Çanakkale – Bei einer feierlichen Eröffnungszeremonie hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag die Çanakkale-1915-Brücke (Dardanellen-Brücke) eingeweiht.
Gemessen an ihrer Spannweite von 2023 Metern ist sie die längste Hängebrücke der Welt und verbindet Europa mit Asien. Die Brücke verdrängt somit die Akashi-Kaikyō-Brücke in Kobe, Japan (1991 Meter), vom ersten Platz. Die Liste der längsten Hängebrücken ordnet Hängebrücken gemäß der Länge ihrer Mittelspannweite (Entfernung zwischen den Pylonen).
Die Brücke ersetzt eine Fährverbindung über die Dardanellen und verbessert die Anbindung der Provinzen Çanakkale und Balıkesir. Sie überspannt die Dardanellen als wichtigster Bauabschnitt der neuen Kınalı-Tekirdağ-Çanakkale-Balıkesir-Autobahn (O-6). Durch die Brücke und dem neuen Autobahnabschnitt werde die Fahrt von mehreren Stunden auf wenige Minuten verkürzt, so Erdogan während seiner Rede. Drei der 10 längsten Hängebrücken der Welt befinden sich jetzt in der Türkei, so Erdogan.
Der südkoreanische Premierminister Kim Boo-kyum nahm ebenfalls an der Eröffnungsfeier teil. Er lobte in einer Rede die neue Brücke als „Hauptschlagader der türkischen Wirtschaft“ und erklärte, dass sie den Personen- und Warenverkehr erheblich erleichtern werde. Die Brücke werde es der Türkei ermöglichen, ihre Position als internationale Logistikdrehscheibe zwischen Europa, dem Nahen Osten, Nordeuropa und Zentralasien weiter zu festigen.
Symbolischen Charakter haben die Ziffern im Namen der Brücke. Die Zahl 1915 im Namen, die Höhe der Türme (318 m) und das Datum des ersten Spatenstichs (18. März) beziehen sich auf den Sieg der türkischen Armee am 18. März 1915 während der Marineoperationen im Gallipoli-Feldzug. Die Länge der Hauptspannweite der Brücke, 2023 Meter, bezieht sich auf das hundertjährige Bestehen der türkischen Republik im Jahr 2023.
Hani hep “maziden atiye köprü kurmak” diyoruz ya, işte bugün bu sözü hem lafzıyla hem ruhuyla hayata geçirdik. Hamdolsun. #1915ÇanakkaleKöprüsü’nün ülkemize, milletimize, şehrimize, tüm dünyaya hayırlı olmasını diliyorum. pic.twitter.com/5EQE5mbtWK
Yapılan hesaplamalar, bu projenin ekonomimize üretimde 5,3 milyar avro, istihdama 118 bin kişi, millî gelirde 2,4 milyar avro ilave katkısının olacağına işaret ediyor. pic.twitter.com/s5OqrxTa5s
Berlin – In der aktuellen Debatte zur Eindämmung der Corona-Pandemie spricht sich der Paritätische Gesamtverband für eine allgemeine Impfpflicht und gegen die geplante Aufhebung der Schutzmaßnahmen aus.
Der Wohlfahrtsverband betont angesichts der weiterhin steigenden Infektionszahlen besonders den Schutz der vulnerablen Gruppen und warnt vor den dramatischen Folgen, wenn jetzt Bemühungen zur Eindämmung der Pandemie auszubleiben drohen.
Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, betont, dass sich der Paritätische bereits im Dezember für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen hat und kritisiert das politische Zögern:
„Ein Inzidenzrekord jagt den nächsten und selbst innerhalb der Regierungsfraktionen kann man sich zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie noch immer nicht zur Impfpflicht einigen. Dieses Vorgehen ist fahrlässig und niemandem vermittelbar.“
Eine allgemeine Impfpflicht sei das Gebot der Stunde und auch eine Frage der Solidarität. Der Paritätische warnt daher auch vor einer unveränderten Verabschiedung des Infektionsschutzgesetzes, das morgen (Freitag) im Bundestag beschlossen werden soll und weitreichende Lockerungen vorsieht.
Er verstehe natürlich, dass die Auflagen viele Menschen belasten, aber eine Corona-Infektion sei noch viel belastender. „Jetzt die Corona-Maßnahmen weitestgehend fallen zu lassen, ist nicht nur gesundheitlich unverantwortlich, es ist auch unsolidarisch denen gegenüber, die aufgrund von Vorerkrankungen deutlich stärker gefährdet sind“, so Schneider. Die meisten Menschen hielten die Maßnahmen sowieso für angemessen und vertretbar. Man dürfe sich nicht mit einer lauten Minderheit gemein machen, die einen Freedom Day fordere.
In einer gemeinsamen Stellungnahme aller Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zum geplanten Infektionsschutzgesetz warnt der Verband zudem, dass der Schutz vulnerabler Personen in und außerhalb von Einrichtungen nicht gewährleistet werden könne, wenn zeitgleich bundesweit und gesamtgesellschaftlich der Maßnahmenkatalog in erheblichem Maße gelockert und damit ein weiterer Anstieg des ohnehin hohen Infektionsgeschehens riskiert wird.
Die Verbände fordern in ihrer Stellungnahme u. a. die Angleichung des bundeseinheitlichen an den neu vorgesehenen Maßnahmenkatalog der Länder und damit die Ausweitung der bundesweiten Handhabe um die Möglichkeit des Erlasses umfassender Masken- und Testverpflichtungen, Hygienekonzepte und genereller Abstandsgebote im öffentlichen Raum.
Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Sofortmaßnahmen, um Öl, Gas und Kohle einzusparen – besonders dringend ein Tempolimit zur Öleinsparung von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und Tempo 30 innerorts für die Dauer der aktuellen Krise.
Die DUH koordiniert bereits seit Jahren ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden, Polizeigewerkschaft und Verkehrsunfall-Opferhilfe, das sich für ein generelles Tempolimit zum Schutz von Klima und Menschenleben einsetzt.
Gewaltiger Einspareffekt: 3,7 Milliarden Liter Sprit und 9,2 Millionen Tonnen CO2 sofort vermeidbar
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erhöhe nun noch einmal massiv die Dringlichkeit. Um schnellstmöglich die Abhängigkeit Deutschlands von russischen fossilen Rohstoffen zu verringern und gleichzeitig das Klima zu schützen, helfe nur die Einsparungen beim Verbrauch. Und die wären durch ein Tempolimit, wie es die DUH jetzt fordert, erheblich: 3,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel und 9,2 Millionen Tonnen CO2 ließen sich damit sofort vermeiden.
Bundesgeschäftsführer Resch: „Wir brauchen entschlossenes Freiheits-Sparen als Reaktion auf Klimakrise und Ukraine-Krieg“
„Wir brauchen neben ‚Freiheitsenergien‘ auch entschlossenes ‚Freiheits-Sparen‘. Jeder muss in der jetzigen Doppelkrise seinen Beitrag leisten – und nicht mehr rasen zu dürfen ist ein kleiner Einschnitt verglichen mit dem Nutzen. Allein mit dem von uns jetzt vorgeschlagenen Tempo 100 auf Autobahnen, 80 außerorts und 30 innerorts lassen sich knapp vier Milliarden Liter Diesel und Benzin vermeiden – und das jedes Jahr. Das kann den Rohölbedarf aus Russland um Millionen Tonnen und damit etliche Prozentpunkte sofort absenken„, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
Die DUH ist begeistert, dass immer mehr Menschen, darunter bekannte Wissenschaftler, für das Kraftstoffsparen durch #100AufDerAutobahn eintreten und dies in sozialen Medien einfordern. Sie ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, das Energiesparen durch ein Tempolimit zu unterstützen und mit ihrer Unterschrift Druck zu machen auf die Politik. Dazu hat der Umwelt- und Verbraucherschutzverband die Aktionsseite https://www.duh.de/tempolimit-jetzt/ eingerichtet.
Hintergrund:
Bisher ist die DUH für ein Tempolimit auf Autobahnen von 100 km/h tagsüber und 120 km/h nachts eingetreten. Das hat der Verband anlässlich der sich anbahnenden Rohstoffkrise verschärft auf einheitlich Tempo 100 auf Autobahnen.
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Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Tempolimit auf Autobahnen
Die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) spricht sich für die Einführung eines Tempolimits von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen aus, 47 Prozent der Bürger sind gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Neuss – Sonnenbrände und unkontrolliertes Sonnenbaden im Freien, mit erhöhter UV-Strahlungsbelastung, können das Risiko für Hautkrebserkrankungen erhöhen.
Helle Hauttypen und erblich Vorbelastete sind dabei eher gefährdet. Moderates und ausgewogenes Sonnen hingegen, trägt nicht nur maßgeblich zu einem gesunden Lebensstil bei, sondern verhindert im Zusammenspiel mit der Vitamin-D-Produktion aktiv die Entstehung maligner Melanome.[1],[2]
Wer auf die richtige Dosis an UV-Lichteinwirkung passend zu seinem Hauttyp achtet, muss die Sonne weder meiden noch auf den Sommerurlaub und eine gesunde Bräune verzichten.
Volkskrankheit Krebs. Eine Diagnose, die wohl für jeden Menschen ein Schreckensszenario darstellt. Doch Krebs ist nicht gleich Krebs. So zählt Hautkrebs beispielsweise zu einer der Krebsarten, der die besten Heilungschancen zugeschrieben werden: Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellt 2021 fest, dass die relativen 10-Jahres-Überlebensraten im Jahr 2018 für Frauen mit malignem Melanom der Haut in Deutschland bei 94 Prozent und für Männer bei 93 Prozent lagen.[3]
(Grafik: SonnenAllianz)
Hautkrebs ist laut des RKI nur für 1,25 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich. Bei 100.000 Menschen werden jährlich etwa 328 Fälle diagnostiziert. Bei 290 der Betroffenen wird der weiße Hautkrebs festgestellt, der in nur in Ausnahmefällen metastasiert und deshalb verhältnismäßig ungefährlich ist. Bei den übrigen 38 stellt der Hautarzt das gefährlichere maligne Melanom fest. Da dieser Hauttumor aber häufig im Frühstadium entdeckt wird, ist die Behandlung in den meisten Fällen erfolgreich.[4]
Risikofaktoren, die laut RKI die Gefahr, an Hautkrebs erkranken zu können, erhöhen, sind unter anderem angeboren oder erblich bedingt: Zu den wichtigsten angeborenen Risikofaktoren gehören bereits bei der Geburt vorhandene, besonders große Pigmentmale und ein heller Hauttyp.
Sind mehrere Verwandte ersten Grades an malignen Melanomen erkrankt, kann dies auf ein familiär erhöhtes Risiko durch ererbte Mutationen hindeuten. Und auch ein verantwortungsloser Umgang mit Sonnen- und UV-Strahlen kann Schattenseiten haben, denn Sonnenbrände in jedem Alter erhöhen das Risiko: Schon wer in einer der Lebensphasen Kindheit, Jugend oder Erwachsenenalter häufig unkontrolliert ultravioletter Strahlung ausgesetzt war, hat ein erhöhtes Risiko den sogenannten schwarzen Hautkrebs zu bekommen.
Denn das maligne Melanom wird vorrangig durch schockartige UV-Belastung, bei der sich die Haut nicht an intensivere UV-Expositionen anpassen konnte, zum Beispiel durch häufige Sommerurlaube mit intensiver Sonneneinstrahlung, verursacht. Vor einem Urlaub im Süden, sollte die Haut daher langsam an die höheren UV-Indexe gewöhnt werden. Denn die dadurch entstehende Lichtschwiele und Bräunung sowie die damit einhergehende Vitamin-D-Synthese der Haut, bieten einen unmittelbaren Schutz vor malignen Melanomen und dessen Folgen.[5],[6]
Wenn Sonnen, dann richtig. Kontrolle ist wichtig.
Die Dosis, eine langsame Gewöhnungsphase und die Verhinderung von Sonnenbränden sind der beste Schutz vor Hautkrebs. Wer die UV-Lichtbestrahlung durch Sonne oder Solarium grundsätzlich verteufelt greift also zu kurz, denn richtig eingesetzt schützen sie sogar vor bösartigem Hautkrebs.
Was also tun, wenn man nicht auf ein wohltuendes Sonnenbad, leichte Bräune und einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel verzichten möchte? Eine sichere und professionelle Alternative zum Sonnen unter freiem Himmel ist die Nutzung von modernen Solarien in Sonnenstudios mit professionell geschultem Personal. Diese bieten alle Vorteile eines Sonnenbades, allerdings mit qualifizierter Haut-Beratung und in einer kontrollierten Umgebung.
Bei Sonnenstudios wird durch geschultes Personal und smarte Anlagentechnik Intensität und Dauer der UV-Exposition individuell auf den jeweiligen Hauttypen eingestellt. Und einen weiteren Pluspunkt bietet der kontrollierte Besuch eines Solariums, wie Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Vorsitzender der SonnenAllianz – einem Projekt der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention – erklärt:
„Bei UV-Strahlung produziert die Haut das Prohormon Vitamin D.[7] In unserem Körper erfüllt das „Sonnenhormon“ an vielen Stellen wichtige Aufgaben. So ist Vitamin D nicht nur bei der Knochen- und Muskelbildung beteiligt, sondern spielt eine wichtige Rolle im Herz-Kreislauf-System, im Immun- sowie Atemsystem und wird für verschiedene Gehirnfunktionen benötigt. Und auch zur Prävention gegen die meisten Krebsarten ist ein adäquater Vitamin D-Spiegel empfehlenswert.“
Ein letzter, aber nicht weniger wichtiger Punkt betrifft die Praktikabilität. Während Freizeit und Wetter gerade in unseren Breiten häufig nicht zusammenpassen, scheint im Studio immer die Sonne – zum Teil bis in die Abendstunden hinein – wodurch eine der wesentlichen Voraussetzungen für gesundes Sonnen sichergestellt wird: die Regelmäßigkeit.
[1] Newton-Bishop, J. A., Beswick, S., Randerson-Moor, J., Chang, Y.-M., Affleck, P., Elliott, F., … Bishop, D. T. (2009). Serum 25-Hydroxyvitamin D3 Levels Are Associated With Breslow Thickness at Presentation and Survival From Melanoma. Journal of Clinical Oncology, 27(32), 5439-5444. doi: 10.1200/jco.2009.22.1135
[2] Berwick, M., Armstrong, B., Fine, J., Kricker, A., Eberle, C., & Barnhill, R. (2005). RESPONSE: Re: Sun Exposure and Mortality From Melanoma. JNCI: Journal of the National Cancer Institute, 97(23), 1791-1791. doi: 10.1093/jnci/dji411
[3] https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Melanom/melanom_inhalt.html
[4] https://ots.de/Q4mZE4
[5] Dixon, K., Tongkao-On, W., Sequeira, V., Carter, S., Song, E., Rybchyn, M., … Mason, R. (2013). Vitamin D and Death by Sunshine. International Journal of Molecular Sciences, 14(1), 1964-1977. doi: 10.3390/ijms14011964
[6] Muralidhar, S., Filia, A., Nsengimana, J., Pozniak, J., Oshea, S. J., Diaz, J. M., … Newton-Bishop, J. (2019). Vitamin D-VDR Signaling Inhibits Wntss-Catenin-Mediated Melanoma Progression and Promotes Antitumor Immunity. Cancer Research, 79(23), 5986-5998. doi: 10.1158/0008-5472.can-18-3927
[7] Biersack MG: Dissertation 2016, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Einfluss einer dreimaligen erythemunterschwelligen UV-Exposition auf die Stimmung und den Vitamin D-Spiegel gesunder, junger Probandinnen.
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Deutsche Krebshilfe fordert bundesweites Verbot von Solarien
Nach der Präsentation von „Spectrum. The most dangerous artwork“, einer eindrucksvollen UV-Lichtinstallation, die am 22. und 23. Januar in den Berliner Reinbeckhallen gezeigt wurde, fordert die Deutsche Krebshilfe nun gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) ein bundesweites Verbot von Solarien.
Kiew – Andrij Jermak, der Leiter der ukrainischen Präsidialverwaltung, erklärte während einer Online-Konferenz mit Vertretern der weltweit führenden Investmentgesellschaften, dass „die Ukrainer nach dem Ende des Krieges ihr schönes Land sehr schnell wieder aufbauen werden“.
Während der Online-Sitzung rief Jermak die Investmentgesellschaften dazu auf, sich am Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg zu beteiligen.
Er rief die Unternehmen zudem dazu auf, in den Kauf von Militäranleihen der ukrainischen Regierung zu investieren, und die verantwortlichen Unternehmen, die die Russland bereits verlassen haben oder verlassen werden, sich in Zukunft auf die Ukraine zu konzentrieren. Außerdem, so der Leiter des Präsidialamtes, wäre es angebracht, die Schaffung von Sonderfonds oder einzelnen Programmen für den Wiederaufbau der Ukraine zu erwägen.
„Die beste Antwort auf die unmenschlichen Handlungen, die wir jetzt in unserem Land sehen, wird sein, dass an der Stelle der zerstörten Gebäude die modernsten Gebäude und Unternehmen entstehen, in denen die Ukrainer arbeiten können. Und wir hoffen, dass dadurch die Menschen, die jetzt gezwungen sind, die Ukraine zu verlassen, schnell in ihre Heimat zurückkehren werden“, so Jermak weiter.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine habe nicht nur die Struktur der europäischen, sondern auch der weltweiten Sicherheit zerstört. Es müsse eine neue Struktur aufgebaut werden, in der die Ukraine eine der Schlüsselpositionen einnehmen werde.
Er sagte, dass die russische Armee weiterhin ukrainische Städte bombardiere und dabei Zivilisten und Kinder töte.
„Heute spricht die ganze Welt über die schreckliche Situation in Mariupol. In Charkiw, in den Siedlungen rund um Kiew, ist die Lage nicht viel besser. Aber die Ukraine wird niemals aufgeben, wird niemals ihre Unabhängigkeit aufgeben. Und die Armee eines Nicht-NATO-Landes kämpft weiter gegen eine der größten Armeen der Welt“, betonte Jermak.
In einem Tweet dankte er US-Präsident Joe Biden für dessen Unterstützung. Er habe mehr für die Ukraine getan als „jeder seiner Vorgänger“.
“[President Biden] has done more than all [other] presidents of the United States.”
President Zekensky’s Chief of Staff, Andriy Yermak, shares with @JohnBerman his reaction to the Biden administration’s understanding of Ukrainian needs. pic.twitter.com/Xbfd2Luyjl
— CNN (@CNN) March 17, 2022
Grateful to 🇺🇸, our reliable partner. The @POTUS does more for 🇺🇦 than any of his predecessors.
Talked to @CNN. Stressed the criminal nature of Russia’s war in 🇺🇦. Glad the international community has started clearly seeing it. 🇺🇦 today defends not only itself but all the democracies. The whole free world.
İskeçe/Xanthi – Im Nordosten Griechenlands hat die Zerstörung eines historischen türkisch-muslimischen Friedhofs im Dorf Horozlu durch Baufahrzeuge der Stadtverwaltung von Balustra (Avdira) für Proteste und helle Empörung gesorgt.
Am 15. März waren Baufahrzeuge der Stadt Balustra sowie Arbeiter angerückt und hätten, wie die westthrakische Regionalzeitung Gündem berichtet, den Friedhof „dem Erdboden gleichgemacht“. Auf dem Gelände des zerstörten Friedhofs will die Stadtverwaltung einen Fußballplatz mit Sportanlagen errichten.
Georgios Tsitiridis, der Bürgermeister von Balustra, habe den muslimischen Friedhof als solchen anerkannt, allerdings ist nach Ansicht des Bürgermeisters der Friedhof nirgends registriert und in dem Dorf gebe es diesbezüglich keinen Stifterrat.
Stadtverordneter Lütfü Çavusoğlu: Bürgermeister hat historischen türkisch-muslimischen Friedhof nie als Begräbnisstätte angesehen
Daraufhin hätte der Bürgermeister die Entscheidung getroffen, auf dem Friedhofsgelände einen Fußballplatz mit Sportanlagen zu errichten. Der Stadtverordnete Lütfü Çavuşoğlu teilte in einem Video-Interview gegenüber der Zeitung Millet mit, dass der Bürgermeister den türkisch-muslimischen Friedhof unter keinen Umständen anerkannt hätte und erst durch intensive schwierige Gespräche bereit gewesen sei, die türkisch-muslimische Begräbnisstätte als solche anzuerkennen. Der Anblick des zerstörten Friedhofs habe nicht nur ihn, sondern die gesamte Minderheit tieftraurig gemacht.
Die Opposition im Stadtverordnetenhaus von Balustra hätte sich vehement gegen die Zerstörung des Friedhofs eingesetzt. Es sei bedenklich, dass von der Partei des Bürgermeisters bis auf einen Stadtverordneten alle schwiegen. Die Nachricht vom Anrücken der Baufahrzeuge auf das Friedhofsgelände um 6 Uhr morgens habe bei ihnen einen Schock ausgelöst. Die Kosten für den Bau des Sportplatzes von etwa einer 1 Million Euro sollen aus Mitteln der Europäischen Union finanziert werden.
Parlamentsabgeordnete erstatten Strafanzeige gegen Verantwortliche der Stadtverwaltung
Zwei Parlamentsabgeordnete aus İskeçe/Xanthi, Hüseyin Zeybek und Burhan Baran, haben wegen der Zerstörung des türkisch-muslimischen Friedhofs Strafanzeige gegen Verantwortliche der Stadtverwaltung von Balustra gestellt. Der Syriza-Abgeordnete Zeybek erklärte gegenüber der Zeitung Gündem, dass er mit Bürgermeister Tsitiridis ein Gespräch geführt und darin habe dieser seine Entschlossenheit zum Bau der Sportanlage hervorgehoben. Das Stadtoberhaupt plane am Rande des Sportplatzes ein Denkmal für den Friedhof zu errichten.
Griechischer Historiker Mpatzakidis: Zerstörung eines türkisch-muslimischen Friedhofs nicht mit den Werten einer zivilisierten Gesellschaft vereinbar
Der griechische Historiker Georgios Mpatzakidis, der sich für den Schutz von historischen Denkmälern aus osmanischer Zeit einsetzt und am Friedhof war, erklärte, dass es sich bei der Begräbnisstätte, die zerstört werden soll, um einen türkischen Friedhof handelt und über das Geschehene sehr bekümmert sei. Man sollte sich bei „den Toten entschuldigen“, so der Wissenschaftler gegenüber der Zeitung Millet.
Er fuhr fort:
„Das hier ist ein alter Friedhof, ein türkischer Friedhof. Wir sehen hier, dass zahlreiche Fälle von Vandalismus vorliegen. Mit welcher Genehmigung das gemacht wurde, wissen wir nicht. Vor 6,7,8 Monaten waren schon einmal Baufahrzeuge hier, um Ausbesserungen vorzunehmen. Darüber hatten wir eine Mitteilung erhalten und daher gelang es uns die Zerstörung zu verhindern. Was wir heute hier sehen, ist die Fortsetzung von damals. Es ist eine bedrückende Sache. Das ist nicht mit den Werten einer zivilisierten Gesellschaft vereinbar. Diese Angelegenheit ist mit dem Wert des Respekts vor der Kultur nicht vereinbar. Gleichzeitig passt es nicht in die multikulturelle Stadt von İskeçe/Xanthi.“
In İskeçe/Xanthi leben Christen und Muslime seit Jahren friedlich miteinander
„In unserer Stadt İskeçe/Xanthi lebten und leben Christen und Muslime seit Jahren friedlich miteinander. Das ist seit Jahren der Fall. Ich möchte Folgendes verlautbaren. Zwischen beiden Ethnien hat es in den letzten 100 Jahren kein Verbrechen gegeben. Das sagt schon alles. Was wir heute hier sehen, ist sehr bitter. Ich weiß nicht, wer sich bei wem entschuldigen soll. Ich persönlich bin sehr traurig. Wir sollten uns bei den Toten entschuldigen. Als Menschen, die versuchen, osmanisches Kulturgut zu beschützen, sind wir traurig. Ich finde keine Worte. Diese Grabsteine hier sind aus anno 1760. Darüber hinaus finden sich auch Grabsteine aus 1830 und 1840. Schade schade. Das ist ungeheuerlich“, so Mpatzakidis weiter.
Kemal Bölge
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Türkei und Griechenland wollen Beziehungen verbessern
Die Türkei und Griechenland wollen nach Konflikten über Hoheitsrechte im Mittelmeer und anderen Streitigkeiten ihre Beziehungen verbessern.
New York – Der von der Türkei und Pakistan bei der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) eingereichte Entwurf wurde von der UN-Generaldelegation angenommen.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Dienstag eine Resolution verabschiedet, die den 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamophobie erklärt.
Die von der 193 Mitglieder zählenden Weltorganisation im Konsens angenommene und von 55 überwiegend muslimischen Ländern mitgetragene Resolution betont das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit und erinnert an eine Resolution aus dem Jahr 1981, in der „die Beseitigung aller Formen von Intoleranz und Diskriminierung aus Gründen der Religion oder des Glaubens“ gefordert wird.
Die Resolution wurde auf den Tag genau drei Jahre nach der Ermordung von über 50 Muslimen durch einen Rechtsextremisten bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland verabschiedet und vom pakistanischen Botschafter bei der UNO, Munir Akram, im Namen der OIC eingebracht.
„Islamophobie ist eine Realität. Ihre Erscheinungsformen – Hassreden, Diskriminierung und Gewalt gegen Muslime – breiten sich in verschiedenen Teilen der Welt aus“, sagte er.
Akram:
„Solche diskriminierenden, feindseligen und gewalttätigen Handlungen gegenüber muslimischen Einzelpersonen und Gemeinschaften stellen schwere Verletzungen ihrer Menschenrechte dar und verletzen ihre Religions- und Glaubensfreiheit. Sie verursachen auch großes Leid in der islamischen Welt“.
Akram zitierte die Worte des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, der sagte: „Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat das institutionelle Misstrauen und die Angst vor Muslimen und Menschen, die als Muslime wahrgenommen werden, epidemische Ausmaße angenommen.“
Frauen und Mädchen seien oft die Leidtragenden dieses Hasses, sagte Akram und fügte hinzu: „Der geschlechtsspezifische Aspekt der Islamophobie gewinnt ebenfalls an Bedeutung, wobei Mädchen und Frauen aufgrund ihrer Kleidung und der allgemeinen Vorstellung, dass muslimische Frauen unterdrückt sind und daher befreit werden müssen, zur Zielscheibe werden.“
Er warnte davor, dass Islamophobie ein „schlecht verstandenes“ Phänomen sei, das sich oft mit einwanderungs- und flüchtlingsfeindlichen Stimmungen überschneide. Daher sei es „unerlässlich“, Informationen über diesen „beunruhigenden globalen Trend“ zu verbreiten, der in vielen Teilen der Welt bis in die Spitzen der Regierungen vordringen könne.
Der pakistanische Premierminister Imran Khan beglückwünschte die muslimische Weltgemeinschaft zu diesem Erfolg.
„Ich möchte heute die muslimische Umma beglückwünschen, da unsere Stimme gegen die steigende Flut der Islamophobie gehört wurde. Die UNO hat eine bahnbrechende Resolution angenommen, die von Pakistan im Namen der OIC eingebracht wurde und den 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamophobie erklärt“ schrieb er in einem Tweet
I want to congratulate the Muslim Ummah today as our voice against the rising tide of Islamophobia has been heard & the UN has adopted a landmark resolution introduced by Pakistan, on behalf of OIC, designating 15 March as International Day to Combat Islamophobia.
Osnabrück. – Angesichts der drastisch steigenden Energiepreise appellieren die Gewerkschaften an die Bundesregierung, die Bürger deutlich stärker als jetzt beschlossen zu entlasten. DGB-Vorstand Stefan Körzell sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung„: „Die vom Kabinett beschlossenen Entlastungsmaßnahmen sind richtig, aber nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen dringend weitere Entlastungsmaßnahmen, die gezielt kleine und mittlere Einkommen bei den Energiekosten unterstützen.“
Körzell forderte unter anderem zeitlich befristete Mehrwertsteuerentlastungen bei Gas und Strom, noch höhere Heizkostenzuschüsse und ein Mobilitätsgeld, „das alle Beschäftigten unabhängig von Einkommen und genutztem Verkehrsmittel erhalten“. Lediglich die Entfernungspauschale zu erhöhen komme bei vielen Geringverdienern gar nicht an, sagte Körzell und betonte: „Hier hätten wir uns deutlich mehr Mut der Koalition genwünscht.“
Zum Schutz von Arbeitsplätzen drängte der Gewerkschafter auf gezielte Entlastungen von Handwerk, Gewerbe und Industrie. „Außerdem muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien drastisch erhöht werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen schnell zu reduzieren.“
Das Bundeskabinett hatte zuvor mehrere Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht, auf die sich SPD, Grüne und FDP bereits vor dem Ukraine-Krieg grundsätzlich geeinigt hatten. Zu den Maßnahmen gehören eine höhere Pendlerpauschale für Fernpendler, eine Erhöhung des Arbeitnehmerpauschbetrags sowie eine Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer. Außerdem beschlossen die Ampelfraktionen, den geplanten einmaligen Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger von 135 auf 270 Euro zu verdoppeln.
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Ankara – Die Mütter von Diyarbakır haben ihre Kundgebung gegen die Verschleppung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK auch am 925. Tag fortgesetzt. Seit dem 3. September 2019 führen die protestierenden Mütter vor dem Gebäude der Provinz-Parteizentrale der oppositionellen HDP einen Sitzstreik durch und werfen dieser vor, ihre Kinder für die Extremistenorganisation anzuwerben und zu rekrutieren.
Sohn gilt seit 8 Jahren als vermisst
Wie die NachrichtenagenturAnadolu berichtete, reiste eine Mutter aus der von Diyarbakir über 500 km entfernten Stadt Kars an, um auf das Schicksal ihres Sohnes aufmerksam zu machen, der vor 8 Jahren spurlos verschwunden sei und seit dieser Zeit habe sie nichts mehr von ihm gehört. Sie werde, so die traurige Mutter, diese Aktion bis zum Ende fortführen. Sie appellierte an ihren Sohn: „Bitte komm, habe keine Angst Faruk. Mein Sohn, ergebe dich dem Staat. Wir warten auf dich. Ich vermisse dich sehr. So Gott will, wird mein Sohn wieder zurückkommen. Ich warte auf dich. So Gott will, werde ich mit meinem Sohn dieses Zelt verlassen. Ich will nicht deine Fotos, sondern dich selbst umarmen.“
„Solange wir Tränen vergießen, können sie nicht lachen.“
Das gleiche Schicksal ereilte auch Aydan Arslan. Ihre Tochter Aysun sei vor 6 Jahren, damals 15 Jahre alt, durch die PKK verschleppt worden, so die Mutter.
Sie wolle ihr Kind von der HDP zurückhaben und werde den Sitzstreik so lange fortsetzen, bis sie ihre Tochter wiederbekomme. In einer Botschaft an ihre Tochter erklärte die verzweifelte Mutter: „Seit Jahren hat man mir meine Tochter entrissen. Meine Tochter, wenn du mich hören solltest, komm zurück. Dein Platz ist neben deiner Mutter. Solange wir Tränen vergießen, können sie nicht lachen.“
Der Protest von Eltern, die die PKK für die Entführung ihrer Kinder verantwortlich machen, hat sich auch auf andere Städte im Osten und Südosten der Türkei ausgeweitet. Die Eltern werfen zudem der HDP vor, der verlängerte Arm der PKK zu sein und die Parteizentralen würden als Rekrutierungstelle der Extremisten genutzt.
Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation
eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht.
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Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.
Athen – Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis bedankte sich am Montag in einem Telefonat beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für die ausgesprochenen Genesungswünsche.
„Danke, Präsident Erdogan, für Ihren Anruf und Ihre Freundlichkeit für eine schnelle Genesung“, schrieb er in einem Tweet auf seinem offiziellen Konto. Mitsotakis hatte zuvor bekannt gegeben, dass er sich mit dem Corona-Virus angesteckt habe und von zu Hause aus arbeite.
Der türkische Staatschef hatte Mitsotakis am Montag auch mit einem Tweet seine Genesungswünsche ausgerichtet.
„Präsident Erdogan wünschte Premierminister Mitsotakis, der positiv auf COVID-19 getestet wurde, eine schnelle Genesung“, hieß es in einem Tweet der türkischen Präsidentschaft. Mitsotakis habe sich bei Erdogan auch für seine Gastfreundschaft am Sonntag bedankt.
President @RTErdogan spoke by phone with Prime Minister Kyriakos Mitsotakis of Greece.
President Erdoğan wished a speedy recovery to Prime Minister Mitsotakis who tested positive for COVID-19.
— Presidency of the Republic of Türkiye (@trpresidency) March 14, 2022
Der griechische Premierminister traf Erdogan am Sonntag in Istanbul zu einem Mittagessen, um über die Notwendigkeit einer Deeskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern und die Unterstützung der Stabilität im östlichen Mittelmeerraum inmitten des Krieges in der Ukraine zu sprechen.
Thank you President @RTErdogan for your call and your kind wishes for a speedy recovery!