Medizin
Coburg: Syrischstämmiger Bioanalytikerin gelingt Durchbruch in Alzheimer-Forschung

Coburg – Nach dem deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), die mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Coronavirus entwickelten, könnte einer weiteren deutschen Forscherin mit Migrationshintergrund ein Durchbruch in der Medizin gelingen. Die syrischstämmige Coburger Bioanalytikerin Marwa Malhis hat in ihrer Doktorarbeit an der Hochschule Coburg einen vielversprechenden Wirkstoff entdeckt.  Malhis arbeitet an einem Wirkstoff gegen Alzheimer, der vielleicht in Zukunft helfen kann, diese Erkrankung zu bekämpfen. Etwa 1,6 Millionen Deutsche leben mit Demenz – zwei Drittel von ihnen sind an Alzheimer erkrankt. Im Gehirn der Patienten sammeln sich dabei zwei spezielle Eiweiße: Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen zerstören Nervenzellen. Warum es zu diesen verhängnisvollen Eiweißablagerungen kommt? Das ist noch nicht eindeutig geklärt. Aber es gibt erste Ansätze, um sie zu verhindern. Bioanalytikerin Marwa Malhis von der Hochschule Coburg hat eine Substanz generiert, die langfristig zu einem Wirkstoff entwickelt werden könnte. Gerade hat die Wissenschaftlerin ihre Promotionsprüfung zu dem Thema abgelegt und freut sich über den Erfolg. „Es ist schön, etwas zu machen, das wichtig ist!“ Hierzu die Hochschule Coburg: In ihrer Doktorarbeit hat sie sich auf das Protein „Tau“ konzentriert. „Es ist ein Monomer, also ein Einzelmolekül, das sich mit anderen Tau-Molekülen zusammenschließen kann. Diese Aggregation wollte ich verhindern.“ Hilfe bekam sie dabei – ausgerechnet – von Viren. Phagen sind spezielle Viren, die Bakterien angreifen: Zum „Phagendisplay“ werden sie in der Biotechnologie häufig genutzt, um Bindepartner zu einem bestimmten Molekül zu finden. Gentechnisch veränderte Phagenbibliotheken tragen auf ihrer Oberfläche unterschiedliche Peptide. Und Marwa Malhis hat für ihre Arbeit zwei Peptide gefunden, die an Tau binden. „Sie hemmen auch die Aggregation. Das haben wir an der Hochschule Coburg im Labor untersucht.“ Anschließend haben Forscherinnen und Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn getestet, ob die Substanz auch in lebenden Zellen funktioniert. Mit Erfolg. „Die Peptide werden auch an der Uni Erlangen untersucht“, sagt Malhis. Wenn alles gut läuft, ist ein möglicher nächster Schritt der Test an Alzheimer-Labormäusen. Wenn auch das erfolgreich ist, kommen klinische Studien mit Menschen. Am Patienten bewährt sich oft nicht, was vorher vielversprechend aussah. „Die Entwicklung zu einem zugelassenen Wirkstoff – falls überhaupt möglich – wird auf jeden Fall noch einige Jahre in Anspruch nehmen“, sagt Prof. Dr. Aileen Funke. Funke leitet das Institut für Bioanalytik an der Hochschule Coburg und hat die Promotion gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Römpp von der Universität Bayreuth betreut. Die Arbeit wurde aus Mitteln der TechnologieAllianzOberfranken TAO gefördert. Forschung und (Familien-)leben Marwa Malhis schaut kurz nach ihrem Baby; sie führt das Videointerview fast nebenbei weiter: Das jüngste ihrer drei Kinder hat die 36-Jährige vor nicht einmal einem Jahr bekommen. „Ach“, sagt sie als wäre das alles ganz einfach, „das hat doch gut gepasst: Die ganzen theoretischen Sachen habe ich während der Schwangerschaft geschrieben.“ Ihre Doktorarbeit hat sie auf Englisch verfasst. Das falle ihr leichter, sagt sie in fließendem Deutsch mit irgendwie – schwer einzuordnen: leicht französischem Akzent? Aber sie kommt ursprünglich aus Syrien? Sie lacht. „Ja, mein Mann und ich haben vier Jahre in Frankreich gelebt, bevor wir nach Deutschland gekommen sind.“ Das war vor noch dem Bürgerkrieg in Syrien, wo sie in der Pharmaziebranche tätig war. Ihre Forschungsarbeit in Coburg ist ein großer Erfolg, wie Prof. Funke betont: „Es gibt noch keine Therapie für die Ursache der Alzheimer-Demenz.“ Deshalb sei die Forschung in diesem Bereich so wichtig. „Wir haben den Wirkstoff bereits zum Patent angemeldet.“ Auch die Doktorandin hofft, dass aus ihrer Arbeit irgendwann einmal ein Medikament entsteht. „Es wäre so schön, einen Beitrag zu leisten, um Menschen zu helfen. „Ich liebe die Forschung!“, sagt Malhis. Wenn ihre Arbeit gedruckt ist, darf die Coburger Bioanalytikerin offiziell den Doktortitel tragen.

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– Gesundheit – Studie: Fasten verlängert „gesunde Lebensspanne“

Fasten, besonders das intermittierende Fasten, wird aktuell in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen thematisiert.

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Biden-Vereidigung
USA: Donald Trump will „aus Washington verschwinden“

Washington – Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte schon vor einigen Tagen angekündigt, dass er nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am Mittwoch teilnehmen werde. Nun berichten US-Medien, dass Trump bereits am Morgen der Amtseinführung die Hauptstadt Richtung Florida verlassen werde. Trump plane stattdessen eine Abschiedszeremonie für sich selbst auf dem Militärflugplatz außerhalb Washingtons, von wo aus der Regierungsflieger Air Force One startet. Das habe es in dieser Form noch nie gegeben, berichtet der Focus unter Bezugnahme einer Meldung der Washington Post. Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat. Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat. Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden, hatten Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.

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– USA – Bericht: EU-Abgeordnete lehnen Treffen mit US-Außenminister Pompeo ab

US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Dienstag seine Europareise ab. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen berichtet, hatten der luxemburgische Außenminister sowie Top-Diplomaten der EU es abgelehnt, ihn zu treffen.

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Frankreich
Mit Hungerstreik: Französischer Bäcker rettet Mitarbeiter vor Abschiebung

Besançon – Um gegen eine Abschiebung zu protestieren, war ein französischer Bäcker Anfang des Monats für seinen Auszubildenden in den Hungerstreik getreten. Nun bekommt der 18-Jährige Lehrling aus Guinea eine Aufenthaltserlaubnis. „Laye hat seine Papiere bekommen und nimmt am Dienstag die Arbeit wieder auf!“, sagt Bäcker Stephane Ravacley der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Ravacley befand sich seit über einer Woche im Hungerstreik, um gegen die drohende Abschiebung seines Lehrlings zu protestieren. Er wurde Anfang der Woche ins Krankenhaus eingeliefert, da er aufgrund seines anhaltenden Hungerstreiks an Schwäche litt und ohnmächtig wurde. Der 50-Jährige hatte seinen Streik am 3. Januar begonnen, als er hörte, dass Laye Fodé Traoré möglicherweise in sein Heimatland abgeschoben werden könnte. „Ich kämpfe gerade dafür, dass der Junge in Frankreich bleibt und französische Papiere bekommt“, sagte Ravacley Anfang der Woche gegenüber der Nachrichtenagentur dpa Schutz für minderjährige Migranten Der Lehrling hatte seit September 2019 in Ravacleys Bäckerei „Huche a Pain“ gearbeitet, war aber von Ausweisung bedroht, nachdem er 18 Jahre alt geworden war und damit seinen Schutz als Minderjähriger verloren hatte. Traoré hatte Guinea verlassen und das Mittelmeer in einem Schlauchboot überquert, als er 16 war. Er kam als unbegleiteter Minderjähriger in Frankreich an. Die Bürgermeisterin von Besançon, Anne Vignot, forderte in einem Brief an Innenminister Gérald Darmanin, dass Traoré gestattet werden sollte in Frankreich zu bleiben: „Der Wunsch, diesen zukünftigen Bäcker auszuweisen, ist unverständlich“, heißt es in dem Schreiben. Unterstützung von Prominenten Eine Online-Petition für den Lehrling wurde von mehr als 240.000 Menschen unterzeichnet und hatte die Aufmerksamkeit verschiedener Prominenter, wie des Schauspielers Omar Sy und der Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard, auf sich gezogen. In einem offenen Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron schrieben sie: „Sie können nicht so rücksichtslos gegenüber einem französischen Staatsbürger handeln, der bereit ist, seine Gesundheit zu gefährden, um humanistische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu verteidigen.“ Während seines Hungerstreiks versprach Ravacley, seinen Lehrling nach Beendigung der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

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– London – Buckingham Palace: Gefängnisstrafe für Palast-Dieb

Der bereits im August vergangenen Jahres festgenommene ehemalige Buckingham-Palace-Mitarbeiter Adamo Canto (37) wurde nun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

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Jamal Khashoggi Way
USA: Straße der Saudi-Botschaft soll nach Khashoggi umbenannt werden

Washington – Lokale Beamte des gehobenen Stadtteils Foggy Bottom der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. haben dafür gestimmt,  eine Straße vor der Botschaft Saudi-Arabiens zu Ehren des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi umzubenennen. Damit sollen die Botschaftsmitarbeiter „täglich an die Ermordung des saudischen Journalisten erinnert werden“. Wenn der Stadtrat den Antrag des beratenden Ausschusses genehmigen sollte, wird ein Straßenabschnitt, der an dem weitläufigen Botschaftsgebäude vorbeiführt, feierlich in Jamal Khashoggi Way umbenannt werden. „Jeder, der die saudische Botschaft besucht, wird an den Mut von Herrn Khashoggi erinnert werden […] Durch seinen Journalismus war Jamal Khashoggi ein leidenschaftlicher Verfechter der Demokratie, der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit,“ zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Brooke Pinto, Ratsmitglied des Stadtteils, aus einer Stellungnahme. „Journalisten auf der ganzen Welt und hier in Amerika stehen jeden Tag ähnlichen Gefahren gegenüber, und wir dürfen niemals zulassen, dass diejenigen, die versuchen, sie einzuschüchtern, Erfolg haben, denn wenn der Journalismus angegriffen wird, sind unsere Freiheit und Demokratie unter Beschuss,“ fügte sie hinzu. Der regelmäßige Kolumnist der US-Zeitung Washington Post wurde Anfang Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Khashoggi verschwand, nachdem er am 3. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Saudi Arabien hatte mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Journalisten eingeräumt.

Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, was zu seinem Tod führte, berichteten saudische Staatsmedien. Riad hatte die Kenntnis über den Verbleib Khashoggis stets abgestritten. Medienberichten zufolge soll er in dem Konsulat schwer gefoltert und zerstückelt worden sein.

Khashoggi war ein saudi-arabischer Journalist. Er war Direktor der saudi-arabischen Tageszeitung Al-Watan und Medienberater des saudi-arabischen Prinzen Turki ibn Faisal. Khashoggi war ein Kritiker des Kronprinzen Mohammed bin Salman, der de facto über das Königreich herrscht. Erdogan: Befehl für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi kam von den obersten Ebenen der saudischen Regierung  Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, dass der Befehl für die Ermordung des Journalisten von „den obersten Ebenen der saudischen Regierung“ kam. In einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ schrieb Erdogan im November 2018: „Wir wissen, dass sich die Täter unter den 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen befinden. Wir wissen auch, dass sie kamen, um ihre Befehle auszuführen: Khashoggi töten und flüchten.“ „Schließlich wissen wir, dass der Befehl, Khashoggi zu töten, von den höchsten Ebenen der saudischen Regierung kam“, sagte Erdogan.

Zum Thema

– Türkei – Khashoggi-Mord: Hollywood-Star Sean Penn für Doku in Istanbul

Der US-Schauspieler und Regisseur Sean Penn plant einen Dokumentarfilm über den Mord an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi und ist dafür bereits in die türkische Millionenmetropole Istanbul gereist.

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Corona-Pandemie
Virologe Streeck: Können Mutationen nicht dauerhaft aus Deutschland fernhalten

Der Virologe Prof. Hendrik Streeck hält es für unwahrscheinlich, mögliche Mutationen des Corona-Virus dauerhaft aus Deutschland fernhalten zu können. Im Fernsehsender phoenix sagte Streeck: „Man darf nicht den Fehler machen, zu glauben, dass man Deutschland isoliert sehen kann. Varianten entstehen nicht unbedingt bei uns, das passiert in Indien, Brasilien oder Amerika, wo gar keine Eindämmung stattfindet. Selbst, wenn wir es kurzfristig schaffen sollten, eine Variante fernzuhalten, wird uns das wahrscheinlich nicht dauerhaft gelingen.“ Dass Viren mutierten und sich veränderten, sei nicht außergewöhnlich, das passiere andauernd, so der Virologe der Uni Bonn. Vom Sars-CoV-2-Virus seien bereits über 4000 Mutationen beschrieben. Bei den Fällen in Großbritannien und Südafrika sei das Virus aber bereits soweit verändert, dass man von einer neuen Variante sprechen könne. Im Hinblick auf die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe zeigte Streeck sich zuversichtlich, das Gute an Impfstoffen sei, dass man nicht erneut bei null beginnen müsse, sondern die Varianten einbauen könne. Eine gute Impfstrategie könne dabei helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. „Das Virus verhält sich wie andere Corona-Viren: Wir sehen im April/ Mai ein langsames Abflachen über die Zeit, ruhige Sommermonate und einen plötzlichen Anstieg im Oktober/ November. Wenn wir jetzt den Sommer nutzen, um zu schauen, welche Hygienekonzepte funktionieren und weiter impfen, besteht die Hoffnung, dass wir weniger Infektionen bekommen und die, die infiziert sind, einen weniger schweren Verlauf haben“, so Streeck. Wir müssten jedoch lernen, dauerhaft mit dem Virus zu leben. „Wenn man das verinnerlicht, dass dieses Virus wahrscheinlich heimisch wird, dass es uns wahrscheinlich unser Leben lang begleiten wird, dann ist das ein ganz anderer Umgang mit dem Virus, dann sind die Infektionszahlen gar nicht mehr so zentral, sondern viel wichtiger ist die Frage: Werden die Menschen krank?“

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– Corona-Pandemie – Türkei: Drei Brüder sterben innerhalb eines Monats an Corona

In der türkischen Schwarzmeerprovinz Samsun sind innerhalb eines Monats drei Brüder aus einer Familie am Coronavirus gestorben.

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Corona-Krise
Tourismusbeauftragter Bareiß hält Reisen ab Sommer für wahrscheinlich

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hält sicheres Reisen ab Pfingsten für möglich, das sagte er am Freitag im ARD-Mittagsmagazin. Er sagte: „Ich bin da sehr zuversichtlich, ich glaube, dass das Reisejahr 2021 unterm Strich ein sehr Erfolgreiches sein wird.“ Bareiß betonte, dass die Lust auf das Reisen der Menschen in Deutschland groß sei. Auf die Frage, ob bereits geimpfte Menschen bei zukünftigen Reisen privilegiert werden könnten, zeigte sich Bareiß zurückhaltend: „Ich halte wenig von diesem Vorschlag“, sagte er. Es sei noch nicht bewiesen, dass bereits geimpfte Menschen nicht andere anstecken könnten. Er rief die Menschen hinsichtlich zukünftiger Reisepläne zu Geduld auf: „Wir müssen jetzt noch etwas Geduld haben, bis wir dann auch im zweiten Quartal sehr, sehr viele Menschen geimpft haben und dann auch die Sicherheit haben, wieder reisen zu können.“

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– Luftverkehr – Turkish Airlines startet enorme 40%-Rabatt-Aktion

Die international bereits mehrfach mit dem ersten Platz ausgezeichnete türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat am Mittwoch eine enorme Rabattaktion angekündigt.

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Corona-Krise
Impfstoff-Entwickler Moderna: Die Welt wird für immer mit Corona leben müssen

San Francisco – Der CEO des Covid-19-Impfstoffherstellers Moderna warnte am Mittwoch, dass das Coronavirus, das die Weltwirtschaft zum Stillstand gebracht und Krankenhäuser überlastet hat, „für immer“ da sein wird. Bancel erklärte, dass die Welt „für immer“ mit dem Corona Virus leben werden müsse. „Wir werden mit diesem Virus, so glauben wir, für immer leben“, sagte er während einer Podiumsdiskussion auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco. Wissenschaftler beobachteten ständig, ob neue Stämme des Virus auftauchen, so dass Impfstoffe hergestellt werden können, sagte Bancel. Viele führende Vertreter des Gesundheitswesens sind der Meinung, dass COVID-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer endemischen Krankheit wird, d. h., dass sie ständig präsent sein wird, aber wahrscheinlich in geringerem Ausmaß als heute. Auch die Mitteilung der WHO ist nicht ermutigend Die pessimistische Prognose kam auch von der WHO, die bekannt gab, dass das zweite Jahr der Corona-Pandemie schwieriger sein könnte als das erste, angesichts der Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus, besonders in der nördlichen Hemisphäre, wo ein ansteckenderer Stamm zirkuliert. „Wir sind in das zweite Jahr der Pandemie eingetreten, was schwieriger werden könnte, wenn wir sehen, wie schnell sich COVID ausbreitet“, sagte WHO-Vertreter Mike Ryan, Exekutivdirektor des Programms für Gesundheitsnotfälle, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die WHO gibt in ihrem jüngsten Bericht an, dass in der vergangenen Woche etwa fünf Millionen neue Fälle von Coronavirus registriert wurden. „Nach den Feiertagen wird die Situation in einigen Ländern viel schlimmer sein, bevor sie besser wird“, sagte Dr. Maria Van Kerkhove, WHO Technical Lead on COVID-19.

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Türkei
Nach Whatsapp-Ankündigung: Erdogan teilt Tagesprogram auf Telegram

Ankara- Einen Tag nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Anmeldung bei Telegram angekündigt hatte, teilte er am Donnerstag sein Tagesprogram einschließlich Morgengrüße an seine Anhänger über den russischen Instant-Messaging-Dienst.
(Screenshot/Telegram)
Aus Sorge über die Aktualisierung der Datenschutzbestimmungen von WhatsApp, hatte der türkische Staatschef einen Wechsel angekündigt. Am gestrigen Mittwoch teilte Erdoğan seine erste Nachricht auf Telegram und machte in seiner Nachricht auf fehlende Regenfälle in der Türkei in den letzten Wochen aufmerksam. „Angesichts einer drohenden Dürre, die nur alle 100 Jahre vorkommt, müssen wir alle Vorkehrungen treffen. Mit dem Bau von 600 Dämmen, 590 Wasserkraftwerken, 262 Trinkwasseranlagen und vielem mehr, haben wir unsere Wasserkapazität auf das höchste Niveau in allen unseren Regionen erhöht“, so der türkische Staatschef. „Der wichtigste Weg, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, führt jedoch über Einsparungen und bewussten Verbrauch“, fügte er hinzu. Wechsel zu BIP Bereits am Samstag gab das türkische Präsidialamt einen Wechsel zum einheimischen Dienst BIPMobil bekannt.
(Screenshot/Twitter)
Neue Nutzungsbedingungen bei Whatsapp Bei Whatsapp werden Nutzer seit einigen Tagen dazu aufgefordert, den neuen Geschäftsbedingungen zuzustimmen.

Whatsapp werde demnach in Zukunft  persönliche Daten mit Facebook austauschen. Hierzu gehörten unter anderem auch Telefonnummern und Informationen darüber, wie Nutzer mit anderen interagieren. Dies konnte man bisher deaktivieren. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, wird im Februar aus seinem Whatsapp-Account ausgesperrt.

Für Menschen in der Europäischen Union seien die Änderungen jedoch gar nicht so gravierend. Tatsächlich ergänzt Whatsapp nur Informationen, auf welcher Rechtsgrundlage es Daten verarbeitet, und überarbeitet einige Passagen zur Kommunikation mit Unternehmen. In der EU schützt die Bürger davor die DSGVO. Hierzu die Süddeutsche Zeitung:
Die Verwirrung entstand wohl, weil Whatsapp unterschiedliche Versionen seiner Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie bereitstellt: jeweils eine für die europäische Region und eine für Menschen im Rest der Welt – wobei letztere auch auf Deutsch vorliegen, was die Verwechslungsgefahr zusätzlich erhöht.
 

Internet
20 Jahre Wikipedia: Das sind die häufigsten Suchanfragen zur Web-Enzyklopädie

Hamburg – Was ist Wikipedia? So lautet die häufigste Suchanfrage, wenn es um die freie Internet-Enzyklopädie geht, gefolgt von der überraschenden Phrase: Wie lange ist Alkohol im Urin nachweisbar? Im Schnitt drehten sich in den vergangenen vier Jahren rund 1,7 Millionen Google-Recherchen um Wikipedia. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Online-Visibility-Management-Plattform Semrush zum 20. Geburtstag des freien Online-Lexikons. Wikipedia ging am 15. Januar 2001 online und ist eine echte Web-Erfolgsgeschichte. Längst gilt die in 294 aktiven Sprachen verfügbare Enzyklopädie als eines der wichtigsten globalen Massenmedien. Die Semrush-Analyse verrät, was die Deutschen zurzeit alles von der Plattform wissen wollen. Bei der Frage nach dem Nachweis von Alkohol im Urin ist besonders spannend, dass die Zahl der Suchanfragen dazu 2020 im Vergleich zum Vorjahr merklich zurückgegangen ist. Politisches und Soziales liegen vorn Dagegen ist der Suchbegriff „Beitragsbemessungsgrenze“ mit über 3,8 Millionen Eingaben in der Enzyklopädie im November 2020 nach der Hauptseite am zweithäufigsten aufgerufen worden. Diese hohe Zahl an Suchanfragen am Jahresende spiegelt indirekt die allgemeine Arbeitslage im Land wider und lässt Rückschlüsse auf den nach wie vor hohen Wert an Kurzarbeit zu. Doch auch das, was in der Welt passiert, lässt die Internet-User nicht kalt. Der Tod von George Floyd Ende Mai vergangenen Jahres schlug rund um den Globus große Wellen und hallt noch immer nach. Neben ihrer Teilnahme an solidarischen Massen-Protesten und Demonstrationen im ganzen Land fragten die Menschen Wikipedia im Juni 2020 deutlich mehr als 1 Millionen Mal danach, wie Floyd starb. Erst danach – mit jeweils knapp über 1 Millionen Aufrufen am viert und fünft häufigsten – suchten die User nach Informationen zum Coronavirus. „Wikipedia stellt für viele Menschen eine wichtige Informationsquelle im Netz dar, die alle denkbaren Interessensbereiche abdeckt. Unsere Analysen zeigen, wie sich der Wissensgewinn und die Informationsinhalte im Laufe der Zeit verändern. Hieraus sind Trends ableitbar. Gleichzeitig spiegeln die Ergebnisse oft auch die Geschehnisse in der Gesellschaft wider.“, so Evgeni Sereda, Senior Marketing Manager DACH bei Semrush.

Gesundheit
Blutvergiftung: Wie Sie eine gefährliche Sepsis erkennen und schneller handeln können

Blutvergiftung ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen. Das Hauptproblem: Die Gefahr durch eine Sepsis wird oft zu spät erkannt. Dabei ist eine Blutvergiftung ein Notfall, bei dem jede Minute zählt. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ zeigt, welche Anzeichen auf eine Sepsis hinweisen können. Bei Verdacht auf Sepsis sehr schnell reagieren Eine Sepsis verursachen kann ein eitriger Zahn oder Zehennagel ebenso wie eine Lungen- oder Blasenentzündung, eine Verletzung, ein Mückenstich. Der Ursprung ist immer eine örtlich begrenzte Infektion, meist ausgelöst durch Bakterien, seltener durch Viren oder Pilze. In aller Regel wird der Körper allein mit so einer Infektion fertig. Manchmal aber reicht die Kraft des Immunsystems nicht aus, um die Entzündung direkt an ihrem Entstehungsort zu beseitigen. Die Folge: Die Infektion gerät außer Kontrolle und zieht das Versagen von Organen nach sich. Betrifft dieses Versagen Herz und Kreislauf, ist die Endstufe der Erkrankung erreicht: der septische Schock. Zwischen Vorstufe und Schock vergeht oft nicht viel Zeit. „Daher muss bei Verdacht auf Sepsis sehr schnell reagiert werden, um noch gegensteuern zu können. Sepsis ist ein Notfall“, betont Professor Mathias Pletz, Mitglied des Center for Sepsis Control and Care (CSCC) der Universitätsklinik Jena. Schüttelfrost, Atemnot, Verwirrtheit oder Hautflecken Zwar sind die Symptome einer Sepsis unspezifisch, weil sie auch andere Ursachen haben können. Zudem müssen die Symptome nicht allesamt vorhanden sein. Wer sich jedoch mit einem Infekt oder einer Verletzung plötzlich sehr schlecht fühlt und die folgenden Symptome hat, sollte sofort ärztliche Hilfe holen: So können Fieber oder Schüttelfrost, gelegentlich auch Untertemperatur, auf eine Blutvergiftung hinweisen. Eine Sepsis kann sich auch durch Atemnot, akute Flecken oder Verfärbungen der Haut, schnellen Herzschlag oder niedrigen Blutdruck zeigen. Undeutliches Sprechen und Verwirrtheit sind ebenfalls mögliche Symptome einer Blutvergiftung. Auch wenn man sich nicht in der Lage fühlt, Wasser zu lassen, kann dies ein Hinweis auf eine Sepsis sein bis hin zu dem Gefühl, als ob man sterben müsse. Manche Informationen über Sepsis halten sich allerdings hartnäckig, obwohl sie falsch sind. Zum Beispiel, dass eine Blutvergiftung nur nach einer äußeren Verletzung auftreten kann. Oder dass sich von der Wunde ausgehend ein roter Streifen auf der Haut bildet, der in Richtung Herz wandert. Taucht ein solcher Strich auf – was selten vorkommt – deutet das in der Regel auf eine Entzündung der Lymphgefäße hin, was zwar abgeklärt werden muss, aber kein eindeutiges Zeichen für eine Sepsis ist. Tipp: Informationen und Kontakte zu von Sepsis Betroffenen gibt es unter www.sepsis-hilfe.org.

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– Corona-Pandemie – Corona-Impfstoff: Türkisches Pharmaunternehmen Abdi Ibrahim erhält Lizenz für Produktion

Das führende türkische Pharmaunternehmen Abdi Ibrahim gab am Donnerstag bekannt, dass das türkische Gesundheitsministerium dem Unternehmen die Genehmigung zur Herstellung und Abfüllung von Dosen mit inaktiven sowie mRNA-basierten Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus erteilt hat.

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