Kuba-Krise
Kuba an USA: Wenn wir sterben, dann sterben wir

Havanna/Washington – Die Spannungen zwischen den USA und Kuba haben ein neues Niveau erreicht. Lianys Torres Rivera, Kubas ranghöchste Diplomatin in Washington, hat in einem am 14. Mai veröffentlichten Interview mit dem US-Nachrichtenportal The Hill offen vor den Folgen eines amerikanischen Militäreinsatzes gewarnt.

„Es könnte ein großer Fehler sein. Es könnte ein Blutbad werden“, sagte sie. „Wir wollen keine Kubaner sterben sehen — und auch keine amerikanischen Soldaten.“

Das Interview fand zu einem der angespanntesten Momente in den US-kubanischen Beziehungen statt — einen Tag nachdem CIA-Direktor John Ratcliffe Havanna besucht hatte, um Verhandlungen zu führen, und dabei unmissverständlich klargestellt hatte: Das Zeitfenster für Gespräche werde nicht für immer offenbleiben.

Kuba bereitet sich auf Invasion vor

Torres Rivera erklärte, die kubanische Regierung habe ihre Vorbereitungen auf einen möglichen US-Angriff deutlich intensiviert. „Wir bereiten uns darauf vor, mehr als je zuvor. Wir können nicht naiv sein“, sagte sie. Die Vorbereitungen seien rein defensiver Natur — Kuba habe keine Absicht, als erste Partei gegen US-Territorium oder die amerikanische Bevölkerung vorzugehen.

Kubas Regierung hat das Jahr 2026 offiziell zum „Jahr der Verteidigungsvorbereitung“ erklärt. In diesem Rahmen finden im ganzen Land verstärkte Militärübungen der Zivilbevölkerung statt — mit Gewehren, Drohnen und Panzerabwehrminen.

Bereits im Januar 2026 waren 32 kubanische Militärangehörige bei der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Kräfte ums Leben gekommen — ein Ereignis das die Beziehungen zwischen Havanna und Washington nachhaltig erschüttert hatte.

Díaz-Canel: „Wenn wir sterben müssen, sterben wir“

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hatte sich kurz zuvor in einem seltenen Interview mit dem US-Sender NBC News geäußert. „Wir werden uns verteidigen, und wenn wir sterben müssen, sterben wir“, sagte er. Torres Rivera bekräftigte diese Haltung und betonte, Kubas Souveränität, Unabhängigkeit und Recht auf Selbstbestimmung seien nicht verhandelbar.

Gleichzeitig unterstrich die Diplomatin, dass Kuba keine Bedrohung für die USA darstelle. „Wir sind eine kleine Insel, die nur in Ruhe gelassen werden will, um ihre Zukunft so zu gestalten, wie Kubaner es wollen“, sagte sie.

Stromausfälle und innere Schwäche

Torres Rivera räumte ein, dass die kubanische Bevölkerung unter schweren wirtschaftlichen Bedingungen leide — darunter Stromausfälle von bis zu 20 Stunden täglich. Sie warnte Washington jedoch davor, daraus falsche Schlüsse zu ziehen.

„Wenn man 20 Stunden Stromausfall erlebt, hat man Beschwerden und äußert sie“, sagte sie. Dies bedeute aber nicht, dass das kubanische Volk seine Heimat im Falle einer Invasion nicht verteidigen werde.

Beobachter weisen darauf hin, dass die kubanische Führung das Bild einer äußeren Bedrohung traditionell nutzt, um innenpolitischen Zusammenhalt zu erzeugen — gerade in Phasen wirtschaftlicher Schwäche.

Gleichzeitig zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass die Spannungen real sind: Trump hatte per Dekret kubanische Rohölimporte stark eingeschränkt und neue Sanktionen gegen kubanische Einrichtungen verhängt.

 


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Osnabrück
90. Geburtstag: Bürgermeisterin Westermann ehrt Osnabrücker Urgestein Ramazan Çığır

Von Yasin Baş

Eine besondere Ehrung für ein besonderes Leben: Osnabrücks Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann (CDU) besuchte als Vertreterin von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (Grüne) Ramazan Çığır an dessen 90. Geburtstag in seiner Wohnung.

Der 1936 im türkischen Mesudiye (Ordu) an der Schwarzmeerküste geborene Çığır lebt seit 60 Jahren in Deutschland, davon 56 Jahre in Osnabrück. Bei der Zusammenkunft mit seiner Frau Naime, seinem Sohn Mümin, Schwiegertochter Ayşe und Enkel Selim überreichte Westermann Blumen und würdigte seine Lebensleistung.

Was wie ein üblicher Glückwunsch klingt, war weit mehr: Die Begegnung wurde zu einer respektvollen Hommage an ein Leben voller Arbeit, Entbehrung und Integration – und ein lebendiges Zeugnis der deutsch-türkischen Migrationsgeschichte, die 1961 mit dem sogenannten „Anwerbeabkommen“ seinen Lauf nahm.

Von Mesudiye über Köln nach Osnabrück

Mit bewegenden Worten blickte Ramazan Çığır bei dem Treffen auf seinen Werdegang zurück. 1966, genau vor 60 Jahren, kam er aus dem Dorf Erik in der Provinz Ordu über Samsun und Istanbul nach Deutschland.

Seine erste Station war das Ford-Werk in Köln. „Wir kamen mit nichts, nur mit unseren Händen und der Hoffnung auf ein besseres Leben“, erinnerte sich der 90-Jährige. Später zog es ihn nach Werl in der Nähe von Dortmund, ehe er für eine kurze Zeit in die Türkei zurückkehrte.

Über Österreich, wo er zwei Jahre lebte, gelangte er schließlich mit Unterstützung seines damals bereits in Osnabrück ansässigen Verwandten und Bürgermedaillenträgers Yılmaz Akyürek in die Friedensstadt. Nach dem 2007 verstorbenen Akyürek ist übrigens ein Platz in Osnabrück benannt. Er war ein geschätzter Bürger der Stadt, der sich intensiv für die Integration der türkischen Mitbürger sowie für den interkulturellen und interreligiösen Dialog einsetzte.

Die Stadt Osnabrück verleiht jährlich den mit 1.000 Euro dotierten „Yılmaz-Akyürek-Preis für Integration“, um sein Engagement zu würdigen, und richtet zudem alle zwei Jahre das interkulturelle „Akyürek-Fest“ aus, an dem bereits bekannte Persönlichkeiten wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) oder der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (CDU) teilnahmen.

Zurück zu Ramazan Çığır: Seit 1970 lebt die Familie Çığır in Osnabrück. Heute zählt sie bereits vier Generationen. „Es macht mich stolz zu sehen, wie sich hier alles entwickelt hat“, sagte Çığır mit bewegter Stimme. Sein Sohn Mümin übersetzte die Worte des Vaters ins Deutsche.

Mit dem Drahtesel täglich zum Gebet

Trotz seiner 90 Jahre ist Çığır erstaunlich rüstig. Jeden Tag, so erzählte er der Bürgermeisterin, fahre er mit dem Fahrrad die wenigen Kilometer zur Moschee, um zu beten. „Das gibt mir Kraft und Struktur“, erklärte er. „Solange ich das noch kann, bin ich zufrieden.“ Diese Disziplin zeigte sich Westermann sichtlich beeindruckt.

Mehr als ein Geburtstagsgruß: Ein Symbol der Wertschätzung

Die Geschichte von Ramazan Çığır ist exemplarisch für die erste Generation türkischer Gastarbeiter, die in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen. Schwerstarbeit, Sprachbarrieren, Heimweh, all das prägte ihren Alltag. Viele von ihnen legten den Grundstein für den Wohlstand, von dem heute viele profitieren.

Dass ausgerechnet die Bürgermeisterin sich die Zeit für einen persönlichen Besuch nahm, wertete der 90-Jährige als starkes Signal der Anerkennung. „Ich habe mich sehr gefreut, dass sie gekommen ist“, sagte Çığır gerührt. „Manchmal fühlt man sich im Alter unbeachtet. Aber heute wurde mir gezeigt: Ich bin nicht vergessen.“

„Einfach nur dankbar“

Westermanns Besuch war keine routinemäßige Pflichtveranstaltung. Sie hörte zu, fragte nach und dankte für den unermüdlichen Einsatz, den Çığır und viele seiner Landsleute über die Jahrzehnte gezeigt hätten.

„Menschen wie Sie haben unsere Stadt mit aufgebaut. Dafür sind wir sehr dankbar“, so die Bürgermeisterin. „Es ist wichtig, dass wir das auch zeigen – nicht nur mit Worten, sondern auch durch Gesten und durch solche Begegnungen.“

Tränen der Rührung, innige Umarmungen und herzliches Lachen wechselten sich bei dem einstündigen Besuch ab. Sichtlich bewegt sagte Ramazan Çığır zum Abschluss: „Ich bin einfach nur dankbar – für mein Leben hier, für meine Familie und für diese Ehre. Mehr kann man sich im Alter nicht wünschen.“

 


Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”.

 


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Vittorio Pisani Gemälde
Izmir: Das griechische Massaker in den Gemälden eines Augenzeugen

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Der 15. Mai 1919 gilt als eines der traumatischsten Daten der modernen türkischen Geschichte. Mit der Landung der griechischen Armee in Izmir begann nicht nur eine militärische Okkupation, sondern auch eine Welle von massenhaften Gewaltverbrechen gegen die türkische Bevölkerung der Stadt.

Die Ereignisse auf dem Konak-Platz und entlang der Küste wurden damals nicht nur von Einheimischen, sondern auch von ausländischen Beobachtern dokumentiert. Einer dieser Zeugen war der italienische Maler Vittorio Pisani, der viele Jahre in Izmir gelebt hatte. Was er am 15. Mai sah, verarbeitete er später in eindrucksvollen Aquarellen und Gemälden.

Ein italienischer Künstler in Izmir

Vittorio Pisani lebte über viele Jahre mit seiner Familie in Izmir und kannte das soziale Leben der Stadt sehr gut. In einem später überlieferten Schreiben erklärte er: „Nachdem ich fünfzehn Jahre mit meiner Mutter, meinem Vater und meinem Bruder in Izmir gelebt hatte, wurde ich Zeuge der griechischen Besetzung Izmirs und musste die Türkei verlassen und nach Italien zurückkehren.“

Diese Aussage gilt als das wichtigste schriftliche Zeugnis dafür, dass Pisani die Ereignisse persönlich miterlebt hat.

Der Morgen des 15. Mai 1919

Am frühen Morgen landeten griechische Truppen in Izmir. Große Menschenmengen versammelten sich am Hafen und entlang der Straßen. Während Teile der griechischen Bevölkerung die Besetzung feierten, herrschten unter den Türken Angst und Unsicherheit.

Nach den ersten Schüssen eskalierte die Situation rasch. Türkische Soldaten wurden trotz ihrer Kapitulation misshandelt, geschlagen oder erschossen. Auch Zivilisten gerieten ins Visier bewaffneter Gruppen.

Pisani hielt genau diese Szenen fest:
– unbewaffnete osmanische Soldaten, die durch die Straßen geschleift wurden,
– Angriffe auf türkische Zivilisten,
– öffentliche Erschießungen,
– Panik und Chaos auf dem Konak-Platz.

Das berühmteste Gemälde

Das bekannteste Werk Pisani zeigt die Ereignisse auf dem Konak-Platz während der ersten Stunden der Besetzung. Das Bild zeigt griechische Soldaten, die auf wehrlose Türken einschlagen, verletzte Menschen am Boden sowie fliehende Zivilisten.

Besonders auffällig sind die dunklen Rot- und Grautöne, mit denen Pisani die Atmosphäre von Gewalt, Rauch und Verzweiflung darstellt. Das Gemälde verherrlicht keinen Krieg, sondern zeigt die menschliche Tragödie.

Historische Bedeutung

Die Werke Vittorio Pisanis besitzen bis heute große historische Bedeutung. Sie stellen nicht nur Kunstwerke dar, sondern auch visuelle Zeugnisse der Gewalt während der Besetzung Westanatoliens. Da nur wenige Fotografien aus jener Zeit existieren, helfen seine Bilder dabei, die Atmosphäre und die Ereignisse des 15. Mai 1919 besser zu verstehen.

Der Türkische Befreiungskrieg war nicht nur ein militärischer Kampf, sondern auch eine Zeit großen menschlichen Leids für die Bevölkerung Anatoliens. Die Werke Vittorio Pisanis gehören zu den eindrucksvollsten bildlichen Zeugnissen dieser Epoche. Seine Gemälde zeigen Angst, Chaos, Gewalt und Verzweiflung – und bewahren die Erinnerung an die tragischen Ereignisse von Izmir.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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Israel-Kritik
Sánchez zum ESC-Boykott: „Auf der richtigen Seite der Geschichte“

Madrid – „Este año no estaremos en Eurovisión“ — dieses Jahr werden wir nicht bei Eurovision dabei sein. Mit diesen Worten auf X hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez den Boykott seines Landes beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien persönlich begründet.

„Aber wir tun es mit der Überzeugung, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Aus Kohärenz, Verantwortung und Menschlichkeit“, schrieb er.

Es sind Worte, die über den Musikwettbewerb hinausweisen — und die niemanden überraschen, der Sánchez‘ Haltung der vergangenen Monate verfolgt hat. Der spanische Regierungschef gehört zu den wenigen westlichen Politikern, die Israels Vorgehen im Gaza-Krieg offen und wiederholt als unverhältnismäßig bezeichnet haben — und dafür weltweit gefeiert werden.

Von „völkermordender Staat“ bis zum EU-Vorstoß

Im Mai 2025 löste Sánchez einen diplomatischen Eklat aus, als er Israel während einer Parlamentssitzung als „völkermordenden Staat“ bezeichnete — das erste Mal, dass er diesen Begriff öffentlich verwendete.

Israel bestellte daraufhin die spanische Botschafterin in Jerusalem ein. Sánchez ließ sich davon nicht beirren.

Im April 2026 ging er einen Schritt weiter: Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Gibraleón kündigte er an, Spanien werde der EU vorschlagen, das Assoziierungsabkommen mit Israel vollständig zu beenden. „Die Regierung Spaniens wird Europa den Vorschlag unterbreiten, die Assoziierung mit Israel zu beenden“, erklärte er. Er betonte dabei, Spanien sei ein „Freund Israels“ — aber kein Freund der Politik seiner Regierung.

Spaniens Außenminister José Manuel Albares brachte die Haltung seiner Regierung wenige Tage später beim EU-Außenministertreffen in Luxemburg auf den Punkt:

„Wenn wir heute nicht in der Lage sind, Israel zu sagen, dass die Achtung der Menschenrechte und die Einhaltung des Völkerrechts Bedingungen sind — dann werden wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren.“

„Die EU muss gegenüber Israel dieselben Maßstäbe anlegen wie gegen Russland“, so Albares.

Boykott als politisches Signal

Der spanische Sender RTVE hatte bereits Ende April angekündigt, den Eurovision Song Contest 2026 weder auszustrahlen noch daran teilzunehmen — zum ersten Mal seit Spaniens Beitritt zum Wettbewerb im Jahr 1961.

Als Grund nannte RTVE die anhaltende humanitäre Krise im Gazastreifen und die Teilnahme Israels.

Spanien gehört damit zu einer Gruppe von fünf Ländern, die Israel beim diesjährigen Wettbewerb die Gefolgschaft verweigern — wobei die Formen unterschiedlich sind: Spanien und Irland strahlen den Contest weder aus noch nehmen sie teil. Slowenien nimmt nicht teil, zeigt stattdessen eine Dokumentationsreihe über Palästina. Island und die Niederlande nehmen ebenfalls nicht teil, übertragen den Wettbewerb aber dennoch.

Sánchez‘ Tweet macht nun deutlich, dass er den Boykott nicht als politische Entscheidung betrachtet — sondern als Frage der historischen Positionierung. „Kohärenz, Verantwortung und Menschlichkeit“ — mit diesen drei Worten fasst er zusammen, was andere Regierungen bisher nicht auszusprechen wagten.

Beobachter weisen darauf hin, dass Sánchez damit auch innenpolitisch punktet: Er führt seine sozialistische Partei in ein Wahljahr und hat die klare Israel-kritische Haltung zu einem Markenkern seiner Außenpolitik gemacht — mit wachsendem Rückhalt in der spanischen Bevölkerung und Anerkennung weit über Europa hinaus.

 


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Spanien: Israel sollte wie Russland behandelt werden

Israel vs New York Times
Israel verklagt New York Times wegen Vergewaltigungs-Bericht

New York/Jerusalem – Drei Tage nach Erscheinen eines erschütternden Berichts über systematische sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene in israelischen Hafteinrichtungen — darunter der dokumentierte Einsatz von Hunden — hat die israelische Regierung einen außergewöhnlichen Schritt angekündigt:

Premierminister Benjamin Netanyahu und Außenminister Gideon Saar haben gemeinsam die Einleitung einer Verleumdungsklage gegen die New York Times angeordnet.

„Unter meiner Führung wird Israel nicht schweigen“, schrieb Netanyahu auf X. „Wir werden diese Lügen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung und vor dem ordentlichen Gericht bekämpfen.“

Was der Artikel behauptete

Ausgangspunkt ist ein Meinungsbeitrag des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Nicholas Kristof, der am 11. Mai in der New York Times erschien. Kristof stützte sich auf Interviews mit palästinensischen Männern und Frauen und dokumentierte ein Muster systematischer sexueller Gewalt — durch Soldaten, Siedler, Verhörspezialisten des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und vor allem durch Gefängnispersonal.

Zu den geschilderten Fällen gehörte der des 46-jährigen palästinensischen Journalisten Sami al-Sai, der beschrieb, wie er nackt ausgezogen, geblendet und gefesselt wurde — bevor ein Militärhund auf ihn losgelassen wurde, angeleitet von einem auf Hebräisch sprechenden Hundeführer.

Ein weiterer Palästinenser, der Funktionär Mohammad Matar, schilderte, wie er von Siedlern ausgezogen und mit einem Stock traktiert wurde, während diese Witze über seine Vergewaltigung machten. „Sechs Monate lang konnte ich nicht darüber sprechen — nicht einmal mit meiner Familie“, sagte er.

Kristof betonte ausdrücklich, es gebe keine Beweise dafür, dass israelische Führungskräfte Vergewaltigungen direkt anordnen — wohl aber hätten israelische Behörden einen Sicherheitsapparat aufgebaut, in dem sexuelle Gewalt laut einem UN-Bericht zu einem „Standardverfahren“ geworden sei.

NYT steht hinter dem Bericht

Israel hatte den Artikel zunächst als „Blutlüge“ bezeichnet — ein Begriff mit schwerer historischer Last, der auf das mittelalterliche antisemitische Märchen anspielt, Juden würden christliche Kinder für rituelle Zwecke ermorden.

Kritiker werfen der israelischen Regierung vor, den Begriff missbräuchlich einzusetzen, da die Vorwürfe auf Zeugenaussagen, unabhängigen Untersuchungen und Berichten israelischer Menschenrechtsorganisationen beruhen — darunter B’Tselem, die bereits im August 2024 und erneut im Januar 2026 konkrete Fälle sexuellen Missbrauchs durch Militärhunde dokumentiert hatte.

Die New York Times wies Rückzugsgerüchte umgehend zurück und verteidigte den Bericht. NYT-Sprecherin Danielle Rhoades Ha erklärte, die Klagedrohung sei „Teil eines bewährten politischen Drehbuchs, das darauf abzielt, unabhängige Berichterstattung zu untergraben und Journalismus zum Schweigen zu bringen, der nicht in ein bestimmtes Narrativ passt.“

Die Zeugenaussagen seien mit anderen Zeugen, Familienangehörigen, Anwälten und unabhängigen Berichten abgeglichen worden.

Rechtlich schwieriges Terrain

Die Klage wirft erhebliche juristische Fragen auf. Eine ausländische Regierung kann technisch gesehen gegen ein US-Medienunternehmen klagen — doch US-Medien genießen durch den Ersten Verfassungszusatz weitreichenden Schutz, insbesondere wenn sie von Regierungsbehörden angegangen werden.

In welchem Gericht die Klage eingereicht werden soll, war zunächst nicht bekannt. Netanyahu selbst gab zu, dass es ihm bei der Klage nicht allein um den rechtlichen Ausgang geht — sondern um eine Botschaft.

Es ist nicht das erste Mal dass Netanyahu rechtliche Schritte gegen die Times in Erwägung zog. Bereits im vergangenen Jahr hatte er öffentlich geprüft, ob ein Land die New York Times verklagen könne — damals nach einem Bericht über Hunger in Gaza.

 


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Geschichte
Griechische Besetzung Westanatoliens (1919–1922): Krieg, Flucht und Zerstörung

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Am 15. Mai 1919 landeten unter dem Schutz alliierter Kriegsschiffe etwa 12.000 Soldaten der griechischen Okkupationsarmee im Hafen von Izmir. Die Besetzung erfolgte nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg und dem Waffenstillstandsabkommen von Mudros vom 30. Oktober 1918.

Während griechischstämmige Einwohner der Stadt die Landung begrüßten, löste sie unter der türkisch-muslimischen Bevölkerung große Angst und Unsicherheit aus. Der griechisch-orthodoxe Erzbischof Chrysostomos Kalafatis bezeichnete die Landung als historische Erfüllung griechischer Ansprüche auf Anatolien.

Die Besetzung Izmirs entwickelte sich zum Ausgangspunkt der griechischen Invasion Westanatoliens. In türkischen Quellen wird die Zeit häufig mit dem Begriff „Yunan bzw. Rum Mezalimi“ („Griechische Gräueltaten“) beschrieben. Gemeint sind Massaker, Vertreibungen und andere massenhafte Gewaltverbrechen gegen die muslimische Zivilbevölkerung.

Politische Interessen und umstrittene Bevölkerungszahlen

Die griechische Besetzung wurde insbesondere vom britischen Premierminister David Lloyd George unterstützt, aber auch von den USA. Um die Besetzung Izmirs zu rechtfertigen, präsentierte der griechische Ministerpräsident Eleftherios Venizelos den Alliierten auf der Pariser Friedenskonferenz stark überhöhte Angaben zur Zahl der griechischstämmigen Bevölkerung in Izmir. Dabei berief sich die griechische Delegation auf Statistiken des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Istanbul.

Auch dem italienischen Journalisten Ernesto Vassalo fielen Widersprüche in den Bevölkerungszahlen Izmirs auf. Er hielt sich ab April 1919 in der Stadt auf und veröffentlichte seine Beobachtungen in der italienischen Tageszeitung Il Tempo.

Der Historiker Mevlüt Çelebi verweist in seinem Aufsatz „Die Besetzung Izmirs aus der Feder eines italienischen Journalisten“ (türkischer Originaltitel: „Bir İtalyan Gazetecinin Kaleminden İzmir’in İşgali“), erschienen im Journal of Modern Turkish History Studies, ebenfalls auf die Unstimmigkeiten in den griechischen Bevölkerungsstatistiken.

Die Bevölkerungszahlen waren jedoch umstritten. Unterschiedliche griechische, osmanische, amerikanische und europäische Quellen kamen zu stark voneinander abweichenden Ergebnissen. Während griechische Statistiken Griechen teilweise als Bevölkerungsmehrheit auswiesen, zeigten osmanische und andere Angaben überwiegend eine muslimisch-türkische Mehrheit.

Auch politische Interessen der europäischen Mächte spielte eine wichtige Rolle. Italien hatte selbst Ansprüche auf Izmir und Westanatolien erhoben, konnte diese nach der Zustimmung Großbritanniens, Frankreichs und der USA zur griechischen Besetzung jedoch nicht durchsetzen.

Hinter der griechischen Expansion stand die Ideologie der „Megali Idea“, eines irredentistischen Konzepts des griechischen Nationalismus. Ziel war die Vereinigung aller von Griechen besiedelten Gebiete und die Ausdehnung Griechenlands auf Teile Anatoliens. Nach dem Ersten Weltkrieg sah die Regierung Venizelos die Gelegenheit gekommen, diesen Plan umzusetzen.

Die griechische Verwaltung versuchte nach der Besetzung Westanatoliens die demografischen Strukturen zugunsten der griechischen Bevölkerung zu verändern. Griechen, die während der Balkankriege und des Ersten Weltkriegs Anatolien verlassen hatten, kehrten zurück. Zusätzlich förderte die griechische Regierung die Ansiedlung weiterer Griechen durch finanzielle Hilfen, Kredite und die Aussicht auf Landbesitz.

Der Einmarsch in Izmir und erste Gewaltakte

Nach einem Bericht des Gendarmerie-Regimentskommandos von Izmir sollen am 15. Mai 1919 in Izmir sowie in den Dörfern der Halbinsel Urla mehr als 2.000 türkische Zivilisten durch griechische Truppen ums Leben gekommen sein.

In einem an die Generalkommandantur in Istanbul übermittelten Lagebericht schilderte das Regimentskommando die dramatischen Ereignisse während und nach der Besetzung der Stadt und dokumentierte die Gewaltakte gegen die türkisch-muslimische Bevölkerung. Der Bericht zeichnet das Bild einer Stadt, die innerhalb weniger Stunden von Chaos, Angst und massiver Gewalt erfasst wurde. Ein Auszug aus dem Gendarmeriebericht lautet:

„Während der Besetzung der Stadt Izmir durch griechische Soldaten am 15. Mai wurden beispiellose Morde an der türkisch-islamischen [muslimischen] Bevölkerung begangen. Hunderte von Einwohnern, Offiziere, Polizisten, Frauen und Kinder wurden getötet. Zudem wurde das Eigentum der meisten geplündert und zerstört.

Die Regierungsgebäude und Kasernen wurden belagert. Sie lagen stundenlang unter Gewehr- und Maschinengewehrfeuer. Nach Einstellung des Feuers wurden alle Regierungsbeamten und Gendarmerie-Delegationen mit aufgepflanztem Bajonett heruntergebracht.

Diese hatten sich zuvor in Anwesenheit des Gouverneurs versammelt. Sie wurden von den grausamen griechischen Soldaten sowie der einheimischen griechischen Bevölkerung gezwungen, ʻZito Venizelosʼ [ʻLang lebe Venizelosʼ] zu rufen. Bei der einheimischen Bevölkerung waren sogar die Kinder bewaffnet. Dies geschah unter Beleidigungen, Drohungen, Schlägen und Flüchen.

Die griechischen Soldaten und bewaffnete Milizen zwangen die Menschen der Reihe nach, sich zu entkleiden. Sie raubten ihnen das Bargeld und sogar die schmutzigen Taschentücher. Vielen wurden die Jacken und Schuhe abgenommen […].“

Die Ausweitung der Invasion und Vertreibungen

Zeitgleich kam es in vielen Regionen Westanatoliens zu schweren Gewaltverbrechen gegen die türkisch-muslimische Bevölkerung. Nach der Einnahme Izmirs wurden auch Städte wie Manisa, Aydın, Nazilli, Turgutlu und Ayvalık besetzt. Berichte türkischer Behörden und Zeitzeugen schildern Plünderungen, Erschießungen, Brandschatzungen und Misshandlungen durch griechische Soldaten und lokale Milizen.

Bereits am Tag nach der Besetzung Izmirs entstanden in verschiedenen Orten griechische Milizverbände. Die Gewalt führte zur Flucht zahlreicher Bewohner. Türkische Berichte sprechen von Tausenden getöteten Zivilisten allein während der ersten Tage der Besetzung. Besonders schwer betroffen war die Stadt Aydın. Zeitzeugen berichteten von systematischen Brandlegungen, Artilleriebeschuss und Angriffen auf fliehende Einwohner. Häuser und Geschäfte wurden zerstört, zahlreiche Menschen kamen ums Leben oder flohen in umliegende Städte und Dörfer.

Nach Angaben verschiedener Historiker wurden während der Besatzungszeit hunderttausende Menschen vertrieben. Viele türkisch-muslimische Zivilisten wurden interniert oder nach Griechenland verschleppt. Ziel dieser Maßnahmen sei unter anderem gewesen, die demografischen Verhältnisse in Westanatolien zugunsten der griechischen Bevölkerung zu verändern und möglichen Widerstand gegen die Besatzung zu schwächen.

Auch in anderen Regionen Westanatoliens kam es zu Massakern, Plünderungen und Zwangsmaßnahmen. In Dörfern entlang der Eisenbahnlinie Manisa–Akhisar wurden zahlreiche Bewohner getötet. Berichte schildern zudem Zwangsarbeit, schlechte Haftbedingungen und den Tod vieler Gefangener durch Hunger oder Misshandlungen.

Der Rückzug und die Taktik der verbrannten Erde

Mit der Schlacht von Sakarya (23. August bis 13. September 1921) gelang es der türkischen Armee unter Mustafa Kemal Pascha, den Vormarsch der griechischen Streitkräfte aufzuhalten. Beim anschließenden Rückzug setzte die griechische Armee auf die Taktik der verbrannten Erde. Zahlreiche Städte, Dörfer und landwirtschaftliche Flächen wurden niedergebrannt.

Auch die westanatolische Stadt Afyonkarahisar blieb von der Zerstörung nicht verschont und wurde nahezu vollständig in Schutt und Asche gelegt. Während der Evakuierung von Eskişehir setzten Soldaten der griechischen Invasionsarmee gezielt Brände in der Stadt.

Ein Aufklärungsflieger berichtete von mehreren Feuern: drei am Bahnhof, eines auf dem Markt und ein weiteres im Süden der Stadt. Zunächst wurde geplündert, bevor die am Porsuk-Fluss gelegene Stadt systematisch in Brand gesteckt wurde. Menschen, die versuchten, den Flammen zu entkommen, wurden erschossen. Rund 250 Zivilisten verloren dabei ihr Leben.

Die verheerenden Brände verschlangen ganze Stadtviertel, Wohnhäuser, Kaufhäuser, Geschäfte, Schulen, Hamams und Moscheen. Auch während der Dumlupınar-Kämpfe hinterließen griechische Armeeeinheiten eine Spur der Verwüstung und zerstörten die Dörfer Hamurköy und Çal.

Besonders schwer traf es zudem die Stadt Uşak, die nahezu vollständig niederbrannte. Noch bevor die türkische Armee einrückte, legten griechische Soldaten in der Stadt und ihrer Umgebung Feuer und verübten schwere Übergriffe auf die Bevölkerung. Allein durch die Brände kamen dort 322 muslimische Einwohner ums Leben.

Demografische Folgen und historisches Erbe

Um die demografischen Strukturen Westanatoliens zu verändern, führten die griechischen Streitkräfte einen rücksichtslosen Feldzug gegen die muslimische Zivilbevölkerung.

Der US-amerikanische Historiker Justin McCarthy beziffert in seinem Buch „Death and Exile“ die Zahl der während der Besatzung Westanatoliens durch die griechische Armee getöteten Muslime auf 640.000. Zudem spricht er von 860.000 Flüchtlingen sowie 1,2 Millionen vertriebenen türkisch-muslimischen Menschen.

Hinter der Landung alliierter Kriegsschiffe und der anschließenden Besetzung Izmirs am 15. Mai 1919 sowie weiterer Städte und Ortschaften Westanatoliens stand nach dieser Darstellung ein konkreter Plan der Siegermächte des Ersten Weltkriegs zur Aufteilung Anatoliens.

Die Ereignisse zwischen 1919 und 1922 hinterließen tiefe Spuren im kollektiven Gedächtnis der türkischen Gesellschaft. Insbesondere die Erinnerungen an Vertreibungen, Internierungen, Gewaltakte und Zerstörung prägen das historische Bewusstsein bis heute.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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Industrie
Wie nachhaltiges Ressourcenmanagement ESG-Ziele sichert

Die Industrie steht unter zunehmendem Druck, ihre betriebliche Effizienz zu verbessern und gleichzeitig die Erwartungen in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) zu erfüllen. Stakeholder beobachten genau, wie verantwortungsbewusst Unternehmen mit Rohstoffen, Energie und Produktionsmitteln umgehen.

Klare Ziele in Bezug auf Abfallreduzierung, Energieoptimierung und ethisches Handeln leiten diese Erwartungen. Viele Organisationen bewerten mittlerweile langfristige Risiken im Zusammenhang mit Ineffizienz und Ressourcenknappheit, was zu einer Verlagerung hin zu strukturierten, messbaren Strategien führt.

Wie kann nachhaltiges Ressourcenmanagement die industrielle Effizienz verbessern und Teams dabei helfen, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Produktivität zu steigern? Es stärkt messbare ESG-Fortschritte, indem es die Nutzung von Wasser, Energie, Ausrüstung und Materialflüssen in den Betrieben verbessert. Lassen Sie uns verstehen, wie dieser Ansatz zu besseren ESG-Ergebnissen beiträgt.

5 Wege, wie nachhaltiges Ressourcenmanagement ESG-Ziele unterstützt

1. Stärkung der Umweltleistung durch optimierte Ressourcennutzung

Die Industrie reduziert die Belastung der natürlichen Systeme, indem sie Energie, Wasser und Materialien effizienter verfolgt und verwaltet. Nachhaltiges Ressourcenmanagement verbessert die Prognosen und hilft den Anlagen, Abfälle aus Überproduktion, unnötigem Energieverbrauch oder ineffizienten Arbeitsabläufen zu reduzieren.

Unternehmen setzen Überwachungssysteme, intelligente Zähler und automatisierte Steuerungen ein, die die Leistung der Anlagen aufrechterhalten und gleichzeitig weniger Ressourcen verbrauchen. Diese Verbesserungen unterstützen direkt die Umweltkomponente von ESG, indem sie Emissionen senken, den Wasserverbrauch reduzieren und Abfallströme minimieren.

2. Verbessert die betriebliche Effizienz und senkt die langfristigen Kosten

Industrielle Betriebe sind in hohem Maße auf Maschinen, elektrische Geräte und energieintensive Anlagen angewiesen. Eine ineffiziente Nutzung führt zu höheren Kosten und einer erhöhten Umweltbelastung. Durch nachhaltiges Ressourcenmanagement bewerten Teams Verbrauchsmuster und setzen Strategien um, die die elektrische Belastung optimieren, die Anlagenplanung verbessern und die Lebensdauer der Anlagen verlängern.

Vorausschauende Wartung und Echtzeitüberwachung verhindern unnötige Ausfallzeiten und reduzieren die mit reaktiven Reparaturen verbundene Ressourcenverschwendung. Diese Maßnahmen verbessern die Gesamteffizienz, unterstützen die ESG-Ziele und stärken gleichzeitig die langfristige finanzielle Widerstandsfähigkeit.

3. Fördert verantwortungsbewusste Praktiken in der Lieferkette und im Materialumgang

ESG-Bewertungen berücksichtigen zunehmend vor- und nachgelagerte Auswirkungen. Unternehmen müssen nachweisen, wie verantwortungsbewusst sie Materialien beschaffen, transportieren und entsorgen. Nachhaltiges Ressourcenmanagement ermöglicht eine bessere Nachverfolgung von Rohstoffen und ermutigt Lieferanten zu verantwortungsbewusster Gewinnung, ethischen Arbeitspraktiken und saubereren Produktionsmethoden.

Die Industrie verbessert auch die Materialrückgewinnungs- und Recyclingprozesse und sorgt dafür, dass Geräte, Komponenten und elektrische Instrumente länger im Umlauf bleiben. Dieser strukturierte Ansatz schafft eine transparentere, verantwortungsvollere Lieferkette und unterstützt gleichzeitig in erhemlichem Maße die Governance-Verpflichtungen.

4. Unterstützt Initiativen für Arbeitssicherheit und soziale Verantwortung

ESG-Rahmenwerke legen den Schwerpunkt auf das Wohlergehen der Mitarbeiter, der lokalen Gemeinschaften und der internen Stakeholder. Durch die Anwendung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements sorgen Unternehmen für sicherere Arbeitsumgebungen durch einen besseren Umgang mit Geräten, einen kontrollierten Energieverbrauch und eine geringere Gefährdung durch gefährliche Leckagen oder Abfälle.

Die Werke führen Schulungsprogramme ein, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen fördern und eine Kultur der Sicherheit und des Bewusstseins stärken. Diese sozial ausgerichteten Verbesserungen helfen Unternehmen, ihr langfristiges Engagement für das Wohlergehen der Arbeitnehmer und der Gemeinschaft unter Beweis zu stellen, unterstützt durch intelligente Messsysteme und die Überwachung der Stromqualität, die den Ressourceneinsatz transparenter machen.

5. Aufbau von Governance-Disziplin durch messbare und überprüfbare Praktiken

Eine starke Governance hängt von einer transparenten Berichterstattung und einer genauen Leistungsüberwachung ab. Nachhaltiges Ressourcenmanagement führt eine strukturierte Datenerfassung ein und hilft Teams dabei, Fortschritte in den Bereichen Energieverbrauch, Abfallreduzierung und Materialeffizienz zu messen.

Diese Erkenntnisse fließen in eine genaue ESG-Berichterstattung ein und stärken die Einhaltung globaler Standards wie der Global Reporting Initiative (GRI), des Carbon Disclosure Project (CDP) und integrierter Nachhaltigkeitsangaben. Klare, überprüfbare Kennzahlen ermöglichen es der Unternehmensleitung, ehrgeizigere Ziele zu setzen und die Rechenschaftspflicht auf allen Ebenen aufrechtzuerhalten.

Langfristige Wirkung durch besseres Ressourcenmanagement

Nachhaltiges Ressourcenmanagement hilft Branchen dabei, ESG-Ziele zu erreichen, indem es die Effizienz verbessert, einen verantwortungsvollen Betrieb unterstützt und strengere Governance-Rahmenbedingungen schafft.

Außerdem bereitet es Unternehmen auf strengere regulatorische Anforderungen und sich ändernde Marktanforderungen vor. Durch einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen schützen Branchen natürliche Ressourcen, stärken die Betriebsstabilität und festigen das Vertrauen der Stakeholder.

Ein letzter Schritt besteht darin, die richtigen Partner auszuwählen. Die Zusammenarbeit mit einer renommierten Elektromarke gewährleistet den Zugang zu zuverlässigen Geräten, fortschrittlicher Ausrüstung und leistungsstarken Lösungen, die langfristige Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Zuverlässige Technologie hilft Unternehmen dabei, intelligentere Überwachungssysteme einzusetzen, Abfall zu reduzieren und die betriebliche Effizienz in allen Einrichtungen zu steigern.

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Duisburg
Türkisches Bogenschießen: Neuer Verein für Duisburg geplant

Von Yasin Baş

Der 45-jährige Mustafa Çığır, gebürtiger Duisburger mit familiären Wurzeln in der Türkei, ist weit mehr als ein erfahrener Automobilingenieur.

Neben seiner 20-jährigen Karriere als Führungskraft in der Automobilbranche engagiert er sich mit großer Leidenschaft für traditionelle türkische Sportarten – insbesondere das traditionelle Bogenschießen. Zudem pflegt er die Imkerei, ein von seinem Großvater erlerntes Handwerk, unter der Marke „Yavan Bal“ (reiner Honig).

In seiner Freizeit widmet sich Çığır der Bewahrung und Weitergabe kultureller Werte an die junge Generation. Seit der Gründung des „Osmanischen Bogensportvereins Oberhausen e.V.“ im Jahr 2019 ist er aktives Mitglied und trainiert Jugendliche im Bogenschießen. Vor drei Jahren erhielt er die Lehrbefugnis (Idschaza) und bereitet sich nun darauf vor, in Duisburg einen eigenen Verein für traditionelles türkisches Bogenschießen zu gründen.

 

Vielfältige Projekte und Workshops

Çığırs Engagement umfasst ein breites Spektrum an Aktivitäten. Dazu gehören Workshops für Grundschulkinder, Schießtrainings für Jugendliche in zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie spezielle Kurse im Pferdebogenschießen für Fortgeschrittene.

Darüber hinaus bietet er Seminare zu Themen wie „Bogenschießen im Lichte von Koranversen und Hadithen – über Sa’d bin Ebi Vaqqas“ sowie über die „spirituelle Reise des Bogenschießens aus mystisch-sufischer Perspektive“ an.

Der gelernte Industrieingenieur hält zudem Vorträge an Universitäten und Hochschulen. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Verbindung von traditionellem Bogenschießen und wissenschaftlicher Forschung. An der Technischen Hochschule (TH) Köln übertrug er in einem Gastvortrag für internationale Doktoranden und Dozenten die Philosophie des „Weges von Pfeil und Bogen“ auf die Disziplin des wissenschaftlichen Arbeitens.

Unter dem Leitsatz „Traditionelles Bogenschießen ist mehr als nur Schießen“ zeigte er Parallelen zwischen der mentalen Präzision des Schützen und der Prozesssteuerung in komplexen Projekten auf. Sein Fokus lag dabei auf der Bedeutung von Haltung, Spannung und dem gezielten Loslassen innerhalb der Forschung.

Ziele für die Zukunft

Zu Çığırs Zukunftsprojekten gehört der Aufbau eines neuen Bogensport-Vereins in und um Duisburg, in die er auch andere traditionelle türkische Sportarten wie Ringen, Schwert- und Schildkampf integrieren möchte. Ein weiteres Herzensprojekt ist die therapeutische Arbeit mit behinderten Kindern durch Bogenschießen. Darüber hinaus möchte er neue Lehrkräfte und Meister ausbilden, um die Tradition weiterzutragen.

Ingenieur, Imker, Bogenschütze – Ein Leben zwischen Moderne und Tradition

Mustafa Çığır verbindet auf eindrucksvolle Weise moderne deutsche Ingenieursdisziplin mit traditionellen türkischen Werten. Neben seiner erfolgreichen Karriere in der Automobilindustrie ist er durch die Imkerei – ein Erbe seines Großvaters – und seine Leidenschaft für das Bogenschießen zu einem bekannten Gesicht der türkischen Gemeinschaft im Ruhrgebiet geworden.

Mit der geplanten Gründung seines eigenen Bogensportvereins möchte er diese Tradition noch breiteren Kreisen zugänglich machen – ein Angebot für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft oder Alter. Sein erklärtes Ziel ist es, junge Menschen und Menschen mit Behinderung für den Sport zu begeistern und von dessen positiven Wirkungen profitieren zu lassen.

 


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Folter in Israel
Bericht: Israel setzt bei Vergewaltigungen Hunde ein

New York – Nicholas Kristof, zweifacher Pulitzer-Preisträger und Kolumnist der New York Times, hat am 11. Mai einen Bericht veröffentlicht, der unter dem Titel „The Silence That Meets the Rape of Palestinians“ auf Grundlage von Interviews mit  palästinensischen Männern und Frauen systematische sexuelle Gewalt durch israelische Soldaten, Gefängnispersonal, Siedler und Verhörspezialisten dokumentiert. Hierzu zählten auch der Einsatz von Hunden. 

Die Berichte sind erschütternd — und sie kommen nicht aus dem Nichts. Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem hatte im August 2024 in ihrem Bericht „Welcome to Hell“ das israelische Gefängnissystem als „Netzwerk von Folterlagern“ bezeichnet und im Januar 2026 einen konkreten Fall von sexuellem Missbrauch durch Hunde detailliert dokumentiert.

Kristof sprach unter anderem mit dem 46-jährigen palästinensischen Journalisten Sami al-Sai, der beschrieb, wie er von israelischen Soldaten nackt ausgezogen, geblendet und gefesselt wurde — bevor ein Hund auf ihn losgelassen wurde. Ein Hundeführer, der auf Hebräisch sprach, habe das Tier dabei angeleitet. „Sie haben Kameras benutzt, um Fotos zu machen, und ich hörte ihr Lachen“, sagte al-Sai gegenüber Kristof.

Er gab an, versucht zu haben, das Tier wegzuschieben — vergeblich. Nach seiner Freilassung warnte ihn ein israelischer Beamter: „Wenn du am Leben bleiben willst, wenn du zurückkommst, sprich nicht mit den Medien.“

Eine Frau berichtete, täglich mehrmals ausgezogen und geschlagen worden zu sein.

„Es war, als würden sie mich jedem vorstellen, der dort arbeitete. Zu Beginn jeder Schicht brachten sie die Männer, um mich auszuziehen.“

Kristof sprach auch mit drei inhaftierten Jungen, von denen jeder sexuellen Missbrauch beschrieb. „Niemand ist sexuellen Übergriffen entkommen“, zitierte er einen Journalisten aus Gaza.

Kristof betonte ausdrücklich, es gebe „keine Beweise dafür, dass israelische Führungskräfte Vergewaltigungen anordnen“ — aber israelische Behörden hätten einen „Sicherheitsapparat aufgebaut, in dem sexuelle Gewalt zu einem Standardverfahren geworden ist“, wie er unter Berufung auf einen UN-Bericht schrieb.

B’Tselem und weitere Organisationen bestätigen die Vorwürfe

Die Berichte Kristofs sind keine Einzelfallschilderungen. B’Tselem, eine der renommiertesten israelischen Menschenrechtsorganisationen, dokumentierte im August 2024 systematischen Missbrauch, Folter und sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene — und im Januar 2026 konkret den Fall von Tamer Qarmut, einem 41-jährigen Mann, der während einer israelischen Razzia festgenommen und sexuell durch einen Militärhund missbraucht wurde.

Auch Euro-Med Human Rights Monitor, Save the Children, das Committee to Protect Journalists sowie das UN-Menschenrechtsbüro, das im März 2025 von „systematischer“ sexueller Gewalt als „Standardverfahren“ sprach, haben ähnliche Muster dokumentiert. Al Jazeera berichtete in der vergangenen Woche über sieben dokumentierte Formen sexueller Gewalt in israelischen Hafteinrichtungen.

Das West Bank Protection Consortium, ein Zusammenschluss internationaler Hilfsorganisationen unter Leitung des Norwegischen Flüchtlingsrats, dokumentierte mindestens 16 Fälle sexueller Übergriffe durch israelische Siedler und Soldaten im Westjordanland.

Kristof zitierte auch den israelischen Whistleblower Shaiel Ben-Ephraim, der erklärte:

„Viele im Gefängnisdienst und IDF-Offiziere wissen vollkommen über den Einsatz von Hunden Bescheid.“

Israels Reaktion: „Blutlüge“

Das israelische Außenministerium bezeichnete den Artikel umgehend als „eine der schlimmsten Blutlügen, die je in der modernen Presse erschienen sind“. Der Israelische Gefängnisdienst erklärte, die Vorwürfe seien „falsch und vollständig unbegründet“. Pro-israelische Gruppen riefen zu Protesten vor der NYT-Zentrale in Manhattan auf.

Der Begriff „Blutlüge“ hat eine spezifische historische Bedeutung: Er bezeichnet das mittelalterliche antisemitische Märchen, Juden würden christliche Kinder für religiöse Rituale ermorden. Kritiker des israelischen Außenministeriums wenden ein, der Begriff werde im vorliegenden Fall missbräuchlich verwendet, da die vorliegenden Berichte auf Zeugenaussagen, unabhängigen Untersuchungen und Berichten israelischer Menschenrechtsorganisationen selbst beruhen.

NYT verteidigt Kristof

Berichte, wonach die New York Times erwäge, den Artikel zurückzuziehen, wies das Blatt klar zurück. „Daran ist absolut nichts wahr“, erklärte NYT-Sprecher Charlie Stadtlander.

„Nicholas Kristof ist ein zweifacher Pulitzer-Preisträger, der seit Jahrzehnten über sexuelle Gewalt berichtet, und gilt weithin als einer der besten investigativen Reporter der Welt in der Dokumentation von sexuellem Missbrauch in Kriegs- und Konfliktzonen.“

Kristof habe die Region bereist und Betroffene persönlich interviewt. Der Artikel erschien in der Meinungsrubrik der New York Times — was redaktionell anderen Richtlinien unterliegt als Nachrichtenstücke, jedoch laut Kristof auf eigener Recherche beruht. „Ich reise und berichte für meine Kolumnen“, schrieb er auf X. „In diesem Fall habe ich eine Geschichte gesehen und verfolgt.“

Kristof forderte abschließend, der US-Botschafter solle Überlebende besuchen, Waffenlieferungen an ein Ende sexueller Gewalt knüpfen und sicherstellen, dass jene Palästinenser, die für seinen Artikel gesprochen hätten, nicht erneut misshandelt würden.

 


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Washington/Genf – Francesca Albanese gehört zu den schärfsten internationalen Kritikerinnen Israels.

Die italienische Rechtswissenschaftlerin und UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete hat Israels Militäroperationen in Gaza öffentlich als Genozid bezeichnet und die internationale Gemeinschaft für ihr Versagen kritisiert, diesen zu verhindern.

Genau das wurde ihr zum Verhängnis: Im Juli 2025 setzte US-Außenminister Marco Rubio sie auf die Specially Designated Nationals-Liste des US-Finanzministeriums — eine Sanktionsliste, die ursprünglich für Terroristen und Diktatoren konzipiert wurde. Nun hat ein US-Bundesgericht diese Sanktionen vorläufig gestoppt.

„Sie hat nichts anderes getan als gesprochen“

US-Bezirksrichter Richard Leon in Washington urteilte am Mittwoch, die Trump-Administration habe Albaneses Redefreiheit verletzt — geschützt durch den Ersten Zusatzartikel der US-Verfassung. „Albanese hat nichts anderes getan als gesprochen!“, schrieb Leon in seiner 26-seitigen Entscheidung.

„Es ist unbestritten, dass ihre Empfehlungen keine bindende Wirkung auf die Handlungen des IStGH haben — sie sind nichts weiter als ihre Meinung.“
Rubio hatte die Sanktionen mit dem Vorwurf begründet, Albanese habe „hemmungslosen Antisemitismus verbreitet“.

Sie weist das zurück und erklärt, Antisemitismusvorwürfe würden gezielt eingesetzt, um Kriegsverbrechen zu rechtfertigen. Israel bestreitet Kriegsverbrechen begangen zu haben und bezeichnet den IStGH-Prozess als grundlegend befangen.

Auslöser der Sanktionen waren Albaneses Berichte über die sogenannte „Genocide Economy“ sowie ihre Forderung an den Internationalen Strafgerichtshof, amerikanische und israelische Unternehmen und Einzelpersonen wegen mutmaßlicher Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen. Trump hatte per Dekret Sanktionen gegen Personen autorisiert, die „direkt in“ den IStGH-Ermittlungen zu Gaza tätig sind.

Finanzielle Isolation und Alltag ohne Bankkonto

Die Folgen der Sanktionen für Albaneses Alltag waren gravierend. Weltweit konnte sie keine Bankkonten führen — auch nicht in ihrer Heimat Italien. Europäische Banken, darunter die Banca Etica, verweigerten ihr die Kontoführung aus Angst vor US-Sekundärsanktionen, die Strafen von bis zu 20 Millionen Dollar und bis zu 30 Jahren Gefängnis vorsehen.

Sie erklärte öffentlich, weder ihr Gehalt empfangen noch Dienstleistungen bezahlen oder Kreditkarten nutzen zu können. Sie fühle sich behandelt wie „Bin Laden“, sagte sie.

Auch ihre Krankenversicherung verweigerte Zahlungen für medizinische Leistungen. Die Einreise in die USA war ihr untersagt. Im Februar 2026 reichten ihr Ehemann, der Weltbank-Ökonom Massimiliano Calì, und ihre in den USA geborene Tochter Klage gegen die Trump-Administration ein — mit dem Argument, die Sanktionen verletzten Grundrechte.

Richter Leon stellte fest, dass Albaneses enge Verbindungen zu den USA — darunter eine in Washington geborene Tochter und ein Familienwohnsitz in der Hauptstadt — ihr den Schutz des Ersten Verfassungszusatzes garantierten, obwohl sie als italienische Staatsbürgerin außerhalb der USA lebt.

Das Justizministerium hatte argumentiert, als ausländische Staatsbürgerin im Ausland könne sie keinen Anspruch auf Redefreiheitsschutz geltend machen — Leon wies das zurück.

Spanien ehrte sie trotz Sanktionen

Albaneses Fall hat international für Aufmerksamkeit gesorgt. Spaniens Premierminister Pedro Sánchez verlieh ihr trotz der US-Sanktionen eine staatliche Auszeichnung — ein Signal, das international als Kritik an der Kriminalisierung von UN-Mandatsträgern gewertet wurde.

In Deutschland stand Albanese zeitweise vor der Möglichkeit einer Festnahme wegen ihrer Verwendung des Begriffs „Genozid“ im Zusammenhang mit Israels Operationen in Gaza.

Albanese selbst erklärte nach dem Urteil, sie sei der Entscheidung des amerikanischen Justizsystems dankbar. „Das Urteil, dass die Sanktionen anscheinend in Verfassungsrechte eingreifen, gibt mir recht“, sagte sie. „Ich bin so dankbar meiner kleinen Tochter und ihrem wunderbaren Vater dafür, dass sie das Risiko auf sich genommen haben.“

Albanese ist seit 2022 UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten und hat sich zu einer der prominentesten internationalen Stimmen entwickelt, die Israels Vorgehen in Gaza öffentlich als Genozid bezeichnet.

 


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