Arbeitsagentur
Arbeitsagentur-Chef: Keine Kündigungswellen durch Bürgergeld

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Bielefeld – Der Chef der Arbeitsagentur in NRW, Roland Schüßler, weist den Vorwurf zurück, das Bürgergeld schaffe falsche Anreize. „Das System ist so ausgelegt, dass sich Arbeit am Ende immer mehr lohnt und dass es die oft deklarierte Ungerechtigkeit nicht geben kann“, sagt Schüßler der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung „Neue Westfälische“. Falsch sei die Annahme, dass durch das Bürgergeld immer mehr Menschen ihre Arbeit ruhen ließen, um zu Leistungsempfängern zu werden. „Unsere Zahlen zeigen, dass es im Niedriglohnsektor keine Kündigungswellen gibt, weil diese Menschen etwa ins Bürgergeld-System wechseln würden. Das ist nicht der Fall“, sagt Schüßler. In NRW gab es nach aktuellsten Zahlen von Juni 2023 rund 1,12 Millionen Bürgergeld-Empfänger. Vorwürfe, diese Menschen würden sich auf den Sozialleistungen ausruhen, weist Schüßler entschieden zurück.
„Und es ist doch nicht so, dass man als Bürgergeld-Empfänger in Saus und Braus leben kann. Die Mehrzahl der Menschen will aus meiner Sicht ein selbstbestimmtes Leben führen. Das hat auch etwas mit Stolz und Würde zu tun. Bürgergeld-Empfänger müssen jeden Kontoauszug vorzeigen und jede Veränderung mitteilen.“
Die Bundesagentur für Arbeit in NRW hat laut Schüßler in den vergangenen acht Monaten 33.000 Sanktionen ausgesprochen. Davon waren 85 Prozent Meldeversäumnisse. „Das heißt: In diesen Fällen sind die Menschen nicht zum Termin gekommen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass all diese Menschen Arbeit verweigern. Das trifft in ganz NRW auf Bürgergeld-Empfänger maximal im kleinen vierstelligen Bereich zu.“ Zuletzt hatte unter anderem NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) das Bürgergeld für gescheitert erklärt. „Als Union werden wir eine Reform des Bürgergelds angehen. Dabei denke ich an das Thema Sanktionen, aber auch Hinzuverdienstgrenzen und an die Arbeitsweise der Jobcenter“, sagte Laumann.

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– Gaza-Krieg – Israel-Boykott: McDonald’s Umsätze brechen ein

Die Kette meldete ihren ersten Quartalsumsatzverlust seit fast vier Jahren, der auf ein schwaches Wachstum im internationalen Geschäft zurückzuführen ist.

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Gaza-Krieg
Israel-Boykott: McDonald’s Umsätze brechen ein

Chicago – Wie BBC berichtet, hat McDonald’s ein wichtiges Umsatzziel verfehlt, was teilweise darauf zurückzuführen sei, dass Kunden das Unternehmen wegen seiner angeblichen Unterstützung Israels boykottieren. Die Fast-Food-Kette meldete ihren ersten Quartalsumsatzverlust seit fast vier Jahren, der auf ein schwaches Wachstum im internationalen Geschäft zurückzuführen ist. Die Aktien von McDonald’s fielen nach der Ankündigung um etwa vier Prozent. Der Chef des Unternehmens hatte zuvor die Auswirkungen des Konflikts eingeräumt und „Fehlinformationen“ dafür verantwortlich gemacht, berichtet BBC weiter. Der CEO von McDonald’s, Chris Kempczinski, sagte am Montag, dass der Krieg eine „entmutigende“ Auswirkung auf die Verkäufe in Ländern des Nahen Ostens und anderen Ländern mit muslimischer Mehrheit wie Malaysia und Indonesien gehabt habe. „Solange dieser Konflikt, dieser Krieg, andauert … erwarten wir keine wesentliche Verbesserung“, sagte Kempczinski in einer Telefonkonferenz.
„Es ist eine menschliche Tragödie, was da vor sich geht, und ich denke, das belastet Marken wie unsere.“
Das Umsatzwachstum der Fast-Food-Kette für den Nahen Osten, China und Indien lag im Oktober-Dezember bei 0,7 Prozent und damit weit unter den Markterwartungen von 5,5 Prozent. Der Einbruch kam, nachdem Kunden in muslimischen Ländern zu einem Boykott von McDonald’s aufgerufen hatten, nachdem der israelische Franchisenehmer Tausende von kostenlosen Mahlzeiten an das israelische Militär gespendet hatte. Nach der Ankündigung von McDonald’s Israel distanzierten sich die Franchisenehmer in Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Ägypten, Bahrain und der Türkei von den Spenden und sagten gemeinsam Millionen von Dollar für die Palästinenser in Gaza zu. Kempczinski sagte letzten Monat, dass der Krieg und die damit verbundenen Fehlinformationen“ eine bedeutende“ Auswirkung auf das Geschäft in der Region hätten. McDonald’s gehört zu einer Reihe westlicher Marken, die wegen ihrer vermeintlichen Unterstützung Israels mit Boykotten belegt wurden. Letzte Woche senkte auch die Kaffeehauskette Starbucks ihre Jahresumsatzprognose und begründete dies mit einem Einbruch des Geschäfts im Nahen Osten.

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– BDS-Südafrika – Südafrika: Anglikanische Kirche schließt sich Boykottbewegung BDS gegen Israel an

Die Anglikanische Kirche Südafrikas mit ihren 4,5 Millionen Anhängern, hat in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass sie sich der Boykottbewegung BDS, gegen die illegale Besatzung Israels der Westbank, angeschlossen hat.

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Bonn
Akif Pirinçci zu Gefängnisstrafe verurteilt

Bonn – Mit Krimi-Büchern über Katzen wurde er international bekannt, jetzt hat das Amtsgericht Bonn den Islamkritiker und Autor Akif Pirinçci wegen Volksverhetzung zu neun Monaten Haft verurteilt – ohne Bewährung. Mit dem Urteil ging der Richter deutlich über das geforderte Strafmaß der Staatsanwaltschaft hinaus. Die Anklage hatte sieben Monate Haft ohne Bewährung gefordert. Es geht um einen anderthalb Jahre alten Text. Der 64-Jährige hatte sich in einem Blogeintrag feindselig über Migranten geäußert. Wie der WDR berichtet, schreibt Pirinçci in dem Text über Migranten und stellt laut Anklage ohne Belege Behauptungen über angebliche Straftaten auf. Pirinçci schreibt von „Muslimen und Afros“, die in den Jahren 2015 und 2016 als „Schmarotzer“ nach Deutschland gekommen seien und sich „mikrobenartig immer weiter vermehren“ würden. Außerdem unterstellte er, sie wären für eine „bis heute nicht abreißende Serie bestialischer Verbrechen vor allem an Frauen“ verantwortlich. Das Urteil sei „Schwachsinn“, betont Pirinçci gegenüber der Jungen Freiheit. „Es ging in dem Text überhaupt nicht um Migranten.“ Tatsächlich beschreibe der Text, daß die politische Linke die Figur des Rechten als Gegner benötige, um von eigenen Problemen abzulenken, berichtet JF weiter. Pirinçci, 1959 in Istanbul geboren, war 1969 mit seiner Familie nach Deutschland gezogen und in der Eifel aufgewachsen. Von 1989 an wurde er mit Krimis bekannt, in denen Katzen die Hauptrolle spielten. Die Romane verkauften sich millionenfach, wurden in viele Sprachen übersetzt und verfilmt. In den vergangenen Jahren ist Pirinçci jedoch vor allem mit rechtspopulistischen und islamfeindlichen Äußerungen aufgefallen.        

NEX24-Interview
Türkei: Ausgewandert und plötzlich schwer krank

Seit fast zwei Jahrzehnten veröffentlicht Marina Bütün in ihrem Blog und in Facebook kostenlose Informationen für Auswanderer, die sich in der Türkei ganz niederlassen – ohne Wohnsitzanmeldung in Deutschland.

Meistens geht es im Blog nicht um die üblichen Themen, eher um spezielle Probleme, die sie aus eigener Erfahrung und Praxis an die Leser weitergibt. Im neuesten Blog-Artikel geht es um Tipps für den Krankheitsfall in der Türkei und welche Vorkehrungen alleinstehende Ausländer im Vorfeld bereits treffen sollten, bevor der akute Fall überhaupt eintritt.

Die in der Provinz Mugla lebende Autorin der Bücher „Ratgeber Auswandern Türkei„, „Türkei-Immobilien“ (Miete, Kauf, Bau, Sanierung) und ihren Tagebüchern „Weißwurst mit türkischem TeeBand 1, 2 und 3, hat erst kürzlich durch den Tod eines nahen Freundes erlebt, was es heißt, wenn jemand mit der Einstellung auswandert, erst an Krankheit zu denken, wenn es oft zu spät ist. 

Dabei geht es nicht nur um vorbereitende Maßnahmen für alleinstehende Auswanderer, die ihren festen Wohnsitz in der Türkei begründen möchten, sondern auch um die Nachsorge und Pflege zu Hause von der Kommune der Stadt, wenn ein Patient nach dem Krankenhausaufenthalt alleine zu Hause Hilfe braucht. Diese Hilfe gibt es auch für Ausländer mit permanentem Wohnsitz.

Frau Bütün, wie kam es dazu, dass Sie das Thema Krankheit und Sterbefall in Ihren Blog aufgenommen haben?

Es war mir bis kurz vor dieser Veröffentlichung selbst erst klar, dass sich die wenigsten Menschen mit den schlimmen Dingen des Lebens befassen wollen, wenn sie an die Auswanderung denken. Krankheit und vor allem der Tod sind meistens Themen, die man lieber ignoriert, wenn man noch gesund ist.

Man schiebt diese Gedanken einfach weg. Mir ging es bis vor einem Jahr genauso, bis mein Mann ernsthaft erkrankte. Machen wir uns nichts vor – wenn man selten oder nie einen Arzt braucht, keine Medikamente einnehmen muss, klammert fast jeder dieses Thema einfach aus und hofft, dass es nicht passiert.

Aus eigener Erfahrung, auch durch Erfahrungen von Freunden, die schon Hilfe geleistet haben, weiß ich, wie schwierig es werden kann, wenn alleinstehende Ausländer ohne Familie in der Türkei plötzlich erkranken, sich selbst nicht mehr helfen können oder gar nicht mehr in der Lage sind, ihren gesundheitlichen Zustand als kritisch einzuschätzen.

Letztendlich liegt es zwar immer in der Entscheidung des geschäftsfähigen Patienten, ob er sich behandeln lassen möchte, es ist jedoch trotzdem im Ernstfall im Umfeld des Alleinstehenden erforderlich, r e c h t z e i t i g Maßnahmen zu ergreifen, wenn es lebensgefährlich wird. Dabei helfen jedoch keine Ferndiagnosen per Anruf am Smartphone, dazu gehört auf jeden Fall ein Besuch beim Patienten.

Man sollte sich als Auswanderer – von Beginn an – auf keinen Fall einfach darauf verlassen, dass man selbst noch Entscheidungen treffen kann oder jemand sofort da ist – vor allem, wenn man sehr zurückgezogen lebt und kaum Freundschaften pflegt. Es gibt so viele traurige Fälle, die immer wieder in der türkischen Zeitung stehen.

Immer wieder liest man, dass demente Ausländer verschwunden sind und dann tot aufgefunden wurden oder oft tagelang in ihrem Haus liegen, bis es den Nachbarn dann doch auffällt. Bei Ausländern, die öfter nach Deutschland reisen, ist es für die Nachbarn nicht ungewöhnlich, dass es ums Haus manchmal länger still ist. Deswegen ist es wichtig, dass man sich nicht völlig von der Gemeinschaft abschottet oder ausschließt und in so einem Fall einem Nachbarn Bescheid gibt“, so Bütün.

Durch Erlebnisse von Freunden, und aktuell durch einen sehr persönlichen Fall – welche Erkenntnis ziehen Sie daraus?

Es kann einfach jeden treffen! Das Alter ist völlig egal. Es spielt keine Rolle, ob es ein Unfall in jüngeren Jahren oder Altersschwäche ist, das habe ich erst begriffen, als in meinem Umfeld nach 20 Jahren immer wieder Menschen aus dem deutschen Bekanntenkreis erkrankten oder verstarben. Hier waren aber immer noch die Ehepartner da, die Maßnahmen einleiten konnten oder zur Pflege bereitstanden.

Trotzdem benötigten auch die deutschen Ehepartner im Krankheits- oder Todesfall dringend Beistand und Hilfe, um alles organisieren zu können. Es geht nicht nur um den Krankheits- oder Todesfall selbst, was schon schwer genug ist. Dazu kommt dann ein Wust von Bürokratie, die zusätzlich an den Nerven zehrt – im Todesfall länderübergreifend mit den örtlichen Behörden UND dem deutschen Konsulat.

Dafür braucht man gute Nerven und beide Sprachen. Vor allem benötigt man Hilfe von jemandem, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, immer freundlich bleibt – denn sowohl die türkischen als auch deutschen Behörden arbeiten lieber mit Menschen, die sich nicht ständig beschweren oder arrogant und hochnäsig mit den Beamten oder Angestellten sprechen.

Das gilt auch für den Umgang mit Krankenhäusern und Ärzten und dem Personal dort. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte an das deutsche Sprichwort denken „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“.

Ist eine schriftliche Erklärung, was im Ernstfall gewünscht wird und die im Haus am Kühlschrank oder an einer Tür hängt, die Lösung?

Es ist so leicht dahergesagt, wenn jemand gar nicht weiß, was im Krankheitsfall in der Türkei möglich ist, kann er sich zwar alles wünschen, aber ob es machbar ist, stellt sich dann erst heraus. Selbst wenn man eigenhändig schriftlich mit Zeugen hinterlegt, was nach dem Tode passieren soll, muss der Inhalt rechtlich – sowohl in der Türkei als auch in Deutschland – Hand und Fuß haben, sonst nützt es überhaupt nichts.

Vor allem, wenn der Text keine Namen von Personen nennt, ist alles ungültig. Selten kennt jemand die rechtliche Seite, außer er ist selbst Jurist oder hat sich im Vorfeld beraten lassen. Solche Überlegungen sind zwar schön, aber letztendlich wertlos. Das kann jeder Notar bestätigen.

Bis man einen alleinlebenden Verstorbenen findet, können manchmal Tage vergehen, wenn dieser vielleicht auch noch in einem einzelnen Haus wohnt, das irgendwo einsam liegt. Ohne gute Kontakte vor Ort, ohne die türkische Sprache zu verstehen und dazu noch ohne Verwandte vor Ort ist alles doppelt schwierig, wenn Probleme auftauchen. Wie oben erwähnt, nur die Sprache reicht auch nicht unbedingt aus.

Erst kürzlich sagte ein Freund von uns, es gäbe bestimmte Menschen, die würde er niemals in seinem Namen auf Behörden schicken, weil sie sofort dumm daher reden würden und sich es mit ihrer Art immer verscherzen. Deshalb ist es für einen angehenden Auswanderer dringend notwendig, sich bereits im Vorfeld mit diesem ernsten Thema zu befassen – genau dann, wenn man es noch kann!

Ich habe in meinem Blog eine Liste erstellt, die jeder angehende Auswanderer kennen sollte – einfach als Gedächtnisstütze für den Fall, der hoffentlich nie eintreten wird. Vor allem ist Egoismus in dem Falle fehl am Platz. Denn im Ernstfall ist man immer auf fremde Hilfe angewiesen – ob das nun Freunde oder ganz fremde Personen sind, hängt immer vom Umfeld des Auswanderers ab.

Wenn noch Erben im Ausland existieren oder über die Recherche des deutschen Konsulats ausfindig gemacht wurden, da jeder Todesfall eines deutschen Staatsbürgers dem Konsulat gemeldet werden muss, finden diese auf meinem Blog auch viele Anhaltspunkte, wie sie als Erben vorgehen müssen. Es ist einfach wichtig, zu wissen, dass im Ernstfall wirklich auch alles klappt.

Vielen Dank für das Gespräch

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– Immobilien – Türkei-Immobilien: Mieten – Kaufen – Bauen– Sanieren

Wer möchte nicht glücklich und ohne Kopfschmerzen in das neue Heim in der Türkei einziehen? Marina Bütün, die seit 2003 in der Türkei an der Westküste in der Provinz Muğla mit ihrem türkischen Mann lebt und dort 2005 eine Immobilien-Firma mit Schwerpunkt Bau von Einfamilienhäusern gründete, hat ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.

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Wirtschaft
Türkei: Exporte brechen weiteren Allzeitrekord

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Istanbul – Im Januar haben die türkischen Exporte trotz der Abwärtsrevision in der Weltwirtschaft erneut einen neuen Allzeitrekord aufgestellt. Die Exporte der Türkei haben im Januar mit 20,03 Milliarden Dollar einen Rekordwert erreicht und sind damit im Jahresvergleich um 3,6 Prozent gestiegen, während die Importe des Landes im Januar um 22 Prozent zurückgingen, so der türkische Handelsminister. Deutschland ist weiterhin der größte Absatzmarkt für türkische Exporte. Die Einfuhren des Landes sanken im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat demnach auf 26,2 Milliarden Dollar, teilte Ömer Bolat auf einer Pressekonferenz in Istanbul mit. Das Außenhandelsdefizit des Landes verringerte sich im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent, zitiert TRT World Bolat weiter. Türkeis Exporte im Jahr 2023 Wie Präsident Recep Tayyip Erdogan mitteilte, haben die Exporte der Türkei im Jahr 2023 einen Rekordwert von 255,8 Milliarden Dollar erreicht und sind damit um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Damit wurde das Ziel unseres mittelfristigen Programms von 255 Milliarden Dollar übertroffen“, sagte Erdogan auf einer Pressekonferenz in Istanbul zu den vorläufigen Außenhandelsdaten. Der Deckungsgrad der Exporte im Verhältnis zu den Importen sei im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte gestiegen und werde im Jahr 2023 70,7 Prozent erreichen, so Erdogan.

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– E-Commerce – Ukraine: Türkisches Ebay „Trendyol“ plant Markteintritt

Trendyol, die führende E-Commerce-Plattform in der Türkei, die eine breite Palette von Produkten und Herstellern mit einem internationalen Publikum verbindet, plant den Eintritt in den ukrainischen Markt.

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BMG
Israelkritik: Pink Floyd Gründer Roger Waters gefeuert

Berlin – Die Berliner Plattenfirma BMG kündigt den Vertriebsvertrag mit dem umstrittenen englischen Sänger Roger Waters nach dessen israelkritischen Äußerungen. Im November sagte Waters, der die Band Pink Floyd gegründet hat, in einem Podcast-Interview mit Glenn Greenwald, dass er von BMG, dem viertgrößten Musik- und Tonträgerunternehmen der Welt, entlassen worden sei, nachdem die Muttergesellschaft von BMG, das deutsche Medienunternehmen Bertelsmann, pro-israelischen Druck ausgeübt habe. Waters sprach schon oft über „Verschwörungen gegen die Veröffentlichung seiner Überzeugungen“. Bei einem Konzert in Birmingham (Großbritannien) im vergangenen Jahr begann Waters mit einer zehnminütigen Rede, in der er seine „brutale“ Behandlung in Deutschland beklagte und sagte, zahlreiche Medien hätten versucht, ihn wegen seiner Unterstützung der Menschenrechte in Palästina zu vernichten. „Sie versuchen, mich zu vernichten, wie sie Jeremy Corbyn und Julian Assange vernichtet haben“, sagte er. „I will not be cancelled.“ „Israel hat ein Existenzrecht, solange es eine echte Demokratie ist, solange keine Gruppe … mehr Rechte genießt als eine andere. Aber leider ist das nicht genau das, was in Israel und Palästina passiert“, sagte Waters in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Der Künstler bestreitet, antisemitisch zu sein. BMG hatte 2016 einen Verlagsvertrag mit dem 80-jährigen Musiker unterzeichnet und wollte im vergangenen Jahr eine neu aufgenommene Version des Pink-Floyd-Albums Dark Side of the Moon aus dem Jahr 1973 veröffentlichen, doch nach der Einstellung von Thomas Coesfeld als CEO wurde die Veröffentlichung schließlich gestrichen. Die Neuaufnahme wurde daraufhin von dem britischen Plattenlabel Cooking Vinyl veröffentlicht.

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Die Oscar-Preisträgerin Sarandon ist einer der bekanntesten Hollywood-Stars, die sich immer wieder zur Notlage der Palästinenser geäußert haben.

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E-Commerce
Ukraine: Türkisches Ebay „Trendyol“ plant Markteintritt

Kiew – Trendyol, die führende E-Commerce-Plattform in der Türkei, die eine breite Palette von Produkten und Herstellern mit einem internationalen Publikum verbindet, plant den Eintritt in den ukrainischen Markt. Dieser Schritt folgt den jüngsten erfolgreichen Markteinführungen von Trendyol in Deutschland, Aserbaidschan, den Golfstaaten und dem mittel- und osteuropäischen Markt (CEE). Der Präsident der Trendyol-Gruppe, Çağlayan Çetin, nahm diese Woche in der Ukraine an einer Reihe von Treffen mit der Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin der Ukraine, Yulia Svyrydenko, dem Minister für Strategische Industrien der Ukraine, Alexander Kamyshin, und Haluk Bayraktar, dem Geschäftsführer von Baykar, dem führenden türkischen Technologieunternehmen, teil. Svyrydenko, brachte ihre Freude über das Treffen zum Ausdruck:
„Es ist wichtig, dass türkische Unternehmen jetzt bereit sind, in der Ukraine zu investieren, ohne auf das Ende des Krieges zu warten. Ihr Interesse geht über den schnell voranschreitenden High-Tech-Sektor und die Verteidigungsindustrie in Kriegszeiten hinaus. Es besteht auch ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit in der Logistik und auf dem Markt mit Schwerpunkt auf dem Export. Wir haben Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Zusammenarbeit und zum Aufbau stärkerer wirtschaftlicher Beziehungen erkundet. Ich glaube, dass ein verstärkter Handel dazu beitragen kann, unsere Nationen einander näher zu bringen.“
Das Engagement von Trendyol, eine nahtlose und bequeme E-Commerce-Erfahrung zu bieten, gepaart mit seinem Einsatz für die Förderung des Wirtschaftswachstums durch grenzüberschreitenden Handel, positioniert das Unternehmen als einen Schlüsselakteur in der laufenden Entwicklung des internationalen E-Commerce. Svyrydenko:
„Wir sind dankbar für die Unterstützung und den Beitrag, den die Türkei in der schwierigsten Zeit für die Ukraine geleistet hat, insbesondere das türkische Unternehmen Baykar, das Bayraktar-Kampfdrohnen herstellt. Heute besteht unsere Priorität darin, Investitionen in die Ukraine anzuziehen, um die Verteidigungskapazitäten des Landes sowohl unter dem Kriegsrecht als auch in der Nachkriegszeit zu stärken und so die Wirtschaftstätigkeit der Ukraine anzukurbeln und zum Wiederaufbau und zur Rehabilitation unseres Landes beizutragen.“
Trendyol sieht ein großes Potenzial in der Ukraine mit ihrem sich schnell entwickelnden E-Commerce-Markt, einem Interesse an türkischen Produkten und der Möglichkeit, ukrainischen Marken sowohl nationale als auch internationale Märkte zu öffnen, indem es seine erstklassige digitale Infrastruktur und seine wachsende internationale Präsenz nutzt. Während sich das Unternehmen in neue Märkte vorwagt, bleibt Trendyol seiner Mission treu, Verbraucher mit Produzenten zu verbinden und in digitale und logistische Infrastrukturen zu investieren, wie z. B. in sein Lager in Polen, das mit einer Lagerkapazität von 3 Mio. Einheiten eine wichtige regionale Rolle spielt. Informationen zu Trendyol  Das Unternehmen wurde im Jahre 2010 von Demet Suzan Mutlu gemeinsam mit Investoren als türkische Online-Handelsplattform für Mode gegründet. Frau Mutlu war zu dieser Zeit Studierende der Wirtschaftswissenschaften im MBA-Programm der Harvard University. Die Handelsplattform wurde in der Türkei schnell auch für andere Produkte genutzt. Im Jahr 2020 boten 98.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Einzelpersonen Waren an, die von 19,3 Mio. Kunden gekauft wurden. Im August 2018 stieg die Alibaba Group in das Unternehmen ein. Um diese Zeit begann die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in andere Länder. Im August 2021 erreichte das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 10 Mrd. USD (und wird daher in der Start-Up-Geschäftswelt als ein Decacorn bezeichnet). Es war damit das erfolgreichste türkische Start-Up-Unternehmen überhaupt und das zweitwertvollste in Europa. Hauptinvestoren sind neben der Alibaba Group die US-amerikanischen Investmentfirmen General Atlantic und Princeville Capital, der Vision Fund 2 der japanischen SoftBank, sowie die beiden arabischen Investmentfirmen ADQ (Vereinigte Arabische Emirate) und Qatar Investment Authority.

Geschichte
„Türken waren Auslöser und Wetzstein europäischer Identität“

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von Çağıl Çayır – Historiker

Das Maß der historischen Verantwortung wird in Deutschland verständlicherweise vor allem auf die Zeit des Nationalsozialismus gewichtet. Dabei wird in der Regel jedoch vernachlässigt, dass die Nazi-Ideologie, die die Nazi-Verbrechen geistig vorbereitete, trug und begleitete, sich selbst auf Grundgedanken stützte, die schon seit Jahrhunderten in Europa verbreitet waren und es teilweise immer noch sind.

Maßgeblich für die Nazi-Ideologie waren – zusätzlich zur Judenfeindlichkeit, die es schon im alten Orient gab – vor allem der so genannte Eurozentrismus, der Germanenmythos und der Skandinavismus oder Nordismus und Nordizismus – das exklusive Klischee vom „Nordischen“. Ein kurzer Überblick:

Der Eurozentrismus

Der Eurozentrismus implizierte die Exklusivität und Überlegenheit der Europäer gegenüber dem Rest der Welt, was wiederum ihre kolonialistischen Verbrechen geistig vorbereitete, trug und begleitete — wie die Verfolgung und Versklavung von einheimischen Menschen in Afrika und Amerika, Asien und Australien. Aber auch in Europa, wie bei den Samen in Skandinavien.

Selbst Immanuel Kant stellte – wie viele seiner Zeitgenossen – die „weißen Europäer“ an die Spitze der Menschheit. Der Germanenmythos und der Skandinavismus sowie die fatale „Rassen-“ und Nazi-Ideologie stützten sich grundlegend auf den exklusiven Europa-Gedanken.

Der Germanenmythos

Der Germanenmythos implizierte die Gleichsetzung der Deutschen mit den antiken „Germanen“. Damit waren von Anfang an die verhängnisvollen Stereotype verbunden, denen zufolge die Deutschen die „reinen“, das heißt „unvermischten“ Ureinwohner Europas wären. Der Germanenmythos bildete die Hauptgrundlage der Nazi-Ideologie.

An dieser Stelle ist es wichtig an das Geständnis des Nazi-Propagandaleiters Heinrich Himmler zu erinnern:

„Es ist uns höchst gleichgültig, ob sich die Vorgeschichte der germanischen Stämme in Wirklichkeit so oder anders abgespielt hat […]. Der ganze Tacitus mit seiner Germania ist eine Tendenzschrift. Unsere Wissenschaft vom Deutschtum hat jahrhundertelang von einer Fälschung gelebt. Wir haben das Recht, dasselbe jederzeit zu wiederholen.“1 (Heinrich Himmler)

Das Klischee vom „Nordischen“

Bereits ab dem 16. und 17. Jahrhundert wurde das Klischee vom „Nordischen“ in Skandinavien machtpolitisch und nationalromantisch fetischisiert. Dazu gehörten sehr früh übertriebene, exklusive Vorstellungen wie, dass „alle Menschheitskultur aus Schweden ausgewandert“ wäre.

Schließlich wurde das Klischee vom „Nordischen“ in Europa bis zur Idee einer „Nordischen Rasse“ dem „Nordizismus“ überspitzt. An solchen Vorlagen bedienten sich die Nazis maßgeblich – besonders bei der Pervertierung der Runenschrift und „Nordischen“ Mythologie. Dabei übersteigerten sie den Nordismus und Nordizismus bis zum „Rassenwahn“ und Holocaust.

Fundamentaler Wandel im geschichtlichen Denken

Diese für die modernen „europäischen“ Identitäten grundlegenden, wie zuletzt auch für die Nazi-Ideologie maßgeblichen, exklusiven Ideen waren jedoch nicht selbstverständlich, sondern selbst die Folgen einer massiven kirchlichen Kriegspropaganda gegen die Türken ab der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Mittelalterhistoriker Michael Borgolte spricht von einem „fundamentalen Wandel im geschichtlichen Denken.“

Denn wie neuere Geschichtsstudien zeigen, glaubten die Menschen im Mittelalter noch fest an die Urverwandtschaft der Völker. So erzählt zum Beispiel die älteste Herkunftslegende der Deutschen, die fränkische Sage aus dem 7. Jahrhundert, von der gemeinsamen Herkunft der Franken und Türken aus Troja.

Ebenso erzählt die älteste Herkunftslegende der Isländer von der türkischen Herkunft der Nordländer. Die Türken wurden sogar mit den in Europa höchst verehrten Trojanern (Link) gleichgesetzt. Doch nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 wurden derartige Verwandtschaftssagen zu lästig für die Kirchenherrscher und gewaltsam zerbrochen!

Die Türken waren Auslöser und Wetzstein ‚europäischer‘ Identität

Federführend bei der Spaltung der Völker war Enea Silvio Piccolomini, der spätere Papst Pius II. In seinen berühmten „Türkenreden“ rief er die Europäer, vor allem die Deutschen, zu einem neuen Kreuzzug gegen die Türken auf.

Dabei schloss er die Türken dämonisierend aus der alten mythologischen Gemeinschaft der Völker aus und führte das neue Konzept von Europa als Festung sowie auch den Germanenmythos als Schlachtbegriffe gegen die Türken ein.

Dadurch prägte er nicht nur das negative Fremdbild der Türken, sondern auch das exklusive Selbstbild der Europäer und Deutschen folgenschwer. Der Historiker Johannes Helmrath schreibt: „Die Türken werden zum traumatischen Auslöser und zum Wetzstein ‚europäischer‘ Identität.“

Die Spitze des Eisbergs

Vor dem Hintergrund von Eurozentrismus, Germanenmythos, Nordismus und Nordizismus stellt sich die Nazi-Ideologie als Spitze eines exklusiven Eisbergs heraus, der nach 1453 durch die massive Türkenkriegspropaganda der Kirche vom Festland abbrach.

Dabei hing die für Europa identitätsstiftende Türkenfeindlichkeit der Kirche auch mit Islamfeindlichkeit zusammen. Folglich erfordert die Aufklärung der Nazi-Ideologie auch die Aufklärung der Türken- und Islamfeindlichkeit in Europa. Denn hieraus ergab sich erst die katastrophale Spaltung der Völker, die zu Eurozentrismus, Germanenmythos, Nordismus und Nordizismus sowie zuletzt zum „Rassenwahn“ der Nationalsozialisten in Deutschland und Holocaust führte.

Das bedeutet eine entscheidende Erweiterung des historischen Verantwortungsbewusstseins. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und der europäisch beeinflussten Welt.

Es gilt zu bemerken, dass Eurozentrismus, Germanenmythos und Nordismus inzwischen kritisiert, doch Türken- und Islamfeindlichkeit immer noch nicht grundlegend problematisiert werden. Zudem ist die Grundannahme der Fremdheit und Gegensätzlichkeit zwischen den Völkern und Kulturen immer noch weit verbreitet.

Dagegen deuten neuere Studien auf die lange Vorgeschichte der Kulturkontakte über Eurasien. Dadurch werden die früheren Trennungen zwischen Türken und Europäern verworfen und stattdessen ihre Gemeinsamkeiten erforscht. Daraus ergibt sich ein erneuter fundamentaler Wandel im geschichtlichen Denken. Hin zur Wiedervereinigung der Völker.


Autor

Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlich

Quellen:

Michael Borgolte, Europas Geschichten und Troia. Über die Zeit, als die Türken Verwandte der Lateiner und Griechen waren (Europa im Mittelalter 24), in: Ders./Lohse, Tillmann/Scheller, Benjamin (Hrsg.), Mittelalter in der größeren Welt. Essays zur Geschichtsschreibung und Beiträge zur Forschung, Berlin 2014, S. 211-227.

Johannes Helmrath, Enea Silvio Piccolomini (Pius II.) – Ein Humanist als Vater des Europagedankens?, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2007, <www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1327>.

Christopher B. Krebs, Ein gefährliches Buch. Die »Germania« des Tacitus und die Erfindung der Deutschen, München 2012.

Dieter Mertens, Europäischer Friede und Türkenkrieg im Spätmittelalter, in: Heinz Duchhardt (Hrsg.), Zwischenstaatliche Friedenswahrung in Mittelalter und Früher Neuzeit, Köln et. al. 1991, S. 45 – 90. (Elektronischer Sonderdruck)

1 Hunger, Ulrich, Die Runenkunde im Dritten Reich. Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Ideo­logiegeschichte des Nationalsozialismus (Europäische Hochschulschriften 3. Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 227), Frankfurt am Main et al. 1984, S. 454.


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Im Jahr 2020 entdeckte ein Sondengänger in Vindelev, einem Dorf in Mitteljütland in Dänemark, einen spektakulären Goldschatz aus der Mitte des 5. Jahrhunderts

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Bettina Göring
Großnichte von NS-Verbrecher Göring warnt vor AfD

Köln – Bettina Göring, die Großnichte des NS-Verbrechers Hermann Göring, warnt eindringlich vor der AfD und sieht Parallelen zur Weimarer Republik: „Ich sehe dasselbe Playbook. Alles wird wieder hervorgeholt. Und diese Endlösung, also diese Typen, die alle rausschmeißen wollen: Genauso fing das an bei den Nazis“, sagt sie im Podcast „Die Wochentester“ („Kölner Stadt-Anzeiger“/Redaktionsnetzwerk Deutschland) im Gespräch mit Wolfgang Bosbach und Christian Rach. „Im Moment sind es die Afrikaner, die sie rausschmeißen wollen. Dann die Muslime. Die Juden kommen bestimmt auch noch dazu. Oder vielleicht die Schwulen und Lesben.“ „Der gute Onkel. Mein verdammtes deutsches Erbe“ Göring, die gerade ihr Buch „Der gute Onkel. Mein verdammtes deutsches Erbe“ veröffentlicht hat, fordert allerdings auch mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit AfD-Wählerinnen und Wählern: „Wenn man sagt: Ihr seid die Nazis, ihr seid die Teufel, kommt man nirgendwo hin.“ Doch Göring hat auch Hoffnung, weil derzeit Hunderttausende auf die Straße gehen und gegen Rechtsextremismus demonstrieren: „Ich bin happy zu sehen, dass so viele aufstehen. Es scheint ja erst etwas Schlimmes passieren zu müssen, bevor die Leute aufwachen.“ Bettina Görings Aussagen sind zu hören im Podcast „Bosbach & Rach – Die Wochentester“ mit Wolfgang Bosbach und Christian Rach auf ksta.de/podcast und auf rnd.de. Der Podcast ist außerdem abrufbar über Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audio Now, Deezer und Podimo. Außerdem auf ksta.de/podcast Hermann Wilhelm Göring Hermann Wilhelm Göring (* 12. Januar 1893 in Rosenheim; † 15. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein deutscher nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher. 1933 wurde er Reichsluftfahrtminister, ab Mai 1935 war er Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Ab 1936/1937 übernahm er die Führung der deutschen Wirtschaft und des Reichswirtschaftsministeriums. Göring war einer der 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Angeklagten. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten (Verschwörung gegen den Weltfrieden; Planung, Entfesselung und Durchführung eines Angriffskrieges; Verbrechen gegen das Kriegsrecht; Verbrechen gegen die Menschlichkeit) schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Durch Suizid am Vorabend der Hinrichtung entzog er sich der Vollstreckung des Urteils.

Tourismus
Türkei: Fast 55 Mrd. Dollar durch Tourismuseinnahmen

Ankara – Die Tourismuseinnahmen der Türkei stiegen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 um 16,9 Prozent auf 54,3 Milliarden Dollar, während die Ankünfte ausländischer Touristen um mehr als 11 Prozent auf 57,1 Millionen stiegen, so der türkische Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek auf X. „Im Jahr 2023 haben wir das beste Ergebnis aller Zeiten im Tourismus erzielt“, betonte Şimşek „Im Einklang mit den Prognosen des mittelfristigen Programms erwarten wir, dass die Zahl der Besucher in diesem Jahr auf 59,4 Millionen und die Einnahmen aus dem Tourismus auf 59,6 Milliarden Dollar steigen werden, da sich die starke Leistung der Tourismusindustrie auch 2024 fortsetzt“, sp Şimşek weiter. Das Ziel der Türkei sei bis 2028 über 80 Millionen Besucher zu beherbergen und bei den Einnahmen 100 Milliarden Dollar zu erreichen. „Der türkische Tourismus hat letztes Jahr ein Wunder vollbracht“ Mit dem Wort „Wunder“ lässt sich die Leistung der türkischen Tourismusbranche im vergangenen Jahr am besten beschreiben, als das Land von verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde und geopolitische Unruhen den Sektor beeinträchtigten, sagte Kaan Kavaloğlu, der Vorsitzende des Verbandes der mediterranen touristischen Hoteliers und Reiseveranstalter (AKTOB), gegenüber der Hürriyet. „Die Tourismussaison begann wegen der Erdbeben erst im Juni. Dann hatten wir die Wahlen. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 gab es fast keine touristischen Aktivitäten“, sagte er. Die Tourismuszahlen für 2023 seien erstaunlich, so Kavaloğlu.
„Unser größter Markt – Russland – und unser drittgrößter Markt – die Ukraine – befinden sich immer noch im Krieg. Es ist uns gelungen, die Verluste aus diesen beiden Märkten durch die europäischen Märkte zu kompensieren..“
Die Türkei habe etwa 1,15 Millionen polnische Touristen angezogen, sagte Kavaloğlu und fügte hinzu, dass Polen zum aufsteigenden Stern für den türkischen Tourismussektor geworden sei.

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