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Arbeitsmarktpolitik
Forscher: Reallöhne von Geringverdienenden gestiegen

Die Reallöhne von Mindestlohn-Beziehern sind dem Verteilungsforscher Markus Grabka zufolge trotz der hohen Inflation gestiegen.

(Symbolfoto: nex24)
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Berlin – Die Reallöhne von Mindestlohn-Beziehern sind dem Verteilungsforscher Markus Grabka zufolge trotz der hohen Inflation gestiegen.

Bundesregierung und Bundestag haben den gesetzlichen Mindestlohn im vorigen Jahr nach und nach angehoben, seit Oktober beträgt er zwölf Euro pro Stunde.

„Wer zum Mindestlohn bezahlt wird, hatte zuletzt klare Reallohngewinne – sofern der Arbeitgeber die Arbeitszeit nicht verkürzt hat“, sagte der Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der Tageszeitung „nd„. Grund dafür ist die relativ starke Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro.

Gerade die unteren Lohngruppen seien zuletzt deutlich gestiegen, so Grabka. Auch, weil Gewerkschaften wie Verdi seit einiger Zeit in Tarifrunden neben prozentualen Lohnsteigerungen feste Eurobeträge durchsetzten, die besonders Geringverdienenden zugutekommen. Dennoch seien die Verdienste oft immer noch niedrig, betonte der Wissenschaftler.

Insgesamt sind laut Statistischem Bundesamt die Nominallöhne in Deutschland zwar gestiegen. Wegen der hohen Inflation sind die durchschnittlichen Reallöhne im letzten Jahr und Anfang dieses Jahres jedoch gesunken.