Corona-Krise
Studie: Risiko für Corona-Tod zwanzig Mal höher bei Ungeimpften

München – Daten aus Texas zeigen: Das Risiko an COVID-19 zu versterben, ist bei Ungeimpften zwanzig Mal höher als bei Geimpften. In Texas wollten die Behörden es wissen: Welche Folgen hat das COVID-19-Impfprogramm für die Bürger:innen? Dazu haben Fachleute des Texas Department of State Health Services für den Zeitraum zwischen 1. Januar und 31. Oktober 2021 digitalisierte Laborbefunde, Impfbescheinigungen und Sterbeurkunden ausgewertet. Besonderes Interesse lag dabei auf dem Zeitraum zwischen September und Oktober, als der US-Bundesstaat mit einer schweren Pandemiewelle im Zeichen der besonders ansteckenden Delta-Variante zu kämpfen hatte. Die Ergebnisse im Überblick:
  • Ungeimpfte hatten ein um den Faktor 13 erhöhtes Risiko, an COVID-19 zu erkranken als vollständig Geimpfte.
  • Das Risiko, an den Folgen der Infektion zu versterben, war um das 20-fache höher.
  • Die Impfung zeigt in allen Altersgruppen einen hohen Schutz vor Infektion – er ist besonders hoch bei den 12- bis 17-Jährigen.
  • Die Impfung zeigt in allen Altersgruppen einen hohen Schutz vor Tod. Es gibt jedoch je nach Altersklasse Unterschiede – das gilt vor allem für vergangenen September, als in Texas die hochansteckende Delta-Variante zirkulierte. Ungeimpfte in ihren Vierzigern hatten ein 55-fach höheres Risiko, an ihrer Infektion zu versterben, als ihre vollständig geimpften Altersgenoss:innen. Bei ungeimpften Senior:innen (75 Jahre und älter) war das Risiko zwölffach höher.
Die Daten belegen auch die zusätzliche Gefährdung, die durch die Delta-Variante ausgeht. Sie erhöhte das Risiko der Menschen in Texas, sich zu infizieren oder an den Folgen zu versterben, um das Vier- bis Fünffache gegenüber dem Zeitraum, als diese Variante dort noch nicht zirkulierte – und das unabhängig vom Impfstatus. Fazit der Gesundheitsbehörde: „Alle in den USA zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind hochwirksam und schützen Menschen davor, krank oder schwer krank zu werden – inklusive jene, die sich mit Delta- oder anderen bekannten Varianten infizieren. Real-World-Daten aus Texas zeigen diesen Nutzen ganz klar.“ Was sie auch zeigen: Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen (im Unterschied zu denen, die sich nicht impfen lassen können), spielen eine virale Form von Russisch-Roulette. Es gibt allerdings einen fundamentalen Unterschied zum „echten“ Russisch-Roulette. Wer es spielt, gefährdet ausschließlich sich selbst. Bei COVID-19 ist das anders, berichtet Pharmafakten.

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Der in Österreich lebende Imam Tarafa Baghajati hat auf Facebook zum Impfen aufgerufen.  Baghajati klärt aus islamischer Sicht über soziale, rechtliche und moralische Aspekte der Corona-Impfung auf.

Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Die Mescheten
Türkei gedenkt Vertreibung der Ahiska-Türken aus Georgien

Ankara – Heute jährt sich zum 77. Jahrestag die Zwangsverschickung der turksprachigen Mescheten (Ahıska Türkleri) aus Georgien. Am 14. April 1944 wurden auf Geheiß des sowjetischen Staatschefs Josef Stalin etwas mehr als 100.000 Mescheten aus ihrer angestammten Heimat in Georgien vertrieben und in weit entfernte Gebiete Zentralasiens deportiert. Aus sowjetisch-russischen Archivbeständen geht hervor, dass die Vertreibungen die „ethnische Säuberung der Region von Türken“ zum Ziel hatte. Das türkische Außenministerium gedachte in einer veröffentlichten Mitteilung der Opfer dieser Tragödie. Das Auswärtige Amt der Türkei schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter:
Am 77. Jahrestag der Vertreibung der Ahiska-Türken, unserer Landsleute, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, gedenken wir mit Barmherzigkeit der Opfer und teilen die Trauer derer, die nicht zurückkehren konnten. Wir werden unsere Brüder und Schwestern der Ahiska-Türken weiterhin unterstützen.
Die sowjetischen Behörden unter dem Machthaber Josef Stalin zwangsumsiedelten die Mescheten, wie die Ahiska-Türken auch genannt werden, 1944 aus der namensgleichen Mescheti-Region, beziehungsweise Samzche-Dschawachetien, in Georgien im Grenzgebiet zur Türkei. Dabei kamen etwa 13.000 Ahiska-Türken durch Hunger, Kälte und Krankheit ums Leben. Die ethnische Minderheit wurde seitdem politisch marginalisiert, diskriminiert und zahlreichen Menschenrechtsbrüchen ausgesetzt. Ihre Zahl wird laut öffentlich zugänglichen Informationen weltweit auf 600.000 Menschen geschätzt. Die meisten Mescheten leben in Kasachstan. Daraufhin folgen Siedlungsgebiete in Ukraine, Aserbaidschan, Russland und der Türkei. Ahiska-Umsiedlung Auf Weisung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan findet seit 2015 eine Umsiedlung von Ahiska-Türken aus der Ukraine und anderen Ländern statt. Diese werden seit 2017 auch eingebürgert. Kemal Bölge/Ankara

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Türkei: Einbürgerung von 23.000 Ahiska-Türken geplant

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Berlin
Kurdische Mutter: Die PKK tötet unsere Kinder

Berlin – Eine mutige kurdische Mutter protestiert seit Jahren gegen die Terrororganisation PKK vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Mit ihrer Aktion möchte Maida Aktas die Unterstützung der Öffentlichkeit erlangen. Die PKK habe ihre Tochter Nilüfer einer Gehirnwäsche unterzogen und sie daraufhin ins Ausland verschleppt, so Aktas. Die Terrorgruppe sei Deutschlandweit in sogenannten Kulturvereinen vertreten und locke junge Leute zuerst mit Kultur- Sprach- und Musikprogrammen. Auch ihre Tochter habe vor ihrem Verschwinden angefangen, eine dieser Begegnungsstätten zu besuchen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit beginne man jedoch, auch politische Themen in den Mittelpunkt zu stellen. Nilüfer habe man eingeladen, an „Campingurlauben in den Bergen und freier Natur“ im Ausland teilzunehmen. Des Weiteren versuchte die Mutter im vergangenen Jahr mit einer Petition die Menschen auf die Situation der Kurden in Deutschland aufmerksam zu machen. Diese fand jedoch wenig Beachtung, auch unter den Türkeistämmigen. Nun hat sich die verzweifelte Mutter mit einem Video an die Menschen gewandt. Auch in diesem Video verurteilt Aktas erneut die Terrororganisation PKK aufs Schärfste. Die Gruppe vertrete die Kurden nicht. Die PKK als Sprecher der Kurden darzustellen, wie etwa in Europa, sei ein großer Fehler, so Aktas weiter. Die in der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte Gruppe unterscheide sich nicht von der IS (Daesh) und töte (kurdische) Kinder. Kurden sollten ihre Kinder weder der einen noch der anderen Terrorgruppe opfern müssen, so Aktas. Die Sorge um ihre „von der PKK entführten Tochter Nilüfer“ habe bei ihr „Krebs verursacht“. Aktas kämpfe derzeit nicht nur darum ihre Tochter wiederzusehen, sondern gleichzeitig auch gegen die tödliche Krankheit. „Hilft mir die PKK zu stoppen“, so Aktas in dem Video. Zur Petition: Holt meine Tochter von der PKK zurück! Verhindert, dass sie eine Terroristin wird Aktas in einer Stellungnahme:
„Meine 21jährige Tochter  Nilüfer hat uns am 12. November 2019 verlassen, um sich der Terrororganisation PKK anzuschließen. Radikalisiert und rekrutiert wurde sie in einem angeblichen kurdischen Kulturverein in Berlin, der eigentlich ein PKK-Nest ist. Nilüfer ist eine von vielen jungen Kurden, die in Deutschland angeworben wurden, um sie zum kämpfen nach Nordirak und nach Nordsyrien zu schicken, wo sie töten und getötet werden. Das erste, was die PKK macht ist, jede Verbindung zu den Eltern und Familien zu unterbinden. Wir Kurden werden von niemandem mehr unterdrückt als von der PKK, die angeblich um unsere Rechte kämpft. Ich stehe seit März 2020 jede Woche im Regierungsviertel und bitte die Bundesregierung sowie die Bundesbehörden um Unterstützung bei der Suche nach meiner Tochter. Vergeblich. Niemand hört mich, niemand sieht mich, obwohl ich da bin: hörbar, sichtbar. Es heißt immer wieder, Nilüfer sei volljährig und könne tun, was sie will. Auch eine Straftat begehen? Ist Mitgliedschaft in einer Terrororganisation nicht verboten? Ist die PKK nicht in Deutschland verboten? Ist es nicht verboten, Menschen zu töten, zu terrorisieren? Weder die Politik noch die Presse ist bereit, sich diesen Fragen zu stellen und sie zu thematisieren. Mir scheint, als würde die PKK in Deutschland einen besonderen Schutz genießen, verboten und doch erlaubt. Dabei befinden sich in hierzulande mehrere PKK-Mitglieder, die Kampferfahrungen haben und an aktiven Kämpfen teilgenommen haben. Sie können ungehindert ein- und ausreisen. Sie sind gefährlich, für die innere Sicherheit Deutschlands. Diese Gefahren sind im Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 2019 detailliert dokumentiert. Wie gefährlich diese Menschen sind, durfte ich auf der Suche nach meiner Tochter selbst erfahren und erleben.

Helft mir, die Bundesregierung zum Handeln zu zwingen. Ich möchte, dass die Verantwortlichen gegen die PKK vorgehen, so wie auch gegen andere Terrororganisationen. Ich möchte, dass man meine Tochter aus den Fängen der PKK befreit und wieder nach Hause holt, genauso wie alle anderen kurdischen Mädchen und Jungs, die sich in der gleichen Situation befinden, ich kenne ihre Namen, denn ihre Eltern bitten nicht die Zuständigen sondern mich um Unterstützung. Ich fordere die Bundesregierung auf, meine Tochter und auch die anderen aus den Fängen der PKK zu befreien und gegen die Strukturen der Terrororganisation in Deutschland vorzugehen, damit kein Kind mehr in den Tod oder zum Töten geschickt werden kann.

Vielen Dank für eure Hilfe, Maide Aktas, die Mutter von Nilüfer“

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– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

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Organisation türkischer Staaten
Istanbul: Ungarn potenzielles Mitglied der „türkischen Union“

Istanbul – Mit einem historischen Akt vollzogen die Staats- und Regierungschefs aus Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, der Türkei und Usbekistan auf der Insel Yassıada im Marmarameer am 12. November 2021 die Umbenennung des bisherigen Kooperationsrats der türkischsprachigen Länder in Organisation der türkischen Staaten (Türk Devletleri Teşkilatı). An dem jährlich stattfindenden Gipfeltreffen nimmt Ungarn seit 2018 als Beobachter bzw. potenzielles Mitglied teil. Zum ersten Mal nahm am vergangenen Freitag auch Turkmenistan als Beobachter an der Konferenz teil. Nach dem Treffen veröffentlichte das türkische Präsidialamt ein Kommuniqué, in dem auf die Umbenennung in Organisation der türkischen Staaten verwiesen wird.
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijev (l.) mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. (Foto: tccb)
Strategiepapier von Ex-Präsident Nazarbayev dient als Fahrplan Das vom Ex-Präsidenten Kasachstans, Nursultan Nazarbayev, vorbereitete Strategiepapier „Vision der turksprachigen Welt 2040“ verweist auf die gemeinsamen Interessen der turksprachigen Staaten. In der Abschlusserklärung wird auf das Strategiepapier von Nazarbayev ausdrücklich hingewiesen und als „strategischer Wegweiser“ beschrieben. Um den strategischen Fahrplan der Organisation der türkischen Staaten 2022-2026 vorzubereiten, hätten die Staatschefs entsprechend Weisung erteilt. Die Teilnahme Turkmenistans als Beobachter an der Organisation für türkische Staaten werde die Solidarität und die Zusammenarbeit zwischen den Turkstaaten und den Völkern fördern. Ferner wurde in der Erklärung zum Sieg Aserbaidschans über Armenien während des zweiten Bergkarabach-Krieges gratuliert. In der Zypernfrage forderten die Staaten eine Lösung auf Grundlage der Realitäten auf der Insel, die gerecht, dauerhaft, nachhaltig und für beide Seite akzeptabel sei. Der Konflikt solle in Solidarität mit dem zyperntürkischen Volk erreicht und die grundlegende Gleichberechtigung zum Ziel haben.
Die offizielle Fahne der Union.
Darüber hinaus wurde in der Verlautbarung auf die Bedeutung des Ausbaus des gemeinsamen Kampfes gegen Terrorismus, radikale Tendenzen, Separatismus, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und jegliche Form von Hassreden hingewiesen. Außerdem sollen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um den gegenseitigen Handel und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwischen den Mitgliedsstaaten zu erleichtern. Der Ex-Admiral der türkischen Marine, Cem Gürdeniz, hob in einem Beitrag für das News-Portal veryansın.tv die Namensänderung der Organisation türkischer Staaten hervor. Nach Ansicht des Ex-Admirals ist der jetztige Zeitabschnitt von großer Bedeutung. Das 21. Jahrhundert werde nicht nur ein Jahrhundert Asiens und der Meere, sondern auch ein türkisches Jahrhundert. Der größte Traum von Atatürk werde Wirklichkeit. „Hoch lebe der türkische Zusammenhalt“, so der pensionierte Vizeadmiral zur See Cem Gürdeniz. Kemal Bölge/Istanbul

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Die Türkei spielt eine Schlüsselrolle bei der Sicherheit in Europa und im Nahen Osten, sagte der Sprecher der ungarischen Regierung.

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Corona-Pandemie
Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Wien – Der in Österreich lebende Imam Tarafa Baghajati hat auf Facebook zum Impfen aufgerufen. Baghajati klärt aus islamischer Sicht über soziale, rechtliche und moralische Aspekte der Corona-Impfung auf. Wie der ORF weiter berichtet, bezeichnet der in Syrien geborene Obmann der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen in seinem Post die Impfung als Pflicht für Musliminnen und Muslime, die nicht aus gesundheitlichen Gründen am Impfen gehindert werden. Mit dem auf Arabisch verfassten Aufruf antworte der Imam auf die Fragen vieler Gläubiger zum Thema Coronavirus-Impfung. Dabei wäge er medizinische, wissenschaftliche und ethische Erkenntnisse sowie die praktischen Ergebnisse ab, die es bisher gebe. Die wichtigste Begründung findet sich ihm zufolge im Koran: „Und stürzt euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben“ (Sure 2; 195). Noch schwerwiegender als die eigene Gefährdung sei es, andere in Gefahr zu bringen – durch eine eventuelle Infektion. Denn „das komme einem Angriff auf andere gleich“, zitiert der ORF den Imam weiter. Wissenschaftler hätten die Bedenken gegen die Impfstoffe bereits widerlegt, so der Gelehrte mit Verweis auf Portugal und Dänemark. Gerade im Gesundheitsbereich seien der vorsätzliche Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen „eine große Sünde“. „Wer sich mit Corona ansteckt oder andere ansteckt, ist für dieses Verhalten vor Gott dem Allmächtigen verantwortlich“, zitiert der ORF den islamischen Gelehrten weiter. Auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, hatte laut ORF bereits mehrfach Musliminnen und Muslime aufgefordert, das Angebot der Impfung anzunehmen. Es gab auch Impfaktionen in Moscheen. „Die Impfung ist im Islam eine religiöse Pflicht, sie dient dazu Schaden von sich selbst und auch von anderen abzuwenden“, zitiert der österreichische Rundfunk Vural. Auch DITIB empfiehlt Impfung Auch der türkische Islamverband DITIB empfahl eine Impfung. „Als Religionsgemeinschaft tragen wir Verantwortung füreinander und miteinander“, sagte Kazim Türkmen, Vorsitzender des DITIB-Bundesverbands und Hausherr der Zentralmoschee in Köln, gegenüber EPD. Die DITIB empfehle ihren Mitglieder, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Kölner Bürgerinnen und Bürger konnten sich im Mai in der Zentralmoschee gegen Corona impfen lassen. Die Stadt Köln und die Kassenärztliche Vereinigung Köln hätten die Impfaktion zusammen mit der Gemeinde organisiert, berichtet DOM Radio. Laut einer Mitteilung des oberste Religionsrat der DITIB, sei das Impfen auch während des Fastens möglich sei. Gläubige könnten sich im heiligen Monat Ramadan auch vor dem Sonnenuntergang impfen lassen.

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– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

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Corona-Krise
Corona: 35 führende Mediziner fordern höhere Impfraten

Köln – In einem dramatischen Appell an die Regierungen von Bund und Ländern fordern 35 führende Mediziner und Wissenschaftler anderer Disziplinen ein Umsteuern in der Pandemiebekämpfung. Die vierte Corona-Welle habe das Potenzial, alles Bisherige „in den Schatten zu stellen“. Statt mit „passivem Abwarten“ die Verantwortung für ein Brechen der vierten Welle zunehmend „ins Private“ und „in den Ermessensspielraum jedes einzelnen Menschen zu verlagern“, müsse die Politik endlich „ihrer Verantwortung umfassend gerecht werden“, heißt in dem dreiseitigen Aufruf, den der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Samstag-Ausgaben) veröffentlichten. „Jeder Tag des Abwartens kostet Menschenleben“, warnen die Experten. Federführend verantworten der Kölner Internist Michael Hallek und die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann den gemeinsamen Text der Forscherinnen und Forscher aus allen Teilen Deutschlands. „Wir empfinden eine tiefe Enttäuschung über die Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und über den wiederholt nachlässigen Umgang mit dem Wohlergehen der Menschen, die auf den Schutz des Staates angewiesen sind“, heißt es in dem Schreiben. „Es ist für uns unverständlich, dass die Verantwortungsträger dieses Landes eine solche Situation zugelassen haben.“ Die Autoren kritisieren den zeitweiligen Rückbau von Test- und Impfzentren sowie eine politische Festlegung von Zeitpunkten für ein angebliches Ende der Pandemie. Für eine effektive und sachlich fundierte Pandemiebekämpfung regen die Forscher einen nationalen Krisenstab an, in dem Fachleute aus Virologie, Medizin und dem Bereich Öffentliche Gesundheit, aber auch Praktiker mit Leitungs- und Management-Erfahrung – etwa in Kliniken oder in erfolgreichen Unternehmen – sitzen sollten. Diese Runde solle die notwendigen parlamentarischen Entscheidungen wissenschaftlich mit wissenschaftlicher Expertise fundieren. Wichtig seien auch eine „kohärente Kommunikation“ mit „einheitlichen, verbindlichen Regeln“, ohne die Vertrauen untergraben und die Pandemie erheblich verlängert werde.
Wir appellieren deshalb eindringlich an die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen, jetzt ihrer Verantwortung umfassend gerecht zu werden. Das bedeutet erstens, die Realität anzuerkennen: Dieses Virus wird die Welt noch eine Weile in Atem halten. Es wird nicht einfach verschwinden. Auch im „endemischen” Zustand, so es diesen erreicht, wird es wahrscheinlich immer wieder heftige Infektionswellen verursachen, sofern die Impfraten nicht deutlich gesteigert werden. Zwischen der Inzidenz und den nachfolgenden Zahlen für Krankenhausaufenthalte, Intensivpatienten, Verstorbene und Langzeitgeschädigte wird es immer einen klaren Zusammenhang geben. Er kann sich zwar quantitativ ändern, wird sich aber nie entkoppeln.
Zu den weiteren Unterzeichnern gehören der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Markus Beier, der Intensivmediziner Christian Karagiannidis (Witten/Herdecke), die Virologen Ralf Bartenschläger (Heidelberg), Ulf Dittmer (Dortmund-Essen), Isabella Eckerle (Genf), Nicole Fischer (Hamburg-Eppendorf) und Friedemann Weber (Gießen). Auch die Soziologen Heinz Bude (Kassel) und Armin Nassehi (München) sowie die Politologen Maximilian Mayer (Bonn) und Elvira Rosert (Hamburg) unterstützen den Aufruf mit ihrer Unterschrift.

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– Vierte Welle – Corona: Apothekenteams wollen Comeback für Bürgertests

Das Brechen der vierten Corona-Welle ist das Gebot der Stunde. Geht es nach dem Apothekenpersonal, kommen dafür drastische Maßnahmen in Betracht, und zwar auch in der Apotheke.

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Nusrets London-Video
Nusret-Fan: Ich mochte dich, als du schwiegst

London – Der türkische Stargastronom Nusret – Salt Bae – Gökce überraschte seine Fans auf Instagram mit einem Video, in dem man ihn zum ersten Mal sprechen hört. Die Reaktionen fielen jedoch weniger schmeichelhaft aus, als er es sich womöglich erhofft hatte. „Du bist ein seltsamer Kerl, nicht wahr“, schreibt etwa ein Fan. Ein zweiter kommentiert: „Was ist mit deinem Mundwerk los, Mann?!“ „Ich liebe dich, aber was zum Teufel sagst du da?“, schrieb ein weiterer verwirrt klingender Zuschauer. Jemand anderes gestand: „Ich mochte diesen Kerl, als er noch still war.“ In dem Video schwärmt Gökce von London, wo er vor einigen Wochen ein weiteres Restaurant eröffnete. „Moment mal, Moment mal. Ich möchte etwas über London sagen. London ist mein großer Traum. Eines Tages, am nächsten Tag, jeden Tag. Die ganze Zeit über. Ich liebe London. London ist anders.“ Daraufhin wird er von einer Person aus dem Hintergrund gefragt, wie gut seine Englischkenntnisse sind, woraufhin Salt Bae scherzt: „Mein Englisch ist fast wie das eines Briten. Sie wissen schon, ‚Cheers!'“. Von London aus reiste Gökce in die saudi-arabische Hauptstadt Riad wo er sein 28. Restaurant eröffnete. Salt Bae Gökce erlangte internationale Berühmtheit, nachdem er anfing, Fotos seiner theatralischen Salzstreu-Pose in den sozialen Netzwerken zu teilen. Dutzende Restaurants weltweit und ein 50-Millionen-Dollar-Hotel, gehören mittlerweile zu seiner Unternehmensgruppe. Nur fünf Jahre Schule Gökce sei nur fünf Jahre zur Schule gegangen und habe anschließend angefangen, als Metzger zu arbeiten. In Argentinien habe er seine Fleischschneidekünste dann perfektioniert. Kommunikation durch Fleisch Er habe zwar keine Fremdsprachen sprechen können, erzählte er in einem Gespräch mit türkischen Medien, habe jedoch „mit den Menschen durch das Fleisch kommuniziert“. „Die Leute bezeichnen mich als ungehobelt“, sagte er. „Ich bin der Sohn eines Bergarbeiters. Mein Vater und meine Mutter waren Analphabeten. Ich konnte aus finanziellen Gründen nicht zur Schule gehen. Ich war 14, als ich bei einem Metzger in die Lehre ging. Fleisch wurde zu meiner Leidenschaft.“
 
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– Klage gegen Salt Bae – New York: Weitere Angestellte klagen gegen Nusret „Salt Bae“ Gökce Erneut haben Mitarbeiter gegen den weltberühmten türkischen Gastronomen Nusret Gökce Klage eingereicht.
New York: Weitere Angestellte klagen gegen Nusret „Salt Bae“ Gökce

Energiepolitik
Türkei: Erdogan kündigt Bau weiterer Atomkraftwerke an

Ankara – Die Türkei wird laut Präsident Recep Tayyip Erdoğan sehr bald mit den Vorbereitungen für ihr zweites und drittes Kernkraftwerk beginnen. Diese werden dem ersten Kernkraftwerk des Landes, Akkuyu, folgen, das zur Zeit in der südlichen Provinz Mersin gebaut wird. „Wir führen unsere Studien in Anbetracht des wachsenden Energiebedarfs durch. Wir planen, den ersten Block des Kernkraftwerks Akkuyu im Jahr 2023 in Betrieb zu nehmen“, zitiert die englischsprachicge Daily Sabah (DS) den türksichen Staatschef. „Nach dem Kernkraftwerk Akkuyu werden wir zügig mit den Vorbereitungen für unser zweites und drittes Kraftwerk beginnen“, so Erdoğan. Akkuyu wird von der staatlichen russischen Atomenergiegesellschaft Rosatom gebaut. Die beiden Länder unterzeichneten 2010 ein Kooperationsabkommen und begannen 2018 mit dem Bau. Der erste Block der Anlage soll bis Mai 2023 fertiggestellt werden. Putin und Erdoğan geben Startschuss Erdoğan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin gaben im März den Startschuss für den Bau des dritten von insgesamt vier Reaktoren der Anlage. Die drei verbleibenden Blöcke sollen bis Ende 2026 in Betrieb genommen werden, und zwar einer pro Jahr, so dass die installierte Gesamtkapazität 4.800 Megawatt (MW) betragen wird, berichtet DS weiter. Mit dem Bau des zweiten Blocks wurde im Juni letzten Jahres begonnen. Der erste Spatenstich für den vierten Reaktor wird nächstes Jahr erfolgen. Nach seiner Fertigstellung wird das Kraftwerk voraussichtlich 35 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr produzieren und damit etwa 10 Prozent des inländischen Strombedarfs decken. „Es ist unmöglich, dass diejenigen, denen die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Türkei und das Wohlergehen der türkischen Nation am Herzen liegen, gegen die Kernenergie sind“, sagte Erdoğan am Dienstag. „Wir werden nach Wegen suchen, um unsere erneuerbaren Energiequellen stärker zu nutzen.“ Die Gesamtinvestitionen für die Anlage werden auf rund 20 Milliarden Dollar geschätzt. Es wird erwartet, dass das gigantische Projekt in der Hauptbauphase etwa 15.000 Menschen und während des Betriebs etwa 4.000 Menschen beschäftigen wird.

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– Türkei – Erdogan: Akkuyu Atomkraftwerk wird 10 Prozent des Energiebedarfs decken

Das sich im Bau befindende Kernkraftwerk Akkuyu werde nach der Inbetriebnahme zehn Prozent des türkischen Energiebedarfs decken, sagte Recep Tayyip Erdogan in seiner Rede während der Fraktionssitzung der regierenden AKP.

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Flüchtlingskrise
Türkei stoppt Flüge für Flüchtlinge

Ankara – Die Türkei Die Türkei verbietet angesichts der Flüchtlingskrise Staatsangehörigen aus Syrien, dem Irak und dem Jemen Abflüge von türkischen Flughäfen nach Belarus. Das berichtet TRT Deutsch unter Berufung auf eine Mitteilung der türkischen Luftahrtbehörde. Auch die staatliche belarussische Fluggesellschaft Belavia erklärte am Freitag, dass sie auf Ersuchen der türkischen Behörden im Zuge des Migrantenkonflikts zwischen Belarus und Polen Staatsangehörige aus dem Irak, Syrien und Jemen nicht mehr an Bord von Flügen von der Türkei nach Belarus lassen werde. „In Übereinstimmung mit einer Entscheidung der … türkischen Behörden werden Bürger aus dem Irak, Syrien und Jemen ab dem 12.11.2021 nicht mehr für Flüge von der Türkei nach Weißrussland akzeptiert“, heißt es in einer Erklärung auf der Website des Unternehmens. Die Europäische Union ist der Ansicht, dass Belarus Tausende von Menschen, die aus kriegsgebeutelten Regionen der Welt fliehen, dazu ermutigt, seine Grenzen zu überqueren, und wird möglicherweise schon am Montag neue Sanktionen gegen Belarus und die Fluggesellschaften, die die Migranten befördern, verhängen. Auch die Türkei wurde beschuldigt eine aktive Rolle bei der Verschärfung der Situation zu spielen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Vorwürfe auf Schärfste zurückgewiesen.

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– Belarus-Krise – Russland: „Mehr als 2.000 polnische Soldaten marschierten in den Irak ein“

Deutschland und Polen haben Präsident Putin vorgeworfen, mit Weißrussland zusammenzuarbeiten, um die humanitäre Krise an der Ostgrenze der Europäischen Union zu verschärfen.

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Forschung
Karliczek: „Wir bringen kreative Jugendliche zusammen“

Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe heute und morgen zu einem Dialog zum Thema Bioökonomie ein. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Wir brauchen junge Menschen, die kreativ sind und neue Antworten suchen. Niemand kann die Welt alleine retten. Wir müssen alle ins Gespräch kommen; Perspektiven zusammendenken und gemeinsam gute Lösungen finden. Deshalb habe ich etwa 300 Jugendliche aus unterschiedlichsten Fachrichtungen zur – in diesem Jahr digitalen – Veranstaltung „Talent trifft Bioökonomie“ eingeladen, damit sie sich vernetzten, informieren und mit Fachleuten diskutieren können. Mit dabei sind Gewinnerinnen und Gewinner von Wettbewerben wie Jugend debattiert, den Science-Olympiaden, Jugend forscht und dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Unser Treffen steht dieses Jahr ganz im Zeichen des aktuellen Wissenschaftsjahres. Deshalb wird es um das Thema Bioökonomie gehen. Bioökonomie treibt den Wandel voran – hin zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftssystem. Denn es werden nachwachsende Rohstoffe eingesetzt – etwa bei der Autoherstellung, bei Verpackungen oder im Bausektor. Dieser Wandel kann nur gelingen, wenn sich Menschen mit innovativen Ideen einbringen und die Zukunft aktiv gestalten. Ich freue mich daher sehr, dass bei „Talent trifft…“ mutige, entdeckungsfreudige Jugendlichen zusammenkommen. Ich kann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur ermutigen: Bleiben Sie dran. Wir brauchen Leute wie Sie.“ Hintergrund: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt am 12. Und 13. November Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe zu einem Dialog zu aktuellen Themen der Bioökonomie ein. „Talent trifft… Bioökonomie“ findet digital unter dem Motto: Nachhaltig schlau! statt. Die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefen ihr Wissen und entdecken Neues. Ein umfangreiches Workshopangebot bietet dabei die Möglichkeit die zahlreichen Facetten der Bioökonomie kennenzulernen. Ob „Pilze können fast alles“, „Mobilität der Zukunft“ oder „Zukunft gestalten – Wie wollen wir leben?“ – das Wissensangebot ist vielfältig und soll zum Dialog einladen. Bei „Talent trifft… Bioökonomie“ kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit Expertinnen und Experten ins Gespräch. In einer Diskussionsrunde tauschen sich die aktuelle Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, Frau Professorin Daniela Thrän, Corinna Schmid, die den Bioökonomie-Podcast an der Universität Hohenheim mitgestaltet, und Herr Jannis Kempkens, Industriedesigner und Materialforscher, zu ihrer jeweiligen Perspektive der Bioökonomie aus und beantworten Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein virtueller Markt der Möglichkeiten erwartet die Preisträgerinnen und Preisträger mit vielen Informationen rund um Stipendien und weiteren Fördermöglichkeiten. An virtuellen Stehtischen bieten sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten zur Information und zum Ausbau des eigenen Netzwerkes. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner von Stiftungen und Begabungswerken wie zum Beispiel dem Deutschlandstipendium oder der Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V. stehen Rede und Antwort rund um die zahlreichen auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Unterstützungsangebote.

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– Corona-Krise – Pfizer lehnte deutsch-türkischen BioNTech-Impfstoff zunächst ab

Einem Bericht der britischen Tageszeitung Telegraph zufolge lehnte Pfizer das Angebot, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, zunächst ab, weil die Unternehmensleitung der Meinung war, das Virus würde schnell eingedämmt.

Pfizer lehnte deutsch-türkischen BioNTech-Impfstoff zunächst ab