Arbeitsmarktpolitik
Forscher: Reallöhne von Geringverdienenden gestiegen
Türkei
Türkischer Finanzminister Şimşek: „Keine schnellen Lösungen“
Unsere Leitprinzipien für die Schaffung einer wohlhabenderen und widerstandsfähigeren Türkei werden Transparenz, Konsistenz, Rechenschaftspflicht und Berechenbarkeit sein.Um die „Vorhersehbarkeit zu verbessern“ und zur „Bewältigung der nationalen und internationalen Herausforderungen“, kündigte er eine „regelbasierte Politik“ an. Şimşek bedankte sich bei Präsident Erdoğan für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich bin Präsident Erdoğan dafür dankbar, dass er mich mit der Verantwortung betraut hat, unserem Volk in dieser Funktion zu dienen“, so der Finanzminister.
Şimşek war von 2007 bis 2009 Wirtschaftsminister, und von 2009 bis 2015 Finanzminister. Danach übernahm er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er galt bei internationalen Investoren als Garant für eine gute wirtschaftliche Entwicklung.
Şimşek trat 2018 zurück, als Präsident Recep Tayyip Erdoğan seinen Schwiegersohn Berat Albayrak zum Finanzminister ernannte. Die türkische Lira befand sich seit seinem Rücktritt in einem freien Fall, wobei sie um über 400 Prozent – von etwa 4,6 auf über 20 zum Dollar – abstürzte.
As we navigate through domestic and international challenges, we affirm our commitment to rules based policy making to enhance predictability. While there are no short cuts or quick fixes, rest assured that our experience, knowledge & dedication will help us overcome potential…
— Mehmet Simsek (@memetsimsek) June 7, 2023
Yunus Emre Institut
Frankfurt: Ausstellung über Juden des Osmanischen Reiches
von Kemal Bölge
Anno 1493, ein Jahr nachdem Christoph Kolumbus Amerika entdeckt hatte, gründeten die Brüder David und Samuel Ibn Nahmias im Istanbuler Stadtteil Ortaköy die erste Druckerei des Osmanischen Reiches.
Es waren sephardische Juden, die mit dem Edikt von Granada zwischen katholischer Taufe und Vertreibung wählen mussten. Am 2. August 1493 begann der Exodus von 150.000 spanischen Juden, die innerhalb weniger Monate ihre Heimat zwangsweise verließen. Etwa 100.000 fanden Zuflucht im Osmanischen Reich. Der osmanische Sultan Bayezid II. ließ ein Dekret veröffentlichen, in dem die spanischen Juden willkommen geheißen wurden. Auf Befehl des Sultans wurde eine Flotte nach Spanien entsandt, um die sephardischen Juden sicher ins Osmanische Reich zu bringen.
Multikulturelles Erbe des Osmanischen Reiches
Die Ausstellung unter der Überschrift „Sepharad – Spuren eines multikulturellen Erbes“ in den Frankfurter Römerhallen zeigt mehr als 70 ausgewählte Werke von den Nachfahren der einst aus Spanien geflohenen Juden. Zu sehen sind Fotografien, Skulpturen, Malerei, Keramik und Collagen von 30 türkisch-sephardischen Künstlern. Organisator der Exposition ist das Yunus-Emre-Institut aus Berlin und das türkische Generalkonsulat in Frankfurt. Eröffnung war am 1. Juni und läuft noch bis zum 14. Juni. Der Eintritt ist frei.
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Aserbaidschan
Taekwondo: Türkische Frauen-Nationalmannschaft Weltmeister
🥇🥇Çifte dünya şampiyonları huzurlarınızda!
🥋Hakan Reçber & Nafia Kuş🇹🇷 pic.twitter.com/b3NNMo1Ukp — Taekwondo Federasyonu (@tkdfed) June 1, 2023
🥉Dünya üçüncüsü Emre Kutalmış Ateşli madalyasını aldı🥋🤩 pic.twitter.com/iFkLSunxvF
— Taekwondo Federasyonu (@tkdfed) June 4, 2023
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Management
5 Fehler, die Meetings unproduktiv machen
Diverse Meetings sind ein fester Bestandteil eines jeden Arbeitsalltages. Von vielen Angestellten und Führungskräften werden diese jedoch oftmals als lästige Pflicht angesehen. Häufige Gründe? Weil diese unproduktiv und zeitraubend sein können, wenn sie nicht richtig geleitet werden.
Ob unklare Tagesordnungen, zu viele Teilnehmer oder fehlende Methodik – es gibt viele typische Fehler, die dazu führen, dass Meetings ineffizient und ineffektiv werden. In diesem Artikel zeigen wir 5 häufige Fehler auf, die man vermeiden sollte, damit Meetings sich wieder lohnen.
1. Keine klaren Ziele oder Agenda
Wir alle haben uns wahrscheinlich schon einmal in solchen Meetings wiedergefunden – es gibt keine klaren Ziele und keine Agenda. Ohne diesen klaren Rahmen kann es passieren, dass Diskussionen zu lange dauern oder eine eigenständige Dynamik entwickeln, kein Fortschritt erzielt wird und wichtige Punkte, wie etwa das Erstellen von einem Flussdiagramm, übersehen werden.
Stattdessen sollte die Agenda alle zu diskutierenden Themen in chronologischer Reihenfolge enthalten, Referenten klar benennen und mit einem zeitlichen Rahmen versehen werden. Das gibt allen Beteiligten eine Vorstellung davon, was zu erwarten ist und ermöglicht eine effektive Diskussion.
2. Fehlende Methodik und Moderation
Wenn eine klare und strukturierte Herangehensweise an ein Meeting fehlt und Zwischenschritte oder Ergebnisse nicht festgehalten werden, droht die Besprechung, sich im Kreis zu drehen oder ins Leere zu laufen. Erst recht, wenn es keinen Moderator gibt, der die Besprechung wieder zum Thema zurückführt.
Es ist wichtig, sich bereits bei der Gestaltung der Agenda Gedanken zu machen, welche Tools wann und für welche Zwecke zum Einsatz kommen sollen. Das Erstellen einer online Mindmap kann beim Brainstorming etwa als sehr hilfreiche Visualisierung dienen und funktioniert auch bei Online-Meetings wunderbar. An anderer Stelle kann hingegen eine Abstimmung oder eine andere Methodik Einsatz finden.
3. Falscher Teilnehmerkreis
In einigen Meetings sorgen die anwesenden Teilnehmer dafür, dass die Besprechung nicht vorankommt. Sind es etwa zu viele Anwesende, sodass die Diskussion nicht vorangeht?
Oder fehlt ein wichtiger Verantwortlicher, während andere Teilnehmer nichts zu diesem Thema beitragen können? Dann wurde zu wenig Zeit in die Auswahl der Teilnehmer investiert. Deshalb ist es wichtig, sicherzustellen, dass jeder eine klare Rolle hat und etwas Sinnvolles beitragen kann.
4. Mangelnde Aufmerksamkeit oder Multitasking
Nicht selten sind Teilnehmer nicht ganz mit dem Kopf beim Termin. Noch ein schneller Blick in die Mails oder aufs Handy? Unaufmerksamkeiten und Multitasking hemmen die Produktivität des gesamten Teams. Bei der Planung der Agenda können regelmäßige Pausen jedoch dazu beitragen, dass sich diese auf die Pausenzeiten beschränken und Freizeit und Berufliches besser getrennt werden.
5. Keine konkreten Ergebnisse oder Follow-up Maßnahmen
Wenn es am Ende des Meetings keine konkreten Handlungspläne gibt, kann sich das Treffen als frustrierend und unproduktiv erweisen. Umso entscheidender ist es, Ergebnisse zu dokumentieren und eindeutige Zuständigkeiten zuzuweisen. Wie wäre es etwa mit einem Protokoll, sodass man auch noch Wochen später jederzeit nachschauen kann, was besprochen wurde?
Diese 5 Fehler gehören zu den häufigsten im Meeting-Alltag und können doch so einfach beseitigt werden. Also gilt es: Die Vorbereitung des nächsten Meetings mit diesen Tipps anzugehen und sich über einen produktiven Termin zu erfreuen!

