Immobilien
Wohnbelastung: Kaltmiete frisst bis zu 42 Prozent vom Gehalt

Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung von Singles in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern zeigt:
  • Einpersonenhaushalte müssen in 23 von 80 Städten mindestens 25 Prozent vom Gehalt für die Kaltmiete ausgeben – steigende Nebenkosten belasten zusätzlich
  • Höchste Belastung in München: Kaltmiete frisst 42 Prozent vom Nettoeinkommen; auch Frankfurt (34 Prozent) und Berlin (33 Prozent) mit hoher Wohnkostenquote
  • In kleineren Städten wie Offenbach, Heilbronn (je 30 Prozent), Darmstadt, Heidelberg und Freiburg (je 29 Prozent) geben Singles ebenfalls einen großen Teil fürs Wohnen aus
  • In Salzgitter (11 Prozent) und Chemnitz (13 Prozent) ist der Wohnkostenanteil am niedrigsten
Die Mieten eilen in vielen deutschen Städten den Einkommen davon. Die Folge: Die Wohnbelastung wird für die Menschen immer größer. Eine immowelt Analyse zur Mietbelastung von Singles in 80 deutschen Großstädten zeigt: In 23 Städten geben Singles für die Kaltmiete mindestens ein Viertel ihres Nettoeinkommens aus. In der Spitze beträgt die Wohnkostenquote sogar 42 Prozent. Hinzu kommen noch die Nebenkosten, die aufgrund des Krieges in der Ukraine und der stark gestiegenen Gaspreise für viele Haushalte künftig deutlich höher ausfallen als bisher. Das treibt die Wohnkostenbelastung weiter nach oben. Für die Analyse wurde in 80 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die monatliche Belastung durch die mittlere Kaltmiete einer Wohnung mit 50 Quadratmetern in Relation zum mittleren Nettoeinkommen einer vollverdienenden Person berechnet. Größte Städte mit höchster Belastung Am schwierigsten ist die Situation in Städten, in denen die Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen ist. In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine 50-Quadratmeter-Wohnung auf 1.195 Euro plus Nebenkosten. Ein Einpersonenhaushalt muss allein für die Kaltmiete 42 Prozent seines Verdienstes aufbringen. Je nach Qualifikation und Verdienst kann die Belastung auch noch deutlich größer werden. Zwar ist die Wohnkostenquote in München mit Abstand am höchsten, doch auch in den anderen größten deutschen Städten ist die Lage angespannt. In Frankfurt kostet eine Wohnung für eine Person 960 Euro, was einer Belastung von 34 Prozent entspricht. In Berlin beträgt die Wohnkostenquote 33 Prozent, was besonders am vergleichsweise niedrigen Gehaltsniveau liegt. Im Einkommensvergleich der 80 Städte liegt die Hauptstadt auf Platz 46, im Mietvergleich hingegen auf Platz 5. Mit 765 Euro ist Berlin aber dennoch deutlich günstiger als in Frankfurt oder München. Etwas besser ist das Verhältnis in Hamburg und Köln (je 28 Prozent). Die Kaltmieten liegen derzeit bei 685 Euro in der Hansestadt und 700 Euro am Rhein. 30 Prozent Belastung in Offenbach und Heilbronn Das Ungleichgewicht zwischen Mieten und Einkommen ist längst nicht nur ein Problem der Metropolen. Auch in vielen kleineren Städten ist die Belastung hoch. Sowohl in Offenbach am Main als auch in Heilbronn müssen Alleinlebende 30 Prozent für die Miete ausgeben. In Heidelberg und Freiburg sind es jeweils 29 Prozent. In allen Städten kosten die Mieten für 50 Quadratmeter inzwischen mindestens 700 Euro. Noch teurer ist es gar in Darmstadt (29 Prozent), wo eine kleine Wohnung aktuell 810 Euro kostet und damit sogar mehr als in Berlin (765 Euro), Hamburg (685 Euro) oder Köln (700 Euro). Viele der kleineren Städte mit hoher Wohnbelastung besitzen eigene Universitäten und Hochschulen, sodass ein großer Anteil an Studenten den Mietmarkt zusätzlich belastet und die Preise nach oben treibt. Darüber hinaus könnte es in Zukunft zu weiteren Mietanstiegen kommen, da die Nachfrage nach Mietwohnungen zunimmt. Durch die gestiegenen Bauzinsen können sich immer weniger Menschen Wohneigentum leisten, was wiederum den Mietmarkt zunehmend belasten dürfte. Geringste Wohnkostenquote in Salzgitter Doch es gibt auch noch Städte, in denen Singles bezahlbaren Wohnraum finden. Die geringste Mietbelastung weist Salzgitter auf. Dort kosten 50-Quadratmeter-Wohnungen im Median 280 Euro, was eine Wohnkostenquote von 11 Prozent ausmacht. Nur etwas höher ist sie in Chemnitz (13 Prozent) und Bremerhaven (14 Prozent), was ebenfalls am niedrigen Mietniveau liegt. Besonders im Ruhrgebiet wohnt es sich noch günstig – in keiner der Großstädte beträgt die Belastung mehr als 25 Prozent. In Remscheid, Gelsenkirchen oder Hagen (je 14 Prozent) liegt diese sogar deutlich darunter.

Kryptowährungen
Wissenswertes vor der Investition in Bitcoin

Einige etablierte Unternehmen und Organisationen haben sich in den letzten Jahren für Bitcoin entschieden. Wenn Sie die Entwicklungen rund um diese virtuelle Währung aufmerksam verfolgen, werden Sie feststellen, dass kein Tag ohne einen kryptischen Tweet oder eine Schlagzeile über einen Bitcoin-Kauf im Metaverse vergeht. Abgesehen vom Hype wächst der Bitcoin-Markt. Bitcoin gewinnt weltweit immer mehr Nutzer. Plattformen wie bitcode-prime.de erhalten fast jeden Tag neue Nutzer. Immer mehr Menschen interessieren sich für den Kauf, den Handel und die Investition in Bitcoin. Und all dies geschieht, obwohl Experten sagen, dass die Kryptowährung noch in den Kinderschuhen steckt. Doch bevor Sie in Bitcoin investieren, sollten Sie unbedingt ein paar Dinge darüber wissen. Hier sind einige davon. Recherche ist unerlässlich Dieser Tipp mag offensichtlich klingen. Er könnte sogar der Grund sein, warum Sie diesen Artikel lesen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie sich die Zeit nehmen, mehr über Bitcoin zu erfahren, bevor Sie in ihn investieren. Einige Leute argumentieren, dass eine Investition in Bitcoin ein Glücksspiel und keine Investition ist. Andere glauben an diese virtuelle Währung aufgrund der ihr zugrunde liegenden Technologie. Unabhängig davon, was Sie online lesen, kann Bitcoin in der realen Welt verwendet werden. So können Sie beispielsweise in einigen lokalen und Online-Geschäften mit Bitcoin für Produkte und Dienstleistungen bezahlen. Außerdem nutzen einige Anleger Bitcoin als Inflationsschutz. Deshalb sollten Sie verstehen, warum Satoshi Nakamoto diese Kryptowährung überhaupt eingeführt hat. Danach sollten Sie herausfinden, ob Bitcoin hält, was er verspricht. Insgesamt können Sie durch eine sorgfältige und detaillierte Untersuchung dieser digitalen Währung feststellen, ob sich eine Investition in sie lohnt. Timing ist ausschlaggebend Der Preis von Bitcoin schwankt schnell und stark. Diese virtuelle Währung kann innerhalb von Minuten an Wert gewinnen oder verlieren. Und diese Volatilität bietet die Möglichkeit, beim Handel mit Bitcoin Gewinne zu erzielen. Daher sollte ein Bitcoin-Investor den Kryptomarkt beobachten, um den besten Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf seiner Bestände zu bestimmen. Viele Faktoren, einschließlich staatlicher Vorschriften, Halbierungen und Nachrichten, können den Wert von Bitcoin beeinflussen. Anleger sollten solche Faktoren beim Handel beobachten, um den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf zu bestimmen. Einige Experten empfehlen, Bitcoin zu kaufen und über einen längeren Zeitraum zu halten. Auf diese Weise können Sie mit Ihrer Investition erhebliche Renditen erzielen. In der Vergangenheit ist der Wert von Bitcoin trotz seiner starken Schwankungen gestiegen. Menschen, die in den ersten Jahren der Kryptowährung Bitcoins gekauft haben, können ihre Münzen zu einem höheren Preis verkaufen, als sie sie gekauft haben. Experten spekulieren, dass der Wert von Bitcoin weiter steigen wird, bis die Miner alle 21 Millionen Münzen produziert haben. Entscheiden Sie daher je nach Ihren Krypto-Investitions- und Finanzzielen, wann Sie kaufen und verkaufen. Hüten Sie sich vor Betrügern Alles, was wertvoll ist, zieht Betrüger an. Und Bitcoin ist da keine Ausnahme. Im Internet gibt es viele Betrüger und Schwindler, die nach Möglichkeiten suchen, ahnungslose Bitcoin-Investoren zu bestehlen. Das bedeutet, dass Sie einen beträchtlichen Teil Ihrer Investition verlieren könnten, wenn Sie nicht vorsichtig sind. Sie könnten zum Beispiel auf Bitcoin-Hypes in den sozialen Medien stoßen. Eine Facebook-Seite kann behaupten, dass sie den ersten 10 oder 20 Käufern vergünstigte Bitcoins anbietet. Andere können übertriebene Behauptungen über den Preisanstieg von Bitcoin aufstellen. In der Kryptowelt gibt es viele unseriöse Akteure, und Sie können eine Menge Geld verlieren, wenn Sie deren Opfer werden. Bevor Sie sich also überstürzt an einer Bitcoin-Investition beteiligen, sollten Sie sich eingehend informieren, um festzustellen, ob es sich um eine Fälschung oder eine echte Investition handelt. Zusammenfassung Wie bei anderen Investitionen ist auch bei Bitcoin eine sorgfältige und umfassende Recherche erforderlich, um Geldverluste zu vermeiden. Am besten ist es, so viel wie möglich über diesen Kryptowährungswert zu wissen, bevor man sie kauft. Außerdem sollten Sie eine effektive Anlagestrategie entwickeln und umsetzen. Wählen Sie vor allem eine seriöse Anlageplattform und sichern Sie den privaten Schlüssel Ihrer Krypto-Wallet. Wenn Sie Ihre Sorgfaltspflicht erfüllen, werden Sie Ihre Bitcoin-Investition im Griff behalten.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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Rund fünf weitere türkische Banken wollen das russische Mir-Zahlungssystem übernehmen. Das meldete das Kommunikationszentrum des türkischen Präsidenten.

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Digital-News
Die besten Apple-Apps für Unterhaltung im Jahr 2022

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Heutzutage kann jedes Smartphone viele Dinge tun, von der Erhöhung Ihrer Chancen auf ein Date bis hin zur Suche nach Unterhaltung. Wenn Sie ein iPhone besitzen, bietet Ihnen der App Store eine der größten App-Sammlungen der Welt, die viele Kategorien umfasst. Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die besten Apps für Apple im Jahr 2022, um Sie zu unterhalten. Strafe Esports Wenn Sie über die neuesten Esports-Events und -Ergebnisse auf dem Laufenden bleiben möchten, ist Strafe Esports die beste Wahl. Folgen Sie League of Legends, Hearthstone und Rocket League? Dann ist diese Anwendung perfekt für Sie, denn hier können Sie die neuesten Nachrichten lesen. Darüber hinaus bietet die Anwendung das Platzieren von Wetten an, im Gegensatz zur Online Casino App können Sie in Strafe Esports jedoch nur Wetten auf eSports platzieren. Auf diese Weise können Sie Ihre eSports-Erfahrung mit einem System spielen, das Ihre Vorhersagen mit denen anderer Personen abgleicht. Twitch Twitch ist einer der besten Orte, um anderen Leuten beim Spielen professioneller Turniere zuzusehen. Unabhängig davon, was Sie gerne spielen, auf Twitch finden Sie Streamer aller beliebten Spiele. Vielleicht möchten Sie sehen, wie Spieler mit neuen Decks in Hearthstone, in einem League of Legends-Turnier oder in der CS GO Spielersuche spielen. Durch das Herunterladen der Twitch-App können Sie nicht nur Ihren Lieblings-Streamern oder -Profis zuschauen, sondern auch mit anderen Teilnehmern der Übertragung kommunizieren und zuvor aufgezeichnete Videos ansehen. Netflix Netflix ist eine der besten legalen Online-Plattformen zum Ansehen von Filmen und Serien. Für viele wird diese Anwendung zu einem Allheilmittel gegen Langeweile, da es eine riesige Menge an Inhalten gibt. Für ein günstiges Monatsabonnement erhalten Sie die Möglichkeit, abends eine tolle Freizeit zu verbringen. Disney+ Die Plattform Disney+ bietet mehr als nur Der König der Löwen, Mulan und andere Disney-Klassiker. Da Disney viele Studios übernommen hat, finden Sie auf der Plattform alles von Star Wars bis Marvel. Darüber hinaus ist der neue Star-Kanal auf Disney+ verfügbar, der Inhalte von FX, ABC Studios und einer Vielzahl anderer Originale hinzufügt. Die Streaming-Site hat gute Chancen, in naher Zukunft einer der Top-Streamer zu werden, und obwohl sie per Abonnement zugänglich ist, bietet Disney+ qualitativ hochwertige Inhalte.
(Symbolfoto: pixabay)
Calm Der Name der Anwendung spricht für sich – dies ist eine der besten Anwendungen für die Meditation. Dies ist nicht nur ein großartiger Meditationsleitfaden mit einem kostenlosen Leitfaden für die ersten Schritte, sondern enthält auch einen Abschnitt mit Schlafgeschichten, in dem mehrere Prominente und Synchronsprecher Gutenachtgeschichten lesen. Regé-Jean Page, Mary Berry und Matthew McConaughey sind nur einige der großen Stars, die Geschichten erzählen. Calm hat ein Abonnement für die meisten Funktionen, die Sie vielleicht ausprobieren möchten. Seven: 7 Minute Workout Diese Anwendung hilft Ihnen, nicht nur in Ihrer Freizeit nützliche Dinge zu tun, sondern auch Ihre körperliche Fitness und Ihr Wohlbefinden zu verbessern. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie Ihr Training beginnen sollen, beginnen Sie mit dieser App. Das 7-minütige Training zielt darauf ab, Ihnen durch eine Reihe von schnellen Übungen, die auf bestimmte Muskeln in Ihrem Körper abzielen, den größtmöglichen Nutzen zu bringen. Alles, was Sie brauchen, um loszulegen, ist freier Speicherplatz und keine Ausrüstung. Die App ist kostenlos, aber für 10 $/Monat (oder 60 $/Jahr) erhalten Sie Zugang zu einer größeren Auswahl an Übungen, personalisierten Trainingsplänen und zertifizierter Trainerunterstützung und Anleitung. Pandora Der Hauptvorteil von Pandora gegenüber Spotify besteht darin, dass Sie hier einen stetigen Strom von Musik finden, der darauf basiert, was Ihnen früher gefallen hat. Hören Sie einfach auf Pandora, was Ihnen gefällt, und der Dienst erstellt automatisch eine Wiedergabeliste nur für Sie. Die Anwendung verfügt über mehrere Modi, die Ihnen helfen können, nicht durch das Wechseln der Musik abgelenkt zu werden. Der Dienst hat eine Reihe von Abonnementstufen, aber es gibt auch eine kostenlose Version mit Werbung.  

Gastbeitrag
„Türkische Drohnen wurden früher belächelt“

Ein Gastbeitrag von Can Ünal Seit vor sechs Monaten der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, erleben viele Menschen in Europa Dinge, die noch vor 2-3 Jahren Lachkrämpfe verursachen würden. Wenn die aktuell wirklich dilettierende Bundesregierung von Maßnahmen wie seltener duschen, Heizkörper auf max. 19/16 grad oder wie in Großbritannien die Schulen für max. drei Tage zu öffnen, diskutiert, wäre es noch ein paar Jahren nicht einmal als Witz durchgegangen. Die bisher großspurig getroffenen Maßnahmen der westlichen Bündnisstaaten erweist sich als Bumerang und die Relikte aus dem 20.Jahrhundert der Blöcke (hier der weise, gütliche Westen, dort der blöde Rest) gehen gerade den Bach runter. Aber das ist gar nicht einmal mein Thema, sondern zurück zu dem Ukraine-Konflikt. Entgegen aller sogenannten „Expertenmeinungen“ dauert der Krieg nachwievor an, und es offenbart mehrere Dinge. Zum Beispiel, dass die russische Armee ein desolater Haufen ist und die Ukraine mit ihrem Hybrid-Krieg-Ansatz eine zahlenmäßig weit überlegene Armee aufhalten kann. Und das Symbol von diesem Hybrid-Krieg ist die türkische Drohne „Bayraktar“, die mittlerweile in der Ukraine Kultstatus hat und auch in den Nachbarländern schon auf Briefmarken verewigt wurde. Der Erfolg dieser Drohne ist extrem kurios. Noch vor zehn Jahren bettelte die Türkei den Partner (!??) USA regelrecht an, um die sündhaft teuren US-Drohnen im Kampf gegen die Terrororganisation PKK einsetzen zu können. Und trotz angeblicher Kennzeichnung der PKK als Terrororganisation weigerten sich nicht nur die USA, sondern alle westlichen Staaten, der Türkei irgendwelche Waffen zu verkaufen. Resultat waren Hunderte von toten türkischen Sicherheitskräften – pro Jahr!!! Als die Türkei die ersten Drohnen aus eigener Produktion 2015 einsetzte, wurde es müde belächelt. Nun, sieben Jahre später ist der Hersteller der Bayraktar-Drohnen (Firma Baykar) für die nächsten Jahre ausgebucht, mehr als 22 Staaten stehen Schlange, um diese Drohnen zu kaufen. Die Firma hat schon längst einen Nachfolger (Akinci) in Serienproduktion und der Nach-Nachfolger (Kizilelma) wird 2023 in Serie gefertigt. Dabei ist Baykar nur einer von mehreren türkischen Drohnen-Herstellern Durch ihre Blockade vor 10 Jahren hat die USA sich einen Konkurrenten herangezüchtet, welches in rasanter Geschwindigkeit sich ihre Waffen zusammenbaut und das in dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz(KI): Denn alle Drohnen brauchen enorm leistungsfähige Software & Hardware, um autonom fliegen zu können. Und bedingt durch ihre geographische Lage und ihre Konflikte haben die Türken das KI-Konzept auch auf unbemannte Kriegsschiffe, U-Boote, Panzer, und sog. autonome Killerdrohnen übertragen und konkurrieren nun aktuell nur noch mit der USA selbst. Europa ist längst in diesem Bereich abgehängt, der europäische Konkurrent von Kizilelma soll angeblich erst 2035 einsatzbereit sein, falls überhaupt. Und Gestern der Kracher: die staatliche Software-Firma Havelsan stellt das Konzept „unbemannten Herden“ vor. Dabei übernehmen je nach Bedarf unbemannte Drohnen, Schnellboote, Panzer die Leitung und Koordination der beteiligten unbemannten Geräte – der Film „Terminator“ wird Realität. Das heißt wir werden in zukünftigen Konflikten (und wenn ich sehe, wie konzeptionslos insbesondere die NATO-Staaten agieren) Dinge sehen und erfahren, die noch vor 5-7 Jahren Science-Fiction wären.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar. 

Zum Thema

– Ukraine-Krieg – Auch Norweger sammeln für Kauf türkischer Drohne Bayraktar

Auf der Website der Kampagne heißt es, dass sowohl Litauen als auch Polen und die Ukraine innerhalb weniger Tage TB2-Drohnen erworben hätten.

Auch Norweger sammeln für Kauf türkischer Drohne Bayraktar

Gastkommentar
Abbas wirft Israel „Holocaust“ an Palästinensern vor

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas verglich die Folgen der 50-jährigen israelischen Besatzung während einer Pressekonferenz in Berlin in Anwesenheit von Olaf Scholz mit dem „Holocaust“. Hat Abbas damit Berlin einen Gefallen getan? Hat sich eigentlich Annalena Baerbock in die Debatte eingeschaltet – in Anlehnung an ihre „Klartext“-Rede in der Türkei als Expertin im Völkerrecht? Scholz, die deutsche Politik, Gesellschaft und Medienlandschaft dürfen sich freuen Eigentlich kann sich Berlin für den unsäglichen Vergleich des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas freuen. Hat doch Abbas nach einer langen und überaus wichtigen Rede über die Besatzungsmacht Israel, der Gewaltanwendung Israels und den Folgen für die Palästinenser, der israelischen Unterdrückung und Politik der Apartheid sowie dem Leiden der Palästinenser, mit nur einem kurzen Satz einen Vorwand geliefert. Die 2-minütige Rede von Abbas in Berlin Nun zerreißt man sich Landauf, Landab das Maul, über gerade mal 2 Minuten der Abbas-Rede, der insgesamt 25-minütigen Pressekonferenz, in der Abbas „Klartext“ sprach. Die 2-minütige Schlussrede des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas hat also gereicht, damit der Diskurs in Deutschland über die Besatzungsmacht Israel und den Folgen für die Palästinenser, hin zur Relativierung, ja sogar Leugnung des Holocaust verschoben wird. Hätte Abbas sich den 2-minütigen Fehltritt erspart, wäre dann in Deutschland der Diskurs über die Besatzung Palästinas samt Ost-Jerusalem in die Gänge gekommen? Hätte es irgendetwas geändert, wenn Abbas es bei der Aussage „Israel hat seit 1947 in 50 Jahren 50 Massaker in palästinensischen Dörfern und Städten verübt“ belassen hätte? Abbas hat ohne Grund einen Vorwand geliefert Man hätte dennoch einen Vorwand gefunden, um Kritik an der israelischen Besatzungsmacht erst gar nicht aufkommen zu lassen. Denn, Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte nach der Pressekonferenz zudem: „Das Wort Apartheid halte ich nicht für richtig für die Beschreibung der Situation.“ Man sollte Scholz daran erinnern, dass sein SPD-Parteigenosse, der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, diesen Begriff ebenfalls schon verwendet hat. Und bei näherer Betrachtung ist es keineswegs so, dass es sich dabei um eine unangebrachte polemische Zuspitzung handelt. Mit der jetzt aufkeimenden moralischen Empörung über unsägliche Vergleiche von Abbas hat man wieder einmal einen Vorwand, sich die relevanten Fragen vom Leibe zu halten; nämlich wie Deutschland mit systematischer Staats- und Siedlergewalt seitens Israels umzugehen hat. Israel muss sich den Vorwurf gefallen lassen – auch von einem „Freund“ Israel muss als Folge seiner völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten tatsächlich eine administrative, juristische und infrastrukturelle Praxis betreiben, die mit dem Begriff der Apartheid ziemlich genau erfasst wird. Man muss zwischen zwei Aussagen von Mahmoud Abbas unterscheiden: Die Aussage „Israel ist ein Apartheidstaat“ und die Aussage „Israel betreibt eine Politik der Apartheid [in den besetzten Gebieten]“, sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Israel selbst ist (noch) kein Apartheidstaat. Sehr wohl aber betreibt Israel ein Apartheidsystem in den besetzen Gebieten. Israelische Besatzung ist ein Verstoß gegen Konventionen Es ist eine Folge der Siedlungs- und Kolonialisierungspolitik Israels, die übrigens nicht nur einen Verstoß gegen die IV. Genfer Konvention darstellt, sondern gemäß dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes in die Kategorie der Kriegsverbrechen fällt. Das verbrecherische Apartheidsystem wird also durch eine verbrecherische Siedlungspolitik bedingt. Annalena Baerbock nach „Klartext“-Rede in der Türkei abgetaucht Hat eigentlich irgendjemand Annalena Baerbock schon zum Thema gehört? In der Türkei betonte Baerbock Ende August während des Antrittsbesuchs noch fesch, man müsse das Völkerrecht beachten. Und gegenüber dem türkischen Amtskollegen erklärte Baerbock noch, Deutschland werde Maßnahmen ergreifen, falls die Gefahr vom völkerrechtswidrigen Einsätzen [die der Türkei in Nordsyrien] bestehe. Heuchelei par excellence Wie sehen denn solche „Maßnahmen“ aus, die einem Land von Deutschland drohen, wenn sie das Völkerrecht brechen? Blicken wir auf die Ukraine: Wladimir Putin führt derzeit einen Eroberungskrieg, um die staatliche Existenz der Ukraine zu beenden, ukrainisches Territorium zu annektieren und die Demographie der Gebiete zu russifizieren. Das ist zumindest das Narrativ, mit dem der Westen und Deutschland, Russlands Krieg gegen die Ukraine erläutert. Mag sein. Ist eine These, die ihr Für und Wider hat. Folgendes hingegen ist Fakt: Israel hat in Kriegen Gebiete erobert, die es zum Teil auch annektiert hat und in weiten Teilen nach wie vor besetzt hält. Israel verhindert die staatliche Existenz Palästinas, betreibt in den noch nicht annektierten, besetzten Gebieten eine Siedlungs-Politik, die auf eine Judaisierung abzielt, die einheimische palästinensische Bevölkerung enteignet, vertreibt und in einem Homeland-artigen territorialen Flickenteppich-System einhegt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar. 

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– „Verstöße gegen das Völkerrecht“ – Südafrika: Israel soll zum Apartheidstaat erklärt werden

Die südafrikanische Regierung ist ein starker Verbündeter Palästinas geblieben und hat die Befreiung des Landes materiell und auch öffentlich unterstützt.

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Gaza-Konflikt
Israel bestätigt Tod von 5 Kindern in Gaza

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von Nabi Yücel Das israelische Militär hat bestätigt, für den Tod von fünf palästinensischen Kindern im Gaza verantwortlich zu sein. Der Vorfall ereignete sich am letzten Tag der jüngsten Bombardierungen des belagerten Gazastreifens, während einer Operation gegen den Palästinensischen Islamischen Dschihad PIJ. Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz haben in Israel hochrangige Mitglieder der Israel Defence Force IDF heute zugegeben, in der vergangenen Woche bei einem Bombardement auf den Gazastreifen auch fünf palästinensischer Kinder getötet zu haben. Der Vorfall ereignete sich demnach am 7. August im Norden des Gazastreifens in der Stadt Jabalia. Dabei wurden ein 4-jähriges, ein 13-jähriges sowie drei 16-jährige Kinder getötet, als sie sich zu der Zeit im Friedhof der Stadt aufhielten. Augenzeugenberichten zufolge kamen die Kinder fast täglich in den Friedhof, um sich „sicher zu fühlen“. Unmittelbar nach dem Angriff auf den Friedhof hatten mehrere hochrangige israelische Offiziere erklärt, die fünf Kinder seien von einer fehlgezündeten Rakete des Islamischen Dschihad getötet worden. Im Laufe von drei Tagen hatte die israelische Armee in der vergangenen Woche eines der dicht besiedelten Gebiete der Erde mit Raketen beschossen. Dabei wurden bislang 49 Menschen, darunter 17 Kinder, getötet. Bei der Operation „Morgendämmerung“ der israelischen Armee wurden mindestens 360 Zivilisten zum Teil schwerverletzt. Israel begründete die Militäroffensive damit, es habe die Operation gegen Gaza aus Angst vor Vergeltungsangriffen des Islamischen Dschihad gestartet, nachdem ein hochrangiger Anführer der Gruppe, Bassam al-Saadi, in der besetzten Stadt Jenin im Westjordanland festgenommen worden sei. Letzte Woche berichtete das +972 Magazine, ein gemeinnütziges Magazin von palästinensischen und israelischen Journalisten, dass ehemalige israelische Armeeangehörige enthüllt hätten, wie die Armee Angriffe in Gaza genehmigt, obwohl sie wisse, dass dabei Zivilisten getötet werden. Solange die Zahl der getöteten Zivilisten als niedrig genug erachtet werde, würde die Armee die Operationen fortsetzen.

Ukraine-Krieg
Ukraine: Erdogan trifft UN-Chef Guterres und Selenskyj in Lwiw

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New York – Im Ukraine-Krieg zeichnet sich eine neue diplomatische Initiative ab. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan trifft am Donnerstag UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj  in der Ukraine. Geplant sei ein Treffen in Lwiw, sagte ein UNO-Sprecher in New York. In einer Erklärung der türkischen Kommunikationsdirektion heißt es, dass auf dem trilateralen Gipfel Schritte erörtert werden sollen, die darauf abzielen, die Aktivitäten des für den Export ukrainischen Getreides eingerichteten Mechanismus aufrechtzuerhalten“ und den Konflikt auf diplomatischem Wege zu beenden. „Während des Treffens werden die Schritte erörtert, die unternommen werden können, um den Krieg zwischen der Ukraine und Russland mit diplomatischen Mitteln zu beenden, indem die Aktivitäten des Mechanismus, der für den Export von ukrainischem Getreide auf die Weltmärkte eingerichtet wurde, verstärkt werden“, heißt es in der Erklärung weiter. UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte, dass Guterees am Freitag zudem den Schwarzmeerhafen Odessa besuchen werde, wo die Getreideexporte im Rahmen einer von der UN und der Türkei vermittelten Vereinbarung wieder aufgenommen wurden. Am Samstag wird Guterres das Gemeinsame Koordinierungszentrum in Istanbul besuchen, das sich aus russischen, ukrainischen, türkischen und UN-Beamten zusammensetzt, die die Schwarzmeerexporte von ukrainischem Getreide und Düngemitteln überwachen. Im Rahmen einer von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelten Vereinbarung zwischen Moskau und Kiew wurden im vergangenen Monat drei Schwarzmeerhäfen freigegeben, so dass Hunderttausende von Tonnen ukrainischen Getreides an Käufer geliefert werden können. Die Vereinten Nationen erklärten, das Abkommen ziele darauf ab, die sich verschärfende weltweite Nahrungsmittelkrise zu lindern. Die Türkei, die international für ihre Vermittlerrolle gelobt wird, hat sich mit Moskau und Kiew abgestimmt, um einen Korridor von der ukrainischen Hafenstadt Odessa aus zu öffnen, über den die weltweiten Getreidelieferungen wieder aufgenommen werden können, die aufgrund des nun schon fünf Monate andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine ins Stocken geraten sind. Russland wird vorgeworfen, die Exporte zu blockieren und angesichts einer drohenden Lebensmittelkrise den Hunger zu schüren. Moskau bestreitet, für den Anstieg der Lebensmittelpreise verantwortlich zu sein, und macht stattdessen die westlichen Sanktionen gegen Russland dafür verantwortlich. Lebensmittel aus der Ukraine werden auf dem Weltmarkt dringend benötigt – vor allem in Asien, Afrika und im Nahen Osten. Die Vereinten Nationen warnten kürzlich vor der größten Hungersnot seit Jahrzehnten. Die Krise kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Klimakatastrophen, Konflikte und die wirtschaftliche Belastung durch die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern, vor allem in Afrika und im Nahen Osten, bereits zu einer Verschärfung des Hungers geführt haben.

Energiepolitik
Ukrainekrieg: Kasachisches Öl soll in die Türkei fließen

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Nur-Sultan – Das staatliche kasachische Ölunternehmen Kazmunaygas (KMG) befindet sich Berichten zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Handelszweig des aserbaidschanischen Staatsunternehmens SOCAR, um den Verkauf von 1,5 Millionen Tonnen kasachischen Rohöls pro Jahr über die aserbaidschanische Baku–Tbilisi–Ceyhan pipeline (BTC) zu ermöglichen, die Öl zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan liefert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters weiter berichtet, wird kasachisches Öl voraussichtlich ab September durch Aserbaidschans größte Ölpipeline fließen. Kasachstan suche nach Alternativrouten, nachdem Russland die jetzige zu schließen droht, so drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber Reuters. Die kasachischen Ölexporte machen mehr als 1 Prozent des Weltangebots aus, das sind etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Seit 20 Jahren werden sie durch die CPC-Pipeline (Caspian Pipeline Consortium) zum russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk befördert, der Zugang zum Weltmarkt bietet. Im Juli drohte ein russisches Gericht mit der Schließung der CPC-Pipeline, woraufhin die kasachische Regierung und große ausländische Produzenten vorsichtshalber Verträge für andere Absatzmärkte abschlossen. Weiteren Quellen zufolge könnten ab 2023 weitere 3,5 Millionen Tonnen kasachisches Öl pro Jahr über die zweite aserbaidschanische Pipeline zum georgischen Hafen Supsa gelangen. Zusammen mit den BTC-Strömen wird das Gesamtvolumen etwas mehr als 100 Tausend Barrel pro Tag oder 8 Prozent des CPC-Stroms betragen. KazMunayGas und SOCAR hätten sich zu den Meldungen bisher nicht geäußert, so Reuters. Dank der Route durch Aserbaidschan wird Kasachstan in der Lage sein, das russische Territorium zu umgehen.

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– Erdgasbohrungen – Erdogan: Die Türkei wird Erdgassuche im Schwarzmeer fortsetzen

Die Türkei wird ihre Suche nach Energieressourcen in der Schwarzmeerregion, wo sie bisher 405 Milliarden Kubikmeter Erdgas entdeckt hat, fortsetzen, erklärte Recep Tayyip Erdogan.

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Inflation
Schulhefte und Zeichenblöcke im Juli 2022 um 13,6 % teurer als im Vorjahresmonat

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Wiesbaden – Vom Bleistift über Vokabelhefte bis hin zu Füllern und Schulranzen – der Schulanfang nach den Sommerferien ist in der Regel mit einigen Anschaffungen verbunden. Für den Kauf von Schulmaterialien mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli 2022 mehr ausgeben als noch ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten sich die Preise für Schulhefte und Zeichenblöcke im Juli 2022 um 13,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat und damit stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Diese stiegen im selben Zeitraum um 7,5 %. Gründe für die hohe Preissteigerung bei Schulheften und Zeichenblöcken dürften unter anderem die anhaltende Papierknappheit sowie die zunehmenden Kosten in der Papierproduktion sein. Preise für andere Schulmaterialien unterdurchschnittlich gestiegen Während die Preise für Schulhefte und Zeichenblöcke überdurchschnittlich stark gestiegen sind, fiel die Preissteigerung bei anderen Schulmaterialien im Vergleich zu den Verbraucherpreisen insgesamt geringer aus. So mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli 2022 für Stifte und Farbkästen sowie für Füller und Füllerpatronen 5,2 % mehr zahlen als noch im Juli 2021. Die Preise für Schulranzen lagen 4,7 % über dem Niveau des Vorjahresmonats.  

Düren
Politologe Yasin Baş verurteilt Anschlag auf alevitische Gemeinde Düren

Köln – Der Politikwissenschaftler, Historiker und freie Journalist Yasin Baş hat den feigen Anschlag auf das Vereinslokal der alevitischen Gemeinde in Düren verurteilt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche wurden die Scheiben des alevitischen Kulturzentrums (AABF) in Düren von Unbekannten zerschlagen. „Einziger Lichtblick ist, dass bei dem Angriff keine Menschen zu Schaden kamen“, sagte Baş im Gespräch mit NEX24. Gezielte Provokation? „Dass der oder die Täter, den für Muslime heiligen Trauermonat Muharram für ihren heimtückischen Angriff wählten, erscheint mir sehr bedenklich. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge auf andere alevitische Einrichtungen ist eine Provokation nicht ausgeschlossen“, so der Wissenschaftler. Deshalb verurteile er mit derselben Vehemenz auch die Anschläge auf andere alevitische Einrichtungen, wie vor wenigen Tagen in der Türkei. „Derartige Angriffe haben die Funktion, Menschen zu spalten, gegeneinander aufzuhetzen und Feindschaft zu schüren“, sagte Baş. Die arglistige Absicht der Täter und ihrer Hinterleute, so der Politologe weiter, werde allerdings durch eine noch engere Verbundenheit zwischen Schiiten, Aleviten und Sunniten ihr Ziel verfehlen. „Ich stehe hier ganz klar hinter unseren alevitischen Geschwistern“, unterstrich Baş. Der Politologe und Historiker, der die alevitische Gemeinde als seine eigene Glaubensgemeinde auffasse, sagte zudem: „Jetzt ist die Zeit, um Solidarität und Zusammenhalt mit unseren alevitischen Brüdern und Schwestern zu zeigen.“ Aufklärung gefordert Der 38-jährige Journalist hofft gleichzeitig, dass die Hintergründe der Tat so schnell wie möglich durch die Sicherheitsbehörden aufgedeckt werden.
„Ich wünsche mir, dass der oder die Täter alsbald zur Verantwortung gezogen werden und verurteile jede Form von Gewalt, egal gegen wen sie sich richtet.“

Zum Thema

– Türkei – Türkischer Innenminister: Angriffe auf Aleviten geplante Provokation

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu bezeichnete die Angriffe auf alevitische Gotteshäuser und Vereine vom Samstag als „geplante Provokation“.

Türkischer Innenminister: Angriffe auf Aleviten geplante Provokation