Fußball Bundesliga
Gladbachs Neuhaus mag keine Kroos-Schweinsteiger-Vergleiche

Düsseldorf – Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. „Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er macht, Hand und Fuß hat. Und Schweinsteiger hatte diesen unbedingten Willen und die Kampfbereitschaft auf dem Platz wie im WM-Finale 2014, zugleich war er ein klasse Fußballer. Es ehrt mich, wenn ich mit solchen Spielern verglichen werden. Aber ich finde es auch schwierig, wenn man auf die Vergleiche reduziert wird. Ich denke, dass ich meinen eigenen Spielstil habe. Wenn ich die besten Sachen der beiden mit meinen Qualitäten zusammenbringen kann, ohne meinen eigenen Weg zu verlassen, würde mich das nochmal voranbringen“, sagte Neuhaus von Borussia Mönchengladbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Mit Gerüchten um ein mögliches Interesse des FC Bayern München beschäftigt sich Neuhaus, geboren in Lech am Inn, nicht. „Ich kann bestätigen, dass mein Papa Bayern-Fan ist. Die Bayern sind aber sonst kein großes Thema bei uns. Ich habe einen Vertrag bei Borussia und will hier erfolgreich sein. Das klappt im Moment gut“, sagte Neuhaus, der am Samstag mit dem Champions-League-Teilnehmer Gladbach den Bundesliga-Letzten Schalke 04 empfängt (18.30 Uhr).

Frachtschiff MV Rosaline A
Kommentar: Die Durchsuchung des türkischen Frachtschiffs war rechtswidrig

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Am 22. November wurde das türkische Frachtschiff MV Rosaline A in internationalen Gewässern des Mittelmeers von einem Kriegsschiff der deutschen Marine angehalten und durchsucht. Der große Teil der deutschen Medien, die Bundesverteidigungsministerin und die verantwortliche Stelle bei der Bundeswehr haben die illegale Durchsuchung ganz anders dargestellt. Der von einem griechischen Kommandeur geleitete Einsatz wurde von der Irini-Einsatzzentrale in Rom gesteuert. Nach deutschen Presseangaben wurde zur Durchsuchung eine Erlaubnis beim Flaggenstaat der Türkei erbeten. Die Türkei habe erst fünf Stunden später reagiert. Da nach vier Stunden keine Reaktion erfolgt sei, habe man dies als Einverständnis gewertet und entschieden, die Durchsuchung auf dem Frachtschiff durchzuführen. Die Türkei habe dem Einsatz erst im Nachhinein nicht zugestimmt und daraufhin habe man die Durchsuchung abbrechen müssen. Wie ist es tatsächlich abgelaufen?  Das Irini-Operationszentrum in der italienischen Hauptstadt Rom versendet gegen 14 Uhr ein Schreiben an die türkische Botschaft in Rom und bittet im Rahmen der Überwachung des UN-Waffenembargos gegen Libyen um Erlaubnis zur Durchsuchung der unter türkischer Flagge fahrenden MV Rosaline A. In dem Schreiben an die Botschaft wird eine Frist von 4 Stunden gesetzt, um darauf zu antworten. Um genau 17:44 Uhr teilt die türkische Botschaft in einem offiziellen Schreiben dem Irini-Operationszentrum in Rom mit, dass die Türkei einer Durchsuchung des Frachtschiffes nicht zustimmt. Obwohl die Türkei klipp und klar die Betretung des Schiffes und die Durchsuchung auf schriftlichem Wege verweigert hat, fliegt um 18 Uhr ein Hubschrauber der Fregatte Hamburg zum Schiff und in den Videoaufnahmen sind Spezialeinheiten zu sehen, die sich abseilen. Nehmen wir an, das Schreiben wäre zu spät eingetroffen, was nicht der Fall ist, wäre es nicht erforderlich gewesen, die Durchsuchung des Schiffes sofort abzubrechen? Stattdessen hat das Irini-Operationszentrum in Rom das Schreiben der türkischen Botschaft nicht ernst genommen und ganz klar Rechtsbruch begangen. Damit ist auch die Behauptung falsch, wonach die Türkei erst im Nachhinein ihre Zustimmung verweigert hat, da das Schiff um 18 Uhr von Einsatzkräften der deutschen Fregatte betreten wurde und die Durchsuchung des gesamten Frachters bis 2 Uhr in der Nacht gedauert hat. Was ist in den Videoaufnahmen zu sehen? In einem Video sieht man einen Hubschrauber, der zur Fregatte Hamburg gehört und wie sich Spezialeinheiten vom Helikopter abseilen. Man sieht bewaffnete Kräfte, die auf der Kapitänsbrücke die Besatzung des Schiffes mit gezogenen Maschinen-Gewehren wie Kriminelle behandeln, die Hände gefesselt sind, einschüchtern und ein Verhör durchführen. Die Mobiltelefone der Schiffsmannschaft und des Kapitäns wurden unter Gewaltandrohung eingesammelt. Das Frachtschiff wurde bis 2 Uhr nachts durchsucht, ohne dass dabei etwas Verdächtiges gefunden worden wäre. Ganz offensichtlich hat weder der Kapitän des Schiffes noch der Flaggenstaat Türkei für eine Durchsuchung des Frachtschiffes ihre Erlaubnis erteilt. EU-Kommission gibt Türkei recht Die EU-Kommission in Brüssel hat sich nach Informationen von tagesschau.de der Argumentation der türkischen Regierung angeschlossen, wonach Ankara das Recht gehabt habe, die Durchsuchung zu verhindern. Damit hat die Brüsseler EU-Kommission den Einsatz zur Durchsuchung für rechtswidrig erklärt und gibt nur das wieder, was im internationalen Seerecht explizit festgelegt ist. Die Grünen-Europaabgeordnete und Sicherheitsexpertin Hannah Neumann äußerte sich gegenüber tagesschau.de ebenfalls zum gleichen Thema:
„Die EU hat sich bisher in Sitzungen des Verteidigungsausschusses auch mir gegenüber immer darauf zurückgezogen, dass Durchsuchungen gegen den Willen des flaggenführenden Staates nicht möglich seien. Was mich zu einer Menge Fluchtiraden auf die Sinnhaftigkeit, beziehungsweise die Sinnlosigkeit dieser Mission provoziert hat.“
Freiheit der Meere gilt seit dem 17. Jahrhundert Bereits im 17. Jahrhundert hatte der Niederländer Hugo Grotius in seiner Schrift „mare liberum“ den Grundsatz Freiheit der Meere verkündet. Nach Grotius haben alle Staaten/Nationen der Welt das Recht auf freien Handel in allen Weltmeeren. Nach dem internationalen Seerecht genießen Schiffe aller Flaggenstaaten im Gebiet der Hohen See unbeschränkte Schifffahrtsfreiheit, die auch „Freiheiten der Hohen See“ bezeichnet wird. Anders ausgedrückt steht das Meer allen Staaten offen. Es geht hier um die Hohe See, also außerhalb der Hoheitsgewässer. Gegenüber fremden Schiffen dürfen grundsätzlich keine Hoheitsrechte abgeleitet werden. Fremde Schiffe dürfen nur in bestimmten Fällen auf Hoher See betreten werden. Ein gegebener Fall wäre der Verdacht auf Seeräuberei, Sklavenhandel oder wenn das Schiff unter keiner Flagge eines Staates fährt, also keine Staatsangehörigkeit besitzt. Ein weiterer Grund wäre die Bekämpfung des internationalen Terrorismus oder die Verhinderung zur Verbreitung von Nuklearwaffen. EU-Mission Irini kontrolliert nicht die Waffenlieferungen an Haftar All diese genannten Punkte treffen beim türkischen Frachtschiff MV Rosaline A nicht zu. Die EU-Mission Irini hat ja offiziell zum Ziel, das von den Vereinten Nationen gegen Libyen verhängte Waffenembargo durchzusetzen. Hier muss die Frage erlaubt sein, warum eine dubiose Gestalt wie Haftar über die Grenze zu Ägypten alle möglichen Waffen und Systeme geliefert bekommen kann, um die international anerkannte Regierung in Tripolis zu stürzen? Weshalb werden über den Luftweg Haftars irreguläre Einheiten mit hoch modernen Waffen aus Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderswo beliefert? Welchen Grund gibt es nur die Schiffe im Mittelmeer zu kontrollieren, die die von den Vereinten Nationen völkerrechtlich anerkannte Regierung bzw. Staat beliefern? Juristisch gesehen hat die Operation „EU-Mission Eunavfor med Irini“ kein Mandat, da die international anerkannte Regierung von al-Sarraj sich gegen die Entsendung von Kriegsschiffen in libyschen Gewässern ausgesprochen hat. Feindlicher Akt gegen Türkei Die Durchsuchung der MV Rosaline A ist als feindlicher Akt zu werten, da das Schiff unter der Flagge der Türkei gefahren ist und somit auf die Souveränität der Türkei abzielte. Diejenigen, die diese illegale Schiffspiraterie in Auftrag gegeben haben, müssen wissen, dass die „Freiheiten der Hohen See“ für alle gelten und diese in den Verträgen von Wien, Rom und Palermo von den Vertragsstaaten unterschrieben wurde. Das seit dem 17. Jahrhundert geltende internationale Seerecht, also die „Freiheiten der Hohen See“ bzw. das Recht auf freien Handel in allen Weltmeeren wurde in Piratenmanier mit Füßen getreten, da das Schiff nach türkischen Medienangaben Farbmaterial und Hilfsgüter geladen hatte. Soldaten eines NATO-Mitglieds haben das Frachtschiff eines anderen NATO-Mitglieds festgesetzt und die Schiffsbesatzung unter dem Vorwand einer Durchsuchung nach Waffen 16 Stunden lang fast wie Terroristen behandelt. Das ist völlig inakzeptabel. Deutschland kommt als „Vermittler“ im Streit zwischen Griechenland und der Türkei über Hoheitsrechte in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer nicht mehr in Frage. Welches Ziel sollte mit der Durchsuchung erreicht werden Es gibt einige Mitgliedsstaaten in der EU, die wegen der türkischen Gasexplorationen im östlichen Mittelmeer seit geraumer Zeit Sanktionen gegen die Türkei fordern, obwohl die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen einem Küstenstaat eine Wirtschaftszone von 200 Seemeilen einräumt. Die Durchsuchung hatte zum Ziel, mit einem Waffenfund an Bord des Schiffes der Türkei die Verletzung des UN-Waffenembargos nachzuweisen, um anschließend ein Embargo gegen die Türkei verhängen zu können. Da auf dem Frachter nichts dergleichen gefunden wurde, hat sich dieser Plan erst einmal zerschlagen. Es gibt noch einen anderen Aspekt, der in diesem Zusammenhang wichtig ist. Die Türkei berät und unterstützt die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis, was nicht verboten ist. Lange Zeit galt Putschist Haftar als der Hoffnungsträger westlicher Staaten, Russlands, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens, Ägyptens etc., der mit modernsten Waffen ausgerüstet wurde. Es war nur eine Frage der Zeit, wann die international anerkannte Regierung durch Haftars Milizen und Söldner besiegt würden. Die beratende militärische Unterstützung der Türkei in dem Krieg in Libyen hatte das Blatt zugunsten der Regierung in Tripolis gewendet. Derzeit gibt es Gespräche zwischen den Konfliktparteien, um eine friedliche Zukunft für Libyen zu erreichen. Der zunehmende Einfluss der Türkei in Libyen, im östlichen Mittelmeer, im Nahen Osten und im südlichen Kaukasus hat zahlreiche Staaten, die eigentlich NATO-Verbündete sind, aufgeschreckt, da diese Länder in den genannten Regionen an Macht und Einfluss verlieren. Der US-Außenminister Pompeo hatte vor kurzen erklärt, dass die türkische Armee zu stark geworden sei. Einige Tage nach diesem Statement erfolgte die illegale Schiffsdurchsuchung. Mit dieser Aktion soll der Türkei eine klare Botschaft übermittelt werden.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Libyen-Krise – US-Botschafter lobt Türkei für Militärintervention in Libyen

Der US-Botschafter in Libyen Richard Norland, nahm in einem Interview zur türkischen Militärintervention Stellung und hieß die Operation der Türkei gut.

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Corona-Pandemie
Corona: Russischer Impfstoff Sputnik V zeigt 95% Wirksamkeit

Minsk – Klinische Studien des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V in Weißrussland zeigten, dass er zu etwa 95% wirksam ist, sagte Russlands Botschafter in Minsk Dmitri Mezentsev am Freitag in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender Rossiya’24. Laut Mezentsev sind belarussische und russische Wissenschaftler optimistisch, was die gemeinsame Arbeit an der Erforschung des russischen Impfstoffs Sputnik V und dessen möglichen Einsatz in Belarus betrifft. Moskau erwarte von den belarussischen Kollegen, dass sie den Impfstoff in Übereinstimmung mit den strengen Vorschriften des Gesundheitsministeriums und der Regierung des Landes registrieren lassen, fügte der Botschafter hinzu. Belarus war das erste ausländische Land, das nach der Registrierung von Sputnik V in Russland mit klinischen Studien begonnen hat. Acht medizinische Einrichtungen, die als Forschungszentren ausgewählt wurden, nahmen in Belarus an klinischen Studien teil, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Auch das Fachmagazin Sciencemag bestätigte die Wirksamkeit des russischen Impfstoffs. Anhand den Zwischenanalysen von fast 18.000 Probandinnen und Probanden sei eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent nachgewiesen worden. Tests an Soldaten Nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Russland damit begonnen, auch alle Vertreter des Militärs gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Mehr als 2.500 Soldaten seien bereits geimpft worden. Bis zum Jahresende sollen es 80.000 werden. Demnach sollen am Ende mehr als 400.000 Militärangehörige gegen das Virus geimpft sein.  

Türkei
Ankara: Oppositionsführer Kılıçdaroğlu verurteilt „Verkauf der Börse“

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Ankara – Der Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für den „Verkauf der Börse“ an Katar scharf kritisiert. Kılıçdaroğlu bezeichnete den Verkauf als „ein weiteres Beispiel für die Verzweiflung der Regierung bei der Führung der Wirtschaft“. „Warum verkaufen Sie die Börse? Katar kann die Aktien an der Börse kaufen, aber aus welchen Gründen verkaufen sie die Börse? Sie geben vor, patriotisch zu sein, aber Sie haben im Land nichts mehr zum Verkauf übrig gelassen“, sagte Kılıçdaroğlu, der Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP), gegenüber Fox TV am Freitag. Die Regierung habe bereits Fabriken, Grundstücke, Banken und Versicherungsgesellschaften verkauft, sagte Kılıçdaroğlu. „Wie weit wird dies gehen? Wessen Grundstücke verkaufen Sie?“ „Niemand weiß, für wie viel Sie es verkauft haben. Warum informieren Sie die Bevölkerung nicht über den Verkauf? Warum wissen wir es nicht?“, fragte der CHP-Führer. Die Regierung kann die Steuern nicht eintreiben, kann nicht genügend Mittel für den Haushalt aufbringen, und deshalb verkauft sie die Fabriken und andere Vermögenswerte, sagte Kılıçdaroğlu. Er kritisierte die Regierung dafür, dass sie keine detaillierten Zahlen über die „Wirtschaft und diese Art von Transaktionen“ liefere, und betonte: „Die Dinge, die Sie verkaufen, gehören 83 Millionen Bürgern. Sie können nicht einfach sagen, ich habe sie verkauft“. „Die Türkei wird nicht gut regiert. Es gibt eine Regierungslücke in der Türkei“, so Kılıçdaroğlu. Zwischen der Türkei und Katar wurden am gestrigen Donnerstag mehrere Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darunter den Kauf eines Luxus-Einkaufszentrums und einen zehnprozentigen Anteil an der Börse Borsa Istanbul. Die katarische Investitionsbehörde hat die Abkommen am Donnerstag im Rahmen eines Staatsbesuchs des Emirs von Katar Tamim bin Hamad Al Thani nach Ankara unterzeichnet. Er traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um am 6. strategischen Gipfel zwischen den beiden Nationen teilzunehmen.

Laut türkischen Medien wird sich Doha für eine Milliarde Dollar mit 42 Prozent auch an einem Mega-Einkaufszentrum in Istanbul, dem Istinye Park, beteiligen. 58 Prozent gehört der türkischen Dogus Holding. Der an der „Qatar Street“ gelegene Istinye Park ist mit 300 Geschäften und einem Parkplatz mit einer Kapazität von 3.200 Fahrzeugen eines der größten und meistbesuchten Einkaufszentren der Türkei. Die katarische Regierung wird zudem Investitionen in das Projekt Golden Horn Marina in Istanbul beisteuern. Die Höhe der Investitionssumme wurde nicht genannt.

Türkei
Ali Babacan: Erdogan kopiert meine Reden

Ankara – Der Chef der neu gegründeten Partei „Demokratie und Aufschwung” (DEVA), Ali Babacan, warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Interview mit dem Fernsehsender Euronews vor, seine Reden zu kopieren. „Schauen Sie, die Regierung hat begonnen, die Sätze, die wir seit einem Monat in unseren Parteitreffen sagen, zu benutzen. Wenn man sich meine Reden Satz für Satz, Formulierung für Formulierung ansieht, wird man schnell bemerken, dass die Sätze sich in den Reden des Präsidenten wiederfinden. So sehr sie also auch betonen, dass sie sich von uns nicht reinreden lassen, sehen wir, dass sie uns doch gerne kopieren“, sagte der ehemalige Außen- und Wirtschaftsminister. Babacan wünsche sich trotzdem, dass das Gesagte auch wirklich umgesetzt werde. Dies wäre gut für das Land. Er glaube jedoch nicht daran. Es reiche nicht aus, einfach Reden zu kopieren und vor den Präsidenten zu legen. Der Inhalt müsse in die Praxis umgesetzt werden. Hierfür seien jedoch „gute, ehrliche und qualifizierte Menschen nötig“, so Babacan. Der einstige Weggefährte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, trat im Juli 2019 aus der regierenden „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (AKP) aus und gründete im März 2020 eine neue Partei. Er kritisiert die Regierung besonders in Wirtschaftsfragen.

 „Vor der Corona-Pandemie war die Türkei sowieso schon in eine wirtschaftliche Krise gerutscht, die von ihr selbst verschuldet gewesen war”, sagte der 53-jährige studierte Ingenieur in einem Interview auf Fox TV. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass die Reserven der türkischen Zentralbank bereits vor der Pandemie erschöpft gewesen seien. Niemand brauche den Verantwortlichen draußen zu suchen, die Türkei werde derzeit einfach schlecht regiert, so der Wirtschaftsfachmann.

„Wir üben nicht nur Kritik. Wir weisen auch auf Lösungswege hin und empfehlen Therapieformen, die erforderlich sind. Als erfahrenes Team, das aus Experten besteht, entwerfen wir auch Rezepte, die wir verbreiten und teilen. Ein international erfahrenes Wirtschaftsteam gibt es allein bei der DEVA“, so Babacan.    

Vereinsverbote
Türkische Vereine: Terrorakte werden dafür instrumentalisiert, Muslime in Mithaftung zu ziehen

Die „Initiativplattform der türkischen Vereine und Verbände in Köln und Umgebung“ haben sich mit einer Presseerklärung zur Verbotsprüfung türkischer Verbände zu Wort gemeldet. Gleichzeitig wird die Erklärung an alle im Bundestag vertretenen Fraktionen gesandt. Der Text im Wortlaut: Zivilgesellschaftliche und rechtstaatliche Aufklärung statt Verbote Die menschenverachtenden Terrorakte und tödlichen Angriffe in Paris, Dresden, Nizza und Wien werden dafür instrumentalisiert, Musliminnen und Muslime sowie ihre Vereine und Verbände, die seit mehr als einem halben Jahrhundert diesem Land und den Menschen aus ihren Heimatländern zivilgesellschaftlich gedient haben, in Mithaftung zu ziehen. Die Angriffe von Terroristen jeglicher Couleur versuchen ein Klima der Angst zu schaffen, die nicht nur gegen die freiheitlich demokratischen Grundwerte gerichtet sind. Zudem wird dadurch die bereits etablierte Vielfalt an verschiedenen Lebenswelten in Bezug auf unterschiedliche Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit in Vereinen und Verbänden in unserem Land beschädigt. Denn durch ihre abscheulichen Taten spalten sie unsere Gesellschaft. Diese Leute betrachten die Vielfalt als Gefahr. Sie werden durch Hass und Hetze geleitet. Die rassistischen und extremistischen Gruppierungen und Gesinnungen sowie die schwierigen Pandemiezustände in unserem Land treiben die Regierungen vor sich her, politische Entscheidungen zu treffen, die nicht auf einer zivilgesellschaftlichen und parlamentarischen Demokratie basieren. Diese Symbolpolitik schränkt die bisherigen Verdienste unserer demokratischen Verfassung wie Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit immer weiter ein. Überdies werden dadurch Fakten geschaffen, die einem friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft wenig dienen. Diese Entwicklungen kommen uns bekannt vor. Diese ausgrenzende Politik nutzt die Pandemiezustände und die Maßnahmen gegen Corona aus, um türkischstämmige Vereine und Einrichtungen zu diskreditieren. Dass dabei auch Gewalt, bis hin zu Brandstiftung und Übergriffen auf Moscheen, angewendet wird, hat bislang zu keinen größeren Entrüstungen oder gar Maßnahmen geführt. Wir nehmen wahr, dass gerade zu diesem Zeitpunkt Verbote von Vereinen und Verbänden auf die Agenda gesetzt werden und fragen uns, ob die aktuell angespannte Situation instrumentalisiert wird. Dadurch werden bewusst Moscheen, Muslime und türkeistämmige Menschen an den Pranger gestellt und kriminalisiert. Nun wäre man fast verführt, Goethes Faust zu zitieren:
/ Nun kenn ich deine würdigen Pflichten/ du kannst im großen nichts vernichten/ und fängst es nun im kleinen an. /
Im Kampf gegen Terrorismus sind wir auf der Seite des Staates. Aber es darf nicht dazu führen, dass im Zuge dessen pauschale und diffamierende Verbote diskutiert und die Öffentlichkeit damit geblendet wird. Das hehre Ziel, Terrorismus, der uns alle gleichermaßen trifft, zu verhindern, darf nicht zu einen unverhältnismäßigen Rundumschlag gegen Muslime, ihre Gotteshäuser und Organisationen führen. Auch der neu gesetzte Begriff ist Ausdruck eben dieses Rundumschlag: Dies ist ein kalkulierter, unlauterer Versuch, bestimmten Menschen und Gruppen demokratische Rechte zu versagen und als Feinde zu markieren. Den angeblichen Schutz der Demokratie als Argument zu nutzen, um rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien für Minderheiten in Frage zu stellen, ist das Paradigma, das sich hier offenbart. Die Vereine, die von türkischen Menschen nach dem BGB gegründet worden sind, tragen weiterhin die Verantwortung für die freiheitliche demokratische Grundordnung und für den Frieden in unserem Land Deutschland. Wir bedauern sehr und sind besorgt darüber, dass man jetzt im Deutschen Bundestag Debatten über Vereinigungsverbote debattiert. Wir betrachten diese rufschädigende Kampagne gegenüber deutsch-türkischen Kultur- und Moscheevereinen als politisiert. Wir fordern, dass diese Vereine nicht marginalisiert und kriminalisiert werden, sondern dass sie in die integrations- und gesellschaftspolitischen Prozesse eingebunden werden. Daher halten wir weiterhin nachdrücklich an den offenen, liberalen und demokratischen Strukturen unseres Landes fest und vertrauen auf Recht und Gerechtigkeit. Die Initiative der Türkischen Vereine und Verbände in Köln fordert die zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Politik auf, diese demokratischen Vereine nicht mit rechtsextremen Gruppierungen gleichzusetzen. Für unsere Initiative ist es nicht nachvollziehbar, wie diesen Vereinen und Verbänden eine mutmaßliche Sicherheitsgefährdung attestiert werden kann. In einer sich schnell wandelnden Zeit, in der die Politik und Gesellschaft heute mehr denn je gefordert ist, gegen allen extremistischen Gruppierungen, Gesinnungen und Parteien wehrhaft zu sein, sollte die Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit mit allen Mitteln verteidigt werden. Die demokratischen Parteien und deren Abgeordnete können ihre demokratischen Befugnisse bei der Aufklärung der immer noch nicht geklärten NSU Mordserie sowie deren unter Verschluss stehenden oder vernichteten Akten einsetzen. Ferner ist es nicht zu akzeptieren, dass nach Anschlägen von Extremisten unsere Gottes- und Friedenshäuser unter Generalverdacht gestellt werden. Auch dies trägt zur Spaltung bei. Angesichts wachsender Islamfeindlichkeit und Moscheeübergriffe erwarten wir als die Initiative der Türkischen Vereine und Verbänden in Köln und Umgebung mit 56 Vereinen von Politik und Administration keinen politischen Aktionismus und keine Symbolpolitik, sondern konkrete, präventive Schritte gegen Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze. Mit freundlichen Grüßen Sprecher der Initiative Rafet Öztürk , Levent Taşkıran , Nergiz Bölükbaşı, Ibrahim Küçükyıldız

Verteidigung
Serbien: Erste Kampfjet-Pilotin tritt Dienst an

Belgrad – Pilotin Ana Perišić führte am Mittwoch erfolgreich einen Testflug mit dem Kampfflugzeug J-22 Orao (Adler) auf dem Militärflughafen Morava durch und wurde somit die erste Kampfjet-Pilotin in der Geschichte der serbischen Armee. Vizepremierminister und Verteidigungsminister Nebojsa Stefanović nahm an der Zeremonie teil und sagte, er sei stolz auf die Tatsache, dass eine Frau Pilotin eines Kampflugzeugs geworden ist. Sie könne bei der Durchführung solcher Aufgaben jederzeit gleich oder sogar erfolgreicher als jeder Mann werden, so Stefanović. Nach einem erfolgreichen Testflug auf dem Militärflughafen „Morava“ in Ladjevci wurde Hauptmann Ana Perišić von Stefanović und ihren Kollegen vom 241. Jagdbombergeschwader der 98th Air Brigade beglückwünscht. „Ich freue mich, dass neue Generationen junger Frauen aus unserem Land ihre Karriere in der Kampffliegerei und anderen höchst komplexen Diensten und Einheiten der serbischen Streitkräfte machen können“, sagte Minister Stefanović und fügte hinzu, dass er Ana für die Gelegenheit dankbar sei. Ihre befehlshabenden Offiziere und Experten beurteilten ihren Flug als sehr erfolgreich und entschieden, dass sie nun bereit sei, zu Soloflügen überzugehen.
Verteidigungsminister Neboša Stefanović, (l) gratuliert Pilotin Ana Perišić. (Foto. Serbisches Verteidigungsministerium)
Im Gespräch über ihre Eindrücke nach ihrem ersten Alleinflug wies Perišić darauf hin, dass es schwierig sei, diese in Worte zu fassen. „Der Flug war sicher, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie ich es geschafft habe. Es wird eine große Herausforderung sein, dieses Flugzeug nach dem Testflug allein zu fliegen“, betonte  Perišić, die zur ersten Generation von Pilotinnen gehört, die an der Militärakademie für diesen Beruf ausgebildet wurden. Das Angriffs- und Trainingsflugzeug J-22 Orao war eine gemeinsame Entwicklung Jugoslawiens und Rumäniens, die bis in die frühen 1970er Jahre zurückreicht. Obwohl beide Länder sozialistische Staaten waren, beschlossen sie, militärisch unabhängig von der Sowjetunion zu sein, und dieses Projekt war eines unter vielen, die dies bewiesen.

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Balkan
Serbien und Türkei wollen Kooperation in der Verteidigungsindustrie stärken

Belgrad – Serbien und die Türkei wollen ihre Beziehungen in der Verteidigungsindustrie stärken, wie Vertreter beider Länder am Mittwoch bekräftigten. Bei einem Treffen in der Hauptstadt Belgrad zwischen dem serbischen Verteidigungsminister Nebojsa Stefanovic und dem türkischen Botschafter Tanju Bilgic wurde die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit im Bereich der Ausrüstung und Modernisierung betont, hieß es in einer Erklärung des serbischen Verteidigungsministeriums. „Dies wäre eine solide Grundlage, um die gegenseitige Interoperabilität auf ein höheres Niveau zu heben als bei der früheren gemeinsamen Teilnahme an multinationalen Übungen, dem Austausch von Teilnehmern an verschiedenen Formen der Aus- und Weiterbildung sowie der Stärkung der allgemeinen operativen Fähigkeiten der beiden Armeen“, hieß es in der Erklärung. Starke Beziehungen zwischen Serbien und der Türkei tragen zweifellos dazu bei, Frieden und Stabilität sowohl auf dem Westbalkan als auch weltweit zu erhalten, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Stefanovic. Bilgic drückte auch seine Überzeugung aus, dass die bilaterale Zusammenarbeit sich vertiefen wird, und äußerte eine Einigung mit Stefanovic über die wichtigsten Bereiche künftiger gemeinsamer Aktivitäten.

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Türkei
Katar kündigt Milliarden-Investitionen in der Türkei an

Ankara – Die katarische Regierung hat mit der Türkei neue Investitionsabkommen in Milliardenhöhe unterzeichnet, darunter den Kauf eines Luxus-Einkaufszentrum und einen Anteil an der Börse Borsa Istanbul. Die katarische Investitionsbehörde hat die Abkommen am Donnerstag im Rahmen eines Staatsbesuchs des Emirs von Katar Tamim bin Hamad Al Thani nach Ankara unterzeichnet. Er traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um am 6. strategischen Gipfel zwischen den beiden Nationen teilzunehmen. Unter den Investitionen wird Katar eine 10-prozentige Beteiligung an der Borsa Istanbul vom Turkey Wealth Fund erwerben, der mehr als 90 Prozent der gesamten Aktien kontrolliert. Laut türkischen Medien wird sich Doha für eine Milliarde Dollar mit 42 Prozent auch an einem Mega-Einkaufszentrum in Istanbul, dem Istinye Park, beteiligen. 58 Prozent gehört der türkischen Dogus Holding. Der an der „Qatar Street“ gelegene Istinye Park ist mit 300 Geschäften und einem Parkplatz mit einer Kapazität von 3.200 Fahrzeugen eines der größten und meistbesuchten Einkaufszentren der Türkei. Die katarische Regierung wird zudem Investitionen in das Projekt Golden Horn Marina in Istanbul beisteuern. Die Höhe der Investitionssumme wurde nicht genannt. In Doha wurde in einer separaten Vereinbarung mit der Global Ports Holding (GPH) auch der Kauf des Hafens Akdeniz in Antalya durch die offizielle Terminalbetreibergesellschaft QTerminals für 140 Millionen Dollar vereinbart.

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Nachdem Saudi-Arabien türkische Produkte auf eine inoffizielle Boykottliste setzte und in den sozialen Medien eine Kampagne gestartet wurde „Made in Turkey“ zu boykottieren, hat Katar zur Unterstützung der Türkei nun eine Gegenkampagne gestartet.

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Film
Bruce Lee: Heute wäre der Kampfkünstler 80 Jahre alt geworden

Seattle – Martial-Arts-Legende und Schauspieler Bruce Lee wäre heute 80 Jahre alt geworden. Geboren im November 1940 in Chinatown, San Francisco, verstarb der Kampfkünstler am 20. Juli 1973 an den Folgen einer Hirnschwellung. Lee war Schauspieler, Regisseur, Kampfkünstler, Kampfkunstlehrer und Philosoph. Er war der Begründer von Jeet Kune Do, einer hybriden Kampfkunstphilosophie, die sich aus verschiedenen Kampfdisziplinen zusammensetzt und der oft der Verdienst zugeschrieben wird, den Weg für moderne gemischte Kampfkünste (MMA) geebnet zu haben. Lee wird von Kommentatoren, Kritikern, Medien und anderen Kampfkünstlern als der einflussreichste Kampfkünstler aller Zeiten und als eine Ikone der Popkultur des 20. Jahrhunderts betrachtet, die die Kluft zwischen Ost und West überbrückte. Ihm wird zugeschrieben, dass er dazu beigetragen hat, die Art und Weise, wie Asiaten in amerikanischen Filmen dargestellt wurden, zu verändern. Als Sohn des kantonesischen Opernstars Lee Hoi-chuen wurde Lee am 27. November 1940 in Chinatown in San Francisco, Kalifornien, geboren. Seine Familie kehrte jedoch bald darauf nach Hongkong zurück. Bereits in jungen Jahren spielte Lee dort in mehreren Filmen mit.  Im Alter von 18 Jahren zog Lee erneut in die Vereinigten Staaten, um an der University of Washington in Seattle zu studieren. Während dieser Zeit begann er auch, Kampfkünste zu unterrichten. Mit seinen in Hongkong und Hollywood produzierten Filmen erhob er den traditionellen Kampfkunstfilm auf eine neue Ebene der Popularität und löste in den 1970er Jahren im Westen eine Welle des Interesses an den chinesischen Kampfkünsten aus. Seine Filme beeinflussten und veränderten die Kampfkünste und Kampfsportfilme weltweit dramatisch. Lee starb am 20. Juli 1973 im Alter von 32 Jahren. Es gab keine sichtbare äußere Verletzung; laut Autopsieberichten war Lees Gehirn jedoch beträchtlich angeschwollen. Seit seinem Tod hat Lee weiterhin einen herausragenden Einfluss auf den modernen Kampfsport, einschließlich Judo, Karate, Mixed Martial Arts und Boxen, ausgeübt. Das US-Nachrichtenmagazin Time ernannte Lee zu einer der 100 wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
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