Nobelpreis
Erdogan für Friedensnobelpreis nominiert

"Erdogans unermüdlicher Einsatz, rechtzeitiges und effektives Eingreifen hat im Alleingang eine globale Katastrophe im Ukraine-Krieg abgewendet"

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Islamabad – Pakistanische Abgeordnete haben am Mittwoch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für den Friedensnobelpreis nominiert – für seine „Bemühungen zur Lösung der Ukraine-Krise“.

„Der russisch-ukrainische Krieg hatte sich schnell zu einem nuklearen Krisenherd entwickelt, der in einer Katastrophe für die ganze Welt hätte enden können. Dank seiner (Erdogans) unermüdlichen Bemühungen und seiner rechtzeitigen und effektiven Interventionen auf beiden Seiten hat er im Alleingang eine globale Katastrophe abgewendet“, schrieb Muhammad Sadiq Sanjrani, Vorsitzender des pakistanischen Senats, in einem Brief an das norwegische Nobelkomitee.

Sanjrani bezeichnete Erdogan als „einen wahren Staatsmann und Führer, der sich stets für die Verbesserung und den Wohlstand nicht nur seines Landes, sondern der Region und der Welt im Allgemeinen einsetzt“ und betonte, dass der türkische Präsident „die wahre Botschaft des Heiligen Propheten Muhammad und seine Lehren von Frieden, Toleranz und Liebe für die gesamte Menschheit vertritt, während er weiterhin die Mythen und Missverständnisse im Zusammenhang mit den islamischen Lehren ausräumt“.

Der Senat teilte mit, dass er die Nominierung zugunsten des türkischen Führers am Mittwoch offiziell registriert hat.

„Erdoğan könnte für Ukraine-Bemühungen Nobelpreis erhalten“

Bereits im April vergangenen Jahres schrieb auch die niederländische Journalistin Saskia van Westhreenen in einem Artikel, der in der Tageszeitung Algemeen Dagblad veröffentlicht wurde, dass Erdogan für seine Bemühungen den Nobelpreis erhalten könnte.

„Plötzlich, aus dem Nichts, gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Ukraine. Ein Friedensabkommen scheint in Reichweite. Noch nie zuvor in den letzten Wochen waren die Zeichen für ein baldiges Ende dieses Krieges so positiv“, so Westhreenen.

Die niederländische Journalistin betonte, dass die Türkei „auf einen Schlag zu einem wichtigen Akteur auf der Weltbühne“ geworden sei, und verglich sie mit anderen Vermittlerländern wie Israel, das mit einem russischen Boykott vorgegangen sei.

„Wenn alles klappt, könnte Erdogan mit seiner derzeitigen Haltung fast einen Friedensnobelpreis gewinnen. Ein Mark Rutte oder Joe Biden sind davon weit entfernt. Und ehrlich gesagt ist das etwas, worüber man nachdenken sollte“, so van Westhreenen weiter.

Auch der sonst sehr Erdogan-kritische Auslandskorrespondent der TAZ, Jürgen Gottschlich, musste in einem Beitrag (Vom Paria zum Staatsvermittler) die Erfolge des türkischen Staatschefs als Vermittler eingestehen:

Bei aller massiver Kritik an Erdoğan, seinem repressiven Regime und der weitgehenden Ermüdung über seine One-Man- Show in großen Teilen der Bevölkerung schafft er es dennoch, den Eindruck zu vermitteln: Wenn es drauf ankommt, hat der Präsident die Sache im Griff.

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