Berlin
Kramp-Karrenbauer: Die Türkei ist ein wichtiger NATO-Partner

Berlin – Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) traf am Dienstag ihren türkischen Amtskollegen Hulusi Akar. Akar und seine Delegation wurden mit militärischen Ehren von Kramp-Karrenbauer im Hauptquartier des deutschen Verteidigungsministeriums empfangen, wo die beiden Minister verschiedene Aspekte der bilateralen Verteidigungskooperation, internationale Sicherheitsfragen und die jüngsten Entwicklungen im östlichen Mittelmeer erörterten. „Die Türkei ist und bleibt ein wichtiger NATO-Partner“, erklärte Kramp-Karrenbauer im Anschluss an das Treffen am Dienstag in Berlin. Die Verteidigungsministerin bezeichnete das Treffen als „besonderes und gutes Signal unter Verbündeten“. Schwerpunkt des Gesprächs war der Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Kramp-Karrenbauer sagte bereits vor Ankunft Akars, dass sie die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Türkei und Griechenland begrüße. „Ich hoffe, dass alle Seiten die Chance zum Dialog nutzen, ich sehe Deutschland hier in einer Mittlerrolle“, sagte Kramp-Karrenbauer. Eine erneute Eskalation im Mittelmeer müsse vermieden werden. Akar bedankte sich seinerseits bei seiner deutschen Amtskollegin für die Gastfreundschaft und sagte, sie hätten sehr offene und konstruktive Gespräche über eine Reihe wichtiger Themen geführt. „Wir hatten die Gelegenheit, eine breite Palette von Themen zu besprechen, sowohl bilaterale Themen als auch Sicherheits- und Verteidigungsfragen im Rahmen der NATO und der EU“, so Akar.

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– EU-Türkei – Erdogan: Zukunft der Türkei liegt in Europa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben am Samstag eine Videokonferenz abgehalten, in der Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union und regionale Entwicklungen besprochen wurden.

Erdogan: Zukunft der Türkei liegt in Europa

Nawalny-Urteil
Wadephul: Weitere Sanktionen gegen Russland notwendig

Ein Gericht in Moskau hat den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny am heutigen Dienstag zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johann David Wadephul: „Das grob willkürliche Vorgehen gegen Alexej Nawalny kann für Russland nicht folgenlos bleiben. Die Europäische Union muss jetzt personenbezogene Sanktionen gegen Richter sowie gegen diejenigen Vertreter des russischen Innenministeriums verhängen, die für das brutale Vorgehen gegen Demonstranten verantwortlich sind. Zudem muss der Ministerrat des Europarates Russlands Verletzung der geltenden Regeln zügig beantworten. Deutschland sollte dies sofort beantragen. Das Urteil offenbart die große Angst des Kreml und des Putin-Regimes vor einem einzelnen Mann. Statt sich mit Alexej Nawalny politisch auseinanderzusetzen, nutzen sie erneut das dumpfe Mittel der Gewalt. Das ist ein klares Zeichen der Hilflosigkeit. Die Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Straflager wird dazu führen, dass die ‚Jetzt-reicht’s‘-Proteste der russischen Bevölkerung gegen die ständige staatliche Willkür weiter zunehmen werden und die Popularität des Kreml-Kritikers steigen wird. Die Anhänger des Oppositionspolitikers, die russische Opposition insgesamt und der Westen müssen jetzt sehr darauf achten, dass im Straflager nicht das nachgeholt wird, was mit dem Giftanschlag nicht erreicht wurde. Mit Sergej Magnitzky ist schon einmal ein prominenter Kreml-Kritiker während seiner Haft umgebracht worden.“ Gyde Jensen fordert Sanktionen gegen Russland FDP-Menschenrechtspolitikerin sieht Menschenrechte auf „massive Art und Weise verletzt“ – Moratorium für Nord Stream 2 in Erwägung ziehen Angesichts der staatlichen Gewalt gegen Demonstranten in Russland hat die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Gyde Jensen (FDP), eine deutliche Reaktion der EU und der Bundesregierung gefordert. „Wenn in unserer unmittelbaren Nachbarschaft Menschenrechte auf eine so massive Art und Weise verletzt werden, wie das in den vergangenen Wochen in Russland passiert ist, dann braucht es eine deutliche Reaktion der EU“, sagte Jensen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Mit dem neuen Sanktionsmechanismus gegen Menschenrechtsverletzer stünde der EU ein passendes Instrument zur Verfügung, das zielgenau die Verantwortlichen trifft. „Jetzt können und sollten die EU-Außenminister zeigen, dass der Sanktionsmechanismus nicht nur ein PR-Stück der deutschen Ratspräsidentschaft war, sondern als wirksames Instrument im geopolitischen Werkzeugkoffer der EU auch zum Einsatz kommt.“ Auch Deutschland könne mit Nord Stream 2 „ein wichtiges Ausrufezeichen nach Moskau senden“. „Die Bundesregierung muss sich die Frage gefallen lassen, was in Russland noch passieren muss, bis sie endlich anfängt, ein Moratorium der Pipeline zumindest in Erwägung zu ziehen“, sagte Jensen der „NOZ“.

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– Energiepolitik – Nord Stream 2: US-Botschafter droht erneut deutschen Firmen

Der US-Botschafter in Deutschland, Grenell, hat im Streit um die Ostseepipeline Nord Stream 2 deutschen Unternehmen erneut mit Sanktionen gedroht.

Nord Stream 2: US-Botschafter droht erneut deutschen Firmen

Treffen in Paris
Frankreich soll serbische Luftstreitkräfte stärken

Paris – Der serbische Präsident Aleksandar Vucic kündigte am Montag an, dass bei dem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron auch die Stärkung der serbischen Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung besprochen wurde. „Wir haben auch über Vinci und Schneider in Novi Sad und andere Projekte gesprochen, sowie über die Zusammenarbeit in der Militärtechnologie, und ich glaube, dass ich bei Macrons nächstem Besuch mehr darüber sagen kann, ebenso wie über die weitere Stärkung unserer Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung und andere Details“, sagte Vucic. Emmanuel Macron werde im September oder Oktober nach Serbien kommen, so Vucic. „Wir werden viele Verträge zu unterzeichnen haben, ich bin zuversichtlich, dass wir ein großes Ergebnis in den serbisch-französischen Beziehungen zum Nutzen der serbischen Bürger erreichen werden“, erklärte der serbische Staatschef. „Für uns ist Frankreich nicht nur ein wichtiges Land, sondern ein wahrer und aufrichtiger Freund Serbiens. Danke für den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft“, schrieb Vucic auf Twitter. Des Weiteren kündigte Vucic den Bau neuer U-Bahn-Systeme für Belgrad an. Vucic betonte, dass die erste Linie, von Makis nach Mirijevo, noch vor Ende 2027 oder Anfang 2028 fertiggestellt werden könnte und dass die zweite, von Mirijevo nach Zemun, bis 2030 fertig sein könnte, berichtet die serbische Nachrichtenagentur Tanjug. In einer Abstimmung können die Belgrader drei von sechs Metrozug-Entwürfen auswählen, die von französischen Experten entwickelt wurden, sagte Vucic gegenüber Reportern in Paris nach dem Treffen mit Macron.

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– Verteidigung – Serbien: Erste Kampfjet-Pilotin tritt Dienst an

Pilotin Ana Perišić führte am Mittwoch erfolgreich einen Testflug mit dem Kampfflugzeug J-22 Orao (Adler) auf dem Militärflughafen Morava durch und wurde somit die erste Kampfjet-Pilotin in der Geschichte der serbischen Armee.

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Tesla-Fabrik
Bericht: Deutsche Steuerzahler sollen Tesla-Fabrik mit Milliardenbetrag finanzieren

Berlin – Laut einem Bericht des Wirtschaftsportals Business Insider (BI), werden deutsche Steuerzahler die neue Tesla-Fabrik des US-Milliardärs Elon Musk in Brandenburg mitfinanzieren. Wie BI weiter berichtet, hatte sich Tesla in der vergangenen Woche, dessen neue Fabrik in Grünheide bei Berlin entstehen soll, erfolgreich um das „IPCEI“-Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums beworben. BI habe aus Regierungskreisen erfahren, dass es sich bei der Förderung um eine Milliardensumme handeln soll. Das Förderprogram wurde 2014 eigentlich mit dem Ziel ins Leben gerufen, um europäische Champions im Bereich von Schlüsseltechnologien zu schaffen, die es mit chinesischer und amerikanischer Konkurrenz aufnehmen können. Nun erhält mit Tesla ein amerikanisches Unternehmen einen Milliardenzuschlag, berichtet BI weiter. Tesla will sein erstes europäisches E-Auto-Werk in Grünheide bei Berlin ab Sommer 2021 in Betrieb nehmen. BI:
Nun bekommt ausgerechnet der wohl größte Konkurrent der deutschen und europäischen Autobauer den Zuschlag für die Förderung. Ein Unternehmen, gegen das BMW, Volkswagen und Daimler gerüstet werden sollten.

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– Türkei – Tesla-Chef Elon Musk und Erdogan wollen Zusammenarbeit stärken

Tesla-Gründer Musk und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan haben bei einem weiteren Gespräch am Mittwoch telefonisch die Stärkung der weiteren Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch die Raumfahrttechnologie, besprochen.

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„Unterhosen-Affäre“
Österreich: Elisabeth Germann widerruft „Unterhosen-Äußerung“

Wien – Ex-SPÖ-Stadträtin Elisabeth Germann hat in einer OTS Pressemitteilung ihre frühere Behauptung, dass ÖVP-Bürgermeister Helmut Koch seine Hose vor ihr geöffnet habe, widerrufen. „Hiermit widerrufe ich, Elisabeth Germann, meine Behauptung, Bürgermeister Helmut Koch habe bei einer Besprechung am 18. Juni 2019, in der Volksschule Retz, „seine Hose geöffnet, bis seine Unterhose sichtbar war und gesagt, ach schau, heute ist sie gestreift“, heißt es in der Mitteilung. Bereits im Oktober 2019 urteilte Richter Maleczky nach einer Verhandlung am Korneuburger Landesgericht, dass Germann nicht mehr behaupten dürfe, Koch habe vor ihr seine Hose geöffnet , „bis die Unterhose sichtbar war“ und sie mit einer Pressemitteilung ihre Behauptung widerrufen müsse. Germann hatte behauptet, der Stadtchef habe während einer Besprechung im Juni 2019 gesagt, dass er seinen Kaffee schwarz trinke, weil er schwarz bis auf die Unterhose sei, und dass er seinen Hosenknopf geöffnet habe, um den Beweis der Unterhosenfarbe anzutreten. Den Sager bestritt Koch nie, die Handlung schon, berichtet NÖN. „Germann musste beweisen, dass sich der Vorfall so zugetragen hat, und das konnte sie nicht“, zitiert NÖN Bürgermeister-Anwalt Heribert Donnerbauer.

Türkei
Atak Electric: Erdogan fährt ersten türkischen fahrerlosen Bus Probe

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan unternahm am Montag eine Probefahrt im ersten in der Türkei entworfenen und hergestellten fahrerlosen E-Bus, dem Atak Electric. Der von den türkischen Unternehmen Karsan und Adastec entwickelte Elektrobus wurde Erdogan in einer feierlichen Zeremonie im Präsidentschaftskomplex in der türkischen Hauptstadt Ankara vorgestellt. „Der Bus ist für unser Land eine Quelle des Stolzes“, sagte Erdogan gegenüber Reportern. Der türkische Staatschef zeigte sich zuversichtlich, dass die Türkei eine würdige Position auf dem Elektrobusmarkt einnehmen wird, und kündigte den baldigen Start der Serienproduktion an. Der selbstfahrende E-Bus ist 8,30 m lang, 3,10 m hoch und 2,43 m breit. 22 Sitz- und 26 Stehplätze gibt es an Bord, der Zugang ist barrierefrei. Die Technik soll in Zukunft aber auch in größeren Bussen mit bis zu 24 m Länge zum Einsatz kommen. Die Reichweite gibt Karsan mit 300 km an. Die Akkus sollen in nur 2,5 Stunden voll aufgeladen sein. An die anwesenden Vertreter der Herstellerfirmen gerichtet fragte Erdogan, wie schnell die Busse fahren können. „In Michigan werden unsere Busse ab diesem Sommer mit 50 km/h unterwegs sein“, so ein Sprecher Karsans. Der US-Staat habe bereits 200 fahrerlose E-Busse des türkischen Herstellers bestellt. Erdogan zeigte sich zuversichtlich, dass der US-Hersteller Tesla die Türkei besuchen werde, um den Bus zu sehen. „Ich werde Elon Musk sagen: ‚Immer erzählst du davon, was du gemacht hast, aber steig in den Flieger und komm her, schau was wir gemacht haben“, so Erdogan.   Karsan, der türkische Pionier im Fahrzeugbau In mehr als 50 Jahren türkischer Automobilgeschichte produziert Karsan eigene Fahrzeuge und Komponenten für weltweit führende Marken im Nutzfahrzeugbereich. Seit 1981 werden alle diese Aktivitäten mit 100 Prozent heimischem Kapital abgewickelt, und das Werk in Bursa nahe Istanbul kann im Einschichtbetrieb bis zu 18.200 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Dort können ganz flexibel Pkw, Lkw, Minivans und Busse an einem Standort hergestellt werden. Das Werk befindet sich 30 km vom Stadtzentrum von Bursa entfernt und wurde auf einer Fläche von 206.000 qm errichtet, von denen 90.000 qm geschlossene Flächen umfassen.

Karsan ist seit mehr als 50 Jahren der einzige unabhängige Mehrmarken-Fahrzeughersteller in der Türkei, und die nächste Phase für das Unternehmen, unterstützt und gefördert von seinen Geschäftspartnern und Lizenzgebern, besteht darin, maßgeschneiderte Versionen von neuen und bestehenden Fahrzeugen zu entwickeln, um seine Präsenz auf alle Segmente des Güter- und Personenverkehrs auszuweiten. Mit dem Ziel, „innovative Produkte und Dienstleistungen von der Idee bis zur Marktreife zu entwickeln“ und jedes relevante Marktsegment zu bedienen, will Karsan vor allem seine Geschäftssparte Hauptproduzenten/OEM stärken. Dabei managt Karsan die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Marketing und Kundendienst.

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Corona-Krise
Virologe Streeck: Lockdown-Schäden sollten erfasst werden

Osnabrück – Der Virologe Hendrik Streeck plädiert dafür, die gesellschaftlichen Schäden durch den Kampf gegen Corona nicht zu vernachlässigen und systematisch zu erfassen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte der Mediziner: „Wir haben harte Fakten zum Virus. Aber wir haben sehr wenige Fakten zu Kollateralschäden und Nebenwirkungen. Das sollte im gleichen Maße überprüft und erfasst werden, damit auch diese Daten in die Entscheidungen der Politik mit einfließen.“ „Die Politik muss abwägen und darf sich nicht nur von Virologen, Epidemiologen und Physikern leiten lassen. Kinderärzte, Psychologen und Soziologen warnen vor den Kollateralschäden, die Wirtschaft und Künstler leiden: All dies gilt es zu bedenken“, sagte Streeck, der das Institut für Virologie der Universitätsklinik Bonn leitet. Bis heute sei außerdem nicht überprüft, welche Einschränkungen der bisherigen Lockdowns tatsächlich welche Wirkung gehabt hätten. Das Ziel, das Virus Richtung null zurückzudrängen, hält der Professor für unrealistisch. „No Covid, Zero Covid: Wenn man die Konzepte liest, sind die Unterschiede letztlich nicht sehr groß.“ Dass Corona nicht ausgemerzt werden könne, sei aber eine Realität, mit der es klarzukommen gelte. Streeck sprach Modellrechnungen eine wichtige, aber begrenzte Bedeutung zu. „Sie sind ein wichtiges Instrument, aber wir können uns nicht alleine auf sie verlassen.“ Angaben aus dem vergangenen Frühjahr, dass jede Form der Lockerung zu dramatischen Zahlen führen würden, seien etwa unzutreffend gewesen. „Die Argumentation derer, die sie immer wieder anführen, ist häufig auch sehr emotional getrieben und blendet auch unsere Lebenserfahrungen mit Coronaviren aus.“ So rechne er auch in diesem Frühjahr mit einer stark dämpfenden Wirkung der Jahreszeit. Der Virologe lobte die Stufenpläne aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. „Wir sollten Korridore entwickeln, die festlegen, ab welchen Inzidenzwerten was zugelassen werden kann, oder ab wann doch noch mal nachgeschärft werden müsste.“ Dies eröffne den Bürgern eine klare Perspektive und motiviere sie, die Regeln einzuhalten. „Mit regionalen Stufenplänen kämen wir deutlich besser in den Sommer als mit immer neuen Verordnungen im Wochenrhythmus.“ Der Wissenschaftler regte an, weitere Kriterien als die reine Infektionslage in die Exit-Pläne einfließen zu lassen. „Neben Inzidenzwert, R-Faktor und der jeweiligen Teststrategie muss auch die Auslastung der Krankenhäuser berücksichtigt werden.“ Auch das Alter der Erkrankten sollte erfasst werden. „Die Zahl der Neuansteckungen allein sagt viel zu wenig aus“, erklärte Streeck. Eine wachsende Zahl an Geimpften würde die Aussagekraft dieses Wertes nochmals senken. In die Breite gehen: Streeck plädiert für Änderung der Impfstrategie Streeck sprach sich zudem für eine veränderte Impfstrategie ausgesprochen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Die Menschen mit den meisten Kontakten können sich am ehesten anstecken und das Virus schneller weitergeben. Würde man also die sozial aktivste Gruppe impfen – also eher die Jüngeren -, würde die Corona-Verbreitung auch schneller gebremst.“ Über diese Frage müsse diskutiert werden. „Die Zulassung des Astra-Zeneca-Impfstoffes ist dafür der richtige Zeitpunkt“, sagte Streeck, der das Institut für Virologie der Universitätsklinik Bonn leitet. Der Impfstoff sei zu etwa 33 Prozent weniger wirksam als die Mittel von Biontech und Moderna und erst gar nicht für die ältere Bevölkerung zugelassen. „Es könnte durchaus sinnvoller sein, mit dem Astra-Zeneca-Vakzin in die Breite zu gehen und dort zu impfen, wo das Infektionsgeschehen am stärksten ist“, argumentierte der Medizinprofessor. „Experten der Weltgesundheitsorganisation betonen, die Pandemie werde sich außerhalb der Saisonalität erst substanziell verlangsamen, wenn die Jüngeren immun sind. Daher braucht es eine Impfstrategie, in der es nicht nur von den Älteren nach unten geht, auch wenn es absolut richtig ist, mit den ersten Impfstoffen von Biontech und Moderna zunächst die besonders Gefährdeten zu immunisieren“, sagte Streeck.

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– Corona-Pandemie – Virologe Klaus Stöhr: Coronavirus wird uns Jahrzehnte erhalten bleiben

Der Epidemiologe und Virologe Klaus Stöhr, der 15 Jahre in führenden Positionen bei der Weltgesundheitsorganisation WHO tätig war, geht davon aus, dass das Coronavirus uns „Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte erhalten“ bleiben wird.

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Corona-Krise
SPD-Chefin Esken will Corona-Zuschuss im Koalitionsausschuss durchsetzen

Berlin – Die SPD-Führung macht Druck bei der Einführung eines monatlichen Corona-Zuschlags für Hartz-IV-Bezieher. Parteichefin Saskia Esken will einen solchen Zuschuss im Koalitionsausschuss am kommenden Mittwoch durchsetzen. „Angesichts der offenkundigen Not von Erwachsenen und Kindern in Grundsicherung erwarten wir von unserem Koalitionspartner im Bund, dass er da mitgeht, wenn wir uns demnächst in neuer Besetzung im Koalitionsausschuss treffen“, sagte sie dem Tagesspiegel.  Die Corona-Pandemie bringe Belastungen für alle Menschen mit sich. Aber besonders hart treffe es Menschen, die auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen seien. „Zu den Sorgen um die Gesundheit und erheblichen psychosozialen Belastungen kommen finanzielle Mehrausgaben, die aus dem schmalen Budget kaum geleistet werden können“, sagte Esken. Viele Hilfsangebote in sozialen Einrichtungen fielen weg oder seien nur eingeschränkt erreichbar. Hinzu kämen gestiegene Ausgaben im Haushalt, beispielsweise für Hygieneartikel. Auch die wegen geschlossener Einrichtungen wegfallende Mittagsverpflegung für Kita- und Schulkinder belaste die ohnehin knappen Haushalte. Zur Bewältigung dieser Lasten wolle die SPD deshalb einen Zuschuss auf den Weg bringen. Die SPD-Chefin will im Koalitionsausschuss außerdem eine grundsätzliche Hartz-IV-Reform auf die Tagesordnung setzen. Zwingend notwendig sei eine Reform, weil das Sanktionsregime verfassungsgemäß ausgestaltet werden müsse. Außerdem habe sich der in der Corona-Pandemie vereinfachte Zugang zur Grundsicherung bewährt und müsse beibehalten werden. „Wir wollen, dass künftig in den ersten zwei Jahren des Bezugs von Grundsicherung nicht erhebliches Vermögen und die Angemessenheit der Wohnung nicht überprüft werden“, kündigte Esken an.

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Türkei
Erdogan gratuliert „Türken Armin“ Laschet zur Wahl zum CDU-Vorsitzenden

Ankara – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Armin Laschet, zu seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden gratuliert. Erdoğan habe bei einem Telefonat betont, dass die „enge und aufrichtige Zusammenarbeit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auch mit Herrn Laschet fortgesetzt“ werde. Der türkische Staatschef habe zudem seine Überzeugung geäußert, dass Laschet seine „positive Haltung gegenüber der türkischen Gesellschaft“ und die Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland in seinem neuen Amt beibehalten werde, so die Mitteilung des Präsidialamtes. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland seien in allen Bereichen einzigartig und besonders die wirtschaftliche Zusammenarbeit sei gut. Die Türkei messe der Verbesserung dieser vielschichtigen und tief verwurzelten Beziehungen besondere Bedeutung bei. Die Rolle von DITIB bei der „Prävention von Radikalismus“ Unter Hinweis auf die Beiträge der türkischen Gesellschaft zum wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Leben in Deutschland, habe der türkische Staatschef betont, dass die Türkei Vertrauen in die deutschen Politiker habe, dass sie die notwendigen Vorkehrungen gegen die „zunehmenden Angriffe auf die türkische Präsenz sowie auf die Moscheen in Deutschland“ träfen, die Vorfälle gründlich untersuchten und die Täter vor Gericht bringen würden. Erdoğan habe darauf hingewiesen, dass die kritische Rolle von DITIB und den türkischen Religionsvertretern, insbesondere bei der Prävention von Radikalisierung und Extremismus, durch ihre erfolgreiche Arbeit nicht ignoriert werden sollte. Er habe auch seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass Laschet sich dafür einsetzen werde, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU auf der Grundlage einer konkreten und positiven Agenda vorangebracht würden. Weiter habe er dem neuen CDU-Vorsitzenden und seiner Partei bei den im September stattfindenden Parlamentswahlen in Deutschland viel Erfolg gewünscht. Laschet neuer Parteichef Nach seinem Sieg in einer Online-Abstimmung wurde NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in der vergangenen Woche mit einer Zustimmung von 83,35 Prozent als neuer CDU-Parteichef bestätigt. Wegen seiner liberalen Haltung und seinen differenzierten Ansichten in der Integrations- und Ausländerpolitik bezeichnen ihn seine Kritiker oft als „Türken-Armin“. Der 1961 in Aachen geborene CDU-Politiker gilt auch heute noch als Verteidiger von Kanzlerin Angela Merkels Flüchtlingspolitik. Immer wieder betonte er die Bedeutung der Zuwanderung und der Integration in seinen Reden. „Wir müssen die ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt unseres Landes nicht als Bedrohung, sondern als Chance und Herausforderung begreifen“, sagte er bereits 2009.

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Bildung
Humanitas Universität: So bereiten Sie zukünftige Generationen von Ärzten vor

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Aktuell kämpfen wir mit Viren und der Beschaffung von Impfstoffen. In diesen Zeiten spielen Ärzte eine Schlüsselrolle im Leben vieler Menschen. Es besteht vor allen Dingen ein großer Bedarf an medizinischen Forschern. Der professionelle Beruf des Arztes gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Entscheidung den Beruf des Arztes zu ergreifen, erfordert Leidenschaft. Er ist zweifellos äußerst schwierig und komplex. Wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden, dann ganz sicherlich aus Gründen der Berufung. Der erste Schritt besteht in der Wahl der richtigen Universität, die Ihren Bedürfnissen gerecht wird. Dieses Haus muss dem Studierenden eine professionelle Ausbildung in einem Umfeld bieten, welches auf dem neuesten Stand der Zeit ist. Der medizinische Studiengang der Humanitas Universität Bei der Humanitas Universität handelt es sich um eine Universität, die Studierende sowohl auf ihre Karriere im klinischen Bereich als auch in der Forschung in Italien und im Ausland vorbereitet. Das inspirierende Kurs-Konzept des aktiven Lernens in Theorie und Praxis ermöglicht dem Studierenden, eigenständige und kritische Fähigkeiten in der Argumentation und spezifische Fertigkeiten im Beruf zu entwickeln. Die Universität bereitet Ihre Studenten auf diese Weise vor, Teamgeist, Neugier und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln, um menschlich und beruflich zu wachsen. Der Studiengang an der Humanitas Universität in Medizin und Chirurgie wird online und in englischer Sprache stattfinden. Der Eingangstest findet am 11. Februar 2021 statt. Dauer: 6 Jahre. Die Lehrveranstaltungen sind in der Regel nach dem Prinzip des integrierten Unterrichts in 360 Einheiten und 12 Semester unterteilt. Es finden 29 Prüfungen statt. Die Ausbildungsaktivitäten zeichnen sich durch multidisziplinare und interaktive Unterrichtsmethoden aus, einschließlich von Gruppenaktivitäten, die von einem Tutor koordiniert werden. Die wichtigsten interaktiven Methoden sind Problem-basiertes Lernen, Fallmethode, Problemlösung, Konzeptkarten und Kompetenzportfolio. Es finden auch ergänzende Veranstaltungen statt, die in mehrere Kurse unterteilt sind. Diese werden von unterschiedlichen Dozenten geleitet und können auf ein oder zwei Semester verteilt werden. Dadurch erhalten die Studierenden einen umfassenden Überblick über alle Aspekte des Fachs. In Form einer didaktischen Organisation werden unter Aufsicht eines Lehrkörpers praktische klinische Aktivitäten durchgeführt, die mit einem hohen Maß an Autonomie verbunden sind. Dabei wird die auf professioneller Ebene ausgeübte Tätigkeit simuliert. Die Studierenden werden außerdem ermutigt, an den von der Humanitas Universität organisierten Forschungsaktivitäten und Seminaren teilzunehmen, sowie Auslandserfahrungen im Rahmen des Erasmus-Programms oder anderer internationaler Organisationen zu sammeln. Humanitas bietet – unter Berücksichtigung der Einkommens- und Vermögenssituation der Familie – ein Finanzierungssystem von variablen Beiträgen an. Es gibt vier Beitragsklassen, die auf der Grundlage eines Einkommens- und Vermögensindikators ermittelt werden, dessen Berechnung auf der Größe einer konventionellen Familie basiert. Die Universität bietet jedes Jahr eine unterschiedliche Anzahl von Stipendien für europäische und außereuropäische Studierende an. Die Zulassungskriterien basieren auf Leistungskriterien und können von Jahr zu Jahr variieren. Zudem besteht die Möglichkeit verschiedener Darlehensmodelle, die Humanitas im Einvernehmen mit den Banken ihren Medizinstudenten anbietet, um auf ein Verdienstdarlehen in Höhe von 7.000 Euro pro Jahr zugreifen zu können. Warum Medizin studieren? Viele Herausforderungen, vor denen Sie als Medizinstudent stehen, sind ein natürlicher Bestandteil des Lernprozesses. Doch sie belasten auch emotional. Es bedarf starker innerer Stärke und Belastbarkeit, um ein kompetenter Fachmann zu werden. Ein Arzt muss auf sozialer Ebene eine starke Persönlichkeit aufweisen und den Mut besitzen, sich allen Problemen seiner einzelnen Patienten zu stellen. Er muss multitaskingfähig sein, um mit den verschiedenen Schwierigkeiten, Patienten und deren Krankheiten umgehen zu können. Leidenschaft und Willenskraft reicht allein nicht aus, um ein guter Arzt zu werden. Von größter Wichtigkeit ist die Chance zu haben, in einem modernen und technologisch fortschrittlichen Umfeld studieren zu können, das es den Studierenden ermöglicht, international wettbewerbsfähig zu sein. Nur so ist es möglich den Weg beruflichen Wachstums zu beschreiten. Das garantiert den Studierenden den Erwerb der grundlegenden Fähigkeiten, die sie in diesem Beruf benötigen, um ihn bestmöglich ausüben und um darin eine wichtige Rolle spielen zu können. Weitere Informationen zu den Studiengängen der Humanitas Universität: https://www.hunimed.eu/course/medicine/ +39 02 82243777 info@hunimed.eu