Dürre
Wasserknappheit: Türkei plant 150 unterirdische Dämme

Um gegen die Wasserknappheit vorzugehen, hat die türkische Regierung den Bau von 150 sogenannten unterirdischen Dämmen angekündigt. 

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Ankara – Um gegen die Wasserknappheit vorzugehen, hat die türkische Regierung den Bau von 150 sogenannten unterirdischen Dämmen angekündigt.

Die Regierung habe einen Aktionsplan entworfen, der voraussichtlich Anfang 2021 in Kraft treten wird. Der neue Aktionsplan zielt darauf ab, Maßnahmen zur Steigerung der effizienten Wassernutzung und zur Eindämmung des Rückgangs der Wasserressourcen in unterirdischen Dämmen einzuführen. Etwa 150 Dämme werden gemäß dem Plan gebaut, um das Verdampfen von unterirdischem Wasser zu verhindern. Die Dämme werden dort gebaut, wo Wassererhaltung notwendig ist, berichtet die englischsprachige Daily Sabah.

Unterirdischer Damm

Ein unterirdischer Damm ist eine Anlage, die Grundwasser in Erdschichten speichert und Grundwasser auf nachhaltige Weise nutzt. Diese Dämme haben viele Vorzüge, die Oberflächendämme nicht haben, z. B. wird das Land nicht überflutet, um Wasser zu speichern, und es besteht keine Gefahr eines Bruchs aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen.

Spannungen durch Wasserknappheit

Experten gehen aufgrund aufkommender Wasserknappheit von geopolitischen Konflikten und zwischenstaatlichen Spannungen für das 21. Jahrhundert aus. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Boutros Boutros-Ghali, warnte
bereits im Jahre 1990: „Um Wasser wird es Kriege geben“. Überregionale Konflikte seien vor allem an grenzüberschreitenden Flüssen denkbar, so der Infobrief „Wasser und Frieden“ des Deutschen Bundestages. Besonders der Nahe Osten sei betroffen. „In keinem anderen Gebiet prägen Wasserstreitigkeiten den politischen Alltag in gleichem Maße.“

Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen werden bis zum Jahr 2025 rund zwei Drittel der Menschheit unter Wasserknappheit oder gar Wassermangel leiden.

 

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