2. Bundesliga
Was sind die Ziele des 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga 2026/2027?

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Nach einer turbulenten Saison rettete sich der 1. FC Magdeburg in seine fünfte Zweitliga-Saison am Stück. Ein Jahr nach einem fünften Platz durchlebt man den nächsten Umbruch. Das Trainerduo, das den Klassenerhalt möglich machte, ist dagegen geblieben, und dasselbe gilt für den im Frühjahr geholten Sportdirektor. Wenn Sie nun etwa den super Bwin Bonus Code für Ihre Wetten auf die 2.Bundesliga nutzen möchten, wollen Sie sich womöglich vorab einen genaueren Überblick über die Blau-Weißen verschaffen.

In der Saison 2025/26 ging vieles drunter und drüber

Nach dem fünften Platz in der Spielzeit 2024/25 fand sich der FCM im Abstiegskampf wieder. Bereits im Oktober ersetzten Petrik Sander und Pascal Ibold an der Seitenlinie Markus Fiedler. Im Frühjahr hingegen übernahm Peer Jaeke die Sportdirektor-Agenden von Otmar Schork.

Der Absturz in die Abstiegszone war eine Lehre, dass ein Klub wie die Magdeburger schneller, als man glaubt, in solche Situationen geraten kann. Auf jeden Fall peilt man nun einen Neustart mit klaren Strukturen und realistischen Erwartungen an, ob es wieder für einen Aufstiegskampf reichen wird, bleibt abzuwarten.

Deshalb kommt es im Sommer wieder zu einem Umbruch

In seinem ersten Transferfenster seit seiner Verpflichtung in Magdeburg zeichnet sich Peer Jaeke gemeinsam mit dem im April 2026 geholten Bernd Nehrig für den Umbruch verantwortlich. Das liegt unter anderem daran, dass zahlreiche Akteure den FCM verließen, und das noch dazu häufig ablösefrei. Doch andere Schlüsselakteure wie Spielmacher Baris Atik sollen dem Verein erhalten bleiben und beim Wiederanfang mithelfen.

Eine Rekordablöse von vier Millionen Euro, wie sie die Blau-Weißen im Vorjahr für Martijn Kaars vom FC St. Pauli kassierten, ist diesmal also äußerst unwahrscheinlich. Aber mit dem von Brighton & Hove Albion ausgeliehenen südkoreanischen Rechtsaußen Do-young Yoon kam bereits eine junge, internationale Verstärkung. Zudem schloss sich Innenverteidiger Anselmo García MacNulty dem Team an, der zuletzt in der Eredivisie bei PEC Zwolle unter Vertrag stand.

Immerhin herrscht auf der Trainerbank Kontinuität

Das Duo Petrik Sander und Pascal Ibold schwingt also seit Oktober 2025 das Trainerzepter. Zunächst übernahmen sie als Interimslösung von Markus Fiedler, mittlerweile haben die beiden verlängert. Und angesichts der Situation bei der Verpflichtung und des geschafften Klassenerhalts war das auch die einzige sinnvolle Lösung.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil eine personelle Kontinuität an der Seitenlinie insbesondere bei einem dermaßen großen Umbruch einen Schlüsselfaktor darstellt. Schließlich gelingt es nur so, einer neu zusammengewürfelten Elf schnell eine gemeinsame Idee und Struktur zu geben. Zudem kommt, dass der formal als Cheftrainer fungierende Sander und Ibold den 1. FC Magdeburg aus ihrer Zeit bei der U19 bestens kennen.

Das können Sie sich konkret vom FCM in der kommenden Spielzeit erwarten

Auch wenn es in der Spielzeit 2024/25 zum fünften Platz in der 2. Bundesliga reichte, stehen bodenständige Ziele im Vordergrund. Schon allein aufgrund des großen Umbruchs und des Abstiegskampfes in der Vorsaison spucken die Verantwortlichen bewusst keine großen Töne. Man konzentriert sich zurecht primär auf eine erfreuliche Entwicklung und auf die folgenden Ziele:

  • Der nervenaufreibende Abstiegskampf der Vorsaison soll unbedingt vermieden werden, daher stellt der frühzeitige Ligaverbleib die oberste Priorität dar.
  • Auch abseits des Platzes soll wieder Ruhe einkehren, was dem Team zu konstanteren Leistungen verhelfen soll.
  • Das gelingt aber auch nur, wenn die Blau-Weißen trotz der vielen Zu- und Abgänge schnell zu einer Einheit zusammenwachsen.
  • Lassen sich diese Ziele umsetzen und verläuft der Umbruch nach Plan, ist ein ruhiger Platz im gesicherten Mittelfeld das erklärte Wunschszenario.


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Freizeit
Freizeittrends in der Region verändern sich spürbar

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Der Freitagabend sieht in Augsburg, Allgäu und Ulm anders aus als noch vor zehn Jahren. Früher hieß es spontan ins Kino oder in die Lieblingsbar – heute bleibt man häufiger zuhause, startet Netflix oder öffnet eine Gaming-App. Dieser Wandel ist kein lokales Phänomen, sondern Teil eines deutschlandweiten Trends, der die Art verändert, wie Menschen ihre freie Zeit verbringen.

Das Ergebnis ist ein neues Freizeitmodell: hybrid, digital, überwiegend in den eigenen vier Wänden. Wer noch vor ein paar Jahren belächelt hätte, dass jemand einen Spieleabend mit Freunden online veranstaltet, denkt heute oft selbst darüber nach.

Weniger Kino, mehr Couch-Erlebnis zuhause

Streaming hat das klassische Kinoerlebnis nicht ersetzt – aber klar verschoben. Wer früher für einen guten Film die Jacke anzog und Parkplatz suchte, drückt heute einfach auf Play. Smart-TVs mit großen Bildschirmen, Surround-Sound und eine zunehmend komfortable Heimeinrichtung machen das Wohnzimmer zur vollwertigen Unterhaltungszentrale.

In Augsburg und Ulm sind zwar Filmtheater nach wie vor präsent, doch die Auslastung hat sich verändert. Blockbuster laufen gut, kleinere Produktionen kämpfen. Der Trend zeigt klar: Das Zuhause-Erlebnis wird aufgewertet, während klassische Ausgehorte ihren Alleinstellungsanspruch verlieren. Lieferdienste, die bequem auf der Couch ankommen, verstärken diesen Effekt noch zusätzlich.

Digitale Spiele ersetzen klassische Freizeitangebote

Gaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen — und das gilt auch für die Region. Was früher als Nischenhobby galt, ist heute Alltagskultur. Wer sich am Abend gegen andere misst, tut das längst nicht mehr nur mit dem Sportverein oder beim Brettspiel im Café. Streaming-Dokumentationen über Sport, Kultur und Gesellschaft laufen auf Netflix, Arte und YouTube. Musikplattformen wie Spotify und Deezer füllen die Abendstunden mit kuratierten Playlists und Podcasts. 

Twitch-Streams ziehen ein wachsendes Publikum an — von Gaming-Sessions bis hin zu Live-Poker-Turnieren. Wer dabei selbst mitspielen möchte, kann mit echtem Geld Online Poker spielen — auf lizenzierten Plattformen mit direktem Einstieg. 

Regionale Events kämpfen um neue Aufmerksamkeit

Veranstalter in der Region merken den Wandel. Ob Konzertabend in Ulm, Kunstmesse im Allgäu oder Stadtfest in Augsburg – die Konkurrenz durch digitale Alternativen ist spürbar gewachsen. Menschen überlegen heute bewusster, wofür sie abends das Haus verlassen.

Der Freizeit-Monitor 2025 zeigt, dass das wöchentliche Treffen mit Freunden in den letzten 15 Jahren von 24 auf 20 Prozent zurückgegangen ist, während die Internetnutzung im selben Zeitraum um 47 Prozent zugelegt hat. Das klingt nach kleinen Zahlen – ist aber eine erhebliche Verschiebung im Alltagsleben. Für Eventveranstalter heißt das: Wer auffallen will, braucht ein klares Erlebnis-Versprechen, das sich von zuhause nicht einfach replizieren lässt.

Gleichzeitig reagieren viele Veranstalter kreativ. Hybrid-Formate, bei denen ein Event vor Ort beginnt und online weitergeführt wird, gewinnen an Bedeutung. Escape-Rooms mit VR-Elementen, Live-Konzerte mit gleichzeitigem Stream oder Kulinarik-Events mit digitaler Community dahinter – das sind Wege, beide Welten zu verbinden.

So sieht Freizeit in der Region heute aus

Der Blick auf die Region zeigt: Augsburg, Allgäu und Ulm sind keine Ausnahme vom bundesweiten Trend, sondern mittendrin. Digitale und häusliche Freizeitformate haben sich etabliert, ohne dass klassische Angebote vollständig verschwunden wären. Es ist ein Nebeneinander – aber die Gewichte haben sich klar verschoben.

Laut Destatis zur Zeitverwendung zählt Mediennutzung heute zu den zentralen Freizeitkategorien im deutschen Alltag, gleichrangig mit Sport, Hobbys und sozialem Leben. Das spiegelt sich auch im Stadtbild wider: Wer durch die Innenstadt läuft, sieht weniger Schlangen vor Kinos und mehr Menschen, die zuhause oder mobil digitale Erlebnisse suchen. Die Freizeit hat sich nicht verschlechtert – sie hat sich schlicht neu erfunden.

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Militär-Fusion
USA: Distanzierung von Israel künftig „fast unmöglich“

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Washington – In Washington hat sich ein erbitterter politischer Streit um das künftige Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Israel entzündet.

Die Demokraten im US-Senat haben in einer dramatischen Abstimmung den Entwurf für das jährliche Verteidigungsbudget mit 50 zu 46 Stimmen vorerst blockiert. Hintergrund der Blockade sind hochumstrittene Klauseln im Haushaltsgesetz, die von Kritikern als eine beispiellose, bindende Verflechtung der beiden Nationalstaaten gewertet werden.

Entgegen ersten Gerüchten in den sozialen Netzwerken sieht die Gesetzesvorlage zwar keine formelle Zusammenlegung von Soldaten oder Generalkommandos vor, wohl aber eine extrem tiefe militärisch-technologische und geheimdienstliche Fusion, die es künftigen US-Präsidenten in der Praxis fast unmöglich machen würde, sich politisch oder militärisch von Israel zu distanzieren

Die umstrittenen Passagen, die im Repräsentantenhaus als Section 219 und im Senat unter der Kennung Section 1217 laufen, verpflichten das Pentagon zur Schaffung einer dauerhaften, institutionalisierten Schnittstelle. Konkret muss die US-Regierung demnach einen hochrangigen Sonderkoordinator ernennen, dessen einzige Aufgabe in der lückenlosen Verschmelzung der amerikanischen Militärforschung, Waffenproduktion und künstlichen Intelligenz mit den israelischen Systemen besteht.

Das Gesetz sieht vor, dass Waffensysteme und die Beschaffung beider Länder so tief ineinander integriert werden, dass sie langfristig als eine einzige technologische Einheit operieren.

Darüber hinaus verlangt das Gesetz eine permanente Datenfusion. Die Sensordaten, Satellitenaufklärungen und Geheimdiensterkenntnisse beider Staaten sollen zu einem gemeinsamen, unteilbaren Lagebild verschmolzen werden.

Bürgerrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und liberale US-Politiker schlagen deshalb Alarm, da die USA auf diese Weise gezwungen wären, auch die umstrittenen Massenüberwachungssysteme Israels direkt in die eigene Infrastruktur zu absorbieren.

Als brisantester Punkt gilt jedoch eine juristische Schranke: Dem US-Präsidenten wird es im Gesetzestext ausdrücklich untersagt, diese geheimdienstliche und technologische Kooperation einzuschränken oder als Druckmittel zu nutzen – selbst dann nicht, wenn schwere Vorwürfe wegen Menschenrechtsverletzungen im Raum stehen. Die Republikaner und konservative Demokraten verteidigen die Klauseln vehement als notwendigen Schutzschirm für den engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten.

Dass die Vorlage nun blockiert wurde, zeigt jedoch die wachsende Kluft im Kongress. Politische Beobachter weisen darauf hin, dass die geplante gesetzliche Fesselung in direktem Widerspruch zu jüngsten diplomatischen Vorstößen steht, bei denen auch aus dem Weißen Haus vermehrt Druck auf die israelische Führung ausgeübt wurde, um regionale Deeskalationen zu erzwingen. Die Verhandlungen über das Budget müssen nun im Senat neu aufgerollt werden.

 


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Immobilien
Wohnen im Umland: 52% Ersparnis zu Stadtzentren

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Eine immowelt Analyse für die 15 größten Städte zeigt, wie stark die Angebotspreise von Eigentumswohnungen mit zunehmender Entfernung sinken:

  • Dresden vorn: Wohnungskäufer zahlen im 60-Minuten-Umland 52 Prozent weniger als in der Stadt; bei Frankfurt und Köln sind es jeweils 51 Prozent
  • München: Eine Stunde Pendelzeit spart hier absolut am meisten – rund 3.700 Euro pro Quadratmeter (46 Prozent)
  • Auch in Berlin und Stuttgart zahlt sich der Umzug aus: Wohnungen im 60-Minuten-Umland sind 30 beziehungsweise 24 Prozent günstiger
  • Bereits 45 Minuten Pendelzeit können sich lohnen: Im Fall von Hamburg sparen Käufer dadurch 43 Prozent

Eigentumswohnungen in Großstädten sind für viele Haushalte kaum noch erschwinglich. Eine Analyse von immowelt zeigt: Wer bereit ist, ins Umland zu ziehen, kann deutlich sparen. Wie viel, hängt aber stark davon ab, wie weit man tatsächlich wegzieht. Im 60-Minuten-Radius liegen die Preise um bis zu 52 Prozent niedriger als in der Stadt, im näheren Umland fällt der Preisvorteil dagegen häufig spürbar geringer aus.

Für die Analyse wurden die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in Gemeinden in einem 45-Minuten- sowie einem erweiterten 60-Minuten-Radius um die jeweiligen Stadtzentren betrachtet. Im 60-Minuten-Radius ist die Ersparnis in Dresden mit 52 Prozent am größten: Statt 2.946 Euro pro Quadratmeter im Stadtgebiet werden im erweiterten Umland im Schnitt nur 1.405 Euro fällig. Dicht dahinter folgen Frankfurt und Köln mit jeweils rund 51 Prozent Ersparnis. Leipzig kommt mit 49 Prozent auf einen ähnlich hohen Wert.

„Eigentumswohnungen sind in den teuersten deutschen Großstädten und deren Vororten für viele Haushalte kaum mehr bezahlbar“, sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. „Im erweiterten Umland der Städte sieht es häufig besser aus. Wer seinen Suchradius vergrößert, findet spürbar günstigere Angebote.“

München mit größter absoluter Ersparnis

Während Wohnungskäufer im erweiterten Umland von Dresden prozentual am meisten sparen, liegt München bei der absoluten Ersparnis an der Spitze. Im Münchner Stadtgebiet zahlen Käufer im Schnitt 8.078 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung, im 60-Minuten-Umland dagegen 4.364 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 3.714 Euro pro Quadratmeter (-46 Prozent) – mehr als in jeder anderen der 15 untersuchten Städte.

Auch im Umland von Frankfurt und Hamburg ist die absolute Ersparnis hoch: Im Fall von Frankfurt sinken die Preise von 5.564 auf 2.730 Euro pro Quadratmeter (2.834 Euro bzw. -51 Prozent), in Hamburg von 6.014 auf 3.247 Euro (2.767 Euro bzw. -46 Prozent).

Schon nach 45 Minuten spürbar günstiger, aber nicht überall

Wer nicht die volle Stunde pendeln möchte, muss nicht zwangsläufig auf Ersparnis verzichten. Im Fall von Hamburg sind Wohnungen im 45-Minuten-Radius bereits 43 Prozent günstiger als in der Stadt. Auch in Frankfurt (-40 Prozent) und Köln (-37 Prozent) lohnt sich schon der kürzere Weg.

In Dresden (-31 Prozent) und Leipzig (-29 Prozent) fällt die Ersparnis im näheren Umland dagegen spürbar kleiner aus als im 60-Minuten-Radius. Noch geringer sind die Unterschiede zum Stadtgebiet im 45-Minuten-Umland von Nürnberg (-17 Prozent), Stuttgart und Dortmund (je -9 Prozent).

Ruhrgebiet als Sonderfall

Im Fall von Essen liegen die Preise im 45-Minuten-Umland nahezu auf dem gleichen Niveau wie in der Stadt (-2 Prozent), in Duisburg ist das Umland sogar um 30 Prozent teurer.

Der Grund für diesen Sonderfall liegt in der besonderen Struktur des Ruhrgebiets mit mehreren dicht beieinander liegenden Großstädten: Duisburg, Essen, Dortmund, Düsseldorf und Köln sind untereinander alle innerhalb einer Stunde erreichbar. Dadurch überschneiden sich die Einzugsgebiete. Im Umland von Duisburg liegen so auch teure Vororte von Düsseldorf wie Meerbusch (4.431 Euro pro Quadratmeter), Ratingen (3.467 Euro) oder Hilden (3.536 Euro).

Diese Gemeinden zählen in der Analyse geografisch zum Duisburger Einzugsgebiet, wirtschaftlich gehören sie aber eher zum Düsseldorfer Umland. Weil Duisburg selbst vergleichsweise günstig ist, wird sein Umland dadurch spürbar teurer als die Stadt: Der Quadratmeter von Eigentumswohnungen kostet im Schnitt 2.696 Euro (45-Minuten-Zone) bzw. 2.600 Euro (60-Minuten-Zone) gegenüber 2.076 Euro im Duisburger Stadtgebiet.

Wirtschaft
Türkei: EU wichtigster Partner für Exporte

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Istanbul – Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der Türkei und der Europäischen Union hat im ersten Halbjahr 2026 an Intensität zugenommen. Wie aus den aktuellen Daten der türkischen Exporteursversammlung (TİM) hervorgeht, stiegen die türkischen Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent.

Mit einem Gesamtwert von exakt 54 Milliarden 558 Millionen Dollar festigt die Europäische Union ihre Position als der mit Abstand bedeutendste und größte Absatzmarkt für die türkische Außenwirtschaft.

Insgesamt beliefen sich die weltweiten Gesamtexporte der Türkei im ersten Halbjahr 2026 auf 136,05 Milliarden US-Dollar. Damit entfielen rein rechnerisch rund 40,1 Prozent aller aus der Türkei exportierten Waren direkt auf den europäischen Binnenmarkt. Die Europäische Union festigt damit ihre Position als der mit weitem Abstand wichtigste Außenhandelspartner der türkischen Wirtschaft, noch vor anderen globalen Regionen wie dem Nahen Osten oder der Russischen Föderation.

Automobilindustrie bleibt stärkster Treiber

Die Branchenauswertung der Außenhandelsdaten verdeutlicht die tiefe Integration der türkischen Industrie in die europäischen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Den Spitzenplatz unter den Exportsektoren belegt unangefochten die Automobilendustrie.

Türkische Automobilhersteller und Zulieferer exportierten im ersten Halbjahr Waren im Wert von 15,5 Milliarden Dollar in die EU. Auf den weiteren Plätzen folgten die chemische Industrie mit 7,1 Milliarden Dollar, die Textil- und Bekleidungsbranche mit 4,7 Milliarden Dollar sowie die Eisen- und Nichteisenmetallindustrie mit 4,1 Milliarden Dollar.

Wirtschaftsanalysten und Branchenvertreter wie der Präsident der Istanbuler Handelskammer (İTO), Şekib Avdagiç, führen das kontinuierliche Wachstum unter anderem auf die anhaltende Umstrukturierung globaler Lieferketten zurück.

Angesichts geopolitischer Unsicherheiten in anderen Weltregionen verlagern viele europäische Unternehmen ihre Produktions- und Beschaffungsnetzwerke zunehmend in geografisch nahegelegene und etablierte Partnerländer, was der Türkei eine Rolle als regionaler Produktions- und Logistiknr. 1 sichert.

Wirtschaftsexperten warnen vor Boykott-Rhetorik

Angesichts der enormen Volumina betonen Ökonomen und Wirtschaftsvertreter immer wieder, dass Störungen im EU-Handel unweigerlich zu schweren Erschütterungen der heimischen Produktion führen würden.

Dass die europäische Partnerschaft für den türkischen Markt unersetzlich ist, unterstrich Avdagiç erst kürzlich in einer offiziellen Erklärung zur notwendigen Modernisierung der wirtschaftlichen Beziehungen:

„Die Europäische Union ist und bleibt der mit Abstand wichtigste und unverzichtbare Handelspartner der Türkei. Wer die Tiefe unserer wirtschaftlichen Integration und die Verflechtung unserer Lieferketten ignoriert, verkennt die wirtschaftliche Realität. Ein strategischer Rückzug oder gar das Aufgeben dieses Absatzmarktes wäre ein schwerer, irreparabler Schlag für die gesamte türkische Industrie, der durch keinen anderen Markt der Welt kompensiert werden könnte“, erklärte Avdagiç mit Blick auf die Verhandlungen über die Zollunion und mahnte eine Vertiefung statt einer ideologischen Distanzierung an.

Deutschland bleibt wichtigster Einzelkunde

Innerhalb der Europäischen Union bleibt die Bundesrepublik Deutschland der wichtigste Handelspartner für die türkische Exportwirtschaft. Die Ausfuhren nach Deutschland stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,3 Prozent und überschritten die Marke von 10,1 Milliarden Dollar.

Auf den weiteren Plätzen der wichtigsten europäischen Abnehmerländer folgen Italien mit einem Importvolumen von 6,8 Milliarden Dollar, Spanien mit 5,6 Milliarden Dollar, Frankreich mit 5,3 Milliarden Dollar und Rumänien mit 3,7 Milliarden Dollar.

Der Großteil dieser Exporte wurde in der Wirtschaftsmetropole Istanbul generiert, die weiterhin als das logistische und industrielle Herz des türkischen Außenhandels fungiert.

Angesichts der anhaltenden Relevanz des EU-Marktes betonen Ökonomen die wachsende Bedeutung des bilateralen Dialogs, insbesondere mit Blick auf die geplante Modernisierung der gemeinsamen Zollunion sowie die zügige Anpassung der türkischen Betriebe an die neuen digitalen und ökologischen Standards des europäischen Binnenmarktes.

 


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Gastkommentar
Susanne Mattner zu Kindstötungen in Palästina

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner
 
Wir hören die Berichte eines ehemaligen israelischen Scharfschützen. Wir hören die Aussagen eines rechtsextremen Knesset-Mitglieds. Wir sehen Videos, Zeugenaussagen, Rekonstruktionen – und trotzdem wird das hierzulande noch immer verteidigt. Wie nennt man das eigentlich? Realitätsverweigerung? Oder ist das schon olympisches Synchronschwimmen im Strom der Doppelmoral?
 
Stellt euch vor, ein ehemaliger Bankräuber erklärt, wie Banken ausgeraubt werden. Ein Politiker sagt anschließend: „Eigentlich gibt es gar keine unschuldigen Bankkunden.“ Und die Reaktion wäre: „Ja, man muss eben beide Seiten sehen.“ Klingt absurd? Willkommen im Jahr 2026.
 
Oder anders gefragt: Wie viele Berichte braucht es noch? Wie viele Videos? Wie viele tote Kinder? Gibt es irgendwo einen Stempel mit der Aufschrift: „Ab 100 Fällen nehmen wir das vielleicht ernst“?
 
Ein ehemaliger Scharfschütze schildert Missstände. Angehörige erzählen ihre Geschichte. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren Fälle. Ein rechtsextremer Politiker erklärt sinngemäß, es gebe keine unschuldigen Kinder in Jenin. Und was passiert? Die eigentliche Debatte dreht sich nicht um die Kinder.
 
Nein. Die Debatte dreht sich darüber, ob man das überhaupt erwähnen darf. Das ist ungefähr so, als würde ein Haus lichterloh brennen und eine Gruppe Menschen diskutiert ernsthaft darüber, ob der Rauch vielleicht nur Nebel mit schlechtem Timing ist. Oder als würde ein Elefant im Wohnzimmer sitzen, den Kronleuchter fressen und jemand sagt: „Moment mal. Woher wissen wir eigentlich, dass das wirklich ein Elefant ist? Vielleicht ist das nur eine sehr große Maus.“
 
Die Verrenkungen sind beeindruckend. Würde geistige Gymnastik Medaillen vergeben, manche Kommentatoren hätten längst Gold, Silber und Bronze gleichzeitig gewonnen. Und jedes Mal dieselbe Zaubershow: Aus Opfern werden Verdächtige. Aus dokumentierten Vorfällen werden „Narrative“. Aus Mitgefühl wird plötzlich eine politische Gefahr.
 
Natürlich ist Kritik an staatlichem Handeln nicht dasselbe wie Hass auf ein Volk. Natürlich verdient jedes zivile Leben den gleichen Schutz. Natürlich sollte jedes getötete Kind dieselbe Empörung auslösen – unabhängig davon, welche Sprache es spricht oder welchen Pass seine Eltern besitzen. Oder gilt Menschenwürde inzwischen nach dem Bonuskartenprinzip? Zehn Leben gesammelt, das elfte zählt kostenlos?
 
Vielleicht sollten wir ehrlich sein: Das Problem ist nicht, dass zu wenig Informationen vorhanden sind. Das Problem ist, dass manche Informationen offenbar nur dann glaubwürdig sind, wenn sie ins eigene Weltbild passen.
 
Wie viele ehemalige Soldaten müssen noch sprechen? Wie viele Familien müssen noch trauern? Wie viele Dokumentationen müssen noch erscheinen, bevor Mitgefühl nicht mehr nach Nationalität sortiert wird? Es wäre schön, wenn Menschlichkeit irgendwann weniger kompliziert wäre als ideologische Akrobatik.
 

 


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


 
 
 

Gastkommentar
Gaza: Drohnentod von Mohammed al-Wahidi

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner

Keine Sorge – er war gar nicht gemeint

Was für eine Erleichterung. Mohammed al-Wahidi, der Organisator des Public Viewings, bei dem Menschen zwischen Schuttbergen für neunzig Minuten versuchten, sich an etwas zu erinnern, das früher einmal “Normalität” hieß, wurde zwar durch einen israelischen Drohnenangriff getötet – aber immerhin war er laut israelischer Armee gar nicht das Ziel. Na dann. Da kann man den Sarg ja fast wieder abbestellen.

Das ist ungefähr so beruhigend, wie wenn der Pilot nach der Bruchlandung durchsagt:
“Sehr geehrte Fluggäste, wir möchten Sie darüber informieren, dass der Berg eigentlich gar nicht auf unserem Flugplan stand.”

Die Menschen sitzen auf Trümmern und schauen Fußball. Nicht, weil Ruinen die schönste Kulisse sind, sondern weil selbst zwischen Betonstaub und eingestürzten Häusern das Bedürfnis nach einem Hauch von Alltag größer ist als jede Zerstörung. Der Organisator schafft für ein paar Stunden einen Ort, an dem nicht Explosionen, sondern Tore bejubelt werden. Und dann kommt eine Drohne vorbei und beendet die Veranstaltung.

Aber Entwarnung: Nicht absichtlich. 

Vielleicht gibt es demnächst neue Kategorien:

  • Zielperson
  • Versehentlich getroffen
  • Gar nicht gemeint

Das Letzte scheint inzwischen die Premium-Version der Humanität zu sein.
Vielleicht sollten Grabsteine künftig standardisiert werden:
“Hier ruht Mohammed al-Wahidi. Offiziell kein Ziel.”
Oder Todesanzeigen:
“Wir trauern um unseren Vater, Bruder und Freund. Immerhin bestätigt eine Militärpressestelle, dass sein Tod nicht geplant war.”

Wie tröstlich.

Man muss diese Kommunikationsstrategie bewundern. Andere entschuldigen sich für kalten Kaffee oder eine verspätete Lieferung. Hier lautet die Botschaft:
“Der Tote war leider nicht vorgesehen.”

Ach so. Dann ist der Tod vermutlich administrativ ungültig. Vielleicht war das Ganze einfach ein Bedienfehler. Wie beim Navi:
“Sie haben Ihr Ziel verfehlt. Bitte wenden.”

Nur dass Menschen sich leider nicht neu berechnen lassen.
Das Ganze erinnert an einen Chirurgen, der das falsche Bein amputiert und anschließend erklärt:

“Keine Sorge, das kranke Bein war eigentlich schon vorgesehen.”

Oder an einen Busfahrer, der jemanden überfährt und anschließend sagt:
“Sie waren ehrlich gesagt gar nicht die Person, die ich treffen wollte.”
Die Logik bleibt dieselbe: Hauptsache, die Absicht klingt sauber. Das Ergebnis scheint zweitrangig. Man fragt sich inzwischen, ob das eigentliche Ziel manchmal nur noch dazu dient, den Kollateralschaden sprachlich einzurahmen.

Aus
“Ein Mensch wurde getötet.”
wird
“Ein Mensch wurde versehentlich getötet.”
und daraus
“Er war gar nicht das Ziel.”

Der Einschlag bleibt derselbe. Nur die Pressemitteilung federt ihn etwas weicher ab. Vielleicht gibt es bald auch Bonuspunkte: Jeder zehnte unbeabsichtigte Tote erhält eine besonders ausführliche Erklärung. Oder eine Urkunde. „Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden irrtümlich getötet. Die Verantwortlichen bedauern ausdrücklich, dass Sie nicht auf der eigentlichen Liste standen.“

Wie beruhigend. Dann können wir uns ja alle wieder entspannt zurücklehnen. Schließlich scheint inzwischen nicht mehr entscheidend zu sein, dass jemand tot ist – sondern ob anschließend bestätigt wird, dass er eigentlich gar nicht gemeint war.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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Bosnien
Das Foto, das Clinton zum Handeln zwang: Die vergessene Tragödie der Ferida Osmanović

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Während die Weltöffentlichkeit am jüngsten Jahrestag des Genozids von Srebrenica vor allem der über 8.000 systematisch ermordeten muslimischen Männer und Jungen gedenkt, bleibt das Schicksal der Frauen und Mütter oft im Schatten der Geschichte.

Doch im Juli 1995 ging ein einziges, schockierendes Schwarz-Weiß-Foto um den Globus, das zum ultimativen Symbol für die Verzweiflung der bosnischen Muslime und das Totalversagen der Vereinten Nationen wurde. Es zeigt eine junge Frau, die sich in einem Waldstück erhängt hat.

Die Mehrheit der Menschen hat die Hintergründe zu diesem Bild heute vergessen oder noch nie etwas darüber gehört – doch damals zwang genau diese Aufnahme die US-Regierung unter Bill Clinton zum militärischen Umdenken

Der Moment der Verzweiflung im Wald von Tuzla

Als die ultranationalistischen bosnisch-serbischen Truppen unter General Ratko Mladić im Juli 1995 die UN-Schutzzone Srebrenica kampflos überrannten, flüchteten zehntausende Zivilisten in das UN-Lager Potočari.

Dort spielten sich apokalyptische Szenen ab: Die serbischen Soldaten trennten systematisch alle Männer von den Frauen und Kindern. Unter den Deportierten befand sich auch die 31-jährige bosnische Muslimin Ferida Osmanović zusammen mit ihren beiden Kindern Damir (13) und Fatima (10).

Augenzeugen berichteten später, dass Ferida mit ansehen musste, wie ihr 37-jähriger Ehemann Selman von den serbischen Einheiten brutal weggezerrt und auf Lastwagen abtransportiert wurde. In dem Moment, als ihr bewusst wurde, dass sie ihren Mann niemals wiedersehen würde, zerbrach sie an der psychischen Last und der totalen Hoffnungslosigkeit.

Nachdem sie mit den anderen Frauen in ein Flüchtlingslager am Flughafen von Tuzla evakuiert worden war, schlich sie sich in der darauffolgenden Nacht unbemerkt in ein nahegelegenes Waldstück. Dort nahm sie sich mit einem improvisierten Strick aus Kleidungsstücken das Leben.Am nächsten Morgen entdeckte der kroatische Kriegsfotograf Darko Bandić, der für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtete, die Verstorbene. Er drückte auf den Auslöser.

Das Bild einer anonymen Frau in weißem Rock und roter Strickjacke, die leblos von einem Baum hängt, ging unter dem Titel „The Hanging Woman“ (Die erhängte Frau) auf den Titelseiten der Weltpresse viral.„Was soll ich ihr sagen?“ 

Wie Al Gore Druck ausübte

Während das Bild weltweit Entsetzen auslöste, blieb die Identität der Frau monatelang ungeklärt; auf ihrem provisorischen Grab in Tuzla stand anfangs lediglich das Holzschild „Anonym: Srebrenica“.

Doch die politische Sprengkraft des Fotos im Westen war monumental.Die Washington Post druckte das Foto groß auf ihrer Titelseite ab. Am selben Tag kam es im Oval Office des Weißen Hauses zu einem folgenschweren Treffen. Der damalige US-Vizepräsident Al Gore trat aufgebracht vor Präsident Bill Clinton, legte ihm die Zeitung auf den Tisch und konfrontierte ihn direkt mit der Aufnahme.

Gore sagte laut Protokollberichten wörtlich:

„Meine 21-jährige Tochter hat mich heute nach diesem Bild gefragt. Was um alles in der Welt soll ich ihr sagen? Warum passiert so etwas und wir tun absolut nichts dagegen? Meine Tochter ist schockiert, dass die Welt das zulässt. Und ich bin es auch.“

Clinton, dessen bisherige Statements zum Fall von Srebrenica von Kritikern oft als rein juristisch und zögerlich kritisiert worden waren, geriet durch diese emotionale Intervention seines Vizepräsidenten und die Welle der öffentlichen Empörung massiv unter Zugzwang.

Das Bild von Ferida Osmanović entlarvte die moralische Bankrotterklärung der westlichen Beschwichtigungspolitik und beschleunigte im Pentagon die Planungen für die darauffolgenden NATO-Luftangriffe, die den Bosnienkrieg schließlich beendeten.

Das bittere Erbe einer Tragödie

Erst im April 1996, fast ein Jahr nach der Tat, gelang es Investigativjournalisten der britischen Zeitung The Guardian, die verwaisten Kinder ausfindig zu machen und der namenlosen Toten ihr Gesicht und ihre Geschichte zurückzugeben.

Ihr Ehemann Selman wurde, wie von ihr befürchtet, in den Feldern um Srebrenica exekutiert; seine sterblichen Überreste wurden Jahre später in einem der zahlreichen Massengräber identifiziert.

Das Foto von Ferida Osmanović bleibt bis heute eines der schmerzhaftesten Dokumente der jüngeren europäischen Geschichte. Es beweist auf tragische Weise, dass die Opfer eines Genozids nicht nur diejenigen sind, die durch Kugeln sterben, sondern auch jene, die an dem unerträglichen Schmerz über den Verlust ihrer Liebsten und dem Gefühl des totalen Verlassenseins durch die Weltgemeinschaft zerbrechen.

 

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Srebrenica: Albrights und Soros‘ Kampf für die Muslime

Nahost
Trump an Netanjahu: „Niemand will euch dort“

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Washington – Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Israel haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.
 
Wie das US-Nachrichtenportal Axiosunter Berufung auf amerikanische und israelische Regierungsvertreter berichtet, hat US-Präsident Donald Trump den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in einem vertraulichen Telefonat mit Nachdruck dazu aufgefordert, die israelischen Streitkräfte umgehend aus dem Libanon und Syrien abzuziehen.
 
Trump machte in dem Gespräch deutlich, dass die anhaltende israelische Militärpräsenz in den beiden Nachbarstaaten die ohnehin kritische Lage im Nahen Osten unnötig anheize und Friedensbemühungen blockiere.
 
Bezüglich der israelischen Operationen auf syrischem Territorium soll der US-Präsident laut dem Bericht ungewöhnlich deutliche Worte gewählt haben. Trump erklärte demnach gegenüber Netanjahu, dass die dortige Bevölkerung die israelischen Truppen nicht wolle und es an der Zeit sei, sich umzugruppieren und den Rückzug einzuleiten.
 
Eine analoge Forderung richtete das Weiße Haus auch hinsichtlich der militärischen Pufferzonen im Südlibanon an die Regierung in Jerusalem.

Politischer Kontext und das Treffen in Ankara

Der jüngste Vorstoß des US-Präsidenten kommt nicht überraschend, sondern steht in direktem Zusammenhang mit weitreichenden diplomatischen Verschiebungen der vergangenen Tage. Erst kurz vor dem Telefonat mit Netanjahu war Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zu einem historischen Vier-Augen-Gespräch zusammengetroffen.
 
Politische Beobachter sehen in Trumps Demarche den direkten Versuch, der neuen syrischen Führung nach dem Machtwechsel in Damaskus politische Zugeständnisse zu signalisieren und die Region zu stabilisieren.
 
Gleichzeitig fügt sich der Vorfall in eine Kette wachsender Frustrationen innerhalb der US-Administration ein. Bereits im Juni war es Berichten zufolge zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen zwischen Trump und Netanjahu gekommen, bei denen der US-Präsident den isolationistischen Kurs der israelischen Führung scharf kritisierte.

Netanjahu blockt Forderung umgehend ab

Aus Jerusalem folgte auf den Vorstoß aus Washington jedoch eine prompte Absage. Das Büro des israelischen Premierministers wies die Aufforderung zum Truppenabzug umgehend zurück.
 
Netanjahu habe in dem Telefonat betont, dass Israel die eingerichteten Sicherheitszonen an seinen Nordgrenzen im Libanon und in Syrien aus strategischen Gründen zwingend aufrechterhalten müsse, solange eine akute Bedrohung für die israelische Zivilbevölkerung bestehe.
 
Auch aus dem israelischen Verteidigungsministerium und den Kreisen der Armee (IDF) herrscht Unnachgiebigkeit. Militärvertreter ließen verlauten, dass man die Positionen im Libanon und Syrien ohne externe Erlaubnis bezogen habe und diese dementsprechend auch so lange halten werde, wie es die militärische Notwendigkeit erfordere. Vor Ort im Einsatzgebiet wurden bislang keinerlei Anstalten für einen Abzug der Truppen registriert.
 
Der offene Dissens zwischen den beiden engen Verbündeten zeigt, dass der Spielraum für die israelische Regierung kleiner wird, während die US-Regierung im Zuge des parallel eskalierenden Konflikts im Golf vehement auf eine Deeskalation an den Nebenschauplätzen drängt.
 

 


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New York
„Parents‘ Night Out“: Mamdani führt kostenlose Abend-Kinderbetreuung ein

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New York – Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat mit der Einführung des stadtweit ersten „Parents‘ Night Out“-Programms eine weitreichende Entlastung für Familien auf den Weg gebracht.

Das kostenlose Angebot, das vom NYC Parks Department betrieben wird, ermöglicht es Eltern in allen fünf Stadtbezirken (Brooklyn, Manhattan, Queens, Bronx und Staten Island), ihre Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren ab 16:00 Uhr in städtischen Freizeitzentren abzugeben.

Vier Stunden lang werden die Kinder von sogenannten Urban Park Rangers mit Sport, Kunst und Naturaktivitäten betreut, wobei auch ein gemeinsames Abendessen im Programm enthalten ist. Um 20:00 Uhr holen die Eltern ihre Kinder wieder ab.

„Jeder Elternteil weiß, dass sich ein paar Stunden für sich selbst wie ein Luxus anfühlen können“, erklärte Bürgermeister Mamdani bei der Vorstellung der Initiative. „Das sollte aber nicht so sein. Deshalb starten wir das allererste ‚Parents‘ Night Out‘ in New York City, damit Eltern ein wenig Zeit für sich haben – um ins Kino zu gehen, Besorgungen zu machen oder ein Date zu haben, ohne sich Sorgen darüber machen zu müssen, wer auf die Kinder aufpasst oder wie viel es kosten wird.“

Laut Mamdani gehe es bei der Erschwinglichkeit einer Stadt nicht nur um das Senken von Kosten, sondern auch darum, den Menschen ihre Zeit zurückzugeben.

Politischer Gegenwind und der ideologische Streit

Das Programm markiert einen konkreten Wendepunkt in einer monatelangen, erbitterten Debatte. Konservative Kreise und rechte Kommentatoren hatten Mamdani seit seiner Amtseinführung Anfang des Jahres heftig attackiert.

Auslöser war seine damalige Antrittsrede, in der er versprach, die „Frömmigkeit des rücksichtslosen Individualismus durch die Wärme des Kollektivismus“ zu ersetzen. Politische Beobachter und prominente Kritiker wie Donald Trump brandmarkten diese Rhetorik umgehend als „unamerikanisch“ und diffamierten den demokratischen Sozialisten Mamdani verbal als „Kommunisten“.

In der New Yorker Realität zeigt sich die politische Stoßrichtung nun jedoch in Form von direkter finanzieller Entlastung. Private Kinderbetreuung kostet in New York City aktuell mindestens 20 bis 30 US-Dollar pro Stunde. Für viele einkommensschwache Familien und die Mittelschicht war ein freier Abend ohne teuren Babysitter bisher finanziell schlicht unmöglich.

Fakten statt Ideologie: Haushalt und Kriminalität stabilisieren sich

Kritiker hatten im Vorfeld gemutmaßt, dass solche kostenfreien Sozialprogramme die Metropole in den Ruin treiben würden. Die aktuellen Wirtschaftsdaten für das Halbjahr 2026 zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Mamdanis Administration gelang es im Mai, ein von der Vorgängerregierung geerbtes Haushaltsdefizit von über 12 Milliarden US-Dollar komplett auszugleichen – primär durch Effizienzsteigerungen und eine stärkere Besteuerung von Spitzenverdienern, ohne die lokalen Grundsteuern anzuheben.

Zudem verzeichnet das NYPD, die New Yorker Polizei,  für das erste Halbjahr 2026 einen historischen Tiefststand bei der Gesamtkriminalität und einen Rückgang der Mordrate um über 25 Prozent, was der neuen Stadtführung trotz des scharfen politischen Gegenwinds der Opposition eine stabile Basis im Amt verschafft.

Reaktionen der Bevölkerung: Lebenshilfe statt Ideologie

In den sozialen Netzwerken und lokalen Foren in New York wird die Initiative derweil intensiv diskutiert. Während das konservative Lager weiterhin vor einer „Zentralisierung des Familienlebens“ warnt, überwiegt in den Kommentarspalten der betroffenen Bürger breite Erleichterung.

Die Rückmeldungen verdeutlichen, dass das Programm den Alltag der Familien an ganz pragmatischen Punkten entlastet.Viele Eltern betonen in ihren Beiträgen, dass es bei dem Angebot nicht bloß um klassische Freizeitgestaltung geht, sondern um dringend benötigte Freiräume im Alltag.

Eine Mutter fasst die Situation prägnant zusammen:

„Es ist nicht nur gut für die Kinder wegen des Sports und der kreativen Aktivitäten. Diese vier Stunden ermöglichen es einer Mutter, einfach mal in Ruhe zu duschen, einkaufen zu gehen oder ein Nickerchen zu machen. Ein paar Stunden zu haben, um durchzuatmen oder Dinge zu erledigen, ohne ständig die Kleinen managen zu müssen, kann ein echter Lebensretter sein. Und es ist einfach großartig, dass die Kinder dort coole neue Dinge lernen und ausprobieren können“.

Diese Einschätzung teilen zahlreiche Familien, für die das kostenlose Angebot eine spürbare finanzielle Erleichterung bedeutet. In einem viel beachteten Kommentar aus Brooklyn heißt es, dass die politische Rechte zwar über „Kollektivismus“ schimpfe, das Programm in der Realität jedoch genau das sei, wofür man gerne Steuern zahle.

Wenn Kinder vier Stunden lang sicher betreut würden, Sport treiben und ein warmes Abendessen bekämen, während die Eltern nach Monaten wieder Zeit für Besorgungen oder ein gemeinsames Gespräch fänden, handele es sich schlicht um funktionierende Kommunalpolitik.

Ergänzend weisen andere Stimmen in den Foren darauf hin, dass das Programm auch eine soziale Schutzfunktion übernimmt. Gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen wie der Bronx oder Teilen von Queens biete das strukturierte Abendprogramm der Parks den Jugendlichen eine sichere und sinnvolle Alternative zur Straße, was wiederum den langfristigen Präventionskurs der neuen Stadtführung unterstützt.

Fortsetzung einer langfristigen Sozialstrategie

Die Einführung von „Parents‘ Night Out“ ist kein isoliertes Projekt, sondern die direkte Fortsetzung einer weitreichenden Reform der New Yorker Kommunalpolitik. Bereits am 23. April wurde berichtet, dass die Administration unter Bürgermeister Zohran Mamdani in Partnerschaft mit Gouverneurin Kathy Hochul ein 1,21 Milliarden US-Dollar schweres Budget für universelle Kinderbetreuung freigegeben hat.

Jene Initiative konzentrierte sich primär auf den Ausbau von festen „2-K“- und „3-K“-Betreuungsplätzen für Säuglinge und Kleinkinder in reaktivierten Zentren wie der Atlantic Avenue in Brooklyn, wobei der Zugang explizit unabhängig vom Einwanderungsstatus der Familien gestaltet wurde.

Mit dem jetzigen Start des Abendprogramms in den städtischen Parks setzt die Stadtführung das im Frühjahr ausgegebene Ziel um, Familien im Alltag spürbar um teure Betreuungskosten zu entlasten und das Konzept des kollektiven Schutzes in den Bezirken zu verankern.

 


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