Reisenews
Air New Zealand will Passagiere wiegen lassen

Wellington – Air New Zealand, die nationale Fluggesellschaft des Landes, führt ein ungewöhnliches Verfahren ein, indem sie die Passagiere auffordert, sich vor dem Einsteigen in internationale Flüge zu wiegen. Die Fluggesellschaft will über einen Monat hinweg die Gewichtsdaten von etwa 10.000 Fluggästen sammeln. Diese Initiative werde es den Piloten ermöglichen, das Gesamtgewicht des Flugzeugs besser zu verstehen und die Flugzeuge vor dem Abflug auszubalancieren. Der Wiegevorgang werde anonym und ausschließlich zu statistischen Zwecken durchgeführt, so die Airline. „Wir wiegen alles, was im Flugzeug transportiert wird – von der Fracht über die Mahlzeiten an Bord bis hin zum Gepäck im Frachtraum“, sagte Alastair James, ein Spezialist für die Verbesserung der Ladekontrolle bei der Fluggesellschaft, in einer Erklärung. „Für die Kunden, die Besatzung und das Handgepäck verwenden wir Durchschnittsgewichte, die wir durch diese Erhebung erhalten. Um Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auszuräumen, haben die Behörden der Fluggesellschaft den Fluggästen versichert, dass das auf der Waage angezeigte Gewicht für andere nicht sichtbar sein wird, und sie haben betont, dass die Daten anonym bleiben und das Personal der Fluggesellschaft keinen Zugriff darauf haben wird. Nach den Vorschriften der Behörde haben die Fluggesellschaften verschiedene Möglichkeiten, das Gewicht der Passagiere zu schätzen. Eine Möglichkeit ist die regelmäßige Durchführung von Erhebungen, wie sie Air New Zealand durchführt, um ein Durchschnittsgewicht zu ermitteln. Eine andere Möglichkeit besteht darin, ein von der Behörde festgelegtes Standardgewicht zu akzeptieren. Derzeit liegt das von der Behörde festgelegte Gewicht für Personen ab 13 Jahren bei 86 Kilogramm (190 Pfund), einschließlich Handgepäck. Das letzte Mal änderte die Behörde das durchschnittliche Passagiergewicht im Jahr 2004 und erhöhte es von 77 Kilogramm (170 Pfund). Gesundheitsstatistiken zeigen, dass die Neuseeländer immer schwerer werden. Laut der letzten nationalen Gesundheitserhebung liegt die Fettleibigkeitsrate bei Erwachsenen bei 34 %, gegenüber 31 % im Vorjahr. Die Fettleibigkeitsrate bei Kindern stieg von 10 % im Vorjahr auf 13 %.

Gaming
Prominente deutsche eSports-Teams und Spieler

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eSports, also der Wettkampf im Bereich elektronischer Sportarten, erfreut sich weltweit einer wachsenden Beliebtheit. Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl talentierter Spieler und Teams, die in verschiedenen Spielen große Erfolge feiern.

Prominente deutsche eSports-Teams

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der prominentesten deutschen eSports-Teams und Spieler und auf die Spiele, in denen sie dominieren. Aber bevor wir in die Details eintauchen, möchten wir auf eine spannende Möglichkeit hinweisen – Freispiele ohne Einzahlung, die es Spielern ermöglichen, kostenlose Spiele zu genießen und ihr Können weiter zu verbessern. Nun werfen wir einen Blick auf die herausragenden deutschen eSports-Teams und Spieler, die die Szene dominieren.

  • BIG (Berlin International Gaming): BIG ist eines der bekanntesten deutschen eSports-Teams und hat sich vor allem im Spiel „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO) einen Namen gemacht. Das Team besteht aus Spielern wie Fatih „gob b“ Dayik, Johannes „tabseN“ Wodarz und Ismailcan „XANTARES“ Dörtkardeş. BIG hat mehrere internationale Turniere gewonnen und gilt als eine der Top-Mannschaften in CS:GO.
  • G2 Esports: G2 Esports ist ein multinationaler eSports-Clan mit Sitz in Berlin. Das Team ist in verschiedenen Spielen aktiv, aber vor allem in „League of Legends“ (LoL) erfolgreich. Unter der Führung von Spielerlegende Carlos „Ocelote“ Rodríguez hat G2 Esports mehrere europäische Meisterschaften gewonnen und sich regelmäßig für die Weltmeisterschaft qualifiziert.
  • Mousesports: Mousesports ist ein weiteres deutsches eSports-Team, das in verschiedenen Spielen aktiv ist. Besonders erfolgreich ist das Team in „Counter-Strike: Global Offensive“ und „Rocket League“. Mousesports hat zahlreiche nationale und internationale Turniere gewonnen und gehört zu den besten Teams in Europa.
  • SK Gaming: SK Gaming ist eines der ältesten und bekanntesten deutschen eSports-Teams. Das Team war vor allem in der Vergangenheit in Spielen wie „Counter-Strike“ und „League of Legends“ erfolgreich. SK Gaming hat zahlreiche Weltmeisterschaften gewonnen und gilt als eines der erfolgreichsten eSports-Teams überhaupt.

Prominente deutsche Spieler

Neben den Teams gibt es auch herausragende deutsche eSports-Spieler, die individuelle Erfolge erzielt haben:

Faker (Lee Sang-hyeok): Faker ist ein deutscher League-of-Legends-Spieler mit koreanischen Wurzeln. Er gilt als einer der besten LoL-Spieler aller Zeiten und hat mehrere Weltmeisterschaften gewonnen. Faker spielt derzeit für das Team T1 und ist für seine außergewöhnliche Spielintelligenz und Fähigkeiten bekannt.
  • kennyS (Kenny Schrub): KennyS ist ein deutscher CS:GO-Spieler, der für sein beeindruckendes AWP-Sniping bekannt ist. Er hat viele internationale Turniere gewonnen und gilt als einer der besten AWP-Spieler weltweit. KennyS spielt derzeit für das Team G2 Esports.
  • Caps (Rasmus Winther): Caps ist ein deutscher League-of-Legends-Spieler, der für sein außergewöhnliches mechanisches Geschick und seine Vielseitigkeit bekannt ist. Er hat in verschiedenen Teams gespielt und ist für seine herausragenden Leistungen auf verschiedenen Positionen berühmt. Caps hat mehrere europäische Meisterschaften gewonnen und sich als einer der besten Mid-Laner etabliert.
  • Xyp9x (Andreas Højsleth): Xyp9x ist ein deutscher CS:GO-Spieler, der für sein taktisches Verständnis und seine Fähigkeit, unter Druck zu spielen, bekannt ist. Er war ein wichtiger Bestandteil des erfolgreichen Teams Astralis, das mehrere große Turniere gewonnen und den Status als eines der besten CS:GO-Teams der Welt erreicht hat.

Fazit

Es ist ermutigend zu sehen, wie eSports in Deutschland an Bedeutung gewinnt und wie sich die deutsche eSports-Szene weiterentwickelt. Mit der wachsenden Unterstützung von Sponsoren und der Anerkennung der eSports-Community werden deutsche Teams und Spieler weiterhin in der Lage sein, ihre Fähigkeiten und ihr Können unter Beweis zu stellen und die Welt des elektronischen Sports zu dominieren. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Talente und Teams in der Zukunft aufstehen werden und den deutschen eSports noch weiter vorantreiben.

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– Gaming – Türkische Spielindustrie weckt internationales Investoreninteresse

Die Videospielbranche in der Türkei gewinnt an Fahrt und erfährt zunehmendes Interesse internationaler Investoren.

Türkische Spielindustrie weckt internationales Investoreninteresse
 

Finanztechnologie
Fünf Haupttrends treiben das FinTech-Wachstum an

von Jeroen van Oerle

Die Finanztechnologie (FinTech) hat die Finanzdienstleistungsbranche transformiert. Allein in den letzten 10 Jahren haben sich der Zahlungsverkehr und das mobile Banking enorm verändert.

In den nächsten zehn Jahren werden weitere Veränderungen in ähnlicher Größenordnung eintreten. Die FinTech-Branche wurde im vergangenen Jahr bereits auf rund 194 Mrd. USD geschätzt, und Prognosen gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 16,8 % im Zeitraum 2023-2028 aus.

Wir sehen fünf Haupttrends, von denen wir glauben, dass sie in den nächsten zwei Jahrzehnten die Investitionsmöglichkeiten in der Branche bestimmen werden:

1. Übergang zu einer bargeldlosen Gesellschaft

Die Welt wird sich zu einer vollständig bargeldlosen Gesellschaft entwickeln. Eine immer ausgefeiltere digitale Zahlungsinfrastruktur ermöglicht diesen Wandel. Singapur und die Niederlande sind derzeit führend im digitalen Zahlungsverkehr, während Italien, Griechenland und die meisten Schwellenländer nach wie vor weitgehend bargeldbasierte Gesellschaften sind.

2. Finanzielle Eingliederung

Das digitale Finanzwesen wird zu finanzieller Integration für alle führen. Eine beträchtliche Anzahl von Menschen auf der ganzen Welt hat keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Zum Beispiel ist fast ein Viertel der US-Haushalte – oder 34 Millionen – entweder nicht oder nur unzureichend mit Banken verbunden.

3. Niedrigere Marktzutrittsschranken

Die Digitalisierung senkt die Marktzutrittsschranken in der Branche, indem sie die traditionell von den Banken angebotenen Dienstleistungen (Zahlungsverkehr, Kreditvergabe, Versicherungen und Vermögensverwaltung) entflechtet. Dies steigert die Effizienz und fördert das Entstehen neuer Bank- und FinTech-Dienstleistungen.

4. Aufstieg von Technologie-Ökosystemen

Der Aufstieg von Technologie-Ökosystemen erhöht den Bedarf an FinTechs. Darunter versteht man Unternehmen (z. B. PayPal, Uber) , die einen großen Kundenstamm aufbauen und diesen dann mit zusätzlichen Dienstleistungen binden. Mit dem Modell “Banking as a Service“ (BaaS) können traditionelle Banken digitale Dienstleistungen direkt in die Produkte von Nicht-Banken integrieren. Diese Unternehmen des Tech-Ökosystems benötigen FinTech-Know-how, was eine große B2B-Chance darstellt.

5. Notwendigkeit der Cybersicherheit

Cybersicherheit ist eine Notwendigkeit für Anbieter von digitalen Finanzdienstleistungen, die besonders anfällig für Hacker sind. Die Vorschriften zur Verhinderung von Cyberangriffen werden verschärft, und die Geldstrafen für Unternehmen, die sich nicht schützen, werden erhöht. Damit ist die Versicherung gegen Cyberkriminalität ein wachsender Bereich.

Fintech ist die nächste Generation der Finanzdienstleistungen

Wir sind der Meinung, dass FinTech die nächste Generation der Finanzdienstleistungen sein wird. MSCI hat dies am Ende März mit einer Umstrukturierung des Global Industry Classification Standard (GICS) offiziell gemacht.

Die Unternehmen des digitalen Zahlungsverkehrs wurden aus der Gruppe „Technologie“ in die Gruppe „Finanzdienstleistungen“ verschoben. Sie sind Teil einer neuen Unterbranche mit der Bezeichnung Transaction & Payment Processing Services, die digitale/mobile Zahlungsabwickler, Zahlungsdienstleister und Gateways sowie Anbieter digitaler Geldbörsen umfasst.

Der Markt ist in ständigem Wandel begriffen, und im Bereich FinTech verändern neue Technologien sowohl die bestehenden Finanzdienstleister als auch neue Arten von Dienstleistungen. Nun gilt es, kurzfristige Hypes von den Unternehmen zu unterscheiden, die aufgrund langfristiger Trends echte Gewinne erzielen.

Jeroen van Oerle, Portfolio Manager bei Lombard Odier Investment Managers

Ukraine-Krieg
Ukraine: Irakischer Wagner-Söldner stirbt im Kampfeinsatz

Moskau – Ein irakischer Staatsbürger, der für die russische Wagner-Söldnertruppe kämpfte, wurde Anfang April in der Ukraine getötet. Dies ist der erste bestätigte Fall, in dem ein Einheimischer aus dem Nahen Osten in dem Konflikt ums Leben kam, sagte Wagner-Gründer Jewgeni Prigoschin am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der irakische Staatsbürger Abbas Abuthar Witwit starb am 7. April, einen Tag nach seiner Ankunft in einem Krankenhaus der Wagner-Gruppe in der von Russland kontrollierten ostukrainischen Stadt Luhansk, so RIA FAN. Demnach war er in Bakhmut verwundet worden, der Stadt in der Provinz Donezk, die Wagner laut Prigoschin Mitte Mai nach einer seit letztem Jahr andauernden Schlacht eingenommen hatte. In einem Interview mit einem pro-russischen Blogger sagte der Prigoschin, dass der Konflikt bisher 20.000 seiner Männer das Leben gekostet habe. In einem von RIA FAN veröffentlichten Video ist ein Mann zu sehen, der als Witwits Vater identifiziert wird und der die posthum an seinen Sohn verliehenen Auszeichnungen entgegennimmt und erklärt, dass er dessen Entscheidung, sich als „Freiwilliger“ bei Wagner zu melden, unterstützt habe. „Abbas hat immer nach seiner Freiheit gestrebt und wollte ein Mann sein, der seine Freiheit und sich selbst verteidigt, und er hat mir gesagt, dass er seine Freiheit in Russland gefunden hat“, wird er zitiert. Prigoschin reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters nach einem Kommentar. Ein Großteil der Kämpfe für Bakhmut wurde von verurteilten Kämpfern geführt, die von Wagner aus den Gefängnissen rekrutiert wurden, mit dem Versprechen einer Begnadigung, wenn sie sechs Monate an der Front in der Ukraine überleben würden. Nach Gerichtsunterlagen, die Reuters vorliegen, wurde Witwit im Juli 2021 von einem Gericht in der russischen Stadt Kasan wegen Drogenbesitzes zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. In den Dokumenten heißt es, dass Witwit ein Student im ersten Jahr an einer technischen Universität in Kasan war, als er von der Polizei mit einer großen Menge Cannabis festgenommen wurde. Reuters konnte nicht bestätigen, dass Witwit im Gefängnis war, als er von Wagner rekrutiert wurde. Wagner hat seine eigenen Befehlshaber, Ziele und Motivationen, und Prigoschin wird weithin nachgesagt, dass er eigene innenpolitische Ambitionen hat. Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow standen oft im Mittelpunkt seines Zorns inmitten von Berichten über Machtkämpfe zwischen verschiedenen Gruppen im Umfeld von Wladimir Putin.

Zum Thema

– Ukraine-Krieg – Ukraine: Muslimische Tschetschenen im Kampf gegen Russland

In einem Gespräch mit der britischen Tageszeitung The Guardian bewertete ein Kämpfer des tschetschenischen Dschochar-Dudajew-Bataillons die aktuelle Situation in der Ukraine.

Ukraine: Muslimische Tschetschenen im Kampf gegen Russland

Türkei
Kurdenpolitiker Demirtaş kündigt Ausstieg aus der Politik an

Ankara – Selahattin Demirtaş, ehemaliger Co-Vorsitzender der Partei der Volksdemokratie (HDP), hat nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Mai seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt. „In meinem eigenen Namen entschuldige ich mich aufrichtig dafür, dass ich nicht in der Lage war, einen politischen Ansatz vorzustellen, der unseres Volkes würdig ist“, erklärte Demirtaş am späten Abend des 31. Mai auf Twitter. „Ich habe mich zum jetzigen Zeitpunkt aus der aktiven Politik zurückgezogen“, sagte er und betonte, dass er seinen Kampf vom Gefängnis aus fortsetzen werde. Demirtas sagte, er werde Mitglied der HDP bleiben und forderte seine Partei zur Selbstkritik auf. „Was wir am meisten brauchen, ist innerparteiliche Demokratie. Wenn die innerparteiliche Demokratie abnimmt, kommen die Fehler einer nach dem anderen. Demirtaş kandidierte zweimal für das Präsidentenamt, einmal 2014 und erneut 2018, als er mit 8,4 Prozent der Stimmen den dritten Platz belegte. Er sagte, er habe der HDP-Führung vor der Wahl mitgeteilt, dass er bereit sei, erneut für das Amt des Präsidenten zu kandidieren, aber sein Angebot sei abgelehnt worden. „Meine Kandidatur hätte unsere Stimmenzahl erhöht… Aber ich weiß immer noch nicht, warum sie abgelehnt wurde“, sagte er. Bei den Wahlen 2018 erhielt die HDP 11,7 Prozent der Stimmen. Sie bleibt auch nach der Wahl im letzten Monat die drittgrößte Partei im Parlament. Demirtaş sitzt wegen mutmaßlichen Verbindungen zur Terrororganisation PKK seit 2016 hinter Gittern. Zwischen 2014 und 2018 war er Co-Vorsitzender der HDP. Die HDP bestreitet Verbindungen zur PKK, die seit Jahrzehnten in einem Separatistenkonflikt gegen den türkischen Staat kämpft, der mehr als 40.000 Menschenleben gefordert hat. Demirtaş war zwischen 2014 und 2018 Ko-Vorsitzender der HDP. Obwohl er seit 2016 im Gefängnis sitzt, ist er eine wichtige politische Figur in der türkischen Politik geblieben und veröffentlicht täglich politische Botschaften über seinen Twitter-Account an seine mehr als 2 Millionen Follower. In einem Interview mit der Website Artı Gerçek kritisierte Demirtaş die derzeitige HDP-Führung. „Ich habe der HDP-Führung gesagt, dass unser Beitrag größer sein kann, wenn wir bei den Präsidentschaftswahlen in die zweite Runde kommen“, sagte er und fügte hinzu, dass seine Nominierung auch die Stimmen der HDP erhöhen würde, die bei den Parlamentswahlen unter dem Namen der Grünen Linkspartei angetreten war. Die GLP erhielt 8,8 Prozent der Stimmen und errang 61 Sitze im Parlament. „Ich bin der Meinung, dass es einen Wechsel in der Parteiführung geben muss. Soweit ich sehe, erwarten unsere Leute diese Reife von der Parteiführung, insbesondere von den Co-Führern“, sagte er.

Türkei
Türkischer Geheimdienst sprengt weiteren Mossad-Spionagering

Istanbul – Im Rahmen der laufenden Ermittlungen gegen eine Zelle von 15 mutmaßlichen Agenten wurden in der Türkei insgesamt sechs Verdächtige verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen für den israelischen Geheimdienst Mossad nachrichtendienstliche Informationen gesammelt zu haben. Nach der Aufnahme ihrer Aussagen hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag die Freilassung von sieben Verdächtigen beschlossen und vier weitere – Cenk B., Emre B., Cengiz Ç. und Ayhan Ş. – wegen „Beschaffung staatlicher Informationen, die geheim bleiben sollen, zum Zwecke der politischen oder militärischen Spionage“ an das Strafgericht verwiesen, berichtet Daily Sabah. Mit dem Beschluss vom Mittwoch erhöht sich die Zahl der Verhaftungen auf sechs, darunter der Rädelsführer des Netzwerks Selçuk Küçükkaya, der zwischen 2018 und 2022 für den Mossad gearbeitet haben soll, und sein Helfer Musa Kuş. Der israelische Geheimdienst soll über Serkan Özdemir, einen ehemaligen Angehörigen der türkischen Streitkräfte (TSK), der aus der Türkei geflohen ist, um einer Strafverfolgung wegen seiner Mitgliedschaft im Netzwerk des im Exil lebenden Predigers Fethullah Gülender zu entgehen, Kontakt zu Küçükkaya aufgenommen haben, so die türkischen Behörden. Die türkische Regierung macht Gülen unter anderem für den Putschversuch von 2016 verantwortlich.
Ein von türkischen Medien veröffentlichtes Bild von Selçuk Küçükkaya, einem mutmaßlichen Rädelsführer einer Mossad-Zelle in der Türkei, vom 23. Mai 2023 (Foto: Twitter)
Küçükkaya, der laut der Anklage in Europa von Mossad-Führungskräften ausgebildet worden sei, benutzte den Decknamen „Taner Sezgin“, während er und sein Team ein Unternehmen und 23 Personen mit Handelsbeziehungen zum Iran ausspionierten, die im Visier Israels standen. Die Zelle überwachte demnach die Wohnungen und Arbeitsplätze der Familien der besagten Personen und ließ dem Mossad Informationen über deren Flüge ins und aus dem Ausland, Telefongespräche und -signale, Bankkonten und Immobilien zukommen. Küçükkaya und seine Komplizen wurden gefasst, als er ein Drohpaket an eine seiner Zielpersonen schickte, die daraufhin Anzeige erstattete. Nach zwei mutmaßlichen Agenten, die während der Operation des türkischen Geheimdienstes MİT geflohen waren, wird noch immer gefahndet. Das letzte Mal hatte die türkische Behörde im Dezember eine Mossad-Zelle in der Türkei auffliegen lassen, als sieben Personen verhaftet wurden, die Palästinenser im Land ausspioniert hatten. Die türkische Geheimdienst hatte damals mitgeteilt, dass die Verdächtigen den Mossad dabei unterstützten, Online-Diffamierungskampagnen und Drohungen gegen Palästinenser zu starten. Die MİT hat in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der türkischen Polizei eine Reihe von Spionagenetzwerken aufgedeckt, darunter eines, das für Russland arbeitete, und ein Komplott des Iran zur Ermordung israelischer Bürger in der Türkei vereitelt. Die Operationen haben auch zur Aufdeckung eines Plans des iranischen Geheimdienstes geführt, iranische Dissidenten zu entführen, die in der Türkei Unterschlupf gefunden hatten. Der türkische Geheimdienst und der Mossad haben in den letzten Jahren jedoch auch mehrfach zusammengearbeitet, um Terroranschläge auf türkischem Boden zu vereiteln. Im vergangenen September rettete eine gemeinsame Operation der Türkei und des Mossad einer großen Zahl israelischer Touristen das Leben. Bei diesem Vorfall plante der Iran die Entführung mehrerer israelischer Touristen und Diplomaten in Istanbul, darunter der ehemalige Botschafter und seine Frau, und verfügte bereits über Agenten und logistische Aspekte der Operation. Einige Israelis wurden nur wenige Augenblicke, bevor ein Killerkommando auf sie zusteuerte, gerettet. Der türkische Geheimdienst und die örtliche Polizei nahmen damals im Hotel Sol und in drei weiteren angemieteten Wohnungen im Großraum Istanbul fast zehn Verdächtige fest, darunter Scharfschützen und örtliche Kollaborateure.

Zum Thema

– „Gute Zusammenarbeit“ – Geheimdienste: Türkei und Deutschland arbeiten eng zusammen

Trotz des möglicherweise wahlkampfbedingten Konfrontationskurses der Politiker beider Länder setzt Deutschland im Kampf gegen den Terror auf eine enge Kooperation mit der Türkei.

Geheimdienste: Türkei und Deutschland arbeiten eng zusammen
 

Der „Rote Terror“
Russland: Der Völkermord an den turksprachigen Kasachen

von Kemal Bölge Im September 1925 ernannte der sowjetische Staats- und Parteichef Josef Stalin den Parteigenossen Filipp Goloshchyokin zum Ersten Sekretär des kasachischen Regionalkomitees der Kommunistischen Partei. Kurz nach seinem Amtsantritt erklärte Goloshchyokin die Enteignung des Eigentums vermögender Bürger. Es blieb nicht nur bei der Enteignung wohlhabender Schichten. Die Zwangskollektivierung der sowjetischen Landwirtschaft hatte nicht nur für das turksprachige Kasachstan verheerende Folgen, sondern auch für die Ukraine sowie andere Republiken. Nach einer Volkszählung von 1917 lag die kasachische Gesamtbevölkerungszahl bei über sechs Millionen, die nach einem Zensus aus dem Jahre 1939 auf 2,3 Millionen schrumpfte. Über 5 Millionen Kasachen verloren von 1918-1932 ihr Leben Aus Archivdokumenten geht hervor, dass von 1918-1919 rund 1,2 Millionen, 1921-1922 etwa 1,7 Millionen und 1930-1932 zirka 1,7 Millionen Kasachen während der großen Hungersnöte ihr Leben verloren haben. Die große Hungersnot führte zu vielen Aufständen unter der Zivilbevölkerung, die von den  kommunistischen Machthabern blutig niedergeschlagen wurde. Dem „Roten Terror“ fielen auch die kasachischen Intellektuellen zum Opfer, die zu „Volksfeinden“ erklärt und in Schauprozessen zum Tode oder Lagerhaft verurteilt wurden. Über 100.000 Menschen wurden per Gerichtsbeschluss deportiert und über 25.000 zum Tode verurteilt. Ein weiteres Opfer des stalinistischen Terrors waren die kasachischen Bauern und Nomaden, deren Besitz und Nutztiere ihnen weggenommen und dem Kolchosen-System übergeben werden sollten. Die gewaltsame Enteignung der Bauern und Nomaden führte zur Zerstörung der Nomadenkultur und zu Hungersnöten, die Millionen kasachischen Zivilisten das Leben kostete. Zu Sowjetzeiten galt es als Tabu, die Zwangskollektivierung und verheerende Hungersnot mit Millionen Toten zu thematisieren. Der 31. Mai gilt in Kasachstan als Gedenktag für die Opfer der politischen Repressionen, die während der sowjetischen Herrschaft ums Leben kamen. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert. Erschienen auf Mezalim

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– Die Mescheten – Türkei gedenkt Vertreibung der Ahiska-Türken aus Georgien

Die sowjetischen Behörden unter dem Machthaber Josef Stalin zwangsumsiedelten die Mescheten, wie die Ahiska-Türken auch genannt werden, 1944 aus der namensgleichen Mescheti-Region.

Türkei gedenkt Vertreibung der Ahiska-Türken aus Georgien

Bundesliga
Bayer 04-Chef schließt Abgang von Wirtz und Alonso aus

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Leverkusen – Fernando Carro, Klubchef des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, hat im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Abgänge von Trainer Xabi Alonso und Jung-Star Florian Wirtz ausgeschlossen. „Xabi Alonso macht weiter. Er tut uns gut. Und wir tun ihm auch gut. Die Erfahrung, die er bei uns als Trainer in einem international ambitionierten Klub macht Xabi Alonso bei uns zum ersten Mal. Gleichzeitig profitieren wir als Verein von seiner Professionalität, von seiner Erfahrung und seinen Erfolgen im Fußball“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung über den Trainer, dessen Vertrag bis 2024 läuft. Zu Nationalspieler Florian Wirtz (20) äußerte sich Carro so:
„Bei uns kann er sich noch entwickeln, bei uns darf er auch noch Fehler machen, die woanders vielleicht andere Folgen hätten. Er hat eine überragende Qualität, aber für seine persönliche Entwicklung ist es gut, hier zu sein. Beide Seiten werden davon profitieren, wenn die Beziehung noch länger besteht.“
Angesichts der Vertragslaufzeit bis 2027 gibt es für den Klubchef keine Diskussionen: „Er ist zufrieden, wir sind zufrieden, es gibt klare Vereinbarungen – da wird nichts passieren.“ Die Gesamtleistung des Werksklubs, der die Saison nach zwischenzeitlichem Fall auf Platz 17. In der Bundesliga als Sechster abschloss, sieht Fernando Carro differenziert: „Wir können und müssen uns in punkto absoluter Professionalität auf dem Platz, aber auch in der und um die Kabine herum noch weiterentwickeln. Disziplin, volle Hingabe für den Beruf, Zielstrebigkeit – diese Tugenden müssen wir als Verantwortliche vorleben, die Spieler müssen sich damit identifizieren und sie umsetzen, Tag für Tag.“ Der Anspruch, zu den top Vier der Liga zu gehören und sich damit für die Champions League zu qualifizieren, bleibe bestehen, obwohl das Ziel deutlich verfehlt wurde. „Von den Ressourcen, wenn man sich die Umsätze der Vereine anschaut, gehören wir zu den oberen vier. Natürlich weit weg von Bayern München, auch entfernt von Borussia Dortmund und Leipzig, aber noch vor den anderen Klubs. Deshalb bleibt der Anspruch bestehen, auch wenn wir es dieses Jahr nicht geschafft haben. Wir werden nächstes Jahr wieder mit dem Ziel Champions League in die Saison gehen“, sagt Fernando Carro.

Nordafrika
Flüchtlinge: Auch mich wollten sie vergewaltigen

Berlin – Jedes dritte Mädchen auf der Flucht in Nordafrika ist mit sexuellem Missbrauch konfrontiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Save the Children, für die Mädchen befragt wurden, die nach oder durch Nordafrika geflohen sind. Der Bericht „Girls on the Move in North Africa“ von Save the Children und dem internationalen Think-Tank Samuel Hall untersucht, warum Mädchen aus ihren afrikanischen Heimatländern emigrieren und welchen Risiken sie in Nordafrika ausgesetzt sind. Demnach fliehen viele Mädchen vor Gewalt, Missbrauch, Zwangsverheiratung, fehlenden beruflichen Perspektiven und Familienkonflikten, sind aber auf ihrer Reise weiteren Gefahren ausgesetzt. Eine sichere Fluchtroute gibt es für sie nicht. „Vor 30 Jahren verschärfte Deutschland das Asylrecht – seitdem ist es nahezu unmöglich, auf sichere Weise hierher zu gelangen. Gleichzeitig nimmt aber die Zahl der Geflüchteten weiter zu“, sagt Dr. Meike Riebau, Expertin für Flucht und Migration bei Save the Children Deutschland. „Die Drittstaatenregelung und Europas Abschottungspolitik bringen Geflüchtete in lebensgefährliche Situationen, darunter auch viele Kinder. Unsere Studie zeigt anhand vieler Erlebnisberichte, welchen Gefahren Mädchen auf der Flucht in Nordafrika ausgesetzt sind.“ In den Interviews gab jedes dritte Mädchen an, sexuellen Missbrauch oder andere geschlechtsspezifische Gewalt erlebt oder beobachtet zu haben. Jedes fünfte Mädchen nannte häusliche Gewalt als Grund für ihre Flucht, während jedes siebte Mädchen einer Zwangs- oder Frühverheiratung entgehen wollte. Die Interviews wurden im Jahr 2022 mit Mädchen und jungen Frauen im Alter von neun bis 24 Jahren geführt. Die meisten von ihnen waren aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara geflohen und nach Libyen, Tunesien oder Marokko gelangt, einige reisten auch weiter nach Italien oder Spanien. „Unsere Studie schließt eine Wissenslücke zu geschlechtsspezifischen Fluchtursachen und Risiken“, sagt Meike Riebau. „Um geflüchtete Mädchen angemessen zu unterstützen, müssen wir verstehen, woher sie kommen, was sie erlebt haben und mit welchen Gefahren sie konfrontiert sind. Bisher werden diese Mädchen auf ihrer Suche nach Schutz weitgehend allein gelassen. Es müssen dringend Strukturen geschaffen werden, um sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.“ Die Zahl der Migrant*innen weltweit ist laut Internationaler Organisation für Migration auf die Höchstmarke von 281 Millionen gestiegen. Insbesondere im Nahen Osten und in Nordafrika sind immer mehr Kinder unterwegs, zunehmend auch Mädchen. Tory Clawson, Leiterin der Save the Children-Initiative für Migration und Vertreibung, fordert mehr Aufklärung über die Gefahren. „Mädchen und ihre Familien brauchen schon bevor sie ihre Heimat verlassen Informationen, um auf ihrer Reise sicher zu sein. Und in den Transitländern brauchen wir Strukturen, die Mädchen schützen und ihnen den Zugang zu sozialen und medizinischen Diensten sichern.“ Die 20-jährige Rainatou* aus Côte d’Ivoire flüchtete nach Spanien, nachdem ihr Vater sie misshandelte und in eine polygame Ehe mit einem viel älteren Mann zwingen wollte. „Meine Schwestern sind von zu Hause geflohen, und wir haben bis heute nichts von ihnen gehört“, berichtet Rainatou. „Als mein Vater das herausfand, verbrannte er mir die Füße. Er sagte, wenn du keine Füße hast, kannst du nicht weggehen.“ Rainatou gelang trotz allem die Flucht. Auf sich allein gestellt und ohne Geld war sie fünf Tage lang zu Fuß unterwegs, bevor sie von einem Lastwagen in die nächste Stadt gebracht wurde. Die 14-jährige Marie* aus Kamerun floh zusammen mit ihrer Mutter. Beide wurden in Marokko und Algerien mehrfach von Menschenschmugglern eingesperrt. „Wir kamen in einem kleinen Dorf an. Dort haben uns Leute abgeholt und an einen anderen Ort mit Frauen und Kindern gebracht“, erzählt Marie. „Wir blieben ein paar Tage und bekamen nichts zu essen oder zu trinken. An diesem Ort wurden Erwachsene und sogar Kinder vergewaltigt. Auch mich wollten sie vergewaltigen, aber meine Mutter konnte mich retten.“ Auch Festnahmen und Inhaftierungen gehören zu den Risiken für Geflüchtete. Dies erlebte die 16-jährige Noella*, die ihre Heimat in Côte d’Ivoire verließ und heute in Italien lebt. Sie wurde von der libyschen Küstenwache abgefangen und in ein Internierungslager gebracht. „In Libyen haben sie meinen Kopf gegen die Wand geschlagen“, berichtet Noella. „Sie verlangten Geld, und da ich keine Familie habe und nicht zahlen konnte, haben sie mich schlecht behandelt. Ein anderes Mal haben sie mir eine Plastiktüte ins Gesicht gedrückt. Sie wollten mir wehtun.“

Ägäis
Türkei und Griechenland wollen Spannungen abbauen

Ankara/Athen – Als weiteres Zeichen für die Verbesserung der Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei haben die beiden NATO-Verbündeten beschlossen, geplante Militärübungen in der Ägäis abzusagen. Wie die türkischen Medien am Dienstag berichteten, hat das türkische Verteidigungsministerium die „Seawolf-Übung“ abgesagt, an der Tausende von Personen mit über 200 Elementen, darunter Schiffe, U-Boote sowie bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge, teilnehmen. Die groß angelegte Übung wird jedes Jahr in der ersten Juniwoche abgehalten. Damit reagierte Ankara auf die Entscheidung Athens, die „Kataigis-Übung“ abzusagen, die es jedes Jahr zwischen Mai und Juni in der gesamten Ägäis durchführt. Stattdessen werden nun kleinere Ausbildungsprogramme durchgeführt. Im Zuge der Bemühungen, die positive Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach den tödlichen Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und dem Zugunglück in Griechenland zu verbessern, haben die beiden Nachbarn in der Ägäis gegenseitige Schritte unternommen. Schritte zum Abbau der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei Bei seinem Besuch in der von den verheerenden Erdbeben heimgesuchten Stadt Hatay im Februar kündigte der griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos an, dass die beiden Staaten vereinbart hätten, eine Agenda auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen zu entwickeln. Panagiotopoulos hatte den Willen geäußert, die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren und sagte, Tragödien wie die Erdbeben zeigten, „wie klein“ die bestehenden Probleme zwischen Griechenland und der Türkei seien. „Wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet, sehen wir, dass diese Tragödien und Katastrophen tatsächlich als Katalysator für den Abbau von Spannungen wirken“, fügte er hinzu. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erinnerte letzten Monat daran, dass zwischen den beiden Ländern ein Moratorium besteht, um die Durchführung von Militärübungen in der Ägäis während der Tourismusperiode zu verhindern, und betonte, dass die Türkei bereit sei, dieses zu erweitern. „In der kommenden Zeit erwarten wir konkrete positive Entwicklungen in einigen Fragen, wie z.B. die Verlängerung des Moratoriums, das vorsieht, Übungen in den internationalen Gewässern und im Luftraum der Ägäis zwischen dem 15. Juni und dem 15. September, wenn der Tourismus intensiv ist, zu vermeiden“, wurde Akar von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert. Akar: Wir sollten den Reichtum in der Ägäis teilen Bereits im März sagte Akar, dass die Türkei bereit sei die Beziehungen zu verbessern und „einen Kanal für den Dialog zu öffnen“, um ihre Probleme mit Griechenland zu lösen, so Akar, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir haben Probleme mit Griechenland… Wir sind dafür, diese Probleme mit friedlichen Mitteln und Methoden zu lösen, indem wir im Geiste der Allianz und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen verhandeln“, betonte Akar.
Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, fügte Akar hinzu, dass die Türkei konsequent für eine „gemeinsame Nutzung des Reichtums der Ägäis“ eintrete. Viele Regierungsvertreter in beiden Ländern hoffen, dass die Wiederbelebung der so genannten „Erdbebendiplomatie“ zu einer nachhaltigen Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen wird, die in den letzten Jahren eine Phase anhaltender Spannungen erlebt haben. Griechenland reagierte auf die Erdbeben, die Teile der Südtürkei und Nordsyriens erschütterten, mit einer raschen Entsendung von Hilfsgütern, die vor allem von der EMAK, einer Spezialeinheit für Katastrophenhilfe, die zur griechischen Feuerwehr gehört, bereitgestellt wurden. Die Naturkatastrophe veranlasste auch den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum ersten Mal seit März letzten Jahres ein direktes Gespräch zu führen.

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– Türkei – Griechischer Fußballer Kolovetsios trifft türkischen Verteidigungsminister Akar

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar überraschte den griechischen Fußballer Dimitrios Kolovetsios mit einem Besuch.

Griechischer Fußballer Kolovetsios trifft türkischen Verteidigungsminister Akar