Blaulicht
Falschmeldungen: 62-jähriger Mülheimer nicht zu Tode geprügelt

Mülheim an der Ruhr (nex) – Entgegen anderslautender Meldungen in den sozialen Medien gibt es aktuell keinerlei Hinweise auf eine Straftat, der der heute an der Haltestelle Eichenberg verstorbene Mülheimer (62) zum Opfer gefallen sein könnte. Das geht aus einer Mitteilung der Essener Polizei hervor. Demnach hatten Passanten gegen 13 Uhr Polizei und Feuerwehr zu der Straßenbahnhaltestelle auf der Aktienstraße alarmiert. Ein Mann säße zusammengesackt auf der dortigen Bank. Reanimationsversuche der Rettungskräfte verliefen erfolglos. Es gibt aktuell keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden. Seit dem Nachmittag kursieren Falschmeldungen in den sozialen Medien. Insbesondere in einer Mülheimer Gruppe behauptet ein User, der Verstorbene sei beraubt und zu Tode geprügelt worden. Ob der Verfasser der falschen Behauptungen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden kann, prüft nun die Polizei.    

Rüstungsindustrie
Pakistanischer Kampfjet absolviert Testflug

Chengdu (nex) – Eine modifizierte Version des Mehrzweckkampfflugzeugs JF-17 Thunder – ein pakistanisch-chinesisches Gemeinschaftsprojekt – hat am gestrigen Freitag in der Hauptstadt Chengdu der Provinz Sichuan in Südwestchina ihren Jungfern- und Testflug absolviert. Dies hat die pakistanische Luftwaffe (PAF) mitgeteilt.

Der Zweisitzer JF-17B „tritt derzeit in die Testphase ein, was einen Meilenstein auf dem Weg zur Selbstversorgung bedeutet“, heißt es dazu in einer Erklärung der PAF.

Die Produktion der ersten JF-17B war von Pakistan und China bei einer gemeinsamen Zeremonie in der Chengdu Aerospace Corporation im vergangenen Jahr eingeleitet worden.

Das Kampfflugzeug, das zur  Stärkung der Operations- und Trainingsmöglichkeiten der PAF konzipiert worden sei, werde die Fortbildung der PAF-Kampfpiloten „in dieser einheimischen Kampfmaschine verbessern“, heißt es weiter.

Das Projekt ist Teil der Modernisierung der pakistanischen Flugzeugflotte, um im Wettbewerb mit der indischen Luftwaffe mithalten zu können, die mehr als 2.000 Luftfahrzeuge hat – die pakistanische verfügt lediglich über 920 Flugzeugen und Hubschraubern.

Pakistan ist bereits in Besitz von mehr als 80 JF-17, die erste ging 2009 in Betrieb.

Die einmotorigen Mehrzweckkampfjets wurden von Pakistan und China gemeinsam entwickelt. Die JF-17 kann eine Waffenlast von 3.630 Kilogramm laden, erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 2.200 Kilometer pro Stunde und hat einen Einsatzradius von 1.350 Kilometer.

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Landtagswahlen 2017
Bsirske: „Es ist erstaunlich, in welchem Ausmaße die Umfragewerte der Grünen gesunken sind“

Heilbronn (ots) – Verdi-Chef Frank Bsirske, selbst Grünen-Mitglied, äußert Kritik am Kurs der Grünen und fordert sie zum Umdenken auf. Bsirske sagte der „Heilbronner Stimme“: „Es ist erstaunlich, in welchem Ausmaße die Umfragewerte der Grünen gesunken sind. Möglicherweise korrespondiert dies damit, in welchem Ausmaß das Thema soziale Gerechtigkeit an Prominenz gewonnen hat.“ Bsirske fügte hinzu: „Die Grünen haben aus den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Bundestagswahl die Konsequenz gezogen, sich stark auf das Thema Ökologie zu fokussieren.“ Die Grünen sollten nun ihr Profil auf dem Gebiet der sozialen Gerechtigkeit „schärfen“. „Auch noch hin zur Landtagswahl in NRW, wo sie in Umfragen deutlich nachgelassen haben. Denn sie haben sozialpolitisch eine ganze Menge vorzuweisen.“ Bsirske: „Mit Martin Schulz ist jemand in den Vordergrund getreten, der das Feld der sozialen Gerechtigkeit glaubhafter vertritt als der Vorgänger-Kanzlerkandidat der SPD.“ Eine Wahlempfehlung seiner Gewerkschaft für Martin Schulz schließt Bsirske indes aus. Verdi habe noch nie eine Wahlempfehlung abgegeben und werde dies auch dieses Mal nicht tun: „Wir sind nicht der verlängerte Arm irgendeiner Partei.“

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Berlin
FDP: EU-Beitrittsprozess mit Türkei am Ende

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Bonn (ots) – Aus Sicht der Freien Demokraten sei klar, dass der Beitrittsprozess mit der Türkei am Ende sei. „Wir Freien Demokraten sagen aber nicht, dass wir der Türkei den Rücken zuwenden sollen, das wäre ganz falsch, sie ist ein Nato-Verbündeter. Aber das, was die Bundesregierung tut, nämlich immer noch weitere Kapitel eröffnen, das, was die Grünen vorschlagen, dass man trotzdem die Türkei in die Europäische Union aufnimmt, das ist nicht unsere Politik. Wir glauben, die Türkei kann der Europäischen Union nicht beitreten“, so Alexander Graf Lambsdorff beim FDP-Parteitag in Berlin. Auch auf den EU-Sondergipfel zum Brexit in Brüssel blickt Lambsdorff. Aus Sicht der Freien Demokraten müsse am Ende eine Art Partnerschaft mit Großbritannien stehen. „Das Land wird kein Mitglied mehr sein, es wird einige Privilegien verlieren, aber auch Großbritannien ist ein Nato-Alliierter, ein Freund und auch weiterhin ein wichtiger Markt“, sagte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments im phoenix-Interview. Dennoch werde an einigen Stellen Härte nötig sein. „Wenn die Briten die Niederlassungsfreiheit für ihr Land abschaffen wollen, dann können sie auch nicht die volle Warenverkehrs-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrsfreiheit erhalten, das ist vollkommen klar. Die vier Freiheiten des europäischen Binnenmarktes sind unteilbar“, sagte Lambsdorff.

Immaterielles Kulturerbe
Osmanisches Bogenschießen: Türkei wünscht Aufnahme in UNESCO-Liste

Istanbul (nex) – Die Türkei bemüht sich um die Aufnahme des Osmanischen Bogenschießens – eine alte Sportart, die in jüngster Zeit eine Renaissance erlebt – in die Repräsentative Liste der UNESCO des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Entstanden war diese Sportdisziplin aus den besonderen Fähigkeiten der Osmanen im Bogenschießen, die durch zahllose Siege bestätigt wurde. In den vergangenen Jahren wird das traditionelle Bogenschießen immer beliebter. Einer der Gründe, warum Bogenschießwettbewerbe, bei denen Repliken traditioneller osmanischer Bogen zum Einsatz kommen, einen Boom erleben, mag am neuentdeckten Interesse an Osmanischer Geschichte liegen. Die Stiftung für Bogenschießen, die sich für die Förderung dieser Sportdisziplin einsetzt, hat Medienberichten zufolge am gestrigen Freitag eine Pressekonferenz in Istanbul abgehalten. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Nabi Avci, der ebenfalls anwesend war, teilte mit, dass sein Ministerium die Nominierung im kommenden Jahr bei der UNESCO einreichen werde. Bilal Erdogan, der Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, ist ebenfalls für sein Interesse am Bogenschießen bekannt und wirkt im Stiftungsvorstand mit. Die Aufnahme des Bogenschießens in die UNESCO-Liste werde die Stiftung in ihren Bemühungen unterstützen, das Osmanische Bogenschießen international zu fördern und mehr Bogenschützen als Vertreter der Türkei zu internationalen Wettbewerben zu schicken. „Wir haben die große Aufgabe, jüngere Generationen in die Kunst des Bogenschießens einzuführen und unser traditionelles Bogenschießen in anderen Ländern bekannt zu machen“, betonte Bilal Erdogan und ergänzte: „Bei Aufnahme in die UNESCO-Liste wird das traditionelle Bogenschießen seinen Platz in der Geschichte einnehmen“, so Erdogan gegenüber Medien.

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Albanien
Tirana: Meta zum siebten Präsidenten Albaniens gewählt

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Tirana (nex) – Albanische Abgeordnete haben am gestrigen Freitag unter dem Protest der Opposition Parlamentssprecher Ilir Meta zum Präsidenten gewählt.

Wie die albanische Nachrichtenagentur ATA berichtete, erhielt der 48-Jährige in der Volksvertretung in Tirana 87 von 140 möglichen Stimmen.

Meta, der Vorsitzender der Juniorpartei in der albanischen Koalitionsregierung Sozialistischen Bewegung für Integration ist, war nach vier Wahlgängen der einzig verbliebene Kandidat.

Er wird trotz des Boykotts der Abstimmung vom Freitag durch die Opposition der siebte Präsident Albaniens werden.

Die Amtszeit des gegenwärtigen Präsidenten Bujar Nishani endet nach fünf Jahren am 24. Juli. Da Nishani der DP (Demokratische Partei Albaniens) angehört, die seit Wochen ebenso das Parlament boykottiert wie die für den 18. Juni geplanten Parlamentswahlen, kam eine erneut Kandidatur nicht in Betracht.

Meta hat sich in der Vergangenheit positiv über die albanisch-türkischen Beziehungen geäußert. Albanien und die Türkei hätten „stabile und traditionelle Beziehungen“, so der künftige Präsident. Im vergangenen Jahr hatte er der Türkei für deren „enormen Einsatz für die Syrer in der Flüchtlingskrise“ gedankt.

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Europapokal
Gladbachs Herrmann glaubt nach „schlimmster Niederlage“ weiter an die Europapokal-Qualifikation

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Düsseldorf (nex) – Patrick Herrmann, Flügelspieler von Borussia Mönchengladbach, glaubt weiter an die Europapokal-Chance seines Teams. „Wie viele Punkte am Ende reichen, wissen wir nicht, weil es oben auch extrem eng ist. Der siebte Platz ist drei Punkte entfernt, nur einen Sieg. Aber den müssen wir erst mal holen, am liebsten schon in Mainz. Wenn wir das abrufen, was wir können, ist noch alles drin. Wenn nicht, so wie am Dienstag in der ersten Halbzeit, sieht es ganz schnell anders aus. Im Endeffekt liegt es nur an uns“, sagte Herrmann vor dem Spiel am Samstag bei Mainz 05 im Interview mit der „Rheinischen Post“. Herrmann sieht sein Team, das aktuell mit 39 Punkten Zehnter ist, gewappnet für die entscheidende Phase der Saison. „Endspiele hatten wir in der Rückrunde schon viele. Da galten einige, die wir gewonnen haben, als richtungsweisend. Das sollte uns Mut machen“, sagte er. Das Pokal-Aus im Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt (7:8 nach Elfmeterschießen) war „die schlimmste Niederlage, die ich im Profifußball erlebt habe“. Der 26-Jährige war schon 2012 beim ebenfalls im Elfmeterschießen verlorenen Halbfinale der Gladbacher gegen Bayern München dabei.

Baden-Würtemberg
Friedlingen: Brandanschlag auf DITIB-Moschee

Weil am Rhein (tp/nex) –  In Friedlingen, einem Stadtteil von Weil am Rhein wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen die Eyüp-Sultan Moschee der DITIB-Gemeinde ein Brandanschlag verübt. Dabei entstand nur leichter Sachschaden an der Fassade der Moschee. Unbekannte sollen in der Nacht zum Freitag um 01:45 Uhr die Moschee in der Stadt Weil am Rhein mit fünf Molotow-Cocktails beworfen. Da die Brandflaschen die Fenster nicht durchbrachen und es in der Nacht regnete, verbreitete sich das Feuer nicht am oder im Gebäude. In dem Gebäude wohnt zwar ein Imam, doch dieser war in der Tatzeit nicht vor Ort, sondern im Urlaub. Die Tat wurde erst in den frühen Morgenstunden durch Moscheebesucher bemerkt, die zum Frühgebet gekommen waren. Die Polizei wurde gegen 5 Uhr zum Tatort gerufen. Necati Coskun, Gemeindevorsitzender der Moschee zeigte sich erschüttert über die Tat. Die Moscheegemeinde ist für ihr Gemeindeleben in der Region bekannt, weshalb Coskun wieder so schnell wie möglich zur Normalität übergehen möchte. Dennoch, so sagte Necati Coskun, habe man bislang noch keine Anteilnahme seitens der Stadt erfahren. Islamfeindliche oder politische Angriffe nehmen seit Jahren wieder zu und werden nach wie vor als Bagatelle abgetan. Eine ernsthafte Bekämpfung dieser besonderen Form von menschenverachtendem Rassismus ist politisch nicht in Sicht, erklärte unter anderem Mustafa Yeneroglu, Abgeordneter der AKP in der Türkei und Vorsitzender der Menschenrechtskommission des Parlaments. Dies sei der zwölfte bekannt gewordene Angriff auf muslimische Gebetshäuser seit Jahresanfang, meldete Yeneroglu im sozialen Netzwerk.

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Devisen
Türkei: Lira auf höchstem Stand seit fast vier Monaten

Istanbul (nex) – Die Türkische Lira ist am gestrigen Donnerstag auf ein 16-Wochen-Hoch gegenüber dem US-Dollar geklettert.

Der Dollar begann den gestrigen Tag mit einem Verlust von 0,32 Prozent und hatte einen Wert von 3,5585 Lira, am heutigen Freitag meldeten Medien sogar einen Wert 3,5412.

Medienberichten zufolge hatte am vergangenen Mittwoch die türkische Notenbank den Zins für Notkredite auf 12,25 Prozent angehoben. Die Notkredite dienen Geschäftsbanken zur Geldbesorgung bei der Zentralbank.

Der Wechselkurs schwebte in den vergangenen Tagen zwischen 3,65 und 3,58 und begann den gestrigen Handelstag um 9 Uhr Ortszeit mit 3,5703.

Analysten sagen eine mögliche Fortsetzung des Anstiegs des Lirakurses für die kommenden Tage und eine weitere Abwertung des US-Dollars auf 3,50 Lira voraus.

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Niedersachsen
CDU-Spitzenkandidat kritisiert Weils Krisenmanagement bei Homann-Krise

Althusmann: Landesregierung hätte bei Restrukturierung früher handeln müssen Osnabrück (ots) – Niedersachsens CDU-Landesvorsitzender Bernd Althusmann hat das Handeln der rot-grünen Landesregierung in der Homann-Krise scharf kritisiert. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Im Falle der drohenden Abwanderung von rund 1200 Arbeitsplätzen aus Niedersachsen nach Ostsachsen oder Polen sei die Landesregierung zu passiv gewesen, monierte Althusmann. Die Müller-Gruppe, Konzernmutter des Feinkostherstellers Homann, plant die Schließung der Werke im Osnabrücker Land. Als neuer Standort wird das sächsische Leppersdorf gehandelt. Anders als von der Landesregierung behauptet, habe es bereits im vergangenen Herbst Hinweise gegeben, dass die lange in Aussicht gestellte Erweiterung am Standort Dissen gefährdet sei: „Das Wirtschaftsministerium hätte bereits im Herbst proaktiv tätig werden müssen, als Müller die Standort-Entscheidung für Dissen auf Eis gelegt hat“, sagte der CDU-Landesvorsitzende am Freitag der Zeitung. „Schon beim Wort ,Restrukturierung‘ muss eine Landesregierung hellhörig werden und sagen: da haben wir ein Auge drauf“, sagte Althusmann. Der CDU-Politiker kritisierte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der aus Termingründen eine Teilnahme an einer Protestdemonstration an diesem Sonntag am Homann-Standort Dissen abgesagt hatte. „Ich will nicht bewerten, ob Herr Weil am Sonntag zur Demonstration kommen sollte. Er hätte aber viel früher tätig werden und schon längst vor Ort gewesen sein sollen.“

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