Afghanistan-Abzug
Ex-US-General Petraeus widerspricht dem Vorwurf nach fehlendem Kampfwillen der afghanischen Armee

US-Präsident Biden und die Bundesregierung machen fehlenden Kampfwillen der afghanischen Armee für den Erfolg der Taliban verantwortlich. Im Interview mit dem Onlineformat STRG_F, das der NDR für funk produziert, widerspricht der ehemalige Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, David Petraeus. „Sie hatten plötzlich keine Rückendeckung mehr“, sagt Petraeus mit Blick auf die afghanischen Streitkräfte. „Unsere Luftwaffe war weg“. Das Interview wurde am Freitag, 20. August, um 17.00 Uhr dem Youtube-Kanal von auf STRG_F veröffentlicht. Er habe als Kommandeur in Afghanistan selbst erlebt, in welch riesiger Anzahl afghanische Sicherheitskräfte kämpften und starben. Nach dem Abzug der US-Luftwaffe sei aber die wichtige Rückendeckung aus der Luft weggefallen. „Wie kann man von Streitkräften erwarten, dass sie kämpfen, wenn sie wissen, dass keiner mehr zur Unterstützung kommt?“, so Petraeus. Der US-General widerspricht damit der Darstellung von US-Präsident Biden, der die Schuld für den schnellen Erfolg der Taliban auf die afghanische Armee geschoben hatte. „Amerikanische Truppen können und sollten nicht in einem Krieg kämpfen und sterben, den die afghanischen Streitkräfte selbst nicht zu kämpfen gewillt sind“, hatte Joe Biden diese Woche gesagt. Auch die Bundesregierung hatte sich dieser Darstellung angeschlossen. Man habe die „Durchhaltefähigkeit und den Durchhaltewillen der afghanischen Armee falsch eingeschätzt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die afghanischen Streitkräfte seien nicht bereit gewesen „sich den Taliban entgegenzustellen“, so Außenminister Heiko Maas. US-General Petraeus sagt im STRG_F-Interview, er finde die Aussage von Joe Biden bedauerlich. „Die Fakten sind, dass 27 Mal so viele afghanische Sicherheitskräfte im Kampf für ihr Land gestorben sind als US-Amerikaner“, so Petraeus. Tatsächlich starben nach Angaben der Brown University 2.442 US-Amerikaner und mindestens 66.000 afghanische Sicherheitskräfte in dem 20-jährigen Krieg. Petraeus war von Juni 2010 bis Juli 2011 Kommandeur der US- und Nato-Streitkräfte in Afghanistan, bevor er CIA-Chef wurde. Im STRG_F-Interview kritisiert er die politischen Entscheidungsträger für den chaotischen US-Abzug. „Die Situation, in der sich die afghanischen Streitkräfte als Ergebnis unserer politischen Entscheidung befanden, war eine ausweglose“, so Petraeus. Er selbst und führende Militärs hätten vorgeschlagen, eine geringe Streitkraft mit Drohnen- und Luftunterstützung im Land zu lassen. „Ich glaube, das hätte die jetzige Situation verhindert.“ Petraeus hatte sich in seiner Zeit als Kommandeur dafür eingesetzt, Terrorismusbekämpfung mit dem Aufbau eines funktionierenden Staates zu verbinden, dem sogenannten Nation-Building. US-Präsident Joe Biden sagte dagegen diese Woche, es habe bei dem US-Einsatz nie um den Aufbau eines Staates gehen sollen, sondern rein um Terrorismusbekämpfung. Der US-Präsident verbuchte den Afghanistaneinsatz demnach als Erfolg: „Unsere Mission, die Terror-Gefahr von al Quaida zu reduzieren und Osama bin Laden zu töten, war ein Erfolg“, so Biden. General Petraeus sagte dazu gegenüber STRG_F: „Ich weiß nicht, wie die Machtübernahme der Taliban als positive Entwicklung für die nationale Sicherheit der USA gedeutet werden kann.“

Glücksspiel
Start der europäischen Topligen – welche Wettanbieter sich für Fußballwetten lohnen

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Mit dem 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und Titelverteidiger FC Bayern München wurde die 59. Bundesliga-Saison eingeläutet. Auch viele andere europäische Ligen wie die englische Premier League, die spanische LaLiga, die italienische Serie A oder Frankreichs Ligue 1 sind in die Saison gestartet. Für viele Wettinteressierte stellt sich nun wieder die Frage, welche Buchmacher sich am besten für die Eliteligen des Fußballs lohnen. Seit Juli gilt in Deutschland der bundesweite Glücksspielstaatsvertrag. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das, dass nur noch lizenzierte Unternehmen legal Glücksspiele anbieten dürfen und das Betrugsrisiko durch Anbieter minimiert ist. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich unterschiedlich gute Anbieter, wenn man auf die großen europäischen Ligen wetten möchte. Wir haben die besten Wettanbieter für den Fußball sowie ihre Vor- und Nachteile. Bet365 Bet365 ist bekannt für seine hohe Auszahlungsquote für Fußball-Topligen. Wer also auf die großen Ligen aus Deutschland, England oder Spanien tippen möchte, kann bei Bet365 nicht viel falsch machen. Der Wettgigant aus Großbritannien bietet zudem bereits ab fünf Euro Einzahlung einen Wettbonus an, welcher nur einmal umgesetzt werden muss. Wer neben den großen Ligen auch mal ausgefallene Wetten sucht, für den bietet Bet365 eine große Auswahl an Nischensportarten an. Unschlagbar ist zudem das große Livewetten-Angebot und auch die Bet365-App überzeugt mit guter Bedienbarkeit und Übersicht. Lediglich das Angebot von Promotionen ist verhältnismäßig gering. Tipico Tipico ist vor allem für seinen Schwerpunkt auf Fußball bekannt. Zwar bietet das Wettunternehmen auch andere Sportarten an, das Spiel über 90 Minuten steht allerdings deutlich im Mittelpunkt, was auch an den Werbepartnern wie Bayern München erkennbar ist. Die Quoten für die Eliteligen sind gut, vor allem bei den Livewetten stehen sie denen von Bet365 in nichts nach. Auch der Wettbonus ist nicht verkehrt und gut geeignet für den Start der neuen Fußballsaison. betway Der Wettanbieter betway gilt als Multitalent für Sportwetten. In nahezu allen Bereichen bietet das Unternehmen gute Quoten an. Das gilt auch für die Fußball-Topligen, welche angeboten werden. Im Vergleich zu anderen großen Anbietern ist betway für seine hohen Auszahlungsprozentsätze bekannt geworden. Kleinere Fußballligen spielen für betway jedoch keine so große Rolle wie bei anderen Buchmachern. Auch betway bietet für Erstkunden einen Bonus ordentlichen Neukundenbonus an. Für Interessierte an den großen Fußballligen ist betway daher eine gute Wahl. Interwetten Ebenso wie betway ist die Auswahl an Fußballligen bei Interwetten nicht die allergrößte, jedoch überzeugt das österreichische Unternehmen durch gute Quoten und vor allem gelegentliche Promotionen für Bestandskunden. Für Neukunden ist außerdem ein guter Bonus möglich, der sich von der Bonushöhe etwas von der Konkurrenz abheben kann. Zudem überzeugt die Interwetten-App für Android und iOS mit ihrer Übersicht und Bedienbarkeit. Seriöse Anbieter für Spielspaß Der Vergleich zeigt, dass die Big-Player der Branche häufig bezüglich der großen Fußballligen die besten Voraussetzungen für Kunden liefern. Die Unterschiede der Anbieter sind oftmals marginal. Vor allem der Auszahlungsprozentsatz ist ein guter Indikator für gute Chancen auf lukrative Gewinne. Zudem sollte im Zweifel ein möglichst guter Wettbonus in Betracht gezogen werden. Am wichtigsten sollte für die Spielenden jedoch die Seriosität des Unternehmens sein, was seit Juli 2021 problemlos einzusehen ist.

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– Olympische Spiele – Tokio: Gold für türkische Boxerin Busenaz Sürmeneli

Nach einem spannenden Finale in der Kokugikan Arena sicherte sich die türkische Boxsportlerin Busenaz Sürmeneli am 15. Tag der Olympischen Spiele in Tokio die Goldmedaille.

Tokio: Gold für türkische Boxerin Busenaz Sürmeneli
 

Kampf gegen den Terror
Türkischer Geheimdienst MIT tötet hochrangigen PKK-Anführer im Nordirak

Ankara – Der türkische Geheimdienst MIT hat nach Medienberichten einen hochrangigen Anführer der Terrororganisation PKK in der nordirakischen Region Sindschar außer Gefecht gesetzt. Hasan Said Hasan, Anführer der YBŞ, eine Splitterorganisation der PKK in Sindschar, sei nach einem Treffen mit weiteren Terroristenanführern in einem fahrenden Geländewagen aus der Luft angegriffen und getötet worden. Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass der mit Haftbefehl gesuchte Anführer mit verschiedenen Gruppen zusammengearbeitet habe, die über der Bevölkerung in Sindschar herrschen wollten.
(Screenshot/Twitter)
Er sei als Mittler auch an der Unterdrückung der Yeziden indirekt beteiligt gewesen. Ferner habe Hasan den Transport von Waffen und Munition sowie Extremisten organisiert. Darüber hinaus sei dieser für die Zwangsrekrutierung von Yeziden-Kindern zur PKK sowie ideologische Schulung verantwortlich gewesen. Als Führungsmitglied der PKK/KCK soll Hasan auch von den irakischen Behörden mit Haftbefehl gesucht worden sein. Kemal Bölge/Ankara

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– Irak – Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion entschärfen weitere PKK-Bombe

Den Streitkräften der kurdischen Autonomieregion gelang am Donnerstag erneut die Entschärfung einer von der Terrororganisation PKK platzierten Bombe. Der 65-Kilo-Sprengsatz sei in der Nähe eines Peschmerga-Außenpostens an einer Landstraße in der Provinz Duhok entdeckt worden.

Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion entschärfen weitere PKK-Bombe

Minderheiten
Griechenland: „Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Nach der Schließung (hier) von zwölf Grundschulen der türkischen Minderheit in Westthrakien, ist die Zahl der Minderheitenschulen auf 103 zurückgegangen. Obwohl diese Einrichtungen nach dem Lausanner Vertrag einen Sonderstatus besitzen, haben die griechischen Behörden in den letzten Jahrzehnten nichts unversucht gelassen, mit Gesetzen und Verordnungen die Autonomie dieser Schulen auszuhebeln oder unter fadenscheinigen Gründen wie „sinkender Schülerzahlen“ oder „Sparmaßnahmen“ zu schließen. Allgemein betrachtet weigert sich Griechenland seit Jahrzehnten, die Ethnizität von Minderheiten anzuerkennen, darunter auch die Westthrakientürken und verwendet stattdessen die Titulierung „griechische Muslime“. Selbst zivilgesellschaftlichen Institutionen wie der Türkischen Union von İskeçe (Xanthi) oder der Türkischen Jugendunion von Gümülcine ist es nicht gestattet in ihrem Vereinsnamen den Begriff „Türkisch“ zu verwenden. Die Diskrepanz besteht darin, dass Athen auf dem Standpunkt beharrt, in Griechenland gebe es keine türkische Minderheit, aber Bilder von Schulen vor 1983 widersprechen dieser These. Im Folgenden werden einige Fallbeispiele von Schulen der Westthrakientürken aufgezeigt und erläutert. Auf dem ersten Bild aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer der türkischen Grundschule von İskeçe zu sehen. Der Name der Schule ist in Großbuchstaben in griechischer und türkischer Sprache mit „Türkische Grundschule von İskeçe“ niedergeschrieben worden. Bild 1: Die türkische Grundschule von İskeçe (Xanthi) Bei der nächsten Einrichtung im Bild 2 handelt es sich ebenfalls um eine Schule der türkischen Minderheit, nur ist auf dem aktuellen Namenschild der Schule in griechischer Sprache von der „Minderheitengrundschule von Gümülcine“ die Rede und von keiner Schule der türkischen Volksgruppe. Bild 2: Die heutige Minderheitengrundschule von Gümülcine Beim dritten Foto ist vor dem Eingang der Schule das Namensschild „Türkische Grundschule“ in griechischer und türkischer Sprache angebracht. Die Aufnahme ist vor 1983 entstanden und es handelt sich um eine Grundschule in Westthrakien. Bild 3: Eine türkische Grundschule in Westthrakien vor 1983 Bild 4: Minderheitenschule für die Mittelstufe und Gymnasium in Gümülcine (Komotini) Auf dem vierten Bild ist das Namensschild der Schule in griechischer Sprache zu sehen. Es handelt sich um die Minderheitenschule für die Mittelstufe und das Gymnasium in Gümülcine (Komotini). Beim Schild fehlt der Zusatz, dass es sich um eine türkische Minderheitenschule handelt. Seit 1983 setzt Griechenland eine nationalistische Minderheitenpolitik um, in der es „ethnisch“ betrachtet nur Griechen geben darf und ethnische Minderheiten wie die Türken von Westthrakien einfach nicht existieren dürfen. Nach diesem Selbstverständnis gilt die ethnische Volksgruppe der Türken, der Pomaken sowie Roma als „muslimische Minderheit“, wobei der Begriff Pomake ursprünglich aus dem Bulgarischen entstammt und im 19. Jahrhundert von aufständischen bulgarischen Komitaschis für Menschen verwendet wurde, die der osmanischen Armee wohlgesonnen gegenüberstanden und diese als Pomaken („Unterstützer“) bezeichnet haben. Griechische Regierungen haben die Pomaken stets als muslimische Ethnie bezeichnet, obwohl es sich bei den Pomaken historisch betrachtet um petschenegische Türken handelt. Die Frage wäre, warum Griechenland bis 1983 die Existenz der Türken aus Westthrakien mehr oder weniger nicht infrage gestellt hat und ab dem erwähnten Jahr die Ethnizität der türkischen Volksgruppe systematisch leugnet. Das hat zum Teil mit den Ereignissen in Zypern zu tun, bei dem rechtsradikale Zyperngriechen 1974 versucht haben, die Insel mit Gewalt an Griechenland (Enosis) anzuschließen und die türkische Armee unter Berufung auf das Garantieabkommen von 1959 militärisch intervenierte. Ein anderer Aspekt ist historischer Natur, weil das heutige Griechenland über 400 Jahre zum Herrschaftsgebiet des Osmanischen Reich zählte und im Gründungsmythos des modernen griechischen Nationalstaates die Türken zum „bösen Objekt“ (hier) stilisiert wurden. Dies äußert sich beispielsweise in Reiseführern und Schulbüchern dahingehend, dass die „osmanische Vergangenheit“ und die Existenz der türkischen Volksgruppe in Westthrakien keiner Erwähnung wert ist.. Mit keinem Wort wird auf das jahrhundertealte Zusammenleben von Griechen und Türken im Osmanischen Reich eingegangen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bereits mehrfach auf die diskriminierende Behandlung (Quelle) von Minderheiten in Griechenland aufmerksam gemacht und der Regierung Griechenlands Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten vorgeworfen. Insbesondere kritisierte die Organisation den Umgang mit der türkischen Minderheit, die sich nicht über ihre „ethnische oder nationale Zugehörigkeit definieren“ darf, sondern als muslimische Minderheit angesehen werde.      

Nürnberg
Hersbruck: „Verreckt Ihr drecks Islamisten!!! ALLAH ist nichts!“

Hersbruck – Vor dem Haus einer Hersbruckerin wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag (15.08.2021-16.08.2021) antimuslimische Notizen angebracht. Auf den losen Zetteln stand „Verreckt Ihr drecks Islamisten!!! ALLAH ist nichts!“ sowie „ALLAH wird von Jesus in 1000 Stücke gerissen”. Unweit der Wohnung der Hersbruckerin befindet sich die Alevitische Gemeinde in Hersbruck. Die Bürgerin fühlt sich bedroht und ist tief traurig über diesen Vorfall. Sie erstattete unmittelbar nach der Tat Anzeige bei der Polizei. Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (tgmn) hat den Vorfall als besorgniserregend eingestuft und aufs Schärfste verurteilt tgmn-Vorsitzender Bülent Bayraktar in einer Pressemitteilung:
Unser Ziel ist es, dass wir alle in der Metropolregion friedlich und sicher niteinander zusammenleben. Wir verfolgen akribisch rassistische Tendenzen und Vorfälle in der Metropolregion Nürnberg. Wir stehen mit Vereinen, Sicherheitskräften, Stadtverwaltungen, Politikern und Mandatsträgern in engem Kontakt. Wir standen den Moscheegemeinden in jüngster Zeit zur Seite, als Sie mit Drohbriefen oder physischen Angrifffen attackiert worden sind. Wir sind dankbar, dass im Falle der Bedrohung der Röthenbacher Moscheegemeinde und Politikern die Täterin Susanne G. sehr zeitnah ermittelt wurde und verurteilt worden ist.  Jedoch befindet sich mutmaßlich in Mittelfranken ein Netzwerk von Neonazis, die eng mit der NSU, FNS und dem ‚III. Weg‘ agieren. Daher nehmen wir jede Bedrohung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Moscheen sehr ernst. Wir beklagen drei Mordopfer durch den Nationalsozialistischen Untergrund in Nürnberg.
Die tgmn habe den Vorfall in Hersbruck auch dem Vorstand der Allianz Gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg gemeldet und Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg darüber informiert. In einer E-Mail-Antwort schrieb der Geschäftsleiter der Stadt Hersbruck Karlheinz Wölfel: „Herr Erster Bürgermeister Ilg befindet sich derzeit noch im Urlaub. Sie dürfen versichert sein, dass die Stadt Hersbruck diesen Vorfall für die Hersbrucker Bürgerin zutiefst bedauert und ein derartiges Verhalten vollumfänglich missbilligt. Die Stadt Hersbruck ist bewusstes Mitglied in der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Damit bringt die Stadt Hersbruck zum Ausdruck, egal welchen politischen, sozialen, religiösen, nationalen oder rechtlichen Hintergrund die Menschen haben, geht es immer darum, allen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit sowie Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Wir werden wegen des Vorfalls auch mit der Polizeiinspektion Hersbruck Kontakt aufnehmen, um noch genauere Hintergrundinformationen zu erhalten, die wir Herrn Ersten Bürgermeister Ilg nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub, zusammen mit Ihrer E-Mail vorlegen werden. Er wird dann Kontakt mit Ihnen aufnehmen.“ Bereits im Jahre 2018 fiel die Gaststätte “Deutsches Haus” in Hersbruck mit der islamfeindlichen Botschaft “NO MOSLEM” im Eingangsbereich auf einer Tafel auf. Das verbotene Neonazi-Netwerk “Freies Netzwerk Süd” hatte Unterstützer in der Stadt Hersbruck. Es wird von Bürger*inen berichtet, dass rechtsextreme Tendenzen in der Stadt zu beobachten sind, wie z.B. das laute Hören von Liedern von Neonazi-Musikbands. Ein 21-jähriger Hersbrucker Student wurde Anfang 2021 wegen Waffenbesitz und Zurschaustellung von Neonazi-Symbolen verurteilt.

Dortmund
Cannabis-Plantage in Hörde entdeckt

Dortmund – Ein anonymer Hinweis, verdächtige Personen und mehrere Indizien führten Beamte der Dortmunder Polizei am Dienstagabend (17. August) zu einer Cannabis-Plantage in Hörde. Unbekannte Täter nutzten ein offenbar leer stehendes Gebäude in der Straße Am Bruchheck. Zugeklebte Fenster, Jalousien heruntergelassen und der Geräuschpegel gleich mehrerer Lüftungsanlagen – dazu der charakteristische Geruch der Pflanzen. Der Verdacht erhärtete sich bei genauer Inaugenscheinnahme immer mehr. Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft öffneten die Polizisten das Gebäude. Hier fanden sie eine offenbar professionell betriebene Anbaustätte des Betäubungsmittels vor. Weit über 200 Pflanzen, Lampen, Ventilatoren und viele weitere für den Anbau notwendige Gegenstände. Die Polizisten ernteten die Pflanzen ab und stellten alles sicher. Die Ermittlungen gegen den/die noch unbekannten Betreiber der Plantage dauern an.

Afghanistan-Abzug
Kabul: Nato-Chef Stoltenberg dankt der Türkei für Sicherung des Flughafens

Brüssel – Bei einem Briefing am Dienstag dankte NATO-Chef Jens Stoltenberg der Türkei für die Sicherung des Flughafens von Kabul und die Ermöglichung von Ausreisen für diejenigen, die das Land verlassen wollen. „Die NATO konzentriert sich derzeit darauf, die sichere Abreise des Personals der Bündnis- und Partnerstaaten sowie der Afghanen, die uns geholfen haben, zu gewährleisten. Die NATO hat rund um die Uhr gearbeitet, um den Betrieb des internationalen Flughafens in Kabul aufrechtzuerhalten“, so Stoltenberg.
„Mein Dank gilt auch den Streitkräften der NATO-Verbündeten, insbesondere der Türkei, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich, für ihre entscheidende Rolle bei der Sicherung des Flughafens. Der Betrieb des Flughafens wird nun allmählich wieder aufgenommen.“
Die NATO sei weiterhin entschlossen auch die Evakuierung der afghanischen Kollegen, so schnell wie möglich abzuschließen. Die Taliban müsse die sichere Ausreise all derer, die ausreisen wollen, respektieren und erleichtern. so der NATO-Chef weiter. Alle afghanischen Männer, Frauen und Kinder hätten ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Würde. Stoltenberg betonte, dass es eine friedliche Übergabe der Macht an eine gewählte Regierung stattfinden müsse. Eine Regierung, die die Grundrechte aller Afghanen nicht respektiert und die Herrschaft der Angst wiederherstellt, riskiere die internationale Isolation. „Die Vereinigten Staaten haben letztes Jahr mit den Taliban vereinbart, dass die US-Truppen bis Mai abgezogen werden sollen. Nach vielen Konsultationsrunden erklärten sich alle Verbündeten bereit, der Entscheidung der USA zu folgen. Die Beendigung unseres Militäreinsatzes war nicht einfach. Wir befanden uns in einem ernsten Dilemma. Entweder wir ziehen ab und riskieren, dass die Taliban die Kontrolle zurückgewinnen oder wir bleiben und riskieren erneute Angriffe und eine unbefristete Kampfmission“, erklärte Stoltenberg. Stoltenberg:
„Aber wir sollten auch die Erfolge anerkennen, die wir erzielt haben. Die NATO-Verbündeten und Partner sind nach dem 11. September 2001 nach Afghanistan gegangen, um zu verhindern, dass das Land als sicherer Hafen für internationale Terroristen dient, die uns angreifen wollen.In den letzten zwei Jahrzehnten hat es keine von Afghanistan ausgehenden terroristischen Anschläge auf dem Boden der Alliierten gegeben. Diejenigen, die jetzt an der Macht sind, haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass internationale Terroristen nicht wieder Fuß fassen. Die Verbündeten haben die Fähigkeiten und die Wachsamkeit, um künftigen terroristischen Bedrohungen aus Afghanistan zu begegnen.“
   

Gesundheit
Fünf Tipps für eine gesunde Ernährung im Homeoffice

Immer mehr Menschen verbringen den Arbeitstag zuhause. Entweder weil sie kurzfristig ins Homeoffice verlegt wurden oder weil sie generell als digitale Nomaden ohne festen Büroraum arbeiten. Dabei stellt sich vielen die Frage, wie sie ohne Kantine zu einem gesunden Mittagessen kommen – besonders dann, wenn die Zeit knapp ist. Mit den folgenden fünf Tipps und der richtigen Vorbereitung wird es dennoch möglich. Tipp 1: Erstellen Sie einen Essensplan Die Pause hat gerade angefangen und Sie wissen noch gar nicht, was es zu essen geben soll? Diese Situation sollten Sie tunlichst vermeiden. Die Gefahr, dass Sie stattdessen doch zum Imbiss um die Ecke gehen, ist zu groß. Planen Sie daher vorab Ihre gesamte Essenswoche. Suchen Sie sich schnelle Rezepte heraus und kaufen Sie am Anfang der Woche alle nötigen Zutaten ein, um optimal vorbereitet zu sein. Tipp 2: Sparen Sie sich den Einkauf Ein Großteil der Zeit, die wir für die Essenszubereitung benötigen, fließt eigentlich in die Vorbereitung. Versuchen Sie daher, die Zeit, die Sie mit der Essensbeschaffung verbringen, auf ein Minimum zu reduzieren. HelloFresh hat in einer Studie von 2021 die Food Trends der Deutschen analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass die meisten es ganz klassisch mögen und typisch deutsche Gerichte bevorzugen. Schweinefilet und Hähnchengeschnetzeltes sind allerdings nicht gerade schnell zubereitet. Mit einer passenden Kochbox können Sie jedoch direkt starten. Dabei wählen Sie bei dem jeweiligen Anbieter vorher die Rezepte aus, die Sie kochen möchten. Anschließend bekommen Sie alle notwendigen Zutaten aufs Gramm genau nach Hause geliefert. Alternativ haben auch viele Supermärkte einen Lieferdienst für frische Zutaten, den Sie nutzen können. Dabei ist es zwar notwendig, für ein bestimmtes Zeitfenster zuhause zu sein – im Homeoffice sollte das allerdings kein Problem darstellen.</p> Tipps 3: Beginnen Sie mit Meal Prep Meal Prep bedeutet, dass Sie bereits am Abend vorher oder am Wochenende für mehrere Tage im Voraus kochen. Die fertigen Mahlzeiten lagern Sie entweder im Kühlschrank oder frieren sie ein. Wenn es dann einmal schnellgehen muss, haben Sie sofort eine Lösung parat, auf die Sie zurückgreifen können. Tipp 4: Gesunde Snacks Das Snacken hat in der gesundheitsbewussten Szene ja meist eher einen schlechten Ruf. Dabei muss es keinesfalls ungesund sein, kleine Zwischenmahlzeiten einzubauen. Es kommt eben darauf an, was genau Sie zu sich nehmen. Schokolade und Chips ersetzen natürlich keine ausgewogene Mahlzeit und sind auch eher weniger förderlich für die Sommerfigur. Es spricht jedoch nichts dagegen, den kleinen Hunger mit einigen gesunden Zwischenmahlzeiten zu überbrücken. Das können beispielsweise Gemüsesticks mit Hummus sein, Reiscracker oder frisches Obst. Tipp 5: Gemeinsame Mittagspause Vielleicht arbeiten mehrere Ihrer Haushaltsmitglieder gerade im Homeoffice? Oder Sie haben Freunde und Kollegen, die direkt in fußläufiger Nähe wohnen? In diesem Fall kann es hilfreich sein, sich zum Mittagessen zu verabreden. Das lädt nicht nur die Sozialbatterien auf, Sie können sich auch so absprechen, dass Sie abwechselnd ein Mittagessen für alle Anwesenden zubereiten. Auf diese Weise gibt es immer etwas Warmes zu Essen, ohne dass eine Person jeden Tag kochen muss.

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– Salt Bae-Fitness – Türkischer Stargastronom Nusret aka Salt Bae ruft Fans zur Zusendung von Trainigsvideos auf

Während seines Urlaubs auf der griechischen Insel Mykonos hat der weltberühmte türkische Stargastronom Nusret Gökçe – aka Salt Bae – auf Instagram seine 36 Millionen Fans aufgerufen, ihm seine Trainingsvideos zu schicken.

Türkischer Stargastronom Nusret aka Salt Bae ruft Fans zur Zusendung von Trainigsvideos auf

Türkei
Reisebericht Istanbul – Teil 1

Ein Gastbeitrag von Can Ünal Seit einigen Tagen bin ich wieder in Istanbul, der Metropole, die für mich in ihrer Art einzigartig auf der Welt ist. 7000 Jahre Geschichte, auf 2 Kontinenten gelegen, 16 Millionen Einwohner, das wirtschaftliche, kulturelle Zentrum der Türkei – war und ist die Stadt ein Schmelztigel. Und trotz ihrer enormen Ausdehnung und Größe kann man meiner Meinung nach diese Stadt am besten zu Fuß erkunden, auch wenn man davon Blasen bekommt. Um die Türkei zu verstehen, ihre Zerissenheit, ihre Vielfältigkeit, ihre kulturellen Eigenarten, all das ist in Istanbul in vollen Zügen vorhanden. Das fängt schon am ersten Tag an – man landet auf einem der modernsten Flughäfen der Welt, die vor dem Bau von diversen Seiten kritisiert wurde (zu Unrecht) und nun einen elementaren Baustein der türkischen Wirtschaft darstellt, hin zu einem Abendessen mit Freunden in Arnavutköy, wo die Zahl der Luxuskarossen alleine in diesem Distrikt größer ist als in ganz Frankfurt. Wir essen in einem sehr teuren Fischlokal, der Fisch ist ausnahmsweise nicht durchgegart, aber die dortigen türkischen Kellner agieren wie in den üblichen Lokantas – kaum hört man mit dem Essen kurz auf, versuchen die Kellner, einem die Teller wegzunehmen. Es war schon fast pure Satire, dass ich bei dem Abendessen regelrecht meinen Teller „beschützen“ musste, weil ich eben den Fisch genießen und mich dabei unterhalten wollte. Die Freunde sind Ärzte, Unternehmer und Kemalisten. Und meine Bitte, keine Politik am Tisch, wird geflissentlich ignoriert und erst einmal kräftig gegen Araber und Afghanen gehetzt. Dabei klingen die Vorwürfe so absurd und lächerlich – aber wenn sog. gebildete Menschen als Quellverweis Twitternachrichten angeben, bin ich einfach nur sprachlos über soviel Ahnungslosigkeit. Dann immer wieder der Satz „man kann in diesem Land nicht leben“. Ich frage, was Ihnen fehlt und es kommen Sprüche wie „die Leute hungern“ und überall wäre es besser. Das in Deutschland Menschen Pfandflaschen sammeln und in USA quasi unter jeder Brücke Obdachlose hausen, wird ls typisches „Almanci“ Geschwätz abgetan. Die nächsten Tage verbringe ich wieder mit Erkundungen zu Fuß und ich sehe überall ein Mikrokosmos von Diversifikationen, die ich nur in dieser Stadt finde und es deswegen liebe. Noch ein Reisetipp für alle Istanbulbesucher: der europäische Teil um Taksim und Sultanahmet ist teuer und zu stressig. Der asiatische Teil ist deutlich günstiger, genauso interessant und die Leute sind deutlich weniger hektisch. Meine Erkundungen führen mich dieses Mal zum anatolischen Teil von Istanbul, auch weil ich vorhabe, am Abend an einer Salsa-Party in Atasehir teilzunehmen, einem der aufblühenden Bezirke von Istanbul. Also erst einmal rüber mit dem Schiff nach Kadiköy, dann kurze Fahrt mit dem Bus nach Ümraniye und dann plane ich, bis Atasehir zu laufen. Dabei passiere ich Stadtteile, die nicht unterschiedlicher sein können und quasi aus einer anderen Welt stammen könnten. Abends bin ich dann in der angesprochenen Party und ich tauche wieder ein in die Welt der türkischen „Weißtürken“. Und doch beobachte ich, dass das Tanzen eher dieses für mich nicht so angenehme türkische Art des „Vorzeigen und Protzen“ – Stils ist. Das Streben nach westlicher Anerkennung auf der einen Seite und die kulturellen Eigenarten und die Erziehung der Türkei auf der anderen Seite sind genau die Aspekte, die ich an diesen Menschen immer wieder feststelle. Mit einem der Besucher unterhalte ich mich und erkläre ihm, woher Salsa-Musik kommt und wieso und wie man auf diese Musik tanzt. Er schaut mich völlig ungläubig an und sagt, er möchte einfach „dazugehören“, weil Latin Dance einfach „in“ wäre. und nein – er ist kein Einzelfall. Und genau diese Oberflächlichkeit ist es, was mich schon seit Beginn meiner Reise stört. Fortsetzung folgt..
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Gesundheitstourismus – Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Ich bin beeindruckt, wie sich dieses Land eine Industrie mit unzähligen Krankenhäusern und kooperierenden Hotels geschaffen hat, die weltweit Kunden anzieht. Und das ist ein Land, was noch vor 15 Jahren im Gesundheitssystem höchstens Dritte-Welt-Niveau hatte und zum Teil nicht mal Geld für OP-Fäden besaß. Ein Erfahrungsbericht.

Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Gastkommentar
Afghanistan – die verschleppte politische Insolvenz des Westens!

Ein Gastkommentar von Hakan Işık Ähnlich den verschleppten Insolvenzen der Firmen aus der Wirtschaft, verschleppt der Westen auf ganzer Front mit allen Institutionen diese politische Tragödie seit 2001. Vorher zeichnete sich bereits dieser heutige Ausgang ab. Die Parteinahme des Westens für die radikaleren Kräfte in Afghanistan Ende der 70er Jahren kündigte ohnehin die heutige humanitäre Katastrophe an. Das stetige instrumentalisieren Afghanistans unter aller bisherigen Akteure wird zur geopolitischen Büchse der Pandora. Der bisherige Hegemon USA verliert mit dem Abzug jegliche Legitimität als Führungsmacht der freien Welt. Während die westliche Presse das vorher Abgesegnete druckt und sich an das Programm der Lügen hält, schwindet auch deren Legitimität. Der Westen ist militärisch, politisch, humanitär, demokratisch und moralisch keine Ordnungsmacht mehr. In Personalunion Politik und Presse sind sie nicht in der Lage ihren Abzug zu revidieren, stattdessen debattieren sie, wie schnell die Taliban in Kabul einmarschiert sind und über die Schwäche der installierten Regierung. Die fehlende Kampfbereitschaft der Regierungstruppen ist zugleich die fehlende Bereitschaft des Westens für ihre ehernen und allzuoft beschworenen Werte zu kämpfen. Die eigentlichen Schwachen sind abgezogen, symbolisch wieder von einem Dach mit einem Hubschrauber. Warum sollten also Afghanen für etwas von außen eingeführten kämpfen, was scheinbar nur aufgesetzt war und nur ökonomisch dem Überleben diente. Somit waren die Regierung und deren politischen Rentenabhängige den Besatzern Afghanistans deckungsgleich. Deckungsgleich ist auch die antiquierte UN, unfähig zu agieren, Lösungen zur Vermeidung der humanitären Katastrophe erklingt nicht. Auch hier wird es keine Abhilfe geben. Scheinbar steht die Welt davor, dass die Büchse der Pandora sich öffnet. Nein! Jetzt sind andere politisch potentere Akteure gefragt. Wir rufen uns ins Gedächtnis zurück, dass diese Welt nicht aus fünf besteht, die Welt ist größer und besteht nicht nur aus ideologischen Blockierern im Ständigen Rat der UN. Dieser potente Akteur ist die Türkei, sie ist historisch in dieser Region verankert und kennt die politische Geographie Afghanistans und ist nicht belastet wie die fünf. Ankara sichert den Flughafen Kabuls, dies hat Ankara scheinbar geahnt und ohne die Sicherung wäre gewiss die humanitäre Katastrophe gewaltiger. Nun gilt es für Ankara die politische Insolvenz des Westens abzuwickeln. Die politische Restmasse der westlichen Systeme ist nicht mehr veräußerbar. Jetzt gilt es diplomatisch mit den verbliebenen Kräften zu verhandeln und nach Lösungen zu schauen, sei es durch provisorische Schutzgebiete, Flüchtlingsaufnahmen in anderen Staaten, Transport der Flüchtlinge und zugleich auch die politische Zukunft in friedfertige Bahnen zu lenken. Ankara steht vor politischen Herausforderungen, welche lösbarer werden, weil der Westen den Zenith bereits überschritten hat. Die Annahme dieser geopolitischen Herausforderungen wird Ankara zum Hegemon der Herzen machen. Der einfachste Weg wird die Einbindung des islamischen Kulturraums sein. Ohnehin ist der Urheber der These, dass die Welt größer als fünf ist, ein Hoffnungsträger vieler im islamischen Kulturkreis und kann auf eine große politische Reichweite zurückgreifen. R. T. Erdogan kommt diese Aufgabe als Politiker zu. Mit diesem politischen Kapital kann zumindest die humanitäre Katastrophe des Westens gemildert werden. Dem gescheitertem Westen sollte dies bewusst werden und zugleich auch, das nunmehr Macher gefragt sind – keine politischen PRler und Marketingler. Als Endergebnis steht fest, dass die politische Ware des Westens weder Nachfrage hatte, noch das Unternehmen sauber geführt wurde. Wer weder Qualität verkaufen kann, noch den Laden sauber führt, schlingert in die Insolvenz…
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.