Geschichte
Türkei: Monumentales römisches Schwimmbecken freigelegt

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Aydin – In der Westtürkei ist Archäologen ein sensationeller Fund gelungen, der faszinierende Einblicke in die hochentwickelte Sport- und Ingenieurskultur des Römischen Reiches gewährt.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Agency unter Berufung auf das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus berichtet, haben Forscher bei Ausgrabungen in der antiken Metropole Tralleis nahe der heutigen Provinzhauptstadt Aydın ein monumentales, rund 2.000 Jahre altes Schwimmbecken vollständig freigelegt.

Die außergewöhnlich gut erhaltene Struktur stammt schätzungsweise aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus, einer Epoche, in der Tralleis als eine der wohlhabendsten und bedeutendsten Städte der römischen Provinz Asia florierte und für ihre prächtigen Tempel, Theater und monumentalen öffentlichen Bauten bekannt war.

Das freigelegte Kaltwasserbecken beeindruckt vor allem durch seine für die damalige Zeit gigantischen Dimensionen. Mit einer Länge von rund 37 Metern, einer Breite von 12 Metern und einer Tiefe von etwa 1,5 Metern bot der Pool Platz für schätzungsweise 300 Schwimmer gleichzeitig. Nach Angaben des leitenden Archäologenteams bildete das Becken das architektonische Herzstück eines gigantischen, rund 40.000 Quadratmeter großen Bade- und Gymnasium-Komplexes.

Im modernen Sprachgebrauch und in ersten Medienberichten wird die Anlage aufgrund ihrer enormen Ausmaße oft als „olympisch“ beschrieben. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass das Becken selbstverständlich nicht für die antiken Olympischen Spiele in Griechenland gebaut wurde, sondern vielmehr den antiken Standards für regionale sportliche Großanlagen entsprach.

Der Fund unterstreicht die enorme Bedeutung, die das Römische Reich der körperlichen Fitness, der Hygiene und dem öffentlichen Leben beimaß. Solche kombinierten Bade- und Sportkomplexe dienten im antiken Alltag keineswegs nur der Abkühlung oder Erholung, sondern fungierten als zentrale Zentren für Bildung, Handel, Politik und soziale Interaktion.

In Tralleis wurde das Becken gezielt für die Schwimmausbildung und das tägliche Training junger Athleten genutzt, die sich dort auf professionelle Wettkämpfe in der gesamten antiken Welt vorbereiteten.

Neben der sportlichen Komponente demonstriert die Anlage das herausragende Niveau der römischen Hydraulik- und Sanitärtechnik. Das Schwimmbecken wurde über ein hochentwickeltes, rund 56 Kilometer langes Rohrleitungssystem kontinuierlich mit frischem, kühlem Quellwasser aus den umliegenden Bergen gespeist.

Gleichzeitig stießen die Archäologen auf ein komplexes, unterirdisches Abwassersystem. Diese antike High-Tech-Entwässerung ermöglichte es den Betreibern vor zwei Jahrtausenden, das gesamte Wasservolumen innerhalb kürzester Zeit komplett abzulassen, um das Becken gründlich zu reinigen und somit einen für die damalige Zeit beispiellosen Hygienestandard aufrechtzuerhalten.

Nach Abschluss der langwierigen Ausgrabungs- und Konservierungsarbeiten planen die Forscher nun eine museale Sensation: Das historische Becken soll wieder komplett mit Wasser befüllt werden, um Besuchern aus aller Welt einen originalgetreuen Eindruck von der prachtvollen römischen Badekultur zu vermitteln.

 


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Iran-Krieg
JD Vance wirft Israel Manipulation im Iran-Krieg vor

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Washington – US-Vizepräsident JD Vance hat Israel vorgeworfen zu versuchen die Meinung der Amerikaner zu beeinflussen um den Iran-Krieg auf unbestimmte Zeit zu verlängern.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview erklärte Vance dem konservativen Podcaster Joe Rogan dass er zwar einigen Personen innerhalb der israelischen Regierung vertraue es aber andere gebe „die manipulieren und versuchen die amerikanische öffentliche Meinung zu verändern um den Krieg auf unbestimmte Zeit am Laufen zu halten“.

Die israelische Regierung reagierte nicht sofort auf die Äußerungen von Vance.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt sagte am Donnerstag:

„Ich denke der Präsident würde sicherlich zustimmen dass ja ausländische Staaten durchaus versuchen die amerikanische öffentliche Meinung zu überzeugen.“

Während seines Auftritts in der Sendung „The Joe Rogan Experience“ sagte Vance dass Personen innerhalb der israelischen Regierung versucht hätten die USA von ihren Bemühungen um Verhandlungen mit dem Iran abzubringen.

„Ich denke definitiv dass man diese sehr diskrete äußerst gut finanzierte Kampagne gesehen hat die versucht hat die Verhandlung zu torpedieren und die Vereinbarung zu verhindern“ sagte er und fügte hinzu es gebe „genaue Beweise“ dafür dass einige israelische Führer „die Vereinbarung hassen“.

Die USA hatten im vergangenen Monat eine Einigung mit dem Iran erzielt die als Absichtserklärung (MOU) bekannt ist. Sie ermöglichte die Fortsetzung formeller Verhandlungen beinhaltete einen inzwischen aufgegebenen 60-tägigen Waffenstillstand und die Bedingung die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Die Spannungen um die Meerenge wurden jedoch vor kurzem wieder aufgenommen und die USA haben ihre Angriffe auf den Iran intensiviert während Teheran Verbündete der USA in der Region ins Visier nahm.

Vance war stark an den Verhandlungen mit dem Iran beteiligt – er nahm im April an Verhandlungen in Pakistan teil und reiste im Juni zur Unterzeichnung der Absichtserklärung in die Schweiz.

Er sagte Joe Rogan dass es ihm „nichts ausmache“ wenn das was er als „bestimmte Elemente der israelischen Regierung“ bezeichnete die Haltung der USA kritisiere und fügte hinzu dass „ausländische Regierungen ständig versuchen die Regierung zu beeinflussen“.

„Was mich eigentlich stört ist wenn Amerikaner es zulassen das heißt wenn die amerikanische Führung zulässt dass diese Einflussnahme ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt und das beeinflusst wofür sie eintreten“ sagte er.

Es ist die jüngste in einer Reihe von Kritiken die der Vizepräsident jüngst gegen Israel geäußert hat während die Trump-Administration weiterhin versucht den Krieg sowohl durch diplomatische Verhandlungen als auch durch erneute Militärschläge zu beenden.

Im Juni forderte er israelische Politiker von denen einige die USA wegen ihrer Vereinbarung mit dem Iran zur Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den beiden Ländern kritisiert hatten auf nicht „den einzigen starken Verbündeten“ anzugreifen den sie „überhaupt noch auf der ganzen Welt“ haben.

Die USA und Israel hatten im Februar weitreichende Angriffe auf den Iran gestartet woraufhin Teheran mit Angriffen auf Israel und mit den USA verbündete Staaten am Golf reagierte. Die Kämpfe haben sich auch auf den Libanon ausgeweitet.
Israel betrachtet den Iran als Bedrohung für seine Existenz und fordert die vollständige Beseitigung des iranischen Atom- und Raketenprogramms sowie einen Regimewechsel. Unterdessen lehnte das Repräsentantenhaus am Mittwoch eine Maßnahme zur Kürzung von US-Hilfen für Israel im Wert von Milliarden Dollar ab.

Der Antrag scheiterte mit 314 zu 104 Stimmen wobei mehrere Demokraten für ein Ende der Finanzierung stimmten – was eine Verschiebung innerhalb der Partei weg von einer uneingeschränkten Unterstützung Israels widerspiegelt.

 


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SEO und Künstliche Intelligenz
SEO für KI-Suchmaschinen: Guide 2026

Die Art, wie Menschen im Internet nach Antworten suchen, hat sich grundlegend verändert. Statt zehn blauen Links liefern KI-gestützte Suchsysteme heute direkte, zusammengefasste Antworten, oft ohne dass Nutzer eine einzige Website besuchen.

Genau deshalb gewinnt die SEO für KI-Suchmaschinen zunehmend an Bedeutung: Wer nur für klassische Rankings optimiert, riskiert, in den neuen Antwortformaten schlicht nicht mehr aufzutauchen. Die Frage ist nicht mehr nur, wie ein Text bei Google auf Position eins landet, sondern ob eine KI ihn überhaupt als vertrauenswürdige Quelle für ihre Zusammenfassung heranzieht.

Dieser Wandel betrifft nicht nur große Konzerne, sondern jedes Unternehmen, das online gefunden werden möchte. Inhalte müssen heute so strukturiert sein, dass Maschinen sie verstehen, extrahieren und zitieren können. Der folgende Artikel zeigt, wie sich Suche durch künstliche Intelligenz verändert hat, welche Kriterien für Sichtbarkeit in KI-Antworten entscheidend sind und was das konkret für die tägliche Content-Arbeit bedeutet.

TL;DR — Das Wichtigste in Kürze

  • KI-Suchmaschinen liefern zusammengefasste Antworten statt reiner Linklisten.

  • Inhalte müssen in klar abgegrenzte, thematisch fokussierte Abschnitte gegliedert sein.

  • Der erste Satz jedes Abschnitts sollte die Kernaussage direkt liefern.

  • Strukturierte Daten und klare semantische Auszeichnung erleichtern die Auswertung durch KI-Systeme.

  • Glaubwürdigkeit, Quellenangaben und Fachautorität wiegen schwerer als reine Keyword-Dichte.

  • Klassische SEO bleibt relevant, wird aber um KI-spezifische Anforderungen ergänzt.

  • Unternehmen, die frühzeitig umstellen, sichern sich Sichtbarkeit in einem sich schnell verändernden Umfeld.

Wie sich die Suche durch künstliche Intelligenz verändert

Klassische Suchmaschinen haben Nutzer jahrelang mit einer Liste von Links versorgt, aus denen sie selbst die passende Antwort herausfiltern mussten. KI-gestützte Suchsysteme drehen dieses Prinzip um: Sie lesen mehrere Quellen, verdichten die Information und präsentieren eine fertige Antwort direkt im Suchfeld.

Für Website-Betreiber bedeutet das einen Paradigmenwechsel, denn nicht mehr der Klick zählt allein, sondern die Frage, ob der eigene Inhalt überhaupt als Grundlage für die KI-Antwort dient.

Von Keywords zu Antworten

Früher genügte es oft, ein Keyword mehrfach im Text zu platzieren, um bei relevanten Suchanfragen aufzutauchen. Heute bewerten KI-Systeme, ob ein Text tatsächlich eine konkrete Frage beantwortet, und zwar präzise, verständlich und ohne Umwege. Ein Absatz, der erst nach mehreren einleitenden Sätzen zur eigentlichen Information kommt, wird von vielen KI-Modellen schlicht übersprungen, weil effizientere Quellen bevorzugt werden.

Neue Akteure im Suchfeld

Neben den etablierten Suchmaschinen haben sich KI-Chatbots und konversationelle Assistenten als eigenständige Rechercheinstrumente etabliert.

Nutzer stellen ihnen komplexe Fragen und erwarten eine ausformulierte Antwort, oft inklusive Quellenverweis. Wer in diesen Antworten auftauchen möchte, muss seine Inhalte so aufbereiten, dass sie von unterschiedlichen KI-Systemen gleichermaßen ausgewertet werden können, unabhängig davon, welches Modell im Hintergrund arbeitet.

Die entscheidenden Faktoren für Sichtbarkeit in KI-Antworten

Damit ein Inhalt von einer KI als relevante Quelle erkannt wird, muss er bestimmten strukturellen und inhaltlichen Anforderungen genügen. Diese unterscheiden sich in Teilen von den klassischen Rankingfaktoren, überschneiden sich aber auch mit bewährten SEO-Prinzipien.

Klare Struktur und thematische Fokussierung

KI-Modelle zerlegen Inhalte in kleinere Abschnitte, sogenannte Chunks, und bewerten jeden davon einzeln auf seine Relevanz. Ein Text, der pro Abschnitt genau ein Thema behandelt und dieses im ersten Satz auf den Punkt bringt, wird deutlich häufiger extrahiert als ein Fließtext, der mehrere Aspekte vermischt.

Überschriften sollten deshalb präzise formulieren, worum es im jeweiligen Abschnitt geht, damit sowohl Menschen als auch Maschinen sofort erkennen, welche Information dort zu finden ist.

Strukturierte Daten als Übersetzungshilfe

Schema-Markup, klare HTML-Semantik und konsistente Auszeichnung von Fragen und Antworten helfen KI-Systemen, Inhalte korrekt einzuordnen. Auch wenn strukturierte Daten allein keine Sichtbarkeit garantieren, erleichtern sie es den Algorithmen erheblich, den Kontext eines Textes zu erfassen und ihn den passenden Suchanfragen zuzuordnen.

Für Unternehmen, die ihre Inhalte auf diese neuen Anforderungen ausrichten möchten, empfiehlt sich eine gezielte Gemini SEO, bei der technische Struktur, Inhaltstiefe und Auffindbarkeit für KI-Systeme gemeinsam betrachtet werden.

Glaubwürdigkeit und nachvollziehbare Quellen

KI-Systeme legen großen Wert darauf, ob ein Inhalt fachlich fundiert und verifizierbar ist. Konkrete Angaben, nachvollziehbare Argumentation und ein erkennbarer Fachhintergrund erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Text als zitierfähige Quelle eingestuft wird.

Vage Formulierungen oder unbelegte Behauptungen hingegen werden häufig aussortiert, da KI-Modelle zunehmend darauf trainiert sind, unsichere Aussagen zu erkennen und zu meiden.

Warum klassisches SEO trotzdem seine Rolle behält

Auch wenn sich viele Regeln verschieben, bleibt technisches SEO die Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Eine schnelle, mobil optimierte Website mit sauberer interner Verlinkung ist weiterhin Voraussetzung dafür, dass Inhalte überhaupt gecrawlt und indexiert werden.

Technische Basis bleibt Pflicht

Ladezeiten, sichere Verbindungen und eine logische Seitenarchitektur beeinflussen nach wie vor, ob eine Seite überhaupt in den Auswertungsprozess der Suchsysteme gelangt. Ohne diese technische Basis nützt selbst der beste Inhalt wenig, weil er von den Crawlern gar nicht zuverlässig erfasst wird.

Content-Qualität als gemeinsamer Nenner

Sowohl klassische Suchmaschinen als auch KI-Systeme belohnen Inhalte, die echten Mehrwert bieten, verständlich geschrieben sind und eine Frage tatsächlich beantworten. Wer weiterhin auf oberflächliche, austauschbare Texte setzt, wird in beiden Welten zunehmend schlechter sichtbar, während tiefgehende, gut strukturierte Inhalte in beiden Systemen profitieren.

Was das für die Praxis bedeutet

In der praktischen Umsetzung bedeutet die Optimierung für KI-Suchmaschinen vor allem eines: Inhalte müssen so geschrieben werden, dass sie sowohl von Menschen gelesen als auch von Maschinen sauber ausgewertet werden können.

Konkret heißt das, Texte in klar abgegrenzte Abschnitte zu gliedern, jede Kernaussage direkt zu Beginn zu formulieren und Fachbegriffe präzise sowie konsistent zu verwenden. Unternehmen sollten regelmäßig prüfen, ob ihre wichtigsten Inhalte tatsächlich in KI-generierten Antworten auftauchen, und bei Bedarf Struktur sowie Tiefe der Texte anpassen.

Langfristig wird der Unterschied zwischen klassischer Suche und KI-gestützter Suche wahrscheinlich weiter verschwimmen. Wer schon heute Wert auf klare Struktur, fachliche Tiefe und technische Sauberkeit legt, positioniert sich für beide Suchformen gleichermaßen gut.

Gerade weil sich die zugrunde liegenden Modelle ständig weiterentwickeln, lohnt es sich, Inhalte nicht als einmaliges Projekt, sondern als fortlaufenden Prozess zu betrachten, der regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst wird.

Implementierung neuer Technologien im Unternehmensalltag

Die Einführung digitaler Lösungen stellt Unternehmen im Jahr 2026 vor vielfältige organisatorische Aufgaben. Während technische Systeme kontinuierlich weiterentwickelt werden, müssen Mitarbeitende gleichzeitig geschult und bestehende Prozesse angepasst werden. Eine durchdachte Planung entscheidet häufig darüber, ob eine Umstellung reibungslos verläuft oder zu Verzögerungen führt.

Herausforderungen bei der Einführung

Zu den größten Hürden zählt die Integration neuer Werkzeuge in gewachsene IT-Landschaften. Bestehende ERP-Systeme müssen oft mit zusätzlichen Modulen verknüpft werden, ohne dass die tägliche Arbeit unterbrochen wird.

Hinzu kommt die Notwendigkeit, Mitarbeitende frühzeitig einzubinden, damit Akzeptanz und Motivation nicht leiden. Auch Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen spielen eine zentrale Rolle, da sensible Informationen zuverlässig geschützt werden müssen. Fehlende Ressourcen oder unklare Zuständigkeiten verzögern Projekte zusätzlich, weshalb klare Verantwortlichkeiten von Beginn an festgelegt werden sollten.

Erfolgsfaktoren für eine gelungene Umsetzung

Ein strukturierter Zeitplan mit realistischen Meilensteinen bildet die Grundlage jedes erfolgreichen Projekts. Regelmäßige Feedbackschleifen ermöglichen es, Anpassungen frühzeitig vorzunehmen, bevor größere Probleme entstehen.

Der gezielte Einsatz von KI-gestützten Analysewerkzeugen unterstützt dabei, Schwachstellen im Prozess schnell zu erkennen und Optimierungspotenziale sichtbar zu machen.

Zudem trägt eine offene Kommunikationskultur dazu bei, Widerstände abzubauen und die gesamte Belegschaft auf gemeinsame Ziele auszurichten. Unternehmen, die diese Faktoren berücksichtigen, profitieren langfristig von effizienteren Abläufen und einer höheren Wettbewerbsfähigkeit.

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2. Bundesliga
Der 1. FC Magdeburg und seine prägendsten Momente in der Vereinsgeschichte

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Die bewegte Historie des 1. FC Magdeburg reicht vom größten Triumph einer Mannschaft aus der DDR bis hin zum tiefen Fall nach der Wende. Diejenigen, die die Geschicke der Blau-Weißen mitverfolgen, vergleichen mitunter auch die Top Wettanbieter in Deutschland, um gegebenenfalls Tipps zu platzieren. Doch hier möchten wir auf die Geschichte des FCM und dessen bedeutendsten Momente zurückblicken.

Trainer Heinz Krügel und seine goldene Ära

Die Verpflichtung von Heinz Krügel läutete im Jahr 1966 die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte ein. Kapitän Manfred Zapf & Co. lösten als Meister 1971/1972 das Ticket für den Europapokal. Heute sind sowohl der Platz vor der heutigen MDCC-Arena als auch ein von den Anhängern finanziertes Denkmal Krügel gewidmet.

Als 1974 mit dem Europapokalsieg der größte Triumph gelang

Am 8. Mai 1974, dem 53. Geburtstag von Krügel, bezwang der 1. FC Magdeburg im Finale des Europapokals der Pokalsieger den AC Mailand mit 2:0. Für die Sensation im Rotterdamer De-Kuip-Stadion zeichneten sich in erster Linie ein Eigentor von Enrico Lanzi (43.) und Wolfgang „Paule“ Seguin (74.) verantwortlich. Bis heute ist der FCM der einzige Klub der früheren DDR, der einen europäischen Triumph zu Buche stehen hat.

Unter den 4.600 Zuschauern, die dem Finale beiwohnten, reihten sich viele Matrosen von DDR-Handelsschiffen, die im Rotterdamer Hafen lagen. Die Blau-Weißen, die auf dem Weg dorthin auch Sporting Lissabon bezwungen hatten, nahmen wegen der Kälte die Trophäe in weißen Bademänteln entgegen.

Die Titelsammlung des 1. FC Magdeburg in der DDR

Aber in erster Linie dominierte der FCM jahrelang den Fußball in der Heimat:

  • Nach der Saison 1971/72 krönte man sich auch in den Jahren 1974 als Doublegewinner sowie 1975 zum Meister.
  • In den Jahren 1964 bis 1983 gewannen die Blau-Weißen sieben von sieben Pokalendspielen, was nach wie vor ein Rekord ist.
  • Joachim Streich, Jürgen Sparwasser und Jürgen Pommerenke prägten auch die Auswahl der DDR.

Als es zum Duell gegen den FC Bayern München kam

Im Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister der Saison 1974/75 forderte der FCM den FC Bayern München hinaus. Dieser empfing beim Heimspiel im Olympiastadion, und man führte beim Seitenwechsel mit 2:0. Doch dann glich der FCB das Spiel dank Treffern von Gerd Müller auf 2:2, ehe ein Eigentor rund 20 Minuten vor Schluss das 2:3 verursachte. Zwei Wochen später verlor der 1. FC Magdeburg das Rückspiel im Ernst-Grube-Stadion mit 1:2.

Nach der Wende kam es zum tiefen Fall

Nach der Wiedervereinigung verpasste der 1. FC Magdeburg den Sprung in den gesamtdeutschen Profifußball. Zeitweise fanden sich die Blau-Weißen zeitweise auch in der Viertklassigkeit wieder. Im Jahr 2002 folgte mit der Insolvenz der nächste Tiefpunkt.

Die Fans hielten auch dann die Treue und erlebten, wie es ab Mitte der 2010er-Jahre wieder bergauf ging. Im Jahr 2015 stieg der FCM in die 3. Liga auf und drei Jahre später hievte ihn der Drittligatitel zum ersten Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Saison 2021/22 stieg man abermals als Meister der 3. Liga auf.

Nach einem fünften Platz in der Saison 2024/25 folgte ein Umbruch mit Startschwierigkeiten, der einen Trainerwechsel mit sich brachte. Letztlich arbeitete man sich noch auf den fünftletzten Platz hoch und holte den Klassenerhalt.

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2. Bundesliga
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Nach einer turbulenten Saison rettete sich der 1. FC Magdeburg in seine fünfte Zweitliga-Saison am Stück. Ein Jahr nach einem fünften Platz durchlebt man den nächsten Umbruch. Das Trainerduo, das den Klassenerhalt möglich machte, ist dagegen geblieben, und dasselbe gilt für den im Frühjahr geholten Sportdirektor. Wenn Sie nun etwa den super Bwin Bonus Code für Ihre Wetten auf die 2.Bundesliga nutzen möchten, wollen Sie sich womöglich vorab einen genaueren Überblick über die Blau-Weißen verschaffen.

In der Saison 2025/26 ging vieles drunter und drüber

Nach dem fünften Platz in der Spielzeit 2024/25 fand sich der FCM im Abstiegskampf wieder. Bereits im Oktober ersetzten Petrik Sander und Pascal Ibold an der Seitenlinie Markus Fiedler. Im Frühjahr hingegen übernahm Peer Jaeke die Sportdirektor-Agenden von Otmar Schork.

Der Absturz in die Abstiegszone war eine Lehre, dass ein Klub wie die Magdeburger schneller, als man glaubt, in solche Situationen geraten kann. Auf jeden Fall peilt man nun einen Neustart mit klaren Strukturen und realistischen Erwartungen an, ob es wieder für einen Aufstiegskampf reichen wird, bleibt abzuwarten.

Deshalb kommt es im Sommer wieder zu einem Umbruch

In seinem ersten Transferfenster seit seiner Verpflichtung in Magdeburg zeichnet sich Peer Jaeke gemeinsam mit dem im April 2026 geholten Bernd Nehrig für den Umbruch verantwortlich. Das liegt unter anderem daran, dass zahlreiche Akteure den FCM verließen, und das noch dazu häufig ablösefrei. Doch andere Schlüsselakteure wie Spielmacher Baris Atik sollen dem Verein erhalten bleiben und beim Wiederanfang mithelfen.

Eine Rekordablöse von vier Millionen Euro, wie sie die Blau-Weißen im Vorjahr für Martijn Kaars vom FC St. Pauli kassierten, ist diesmal also äußerst unwahrscheinlich. Aber mit dem von Brighton & Hove Albion ausgeliehenen südkoreanischen Rechtsaußen Do-young Yoon kam bereits eine junge, internationale Verstärkung. Zudem schloss sich Innenverteidiger Anselmo García MacNulty dem Team an, der zuletzt in der Eredivisie bei PEC Zwolle unter Vertrag stand.

Immerhin herrscht auf der Trainerbank Kontinuität

Das Duo Petrik Sander und Pascal Ibold schwingt also seit Oktober 2025 das Trainerzepter. Zunächst übernahmen sie als Interimslösung von Markus Fiedler, mittlerweile haben die beiden verlängert. Und angesichts der Situation bei der Verpflichtung und des geschafften Klassenerhalts war das auch die einzige sinnvolle Lösung.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil eine personelle Kontinuität an der Seitenlinie insbesondere bei einem dermaßen großen Umbruch einen Schlüsselfaktor darstellt. Schließlich gelingt es nur so, einer neu zusammengewürfelten Elf schnell eine gemeinsame Idee und Struktur zu geben. Zudem kommt, dass der formal als Cheftrainer fungierende Sander und Ibold den 1. FC Magdeburg aus ihrer Zeit bei der U19 bestens kennen.

Das können Sie sich konkret vom FCM in der kommenden Spielzeit erwarten

Auch wenn es in der Spielzeit 2024/25 zum fünften Platz in der 2. Bundesliga reichte, stehen bodenständige Ziele im Vordergrund. Schon allein aufgrund des großen Umbruchs und des Abstiegskampfes in der Vorsaison spucken die Verantwortlichen bewusst keine großen Töne. Man konzentriert sich zurecht primär auf eine erfreuliche Entwicklung und auf die folgenden Ziele:

  • Der nervenaufreibende Abstiegskampf der Vorsaison soll unbedingt vermieden werden, daher stellt der frühzeitige Ligaverbleib die oberste Priorität dar.
  • Auch abseits des Platzes soll wieder Ruhe einkehren, was dem Team zu konstanteren Leistungen verhelfen soll.
  • Das gelingt aber auch nur, wenn die Blau-Weißen trotz der vielen Zu- und Abgänge schnell zu einer Einheit zusammenwachsen.
  • Lassen sich diese Ziele umsetzen und verläuft der Umbruch nach Plan, ist ein ruhiger Platz im gesicherten Mittelfeld das erklärte Wunschszenario.


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Freizeit
Freizeittrends in der Region verändern sich spürbar

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Der Freitagabend sieht in Augsburg, Allgäu und Ulm anders aus als noch vor zehn Jahren. Früher hieß es spontan ins Kino oder in die Lieblingsbar – heute bleibt man häufiger zuhause, startet Netflix oder öffnet eine Gaming-App. Dieser Wandel ist kein lokales Phänomen, sondern Teil eines deutschlandweiten Trends, der die Art verändert, wie Menschen ihre freie Zeit verbringen.

Das Ergebnis ist ein neues Freizeitmodell: hybrid, digital, überwiegend in den eigenen vier Wänden. Wer noch vor ein paar Jahren belächelt hätte, dass jemand einen Spieleabend mit Freunden online veranstaltet, denkt heute oft selbst darüber nach.

Weniger Kino, mehr Couch-Erlebnis zuhause

Streaming hat das klassische Kinoerlebnis nicht ersetzt – aber klar verschoben. Wer früher für einen guten Film die Jacke anzog und Parkplatz suchte, drückt heute einfach auf Play. Smart-TVs mit großen Bildschirmen, Surround-Sound und eine zunehmend komfortable Heimeinrichtung machen das Wohnzimmer zur vollwertigen Unterhaltungszentrale.

In Augsburg und Ulm sind zwar Filmtheater nach wie vor präsent, doch die Auslastung hat sich verändert. Blockbuster laufen gut, kleinere Produktionen kämpfen. Der Trend zeigt klar: Das Zuhause-Erlebnis wird aufgewertet, während klassische Ausgehorte ihren Alleinstellungsanspruch verlieren. Lieferdienste, die bequem auf der Couch ankommen, verstärken diesen Effekt noch zusätzlich.

Digitale Spiele ersetzen klassische Freizeitangebote

Gaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen — und das gilt auch für die Region. Was früher als Nischenhobby galt, ist heute Alltagskultur. Wer sich am Abend gegen andere misst, tut das längst nicht mehr nur mit dem Sportverein oder beim Brettspiel im Café. Streaming-Dokumentationen über Sport, Kultur und Gesellschaft laufen auf Netflix, Arte und YouTube. Musikplattformen wie Spotify und Deezer füllen die Abendstunden mit kuratierten Playlists und Podcasts. 

Twitch-Streams ziehen ein wachsendes Publikum an — von Gaming-Sessions bis hin zu Live-Poker-Turnieren. Wer dabei selbst mitspielen möchte, kann mit echtem Geld Online Poker spielen — auf lizenzierten Plattformen mit direktem Einstieg. 

Regionale Events kämpfen um neue Aufmerksamkeit

Veranstalter in der Region merken den Wandel. Ob Konzertabend in Ulm, Kunstmesse im Allgäu oder Stadtfest in Augsburg – die Konkurrenz durch digitale Alternativen ist spürbar gewachsen. Menschen überlegen heute bewusster, wofür sie abends das Haus verlassen.

Der Freizeit-Monitor 2025 zeigt, dass das wöchentliche Treffen mit Freunden in den letzten 15 Jahren von 24 auf 20 Prozent zurückgegangen ist, während die Internetnutzung im selben Zeitraum um 47 Prozent zugelegt hat. Das klingt nach kleinen Zahlen – ist aber eine erhebliche Verschiebung im Alltagsleben. Für Eventveranstalter heißt das: Wer auffallen will, braucht ein klares Erlebnis-Versprechen, das sich von zuhause nicht einfach replizieren lässt.

Gleichzeitig reagieren viele Veranstalter kreativ. Hybrid-Formate, bei denen ein Event vor Ort beginnt und online weitergeführt wird, gewinnen an Bedeutung. Escape-Rooms mit VR-Elementen, Live-Konzerte mit gleichzeitigem Stream oder Kulinarik-Events mit digitaler Community dahinter – das sind Wege, beide Welten zu verbinden.

So sieht Freizeit in der Region heute aus

Der Blick auf die Region zeigt: Augsburg, Allgäu und Ulm sind keine Ausnahme vom bundesweiten Trend, sondern mittendrin. Digitale und häusliche Freizeitformate haben sich etabliert, ohne dass klassische Angebote vollständig verschwunden wären. Es ist ein Nebeneinander – aber die Gewichte haben sich klar verschoben.

Laut Destatis zur Zeitverwendung zählt Mediennutzung heute zu den zentralen Freizeitkategorien im deutschen Alltag, gleichrangig mit Sport, Hobbys und sozialem Leben. Das spiegelt sich auch im Stadtbild wider: Wer durch die Innenstadt läuft, sieht weniger Schlangen vor Kinos und mehr Menschen, die zuhause oder mobil digitale Erlebnisse suchen. Die Freizeit hat sich nicht verschlechtert – sie hat sich schlicht neu erfunden.

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Militär-Fusion
USA: Distanzierung von Israel künftig „fast unmöglich“

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Washington – In Washington hat sich ein erbitterter politischer Streit um das künftige Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Israel entzündet.

Die Demokraten im US-Senat haben in einer dramatischen Abstimmung den Entwurf für das jährliche Verteidigungsbudget mit 50 zu 46 Stimmen vorerst blockiert. Hintergrund der Blockade sind hochumstrittene Klauseln im Haushaltsgesetz, die von Kritikern als eine beispiellose, bindende Verflechtung der beiden Nationalstaaten gewertet werden.

Entgegen ersten Gerüchten in den sozialen Netzwerken sieht die Gesetzesvorlage zwar keine formelle Zusammenlegung von Soldaten oder Generalkommandos vor, wohl aber eine extrem tiefe militärisch-technologische und geheimdienstliche Fusion, die es künftigen US-Präsidenten in der Praxis fast unmöglich machen würde, sich politisch oder militärisch von Israel zu distanzieren

Die umstrittenen Passagen, die im Repräsentantenhaus als Section 219 und im Senat unter der Kennung Section 1217 laufen, verpflichten das Pentagon zur Schaffung einer dauerhaften, institutionalisierten Schnittstelle. Konkret muss die US-Regierung demnach einen hochrangigen Sonderkoordinator ernennen, dessen einzige Aufgabe in der lückenlosen Verschmelzung der amerikanischen Militärforschung, Waffenproduktion und künstlichen Intelligenz mit den israelischen Systemen besteht.

Das Gesetz sieht vor, dass Waffensysteme und die Beschaffung beider Länder so tief ineinander integriert werden, dass sie langfristig als eine einzige technologische Einheit operieren.

Darüber hinaus verlangt das Gesetz eine permanente Datenfusion. Die Sensordaten, Satellitenaufklärungen und Geheimdiensterkenntnisse beider Staaten sollen zu einem gemeinsamen, unteilbaren Lagebild verschmolzen werden.

Bürgerrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und liberale US-Politiker schlagen deshalb Alarm, da die USA auf diese Weise gezwungen wären, auch die umstrittenen Massenüberwachungssysteme Israels direkt in die eigene Infrastruktur zu absorbieren.

Als brisantester Punkt gilt jedoch eine juristische Schranke: Dem US-Präsidenten wird es im Gesetzestext ausdrücklich untersagt, diese geheimdienstliche und technologische Kooperation einzuschränken oder als Druckmittel zu nutzen – selbst dann nicht, wenn schwere Vorwürfe wegen Menschenrechtsverletzungen im Raum stehen. Die Republikaner und konservative Demokraten verteidigen die Klauseln vehement als notwendigen Schutzschirm für den engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten.

Dass die Vorlage nun blockiert wurde, zeigt jedoch die wachsende Kluft im Kongress. Politische Beobachter weisen darauf hin, dass die geplante gesetzliche Fesselung in direktem Widerspruch zu jüngsten diplomatischen Vorstößen steht, bei denen auch aus dem Weißen Haus vermehrt Druck auf die israelische Führung ausgeübt wurde, um regionale Deeskalationen zu erzwingen. Die Verhandlungen über das Budget müssen nun im Senat neu aufgerollt werden.

 


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Immobilien
Wohnen im Umland: 52% Ersparnis zu Stadtzentren

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Eine immowelt Analyse für die 15 größten Städte zeigt, wie stark die Angebotspreise von Eigentumswohnungen mit zunehmender Entfernung sinken:

  • Dresden vorn: Wohnungskäufer zahlen im 60-Minuten-Umland 52 Prozent weniger als in der Stadt; bei Frankfurt und Köln sind es jeweils 51 Prozent
  • München: Eine Stunde Pendelzeit spart hier absolut am meisten – rund 3.700 Euro pro Quadratmeter (46 Prozent)
  • Auch in Berlin und Stuttgart zahlt sich der Umzug aus: Wohnungen im 60-Minuten-Umland sind 30 beziehungsweise 24 Prozent günstiger
  • Bereits 45 Minuten Pendelzeit können sich lohnen: Im Fall von Hamburg sparen Käufer dadurch 43 Prozent

Eigentumswohnungen in Großstädten sind für viele Haushalte kaum noch erschwinglich. Eine Analyse von immowelt zeigt: Wer bereit ist, ins Umland zu ziehen, kann deutlich sparen. Wie viel, hängt aber stark davon ab, wie weit man tatsächlich wegzieht. Im 60-Minuten-Radius liegen die Preise um bis zu 52 Prozent niedriger als in der Stadt, im näheren Umland fällt der Preisvorteil dagegen häufig spürbar geringer aus.

Für die Analyse wurden die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in Gemeinden in einem 45-Minuten- sowie einem erweiterten 60-Minuten-Radius um die jeweiligen Stadtzentren betrachtet. Im 60-Minuten-Radius ist die Ersparnis in Dresden mit 52 Prozent am größten: Statt 2.946 Euro pro Quadratmeter im Stadtgebiet werden im erweiterten Umland im Schnitt nur 1.405 Euro fällig. Dicht dahinter folgen Frankfurt und Köln mit jeweils rund 51 Prozent Ersparnis. Leipzig kommt mit 49 Prozent auf einen ähnlich hohen Wert.

„Eigentumswohnungen sind in den teuersten deutschen Großstädten und deren Vororten für viele Haushalte kaum mehr bezahlbar“, sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. „Im erweiterten Umland der Städte sieht es häufig besser aus. Wer seinen Suchradius vergrößert, findet spürbar günstigere Angebote.“

München mit größter absoluter Ersparnis

Während Wohnungskäufer im erweiterten Umland von Dresden prozentual am meisten sparen, liegt München bei der absoluten Ersparnis an der Spitze. Im Münchner Stadtgebiet zahlen Käufer im Schnitt 8.078 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung, im 60-Minuten-Umland dagegen 4.364 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 3.714 Euro pro Quadratmeter (-46 Prozent) – mehr als in jeder anderen der 15 untersuchten Städte.

Auch im Umland von Frankfurt und Hamburg ist die absolute Ersparnis hoch: Im Fall von Frankfurt sinken die Preise von 5.564 auf 2.730 Euro pro Quadratmeter (2.834 Euro bzw. -51 Prozent), in Hamburg von 6.014 auf 3.247 Euro (2.767 Euro bzw. -46 Prozent).

Schon nach 45 Minuten spürbar günstiger, aber nicht überall

Wer nicht die volle Stunde pendeln möchte, muss nicht zwangsläufig auf Ersparnis verzichten. Im Fall von Hamburg sind Wohnungen im 45-Minuten-Radius bereits 43 Prozent günstiger als in der Stadt. Auch in Frankfurt (-40 Prozent) und Köln (-37 Prozent) lohnt sich schon der kürzere Weg.

In Dresden (-31 Prozent) und Leipzig (-29 Prozent) fällt die Ersparnis im näheren Umland dagegen spürbar kleiner aus als im 60-Minuten-Radius. Noch geringer sind die Unterschiede zum Stadtgebiet im 45-Minuten-Umland von Nürnberg (-17 Prozent), Stuttgart und Dortmund (je -9 Prozent).

Ruhrgebiet als Sonderfall

Im Fall von Essen liegen die Preise im 45-Minuten-Umland nahezu auf dem gleichen Niveau wie in der Stadt (-2 Prozent), in Duisburg ist das Umland sogar um 30 Prozent teurer.

Der Grund für diesen Sonderfall liegt in der besonderen Struktur des Ruhrgebiets mit mehreren dicht beieinander liegenden Großstädten: Duisburg, Essen, Dortmund, Düsseldorf und Köln sind untereinander alle innerhalb einer Stunde erreichbar. Dadurch überschneiden sich die Einzugsgebiete. Im Umland von Duisburg liegen so auch teure Vororte von Düsseldorf wie Meerbusch (4.431 Euro pro Quadratmeter), Ratingen (3.467 Euro) oder Hilden (3.536 Euro).

Diese Gemeinden zählen in der Analyse geografisch zum Duisburger Einzugsgebiet, wirtschaftlich gehören sie aber eher zum Düsseldorfer Umland. Weil Duisburg selbst vergleichsweise günstig ist, wird sein Umland dadurch spürbar teurer als die Stadt: Der Quadratmeter von Eigentumswohnungen kostet im Schnitt 2.696 Euro (45-Minuten-Zone) bzw. 2.600 Euro (60-Minuten-Zone) gegenüber 2.076 Euro im Duisburger Stadtgebiet.

Wirtschaft
Türkei: EU wichtigster Partner für Exporte

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Istanbul – Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der Türkei und der Europäischen Union hat im ersten Halbjahr 2026 an Intensität zugenommen. Wie aus den aktuellen Daten der türkischen Exporteursversammlung (TİM) hervorgeht, stiegen die türkischen Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent.

Mit einem Gesamtwert von exakt 54 Milliarden 558 Millionen Dollar festigt die Europäische Union ihre Position als der mit Abstand bedeutendste und größte Absatzmarkt für die türkische Außenwirtschaft.

Insgesamt beliefen sich die weltweiten Gesamtexporte der Türkei im ersten Halbjahr 2026 auf 136,05 Milliarden US-Dollar. Damit entfielen rein rechnerisch rund 40,1 Prozent aller aus der Türkei exportierten Waren direkt auf den europäischen Binnenmarkt. Die Europäische Union festigt damit ihre Position als der mit weitem Abstand wichtigste Außenhandelspartner der türkischen Wirtschaft, noch vor anderen globalen Regionen wie dem Nahen Osten oder der Russischen Föderation.

Automobilindustrie bleibt stärkster Treiber

Die Branchenauswertung der Außenhandelsdaten verdeutlicht die tiefe Integration der türkischen Industrie in die europäischen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Den Spitzenplatz unter den Exportsektoren belegt unangefochten die Automobilendustrie.

Türkische Automobilhersteller und Zulieferer exportierten im ersten Halbjahr Waren im Wert von 15,5 Milliarden Dollar in die EU. Auf den weiteren Plätzen folgten die chemische Industrie mit 7,1 Milliarden Dollar, die Textil- und Bekleidungsbranche mit 4,7 Milliarden Dollar sowie die Eisen- und Nichteisenmetallindustrie mit 4,1 Milliarden Dollar.

Wirtschaftsanalysten und Branchenvertreter wie der Präsident der Istanbuler Handelskammer (İTO), Şekib Avdagiç, führen das kontinuierliche Wachstum unter anderem auf die anhaltende Umstrukturierung globaler Lieferketten zurück.

Angesichts geopolitischer Unsicherheiten in anderen Weltregionen verlagern viele europäische Unternehmen ihre Produktions- und Beschaffungsnetzwerke zunehmend in geografisch nahegelegene und etablierte Partnerländer, was der Türkei eine Rolle als regionaler Produktions- und Logistiknr. 1 sichert.

Wirtschaftsexperten warnen vor Boykott-Rhetorik

Angesichts der enormen Volumina betonen Ökonomen und Wirtschaftsvertreter immer wieder, dass Störungen im EU-Handel unweigerlich zu schweren Erschütterungen der heimischen Produktion führen würden.

Dass die europäische Partnerschaft für den türkischen Markt unersetzlich ist, unterstrich Avdagiç erst kürzlich in einer offiziellen Erklärung zur notwendigen Modernisierung der wirtschaftlichen Beziehungen:

„Die Europäische Union ist und bleibt der mit Abstand wichtigste und unverzichtbare Handelspartner der Türkei. Wer die Tiefe unserer wirtschaftlichen Integration und die Verflechtung unserer Lieferketten ignoriert, verkennt die wirtschaftliche Realität. Ein strategischer Rückzug oder gar das Aufgeben dieses Absatzmarktes wäre ein schwerer, irreparabler Schlag für die gesamte türkische Industrie, der durch keinen anderen Markt der Welt kompensiert werden könnte“, erklärte Avdagiç mit Blick auf die Verhandlungen über die Zollunion und mahnte eine Vertiefung statt einer ideologischen Distanzierung an.

Deutschland bleibt wichtigster Einzelkunde

Innerhalb der Europäischen Union bleibt die Bundesrepublik Deutschland der wichtigste Handelspartner für die türkische Exportwirtschaft. Die Ausfuhren nach Deutschland stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,3 Prozent und überschritten die Marke von 10,1 Milliarden Dollar.

Auf den weiteren Plätzen der wichtigsten europäischen Abnehmerländer folgen Italien mit einem Importvolumen von 6,8 Milliarden Dollar, Spanien mit 5,6 Milliarden Dollar, Frankreich mit 5,3 Milliarden Dollar und Rumänien mit 3,7 Milliarden Dollar.

Der Großteil dieser Exporte wurde in der Wirtschaftsmetropole Istanbul generiert, die weiterhin als das logistische und industrielle Herz des türkischen Außenhandels fungiert.

Angesichts der anhaltenden Relevanz des EU-Marktes betonen Ökonomen die wachsende Bedeutung des bilateralen Dialogs, insbesondere mit Blick auf die geplante Modernisierung der gemeinsamen Zollunion sowie die zügige Anpassung der türkischen Betriebe an die neuen digitalen und ökologischen Standards des europäischen Binnenmarktes.

 


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Gastkommentar
Susanne Mattner zu Kindstötungen in Palästina

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner
 
Wir hören die Berichte eines ehemaligen israelischen Scharfschützen. Wir hören die Aussagen eines rechtsextremen Knesset-Mitglieds. Wir sehen Videos, Zeugenaussagen, Rekonstruktionen – und trotzdem wird das hierzulande noch immer verteidigt. Wie nennt man das eigentlich? Realitätsverweigerung? Oder ist das schon olympisches Synchronschwimmen im Strom der Doppelmoral?
 
Stellt euch vor, ein ehemaliger Bankräuber erklärt, wie Banken ausgeraubt werden. Ein Politiker sagt anschließend: „Eigentlich gibt es gar keine unschuldigen Bankkunden.“ Und die Reaktion wäre: „Ja, man muss eben beide Seiten sehen.“ Klingt absurd? Willkommen im Jahr 2026.
 
Oder anders gefragt: Wie viele Berichte braucht es noch? Wie viele Videos? Wie viele tote Kinder? Gibt es irgendwo einen Stempel mit der Aufschrift: „Ab 100 Fällen nehmen wir das vielleicht ernst“?
 
Ein ehemaliger Scharfschütze schildert Missstände. Angehörige erzählen ihre Geschichte. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren Fälle. Ein rechtsextremer Politiker erklärt sinngemäß, es gebe keine unschuldigen Kinder in Jenin. Und was passiert? Die eigentliche Debatte dreht sich nicht um die Kinder.
 
Nein. Die Debatte dreht sich darüber, ob man das überhaupt erwähnen darf. Das ist ungefähr so, als würde ein Haus lichterloh brennen und eine Gruppe Menschen diskutiert ernsthaft darüber, ob der Rauch vielleicht nur Nebel mit schlechtem Timing ist. Oder als würde ein Elefant im Wohnzimmer sitzen, den Kronleuchter fressen und jemand sagt: „Moment mal. Woher wissen wir eigentlich, dass das wirklich ein Elefant ist? Vielleicht ist das nur eine sehr große Maus.“
 
Die Verrenkungen sind beeindruckend. Würde geistige Gymnastik Medaillen vergeben, manche Kommentatoren hätten längst Gold, Silber und Bronze gleichzeitig gewonnen. Und jedes Mal dieselbe Zaubershow: Aus Opfern werden Verdächtige. Aus dokumentierten Vorfällen werden „Narrative“. Aus Mitgefühl wird plötzlich eine politische Gefahr.
 
Natürlich ist Kritik an staatlichem Handeln nicht dasselbe wie Hass auf ein Volk. Natürlich verdient jedes zivile Leben den gleichen Schutz. Natürlich sollte jedes getötete Kind dieselbe Empörung auslösen – unabhängig davon, welche Sprache es spricht oder welchen Pass seine Eltern besitzen. Oder gilt Menschenwürde inzwischen nach dem Bonuskartenprinzip? Zehn Leben gesammelt, das elfte zählt kostenlos?
 
Vielleicht sollten wir ehrlich sein: Das Problem ist nicht, dass zu wenig Informationen vorhanden sind. Das Problem ist, dass manche Informationen offenbar nur dann glaubwürdig sind, wenn sie ins eigene Weltbild passen.
 
Wie viele ehemalige Soldaten müssen noch sprechen? Wie viele Familien müssen noch trauern? Wie viele Dokumentationen müssen noch erscheinen, bevor Mitgefühl nicht mehr nach Nationalität sortiert wird? Es wäre schön, wenn Menschlichkeit irgendwann weniger kompliziert wäre als ideologische Akrobatik.
 

 


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.