Gesundheit
Übergewicht steigert das Krebsrisiko

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Bonn – Starkes Übergewicht zählt zu den wichtigsten vermeidbaren, aber wenig bekannten Krebsrisikofaktoren. Jedes Jahr gehen in Deutschland etwa 30.000 Krebsfälle auf das Konto von Übergewicht und Fettleibigkeit. Anlässlich der 5. Nationalen Krebspräventionswoche vom 25. bis 29. September setzen sich die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) für Rahmenbedingungen ein, die es Menschen leichter machen, ein gesundes Körpergewicht zu halten oder zu erlangen. Werbeeinschränkungen für besonders übergewichtsfördernde Produkte sowie eine höhere Besteuerung stark fett- und zuckerhaltiger Lebensmittel müssen ein erster Schritt sein, um dieses Ziel zu erreichen, fordern die drei Krebsorganisationen. Kurzatmigkeit oder Gelenkbeschwerden und vielleicht noch Diabetes – das sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, die viele Menschen mit Übergewicht und Fettleibigkeit in Verbindung bringen. Deutlich weniger bekannt ist, dass Übergewicht und besonders Fettleibigkeit*, medizinisch als „Adipositas“ bezeichnet, auch nicht zu unterschätzende Krebsrisikofaktoren sind. DKFZ-Forscherinnen und Forscher haben 2018 berechnet, dass fast sieben Prozent der Krebsneuerkrankungen in Deutschland auf das Konto des Übergewichts gehen. „Das bedeutet, dass jedes Jahr etwa 30.000 Menschen in Deutschland bedingt durch ihr Übergewicht an Krebs erkranken. Das sind 30.000 vermeidbare Krebsfälle“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums.Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach: „Ich begrüße es sehr, dass die diesjährige Nationale Krebspräventionswoche Übergewicht und Adipositas als vermeidbare Risikofaktoren für eine Krebserkrankung in den Mittelpunkt stellt. Viele Menschen wissen, dass Rauchen und Alkoholkonsum bedeutsame Risikofaktoren für eine Krebserkrankung darstellen. Viel weniger bekannt dürfte sein, dass starkes Übergewicht und Adipositas das Risiko für eine Reihe von häufigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs und Darmkrebs erhöhen. Durch die Beseitigung oder noch besser die Vermeidung dieser Risikofaktoren durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung reduzieren wir nicht nur das Risiko für eine Krebserkrankung, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, den Typ-2-Diabetes und Gelenkerkrankungen.“ Doch ein gesundes Körpergewicht zu halten, ist nicht leicht in einer Welt voller Verführung durch hochkalorische Lebensmittel. „Höchste Priorität sollten daher präventive Maßnahmen haben, die es den Menschen leichter machen, sich ausgewogen zu ernähren und damit ihr Körpergewicht zu halten“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Die Prävention von Übergewicht muss bereits im Kindesalter ansetzen, denn hier hat Übergewicht oftmals seinen Ursprung.“ Als wichtige Anreize für eine gesunde Ernährung gelten unter anderem ein Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für übergewichtsfördernde Lebensmittel oder eine „gesunde Mehrwertsteuer“. Diese sieht eine höhere Besteuerung für stark zucker- oder fett- oder salzhaltige Nahrungsmittel vor, während Obst und Gemüse nicht besteuert werden. Auch verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnungen sowie ausgewogene Ernährungsangebote an Schulen könnten einen wichtigen Beitrag leisten. Einige europäische Länder haben solche Präventionsmaßnahmen bereits umgesetzt: So besteuern beispielsweise England und Frankreich stark gezuckerte Limonaden, Portugal verbietet an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel. „In Deutschland haben wir dringenden Handlungsbedarf“, sagt Prof. Dr. Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Die Umsetzung des im Koalitionsvertrag beschlossenen Verbots von an Kinder gerichteter Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker- und Fettgehalt wäre ein wichtiger erster Schritt für die Krebsprävention.“ * Bei Erwachsenen sprechen Wissenschaftler ab einem Body Mass Index (BMI) von 30 von Adipositas (Fettleibigkeit). Der BMI berechnet sich: Körpergewicht [kg] dividiert durch Körpergröße [m] im Quadrat. Hintergründe Übergewicht und Krebs Um welche Krebsarten geht es? Brustkrebs nach den Wechseljahren, Darmkrebs, Gebärmutterkrebs, Speiseröhrenkrebs und Nierenzellkrebs treten bei fettleibigen Menschen erheblich häufiger auf als bei Normalgewichtigen. Außerdem erkranken adipöse Menschen häufiger an Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, an Eierstockkrebs oder an einem Multiplen Myelom. Studiendaten weisen auf einen Zusammenhang von Dosis und Wirkung: Je stärker ausgeprägt die Fettleibigkeit ist, desto höher das Krebsrisiko. Allerdings spielt das Übergewicht nicht bei allen Krebsarten eine gleich starke Rolle: Bei Gebärmutter- und Nierenkrebs oder bei Adenokarzinomen der Speiseröhre ist sogar fast die Hälfte aller Fälle durch Adipositas bedingt. Wie treibt Fettleibigkeit die Krebsentstehung an? Insbeondere das viszerale Bauchfett, das die inneren Organe umgibt, produziert viele entzündungfördernde Botenstoffe. Sind sie dauerhaft erhöht, so entstehen chronische Entzündungen, die krebsfördernd wirken. Die Fettzellen im Körper produzieren außerdem das Sexualhormon Östrogen, das wachstumsfördernd ist. Auch Krebszellen können dadurch zum Wachstum angeregt werden.Übergewichtige Menschen produzieren mehr Insulin als Normalgewichtige. Insulin dient für viele Krebszellen als Wachstumgsfaktor, weshalb ein durchgängig hoher Insulinspiegel das Krebswachstum antreiben kann. Schlanke Kranke? Insbesondere das ungesunde viszerale Bauchfett gilt als Krebstreiber, nicht so sehr die Fettpölsterchen an Po und Beinen. Deshalb haben oftmals auch Personen mit einigermaßen schlanker Statur ein erhöhtes Krebsrisiko, ohne davon zu ahnen. Das viszerale Fett ist stoffwechselaktiv und produziert entzündungsfördernde Botenstoffe. Die gute Nachricht: Wem es gelingt, sein Körpergewicht zu reduzieren, der reduziert damit gleichzeitig auch sein viszerales Bauchfett. Intensives Training kann beim Abbau des viszeralen Fetts helfen. Über die Nationale Krebspräventionswoche Die Nationale Krebspräventionswoche ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Die drei Organisationen machen damit auf das große Potenzial der Prävention aufmerksam. Die Vision: Krebs soll gar nicht erst entstehen. Die Krebspräventionswoche findet jährlich im Monat September statt. Im Fokus steht jedes Jahr ein anderer Lebensstil-Faktor, der das Krebsrisiko beeinflusst. Weitere Informationen zur Krebspräventionswoche unter: www.dkfz.de/krebspraeventionswoche www.krebshilfe.de/krebspraeventionswoche www.krebsgesellschaft.de/nationale-krebspraeventionswoche.html

Fremdenfeindlichkeit
Boykottaufrufe gegen Türkei nach rassistischen Übergriffen

Istanbul – Nach vermehrten rassistischen Übergriffen auf arabische Touristen, rufen immer mehr Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika zu einem Urlaubsboykott gegen die Türkei auf. Laut offiziellen Angaben lassen Touristen aus den Golfstaaten im Jahr über eine Milliarden Dollar in der Türkei. Zuletzt wurde in der Schwarzmeerstadt Trabzon ein kuwaitischer Tourist niedergeschlagen, worüber auch in arabischen Medien ausführlich berichtet wurde. Der Kuwaiti rief in den Sozialen Medien dazu auf, die Türkei als Tourismus- und Investitionsziel zu meiden. Er fühle sich dort nicht mehr sicher. „Ich rate meiner Familie und meinen Angehörigen, nicht in die Türkei zu reisen und ihr Eigentum so schnell wie möglich zu veräußern“, schrieb er. Der Tourismusverband verurteilte die Taten aufs Schärfste und entschuldigte sich bei den Betroffenen. Das Gouverneursamt von Trabzon teilte mit, dass diese Taten nicht die bei Besuchern hochgeschätzte Gastfreundschaft des Schwarzmeergebietes wiedergäben und, dass der Täter bereits verhaftet worden sei. Auch ein Sprecher des Reiseagenturenverbandes verurteilte die Taten.

„Während europäische Länder, insbesondere Großbrittanien und die USA, durch die Abschaffung der Visa attraktive Möglichkeiten bieten, Bürger der Golfstaaten in ihre Länder zu locken, wandelt sich in unserem Land interessanterweise die gegensätzliche Mentalität. Ein Hass auf die Regierung und Flüchtlinge schlägt bei manchen Gruppen in diesem Land auch auf Feindseligkeit gegenüber Touristen aus arabischen Ländern um“, so Ömer Kaya gegenüber türkischen Medien. Er bezeichnete die Taten als „Verrat an dem Land“.

„Der Versuch, Touristen zu vertreiben die Milliarden von Dollar in unser Land bringen, ist Verrat an der Heimat und der Nation“, sagte er.

Seit vielen Jahren arbeitet die türkische Regierung an einer Vertiefung der Beziehungen zu muslimischen Staaten um den Handel mit diesen zu verbessern und auch den Tourismus zu fördern. In letzter Zeit häufen sich jedoch die Übergriffe auf nichteuropäische Besucher, was zu Verurteilungen und Boykottaufrufen gegen die Türkei in den Sozialen Medien führte.

Rauchverhalten der Jugend
Weniger Zigaretten: Veränderte Rauchgewohnheiten der Jugend

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Die Zeiten, in denen Tabak-Zigaretten das Nonplusultra des Rauchens waren, scheinen vorbei zu sein. Die Jugend von heute erkundet eine breite Palette von Rauchgewohnheiten, die von traditionellen Zigaretten über Cannabis bis hin zu E-Zigaretten und Shishas reicht. Dieser Wandel wirft Fragen auf: Warum verlieren Tabak-Zigaretten bei der jungen Generation an Beliebtheit, und wie schädlich sind die neuen Rauchalternativen? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieses Themas und setzt sich mit den Gründen für die Trends auseinander.

Warum Tabak-Zigaretten sich schlechter verkaufen

Die traditionelle Tabakindustrie sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert. Einer der Hauptgründe ist die gestiegene Sensibilisierung für Gesundheitsfragen. Diese Sensibilisierung hat zu einem Rückgang des Tabakkonsums geführt und gleichzeitig alternative Rauchformen in den Fokus gerückt. Tabakunternehmen suchen vermehrt nach Alternativen zur herkömmlichen Zigarette, um dem rückläufigen Absatz entgegenzuwirken. Dieser Wandel spiegelt sich in den Verkaufszahlen wider, da immer mehr Menschen alternative Rauchformen bevorzugen.

Die Cannabis-Legalisierung hat viele Befürworter

Währenddessen gewinnt die Legalisierung von Cannabis unter Jugendlichen an Unterstützung. Es gibt bereits Studien, die darauf hindeuten, dass das Rauchen von Cannabis im Vergleich zum Tabakrauch weniger schädlich für die Lunge sein könnte. Dies wird auf die unterschiedliche Zusammensetzung und Verbrennungstemperatur zurückgeführt. Der Konsum von Cannabis birgt jedoch andere Gesundheitsrisiken birgt, insbesondere in Bezug auf die psychische Gesundheit. Befürworter der Legalisierung argumentieren auch, dass Cannabiskonsum sich nicht aufs Rauchen beschränkt ist. Es gibt eine große Auswahl an Grinder, mit denen man Cannabis nicht nur zum Rauchen, sondern auch für alternative Konsumarten aufbereiten kann. Dazu gehören beispielsweise Verdampfen und Essen. Diese Methoden gelten als weniger lungenschädlich. Ein weiteres häufiges Argument ist, dass entweder eine Legalisierung von Haschisch und Marihuana oder ein Verbot von Alkohol und Tabak konsequent wäre. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Cannabinoide für medizinische Behandlungen eingesetzt werden könnten. Dafür werden allerdings umfassende Studien benötigt, denen das Betäubungsmittelgesetz aktuell noch im Weg steht.

Immer mehr Jugendliche rauchen E-Zigaretten

Der Trend des E-Zigaretten-Konsums bei Jugendlichen hat in den letzten Jahren besorgniserregende Ausmaße angenommen. Im Jahr 2020 hatte etwa jeder fünfte Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren Erfahrung mit E-Zigaretten. Dieser Anstieg geht Hand in Hand mit einer Vielzahl von Aromen und einem modernen Marketing, das gezielt junge Zielgruppen anspricht. Einer der Hauptgründe für den Trend ist die Wahrnehmung, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche Tabakprodukte. Diese Annahme wird oft von der Werbung für E-Zigaretten verstärkt, die sie als „gesündere“ Alternative darstellt. Doch nach wie vor sind in E-Zigaretten Schadstoffe enthalten, die insbesondere für junge, sich entwickelnde Gehirne gefährlich sind. Mittlerweile fordern Suchtverbände verstärkt Maßnahmen zum Jugendschutz bei E-Zigaretten-Werbung.

Warum Shisha ein Trend unter Jugendlichen ist

Shisha-Rauchen hat unter Jugendlichen ebenfalls an Beliebtheit gewonnen. Der soziale Aspekt, das gemeinsame Rauchen und die Geschmacksvielfalt sind Gründe dafür. Eine Studie zeigt, dass jeder fünfte Schüler zur Wasserpfeife greift. Jugendliche neigen dazu, die Risiken des Shisha-Rauchens zu unterschätzen. Dies geschieht oft aufgrund mangelnder Aufklärung und falscher Vorstellungen über die vermeintliche Harmlosigkeit von Wasserpfeifen. Obwohl viele Shisha-Raucher glauben, dass sie eine gesündere Alternative zu Zigaretten wählen, zeigen Untersuchungen das Gegenteil. Shisha-Rauch enthält aufgrund der längeren Rauchdauer und der höheren Menge an inhaliertem Rauch oft mehr Schadstoffe und Kohlenmonoxid, was zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung führen kann. Die konsumierte Menge an Nikotin bei einer einzigen Shisha-Session wird oft mit dem Rauchen von 10 Zigaretten verglichen.

Die Kontroversen informiert betrachten

Die Jugend von heute erkundet eine breite Palette von Rauchgewohnheiten. Während die Vielfalt der Optionen zunimmt, sollten die potenziellen Gesundheitsrisiken nicht verharmlost werden. Aufklärung und Prävention sind entscheidend, um die Jugendlichen über Gefahren aufzuklären. Zusätzlich wird es immer bedeutender, Tabakwaren und Drogen in Relation zu sehen – Alkohol ist beispielsweise weit verbreitet und wird häufig unterschätzt. Cannabis dagegen kann ebenfalls schädlich sein, aber das medizinische Potenzial von Cannabis spricht für eine Legalisierung. Im Diskurs über solche kontroversen Themen ist es also wichtig, einen informierten Standpunkt einzunehmen.

Road to Paris
Sieg gegen Japan: Türkei für Paris qualifiziert

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Tokio – Nach dem sechsten Sieg in Folge haben sich die türkischen Volleyballerinnen für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Paris qualifiziert. Die „Sultane der Netze“ bezwangen am Samstag den Gruppenersten Japan mit 3:1.

Der erste Satz der Partie ging mit 25:22 zwar an Japan, die Türkinnen erhöhten mit 25:22 im zweiten Satz jedoch auf 1:1 und entschieden nach einem 26:24 im dritten und einem 25:12 im vierten Satz das Spiel für sich.

In den Spielen zuvor besiegten sie zudem Brasilien (3:1), Puerto Rico (3:0), Bulgarien (3:0), Peru (3:1) und Argentinien ebenfalls mit 3:1. Somit sind die „Sultane der Netze“ seit insgesamt 21 Spielen unbesiegt.

  Volleyball-Qualifikationsturnier Das Volleyball-Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Paris findet vom 16. bis 24. September in China, Japan und Polen statt. Die 24 besten Volleyball-Nationen der Welt treten beim FIVB Road to Paris Olympic Volleyball Qualifier an. Die Städte Ningbo (Volksrepublik China), Tokio (Japan) und Lodz (Polen) sind Gastgeber des Qualifikationswettbewerbs.    

Paris 2024
Volleyball-Olympia-Qualifikation: Türkei bezwingt Vize-Weltmeister Brasilien

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Tokio – Die Erfolgssträhne der türkischen Volleyballerinnen reißt nicht ab. Nach dem Gewinn der diesjährigen Europameisterschaft haben die Türkinnen auch bei der Qualifikationsrunde zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Paris einen erfolgreichen Start hingelegt. In ihrem fünften Spiel der Qualifikation bezwangen sie am Freitag Vizeweltmeister Brasilien mit 3:0 (25-21, 27-25, 25-19). In den Spielen zuvor besiegten sie zudem Puerto Rico (3:0), Bulgarien (3:0), Peru (3:1) und Argentinien ebenfalls mit 3:1. Somit sind die „Sultane der Netze“ seit insgesamt 20 Spielen unbesiegt. In ihrem sechsten Spiel treffen sie in am Sonntag in Tokio auf den Gruppenersten und Gastgeber Japan.    

"Aiwanger-Flugblatt"
Kommentar: Wen stört in Deutschland schon Judenhass?

ein Gastkommentar von Michal Thomas Nein, hier geht es nicht um Israel, wenn über Juden in Deutschland gesprochen wird, denn Israel hat mit dem „Aiwanger-Flugblatt„, welches eine unentschuldbare und widerwärtige Scheußlichkeit darstellt, nichts zu tun. Sondern vielmehr müssen die jüdischen Gemeinschaften Deutschlands, die man seit Jahrhunderten mit wechselndem, jedoch stetigen Eifer beleidigt, diskriminiert, verfolgt und beargwöhnt, hierzu sensibel befragt werden. Und da sind mir die abgewogenen, jedoch sehr klaren und deutlichen Stimmen von Josef Schuster, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, und die von Charlotte Knobloch, der Leiterin der Israelitischen Gemeinde in München, sehr wichtig. Sie beide haben guten Grund für ihre Position, die von Aiwanger hingeworfene, unaufrichtig erscheinende Entschuldigung nicht anzunehmen. Sich von dem von Aiwanger angestrengten, läppischen und weinerlichen Gegenangriff abgestoßen zu fühlen, man würde angeblich eine „Schmutzkampagne“ gegen ihn führen. Gegen das arme Opfer Aiwanger. Und noch immer nichts Überzeugendes aus Berlin, was mir die Zuversicht geben könnte, dass die deutsche Spitzenpolitik aufrichtig entsetzt wäre – denn von dort kommt außer halblautem Gemurmel gar nichts. Dafür aber wird Aiwanger in Bayern gefeiert wie ein Erlöser. Jetzt kann man an den Stammtischen in Zimmerlautstärke sprechen statt nur flüstern zu können, dass man schon immer gewusst habe, dass der wackere Aiwangerbuam einer von ihnen sei. Prost auf der Wiesn! Wenn ich ein Jude wäre, würde ich mich keineswegs auf das Oktoberfest trauen. Die brauchen da jetzt weniger Bier, um herzhaft „auf so einen“ einzuprügeln, weil der ja in ihrer „Heimat nix zu suchen“ habe. Neue Untersuchungen zeigen eindrucksvoll, dass das Aiwanger-Flugblatt wesentlich mehr Menschen richtig Spaß macht als vor einigen Jahrzehnten noch angenommen wurde. Sowohl Herr Schuster als auch Frau Knobloch werden damit furchtbar allein gelassen. Sie sind zusammen mit den vielen hunderttausend Menschen, die sie vertreten, einsam und allein mit dem widerlichen Gefühl der neuen, alten und nur zu gut bekannten Angst. Denn es ist gerade der Umgang der deutschen Politik mit dem miesen, braunen Pamphlet, der anwidert. Alles Gequatsche um die vorgebliche, tiefe Verbundenheit mit den jüdischen Mitbürgern als dumme Farce enttarnt, als ritualisierte, dünne Tünche ohne greifbaren Inhalt. Ein starker, zuverlässiger, humanistischer, deutscher Bundeskanzler würde alle Mittel aufgewendet haben, Aiwanger innerhalb kürzester Zeit aus jedweder Politik zu treten. Aber der amtierende Kanzler schweigt. Dies Schweigen muss die Juden Deutschlands betroffen machen und ihnen ein saures Gefühl der Angst die Kehle hochjagen. Ich möchte Herrn Schuster und Frau Knobloch gern mein tiefes Entsetzen darüber vermitteln und meiner Scham für das erbärmliche und verräterische Schmierentheater der deutschen Spitzenpolitik Ausdruck verleihen. Man sollte in Deutschland alle Objekte des ritualisierten, aber inhaltsleeren Erinnerungstheaters verhüllen. Vielleicht, bis eines Tages irgendwann einmal wirklich ein nichtjüdischer Deutscher, der seinen Kampf diesem Thema widmet, an ihnen wirklich die Qual und das Leid empfindet, das ihnen zusteht. In wenigen Wochen nur kräht kein Hahn mehr danach und wir werden sehen, wieviel An- und Übergriffe auf Juden stattgefunden haben werden.
 Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Bergkarabach-Krise
Turkologe Heß: Was passiert in Karabach?

ein Gastbeitrag von Dr. Michael Reinhard Heß

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die damalige „Autonome Region Berg-Karabach“ (NKAO) brach Ende 1987 aus und weitete sich nach dem Zerfall der Sowjetunion zu einem vollumfänglichen Krieg aus. 

Was passiert in Karabach?

Den sogenannten „Ersten Karabachkrieg“ gewannen die Armenier, auch mit russischer Hilfe. Etwa 20 Prozent des aserbaidschanischen Territoriums wurde von Armenien und Separatisten in der Region Karabach besetzt. Etwa 30 Jahre lang hielten Armenien und die Separatisten nicht nur das Gebiet des damaligen Bergkarabach, sondern auch sieben weitere umliegende aserbaidschanische Bezirke, in denen keine Armenier angesiedelt waren, unter Okkupation.

In dieser Zeit wurde das kulturelle Erbe dieser Gebiete nahezu vollständig zerstört und geschändet. Hunderttausende Aserbaidschaner wurden aus Armenien und Karabach vertrieben, darunter alle etwa 47.000 Karabachaserbaidschaner. Tausende starben. Das Chodschali-Massaker (Link) in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar endete mit der grausamen Ermordung 613 aserbaidschanischer Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, Frauen und ältere Leute, durch armenische Armeeeinheiten. Es gilt zusammen mit Srebrenica als eines der schlimmsten Kriegsverbrechen nach 1945.

Das reiche Kulturerbe Karabachs, das als Wiege der aserbaidschanischen Kultur gilt, wurde von den armenischen Besatzern in beispielloser Weise vandalisiert. Die Welt wurde Zeuge einer von ethnischer Säuberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begleiteten Okkupation. Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. 1993 bestätigte der UN-Sicherheitsrat in vier Resolutionen, dass Karabach und die umliegenden, von Armeniern besetzten, Gebiete völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehören, dass die Besatzung unverzüglich zu beenden sei und die Zwangsvertriebenen nach Hause zurückkehren sollten. (Quelle)

Doch niemand setzte diese Resolutionen um. Stattdessen musste das militärisch und politisch geschwächte Aserbaidschan 1994 einen Waffenstillstand mit den triumphierenden Armeniern schließen, der den Konflikt beider Länder „einfror“.

Rechtlich war die Sache mehr als klar. Ein Land (Armenien) überfiel ein anderes (Aserbaidschan) und besetzte brutal einen Teil davon. Die naheliegende Lösung wäre gewesen, dem von der UN verbrieften Recht Geltung zu verschaffen, notfalls mit einem „robusten Mandat“. Wozu sonst gibt es das Völkerrecht, UN-Mandate, Blauhelme und all die anderen internationalen Institutionen?

Doch in den folgenden 26 Jahren geschah: nichts.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gründete die Minsk-Gruppe, die ab 1996 von Frankreich, einem eingefleischten Gegner Aserbaidschans, mitgeleitet wurde. Ein anderer Ko-Vorsitzender der Minsk-Gruppe war Russland, also die Macht, die Armenien unterstützte und dafür im Gegenzug kontrollierte und für seine Zwecke instrumentalisierte. Der Verdacht liegt nahe, dass die Minsk-Gruppe eine Alibi-Veranstaltung war, mit der die siegreichen Armenier und ihre Unterstützernationen den Status quo erhalten und ihre Beute aus dem Krieg der frühen 1990er absichern wollten. Sie perpetualisierte durch ihre Passivität die Aggression.

2020 ergriff Aserbaidschan, das inzwischen wirtschaftlich, politisch und militärisch erstarkt war, die Initiative und befreite in einem 44 Tage dauernden Krieg einen Teil der von den Separatisten besetzten Gebiete. Das Land war offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass ihm kein anderer Weg blieb, um zu seinem Recht zu kommen. Es blieb aber noch eine kleine Blase seitens Armeniens militärisch und finanziell unterstützter Separatisten in Aserbaidschan bestehen. Außerdem hat Armenien etwa 10 000 Soldaten seiner Armee illegal in Karabach stationiert.

Mochten 2020 einige der Separatisten immer noch davon träumen, dass sie dort dauerhaft weiterwurschteln und den „eingefrorenen Konflikt“, also faktisch die Früchte ihres Aggressionskriegs, genießen könnten wie seit 1994, begannen diese Illusionen immer mehr zu zerbröseln, nachdem Russland seine alte Funktion als Schützer-Benutzer Armeniens im Gefolge seines 2022 begonnenen Kriegs gegen die Ukraine aufgeben musste. So gesehen, kann die aktuelle Zuspitzung auch eine Begleiterscheinung des Scheiterns und Niedergangs des russischen Imperialgedankens angesehen werden.

Im Mai 2023 erklärte der Ministerpräsident Armeniens, sein Land erkenne Karabach als Teil Aserbaidschans an. Zwar nur, wenn die Rechte der dortigen Armenier gewahrt würden, aber immerhin.

Die Separatisten mussten danach zusehen, wie die Unterstützung für ihren Traum immer rasanter dahinschmolz. Nicht einmal die beiden Hauptsponsoren ihres Separatismus, Russland und das von ihm weitgehend abhängige Armenien, standen noch vorbehaltlos zu ihnen.

Ab Ende Juli versuchte die separatistische Community dann, jene rhetorische Waffe zu zücken, die auch in der Vergangenheit immer wieder der Sache der armenischen Separatisten von Karabach geholfen hatte und die gerade in Deutschland immer noch wirkt: die Genozid-Keule. Die üblichen proarmenischen Kreise sangen mit im Chor. Aber es half nichts. Denn es gibt keinen von den Aserbaidschanern in Karabach verübten Genozid. Der ehemalige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs Luis Moreno Ocampo scheiterte mit einem rasch zusammengeschriebenen Versuch, die Weltöffentlichkeit vom Gegenteil zu überzeugen, krachend auf der juristischen Ebene und auch sonst.

Überzeugt von ihrem nationalistischen Sendungsbewusstsein und ihrer Fähigkeit, die Vergangenheit zu interpretieren, geben die Separatisten aber immer noch nicht auf. Sie wollen weiter einen Staat im Staate bilden. 

Was jetzt passiert, ist, dass die Aserbaidschaner jenen Weg zu ihrem völkerrechtlich verbrieften Anspruch, Herr in ihrem eigenen Land zu sein, weitergehen, der in der Vergangenheit aus ihrer Sicht der einzig erfolgreiche gewesen ist: Sie vertrauen ihrer eigenen Stärke (und der ihres wichtigsten und möglicherweise einzigen wirklichen Verbündeten, der Türkei) und der geopolitischen Gunst der Stunde. Nur so, das hat sie die überaus bittere Erfahrung gelehrt, können sie das himmelschreiende Unrecht, das ihnen 30 Jahre von Armenien angetan wurde, endlich beenden. Recht und Diplomatie haben ihnen bisher leider nicht dazu verholfen.

Wenn die Europäer, allen voran Frankreich, das immer noch unter seinem postkolonialen Phantomschmerz zu leiden scheint und eine Rolle als „Schutzmacht“ der Armenier einnehmen möchte, in dieser Situation mit ihrem gewohnten moralischen Impetus auf Aserbaidschan zeigen, ist das scheinheilig. Denn es war auch ihr 26 Jahre lang fortgesetztes Versagen, ihre Gleichgültigkeit und ihr Kuschen vor dem Unrecht, das zur heutigen Lage geführt hat. Die jüngsten militärischen Operationen in Karabach demonstrieren auch das Scheitern von mehreren Jahrzehnten europäischer Politik, die in Karabach, aber auch auf Schauplätzen wie der Ukraine, auf dem Schönreden oder Ignorieren von Völkerrechtsverletzungen beruhte.

Diese Haltung ist zutiefst zynisch, denn sie legitimiert die Aggression und den Rechtsbruch, lässt die Opfer auf dem Schaden sitzen und inkriminiert sie in dem Augenblick, in dem sie zur Selbstverteidigung übergehen. Wie unangenehm für die europäischen Augen zu-Politiker, dass Länder wie die Ukraine oder Aserbaidschan sich mit diesem Verhalten nicht abfinden. Aserbaidschan tut faktisch nichts weiter, als auf der vollständigen Wiederherstellung seiner territorialen Unversehrtheit zu bestehen, die von allen UN-Mitgliedern nach dem Zerfall der Sowjetunion, auch vor kurzem von Armenien anerkannt worden ist.


zum Thema: Schuschas Vermächtnis: Geschichte und Werdegang der Kulturhauptstadt Aserbaidschans (Amazon)

Was am 19. September begonnen hat, könnte der letzte Akt im 1987 begonnenen fatalen Rausch des armenisch-nationalistischen Überschwangs im Südkaukasus sein. Kurz vor dem Beginn der aserbaidschanischen Militäroperation waren vier Mitarbeiter des aserbaidschanischen Innenministeriums und zwei Zivilisten bei der Explosion von Minen, die von armenischen Einheiten gelegt worden waren, gestorben, was die aserbaidschanische Seite als unmittelbaren Anlass für die Kampfhandungen dargestellt hat.

Berichte deuten darauf hin, dass Aserbaidschan an diesem Tag mit der systematischen Zerstörung der Flugabwehrinstallationen und anderer Militäranlagen der Separatisten begonnen hat (was würde Deutschland eigentlich tun, wenn Separatisten wie die „Reichsbürger“ Flugabwehrinstallationen in der Bundesrepublik aufgebaut hätten?), was auf die Absicht einer endgültigen Beseitigung der kriegerischen Infrastruktur der Okkupanten und Separatisten hindeuten könnte.

Wladimir Putin zeigt keine Neigung, den Separatisten in Karabach zur Hilfe zu kommen, und Armenien signalisiert, dass es sich von Russland abwenden könnte. Premierminister Pashinyan hat in einer Regierungssitzung zu den Entwicklungen bekräftigt, dass diese auf dem Hoheitsgebiet Aserbaidschans geschahen und dass an der Staatsgrenze zwischen Armenien und Aserbaidschan Ruhe herrsche.

Durch all diese Vorgänge steht das Fortbestehen derjenigen Strukturen, die in den vergangenen dreißig Jahren den armenischen Separatismus in Aserbaidschan beflügelt haben, vor allem der Kooperation zwischen Moskau und Eriwan, in Frage. Es würde einer plötzlichen und sehr schwerwiegenden Entwicklung auf der internationalen Ebene bedürfen, um den gegenwärtigen Entwicklungen, die dem Separatismus in Karabach endgültig das Wasser abzugraben scheinen, eine andere Richtung zu geben.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Manuskripts (Mittwoch, 20. September 12 Uhr 15 MESZ) hat Aserbaidschan bekanntgegeben, seine „Antiterrormaßnahmen“ würden um 13.00 Uhr lokaler Zeit beendet, während das Russische Friedenstruppenkontingent versicherte, die Separatisten würden entwaffnet und armenische Armeeeinheiten das Hoheitsgebiet Aserbaidschans verlassen.

Das offizielle Aserbaidschan bekräftigte seine Absicht, die armenische Community Karabachs in seine verfassungsmäßige Gesellschaftsordnung reintegrieren. Zu diesem Zweck soll morgen, am 21. September, ein Treffen zwischen aserbaidschanischen Regierungsvertretern und Vertretern der armenischen Community in Karabach in der Stadt Jewlach stattfinden.

All dies könnte darauf hindeuten, dass die kurze militärische Zuspitzung vom 19. und 20. September 2023 tatsächlich das Ende von 30 Jahren blutigem Separatismus und Okkupation in Aserbaidschan einleiten könnte. Möge der letzte Krieg um Karabach bald endlich Geschichte sein!

Nachtrag: Nach Fertigstellung des Beitrags ist bekannt geworden, dass die Separatisten von Karabach ihre Waffen niederlegen und Vertreter der Armenier Karabachs in direkte Verhandlungen mit den aserbaidschanischen Behörden treten wollen.
Michael Reinhard Heß ist promovierter und habilitierter Turkologe. Zum Thema Karabach hat er die Bücher „Schuschas Vermächtnis“ (Gulandot 2022), „Panzer im Paradies“ (Dr. Köster 2016) und „Karabakh from the 13th century to 1920“ (Gulandot, 2020) verfasst.

Bergkarabach-Krise
Ökologe: Armenien nutzt Sarsang-Staudamm als Terrorwaffe

ein Gastbeitrag von Salim Balayev

Da Aserbaidschan geografisch gesehen in der trockenen Klimazone liegt, wird etwa 90 Prozent des Bewässerungswassers in der Landwirtschaft des Landes verwendet. In dieser Hinsicht ist die Region Berg-Karabach keine Ausnahme.

Es wurde daher noch zu Sowjetzeiten im Jahre 1976 in der Region Aghdara auf dem Tartar Fluss mit einer Länge von 12 km und einer Wasserumfang von 565 Millionen m3 der Sarsang Stausee errichtet, um die Landwirtschaft in der Region zu entwickeln. Diese hydraulische Anlage war aufgrund der Höhe ihres Staudamms der höchste Stausee der in Aserbaidschan errichtet wurde. Sein Wasser versorgte nicht nur in Berg-Karabach, sondern auch in den Tieflandregionen wie Tartar, Aghdam, Barda, Goranboy, Yevlakh und Aghjabedi annähernd 100.000 Hektar Landesgebiet mit Bewässerungswasser. Auch die Menschen der Region nutzten dieses Wasser als Trinkwasserquelle.

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts mündeten die von den Armeniern in Berg-Karabach begonnenen Separatistenbewegungen jedoch in einem blutigen Krieg, und 20 Prozent des Landes Aserbaidschans, sowie die Region Aghdara, wurden von armenischen Militäreinheiten illegal besetzt. Der Sarsang-Stausee geriet unter die Kontrolle der armenischen Separatisten.

Infolge der ungefähr 30-jährigen Besetzung der Gebiete Aserbaidschans durch Armenien wurde von diesen Gebieten aus nicht nur eine aggressive Politik gegen unser Land betrieben, sondern auch die natürlichen Ressourcen unseres Landes brutal geplündert und nach Armenien befördert.

Als ob all dies nicht genug wäre, wurde es durch die absichtliche Verunreinigung unserer grenzüberschreitenden Flüsse sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt des Landes bewusst schwerer Schaden zugefügt.

Auch wenn vor drei Jahren nach dem Krieg ein großer Teil unserer Gebiete von den Besatzungstruppen Armeniens befreit wurden, befinden sich armenische Militäreinheiten nach wie vor  rechtswidrigerweise auf dem Territorium von Berg-Karabach und die Zerstörung der Umwelt in diesen Gebieten hält noch immer an.

Indem die armenischen Militäreinheiten den größten Stausee in Berg-Karabach – den Sarsang-Stausee in der Region Aghdara – unter ihrer Kontrolle halten, setzen sie die umliegenden Regionen weiterhin einer Umweltzerstörung aus.

Durch die Freisetzung des überschüssigen Wassers aus dem Sarsang-Stausee in den Wintermonaten verurascht Armenien künstliche Überschwemmungen und Fluten in den Tieflandregionen sowie Zerstörung landwirtschaftlicher Felder.


Hierzu: „Weaponization of Water: The Case of Sarsang Reservoir“


Im Sommer sperren sie das Wasser und erzeugen somit eine künstliche Dürre. Die aserbaidschanischen Landwirtschaft setzen sie hierdurch weiterhin schwere Belastungen aus. Infolgedessen steht die Region vor einer ernstzunehmenden Umweltkatastrophe.

Auf der anderen Seite ist der Damm des Sarsang-Reservoirs zudem in einem technisch sehr schlechten Zustand, da während der fast 30-jährigen Besatzungsperiode die Wartungsarbeiten komplett vernachlässigt wurden. Somit ist auch eine sehr bedrohliche Lage entstanden, da der Damm hoch einsturzgefährdet ist. Ein Einsturz könnte auch von der armenischen Regierung im Falle eines erneuten Krieges bewusst herbeigeführt werden.

Der Einsturz des vollständig mit Wasser gefüllten Staudamms des Sarsang-Stausees kann innerhalb einer Stunde das Gebiet des benachbarten Tartar Bezirks und innerhalb der nächsten 2-3 Stunden sechs weitere Bezirke komplett überfluten – es kann zu einer ernstzunehmenden humanitären Krise kommen.

Mit anderen Worten, wenngleich die armenische Regierung eine dreiseitige Erklärung zum Kriegsende unterzeichnet hat, unterhält sie immer noch rechtswidrige Militäreinheiten auf vier Prozent des Territoriums von Berg-Karabach. Sie betreibt die Aggressionspolitik in den Gebieten Aserbaidschans weiter. 

Aserbaidschan informiert weiterhin alle internationalen Organisationen über den von Armeniern durch den Sarsang-Stausee verübten ökologischen Terror.

Im Übrigen erinnern wir daran, dass die Parlamentarische Versammlung des Europarats bereits 2016 eine Bestimmung „über die humanitäre Katastrophe, die die bedrohliche Lage des Sarsang-Stausees im besetzten Gebiet Aserbaidschans auslösen kann“ verabschiedet hat.

Darin wird die Tatsache der rechtswidrigen Absperrung der Wasserversorgungs- und Bewässerungssysteme in den besetzten Gebieten Aserbaidschans durch Armenien unter Verletzung der Grundprinzipien des Völkerrechts aufs schärfste verurteilt.

Die Versammlung forderte die armenischen Streitkräfte auf, im Einklang mit vorherigen internationalen Bestimmungen die rechtswidrige Kontrolle über den Stausee und alle damit verbundenen Bewässerungssysteme an die aserbaidschanischen Behörden zu übergeben. In der Bestimmung wurde die internationale Gemeinschaft aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um militärische Provokationspläne zu verhindern und sich auf Unfälle oder Naturkatastrophen vorzubereiten, die unter den gegenwärtigen Bedingungen zu unzähligen Opfern führen würden.

Es sei daran erinnert, dass auch die Mission der OSZE zur Bewertung der ökologischen Lage vorher gemäß der Bestimmung der UN-Generalversammlung vom 7. September 2006 zur „Lage in den besetzten Gebieten Aserbaidschans“ Analysen durchgeführt und eine entsprechende Stellungnahme abgegeben hat. Die Mission, die die Region besuchte, hat eine solche Schlussfolgerung gezogen, dass der Mangel an ausreichender Wasserversorgung der aserbaidschanischen Landwirtschaft ernsthafte Schäden zufügt, was bereits zur vollständigen Zerstörung der Waldmassiven in der Region geführt hat.

Wie es in den offiziellen Dokumenten internationaler Organisationen erwähnt wird, ist es schon allerhöchste Zeit, dem ökologischen Terror, den die Armenier durch den Sarsang-Stausee gegen Aserbaidschan verüben, Einhalt zu gebieten. Die Kontrolle und Verwaltung des Sarsang-Seestaus sollte umgehend der aserbaidschanischen Seite übergeben werden.

Die aserbaidschanischen Behörden haben seit vielen Jahren entschlossen dafür gekämpft, den ökologischen Eingriff der Armenier in unser Land durch den Sarsang-Stausee zu verhindern. Aber dieses Handeln hat anscheinend nicht die benötigten Ergebnisse gebracht.

Die Schäden, die durch die Fortsetzung des ökologischen Terrors von der armenischen Seite nicht nur Aserbaidschan, sondern auch der Tierwelt und Pflanzenwelt der gesamten Südkaukasusregion sowie der Gesundheit der in der Region lebenden Menschen zugefügt werden, sollten bereits gleichfalls bei der europäischen Gemeinschaft die Besorgnisse erregen.

In anderen Worten: die Staatsoberhäupter europäischer Länder, Beamte einflussreicher internationaler Organisationen des Kontinents sowie die Parlamente der Länder sollten sich endgültig ins Handeln setzen und Druck auf die armenische Regierung ausüben um die Armenier an solchen gehässigen Handlungen zu verhindern. Ansonsten wird die Umweltkrise, die eines Tages in der Region bald auftreten wird, nicht auszuweichen sein.


  Salim Balayev  Chairman of Public Union of Ecological Enlightenment „Ecolog-2010“ Baku, Azerbaijan
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Computer
MacBook Pro Ersatzteile: Wichtige Werkzeuge und Zubehörteile, die Sie kennen sollten

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MacBook Pro ist ein zuverlässiger und leistungsfähiger Laptop, doch wie jedes andere Gerät kann auch er kaputt gehen. Wenn die Garantie abgelaufen ist und Sie Geld sparen möchten, ohne ein Servicezentrum aufsuchen zu müssen (wo die Kosten für die Fehlerbehebung sehr hoch sein können), kann es eine gute Lösung sein, das Gerät selbst zu reparieren. In diesem Artikel werden die wichtigsten Werkzeuge und Zubehörteile vorgestellt, die dabei helfen können.

Welche Werkzeuge werden benötigt?

Bevor Sie mit der Reparatur beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie über das notwendige Werkzeug verfügen. Hier eine Liste der benötigten Werkzeuge:
  1. Schraubendreher mit einer Reihe von Spitzen unterschiedlicher Größe und Art. Der Schraubendreher sollte magnetisch sein, damit die Schrauben nicht verloren gehen. Er sollte auch zu den Schraubentypen passen, die in Ihrem MacBook Pro verwendet werden. Für Retina-Modelle benötigen Sie zum Beispiel Torx T5, Pentalobe P5 und Phillips #000 Bits.
  2. Einen Spatel oder eine Plastikkarte, um das Gehäuse und den Bildschirm vom Laptop zu trennen. Der Spatel sollte dünn und flexibel sein, damit Sie die MacBook Pro Ersatzteile nicht beschädigen. Die Plastikkarte muss stabil genug sein, um nicht zu zerbrechen, wenn sie mit Gewalt geöffnet wird.
  3. Pinzette oder Zange. Sie kann beim Umgang mit kleinen Bauteilen wie Steckern und Steckdosen hilfreich sein. Sie sollten antistatisch sein, um Kurzschlüsse oder Beschädigungen von Bauteilen zu vermeiden.
  4. Eine spezielle Matte zur Organisation von Schrauben und Kleinteilen. Sie sollte magnetisch sein, damit die Schrauben nicht verloren gehen. Wünschenswert sind auch Markierungen, um die Fläche in Abschnitte für die verschiedenen Teile des Laptops zu unterteilen. Dies hilft, Verwechslungen zu vermeiden.
Wenn Sie die notwendigen Werkzeuge haben, ist es wichtig, dass Sie wissen, wie man sie benutzt. Bevor Sie Ihr MacBook Pro reparieren, lesen Sie die Unterlagen des Herstellers und sehen Sie sich die Videoanleitungen auf YouTube an. Hier einige weitere nützliche Tipps:
  • Lesen Sie das Handbuch: Versuchen Sie nicht, parallel zu den Anweisungen zu handeln. Lesen Sie die Informationen mehrmals, um ein allgemeines Verständnis zu erlangen. Studieren Sie jeden Punkt, um zu vermeiden, dass Sie in einer bestimmten Phase auf Probleme stoßen.
  • Nehmen Sie sich Zeit: Das Zerlegen des MacBook Pro kann mehrere Stunden dauern. Nehmen Sie sich daher die Zeit, das Gerät nach Plan zu zerlegen und nichts durcheinander zu bringen.
  • Seien Sie vorsichtig: Das MacBook Pro enthält teure Komponenten. Überlegen Sie sich, wie Sie bestimmte Teile entfernen, um sie nicht zu beschädigen.
Alles in allem ist die Reparatur eines komplizierten Geräts wie eines MacBook Pro zwar ein anspruchsvoller Prozess, aber nichts, was du nicht bewältigen kannst. Man sollte nur vorsichtig sein und sich etwas mehr Zeit nehmen, damit alles glatt läuft.

Welches Zubehör benötigen Sie für die Reparatur Ihres MacBook Pro?

Zusätzlich zu den wichtigen Werkzeugen, die wir bereits vorgestellt haben, gibt es Zubehör, mit dem Sie Ihr MacBook Pro einfacher und sicherer reparieren können. Hier sind einige davon:
  1. Eine antistatische Matte und ein antistatisches Handgelenkband. Sie verhindern, dass Bauteile beim Hantieren beschädigt werden. Sie reduzieren die statische Aufladung der Hände und leiten sie auf den Boden ab.
  2. Vakuumpumpe. Sie kann Staub und Schmutz aus den Lüftungsöffnungen und anderen Komponenten des Notebooks entfernen.
  3. Saugnäpfe für Glas. Mit diesen Saugnäpfen kann das Displayglas des MacBook Pro entfernt werden, ohne das Gehäuse zu beschädigen.
  4. Heizgerät. Wird verwendet, um den Klebstoff zu erweichen, der einige Komponenten des Laptops zusammenhält.
Eine weitere sinnvolle Ergänzung wäre Klebeband, um Komponenten nach einem Austausch oder einer Reparatur wieder zusammenzukleben. Es sollte mit den Materialien des MacBook Pro kompatibel sein und beim Entfernen keine Rückstände hinterlassen.

Übersicht über gängiges Reparaturzubehör

Dieses Zubehör wurde von den Benutzern in den Reparaturforen für Apple-Geräte sehr positiv bewertet:
  • iOpener ist ein Mikrowellenöffner, der den Klebstoff auf der Batterie oder dem Bildschirm eines MacBook Pro aufweichen kann. Der iOpener hat die Form eines Pads, das in der Mikrowelle erhitzt und an der gewünschten Stelle auf das Notebook gelegt wird. Er ist sicher und beschädigt weder das Gehäuse noch die Komponenten.
  • Tesa 61395 Tape ist ein doppelseitiges Klebeband, das sich zum Zusammenkleben von MacBook Pro-Komponenten nach einem Austausch oder einer Reparatur eignet. Es ist transparent und dünn, so dass es auf dem Laptop nicht auffällt. Außerdem lässt sich das Klebeband leicht und rückstandsfrei entfernen..
Viele empfehlen das Precision Cleaning Kit, ein Reinigungsset für Laptops, das ein weiches Mikrofasertuch, ein Spray zur Reinigung von Bildschirm und Gehäuse sowie eine Bürste zur Reinigung von Lüftern und Anschlüssen enthält. Damit lassen sich Staub, Schmutz und Fingerabdrücke entfernen und das Notebook sieht wieder wie neu aus.

Wo finden Sie Ersatzteile für die Reparatur Ihres MacBook Pro?

Bevor Sie mit der Suche beginnen, sollten Sie wissen, dass es besser ist, Originalteile zu verwenden. So kann das Gerät ohne Ausfallrisiko funktionieren und das neue Teil beschädigt keine anderen Teile, wenn es plötzlich kaputt geht. Es gibt viele Angebote auf verschiedenen Marktplätzen wie Amazon und eBayComputer, aber man sollte sich nicht darauf verlassen. Viele Betrüger verkaufen nicht zertifizierte Teile als Originalteile. Am sichersten ist es, spezialisierte Dienste in Anspruch zu nehmen. Appleparts.io beispielsweise verkauft Originalteile fürs MacBook Pro, darunter Akkus, Gehäuse, Funkmodule, LCDs und SSDs. Interne Techniker prüfen alle Details und führen Qualitätskontrollen durch, damit die Teile den Anforderungen für den Wiederverkauf entsprechen. Viele Teile werden mit einer lebenslangen Garantie geliefert und können innerhalb von 30 Tagen gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden. Die Reparatur des MacBook Pro erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Mit dem richtigen Werkzeug, Zubehör und den richtigen Originalteilen lässt sich das Notebook jedoch schnell wieder zum Laufen bringen.  

Fußball International
Türkei: Stefan Kuntz bleibt Nationaltrainer

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Istanbul – Der türkische Fußballverband (TFF) hat die Meldungen zu einer angeblichen Entlassung von Stefan Kuntz als Trainer der türkischen Nationalmannschaft dementiert.

In der Erklärung des Verbandes hieß es, der deutsche Trainer sei für Mittwoch zu einem Treffen einberufen worden.

„Die Nachrichten und Vorwürfe über Nationaltrainer Stefan Kuntz, die seit einiger Zeit in Print-, Bild- und digitalen Medien auftauchen, entsprechen nicht der Wahrheit“, so TFF in der Erklärung.

Der Verband betonte, dass der Vertrag noch läuft und, dass Kuntz eingeladen wurde, um sich am Mittwoch, dem 20. September, mit TFF-Präsident Mehmet Büyükekşi zu treffen.