Arbeit seit meiner Jugend sehr spannend, Nachrichten kindgerecht zu präsentieren. Über das Video zum aktuellen Konflikt war ich allerdings schockiert“, zitiert TRT Deutsch den Mitbegründer und Politikwissenschaftler Dr. Johannes Christian Henrich, der auf Facebook eine Stellungnahme veröffentlichte. Henrich:
Aus welchem Grund sind Sie als Sender oder Redaktion hier so einseitig und die Völkerrechtslage ignorierend? Ich hoffe nicht, dass im ZDF ein anti-islamischer Rassismus Einzug hält. Warum ich so erbost bin? Bei 0:30 werden Armenier mit neutralen bis freundlichen Gesichtern gezeigt, die Aserbaidschaner allerdings bei 1:02 als unsympathisch und aggressiv. Bei 0:50 bringen Sie sogar eine faktische Falschaussage („die Armenier schafften es die Soldaten aus Aserbaidschan abzuwehren“). Armenische und russische Streitkräfte sind 1992 in aserbaidschanisches Terretorium eingedrungen und haben die Region brutal an sich gerissen. Zudem wurden noch die umliegenden Bezirke Kəlbəcər, Ağdam, Füzuli, Cəbrayıl, Qubadlı und Zəngilan besetzt und eine Millionen aserbaidschanische Zivilisten vertrieben. Selbst die Vereinten Nationen haben Armenien 1993 vier mal verurteilt und aufgefordert die völkerrechtswidrige Besetzung aufzugeben (UN SR Resolution Nr. 822, 853, 874, 884). Steht Ihre Redaktion über der Rechtsauffassung der UNO? Zum Hintergrund empfehle ich Ihnen das Buch des anerkannten deutschen Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Rüdiger Kipke (Uni Siegen) „Das armenisch-aserbaidschanische Verhältnis und der Konflikt um Berg-Karabach“ erschienen 2012 im renommierten Verlag Springer VS. Ich war seinerzeit wissenschafticher Mitarbeiter in dem Forschungsprojekt. Ich hoffe auf eine Erklärung für die Verbeitung von Unwahrheiten und eine Richtigstellung. Zusätzlich werde ich mich auch an den ZDF-Fernsehrat, Programm Beschwerde und die Medienanstalt NRW wenden.
Auf Anfrage von TRT Deutsch erklärte Henrich, dass die „logo!“-Redaktion den Fall nach eigenen Angaben prüfe. Außerdem liege die Beschwerde beim ZDF-Intendanten vor – eine Reaktion sei hier aber bislang ausgeblieben. Wie TRT Deutsch weiter berichtet, geriet die Kindernachrichtensendung „logo!“ wegen ihrer Berichterstattung bereits in der Vergangenheit in die Kritik. Ein Erklärvideo zu den Pariser Anschlägen von 2015 sei deshalb entfernt worden.

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– Bergkarabach-Konflikt – Medien: Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren „einseitige Berichterstattung“

Seit dem 27.9. 2020 tobt im Südkaukasus erneut ein Krieg. Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach gilt seit dem Waffenstillstand von 1994 als ungelöst. Im Zuge dieses Konfliktes kam es zu einer humanitäre Katastrophe, bei der in beiden südkaukasischen Ländern ein großer Flüchtlingsstrom entstand.

Medien: Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren „einseitige Berichterstattung“
   

Corona-Krise
CDU: Niederländer sollen zur Weihnachtszeit nicht nach NRW kommen

Düsseldorf – Wegen der Corona-Pandemie bittet die CDU in Nordrhein-Westfalen die Niederländer, in diesem Jahr in der Weihnachtszeit nicht in die nordrhein-westfälischen Großstädte zu fahren. „Wir heißen unsere Nachbarn sonst immer gern in NRW willkommen – aber in diesem Jahr muss unser Appell in die Niederlande lauten: Bitte bleibt daheim“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Preuß, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Präventive Warnungen, wie die Niederländer es ja auch vor dem Tag der Deutschen Einheit gehandhabt hätten, seien sinnvoll. „Städte wie Köln und Düsseldorf haben zudem Handhabe etwa über die Begrenzung von Reisebus-Anmeldungen“, betonte Preuß. Die SPD regt zum Entzerren der Menschenmassen in den vorweihnachtlichen Innenstädten eine digitale Lösung an. „Eine Digitale Verkehrslenkung mit Warnhinweisen und App-gesteuerte Zugangskontrollen für Kaufhäuser und Innenstädte können eine solche technische Lösung sein“, sagte Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, der „Rheinischen Post“.

Gesundheit
Neue Tinnitus-Therapie: Wirksamkeit bei mehr als 80 Prozent der Betroffenen

Veröffentlichung in „Science Translational Medicine“ Eine neuartige Therapie hat die Beschwerden von mehr als 86 Prozent von 326 Tinnitus-Patienten nach nur zwölf Wochen gelindert. Bei mehr als 80 Prozent der Probanden hat die statistisch und klinisch relevante Besserung ein Jahr nach der Behandlung angehalten. Dies zeigt eine Studie, die jetzt unter dem Titel „Bimodal neuromodulation combining sound and tongue stimulation reduces tinnitus symptoms in a large randomized clinical study“ in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ erschienen ist. Die klinische Studie dauerte von 2016 bis 2019. Sie ist die größte und am längsten nachverfolgte klinische Studie, die jemals zu Tinnitus veröffentlicht wurde. Durchgeführt wurde sie in der Wellcome Trust-HRB Clinical Research Facility, St. James’s Hospital, Dublin (Irland) und im Tinnituszentrum der Universität Regensburg. An beiden Standorten zeigten sich übereinstimmende therapeutische Ergebnisse. Es traten im Verlauf der Studie keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SAE) auf. Die untersuchte Therapie basiert auf dem Ansatz der bimodalen Neuromodulation. Dabei kommt das nicht-invasive Stimulationsgerät der Firma Neuromod zum Einsatz, welches gleichzeitig das Gehör auf akustische und die Zunge auf elektrische Weise stimuliert: Kabellose Kopfhörer senden Sequenzen von mit Breitbandrauschen überlagerten Tönen an beide Ohren. Gleichzeitig gibt ein weiteres Gerät sanfte elektrische Impulse über 32 Elektroden an die Zungenspitze ab. Zeittakt, Intensität und Abgabe der Reize werden über ein kleines Steuergerät im Handyformat geregelt. Vor der ersten Behandlung wird das Gerät jeweils für das Hörprofil des Benutzers konfiguriert und die Zungenstimulierung an die Empfindlichkeit des Patienten angepasst. Die gleichzeitige Stimulation des Gehörs und der Zunge aktiviert die Neuroplastizität des Gehirns. Erfolgt dies regelmäßig über einen längeren Zeitraum, gehen die Wahrnehmung des Tinnitus‘ und die damit verbundene Beeinträchtigung des Patienten zurück. Für die Studie wurden die Teilnehmer angewiesen, das Gerät selbstständig zwölf Wochen lang täglich 60 Minuten zu benutzen. 83,7 Prozent der 326 Probanden benutzten das Gerät über den zwölfwöchigen Behandlungszeitraum hinweg auf der Therapie-Treuestufe von mindestens 36 Stunden. 77,8 Prozent der Teilnehmer sagten, sie würden die Therapie anderen Menschen mit Tinnitus weiterempfehlen. Bei 80,1 Prozent der therapietreuen Teilnehmer zeigte sich bei einer Nachuntersuchung nach 12 Monaten eine anhaltende Linderung der Tinnitussymptome. Die Studienteilnehmer wurden nach einer vorgegebenen Liste von Einschluss- bzw. Ausschlusskriterien ausgewählt. Dies sollte sicherstellen, dass die Studie eine breite Palette der Tinnituspopulation erfasst. Weitere Informationen über die Kriterien finden sich unter https://www.clinicaltrials.gov/ , ID-Nummer NCT02669069. Hersteller des Therapiegeräts ist der irische Medizingeräteanbieter „Neuromod Devices Limited“ (Neuromod). Es ist unter dem Markennamen Lenire® bei qualifizierten Partnerbetrieben von Neuromod erhältlich. Weitere Einzelheiten zu Lenire®, einschließlich einer Liste von Fachhändlern, nennt die Website www.lenire.com. Tinnitus ist eine häufige Hörfunktionsstörung, für die bisher kein Behandlungsstandard existiert. Etwa 10 bis 15 Prozent der Weltbevölkerung leiden darunter. Mindestens für einen von 100 Menschen bedeutet das unaufhörliche Geräusch, das häufig als Brumm- oder Pfeifton in den Ohren beschrieben wird, eine schwere Beeinträchtigung der Lebensqualität.