Griechenland
Rassistischer Abgeordneter aus griechischer Parlamentsfraktion der Regierungspartei ausgeschlossen

Athen – Der wegen umstrittener Aussagen und eines rassistischen Retweets in die Kritik geratene Abgeordnete der konservativen Nea Dimokratia (Νέα Δημοκρατία), Konstandinos Bogdanos, ist auf Anweisung des griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis aus der Parlamentsfraktion ausgeschlossen worden. Während einer Parlamentssitzung über die griechisch-französische Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen sprach Bogdanos im Plenum von einer „kommunistischen Bedrohung“, was von der anwesenden Kommunistischen Partei (KKE) und Außenminister Dendias kritisiert wurde, der die Äußerungen des Parteikollegen missbilligte. Im Parlament kam es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Bogdanos und dem Abgeordneten der Kommunistischen Partei, Thanasis Pafilis. Ressentiments gegen Briten, Türken und griechische Kommunisten In Anlehnung an den Anführer der griechisch-zyprischen Terrororganisation EOKA und Vertreter des Enosis-Gedankens (Vereinigung mit Griechenland), Georgios Grivas, hatte Bogdanos erklärt: „Grivas sagte, wir hätten drei Feinde. Briten, Türken und Kommunisten. Unser größtes Kopfzerbrechen waren die Kommunisten.“ Bogdanos wurde von der Regierung, den Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlichen Institutionen dafür kritisiert, weil er in den sozialen Medien die Namen von Flüchtlingskindern geteilt hatte, die in der griechischen Hauptstadt einen Kindergarten besuchen. Kritiker warfen dem Abgeordneten der Regierungspartei Rassismus vor. Jüngst hatte sich der Zentralrat der jüdischen Gemeinde in Griechenland besorgt über die Ernennung des früheren Mitglieds der extrem-nationalistischen LAOS-Partei, Thanos Plevris, zum neuen Gesundheitsminister im Kabinett von Ministerpräsident Mitsotakis geäußert. Plevris werden antisemitische Aussagen im Zusammenhang mit dem NS- Vernichtungslager Auschwitz vorgeworfen. Kemal Bölge/Athen

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– Griechenland – Türkische Minderheit Griechenlands: NGO-Vorsitzender fordert Wiedereinbürgerung

Europäische Westthrakien-NGO fordert Wiedereinbürgerung von 60.000 Bürgern der türkischen Minderheit in Griechenland. NGO-Vorsitzender Habiboğlu: „Bürger der türkischen Minderheit, denen die Staatsbürgerschaft zu Unrecht entzogen wurde, müssen wieder eingebürgert werden“.

Türkische Minderheit Griechenlands: NGO-Vorsitzender fordert Wiedereinbürgerung

Türkei
Türkisches E-Auto TOGG soll bereits 2022 in Serienproduktion gehen

Bursa – Mit der Serienproduktion des türkischen Elektroautos TOGG wird nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Mehmet Gürcan Karakaş gegen Ende 2022 begonnen. Bei einem Festakt zum neuen akademischen Jahr der Uludağ-Universität in Bursa erklärte Karakaş, dass die ersten E-Autos im vierten Quartal 2022 vom Band rollen sollen. Der Vorstandsvorsitzende und ehemalige Bosch-Manager sagte: „In unserer Anlage gibt es nicht nur eine Produktion, das möchte ich unterstreichen. Wir hatten während der Bauphase gesagt, ein Automobil benötigt mehr als nur eine Produktionsstätte. Wir sehen das Design Center als ein Zentrum, in dem unsere Prototypen getestet werden können. Wir betrachten es als einen Ort, an dem wir alle unsere Kompetenzen unter einem Dach bündeln. Man sieht, dass das Dach und die Seitenwände der Lackiererei sich langsam schließen. In den kommenden Tagen wird die technische Ausstattung der Anlage fertiggestellt. Unser Plan hier ist wie folgt: Bis Ende des Jahres wird der Bereich für Fertigungsteile abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Ausrüstung bis Mitte nächsten Jahres bleibt nur noch unser Fahrzeug anhand von Stationen und Linien für die Produktion vorzubereiten. Auch hier läuft alles nach Plan. Wir werden gegen Ende nächsten Jahres mit der Massenproduktion beginnen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es in seinem Unternehmen keinen Bedarf an Uniabsolventen, aber das werde sich in puncto Akademikern und Praktikanten im Laufe der Zeit  ändern, so Karakaş. Türkisches E-Auto Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde. TOGG-Fabrik Im Juli 2020 legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan  den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Am Freitag wurde neben der SUV-Variante auch eine Limousine vorgestellt. Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus.  Kemal Bölge/Bursa  

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– Auto-News – Türkisches E-Auto TOGG kommt nach Deutschland

Die türkische E-Automarke TOGG, hierzulande auch als „Erdogan-Auto“ bezeichnet, kommt nach Deutschland.

Türkisches E-Auto TOGG kommt nach Deutschland

Bundestagswahlen
Niedrige Wahlbeteiligung von Ärmeren: „Verheerend für die Demokratie“

Berlin – Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat die niedrige Wahlbeteiligung insbesondere von ärmeren Menschen als „verheerend für die Demokratie“ bezeichnet. Das Problem sei nicht, dass sich gut 23 Prozent der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl der Stimme enthalten haben, sagte der Kölner Politikwissenschaftler „nd.DieWoche“, der Wochenendausgabe des „nd“. Das Problem sei vielmehr, dass sich die Wahlbeteiligung nach Schichten sortiere. Ärmere, Arbeitslose und Prekarisierte wählten seltener, Reichere öfter. „Sinn der parlamentarischen Demokratie ist, dass alle Bevölkerungsschichten repräsentiert sind. Doch genau das ist längst nicht mehr der Fall“, so Butterwegge. Viele Arbeitslose, Arme und sozial Abgehängte hätten das Gefühl, dass sie politisch keine Einflussmöglichkeit haben. „Die Menschen werden sozial ausgegrenzt und verweigern darum den Repräsentanten dieses politischen Systems ihre Zustimmung.“ Butterwegge plädierte dafür, die Belange dieser Menschen stärker zu berücksichtigen, etwa durch eine bessere Grundsicherung und eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns. Dies könne dazu beitragen, dass diese Menschen sich wieder stärker an Wahlen beteiligen. Studien aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Wahlbeteiligung in ärmeren Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit oft deutlich geringer ist als in wohlhabenden Regionen. Erste aktuelle Analysen weisen darauf hin, dass dies auch für die jetzige Bundestagswahl gilt. So hat der Politikwissenschaftler Armin Schäfer von der Universität Münster auf Twitter Daten für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, nach denen eine hohe Arbeitslosenquote in einer Region oft einher geht mit einer geringen Wahlbeteiligung. Insgesamt gab es bei der Bundestagswahl am Sonntag rund 14,3 Millionen Nichtwählerinnen und Nichtwähler.

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– EU-Türkei Treffen – Visafreiheit für Türken: Minister erwartet über 20 Millionen Reisende

Die Gespräche für eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger sollen in diesem Monat fortgesetzt werden, so der stellvertretende türkische Außenminister Faruk Kaymakcı am Mittwoch. Hierfür werde die Türkei in den kommenden zwei Wochen mit Vertretern der EU zusammenkommen.

Visafreiheit für Türken: Minister erwartet über 20 Millionen Reisende

EU-Türkei Treffen
Visafreiheit für Türken: Minister erwartet über 20 Millionen Reisende

Ankara – Die Gespräche für eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger sollen in diesem Monat fortgesetzt werden, so der stellvertretende türkische Außenminister Faruk Kaymakcı am Mittwoch. Hierfür werde die Türkei in den kommenden zwei Wochen mit Vertretern der EU zusammenkommen. Dem Minister zufolge würde die Visafreiheit zwischen der Türkei und den EU-Ländern mehr als 20 Millionen Bürgern aus der Türkei erlauben, zu touristischen Zwecken in die EU zu reisen und sich in anderen Sektoren wie dem Dienstleistungs-, Geschäfts- und Transportsektor zu engagieren. Auf der Podiumsdiskussion „Deik EU Talks“ erklärte Kaymakcı, dass das Treffen den Startschuss für den hochrangigen Dialogmechanismus zwischen der Türkei und der EU in den Bereichen visumfreies Reisen, innere Angelegenheiten, Migration, Terrorismusbekämpfung und Sicherheit geben wird. Am 16. Dezember 2013 wurde der Dialog über die Visaliberalisierung zwischen der EU und der Türkei im Anschluss an das Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei eingeleitet. Der Prozess der Visaliberalisierung zielt darauf ab, die Visumspflicht für türkische Staatsbürger abzuschaffen und ihnen die Einreise in die Länder der Schengen-Zone für kurze Aufenthalte zu ermöglichen, insbesondere für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Um diesen Prozess abzuschließen, haben die türkischen Behörden kontinuierlich versucht, die von der Europäischen Kommission geforderten Bedingungen zu erfüllen, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Letztes Jahr sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu, dass die EU die Visumspflicht für türkische Staatsbürger, die EU-Länder besuchen wollen, abschaffen müsse, wenn sie die Flüchtlings- und Migrantensituation an der türkisch-griechischen Grenze lösen wolle. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan betont, dass die Visaliberalisierung mit den Ländern der Schengen-Zone zu den obersten Prioritäten des Landes gehöre. Zuvor hatte Çavuşoğlu erklärt, dass die Regierung das 2016 mit der EU beschlossene Migrationsabkommen aussetzen werde, wenn die EU türkischen Bürgern keinen visafreien Zugang zu den Ländern der Schengen-Zone gewähre.

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Seit gestern Morgen können türkische und ukrainische Staatsangehörige ohne Reisepass in das jeweils andere Land einreisen.

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Erdogan-Putin Treffen
Türkei will Milliarden-Entschädigung für Ausschluss aus Kampfjet-Projekt

Ankara – Die Türkei beabsichtigt, eine Entschädigung für ihren Ausschluss aus dem von den USA geführten Tarnkappen-Kampfflugzeugprogramm zu fordern, möglicherweise bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden am Rande eines Treffens der Gruppe der 20 im nächsten Monat, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Erdogan, der am Mittwoch auf dem Rückflug von einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Journalisten sprach, sagte auch, dass es kein „Zurück“ von der Vereinbarung mit Russland über den Erwerb der S-400-Raketenabwehrsysteme durch die Türkei geben werde. Diese Vereinbarung führte dazu, dass die Türkei, die Mitglied der NATO ist, aus dem internationalen Programm zur Herstellung von F-35-Kampfjets ausgeschlossen wurde. Erdogan sagte, er hoffe, Biden auf dem G-20-Treffen in Rom zu treffen, um das F-35-Projekt zu besprechen, einschließlich einer Zahlung von 1,4 Milliarden Dollar, die die Türkei vor ihrem Ausschluss aus dem Programm geleistet hatte. Ein weiteres Treffen zwischen der türkischen und der US-amerikanischen Führung könnte auch am Rande einer Klimakonferenz im November in Glasgow, Schottland, stattfinden, sagte Erdogan. „Wir haben 1,4 Milliarden Dollar gezahlt, was wird daraus?“, sagte Erdogan. „Wir haben dieses Geld nicht leicht verdient – und tun es auch jetzt nicht. Entweder werden sie uns unsere Flugzeuge geben oder sie werden uns das Geld geben.“ Auf die Frage nach den Plänen der Türkei, trotz der Androhung weiterer US-Sanktionen weitere S-400-Systeme zu kaufen, antwortete Erdogan: „Der S-400-Prozess geht weiter. Es gibt kein Zurück mehr.“ Über seine Äußerungen berichteten der private türkische Nachrichtensender NTV und andere Medien. Die russische S-400 „Triumf“ (NATO-Bezeichnung: SA-21 Growler) ist das neueste Boden-Luft-Raketensystem mit langer und mittlerer Reichweite Russlands, das 2007 in Dienst gestellt wurde. Es ist für die Zerstörung von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen ausgelegt und kann auch gegen Bodeneinrichtungen eingesetzt werden. Die S-400 kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 400 km und in einer Höhe von bis zu 30 km unter intensivem feindlichem Beschuss und Störfeuer bekämpfen. Die Türkei wurde aus dem F-35-Programm ausgeschlossen und ihre Verteidigungsbeamten wurden mit Sanktionen belegt, nachdem das Land vor zwei Jahren das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die USA lehnen die Verwendung des russischen Systems durch NATO-Mitglieder strikt ab, da es eine Sicherheitsbedrohung für die F-35 darstelle. Die Türkei betont jedoch, dass die Komponenten des S-400 unabhängig eingesetzt werden könnten, ohne in NATO-Systeme integriert zu werden, und stellten daher kein Risiko dar. Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu kritisierte die Position der USA zu dem Geschäft und wies darauf hin, dass Ankara das Raketensystem brauche. „Wenn die Vereinigten Staaten wollen, dass die Türkei Waffen von ihnen kauft, sollten sie diese zu vernünftigen Preisen und mit besseren Bedingungen anbieten“, so Cavusoglu. Die USA sanktionierten die Türkei für den Kauf im Rahmen eines Gesetzes von 2017, das den russischen Einfluss zurückdrängen soll. Es war das erste Mal, dass das als CAATSA bekannte Gesetz zur Bestrafung eines Verbündeten der USA eingesetzt wurde. Bei den Gesprächen Erdogans mit Putin im Schwarzmeerort Sotschi ging es um Schritte zur Vertiefung der Verteidigungszusammenarbeit zwischen der Türkei und Russland, einschließlich Partnerschaften für Flugzeugtriebwerke, Kampfjets und U-Boote, sagte der türkische Staatschef. Russland könnte sich auch am Bau des zweiten und dritten türkischen Kernkraftwerks sowie einer Weltraumstartplattform beteiligen, sagte er. Erdogan war nach Sotschi gereist, um die Lage in Syrien zu erörtern, wo die Türkei und Russland in dem Konflikt gegnerische Seiten unterstützen. Russland ist der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung, während die Türkei Gruppen unterstützt, die für den Sturz des syrischen Präsidenten Bashar Assad gekämpft haben. Russische und türkische Truppen haben jedoch in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib – dem letzten Rückzugsgebiet der Rebellen – und bei der Suche nach einer politischen Lösung im Land zusammengearbeitet. Erdogan sagte, er und Putin seien übereingekommen, weiterhin zusammenzuarbeiten, um die Ruhe in Idlib wiederherzustellen.

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– Raketendeal – Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme

Russland und die Türkei wollen bald eine neue Vereinbarung über die Lieferung von S-400 treffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Alexander Mikheyev, gehen die Konsultationen weiter und befinden sich in der Endphase.

Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme

Webinar
Türkei-EU Beziehungen: Ankara lobt Deutschlands Beitrag

Ankara – Der stellvertretende türkische Außenminister Faruk Kaymakcı lobte den Beitrag Deutschlands zum Ausbau der Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union. Bei einem Webinar über die türkisch-deutschen Beziehungen und die Aussichten für die Zeit nach Merkel wies Kaymakcı auf die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hin. Der Minister betonte, dass die historischen Beziehungen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Investitionen, das NATO-Bündnis und die große türkische Diaspora, die in Deutschland lebt, bei den besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei eine Rolle spielten. Als wichtigster Pfeiler und größter Nettozahler in den EU-Haushalt habe Deutschland auch eine positive Rolle dabei gespielt, die Streitigkeiten in der Ägäis, auf Zypern und im östlichen Mittelmeer nach der Eskalation im Sommer 2020 wieder zu beruhigen, zitiert die englischsprachige Hurriyet Daily News Kaymakcı. In Bezug auf die Erklärungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dass die Türkei bald das Pariser Abkommen zum Klimawandel ratifizieren werde, stellte er fest, dass Deutschland ein wesentlicher Partner des Landes bei der grünen Transformation sei. Kaymakcı äußerte sich auch zur Aktualisierung des Abkommens über die Zollunion zwischen der Türkei und der Europäischen Union. Visafreiheit für türkische Staatsbürger Der Prozess der Visaliberalisierung der Türkei wird erneut auf den Tisch kommen, denn im nächsten Monat werden sich Behörden in der Türkei und Beamte der Europäischen Union erneut treffen, um diesen Prozess sowie andere vorrangige Themen wie Migration, innere Angelegenheiten und Sicherheit zu besprechen, so Kaymakcı. Ihm zufolge würde die Visafreiheit zwischen der Türkei und den EU-Ländern mehr als 20 Millionen Bürgern aus der Türkei erlauben, zu touristischen Zwecken in europäische Länder zu reisen und sich in anderen Sektoren wie dem Dienstleistungs-, Geschäfts- und Transportsektor zu engagieren. „Wir werden auch prüfen, ob wir eine neue Perspektive für die Migrationsfrage zwischen der Türkei und der EU schaffen können“, erklärte Kaymakcı und betonte, dass die Bereitstellung von Mitteln für Migranten und Flüchtlinge in der Türkei das Problem nicht löse In diesem Zusammenhang sagte Kaymakcı Anfang des Monats: „Die EU-Mitgliedschaft der Türkei ist keine Fiktion, sondern eine strategische Vision und wird der vorteilhafteste Beitritt zur EU sein, wenn der Verhandlungskandidat Türkei die objektiven Beitrittskriterien erfüllt.“ Am 16. Dezember 2013 wurde der Dialog über die Visaliberalisierung zwischen der EU und der Türkei im Anschluss an das Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei eingeleitet. Der Prozess der Visaliberalisierung zielt darauf ab, die Visumspflicht für türkische Staatsbürger abzuschaffen und ihnen die Einreise in die Länder der Schengen-Zone für kurze Aufenthalte zu ermöglichen, insbesondere für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Um diesen Prozess abzuschließen, haben die türkischen Behörden kontinuierlich versucht, die von der Europäischen Kommission geforderten Bedingungen zu erfüllen, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Letztes Jahr sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu, dass die EU die Visumspflicht für türkische Staatsbürger, die EU-Länder besuchen wollen, abschaffen müsse, wenn sie die Flüchtlings- und Migrantensituation an der türkisch-griechischen Grenze lösen wolle. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan betont, dass die Visaliberalisierung mit den Ländern der Schengen-Zone zu den obersten Prioritäten des Landes gehöre. Zuvor hatte Çavuşoğlu erklärt, dass die Regierung das 2016 mit der EU beschlossene Migrationsabkommen aussetzen werde, wenn die EU türkischen Bürgern keinen visafreien Zugang zu den Ländern der Schengen-Zone gewähre.

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– Flüchtlingsabkommen – Kommentar: „Visafreiheit für die Türkei: nicht wieder 55 Jahre später!“

„Alle zukünftigen visafreien Schengen-Besucher werden genau das bleiben: gut bezahlende Besucher die aber genauso gerne wieder in ihr schönes Heimatland Türkei zurückkehren werden. Manche in Europa befürchten Millionen von Türken würden ihre Visa-Zeit illegal ‚erweitern‘ und für immer in Europa bleiben.“ Ein Kommentar.

Kommentar: „Visafreiheit für die Türkei: nicht wieder 55 Jahre später!“

TV-Tipp
Doku: „Mein Nachbar, mein Feind? Juden und Muslime in Israel“

Mainz – Wie leben jüdische und muslimische Israelis seit den heftigen Unruhen im Frühjahr 2021 mit- und nebeneinander in ihrem Land? Dieser Frage geht die 3satKulturdoku „Mein Nachbar, mein Feind? Juden und Muslime in Israel“ am Samstag, 9. Oktober 2021, 19.20 Uhr, nach. Autorin Katrin Sandmann beobachtet zwischen Haifa, Tel Aviv und Jerusalem jüdische und palästinensische Kreative mit israelischer Staatsangehörigkeit bei ihrem Versuch, Antworten auf die schier unlösbaren Probleme des Nahostkonfliktes zu finden. Die Dokumentation ist ab Sendedatum ein Jahr lang in der 3satMediahtek verfügbar. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung Israels sind „israelische Araber“ oder „palästinensische Israelis“. Sie haben zwar den israelischen Pass, sind aber keine Juden, sondern Muslime, einige auch Christen. Der Druck auf sie ist von vielen Seiten groß – auch in der Kunstszene. Die Schauspielerin und Videokünstlerin Raida Adon ist die erste arabischstämmige Künstlerin, der das renommierte Israel Museum in Jerusalem vom 21. Februar 2020 bis zum 1. November 2021 eine Einzelausstellung widmet. Sie will die Hoffnung auf ein Miteinander nicht aufgeben. Dass sie als arabische Israelin hier ausstellt, wird ihr von einigen Kollegen und Kolleginnen übelgenommen. Doch das ändert nichts an ihrer Entscheidung. Auch der Designer Shady Francis Majlaton kennt derartige Schwierigkeiten. Aber statt sich mit Grabenkämpfen aufzuhalten, will er die unterschiedlichen Einflüsse, die er in sich vereint, zur Inspiration nutzen. Im Design-Museum in Holon bei Tel Aviv ist er gerade als einer von zwei Arabern in einer Ausstellung israelischer Modemacher vertreten. Während die meisten arabischen und jüdischen Israelis sich fremd bleiben und in Parallelwelten leben, beschlossen Dafi und Muzna, es anders zu machen. Die zwei Frauen haben „Sir Lasalam“ gegründet, was grob übersetzt „Friede im Kochtopf“ bedeutet. Mit jüdisch-palästinensischen Abendessen bringen sie Menschen zusammen, die sich sonst nicht treffen. Bisher kannte man in Israel eskalierende Konflikte vor allem in Gaza und der Westbank, die heftigen Unruhen zwischen muslimischer Minderheit und der jüdischen Mehrheit im Land selbst waren im Mai 2021 ein Novum. In Jerusalem, Haifa und Jaffa spielten sich bürgerkriegsähnliche Szenen ab. In Lod gingen Israelis unterschiedlichen Glaubens derart aggressiv aufeinander los, dass der Bürgermeister den Notstand ausrief. Reservisten der Grenzpolizei wurden in Städte geschickt, um die Gewalt einzudämmen.

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– Israel-Konflikt – Juden weltweit solidarisieren sich mit Palästinensern

Während sich deutsche Spitzenpolitiker mehrerer Parteien am Donnerstagabend bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor mit Israel solidarisierten und Kritik an der israelischen Regierung in Deutschland mit Antisemitismus gleichgesetzt wird, verurteilen Juden weltweit die Angriffe der israelischen Armee gegen die Palästinenser.

Juden weltweit solidarisieren sich mit Palästinensern

Corona-Krise
Ärzte, Lehrer und Schüler gegen Ende der Maskenpflicht in NRW-Schulen

Köln – Kinderärzte, Lehrer und Schüler warnen eindringlich vor einer vorschnellen Abschaffung der Maskenpflicht an den Schulen in NRW. Damit riskiere man mit Beginn der kalten Jahreszeit einen massiven Anstieg der Infektionen, sagte Professor Jörg Dötsch, Leiter der Kinderklinik an der Uniklinik Köln, dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Wenn dann im Winter doch wieder ganze Klassen in Quarantäne müssen oder gar Schulen schließen, haben wir etwas ganz Gravierendes falsch gemacht“, so Dötsch, der auch Präsident der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist. Die Masken hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit in den Schulen trotz der Delta-Variante im Rahmen geblieben sei. Sie bildeten „ein zentrales Element in den kommenden zwei Monaten“. Auch bei Lehrern und Schülern stieß die Erwägung von NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer, nach den Herbstferien auf Masken zu verzichten, auf Kritik. „Während in manchen Schülerschaften noch eine Inzidenz von 300 herrscht, über einen Maskenverzicht nachzudenken, ist unsinnig“, sagte Johanna Börgermann von der Landesschülerinnenvertretung NRW. Sie verwies auf die Ungeimpften unter Zwölfjährigen. Die Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbands, Sabine Mistler, plädierte für große Vorsicht bei Lockerungen in den Schulen. „Der verlässliche Präsenzunterricht in einem sicheren Umfeld für alle Schüler und Lehrer muss absolute Priorität haben“, sagte Mistler der Zeitung. Momentan empfänden die Lehrer an NRW-Schulen eine gefestigte Sicherheit und hätten einen guten Umgang mit Masken gefunden. Die Tendenz, diese Sicherheit in einer Zeit unsicherer Perspektive aufzugeben, nehme sie „mit Erschrecken“ wahr, so Mistler.

Komotini
Griechenland: Mufti İbrahim Şerif beanstandet fehlende Religionsfreiheit

Mufti İbrahim Şerif: „Türkisch-muslimische Religionsgelehrte werden unter fadenscheinigen Gründen vor Gericht gestellt“. Im Interview mit TRT Deutsch kritisiert der gewählte Mufti von Gümülcine/Komotini Griechenland, weil Athen internationale Abkommen zur Religionsfreiheit nicht umsetzt. İbrahim Şerif wurde 1951 im Dorf Hasköy/Gümülcine in Nordostgriechenland geboren. Nach dem Abitur in Konya/Türkei studierte er Islamwissenschaften in Istanbul, das er 1978 erfolgreich abschloss. Im gleichen Jahr kehrte Şerif in seine Heimat zurück und arbeitete als Imam in verschiedenen Moscheegemeinden Westthrakiens. Neben seiner Tätigkeit als Religionsgelehrter publizierte er verschiedene Zeitschriften und fungierte als Herausgeber. Am 28. Dezember 1990 wurde Şerif durch die Mitglieder der Moscheegemeinden in Gümülcine mit 90 Prozent Stimmenanteil erstmals zum Mufti der Stadt gewählt. In den darauffolgenden Jahren ist der islamische Geistliche von den Moscheegemeinden mehrmals wiedergewählt worden. Da die griechischen Behörden seine Wahl zum Mufti nicht anerkennen, wurde er wegen „Amtsanmaßung“ mehrfach vor Gericht angeklagt und verurteilt. Wegen dieser rechtswidrigen Praxis wandte sich Şerif an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) und bekam 1999 recht. Griechenland wurde wegen Verstößen gegen die Gedanken-; Glaubens- und Religionsfreiheit zu einer Geldstrafe verurteilt. Die zugesprochene Entschädigung spendete der Theologe an die damaligen Opfer des Erdbebens von Athen. Şerif ist Vorsitzender des Beirats der türkischen Minderheit in Westthrakien. Sie sind von der türkischen Minderheit in Westthrakien als Mufti gewählt worden und werden seitens Griechenland daran gehindert ihr Amt auszuüben. Weshalb erkennen die griechischen Behörden Sie und andere gewählte türkische Religionsgelehrte in Westthrakien nicht an? Griechenland hat im Laufe seiner Geschichte bei der Umsetzung von internationalen Abkommen in nationale Rechtsvorschriften leider nicht die notwendigen Schritte unternommen. Wie und unter welchen Bedingungen Muftis gewählt werden, regelt das Gesetz mit der Nummer 2345/1920 des Athener Vertrags von 1913. Ohne das Gesetz zur „Wahl des Großmufti und Mufti“ umgesetzt zu haben, hat es diese Verordnung durch ein 1990 verabschiedetes Gesetz aufgehoben. Die türkisch-muslimische Minderheit in Westthrakien hat die vom Staat 1990 außer Kraft gesetzte und nicht durchgeführte Mufti-Wahl aus eigener Initiative durchgeführt. Der griechische Staat hat mit der Berufung von Muftis weitergemacht. Danach wurden die vom Volk gewählten Muftis nicht anerkannt und manchmal wegen „Amtsanmaßung“ daran gehindert, ihr Amt auszuüben. Bisweilen, in dem er sie zum Gegenstand einer Klage gemacht hat und das geht so weiter. In Thessaloniki beginnt am 7. Oktober ihr Gerichtsprozess. Was wird ihnen denn konkret vorgeworfen? Die von der türkisch-muslimischen Minderheit gewählten Muftis werden vom griechischen Staat unter fadenscheinigen Gründen vor Gericht gestellt und unter psychologischen Druck gesetzt. Einer von vielen Prozessen ist der von ihnen erwähnte Gerichtstermin in Thessaloniki. Das Gericht hat meine Teilnahme an einer Beschneidungszeremonie für unsere minderbemittelten Brüder im Stadtteil Alankuyu in Gümülcine zum Anlass genommen und deshalb Anklage gegen mich erhoben. Wie viele Muftis gibt es derzeit in Westthrakien die vom Volk gewählt und die ernannt wurden? Es gibt einen Mufti in Gümülcine und einen in İskeçe, die vom Volk bestimmt wurden. Vom griechischen Staat „ernannte Muftis“ gibt es drei, die sich in Dimetoka, Gümülcine und İskeçe befinden. Griechenland interveniert in die religiöse Autonomie der türkisch-muslimischen Minderheit in Westthrakien. Welches Ziel hatte das in der Öffentlichkeit als „Imam-Gesetz 240“ bekannte Gesetz? Wie Sie bereits zum Ausdruck gebracht haben, interveniert Griechenland mit unterschiedlichen Methoden in die aus Verträgen und Gesetzen resultierende Religionsfreiheit und Autonomie. Wir sind Zeugen, wie sich die aus dem Lausanner Vertrag von 1923 und bilateral mit der Türkei unterschriebenen Protokollen für Bildung und Kultur ergebender Sonderstatus sowie Autonomie durch die Eingriffe unsere Bildung zu einem Problemfall geworden ist. Mit der gleichen Methode wird in unser religiöses Leben und in unseren Geltungsbereich interveniert. Das Ziel besteht darin, mit der als Imam-Gesetz 240 bekannten Verordnung in unsere Moscheen und religiöse Bildung zu intervenieren, um auch diesen Bereich unter staatliche Kontrolle zu stellen. Damit wird versucht, die türkisch-muslimische Minderheit in Westthrakien in eine Situation zu bringen, die sich über einen langen Zeitraum sowohl in den Schulen als auch in den Gebetshäusern auf die Sprache, die Religion und Werte auswirkt und bis hin zur Assimilation sich auswirken kann. Wir danken für das Gespräch. Das Interview führte Kemal Bölge

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– Griechenland – Mufti von Xanthi wegen Rede zu Freiheitsstrafe verurteilt

Die von einem griechischen Gericht verhängte Haftstrafe für den gewählten Mufti von Xanthi (İskece), Ahmet Mete, sorgt weiter für Empörung. Eine Strafkammer des Landgerichts von Thessaloniki verurteilte den Mufti am Donnerstag (17. Juni 2021) zu einer 15-monatigen Freiheitsstrafe auf 3 Jahre Bewährung.

Mufti von Xanthi wegen Rede zu Freiheitsstrafe verurteilt
 

Corona-Pandemie:
Umfrage: Pandemie beschleunigt Mittelstand

Die Coronapandemie hat die Veränderungsprozesse im deutschen Mittelstand massiv beschleunigt. Ursache hierfür ist eine deutliche Steigerung der Entscheidungsfreude auf Managementebene. Dies geht aus einer Vorabveröffentlichung des „Peter Hertweck Wirtschaftsreport 2021“ hervor, der auf dem gleichnamigen Wirtschaftsgipfel am 21. und 22. Oktober im Europa-Park Rust offiziell vorgestellt wird. Das Peter Hertwerk NachfolgerForum (www.peter-hertweck-forum.de) führt einmal im Jahr unter dem Slogan „Zukunftswerkstatt für den Mittelstand“ Unternehmer und Investoren zusammen, um die Zukunftsthemen aus mittelständischer Sicht zu diskutieren. Ein Drittel der Manager entscheidet schneller Laut Report, der auf einer Umfrage unter 100 mittelständischen Unternehmern basiert, hat mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Wirtschaftsbosse eine Beschleunigung bei Veränderungen in der eigenen Firma ausgemacht. Ein gutes Drittel (36 Prozent) gibt an, dass auf Managementebene Entscheidungen zügiger fallen. „Corona hat zu mehr Entscheidungsfreude und schnelleren Veränderungen geführt“, sagt der Unternehmer und Studienleiter Peter Hertweck, der jährlich zu dem nach ihm benannten Wirtschaftsforum einlädt. Er ergänzt: „Viele Mittelständler planen schon länger an neuen Geschäftsmodellen für die 2020er Jahre. Die veränderten Rahmenbedingungen aufgrund der Pandemie haben dazu geführt, dass vieler dieser Überlegungen schneller als geplant umgesetzt werden.“ Beinahe die Hälfte erwartet disruptive Veränderungen Laut Studie gehen 48 Prozent der mittelständischen Unternehmer davon aus, dass ihre Branche disruptive Erneuerungen erfahren wird. Weitere 50 Prozent erwarten immerhin abgewandelte Geschäftsmodelle. Ein gutes Drittel der Firmen will externe Berater hinzuziehen, um sich im neuen Umfeld besser aufstellen zu können. Zur Vorbereitung der von der Neuausrichtung betroffenen Arbeitnehmerschaft setzt das Gros der Unternehmen (81 Prozent) auf „Lernen am Bildschirm“. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) will den Mitarbeitenden dabei mehr Mitspracherecht einräumen. Genaue Ergebnisse stehen im „Peter Hertweck Wirtschaftsreport 2021“, der auf dem gleichnamigen Forum am 21. und 22. Oktober offiziell vorgestellt wird.

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In der vorletzten Woche sind die Sommerferien in ganz Deutschland zu Ende gegangen. Insgesamt blickt Deutschland damit auf 12 Wochen Ferienzeit zurück. „Nach monatelangen Corona-Einschränkungen waren sowohl Hoffnung als auch Vorfreude an den Flughäfen für die Sommersaison groß“, zieht ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel ein erstes Fazit und das fällt mehrheitlich positiv aus.

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