Kaisborstel
Schriftsteller Günter Kunert im Alter von 90 Jahren gestorben

Trauer um einen der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart Osnabrück – Der Schriftsteller Günter Kunert ist tot. Der in Berlin geborene Autor und Lyriker starb am Sonnabend im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Kaisborstel bei Itzehoe. Das bestätigte sein enger Freund, der schleswig-holsteinische Bildhauer Manfred Sihle-Wissel, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vor zehn Tagen war Kunert aus dem Krankenhaus entlassen worden, da es sein Wunsch gewesen war, zu Hause zu sterben. Dort wurde er bis zu seinem Tod palliativ versorgt. Kunert gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Erst im März hatte er seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Kunert wurde daraufhin 1977 die SED-Mitgliedschaft entzogen. 1979 ermöglichte ihm ein mehrjähriges Visum das Verlassen der DDR. Mit seiner Frau Marianne ließ sich Kunert in Kaisborstel bei Itzehoe nieder. Geboren wurde Günter Kunert 1929 in Berlin. Trotz seiner jüdischen Mutter entging er der Verfolgung durch die Nazis. Nach Kriegsende begann er in Berlin ein Grafikstudium, das er abbrach, um zu schreiben. Sein erstes Gedicht erschien 1947. Es war die Ausdrucksform, in der er die deutsche Geschichte zeitlebens begleitet und verarbeitet hat. Aber er war auch Maler und Grafiker. Seine Bilder füllten die hohen Wände seines Wohnzimmers bis unter die Decke, schreibt NDR. 

Kenia
Nairobi: Türkischer Geschäftsmann beim Goldkauf um 600.000 Dollar betrogen

Nairobi – Türken gehören zu den vielen ausländischen Staatsangehörigen, die von falschen Goldhändlern in Kenia betrogen werden, sagte die türkische Botschaft in Nairobi. Der jüngste Vorfall, bei dem ein türkischer Bürger fast 600.000 Dollar verlor, wurde von der kenianischen Regierung bestätigt und führte zu zahlreichen Verhaftungen. In einem weiteren Fall beantragte vor zwei Monaten ein in Südafrika lebender türkischer Geschäftsmann bei der Botschaft in Nairobi eine Überprüfung, bevor er mit einem Kenianer ein Goldgeschäft abschloss. Die Botschaft habe festgestellt, dass es sich bei dem vermeintlichen Goldhändler um einen Betrüger handele und den türkischen Geschäftsmann daraufhin vor einer Transaktion gewarnt. Wie türkische Medien weiter berichten, fand der Türke den Deal jedoch zu attraktiv und erlitt am Ende einen enormen Verlust. In jüngster Zeit verhafteten die Behörden den kenianischen Millionär Jared Kiasa Otieno. Zusammen mit 15 anderen wurde Jared beschuldigt, einen Ausländer um 300 Millionen kenianische Schillinge (3 Millionen US-Dollar) betrogen zu haben. „Wir haben viele Betrugsfälle mit dieser Person in Verbindung gebracht. Ich bin sicher, dass auch türkische Bürger Opfer waren, und wir haben einige Fälle bei uns“, sagte eine Quelle in der kenianischen Polizei, die unter der Bedingung der Anonymität mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach. Die Zahl der betrogenen Ausländer ist stark gestiegen, obwohl Kenia kein bedeutendes Goldexport- oder -produktionsland ist. Die kenianischen Behörden drängen die Botschaften, ihre Staatsangehörigen davor zu warnen, nach Kenia zu kommen, um Geschäfte mit Gold zu tätigen. Den ausländischen Opfern werde zuerst echtes Gold gezeigt, das kurz vor der Übergabe umgepackt werde. Botschaftsvertreter fordern türkische Staatsbürger, die Gold kaufen wollen, immer wieder auf, sich an das kenianische Bergbauministerium zu wenden.  

Türkisch-amerikanische Beziehungen
100 Milliarden Dollar: Türkisch-amerikanische Wirtschaftsvereinigung legt Fahrplan vor

New York – Der Türkisch-Amerikanische Wirtschaftsrat (TAİK) wird seinen Fahrplan zur Steigerung des Handelsvolumens auf 100 Milliarden Dollar auf einer Veranstaltung in dieser Woche in New York vorstellen. Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde an dem Treffen teilnehmen. Die zehnte Türkische Investitionskonferenz soll in der Woche der Generalversammlung der Vereinten Nationen stattfinden, an deren Rande Erdoğan voraussichtlich mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen wird. Erdogan wird voraussichtlich am Dienstag vor der Generalversammlung sprechen, während die Investitionskonferenz am Mittwoch stattfinden wird. Auch der türkische Finanzminister Berat Albayrak und Handelsministerin Ruhsar Pekcan werden auf der Konferenz eine Rede halten, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Im vergangenen Frühjahr initiierte TAİK den Plan zur Erreichung des 100-Milliarden-Dollar-Ziels, an dem sich später auch das türkische Handelsministerium und andere Vertreter der Wirtschaft beteiligten. Das Ergebnis dieser Arbeit wurde dem US-Handelsminister Wilbur Ross vorgestellt, der Anfang September die Türkei besuchte. „Wir haben die Mission übernommen, das Ziel zu erreichen und einen Fahrplan ausgearbeitet“, sagte Mehmet Ali Yalçındag, der Präsident von TAİK, im Vorfeld der Veranstaltung in New York. „Wir gehen mit 20-30 Unternehmen aus ausgewählten Branchen nach New York, wo sie ihre ersten Treffen mit den amerikanischen Einzelhandelsgiganten abhalten werden“, so Yalcındag. Während die Möglichkeit, dass die Türkei durch den Kauf russischer S-400-Raketen mit Sanktionen rechnen muss, ein Hindernis für den Ausbau des bilateralen Handels darstellt, hat Ankara die Tür offen gelassen, amerikanische Patriot-Raketen zu kaufen, wenn die Bedingungen erfüllt sind. TAIK fordert Freihandelsabkommen Bereits im Januar forderte TAIK ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA. Ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA ist der Weg, um den bilateralen Handel zwischen den beiden Ländern zu fördern, so der Leiter der TAIK im Januar. „Das aktuelle Handelsvolumen von rund 20 Milliarden Dollar ist unzureichend, wir müssen die Spielregeln ändern“, sagte Yalcindag der Nachrichtenagentur Anadolu.

Zum Thema

– Türkisch-amerikanische Beziehungen – Türkei: Der 100-Milliarden-Dollar-Besuch aus den USA

Türkei: Der 100-Milliarden-Dollar-Besuch aus den USA

Quanten-Überlegenheit
Neuer Google-Super-Computer 10 000 Jahre schneller als stärkste Rechner

Google soll erstmals in der Computer-Geschichte die sogenannte  Quanten-Überlegenheit (Quantum Supremacy) erreicht haben. Googles neuer Quantencomputer soll in der Lage sein, eine Berechnung in drei Minuten und 20 Sekunden durchzuführen, für die der heutige schnellste Super-Computer, IBMs Summit, etwa 10.000 Jahre benötigen würde. Bei dieser bestimmten Berechnung ging es zu überprüfen, ob ein Algorithmus tatsächlich zufällige Zahlen generiert.

Wie das Wirtschaftsmagazin Financial Times berichtet, war der Bericht dazu für kurze Zeit auf der Webseite der Nasa einzusehen, sei jedoch wieder entfernt worden. Auf Anfragen von US-Medien zu einem Kommentar, habe Google bisher nicht geantwortet. Ein weiteres Wirtschaftsmagazin, Fortune, habe jedoch eine Kopie des Berichts.

Laut einer Quelle bei Google habe NASA den Bericht womöglich vor einer gründlichen Überprüfung – die Wochen bis Monate dauern könne – versehentlich zu früh veröffentlicht.

 

Frankreich
Mann rast mit Auto in Moschee

Colmar – Ein Mann ist in Frankreich offenbar absichtlich mit einem Auto in eine Moschee gerast. Wie die Behörden mitteilten, sei bei dem Vorfall im elsässischen Colmar bis auf den mutmaßlichen Täter selbst niemand verletzt worden. Wie die Präfektur des Departements Haut-Rhin der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, sei Mann nach dem Vorfall vor der Großen Moschee von Colmar festgenommen worden. Der Fahrer des Autos wurde mit einer Stichwunde am Hals in ein Krankenhaus gebracht, berichteten lokale Medien. Es war nicht sofort klar, ob die Wunde selbst zugefügt wurde oder ob jemand anderes den Fahrer angegriffen hat. https://twitter.com/i/status/1175701992125001728

Türkei
Antalya: Mindestens fünfzehn russische Touristen bei Busunfall verletzt

Antalya – Mindestens fünfzehn russische Touristen wurden bei einem Verkehrsunfall in der Provinz Antalya in der Südtürkei verletzt. „Wir können bestätigen, dass sich der Verkehrsunfall in der Nähe von Aksu um 06.00 Uhr Ortszeit ereignet hat, als Touristen mit dem Bus zum Flughafen gebracht wurden. Fünfzehn Russen wurden verletzt. Von diesen lehnten sieben den Krankenhausaufenthalt ab und machten sich auf den Weg zum Flughafen. Derzeit werden weitere acht Menschen von Ärzten behandelt, aber wir hoffen, dass sie morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden, da ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich sind“, sagte ein Sprecher des russischen Generalkonsulats in Antalya der Nachrichtenagentur TASS am Samstag. Wie der türkische Nachrichtensender CNN Türk berichtet, ist der Bus aus nicht näher erläuterten Gründen umgekippt. Vier der verletzten Personen befänden sich in Lebensgefahr. https://www.facebook.com/rfconsulateantalya/posts/3170095109670462 https://twitter.com/sputnik_TR/status/1175464751125663745  

Klimapaket
Chef des Steuerzahlerbundes warnt vor neuen Schulden für den Klimaschutz

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, warnt davor, für den Klimaschutz neue Schulden aufzunehmen. Er sei klar, dass für die geplanten Maßnahmen „die schwarze Null nicht aufgegeben werden darf“, erklärte Holznagel im Interview mit dem Bremer WESER-KURIER. „Der Staat muss mit dem Geld auskommen, das er einnimmt – der ausgeglichene Haushalt muss zementiert werden“, so Holznagel. Der Steuerzahler-Präsident betonte, „dass zu einer guten Umweltpolitik auch eine solide Finanzpolitik gehört“. Über neue Abgaben mehr Geld einzunehmen, reiche nicht aus – man müsse zudem über das Streichen von unnützen oder schädlichen Subventionen nachdenken, so Holznagel weiter. Man müsse „anfangen, in jedem Ressort zu überprüfen, welche Entscheidungen klimagerecht sind und in die heutige Zeit passen“. Außerdem sollte „weniger über Verbote und Einschränkungen“ gesprochen werden. Stattdessen müsse man sich „stärker auf Innovation und Technik konzentrieren“.

Serbien
Politanalyst: Kein wirtschaftlicher Nutzen für Serbien durch Beitritt zur Eurasischen Union

Berlin – Serbien wird keinen wirtschaftlichen Nutzen aus der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU) ziehen, sagte der Politanalyst Srecko Djukic dem serbischen TV-Sender N1 am Samstag. Serbien soll das Freihandelsabkommen mit der EAEU am 25. Oktober unterzeichnen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es schon während des Besuchs des russischen Premierministers Dmitri Medwedew geschehen könnte. Medwedew wird die serbische Hauptstadt zur Befreiungsfeier am 20. Oktober besuchen. Das Freihandelsabkommen mit Russland, Weißrussland und Kasachstan habe Serbien jedoch bereits seit Jahren und das Abkommen mit der EAEU bringe dem Land wirtschaftlich gesehen fast nichts Neues, sagte Srecko Djukic dem N1. Die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der EAEU könnte dagegen ein Problem bei den Beziehungen zur Europäischen Union darstellen, warnte er. „Das erste, was zu erwarten ist, ist, dass der Grad der Angleichung der serbischen Außenpolitik an die EU genau nach der Unterzeichnung dieses Abkommens fällt. Politisch und strategisch bringt dieses Abkommen eine andere Richtung. Man könnte sich zu Recht fragen, wohin Serbien unterwegs ist – in Richtung EU oder EAEU“, fragte Djukic. Serbien soll Eurasischer Wirtschaftsunion beitreten Ende August kündigte der russische Botschafter in Belgrad, Bozan-Chartschenko, den Beitritt Serbiens in die Eurasische Wirtschaftsunion an. „Ein Abkommen über die Einrichtung einer Freihandelszone zwischen Serbien und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) kann am 25. Oktober unterzeichnet werden“, zitierte die Nachrichtenagentur Sputnik den russischen Botschafter Für Belgrad markiere die Umsetzung des Dokuments eine ganz neue Etappe der Präsenz im eurasischen Raum und den Eintritt in einen Markt, der 182 Millionen Verbraucher umfasst und dessen gesamtes Bruttoinlandsprodukt mehr als 1,9 Billionen US-Dollar beträgt, so der Botschafter weiter. Die Eurasische Wirtschaftsunion ist ein Zusammenschluss aus fünf Staaten im Nordosten Eurasiens zu einem Binnenmarkt mit Zollunion. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor. Mitgliedsstaaten sind Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland  und Weißrussland.

Zum Thema

– Balkan – EU: Serbien muss das Abkommen mit der Eurasischen Union kündigen

Serbien muss ein neues Handelsabkommen mit der eurasischen Wirtschaftsunion Russlands kündigen, wenn es der Europäischen Union beitritt.

EU: Serbien muss das Abkommen mit der Eurasischen Union kündigen

Reporter ohne Grenzen
Malta: Endlich öffentliche Untersuchung zum Mord an Daphne Caruana Galizia

Reporter ohne Grenzen (ROG) begrüßt die gestrige Erklärung der maltesischen Regierung, eine unabhängige öffentliche Untersuchung des Mordes an der Journalistin Daphne Caruana Galizia anzuordnen. ROG hat sich seit fast zwei Jahren für diese Maßnahme eingesetzt und dringt nun darauf, dass die dreiköpfige Untersuchungskommission wirklich unabhängig und unparteiisch arbeitet. „Die Anordnung einer öffentlichen Untersuchung ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit für den Mord an Daphne Caruana Galizia. Diese überfällige Maßnahme war nur möglich durch das unermüdliche Engagement der Familie und der Zivilgesellschaft seit der grausamen Tat vor fast genau zwei Jahren“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Die maltesische Regierung darf aber nicht glauben, dass sie die Öffentlichkeit allein durch die Einsetzung einer Untersuchungskommission ruhigstellen kann. Wir werden kritisch beobachten, ob die Kommission wirklich unabhängig und unparteiisch arbeitet, und wir werden die maltesische Regierung an ihre Verpflichtungen erinnern, bis der Mord an Daphne Caruana Galizia restlos aufgeklärt ist und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden.“ Die Regierung von Premierminister Joseph Muscat hat am Freitagabend (20. September) eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Anordnung einer unabhängigen öffentlichen Untersuchung des Mordes an der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia ankündigte. (https://ogy.de/flzb) Die Untersuchungskommission soll aus einem ehemaligen Richter, einem Verfassungsrechtler und einem Experten für Forensik bestehen. „Eine öffentliche Untersuchung unter Vorsitz eines angesehenen ehemaligen Richters ist das, was alle vernünftigen Menschen seit der Ermordung unserer Mutter und Ehefrau gefordert haben“, erklärte die Familie der Ermordeten nach der Bekanntgabe. „Die Kommission wird ihren Zweck verfehlen, wenn es nur den geringsten Grund zum Zweifel an der Unabhängigkeit oder Unparteilichkeit der weiteren Kommissionsmitglieder geben sollte.“ ROG unterstützt das Ersuchen der Angehörigen um ein Treffen mit Premierminister Muscat, in dem sie diese Sorgen erörtern wollen. Die Ankündigung von Muscats Regierung kam sechs Tage vor Ablauf eines Ultimatums, das die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PVER/PACE) den maltesischen Behörden am 26. Juni in einer Resolution zur Anordnung einer unabhängigen öffentlichen Untersuchung gesetzt hatte. ROG hatte sich auch bei der PVER für eine öffentliche Untersuchung eingesetzt. Im Oktober 2018 hatte ROG zudem eine internationale Delegation angeführt, die dieses Thema mit hochrangigen Vertretern der maltesischen Regierung diskutierte, darunter Premier Muscat selbst.  Die Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 in der Nähe ihres Hauses in Bidnija, Malta, durch eine Autobombe getötet worden. Zwar sitzen bereits seit Dezember 2017 drei Männer wegen Beteiligung an der Tat in Haft und sollen demnächst vor Gericht gestellt werden, die Hintergründe sind jedoch noch immer ungeklärt. Der oder die Auftraggeber wurden bis heute nicht ermittelt. Caruana Galizia war die bekannteste Investigativjournalistin Maltas und bekannt für ihre Enthüllungen über Korruption bis in höchste Regierungskreise innerhalb und außerhalb Maltas, etwa in Zusammenhang mit den Panama Papers. Noch immer laufen mehrere Dutzend Gerichtsverfahren wegen Verleumdung gegen sie. Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, hat am Donnerstag (19. September) einen Brief an Premier Muscat veröffentlicht, in dem sie die Einstellung dieser Verfahren sowie eine Abschaffung der Bestimmungen, die eine posthume Belangung der Nachfahren ermöglichen, forderte. Dieses Thema, die öffentliche Untersuchung sowie die prekäre Lage der Pressefreiheit im Allgemeinen in Malta wird ROG gemeinsam mit der Familie Caruana Galizia und deren Rechtsvertretern am 30. September in einer Veranstaltung während der PVER-Sitzung in Straßburg erörtern. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Malta auf Platz 77 von 180 Staaten. In den vergangenen zwei Jahren ist Malta um 32 Plätze gefallen.

Kasachstan
Ringer-WM: Türke Taha Akgül unterliegt im Finale gegen Georgier Petriashvili

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Ringer-WM: Türke Taha Akgül gewinnt Silber Nursultan – Der türkische Nationalringer Taha Akgül ist Vizeweltmeister. Der türkische Sportler kam im Finale der Ringer-WM in Kasachstan zu einem 6:6 gegen seinen georgischen Rivalen Geno Petriashvili in der Gewichtsklasse bis 125 KG und sicherte sich damit die Silbermedaille. Der Zweikampf im Freistil endete 6:6, wobei Petriashvili den letzten Punkt holte und damit nach den Regeln des Ringens das Match gewann. Damit verpasste es Taha Akgül der zweite türkische Sportler zu werden, der bei den diesjährigen Ringer-Weltmeisterschaften in Kasachstan neben Rıza Kayaalp die Goldmedaille zu gewinnen. Der Nationalringer hatte sich zuvor im Viertelfinale mit 3:0 gegen den usbekischen Ringer Khasanboy Rakhimov sowie im Halbfinale gegen den chinesischen Konkurrenten Zhiwei Deng mit 5:0 durchgesetzt. Für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ist der Ringer aber qualifiziert. Akgül ist zweimaliger Weltmeister im Ringen. Schon 2014 in Usbekistan und 2015 in Las Vegas gewann er Gold im Freistil. Zudem gewann er bei den Olympischen Sommerspielen 2016 Gold und ging als erster türkischer Ringer, der während der Sommerolympiade eine Goldmedaille für die Türkei gewann, in die Geschichte ein.