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"Ungesetzlichen Geldtransfer"
Türkei: Behörden schließen ausländische Nichtregierungsorganisationen
Istanbul (nex) – Fünf Nichregierungsorganisationen wurden wegen illegaler Aktivitäten in der Türkei geschlossen.
Nach von einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Anadolu zusammengestellten Informationen hätten die in den USA, England und Italien ansässigen NGOs wegen illegaler Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte, missionarischer Aktivitäten und ungesetzlichen Geldtransfers ihre Arbeit aussetzen müssen.
Es handelt sich dabei um folgende Organisationen: Coordination of the Organizations for Voluntary Service (COVS, Italien), International NGO Safety Organization (INSO, Großbritannien), Business Software Alliance Incorporation (BSA, USA), Turkish Coalition of America (USA) und die ebenfalls in den USA ansässige Mercy Corps.
Die Ermittlungen gegen die im Ausland ansässigen NGOs, die im Flüchtlingsbereich tätig gewesen seien, dauerten seit Januar an. Die Aktivitäten der fünf Organisationen seien am 15. Januar eingestellt worden.
Die Türkei beherbergt gegenwärtig drei Millionen syrische Flüchtlinge und belegt damit weltweit den ersten Platz. Sie hat seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 25 Milliarden US-Dollar für die Unterstützung und den Schutz der Flüchtlinge ausgegeben.
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Deutscher Wahlkampf: Türkischer Außenminister lädt AfD und Co in die Türkei ein
Antalya (nex) – Sollte eine kontroverse deutsche Antimigrantenpartei in der Türkei einen Wahlkampfauftritt abhalten wollen, stünde ihr das frei. Dies hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am gestrigen Samstag erklärt.
So dürfte die rechtspopulistische AfD auf dem Yenikapi-Platz in Istanbul eine Versammlung abhalten, wenn sie käme, so Cavusoglu.
Während seiner Rede in der südtürkischen Stadt Antalya sagte er: „Wir werden ihnen den besten und größten Platz geben. Wir werden sagen: ‚Bitte, lasst uns die Menschen nach Yenikapi rufen und dort eine Versammlung abhalten. Kommt her, wenn ihr wollt.“
Cavusoglu wies darauf hin, dass die Türkei die Demokratie und Freiheit verteidige. Cavusoglus „Einladung“ hängt mit den Spannungen zwischen der Türkei, Deutschland und einigen anderen Ländern in Europa zusammen. Behörden dieser Staaten hatten vor einigen Wochen Referendumsauftritte türkischer Minister untersagt, was zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Ankara und der EU geführt hatte.
Ein weiterer Spannungspunkt waren die Aussagen mehrerer deutscher Politiker gegen die am heutigen Sonntag zur Volksabstimmung stehenden Verfassungsreform in der Türkei.
Die AfD hatte sich entschieden gegen Referendumsauftritte türkischer Minister in Deutschland ausgesprochen.
Diese gemeinsame Positionierung der EU gegen Zusammenkünfte ranghoher türkischer Politiker mit Auslandstürken führte zu scharfer Kritik vonseiten der Türkei, die diesen Ländern Einmischung in innertürkische Angelegenheiten vorwarf.
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Bericht: Deutsche Politiker gegen „Ja“-Entscheidung der Türken bei Referendum
Der türkische Präsident hat nach der jetzigen Verfassung von 1982 unbeschränkte Befugnisse in allen Bereichen. Die Verfassung hat der damalige Putschist erlassen, als er selbst Präsident wurde. Das Problem ist, dass der Präsident weitestgehende Vollmachten hat, allerdings keine Verantwortung.“Der türkische Präsident kann momentan nur für Landesverrat verantwortet werden”, beschreibt der Professor die derzeitige Rechtslage, die seit der Putschverfassung von 1982 gilt. “Selbst wenn er auf der Straße jemanden erschießt, kann er nach der jetzigen Verfassung weder belangt noch angeklagt werden. Und das wird jetzt geändert.” Künftig könne ein Parlamentsausschuss oder das Verfassungsgericht den Präsidenten belangen und unter Umständen sogar entmachten. Das Präsidialsystem sei aber insbesondere auf Grund der Inhomogenität in der türkischen Gesellschaft so wichtig. Der Parlamentarismus habe dort schlichtweg nicht funktioniert. “In den vergangenen 60 Jahren hat es dort im Schnitt jährlich eine neue Regierung gegeben. Der Grund dafür ist, dass wir in der Türkei keine homogene Gesellschaft wie in Deutschland haben”, so Bahadir. “In der Türkei haben wir stark ethnische Widersprüche, wir haben dort ideologische, religiöse und kulturelle Unterschiede. Bei so großen Differenzen funktioniert das parlamentarische System, das auf Konsensus baut, in der Türkei nicht. Die Parteien werden sich in keinem einzigen Punkt einig. Es gibt in der Türkei eine Spaltung, die alle Bereiche in der Gesellschaft betrifft.” Dass sich auch Türken, die bereits lange in Deutschland leben, für das Referendum interessieren, verwundert Bahadir nicht. Immerhin verfolge ganz Deutschland alles, was in der Türkei passiert. Die Wahlbeteiligung werde sehr hoch sein, weil sowohl Befürworter als auch Gegner der Reform in vehementer Weise mobilisieren. In den letzten Wochen scheinen unterdessen die Befürworter des Präsidialsystems die Oberhand zu gewinnen. Auch das eher oppositionsnahe Meinungsforschungsinstitut Gezici prognostizierte jüngst 53,3 Prozent für Präsidialsystem, während im Monat zuvor noch die Gegner mit 51,1 Prozent knapp vorangelegen hätten. Erdogan profitiere seit dem Putschversuch im Juli 2016 von einem starken Nationalgefühl, begründete das Institut die Trendumkehr. Auch die jüngste Zuspitzung nach dem Angriff der USA auf einen Militärflughafen in Syrien könnte dem “Ja”-Lager nutzen. In Zeiten der Spannungen, auch in unmittelbaren Nachbarländern, neigen Wähler erfahrungsgemäß eher dazu, sich hinter die Regierung zu scharen und kurze Entscheidungswege zu bevorzugen.
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„Frau Hendricks handelt absolut bigott: Auf der einen Seite hält sie den Betrieb des belgischen AKW Tihange für unverantwortbar, auf der anderen Seite lässt sie die Belieferung der Schrottreaktoren mit Brennelementen zu.“Statt den rechtlichen Spielraum zu nutzen und die Export-Genehmigung zu versagen, wolle die Ministerin auch weiter Brennelemente nach Tihange und Doel liefern lassen, kritisierte Krischer. Unabhängige Gutachten würden bestätigen, dass ein Versagen der Exportgenehmigung möglich ist.
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