Management
5 Fehler, die Meetings unproduktiv machen

Diverse Meetings sind ein fester Bestandteil eines jeden Arbeitsalltages. Von vielen Angestellten und Führungskräften werden diese jedoch oftmals als lästige Pflicht angesehen. Häufige Gründe? Weil diese unproduktiv und zeitraubend sein können, wenn sie nicht richtig geleitet werden.

Ob unklare Tagesordnungen, zu viele Teilnehmer oder fehlende Methodik – es gibt viele typische Fehler, die dazu führen, dass Meetings ineffizient und ineffektiv werden. In diesem Artikel zeigen wir 5 häufige Fehler auf, die man vermeiden sollte, damit Meetings sich wieder lohnen.

1. Keine klaren Ziele oder Agenda

Wir alle haben uns wahrscheinlich schon einmal in solchen Meetings wiedergefunden – es gibt keine klaren Ziele und keine Agenda. Ohne diesen klaren Rahmen kann es passieren, dass Diskussionen zu lange dauern oder eine eigenständige Dynamik entwickeln, kein Fortschritt erzielt wird und wichtige Punkte, wie etwa das Erstellen von einem Flussdiagramm, übersehen werden.

Stattdessen sollte die Agenda alle zu diskutierenden Themen in chronologischer Reihenfolge enthalten, Referenten klar benennen und mit einem zeitlichen Rahmen versehen werden. Das gibt allen Beteiligten eine Vorstellung davon, was zu erwarten ist und ermöglicht eine effektive Diskussion.

2. Fehlende Methodik und Moderation

Wenn eine klare und strukturierte Herangehensweise an ein Meeting fehlt und Zwischenschritte oder Ergebnisse nicht festgehalten werden, droht die Besprechung, sich im Kreis zu drehen oder ins Leere zu laufen. Erst recht, wenn es keinen Moderator gibt, der die Besprechung wieder zum Thema zurückführt.

Es ist wichtig, sich bereits bei der Gestaltung der Agenda Gedanken zu machen, welche Tools wann und für welche Zwecke zum Einsatz kommen sollen. Das Erstellen einer online Mindmap kann beim Brainstorming etwa als sehr hilfreiche Visualisierung dienen und funktioniert auch bei Online-Meetings wunderbar. An anderer Stelle kann hingegen eine Abstimmung oder eine andere Methodik Einsatz finden.

3. Falscher Teilnehmerkreis

In einigen Meetings sorgen die anwesenden Teilnehmer dafür, dass die Besprechung nicht vorankommt. Sind es etwa zu viele Anwesende, sodass die Diskussion nicht vorangeht?

Oder fehlt ein wichtiger Verantwortlicher, während andere Teilnehmer nichts zu diesem Thema beitragen können? Dann wurde zu wenig Zeit in die Auswahl der Teilnehmer investiert. Deshalb ist es wichtig, sicherzustellen, dass jeder eine klare Rolle hat und etwas Sinnvolles beitragen kann.

4. Mangelnde Aufmerksamkeit oder Multitasking

Nicht selten sind Teilnehmer nicht ganz mit dem Kopf beim Termin. Noch ein schneller Blick in die Mails oder aufs Handy? Unaufmerksamkeiten und Multitasking hemmen die Produktivität des gesamten Teams. Bei der Planung der Agenda können regelmäßige Pausen jedoch dazu beitragen, dass sich diese auf die Pausenzeiten beschränken und Freizeit und Berufliches besser getrennt werden.

5. Keine konkreten Ergebnisse oder Follow-up Maßnahmen

Wenn es am Ende des Meetings keine konkreten Handlungspläne gibt, kann sich das Treffen als frustrierend und unproduktiv erweisen. Umso entscheidender ist es, Ergebnisse zu dokumentieren und eindeutige Zuständigkeiten zuzuweisen. Wie wäre es etwa mit einem Protokoll, sodass man auch noch Wochen später jederzeit nachschauen kann, was besprochen wurde?

Diese 5 Fehler gehören zu den häufigsten im Meeting-Alltag und können doch so einfach beseitigt werden. Also gilt es: Die Vorbereitung des nächsten Meetings mit diesen Tipps anzugehen und sich über einen produktiven Termin zu erfreuen!

phoenix-Interview
Serbiens Präsident Vucic: Krim und Donbas sind Teil der Ukraine

Bulbuaca – Der serbische Präsident, Aleksandar Vucic, hat am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Moldau den Rückhalt Serbiens für die Ukraine betont. „Die Wahrheit, und das wusste Herr Selenskyj auch, ist, dass wir die territoriale Integrität der Ukraine unterstützen“, so Vucic im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. Er bekräftigte: „Die Krim und der Donbas sind ein Teil der Ukraine für uns und das wird auch so bleiben“. Es stimme, dass Serbien „unterschiedliche Beziehungen zu Russland“ habe als andere europäische Nationen. Serbien sei einer der „größten Unterstützer der UN-Charta und der Resolution. Wir werden zusammenarbeiten,“ versicherte der serbische Präsident gegenüber phoenix. In Moldau traf Vucic zum ersten Mal den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Er habe „noch nie so gute Gespräche“ gehabt, auch mit anderen Politikern, darunter mit Polens Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki oder dem irischen Regierungschef Leo Varadkar. „Ich halte es für wichtig, miteinander zu sprechen“, erklärte Vucic, und: „Wir müssen nicht immer abstimmen in diesen Themen. Wichtig ist, präsent zu sein und unseren eigenen politischen Standpunkt vorzutragen,“ lobte Vucic die Vorzüge der informellen Spitzentreffen am Rande des EPG in Moldau. Mit Blick auf den erneut eskalierten Konflikt zwischen Serbien und Kosovo zeigte sich Vucic zuversichtlich, eine Lösung mit dem Kosovo zu finden: „Wir wollen einen Kompromiss finden.“ Er sei optimistisch, „die Situation zu deeskalieren“. Dabei wolle er auch die Vorschläge von Bundeskanzler Olaf Scholz und Präsident Emmanuel Macron hören und „mit einbeziehen“. Am Wochenende hatten militante Serben im Norden des Kosovos bei gewalttätigen Ausschreitungen mehrere Soldaten der internationalen UN-Schutztruppe verletzt.

Messerangriff in Stammheim
Kölner Polizeipräsident fordert schärfere Waffengesetze

Köln – Der Kölner Polizeichef, Falk Schnabel, hat sich für eine „deutliche Verschärfung“ der Auflagen für den Waffenbesitz ausgesprochen. In der Talk-Veranstaltung „Kölner Menschen“ der Kölnischen Rundschau, sagte Schnabel: „Meine persönliche Meinung ist, die Gesetzgeber sollten darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, dass ganzjährig gewisse Messer erlaubt sind.“Ebenso kritisierte er den Umgang mit Waffenattrappen, sogenannten „Anscheinswaffen“. „Mir leuchtet nicht ein, warum sich jeder ab einem Alter von 18 Jahren an eine täuschend echt aussehende Schreckschusswaffe kaufen kann. Wofür braucht man so etwas?“, so Schnabel. Angesprochen auf die in jüngster Zeit vermehrt auftretenden Messerattacken sagte der Polizeipräsident: „Gewalttaten mit Messern sind zurzeit das größte Problem, das ich sehe.“ Die Statistik für das erste Quartal 2023 zeige klar: Auch wenn die Gesamtzahl der Messertaten rückgängig sei, „die Zahl der Messerangriffe mit Verletzten im ersten Quartal hat im Verhältnis zu dem Vergleichszeitraum in 2022 zugenommen“, so Schnabel. Zwar sei er „ein großer Freund der Waffenverbotszonen“, aber das Verbot allein bewirke noch nicht viel, seine Einhaltung müsse auch durchgesetzt werden können. Bei einem Blick auf die Verbotsschilder zeige sich, dass sich die gesetzlich möglichen Auflagen nicht an der Lebensrealität orientierten. Sie seien zu begrenzt auf Art der Messer, bestimmte Wochen- und Feiertage. Darum fordert er weitergehende Regelungen: „Neben den Verboten brauchen wir auch die Einsicht, dass jegliche Messer besser zuhause gelassen werden, und zwar jederzeit“, so Schnabel. Der NRW-Landespräventionsbeauftragte des Opferverbandes „Weißer Ring“, Dr. Alexander Poretschkin, unterstützt Schnabels Vorstoß: „Ein Feststellmesser benötigt niemand im Alltag, es sei denn zur Bedrohung.“ Allein durch eine solche Bedrohung, sei die Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung, des Opfers groß.

Tag der Umwelt
UNO: Klimakrise ist die größte humanitäre Krise weltweit

Bonn – Die UNO-Flüchtlingshilfe betont anlässlich des weltweiten Umwelttages, dass der globale Handlungsdruck, um die Klimakrise zu bekämpfen, deutlich erhöht werden müsse: Sie bedroht das friedliche Zusammenleben und die Existenz zukünftiger Generationen. Die Konsequenzen sind längst zu spüren und nehmen weiter zu. So verschärft die aktuelle Dürre am Horn von Afrika Hunger und Konflikte. Mit der Verschärfung der Klimaauswirkungen wird die Kluft zwischen dem humanitären Bedarf und den Ressourcen zur Bewältigung dieses Bedarfs immer größer. „Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir alle können für uns eine Entscheidung treffen – in unserem alltäglichen Denken und Handeln, aber auch, indem wir denjenigen unsere Unterstützung zukommen lassen, die den Auswirkungen der Klimakrise schutzlos ausgeliefert sind“, betont Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn. Dürre verschärft Hunger und Konflikte Die Region am Horn von Afrika wird weiterhin von der längsten und schwersten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen heimgesucht. Seit vier Jahren warten die Menschen auf Regen. Die Trockenheit bedroht Leben und Existenzgrundlagen von Millionen Menschen, darunter viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Durch die Klimakrise kommt es zu gravierenden Ernteausfällen sowie Mangel an Wasser und Nahrungsmitteln. Durch die anhaltende Dürre wird es für die Menschen schwieriger, Getreide anzubauen oder Futter für ihr Vieh zu finden. Angesichts der hohen Lebensmittelpreise verschlimmert sich die Ernährungssituation der Menschen weiter. Die dramatische Ernährungsunsicherheit in den betroffenen Gebieten wird voraussichtlich anhalten, denn auch die kommende Regenzeit wird voraussichtlich ausbleiben. In den von der Dürre betroffenen Regionen kommt es immer wieder zu Konflikten. „So folgt mit der Klimakrise Gewalt, Vertreibung und Flucht. Diesen Kreislauf müssen wir sofort beenden“, betont Ruhenstroth-Bauer. Die Länder am Horn von Afrika erleben eine massive humanitäre Krise mit über 23 Millionen Menschen, die unter den Folgen von Dürre, Konflikten und mangelndem Zugang zu Grundbedürfnissen leiden. Der UNHCR hat einen Aufruf über 137 Millionen US-Dollar gestartet, um den dringenden Bedarf von 3,3 Millionen Binnenvertriebenen, Flüchtlingen und Asylsuchenden in Äthiopien, Kenia und Somalia zu decken. Der UNHCR ist vor Ort und stellt lebensrettende Unterkünfte, Wasser, sanitäre Einrichtungen, Ernährung, Gesundheitsversorgung, Bargeldhilfe und Schutz für Menschen, die in Somalia sowie in den Nachbarländern Äthiopien und Kenia fliehen mussten.

Sanierungsauflagen
Gebäuderichtlinie: FDP macht Kampfansage an EU

Osnabrück – Die FDP hat massiven Widerstand gegen Sanierungsauflagen der EU angekündigt. „Wir müssen den Heizungsverbot-Hammer aus Brüssel stoppen. Der wäre nicht nur für die Eigenheimbesitzer, sondern für die gesamte Volkswirtschaft sehr gefährlich!“, sagte Fraktionschef Christian Dürr im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) mit Blick auf anstehende Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und Mitgliedstaaten über die neue EU-Gebäuderichtlinie. „Der in Brüssel geplante Sanierungszwang würde zusammen mit dem ebenfalls geplanten EU-Heizungsverbot für Hausbesitzer und die Volkswirtschaft unfassbar hohe Kosten verursachen und unser eigenes Heizungsgesetz torpedieren.“ Die Pläne aus Brüssel müssten „mit vereinten Kräften“ abgewehrt werden, sagte Dürr und bezog ausdrücklich die Union ein. Denn die EU-Kommission unterstütze strenge Dämm-Pflichten und strikte Heizungsvorschriften. „In Deutschland wettern die Herren Söder und Spahn gegen unsere Bemühungen, ein vernünftiges Heizungsgesetz auf den Weg zu bringen, dabei plant CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen viel drastischere Einschnitte für die Menschen.“ Dürr zeigte sich sehr alarmiert. „Es wäre doch Wahnsinn, wenn man sein Haus für Zigtausende von Euro dämmen und isolieren müsste, obwohl man auch mit Fernwärme oder Wasserstoff CO2-frei heizen kann“, sagte der FDP-Fraktionschef der „NOZ“. „Wenn die EU-Sanierungsrichtlinie und die EU-Heizungsverordnung kommen, können wir nicht nur die Technologieoffenheit in die Tonne kloppen. Dann könnten wir unser Gasnetz gleich mit einmotten. Und auch die kommunale Wärmeplanung wäre überflüssig, weil für maximal sanierte Häuser Wärmepumpen ausreichen.“ Zudem wären die Pläne aus Brüssel „zum krassen Nachteil Deutschlands und der privaten Haushalte bei uns“, warnte der Liberale. „Denn wir sind beim Sanieren schon deutlich weiter als viele andere Länder, doch das Erreichte wird nicht berücksichtigt.“ Daher müsse Deutschland besonders viel leisten.

Optik
Alles über Kontaktlinsen und deren Pflege 

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In unserer modernen Welt sind Kontaktlinsen eine hervorragende Alternative zur traditionellen Brille. Sie bieten Freiheit und Flexibilität, ohne die Qualität der Sehkraft zu beeinträchtigen. Dieser Artikel wird alles Wichtige rund um Kontaktlinsen und deren Pflege beleuchten.

Grundlagen der Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind hauchdünne Linsen, die direkt auf dem Auge platziert werden, um Sehprobleme zu korrigieren. Sie sind eine populäre Wahl für Menschen, die Brillen als störend oder unästhetisch empfinden. . Es gibt verschiedene Arten von Kontaktlinsen zu entdecken, darunter weiche Linsen, die für ihren Tragekomfort beliebt sind, und harte Linsen, die eine höhere Sichtschärfe bieten.

Tageslinsen, die täglich gewechselt werden, und Monatslinsen, die bis zu 30 Tage getragen werden können, sind weitere Optionen. Die Auswahl der geeigneten Linsenart hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Lebensstil, der Augengesundheit und den persönlichen Vorlieben.

Pflegetipps für Kontaktlinsen

Die Pflege von Kontaktlinsen ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Augen und die Langlebigkeit Ihrer Linsen. Beginnen Sie immer mit sauberen, trockenen Händen, bevor Sie Ihre Linsen berühren. Reinigen Sie Ihre Linsen täglich mit einer von Ihrem Optiker empfohlenen Lösung, um Ablagerungen zu entfernen. Spülen und trocknen Sie Ihren Linsenbehälter nach jeder Anwendung und ersetzen Sie ihn regelmäßig.

Vermeiden Sie es, Ihre Linsen in Wasser zu tauchen, da dies Bakterien einführen kann. Übernachten Sie nie mit Ihren Linsen, es sei denn, sie sind dafür ausdrücklich zugelassen. Letztendlich gilt: Bei Unbehagen oder Rötung, entfernen Sie die Linsen und konsultieren Sie Ihren Optiker.

Der Beitrag von Linsenmax zur Kontaktlinsenlandschaft

In der Schweizer Landschaft der Kontaktlinsenversorgung hat sich Linsenmax als zuverlässiger und hochwertiger Anbieter etabliert. Sie bieten eine breite Palette an Kontaktlinsen und Pflegeprodukten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Vorlieben der Kunden. Ob weiche oder harte Linsen, Einweg- oder Mehrweglinsen, bei Linsenmax finden Sie das passende Produkt. Es ist daher empfehlenswert, ihre Website zu konsultieren.

Darüber hinaus legt das Unternehmen großen Wert auf Kundenservice und Beratung. Mit einem einfach zu bedienenden Online-Shop und hilfreichen Informationen auf der Website, stellt Linsenmax sicher, dass der Kauf von Kontaktlinsen und Pflegeprodukten so einfach und bequem wie möglich ist.

Fazit

Die Verwendung von Kontaktlinsen kann eine wunderbare Option sein, um Sehprobleme zu korrigieren und gleichzeitig ein natürliches Aussehen zu bewahren. Mit der richtigen Pflege und Handhabung sowie qualitativ hochwertigen Produkten von Anbietern wie Linsenmax kann die Erfahrung mit Kontaktlinsen positiv und problemlos gestaltet werden.

Türkei
Türkischer Finanzminister Mehmet Şimşek fordert Rationalität

Ankara – Der alte und neue Finanzminister der Türkei, Mehmet Şimşek, hat bei der Zeremonie zu seiner Amtseinführung eine Rückkehr zu einer regelbasierten, berechenbaren und auf rationellen Entscheidungen basierende türkische Wirtschaft versprochen. Şimşek war von 2007 bis 2009 Wirtschaftsminister, und von 2009 bis 2015 Finanzminister. Danach übernahm er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er galt bei internationalen Investoren als Garant für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Şimşek trat 2018 zurück, als Präsident Recep Tayyip Erdoğan seinen Schwiegersohn Berat Albayrak zum Finanzminister ernannte. Die türkische Lira befand sich seit seinem Rücktritt in einem freien Fall, wobei sie um über 400 Prozent – von etwa 4,6  auf über 20 zum Dollar – abstürzte. Eine regelbasierte, berechenbare türkische Wirtschaft wird der Schlüssel zum angestrebten Wohlstand sein, versprach der neue Minister am Sonntag, als er sein Amt in einer Übergabezeremonie in Ankara antrat. „Die Türkei hat keine andere Wahl, als auf den Boden der Vernunft zurückzukehren“, sagte Şimşek, der am Samstag von Erdoğan im Rahmen einer erneuten Kabinettsumbildung zum Finanz- und Schatzminister ernannt wurde. Das Hauptziel der Regierung sei die Entwicklung des sozialen Wohlstands, sagte Simsek. „Transparenz, Konsistenz, Berechenbarkeit und die Einhaltung internationaler Normen werden unsere Grundprinzipien sein, um dieses Ziel in der kommenden Zeit zu erreichen“, versprach er. Zum Thema Inflation sagte Şimşek, dass es für die Türkei von entscheidender Bedeutung sei, die Inflation mittelfristig wieder auf eine einstellige Zahl zu senken, die Vorhersehbarkeit in allen Bereichen zu erhöhen und den Strukturwandel zu beschleunigen, um das Leistungsbilanzdefizit zu verringern. „Unsere wichtigste Politik wird darin bestehen, unsere Zentralbank im Kampf gegen die Inflation durch die Finanzpolitik und die durchzuführenden Strukturreformen zu unterstützen“, betonte er.

Kosovo-Krise
Friedenssicherung: Türkei schickt Kommandotruppen in den Kosovo

Brüssel – Die türkische Regierung hat angekündigt, dass sie am Sonntag Kommandotruppen in den Kosovo entsenden wird, um dem Ersuchen der NATO nachzukommen, sich nach den Unruhen im Norden des Landes an der friedenserhaltenden Operation zu beteiligen. In einer Erklärung vom Samstag rief das türkische Verteidigungsministerium zur Zurückhaltung und zu einem konstruktiven Dialog auf, um die Krise zu lösen, die die regionale Sicherheit und Stabilität gefährden könnte. Ein Beamter des Verteidigungsministeriums sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass rund 500 türkische Soldaten in den Kosovo entsendet würden. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen am Montag wurden 30 Friedenssoldaten und 52 Serben, die gegen die Einsetzung der Bürgermeister protestierten, verletzt. Aufgrund der Gewalttätigkeiten kündigte die NATO an, zusätzlich zu den 700 Soldaten, die bereits auf dem Weg in das Balkanland sind, weitere Truppen zu entsenden, um ihre 4.000 Mann starke Mission zu verstärken. Die EU rief die führenden Politiker im Kosovo und in Serbien dazu auf, die Spannungen „unverzüglich und bedingungslos“ zu deeskalieren und die „spaltende Rhetorik“ einzustellen. Macron und Scholz drängen den Kosovo zu Neuwahlen, um die Spannungen mit Serbien abzubauen Am Donnerstagabend riefen der französische Präsident Emmanuel Macron und sein deutscher Amtskollege Olaf Scholz nach spontanen Gesprächen mit dem serbischen und dem kosovarischen Präsidenten zum Abschluss eines Gipfels von 46 europäischen Staats- und Regierungschefs in Moldawien zu Neuwahlen im Norden des Kosovo auf. „Es muss dringend Ruhe einkehren“, sagte der Hohe Vertreter der EU für Außenpolitik, Josep Borrell, am Samstag.
„Die Europäische Union verurteilt auf das Schärfste die gewalttätigen Handlungen gegen Bürger, Kfor [Kosovo Force]-Truppen, Strafverfolgungsbehörden und Medien im Norden des Kosovo. Die Gewalt hätte vermieden werden können und muss auch in Zukunft vermieden werden.“
Am Freitag verschlechterte sich die Lage im mehrheitlich serbischen Norden des Kosovo. Auslöser war der Amtsantritt albanischer Bürgermeister, die nach dem massenhaften Rücktritt serbischer Amtsträger Ende 2022 gewählt wurden. Auf Anraten Belgrads enthielten sich die Serben in der Region ihrer Stimme. Die Serben im Norden des Kosovo akzeptierten die neuen Bürgermeister nicht und haben versucht, sie am Betreten der städtischen Einrichtungen zu hindern. Unterdessen erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass innerhalb weniger Tage 700 zusätzliche Soldaten als Teil der NATO-Friedensmission KFOR im Kosovo stationiert werden sollen. „Wir haben beschlossen, innerhalb weniger Tage 700 weitere Soldaten in den Kosovo zu schicken und zusätzliche Kräfte in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen. Dies sind vorsichtige Schritte. Die NATO und die KFOR verfügen über die Kräfte und Fähigkeiten, die sie benötigen, um das Mandat der UNO zu erfüllen“, sagte er.

Türkei
Geheimdienstchef Hakan Fidan wird Außenminister

Ankara – Hakan Fidan, der Chef des türkischen Geheimdienstes MIT, hat Mevlüt Çavuşoğlu als Außenminister abgelöst. Erdoğan stellte sein neues Kabinett vor, nachdem er an der Vereidigungs- und Amtseinführungszeremonie im Parlament bzw. im Präsidialkomplex in Ankara teilgenommen hatte. Fidan wurde im Mai 2010 vom damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zum MIT-Chef ernannt. Vor seiner Ernennung zum MIT arbeitete Fidan im Büro von Erdoğan als stellvertretender Staatssekretär. Er war zudem erfolgreich als Leiter der Türkischen Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (TİKA) tätig und diente außerdem zwischen 1986 und 2001 15 Jahre lang als Unteroffizier in den türkischen Streitkräften. Zahlreiche Außenminister anderer Staaten gratulierten Fidan nach der Vereidigung. Frankreichs Catherine Colonna sagte: „Wir sehen uns bald, um die französisch-türkische Zusammenarbeit, den Frieden und die regionale Stabilität, globale Fragen und den Dialog in der NATO fortzusetzen“. In ihrer Botschaft hob sie die Bedeutung der laufenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen hervor. Andriy Yermak, der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, dankte Fidan für sein Engagement zur Schaffung eines dauerhaften Friedens in der Region. Yermak betonte die enge Freundschaft der beiden Länder und die engen Beziehungen der Ukraine zur Türkei. Außerdem schrieb der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und den weiteren Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen unseren beiden befreundeten Nationen“. Auch der schwedische Außenminister Tobias Billstrom beglückwünschte Fidan und äußerte seine Erwartung einer „guten Zusammenarbeit“ zwischen ihren jeweiligen Ländern. Bruno Rodriguez aus Kuba gehörte zu den Gratulanten unter Fidans Amtskollegen. „Ich gratuliere Hakan Fidan herzlich zu seiner Ernennung zum Außenminister der Türkei und wünsche ihm viel Erfolg in seinem neuen Amt. Ich bekräftige die Bereitschaft, die Bande der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen weiter zu stärken“, schrieb er auf Twitter. Der italienische Außenminister Antonio Tajani betonte in seiner Botschaft an Hakan Fidan anlässlich seiner Ernennung zum neuen türkischen Außenminister die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rom und Ankara sowie die strategische Partnerschaft der beiden Länder in der NATO und im Mittelmeerraum. „Wir sind bereit, bei der Bewältigung globaler Herausforderungen zusammenzuarbeiten“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Tajani. Der libysche Ministerpräsident Abdul Hamid Dbeiba umarmt den türkischen Geheimdienstchef Hakan Fidan im Präsidentenkomplex. Dank der türkischen Bayraktar-Drohnen konnte der Warlord Haftar gestoppt werden:

Türkei
Bericht: Mehmet Şimşek wird erneut Finanzminister der Türkei

Ankara – Der ehemalige Finanzminister und stellvertretende Premier der Türkei, Mehmet Şimşek, soll laut einem Bericht des TV-Senders Bloomberg erneut Finanzminister des Landes werden. Sollte er ernannt werden, wäre dies ein Signal, dass Erdoğan bereit sein könnte, seine unorthodoxe Politik zu ändern, die viele für die akute Lebenskostenkrise verantwortlich machen, während die Lira gegenüber dem Dollar auf ein Rekordtief gefallen ist. Şimşek war bis Anfang Juli 2018 stellvertretender Premierminister und galt bei internationalen Investoren als Garant für eine gute wirtschaftliche Entwicklung und wurde zu den Anhängern einer orthodoxen Wirtschaftslehre gerechnet. Von 2009 bis 2015 war er Finanzminister, danach übernahm er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er trat 2018 zurück, als Erdoğan seinen Schwiegersohn zum Finanzminister ernannte, hat aber nun mit dem Präsidenten in wichtigen politischen Fragen eine gemeinsame Basis gefunden, so die mit den Gesprächen vertraute Person. Erdoğan, der am Sonntag für eine weitere fünfjährige Amtszeit als Präsident wiedergewählt wurde, wird voraussichtlich am Samstag sein neues Kabinett vorstellen. Die türkische Regierung äußerte sich nicht sofort zu dieser Angelegenheit. Şimşek arbeitete sieben Jahre lang als Chefökonom und Stratege für die Region Osteuropa, Naher Osten und Afrika bei Merrill Lynch in London. In dieser Zeit hatte er zahlreiche Kontakte zu den türkischen Behörden und der Zentralbank und war in Zusammenarbeit mit der AKP-Regierung an der Gestaltung der Wirtschaftspolitik beteiligt.