Terror in Kamerun
Kamerun: Mehr als zehn Tote bei Boko-Haram-Anschlag gegen Moschee

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Jaunde (nex) – Am Mittwoch tötete ein Selbstmordattentäter, der nach ersten Behördenerkenntnissen der Terrormiliz Boko Haram zuzurechnen ist, mindestens zehn Menschen und verletzte zumindest einen weiteren bei einem Anschlag auf eine Moschee im Norden Kameruns. Die Extremistengruppe, deren Ursprünge im Nordosten Nigerias liegen, hatte bereits im Vorjahr damit begonnen, ihre Anschläge auf die benachbarten Staaten wie Kamerun, Tschad und Niger auszudehnen. Viele der jüngsten Anschläge in Kamerun wurden dabei von Frauen ausgeführt. „Der Selbstmordanschlag ereignete sich um 5.40 Uhr (Ortszeit entspricht MEZ) in einer Moschee in Kouyape“, erklärte ein höherrangiger lokaler Behördenvertreter, der anonym bleiben wollte. „Es gab 13 Tote einschließlich des Attentäters und eine verwundete Person.“ Ein weiterer lokaler Offizieller sprach von mindestens zehn Toten. Seit sechs Jahren führt Boko Haram einen blutigen Terrorkrieg mit dem Ziel, einen eigenen Staat im Nordosten Nigerias zu bilden. Mehrere Nachbarstaaten haben jüngst eine Allianz mit der nigerianischen Regierung geschlossen, um gegen die Extremisten vorzugehen. In der Folge überschritt der bewaffnete Konflikt die Ländergrenzen. Zehntausende Menschen mussten bereits fliehen. Auch Kamerun ist Teil einer 8700 Soldaten starken und von Nigeria geführten Kampfeinheit, die bis Ende des Jahres operationsfähig sein soll. Die USA unterstützen den Kampf gegen Boko Haram durch die Lieferung militärischen Geräts und die Entsendung von Truppen zur Ausbildung der multinationalen Einheit.   Mehr zum Thema:

Boko Haram Kommandant gesteht im Verhör: „Kann weder beten noch habe ich den Koran gelesen“

30 Prozent-Quote in Aufsichtsräten
Maas: Frauenquote muss sich in Unternehmen endlich bemerkbar machen

Berlin (dts) – Justizminister Heiko Maas (SPD) fordert, dass sich in den Führungsetagen deutscher Unternehmen endlich auch die gesetzliche Frauenquote bemerkbar machen muss. „Wer die Frauenquote ignoriert, schneidet sich ins eigene Fleisch“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Frauen seien selbstverständlich mindestens ebenso gute Chefinnen wie Männer und nie zuvor habe es eine Generation so gut ausgebildeter Frauen gegeben. „Das muss sich endlich auch in den Führungsetagen der Unternehmen widerspiegeln“, sagte Maas. Zusammen mit Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hatte Maas, das 2015 im Bundestag beschlossene Gesetz über eine 30 Prozent-Quote in Aufsichtsräten, vorgelegt. Anlass für Maas Kritik ist eine am Mittwoch vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Demnach wächst der Anteil von Frauen in deutschen Führungsetagen kaum.

Kommentar
Deutschland: Wie aus der PKK wieder eine Terrororganisation wurde

Wie aus der PKK wieder eine Terrororganisation wurde
Ein Kommentar von Remzi Aru Vor einigen Monaten hatte ich hier an dieser Stelle die Frage erörtert, woher die deutsche Liebe zur PKK kommt und wie es sein kann, dass eine blutdürstige Terrororganisation mit totalitärem ideologischem Hintergrund in Mainstreammedien und Teilen der Politik ein derartiges Maß an blauäugiger Sympathie erlangen könne. Umso überraschter war ich gestern, als ich plötzlich in führenden Tageszeitungen Mutmaßungen und Spekulationen über einen PKK-Hintergrund des Bombenanschlags in der Nähe der Sultanahmet-Moschee lesen konnte, unter anderem sogar in Blättern, in denen ich dies bei bestem Willen nie für möglich gehalten hatte. Sollte es Ferndiagnostikern aus der deutschen Qualitätspresse, die von der Türkei bestenfalls den Pool in der Hotelanlage oder den Raki aus der dazugehörigen Bar kennen, gedämmert haben, dass eine Organisation, die Kinder entführt, Schulen anzündet, Polizeibeamte ermordet und ihre terroristischen Umtriebe mit den Erlösen aus Drogenhandel und Schutzgelderpressung finanziert, weder die Heilsarmee noch die Synthese aus Robin Hood und den vier Musketieren ist? Um ehrlich zu sein, auf die Idee, die PKK mit dem Anschlag in Verbindung zu bringen, wäre nicht einmal ich gekommen – und ich bin mit Sicherheit nicht dafür bekannt, die Skrupellosigkeit dieser Terrorbande zu unterschätzen. Die PKK ist im Westen der Türkei bislang vor allem mit Brandanschlägen in Erscheinung getreten, nicht mit Selbstmordattentaten. Den schnellen Weg ins Jenseits zu nehmen, ist bei atheistischen Terroristen tendenziell weniger beliebt – wobei bislang die DHKP/C diesbezüglich eine Ausnahme macht. Offenbar ist dort die Hoffnung, sich zeitnah danach in der Hölle mit verblichenen Geistesverwandten aus der sozialistischen Ahnengalerie wie Karl Marx, Charles Darwin, Mao Tse-Tung oder Adolf Hitler unterhalten zu können, doch ein Faktor. Die DHKP/C würde das Umfeld der Sultanahmet-Moschee jedoch wahrscheinlich bis auf Weiteres als Anschlagsziel meiden, nachdem man sich vor einem Jahr bis auf die Knochen blamierte, nachdem man sich erst zu einem Anschlag auf eine Polizeistation bekannt hatte, dieser jedoch wenig später als der einer „Schwarzen Witwe“ aus Tschetschenien aufgeklärt werden konnte und man sich kleinlaut wegen „technischer Fehler“ vom eigenen Bekennerschreiben distanzieren musste. Dass hinter dem Anschlag von gestern Vormittag die andere Mörderbande, nämlich IS/Daesh, stehen würde, war schnell herausgefunden, von Beginn an deuteten hinreichend gewichtige Indizien in diese Richtung, auch wenn die Angaben über die Herkunft des Täters zu Beginn uneinheitlich waren und zwischen Syrien und Saudi Arabien schwankten. Mit der PKK hatte die Tat aber augenscheinlich nichts zu tun. Warum aber krochen dann trotzdem zeitnah 01/13-Truther wie der selbsternannte „Nahost-Experte“ Michael Lüders aus ihren Löchern, um uns ihre Theorien zu unterbreiten, wonach doch die PKK und nicht der IS das Blutbad angerichtet haben dürfte, das vor allem Touristen traf? Weil jeder Daesh-Anschlag gegen die Türkei das eigene Weltbild erschüttern würde, wonach die Türkei eine „Verbündete“ der Terrormiliz wäre? Nun, nicht alle wollten ihre klammheimliche Freude über den Anschlag in einer so kaltschnäuzigen Art zum Ausdruck bringen wie die NZZ oder der Stern, der schon in seiner Schlagzeile den Klassenstandpunkt vorgab: „Die Türkei trägt eine Mitschuld daran, dass die Islamisten so stark wurden“. Was ein wenig klingt wie: „Irgendwie könnte es ja doch sein, dass die Röcke der Frauen in der Kölner Silvesternacht ein wenig zu kurz waren und ihr Alkoholpegel zu hoch…“ Aber die Story von wegen die verzweifelte „Arbeiterpartei“ wisse keinen Ausweg mehr als Touristen – darunter neun Deutsche – in die Luft zu jagen, weil der böse Erdoğan gegen „die Kurden“ vorgehen würde: Das kann man auch als Agitprop-Schmierfink noch dem gut konditionierten Publikum gerade noch verkaufen, ohne gleich pietätlos zu wirken. Plötzlich will man nicht mehr wissen, warum der IS in der Türkei einen Terroranschlag verüben sollte. Fehlt nur noch, dass man die Terrorbande als unverstandene, zornige junge Männer, sozusagen James Deans mit Vollbart, präsentiert, die vielleicht schon bald als Deutschlands Verbündete bei der Bekämpfung der „Islamisierung“ in Betracht kommen könnten. Bei Lüders, der sonst gerne das Liedchen von Assad als Friedensfürst und dem Iran als vermeintlich einziger benevolenter Macht des Nahen Ostens trällert, wäre das ja nicht einmal ein Stilbruch: Immerhin meinte er ja schon einmal, in einem Drohvideo des mittlerweile nicht mehr unter uns weilenden Terrorfürsten Osama Bin Laden ein getarntes „Friedensangebot“ ausmachen zu können – weil dieser während des Ausstoßens seiner Mord- und Terrordrohungen einmal keine Kalaschnikow in Händen hielt. Was einen Lüders von einem der herkömmlichen Echsenmenschen-, Mondlandungs- oder 9/11-Verschwörungsideologen unterscheidet, ist, dass er genau abzuschätzen weiß, wo er im Nebulösen bleiben muss und was er in den ihm zugeneigten Segmenten der Öffentlichkeit bringen kann, ohne wegen offenkundiger Verwirrung unsanft in die Kopp- und Elsässer-Ecke verbannt zu werden. In einer Zeit, in der man schon dadurch „Experte“ auf einem bestimmten Gebiet werden kann, dass Facebook-Freunde einen bei Klout als solchen per Mausklick bestätigen, reicht das aus, um in den Deutschlandfunk und zur Adenauer-Stiftung eingeladen zu werden. Es reicht jedoch nicht aus, um unanständige, an geistige Leichenschändung gemahnende Absonderungen aus den Niederungen plattester Propaganda zu seriösen Debattenbeiträgen zu machen. Leider hat sich dies in die „Stern“-Redaktion oder bis Herrn Lüders bis dato noch nicht durchgesprochen.
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Anschlag in Istanbul
De Maizière: Anschlag „nicht gezielt gegen Deutsche gerichtet“

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Istanbul (dts) – Laut Innenminister Thomas de Maizière (CDU) war der Anschlag in der türkischen Metropole Istanbul wohl nicht gezielt gegen Bundesbürger gerichtet: „Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Anschlag nicht gezielt gegen Deutsche gerichtet“, sagte de Maizière am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Efkan Ala in Istanbul. Es könne deshalb auch keinen Zusammenhang zum deutschen Beitrag im Anti-Terror-Kampf geben, so der Innenminister, der sich „zutiefst erschüttert über den barbarischen Anschlag“ zeigte. „Es war ein Anschlag gegen die Menschlichkeit und ich bin heute hierher gekommen, um zu zeigen, dass die ganze Bevölkerung in Deutschland gemeinsam mit der Bevölkerung in der Türkei diesen Anschlag verurteilt und wir gemeinsam trauern.“ De Maizière kündigte an, noch am Mittwoch mit den Verletzten zusammen zu kommen. Zudem werde er den Tatort besichtigen. Überdies erklärte de Maizière, dass er trotz des Anschlags in Istanbul keinen Grund sehe, „von Reisen in die Türkei abzusehen“. Natürlich müssten die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden. Gleichwohl werde man „vor dem Terrorismus nicht zurückweichen“. Es gelte, dass freie Leben weiterzuleben, so der Innenminister. Ein Selbstmord-Attentäter hatte am Dienstag im Zentrum Istanbuls zehn Menschen mit in den Tod gerissen, darunter mindestens acht Deutsche, und viele weitere verletzt.

Razzien in mehreren Provinzen
Drei russische IS-Terroristen im Zusammenhang mit Istanbul verhaftet

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Istanbul (nex) – Das russische Generalkonsulat in der türkischen Mittelmeerstadt Antalya hat Medienberichte bestätigt, wonach auch drei russische Staatsangehörige im Zusammenhang mit dem Anschlag an der Sultanahmet-Moschee festgenommen worden sein sollen, bei denen elf Menschen getötet und 15 verletzt wurden. Die Festgenommenen sollen Verbindungen zur Terrormiliz IS (Daesh) aufweisen und für diese in der Region Mitglieder geworben haben. Insgesamt wurden bei Razzien in Antalya und İzmir neun mutmaßliche Mitglieder des IS festgenommen und zahlreiche Dokumente beschlagnahmt. Auch Schusswaffen und Luftgewehre seien sichergestellt worden. Das russische Generalkonsulat bestätigte, dass die drei Personen, um die es geht, auch in der Russischen Föderation im Zusammenhang mit so genanntem „dschihadistischen“ Umtrieben auffällig geworden wären. Nach mehreren militärischen Interventionen der russischen Streitkräfte in Tschetschenien und Dagestan infolge von Abspaltungsbewegungen sind zahlreiche bewaffnete Rebellen außer Landes geflüchtet. Viele von ihnen fanden sich später in international operierenden „Dschihadisten“-Gruppen wieder. Im Anschluss an die Razzia sollen noch vier weitere Verdächtige in der Provinz Konya festgenommen worden sein, die ebenfalls Verbindungen zum IS aufgewiesen haben sollen.

"Zukunftsberuf Pflege"
Gröhe und Schwesig verteidigen Pflegeberufs-Gesetz gegen Kritik

Berlin (dts) – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) haben das Pflegeberufs-Gesetz gegen Kritik verteidigt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, sagte Schwesig: „Die kostenfreie berufliche Ausbildung und eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie der einheitliche Berufsabschluss werden den Pflegeberuf aufwerten.“ Damit trage die Reform auch zu mehr Lohngerechtigkeit für Frauen und Männer bei, erklärte die Ministerin und verwies darauf, dass im Pflegeberuf zu 80 Prozent Frauen arbeiten. „Leider wird die Arbeit am Menschen aber immer noch weniger wertgeschätzt als die Arbeit an Maschinen.“ Das Pflegeberufsgesetz ist an diesem Mittwoch Thema im Bundeskabinett. Gröhe betonte gegenüber der Zeitung, künftig würden mehr Pflegekräfte gebraucht. Daher müsse der „Zukunftsberuf Pflege“ noch attraktiver gemacht werden. „Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine ordentliche Bezahlung“, unterstrich Gröhe. Außerdem gehörten dazu Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. „Pflegekräfte müssen in Altenheimen zunehmend auch mehrfach und chronisch Kranke versorgen“, begründete Gröhe die gemeinsame Ausbildung von Alten- und Krankenpflegern. Außerdem brauche eine Pflegekraft im Krankenhaus Kenntnis in der Versorgung Demenzkranker. Mit der neuen Pflegeausbildung würden die Mitarbeiter fit für die veränderten Anforderungen gemacht. „Schulgeld in der Altenpflege wird endlich der Vergangenheit angehören.“

Leitkultur
CDU-Generalsekretär Tauber sieht jede Burka als Zeichen gescheiterter Integration

Berlin (dts) – CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat den Vollschleier muslimischer Frauen als Ergebnis eines in Deutschland unerwünschten Männerbildes abgelehnt. „Jede Burka ist ein Zeichen für eine gescheiterte Integration“, sagte Tauber der „Rheinischen Post“. In der deutschen Gesellschaft müsse keine Frau vor den Blicken der Männer geschützt werden. „Wir wollen das nicht“, erklärte Tauber. Zuletzt hatte sich die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner mehrfach für ein Burka-Verbot in Deutschland ausgesprochen.

Militärtechnologische Innovation
Panzer als Baum: Türkische Wissenschaftler feiern Durchbruch in Tarntechnologie

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Ankara (nex) – Türkischen Wissenschaftlern ist in Ankara auf dem Gebiet der Camouflage-Technologie eine wichtige Erfindung gelungen. An der Bilkent-Universität wurde eine Technologie für Militärfahrzeuge entwickelt, die ein weltweites Novum darstellen soll. Es wird erwartet, dass mit der neuen Entdeckung eine neue Ära in der militärischen Tarntechnologie anbrechen wird. Beispielsweise könne ein mittels dieser neuartigen Technologie überzogener Panzer die Gestalt eines Baumes oder ein Kampfjet die Gestalt eines Vogels annehmen. Der Dozent im Fachbereich für Physik der Bilkent Universität, Dr. Coşkun Kocabaş, erklärte, dass sich Tiere wie Chamäleons, Kraken und Reptilien dank besonderer Zellen durch Farbänderung an die Umwelt anpassen können. Diese besondere Eigenschaft habe auch die Wissenschaftler inspiriert, als sie diese neue Option für Militärfahrzeuge entwickelt hatten. Das Projekt werde von der EU mit 6 Millionen TL unterstützt. Man plane, diese neue Technologie auch mit Blick auf die Wahrnehmung des menschlichen Auges bis hin zu Infrarot oder in die Dimension der Mikrowellen in allen Spektren zu adaptieren.   [paypal_donation_button]   Mehr zum Thema:

Sicherheitsexperten: Türkische Rüstungsunternehmen bringen israelische Waffenindustrie in große Bedrängnis

Grenzschließung
Unions-Abgeordnete sammeln Unterschriften für Grenzschließung

Berlin (dts) – Unions-Abgeordnete sammeln seit Dienstag Unterschriften für einen Antrag zur Grenzschließung, berichtet „Bild“. Bis Dienstagabend unterzeichneten mehr als 40 der 311 CDU-/CSU-Parlamentarier den Antrag. „Personen, welche über einen sicheren Drittstaat illegal nach Deutschland einreisen wollen, müssen schon an der Grenze zurückgewiesen werden, so wie es §18 Abs. 2 Asylverfahrensgesetz vorsieht“, heißt es nach „Bild“-Informationen in dem Antrag, der in der nächsten Fraktionssitzung am 26. Januar beschlossen werden soll.

Preisdruck auf Lebensmittelproduzenten
NGG bedauert Genehmigung für Übernahme von Tengelmann durch Edeka

Berlin (dts) – Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Erlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Übernahme der Supermarktkette Kaiser`s Tengelmann durch Edeka bedauert. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel wachse weiter und der Preisdruck auf die Lebensmittelproduzenten werde weiter steigen, sagte NGG-Vize Claus-Harald Güster in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zugleich begrüßte der Gewerkschafter die Auflagen, die Gabriel als Voraussetzung zur Übernahme gemacht hat. „Selbstverständlich wird die Gewerkschaft NGG in den kommenden Monaten und Jahren immer wieder kontrollieren, ob sich Edeka an das Vereinbarte hält.“ Güster mahnte: „Ein bloßes Lippenbekenntnis zu Lasten der Beschäftigten, die seit Monaten um ihre Jobs bangen, darf es nicht geben.“