Angriff auf Idlib
Syrien: Türkei fordert von Russland Einstellung der Luftangriffe
Destatis
Wirtschaft: Deutsche Exporte um fast 2 Prozent gestiegen
EU-Beitritt
Erdogan: Türkei entschlossen, EU beizutreten
Nach dem vereitelten Putschversuch im Juli 2016 hatten die Spannungen zwischen einigen EU-Staaten und der Türkei zugenommen. Deutsche Politiker hatten daraufhin öffentlich die Einstellung, das EU-Parlament in einer nicht bindenden Resolution ein Einfrieren der Beitrittsverhandlungen, gefordert.
Zum Thema
– Coleiro Preca in der Türkei – Malta unterstützt nach wie vor EU-Beitritt der Türkei
Malta wird die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union weiterhin unterstützen, sagte Staatspräsidentin Marie-Louise Coleiro Preca am Mittwoch.
Malta unterstützt nach wie vor EU-Beitritt der Türkei
Wirtschaft
Industrie- und Handelskammertag: Steuern müssen runter
Köln
Ausbildungsleiter für Priesteramtskandidaten hält Homosexualität für Fehlentwicklung
Kommunalwahlen in der Türkei
Istanbul: Zehntausende stornieren Urlaubsbuchungen wegen Neuwahlen
Zum Thema
– Türkei – Neuwahlen in der Türkei: Cavusoglu beschuldigt Westen der Doppelmoral
„2016 wurden die Präsidentschaftswahlen in Österreich annuliert und wieder abgehalten. Warum wurden sie für ungültig erklärt? Wenn man sich den Grund ansieht, war es ganz ähnlich wie in Istanbul, wo Unbefugte die Stimmen in den Wahlurnen zählten“, sagte Cavusoglu in Ankara.
Neuwahlen in der Türkei: Cavusoglu beschuldigt Westen der Doppelmoral
Atomdeal
Staatsminister Niels Annen kritisiert Strategie der USA im Atom-Streit mit Iran
Völkermord an Herero und Nama
Herero-Sprecherin an Deutschland: „Werden wir anders behandelt, weil wir Afrikaner sind?“
„Der Völkermord an den Armeniern fand nur sieben Jahre nach dem an den Herero statt, hier sprechen die Deutschen plötzlich wie selbstverständlich von Völkermord“, wird die NGO-Vorsitzende Muinjangue in der „Welt“ zitiert. „Was ist der Unterschied? Die Herero sind schwarz, die Deutschen glauben, dass sie Schwarze nicht ernst nehmen müssen. Das ist für mich die einzige Schlussfolgerung.“ Deutschland verhalte sich den Herero gegenüber „wie ein Vergewaltiger, der gleichzeitig Richter ist“
„Schadenersatzklage kann weitreichende Folgen haben“ Eine Schadenersatzklage kann nach Ansicht des Hamburger Historikers Jürgen Zimmerer weitreichende Folgen haben. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Zimmerer: „Wenn es gelingt, Deutschland zu direkten Verhandlungen mit Vertretern einzelner Bevölkerungsgruppen und zu Reparationen zu zwingen, können viele weitere Fälle aus der Kolonialzeit akut werden.“ Der Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg sagte, ein Erfolg der Klage in New York könnte zu Reparationsforderungen gegen Deutschland auch wegen Massakern während des Maji-Maji-Aufstands im heutigen Tansania führen, ebenso wegen Massakern und Strafaktionen in Togo, in Kamerun und in der Südsee. Auch Opfer unter der Zivilbevölkerung im Zuge des Ersten Weltkriegs in Afrika könnten Anlass von Klagen und Verhandlungen werden, sagte der Direktor der Forschungsstelle „Hamburgs (post)koloniales Erbe und Berater des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Zwischen 1885 und 1903 sei ein Viertel des Landes der Herero und Nama mit Einverständnis der Kolonialbehörden von deutschen Siedlern enteignet worden. Frauen und Mädchen der Herero und Nama seien, ebenfalls geduldet von den Kolonialbehörden, von Siedlern vergewaltigt und der Bevölkerung Zwangsarbeit auferlegt worden. Im Jahre 1904 erteilte der deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha in der damaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika den Befehl, alle Stammesangehörigen der Herero zu töten. Bis 1908 wurden zwischen 65 000 und 80 000 Herero umgebracht, außerdem bis zu 20 000 Angehörige des Stammes der Nama. „Es könnten die Köpfe ihrer Ehemänner, Brüder oder Schwestern sein.“ Um die angebliche Minderwertigkeit der Afrikaner zu belegen, brachten die Deutschen aus ihrer damaligen Kolonie Schädel und Gebeine Einheimischer nach Berlin. Der Historiker Jürgen Zimmerer, der sich seit Jahren mit der Kolonialgeschichte befasst, geht davon aus, dass damals über 1000 menschliche Überreste nach Deutschland gelangten, deren Reste teilweise bis heute in Archiven, Magazinen und Kliniken lägen, berichtet Deutschlandradio Kultur. Die Geschichte der Schädel sei bis heute ein Trauma für ihr Volk, empört sich die Vorsitzende des Ovaherero Genocide Committee (OGC), Esther Muinjangue:„Die deutsche Schutztruppe brachte die abgetrennten Köpfe zu den Herero-Frauen und zwang sie, sie zu reinigen, damit sie wie Eier fein säuberlich in Kartons nach Deutschland transportiert werden konnten, so Muinjangue. „Es könnten die Köpfe ihrer Ehemänner, Brüder oder Schwestern sein.“


Ramelow bezeichnet Reaktionen auf Sozialismusthesen von Juso-Chef Kühnert als hysterisch" title="