Cannabidiol
Was steckt wirklich hinter dem CBD-Hype?

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In den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Hype um CBD entwickelt. Die Abkürzung steht für Cannabidiol, eine chemische Verbindung, die aus der Cannabispflanze gewonnen wird. CBD hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, von der Gesundheits- und Wellness-Industrie bis hin zu Social-Media-Plattformen. Doch was steckt wirklich hinter diesem Trend, und warum erregt CBD so viel Interesse?

Die Wissenschaft Hinter CBD

CBD ist eines von über 100 sogenannten Cannabinoiden, die in der Cannabispflanze vorkommen. Im Gegensatz zum bekannteren THC (Tetrahydrocannabinol), das für die psychoaktiven Effekte von Marihuana verantwortlich ist, löst CBD keine Rauschzustände aus. Stattdessen wird es oft für seine potenziellen gesundheitlichen Vorteile gefeiert.

Die Forschung zu CBD hat gezeigt, dass es eine Vielzahl von Wechselwirkungen im menschlichen Körper hat. Das Endocannabinoid-System, ein Netzwerk von Rezeptoren im Körper, spielt eine Rolle bei der Regulation von Funktionen wie Schlaf, Stimmung, Schmerzempfindung und Entzündungen. CBD scheint Einfluss auf dieses System zu nehmen, indem es mit den Rezeptoren interagiert und möglicherweise positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Anwendungsbereiche Von CBD

Den Wirkstoff CBD gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Formen. Man bekommt es in Form von Ölen und Tinkturen, Kapseln, Liquids für E-Zigaretten wie den Volcano Vaporizer, Salben, essbaren Produkten etc.

Ebenso lang und vielfältig ist die Liste der potenziellen Anwendungsbereiche von CBD. Ein Bereich, in dem CBD viel Beachtung gefunden hat, ist die Schmerztherapie. Menschen mit chronischen Schmerzen suchen oft nach Alternativen zu herkömmlichen Schmerzmitteln, und einige Studien legen nahe, dass CBD bei der Schmerzlinderung helfen könnte.

CBD wird auch zur Behandlung von Angstzuständen und Depressionen erforscht. Es wird angenommen, dass CBD die Aktivität von Neurotransmittern im Gehirn beeinflusst, die mit Stimmung und Stressregulierung in Verbindung stehen. Einige Anwender berichten von einer Verringerung ihrer Symptome, aber die Forschung in diesem Bereich steckt noch in den Kinderschuhen.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Epilepsie-Behandlung. Tatsächlich wurde bereits ein CBD-basiertes Medikament namens Epidyolex von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zur Behandlung von bestimmten Formen von Epilepsie zugelassen. Cannabidiol soll bei kindlicher Epilepsie besonders gut eingesetzt werden können.

Die Kosmetikindustrie hat CBD ebenfalls für sich entdeckt, insbesondere was Hautpflegeprodukte betrifft. Es wird angenommen, dass CBD entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften hat, die bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen und Psoriasis von Vorteil sein können.

Kontroversen um CBD

Polizei hebt Cannabis-Plantage im Nordsaarland aus” oder “Cannabisfund nach Wohnungsdurchsuchung” – solche oder ähnliche Meldungen liest man fast täglich irgendwo. Oft wollen die Menschen Cannabis hauptsächlich wegen seiner berauschenden Wirkung anpflanzen und nutzen. Diese entfällt jedoch beim Wirkstoff CBD.

Dennoch gibt es trotz der vielversprechenden Forschungsergebnisse immer noch einige Kontroversen im Zusammenhang mit CBD. Einige Kritiker weisen darauf hin, dass viele CBD-Produkte auf dem Markt nicht ausreichend reguliert sind. Dies hat zur Folge, dass die Qualität und der tatsächliche CBD-Gehalt in den Produkten stark variieren können. Konsumenten würden dadurch in die Irre geführt und möglicherweise nicht die erwarteten Ergebnisse erzielen.

Ein weiterer Punkt der Kontroverse ist die Tatsache, dass CBD oft als Wundermittel dargestellt wird, das bei nahezu jeder Erkrankung helfen kann. Diese übertriebenen Behauptungen werden jedoch oft von der wissenschaftlichen Forschung nicht gestützt. Es ist wichtig, realistische Erwartungen bezüglich der Wirkungen von CBD zu haben und sich bewusst zu sein, dass es keine Allheilmittel gibt.

Die rechtliche Situation von CBD ist auch nicht in allen Ländern gleich. Während einige Länder CBD als Nahrungsergänzungsmittel oder sogar als Medikament erlauben, gibt es andere, in denen CBD noch immer als kontrollierte Substanz betrachtet wird. Dies führt zu Unsicherheiten und möglicherweise rechtlichen Problemen für Verbraucher und Hersteller.

Fazit:

Der CBD-Hype ist zweifellos real und hat das Potenzial, einige aufregende Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Wellness und Medizin zu fördern. Die wissenschaftliche Forschung deutet darauf hin, dass CBD vielfältige Wirkungen auf den menschlichen Körper hat und in verschiedenen Anwendungsbereichen von Nutzen sein könnte. Dennoch ist es wichtig, realistisch zu bleiben und sich bewusst zu sein, dass CBD keine Wunderwaffe ist.

Wenn Sie erwägen, CBD-Produkte auszuprobieren, ist es ratsam, sich gut zu informieren und qualitativ hochwertige Produkte von vertrauenswürdigen Herstellern zu wählen. Bevor Sie CBD zur Behandlung von medizinischen Problemen verwenden, ist es immer eine gute Idee, sich mit einem Facharzt zu beraten, um sicherzustellen, dass es für Ihre spezifische Situation geeignet ist.

Der CBD-Hype mag viele Facetten haben, aber diejenigen, die sich für seine potenziellen Vorteile interessieren, sollten sich die Zeit nehmen, sich gründlich zu informieren. Die Forschung zu CBD entwickelt sich ständig weiter, und in den kommenden Jahren könnten wir ein klareres Bild davon erhalten, wie CBD am besten genutzt werden kann, um die Gesundheit und das Wohlbefinden zu unterstützen.

Fenerbahçe-Istanbul
Türkei: Statue für Volleyballerin Eda Erdem

Istanbul – Die türkische Frauen-Volleyballnationalmannschaft hat in der diesjährigen Europameisterschaft nach einem siegreichen Finale gegen Weltmeister Serbien zum ersten mal den Titel in die Türkei geholt. Nun soll zu Ehren der Mannschaftskapitänin Eda Erdem eine Statue errichtet werden. Dies gab Fenerbahçe-Präsident Ali Koç bekannt. Erdem bedankte sich für diese Ehrung mit einem Post auf X, ehemals Twitter. Hierzu soll das viral gegangene Foto von ihr als Vorbild dienen. Sie sei froh bei Fenerbahçe zu sein und sie habe 15 Jahre ihres Lebens „mit der Herausforderung verbracht, dieser Gemeinschaft würdig zu sein“, so Erdem.
Heute bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Vielen Dank. Mit meiner Liebe und meinem Respekt.

Erdem, die auch Kapitänin bei Fenerbahçe-Istanbul ist, hat in in ihrer sportlichen Karriere viele Erfolge vorzuweisen. Von 2000 bis 2008 spielte sie bei Beşiktaş Istanbul, zunächst in der Juniorinnenmannschaft und ab 2003 mit der 1. Mannschaft in der höchsten türkischen Liga. Seit 2008 spielt die Mittelblockerin beim Ligakonkurrenten Fenerbahçe Istanbul. Hier wurde sie fünfmal nationale Meisterin und dreimal Pokalsiegerin. Außerdem gewann sie 2010 die Klubweltmeisterschaft, 2012 die Champions League und 2014 den CEV-Pokal.

In Doha, Katar, gewann Erdem mit Fenerbahçe die FIVB-Klubweltmeisterschaft 2010 und wurde als beste Aufschlägerin ausgezeichnet. Eda Erdem gewann auch die Auszeichnung als beste Aufschlägerin und die Silbermedaille mit ihrer Nationalmannschaft bei der Europaliga 2011. Seit 2005 spielt sie für die türkische Nationalmannschaft in der sie mehr als 300 Spiele bestritt.

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Saudi-Arabien
Abraj Kudai: Mit 10.000 Zimmern das größte Hotel der Welt

Mekka – Nach seiner Fertigstellung wird das Abraj Kudai in Saudi-Arabien nach der Zimmeranzahl das größte Hotel der Welt sein. Mit einer erwarteten Kapazität von 10.000 Zimmern wird das Hotel mehr Menschen beherbergen als einige Universitätsgelände. Mit fast 7.500 Zimmern ist aktuell das First World Hotel of Malaysia das größte Hotel der Welt nach Zimmeranzahl. 3,6 Milliarden Dollar Baukosten Das Abraj Kudai wird vom saudischen Finanzministerium finanziert und von der Dar al-Handasah-Gruppe entworfen. Es wird Berichten zufolge etwa 3,6 Milliarden Dollar kosten und 10.000 Zimmer, vier Hubschrauberlandeplätze und 70 Restaurants umfassen. Das sind mehr gastronomische Möglichkeiten als in vielen anderen Städten. Das Abraj Kudai wäre nicht nur das größte Hotel der Welt, was die Anzahl der Zimmer angeht, sondern würde auch eine der größten Kuppeln der Welt auf seinem höchsten Turm beherbergen. Busbahnhof, Restaurants, Einkaufszentrum Das 45 Stockwerke hohe Hotel im Stil einer Wüstenfestung besteht aus 12 Türmen auf einem 10-stöckigen Podium, in dem sich ein Busbahnhof, Restaurants, ein Einkaufszentrum und ein extravaganter Ballsaal befinden. Fünf Etagen werden jedoch für die meisten Gäste tabu sein – sie sind ausschließlich der saudischen Königsfamilie vorbehalten. Abraj bedeutet „Türme“, während Kudai der Name des bergigen Ortes ist. Die Eröffnung von Abraj Kudai war für 2017 geplant, doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und anderer Probleme verzögerte sich das gesamte Projekt. Zwei Kilometer von der Kaaba Das Hotel wird in Manafia gebaut, nur zwei Kilometer von der Kaaba in Mekka entfernt. Die Kaaba ist ein quaderförmiges Gebäude im Innenhof der Heiligen Moschee in Mekka und bildet als „Haus Gottes“ das zentrale Heiligtum des Islams. Die große Bedeutung der Kaaba liegt darin, dass sie das Ziel der großen Wallfahrt (Haddsch) ist, die jeder Muslim einmal in seinem Leben unternehmen soll, sofern er dazu in der Lage ist. Die Hadsch gilt mit fast 2,5 Millionen Pilgern jährlich als die größte Menschenansammlung der Welt. Daneben steht die Kaaba im Zentrum des islamischen Gebetsritus, denn bei jedem Gebet müssen sich die Muslime nach der Kaaba ausrichten.  

VW-Chefdesigner Andreas Mindt
Volkswagen will neue Designs für E-Autos

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Osnabrück – VW will seine neuen Elektroautos „netter“ aussehen lassen und die Cockpit-Bedienung vereinfachen. „Für uns ist wichtig, dass unsere Autos ein sympathisches Gesicht haben. Wir greifen niemanden an“, sagte Andreas Mindt, seit Anfang 2023 VW-Chefdesigner, im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). VW-Designchef: Unsere Autos müssen wieder sympathischer aussehen Von der futuristischen Gestaltung der Elektromodelle ID.3 und ID.4 will Mindt deswegen abrücken. „Als die rauskamen, wollte der Konzern signalisieren, dass wir in eine neue Zeit aufbrechen. Aber heute sind wir bereits mittendrin in der Zukunft.“ Beim Design neuer Modelle wolle er sich auf drei Werte besinnen, sagte Mindt: „Stabilität, Sympathie und die ,Secret Sauce‘, also eine unverwechselbare Zutat.“ Andreas Mindt will alte Werte zurückbringen – Cockpit-Bedienung soll vereinfacht werden Auch auf Kritik von Kunden wolle man reagieren. So sorgten etwa Bedienflächen mit Touchfunktion für die Klimaanlage regelmäßig für Unmut. „Wenn es zu kompliziert wird, verliert man sich schnell. Wir dürfen nicht zu sehr nur auf die digitale Seite setzen“, sagte Mindt der „NOZ“. Manche Funktionen müsse man auch mit physischen Knöpfen doppeln. Durch die Weiterentwicklung der Sprachbedienung werde das in Zukunft aber weiter an Bedeutung verlieren.

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Geldautomatensprengungen
Deutschland: Täglich wird ein Geldautomat gesprengt

Osnabrück – In Deutschland fliegt rechnerisch nach wie vor täglich irgendwo ein Geldautomat in die Luft. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Daten aus allen 16 Bundesländern. Demnach verzeichneten die Polizeibehörden im ersten Halbjahr 239 versuchte oder vollendete Sprengungen. Im Vorjahreszeitraum waren es 260. Auffällig laut „NOZ“-Auswertung: Bei den Tatorten kam es in den vergangenen Monaten zu teils deutlichen Verschiebungen. Das Landeskriminalamt Hessen bestätigte dem Blatt: „Derzeit begehen niederländische Tätergruppen die Taten vermehrt im südwestlichen Bereich Deutschlands, so auch in Hessen.“ In dem Bundesland stieg demnach die Zahl der Sprengungen im Halbjahresvergleich von 20 auf 32. Auch das Saarland geriet häufiger in den Fokus, wo in den ersten sechs Monaten sieben Automaten Ziel wurden. Im Vorjahreszeitraum war es nur einer. Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg verzeichneten mit 27 beziehungsweise 17 Sprengungen einen ähnlich hohen Wert wie 2022. In den bislang besonders betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ging die Zahl der Sprengungen indes von 104 auf 89 beziehungsweise von 38 auf 19 zurück. Jochen Kopelke, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte der „NOZ“: „Noch immer ist es für die gut organisierten Profi-Automatensprenger viel zu leicht, an teils erhebliche Geldsummen zu gelangen.“ Die Polizei sei den Täterbanden wegen „fehlender Technik und dünner Ausbildung“ unterlegen. „Nach wie vor fühlen sich unsere Kolleginnen und Kollegen auf Einsätze im Zusammenhang mit Geldautomatensprengungen schlecht vorbereitet.“ Dabei nehme die Rücksichtslosigkeit der Kriminellen zu, warnte Kopelke: Zunehmend komme Festsprengstoff zum Knacken der Automaten zum Einsatz. „Das bringt in unmittelbarerer Nähe wohnende Menschen und auch die Einsatzkräfte in größte Gefahr.“

Kolonialverbrechen
Opfer-Nachfahren fordern Entschuldigung von Deutschland

Nach DNA-Abgleich: Angehörige am Kilimanjaro fordern baldige Rückkehr ihrer identifizierten Ahnen und Entschuldigung von Deutschland  Nach einem von der Recherche-Ausstellung „Marejesho“ initiierten Abgleich sind erstmals menschliche Gebeine von Opfern der deutschen Kolonialherrschaft per DNA identifiziert worden. Die Nachfahren in Tansania fordern nun eine zeitnahe Rückführung, eine Entschuldigung Deutschlands für Kolonialverbrechen und Verhandlungen über Reparationen. Auch persönliche Gegenstände sollen zurückkehren. Die Ausstellung „Marejesho“ ist ab 12. Oktober 2023 im TA T in Berlin zu sehen. Nachfahren wurden über Ergebnisse informiert  Am 09. September 2023 fand in Moshi, Kilimanjaro, Tansania, ein Treffen von Nachfahren von Anführen der Chagga und Meru Communities mit den zivilgesellschaftlichen Organisationen Flinn Works, Berlin Postkolonial und Old Moshi Cultural Tourism (OMCT) statt. Das Treffen wurde vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) organisiert.
Die Nachfahren Zablon Kiwelu (links) und Isaria Meli (rechts) am Denkmal für die gehängten Führer in Old Moshi – Bild: Konradin Kunze
Die Organisationen aus Deutschland waren per Video zugeschaltet. Dabei stellte Konradin Kunze (Flinn Works) die Ergebnisse eines Abgleichs der DNA von Nachfahren mit Ancestral Remains (menschlichen Schädeln) vor, die sich im Depot der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) in Berlin befinden: Bei zwei Familien konnte eine direkte  Verwandtschaft mit insgesamt drei Individuen festgestellt werden, deren Häupter nach Berlin verschleppt wurden. Dabei handelt es sich mutmaßlich um die in der deutschen Kolonialzeit hingerichteten Chagga-Anführer Mangi Molelia von Kibosho und dessen Bruder sowie um den Akida (Minister) Sindato Kiutesha Kiwelu aus Moshi.
Familie Molelia erhält DNA-Bericht in Moshi – Bild: Adam Graphics
Projekt „Marejesho“ ermöglichte Abgleich  Der DNA-Abgleich erfolgte auf Wunsch der Nachfahren im Rahmen der tansanisch-deutschen Recherche-Ausstellung „Marejesho“, die im August/September 2022 in sechs Dörfern am Kilimanjaro und Meru gezeigt wurde. Ziel von „Marejesho“ ist ein Wissensaustausch zu in der deutschen Kolonialzeit verschleppten menschlichen Gebeinen und geraubtem Kulturgut aus der Region, das sich in deutschen Museumsdepots befindet. „Provenienzforschungsprojekte – auch das der SPK – werden oft ohne die betroffenen Communities durchgeführt. Dabei werden Wünsche und Wissen potenzieller Nachfahren ignoriert.“, sagte Projektleiter Konradin Kunze. „Mit ‘Marejesho‘ versuchen wir, die Lücke zwischen Institutionen und Communities zu schließen. Wir haben aktiv den Austausch mit möglichen Nachfahren gesucht.“ Die vor Ort gesammelten Speichelproben der Nachfahren wurden anschließend an die SPK übergeben, die den DNA-Abgleich an der Universität Göttingen durchführen ließ. Im Rahmen von Marejesho gelang es Kunze bereits vor einem Jahr, die Gebeine von Mangi Lobulu Kaaya von Meru im American Museum of Natural History (AMNH) in New York ausfindig zu machen. Suche nach hingerichteten Anführern  Insgesamt 19 Mangis (Chiefs) und Akidas (Minister) waren am 2. März 1900 in Old Moshi von Kolonialoffizieren wegen ihres Widerstands gegen die Besatzer öffentlich gehängt worden. Auf Anfrage des Völkerkundemuseums Berlin wurden anschließend Teile ihrer Körper für rassistische Forschung nach Berlin geschickt. Seit über 50 Jahren fordern deren Familien deren Rückgabe. Insbesondere die Suche nach dem Haupt von Mangi Meli von Moshi erlangte in den letzten Jahren internationale Aufmerksamkeit. Der Verbleib von dessen Haupt konnte noch immer nicht geklärt werden. Lange reagierten Institutionen mit sog. Schädelsammlungen nicht auf Anfragen von Tansanier*innen. Erst durch den Druck zivilgesellschaftlicher Initiativen zeigte sich z.B. die SPK bereit für Provenienzforschung und Repatriierungen von Ancestral Remains. Nach Tansania erfolgte bis heute außer einer privaten Rückgabe eines Zahns des Chief Mkwawa an dessen Nachkommen noch keine Repatriierung. Forderungen der Nachfahren  Die Nachfahren forderten bei dem Treffen eine zügige Repatriierung der identifizierten Gebeine der Vorfahren an die jeweiligen Familien. Die bisher nicht identifizierten Ahnen, die den Communities der Chagga oder Meru zugeordnet werden konnten, sollen ebenfalls zurückkehren. Die Nachfahren sollen in den Prozess der Repatriierung einbezogen und ihre Wünsche respektiert werden. Die Kosten der Rückführung und der Bestattung sollen von der Bundesregierung getragen werden. Die Angehörigen verlangten außerdem eine offizielle Entschuldigung der Bundesrepublik Deutschland für die kolonialen Verbrechen und die Verschleppung der Ahnen bei den betroffenen Familien und Communities. Dies wird ebenfalls von den daran beteiligten Museen und Universitäten erwartet. Außerdem sollen persönliche Gegenstände der Mangis, die sich in deutschen Museen befinden, zurückgeben werden. Im Anschluss an die Repatriierung verlangten die Nachfahren Gespräche mit der Bundesregierung um Reparationen. In einer gemeinsamen Erklärung der Familien heißt es:
 „Wir, die Familien der Nachkommen, haben die DNA-Ergebnisse unserer Vorfahren erhalten. Wir sind sehr froh, etwas über das Schicksal unserer Vorfahren zu erfahren, die vor mehr als 100 Jahren gestorben sind. Wir sprechen allen Institutionen und Personen, die für diesen wichtigen Fortschritt verantwortlich sind, unsere Anerkennung aus. Wir fordern die tansanische Regierung auf, den Kommunikationsprozess mit der deutschen Regierung zu beschleunigen, damit das formelle Verfahren für die Rückgabe der menschlichen Überreste unserer Vorfahren schneller ablaufen können. Unsere Familien sind bereit, sie zu empfangen, und wir haben bereits Orte für ihr Begräbnis gefunden.“
Deutschland hält menschenrechtliche Standards nicht ein  Die deutsche Bundesregierung muss nun beweisen, dass sie sich den Rechten der Ahnen und ihrer Nachfahren verpflichtet fühlt, den Weg einer Grund- und Menschenrechts-basierten Repatriierung wählt und die betroffenen Nachfahren ausreichend in ihren Wünschen und Forderungen von Anfang an in die entsprechenden Prozesse einbezieht. „Denn Deutschlands bisherige Praxis genügt menschenrechtlichen Standards nicht. Es besteht dringender Handlungsbedarf, sowohl im praktischen, forschungs- als auch im legislativen Bereich.“, sagte Sarah Imani (ECCHR). Dies argumentieren die zeichnenden Organisationen auch u.a. vor dem Ausschuss zur Antirassismus-Konvention der Vereinten Nationen. Marejesho in Berlin  Die Ausstellung „Marejesho“ wird ab dem 12. Oktober 2023 im TA T der Humboldt-Universität in Berlin gezeigt. Dabei werden die Reaktionen, Forderungen und Fragen der Communities im Fokus stehen. „Marejesho“ ist ein Projekt von Flinn Works, Berlin Postkolonial und Old Moshi Cultural Tourism, gefördert im Fonds TURN2 der Kulturstiftung des Bundes. Im Rahmen der Ausstellung wird es im November eine Veranstaltung mit Vertretern der Nachfahren geben.

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– Völkermord an Herero – Herero-Aktivist Israel Kaunatjike: Kranzniederlegung pure Heuchelei

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Herero-Aktivist Israel Kaunatjike: Kranzniederlegung pure Heuchelei

Türkei
Ex-Innenminister Soylu muss Geldstrafe an Kilicdaroglu zahlen

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Ankara – Der ehemalige türkishe Innenminister Süleyman Soylu wurde in dem von Kemal Kılıçdaroğlu, dem Vorsitzenden der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP), gegen ihn angestrengten Verleumdungsprozess zu einer Entschädigungszahlung von 40.000 Lira (etwa 1.400 Euro) an Kılıçdaroğlu verurteilt. Soylu hatte sich am 18. November 2022 während der Haushaltsberatungen abfällig über Kılıçdaroğlu geäußert, der ihn der „Geldwäsche“ beschuldigt hatte. Soylu hatte erklärt: „Jeder, der Schwarzgeld wäscht oder in den Drogenhandel verwickelt ist, ist verachtenswert. Kılıçdaroğlu, der nichts beweisen kann, ist ebenfalls verachtenswert. So einfach ist das. Jeder, der nichts beweist, ist auch verachtenswert.“ Kılıçdaroğlus Anwalt, Celal Çelik, reichte als Reaktion auf Soylus Aussage Klage ein. In einem Tweet von seinem X (Twitter)-Account sagte Çelik:
„Wir haben gesagt, dass wir Süleyman Soylu für seinen Mangel an Anstand zur Rechenschaft ziehen würden! Wir haben unser Wort gehalten. Wir haben die Klage, die wir am 18. November 2022 gegen Soylu wegen Verleumdung eingereicht haben, gewonnen. In der heutigen abschließenden Anhörung des Falles vor dem 15. Zivilgericht erster Instanz in Ankara wurde Kemal Kılıçdaroğlu eine Entschädigung von 40.000 Lira zugesprochen.“

G20-Gipfel
Erdogan: Die Meere werden zu Flüchtlings-Gräbern

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Neu-Delhi – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan rief dazu auf, die globalen Ungleichheiten und die Ursachen der Migration an der Wurzel zu bekämpfen, während die Welt mit Herausforderungen wie dem Klimawandel und Wirtschaftskrisen konfrontiert ist, und erklärte, dass die Türkei eine gerechtere Welt für möglich hält.

„Kinder sterben, weil sie kein Stück Brot und Wasser finden, Zehntausende Flüchtlinge verlieren jedes Jahr ihr Leben in den Wüsten. Unsere Meere verwandeln sich in einen riesigen Flüchtlingsfriedhof. Millionen verlassen ihre Heimat wegen Kriegen und Konflikten. In einer Welt, in der sich herzzerreißende Tragödien ereignen, kann sich keiner von uns sicher fühlen. Wenn 735 Millionen Menschen mit Hunger kämpfen, während auf der anderen Seite Luxus, Prunk und Verschwendung vorherrschen, gibt es hier ein sehr ernsthaftes Problem“, sagte der türkische Staatschef während einer Rede beim diesjährigen G20-Gipfel in Indien.

Erdoğan betonte, dass derzeit Milliarden von Menschen von Afrika bis Asien unter sehr schlechten Bedingungen „zum Vergnügen und Wohlergehen einer Handvoll Eliten“ arbeiteten. „Das ist weder fair, menschlich noch gewissenhaft. Der Grund für diese Probleme sind kein Mangel an Ressourcen, sondern ein Mangel an Mitgefühl“, so Erdoğan weiter. „Wir glauben, dass eine gerechtere Welt möglich ist. Wir sind das Land, das im Verhältnis zum Nationaleinkommen die meiste Hilfe der Welt leistet. Wir unterstützen mehr als vier Millionen Unterdrückte und schikanierte Menschen, die in unserem Land Zuflucht gesucht haben“.

Die G20-Staaten sind am gestrigen Samstag und heute zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen in Neu-Delhi zusammengekommen.

Das zweitägige Treffen fand unter der Präsidentschaft des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi im Messe- und Kongresszentrum Pragati Maidan in Neu-Delhi statt. Das Treffen stand unter dem Motto Vasudhaivha Kutumbakam (übersetzt etwa: Eine Welt, Eine Familie, Eine Zukunft). Auf dem Gipfel ging es unter anderem um die Themen Energiesicherheit, Düngemittel und Nahrungsmittelversorgung. Die G20-Gruppe beschloss im Rahmen des Gipfels, die Afrikanische Union (AU) als Mitglied aufzunehmen. Bisher war die Europäische Union mit ihren 27 Mitgliedsstaaten die einzige Regionalorganisation, die Mitglied der G-20 ist.

Die G20 ist das internationale Forum, das die großen Volkswirtschaften der Welt zusammenbringt. Ihre Mitglieder – 19 Staaten und die Europäische Union – machen mehr als 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, 75 Prozent des Welthandels und 60 Prozent der Erdbevölkerung aus.

Elektromobilität
Türkei: Verkauf von E-Autos um 600 Prozent gestiegen

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Istanbul – Die Verkäufe von Elektroautos in der Türkei sind von Januar bis August um fast 600 Prozent gestiegen. Die Verkäufe von Elektroautos in der Türkei haben in diesem Jahr einen ungeahnten Aufschwung erlebt und einen enormen Marktanteil erobert. Der Anstieg ist vor allem auf den Erfolg der ersten in der Türkei produzierten Elektrofahrzeugmarke TOGG zurückzuführen, die sich schnell zur meistverkauften Marke im Elektroautosegment entwickelt hat. Nach Angaben dem Verband für Automobilvertrieb und Mobilität (ODMD) wurden von Januar bis August dieses Jahres fast 22.900 Elektrofahrzeuge verkauft. Dies entspricht einer atemberaubenden Steigerung von 597 Prozent im Vergleich zu den 3.283 Elektroautos, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres verkauft wurden. Auch das Benzin-Elektro-Hybrid-Segment konnte sich mit einem Anstieg der Verkäufe um 65,7 Prozent auf 60.489 Einheiten gut behaupten. Obwohl die Auslieferungen erst vor vier Monaten begonnen haben, ist es dem TOGG, dem ersten in der Türkei produzierten Elektrofahrzeug, gelungen, innerhalb kürzester Zeit zur meistverkauften Marke mit einem Spitzenmodell im Elektroautosegment zu werden, berichtet Daily Sabah. Der Erfolg von TOGG hat in der Türkei internationale Konkurrenten wie Tesla in den Schatten gestellt, das keine länderspezifischen Verkaufszahlen bekannt gibt. Das Unternehmen will bis 2030 eine Million Fahrzeuge in fünf Segmenten herstellen und plant, bis 2025 mit dem Export zu beginnen. Die Produktionskapazität der TOGG-Fabrik soll 175.000 Fahrzeuge pro Jahr erreichen, von denen 28.000 Einheiten in diesem Jahr produziert werden sollen. Die Produktpalette der Marke wird bis 2030 um vier weitere Modelle erweitert, darunter eine Limousine, ein C-Hatchback, ein B-SUV und ein B-MPV. Marktanteil erreicht fast vier Prozent Die Marktanteile von batteriebetriebenen Fahrzeugen und Hybridfahrzeugen stiegen von 0,9 Prozent bzw. 10,3 Prozent in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres auf 3,9 Prozent bzw. 10,4 Prozent. Autos mit Benzinmotor hatten im Zeitraum Januar-August einen Anteil von 61,6 Prozent an den Gesamtverkäufen, gegenüber 70 Prozent vor einem Jahr, während der Anteil von Dieselfahrzeugen von 17 Prozent auf 15,7 Prozent sank. Türkisches E-Auto

Die Türkei hatte ihr Projekt im Jahr 2018 gestartet und begann im vergangenen Oktober mit der Massenproduktion. Hinter dem Elektroauto-Start-Up steht ein mächtiges Konsortium türkischer Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen, das aus der Anadolu Grubu Holding A.Ş., BMC Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş., Turkcell İletişim Hizmetleri A.Ş., Zorlu Holding A.Ş. und der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei

TOGG wird in zwei Ausstattungsvarianten und zwei Batterieoptionen erhältlich sein. Mit 160 kW/218 PS und 350 Nm Drehmoment wird der T10X RWD (Heckantrieb) eine Reichweite von 314 bzw. 523 Kilometern haben. Das Fahrwerk verfügt laut Auto Motor und Sport rundum über Einzelradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen vorn und Multilink-Achse hinten. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen, sieben Airbags sowie ein stabiles, verwindungssteifes Chassis haben beim EuroNCAP-Crashtest für eine Fünf-Sterne-Wertung gesorgt. Wie Auto Motor und Sport weiter berichtet, bietet das türkische E-Auto im Innenraum einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen, ein 12 Zoll großes Instrumentendisplay, einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen und eine bordeigene Kamera.  Teil der Grundausstattung sind auch eine 4G-Internetverbindung und WiFi-Hotspots. Der TOGG verzichtet demnach fast vollständig auf traditionelle Schalter und setzt stattdessen auf Sprachsteuerung, Dreh-Drück-Stellknopf in der Mittelkonsole sowie Touchscreens. Produziert werden die Elektrofahrzeuge in einem neuen Werk nahe Gemlik, in der Region Bursa, das Ende Oktober nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit offiziell eröffnet wurde. „Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, mehr als nur ein Auto zu bauen. Als wir uns vor vier Jahren aufmachten, hatten wir zwei strategische Ziele. Das erste war, mit TOGG eine weltweit wettbewerbsfähige Marke für Mobilitätstechnologie zu entwickeln. Unser zweites Ziel war die Schaffung eines offenen und zugänglichen Ökosystems rund um unsere intelligenten Geräte und digitalen Produkte zu schaffen, bei dem der Nutzer im Mittelpunkt steht“, so TOGG-Chef Gürcan Karakaş.
(Foto: nex24)

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Das erste türkische E-Auto TOGG ist nun auch als Polizeiauto im Einsatz. Am Samstag nahm TOGG in Istanbul seinen Dienst auf.

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Wirtschaft
Fitch erhöht nach zwei Jahren Rating der Türkei

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New York – Die Ratingagentur Fitch hat am Freitag den Ausblick für die Türkei von „negativ“ auf „stabil“ revidiert und das Rating „B“ bekräftigt. „Die Änderung des Ausblicks auf „stabil“ spiegelt die Rückkehr zu einem konventionelleren und konsistenteren Policy-Mix wider, der die kurzfristigen makrofinanziellen Stabilitätsrisiken reduziert und den Druck auf die Zahlungsbilanz mindert“, so die Analysten von Fitch in einer Mitteilung. Die Türkei hat am Mittwoch ihren mittelfristigen Wirtschaftsplan vorgestellt, der die jährliche Inflation von 65 Prozent im Jahr 2023 auf 33 Prozent im Jahr 2024 senken soll. Das Land senkte auch die BIP-Prognosen, da die Wirtschaft gegen Ende des Jahres und vor den landesweiten Kommunalwahlen, die im März nächsten Jahres stattfinden sollen, schwächer werden dürfte. Die türkische Währung ist im Jahr 2023 bisher um fast ein Drittel gesunken, nachdem sie 2021 rund 44 Prozent und 2022 41 Prozent verloren hatte. Die Türkei hat schon seit einiger Zeit auch mit der Inflation zu kämpfen und steht nun vor einer politischen Kehrtwende, nachdem Präsident Tayyip Erdogan einen neuen Finanzminister und eine neue Zentralbankchefin eingesetzt hat, die die Zinssätze von 8,5 Prozent auf 25 Prozent angehoben haben, berichtet Reuters. Die Türkei hat auch immer noch mit den Folgen des Erdbebens zu kämpfen, das das Land und Syrien im Februar dieses Jahres erschütterte. Die Kosten für die Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen führten zu einer „erheblichen“ Ausweitung des Defizits der Zentralregierung auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, so die Agentur. Bis zum Erdbeben hatte sich die türkische Wirtschaft gut entwickelt: Mit einem Wachstum von 5,6 Prozent verzeichnete die Türkei im Jahr 2022 das dritthöchste Wachstum unter den G20-Ländern und lag damit hinter Indien und Saudi-Arabien, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung letzten Monat mitteilte. Dies folgt auf ein Wachstum von 11,4 Prozent im Jahr 2021. Die Wirtschaft des Landes war im Jahr 2019 real um fast 20 Prozent größer als vor der Pandemie, wie offizielle Daten der Agentur TurkStat zeigen. Der private Verbrauch lag um 42 Prozent über dem Niveau von 2019. Doch die Erdbeben vom Februar haben die türkische Wirtschaft und Gesellschaft geschädigt. Die Schäden der Beben, die auch Syrien betrafen, werden auf über 100 Milliarden Dollar geschätzt, wie die Vereinten Nationen zuvor mitgeteilt hatten. „Wir prognostizieren, dass sich das gesamtstaatliche Defizit im Jahr 2024, dem Hauptjahr des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben und einer möglichen Entspannung vor den Kommunalwahlen, auf 6,3 Prozent ausweiten wird, bevor es im Jahr 2025 auf 4,8 Prozent des BIP zurückgeht“, so Fitch.

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