Kampf um Au-pairs
Konjunkturumfrage 2023: In Deutschland fehlen die Au-pairs

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Die Nachfrage nach einer flexiblen Kinderbetreuung ist in Deutschland seit Corona stark gestiegen. Au-pairs wären dafür eine ideale Stütze. Doch auch im Au-pair-Wesen macht sich der Personalmangel bemerkbar: Agenturen und Gastfamilien klagen über zu wenig Au-pairs. Visaanträge werden abgelehnt, Kooperationen mit bewährten Herkunftsländern funktionieren nicht mehr. Au-pairs verlassen ihre Gastfamilien vorzeitig, weil sie abgeworben werden. Aber nicht nur der Incoming-Bereich kämpft mit Schwierigkeiten, wie die jährliche Umfragestudie des Au-pair-Versicherers DR-WALTER zutage fördert. Kampf um Au-pairs Sehr viele Au-pair-Agenturen klagen über einen eklatanten Mangel an geeigneten Au-pairs. Sie suchen händeringend nach Bewerber:innen und sprechen schon von einem „Kampf um Au-pairs“. Während der Zeit in den Gastfamilien werden einige Au-pairs für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder eine Ausbildung abgeworben. So bekommen sie einen längerfristigen Aufenthaltstitel und entscheiden sich, ihr Au-pair-Jahr vorzeitig abzubrechen. In den Familien fehlen sie dann sehr. Zahl der Au-pair-Agenturen sinkt weiterhin Es agieren nur noch 112 Au-pair-Agenturen am deutschen Markt, während es 2016 noch 196 gab. Dass immer weniger Au-pairs über professionelle Agenturen vermittelt werden, gefährdet langfristig die Qualität im Au-pair-Wesen. Je mehr die Vermittlung und Betreuung im privaten Bereich und nicht über eine starke Basis von Au-pair-Agenturen stattfindet, desto schwieriger ist es, auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Zudem haben Au-pairs und Gastfamilien keinen Ansprechpartner in Notsituationen. Au-pairs aus wechselnden Ländern 2022 kamen 14.000 Au-pairs nach Deutschland. Das entspricht zwar einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr, erreicht aber nicht das Niveau der Prä-Corona-Zeit. Was die Arbeit der Au-pair-Agenturen erschwert, ist die wechselhafte Visumspolitik der Bundesregierung. Bewährte Partnerschaften u. a. mit der Ukraine, Russland, Turkmenistan, Nepal, Kamerun und Simbabwe wurden aus verschiedenen Gründen erschwert. Zuletzt gehörten Kolumbien, Indonesien und Kirgisistan zu den Top-3-Ländern, aus denen Au-pairs vermittelt wurden. Neuere Entsendestaaten waren unter anderem Indien, Türkei, Uganda, Philippinen und Thailand. Mangel an englischsprachigen Au-pair-Destinationen Da die Bedeutung von Englisch weiter zunimmt, ist die Nachfrage nach englischsprachigen Ländern besonders hoch. Junge Deutsche finden leider nicht das entsprechende Angebot an Gastfamilien. Viele Ziele, in denen sich die Kenntnisse der beliebten Sprache verbessern ließen, bereiten derzeit Probleme. In Norwegen, Australien, Irland und Großbritannien ist das Au-pair-Programm nur mit Einschränkungen bzw. gar nicht möglich. Umfassende Datenquelle Die Konjunkturumfrage „Au-pairs in Deutschland und weltweit“ liefert jährlich aktuelle Zahlen und Fakten zum Au-pair-Wesen. Sie beruht auf einer repräsentativen Umfrage unter 50 Au-pair-Agenturen und Gesprächen mit Au-pair-Experten. Die Studie wird von DR-WALTER Auslandsversicherungen herausgegeben und erscheint im Calypso Verlag.

Gesundheit
5 Regeln für die Kommunikation mit Alzheimer-Erkrankten

Düsseldrf – Die Alzheimer-Krankheit beeinträchtigt nicht nur das Erinnerungsvermögen, sondern ändert auch die Wahrnehmung, das Verhalten und das Erleben der Erkrankten. Menschen mit Alzheimer leben in einer anderen Realität, was den Kontakt häufig erschwert. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. gibt Angehörigen fünf Tipps, was sie bei der Kommunikation mit einem Alzheimer-Patienten oder einer Alzheimer-Patientin beachten sollten. Diese und weitere Informationen zum Umgang mit der Alzheimer-Krankheit sind zu finden im Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“. Der Ratgeber kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0; Website: www.alzheimer-forschung.de/leben-mit-alzheimer. 1. Wertschätzende Haltung Menschen mit Alzheimer leben zunehmend in ihrer eigenen Welt und können oft die Gegenwart nicht mehr von der Vergangenheit unterscheiden. Lassen Sie sich wertschätzend und einfühlsam auf die Realität des Erkrankten ein. Vermeiden Sie Zurechtweisungen und Verbesserungen, denn sie führen zu nichts, sondern sorgen nur für Verärgerung oder Unsicherheit. Behandeln Sie den Patienten oder die Patientin nicht wie ein Kind, sondern mit Respekt und auf Augenhöhe. 2. Einfache Sprache Reden Sie langsam, deutlich und in einfachen und kurzen Sätzen. Komplizierte Sätze, Sprachbilder und Ironie werden von Menschen mit Alzheimer meist nicht verstanden. Wichtige Informationen sollten mehrfach wiederholt werden – wenn Sie dabei die gleiche Formulierung gebrauchen, prägt es sich besser ein. Nimmt der Patient oder die Patientin immer weniger an Gesprächen teil, kann das auch daran liegen, dass das Hörvermögen nachlässt und korrigiert werden muss. 3. Körpersprache und Blickkontakt Verwenden Sie eine deutliche Körpersprache und eine prägnante Mimik und Gestik, um das Gespräch zu unterstützen und das Verständnis zu erleichtern. Wichtig ist außerdem, den Blickkontakt mit dem Patienten oder der Patientin zu halten. Er gibt Halt und Sicherheit und ist am Ende der Krankheit neben Berührungen oft der einzige Weg, miteinander in Beziehung zu treten. 4. Richtig fragen Nutzen Sie Fragen, die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können oder Fragen mit nur wenigen Antwortmöglichkeiten. Vermeiden Sie sogenannte W-Fragen (wer, wie, was, warum). Es ist zum Beispiel besser, zu fragen „Möchtest Du Orangensaft oder Apfelsaft trinken?“ statt „Welchen Saft möchtest Du trinken?“. Geben Sie dem oder der Erkrankten Zeit, zu antworten. Durch den zunehmenden Verlust von Erinnerung und Sprache brauchen Betroffene oft mehr Zeit, die Frage zu erfassen und eine Antwort zu formulieren. 5. Erinnerungen wecken Wenn Erkrankte bei einem Gespräch nicht folgen können, kann es hilfreich sein, das Thema zu wechseln. Ereignisse aus Kindheit und Jugend können oft noch lange erinnert werden. Über Sinneseindrücke wie Riechen oder Schmecken können Erinnerungen hervorgerufen werden, die das Wohlbefinden des Patienten oder der Patientin stärken. Auf emotionaler Ebene können Erkrankte auch noch im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf erreicht werden. Durch Musik, Berührungen oder das gemeinsame Anschauen von Fotos können Gefühle geweckt und der Kontakt gehalten werden.

Zum Thema

– Medizin – Coburg: Syrischstämmiger Bioanalytikerin gelingt Durchbruch in Alzheimer-Forschung

Nach dem deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), die mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Virus Covid-19 entwickelten, könnte einer weiteren deutschen Forscherin mit Migrationshintergrund ein Durchbruch in der Medizin gelingen.

Coburg: Syrischstämmiger Bioanalytikerin gelingt Durchbruch in Alzheimer-Forschung

Aserbaidschan
Taekwondo: Türkische Frauen-Nationalmannschaft Weltmeister

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Baku – Mit der besten Weltmeisterschaftsleistung ihrer Geschichte im Taekwondo erzielte die Türkei in diesem Jahr einen bedeutenden Erfolg. Die türkische Taekwondo-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der WM in Aserbaidschan eine Goldmedaille gewonnen. Bei den Taekwondo-Weltmeisterschaften 2023 in Aserbaidschan hat die Türkei einen historischen Erfolg errungen: Das Land wurde mit der Frauen-Nationalmannschaft Weltmeister und gewann zum ersten Mal die Weltmeisterschaft als Team. Die türkischen Athleten beendeten die Meisterschaft mit insgesamt sechs Medaillen, jeweils drei Gold- und Bronzemedaillen. Zum ersten Mal in der Geschichte gelang es den türkischen Taekwondo-Wettkämpferinnen, drei Goldmedaillen bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die Athletinnen Merve Dinçel und Nafia Kuş holten Gold während ihre Teamkollegin Hatice Kübra İlgün die Bronze gewann. Damit hat das Land zum ersten Mal die Weltmeisterschaft als Mannschaft gewonnen. Die Herren-Nationalmannschaft, die mit Hakan Reçber Gold und mit Görkem Polat und Emre Kutalmış Ateşli Bronze holte, belegte den dritten Platz. Unterdessen wurde der technische Direktor der türkischen Nationalmannschaft, Ali Şahin, als bester technischer Direktor der Taekwondo-Weltmeisterschaften 2023 ausgezeichnet.

Zum Thema

– Bari – Taekwondo-EM: Gold für Türkinnen İrem Yaman und Rukiye Yıldırım

Bei der G4 Extra Taekwondo-Europameisterschaft im italienischen Bari haben die türkische Nationalsportlerinnen İrem Yaman und Rukiye Yıldırım jeweils Goldmedaillen gewonnen.

Taekwondo-EM: Gold für Türkinnen İrem Yaman und Rukiye Yıldırım

Management
5 Fehler, die Meetings unproduktiv machen

Diverse Meetings sind ein fester Bestandteil eines jeden Arbeitsalltages. Von vielen Angestellten und Führungskräften werden diese jedoch oftmals als lästige Pflicht angesehen. Häufige Gründe? Weil diese unproduktiv und zeitraubend sein können, wenn sie nicht richtig geleitet werden.

Ob unklare Tagesordnungen, zu viele Teilnehmer oder fehlende Methodik – es gibt viele typische Fehler, die dazu führen, dass Meetings ineffizient und ineffektiv werden. In diesem Artikel zeigen wir 5 häufige Fehler auf, die man vermeiden sollte, damit Meetings sich wieder lohnen.

1. Keine klaren Ziele oder Agenda

Wir alle haben uns wahrscheinlich schon einmal in solchen Meetings wiedergefunden – es gibt keine klaren Ziele und keine Agenda. Ohne diesen klaren Rahmen kann es passieren, dass Diskussionen zu lange dauern oder eine eigenständige Dynamik entwickeln, kein Fortschritt erzielt wird und wichtige Punkte, wie etwa das Erstellen von einem Flussdiagramm, übersehen werden.

Stattdessen sollte die Agenda alle zu diskutierenden Themen in chronologischer Reihenfolge enthalten, Referenten klar benennen und mit einem zeitlichen Rahmen versehen werden. Das gibt allen Beteiligten eine Vorstellung davon, was zu erwarten ist und ermöglicht eine effektive Diskussion.

2. Fehlende Methodik und Moderation

Wenn eine klare und strukturierte Herangehensweise an ein Meeting fehlt und Zwischenschritte oder Ergebnisse nicht festgehalten werden, droht die Besprechung, sich im Kreis zu drehen oder ins Leere zu laufen. Erst recht, wenn es keinen Moderator gibt, der die Besprechung wieder zum Thema zurückführt.

Es ist wichtig, sich bereits bei der Gestaltung der Agenda Gedanken zu machen, welche Tools wann und für welche Zwecke zum Einsatz kommen sollen. Das Erstellen einer online Mindmap kann beim Brainstorming etwa als sehr hilfreiche Visualisierung dienen und funktioniert auch bei Online-Meetings wunderbar. An anderer Stelle kann hingegen eine Abstimmung oder eine andere Methodik Einsatz finden.

3. Falscher Teilnehmerkreis

In einigen Meetings sorgen die anwesenden Teilnehmer dafür, dass die Besprechung nicht vorankommt. Sind es etwa zu viele Anwesende, sodass die Diskussion nicht vorangeht?

Oder fehlt ein wichtiger Verantwortlicher, während andere Teilnehmer nichts zu diesem Thema beitragen können? Dann wurde zu wenig Zeit in die Auswahl der Teilnehmer investiert. Deshalb ist es wichtig, sicherzustellen, dass jeder eine klare Rolle hat und etwas Sinnvolles beitragen kann.

4. Mangelnde Aufmerksamkeit oder Multitasking

Nicht selten sind Teilnehmer nicht ganz mit dem Kopf beim Termin. Noch ein schneller Blick in die Mails oder aufs Handy? Unaufmerksamkeiten und Multitasking hemmen die Produktivität des gesamten Teams. Bei der Planung der Agenda können regelmäßige Pausen jedoch dazu beitragen, dass sich diese auf die Pausenzeiten beschränken und Freizeit und Berufliches besser getrennt werden.

5. Keine konkreten Ergebnisse oder Follow-up Maßnahmen

Wenn es am Ende des Meetings keine konkreten Handlungspläne gibt, kann sich das Treffen als frustrierend und unproduktiv erweisen. Umso entscheidender ist es, Ergebnisse zu dokumentieren und eindeutige Zuständigkeiten zuzuweisen. Wie wäre es etwa mit einem Protokoll, sodass man auch noch Wochen später jederzeit nachschauen kann, was besprochen wurde?

Diese 5 Fehler gehören zu den häufigsten im Meeting-Alltag und können doch so einfach beseitigt werden. Also gilt es: Die Vorbereitung des nächsten Meetings mit diesen Tipps anzugehen und sich über einen produktiven Termin zu erfreuen!

phoenix-Interview
Serbiens Präsident Vucic: Krim und Donbas sind Teil der Ukraine

Bulbuaca – Der serbische Präsident, Aleksandar Vucic, hat am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Moldau den Rückhalt Serbiens für die Ukraine betont. „Die Wahrheit, und das wusste Herr Selenskyj auch, ist, dass wir die territoriale Integrität der Ukraine unterstützen“, so Vucic im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. Er bekräftigte: „Die Krim und der Donbas sind ein Teil der Ukraine für uns und das wird auch so bleiben“. Es stimme, dass Serbien „unterschiedliche Beziehungen zu Russland“ habe als andere europäische Nationen. Serbien sei einer der „größten Unterstützer der UN-Charta und der Resolution. Wir werden zusammenarbeiten,“ versicherte der serbische Präsident gegenüber phoenix. In Moldau traf Vucic zum ersten Mal den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Er habe „noch nie so gute Gespräche“ gehabt, auch mit anderen Politikern, darunter mit Polens Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki oder dem irischen Regierungschef Leo Varadkar. „Ich halte es für wichtig, miteinander zu sprechen“, erklärte Vucic, und: „Wir müssen nicht immer abstimmen in diesen Themen. Wichtig ist, präsent zu sein und unseren eigenen politischen Standpunkt vorzutragen,“ lobte Vucic die Vorzüge der informellen Spitzentreffen am Rande des EPG in Moldau. Mit Blick auf den erneut eskalierten Konflikt zwischen Serbien und Kosovo zeigte sich Vucic zuversichtlich, eine Lösung mit dem Kosovo zu finden: „Wir wollen einen Kompromiss finden.“ Er sei optimistisch, „die Situation zu deeskalieren“. Dabei wolle er auch die Vorschläge von Bundeskanzler Olaf Scholz und Präsident Emmanuel Macron hören und „mit einbeziehen“. Am Wochenende hatten militante Serben im Norden des Kosovos bei gewalttätigen Ausschreitungen mehrere Soldaten der internationalen UN-Schutztruppe verletzt.

Messerangriff in Stammheim
Kölner Polizeipräsident fordert schärfere Waffengesetze

Köln – Der Kölner Polizeichef, Falk Schnabel, hat sich für eine „deutliche Verschärfung“ der Auflagen für den Waffenbesitz ausgesprochen. In der Talk-Veranstaltung „Kölner Menschen“ der Kölnischen Rundschau, sagte Schnabel: „Meine persönliche Meinung ist, die Gesetzgeber sollten darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, dass ganzjährig gewisse Messer erlaubt sind.“Ebenso kritisierte er den Umgang mit Waffenattrappen, sogenannten „Anscheinswaffen“. „Mir leuchtet nicht ein, warum sich jeder ab einem Alter von 18 Jahren an eine täuschend echt aussehende Schreckschusswaffe kaufen kann. Wofür braucht man so etwas?“, so Schnabel. Angesprochen auf die in jüngster Zeit vermehrt auftretenden Messerattacken sagte der Polizeipräsident: „Gewalttaten mit Messern sind zurzeit das größte Problem, das ich sehe.“ Die Statistik für das erste Quartal 2023 zeige klar: Auch wenn die Gesamtzahl der Messertaten rückgängig sei, „die Zahl der Messerangriffe mit Verletzten im ersten Quartal hat im Verhältnis zu dem Vergleichszeitraum in 2022 zugenommen“, so Schnabel. Zwar sei er „ein großer Freund der Waffenverbotszonen“, aber das Verbot allein bewirke noch nicht viel, seine Einhaltung müsse auch durchgesetzt werden können. Bei einem Blick auf die Verbotsschilder zeige sich, dass sich die gesetzlich möglichen Auflagen nicht an der Lebensrealität orientierten. Sie seien zu begrenzt auf Art der Messer, bestimmte Wochen- und Feiertage. Darum fordert er weitergehende Regelungen: „Neben den Verboten brauchen wir auch die Einsicht, dass jegliche Messer besser zuhause gelassen werden, und zwar jederzeit“, so Schnabel. Der NRW-Landespräventionsbeauftragte des Opferverbandes „Weißer Ring“, Dr. Alexander Poretschkin, unterstützt Schnabels Vorstoß: „Ein Feststellmesser benötigt niemand im Alltag, es sei denn zur Bedrohung.“ Allein durch eine solche Bedrohung, sei die Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung, des Opfers groß.

Tag der Umwelt
UNO: Klimakrise ist die größte humanitäre Krise weltweit

Bonn – Die UNO-Flüchtlingshilfe betont anlässlich des weltweiten Umwelttages, dass der globale Handlungsdruck, um die Klimakrise zu bekämpfen, deutlich erhöht werden müsse: Sie bedroht das friedliche Zusammenleben und die Existenz zukünftiger Generationen. Die Konsequenzen sind längst zu spüren und nehmen weiter zu. So verschärft die aktuelle Dürre am Horn von Afrika Hunger und Konflikte. Mit der Verschärfung der Klimaauswirkungen wird die Kluft zwischen dem humanitären Bedarf und den Ressourcen zur Bewältigung dieses Bedarfs immer größer. „Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir alle können für uns eine Entscheidung treffen – in unserem alltäglichen Denken und Handeln, aber auch, indem wir denjenigen unsere Unterstützung zukommen lassen, die den Auswirkungen der Klimakrise schutzlos ausgeliefert sind“, betont Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn. Dürre verschärft Hunger und Konflikte Die Region am Horn von Afrika wird weiterhin von der längsten und schwersten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen heimgesucht. Seit vier Jahren warten die Menschen auf Regen. Die Trockenheit bedroht Leben und Existenzgrundlagen von Millionen Menschen, darunter viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Durch die Klimakrise kommt es zu gravierenden Ernteausfällen sowie Mangel an Wasser und Nahrungsmitteln. Durch die anhaltende Dürre wird es für die Menschen schwieriger, Getreide anzubauen oder Futter für ihr Vieh zu finden. Angesichts der hohen Lebensmittelpreise verschlimmert sich die Ernährungssituation der Menschen weiter. Die dramatische Ernährungsunsicherheit in den betroffenen Gebieten wird voraussichtlich anhalten, denn auch die kommende Regenzeit wird voraussichtlich ausbleiben. In den von der Dürre betroffenen Regionen kommt es immer wieder zu Konflikten. „So folgt mit der Klimakrise Gewalt, Vertreibung und Flucht. Diesen Kreislauf müssen wir sofort beenden“, betont Ruhenstroth-Bauer. Die Länder am Horn von Afrika erleben eine massive humanitäre Krise mit über 23 Millionen Menschen, die unter den Folgen von Dürre, Konflikten und mangelndem Zugang zu Grundbedürfnissen leiden. Der UNHCR hat einen Aufruf über 137 Millionen US-Dollar gestartet, um den dringenden Bedarf von 3,3 Millionen Binnenvertriebenen, Flüchtlingen und Asylsuchenden in Äthiopien, Kenia und Somalia zu decken. Der UNHCR ist vor Ort und stellt lebensrettende Unterkünfte, Wasser, sanitäre Einrichtungen, Ernährung, Gesundheitsversorgung, Bargeldhilfe und Schutz für Menschen, die in Somalia sowie in den Nachbarländern Äthiopien und Kenia fliehen mussten.

Sanierungsauflagen
Gebäuderichtlinie: FDP macht Kampfansage an EU

Osnabrück – Die FDP hat massiven Widerstand gegen Sanierungsauflagen der EU angekündigt. „Wir müssen den Heizungsverbot-Hammer aus Brüssel stoppen. Der wäre nicht nur für die Eigenheimbesitzer, sondern für die gesamte Volkswirtschaft sehr gefährlich!“, sagte Fraktionschef Christian Dürr im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) mit Blick auf anstehende Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und Mitgliedstaaten über die neue EU-Gebäuderichtlinie. „Der in Brüssel geplante Sanierungszwang würde zusammen mit dem ebenfalls geplanten EU-Heizungsverbot für Hausbesitzer und die Volkswirtschaft unfassbar hohe Kosten verursachen und unser eigenes Heizungsgesetz torpedieren.“ Die Pläne aus Brüssel müssten „mit vereinten Kräften“ abgewehrt werden, sagte Dürr und bezog ausdrücklich die Union ein. Denn die EU-Kommission unterstütze strenge Dämm-Pflichten und strikte Heizungsvorschriften. „In Deutschland wettern die Herren Söder und Spahn gegen unsere Bemühungen, ein vernünftiges Heizungsgesetz auf den Weg zu bringen, dabei plant CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen viel drastischere Einschnitte für die Menschen.“ Dürr zeigte sich sehr alarmiert. „Es wäre doch Wahnsinn, wenn man sein Haus für Zigtausende von Euro dämmen und isolieren müsste, obwohl man auch mit Fernwärme oder Wasserstoff CO2-frei heizen kann“, sagte der FDP-Fraktionschef der „NOZ“. „Wenn die EU-Sanierungsrichtlinie und die EU-Heizungsverordnung kommen, können wir nicht nur die Technologieoffenheit in die Tonne kloppen. Dann könnten wir unser Gasnetz gleich mit einmotten. Und auch die kommunale Wärmeplanung wäre überflüssig, weil für maximal sanierte Häuser Wärmepumpen ausreichen.“ Zudem wären die Pläne aus Brüssel „zum krassen Nachteil Deutschlands und der privaten Haushalte bei uns“, warnte der Liberale. „Denn wir sind beim Sanieren schon deutlich weiter als viele andere Länder, doch das Erreichte wird nicht berücksichtigt.“ Daher müsse Deutschland besonders viel leisten.

Optik
Alles über Kontaktlinsen und deren Pflege 

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In unserer modernen Welt sind Kontaktlinsen eine hervorragende Alternative zur traditionellen Brille. Sie bieten Freiheit und Flexibilität, ohne die Qualität der Sehkraft zu beeinträchtigen. Dieser Artikel wird alles Wichtige rund um Kontaktlinsen und deren Pflege beleuchten.

Grundlagen der Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind hauchdünne Linsen, die direkt auf dem Auge platziert werden, um Sehprobleme zu korrigieren. Sie sind eine populäre Wahl für Menschen, die Brillen als störend oder unästhetisch empfinden. . Es gibt verschiedene Arten von Kontaktlinsen zu entdecken, darunter weiche Linsen, die für ihren Tragekomfort beliebt sind, und harte Linsen, die eine höhere Sichtschärfe bieten.

Tageslinsen, die täglich gewechselt werden, und Monatslinsen, die bis zu 30 Tage getragen werden können, sind weitere Optionen. Die Auswahl der geeigneten Linsenart hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Lebensstil, der Augengesundheit und den persönlichen Vorlieben.

Pflegetipps für Kontaktlinsen

Die Pflege von Kontaktlinsen ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Augen und die Langlebigkeit Ihrer Linsen. Beginnen Sie immer mit sauberen, trockenen Händen, bevor Sie Ihre Linsen berühren. Reinigen Sie Ihre Linsen täglich mit einer von Ihrem Optiker empfohlenen Lösung, um Ablagerungen zu entfernen. Spülen und trocknen Sie Ihren Linsenbehälter nach jeder Anwendung und ersetzen Sie ihn regelmäßig.

Vermeiden Sie es, Ihre Linsen in Wasser zu tauchen, da dies Bakterien einführen kann. Übernachten Sie nie mit Ihren Linsen, es sei denn, sie sind dafür ausdrücklich zugelassen. Letztendlich gilt: Bei Unbehagen oder Rötung, entfernen Sie die Linsen und konsultieren Sie Ihren Optiker.

Der Beitrag von Linsenmax zur Kontaktlinsenlandschaft

In der Schweizer Landschaft der Kontaktlinsenversorgung hat sich Linsenmax als zuverlässiger und hochwertiger Anbieter etabliert. Sie bieten eine breite Palette an Kontaktlinsen und Pflegeprodukten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Vorlieben der Kunden. Ob weiche oder harte Linsen, Einweg- oder Mehrweglinsen, bei Linsenmax finden Sie das passende Produkt. Es ist daher empfehlenswert, ihre Website zu konsultieren.

Darüber hinaus legt das Unternehmen großen Wert auf Kundenservice und Beratung. Mit einem einfach zu bedienenden Online-Shop und hilfreichen Informationen auf der Website, stellt Linsenmax sicher, dass der Kauf von Kontaktlinsen und Pflegeprodukten so einfach und bequem wie möglich ist.

Fazit

Die Verwendung von Kontaktlinsen kann eine wunderbare Option sein, um Sehprobleme zu korrigieren und gleichzeitig ein natürliches Aussehen zu bewahren. Mit der richtigen Pflege und Handhabung sowie qualitativ hochwertigen Produkten von Anbietern wie Linsenmax kann die Erfahrung mit Kontaktlinsen positiv und problemlos gestaltet werden.

Türkei
Türkischer Finanzminister Mehmet Şimşek fordert Rationalität

Ankara – Der alte und neue Finanzminister der Türkei, Mehmet Şimşek, hat bei der Zeremonie zu seiner Amtseinführung eine Rückkehr zu einer regelbasierten, berechenbaren und auf rationellen Entscheidungen basierende türkische Wirtschaft versprochen. Şimşek war von 2007 bis 2009 Wirtschaftsminister, und von 2009 bis 2015 Finanzminister. Danach übernahm er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er galt bei internationalen Investoren als Garant für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Şimşek trat 2018 zurück, als Präsident Recep Tayyip Erdoğan seinen Schwiegersohn Berat Albayrak zum Finanzminister ernannte. Die türkische Lira befand sich seit seinem Rücktritt in einem freien Fall, wobei sie um über 400 Prozent – von etwa 4,6  auf über 20 zum Dollar – abstürzte. Eine regelbasierte, berechenbare türkische Wirtschaft wird der Schlüssel zum angestrebten Wohlstand sein, versprach der neue Minister am Sonntag, als er sein Amt in einer Übergabezeremonie in Ankara antrat. „Die Türkei hat keine andere Wahl, als auf den Boden der Vernunft zurückzukehren“, sagte Şimşek, der am Samstag von Erdoğan im Rahmen einer erneuten Kabinettsumbildung zum Finanz- und Schatzminister ernannt wurde. Das Hauptziel der Regierung sei die Entwicklung des sozialen Wohlstands, sagte Simsek. „Transparenz, Konsistenz, Berechenbarkeit und die Einhaltung internationaler Normen werden unsere Grundprinzipien sein, um dieses Ziel in der kommenden Zeit zu erreichen“, versprach er. Zum Thema Inflation sagte Şimşek, dass es für die Türkei von entscheidender Bedeutung sei, die Inflation mittelfristig wieder auf eine einstellige Zahl zu senken, die Vorhersehbarkeit in allen Bereichen zu erhöhen und den Strukturwandel zu beschleunigen, um das Leistungsbilanzdefizit zu verringern. „Unsere wichtigste Politik wird darin bestehen, unsere Zentralbank im Kampf gegen die Inflation durch die Finanzpolitik und die durchzuführenden Strukturreformen zu unterstützen“, betonte er.