Griechenland
Westthrakien: Schulratswahlen der türkischen Minderheit am 22. Mai

Von Kemal Bölge Die immer wieder verschobenen Schulratswahlen der türkischen Minderheit im griechischen Westthrakien, sollen am 22. Mai stattfinden. Aufgrund der Pandemie wurden die Wahlen von den Behörden insgesamt acht Mal verschoben. Die Eltern der Schüler an 69 Schulen der türkischen Minderheit in Westthrakien sind am kommenden Samstag aufgerufen, neue Schulräte zu wählen. Wie der Präsident der Schulräte-Union Westthrakiens, Ercan Ahmet, mitteilte, habe er diesbezüglich ein Gespräch mit dem Bildungsdirektor für die Provinz, Konstantin Bandikos, geführt und darin sei der 22. Mai 2021 als Datum für die Schulratswahlen fixiert worden. Präsident der Schulräte-Union Ercan Ahmet: Am Samstag wird es keine großen Menschenansammlungen geben Ercan Ahmet erklärte: „Man hat sich für einen schulfreien Tag entschieden, an dem kein regulärer Unterricht stattfindet und die Wahlen durchgeführt werden können. Da die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag nicht in der Schule sind, wird es keine großen Menschenansammlungen geben. Diese Entscheidung haben wir seit Langem erwartet. Herr Bandikos hatte erklärt, dass der offizielle Beschluss den Schulen am Montag übermittelt wird.“ Ahmet wünschte den Minderheitenschulen alles Gute und appellierte an die Eltern der Schüler, am 22. Mai an die Wahlurnen zu gehen, um die neuen Schulräte zu bestimmen. Für die bevorstehenden Wahlen wünschte der Vorsitzende der Schulräte-Union allen Kandidaten viel Erfolg. Demonstration und Dialog führte zum Erfolg Der Bildungsdirektor für Ostmakedonien und Thrakien, Bandikos, hatte im Dezember letzten Jahres die Schulratswahlen angekündigt, die jedoch wegen den Corona-Verordnungen acht Mal verschoben werden mussten. Nach der abermaligen Verschiebung der Schulratswahlen rief der Verband der Gewerkschaftsräte im April zu Demonstrationen auf. Daraufhin versammelten sich Menschen in der griechischen Stadt Komotini (Gümülcine) und Xanthi (İskece) in Westthrakien zu Kundgebungen, um gegen die wiederholte Verschiebung der Schulratswahlen zu protestieren. Nach einem Gespräch mit dem Bildungsdirektor übergaben die Organisatoren der Veranstaltung diesem eine Unterschriftenliste mit 967 Unterzeichnern.

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– Griechenland – Türkische Historikerin dankt griechischer Stadt

Stadtparlament von Nea Propontida beschließt erneute Umbettung der Gräber aus osmanischer Zeit.

Türkische Historikerin dankt griechischer Stadt

Meinung
Kommentar: Antisemitismus höher unter der deutschen Bevölkerung

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Wenn jemand Feuer ruft und vor unseren Augen nur unweit ein Inferno stattfindet, wer hat da wohl zuerst und dringlich mehr Solidarität und Unterstützung zu erfahren? Schockierende Bilder erreichen uns seit mehr als einer Woche, erst aus Ost-Jerusalem, dann aus Israel und dem abgeriegelten Gaza-Streifen. Menschen werden vertrieben, flüchten in Schulen oder sterben, ganze Häuserblocks versinken in Schutt und Asche. Ein Hochhaus, aus dem Medienvertreter aus allen Herren Ländern berichten, wird dem Erdboden gleichgemacht. Radikalisierte Siedler jagen palästinensische Israelis, militante palästinensische Israelis jüdische Israelis. Und worüber diskutiert man in Deutschland, wenn es denn etwas über das Inferno zu diskutieren gibt? Das Hochhaus, das kurz vor der Live-geschalteten Bombardierung von Medienvertretern eiligst geräumt wurde, ist jedenfalls bislang nicht Gegenstand der politischen Debatten. Vielmehr könnte man nach dem dröhnenden Schweigen den Eindruck gewinnen, die internationalen Medienvertreter wären mitten im Inferno eigentlich Fehl am Platz. Man kann mit Fug und Recht auch behaupten, dass die vom Mainstream andersartig kolportierten „Opfer“ dieses Konflikts, die Palästinenser, uns nicht zu Nahe kommen, während die „ermordeten“ Juden in Israel uns ans Herz gehen sollen. Überhaupt nicht zur Debatte steht auch der jüngste Vorwurf gegen den deutschen Sender „Deutsche Welle“ (DW), die eine Richtlinie über die Berichterstattung zum Nahost-Konflikt an seine Redakteure, Moderatoren und Gäste darreicht, mit der das Existenzrecht Israels nicht hinterfragt werden kann. Diese Gummirichtlinie wurde von der DW just dann verteilt, nach dem ein Interview mit dem palästinensisch-amerikanischen Journalisten Ali Hasan Abunimah offenbar aus dem deutschen Ruder geriet und eiligst eingestampft wurde. Worüber Deutschland aber seit Ausbruch des Konflikts verstärkt diskutiert und dabei in Schnappatmung gerät ist, der „muslimische Antisemitismus“ in Deutschland. Und wieso? Weil rund 180 Pampersrocker vor einer Synagoge in Gelsenkirchen „Scheiß Juden“ gerufen haben. Seitdem sind alle nachfolgenden Demonstrationen zugunsten der Palästinenser per se antisemitische Veranstaltungen. Gab es aber in Gelsenkirchen dabei eine blutige Nase; ging eine Synagoge in Flammen auf; wurde jemand direkt beleidigt? Offenbar nicht! Aber in sozialen Medien, in Politik und TV- sowie Radiosendungen wird breit und tief der Eindruck erweckt, dass das derzeitige Inferno im Nahen Osten Deutschlands Straßen erreicht habe und wüte. Ein Politiker, eine Politikerin nach dem anderen fordert geschlossen die muslimischen Migranten und Deutschen auf, sich uneingeschränkt mit Israel solidarisch zu zeigen, weil man sonst das Existenzrecht Israels infrage stelle; zumindest wird es so kolportiert und PolitikerInnen mit Migrationshintergrund stehen dafür als Paradebeispiel reflexartig in Reih und Glied Spalier. Pardon, leben wir schon in einer Diktatur? (du sollst dich solidarisch zeigen oder du verlässt das Land!) Und wohin mit all den Hunderttausenden antisemitischen Biodeutschen, die noch unter dem Hintergrundrauschen des Holocaust stehen? Werden wir schon von Staatspropagandasendern (DW) berieselt, werden Akademiker von Hetzblättern (Hamas-Helga) denunziert, knüppeln Hundertschaften der Polizei auf Demonstranten ein (Berlin), weil sie den Mindestabstand nicht eingehalten haben? Offensichtlich ja! In Deutschland leben annähernd 5,5 Millionen Muslime und die stehen nicht stellvertretend auf der Seite der Hamas oder Fatah, können im Umkehrschluss nicht Israel das Existenzrecht abgesprochen haben. Wer das auch nur wage formuliert, hat ein Rad ab oder will etwas ganz bestimmtes erreichen. Es verstärkt sich der Eindruck, dass die Debatte um „muslimischen Antisemitismus“ das Herzstück der Jahrzehnte bewährten Taktik der Israel-Apologeten in Deutschland bildet. Absolut jede Debatte, in der Israels Politik kontrovers erörtert wird, wird konsequent auf die Ebene eines Metadiskurses über „muslimischen Antisemitismus“ gezogen. Ausnahmslos jede Debatte endet so, egal ob mit Politikern, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder Quotenmigranten, die offenbar ein Eid darauf geschworen haben, hart wie Kruppstahl zu wirken. Das sind Taschenspielertricks, mit denen eine Täter-Opfer-Umkehr eingeleitet und jeder, der nicht bis drei „auf Linie“ ist, sich erst einmal erklärend rechtfertigen muss. Das ist grotesk und lächerlich zugleich, weil die staatlich angeordnete Antisemitismuskeule nun auch selbst Bezichtigende Antisemitismusgegner aus dem Migrantenmilieu – genauer gesagt Quotenmigranten – trifft und unter ihnen für Ohnmacht und Frustration sorgt – was ich zugegebenermaßen mit Genugtuung verfolge. Fakt ist, dass in Deutschland Antisemitismus leider vorherrscht, jedoch im Promillebereich unter Muslimen in Deutschland und weitaus höher und im beängstigenden zweistelligen-prozentual-Bereich innerhalb der deutschen Gesellschaft. Das behaupten nicht die Muslime in Deutschland, das geht aus den unzähligen Antworten der Bundesregierung hervor, die auf die Fragen der Fraktionen eingehen müssen. Zahlen darüber, wie viele antisemitische Vorfälle auf wen konkret umgemünzt werden können, die lügen nicht, die sind geduldig! Daraus geht auch hervor, dass nach einem Bericht des „Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus“, Antisemitismus „durch die seit Jahren aufgeheizte Debatte über Islam, Terrorismus und Zuwanderung/Flucht begünstigt“ werde. Das bedeutet schlicht, dass diejenigen die jetzt erneut mit dem Finger fuchtelnd auf Muslime in Deutschland zeigen, Antisemitismus begünstigt, ja sogar gefördert haben. Irre nicht wahr?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Meinung – Kommentar: Antisemitismus hat im islamisch-türkischen Kanon keinen Platz Die mediale Darstellung des gegenwärtigen Konflikts heizt die Stimmung mit auf und ist somit ein Teil der Ursache der gewaltsamen Demonstrationen – generell die Politisierung des Islams in Deutschland. Ohne den Einfluss des DITIB wäre die Reichweite zur Mäßigung der Demonstranten gering gewesen. Die meisten muslimischen Migranten empfinden eine Art Sippenhaft und zugleich eine bewusste Falschdarstellung des Islams für die politische Interessen des Westens.
Kommentar: Antisemitismus hat im islamisch-türkischen Kanon keinen Platz

Meinung
Kommentar: Antisemitismus hat im islamisch-türkischen Kanon keinen Platz

Die Notwendigkeit des DITIB! Ein Gastkommentar von Hakan Isik DITIB ist immer wieder ein politisches Reizwort für die deutsche Majorität ganz besonders für die Akteure aus dem Linksliberalismus. Für uns die Gewähr des sunnitischen orthodoxen Kanons, welches den anatolischen Islam der Türken abbildet. Die DITIB ist die ausländische Vertretung für die religiösen Angelegenheiten, die DITIB ist eine staatliche Organisation – Diyanet İşleri Başkanlığı ist das Ministerium hierfür in der Türkei. Während die Akteure des hiesigen politischen Systems die DITIB als den verlängerten Arm der Republik Türkei sehen respektive RTE, sehen wir Türken in Deutschland die DITIB in der ihr vorgeschrieben Rolle. Genau diese Rolle übernahm die DITIB erneut am Wochenende und hat ihr Autoritätsmonopol dokumentiert. Antisemitismus hat im islamisch-türkischen Kanon keinen Platz innerhalb der Gemeinschaft und ebenso extreme religiöse Bewegungen. Wenn also die Vertreter des medialen und politischen Systems in Deutschland die DITIB politisieren und ihre Anti-Erdoganpolitik manisch-pathologisch an den Tag legen, verkennen sie die Aufgaben und die Rolle der DITIB und warum in der jungen damaligen Republik Türkei das Ministerium gegründet worden ist. Dieses Ministerium ist der Garant gegen radikale Strömungen. Und hier liegt das gewaltige Potenzial des DITIB, weigern sich die Akteure des hiesigen politischen Systems mit der DITIB zusammenzuarbeiten, wird man die soziologischen und politischen Ursachen nicht bekämpfen können, arbeitet man hingegen mit der DITIB zusammen, ist die Möglichkeit einer friedfertigeren Bekämpfung des Antisemitismus aussichtsvoller. Während dieser Text geschrieben wird, läuft die Bundespressekonferenz zum gegenwärtigen Nahostkonflikt und zu den Demonstrationen am Wochenende. Wie die politische Kommunikation der Sprecher der Bundeskonferenz auf die muslimischen Migranten wirkt und wirken kann, ist nur ein Beispiel hierfür. Die mediale Darstellung des gegenwärtigen Konflikts heizt die Stimmung mit auf und ist somit ein Teil der Ursache der gewaltsamen Demonstrationen – generell die Politisierung des Islams in Deutschland. Ohne den Einfluss des DITIB wäre die Reichweite zur Mäßigung der Demonstranten gering gewesen. Die meisten muslimischen Migranten empfinden eine Art Sippenhaft und zugleich eine bewusste Falschdarstellung des Islams für die politische Interessen des Westens. Sie spüren aber auch, dass der große Teil in ihren friedlichen Protesten verschwiegen und politisch ausgeblendet werden. Stattdessen der Fokus ausschliesslich auf die Minderheit der radikalen Kräfte gelenkt wird. Ein sehr wichtiger Faktor ist auch, dass die muslimischen Migranten im Gegensatz zu der deutschen Mehrheit eklatante Kenntnisse aufweisen, was als Antisemitismus gilt, ist und gemeint ist! Hier zeigt sich aber auch, dass der deutsche Staat mit politischer Erwachsenenbildung versagt hat und nicht zu genüge aufgeklärt hat. Ein bloßes -die Muslime sind antisemitisch- ist keine konstruktive Ursachenbekämpfung. Die DITIB ist nun gefordert, weitaus aktiver zu werden und ihre Rolle als Vermittler und Vertreter eines friedlichen orthodoxen Sunnitentums wahrzunehmen und bewusst zu äußern. Geht das politische System auf solch ein Angebot nicht ein, wird diese Politik in Erklärungsnot kommen. Und das wollen wir alle nicht!
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Selahattin Ülkümen – Geschichte: Wie die Türkei Juden vor Nazi-Deutschland rettete

Nach Ansicht des US-Historikers Stanford Shaw hat die Türkei während des Zweiten Weltkriegs durch die Erteilung von Einreise- und Transitvisa sowie der Duldung von nicht erlaubten Durchreisen mindestens 100.000 Juden aus Europa das Leben gerettet.

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Kampf gegen den Terror
Türkische Armee tötet Syrien-Chef der PKK

Von Kemal Bölge Die türkische Armee hat nach Medienberichten bei einer Anti-Terror-Operation in Nordirak einen hochrangigen Anführer der Terrororganisation PKK getötet. Das bestätigte Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei einer Pressekonferenz in Ankara. Nach Angaben des türkischen Präsidenten sei der türkische Geheimdienst MIT dem Anführer des sogenannten militärischen Arms der PKK/YPG für Syrien, Nurettin Halef El Muhammed, seit einiger Zeit auf den Fersen gewesen. Aus türkischen Sicherheitskreisen hieß es, dass El Muhammed zusammen mit Top-Terrorist Murat Karayılan das „Volksverteidigungszentrum“ geleitet habe und unter den Anführern des militärischen Arms der PKK/YPG als der ranghöchste gelte, der außer Gefecht gesetzt wurde. El Muhammed galt inoffiziell als Nummer 2 hinter dem ebenfalls mit internationalem Haftbefehl gesuchten PKK-Terroristen Bahoz Erdal in Syrien. PKK-Anführer war verantwortlich für blutige Terroranschläge Von 2015-2020 sei der im syrischen Kamisli geborene El Muhammed der verantwortliche Chef für Terroranschläge aus syrischem Territorium in der Türkei gewesen. Er soll außerdem  für die Ermordung von 13 türkischen Geiseln, die sich in der Hand der PKK-Terroristen in einer Höhle in Gara/Nordirak befanden und vor dessen Erstürmung durch türkische Spezialeinheiten am 13. Februar durch die Extremisten getötet wurden. Zur Liquidierung des PKK/YPG Anführers erklärte Präsident Erdoğan während der Pressekonferenz: „Dieser Terrorist ist Urheber für viele blutige Anschläge in der Türkei und ist gleichzeitig verantwortlich für Angriffe auf unsere Soldaten während der Operation Schutzschild und Olivenzweig. Darüber hinaus gehört dieser Terrorist zu jenem Personenkreis, der die Anweisung zur Tötung von 13 unschuldigen Zivilisten erteilt hat.“ Präsident Erdoğan: Bei der PKK und YPG handelt es sich um die gleiche Organisation Durch die gemeinsame Aktion des türkischen Geheimdienstes und der Streitkräfte, so Erdoğan, sei mit der Ausschaltung von „Sofi Nurettin“ wieder einmal deutlich geworden, dass es sich bei der PKK/KCK und der PYD/YPG um die gleiche Organisation handele. Die Militäraktionen im Irak und Syrien würden so lange weiter gehen, bis alle Anführer und Terroristen außer Gefecht gesetzt seien. Der türkische Präsident habe sich bei allen Mitarbeitern des Geheimdienstes und der Streitkräfte, die an der Neutralisierung des PKK-Anführers beteiligt gewesen seien, bedankt.

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– Irak – Berichte: PKK greift erneut kurdische Peschmerga-Truppen an

In der Autonomieregion um Erbil habe es erneut Zusammenstöße zwischen den kurdischen Peschmerga-Truppen und der PKK-Terrororganisation gegeben.

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Meinung
Kommentar: Judenfeindlichkeit ist in Deutschland Staatsräson

Ein Gastbeitrag von Yilmaz Bingöl Die deutsche Politik betont zwar immer wieder medienwirksam, dass Juden geschichtlich zu Deutschland gehören würden und die Unterstützung Israels Staatsräson sei, zuletzt sogar einige staatliche Einrichtungen provokativ und grundgesetzwidrig die Israel-Fahne hissten, um bei einem völkerrechtswidrigen Konflikt gegen die Palästinenser offen Partei zu ergreifen. Doch bei genauer Betrachtung fällt auf, dass antisemitischer Hass und rassistische Gewalt aus der rechtsradikalen und rechtsterroristischen Ecke gegen Juden zunehmen, eigentlich nie abgenommen haben und Deutschland auch nie konsequent zum Schutze der Juden gegen Rechtsextremismus vorgegangen ist, in Polizeibehörden und Geheimdiensten gar Judenfeindlichkeit teilweise zelebriert wird. Kurz gesagt, Deutschland ist und war schon immer ein judenfeindlicher Staat. Was laut Studien trotz hoher Zahl an Antisemiten aber nicht heißt, dass alle Deutschen judenfeindlich sind. Im Gegenteil, die Mehrheit der Bürger in Deutschland ist noch immer gegen Antisemitismus und Rassismus. Es geht vielmehr um staatliche Strukturen, politische Interessen und rechtsstaatliche Elemente. Dabei geht es Deutschland nicht um die Sühne und Wiedergutmachung seiner schrecklichen Vergangenheit, auch daran zu sehen, dass die jüdischen Opfer des Holocausts nur halbherzig entschädigt wurden und rechtsextremistische Straftäter häufig nur geringe Strafen fürchten müssen. Deutschland folgt schlicht der Interessenlage der Nato, wonach eine Stabilisierung des Nahen Ostens zum Kontrollverlust westlicher Staaten in dieser Region führen würde. Wenn man der links-liberalen israelischen Zeitung Haaretz glauben darf, sind der rechtspopulistische israelische Ministerpräsident Netanjahu und die radikale Hamas Partner, wonach auch schon Gelder genehmigt wurden, wenn es darum geht Frieden zu verhindern. Neben der Judenfeindlichkeit gibt es auch zunehmende Islamfeindlichkeit, diese früher oder später auch erneut negative Auswirkungen auf Juden in Deutschland haben wird. Denn Gestern waren es noch die Juden, Heute die Muslime, Morgen sind es wieder beide, aber auch alle Demokraten. Juden und Muslime waren schon immer die Sündenböcke, wenn etwas in der Politik und Gesellschaft aus den Bahnen geriet oder der Tiefe Staat die Menschen zu Spalten versuchte. Hierbei spielen auch die etablierten und desinformierenden Medien mit ihrer mehrheitlich negativen und einseitigen Berichterstattung eine große Rolle. So wie damals in den 20ern des vergangenen Jahrhunderts die Juden von den Medien entmenschlicht wurden und dies zum unfassbaren Holocaust führte, wiederholt sich die mediale Entmenschlichung in ähnlicher Form seit Jahren auch gegenüber Muslimen und den Türken als größte Minderheit in Deutschland. Das befördert wieder Vorurteile und Hass, wie wir es aus der Geschichte kennen. Der Antisemitismus ist also nicht erst nach Deutschland importiert worden, wie es konservative Politiker hierzulande immer wieder betonen, er war schon immer in Deutschland heimisch, wurde damals in die arabische Welt exportiert und droht nun in Deutschland erneut die Macht zu ergreifen. Seit Tagen spitzt sich die Lage im Nahen Osten zu, damit verbunden auch Wut und Hass der Muslime in Deutschland und der ganzen Welt gegen Juden. Wieder einmal werden Juden zu Sündenböcken politischer Machtspiele. Die israelische Regierung ist es, die den israelischen Staat mit dem Judentum gleichsetzt, die Religion also politisch missbraucht, um Kritik an der brutalen Besatzungsmacht Israels als antisemitisch verstummen zu lassen. Einige radikalnationalistische arabische und türkische Idioten sind es, die bei innermuslimischen Konflikten wie im Jemen, Syrien oder Libyen nie bei Demonstrationen teilnahmen und nach Gerechtigkeit und Frieden riefen. Auf Demonstrationen gegen Israel aber judenfeindliche Sprüche verlautbaren und Gewalt ausüben, ganz im Sinne des israelischen Imperialismus und ganz im Sinne der Nato. Denn je gespaltener, gewalttätiger und hasserfüllter, desto größer die Wirkung eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästinenser zu verhindern. Gleichzeitig werden damit die Menschen in Deutschland gespalten und zu weiteren islamfeindlichen und antisemitischen Gewaltakten im Sinne des Tiefen Staates angestachelt. Wobei der Antisemitismus von Muslimen, von dem der Christen, Deutschen und Europäer zu unterscheiden ist, da dieser nicht rassistisch motiviert ist, sondern historisch bedingt auf einem politischen Fundament des Nahost-Konflikts basiert. Es liegt an allen aufrichtigen Muslimen, Juden, Christen, Atheisten und anderen, Deutschland und die Welt sicherer und lebenswerter zu machen und den Nahost-Konflikt zu befrieden. Denn die weltweite Politik hat kein Interesse auf langanhaltenden Frieden. Lassen wir uns nicht spalten von all den Medien, dem Tiefen Staat, den politischen Konservativen, Radikalen und Extremisten und leben für das Miteinander sowie den Zusammenhalt. Denn wenn wir uns alle denen entgegenstellen die hassen, ist der Frieden zwischen den Völkern greifbar nah.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Jerusalem-Krise – Pink Floyd-Gründer Roger Waters fordert Sanktionen gegen Israel

In einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, fordert Pink Floyd-Gründer Roger Waters ein Ende des „grausamen Angriffs“ auf Gaza und den Stopp aller Militärhilfen an Israel.

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Trading-Tipps
Trading: Wir testen den Online-Broker Onvista

Onvista als Broker – der Direktvergleich

Selbst wer Onvista nicht als Broker nutzt, gehört hat er als Interessierter am Wirtschaftsgeschehen vom Anbieter mit Sicherheit. Der Grund dafür ist die enge Verzahnung der reinen Aktienbank mit dem gleichnamigen Finanz-Informationsportal, das in reger Frequenz News, Analysen und Hintergründe zu Finanzthemen veröffentlicht. Dieser Zustand ist ein Alleinstellungsmerkmal. Kunden können auf diese Weise direkt beim Trading auf die Informationen zugreifen und diese für ihre Deals nutzen. Onvista hat derzeit etwa 100.000 Kunden mit steigender Tendenz. Die meisten Kunden bewerten ihre Erfahrung mit Onvista Webtrading positiv. Berühmt ist der Anbieter für seinen Anspruch, Tradern eine große Auswahl an Handelsoptionen bei zugleich geringen Gebühren zu bieten. Zudem gehört Onvista zu den wenigen Brokern, die sich nicht explizit an Profis richten, sondern gezielt die breite Masse an Tradern ansprechen.
Die Eckdaten von Onvista
Onvista war bei seiner Gründung 1997 eine der ersten Banken, die sich auf den Onlinehandel spezialisiert hat. Hierbei wurde also die führende Rolle des Internets in einer Zeit bereits antizipiert, als es nur sehr wenige Menschen über ein Modem empfangen konnten. Das innovative Finanzinstitut ließ sich auch nicht von der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende entmutigen, sondern vertraute auf die nachhaltige Entwicklung des Internets und dem damit verbundenem neuen Geschäftsmodell. 2017 wurde Onvista von comdirect, einem Ableger der Commerzbank, übernommen. Der neue Inhaber beließ allerdings das bewährte Geschäftsmodell, sodass sich für die Kunden wenig änderte. Reguliert wird Onvista in Deutschland durch die BaFin und auf europäischer Ebene von MiFID. 2018 erzielte der Anbieter den zweiten Platz bei der Wahl zum Broker des Jahres und gelangte damit das zweite Mal in Folge auf das Treppchen.
Große Auswahl, geringe Gebühren
Fast schon legendär ist hinsichtlich der kundenfreundlichen Preispolitik das 5-Euro-Festpreis-Depot, dessen Gebühren nur einen Bruchteil dessen betragen, was andere Broker für ihre Dienstleistung verlangen. Zudem bietet Onvista in regelmäßigen Abständen Free-Buys-Deals, die komplett kostenfrei sind wie übrigens auch die Kontoführungsgebühr. Dafür wird ein Verwahrentgelt von 0,5 % für Einlagen auf dem Verrechnungskonto fällig. Dies gilt aber nur dann, wenn die Einlagen höher als 250.000 EUR sind. Weitere Gebühren werden durch Handelsplatz- und Börsengebühren fällig, was den dramatischen Effekt der günstigen Ordergebühren ein wenig abfedert. Gehandelt werden kann alles von Aktien, Fonds, Anleihen, Devisen, Futures, Optionen, Zertifikaten, ETCs, CFDs bis hin zu EFTs. Beeindruckend ist speziell die hohe Anzahl der angebotenen Fonds, von denen etwa 18.000 verfügbar sind. Beim Aktienhandel sind Kunden außerdem an die größten deutschen Börsen inklusive bedeutende Handelsplätze wie Tradegate und Quotrix angeschlossen. Eine Unterstützung besteht zudem für die ausländischen E-Börsen AMEX, NASDAQ und New York Stock Exchange.
Weitere Aspekte zum Angebot
Vielfalt herrscht auch bei den angebotenen Handelsarten, denn Trader können auch mit Trailing-Stops und OCO-Orders ihr Glück versuchen. Nicht erlaubt ist hingegen das Scalping und damit das blitzartige Öffnen und Schließen von Positionen in der Hoffnung auf schnelle Effekte. Zudem stehen direkt nach der Kontoeröffnung 1.000 Echtzeit-Kurse zur Auswahl, die um weitere Pakete ergänzt werden können. Bekannt ist der Anbieter zudem durch die Fülle von Aktionen, die Tradern im Laufe ihrer Karriere angeboten werden und die sich positiv auf die Performanz auswirken können.
Handelssoftware GTS
In puncto Onlinehandel gehört Onvista mit seiner Handelssoftware GTS zu den Pionieren, die Kunden seit 1998 zur Verfügung steht. Entsprechend ausgereift ist die Software mit einer Vielzahl an nützlichen Tools. Natürlich ist auch eine fundierte Chart-Analyse Bestandteil des Programms. Zu den Vorteilen einer Kontoführung bei Onvista gehören neben den obligatorischen Online-Überweisungen die Verwaltung von Sparplänen, Einrichtung einer Watchlist, der Zugriff auf die Börsendaten sowie der Börsenhandel in Echtzeit und ein ständiger Einblick in die Postbox. Sparpläne können für den symbolischen Preis von einem Euro erstellt werden. Fortgeschrittene haben darüber hinaus die Option, kostenlose Module anzulegen und ihre Verwaltung damit zu individualisieren und mit selbst gewählten Funktionen zu erweitern.

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– Türkei – Erdogan: Akkuyu Atomkraftwerk wird 10 Prozent des Energiebedarfs decken

Das sich im Bau befindende Kernkraftwerk Akkuyu werde nach der Inbetriebnahme zehn Prozent des türkischen Energiebedarfs decken, sagte Recep Tayyip Erdogan in seiner Rede während der Fraktionssitzung der regierenden AKP am Mittwoch.

Erdogan: Akkuyu Atomkraftwerk wird 10 Prozent des Energiebedarfs decken
 

Antisemitismus
AfD sieht Ursache für Antisemitismus in „unkontrollierter islamischer Masseneinwanderung“

Zu den Ankündigungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer, der unter dem Eindruck der jüngsten antisemitischen Ausschreitungen auf Demonstrationen mit der „vollen Härte des Rechtsstaates“ durchgreifen will, erklärt der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland: „In der Vergangenheit hat Horst Seehofer allzu oft bewiesen, dass von seinen markigen Ankündigungen wenig bis gar nichts zu halten ist. Es ist leider absehbar, dass es auch diesmal – wie schon bei zahlreichen angekündigten Abschiebeoffensiven – bei Wortgeklingel und Lippenbekenntnissen bleiben wird. Die Merkelregierung, der Innenminister Seehofer selbst angehört, hat über viele Jahre unzählige gewaltbereite Antisemiten und Israelhasser unkontrolliert nach Deutschland einwandern lassen. Wenn sich nun die Verantwortlichen dieser Politik über die direkten Folgen davon echauffieren, wirkt das wie Heuchelei. Antisemitismus, hierzulande oft als ‚Israelkritik‘ verbrämt, ist ein gesellschaftliches Problem, dass über die Gruppe der islamischen Einwanderer hinausgeht. Dies gilt es immer zu bekämpfen. Das Gegenteil aber hat die Merkel’sche Einwanderungspolitik bewirkt und das Problem, gerade mit dem gewaltbereiten Antisemitismus, stattdessen auf dramatische Weise verschärft. Wem es mit der Bekämpfung von Antisemitismus wirklich ernst ist, der muss die unkontrollierte islamische Masseneinwanderung unterbinden und die Straftäter ohne Wenn und Aber konsequent abschieben.“

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– Geschichte – Nach der Machtübernahme der Nazis: Albert Einsteins Brief an die Türkei

Die Regierungsübernahme der Nazis 1933, trieb viele verdiente deutsche Wissenschaftler jüdischen Glaubens zur Flucht bzw. Emigration aus Deutschland. In der Not schrieb der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein 1933 einen Brief an den Präsidenten der Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, und bat um Zuflucht für deutsche Wissenschaftler, die in Deutschland mit einem Berufsverbot belegt, als auch verfolgt wurden.

Nach der Machtübernahme der Nazis: Albert Einsteins Brief an die Türkei

Jerusalem-Krise
Erdogan und Papst Franziskus besprechen Israel-Krise

Rom – Die Kette von gewaltsamen Angriffen in Israel und im Gazastreifen reißt nicht ab. Am Wochenende gab es erneut Luftangriffe seitens Israels auf den Gazastreifen, wobei auch zivile Gebäude, in denen sich die Büros des Nachrichtensenders Al Jazeera und der Nachrichtenagentur Associated Press befanden, zerstört wurden. Allein am Sonntag starben bei den Angriffen mindestens 42 Palästinenser, darunter 10 Kinder.  Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Papst Franziskus haben am Montag miteinander telefoniert und über die anhaltenden Angriffe Israels auf die palästinensischen Gebiete gesprochen. Erdogan habe während des Gesprächs betont, dass sich Israels Angriffe nicht nur gegen Palästinenser, sondern gegen alle Muslime, Christen und die Menschheit richteten, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf eine am Montag veröffentlichte Stellungnahme Erdogans. In Palästina werde eine Gräueltat begangen, so Erdogan. Neben der Blockade des Zugangs zur Al-Aqsa-Moschee und der Grabeskirche, der Einschränkung der Religionsfreiheit, der Tötung unschuldiger Zivilisten in den palästinensischen Gebieten und der Verletzung der Menschenwürde, so Erdogan, gefährde Israel auch die regionale Sicherheit. Die ganze Menschheit solle sich gegen Israels illegale und unmenschliche Praktiken vereinen, die auch den Status von Jerusalem verletzten. Der türkische Staatschef habe zudem darauf hingewiesen, dass die internationale Gemeinschaft Israel eine „abschreckende Reaktion und Lektion erteilen“ und konkrete Schritte zu diesem Zweck unternehmen solle. Erdogan habe betont, dass die Palästinenser weiterhin massakriert würden, wenn die internationale Gemeinschaft Israel, das ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe, nicht mit angemessenen Sanktionen bestrafe. Erdogan habe die große Bedeutung der Botschaften und Reaktionen hervorgehoben, die Papst Franziskus weiterhin im Hinblick auf die Mobilisierung der christlichen Welt und der internationalen Gemeinschaft geben werde. Bereits am Sonntag hatte das Kirchenoberhaupt die Konfliktparteien im Nahen Osten zu einem umgehenden Ende der Gewalt und zu Friedensgesprächen aufgerufen, berichtet Domradio. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israel drohten „in eine Spirale des Todes und der Zerstörung abzugleiten“, so Franziskus beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Der inakzeptable Tod unschuldiger Menschen, darunter Kinder, zeige, „dass man nicht gewillt ist, eine Zukunft zu bauen, sondern nur zu zerstören“.

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In einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, fordert Pink Floyd-Gründer Roger Waters ein Ende des „grausamen Angriffs“ auf Gaza und den Stopp aller Militärhilfen an Israel.

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Jerusalem-Krise
Israelische Luftangriffe am Sonntag töten 42 Palästinenser – darunter 10 Kinder

Tel Aviv – Ein weiterer israelischer Luftangriff in Gaza zerstörte am Sonntagmorgen mehrere Häuser und tötete mindestens 42 Palästinenser, darunter 10 Kinder. Laut dem Gesundheitsministerium in Gaza waren unter den toten Kindern ein einjähriges Baby und ein dreijähriges Kleinkind. Dutzende blieben unter den Trümmern eingestürzter Gebäude im  al-Rimal Viertel in Gaza-Stadt gefangen, so die palästinensische Zivilschutzorganisation. Sanitäter und Rettungsmannschaften versuchten weiterhin, die Toten und Überlebenden zu bergen. „Wir hören Schreie unter den Trümmern“, sagte ein Mitglied der Rettungsmannschaften dem Sender Al-Jazeera. Das israelische Militär erklärte, dass die zivilen Opfer  „unbeabsichtigt gewesen“ seien. Die Jets hätten demnach ein Tunnelsystem angegriffen, das von Militanten benutzt wurde. Die Zerstörung des Tunnels hätte die Häuser zum Einsturz gebracht. Netanyahu verteidigte auch einen israelischen Luftangriff am Samstag, der ein 12-stöckiges Gebäude zerstörte, in dem die Associated Press und der Fernsehsender Al Jazeera Büros hatten. Er sagte, das Gebäude beherberge auch das Geheimdienstbüro einer militanten Gruppe und sei daher ein legitimes Ziel. Wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Sonntagnachmittag mitteilte, sind seit Beginn den der Kämpfe am vergangenen Montagabend 188 Palästinenser gestorben. Unter den Toten gab es demnach 55 Kinder. Weitere 1.230 Palästinenser wurden nach Angaben des Ministeriums verwundet.

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– Jerusalem-Krise – UN-Generalsekretär „tief beunruhigt“ über getötete Kinder nach israelischem Angriff

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist „bestürzt“ über die zivilen Opfer im Gazastreifen und „zutiefst beunruhigt“ über den israelischen Angriff auf ein Gebäude, in dem sich internationale Medien befanden, sagte ein Sprecher am Samstag als Antwort auf Fragen von Reportern.

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Jerusalem-Krise
Kommentar: „Über den Konflikt im Nahen Osten zu diskutieren ist meistens sinnlos“

„Was dringend gesagt werden muss“ Ein Gastbeitrag von Gernot Galib Stanfel Über den Konflikt im Nahen Osten zu diskutieren ist meistens sinnlos, da die meisten derjenigen die sich artikulieren, sich darüber nicht austauschen möchten, sondern ihre ideologische Position dazu kundtun wollen. Das ist jedermann- und frau seine und ihre Sache und auch Verantwortung. Es sollte einem dabei aber bewusst sein, dass es sich bei dem Thema um eine Querschnittsmaterie von Geschichte, Religion, Ideologie, Nationalismen und Politik handelt und es daher notwendig ist zu wissen, auf welche dieser Ebene man sich gerade befindet. Anstrengend wird es meistens, wenn alle diese Ebenen durcheinander gebracht werden, weil man zwar viel Emotion dazu hat, aber zu wenig sachliches Wissen davon. Dass die Akteure auf allen Seiten dieses Vermischen durchaus gerne fördern um damit Propaganda zu betreiben oder auch die eigenen eigentlich nicht zu rechtfertigen Gewaltschritte selbst zu legitimieren, trägt natürlich zu dieser Verwirrung nachhaltig bei. Ein aber sehr bedenkenswertes und inakzeptables Produkt dieser Verwirrung ist, wenn man Geschehnisse oder Personen heute dort mit denen in der Nazizeit oder gar mit dem Holocaust vergleicht. Gerade diese dunkle Geschichte, ist Teil unserer Identität und zwar aller derer die in unserem Land leben. Das betrifft nicht die einzelnen Personen aber die Gesellschaft insgesamt. Und gerade diese dunklen Seiten unserer gesellschaftlichen Identität sind ein Hauptgrund, warum es den Nahostkonflikt überhaupt gibt. Und – gerade dieser Teil unserer gesellschaftlichen Identität ist weit davon entfernt wirklich jemals in unserem Land aufgearbeitet geworden zu sein. Im Gegenteil, eine Schweige und Verdrängungskultur hat über die Jahrzehnte diese Aufarbeitung ersetzt und wurde mit rituellen „Gedenkfeiern“ behübscht, die möglichst so gestaltet und wahrgenommen werden, dass sie mit unserer heutigen Zeit nichts zu tun haben. Die Folgen davon sind, dass sich Rassismus, Antisemitismus und Hass gegen Fremde und andere Religjonen inzwischen so selbstverständlich ausgebreitet haben, dass sie ganz normaler Teil der Gesellschaft und inzwischen auch der Politik geworden sind. Nun also ist es absurd, wenn gerade Leute die unter diesem Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit erzeugenden Stimmung um unserem Land leiden, Akteure und Geschehnisse im Nahen Osten mit denen der Nazizeit und dem Holocaust, der eindeutig größten und furchtbarsten systematischen industriellen Menschenvernichtung, die sich über den ganzen Kontinent Europa gezogen hat, vergleichen. Damit zeigt man nicht nur, dass man von Geschichte keine Ahnung hat, man verharmlost damit auch diese Geschehnisse der Nazizeit und unterstützt die nicht – Auseinandersetzung damit in unserem Land. Auch wenn es beweisen mag, dass man „perfekt integriert“ in unser Verschweigungs- und Verdrängungssystem ist, mehr als es den original Verschweigern und Verdrängern recht sein mag, ist es mehr als kontraproduktiv. Kritik muss an allen Akteuren des Nahen Ostens sein und darf nicht ideologisch totgeschlagen werden. Aber plumpes Fahnenhissen (aber den historischen Balkon im Haus daneben weiterhin zu schließen) und unzulässige Vergleiche lagern unsere eigene Verantwortung einmal mehr dorthin aus, wo es genug weit weg ist um sich selbst historisch dafür nicht verantwortlich fühlen zu müssen und den Transfer zu unserer Gegenwart zu erfolgreich zu verhindern.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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