Silvester in Köln
Polen: Regierungschefin will wegen „Kölner Sex-Attacken“ keine Flüchtlinge aufnehmen

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Berlin/Warschau (dts) – Aus Anlass ihres Antrittsbesuchs in Deutschland hat Polens neue Ministerpräsidentin Beata Szydlo vor den Gefahren einer weiter anwachsenden Zahl von Flüchtlingen gewarnt und eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik gefordert. Die Lösung der Zuwanderungskrise sei „eine der größten Herausforderungen, vor der Europa heute steht“, sagte Szydlo der „Bild“. „Es zeigt sich, dass der eingeschlagene Weg nicht weiterführt. Wir brauchen eine Kehrtwende.“ Polens neue Regierung werde sich „an Absprachen unserer Vorgänger halten“, erklärte die Regierungschefin. „Aber bedauerlicherweise ist das geschehen, wovor wir gewarnt haben, als unsere Vorgänger die Beschlüsse gefasst haben: die Terroranschläge von Paris, die Sex-Attacken an Silvester in Köln. Tag für Tag hören wir von Übergriffen, an denen Zuwanderer beteiligt sind.“ Die Gefahr sei unterschätzt worden. „Heute brauchen wir neue Lösungen“, so Szydlo. Dazu gehöre, dass Polen „sehr genau darauf achten“ werde, „wer die Zuwanderer sind, die wir eventuell aufnehmen, ohne dass unsere Staatsbürger sich bedroht fühlen müssen.“ Ihre Partei „Recht und Gerechtigkeit“ habe frühzeitig auf die Gefahr hingewiesen, als entschieden wurde, „die Tore einfach auf zu machen, ohne an die Konsequenzen für uns Europäer zu denken. Wir haben schon damals gesagt: Der Zustrom von Migranten wird durch die Politik der offenen Tore eher größer als kleiner.“ Die Zuwanderungswelle müsse dort gemeistert werden, wo sie entstehe. „Leider, das sage ich ohne Genugtuung, haben wir damals recht behalten“, sagte die polnische Regierungschefin. „Die Schwächung Deutschlands macht auch Europa instabiler“, sagte Szydlo der „Bild“. „Wir müssen uns eingestehen: Es wurden Fehler gemacht. Die Lage an den Außengrenzen der EU und auch in Deutschland ist außer Kontrolle geraten.“

Fehlender Baustein der Allgemeinen Relativitätstheorie
Sensation: Albert Einsteins Gravitationswellen erstmals nachgewiesen

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Berlin (dts) – US-Forscher haben die vor gut 100 Jahren von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen erstmals nachgewiesen.
Der Nachweis sei bereits am 14. September mit den Messgeräten des Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (Advanced Ligo) gelungen, teilten die Forscher am Donnerstag mit. Demnach mussten die beteiligten Forscher die Daten bis jetzt noch analysieren und aufbereiten. Der Nachweis von Gravitationswellen gilt als letzter fehlender Baustein der Allgemeinen Relativitätstheorie und könnte den Forschern nach Ansicht von Beobachtern den Nobelpreis einbringen. Das Signal, das am 14. September 2014 registriert wurde, war von zwei miteinander verschmelzenden Schwarzen Löchern ausgelöst worden und dauerte lediglich etwa eine Zehntelsekunde. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sieht in dem Nachweis von Gravitationswellen eine „Jahrhundertentdeckung“. „Diese Entdeckung öffnet ein neues Fenster zum Universum, das uns den Blick bis zurück zum Urknall erlaubt. Das ist eine Jahrhundertentdeckung und ein grandioser Erfolg für die Grundlagenforschung“, so Wanka.
Deutsche Forschungsgruppen hätten zu dieser Entdeckung maßgeblich beigetragen, betonte die Bundesforschungsministerin. Wenn zwei Schwarze Löcher miteinander verschmelzen oder Sterne explodieren, lassen sie die Raumzeit buchstäblich „erzittern“: Es entstehen Gravitationswellen, die sich im Weltraum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten –ähnlich wie Kräuselungen auf einer Wasseroberfläche, teilte das Bundesforschungsministerium weiter mit. Die Existenz dieser Wellen hatte Albert Einstein vor rund 100 Jahren in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt. Bislang konnten Gravitationswellen jedoch nur indirekt beobachtet werden: Die Verzerrungen der Raumzeit sind so winzig, dass sie sich kaum nachweisen lassen. Erst jetzt haben Forscher in den USA erstmals direkt Signale von Gravitationswellen gemessen, die offenbar aus einem System von zwei Schwarzen Löchern stammen. An dem internationalen Forschungsprojekt sind mehrere deutsche Forschungseinrichtungen beteiligt: das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam-Golm und Hannover, die Leibniz Universität Hannover und die Universität Hamburg.

Islamisierung des Abendlandes
Uni Dortmund wird Scharia-Zone: Betreten des Ruheraumes nur mit Kopftuch erlaubt

Dortmund (nex) – Da muslimische Studenten einen Ruheraum zu einer Gebetsstätte umgestaltet und Frauen vorgeschrieben hatten, dort Kopftücher zu tragen, ließ die Uni Dortmund den Raum nun schließen. Das darauffolgende Echo sei gewaltig, berichtet die WAZ. Die Reaktionen reichten von begeisterter Zustimmung zur Haltung der Uni Dortmund bis zu fremdenfeindlichen Tiraden. Anfang 2012 habe die TU Dortmund beschlossen, im Physik-Gebäude einen Raum einzurichten, der Studierenden aller Glaubensrichtungen als Rückzugsort im hektischen Unialltag für Gebet, Einkehr und Meditation dienen sollte, berichtet die WAZ weiter. Der Hochschule sei es wichtig gewesen, dass es ein „religiös neutraler Ort“ sei, der aber auch muslimischen Studenten, die zuvor im Treppenhaus beten mussten, zur Verfügung stehe. Die Nutzungsordnung habe betont, dass „religiöse Symbole, Zeichen oder Ähnliches nicht aufgestellt oder angebracht werden“ dürfen. Muslimische Studenten hätten sich aber nicht daran gehalten und den Raum umgestaltet. Mit Stellwänden, Regalen und Decken sei er in einen kleinen Frauen- und einen größeren Männerbereich geteilt worden. Gebetsteppiche, Koranbücher und Flugblätter mit Vorschriften, wie Frauen sich zu verhalten und zu kleiden hätten – unter anderem sollten sie kein Parfüm benutzen und ein Kopftuch tragen, hätten dort gelegen. Der für den Raum zuständige Allgemeine Studierenden Ausschuss (Asta) habe den Raum daraufhin vorübergehend schließen lassen. Nach einem „klärenden Gespräch“ habe man den Raum wieder freigegeben. Als es im Januar erneut zu Beschwerden gekommen sei, habe das Rektorat die Türe abgeschlossen. Wieder hätten muslimische Studenten die Räume aufgeteilt und Frauen an der Tür abgefangen, um ihnen mitzuteilen, nur mit Kopftuch den Raum zu betreten und den kleineren Raum zu benutzen. Auch Gebetsteppiche und Gefäße für Fußwaschungen seien wieder dort gewesen. „Das war ein klarer Verstoß gegen die Nutzungsordnung sowie gegen das Gleichheitsgebot im Grundgesetz. Das dürfen wir nicht dulden“, zitiert die WAZ Unisprecherin Eva Prost. Der Versuch, einen neutralen und allen Glaubensrichtungen offen stehenden „Raum der Stille“ zu schaffen, sei „leider gescheitert“. Als Kapitulation möchte die Unileitung ihren Schritt aber nicht verstanden wissen, es gehe darum, die Grundrechte zu wahren sowie die Diskriminierung von Frauen und anderen Religionen zu unterbinden. Gegen Gebetsräume sei im Grunde auch nichts einzuwenden, sagte Prof. Stefan Reichmuth, Islamwissenschaftler an der Ruhr-Uni Bochum. Reichmuth musste vor rund drei Jahren Vorwürfen entgegentreten, das Seminar für Orientalistik der Ruhr-Uni werde von radikalen Salafisten unterwandert, was sich als unhaltbar erwiesen habe. Unzulässig seien aber religiöse Kleidungs- und Nutzungsvorschriften für solche hochschuleigenen Orte. „Kopftücher vorzuschreiben oder den Raum nach Geschlechtern zu trennen – das geht überhaupt nicht.“, sagte Reichmuth der WAZ. Der Uni Dortmund sei indes bewusst, dass trotz aller religiösen Querelen der Bedarf der Studierenden nach einem Rückzugsort auf dem Campus groß sei. Derzeit werde geprüft, ob der „Raum der Stille“ in Zukunft Studentinnen mit kleinen Kindern vorbehalten sein soll, so die WAZ.

Sultanahmet-Attentat
Istanbul: „Warum trauern Deutsche nicht?“

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Istanbul (nex) – Erst einen Monat ist es her, dass ein mutmaßlicher Attentäter der Terrormiliz IS in der Nähe der Sultanahmet-Moschee einen Selbstmordanschlag verübte, bei dem elf Menschen getötet und 14 verletzt wurden. Der nach bisherigen Ermittlungsergebnissen aus Tschetschenien stammende Terrorist hatte sich inmitten einer deutschen Reisegruppe in die Luft gesprengt. Bis auf einen Peruaner, der Teil der Gruppe war, die anschließend in die Vereinigten Arabischen Emirate weiterfliegen wollte, kamen alle Todesopfer aus Deutschland, drei aus Sachsen, drei aus Rheinland-Pfalz, zwei aus Berlin und zwei aus Brandenburg. Einen Monat später ist das Thema vollständig aus den deutschen Medien verschwunden. Nachrichtenxpress hat sich am Ort des Geschehens umgesehen um der Frage nachzugehen, wie präsent das Attentat noch in den Köpfen der Menschen vor Ort ist. Am Obelisk Thutmosis III. ist eine kleine Gedenkstätte errichtet worden mit einer deutschen und einer türkischen Fahne. Türkische Bürger legen Blumen nieder. Andere treten an den Ort des Geschehens und beten.
(Foto: Ertem)
(Foto: Ertem)
Weitgehend hat sich das Leben wieder normalisiert. Touristen finden sich wie in früheren Zeiten auf dem Platz ein, es fällt nur auf, dass die meisten davon jetzt aus muslimischen Ländern kommen. Europäische Touristen findet man selten. Die NEX-Reporter haben einige türkische Bürger angesprochen, die am Denkmal innegehalten oder gebetet hatten. Alle machten einen nachdenklichen Eindruck, waren besorgt hinsichtlich der mehr denn je wieder im Alltagsleben der Menschen präsenten Terrorgefahr. Verwundert sind viele aber auch darüber, dass es offenbar wenig Interesse vonseiten der Deutschen gibt, auch von den Angehörigen. „Ich komme oft hier vorbei, aber ich habe noch nie Deutsche an diesem Ort gesehen. Haben diese Menschen keine Angehörigen, die hier der Opfer gedenken wollten?“, fragt ein Passant. „In Frankreich marschierten Politiker aus aller Welt auf“, bemerkt ein anderer. „Keine Profilbilder in den sozialen Medien mit deutschen Fahnen. Anscheinend sind die Opfer nicht so interessant gewesen.“ Es seien nicht einmal deutsche Politiker zu einer Kranzniederlegung gekommen. „Es ist traurig, dass Europa so schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen ist“, meint eine Frau mittleren Alters, und zieht aus den Geschehnissen die Lehre: „Gegen die Terroristen sollten wir einig sein.“ Auch in deutschen Medien ist einen Monat nach dem Anschlag kaum noch etwas zum Attentat zu lesen, und wenn, hat es nicht mit den Opfern oder ihren Angehörigen zu tun. Allenfalls mit dem Rückgang von Touristenzahlen, weil viele auf Grund der Terrorangst Reisen in Nicht-EU-Länder meiden. Keine Homestorys von Journalisten mit Angehörigen, keine Politikerbesuche. Die öffentliche Erinnerung an deutsche Rentner scheint am Ende doch eine geringere Halbwertszeit zu genießen als die an politisch stromlinienförmige Karikaturisten.

Turkish Airlines
Erfolg der Turkish Airlines wird zum Thema in Harvard

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Boston (nex) – Der Erfolg der Turkish Airlines (TA) wird zum Gegenstand einer Fallstudie an einer der renommiertesten Hochschulen der Welt. Seit Dienstag gibt es an der Harvard Business School (HBS) eine Lehrveranstaltung unter dem Titel „Turkish Airlines: Weite Deine Welt“ über den Aufstieg der TA von einer regionalen Fluglinie zu einem weltweit bedeutsamen Unternehmen. „Während die Erwartungen des Sektors im Jahr 2016 insgesamt von einer Steigerung der Passagierzahlen und der Kapazität in Höhe bei jeweils sieben Prozent liegen, strebt Turkish Airlines im gleichen Jahr einen Zuwachs von 21 Prozent bei der Kapazität und 18 Prozent bei der Zahl der Passagiere an“, heißt es in der Einführung zu der Fallstudie, die vom Fakultätsmitarbeiter an der HBS, Prof. Juan Alcacer, und dem geschäftsführenden Direktor des HBS-Forschungszentrums Istanbul, Esel Çekin, verfasst worden war. https://youtu.be/ruav0KvQOOg „Das voraussichtliche Passagieraufkommen aus Europa über Istanbul in den Nahen Osten und Asien sowie von Nordamerika in den Mittleren Osten wird sich in den nächsten 20 Jahren verdreifachen. Angesichts dieses Potenzials wird auch Turkish Airlines über diese Periode weiter wachsen“, heißt es weiter in der Analyse. Zum Beginn des Kurses hat auch der stellvertretende Vorsitzende und CEO Dr. Temel Kotil die HBS in Boston besucht. Er schilderte den rasanten Ausbau der einstigen regionalen Fluggesellschaft zu einer weltweit operierenden Erfolgslinie, die insgesamt 287 Ziele in 113 Ländern der Welt anfliegt und damit der Nachfrage vonseiten Geschäfts- und Urlaubsreisender nachkommt. Entscheidend für das Schicksal der TA seien die Jahre 2004 und 2006 gewesen: 2004 entschloss sich die damals noch staatliche Fluglinie dazu, in einem einzigen Jahr 24 neue Ziele im Nahen Osten anzufliegen, und 2006 wurde die Linie privatisiert. Die Entscheidung, diese 24 neuen Ziele aufzunehmen, ließ, so Kotil, die Zahl der Transitpassagiere seit damals von einer auf aktuell 14 Millionen anwachsen. „Sie wussten, dass Istanbul in einer Schlüsselposition zwischen Europa, Asien und Afrika liegen würde. Und es war klar, dass ein neuer Flughafen in Istanbul diese Entwicklung weiter verstärken würde.“ Die außenpolitischen Initiativen der Regierung in Richtung Afrika hätten weitere Möglichkeiten eröffnet. Unter den bedeutendsten Fluglinien der Welt ist TA vom 13. Platz im Jahr 2014 auf den elften im Vorjahr vorgerückt, für 2016 rechnet Kotil mit einer Verbesserung auf Platz acht. Vor allem wolle man in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent weiter an Bedeutung gewinnen. So wie man die Zahl der Anflugziele in Afrika von vier auf 48 steigern konnte, wolle man dies auch mit Blick auf Lateinamerika bewerkstelligen. Die Südamerikareise des Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sei ein wichtiger Schritt gewesen, dem Geschäftsleute nun folgen würden. Unterdessen ist Turkish Airlines auch unter die Sponsoren des mit Spannung erwarteten Hollywood-Films „Batman v Superman“ mit Ben Affleck gegangen und hat dafür während der Super Bowl am vergangenen Sonntag einen Werbespot geschaltet.  

Wirtschaft
Hamburg ist nur noch der drittgrößte Containerhafen Europas

2015 seien 8,82 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen worden, nach 9,7 Millionen im Vorjahr, wie der Marketing-Chef von Hafen Hamburg, Axel Mattern, am Mittwoch von der dpa zitiert wird. Vor allem Russlands Wirtschaftsprobleme und Chinas schwächelnder Außenhandel seien Hauptgrund für den Rückgang. Ein leichtes Plus von 5,8 Prozent habe der Hafen zwar beim Massengutumschlag verzeichnet, dieser reiche jedoch nicht aus, um die Gesamtbilanz des Hafens auszugleichen. Insgesamt sei der Seegüterumschlag um 5,4 Prozent auf 137,8 Millionen Tonnen gesunken.   Die weiteren Städte im Ranking: 4. Bremerhafen: 5,8 Mio TEU, 5. Algeciras: 4,56 TEU, 6. Valencia: 4,44 TEU, 7. Felixtowe: 3,7 TEU, 8. Piraeus: 3,6 TEU, 9. Istanbul: 3,59 TEU, 10. Giola Tauro: 2,97 TEU    

Bosnien-Herzegowina
TAZ diffamiert Bosnierinnen als „Islamistinnen“

Sarajewo (eurasia/nex) – Tausende Menschen, vor allem Frauen, haben am Sonntag in der Innenstadt von Sarajewo gegen ein jüngst erlassenes Kopftuchverbot innerhalb gerichtlicher Institutionen demonstriert. Bosnien-Herzegowina ist eine muslimisch geprägte Balkanrepublik. „Wir haben uns hier versammelt, um gegen Vorurteile, Diskriminierung und Marginalisierung zu demonstrieren“, erklärte Samir Zunic, eine der Demonstrations-Organisatorinnen, gegenüber den versammelten Massen. Sie fügte hinzu: „Das Kopftuchverbot in Gerichtsgebäuden ist ein ernsthafter Angriff gegen die Persönlichkeit und die Identität, es ist eine Verletzung […], die darauf abzielt, Frauen ihr Recht auf Arbeit zu entziehen.“ Das Verbot betrifft sowohl Richterinnen als auch Angestellte in diesem Sektor. Der Erlass geht soweit, dass er explizit das Tragen des traditionellen Kopftuches, was in der Regel religiöse muslimische Frauen zu tun pflegen, verbietet. Dieser Umstand wurde vonseiten hochrangiger Persönlichkeiten aus Politik und Religion kritisiert. Auch lokale muslimische Vereinigungen stellten sich gegen den Erlass. Die Demonstranten marschierten für rund eine Stunde durch die bosnische Hauptstadt. Sie führten Banner mit Aufschriften wie „Das Kopftuch ist meine tägliche Entscheidung“, „Das Kopftuch ist mein Recht“ und anderen Sprüchen mit sich.„Wir sind gekommen, um mitzuteilen, dass wir keine Opfer des Kopftuches sind. Wir sind gekommen, um unser Recht zu verteidigen. Es ist unsere Krone, unsere Freiheit, unsere Ehre“, skandierte Elisa Hamovac, eine 33 Jahre alte Hausfrau mit Kindern, die ein hellblaues Kopftuch trug. Zuletzt war das Tragen des Kopftuches zu Zeiten Jugoslawiens verboten, jenem von Serbien dominierten, kommunistischen Vielvölkerstaat, dessen Teil Bosnien-Herzegowina bis 1992 war. Muslime machen rund 40 Prozent der bosnischen Gesamtbevölkerung aus, die bei 3,8 Millionen liegt. In Bosnien wird in der Regel eine moderate Form des Islams gelebt. Darüber hinaus leben in der Balkanrepublik orthodoxe und katholische Christen. Unterdessen diffamiert die deutsche Tageszeitung TAZ die Demonstrierenden als „Islamistinnen“. Der TAZ-Bericht feindet die friedlichen Demonstrantinnen für ihren Widerstand gegen säkularistische Bevormundungen unter dem Deckmantel der „Neutralität“ an. Dass es sich bei dem Demonstrationszug um eine Bewegung handelt, die durchaus in der Mitte der Gesellschaft verankert ist und eigentlich kaum etwas mit islamistischen Stereotypen zu tun hat, wird vonseiten der linken Tageszeitung verschwiegen.   Mehr zum Thema:

Türkei: Erdogans Demokratiepaket trägt Früchte – Erste Richterin mit Kopftuch

Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews.de

Aktion gegen Rassismus
St. Pauli: „KEIN FUSSBALL DEN FASCHISTEN“

Hamburg (nex) – Am kommenden Freitag (12.2) werden die Profis des FC St. Pauli zum Heimauftakt gegen Leipzig in ganz besonderen Trikots auflaufen. Wie der Verein auf seiner Homepage mitteilt, werde auf Initiative des Fanladens St. Pauli anstelle des Hauptsponsors congstar, der für diese Aktion die Trikotbrust freigegeben hatte, der Schriftzug „Kein Fußball den Faschisten“ zu lesen sein. Zum Abschluss verschiedener Veranstaltungen, die der Fanladen St. Pauli rund um den internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust durchgeführt habe, werde der FC St. Pauli am Freitag zum Heimauftakt in diesen Sondertrikots auflaufen, ist weiter auf der Homepage zu lesen.
„Kein Fußball den Faschisten“
Der gesellschaftspolitische Slogan „Kein Fußball den Faschisten“ sei schon vor Jahrzehnten in der Fanszene des FC St. Pauli entstanden und stehe in der Fanszene des Clubs als Synonym dafür, für was der Club im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung stehe. Für bunte Vielfalt, Toleranz und Respekt und gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art. Nach dem Neubau der Gegengerade des Millerntor-Stadions seien es auch Anhänger der Kiezkicker gewesen, die den Slogan in großen Lettern als leuchtendes Signal dieser gesellschaftspolitischen Haltung auf die Tribüne gemalt hätten. Der FC St. Pauli habe den Fanladen bei der Umsetzung seiner Idee vollumfänglich unterstützt, genau wie Hauptsponsor congstar, und auch die Deutsche Fußball Liga habe dem Sondertrikot vor dem Hintergrund der aktuell von der Bundesliga-Stiftung lancierten Kampagne anlässlich des „Erinnerungstags“ zugestimmt.
 

"Herrschaft des Unrechts"
Politikberater über Seehofers „Unrecht“-Äußerung: „Totale Verwirrung des Geistes“

Berlin (dts) – Von einer „totalen Verwirrung des Geistes“ zeugt nach Ansicht des Journalisten und Politikberaters Michael Spreng die Äußerung von CSU-Chef Horst Seehofer, es gebe in Deutschland „eine Herrschaft des Unrechts“. Da komme „jemand von einem Besuch bei Wladimir Putin aus Moskau zurück und entdeckt in Deutschland einen Unrechtsstaat“, sagte Spreng dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das ist doch aberwitzig.“ Er sei nur noch „fassungslos“, erklärte der frühere Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ und Manager des Bundestagswahlkampfs von Edmund Stoiber. Seehofer hatte mit Blick auf die Flüchtlingskrise eine „Herrschaft des Unrechts“ beklagt. „Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung“, klagte Seehofer in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“. „Es ist eine Herrschaft des Unrechts.“  

Arbeitsmarkt
Sozialpädagogen neuerdings gefragteste Akademiker

Berlin (dts) – Die gefragtesten Akademiker auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind 2015 die Absolventen von Fächern wie Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit. Sie werden für die Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen gebraucht. Parallel zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen sind die Engpässe bei sozialen Berufen von Januar bis Dezember 2015 kontinuierlich gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, die der Wochenzeitung „Die Zeit“ exklusiv vorliegt. „Die klassische Ordnung der Engpassberufe wurde 2015 auf den Kopf gestellt“, so Oliver Koppel, Arbeitsmarktforscher beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. „Durch die Zuwanderung der Flüchtlinge sind bei den sozialen Expertenberufen viele neue Stellen entstanden.“