CSD-Anschlag
Vom Distanzieren, Reformieren und der Kunst des Pauschalisierens

Ein Gastkommentar von Ahmet Inam

Nach dem CSD-Attentat zeigten Politik, Medien und vermeintliche Experten erneut Härte gegenüber den sogenannten „Islamisten“, die für diese schreckliche Tat verantwortlich seien.

„Seien“, weil der Islam mit diesem Terror nichts zu tun hat und auch nicht haben kann – auch wenn manche selbst ernannte Islamexperten, die staatlich oder von zionistischen Organisationen gefördert werden, anderes behaupten (auf einen Vergleich mit den „geistesgestörten“ rechtsradikalen Terroranschlägen werde ich hier nicht eingehen). Diesen Anschlag verübte ein „geistesgestörter“ radikaler Muslim – punkt, nicht mehr und nicht weniger.

So wie radikale Christen, radikale Juden (von denen sich manche selbst als Zionisten bezeichnen), radikale Buddhisten oder auch säkulare Extremisten Terroranschläge verüben, so tun dies auch radikale Muslime. In keinem einzigen dieser Fälle jedoch kann die Religion, der sich diese Radikalen zugehörig fühlen, für ihre Taten verantwortlich gemacht werden.

Sie fühlen sich ihr zugehörig – mehr nicht. Denn wären sie ihrer Religion tatsächlich mit Herz und Überzeugung hingegeben, könnten sie keine derart schrecklichen Verbrechen begehen. Sie wären im Geiste (und im Herzen) nicht gestört. Dies gilt für den Islam ebenso wie für alle anderen Religionen, deren zentrale Botschaften Barmherzigkeit, Liebe, Gerechtigkeit und Mitgefühl sind.

Doch wie der barmherzige Prophet Muhammad (s.a.s.) in einer Überlieferung sagte: „Den Menschen wird nur die Erde sättigen.“ Gemeint ist damit, dass es stets Menschen geben wird, deren Verlangen nach mehr niemals gestillt werden kann. Die einen stillen dieses Verlangen mit Gewalt, andere gieren nach Anerkennung, die anderen nach Macht, Vermögen oder Ansehen.

All dies sind Eigenschaften und Ziele, die den Menschen – und erst recht den Gläubigen – von der eigentlichen Botschaft der Religion entfernen. So verhält es sich generell mit dem Menschen, wenn er nicht auf die göttliche Botschaft hört, sondern seiner Triebseele freien Lauf lässt. Der Mensch entfernt sich somit Schritt für Schritt von dem moralischen Ideal, das ihm die Religion vor Augen führt. Dies gehört zu den Hauptlehren des Islam.

Die Forderung nach Distanzierung – Vernunft statt Pauschalisierung

Wer – außer den evangelikalen Zionisten in den USA und anderswo – würde ernsthaft behaupten, Jesus würde christliche Terroranschläge gutheißen? Wer – außer jüdischen Zionisten – könnte behaupten, Moses oder David würden Terror im Namen des Judentums legitimieren? Ebenso wenig kann – außer fanatischen Muslimen – ein Muslim behaupten, der Prophet Muhammad (s.a.s.) würde terroristische Anschläge gutheißen, die von Muslimen verübt werden.

Gerade hierin liegt der Kern der Religionen: Es sind die Propheten, die ihren Gemeinschaften als Vorbilder dienen und aufzeigen, wie die Religion und ihre heiligen Schriften zu verstehen sind. Wer die Religion verstehen will, muss sich daher an ihren Propheten bzw. Vorbildern orientieren, und nicht an jenen, die ihre Lehren missachten, umdeuten und dennoch in ihrem Namen handeln.

Folglich wäre der Mensch gut beraten, vernünftig / verstandesmäßig zu urteilen und nicht die Religion selbst, sondern jene zu kritisieren, die lediglich behaupten, ihr anzugehören. Umso befremdlicher erscheint es, dass gerade im Fall des Islam – und nahezu ausschließlich dort – der Name der Religion regelmäßig mit den abscheulichsten Verbrechen verknüpft wird.

Dabei sollte doch gerade der vernünftige Mensch zur Differenzierung fähig sein. Er könnte zum Beispiel Bücher von renommierten Islamwissenschaftlern lesen, die zeigen, dass in der Geschichte keine andere Religion mehr Erfahrung mit Toleranz und friedlichem Zusammenleben hat als der Islam. Dies ist historisch eindeutig belegt.

Ein Verstandesmäßiger pauschalisiert nicht, er stellt keine ganze Glaubensgemeinschaft unter Generalverdacht und verlangt von Millionen Menschen keine Distanzierung für Taten, mit denen sie sich weder identifizieren noch die sie in irgendeiner Weise zu verantworten haben.

Denn die Vernunft gebietet, was seit Jahrhunderten in unterschiedlichen Kulturen und Religionen universelles Gut ist: Was du nicht willst, dass man dir (deiner Familie, deiner Gemeinschaft, deinem Volk oder deiner Religion) antut, das tue auch anderen nicht.

Entsprechend ist es unvernünftig und sogar absurd, eine ganze Religionsgemeinschaft für die Taten Einzelner verantwortlich zu machen. Dies würden diese Menschen schließlich auch nicht wollen, wenn sie selbst betroffen wären.

Die Gier nach mehr und die „Experten“

Wo jedoch Macht, Ansehen und materieller Gewinn zum höchsten Ziel werden, verliert die Vernunft ihren Platz. Wer von diesen Begierden beherrscht wird, handelt nicht mehr vernünftig, sondern eigennützig.

Ein vernünftiger Mensch würde nicht zu Vorurteilen, Verleumdungen, Täuschung oder haltlosen Beschuldigungen greifen, um gesellschaftliches Ansehen oder persönlichen Vorteil zu erlangen, wie manche selbsternannten Experten dies praktizieren. Ebenso wenig würde er mit pauschalen und oberflächlichen Forderungen auftreten, wie etwa mit der Aussage, der Islam müsse sich reformieren.

Mit genau solchen Mechanismen sehen wir uns jedoch gegenwärtig in Teilen der deutschen Medien konfrontiert. Dort entstehen mitunter Narrative, die Vorurteile verstärken, weil sie Aufmerksamkeit erzeugen. Manche Akteure mögen aus Überzeugung handeln, andere aus Karriereinteresse oder aus dem Wunsch nach öffentlicher Anerkennung. Welche Motive im Einzelfall überwiegen, wollen wir nicht beurteilen. Fest steht jedoch, dass ein solches Klima einer sachlichen Debatte kaum zuträglich ist.

Religion und gesellschaftlicher Dissens

Homosexualität und die LGBTQ-Ideologie (mit Ausnahme von Hermaphroditen / Zwitter, die seit Jahrhunderten in der islamischen Jurisprudenz ihre Rechte besitzen) werden unter Muslimen keinen Halt finden. Homosexuelle Handlungen gelten im Islam als verboten, und daran wird sich nichts ändern – auch nicht durch die als Heilmittel propagierte historisch-kritische Lesart des Korans.

Denn selbst aus dieser Perspektive bleiben die Aussagen des Korans zu diesem Thema eindeutig. Für Muslime ist der Koran das unverfälschte Wort Gottes, dessen Aussagen universellen Charakter besitzen und bis zum Ende der Zeit Gültigkeit beanspruchen.

Dies gilt nicht nur für die moralischen Normen in Fragen der Sexualität, sondern ebenso für die Gebote zur Bewahrung des Lebens, zur Ablehnung ungerechtfertigter Gewalt gegen Menschen, Tiere und Natur sowie zur Verpflichtung auf Gerechtigkeit anstelle von Hass und Unheil auf Erden.

Die eigentliche Schnittstelle zwischen Muslimen und allen anderen Bürgern – egal, ob sie religiös oder säkular sind – liegt somit in der gemeinsamen Ablehnung von Gewalt gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen sowie in der Achtung der Verfassung.

Zwar lehnen viele Muslime (wie auch viele Christen und Angehörige anderer Gemeinschaften), die aus ihrer Sicht säkular-autoritäre Vermittlung queerer Inhalte in Kindergärten und Schulen ab, daraus folgt jedoch nicht, dass sie Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung befürworten.

Im Gegenteil: Sie wissen, dass Gewalt weder ein geeignetes Mittel ist noch mit den Geboten ihrer Religion oder den Maßstäben der Vernunft vereinbar wäre.
Vernünftige Menschen setzen auch nicht auf Zwang und Einschüchterung bei der Vermittlung ihrer Überzeugungen, sondern auf das bessere Argument.

Sie suchen das Gespräch, pflegen den Dialog und begegnen auch dem Andersdenkenden mit Respekt. Genau darin besteht die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens. So verhält sich auch die überwältigende Mehrheit der Muslime. Eine kleine Minderheit radikaler Gewalttäter bildet die Ausnahme.

Gleichwohl sind es gerade diese wenigen, die aufgrund der Logik medialer Aufmerksamkeit den öffentlichen Diskurs dominieren. Dadurch wird der Eindruck vermittelt, sie stünden stellvertretend für eine ganze Religionsgemeinschaft. Und auf der anderen Seite sind es stets dieselben „geistigen Unheilstifter“, die ebenfalls mediale Aufmerksamkeit erhalten und gegen die Mehrheit der Muslime hetzen und dadurch sozusagen ihren Lohn kassieren.

Die Folge ist ein wachsendes Misstrauen in der Mehrheitsgesellschaft, das seinerseits Entfremdung und Abschottung aufseiten vieler Muslime begünstigen kann – ein Kreislauf, der sich wechselseitig verstärkt.

Dieser Kreislauf kann nur durchbrochen werden, wenn Ehrlichkeit und Respekt im Diskurs im Vordergrund stehen. Dies setzt voraus, dass die ehrliche Meinung der muslimischen Mehrheit als Staatsbürger dieses Landes respektiert wird und dass gemeinsam gegen jegliche Form von Gewalt vorgegangen wird.

Dies ist mit Menschen nicht möglich, die nach mehr gieren und dafür jedes Mittel recht ist. Die folglich nicht verstandesmäßig / vernünftig sind!


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Zum Autor

Dr. Ahmet Inam ist Islam- und Religionswissenschaftler. Er promovierte 2015 an der Frankfurter Goethe-Universität am „Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam“ mit dem Titel „Die theologischen, juristischen und sozialen Dimensionen der Sünde im Koran“. Er ist Autor des Buchs „Der Islam – Eine Binnenperspektive“ (Ditibverlag, 2020).


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Krebs in Gaza
Nach Tod seiner Tochter: US-Abgeordneter kämpft für krebskranke Kinder aus Gaza

Washington – Der demokratische US-Kongressabgeordnete Jim McGovern setzt sich gemeinsam mit Dutzenden Kollegen für die Wiederöffnung eines medizinischen Evakuierungskorridors für Krebspatienten aus dem Gazastreifen ein.

In einem Schreiben an US-Außenminister Marco Rubio fordern die Abgeordneten die US-Regierung auf, Israel dazu zu bewegen, schwerkranken Palästinensern wieder lebensrettende Behandlungen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland zu ermöglichen.

Neue Aufmerksamkeit erhielt McGoverns Initiative zuletzt durch die bekannte US-YouTuberin und Pädagogin Rachel Accurso, besser bekannt als Ms. Rachel. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb sie, der Einsatz des Kongressabgeordneten habe sie zu Tränen gerührt.

„Dass Kinder mit Krebs von lebensrettenden Behandlungen ausgeschlossen werden und sterben – und dass ein Vater, der selbst seine geliebte Tochter Molly an Krebs verloren hat, versucht zu helfen“, schrieb Ms. Rachel. Abschließend bedankte sie sich bei McGovern für dessen Engagement.

Brief an Außenminister Rubio

Bereits am 11. Juni hatten McGovern, die Senatoren Ed Markey und Chris Van Hollen sowie die Abgeordneten Madeleine Dean und Maxine Dexter gemeinsam mit insgesamt 57 weiteren Kongressmitgliedern einen Brief an Außenminister Marco Rubio unterzeichnet.

Darin fordern sie die US-Regierung auf, die israelische Regierung zur Wiederherstellung eines medizinischen Korridors zu drängen, damit palästinensische Krebspatienten aus dem Gazastreifen lebensrettende Behandlungen in Krankenhäusern in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland erhalten können.

Zudem verlangen die Abgeordneten, dass Krankenhäuser und die medizinische Infrastruktur im Gazastreifen wieder aufgebaut und künftig geschützt werden.

„Krebsdiagnosen sind in Gaza Todesurteile geworden“

In ihrem Schreiben erklären die Politiker, Krebsdiagnosen seien im Gazastreifen faktisch zu Todesurteilen geworden.

Nach ihren Angaben benötigen derzeit mehr als 18.500 Palästinenser dringend medizinische Behandlungen, die im Gazastreifen nicht verfügbar seien. Darunter befänden sich rund 11.000 Krebspatienten.

Als Beispiel führen die Abgeordneten den sechsjährigen Ghazal an. Der Junge sei an Leukämie erkrankt gewesen und gestorben, während sein Antrag auf eine medizinische Evakuierung noch auf die Genehmigung der israelischen Behörden gewartet habe.

Fünf Forderungen an die US-Regierung

In ihrem Schreiben formulieren die Kongressmitglieder fünf konkrete Forderungen an die Trump-Regierung.

Sie verlangen diplomatische Gespräche mit Katar, Ägypten und der Türkei, um medizinische Evakuierungen für krebskranke Kinder und ihre Begleitpersonen zu ermöglichen. Darüber hinaus solle der medizinische Korridor zwischen dem Gazastreifen sowie Ost-Jerusalem und dem Westjordanland wieder eingerichtet werden.

Außerdem fordern die Politiker Zusicherungen der israelischen Regierung, dass evakuierte Patienten und ihre Angehörigen nach Abschluss ihrer Behandlung nach Gaza zurückkehren dürfen. Ebenso verlangen sie den Wiederaufbau und den Schutz von Krankenhäusern und anderer medizinischer Infrastruktur im Gazastreifen sowie Antworten auf bereits im November 2025 gestellte Fragen zur medizinischen Versorgung.

Persönlicher Schicksalsschlag

Für Jim McGovern hat das Thema auch eine persönliche Bedeutung. Seine Tochter Molly McGovern starb im April 2025 im Alter von 23 Jahren nach einem fast sechsjährigen Kampf gegen eine seltene Form von Krebs.

Auf seiner Internetseite erklärte McGovern, Krebs sei früher nahezu immer ein Todesurteil gewesen, bis medizinische Fortschritte vielen Patienten Hoffnung gegeben hätten. Für zahlreiche Menschen im Gazastreifen gelte dies jedoch nicht mehr.

„Niemand – insbesondere kein Kind – sollte den körperlichen und seelischen Belastungen einer Krebsbehandlung ausgesetzt sein und gleichzeitig in einem Kriegsgebiet leben müssen“, erklärte der Kongressabgeordnete. Er werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass krebskranke Kinder die medizinische Versorgung erhielten, die sie benötigten.

 


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Baé-Urteil
Gericht untersagt Netanjahu-Behauptung: Tagesspiegel verliert gegen Tarek Baé

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Berlin – Der Journalist Tarek Baé hat nach eigenen Angaben einen Rechtsstreit gegen den Tagesspiegel vor dem Kammergericht Berlin gewonnen. Wie Baé auf Facebook und seinem Portal Itidal mitteilte, dürfe die Zeitung künftig nicht mehr behaupten oder verbreiten, er habe Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler sowie den Gaza-Krieg mit dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg gleichgesetzt.

Nach Angaben Baés untersagte das Kammergericht dem Verlag diese Behauptung. Für jeden Verstoß drohe ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft. Zudem habe das Gericht entschieden, dass der Tagesspiegel die Kosten des Verfahrens tragen müsse.

Streit um Berichterstattung über Neukölln

Hintergrund des Verfahrens war laut Itidal ein Bericht des Tagesspiegels über den Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel und eine SPD-Stadträtin, die zwei Beiträge Baés in sozialen Netzwerken geteilt hatte. In den Beiträgen hatte Baé dem israelischen Militär völkerrechtswidrige Verbrechen vorgeworfen.

Um die Kritik an Baé zu begründen, habe der Tagesspiegel behauptet, er habe Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler sowie den Gaza-Krieg mit dem Holocaust gleichgesetzt. Gegen diese Darstellung ging Baé gerichtlich vor.

Gericht folgte Darstellung Baés

Der Journalist erklärte, der Tagesspiegel habe sich vor Gericht damit verteidigt, er habe einen Beitrag des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan weiterverbreitet und sich dessen Aussagen zu eigen gemacht.

Nach Darstellung Baés folgte das Kammergericht dieser Argumentation jedoch nicht. Er habe in seinem Beitrag lediglich über Äußerungen Erdoğans sowie die Reaktion Netanjahus berichtet und diese durch entsprechende Zitate kenntlich gemacht. Auch seine Aussagen zu einem Genozid in Gaza wertete das Gericht nach Angaben Baés nicht als bloße persönliche Meinung, sondern als Wiedergabe der Positionen unabhängiger internationaler Institutionen.

„Sieg für die Pressefreiheit“

Baé bezeichnete die Entscheidung als „Sieg für die Pressefreiheit“.

„Wenn mir jede Aussage, die ich in meiner Berichterstattung zitiere, als meine Äußerung angedichtet werden kann, dann könnte ich keinen Journalismus mehr betreiben“, erklärte er.

Weiter warf er dem Tagesspiegel vor, ihn als Holocaust-Verharmloser dargestellt zu haben, um seine Berichterstattung über die israelische Regierung zu diskreditieren. Der Vorwurf, er habe Hitler und Netanjahu gleichgesetzt, sei bewusst gewählt worden, um den Eindruck einer strafbaren Holocaustverharmlosung zu erzeugen.

Kommentatorin sieht Signalwirkung

Die Kommentatorin Susanne Mattner sieht in der Gerichtsentscheidung einen möglichen Wendepunkt in der öffentlichen Debatte.

Ihrer Ansicht nach könnten Gerichte künftig stärker zwischen Antisemitismus und Kritik an der israelischen Regierung unterscheiden. Es sei problematisch, jede scharfe Kritik an der Politik Benjamin Netanjahus oder einzelner Mitglieder seiner Regierung automatisch als antisemitisch einzuordnen. Kritik an staatlichem Handeln und Hass auf Juden seien zwei unterschiedliche Ebenen.

Mattner erklärte weiter, Entscheidungen wie diese erinnerten daran, dass Tatsachenbehauptungen zutreffen müssten und Antisemitismusvorwürfe nicht dazu dienen dürften, politische Debatten oder kritische Stimmen zu diskreditieren. Wer Antisemitismus wirksam bekämpfen wolle, müsse den Begriff mit größter Sorgfalt verwenden, da eine inflationäre Verwendung letztlich den Kampf gegen tatsächlichen Antisemitismus schwäche.

 


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New York
Überraschender Bürokratieabbau – Mamdani entlastet 180.000 Kleinbetriebe

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New York – Kostenlose Abendbetreuung für Familien, kommunale Supermärkte mit 30 Prozent Rabatt auf Grundnahrungsmittel und der Abbau eines 12-Milliarden-Dollar-Defizits trotz scharfer Angriffe von Donald Trump als „Kommunist“.

New Yorks demokratisch-sozialistischer Bürgermeister Zohran Mamdani lässt nach seinen Erfolgen bei Kriminalitätsbekämpfung und Sozialpolitik nun die Wirtschaft aufhorchen.

Mit der Initiative „OPEN for Small Business“ kündigte der erste muslimische Bürgermeister der Metropole, der auch für seine klare Haltung gegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg international im Fokus steht, ein umfassendes Entlastungspaket für rund 180.000 Kleinunternehmer an.

Während der Bürgermeister zuletzt mit Plänen für fünf städtische Supermärkte – die ab 2027 Familien bis zu 1.000 US-Dollar im Jahr sparen sollen – sowie seinen Vorstößen zu Haftbefehlen gegen Benjamin Netanjahu für Schlagzeilen sorgte, nimmt seine Verwaltung nun die lokale Wirtschaft ins Visier. Die neue Initiative setzt dort an, wo bisher fast ausschließlich Großkonzerne von städtischen Privilegien profitierten.

Unterstützung wie für Großkonzerne

Das Paket „OPEN for Small Business“ umfasst mehr als 50 konkrete Bürokratie- und Regulierungsreformen. Hauptziel ist es, kleinen Händlern, Barbiere, Kiosken und Gastronomen den behördlichen Alltag spürbar zu erleichtern.

Zentrales Element ist das Support-Programm „NYC Best“: Jedem Kleinbetrieb wird künftig ein fester Ansprechpartner in der Verwaltung zugewiesen, der aktiv durch Genehmigungsverfahren und Inspektionen führt. Einen solchen Concierge-Service konnten sich bisher meist nur Konzerne mit teuren Rechtsabteilungen leisten.

Zudem schafft die Stadt doppelte Lizenzanforderungen ab. So benötigten Barbiere in New York bislang bis zu drei verschiedene Lizenzen, während Gastronomen für den Verkauf von Speiseeis eine eigene Genehmigung beantragen mussten. Zudem sollen kleine Ersterstverstöße künftig mit Warnungen statt sofortigen Bußgeldern geahndet werden.

Pragmatismus statt Ideologie

Aus dem Umfeld des Bürgermeisters heißt es, dass Bürokratieabbau kein rein konservatives Thema sei, sondern gerade kleinen Nachbarschaftsbetrieben nütze, während Großkonzerne administrative Hürden mühelos überspringen.

Trotz anhaltender Skepsis marktliberaler Kritiker stößt das Paket bei lokalen Gewerbetreibenden auf breite Zustimmung. Mamdani zeigt damit erneut, dass seine Administration nach dem Ausgleich des Haushaltsdefizits und dem gemeldeten Tiefstand bei der Kriminalität bereit ist, pragmatische Lösungen über ideologische Grenzen hinweg umzusetzen.

 


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Gastkommentar
Zwischen persönlicher Erfahrung und politischer Erzählung: Ein Blick auf LGBT in der Türkei

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Ein Gastkommentar von Marina Bütün

Zu diesem Thema spreche ich nicht aus der Distanz. Meine Sicht ist geprägt von eigenen, sehr konkreten Erfahrungen – aus Istanbul Anfang der 1990er Jahre, in der die Türkei von wechselnden Koalitionsregierungen regiert wurden, an denen oft die Vorgängerparteien der heutigen kemalistischen Opposition beteiligt waren (z.B. CHP).

Mein persönliches Umfeld weiß, dass ich ein offener Mensch bin und grundsätzlich jeder sein Leben so führen soll, wie er es für richtig hält. Dennoch halte ich es für notwendig, zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Realität zu unterscheiden – und diese Realität in der Türkei war nie einfach mit Europa vergleichbar.

Anfang der 90er Jahre mietete mein Mann, weil er einen Job in Istanbul gefunden hatte – ohne Vorwissen – in der damals berüchtigten Pürtelas Sokak im Istanbuler Stadtteil Cihangir, unweit des Taksim-Platzes eine Wohnung, die im Vergleich wesentlich günstiger war, als die anderen Angebote.

Die Straße hatte zu jener Zeit einen besonderen Ruf. Sie war geprägt von einer Szene, die heute unter dem Begriff LGBT zusammengefasst wird. Außenstehende betraten diese Straße kaum. Taxifahrer weigerten sich oft, dorthin zu fahren. Wer nicht dort wohnte, wurde angefeindet, teilweise aggressiv bedrängt. Flaschen flogen aus den oberen Stockwerken, Spannungen gehörten zum Alltag.

Heute ist Cihangir ein angesagtes Viertel, wurde bekannt für seine bunten Treppen und eine kreative Szene. Damals jedoch herrschte dort ein Klima, das wenig mit dem Bild zu tun hat, das heute häufig gezeichnet wird.

Ich selbst habe diese Zeit manchmal erstaunt, manchmal mit Angst und als belastend erlebt. Als junge Frau wurde ich vor der Haustür bedroht. Mein Mann wurde eingeschüchtert, man drohte ihm mit der Polizei – unter Verweis auf damals geltende Vorschriften, die unverheiratetes Zusammenleben unter Strafe stellten.

Die Ironie dabei: Diese Drohungen kamen von männlichen Personen in langen Frauenkleidern, die selbst völlig außerhalb gesetzlicher Regeln agierten und mit Federschmuck oder Schleifchen in der Langhaarperücke auf Freier warteten.
Die Straße war geprägt von nächtlichen Polizeieinsätzen, Sirenen, Gewalt und großer sozialer Not.

Es kam zu Selbstverstümmelungen, verzweifelten Versuchen körperlicher Angleichung an das weibliche Geschlecht – ohne medizinische Hilfe, bis jemand den Notarzt rief. Gleichzeitig wurden Menschen aus dieser Szene von staatlicher Seite repressiv behandelt – etwa durch Zwangseinweisungen, um sie zu heilen. Wie diese Heilungen konkret abliefen, bleibt bis heute schwer nachvollziehbar.

Diese Realität war komplex. Sie bestand aus gesellschaftlicher Ausgrenzung, staatlicher Härte – aber auch aus internen Konflikten und Spannungen innerhalb der Szene selbst.

20 Jahre später, unter der heutigen Regierung, habe ich in der Türkei auch ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich lernte gebildete, integrierte Menschen aus der Szene geschäftlich kennen, die ihr Leben ruhig und selbstbestimmt führten – ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen. Sie bauten sich eine Villa am Meer, wie jedes Paar, das es sich leisten konnte, sie luden Gäste ein, auch Paare wie uns. Dass zwei Männer ene pinkfarbene Küche schön finden, war vielleicht der einzige Hinweis auf die Zugehörigkeit zur Community.

Einige von ihnen entschieden sich dennoch, in größere Städte zu ziehen, weil sie sich subjektiv unwohl fühlten, da es in kleinen Orten unter den Bewohnern angeblich zu Tuscheleien kam und man schief angesehen wurde.

Auffällig war für mich dabei: In ihrem Umfeld spielte ihre Lebensweise oft gar keine Rolle – und doch blieb ein Gefühl der Unsicherheit. Einer davon war sogar Regisseur und stellte Werbe Clips für die Regierung Erdogans her.

Hier stellt sich bei mir und vielleicht auch bei anderen eine grundlegende Frage: Wo endet tatsächliche Diskriminierung, und wo beginnt subjektive Wahrnehmung oder politische Deutung?

Ein weiterer Punkt ist die Darstellung der Türkei im Ausland. Bilder von aufgelösten Demonstrationen, Wasserwerfern und Polizeieinsätzen sind regelmäßig in europäischen Medien zu sehen. Was dabei häufig unerwähnt bleibt: Kaum eine dieser Demonstrationen ist von den Behörden genehmigt.

In einem Land, in dem Versammlungen generell reguliert werden, seit es Jahrzehnte haufenweise Terroranschläge der PKK Terrorgruppe gab, führt das zwangsläufig zu Konflikten – unabhängig vom Thema der Demonstration.

Die internationale Berichterstattung konzentriert sich oft auf das Bild staatlicher Unterdrückung. Weniger Beachtung findet dabei die Frage, inwieweit politische Interessen eine Rolle spielen. Gerade im Verhältnis zwischen Europa und der Türkei wird dieses Thema zunehmend aufgeladen diskutiert.

Auch innenpolitisch ist das Thema stark polarisiert. Kritik der Oppositionellen an der aktuellen Regierung wird häufig mit dem Umgang mit Minderheiten verknüpft. Ohne sich an die 90er Jahre zu erinnern und wer in dieser Zeit denn regiert hatte.
Gleichzeitig wird selten darüber gesprochen, wie sich die Situation im Vergleich zu früher tatsächlich verändert hat – oder welche gesellschaftlichen Dynamiken unabhängig von der Politik bestehen.

Hier zeigen sich die tiefen Widersprüche und der drastische Wandel in der türkischen Politikgeschichte der letzten Jahrzehnte. Die politische Landschaft der 1990er Jahre unterscheidet sich grundlegend von der heutigen, was die Bewertung von Repression und Verantwortung sehr komplex macht.

Die Situation in den 1990er Jahren

Die historischen Fakten, an die sich kaum jemand erinnern will oder sich wirklich nicht erinnert, weil er die Zeiten gar nicht erlebt hat: In den 1990er Jahren wurde die Türkei von wechselnden Koalitionsregierungen regiert, an denen oft die Vorgängerparteien der heutigen kemalistischen und nationalistischen Opposition (wie die CHP) beteiligt waren.

Das Vorgehen der Behörden damals unter anderen türkischen Regierungen: In dieser Ära – insbesondere unter der berüchtigten Amtszeit des Istanbuler Polizeichefs Hortum Süleyman – ging der Staat mit massiver Härte, Razzien, Zwangseinweisungen und Gewalt gegen die queere Community in Vierteln wie Cihangir und Beyoğlu vor. Das Ziel war oft eine rigorose „Säuberung“ des Straßenbildes.

Die Rolle der heutigen Regierung (AKP)

Als die AKP 2002 an die Macht kam, gab es zunächst eine Phase der Liberalisierung. Recep Tayyip Erdoğan betonte vor seiner Wahl im Jahr 2002 sogar öffentlich, dass homosexuelle Mitbürger im Rahmen ihrer Rechte geschützt werden müssten. Bis 2014 fanden die Istanbul Pride-Märsche mit Zehntausenden Teilnehmern friedlich statt.

Seit 2015 hat sich der Kurs der Regierung ein klein wenig verändert. Die CSD-Märsche werden seither unter Verweis auf die öffentliche Sicherheit, Moral und den Jugendschutz konsequent verboten. Wobei ich nach meinen eigenen Erlebnissen mitten in der Szene sagen muss, es ist gut so.

Ich bin fast überzeugt, dass kein Ausländer damals so nah an der Realität war wie ich und wahrscheinlich die einzige Hetero-Frau aus Europa war, die jemals in dieser Straße damals übernachtet hat und das mit einer aufgespannten Harpune unterm Bett und einem Tauchermesser, weil es auch durchaus einmal vorkam, dass in der Nacht die Türen aufgebrochen wurden.

Unangemeldete Kundgebungen werden ganz klar auch in der Türkei – ähnlich wie bei Verstößen gegen das Versammlungsrecht in westlichen Ländern – von der Polizei aufgelöst. Daran ist nichts seltsames, nur wird es meistens nie erwähnt.

Der Widerspruch in der Debatte

Meine persönlichen Beobachtungen treffen den Kern eines politischen Paradoxons:
Die heutigen Oppositionsparteien der Türkei samt ihren Feministinnen und der LGBT Szene positionieren sich im Westen oft als Verteidiger der Menschenrechte und werfen der Regierung ganz schlimme Unterdrückung vor.

Dabei wird die historische Tatsache völlig und wahrscheinlich auch bei vielen bewusst ausgeblendet, dass die härtesten staatlichen Repressionen und die Ghettoisierung der Community in den 1980er und 1990er Jahren unter genau den Regierungen stattfanden, die ideologisch der heutigen Opposition nahestanden.

 


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


ZUR AUTORIN

Die Autorin Marina Bütün lebt seit Anfang der 2000er Jahre an der türkischen Westküste gegenüber der griechischen Insel Rhodos. Seit 2020 veröffentlichte sie viele Bücher mit Türkeibezug , u.a. Ratgeber Auswandern Türkei oder den wahren Familienroman „Die Braut aus dem Osmanischen Reich“


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Jüdische Gemeinde
Antisemitischer Vorfall in Berlin: Festnahme nach Hitlergruß und Todesdrohung gegen jüdischen Gemeindevorsitzenden

Berlin – Bei einem antisemitischen Vorfall im Berliner Bezirk Mitte ist der Vorsitzende einer orthodoxen jüdischen Gemeinde auf offener Straße verbal attackiert und mit dem Tod bedroht worden.

Ein im Internet kursierendes Video dokumentiert die Tat, bei der auch der verbotene Hitlergruß gezeigt wurde. Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen bereits vorläufig festnehmen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Wie das israelische Nachrichtenportal Ynet News unter Berufung auf Videomaterial und Berichte aus der jüdischen Gemeinde meldete, ereignete sich der Vorfall in der Brunnenstraße. Das Opfer, der Vorsitzende der traditionsreichen jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel, befand sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund seiner traditionellen Kleidung erkennbar auf dem Weg zum Schabbat-Gebet in die Synagoge.

Bedrohung auf offener Straße

Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie zwei junge Männer gezielt die Konfrontation mit dem jüdischen Repräsentanten suchen. Neben antisemitischen Beschimpfungen sprachen die Täter eine konkrete Morddrohung in englischer Sprache aus. Unmittelbar danach zeigte einer der Aggressoren mehrfach den in Deutschland streng verbotenen Hitlergruß in Richtung des Gemeindevorsitzenden zu.

Die alarmierte Berliner Polizei reagierte umgehend auf den Vorfall. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen konnte der gefilmte Hauptverdächtige, welcher die verfassungsfeindliche Geste ausführte, im Rahmen der Fahndung vorläufig festgenommen werden.

Gegen ihn werde nun wegen Volksverhetzung, Bedrohung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) ermittelt.

Unabhängige Dokumentation bestätigt den Vorfall

Der Vorfall wurde inzwischen auch von zivilgesellschaftlichen Stellen in Deutschland erfasst. Sowohl das offizielle Berliner Register (Chronik rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle) als auch die Amadeu Antonio Stiftung führen den Angriff in ihren aktuellen Dokumentationen für antisemitische Straftaten.

Die Attacke wiegt für die betroffene Gemeinde besonders schwer: Die Synagoge in der Brunnenstraße, welche das Opfer besuchen wollte, war bereits im Oktober 2023 Ziel eines versuchten Brandanschlags mit Molotowcocktails geworden. Seither steht das Gebäude unter erhöhtem Schutz, was den erneuten, aggressiven Übergriff im direkten Umfeld der Institution umso brisanter macht.

 


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Freibäder
Freibad-Ranking 2026: Deutschlands beliebteste Freibäder

Wenn Deutschland schwitzt, haben Freibäder Hochsaison. Doch welche Freibäder sind besonders empfehlenswert? Das Vergleichsportal Testberichte.de hat zum vierten Mal sein Freibad-Ranking aufgelegt und über eine Million Online-Bewertungen zu mehr als 2.000 Freibädern ausgewertet. Das Ergebnis ist Deutschlands umfangreichstes Freibad-Ranking.

Freibad-Ranking 2026: Deutschlands beliebteste Freibäder sind in Hessen, Bayern und NRW

  • 2.000 Freibäder im Vergleich: Testberichte.de hat über eine Million Online-Bewertungen ausgewertet
  • Top 3: Freibad Rengershausen (Hessen), Naturbad Aschauerweiher (Bayern) und Naturbad Altenautal (NRW)
  • Flop 3: Freibad Dulsberg (Hamburg), Sommerbad Gropiusstadt (Berlin) und Sommerfreibad Osdorfer Born (Hamburg)

Die Top 3: Freibad Rengershausen (Hessen), Naturbad Aschauerweiher (Bayern) und Naturbad Altenautal (NRW)

Das Freibad Rengershausen in Hessen ist Deutschlands bestbewertetes Freibad. Es erreicht als einziges 4,9 Sterne (von möglichen 5,0) und beweist, dass auch ein augenscheinlich ganz normales Bad äußerst beliebt sein kann.

„Es erinnert mich an die Schwimmbäder von früher, weil es alles Wichtige hat, was ein Schwimmbad braucht“, schreibt ein Nutzer. Positiv hervorgehoben werden vor allem das freundliche Personal, der gute Imbiss und die Familienfreundlichkeit. Den zweiten Platz belegt das Naturbad Aschauerweiher (4,8 Sterne) in Bayern, das vor allem wegen seiner spektakulären Lage zwischen Bergen und Wäldern begeistert.

„Eins der schönsten Naturbäder, die ich je gesehen habe“, lautet eine Rezension, die stellvertretend für viele andere steht. Auch bei dem Drittplatzierten, dem Naturbad Altenautal (ebenfalls 4,8 Sterne) in NRW, handelt es sich um ein idyllisch gelegenes Bad – eine „perfekte Kombination zwischen Natur und Schwimmbad“, wie eine Besucherin schreibt. Beide Naturbäder werden wegen des großzügigen Geländes gelobt sowie die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme auszuleihen.

Die Schlusslichter liegen in Hamburg und Berlin

Auf dem letzten Platz liegt das Freibad Dulsberg in Hamburg. Kritisiert wird vor allem, dass es bei schönem Wetter zu voll ist. Bei neueren Bewertungen schneidet das Bad besser ab, sodass es die rote Laterne im Ranking vermutlich zukünftig abgeben kann. Vorletzter ist das Sommerbad in der Gropiusstadt in Berlin.

Auch hier ist Überfüllung der Hauptkritikpunkt. Besucher stören sich außerdem daran, dass sie ein Vorhängeschloss für die Umkleideschränke mitbringen oder ansonsten 9 Euro dafür bezahlen müssen. Drittletzter ist das Sommerfreibad Osdorfer Born in Hamburg. Zu Punktabzügen führen hier vor allem die unhygienischen Sanitäranlagen und das ungepflegte Gelände, außerdem die eingeschränkten Öffnungszeiten auch an heißen Tagen. Alle drei Bäder haben eine Durchschnittsbewertung von 3,5 Sternen.

Freibäder ab 4,4 Sternen sind überdurchschnittlich beliebt

Die durchschnittliche Bewertung aller Freibäder im Ranking liegt bei 4,38 Sternen. Das bedeutet, dass Freibäder ab 4,4 Sternen überdurchschnittlich beliebt sind. Wer in ein besonders schönes Freibad gehen möchte, findet überall in Deutschland top bewertete Freibäder.

Rund 30 Bäder haben 4,8 Sterne, über 150 Freibäder sehr gute 4,7 Sterne und knapp 350 Bäder gute 4,6 Sterne. Einzig der Stadtstaat Bremen verfügt über keine gut bewerteten Freibäder. Das beste Bad Sommerbad Grambker See kommt hier auf 4,4 Sterne.

So haben wurde ausgewertet

Grundlage der Auswertung sind Google-Rezensionen zu öffentlich zugänglichen Freibädern in Deutschland mit mindestens 100 Bewertungen. Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet – je mehr, desto besser. Wenn auch die Bewertungsanzahl gleich war, sind beide Schwimmbäder auf demselben Rang gelandet.

Freibäder, die zu einem Hallenbad gehören, wurden dann berücksichtigt, wenn sie über ein großes, vom Hallenbad abgetrenntes Außenbecken und eine große Liegewiese verfügen. Natur- bzw. Strandbäder wurden nur dann berücksichtigt, wenn sie in einem abgegrenzten Bereich im Stil eines Freibads angelegt sind (z.B. befestigter Rand an der Wasserstelle, Sprungtürme, zusätzliches Kinderbecken).

Freibäder, die in einem gemeinsamen Google-Profil mit einem Hallen- bzw. Freizeitbad oder einer anderen Einrichtung (z.B. Campingplatz oder Freizeitzentrum) bewertet werden, wurden dann berücksichtigt, wenn sich in den Bewertungen in den Sommermonaten explizit auf die Freibad-Nutzung bezogen wird (ein warmes Außenbecken zur ganzjährigen Nutzung allein ist noch kein „Freibad“ – siehe dazu das aktuelle Thermen-Ranking).

In diesen Fällen flossen alle Bewertungen mit ein. Wurden zwei oder mehr Google-Einträge zum selben Bad gefunden, wurde das Profil mit den aussagekräftigsten Bewertungen hinsichtlich der Freibadnutzung als Grundlage genommen, im Zweifel das mit den meisten Bewertungen.

Quellen: Google-Rezensionen der Freibäder und weitere Internetrecherchen. Zeitraum der Datenerhebung: 18. bis 23.07.2026.

 


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Chris Affleck-Tod
Ben Affleck: Einsatz für Palästinenser war „Lebensaufgabe seiner Mutter“

Los Angeles – Hollywood-Star Ben Affleck hat seiner verstorbenen Mutter Chris Affleck mit bewegenden Worten gedacht. In einer öffentlichen Nachricht an den palästinensischen Schriftsteller und Pulitzer-Preisträger Mosab Abu Toha erklärte der Oscar-Preisträger, die Unterstützung des palästinensischen Volkes sei „die zentrale Sache ihres Lebens“ gewesen.

Chris Affleck, die Mutter der Schauspieler Ben und Casey Affleck, starb Anfang Juni im Alter von 83 Jahren. Öffentlich bekannt wurde ihr Tod erst Wochen später, als ihre Familie einen Nachruf veröffentlichte.

In seinem Nachruf erinnerte Mosab Abu Toha an eine enge Freundschaft zu Chris Affleck und bezeichnete sie als eine mütterliche Bezugsperson für seine Familie während ihres Aufenthalts im US-Bundesstaat Massachusetts.

Lehrerin und langjährige Palästina-Aktivistin

Chris Affleck war viele Jahre als Lehrerin tätig und engagierte sich darüber hinaus in verschiedenen sozialen Initiativen. Einen Schwerpunkt ihres ehrenamtlichen Engagements fand sie nach einer Reise in die palästinensischen Gebiete im Jahr 2009.

Anschließend schloss sie sich der Organisation Alliance for Water Justice in Palestine an, die sich für einen gerechten Zugang zu Wasserressourcen in den palästinensischen Gebieten einsetzt. In den folgenden Jahren sprach sie sich regelmäßig für die Rechte der Palästinenser aus und appellierte zuletzt an US-Politiker, sich für eine Waffenruhe im Gazastreifen einzusetzen.

Ben Affleck würdigte dieses jahrzehntelange Engagement mit den Worten, der Einsatz für die Palästinenser sei „die zentrale Sache ihres Lebens“ gewesen. Das Leid der Menschen in den palästinensischen Gebieten habe sie tief bewegt.

Auch Ben Affleck äußerte sich zum Gaza-Krieg

Ben Affleck selbst hat sich in den vergangenen Jahren nur selten öffentlich zum Nahostkonflikt geäußert. Während des Gaza-Krieges gehörte er jedoch zu zahlreichen Schauspielern und Kulturschaffenden, die einen offenen Brief unterzeichneten, in dem eine sofortige Waffenruhe sowie der Schutz der Zivilbevölkerung gefordert wurden.

Mit seiner aktuellen Würdigung seiner Mutter äußerte sich der Schauspieler nun ungewöhnlich persönlich zu dem Thema. Die Nachricht wurde von Mosab Abu Toha veröffentlicht und in den sozialen Medien vielfach geteilt.

Nachruf findet große Beachtung

Die bewegenden Worte Afflecks lösten insbesondere unter Unterstützern der palästinensischen Sache zahlreiche Reaktionen aus. Viele Nutzer würdigten das jahrzehntelange Engagement von Chris Affleck und erinnerten daran, dass sie sich weitgehend abseits der Öffentlichkeit für humanitäre Anliegen eingesetzt hatte.

 


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Suizid-Krise
Israel: Rekordanstieg bei Selbstmorden unter Soldaten

Jerusalem – Die israelischen Streitkräfte (IDF) kämpfen weiterhin mit einem besorgniserregenden Anstieg der Selbsttötungen unter aktiven Soldaten und Reservisten. Neue Fälle unter weiblichen Angehörigen der Streitkräfte unterstreichen die anhaltend hohe psychische Belastung im Zuge des andauernden Krieges.

Die Serie tragischer Vorfälle im israelischen Militär reißt nicht ab: In dieser Woche nahmen sich zwei israelische Soldatinnen das Leben. Wie die Zeitung Haaretz berichtete, verstarb am Dienstagmorgen eine Soldatin des Bardelas-Bataillons, das an der ägyptisch-israelischen Grenze stationiert ist, auf einem Stützpunkt im Süden Israels.

Bereits am Sonntag nahm sich eine Soldatin des Militärnachrichtendienstes, die eine eingestufte Position innehatte, auf dem Militärstützpunkt Glilot nahe Ramat Hasharon das Leben. Die Militärpolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen zu den genauen Umständen aufgenommen, berichtet die israelische Zeitung Haaretz.

Mit diesen neuen Vorfällen steigt die Zahl der aktiven IDF-Soldaten, die sich seit Beginn des laufenden Jahres das Leben genommen haben, auf 16. Hinzu kommen laut Daten von Haaretz mindestens neun weitere Fälle von regulären Soldaten und Reservisten, die an den Kriegeinsätzen teilnahmen und sich außerhalb ihres Dienstes das Leben nahmen.

Rekordwerte und anhaltender Trend

Der Anstieg setzt eine Entwicklung fort, die das Militär bereits in den Vorjahren stark belastete. Nach Angaben von Haaretz verzeichnete die IDF im Jahr 2025 insgesamt 22 Selbsttötungen im aktiven Dienst – der höchste Jahreswert seit 15 Jahren.

Bereits Berichte des Forschungs- und Informationszentrums der Knesset auf Basis von Daten des Sanitätskorps verdeutlichten das Ausmaß der Krise: Zwischen Januar 2024 und Juli 2025 unternahmen 279 Soldaten einen Suizidversuch. Kampfsoldaten machten dabei im Jahr 2024 rund 78 % aller Fälle aus – ein signifikanter Anstieg gegenüber den Vorkriegsjahren (2017–2022), in denen dieser Anteil bei 42 bis 45 % lag. Seit Beginn der Rolleinbindung im Gazastreifen und an weiteren Fronten liegt die Zahl der jährlichen Fälle damit konstant weit über dem Vorkriegsdurchschnitt von 11 bis 14 Suiziden pro Jahr.

Ursachen: Dauerbelastung, PTBS und Reintegrationsprobleme

Experten für psychische Gesundheit und Militärbeamte führen den anhaltenden Trend auf die langwierigen Kampfhandlungen im Gazastreifen und im Libanon, schwere Traumata, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sowie die Belastung durch verlängerte Reservisteneinsätze zurück.

Viele Betroffene haben nach der Rückkehr ins zivile Leben mit erheblichen Problemen zu kämpfen, da bestehende Unterstützungsstrukturen oft nicht ausreichen. Die IDF bezeichnen die Entwicklung als „besorgniserregendes Phänomen“. Tausende Reservisten haben ihre Kampfeinsätze aufgrund psychischer Belastungen vorübergehend unterbrochen.

Gegenmaßnahmen der IDF und verbleibende Lücken
Als Reaktion auf die Entwicklung hat das Militär seine Kapazitäten zur psychischen Unterstützung ausgebaut:

  • Einrichtung einer rund um die Uhr erreichbaren Hotline,
  • Aufstockung um Hunderte zusätzliche Offiziere für psychische Gesundheit,
  • Schulungen für Kommandeure zur Früherkennung von Überlastungssymptomen,
  • Aufbau spezialisierter Kliniken für kampfbedingte Traumata.

Trotz dieser Maßnahmen weisen Kritiker, Familien und Abgeordnete auf weiterhin bestehende Lücken hin: Nur ein geringer Teil der betroffenen Soldaten hatte in den Monaten vor ihrem Tod professionelle psychologische Hilfe in Anspruch genommen.

Mitglieder des Knesset-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung bezeichneten die Lage in Dringlichkeitssitzungen als Krise der nationalen Sicherheit. Die IDF betonen, dass jeder Suizid eine Tragödie sei und man das Netz an Hilfeleistungen weiter verdichten müsse, um betroffene Angehörige der Streitkräfte nicht allein zu lassen.

 


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Gastkommentar
Verrohung der Sprache im Netz – Ursachen und gesellschaftliche Folgen

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Die zunehmende Aggressivität in Online-Kommentaren ist längst kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Problem digitaler Öffentlichkeit. Was sich zunächst in einzelnen Kommentarspalten zeigte, hat sich inzwischen zu einem globalen Muster entwickelt: Die Sprache wird härter, Positionen werden extremer, und die Bereitschaft zur sachlichen Auseinandersetzung nimmt ab.

Diese Entwicklung betrifft nicht nur Deutschland, sondern ist in nahezu allen Ländern zu beobachten, in denen soziale Medien eine zentrale Rolle im öffentlichen Diskurs spielen.

Strukturelle Ursachen digitaler Aggression

Ein wesentlicher Faktor ist die Anonymität im Internet. Sie schafft Distanz und reduziert soziale Kontrolle. Psychologisch betrachtet sinkt dadurch die Hemmschwelle für aggressives Verhalten erheblich, da unmittelbare Konsequenzen ausbleiben und Empathie erschwert wird.

Hinzu kommt die Funktionsweise sozialer Plattformen. Algorithmen priorisieren Inhalte, die starke Reaktionen hervorrufen. Emotionale Zuspitzung – insbesondere Empörung oder Wut – erzeugt mehr Aufmerksamkeit und Interaktion als differenzierte Argumentation. Dadurch entsteht ein Verstärkungseffekt: Polarisierende Inhalte werden sichtbarer und prägen zunehmend den Ton der Debatte.

Ein weiterer Aspekt ist die gesellschaftliche Überforderung. Die permanente Verfügbarkeit globaler Informationen konfrontiert Menschen täglich mit Krisen, Konflikten und Unsicherheiten. Aus psychologischer Sicht kann dies zu Abwehrmechanismen führen, etwa in Form von emotionaler Abstumpfung, Rückzug oder gesteigerter Reizbarkeit. Digitale Räume werden dann zum Ventil für angestaute Spannungen.

Die Rolle medialer Zuspitzung

Neben diesen Faktoren lohnt ein kritischer Blick auf die öffentliche Kommunikation insgesamt. Auch etablierte Medien stehen unter dem Druck, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Schlagzeilen werden zugespitzt, Konflikte personalisiert, Debatten verkürzt dargestellt. Diese Form der Verdichtung kann zwar Orientierung bieten, sie trägt aber zugleich dazu bei, komplexe Themen in einfache Gegensätze zu überführen.

Wenn politische oder gesellschaftliche Fragen überwiegend in Form von Polarisierung vermittelt werden, spiegelt sich dies zwangsläufig in den Kommentarspalten wider. Die Grenzen zwischen legitimer Kritik und abwertender Sprache verschieben sich. Begriffe, die früher als eindeutig inakzeptabel galten, tauchen zunehmend offen auf – und werden seltener hinterfragt.

Selektive Wahrnehmung globaler Krisen

Auffällig ist in diesem Zusammenhang die unterschiedliche Intensität, mit der internationale Krisen wahrgenommen werden. Konflikte in Regionen wie dem Nahen Osten oder Teilen Afrikas sind zwar medial präsent, führen jedoch häufig nicht zu nachhaltigem Engagement, sondern eher zu Ermüdung.

Psychologisch lässt sich dies als Selbstschutz erklären. Dauerhafte Konfrontation mit Leid kann zu Überforderung führen, weshalb viele Menschen ihren Fokus auf das unmittelbare Umfeld verlagern. Diese Verengung der Wahrnehmung kann jedoch langfristig die Empathiefähigkeit beeinträchtigen und komplexe globale Zusammenhänge ausblenden.

Normalisierung sprachlicher Grenzüberschreitungen

Besonders problematisch ist die schleichende Verschiebung dessen, was als akzeptabel gilt. Abwertende oder aggressive Formulierungen werden zunehmend als legitimer Teil öffentlicher Meinungsäußerung betrachtet. Die Grenze zwischen Kritik und persönlichem Angriff verschwimmt.

Diese Entwicklung hat nicht nur Auswirkungen auf die Qualität öffentlicher Debatten, sondern auch auf das gesellschaftliche Klima insgesamt. Sprache prägt Wahrnehmung und kann Einstellungen verstärken. Eine dauerhaft aggressive Kommunikationskultur erhöht das Risiko weiterer Radikalisierung.

Verantwortung von Plattformen und Gesellschaft

Die Regulierung digitaler Kommunikation stellt eine komplexe Herausforderung dar. Plattformbetreiber stehen in der Verantwortung, klare Regeln durchzusetzen und Transparenz im Umgang mit algorithmischer Verstärkung zu schaffen. Gleichzeitig ist Moderation allein nicht ausreichend.

Auch gesellschaftlich bedarf es eines bewussteren Umgangs mit digitaler Kommunikation. Dazu gehört die Fähigkeit zur Differenzierung ebenso wie die Bereitschaft, respektvoll zu widersprechen. Medienkompetenz und ein reflektierter Umgang mit Informationen gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung.

Die digitale Öffentlichkeit ist zu einem zentralen Ort gesellschaftlicher Aushandlung geworden. Ihre Qualität hängt entscheidend davon ab, wie verantwortungsvoll sie genutzt wird.

 


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


ZUR AUTORIN

Die Autorin Marina Bütün lebt seit Anfang der 2000er Jahre an der türkischen Westküste gegenüber der griechischen Insel Rhodos. Seit 2020 veröffentlichte sie viele Bücher mit Türkeibezug , u.a. Ratgeber Auswandern Türkei oder den wahren Familienroman „Die Braut aus dem Osmanischen Reich“


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