Bildung
Deutschland als Magnet für ausländische Studierende: Zahlen auf Rekordhoch

Berkin – Deutschland bleibt für junge Menschen aus dem Ausland ein begehrtes Studienziel. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) berichtet, waren im Wintersemester 2025/26 rund 500.000 ausländische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, so viele wie nie zuvor. Damit gehört Deutschland neben den USA, Großbritannien und Australien zu den vier beliebtesten Gastländern weltweit und liegt innerhalb Europas auf Platz eins.

Indien und China als wichtigste Herkunftsländer

Besonders deutlich fällt der Zuwachs aus Asien aus. Nach Angaben der F.A.Z. kamen 2025 rund 60.000 Studierende aus Indien nach Deutschland, ein neuer Höchststand. Auch die Zahl der Studierenden aus China bleibt hoch. Fachlich konzentrieren sich viele von ihnen auf die MINT-Fächer sowie auf Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.

Ein wesentlicher Grund für die Attraktivität Deutschlands sind die im internationalen Vergleich niedrigen Studienkosten. Während in Großbritannien oder den USA hohe Gebühren anfallen, sind die Kosten an deutschen Hochschulen vergleichsweise gering. Hinzu kommt der gute Ruf vieler Universitäten und die enge Verbindung von Forschung und Lehre. Auch die Möglichkeit, nach dem Abschluss bis zu 18 Monate in Deutschland zu bleiben, um eine passende Stelle zu finden, macht das Land für internationale Absolventen interessant.

Auch Studierende aus der Türkei zieht es nach Deutschland

Neben Indien und China bleibt auch die Türkei ein wichtiges Herkunftsland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gehören türkische Studierende seit Jahren zu den größten Gruppen ausländischer Studierender in Deutschland. Viele von ihnen entscheiden sich für ein Studium in den Bereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft oder Sozialwissenschaften. Neben den vergleichsweise niedrigen Studienkosten spielt für viele auch die bereits bestehende türkische Community in Deutschland eine Rolle, die den Start erleichtert.

Die F.A.Z. weist allerdings auch auf Herausforderungen hin. Die Zeitung weist auf die „exorbitanten Mieten“ hin. Zudem berichtet die F.A.Z. von Schwierigkeiten bei der Integration und geringen Sprachkenntnissen.

Yasin Bas

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Europaaktive Zivilgesellschaft
Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen für Deutschen Engagementpreis nominiert

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Herne – Die Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen e. V. ist für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert. Die Gemeinde wurde vom Land Nordrhein-Westfalen als „Europaaktive Zivilgesellschaft“ ausgezeichnet und daraufhin für den bundesweiten Preis vorgeschlagen. Nun hofft sie auf genügend Stimmen beim Publikumspreis. Nach eigenen Angaben ist sie die einzige muslimische Gemeinde unter den Nominierten.

Der Deutsche Engagementpreis würdigt freiwilliges Engagement in Deutschland. Beim Publikumspreis können Bürgerinnen und Bürger online für eines der nominierten Projekte abstimmen. Knapp 500 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet stehen zur Wahl. Die Abstimmung läuft noch bis zum 29. Oktober 2026 um 17.59 Uhr. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhält 10.000 Euro sowie einen professionell produzierten Imagefilm.

Engagement für Demokratie und Zusammenhalt

Die Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen setzt sich nach Angaben auf der offiziellen Webseite des Wettbewerbs unter anderem für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und die europäische Idee ein.

Zu ihren Aktivitäten gehören interreligiöse Vorträge, Bildungsreisen nach Straßburg und Bildungsangebote für Familien. Mit der Veranstaltungsreihe „Wallah, ich steh’ auf Europa“ diskutieren Jugendliche über Demokratie und Vielfalt. Die Gemeinde gibt an, mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit jedes Jahr mehrere Hundert Menschen direkt zu erreichen.

Die Nominierung geht auf die Auszeichnung als „Europaaktive Zivilgesellschaft“ durch das Land Nordrhein-Westfalen zurück. Die Staatskanzlei des Landes schlug die Gemeinde damit für den Deutschen Engagementpreis vor.

Gemeinde bittet um Unterstützung

Tuncay Nazik, Ansprechpartner der Gemeinde, hat sich mit der Bitte um Unterstützung an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Nachricht schreibt er, die Gemeinde liege bei der Abstimmung derzeit zurück und verliere allmählich die Hoffnung. Er bittet darum, nicht nur selbst abzustimmen, sondern auch Freunde, Bekannte und weitere Kontakte auf die Abstimmung aufmerksam zu machen.

Nazik verbindet die Teilnahme am Publikumspreis auch mit einer gesellschaftspolitischen Botschaft. Dass erstmals eine muslimische Gemeinde den Preis gewinnen könnte, wäre aus seiner Sicht ein Zeichen gegen rechte Gesinnung und für Demokratie.

Die Abstimmung erfolgt über die offizielle Webseite des Deutschen Engagementpreises. Für die Stimmabgabe ist eine deutsche Mobilfunknummer erforderlich; die Teilnahmebedingungen sehen eine Bestätigung per SMS vor.

Hier geht es zur Abstimmung:

Deutscher Engagementpreis

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Bildung
In Deutschland lernen immer mehr Schüler Türkisch

Berlin – An deutschen Schulen verschiebt sich die Nachfrage nach Fremdsprachen spürbar. Wie Deutschlandfunk unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden berichtet, gewinnen Türkisch und Spanisch deutlich an Zulauf, während Französisch, Latein und Russisch weiter an Bedeutung verlieren. Englisch bleibt mit großem Abstand die Nummer eins in Deutschland.

Zahl der Türkischlernenden Schüler hat sich fast verdreifacht

Besonders auffällig ist die Entwicklung des Türkischen. Im Schuljahr 2005/06 lernten bundesweit noch rund 13.000 Schülerinnen und Schüler Türkisch, das entsprach 0,13 Prozent der damals rund 9,5 Millionen Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Schuljahr 2025/26 waren es bereits etwa 29.230 von rund 8,9 Millionen, ein Anteil von 0,31 Prozent. Damit hat sich die Zahl der Türkischlernenden in zwanzig Jahren mehr als verdoppelt, genau genommen fast verdreifacht.

Noch deutlicher fällt der Zuwachs beim Spanischen aus: Rund 549.000 Kinder und Jugendliche lernen die Sprache inzwischen, mehr als doppelt so viele wie vor zwanzig Jahren. Damals waren es etwa 243.400 gewesen, ein Anteil von 2,56 Prozent, heute sind es 6,1 Prozent.

Französisch behauptet zwar weiterhin seinen zweiten Platz hinter Englisch, verliert aber deutlich. Die Zahl der Lernenden sank von 1,7 Millionen im Schuljahr 2005/06 auf rund 1,2 Millionen im vergangenen Schuljahr. Auch Latein und Russisch werden seltener gewählt. Englisch bleibt mit rund sieben Millionen Lernenden unangefochten an der Spitze, auch wenn die Zahlen im Vergleich zu vor zwanzig Jahren leicht zurückgegangen sind.

Herkunftssprachlicher Türkischunterricht in NRW

Neben dem regulären Fremdsprachenunterricht gibt es in mehreren Bundesländern ein separates Angebot: den herkunftssprachlichen Unterricht (HSU). In Nordrhein-Westfalen (NRW) lernen nach Angaben der Bezirksregierung Münster etwa 39.000 Kinder und Jugendliche Türkisch im herkunftssprachlichen Unterricht, weitere rund 8.500 als moderne Fremdsprache.

Der Unterricht findet in der Regel am Nachmittag statt und umfasst bis zu fünf Wochenstunden. In dem Bundesland mit der größten türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland wird der herkunftssprachliche Unterricht derzeit in 30 Sprachen angeboten, darunter Türkisch, Arabisch, Kurdisch und Polnisch.

Yasin Bas

Sachsen-Wahlen
Nach Wahl von AfD-Politiker: SPD-Abgeordneter warnt vor großer Katastrophe

Berlin – Der SPD-Bundestagsabgeordnete Macit Karaahmetoğlu hat scharf auf die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt reagiert. Karaahmetoğlu bezeichnete den Vorgang in einer schriftlichen Erklärung als „einen historischen Wendepunkt für Deutschland und den Vorboten einer großen Katastrophe, die noch bevorsteht“.

Der Bundestagsabgeordnete machte zudem deutlich, dass es nicht der AfD selbst bedürfe, um ihr den Weg zu ebnen. „Man muss nicht AfD-Mitglied sein, um der AfD den Weg zu bereiten. Es reicht, ihre Politik zu normalisieren“, betonte Karaahmetoğlu.

Karaahmetoğlu kritisierte, dass eine Politik, die darauf abziele, Migranten außer Landes zu bringen, nun an der Spitze demokratischer Institutionen angekommen sei. „Diejenigen, die gestern Migranten die Tür zeigten, ziehen heute als Präsident durch die Tür des Parlaments. Das ist nicht nur ein politischer Widerspruch, sondern eine gefährliche Etappe in der Normalisierung der extremen Rechten“, so der SPD-Abgeordnete.

Besonders besorgniserregend sei, dass der AfD-Kandidat in der geheimen Abstimmung Unterstützung weit über die eigenen Fraktionsgrenzen hinaus erhalten habe. „Der Einfluss der extremen Rechten beschränkt sich längst nicht mehr auf ihre eigene Wählerschaft. Wer die Rhetorik der AfD übernimmt und die Zusammenarbeit mit ihr zur Selbstverständlichkeit macht, verleiht ihr Legitimität“, warnte Karaahmetoğlu.

Verweis auf 65 Jahre Anwerbeabkommen

Der SPD-Politiker nahm auch Bezug auf das 65-jährige Bestehen des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und Deutschland. „Vor 65 Jahren wurden Menschen gebraucht, heute sagt man ihren Enkeln: Ihr gehört nicht hierher. Eine Politik, die Menschen nach ihrer Herkunft einteilt, kann die gemeinsame Zukunft Deutschlands nicht vertreten“, erklärte er.

Karaahmetoğlu schloss mit einer eindringlichen Warnung: „Die extreme Rechte kommt nicht über Nacht an die Macht. Zuerst gewöhnt man sich an ihre Sprache, dann normalisiert man ihre Forderungen, dann arbeitet man mit ihr zusammen, und schließlich wird es als gewöhnlicher Vorgang dargestellt, wenn sie an der Spitze der Institutionen steht. Heute geht es nicht nur darum, wie weit die AfD noch gehen wird. Es geht vor allem darum, wie viel Raum die demokratische Politik ihr noch bereitet.“

Yasin Bas

ZUM THEMA

Mathematik der Demokratie: Wie die AfD vom System profitiert

Brandanschlag
Hannover: Brandanschlag auf Moschee

Hannover – Unbekannte Täter haben am frühen Freitagmorgen die türkische und die deutsche Nationalflagge an der ATİB Hacı-Bayram-Moschee in Hannover in Brand gesetzt und damit einen Sachschaden verursacht.

Nach bisherigen Erkenntnissen setzten die Täter die an der Moschee gehisste türkische Flagge gegen 05:00 Uhr in Brand. Auch die deutsche Nationalflagge wurde durch das Feuer beschädigt.

Der ATİB-Regionalvorsitzende Yasin Türkyılmaz verurteilte den Vorfall in einer Pressemitteilung aufs Schärfste. Die türkische Flagge sei „ein Symbol der Unabhängigkeit, der Würde sowie der Einheit und des Zusammenhalts unseres Volkes“.

Die deutsche Flagge stehe „für die gemeinsamen Werte des Landes, in dem wir leben und dessen Gesellschaft wir uns zugehörig fühlen“. Ein Angriff auf beide Symbole richte sich „nicht nur gegen bedeutende nationale Symbole, sondern verletzt auch die Grundwerte des gegenseitigen Respekts, des gesellschaftlichen Friedens und des friedlichen Zusammenlebens“.

Türkyılmaz forderte die zuständigen Behörden auf, den Vorfall umfassend aufzuklären und die Verantwortlichen schnellstmöglich zur Rechenschaft zu ziehen. Zugleich rief er alle Bürgerinnen und Bürger zur Besonnenheit auf. „Wir werden nicht zulassen, dass solche Provokationen unsere Gemeinschaft spalten oder das friedliche Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden“, betonte er.

Der Angriff werde „weder unsere Verbundenheit mit unserer Herkunft noch unseren Glauben an die deutsch-türkische Freundschaft und ein respektvolles Zusammenleben erschüttern können“.

UID-Vorsitzender Kenan Aslan verurteilt Anschlag scharf

Auch Kenan Aslan, Vorsitzender der Union Internationaler Demokraten (UID) mit Sitz in Köln, verurteilte den Anschlag deutlich. „Ich verurteile den Angriff auf die türkische und die deutsche Flagge an der Hacı-Bayram-Moschee der ATİB in Hannover aufs Schärfste“, erklärte Aslan.

Der Angriff auf eine Gebetsstätte und auf die Flaggen, die die nationale Würde repräsentierten, habe sich „nicht nur gegen die Flaggen gerichtet, sondern auch gegen den gesellschaftlichen Frieden, den gegenseitigen Respekt und die deutsch-türkische Freundschaft“.

Aslan betonte, keine Provokation werde „den Willen zum gemeinsamen Leben in diesem Land erschüttern“. Er sprach der Moscheegemeinde und der ATİB sein Bedauern aus. Zugleich forderte er die Behörden auf, den Vorfall schnellstmöglich aufzuklären und die Täter vor Gericht zu bringen.

„Damit sich solche Angriffe nicht wiederholen, ist es zudem dringend erforderlich, die Schutzmaßnahmen für Moscheen und die muslimische Gemeinschaft wirksamer und dauerhafter zu gestalten“, so Aslan.

Yasin Bas

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Gastkommentar
Mathematik der Demokratie: Wie die AfD vom System profitiert

Ein Gastkommentar von Michael Thomas

Um sich über Stand, Status und Bedeutung einer rechtsradikalen AfD oder einer nicht viel weniger gefährlichen CDU klarer zu werden, Hinweise darauf zu finden, wo sie vorkommt und in welchem Zahlenspiel sie sich versteckt, genügt ein wenig Mathematik.

Wir und unsere Demokratie

Dann verstehen wir das Modell Demokratie nicht nur besser, sondern erkennen auch, wie es wirkt und arbeitet. Zahlreiche, markige Sprüche relativieren sich dann und werden zum Teil geradezu lächerlich und grotesk, die Wahlverlierer und -Gewinner nach vollzogenen Wahlen so absondern.

Beginnen wir – am Beispiel der Bundestagswahl 2025.

Da gab es insgesamt immerhin 83,3 Millionen Bundesbürger, Babies und Behinderte eingeschlossen. Dass nicht alle auch wahlberechtigt sind, dürfte klar sein. Die Bereinigung der Gesamtzahl bringt 60,51 Millionen Wahlberechtigte.

Aus für mich tatsächlich unerfindlichen Gründen aber schaffte es nicht jeder, sich in diesem bedeutsamen Wahljahr die zehn Minuten an der Wahlurne abzuknappsen und „nur“ 49,5 Millionen (82,5%) haben auch gewählt. Diese Wahlbeteiligung wurde aufgrund erheblich niedrigerer Daten bei vorangegangenen Wahlen als „Rekord“ bezeichnet.

Also fanden 11,01 Millionen aller wahlberechtigten Bundesbürger irgendetwas vordringlicher, entspannender oder amüsanter als ihre Pflicht, das Schicksal für über 80 Millionen ihrer Mitbürger mit zu entscheiden.

Immerhin beinahe jeder Sechste in etwa.

Wenn gesagt wird: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus!“ (Artikel 20, Grundgesetz), dann hat das offenbar ein guter Teil der Bevölkerung nicht verstanden – denn so hat nur etwas mehr als die Hälfte aller Bundesbürger ein Votum abgegeben.

Nicht gut für eine Demokratie!

Aber weil eine nicht abgegebene Stimme auch eine ist, MUSS sie meiner Meinung nach betrachtet und in jedes Zahlenspiel eingerechnet werden.

Denn daraus ergibt sich, dass die CDU mit den „behaupteten“ 28,2 Prozent aller Stimmen tatsächlich nur 23,3 Prozent auf sich versammelt hat.

Das bedeutet, dass nur etwa jeder Vierte aller Bundesbürger eine CDU gewählt hat.

Nur die Mathematik und Gesetzgebung schützt die CDU vor dem Vorwurf der Lüge, eine „Mehrheit“ errungen zu haben – grundlegende Staatsphilosophie und das „System Demokratie“ nach seiner Idealvorstellung jedoch nicht.

Nun sind wahlmanipulatorische Anstrengungen bestens bekannt. So hegt und pflegt die CDU seit Jahrzehnten besonders die Alten, sie beglückt sie mit Kaffee- und Kuchenschlachten und fährt sie an Wahlsonntagen mit Bussen zur Urne.

Dazu kommt das Heer aller, die ganz offen oder hinter verschlossenen Türen privatwirtschaftliche Vorteile aus einer CDU ziehen und sie selbstverständlich konsequent und zuverlässig wählen. Diese beiden Wählerblöcke werden einen großen Teil derer bilden, auf die sich eine CDU verlassen kann.

Ich persönlich glaube nicht an große Wählerwanderungen bei der CDU; hinzu kommen nämlich als Block natürlich auch die vielen, denen das Kreuzchen von der Kirchenkanzel anempfohlen wird.

Alle anderen sind Opfer von Schlagzeilen, die eine Medienlandschaft erzeugt, die sich ebenfalls mehr oder weniger von den chronisch Machthabenden, also einer CDU, massiv beeinflussen lässt. Hier gibt es den nichtschriftlichen Vertrag, dass sich die Politik Medien gegenüber zugänglich zeigt, solange es wohlwollende Berichte über sie gibt. Das hat vor gut drei Jahrzehnten selbst das letzte Bollwerk guter Presse, der SPIEGEL, verstanden, ist in die Knie gegangen und marschiert jetzt brav in der Reihe.

Ich behaupte, dass alle Wahlergebnisse und Zahlenspiele außerhalb der CDU erstens nicht aussagekräftig und zweitens nichts als reine Stimmungsbarometer einer zunehmend bildungsprekären Wählerlandschaft sind.

In dieser Gemengelage bildete sich erstaunlich erfolgreich eine AfD aus, die sich nicht nur von der ansteigenden Bildungsnot, sondern mittlerweile auch von der CDU selbst nährt.

Sie erfährt ihren Zulauf von all jenen, deren nationalistische Prägung nirgendwo anders mehr eine Heimat findet und sich nun dort ausgedrückt sieht. Sie schöpft aus dem unüberschaubaren Reservoir aller anderen Parteien, die irgendwie mangels Angebot in den vorausliegenden Jahren gewählt worden sind.

Denn es gibt für meine Behauptung einen schlagenden Beweis:

Kaum ein Wähler hat sich je konzentriert, zeitaufwendig und allgemein gebildet mit den Wahlprogrammen befasst. So blieb beispielsweise (!) völlig unter dem Radar, dass die GRÜNEN klammheimlich ihren Grundsatz: „Keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete!“ gestrichen hatten, was für eine Partei, die sich ihre besondere Prägung und ihren speziellen Auftritt wie Schminke zugelegt hat, eine unglaubliche Katastrophe ist.

Jeder Floh springt von einem toten Hund weg – und so erleben wir, dass Parteien, die in vorangegangenen Jahrzehnten klassisch meist bei dreißig Prozent landeten, heute einstellig und aus Parlamenten gefegt werden.

Und noch ein Spruch: „Man kann kein totes Pferd über die Ziellinie schleppen.“

Gerade eine SPD, der ewige Antagonist der CDU, ist aufgrund ihrer Klientelpolitik, die ihre Zusprache immer stärker bei der Wirtschaft fand, für das große Heer der Arbeitenden zunehmend zur Belastung geworden. Sie hat immer mehr Politik gemacht, die ihnen zuwiderlief, Unternehmer begünstigte, selbst Gewerkschaften leiser und lustlos gemacht und immer höhere Rechnungen für die Lebensführung überreicht hat.

Die AfD ist nichts als ein Staubsauger, der all diese abgefallenen Krümel unterhalb der CDU aufgenommen und in Macht transzendiert hat.

Sie nimmt alle Uninformierten, Uninteressierten, aber zunehmend wütender gewordenen Wähler auf, die sich sowieso nie für Parteiprogramme oder ähnlich anstrengendes Zeugs interessiert hatten, oder dies mangels Bildung nicht konnten.

Die deutsche Demokratie funktionierte noch einigermaßen, als die Wähler große Differenzen in der Ausprägung der Parteien vorfanden und hört nun auf, zu existieren.

Gerade die Epoche Merkel verstand es, zum Segen der Wirtschaft entscheidende Instrumente und Objekte sozialen Handelns zu torpedieren. Unter Kohl begonnen, wurde die Axt gerade ans Bildungssystem und dann an die Sicherheit und Entlohnung von Arbeitsplätzen angelegt. Im Ergebnis haben wir heute schimmelnde Schulen, private Arbeitsvermittler mit Sklavenlöhnen, eine wesentlich erleichterte Kündbarkeit und damit Familien, die eine Vielzahl prekärer Jobs annehmen müssen, um im verordneten Konsum nicht zu verlieren. Immer weniger haben Zeit, Möglichkeit, Geld und Energie, die zuvor erheblich (!) einfachere Zugänglichkeit zur Bildung in Anspruch zu nehmen. Somit natürlich auch nicht der, der sonst immer SPD gewählt hatte.

Ihm fehlt die notwendige Intellektualität, die Falschheit und den Extremismus einer kreischenden AfD in ihrer mangelhaften Substanz zu erkennen.

Ganz grundsätzlich haben nationalistische, rassistische bis hin zu faschistische Vorstellungen ja niemals aufgehört zu existieren; sie haben die Kapitulation überlebt, in kleinen, eher verschwiegenen Zellen überdauert und den Wandel in zahllosen Graustufen in der Gesellschaft überstanden. Sowohl die „Entnazifizierung“, als auch der Versuch, die neuen Generationen an eine neue Welt heranzuführen, waren grandiose Fehlschläge.

Nochmal: deshalb nenne ich die AfD einen Staubsauger.

Sie greift nur diese nationalistischen und rassistischen Überbleibsel auf, die selbst beispielsweise einen klassischen SPD-Wähler denken lässt: „Naja. Irgendwie sind wir den Schwarzen ja wohl doch überlegen.“, nutzt und verstärkt diese Ideen.

Die Büchse der Pandora ist offen. Wir werden nicht nur diese AfD, sondern den Grund ihrer Existenz nicht mehr los. Unsere Chance hätte schwerpunktmäßig in einer konsequent qualitativ hochwertigen, garantierten, barrierefreien Bildung gelegen, aber die existiert nicht mehr.

Konnte früher der Sohn eines Bergmannes noch problemlos studieren und höchste Ämter und Positionen erreichen, steht ihm heute eine Welt von extrem teuren Privatuniversitäten und die Notwendigkeit, mit immer mehr eigenem Geld einen Studienplatz ergattern zu können, gegenüber.

Die Welt der Habenden mauert sich ein, sie schanzt sich Bildung und Option gegenseitig zu und vernagelt den Zutritt von „denen da unten“. Die Zahl der Familien, die ihren Kindern bei sinkenden Reallöhnen und steigenden Kosten Zugang zu Universitäten bieten können, fällt ab. Zumal die Familienväter heute selbst längst Opfer dieser Politik sind.

Die Menschen, die engagiert Parteien wählen oder sie von innen heraus steuern, werden somit, platt gesagt, „dümmer“ und damit zunehmend anfälliger für radikale Ideen.

Demokratie.

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“

Die Frage ist: wer oder was ist dieses Volk?


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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Antisemitismus
Graf (Grüne) lobt Maßnahmenpapier gegen Antisemitismus

Berlin – Der Fraktionschef der Berliner Grünen, Werner Graf, hat das mit Linken und SPD beschlossene Maßnahmenpapier gegen Antisemitismus gelobt.

Im rbb24 Inforadio sagte Graf am Freitag, die verbindlichen Regeln zum Schutz jüdischen und israelischen Lebens in Berlin seien verbindlich und weitgehend: „Wir wollen den Schutz jüdischen Lebens deutlich ausbauen. Wir wollen auch dort, wo jetzt Einrichtungen sind und schon Schutz dabei ist, das auch wirklich weiterfahren.“

Graf hat nach eigenen Worten sehr großes Vertrauen in die Führung der Linken, dass sie zu dieser Vereinbarung steht. „Wir haben uns aber auch Regeln gegeben, wie wir miteinander umgehen, wenn es zu antisemitischen Vorfällen kommt […] in der Zusammenarbeit, wo man sich das gegenseitig anmeldet, wo man vielleicht auch ein Expertengremium von außen, wenn eine Farbe das möchtet, hinzuzieht.“ Das habe es so in keinem Bundesland bisher gegeben, sagte Graf.

Die drei Parteien wollen am Freitag ihre Sondierungsgespräche für eine neue Landesregierung fortsetzen.

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Zahlungsmethoden
Wie Auszahlungsgeschwindigkeit zwischen Zahlungsmethoden variiert

Die Dauer bis zum Geldeingang gehört zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Online-Casinos. Spieler in Deutschland erwarten nicht nur Sicherheit und Transparenz, sondern auch planbare Auszahlungen. Tatsächlich kann die Zeitspanne zwischen Auszahlungsantrag und Gutschrift zwischen wenigen Minuten und mehreren Bankarbeitstagen liegen. Der Unterschied entsteht nicht zufällig, sondern durch technische Abläufe, regulatorische Vorgaben und die Infrastruktur der jeweiligen Zahlungsdienstleister.

Warum Auszahlungen unterschiedlich lange dauern können

Jede Auszahlung durchläuft mehrere Stationen, bevor das Geld das Spielerkonto verlässt. Zunächst prüft das Casino interne Faktoren wie Kontostand, Bonusumsatz und den Status der Identitätsverifizierung nach dem Geldwäschegesetz und den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags. Erst nach Freigabe wird der Betrag an den Zahlungsanbieter übergeben.

Dort hängt die Geschwindigkeit von den genutzten Netzwerken ab. Während E-Wallet-Systeme auf eigenen, geschlossenen Netzen basieren und Transaktionen fast in Echtzeit verarbeiten, nutzt die klassische Banküberweisung das SEPA-System, das an Bankarbeitstage und Cut-off-Zeiten gebunden ist. Kreditkarten wiederum erfordern eine Rückbuchung über Visa- oder Mastercard-Netzwerke, was zusätzliche Clearing-Schritte bedeutet. Diese strukturellen Unterschiede erklären, warum dieselbe Auszahlungssumme je nach Methode völlig unterschiedliche Laufzeiten hat.

Auszahlungsgeschwindigkeit nach Zahlungsmethode im Direktvergleich

Für Spieler ist der praktische Vergleich entscheidend. Die folgende Übersicht fasst typische Werte zusammen, die von lizenzierten Anbietern in Deutschland im Jahr 2026 berichtet werden. Sie beziehen sich auf vollständig verifizierte Konten ohne offenen Bonus.

Zahlungsmethode

Typische Dauer nach Freigabe

Besonderheiten bei Verifizierung

Übliche Gebühren

E-Wallets (PayPal, Skrill, Neteller)

0 bis 24 Stunden

Einmalige KYC-Prüfung, danach sehr schnell

Meist keine

Sofortüberweisung / Trustly

24 bis 48 Stunden

Bank-Login fungiert als Identitätsnachweis

Selten

Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum)

10 Minuten bis 2 Stunden

Wallet-Adresse muss bestätigt sein

Netzwerkgebühr

Kreditkarte (Visa, Mastercard)

1 bis 3 Bankarbeitstage

Rückbuchung nur auf hinterlegte Karte

Keine bei Visa

Klassische Banküberweisung (SEPA)

2 bis 5 Bankarbeitstage

IBAN muss mit Kontoinhaber übereinstimmen

Abhängig von Bank

E-Wallets und Sofortdienste bieten höchste Geschwindigkeit

E-Wallets wurden für schnelle Online-Transaktionen entwickelt. Anbieter wie PayPal verarbeiten Auszahlungen nach der internen Freigabe oft innerhalb weniger Stunden, da kein externes Bank-Clearing notwendig ist. Trustly und ähnliche Sofortdienste nutzen Open-Banking-Schnittstellen und leiten die Auszahlung direkt über die Hausbank ein. Das Ergebnis ist ein Kompromiss aus Geschwindigkeit und direkter Bankanbindung, was in Deutschland besonders beliebt ist. Voraussetzung ist, dass das E-Wallet-Konto bereits verifiziert wurde und die E-Mail-Adresse mit dem Casino-Konto übereinstimmt.

Warum Banküberweisung und Kreditkarte mehr Zeit benötigen

Bei der SEPA-Überweisung und der Kreditkartenrückzahlung kommen mehrere Sicherheits- und Abrechnungsebenen zusammen. Banken führen Transaktionen nur zu festen Zeiten aus, und Wochenenden oder Feiertage verlängern die Laufzeit automatisch. Zudem schreibt die BaFin für größere Beträge zusätzliche Prüfungen vor. Bei Kreditkarten kann die Gutschrift erst erscheinen, wenn der Kartenherausgeber die Rückbuchung verbucht hat, was je nach Institut 72 Stunden dauern kann. Deshalb werden diese Methoden als sicher, aber langsam wahrgenommen.

Welche Faktoren ihre persönliche Auszahlungszeit beeinflussen

Die gewählte Methode ist nur ein Teil der Gleichung. Selbst die schnellste Zahlungsoption wird ausgebremst, wenn andere Bedingungen nicht erfüllt sind. Plattformen wie XonBet weisen deshalb in ihren Zahlungsbedingungen explizit auf notwendige Vorabprüfungen hin, um Verzögerungen zu vermeiden.

Die wichtigsten Einflussfaktoren in der Praxis sind:

  • KYC-Status: Eine fehlende Identitätsprüfung ist der häufigste Grund für Verzögerungen. Personalausweis, Adressnachweis und Nachweis der Zahlungsmethode müssen vor der ersten Auszahlung vollständig vorliegen.

  • Bonusbedingungen: Ein aktiver Bonus mit noch nicht erfülltem Umsatz blockiert die Auszahlung bis zur vollständigen Freispielung. Dies prüft die interne Abteilung vor jeder Transaktion.

  • Auszahlungslimits und Zeitfenster: Viele Casinos verarbeiten Auszahlungsanträge nur einmal täglich zwischen 9 und 18 Uhr. Anträge nach diesem Fenster rutschen in den nächsten Tag.

  • Wochenende und Feiertage: Während E-Wallets und Krypto auch am Wochenende funktionieren, pausiert das Bankensystem. Ein Antrag am Freitagabend per Banküberweisung wird faktisch erst Montag bearbeitet.

Wer diese Punkte im Vorfeld klärt, reduziert die effektive Wartezeit erheblich, unabhängig von der gewählten Methode.

So finden Sie Casinos mit nachweislich schnellen Auszahlungen

Die Auszahlungsgeschwindigkeit lässt sich bereits vor der Anmeldung einschätzen. Seriöse Anbieter publizieren ihre durchschnittlichen Verarbeitungszeiten und die Liste der unterstützten Auszahlungsmethoden transparent im Kassenbereich. Ein Blick in die AGB lohnt sich ebenfalls, dort ist festgehalten, wie lange die interne Prüfung maximal dauern darf – üblich sind 24 bis 48 Stunden.

Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Automatisierte KYC-Prüfung und Hinweis auf sofortige Auszahlungsfreigabe für verifizierte Nutzer

  • Mehrere schnelle Optionen wie PayPal, Skrill oder Trustly im Auszahlungsportfolio

  • Keine manuelle Nachbearbeitung für Beträge unter 1.000 Euro

  • Deutliche Angabe, ob Auszahlungen auch am Wochenende bearbeitet werden

Ein weiterer Indikator ist die Lizenz. Anbieter mit deutscher Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 müssen strenge Anforderungen an Transparenz und Zahlungssicherheit erfüllen, was oft mit effizienteren Prozessen einhergeht.

Was ihre Wahl der Zahlungsmethode für den Alltag bedeutet

Schnelligkeit ist nicht alles, sie muss zur eigenen Nutzung passen. Wenn Sie Wert auf sofortige Verfügbarkeit legen, sind E-Wallets und Kryptowährungen die logische Wahl, da sie technische Umwege vermeiden. Bevorzugen Sie die direkte Überweisung auf Ihr Girokonto ohne Drittanbieter, sollten Sie Trustly oder SEPA wählen und die längere Laufzeit einplanen.

Für die Praxis empfiehlt sich eine Strategie: Verifizieren Sie Ihr Konto direkt nach der Registrierung, nutzen Sie für die Einzahlung und Auszahlung dieselbe Methode und prüfen Sie vor einem Auszahlungsantrag den Bonusstatus. So lassen sich unnötige Verzögerungen vermeiden und die tatsächliche Geschwindigkeit einer Methode kommt voll zum Tragen.

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Reisen
Digitale Vignette in Tschechien: Was Autofahrer wissen sollten

Wer mit dem Auto nach Tschechien reist oder das Land auf dem Weg in ein anderes Reiseziel durchquert, sollte sich frühzeitig mit der dort geltenden Mautregelung beschäftigen. Auf ausgewählten Autobahnen und Schnellstraßen ist für viele Fahrzeuge eine gültige Vignette erforderlich. Das System funktioniert inzwischen digital: Statt eine Vignette an der Windschutzscheibe anzubringen, wird das Kennzeichen des Fahrzeugs elektronisch registriert.

Die Umstellung von der früheren Klebevignette auf ein digitales Verfahren hat den Kauf und die Kontrolle der Mautberechtigung verändert. Für Autofahrer bedeutet das vor allem, dass kein Aufkleber mehr am Fahrzeug angebracht werden muss. Gleichzeitig ist es wichtig, bei der Eingabe der Fahrzeugdaten sorgfältig vorzugehen, da die Gültigkeit der Vignette an das registrierte Kennzeichen gekoppelt ist.

Kauf und Vorbereitung vor der Reise

Die digitale Vignette kann vor Beginn der Fahrt online erworben werden. Dadurch lässt sich die Maut bereits vor der Abreise organisieren. Gerade bei einer Reise nach Tschechien kann es sinnvoll sein, sich einige Tage vorher mit der Strecke und den geltenden Mautbedingungen zu beschäftigen. So bleibt mehr Zeit, die Fahrzeugdaten zu prüfen und den gewünschten Gültigkeitszeitraum auszuwählen.

Beim Kauf werden unter anderem das Kennzeichen und das Zulassungsland des Fahrzeugs benötigt. Außerdem muss festgelegt werden, ab welchem Zeitpunkt die Vignette gelten soll. Bei der Eingabe des Kennzeichens ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Bereits ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass die Registrierung nicht korrekt dem Fahrzeug zugeordnet werden kann.

Nach dem Kauf sollte die Bestätigung aufbewahrt beziehungsweise die angegebenen Daten noch einmal kontrolliert werden. Eine Klebevignette, die sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht werden muss, gibt es bei diesem System nicht mehr.

Unterschiedliche Gültigkeitszeiträume

Für verschiedene Reisepläne stehen unterschiedliche Gültigkeitszeiträume zur Verfügung. Neben einer Jahresvignette gibt es auch kürzere Varianten. Dazu gehören unter anderem Vignetten für einen Tag, zehn Tage oder einen Monat. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, wie lange das Fahrzeug die mautpflichtigen Straßen in Tschechien nutzen soll.

Für einen kurzen Aufenthalt kann eine zeitlich begrenzte Vignette ausreichend sein. Wer regelmäßig nach Tschechien fährt, beispielsweise aus beruflichen Gründen oder für häufige Besuche, kann dagegen von einem längeren Gültigkeitszeitraum profitieren. Vor dem Kauf lohnt sich daher ein Blick auf die konkrete Reisedauer und die geplante Nutzung der mautpflichtigen Straßen.

Bei der Planung sollte außerdem berücksichtigt werden, dass nicht jede Straße in Tschechien automatisch mautpflichtig ist. Wer eine bestimmte Route fährt, sollte deshalb prüfen, welche Abschnitte tatsächlich unter die Vignettenpflicht fallen.

Wie die Kontrolle funktioniert

Da keine sichtbare Vignette mehr am Fahrzeug angebracht wird, erfolgt die Kontrolle auf elektronischem Weg. Kameras und Kontrollfahrzeuge können die Kennzeichen vorbeifahrender Fahrzeuge erfassen. Die dabei gewonnenen Informationen werden mit den Daten der Vignettenregistrierung abgeglichen.

Für Autofahrer bedeutet das, dass die korrekte Registrierung des Kennzeichens besonders wichtig ist. Wer eine mautpflichtige Strecke ohne gültige Vignette nutzt, kann mit einer Geldstrafe rechnen. Deshalb sollte die Vignette vor der Nutzung entsprechender Straßen erworben und die eingegebenen Fahrzeugdaten sorgfältig überprüft werden.

Was Reisende beachten sollten

Vor einer Fahrt nach Tschechien empfiehlt es sich, die aktuellen Informationen zu den mautpflichtigen Straßen, Preisen und Gültigkeitszeiträumen zu prüfen. Regelungen und Gebühren können sich ändern, weshalb ältere Informationen aus Reiseberichten oder Foren nicht immer auf dem aktuellen Stand sind.

Auch bei der Wahl der Vignette sollte die tatsächliche Reisedauer berücksichtigt werden. Wer beispielsweise nur für wenige Tage in Tschechien unterwegs ist, benötigt möglicherweise keine Jahresvignette. Für längere oder wiederkehrende Aufenthalte kann dagegen ein längerer Zeitraum sinnvoll sein.

Die digitale Vignette in Tschechien ist damit vor allem eine Änderung des bisherigen Verfahrens: Die klassische Klebevignette wurde durch eine elektronische Registrierung des Fahrzeugkennzeichens ersetzt. Für Reisende entfällt dadurch das Anbringen und spätere Entfernen eines Aufklebers. Gleichzeitig müssen die Angaben beim Kauf korrekt sein und die geltenden Mautregeln beachtet werden.

Neben den rein organisatorischen Vorteilen bringt das digitale System auch ökologische und logistische Verbesserungen mit sich. Es werden keine Plastikträgerfolien, Klebstoffe oder Papierabfälle mehr produziert, die nach Ablauf der Gültigkeit entsorgt werden müssten. Gleichzeitig entfallen die oft langen Staus an den ehemaligen Verkaufsstellen direkt hinter der Grenze, was den Verkehrsfluss entlastet und den Schadstoffausstoß im Grenzbereich reduziert.

Wer die Reise vorbereitet, sollte die Vignette daher nicht als nebensächlichen Punkt betrachten. Ein kurzer Check der aktuellen Bestimmungen und eine sorgfältige Eingabe der Fahrzeugdaten können dazu beitragen, Probleme während der Fahrt zu vermeiden. So lässt sich die Mautregelung unkompliziert in die allgemeine Reiseplanung einbeziehen.

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Gedenken zum 7. Oktober
Mamdani: Das Leid begann nicht am 7. Oktober

New York – New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat sich zum dritten Jahrestag der Angriffe vom 7. Oktober 2023 geäußert. In einer Stellungnahme gedachte der Politiker sowohl der israelischen Opfer als auch der zehntausenden getöteten Palästinenser im Gazastreifen und übte scharfe Kritik an der US-Außenpolitik sowie der israelischen Regierungsführung.

Mamdani erklärte anlässlich des Jahrestags der Angriffe der Hamas, dass dieser Tag für viele New Yorker zutiefst schmerzhaft sei. Drei Jahre nach den Ereignissen vom 7. Oktober gedenke die Stadt der mehr als 1.100 getöteten Israelis und der 251 verschleppten Geiseln. Er trauere an der Seite jener Bürger, die diesen unermesslichen Verlust nach wie vor mit sich trügen.

Gleichzeitig betonte Mamdani, dass das Leid weder an jenem Tag begonnen habe noch dort geendet habe. Es habe sich stattdessen durch die fortlaufenden Militäraktionen der israelischen Regierung im Gazastreifen fortgesetzt, bei denen mehr als 74.000 Palästinenser – darunter über 21.000 Kinder – getötet worden seien.

Selbst seit der sogenannten Waffenruhe seien mehr als 1.400 weitere Palästinenser ums Leben gekommen. Dieses Leid habe sich mit jeder israelischen Bombe auf Krankenwagen, jedem Drohnenangriff auf Wohngebäude oder Journalisten sowie jeder zurückgewiesenen Hilfsgüterlieferung weiter intensiviert.

Mamdani kritisierte zudem die Haltung der US-Bundesregierung scharf. Viele New Yorker stünden vor der unerträglichen Realität, dass ihre Steuergelder diese Handlungen mitfinanzierten. Man dürfe eine Welt nicht akzeptieren, in der Besatzung und Apartheid fortbestehen, Kriegsverbrechen straflos blieben und die US-Regierung sich durch weitere Waffenlieferungen mitschuldig mache. Um die Toten zu ehren, müsse man für eine Welt kämpfen, in der jeder Mensch in Freiheit, Sicherheit und Würde leben könne.

Bekannter Kritiker der israelischen Regierung

Mamdani, der Anfang 2026 das Amt des Bürgermeisters angetreten hat, zählt seit Langem zu den schärfsten Kritikern des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in der US-Politik. Bereits in der Vergangenheit hatte er Netanjahu öffentlich als „Architekten eines Völkermords“ bezeichnet und die Durchsetzung internationaler Haftbefehle gegen die israelische Führung gefordert.

Netanjahu wiederum griff Mamdani unter anderem bei einer Rede vor der UN-Generalversammlung in New York scharf an und warf ihm vor, Israel fälschlicherweise zu beschuldigen. Mamdani wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass derartige Angriffe lediglich dazu dienten, von der humanitären Katastrophe im Gazastreifen abzulenken.

 


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