NATO
Finnland soll am Dienstag Vollmitglied der NATO werden

Brüssel – Für seinen völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine nannte Putin als Grund Kiews Beitrittsbestrebungen in die NATO. Dieser Angriff bewegte jedoch zwei bisher neutrale Länder einen Beitritt in das Militärbündnis zu beantragen: Finnland und Schweden. Wie der NATO-Chef am Montag bekannt gab, wird nun Finnland am Dienstag ein vollwertiges Mitglied des Bündnisses. Im Vorfeld des zweitägigen Treffens der NATO-Außenminister sagte Jens Stoltenberg vor Reportern, der Block freue sich auf eine „historische Woche“ und erklärte, Finnland werde „ab morgen ein vollwertiges Mitglied der Allianz sein“. „Ich freue mich darauf, in den kommenden Tagen die finnische Flagge im Nato-Hauptquartier zu hissen. Gemeinsam sind wir stärker und sicherer“, so Stoltenberg auf Twitter. Der türkische Präsident Recep Erdoğan hatte Ende März die Entscheidung des türkischen Parlaments über die Ratifizierung des Antrags Finnlands auf Mitgliedschaft in der NATO gebilligt. „Dies ist ein historischer Moment für uns. Für Finnland wird das wichtigste Ziel des Treffens sein, die Unterstützung der NATO für die Ukraine zu betonen, während Russland seine illegale Aggression fortsetzt“, sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto in einer Erklärung. „Wir wollen Stabilität und Sicherheit in der gesamten euro-atlantischen Region fördern.“ Aus Angst, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor einem Jahr zur Zielscheibe zu werden, gaben die nordischen Nachbarn Finnland und Schweden ihre traditionelle Position der militärischen Blockfreiheit auf und suchten Schutz unter dem Sicherheitsschirm der NATO. Alle 30 Verbündeten haben die Beitrittsprotokolle Finnlands und Schwedens unterzeichnet. Die Türkei und Ungarn haben den Prozess jedoch monatelang verzögert, aber in Bezug auf Finnland nachgegeben. Die Türkei hat von den beiden Ländern Garantien und Zusicherungen verlangt, vor allem im Hinblick auf die Bekämpfung des Terrorismus. Die Forderungen Ungarns waren nie explizit. Der Beitritt neuer Mitglieder zur NATO muss einstimmig beschlossen werden. NATO-Vertreter sind auch sehr daran interessiert, Schweden mit ins Boot zu holen, bevor US-Präsident Joe Biden und seine Bündnispartner am 11. und 12. Juli in der litauischen Hauptstadt Vilnius zusammenkommen. „Schweden wird nicht allein gelassen. Schweden ist einem vollwertigen Mitglied so nahe wie möglich gekommen“, sagte Stoltenberg.

Referendum
Usbekistan: Volk entscheidet über neue Verfassung

Berlin – Usbekistan gibt sich eine neue Verfassung, die das Land als unabhängige, souveräne, demokratische, rechtsstaatliche und säkulare Republik stärken soll. Am 30. April wird darüber in einem landesweiten Referendum entschieden. Mehr als die Hälfte des Textes, der die Grundlinien des Staates und seines Verhältnisses zu den Bürgern beschreibt, wird neu gefasst. Der Verfassungsentwurf ist das Ergebnis eines langen und breit angelegten Dialogs von staatlichen Stellen und der Gesellschaft. Die Usbeken hatten über ein Online-Portal namens „Meine Verfassung“ sowie über ein spezielles Callcenter und einen Telegramm-Bot mehr als 220.000 Vorschläge eingereicht. Der Staat Usbekistan setzt neue Prioritäten. War es früher der Staat, der alles bestimmte, so stehen mit der neuen Verfassung der Bürger und sein Wohlergehen an oberster Stelle. Der Staat dient dem Bürger. Und nicht mehr der Bürger einem Staat, der alles regelt. So war es früher. Jetzt soll jeder Bewohner des Landes sagen können: Das ist meine Verfassung. Seit über 30 Jahres ist Usbekistan ein souveräner Staat, der aus der damaligen Sowjetunion hervorgegangen ist. Das Erbe dieser Zeit hielt sich lange, auch in der Verfassung der Nachfolgestaaten. Im Zentrum stand bisher der Gedanke, dass der Bürger dem Staat zu dienen habe. Doch die Zeiten haben sich geändert. Jetzt, mitten in der Transformation zu Demokratie und Marktwirtschaft, gibt der Staat Usbekistan seinen Bewohnern eine neue Stellung. Der Bewohner wird zum Staatsbürger. Die neue Verfassung zeigt die Veränderungen, die sich auf fast alle Lebensbereiche auswirken. Herausragend verändert sich, dass dem Staat auch Grenzen auferlegt werden. Er darf nur im Rahmen der Verfassung in das Leben der Menschen eingreifen. Sie begrenzt den Staat in seinen Handlungsmöglichkeiten und betont die Beachtung der Menschenrechte, der persönlichen und der Freiheitsrechte. Erstmalig erhält der Bürger in der neuen Verfassung das Recht auf eine freie Entwicklung der Persönlichkeit. Begrenzt wird sie nur durch die in der Verfassung festgeschriebenen Rechte auf Wahrung der öffentlichen Ordnung, der öffentlichen Gesundheit und von öffentlicher Sicherheit. Auch Staatsbürger, die im Ausland leben, schützt die Verfassung. Wird ein Bürger festgenommen, muss er über seine Rechte belehrt werden. Auch in diesem Punkt respektiert der Staat nunmehr die persönlichen Rechte der Bürger, bevor er als Akteur seine Macht ausüben darf. Wer ein Vergehen begangen hat, erhält das Recht auf Schweigen und jenes auf anwaltliche Begleitung – in jeder Phase einer Anklage. Festnahmen und Gefängnisaufenthalte dürfen nur nach richterlichem Beschluss erfolgen. Liegt der vor, hat die festgenommene Person dennoch ein Anrecht auf private Korrespondenz, private Telefongespräche und weitere persönliche Kommunikation. Ohne richterliche Anordnung darf niemandem länger als 48 Stunden seine Freiheit genommen werden. Auch hier zeigt sich ein wichtiger Punkt, der in der Vergangenheit anders geregelt war. Kritisch anmerken lässt sich, dass die Voraussetzung dafür eine unabhängige Justiz ist. Die zu installieren und zu pflegen ist eine der Aufgaben, die die neue Verfassung umfangreich regelt. Zum ersten Mal gilt nun ein Beschuldigter so lange als unschuldig, bis ihm die Tat und damit eine Schuld nachgewiesen werden. Im Zweifel also für den Angeklagten – „in dubio pro reo“ oder auch „presumption of innocence“. Wer beschuldigt wird, muss über seine Rechte aufgeklärt und befragt werden, ob er die Anschuldigung und die rechtlichen Belehrungen versteht. Die Verfahrensweise ähnelt damit den Vorbildern in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Die Todesstrafe ist abgeschafft. Ein neues Kapitel ist der Schutz persönlicher Daten. Wie in anderen Ländern hat sich auch in Usbekistan ein neues Bewusstsein entwickelt. Das Internet mit seinen positiven, aber auch seinen Schattenseiten hat dazu geführt, dass die Verfassung den Bürger mit seinen Daten schützen soll. Dieses schwierige Kapitel ist hier wie auch in vielen anderen Staaten noch eines, das zwar installiert, aber in der Ausführung noch in Arbeit ist, so wie auch der technische Fortschritt stetig Neuerungen bringt, die einer rechtlichen Regelung bedürfen. Die Grundlagen dafür sind in der neuen Verfassung geschaffen. Das Recht auf Freizügigkeit und Selbstbestimmung von Wohn- und Arbeitsort hat im Katalog der Neuerungen einen festen Platz. Das mag selbstverständlich erscheinen, doch von China oder Russland sind auch andere Modelle bekannt. Auch hier wird deutlich, dass der Staat jetzt weniger eingreift und dem Bürger den Vorrang einräumt. Zwangsarbeit und Kinderarbeit sind verboten. Für beide war Usbekistan in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach kritisiert worden. Doch die Kampagne in der Baumwollindustrie zeigt, wie wirkungsvoll die entsprechenden Reformen waren. Die erfolgreichen Maßnahmen gelten als Vorbild für Länder, in denen Versuche zur Eindämmung von Kinderarbeit halbherzig geblieben sind. Kinder schützt die neue Verfassung in besonderem Maße. Ihr Wohlergehen, ihre körperliche und seelische Entwicklung entsprechend den Werten von Gesellschaft und Staat werden hervorgehoben. Sie sollen stolz auf das Erbe ihres Landes und seine Traditionen sein. Dazu gehört auch der Schutz von Natur und Umwelt. Während viele Staaten noch zögern, hat Usbekistan den Natur- und Umweltschutz bereits in seine Verfassung aufgenommen. Jeder Bürger Usbekistans hat ein Recht auf kostenlose Bildung. Auch höhere Bildung soll kostenfrei, aber wettbewerbsorientiert sein. Höhere Bildungsinstitute wie Universitäten dürfen sich selbst verwalten und in akademischer Freiheit forschen und unterrichten. Auch die Finanzen regeln sie künftig selbst. Die lenkende Hand des Staates ist nicht mehr vorgesehen. Damit übernimmt Usbekistan internationale Standards, die den Forschenden und Lehrenden neue Möglichkeiten einräumt. Die Rolle von Erziehern und Lehrern wird in der neuen Verfassung als fundamental wichtig für die Gesellschaft gewürdigt. Durch sie werde das spirituelle und kulturelle Potenzial eines Landes gefördert, heißt es. Dementsprechend werden diese Berufe geschätzt, was sich auch im Materiellen äußern soll. Die Wertschätzung geht sogar über das hinaus, was Deutschland und viele andere Länder in ihre Verfassung geschrieben haben. Usbekistan nimmt damit seine alte Tradition auf als ein Land, das der Bildung einen sehr hohen Stellenwert einräumt. Im Mittelalter waren Taschkent und Samarkand die Städte mit den weltweit wichtigsten Gelehrten. Wie wichtig die Bildung für die Entwicklung des Staates ist, zeigt sich in vielen Ländern. Die Wirtschaft kann prosperieren, wenn es genügend Investitionen, aber auch genügend Ideen und Gebildete gibt. Für die Wirtschaft setzt die Verfassung neue Impulse: Der Staat soll für eine gutes Wirtschaftsklima sorgen, damit sich der Warenaustausch entwickeln kann. Gleichzeitig soll es keine Monopole geben; für diese Fälle behält sich der Staat Maßnahmen vor. Wichtig für den Warenaustausch im In- und Ausland ist es, dass die Außenpolitik dafür gute Voraussetzungen schafft. Die Grundzüge der neuen, ausgewogenen und auf gute Nachbarschaft ausgerichteten Außenpolitik zeigten sich schon nach der Amtsübernahme von Präsident Mirziyoyev 2017: Mit allen Nachbarstaaten stellte er gute Beziehungen her und beendete jahrelange Differenzen. Eine multivektorale Ausrichtung, Frieden und die Achtung der territorialen Integrität anderer Staaten gehören zu den Eckpfeilern der Außenpolitik. Reformen im Rechtswesen starteten bereits 2017. Ein unabhängiger und autonomer Oberstes Gerichtshof wurde installiert, der die Grundzüge der Verfassung, die Unabhängigkeit der Richter und Gerichte und die Demokratisierung im Land begleitet und stärkt. Jeder der gewählten höchsten Richter übt sein Amt zehn Jahre aus. Eine Wiederwahl ist nicht zugelassen. Die Neuerungen in der Justiz sind sehr umfangreich. Sie zielen auf eine unabhängige Justiz ab, die auf der neuen Verfassung beruht und die Grundlagen für einen modernen demokratischen Staat legt. Neue Normen, eine staatliche Garantie für Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, Offenheit und Transparenz bei allen staatlichen Entwicklungen und Entscheidungen sollen den Dialog zwischen Gesellschaft und Staat auf ein neues Niveau heben. Die neue Verfassung stärkt die seit 2017 andauernden Reformen und legt das Fundament für das neue Usbekistan. Im Zentrum steht der Staatsbürger, der auf einer stabilen Rechtsgrundlage mehr an den Entwicklungen im Staat mitwirken kann. Dafür bietet ihm die Verfassung neue Möglichkeiten für Initiativen und direkten Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Der Verfassungsentwurf, über den die Bürger Usbekistans in einem landesweiten Referendum am 30. April abstimmen, gilt als großer Meilenstein.

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Smart Cities
Die vollständig erneuerbaren „Smart Cities“ Aserbaidschans

Der Kaukasus, und hier vor allem Aserbaidschan, ist normalerweise keine Region, die mit Konzepten zu erneuerbaren Energien in Verbindung gebracht wird, aber dennoch wird gerade hier ein faszinierendes neues Projekt umgesetzt, das der gesamten Welt helfen könnte, in Fragen der Energienutzung nachhaltiger zu werden.

Wie also funktionieren die vielbesprochenen „Smart Cities“ und könnten sie eines Tages auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen? Dies wollen wir hier genauer betrachten.

Weltweite Nachfrage nach Aserbaidschans Ressourcen

Nachdem viele Länder aufgehört haben, russisches Gas zu kaufen, können sich andere erdölexportierende Staaten über eine vermehrte Nachfrage nicht beklagen. Und dieser Trend ist auch in Aserbaidschan festzustellen, das auch von seiner Nähe zu Europa profitiert, das wiederum sich zuvor stark vom russischen Öl und Gas abhängig machte.

Tatsächlich haben die Europäische Kommission und Aserbaidschan Anfang dieses Jahres ein gemeinsames Abkommen unterzeichnet, in dem festgehalten wird, dass die Erdgasimporte bis 2027 verdoppelt werden sollen. Dies soll der EU helfen, ein wenig besser mit der Energiekrise fertig zu werden, denn die Abhängigkeit von russischer Energie hat bereits zu mehrfachen wirtschaftlichen Krisen geführt.

Mit Hilfe der gesteigerten Einnahmen aus diesen Deals plant Aserbaidschan den Bau diverser Smart Cities in der Region Karabach, einer Region, die kürzlich noch hartumkämpfter Schauplatz eines Krieges zwischen Aserbaidschan und Armenien war. Zwar dauert der Konflikt noch an, aber dennoch versucht Aserbaidschan, die zum Teil großflächig zerstörten Städte auf innovative Art wieder aufzubauen.

Warum erneuerbare Energie?

Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in einer weltweiten Energiekrise befinden, denn die begrenzte Menge fossiler Brennstoffe wird bald aufgebraucht sein und schadet zusätzlich dem weltweiten Klima. Daher ist es unglaublich wichtig, die Menschheit zu sensibilisieren, mit der Nutzung erneuerbare Energiequellen zu beginnen, damit unser Planeten nicht weiter so durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe belastet wird.

Erneuerbare Energiesysteme wie Wind und Sonne sind viel umweltfreundlicher als ihre fossilen Pendants, und Länder wie Aserbaidschan, die mit viel Sonneneinstrahlung und ziemlich viel Wind gesegnet sind, sind die idealen Plätze, um diese Energien zu gewinnen.

Was sind Smart Cities?

Aserbaidschans Dörfer und Städte sollen zukünftig vollständig mit Wind- und Solarenergie betrieben werden. Und jene Siedlungsgebiete, die neu errichtet oder wiederhergestellt werden, sollen nach den innovativsten wärmetechnischen Methoden versehen werden, sodass beispielsweise die Dämmung und Isolation der Häuser bewirken soll, dass 70 % der normalerweise verbrauchten Energie eingespart wird. Alle Wohneinheiten verfügen über ein voll funktionsfähiges Solarpanel, das beispielsweise täglich 300 Liter Warmwasser liefern kann. Außerdem kann die Energie gespeichert und weiterverkauft werden. Der Ausbau eines leistungsstarken Radwegsystems steht ebenfalls am Programm der Städteplaner.

Aserbaidschans Dörfer und Städte sind erst der Anfang, aber wenn dieser Trend der intelligenten Städte auf der ganzen Welt alltäglich werden wird, so könnten auch öffentliche Einrichtungen wie Restaurants, Hotels und sogar Casinos energiesparend genutzt werden, die dann auch vollständig nachhaltig betrieben werden.

Auch diese Orte werden dann mit der gespeicherten Wind- und Sonnenenergie betrieben und sind ausreichend isoliert, um die Wärme bzw. die Kühlung im Gebäudeinneren zu halten. Das bedeutet, dass es nachhaltiger werden könnte, zum Abendessen auszugehen oder ein Casino persönlich zu besuchen, als selbst zu Hause zu kochen oder die besten Spielautomaten-Webseiten vom eignen Tablet aus zu besuchen!

Wie wird die Energie exportiert?

Die gesamte Energie, die in diesen „smart Cities“ erzeugt wird, wird für die regionalen Städte und Dörfer verwendet, aber sie wird auch in andere Teile Asiens, vor allem in die Nachbarländer, aber auch in die EU exportiert.

Aserbaidschan nutzt die Transadriatische Pipeline, die über Georgien, die Türkei, Griechenland und Albanien bis nach Italien führt. Einmal in Italien angekommen, werden verschiedene europäische Pipelines benutzt, um andere europäische Regionen zu erreichen und diese mit nachhaltiger Energie zu versorgen.

Die Pipeline wurde erst Ende 2020 in Betrieb genommen, und seit die russischen Sanktionen in Kraft sind, hat sich die Nutzung dieser Pipeline als hochrentabel gezeigt.

Welche weltweiten Auswirkungen sind zu erwarten?

Die Auswirkungen und Nebeneffekte der intelligenten Städte Aserbaidschans sind von globaler Bedeutung, denn Länder, insbesondere solche mit viel Sonnenlicht und Windkraft, werden sich von diesen Umsetzungsstrategien inspirieren lassen und ähnliche Prozesse zur alternativen Energiegewinnung starten. Dies kann und wird positive Auswirkungen auf die Welt im Allgemeinen haben!

Mahnende Worte kommen jedoch von jenen Personen, die die Tatsache kritisieren, dass diese intelligenten Dörfer und Städte vorzugsweise in der Region Karabach gebaut wurden. Dieses konfliktreiche und heftig umstrittenes Gebiet zwischen Aserbaidschan und Armenien ist und bleibt ein Krisenherd in der Region, das haben die Kriege in der letzten Zeit bestätigt. Eine weitere kriegerische Auseinandersetzung wird abermals diese Siedlungsgebiete in Mitleidenschaft ziehen.

Diese intelligenten Städte Aserbaidschans sind ein interessantes Konzept, das man in den nächsten Monaten und Jahren sicherlich im Auge behalten wird – insbesondere, da das Land versucht, seine Gasimporte bis ins Jahr 2027 zu verdoppeln.

Geschichte
Bakuer Massaker: Das ewige Trauma der aserbaidschanisch-türkischen Identität

von Turan Gafarli

Das Massaker an aserbaidschanischen Türken und Muslimen in Baku am 31. März 1918 ist ein tragisches Ereignis, das sich bis heute in das Gedächtnis der Aserbaidschaner eingebrannt hat.

Im Gefolge der Russischen Revolution kochten die ethnischen Spannungen in der Region über und führten zu einem brutalen Angriff auf aserbaidschanische Türken und Muslime. Dieses Ereignis, das als Massaker von Baku bekannt ist, bleibt ein prägender Moment für die aserbaidschanische Identität. Es lehrt uns, dass das friedliche Miteinander verschiedenster Ethnien und Völker auf der Grundlage von Toleranz und Einigkeit als höchstes Gut erhalten werden muss.

Das Massaker von Baku war kein isoliertes Ereignis, sondern fiel in eine Zeit, in der die Region in Aufruhr und Umbruch war. Das Russische Reich, das Aserbaidschan jahrhundertelang beherrscht hatte, kämpfte mit den Folgen einer roten Revolution, die die Bolschewiki erst vor Kurzem zur Macht verhalf .

Zu dieser Zeit wuchs der Nationalismus unter den verschiedenen ethnischen Gruppen des Reiches. Die aserbaidschanischen Türken bildeten dabei keine Ausnahme und begannen, ihre Identität zu behaupten und Autonomie innerhalb des Reiches zu fordern. Dieser politische Umbruch wurde von ethnischen Spannungen begleitet, da Armenier und Aserbaidschaner um die Kontrolle über den Südkaukasus rangen.

Die Bolschewiki betrachteten die Aserbaidschaner als Bedrohung ihrer Herrschaft

Die Situation spitzte sich Anfang 1918 zu, als die bolschewistischen Streitkräfte die Kontrolle über Baku, eine boomende, ölreiche Küstenstadt, übernahmen. Dies löste eine Welle der Gewalt gegen aserbaidschanische Türken und Muslime in Baku und den umliegenden Provinzen aus, die beschuldigt wurden, eine Bedrohung für die bolschewistische Sache darzustellen.

Die brutalen Ereignisse begannen mit bolschewistischen und armenischen Provokationen gegen die ehemalige „Wilde Division“ des zaristischen Russlands, die sich aus Muslimen zusammensetzte, die aus dem Iran nach Aserbaidschan zurückgekehrt waren. Bei den Angriffen auf die Zivilbevölkerung beteiligten sich armenische Paramilitärs und andere Gruppen an den gewaltexzessen gegen die Zivilbevölkerung, die schnell außer Kontrolle geraten sollte.

Systematische Massaker an aserbaidschanischen Zivilisten

In den folgenden Tagen wurden aserbaidschanische Türken und Muslime in einer Reihe von brutalen Attacken angegriffen. Häuser und Geschäfte wurden geplündert, und niedergebrannt.Vergewaltugungen, Folter sowie Massenmorde prägten auf den Straßen das Bild. Die Schätzungen über die Zahl der Getöteten gehen weit auseinander.

Man geht jedoch davon aus, dass mehrere Tausend aserbaidschanische Türken bei dem Massaker ums Leben kamen. Die Gräuel waren nicht nur auf Baku beschränkt, sondern fanden auch in anderen Teilen der Region statt. Der Angriff erfolgte wahllos, und Tausende von unschuldigen Zivilisten wurden auf den Straßen massakriert.

31. März 1918 als erschütternder Wendepunkt in der aserbaidschanischen Identitätsbildung

Die Ereignisse vom 31. März 1918 waren ein tragischer Wendepunkt für die aserbaidschanischen Türken und für ihre Identitätswerdung als Nation. Das Massaker kostete nicht nur vielen Menschen das Leben, sondern hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf das kulturelle und soziale Gefüge der Gesellschaft. Viele Familien wurden vertrieben oder zur Flucht gezwungen, und das Trauma der Gewalt war noch für Generationen zu spüren.

Es war eine deutliche Erinnerung daran, dass die aserbaidschanischen Türken eine Minderheit innerhalb des sich auflösenden Reiches waren und dass ihre Identität und Kultur durch ihre jahrhundertealten Nachbarn bedroht waren. Das Ereignis diente auch als Initalzündung für das erwachende Bewusstsein für eine aserbaidschanische Nation und spornte die Gemeinschaft an, für ihre Rechte zu kämpfen Viele aserbaidschanische Türken schlugen sichvor allem auf die Seite der osmanischen Armee, die, im Kaukasus angekommen, den existenziellen Kampf der Aserbaidschaner unterstützte.

Gründung der Demokratischen Republik Aserbaidschan

Nach dem Massaker gründeten die aserbaidschanischen Türken die Demokratische Republik Aserbaidschan, die erste säkulare Demokratie in der muslimischen Welt. Die Republik, zwar nur von kurzer Dauer, diente als wichtiges Symbol für die aserbaidschanische Identität und Souveränität. Sie schuf auch ein modernes Verständnis der Grenzen Aserbaidschans, das für die Umwandlung der Massen in eine Nation entscheidend war. In diesem entscheidenden Moment der Nationswerdung wurde Baku auch zur Hauptstadt sowie zu einer Quelle des Nationalstolzes und im September desselben Jahres von den osmanisch-aserbaidschanischen Truppen zurückerobert.

Das Massaker hatte auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Art und Weise, wie aserbaidschanische Türken sich selbst und ihren Platz in der Welt sehen. Es verstärkte die Vorstellung, dass sie eine eigenständige ethnische Gruppe mit einer einzigartigen Kultur und Geschichte sind, und verdeutlichte auch die Notwendigkeit von Selbstbestimmung und Autonomie im größeren politischen Kontext.

Nach dem Massaker waren die Aserbaidschaner gezwungen, sich mit der Realität ihrer Lage auseinanderzusetzen. Sie waren eine Minderheit in einer Region, die zunehmend von Armeniern dominiert wurde, und es fehlte ihnen an politischer und wirtschaftlicher Macht, sich diesem Trend zu widersetzen. Das Massaker war ein Weckruf, und die Aserbaidschaner begannen, sich politisch zu organisieren, um ihre Rechte durchzusetzen und ihre Identität zu verteidigen.

Heute ist Aserbaidschan ein unabhängiges Land und die aserbaidschanischen Türken haben ein starkes Nationalbewusstsein entwickelt. Die Ereignisse des 31. März 1918 werden noch immer jedes Jahr als Erinnerung an die Opfer, die für die aserbaidschanische Identität und Unabhängigkeit gebracht wurden, begangen.

In den letzten Jahren hat das Interesse an den Ereignissen von 1918 sowohl in Aserbaidschan als auch in der internationalen Staatengemeinschaft wieder zugenommen. Im Jahr 2018 wurde der hundertste Jahrestag des Massakers mit Veranstaltungen und Gedenkfeiern im ganzen Land begangen.

Die Ereignisse von 1918 sind eine schmerzliche Erinnerung an die Herausforderungen, denen sich Minderheitengruppen stellen müssen, um ihre Identität zu behaupten und ihre Rechte zu sichern. Sie dienen auch als Warnung vor den Gefahren des Nationalismus und der Notwendigkeit von Toleranz und Verständnis zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Massaker an den aserbaidschanischen Türken und Muslimen in Baku am 31. März 1918 ein tragisches Ereignis war, das sich tiefgreifend auf die Identität der aserbaidschanischen Türken ausgewirkt hat. Es verstärkte das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Autonomie im größeren politischen Kontext und spornte die Gemeinschaft an, für ihre Rechte zu kämpfen.

Heute wird der Ereignisse von 1918 gedacht, um an die Opfer zu erinnern, die für die aserbaidschanische Identität und Unabhängigkeit gebracht wurden. Es ist wichtig, an diese Ereignisse zu erinnern und auf eine Zukunft der Toleranz und des Verständnisses zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen hinzuarbeiten.

Erschienen auf FEM


Turan Gafarlı ist Experte für den postsowjetischen Raum und Herausgeber des Buches „Karabakh Gambit: The Responsibility for the Future „. Er ist ehemaliger Berater des Generalsekretärs der Organisation der Turkstaaten und hat einen Bachelor of Arts in Geschichte und Politik an der Queen Mary University von London und einen Master of Arts in Transnationalen Studien an der University College London erworben, wo er mit der Arbeit „Nation-State in the Age of Globalization: Turkey’s Contemporary Path 1996-2016’“ abschloss. Er hat auch als Forscher im britischen Oberhaus gearbeitet und ein Praktikum beim Europarat und den Vereinten Nationen in Genf absolviert. Gafarlı ist Mitglied des Chatham House – Royal Institute of International Affairs.


Zivilcourage
Eisenbahner mit Herz: Courage-Preis geht an Tolga Özgül

Köln – Bei dem diesjährigen Wettbewerb „Eisenbahner/in mit Herz“ der Allianz pro Schiene ist der gebürtige Kölner Tolga Özgül zum Publikumsliebling gewählt worden. Der türkischstämmige Servicemitarbeiter der DB Station&Service setzte sich mit großem Abstand gegen die übrigen Nominierten durch. Er ist Servicemitarbeiter der DB Station&Service AG und ist am Bahnhof Ansprechpartner für die Fahrgäste. Özgül hatte am Düsseldorfer Flughafenbahnhof durch sein Einschreiten eine junge Frau vor einem sexuellen Übergriff geschützt. Während einer Schicht bekommt er mit, wie eine junge Touristin aus Taiwan von zwei Männern am Bahnsteig bedrängt und belästigt wird. Sofort geht er dazwischen und spricht die Frau an, ob sie Hilfe braucht. Sie ist starr vor Schreck und unfähig zu sprechen. Tolga Özgül konfrontiert die beiden Männer mit ihrer Tat und ruft die Polizei. Im Anschluss kümmert er sich um die junge Frau und sorgt dafür, dass sie sicher in ihren Zug steigt, berichtet Allianz pro Schiene. „Ich musste da nicht lange überlegen. Als ich die Angst und Verzweiflung in den Augen der jungen Dame sah, musste ich einschreiten. Sie hätte auch meine Schwester oder Nichte sein können“, so Özgül gegenüber NEX24. „Was Tolga Özgül da geleistet hat, verdient großen Respekt. Er hat mit seinem mutigen Verhalten und direkten Einschreiten Schlimmeres verhindert. Wir freuen uns, dass er mit der Auszeichnung zum Publikumsliebling für dieses Engagement nun auch gewürdigt wird“, so der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege.
DB-Servicemitarbeiter Tolga Özgül wurde von Bahnreisenden zum Publikumsliebling gewählt.
Auf der Webseite der Allianz pro Schiene konnten bis Ende März Reisende aus über 30 Geschichten ihren Eisenbahner/in mit Herz-Publikumsliebling wählen. Mehr als 3.200 Menschen stimmten bei der Online-Wahl auf der Website der Allianz pro Schiene ab. Allianz pro Schiene:
Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer können das ganze Jahr über ihre Reisegeschichten bei der Allianz pro Schiene einreichen. Ob sprintende Zugbegleiter, die Anschlusszüge zum Stehen bringen; eine Schaffnerin, die in einer stürmischen Nacht den Fahrgästen Essen von der Tankstelle besorgt oder ein Mitarbeiter, der plötzlich zum Geburtshelfer wird – auch in diesem Jahr haben die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter die Fahrgäste mit ihrem Engagement beeindruckt.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden am 4. Mai bekanntgegeben. Dann findet auch die feierliche Auszeichnung aller Preisträgerinnen und Preisträger in Berlin statt.  

"März-Ereignisse"
Die Tragödie vom März 1918 in Baku

von Adil Shamiyev

Aserbaidschan ist ein Land im Südkaukasus, das von einer großen Teilung betroffen war und eine 100-jährige Geschichte der Tragödie erlebt hat.

Der Grundstein für diese Tragödien wurde durch die Abkommen von Gulustan und Turkmenchay gelegt, die 1813 und 1828 unterzeichnet wurden, also vor der Spaltung des aserbaidschanischen Volkes und der Aufteilung seiner historischen Gebiete. Ende März 1918 verübten die bewaffneten Formationen der armenisch-nationalistischen „Daschnaktsutyun“-Partei unter der Führung von Stepan Schahumjan mit Unterstützung der bolschewistischen Führer des Rates von Baku Massenmorde und Pogrome an Aserbaidschanern.

Nach der Oktoberrevolution in Russland im Jahr 1917 übernahmen die Bolschewiki die Macht in Baku und sahen in der armenisch-nationalistischen Partei Daschnaksutyun einen Verbündeten, um aus der Situation vor Ort Kapital zu schlagen. Der Anführer der russischen Bolschewiki, Wladimir Iljitsch Lenin, ernannte den ethnischen Armenier Stepan Schahumjan zum außerordentlichen Kommissar für den Kaukasus. Die starke Förderung und Unterstützung durch die bolschewistischen Machthaber ermutigten die Armenier, im Rahmen der sogenannten Operationen gegen konterrevolutionäre Elemente einen Plan zur Auslöschung der Bevölkerung Aserbaidschans in die Tat umzusetzen.

Die Massentötungen aserbaidschanischer Zivilisten begannen Ende März 1918

Die Gründe, warum der Armenische Nationalrat und „Daschnaksutyun“ die Bolschewiki unterstützt haben, waren vielfältig. Zunächst waren die Armenier, besonders diejenigen, die in der russischen Armee gekämpft haben, wegen des Scheiterns ihrer Wünsche nach nationaler Autonomie bzw. einem Nationalstaat sehr frustriert.

Die aserbaidschanische Bevölkerung von Baku, die wehrlos war, sollten jetzt Opfer dieser Frustration sein. Sie waren aus dem Blickwinkel armenischer Nationalisten ein geeignetes Ziel der Rache für die unerfüllten Nationalfantasien. Außerdem war Baku an sich sehr wertvoll und konnte später zu dem neuen armenischen Staat angegliedert oder gegen die anderen aserbaidschanischen Gebiete ausgetauscht werden. Die Massentötungen begannen Ende März 1918 in Baku und griffen auf andere Regionen Aserbaidschans über, unter anderem auf Schamachi, Guba, Karabach, Zangezur, Goytscha, Nachitschewan, Salyan und Lankaran.

Bis zur Befreiung der Stadt Baku war diese dem Terror armenischer Streitkräfte ausgesetzt

Die Zivilbevölkerung wurde brutal massakriert, Dörfer in Schutt und Asche gelegt und Denkmäler systematisch zerstört, um das Gebiet von allen kulturellen und historischen Zeugnissen der aserbaidschanischen Existenz zu befreien. Das Bild der Stadt Baku nach dem Massaker sah schrecklich aus. Die aserbaidschanischen Viertel standen leer und zerstört. Bis zur Befreiung von Baku im September 1918 war die Bevölkerung dem Terror der armenischen Truppen ausgesetzt. Die Sonderuntersuchungskommission, die nach der Befreiung von Baku berufen wurde, um die Ereignisse vom März 1918 aufzuklären und die Täter vor Gericht zu bringen, berichtete von zwölftausend Opfern, darunter auch viele Frauen und Kinder.

Nach der Ausrufung der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik (ADR) am 28. Mai 1918 wurden die „Märzereignisse“ von der ADR-Regierung untersucht. Die Dokumente der Kommission spiegeln die schreckliche Statistik der Tragödie wider. Armenische Daschnaks massakrierten die türkisch-muslimische Bevölkerung und verschonten dabei nicht einmal Kinder, alte Menschen und Frauen. Die Besetzung Aserbaidschans durch die sowjetische Armee im Jahr 1920 und der Zusammenbruch der ADR verhinderten den Untersuchungsprozess und die politische und rechtliche Anerkennung der Tragödie.

Zu Sowjetzeiten war es in Aserbaidschan nicht erlaubt, an die Opfer des Völkermords von 1918 zu gedenken

Das aserbaidschanische Volk konnte in den Jahren der Sowjetunion nicht an den Völkermord an den Aserbaidschanern gedenken (vergleichbar mit den Ukrainern, die nicht an den Holodomor und die Tscherkessen nicht an den Völkermord von 1864 erinnern konnten). Erst nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Republik Aserbaidschan im Jahr 1991 gewann das Thema an Bedeutung, und auf Initiative des nationalen Führers Heydar Aliyew wurde eine Untersuchung dieses blutigen Völkermords eingeleitet.

Durch ein historisches Dekret vom 26. März 1998 wurde der 31. März zum „Tag des Völkermordes an den Aserbaidschanern“ erklärt. Seitdem wird der 31. März jedes Jahr in unserem Land und an anderen Orten, an denen Aserbaidschaner leben, als Tag des Genozids begangen und das Gedenken an seine Opfer begangen.

Die Geschichte ist nicht tot und begraben

Das Massengrab, das 2007 bei Bauarbeiten in der Stadt Guba zufällig entdeckt wurde, war ein anschauliches Zeugnis für den Völkermord an der muslimischen Bevölkerung von Guba, der im Mai 1918 von armenischen Streitkräften unter bolschewistischem Namen begangen wurde.

Der aktuelle Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyew, unterzeichnete am 30. Dezember 2009 die Verfügung zur Errichtung eines „Genozid-Gedenkkomplexes“ in der Stadt Guba, um der Weltgemeinschaft diese Tatsachen vor Augen zu führen, das nationale Gedächtnis künftiger Generationen des aserbaidschanischen Volkes zu bewahren und die Erinnerung an die Opfer des Genozids zu verewigen.

Der Ort, an dem die menschlichen Knochen während des Wiederaufbaus des Sportkomplexes am rechten Ufer des Gudyalchay im Gebiet Guba gefunden wurden, kann nicht als Friedhof bezeichnet werden. Denn die menschlichen Knochen wurden in einem Haufen gefunden, der in große Löcher geworfen wurde. Die Knochen wurden in zwei Brunnen an den Ufern des Flusses gefunden. Der Durchmesser des großen Brunnens beträgt 5 m, der des kleineren 2,5 m. Der Abstand zwischen den Brunnen beträgt zwei Meter. Hunderte von zusammengewürfelten menschlichen Skeletten wurden in den großen Brunnen geworfen.

Der armenische Vandalismus endete jedoch nicht mit dem Völkermord von 1918. Wenn wir in den Geschichtsbüchern von 1990, 1991 und 1992 blättern, stoßen wir erneut auf die Tragödien des Völkermords. Solche Tragödien wie Garadağli, Chodschali, Agdaban, Ballıgaya, Baschlibel und andere zeigen, dass der Hass auf die Armenier über die Jahre nicht abgekühlt ist.

Dennoch musste dies eines Tages ein Ende haben, und dieser Tag kam schließlich mit dem zweiten Karabach- bzw. Vaterländische Krieg, der mit dem glorreichen Sieg der aserbaidschanischen Armee unter dem Kommando des Oberbefehlshabers endete. Der Sieg setzte der hundertjährigen armenischen Politik des Völkermords am aserbaidschanischen Volk ein für alle Mal ein Ende.

Erschienen auf FEM


Adil Shamiyev ist Dolmetscher und studierte an der Humboldt-Universität ein Semester Politik und Internationale Beziehungen. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Dolmetscher schreibt er Beiträge für verschiedene Medien mit Schwerpunkt Kaukasus und Osteuropa.


Zum Thema

– „März-Ereignisse“ – Aserbaidschan gedenkt Genozid vom 31. März 1918

Am 31. März 1918 verübten russische Bolschewiki und armenische Milizen in Baku und in anderen Städten Aserbaidschans zahlreiche Massaker an aserbaidschanischen Zivilisten, bei dem nach offiziellen Angaben alleine in der Hauptstadt Baku 12.000 und insgesamt mehr als 50.000 unschuldige Menschen zum Opfer fielen.

Aserbaidschan gedenkt Genozid vom 31. März 1918

Gastbeitrag
Jerewan: Die Geschichte von Irewan

Ein Gastbeitrag von Hadschi Narimanoglu

Die alte Stadt Irewan (heutiges Jerewan), bekannt als die Hauptstadt Armeniens, befindet sich in wunderschöner Lage am Ufer des Flusses Zengi, der durch das Tal des Berges Agri fließt, den die Armenier Ararat nennen. Jerewan, der verzerrte Name der Stadt, spiegelt sich in allen historischen Quellen als Rawan und Irewan wider.

In vielen Forschungen zu der alten Geschichte von Irewan wird geschrieben, dass das Toponym Irewan das Land der Tapferen bedeutet, das aus der Kombination von türkischem Wort ir (ər), was der Mann, der Tapfere bedeutet, mit dem Wort avan, das das Land, das Dorf, die Stadt bedeutet, gebildet wurde. Im 16. und 19. Jahrhundert gab es hier Dutzende von Festungen, Toren, Plätzen, Stadtteilen, Märkten, Moscheen, Karawansereien, Bädern und Quellen mit aserbaidschanischen Namen.

Nach den Forschungen des berühmten türkischen Reisenden Ewlija Tschelebi, wurde die strategische Festung, die 1509 vom Wesir Khan Rewangulu auf Anweisung des Herrschers der Safawiden-Dynastie Schah Ismail für den Schutz vor ausländischen Invasoren gebaut worden ist, nach dem Khan Rewangulu Rewan (unter dem Volk Irewan) genannt.

Vor der Herrschaft des zaristischen Russlands

Vor der Besetzung durch das zaristische Russland im Jahr 1827 gab es in den Registrierungsunterlagen von 43 Verwaltern (Khan, Sardar, Beylerbeyi usw.) der Stadt Irewan und ihrer Bezirke sowie in statistischen Berichten über die Demografie der Stadt aus den Jahren 1590 und 1728 keinen einzigen armenischen Namen oder Nachnamen und mehr als 90 Prozent der Bevölkerung der Stadt war aserbaidschanische Türken. Andere Archivdokumente aus jener Zeit zeigen, dass in der Stadt und ihrem Bezirk die Familien von 4 Khans, 41 Beys, 50 Achunds, Mullahs sowie 8 christliche Priesterfamilien lebten.

Der französische Reisende Jean Chardin (1643–1713), der einige Jahre in Aserbaidschan und im Iran gewohnt hatte, beschrieb auch in seinen Werken die Landschaft der Irewan-Festung aus 1627: Die Festung besteht aus etwa achthundert Häusern. Dort leben nur gebürtige Safawiden. Die Safawiden haben zu viele religiöse und nationale Feste.

Sowohl religiöse Riten und die wichtigen religiösen Ereignisse als auch der Wechsel der Jahreszeiten gelten als heilig und geliebt. Drei religiöse Feste werden jedoch besonders gut gefeiert und bewahrt. Die Safawiden feiern den Ramadan am nächsten Tag nach dem Ende des Fastenmonats. Hier werden jährlich Gedenkfeiern für Abrahams Opfer (Eid al-Adha) und das Martyrium der Söhne Alis veranstaltet. Das Neujahrsfest wird auch prächtig gefeiert. Das Fest Nouruz beginnt mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen Widder und dauert drei Tage, an einigen Orten, wie Palast, bis zu acht Tagen. Dieses Fest heißt Nouruz Sultaniye. Es bedeutet „Herrliches neues Jahr“ oder „Neues Jahr des Reiches“.

„Voyages de monsieur le chevalier Chardin en Perse et autres lieux de l’Orient“ von Chardin (Paris, Daniel Horthemels, 1686) wird in der französischen Nationalbibliothek aufbewahrt.

Nach der Besetzung des zaristischen Russlands

In der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Materialien zur Beschreibung der Orte und Stämme des Kaukasus“ des Forschers der Geschichte von Irewan Stepan Pawlowitsch Zelinski wurden im Jahr 1881 eine Reihe von Artikeln zu diesem Thema veröffentlicht. Einige seiner Artikel, wie „Die Stadt Irewan“, „Deretschitschek“, „Tatarische Sprichwörter, Parabeln, Rätsel und Frauennamen“ sowie „Ethnografische Aufsätze über das Leben von Armeniern, die vom Iran in den Bezirk Nachitschewan des Gouvernements Irewan umgesiedelt worden sind“, spiegeln zahlreiche Fakten über die Stadt Irewan und die umliegenden Gebiete der Stadt wider.

Zum Beispiel schrieb der Forscher über die Stadtteile von Irewan, die aserbaidschanische Namen tragen: In den Stadtteilen Tepebaschi, Scheher mehellesi, Chanligbaghi, Demirbulag und Derekend von Irewan wohnten neben den Aserbaidschanern auch eine kleine Anzahl von Molokanen, die in jener Zeit in Irewan angesiedelt worden sind. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Turkmantschai wurde der Name des Stadtteils Tscholmagtschi, in dem die Armenier, die von dem Iran und der Türkei nach Irewan umgesiedelt worden sind, wohnten, in „Nortskiy Kvartal“ umbenannt.

Infolge des Verrats der in Irewan angesiedelten Armenier wurde die Stadt vom russischen General Iwan Fjodorowitsch Paskewitsch besetzt und die islamischen Halbmonde auf den Kuppeln der Moscheen, einschließlich der 1725 vom osmanischen Befehlshaber Receb Pascha erbauten Moschee wurden mit dem Kreuz ersetzt sowie Kirchenglocken auf den Minaretten angebracht. Im selben Jahr verlieh der russische Kaiser Nikolaus I. Iwan Paskewitsch den Titel Graf von Irewan für diese Operation und dann wurde im Territorium der aserbaidschanischen Khanate Nachitschewan und Irewan Armenische Oblast gegründet.

Nach der Besetzung der Stadt sollte ein großer Teil der einheimischen Bevölkerung in den Iran und in die Türkei umsiedeln, um der Verfolgung, Folter und Ermordung des Militärs und der in der Stadt lebenden Armenier zu entkommen.

Dennoch beweisen alle Demografische Daten über die Stadt Irewan aus den Jahren 1829, 1880 und 1917, die von den Registrierungsbehörden des zaristischen Russlands gesammelt wurden, dass die Zahl der Armenier in der Stadt immer noch viel geringer als die Zahl der Aserbaidschaner ist.

Demokratische Republik Aserbaidschan

Die Administration des aserbaidschanischen Staates, der 1918 seine Unabhängigkeit erklärte – die Demokratische Republik Aserbaidschan – beschloss, die Stadt Irewan der neu gegründeten Republik Armenien als Hauptstadt zu übergeben. Dieser Schritt des aserbaidschanischen Staates konnte jedoch unersättliche Gier der Armenier nach neuen Gebieten nicht aufhalten. In 2 Jahren, nachdem die Stadt Irewan zur Hauptstadt Armeniens geworden war, wurden in den blutigen Kämpfen um die alten Gebiete Aserbaidschans wie Nachitschewan, Zangazur und Karabach, mehr als 50.000 aserbaidschanische Zivilisten brutal getötet, mehr als 300 Städte, Dörfer und Siedlungen zerstört, geplündert und armenisiert.

Und so wurde das Gebiet der Sowjetrepublik Armenien, deren Territorium am 29. Mai 1918 9.000 Quadratkilometer betrug, durch die Aggressionspolitik auf 29.743 Quadratkilometer ausgedehnt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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"März-Ereignisse"
Das Bakuer Blutbad vom 31. März 1918

Heute vor 105 Jahren, am 31. März 1918, begingen armenische Streitkräfte Massaker an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung in Baku und in anderen Städten des Landes, bei denen Schätzungen zufolge mehrere Zehntausend Zivilisten, darunter Frauen, Kinder und alte Menschen, grausam getötet wurden.

Die Redaktion der FEM (Forschungseinrichtung für Mezalim) sprach mit dem irischen Historiker Dr. Pat Walsh über die Gewaltexzesse armenischer Einheiten an aserbaidschanischen Zivilisten, über die Rolle der kriegsführenden Großmächte im Kaukasus, die Mitschuld Großbritanniens an den massenhaften Gewaltverbrechen und welche Bedeutung die Massaker für die aserbaidschanische Zivilgesellschaft bei der Entwicklung zu einer Nation hatte.

Großbritanniens Verstrickung in einem Massenmord

Im Interview mit FEM übt der irische Historiker Dr. Pat Walsh deutliche Kritik an Großbritannien, weil es eine Mitschuld an den Gewaltverbrechen vom 31. März 1918 an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung durch armenische Milizen trage. Trotz erdrückender Beweise sei die britische Regierung damals nicht gegen Verantwortliche vorgegangen.

Dr. Pat Walsh ist Autor zahlreicher Werke über den Ersten Weltkrieg und des Kaukasus. Er gilt als ausgewiesener Kenner der Geschichte des Kaukasus und der gewaltbelasteten Geschichte zwischen Armeniern und Aserbaidschanern.

Der 31. März rückt näher, an dem Aserbaidschaner in aller Welt den Jahrestag der Ermordung von Zehntausenden ihrer Landsleute begehen. Die Ereignisse gelten als das blutigste Kapitel in der Geschichte Aserbaidschans. Können Sie uns kurz etwas über die Hintergründe erzählen?

Ende März 1918 starteten Kräfte des Bakuer Sowjets unter der Führung von Stepan Schahumjan einen Überraschungsangriff auf die politischen Vertreter der muslimischen Bevölkerung. Baku war damals „eine sowjetische Insel in einem antisowjetischen Meer“, und Schahumjan, ein alter armenischer Bolschewik, der Lenin nahestand, war entschlossen, die bolschewistische Kontrolle über die Stadt und ihre großen Ölfelder, die für die Sowjets in Russland unverzichtbar waren, durchzusetzen und zu erhalten.

Am 29. März versuchten die Bolschewiki, die Besatzung des Dampfschiffs Evelina in Baku zu entwaffnen, die mit 40 Mitgliedern der „muslimischen Division“ des Zaren zurückgekehrt war, um den Sohn eines lokalen aserbaidschanischen Ölunternehmers zu beerdigen. Der Anblick der bewaffneten Muslime wurde von der kleinen Minderheit, die den Bakuer Sowjet leitete, und ihren armenischen Verbündeten als Provokation empfunden. Er signalisierte, was kommen könnte, und so beschlossen sie, die künftige Demokratie durch ein Massaker an der Mehrheit zu verhindern. Das Ereignis wurde als Auslöser für die Märzereignisse in der Stadt genutzt.

„Die armenischen Streitkräfte nutzten jedoch die Gelegenheit, um ein großes Massaker an der muslimischen Bevölkerung zu verüben, das auch schreckliche Barbareien an Frauen und Kindern beinhaltete.“

Als es zu Demonstrationen von Muslimen kam, die die Rückgabe von Waffen an die Bergbewohner forderten, verlangte der Bakuer Sowjet „absoluten Gehorsam gegenüber seiner Autorität“ und drohte mit Krieg, wobei die Musavat, die politischen Vertreter der muslimischen Bevölkerung, die Konsequenzen zu tragen hätten. Menschewiki und Kadetten verbündeten sich mit den Bolschewiki gegen das Musavat.

Die unterlegenen Aserbaidschaner, die eine frühere armenische Neutralitätserklärung in gutem Glauben akzeptiert hatten, wurden von der Kehrtwende in ihrer Position überrascht. Nachdem Kanonenboote der Kaspischen Flotte, die der sozialrevolutionären Fraktion angehörten, die muslimischen Viertel der Stadt dezimiert hatten, drängte Lenin Schahumjan, einen Waffenstillstand auszurufen. Die armenischen Streitkräfte nutzten jedoch die Gelegenheit, um ein großes Massaker an der muslimischen Bevölkerung zu verüben, das auch schreckliche Barbareien an Frauen und Kindern beinhaltete.

Lesen Sie das komplette Interview auf FEM

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Weinkultur
Die besten Weinländer in Europa und der Welt

Welches Land stellt die besten und schönsten Weine der Welt her? Diese Frage beschäftigt nicht nur Winzer in verschiedensten Regionen der Welt, sondern natürlich auch die Weintrinker. In Europa – besonders in den südlichen Regionen – ist man davon überzeugt, dass Wein vor allem in Europa von hoher Qualität ist. Nicht nur das: Hier gehört er zur Kultur und zum Selbstverständnis dazu. Doch auch andere Länder wollen mitreden. So gehört Deutschland zu den Top-Weinproduzenten in Europa. Das wird nur seltener erwähnt, da viele Menschen Deutschland eher mit Bierbräuchen verbinden. Auch in Amerika und Australien gibt es Weinregionen mit gutem Ruf. Also: Welche Weinregionen muss man unbedingt kennen?

Deutschland und Österreich: Klein, aber oho

In Deutschland wird Wein vor allem in südlicheren Bundesländern angebaut. Im hohen Norden wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern stimmen die klimatischen Bedingungen einfach nicht. Hinzu kommt, dass sich hier nie so richtig eine Weinkultur integrieren konnte. Daher muss man für ein Weinerlebnis eher in die Pfalz reisen – oder entlang der Mosel die Weinhänge erkunden. Österreich hat deutlich weniger Fläche für den Anbau von Wein zur Verfügung. Trotzdem gibt es das eine oder andere Highlight zu verzeichnen. So gelten Keringer Weine der „100 Days“-Linie als besonders edel – sie wurden sogar schon mit Preisen ausgezeichnet. Wenn es um österreichische Weine geht, zählt also nicht die Masse, sondern die Klasse.

Südeuropa und Frankreich: Unangefochtene Spitzenreiter

Wer von Weinregionen spricht, kommt an Südeuropa nicht vorbei. Hervorzuheben sind Spanien und Italien, die seit Jahrhunderten um den Titel als wichtigstes Weinland kämpfen. Rioja, Asturien und Ribera del Duero sind vielen Weinliebhabern bekannt, wenn es um Spanien geht. Italien überzeugt mit Apulien, Toskana und Kalabrien und steht Spanien somit in nichts nach. Als kleiner aber bedeutsamer Nebenspieler gilt in Südeuropa außerdem Portugal. Weine aus Portugal werden in die ganze Welt exportiert. Genau wie in Italien und Spanien zählt der Wein auch zum Lebensgefühl dazu. Man ist stolz auf den Weinanbau und eine Mahlzeit ohne ein Gläschen aus der Region ist schwer vorstellbar. Nicht im Süden, sondern im Westen Europas ist außerdem Frankreich zu nennen – der Konsum von Wein pro Kopf ist hier ähnlich hoch wie in Portugal und Italien.

Amerika: Lange Tradition und USA auf dem Vormarsch

Nur diejenigen, die wirklich in die Weinwelt eintauchen, wissen wohl, dass die Vereinigten Staaten mittlerweile als Weinland gelten. Die Produktion wurde in den letzten Jahrzehnten stark hochgefahren. Der Ruf der Weine wird besser, kann aber noch nicht mit Italien oder anderen europäischen Regionen mithalten. Auch die Konkurrenz aus dem Süden macht es für Weine aus den USA schwer, sich durchzusetzen. Denn Argentinien, Uruguay und Chile arbeiten schon lange an ihrem Ruf als Weinregionen. Das Weingut Zuccardi Valle de Uco in Argentinien gilt in einigen Kreisen sogar als bestes der Welt. Bodega Garzón in Uruguay stellt aber eine große Konkurrenz da, genau wie Montes in Chile.

Australien und Asien: Unterschätzte Weinregionen

Europa, Amerika und dann? Um über Asien und Australien zu sprechen, brauchen die meisten Weinliebhaber eine Weile. Und das obwohl in China und Australien große Mengen angebaut werden. Das Problem: China baut bis heute hauptsächlich für den heimischen Markt an. Australien hat dies ähnlich gehandhabt, dann aber einen Umschwung erlebt – nun wird auch fleißig exportiert. Doch es braucht nun mal Zeit, bis man sich einen Namen machen kann. Ein kleiner aber feiner Underdog ist Neuseeland. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Weinbau durch den Import hochwertiger Reben wirklich angekurbelt. Dabei sind die Anbaubedingungen gar nicht so schlecht. Bekannt sind die Weine unter anderem für ihre langen Reifeperioden. Durch die langen Importwege sind die neuseeländischen Weine in Deutschland nicht ganz günstig zu erhalten, aber so sind sie nun mal auch ein echter Geheimtipp.

Gaming
Fünf praktische Websites für Gamer

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Gaming ist nicht nur ein Hobby, es ist ein Lifestyle. Es ist daher ein Irrtum zu glauben, dass Fans von Videospielen ihre ganze Zeit mit dem Zocken verbringen. Sie fachsimpeln auf Foren über technische Details, reisen zu E-Sports-Turnieren oder suchen stundenlang im Internet nach obskuren Spielen, die genau ihren Geschmack treffen. Dementsprechend groß ist die Bandbreite der Websites, die sich an Gamer richten. Die folgenden Portale decken verschiedene Interessenbereiche ab und bieten nützliche Informationen für jeden, vom Gaming-Neuling bis zum Profi.  

Spielreviews 

Gute und wirklich unabhängige Spielreviews zu finden, ist heutzutage gar nicht so einfach. Viele Gamer haben das Gefühl, dass große Namen wie Gamestar oder PCGames sich zu sehr von ihren Werbekunden beeinflussen lassen. Und auf Portalen wie Amazon finden sich zwischen ehrlichen Nutzerbewertungen auch gekaufte Reviews. Die Suche nach unabhängigen Tests ist aber nicht völlig hoffnungslos. Ein Geheimtipp ist zum Beispiel die Seite Gamersglobal, die sich ehrliche Tests und Meinungsvielfalt auf die Fahne geschrieben haben.  

Esports-Nachrichten 

Mit Videospielen ist es dasselbe wie beim Fußball: Nur die wenigsten haben das Zeug zum Profispieler. Aber natürlich schaut jeder gerne den Besten der Besten zu, wenn sie unter sich die Meisterschaft ausmachen. Esports-Nachrichten sind vor allem für die Fans von Shootern, MOBAs oder FIFA interessant. Die meisten Gaming-Websites bringen ab und zu auch Esports-Nachrichten in ihrem Feed. Wer nichts verpassen möchte, schaut besser auf einer Seite wie Fragster vorbei, wo sich wirklich alles um Esports-Turniere, wichtige Patches und Neuigkeiten von führenden Teams dreht. 

Casinovergleiche 

Kaum ein Videospiel-Genre ist so sehr von kurzlebigen Trends geprägt wie die Casino-Games. Selbst erfolgreiche Plattformen gehen oft nach ein paar Jahren vom Netz, weil sie von neueren und zeitgemäßeren Angeboten verdrängt werden. Casino-Gamer verbringen deshalb viel Zeit mit der Suche nach neuen Spielstätten im Internet. Das ist gar nicht so leicht, denn sie müssen sich in einem Dickicht aus unterschiedlichen Lizenzen, wechselnden Bonusbedingungen und neuartigen Konzepten zurechtfinden. Die Seite https://www.neueonline-casinos.com/ erleichtert die Suche mit detaillierten Tests und einer eigenen Topliste.  

Skill-Training 

Wer Multiplayer-Games spielt, will auch gewinnen. Das ist gar nicht so einfach, denn oft haben die Gegner bessere Hardware und mehr Zeit zum Üben. Wer seine Fähigkeiten schnell verbessern will, braucht Hilfe vom Profi. Oft lässt sich mit ein paar einfachen Tricks die Framerate des Spiels steigern, was zu deutlich kürzeren Reaktionszeiten führt. Und es gibt auch viele Tipps, mit denen sich die Zielgenauigkeit verbessern lässt. Die Seite bietet eine große Sammlung solcher Tipps für beliebte Spiele wie COD, Fortnite, Valorant oder Overwatch. 

Günstige Keys 

Ein neues Videospiel kostet bis zu 70 Euro. Wer jeden Monat mehrere Games kauft, belastet sein Bankkonto also erheblich. Aus diesem Grund sind Keyseller äußerst beliebt. Sie verkaufen verbilligte Download-Codes für Plattformen wie Steam, Uplay oder das Playstation Network. Da es sehr viele Keyseller gibt, ist es aber nicht ganz leicht, das günstigste Angebot herauszusuchen. Die Seite planetkey.de vergleicht die Keypreise von vielen verschiedenen Anbietern und erleichtert so die Suche. Selbst bei topaktuellen Titeln lassen sich auf diese Weise oft bis zu 30 % sparen.