Österreich
Wien: Schussattentat auf Firma von Türken

Wien (nex) – Der mysteriöse Anschlag spielte sich offenbar in der Nacht auf Samstag in Favoriten ab. Als eine Mitarbeiterin der türkischen Firma für Bio-Drogerieprodukte Freitagabend heimging, war alles an der Eingangstür heil gewesen. Das berichtet das Onlineportal der Tageszeitung „Österreich„.
Samstagmorgen habe die Ehefrau des Firmen-Chefs Löcher in den Fensterscheiben entdeckt, diese aber zu dem Zeitpunkt noch nicht für Einschusslöcher gehalten. Trotzdem habe ihr Ehemann die Polizei gerufen. „Ich hab die Polizei gerufen, die haben sich die Sache angeschaut“, so der Firmeninhaber gegenüber „Österreich“. Die Beamten hätten den Vorfall als „Sachbeschädigung“ aufgenommen. mehr hinter den fünf gezählten Löchern in den Türen und einer Oberlichte steckte: „Als die Scheiben abgingen, fanden wir Teile von Projektilen aus Messing oder Blei“, zitiert „Österreich“ Y. weiter. Auch Sükrü Y. habe erst im laufe des Wochenendes bemerkt, dass mehr hinter den fünf gezählten Löchern in den Türen und einer Oberlichte steckte: „Als die Scheiben abgingen, fanden wir Teile von Projektilen aus Messing oder Blei“, so Y gegenüber „Österreich“. Die Familie habe die Beweise gesichert und am Sonntag habe das Landesamt für Verfassungsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Ein politischer Hintergrund werde nicht ausgeschlossen.

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Türkei
Nach „Mordaufruf“: Erdogan reicht Beschwerde gegen Ex-Diplomaten Defarges ein

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Ankara (nex) – Der türkische Staatpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Beschwerde gegen den ehemaligen französischen Diplomaten Philippe Moreau Defarges eingereicht. Der renommierte Politologe hatte am vergangenen Samstag im französischen TV-Sender BFM die Aussage gemacht, dass nach dem Verfassungsreferendum, das Erdogans Befugnisse erheblich ausweite, für die Türkei zwei Optionen blieben – die Ermordung Erdogans oder ein Bürgerkrieg. Die Staatsanwaltschaft von Ankara habe, wie es Juristenkreisen heißt, die Ermittlungen „wegen Aufrufs zur Ermordung des Präsidenten“ eingeleitet. Aus Präsidialamtskreisen wurde bekannt, dass Erdogans Anwalt Hüseyin Aydin am heutigen Morgen eine vierseitige Strafanzeige gegen Defarges „wegen versuchten Anschlags und Angriffs“ bei der Staatsanwaltschaft gestellt habe. „In Anbetracht der Tatsache, dass Terrorgruppen, die in vielen europäischen Ländern aufgenommen werden und all der Aufrufe zur Ermordung unseres Präsidenten, die es dort gegeben hat, ist es offensichtlich, dass die Äußerungen des Verdächtigen nicht nur von einer einfachen Meinung weit entfernt sind, sondern sogar eine Hetze darstellen“, heiße es in der Strafanzeige. Vor dem Verfassungsreferendum vom 16. April fanden in einigen europäischen Städten Demonstrationen zugunsten von Terrororganisationen wie der PKK statt. Auf einer davon im schweizerischen Bern wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Kill Erdogan“ gezeigt, auf dem der Kopf des türkischen Präsidenten sowie eine auf diesen gerichtete Pistole zu sehen war. Defarges, der zurzeit als Forscher am Französischen Institut für Internationale Beziehungen tätig ist, hat sich am gestrigen Sonntag nach einer großen Welle der Empörung für seine kontroversen Aussagen entschuldigt, die unangebracht gewesen seien, und seine Traurigkeit zum Ausdruck gebracht. Auch in den sozialen Medien sowie bei den französischen Behörden gingen viele Beschwerden ein.

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Wirtschaft
117-Millionen US-Dollar: Türkisches Unternehmen plant Großinvestition im Kosovo

Pristina (nex/eurasia) – Das türkische Bergbau-Unternehmen Esan plant, 43 Millionen US-Dollar in die Exploration und Gewinnung von Blei, Zink, Silber und Gold im Kosovo zu investieren. Das teilte das Wirtschaftsentwicklungsministerium von Kosovo Anfang April mit. Das Investitionsprojekt wird 410 Arbeitsplätze im Kosovo schaffen, geht aus einer Stellungnahme des Ministeriums unter Berufung auf das türkische Unternehmen hervor. Laut dem in Pristina ansässigen Nachrichtenportal Ekonomia Online sagten Esan-Vertreter, dass die Investitionen eine Höhe von 117 Millionen US-Dollar erreichen könnten, sollten die Reserven vor Ort 20.000 Tonnen überschreiten. Esan ist seit 2010 im Kosovo präsent. 2015 und 2016 operierte das Unternehmen in Prapashtica und Bellagica. Heute ist es an den Regionen Karaqa und Gumnishta im Norden des Landes interessiert. Auch Bresalci im Osten der Balkan-Republik liegt im Fokus. Das Unternehmen erwartet, Blei, Zink und Silber in Gumnishta zu finden. Gold und Blei werden in Bresalci erwartet. „Wir haben zwei Explorationslizenzen und planen die Exploration in drei weiteren Zonen zu beginnen“, sagte Esan-Vorsitzende Serpil Demirel. Esan, das 1942 gegründet wurde, hat seinen Sitz in Istanbul. Es ist einer der führenden Hersteller und Exporteure von Feldspat, Quarz, Kaolin, Bentonit, Halloysit, Zink und Bleikonzentrat in der Türkei. In Anatolien betreibt das Unternehmen neun Minen. Vergangenes Jahr fuhr Esan Mineralprodukte im Wert von über 200 Millionen US-Dollar aus.

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Europaleague
Gelsenkirchener Polizei sucht Niederländische Fußball-Rowdys

Gelsenkirchen (nex) – Am 20.04.2017, gegen 17:45 Uhr, kam es im Vorfeld des Viertelfinalrückspiels in der Europaleague, zwischen dem FC Schalke 04 und Ajax Amsterdam, zu einem Zwischenfall in der Gelsenkirchener Innenstadt. Vor dem Lokal “ Flashpub“, in der Straße „Alter Markt“, randalierten Anhänger der niederländischen Mannschaft, heißt es in einer Polizeimitteilung. Dabei hätten sie unter anderem mit dem Mobiliar und den Gläsern der Gaststätte geworfen. Die Gelsenkirchener Polizei sucht nun, insbesondere zur Identifizierung der Täter, nach Zeugen dieses Vorfalls, die sachdienliche Angaben zum Tageschehen und zu den Tätern machen können oder diese Szenen sogar mit Ihren Smartphones aufgezeichnet haben. Sachdienliche Hinweise an die Polizei bitte unter den Rufnummern 0209/365-5120 oder – 2160.

Fremdenfeindlichkeit
Berlin: Gruppe schlägt Türken zusammen

Berlin (nex) – Eine Gruppe von drei bis vier Personen hat am Samstagabend in Berlin Hellersdorf einen 24-jährigen türkischen Staatsbürger attackiert und geschlagen. Das berichtet die „Morgenpost“ unter Berufung auf eine Polizeimitteilung.

Demnach stand der 24-Jährige Türke gegen 18 Uhr auf dem Gehweg der Neuen Grottkauer Straße, als er von der Gruppe zunächst fremdenfeindlich beleidigt wurde. Als der Mann über sein Handy die Polizei alarmieren wollte, habe einer der Männer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Durch die Wucht des Schlages sei der 24-Jährige gestürzt, woraufhin die Unbekannten ihn auf dem Gehweg liegend traten. Anschließend sei die Gruppe unerkannt geflüchtet. Der Angegriffene habe leichte Verletzungen erlitten, die zunächst nicht behandelt werden mussten, heißt es in der Meldung der „Morgenpost“ weiter. Der Polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.

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Flüchtlingspolitik
Wohlfahrtsverband fordert Annullierung von Abschiebeflügen nach Afghanistan

 
Berlin (nex) – Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert den für heute geplanten Sammelabschiebeflug von München nach Kabul und fordert dessen Annullierung. Afghanistan sei nach wie vor kein sicheres Herkunftsland. Vielmehr verschlechtere sich die Sicherheitslage dort drastisch, weshalb der Paritätische seine Forderung nach einem Abschiebestopp bekräftigt. Erst vergangenen Freitag sind bei einem Anschlag auf das Hauptquartier der afghanischen Armee in Masar-i-Scharif 140 Menschen getötet worden. „Dieses Ereignis verdeutlicht, dass Afghanistan weiterhin ein Kriegs- und Krisengebiet ist, in das keine Menschen abgeschoben werden dürfen“, sagt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Die Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Grüne vom 20. April macht deutlich, dass die Bundesregierung Geflüchtete auch in besonders unsichere Krisenregionen wie Masar-i-Scharif abschiebt. „Diesem inhumanen und grob fahrlässigen Verfahren muss sofort ein Ende gesetzt werden“, betont Schneider. Aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen geht auch hervor, dass die Übermittlung wichtiger medizinischer Daten an die afghanischen Behörden nicht sichergestellt ist. Das hatte zum Beispiel zur Folge, dass ein Afghane aufgrund seines katastrophalen gesundheitlichen Zustandes vom afghanischen Flüchtlingsministerium wieder zurück geschickt wurde. „Bei der Rückkehr muss die Sicherheit und Würde des einzelnen garantiert werden“, fordert Schneider. Dazu gehöre, dass niemand in Länder zurückgeführt werden dürfe, in denen Bürgerkrieg herrsche oder sonstige Gefahren für Leib und Leben der Rückkehrenden bestünden. Generell gelte: „Abschiebung darf nur das letzte Mittel sein“, so Schneider.

Ausland
Syrien: Türkei kündigt Wiederaufbau von über 60 im Krieg zerstörten Moscheen an

Ankara (nex) – Das türkische Präsidium für Religionsangelegenheiten, Diyanet, plant den Wiederaufbau Dutzender Moschee in Syrien, die im noch immer andauernden Krieg schwer beschädigt wurden. Dies kündigte der Generaldirektor der Diyanet-Stiftung Türkei, Mustafa Tutkun, am gestrigen Sonntag an. Tutkun erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärt, dass die staatliche Organisation in Zusammenarbeit mit dem Ministerpräsidium den Bau und die Renovierung von 66 Moscheen plane. Die Projekte würden an Orten durchgeführt, die im Zuge der von der Türkei angeführten Militäroperation Schutzschild Euphrat von Terroristen befreit worden seien. Dazu gehörten unter anderem die Städte Cobanbey, Azaz sowie Dscharablus im Gouvernement Aleppo, so der Stiftungsvorsitzende weiter. Einige Moscheen seien bereits renoviert und wiedereröffnet worden:
„Wir haben die Renovierungen der Kebir-, Nur- und Hassan-Moscheen in Dscharablus beendet und der Öffentlichkeit für Gottesdienste wieder zugänglich gemacht.“
Des Weiteren habe seine Organisation in Zusammenarbeit mit dem Präsidium für Religionsangelegenheiten auch im Osten und Südosten der Türkei insgesamt 127 von der Terrororganisation PKK beschädigte Moscheen renoviert und wiedereröffnet, betonte Tutkun. Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen. Seitdem wurden Hunderttausende Menschen getötet und Millionen vertrieben.

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Völkermord
Evangelische Kirche bittet Nachfahren des Völkermords an Herero um Vergebung

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Hannover (nex) – Mit einem Schuldbekenntnis und der Bitte um Vergebung hat sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an die Nachfahren der Opfer des – aus Sicht der meisten Historikerinnen und Historiker – ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts gewendet. „Als Nachfolgeinstitution des einstigen Evangelischen Preußischen Oberkirchenrats, der seinerzeit im Auftrag aller deutschen evangelischen Landeskirchen handelte, bekennen wir uns als Evangelische Kirche in Deutschland heute ausdrücklich gegenüber dem gesamten namibischen Volk und vor Gott zu dieser Schuld“, heißt es in einer heute unter dem Bibelwort „Vergib uns unsere Schuld (Matthäus 6,12)“ veröffentlichten EKD-Erklärung.
„Wir bitten die Nachfahren der Opfer und alle, deren Vorfahren unter der Ausübung der deutschen Kolonialherrschaft gelitten haben, wegen des verübten Unrechts und zugefügten Leids aus tiefstem Herzen um Vergebung.“
In dem vom Rat der EKD verabschiedeten Dokument stellt sich die evangelische Kirche ausdrücklich ihrer historischen Mitverantwortung für die zwischen 1884 und 1915 im heutigen Namibia begangenen Gräueltaten. Zwar hätten, soweit dies aus Quellen ersichtlich sei, die nach Südwestafrika entsandten deutschen evangelischen Pfarrer nicht selbst direkt zu den Massentötungen aufgerufen, durch die theologische Rechtfertigung von imperialem Machtanspruch und kolonialer Herrschaft sowie durch einen tief sitzenden Rassismus hätten sie aber den Boden bereitet für den Tod vieler Tausender Angehöriger der namibischen Volksgruppen in den Kriegshandlungen und Konzentrationslagern. „Dies ist eine große Schuld und durch nichts zu rechtfertigen.“ „Wir sind uns der Lasten bewusst, die die Nachkommen von Opfern und Tätern bis heute mit sich tragen“, erläutert die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Auch die jetzige Erklärung könne das damalige Unrecht keinesfalls ungeschehen machen. Sie sei jedoch Ausdruck der bleibenden historischen und ethischen Verpflichtung der EKD, gemeinsam mit den Nachfahren der Opfer das Gedenken an die Opfer wachzuhalten, für die Anerkennung des Genozids einzutreten und an der Überwindung des damaligen Unrechts zu arbeiten. „Wir müssen uns an die Zeit des Kolonialismus erinnern, aber wir brauchen dazu den Geist der Versöhnung.“ Die könne aber nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen sich gegenseitig die Hand reichen, so Petra Bosse-Huber. Mit ihrer heute veröffentlichen Erklärung begrüßt die EKD ausdrücklich den von der namibischen und deutschen Regierung begonnenen Weg der Verhandlungen und bittet darum, diesen fortzusetzen. Der EKD-Erklärung vorangegangen war ein zweiteiliger Studienprozess (2007 – 2015) zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Rolle der Kirche und Missionswerke während der Kolonial- und Apartheidzeit. Am ersten Prozess in den Jahren 2007 bis 2011 waren insgesamt 13 Kirchen und Missionswerke in Deutschland und Namibia beteiligt. Die Ergebnisse wurden 2011 in einer Dokumentation mit dem Titel „Deutsche Evangelische Kirche im kolonialen südlichen Afrika“ im Harrassowitz Verlag Wiesbaden veröffentlicht.

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Kühlgeräterecycling
Deutsche Umwelthilfe: Ministerin Hendricks für Klimabelastung verantwortlich

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Berlin (ots) – Falsch entsorgte Kühlschränke heizen massiv den Klimawandel an – Umweltministerin Hendricks ist aufgrund unzureichender Vorgaben beim Kühlgeräterecycling für eine vermeidbare Klimabelastung von bis zu einer Million Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr verantwortlich – Deutsche Umwelthilfe fordert vollständige Übernahme vorbildlicher europäischer Entsorgungsstandards in deutsche Regelwerke. Deutschland gilt weltweit als Vorbild in Sachen Recycling. Bei der Verwertung alter Kühlgeräte entspricht die Entsorgungssituation allerdings dem eines EU-Entwicklungslandes. Noch besorgniserregender ist, dass Umweltministerin Barbara Hendricks bei der aktuellen Überarbeitung der Regeln für die Kühlgeräteentsorgung nicht genug tut, um etwas an diesem Zustand zu ändern. Durch ihre Blockadehaltung bei der vollständigen Übernahme vorbildlicher europäischer Entsorgungsstandards für Kühlgeräte ist sie verantwortlich für die jährliche Belastung des Klimas mit bis zu einer Million Tonnen CO2-Äquivalenten. Die Klimaprobleme entstehen durch einen Stoff, der eigentlich schon seit 1995 verboten ist: Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW). Das als Kälte- und Treibmittel in Kühlschränken eingesetzte Treibhausgas ist je nach Verbindung bis zu 10.700 Mal klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid. Werden Kühlgeräte unsachgemäß entsorgt, dann entweichen die Gase in die Atmosphäre und belasten viele Jahre lang das Klima und die Ozonschicht. Das bisherige Regelwerk zum Schadstoffausstoß von industriellen Anlagen – die „Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft)- ist veraltet, beinhaltet große Spielräume für Entsorgungsunternehmen zum Betrügen und wird momentan novelliert. Deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) von Umweltministerin Hendricks das Klimaproblem bei der Entsorgung alter Kühlgeräte endlich zu lösen und die fortschrittlichen europäischen Mindeststandards EN 50625-2-3 und TS 50625-3-4 vollständig in die TA Luft zu überführen. „Ministerin Hendricks muss die katastrophalen Zustände bei der Kühlschrankentsorgung endlich ernst nehmen. Mit umgerechnet bis zu einer Million Tonnen CO2 jährlich trägt die Entsorgung alter Kühlschränke überproportional zum Klimawandel bei. Wenn Deutschland die eigenen Klimaschutzziele bis 2020 wirklich erreichen will, muss die Kühlschrankentsorgung an viel geeignetere europäische Entsorgungsstandards angepasst werden“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er verweist auf Länder wie Frankreich, Niederlande, Luxemburg, Irland, Österreich und die Schweiz, die beispielgebende und wirksame europäische Mindeststandards gesetzlich festgelegt oder über ihre nationalen Rücknahmesysteme verbindlich vorgegeben haben. Nach Einschätzung der DUH wird es mit dem aktuell vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Entwurf der TA Luft nicht gelingen, den vermeidbaren Ausstoß von Treibhausgasemissionen durch ein unsachgemäßes Kühlgeräterecycling drastisch zu reduzieren. Zwar wurden im aktuellen Entwurf der TA-Luft einzelne Elemente aus den vorbildlichen Entsorgungsnormen EN50625-2-3 und TS 50625-3-4 übernommen, allerdings auch Dinge weggelassen, die von entscheidender Bedeutung sind. „Es wird in der TA Luft nicht festgelegt, dass die Betriebsbedingungen während eines Anlagentests denen der täglichen Praxis entsprechen müssen. Das eröffnet ohne Not große Spielräume für Betrügereien. Besonders problematisch ist auch die Prüfung festgelegter Standards durch einen sehr eingeschränkten Kreis an Auditoren. Es ist fraglich, wie viele der zur Kontrolle vorgesehenen Stellen tatsächlich die Sachkenntnis haben, um die umfangreichen und anspruchsvollen Tests gemäß Normenvorgabe durchführen zu können“, sagt Thomas Fischer, Leiter der DUH-Kreislaufwirtschaft. Es muss sichergestellt werden, dass die in der TA Luft benannten Prüfer der jährlichen Leistungstests und Wochenbilanzen Erfahrung in der Überprüfung der Normen haben, um diese vollständig anwenden und mögliche Betrugsversuche wirksam unterbinden zu können. Anlagentests zur Kältemittelentnahme werden unverständlicherweise komplett ohne Anwendung vorbildlicher Normen ausgeführt. Grenz- und Zielwerte werden nicht exakt und stringent gemäß Normenvorgabe in die TA Luft übertragen. Im Gegenteil: es werden Spielräume für Restmengen von Klimagasen geschaffen, die in den entnommenen Isolierschäumen enthalten sein dürfen. Das ist aus Sicht der DUH jedoch unverantwortbar und widerspricht geltendem EU-Recht.

Fußball
Türkei: Tschechischer Ex-Bundesliga-Profi tot aufgefunden

Gaziantep (nex) – Der tschechische Fußballspieler Frantisek Rajtoral wurde nach einer Mitteilung der Polizei am gestrigen Sonntag tot in seinem Haus in der südosttürkischen Stadt Gaziantep aufgefunden. Der ehemalige Bundesliga-Profi wurde nur 31 Jahre alt. https://twitter.com/GaziantepsporSK/status/856260468478013440

Frantisek, der im tschechischen Nationalteam und dem türkischen Erstligisten Gaziantepspor spielte, sei am Morgen nicht zum Training erschienen, sagte der Mannschaftstrainer Ibrahim Kizil gegenüber den Medien.

Die besorgten Kollegen und Verantwortluche des Fußballclubs machten sich auf den Weg zu Frantiseks Haus, wo zwar Licht zu sehrn war, sie jedoch vor verschlossenen Türen standen und die Polizei alarmierten, so Kizil weiter.

Die Polizei fand den jungen Mann erhängt vor.

Erste Hinweise deuteten Medienberichten zufolge auf einen Selbstmord hin, die Ermittlungen seien angelaufen.

Clubkapitän Elyasa Sume teilte mit, dass sie einen geliebtes Mannschaftsmitglied verloren hätten.

Die traurige Nachricht verbreitete sich innerhalb der Fußball-Community sehr schnell. Von allen Seiten kamen Sympathiebekundungen. Auch Frantiseks ehemalige Mannschaft Viktoria Plzen meldete sich zu Wort:

„Franto, wir werden dich vermissen. Die Viktoria-Familie ist in Trauer“, twitterte das Team unter einem Foto des Fußballers.

Die UEFA brachte auf ihrer Homepage ihre Traurigkeit über Frantiseks Tod sowie ihr Beileid gegenüber der Familie zum Ausdruck.

Der 31-Jährige hatte sieben Jahre für Plzen gespielt und im vergangenen August zum Gaziantepspor gewechselt.