Langstreckenraketen für Ukraine
Baerbock: Ukraine muss russische Abschussbasen zerstören können

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Berlin – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis90/die Grünen) hat positiv darauf reagiert, dass die USA der Ukraine offenbar erlaubt haben, Raketen mit größerer Reichweite gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet einzusetzen. Laut Medienberichten hat US-Präsident Joe Biden die bisherigen Beschränkungen aufgehoben. Baerbock sagte am Montag im rbb24 Inforadio, es sei schon seit langem bekannt, dass sie und ihre Partei „das genauso sehen wie unsere osteuropäischen Partner, wie die Briten, wie die Franzosen und auch wie die Amerikaner. […] Wenn auf unser Land Raketen, Drohnen, Bomben fallen würden, wenn Kinderkrankenhäuser angegriffen werden würden, wenn die Stromversorgung angegriffen würde, wenn einfach unser ganz normales Leben angegriffen worden wäre, dann würden wir uns auch verteidigen.“ Baerbock sagte weiter, das, worum es jetzt gehe, sei, „dass man nicht abwartet, dass die Rakete erst über die Grenze fliegt“. Manche Orte seien so dicht an der Grenze zu Russland, dass die Luftverteidigung nicht helfe, weil die Rakete viel zu schnell einschlage. „Und jetzt geht es darum, […] dass man die militärischen Abschussbasen […] zerstören kann. Und das ist im Rahmen des internationalen Rechts, des Selbstverteidigungsrechts, und jedes Land würde genau das versuchen, dass man seine Schulen, seine Krankenhäuser so schützen kann, dass die Kinder, dass die Menschen überleben können.“ Zwei Monate vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präident Joe Biden die Ukraine ermächtigt, amerikanische Langstreckenraketen gegen Russland einzusetzen. Die Waffen sollen vorerst vor allem in Kursk eingesetzt werden, sagte ein US-Beamter. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Moskau fast 50.000 Soldaten nach Kursk verlegt hat, der südrussischen Region, in der Kiew im Sommer seine überraschende Gegenoffensive startete, um die Rückeroberung von Gebieten vorzubereiten. Die Entscheidung, den Einsatz des Army Tactical Missile Systems (ATACMS) in Russland zuzulassen, war seit Monaten in Erwägung gezogen worden. Amerikanische Politiker waren geteilter Meinung, ob es klug sei, dies zuzulassen. Einige befürchteten eine Eskalation des Krieges, andere sorgten sich um die schwindenden Waffenvorräte.

Gastkommentar
Der vergessliche Olaf Scholz und das neue Bürokratieentlastungsgesetz

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge

Der 6. November 2024 wird dem amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in guter Erinnerung bleiben, denn mit der Entlassung von Finanzminister Christian Lindner (FDP) besiegelte er das Ende der Ampel-Koalition.

In Bezug auf die Aufklärungsarbeit zu den durch Cum-Ex-Geschäfte von Banken und Fondsgesellschaften ergaunerten Milliarden an Steuergeldern zeigt sich Scholz jedoch wenig kooperativ. So kann er sich nicht daran erinnern, mit dem Miteigentümer der Warburg-Bank, Christian Olearius, zusammengetroffen zu sein. Dabei war es Scholz, der als damaliger Erster Bürgermeister Hamburgs den Top-Banker 2016 mehrfach empfing, obwohl die Staatsanwaltschaft gegen Olearius wegen schwerer Steuerhinterziehung ermittelte.

Tagebuch des Bankmanagers Olearius bestätigt die Treffen mit Scholz

Ein eigens eingerichteter Untersuchungsausschuss in der Hamburger Bürgerschaft und im Deutschen Bundestag brachte zwar kein Licht ins Dunkel, da sich Scholz bekanntlich auf seine Erinnerungslücken berief, aber die Tagebuchaufzeichnungen von Olearius, die die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer Ermittlungen beschlagnahmte, lieferten die Antwort.

Demnach verschwieg Scholz mindestens zwei weitere Treffen mit dem Bankmanager. Der heutige Bundeskanzler und damalige Erste Bürgermeister Hamburgs, wird beschuldigt, 2016 Olearius dabei geholfen zu haben, die vom Finanzamt Hamburg unrechtmäßig erhaltenen 169 Millionen Euro Steuergelder nicht zurückzuzahlen.

Das vierte Bürokratieentlastungsgesetz: ein Bonbon für Kriminelle

Mit den Stimmen der Ampelkoalition und der CDU/CSU hat der Bundestag das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (Aufbewahrungsfristen für Steuer- und Buchhaltungsbelege) verabschiedet, das harmlos klingt, in Wirklichkeit aber ein Bonbon für Kriminelle sein dürfte.

Die Aufbewahrungsfrist für Steuer- und Buchhaltungsbelege wurde von zehn auf acht Jahre verkürzt und der Bürokratieabbau soll rund 625 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Was des einen Leid ist, ist des anderen Freud, heißt es. Das Gesetz trat am 31. Oktober 2024 in Kraft. Wie schwierig es für Gerichte und Staatsanwaltschaften ist, gegen Steuerkriminalität vorzugehen, zeigen die Ermittlungen im Cum-Ex- und Cum-Cum-Skandal, bei dem Kriminelle den Staat um Milliarden Euro betrogen haben.

NGO Finanzwende: Cum-Ex und Cum-Cum ist der größte Steuerraub der deutschen Geschichte

Geld also, das dem Steuerzahler gehört, aber mit skrupelloser krimineller Energie ergaunert wurde. Die Ampel-Koalition ist zerbrochen, Neuwahlen sind für den 23. Februar 2025 angesetzt, aber offenbar interessiert sich niemand für ein Gesetz, das es Banken erlaubt, Unterlagen zu vernichten, die ihre Beteiligung an Cum-Cum-Geschäften beweisen könnten.

Möglich macht dies das bereits erwähnte Bürokratieentlastungsgesetz. Nach Schätzungen der Nichtregierungsorganisation Finanzwende ist es den Ermittlungsbehörden bisher nur gelungen, einen Bruchteil der durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte gestohlenen Steuergelder zurückzuholen. Nicht zu Unrecht bezeichnet die NGO Cum-Ex und Cum-Cum als „größten Steuerraub der deutschen Geschichte“.


Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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Rettungswesen
Herausforderungen bei der Höhenrettung: Spannung, Technik und Höchstleistung im Einsatz

Die Höhenrettung gilt allgemein als ein sehr herausfordernder Bereich im Rettungswesen, der Technik, höchste Konzentration und eine spezielle Ausbildung erfordert.

Egal ob in der Industrie, bei Arbeiten an Windkraftanlagen oder auch in der Bergrettung – Höhenretter kommen immer in den Momenten zum Einsatz, wenn in luftigen Höhen schnelle und professionelle Hilfe benötigt wird und Extremsituationen schnell und verlässlich entschärft werden müssen.

Jede Sekunde zählt

In der Höhenrettung ist jeder einzelne Einsatz eine spannende Angelegenheit. Meist sind die Retter in Situationen gefordert, in denen es tatsächlich um Leben und Tod geht. Ein Sturz aus großer Höhe endet oftmals tödlich oder zumindest mit schweren Verletzungen. Deshalb muss man als Höhenretter zu jeder Sekunde hochkonzentriert und vorbereitet sein, um den Patienten schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen.

Die Dringlichkeit eines solchen Einsatzes führt auch zu einem hohen Stresslevel. Nicht nur die Höhe selbst ist eine Herausforderung, sondern auch die oft schwierigen Umgebungsbedingungen. Wetterbedingungen wie Regen, Wind oder extreme Kälte machen die Arbeit zusätzlich riskant.

Eine professionelle Höhenrettung funktioniert also vorab schon mal nur dann, wenn das Team harmonisch zusammenarbeitet und jeder genau weiß, was zu tun ist. Vertrauen und eine klare Kommunikation sind hier dementsprechend essentiell.

Technische Anforderungen und Ausrüstung

In der Höhenrettung ist zudem der Einsatz einer speziellen technischen Ausrüstung, die genau auf die Anforderungen solcher Extremsituationen zugeschnitten ist, erforderlich. Neben essentiellen Instrumenten wie Seilen, Karabinern und Gurten werden oftmals auch technische Hilfsmittel wie beispielsweise Winden, Flaschenzüge oder spezielle Rettungstragen hinzugezogen.

Eine regelmäßige Überprüfung und Wartung der Ausrüstung ist zwingend notwendig, um jederzeit einsatzbereit zu sein. Eine weitere wichtige Rolle spielt ebenso die persönliche Schutzausrüstung. Diese ist für Höhenretter unabdingbar und sorgt dafür, dass auch in riskanten Situationen größtmöglicher Schutz geboten ist.

Von Helmen über spezielle Handschuhe bis hin zur Höhenrettung Bekleidung: Es ist stets darauf zu achten, dass alle Kleidungsstücke robust, bequem und vor allem praktisch und funktional sind. Insbesondere die Bekleidung sollte den körperlichen Anforderungen gerecht werden und maximale Bewegungsfreiheit bieten, ohne den Träger zu behindern. Schließlich kann ein zu enger Anzug oder eine schlecht verarbeitete Jacke im Ernstfall lebensgefährlich sein.

Psychische und körperliche Belastungen

Neben der technischen Ausrüstung ist auch die mentale und körperliche Vorbereitung auf Einsätze der Höhenretter eine zentrale Herausforderung. Diese Arbeit ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern verlangt auch eine extrem hohe Belastbarkeit und Selbstbeherrschung. Schwindelfrei zu sein und eine hohe Frustrationstoleranz zu haben, sind genau wie Umgang mit Stress Grundvoraussetzungen für den Beruf.

In psychischen Belastungssituationen spielt das sogenannte „Coping“ eine Rolle. Dies beschreibt die Fähigkeit, mit Stressfaktoren und gefährlichen Situationen ruhig und besonnen umzugehen. Höhenretter lernen mit Hilfe bestimmter Trainings, ihre Nerven im Griff zu behalten und trotz Adrenalin klare Entscheidungen zu treffen.

Dies wird durch regelmäßige Übung und Simulation gefährlicher Szenarien gewährleistet. Nur so kann man gewährleisten, dass sich die Höhenretter bei einem tatsächlichen Einsatz richtig verhalten und keine überflüssigen Risiken eingehen.

Teamwork und Vertrauen

Zu Höhenrettung gehört auch immer Teamarbeit und Teamfähigkeit. Möchte man den Job gut ausführen, muss man nicht nur körperlich fit und technisch versiert sein, sondern es muss auch ein starkes Vertrauen innerhalb des Teams herrschen. Ein Einsatz kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und sich komplett aufeinander verlassen können.

Gerade bei schwierigen Rettungsaktionen ist eine klare Rollenverteilung und die Kommunikation im Team entscheidend. Die Herausforderungen der Höhe und die psychische Belastung sind nur dann zu meistern, wenn das Team wie eine Einheit funktioniert. Auch dies wird mit regelmäßigen Übungen trainiert, um den Ernstfall bestmöglich vorzubereiten.

Ständige Weiterentwicklung und Anpassung

Die Technik in der Höhenrettung entwickelt sich immerzu weiter, was auch für die Retter selbst eine ständige Weiterbildung bedeutet. Hierzu gehören neue Technologien, Materialien und Verfahren, die regelmäßig Veränderungen mit sich bringen.

Wer also in diesem Beruf erfolgreich sein möchte, muss bereit sein, immer am Puls der Zeit zu bleiben und sich auf dem neuesten Stand zu halten. Vor allem die moderne Höhenrettung ist nicht nur körperlich und technisch anspruchsvoll, sondern auch ein Bereich, in dem man sich kontinuierlich weiterbilden muss, um in kritischen Situationen die bestmögliche Hilfe leisten zu können.

Höhenrettung stellt schließlich höchste Ansprüche an die körperliche Fitness, die mentale Stärke und das technische “Know-how” der Retter. Nur durch die Kombination aus sorgfältiger Vorbereitung, gutem Zusammenhalt im Team und einem hohen Maß an Disziplin kann man die Risiken eines solchen Einsatzes minimieren und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten.

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Euroleague
Griechenland: Fans verurteilen Israels Genozid

Athen – Fans von Panathinaikos entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt den Völkermord. Freiheit für Palästina“, als ihre Mannschaft in der Basketball-Euroleague in Athen gegen Maccabi Tel Aviv antrat. Aufnahmen des Journalisten Giorgos Solaris zeigen, wie die Fans das Transparent halten und palästinensische Flaggen schwenken. Das Spiel der 9. Runde der EuroLeague zwischen Panathinaikos AKTOR Athen und Maccabi Playtika Tel Aviv endete mit einem 93:87 zugunsten der griechischen Mannschaft. Griechenland hatte die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Spiel erhöht, nachdem Fußballfans von Maccabi Tel Aviv letzte Woche in Amsterdam randaliert , arabische Taxifahrer angegriffen, Privateigentum beschädigt und rassistische Parolen skandiert hatten. Seit einem Angriff der palästinensischen Widerstandsgruppe Hamas im Oktober 2023 hat Israel seine verheerende Offensive auf den Gazastreifen fortgesetzt, obwohl der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution einen sofortigen Waffenstillstand gefordert hatte. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden wurden seither im Gazastreifen fast 43 700 Menschen getötet, vor allem Frauen und Kinder, und über 103 000 verletzt. Im Libanon gab es nach Angaben der libanesischen Gesundheitsbehörden fast 3 300 Tote, über 14 200 Verletzte und mehr als 1 Million Vertriebene infolge der israelischen Angriffe. Wegen seines tödlichen Krieges gegen den Gazastreifen muss sich Israel außerdem vor dem Internationalen Gerichtshof wegen Völkermordes verantworten.

MPT-76
Kamerunische Spezialeinheit mit türkischem Sturmgewehr ausgestattet

Jaunde – Das türkische Sturmgewehr MPT-76 gehört zu den besten Schnellfeuerwaffen der Welt. Als bisher einziges Sturmgewehr hat sie insgesamt 42 Natotests und weitere acht Tests bestanden. Dabei seien laut Militärkreisen 1,1 Millionen Patronen verschossen worden. Nach Albanien, Libyen, Somalia, Aserbaidschan und Nordzypern hat nun auch der westafrikanische Staat Kamerun die Waffe in seinen Bestand aufgenommen und seine Spezialeinheit – die Rapid Intervention Battalion (BIR) – damit ausgestattet. Die BIR präsentierte das Gewehr erstmals letztes Jahr während einer Parade im Mai anlässlich der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag des Landes, berichtet Military Africa. Die MPT-76-Sturmgewehre sollen die Aufstandsbekämpfung in Kamerun verstärken, wo die Regierung seit über sieben Jahren gegen separatistische Rebellen kämpft. In den unruhigen Regionen, in denen die Separatisten eine Guerillakampagne zur Ausrufung der Unabhängigkeit gestartet haben, kommt es häufig zu Zusammenstößen.

MPT-76

Mit dem Ziel das Standardgewehr der türkischen Armee, das vom deutschen Hersteller Heckler & Koch (HK) entwickelte Modell G-3, zu ersetzen, begann die staatliche Waffenschmiede MKEK in Kooperation mit dem Waffenhersteller Sarsilmaz Sanayi 2015 mit der Produktion des MPT-76 in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale. Sarsilmaz Silah Sanayi ist offizieller Pistolenlieferant der Polizei und Streitkräfte des Landes und ist ebenfalls als Subunternehmer in der Flugzeugindustrie tätig. MPT bedeutet auf Türkisch (Millî Piyade Tüfeği) „Nationales Infanteriegewehr“. Das Gewehr zeichnet sich durch eine effektive Schussreichweite von bis zu 600 Metern aus. Es kann 700 Schuss pro Minute mit einer Mündungsgeschwindigkeit von fast 800 Metern pro Sekunde abfeuern. Es hat das Kaliber 7,62×51 mm für NATO-Munition.

Amsterdem-Ausschreitungen
Jüdische Sprecherin Anna Joseph verurteilt israelische Fußballfans

Amsterdam – Israelische Fangruppen waren für die gewalttätigen Ausschreitungen letzte Woche während des UEFA-Europa-League-Spiels Ajax-Maccabi Tel Aviv in Amsterdam verantwortlich, so Anna Joseph, ein führendes Mitglied von Erev Rav, einem antizionistischen jüdischen Kollektiv in den Niederlanden. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu stellte Joseph klar, dass Israel und das Judentum unterschiedliche Konzepte sind. Sie erklärte, dass Israel zwar ein Staat mit mehreren Religionen und Ethnien ist, das Judentum aber eine Religion. Joseph betonte, dass es gefährlich sei, die beiden Begriffe zu vermischen, da dies sowohl für Juden als auch für diejenigen, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen, Risiken mit sich bringen könne. Joseph schilderte mehrere beunruhigende Vorfälle im Zusammenhang mit dem Spiel und sagte, israelische Maccabi-Fans hätten Vandalismus begangen und unter anderem eine palästinensische Flagge auf einem öffentlichen Platz heruntergerissen und verbrannt. Außerdem sollen diese Fans einen Taxifahrer angegriffen und rassistische und völkermörderische Lieder gesungen haben, während sie öffentliche Verkehrsmittel benutzten. Joseph zufolge fühlten sich Mitglieder der palästinensischen Gemeinschaft, Muslime und People of Color durch diese Aktionen unsicher. Sie wies darauf hin, dass diese Vorfälle der Regierung gemeldet worden waren, aber nichts unternommen wurde, um sie zu stoppen oder bei den beteiligten israelischen Fußballfans zu intervenieren. Joseph kritisierte auch die Reaktion der niederländischen Regierung auf die Situation und wies darauf hin, dass sie jegliche Gewalt gegen Israelis als „Antisemitismus“ bezeichnete und mit einem Pogrom verglich. Dieser Vergleich sei unzutreffend und unangemessen, denn es habe sich nicht um ein Pogrom gehandelt. Joseph zeigte sich enttäuscht über die Art und Weise, wie die Regierung die Ereignisse darstellte und wies darauf hin, dass die zugrunde liegenden Probleme nicht angegangen wurden Darüber hinaus äußerte Joseph ihre Frustration über die langsame Reaktion der niederländischen Polizei auf die Gewalt. Trotz der Schwere der Vorfälle habe die Polizei nicht schnell genug gehandelt, um die Unruhen zu verhindern oder die Betroffenen zu schützen, insbesondere die Mitglieder der palästinensischen und muslimischen Gemeinschaften.

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SKY News hat allem Anschein nach einen Tweet über Fußballfans aus Israel gelöscht, die rassistische Parolen skandierten, bevor sie in Amsterdam angegriffen wurden.

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DOGE
Nach Trump-Sieg: Elon Musk trifft sich bereits mit Iranern

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Washington – US-Milliardär Elon Musk, der ein Berater des designierten US-Präsidenten Donald Trump ist, traf sich am Montag mit dem iranischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, wie die New York Times am Donnerstag berichtete. Unter Berufung auf zwei iranische Beamte berichtete die Zeitung, dass bei dem Treffen erörtert wurde, wie die Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten entschärft werden könnten. Musk hatte bereits in der vergangenen Woche „talentierte Iraner“ gelobt, die nach Amerika eingewandert sind. „Amerika hat von einem Zustrom sehr talentierter Iraner profitiert“, sagte Elon Musk am Samstag in einem Beitrag auf X, der Plattform, die er im Oktober 2022 für 44 Milliarden Dollar erworben hatte. „Abteilung für Regierungseffizienz“ Trump hat nach seinem Wahlsieg angekündigt, Musk zum Leiter einer neu geschaffenen „Abteilung für Regierungseffizienz“ (Department of Government Efficiency) zu ernennen. In dieser Position soll Musk Maßnahmen zur Reduzierung von Staatsausgaben entwickeln und umsetzen.

Gaza-Krieg
Ben & Jerry’s verklagt Unilever wegen Haltung zu Palästina

Burlington – Ben & Jerry’s hat rechtliche Schritte gegen Unilever eingeleitet und beschuldigt den Mutterkonzern, die Eismarke daran zu hindern, öffentliche Erklärungen zur Unterstützung Palästinas im Gaza-Konflikt abzugeben. In der am Mittwoch eingereichten Klage wird auch behauptet, dass Unilever damit gedroht hat, den Vorstand des Unternehmens aufzulösen und die Direktoren wegen dieser Angelegenheit zu verklagen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Beziehungen zwischen Ben & Jerry’s und Unilever wegen des israelisch-palästinensischen Konflikts eine frostige Wendung genommen haben. Der Speiseeishersteller verklagte seine Muttergesellschaft im Jahr 2021, weil sie ihr Geschäft in Israel an einen dortigen Lizenznehmer verkauft hatte. Damit wurde die Vermarktung und der Verkauf in Siedlungen im Westjordanland fortgesetzt, nachdem Ben & Jerry’s den Verkauf seines Speiseeises dort mit der Begründung eingestellt hatte, dass dies nicht mit den Werten des Unternehmens vereinbar sei. In der neuen Klage wird behauptet, Unilever habe gegen die Vereinbarung verstoßen, „die Hauptverantwortung des unabhängigen Vorstands von Ben & Jerry’s für die soziale Mission von Ben & Jerry’s zu respektieren und anzuerkennen“:
„Ben & Jerry’s hat bei vier Gelegenheiten versucht, sich öffentlich für Frieden und Menschenrechte einzusetzen.“
Ben & Jerry’s sagte in der Klage, dass es versucht habe, einen Waffenstillstand zu fordern und sowohl die sichere Reise palästinensischer Flüchtlinge nach Großbritannien zu unterstützen, als auch Studenten zu unterstützen, die an US-Hochschulen gegen den Tod von Zivilisten in Gaza protestierten. Der Speiseeishersteller habe sich auch für eine Einstellung der US-Militärhilfe für Israel eingesetzt. „Unilever hat jede dieser Bemühungen zum Schweigen gebracht“, so Ben & Jerry’s.

Syrien
Tote nach israelischen Angriffen in Damaskus

Damaskus – Israel hat erneut Ziele in der syrischen Hauptstadt Damaskus bombardiert und nach syrischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet. „Der israelische Feind hat einen Luftangriff aus Richtung der besetzten syrischen Golanhöhen gestartet und dabei Wohnhäuser im Damaszener Stadtteil Mazzeh und in der Gegend von Qudssaya im Umland von Damaskus angegriffen, wobei 15 Menschen getötet und 16 weitere verletzt wurden“, berichteten die staatlichen syrischen Medien am Donnerstag und fügten hinzu, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte. Unter den Opfern des Anschlags waren auch Frauen und Kinder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Die Nachrichtenagentur meldete, die syrische Luftabwehr habe auch ein „feindliches Geschoss“ in Homs in Zentralsyrien abgefangen. Das israelische Militär teilte mit, es habe Infrastrukturanlagen und Kommandozentralen der militanten Gruppe Islamischer Dschihad in Syrien getroffen und „der Kommandozentrale der Terrororganisation und ihren Aktivisten erheblichen Schaden zugefügt“. Israel, das sich nur selten zu Militäroperationen äußert, führt seit 2011 Luftangriffe in Syrien durch, die sich auf iranische und syrische Streitkräfte sowie Ziele der Hisbollah konzentrieren. Am 5. November erklärte die israelische Armee, ihre Kampfjets hätten Waffenlager der Hisbollah in der Stadt Al-Qusayr im Westen Syriens angegriffen. Libanon Nach Angaben der staatlichen libanesischen Medien hat ein israelischer Luftangriff am Donnerstag ein Gebäude in der ostlibanesischen Stadt Baalbek getroffen, wobei mindestens neun Menschen getötet und fünf weitere verletzt wurden. Der Angriff auf Baalbek erfolgte ohne Vorwarnung. Das israelische Militär gab nicht sofort einen Kommentar ab, und das Ziel war nicht klar. Israelische Kampfflugzeuge verstärkten am Donnerstag ihre Luftangriffe auf verschiedene Gebiete im Süd- und Ostlibanon, darunter die Außenbezirke der südlichen Hafenstadt Tyrus und der Provinz Nabatieh, wie die Nationale Nachrichtenagentur berichtete. Im Laufe des Tages wurden sporadische Luftangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut geflogen, womit die Angriffe auf dieses Gebiet in den letzten zwei Tagen deutlich zugenommen haben. Die israelische Armee gab Evakuierungswarnungen für mehrere Orte und Gebäude in den Vororten heraus. Das israelische Militär erklärte, es habe Ziele der Hisbollah in der Gegend von Dahiyeh angegriffen, darunter Waffenlager und Kommandozentralen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn des Krieges am 8. Oktober 2023 im Libanon 3.365 Menschen getötet und 14.344 verwundet. Fast 1,2 Millionen Menschen sind vertrieben worden.

Brasilien
Israelischer Tourist bezeichnet Gepäckträger als Affen – Festnahme

Salvador – Ein Tourist aus Israel wurde in Brasilien verhaftet, nachdem er zwei schwarze Arbeiter als „Affen“ bezeichnet hatte. Als er von ebenfalls schwarzen Polizeibeamten verhaftet wurde, versuchte der Israeli, die Beamten zu bestechen, berichtet die brasilianische Tageszeitung Pragmatismo Politico. Bei seiner Abführung durch die Polizei jubelten die Umstehenden. Das Vergehen wurde auf Video aufgezeichnet und löste bei Zeugen und im Internet Empörung aus: „Er sollte so behandelt werden, wie sie die Palästinenser behandeln. Freiheitsentzug ohne Essen und Wasser“, so ein Kommentar. Die Beteiligten wurden auf dem Polizeirevier vernommen, und es wurde ein Haftbefehl wegen rassistischer Beleidigung und aktiver Bestechung ausgestellt, wobei keine Kaution gestellt wurde. Der Israeli wurde von den Behörden nicht namentlich genannt. Er wurde einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unterzogen und steht dem Gericht weiterhin zur Verfügung. „Dieser Mann sollte so behandelt werden, wie sie die Palästinenser behandeln. Gefangenschaft ohne Essen und Wasser“, schrieb ein Nutzer. „Ein Bürger der israelischen Diktatur ist es gewohnt, zu morden, zu töten und Verbrechen zu begehen! Glückwunsch an die brasilianischen Behörden“, kommentierte ein anderer. Ein weiterer schrieb: „Israelische Touristen sind die nervigsten Drecksäcke der Welt. Vor ein paar Jahren wäre ich auf den Andamanen fast in eine Schlägerei mit ihnen geraten. Ihr Gefühl von Anspruch und Überlegenheit ist schockierend, wenn man sie persönlich erlebt.“