Düren
Politologe Yasin Baş verurteilt Anschlag auf alevitische Gemeinde Düren

Der Politikwissenschaftler Yasin Baş hat den feigen Anschlag auf das Vereinslokal der alevitischen Gemeinde in Düren verurteilt.

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Köln – Der Politikwissenschaftler, Historiker und freie Journalist Yasin Baş hat den feigen Anschlag auf das Vereinslokal der alevitischen Gemeinde in Düren verurteilt.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche wurden die Scheiben des alevitischen Kulturzentrums (AABF) in Düren von Unbekannten zerschlagen. „Einziger Lichtblick ist, dass bei dem Angriff keine Menschen zu Schaden kamen“, sagte Baş im Gespräch mit NEX24.

Gezielte Provokation?

„Dass der oder die Täter, den für Muslime heiligen Trauermonat Muharram für ihren heimtückischen Angriff wählten, erscheint mir sehr bedenklich. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge auf andere alevitische Einrichtungen ist eine Provokation nicht ausgeschlossen“, so der Wissenschaftler.

Deshalb verurteile er mit derselben Vehemenz auch die Anschläge auf andere alevitische Einrichtungen, wie vor wenigen Tagen in der Türkei.

„Derartige Angriffe haben die Funktion, Menschen zu spalten, gegeneinander aufzuhetzen und Feindschaft zu schüren“, sagte Baş. Die arglistige Absicht der Täter und ihrer Hinterleute, so der Politologe weiter, werde allerdings durch eine noch engere Verbundenheit zwischen Schiiten, Aleviten und Sunniten ihr Ziel verfehlen.

„Ich stehe hier ganz klar hinter unseren alevitischen Geschwistern“, unterstrich Baş. Der Politologe und Historiker, der die alevitische Gemeinde als seine eigene Glaubensgemeinde auffasse, sagte zudem: „Jetzt ist die Zeit, um Solidarität und Zusammenhalt mit unseren alevitischen Brüdern und Schwestern zu zeigen.“

Aufklärung gefordert

Der 38-jährige Journalist hofft gleichzeitig, dass die Hintergründe der Tat so schnell wie möglich durch die Sicherheitsbehörden aufgedeckt werden.

„Ich wünsche mir, dass der oder die Täter alsbald zur Verantwortung gezogen werden und verurteile jede Form von Gewalt, egal gegen wen sie sich richtet.“

Zum Thema

– Türkei –
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