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— Amnesty International (@amnesty) January 16, 2021
Guantanamo Bay
Russland fordert von Biden Schließung Guantanamos
Türkisch-französische Wiederannäherung
„Sehr geehrter Tayyip“: Macron schreibt Brief an Erdogan
Çavuşoğlu habe ein sehr konstruktives Telefongespräch mit dem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian gehabt. Ankara sei bereit, die Beziehungen zu seinem NATO-Verbündeten zu verbessern, wenn Paris die gleiche Bereitschaft zeige.
„Wir waren uns einig, dass wir an einem Fahrplan zur Normalisierung der Beziehungen arbeiten sollten“, betonte der türkische Außenminister. Wiederannäherung kommt überraschend Die Türkei und Frankreich haben seit Monaten Meinungsverschiedenheiten über Konflikte in Syrien, Libyen, dem östlichen Mittelmeer und Berg-Karabach in Aserbaidschan, sowie über die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in Frankreich. Der plötzliche Wunsch für eine Verbesserung der Beziehungen kommt überraschend, wenn man die persönlichen Angriffe bedenkt, die sich beide Präsidenten im letzten Jahr gegenseitig vorwarfen. Erdogan sagte erst letzten Monat, dass Frankreich Macron sofort loswerden müsse. Er schlug zweimal vor, der französische Präsident müsse sich einer psychologischen Untersuchung unterziehen, weil er Frankreich in regionale Konflikte verwickle, in denen es nichts zu suchen habe. Und Macron forderte immer wieder Sanktionen gegen die Aktionen der Türkei in Libyen und im östlichen Mittelmeer, wo türkische Schiffe im vergangenen Jahr seismische Untersuchungen in umstrittenen Gewässern durchführten.Zum Thema
– Lissabon – Türkei wünscht Normalisierung der Beziehungen mit Frankreich
Um die Beziehungen zu normalisieren, arbeiteten Frankreich und die Türkei an einer Roadmap, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu Reportern nach einem Treffen mit dem portugiesischen Außenminister Augusto Santos Silva in Lissabon am Donnerstag. Die bisherigen Gespräche liefen gut.
Türkei wünscht Normalisierung der Beziehungen mit Frankreich
Türkei-Reise
Bundesaußenminister Maas reist zu Gesprächen nach Ankara
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– Erdgassstreit – Türkei und Griechenland kündigen Gespräche an
Es könnte ein Fortschritt im Konflikt um Erdgas im Mittelmeer sein: Die Türkei und Griechenland wollen Sondierungsgespräche aufnehmen.
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Corona-Krise
Unionsfraktionschef Brinkhaus zu Corona-Maßnahmen: Jetzt lieber einmal richtig
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– Corona-Krise – Impfstoff-Entwickler Moderna: Die Welt wird für immer mit Corona leben müssen
Der CEO des Covid-19-Impfstoffherstellers Moderna warnte am Mittwoch, dass das Coronavirus, der die Weltwirtschaft zum Stillstand gebracht und Krankenhäuser überlastet hat, „für immer“ da sein wird.
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Börse
Daytrading: Warum boomt diese Art des Online Tradings?
Unter Trading an sich versteht man den Handel mit Waren, Devisen, Fremdwährungen oder ähnlichem. All das passiert an der Börse. Allerdings haben sich die Zeiten etwas gewandelt, sodass man nicht mehr vor Ort sein muss, sondern seine Geschäfte selbst gemütlich von zu Hause aus erledigen kann. Alles, was man dazu benötigt ist ein funktionierender und möglichst zuverlässiger Computer und eine stabile Internetverbindung.
Wer sich etwas intensiver mit dem Handel an der Börse auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass es verschiedene Arten des Tradings gibt. Diese unterscheiden sich häufig in den Werten auf die spekuliert wird, oder in den Zeiträumen auf die man sich dabei konzentriert. Wir richten den Fokus hier auf das Daytrading, welche in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen hat.
Herkömmliches Daytrading vs. CFD Daytrading:
Wie der Name (zu Deutsch „Tageshandel“) erahnen lässt, tradet man innerhalb eines Tages bzw. legt man sehr viel Wert darauf, dass man am Ende des Tages, nämlich vor Börsenschluss, seine offenen Positionen geschlossen hat. Das liegt an der Art und Weise bzw. der Strategie des Daytradings selbst. Man nutzt hierbei kleine Kursschwankungen aus, um Gewinn zu erzielen. Die Summe aus vielen kleinen Trades soll schlussendlich den Profit ausmachen. Dazu benötigt man allerdings im Falle des herkömmlichen Daytradings entweder sehr viel Kapital, oder im Falle des Daytradings mit CFDs einen zuverlässigen CFD Broker mit großen Hebeln.
Bei der ersten Variante investiert man große Summen in diverse Werte und versucht aus kleinen Kursschwankungen Gewinn zu schlagen.
Das Daytrading mit CFDs funktioniert zwar genauso, allerdings werden hier sogenannte Hebel, oder Multiplikatoren eingesetzt. Diese haben den Vorteil, dass man ohne im Besitz viel Kapital oder Rücklagen zu sein, auf Kurse spekulieren kann, da die besagten Hebel den eigentlich eingesetzten Betrag vervielfachen und man auf diese Weise so agieren kann, als ob man sehr viel mehr Kapital zur Verfügung hat. Dadurch ist es auch mit wenig Eigenkapital möglich Daytrading zu betreiben, weil schon kleine Kursbewegungen profitabel sind. Allerdings hat es den Nachteil, dass negative Kursschwankungen ebenfalls vervielfacht werden.
Seit August 2017 ist das einstige Schreckgespenst des CFD Handels, die berüchtigte Nachschusspflicht, auch in Deutschland Gesichte. Das bedeutet, dass man nun für keine Verluste über sein Tradingguthaben hinaus mehr zur Kasse gebeten werden darf, so wie das bis zum Verbot der Nachschusspflicht durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) Usus war.
Besonders beim Daytrading mit CFDs ist es üblich, dass man seine Positionen vor Börsenschluss manuell schließt, da das Risiko von gravierenden Kursschwankungen bei hohen Einsätzen bzw. bei großen Hebeln fatal sein kann. Man wird, wenn man so will, vor unvollendete Tatsachen gestellt, wenn man seine Trades nicht vor Börsenschluss beendet hat und am nächsten Morgen zu Börsenbeginn seine Übersicht der Trades analysiert und der Kurs plötzlich weit unter dem Wert vom Vortag liegt.
Es gibt verschiedene Strategien nach welchen Mustern und Schemata man beim Daytrading vorgehen kann oder soll. Einige theoretische Modelle sind das Scalping, Trend-Trading oder Swing-Trading, die allesamt auf der Chart-Analyse, das Mittel der Wahl im Daytrading, basieren.
Gefahren und deren Vermeidung im Trading
Ein wichtiger Tipp für alle Neueinsteiger, der einen großen Unterschied bedeuten kann, lautet: Spekulieren Sie nur mit „Risikokapital“. Das ist Geld, dessen Verlust man ohne Einschränkungen verkraften kann. Viele erfahrene Trader raten überhaupt dazu, dass man jegliches eingesetzte Geld im Trading von Vornherein als verloren ansehen solle, damit man nie mehr riskiert als man sich eigentlich leisten kann.
Emotionale Kurzschlussreaktionen können häufig folgenschwere Ergebnisse bedeuten. Bleiben Sie konzentriert und fokussiert. Setzen Sie sich klare Ziele und halten Sie sich an diese. Nur dann kann man in der Welt des Tradings längerfristigen Erfolg haben. Die richtige Strategie auszuwählen ist von großer Bedeutung. Informieren Sie sich, welche zu Ihren Möglichkeiten am besten passt und nehmen Sie sich am Anfang unbedingt Zeit dazu, die Gepflogenheiten an der Börse zu verstehen und zu verinnerlichen. Das macht häufig den Unterschied von Erfolg und Misserfolg aus.
Besonders Anfängern sei geraten möglichst lange in einem Trading Demokonto zu üben, bis man tatsächlich echtes Geld riskiert. Heutzutage stellt fast jeder Online Broker ein Demokonto zur Verfügung mit welchem man unter praktischen realen Bedingungen den Handel mit Börsenkurse üben kann. Schafft man es im Broker Demokonto nicht dauerhaft in der Gewinnzone zu bleiben, dann wird man es beim Handel mit echtem Geld erst recht nicht bewerkstelligen können, da hier auch noch Emotionen, wie Angst und Gier, ins Spiel kommen, die gemeinhin als größte Feinde des Traders gelten.
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– Wirtschaft – Reichster Mensch der Welt: Teslas Elon Musk überholt Amazons Jeff Bezos
Wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg am Donnerstag berichtet, löste Tesla-Gründer Elon Musk Amazon-Chef Jeff Bezos als reichster Mensch der Welt ab.
Das Aktien Demokonto: Ideal für interessierte Anleger
USA
Trump verleiht Marokkos König Mohammed Orden
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– „Kulturelle Zusammenarbeit“ – UNESCO: Couscous wird Weltkulturerbe
Die UNESCO hat das traditionsreiche nordafrikanische Gericht Couscous zum Weltkulturerbe ernannt.
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S-400-System
Erdogan: Türkei wird bei Rüstungsindustrie keine Vorschriften akzeptieren
Washington lehnte die Übernahme des russischen Fliegerabwehrsystems durch die Türkei entschieden ab und suspendierte die Türkei von ihrem Hi-Tech-Kampfjetprogramm F-35, da die S-400 eine Bedrohung für die Stealth-Kampfjets darstelle. Die US-Regierung hatte Ankara auch davor gewarnt, dass es US-Sanktionen nach dem Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act riskiert, wenn das S-400-System aktiviert wird.
Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen. Ausschluss aus dem F-35-ProgrammNachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte und Washington sich weigerte Ankara das US-Patriot-System zu verkaufen, gab die Türkei 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner im Juli aus dem gemeinsamen F-35-Entwicklungsprogramm ausgeschlossen.
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– S-400-System – Russland: Die Türkei wird bedroht und unter Druck gesetzt
Dmitri Schugajew, der Leiter des russischen Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit, erklärte, dass Länder, die russische Waffen kaufen, unter Druck gesetzt, und mit „fast banditenhaften Drohungen traktiert“ würden.
Russland: Die Türkei wird bedroht und unter Druck gesetzt
Berlin
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) drängt auf Zusammenhalt in der Union
Meinung
Kommentar: Wachsender Einfluss der Türkei missfällt Washington und Europa
Ambivalentes Verhältnis zwischen Ankara und Washington
Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge
Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA waren in den letzten Jahren wegen der Anschaffung des russischen Raketenabwehrsystems S-400 angespannt. Nach US-Angaben gefährdet das Raketenabwehrsystem das Mehrzweckkampfflugzeugs F-35, da das russische System über ein empfindliches Radar verfüge, die Daten über die F-35 abrufen könne.
Bulgarien, Griechenland und die Slowakei, ebenfalls NATO-Mitglieder, sind im Besitz des russischen S-300 Raketenabwehrsystems, einem Vorgängermodell der S-400. Die Frage, die sich stellt, wäre, warum die USA bei der Türkei Sicherheitsbedenken äußern und bei den genannten drei NATO-Mitgliedsstaaten diese Bedenken nicht gelten sollen? Die türkische Regierung hatte die Sicherheitsbedenken der Vereinigten Staaten stets zurückgewiesen, da es die Sicherheit der NATO nicht gefährde, sondern der Selbstverteidigung diene.
Um die Frage nach dem Gründen der US-Politik bezüglich des russischen Flugabwehrsystems gegenüber der Türkei zu beantworten, ist eine chronologische Beschreibung einiger Ereignisse zwischen der Türkei und den USA erforderlich, die die Beziehungen beider Länder belastet haben.
Chronologische Beschreibung einiger Ereignisse der letzten 60 Jahre
- Im Dezember 1963 kommt es in Zypern zu gewaltsamen Angriffen auf die zyperntürkische Volksgruppe, in dessen Verlauf zyperngriechische Paramilitärs Massaker an der türkischen Zivilbevölkerung verüben. Die Türkei als Garantiemacht erwägt daraufhin eine Militärintervention, die jedoch durch einen Brief von US-Präsident Johnson an Präsident Inönü unterbunden wird.
- Am 20. Juli 1974 interveniert die türkische Armee auf Zypern, um die türkische Volksgruppe auf der Insel vor zyperngriechischen Extremisten zu schützen, die das Eiland an Griechenland (Enosis) anschließen wollten. Die Türkei beruft sich bei ihrer Aktion auf den Garantievertrag von 1959. Trotz dieses juristischen Sachverhalts verhängten die Vereinigten Staaten gegen das NATO-Mitglied Türkei ein Waffenembargo. Als Reaktion beschloss die damalige türkische Regierung die Schließung sämtlicher US-Stützpunkte im Land.
- Mehrere NATO-Staaten führen am 1. Oktober 1992 im ägäischen Meer (Adalar Denizi) ein Seemanöver durch, bei dem der türkische Zerstörer TCG Muavenet durch zwei Sea-Sparrow Luftabwehrraketen (NSSM), die vom US-Flugzeugträger USS Saratoga abgefeuert wurden, getroffen. Bei diesem Angriff kommen der Kommandant und vier weitere Soldaten des türkischen Kriegsschiffes ums Leben und 22 weitere Marinesoldaten werden verletzt.
- Die US-Regierung unter Präsident Bush hatte sich wegen des Angriffs damals bei der türkischen Regierung zwar entschuldigt und von einem „Versehen“ gesprochen, aber ein besonderes Merkmal dieser Rakete besteht darin, dass sie zwei parallel arbeitende CW-Feuerleitradare besitzt. Das erste Radar der Sparrow dient zur Beleuchtung des Ziels, um einen präzisen Zielanflug zu gewährleisten und das zweite zur Herausfilterung der Clutter, die an der Meeresoberfläche entstehen. Damit ist ein „Versehen“, wie die US-Regierung und die US-Navy behauptet hatte, ausgeschlossen.
- In der nordirakischen Stadt Sulaimaniya (Süleymaniye) wurde am 4. Juli 2003 das türkische Hauptquartier einer Spezialeinheit von US-Soldaten umstellt. Unter dem Vorwand einer Attentatsvorbereitung auf den Gouverneur von Sulaimaniya werden die türkischen Spezialkräfte überwältigt, gefesselt, ihnen Säcke über dem Kopf gestülpt und zum „Verhör“ nach Bagdad gebracht. Dieser demütigende und skandalöse Vorfall sorgt in der Türkei für große Empörung und ist bis heute nicht vergessen. Die Soldaten werden nach 60 Stunden wieder freigelassen. Politische Beobachter halten die Gefangennahme als Rache der Vereinigten Staaten für die gescheiterte Abstimmung im türkischen Parlament (1. März 2003) zur Stationierung von US-Soldaten in der Türkei im Vorfeld des zweiten Irak-Krieges.
- Ein Teil der türkischen Armee versucht am 15. Juli 2016 mit Waffengewalt die gewählte Regierung von Präsident Erdoğan zu stürzen. Der Putschversuch misslingt, da die türkische Bevölkerung tapfer Widerstand gegen die Putschisten leistet. Die Verschwörer schießen wahllos auf die Zivilbevölkerung und bombardieren das türkische Parlament. Bei den Auseinandersetzungen kommen mehr als 250 Menschen ums Leben, über 2.000 werden verletzt. Die türkische Regierung beschuldigt Mitglieder des in den USA lebenden Chefs der Fetullahistischen Terrororganisation Gülen für den Putschversuch verantwortlich zu sein.
- Der damalige Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, General Joseph Votel, macht wenige Tage nach dem Putschversuch während des Aspen Security Forums in Colorado hierzu eine Anmerkung. Einige engste Verbündete des US-Militärs in der türkischen Armee seien nach dem Putschversuch im Gefängnis. Er sei besorgt und beunruhigt über die Situation in der Türkei. Mit „engsten Verbündeten“ bezieht sich Votel auf Mitglieder des Gülen-Netzwerks. Das türkische Justizministerium stellte beim US-Justizministerium mehrfach einen Antrag mit Beweismitteln zur Auslieferung des Beschuldigten Gülen an die Türkei, der von den Vereinigten Staaten abgelehnt wurde.
- Trotz mehrfacher Anfragen der türkischen Regierung zum Kauf von Flugabwehrraketen des Typs Patriot waren die USA nicht bereit, diese an die Türkei zu verkaufen. 2017 kündigte die Türkei daraufhin an, russische S-400 Flugabwehrraketen zu erwerben, die 2019 geliefert werden. Im Dezember letzten Jahres hatten die USA wegen der Anschaffung des russischen S-400 Flugabwehrsystems CAATSA-Strafmaßnahmen gegen den NATO-Partner Türkei angekündigt. Diese Maßnahmen waren ursprünglich gegen Staaten wie Russland, Iran oder Nordkorea verabschiedet worden, um bestehende Strafmaßnahmen noch einmal zu verschärfen. Die Sanktionsankündigung gegen einen Verbündeten ist ambivalent, weil die Türkei damit mit Staaten wie Iran oder Nordkorea auf eine Stufe gestellt wird.
Gegensätzliche Interessen führen zu Spannungen
Wie aus den Fallbeispielen deutlich geworden ist, kam es in den letzten 60 Jahren immer wieder zum Streit zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten. Dabei ging es um die grundsätzliche Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei in der Region, die sich mit den Interessen Washingtons überschneidet. Während des Kalten Krieges traten diese gegensätzlichen Interessen wegen des gemeinsamen Feindes des Warschauer Pakts nicht offen zutage.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der „Neuausrichtung des Nahen Ostens“ durch die USA erhöhten sich die Spannungen mit der Türkei, da Ankara seine Interessen in der Region gefährdet sah und Terrororganisationen wie die PKK von Washington und anderen westlichen Verbündeten massiv unterstützt wurden.
Der US-Plan einer Neuordnung des Nahen Ostens führt zum Zerwürfnis
Die US-Invasion des Irak mit Millionen toter Zivilisten, der Umsturz von Muammar al-Gaddafi in Libyen und des Zerfalls der staatlichen Ordnung. Der 2011 mit Unterstützung der USA begonnene Bürgerkrieg in Syrien und die umfangreichen Waffenlieferungen Washingtons an die PKK/YPG haben die Türkei zum Handeln gezwungen.
Die Anschaffung der russischen S-400 Flugabwehrraketen durch die Türkei sind nicht der eigentliche Grund für die Verabschiedung von Strafmaßnahmen seitens der US-Administration, sondern die entschlossene Politik der türkischen Regierung gegen Terrororganisationen wie die PKK oder Daesh/IS. Kurz nach dem Putschversuch von 2016 hatte die türkische Armee im August des gleichen Jahres grenzüberschreitende Operationen in Syrien durchgeführt, beidem türkische Kommando Spezialkräfte gegen Daesh/IS-Terroristen aufopferungsvoll gekämpft haben.
Westliche Arroganz und Doppelmoral gegenüber der Türkei
Nach dieser Intervention folgten weitere Militäroperationen der türkischen Armee gegen Stellungen der PKK/YPG in Syrien und auch im Irak. Westliche Regierungen, Parlamente und Medien hatten der türkischen Armee in Syrien eine „Invasion“ syrischen Territoriums vorgeworfen, die nicht vom Völkerrecht gedeckt sei, darunter auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages, aber die gleichen Institutionen spielen sprichwörtlich die drei Affen, wenn es um die völkerrechtswidrige Besetzung von cirka 30 Prozent syrischen Staatsgebiets in Nordostsyrien durch die US-Armee und der PKK/YPG geht.
PKK/YPG fördert illegal Erdöl in besetzten Gebieten Syriens
Die Terrororganisation fördert in diesen okkupierten Gebieten Syriens rechtswidrig Erdöl und verkauft dieses geklaute Öl über ein US-Erdölunternehmen auf dem Weltmarkt. Damit wäre der Tatbestand der Finanzierung einer Terrororganisation erfüllt. Die Vereinten Nationen wären hier gefordert, aber da die USA im UN-Sicherheitsrat sind, wird es nie zu Maßnahmen gegen Washington kommen.
Die Strategen im Pentagon hatten diesen Aspekt berücksichtigt und benannten die PKK in Syrien kurzfristig in „Demokratische Kräfte Syriens“ (SDF) um. Die ist selbstverständlich nicht in der Liste der Terrororganisationen. Man sollte einmal die Staaten, die die Türkei wegen ihren Militärinterventionen in Syrien kritisieren, fragen, was sie gegen eine Terrororganisation unternehmen würden, die an ihrer Grenze die Sicherheit ihres Staatsgebiets bedroht.
Deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen ohne UN-Mandat über Syrien
Deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen ohne UN-Mandat mehr als vier Jahre Aufklärungsflüge über Syrien, angeblich um die Terrormiliz IS in Syrien und im Irak zu bekämpfen. Weder die Grünen noch die Linken im Bundestag haben gegen diesen Völkerrechtsbruch etwas unternommen, denn über die Abstimmung im Bundestag berichteten nur wenige Medien in Deutschland. Die türkische Armee bekämpfte die Terrororganisation Daesh/IS ohne die Hilfe der „westlichen Verbündeten“ und hinterher beklagen sich diese, dass sie nicht gefragt wurden. Der scheidende US-Präsident Trump hatte 2016 erklärt, dass Daesh/IS von der „Obama Regierung gegründet“ wurde, um den Nahen Osten neu zu gestalten.
Wachsender Einfluss der Türkei missfällt Washington und europäischen Staaten
Der US-Regierung sind die grenzüberschreitenden Militäroperationen der türkischen Armee gegen die PKK/YPG ein Dorn im Auge, die sie trotz des Putschversuchs von 2016, nicht verhindern konnte.
Seit Jahrzehnten werden Terrororganisationen wie die PKK oder FETÖ von den USA und anderen europäischen Staaten massiv unterstützt. Darüber hinaus missfällt es den Vereinigten Staaten und anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich etc. die zunehmende Entwicklung von eigenen Waffensystemen der türkischen Rüstungsindustrie, da mit diesen Waffensystemen die Türkei auf diese Staaten nicht mehr angewiesen ist und kein Druckmittel gegen Ankara mehr existiert.
Neben der militärischen Stärke der türkischen Armee sind die USA mit dem wachsenden Einfluss der Türkei im Nahen Osten, im Kaukasus, in Afrika und auf dem Balkan unzufrieden. Die Türkei hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer einflussreichen regionalen Macht in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht entwickelt, und das ist der eigentliche Grund für die Politik der USA und anderer europäischer Staaten gegenüber der Türkei.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Hilfe bei der Evakuierung der seit 2016 in Libyen festgehaltenen ukrainischen Seeleute gedankt.
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