Gesundheit
Türkei: Erdogan weiht „Europas größtes städtisches Krankenhaus“ ein

Ankara – Der türkische Staatspräsident hat am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara das „größte städtische Krankenhaus Europas“ eingeweiht. Erdogan nahm an der Eröffnungsfeier des Ankara Bilkent City Hospital teil, dem drittgrößten Krankenhaus der Welt. „Wie in der Verteidigungsindustrie, müssen wir unser Land auch in den Bereichen Medizin und Medizintechnik vor Auslandsabhängigkeit bewahren“, sagte Erdogan. „Wir werden auf dem Gelände des Bilkent City Hospital zudem ein 600 Hektar großes Health Valley und eine Technologieentwicklungszone für Biowissenschaften errichten“, fügte er hinzu.
(Foto: AA)
Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte anlässlich der Einweihungsfeier, dass sich die städtischen Krankenhäuser durch ihre Funktionalität auszeichnen und „ultimative Gesundheitsdienste“ anbieten werden. Sie arbeiten dabei mit den Universitäten zusammen, um Bildungs- und Forschungsaktivitäten durchzuführen. Das Städtische Krankenhaus Ankara Bilkent ist derzeit in den Bereichen Herz-Kreislauf-Chirurgie, Neurologie, Onkologie, Orthopädie und Allgemeinmedizin tätig. Das Krankenhaus verfügt über eine Bettenkapazität von 3.704 mit 131 Operationssälen und 904 Polikliniken. Das neunte türkische Stadtkrankenhaus, das Ankara Bilkent City Hospital, werde 30.000 Patienten aufnehmen und bei voller Kapazität täglich 8.000 Notfallpatienten behandeln können. Das Krankenhaus beherberge auch das größte Labor der Türkei. Für den Flugtransfer von Patienten stehen zwei Hubschrauberlandeplätze zur Verfügung.

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– Gesundheitstourismus – Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Ich bin beeindruckt, wie sich dieses Land eine Industrie mit unzähligen Krankenhäusern und kooperierenden Hotels geschaffen hat, die weltweit Kunden anzieht. Und das ist ein Land, was noch vor 15 Jahren im Gesundheitssystem höchstens Dritte-Welt-Niveau hatte und zum Teil nicht mal Geld für OP-Fäden besaß. Ein Erfahrungsbericht.

Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher
   

Türkei
Erdogan kündigt Rauchverbot in Taxis an

Istanbul – Bei einer Pressekonferenz vor seiner Reise in die USA zur Generalversammlung der Vereinten Nationen, kündigte der türkische Präsident ein Rauchverbot in Taxis an. „Ich sehe es immer wieder, Taxifahrer, die während der Arbeit rauchen. Ich habe schon in der Vergangenheit auf die Gefahren hingewiesen. Jetzt werden wir ein Gesetz diesbezüglich verabschieden und das Rauchen in Taxis sowohl für den Fahrer als auch für den Fahrgast verbieten“, so Recep Tayyip Erdogan. Auch zum Thema Shisha-Rauchen äußerte sich der türkische Präsident:

„Wir werden auch bezüglich des Sisha-Rauchens Schritte unternehmen. Die Leute, die meinen, Shisha wäre nicht ungesünder als Zigaretten, sind naiv. Die Shisha ist gefährlicher als die Zigarette.“

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– „Woche gegen den Krebs“ – Erdogans Kampagne gegen das Rauchen trägt Früchte: 3000 Krebskranke weniger

Wie der türkische Gesundheitsminister Mehmet Müezzinohlu auf einer Pressekonferenz in Istanbul mitteilte, seien die Maßnahmen gegen das Rauchen ein großer Erfolg. Die Zahl neu diagnostizierter Krebspatienten im Zusammenhang mit Tabakkonsum sei von 33.000 auf 30.000 neue Fälle gesunken.

Erdogans Kampagne gegen das Rauchen trägt Früchte: 3000 Krebskranke weniger

Balkan
Kosovo-Wahlen: Über 4.000 Registrierungsanträge gingen aus Serbien ein

Pristina – Von den insgesamt 35.087 der Zentralen Wahlkommission des Kosovo genehmigten Wählerregistrierungen der im Ausland lebenden Kosovaren, gingen 4.337 aus Serbien ein. Wie das Nachrichtenportal Kossev unter Bezugnahme von Informationen der Wahlkommission berichtet, belegten die Wähler aus Serbien hinter Deutschland und der Schweiz den dritten Platz. Von außerhalb des Kosovo seien insgesamt 42.600 Anträge eingegangen, im Vergleich zu den außerordentlichen Wahlen 2017 als 20.000 Anträge eingingen und über 15.000 genehmigt worden waren. Die meisten Anmeldungen kamen aus Deutschland (11.449), gefolgt von der Schweiz (11.449) und Serbien (4.337). Bei den vorangegangenen Wahlen 2017 wurden in Serbien fast doppelt so viele Wähler registriert. Als Grund für die Ablehnungen nannte der Sprechers der Wahlkommission, Valmir Elezi, unter anderem, dass außer dem Anmeldeformular keine gültigen Unterlagen zum Nachweis, dass die stimmberechtigte Person die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, eingereicht wurden. „Insgesamt 32 der abgelehnten Antragsteller waren unter 18 Jahre alt, 2.338 Antragsteller, die sich mit gültigen Ausweispapieren bewarben, reichten keine Dokumente ein, die belegen, dass sie eines der rechtlichen Kriterien für die Aufnahme in die Wählerliste des Kosovo erfüllen, während 2.856 Antragsteller abgelehnt wurden, weil sie nur das Anmeldeformular eingereicht und ihre Identität und eine der rechtlichen Bedingungen für die Aufnahme in die Liste der Wähler außerhalb des Kosovo nicht nachgewiesen haben“, sagte Elezi dem in Pristina ansässigen Gazeta Express. Die im Ausland lebenden Kosovaren können ab heute für die am 6. Oktober stattfindenden vorgezogenen Parlamentswahlen ihre Stimmen abgeben. Die Zentrale Wahlkommission ist eine unabhängige Institution, die für die Organisation und Durchführung von Wahlen im Kosovo zuständig ist. Die KEK regelt und überwacht den Wahlprozess und hat auch die Macht über die Registrierung politischer Parteien im Kosovo. Es wird geschätzt, dass derzeit zwischen 400.000 und 600.000 Kosovo-Bürger im Ausland leben, die für Wahlen im Kosovo wahlberechtigt wären.

Wie das Recherchenetzwerk PristinaInsight (PI) berichtet, habe sich die Zahl der Anträge auf Wählerregistrierung in der Diaspora 2019 im Vergleich zu den Parlamentswahlen 2017 verdoppelt. Im Juni 2017 hätten demnach nur 20.354 im Ausland lebende Kosovaren einen Registrierungsantrag gestellt. 15.118 dieser Anträge seien damals nach einer Bewertung genehmigt worden. Allerdings hätten danach nur rund 6.000 auch tatsächlich ihre Stimmen abgegeben.

Wie PI weiter berichtet, gingen 71 Prozent der Stimmen der Auslands-Kosovaren an die Oppositionspartei Vetevendosje, während 16 Prozent an die Koalition der Demokratischen Liga des Kosovo, LDK, die Neue Allianz des Kosovo, AKR und Alternativa gingen. Die restlichen 13 Prozent der Stimmen seien an die PAN-Koalition, bestehend aus der Demokratischen Partei des Kosovo, der PDK, der Allianz für die Zukunft des Kosovo, AAK und Nisma, gegangen.

Im vergangenen Monat hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet.  Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.

Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtiger für Kriegsverbrechen vorgeladen.

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– Balkan – US-Sonderbeauftragter Palmer: Kosovo muss Strafzölle gegen Serbien beenden

Der US-Sonderbeauftragte für den Westbalkan, Matthew Palmer, sagte gegenüber der Voice of America, dass die nächste Kosovo-Regierung bereit sein müsse, die Strafzölle auf serbische Waren auszusetzen. Seiner Meinung nach sei dies ein Hindernis für die Fortsetzung des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina.

US-Sonderbeauftragter Palmer: Kosovo muss Strafzölle gegen Serbien beenden

UFC-News
Khabib vs Georges St-Pierre: Kommt jetzt der „Superfight“?

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Auf diesen Kampf warten MMA-Fans schon lange, nun scheint UFC-Präsident Dana White einen „Superfight“ in Betracht zu ziehen. Noch im Juli hatte White eine Rückkehr St.Pierres zur UFC kategorisch ausgeschlossen. Er gilt pound-for-pound noch immer als einer der besten Kämpfer die die Welt der MMA je hervor gebracht hat: Georges ‚Rush‘ St-Pierre, auch genannt GSP. Auch der amtierende Leichtgewicht UFC-Champion Khabib Numagomedov hat ihm seinen größten Respekt ausgesprochen und den Wunsch geäußert, gegen ihn antreten zu wollen. Der 30-jährige Nurmagomedov bezwang bei seinem letzten Kampf (UFC 242) den Amerikaner Dustin Poirier und ist somit mit einer Bilanz von 28 Siegen und null Niederlagen weiterhin ungeschlagen. St. Pierre hielt mehrere Jahre lang den Titel im Weltergewicht, bevor er Ende 2013 den Kampfsport verließ. Als Grund gab er persönliche Probleme an, ließ jedoch eine mögliche Rückkehr offen. Nach knapp vier Jahren Pause fand am 4. November 2017 mit dem Debüt in der Mittelgewichtsklasse der UFC schließlich auch sein Comeback statt. Bei der UFC 217 trat St. Pierre gegen Michael Bisping an und besiegte ihn durch den Einsatz eines Aufgabegriffes. Der Kanadier trat nach diesem Kampf jedoch erneut zurück. UFC-Chef Dana White: Khabib-St.Pierre-Fight möglich Auf die Frage des US-Nachrichtenportals TMZ nach dem nächsten Gegner von Nurmagomedov wies White zwar sofort auf einen lang erwarteten Showdown mit dem ehemaligen Interimsmeister Tony Ferguson hin, – der seit 12 Kämpfen unbesiegt ist – fügte jedoch hinzu, dass er, wenn das Matchup aus irgendeinem Grund nicht stattfindet, Nurmagomedovs Bitte, gegen St-Pierre anzutreten, berücksichtigen würde. „Tony Ferguson ist der Kampf, der stattfinden muss“, sagte White. „Wir haben es vier weitere Male versucht, also können wir es hoffentlich diesmal schaffen. Aber das ist der Kampf, der Sinn macht. „(Der Kampf mit Georges St-Pierre) kann auch stattfinden. Wir werden sehen, was mit Tony passiert. Tony hatte schon vorher Möglichkeiten, die er nicht genutzt hat, also wenn nicht, wäre ich daran interessiert, über GSP zu sprechen“, so White. Bereits im vergangenen Oktober hatte Khabibs Manager Ali Abdelaziz auf Twitter einen Kampf gegen St. Pierre angekündigt: „Wir werden euch umhauen, es gibt große Neuigkeiten“, so Abdelaziz. Die russische Fachzeitschrift MMA TEAM DAGESTAN berichtete daraufhin, dass an einem Fight zwischen Khabib und GSP gearbeitet werde.

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– UFC-News – Conor McGregor will Kampf gegen Khabib Nurmagomedov

Der ehemalige UFC-Champion Conor McGregor hat Nurmagomedov zu einem Kampf herausgefordert.

Conor McGregor will Kampf gegen Khabib Nurmagomedov
   

Kirche
Essener Generalvikar Pfeffer: „Viele engagierte Katholiken zweifeln, ob sie noch bleiben sollen“

Der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer (55), kritisiert die Versuche des Vatikans, Reformen in der deutschen katholischen Kirche zu stoppen. Wer angesichts der Krise der Kirche meine, man brauche nichts zu verändern, verschließe die Augen vor der Realität, sagte Generalvikar Pfeffer im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST. Der Generalvikar ergänzte: „Es ist allerhöchste Zeit, über die Bedeutung des Weiheamtes, den Pflichtzölibat und die Zulassung der Frauen zum Amt zu sprechen.“ Viele engagierte Katholiken zweifelten, ob sie noch bleiben sollen, so Pfeffer. Die Signale aus Rom zum synodalen Weg seien deshalb auch in ihrer Wirkung verheerend. Der Generalvikar des Ruhrbistums sagte, die Kirche müsse sich davon verabschieden, Menschen kontrollieren zu wollen. „Es muss ein Ende haben, Geschiedene, die wieder heiraten, zu verurteilen oder Menschen, die ihre homosexuelle Orientierung leben, mit einem moralischen Bannstrahl abzustrafen.“ Mit dem synodalen Weg will die katholische Kirche in Deutschland gemeinsam mit den katholischen Laien auf die schwerwiegende Vertrauenskrise reagieren, die unter anderem durch den Missbrauchsskandal verursacht wird. Der Vatikan hatte in der vergangenen Woche gegen den Reformprozess interveniert. Als Hintergrund wird eine Intrige von Reformgegnern unter den deutschen Bischöfen vermutet. Ab dem 23. September beraten die Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda zum Reformprozess.

Kasachstan
Ringer-WM: Türke Taha Akgül steht im Finale

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Der türkische Nationalringer Taha Akgül steht im Finale der Ringer-WM. Nursultan – Nachdem der türkische Nationalringer Rıza Kayaalp zum vierten Mal Weltmeister wurde, steht ein weiterer türkischer Ringer im Finale der Ringer-WM in Kasachstan. In der kasachischen Hauptstadt Nursultan (vormals Astana) traf Taha Akgül im Halbfinale im Freistil bis 125 KG auf seinen chinesischen Kontrahenten Zhiwei Deng. Der sehr stark agierende Akgül ging bereits in der ersten Hälfte der Begegnung mit 5:0 in Führung. In der zweiten Hälfte ließ der türkische Nationalringer nichts mehr anbrennen und beendete das Match mit 5:0. Somit steht Taha Akgül im Finale, wo er morgen gegen seinen georgischen Kontrahenten Geno Petriashvili trifft. Schon am Dienstag bezwang der türkische Ringer Rıza Kayaalp seinen Gegner im Finale im griechisch-römischen Stil bis 130 KG mit 3:1. Damit ist er als erster türkischer Ringer überhaupt viermaliger Weltmeister geworden.

German Medical Award
Türkischstämmige Dilek Gürsoy wird „Ärztin des Jahres“

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Von Yasin Bas Die Ärztin Dilek Gürsoy ist vom German Medical Award als „Medizinerin des Jahres 2019“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden jedes Jahr Praxen, Kliniken, Mediziner, Ärzte und fortschrittliche Unternehmen der Gesundheitsbranche ausgezeichnet. Die 43-Jährige, die derzeit in einer Herzklinik in Siegburg arbeitet, ist europaweit die erste Frau, die einem Patienten ein Kunstherz eingepflanzt hat. Wurzeln in Ordu am Schwarzen Meer Gürsoy, Tochter einer türkischen Gastarbeiterfamilie aus der türkischen Schwarzmeerstadt Fatsa bei Ordu, geboren 1976 im rheinländischen Neuss, hatte mit zehn Jahren ihren Vater an einer Herzkrankheit verloren. Umso bemerkenswerter ist es, dass sie gerade in diesem Medizinfeld eine Expertin wurde. Ihre Mutter musste nach diesem schmerzvollen Verlust Dilek und die beiden Brüder alleine großziehen. Gefördert von einer deutschen Familie, schaffte es die intelligente Gürsoy aufs Gymnasium und absolvierte ihr Abitur. Daraufhin studierte sie in Düsseldorf Medizin. Während ihres Studiums faszinierte sie das menschliche Herz. Sie sagte einmal, dass die kunstvolle und hochfeine Tätigkeit am Herzen, bei der es auf Millimeter ankomme, sie gefesselt habe. Deshalb sieht sich die Spezialistin auch ein stückweit als Künstlerin. Nachdem sie als Herzchirurgin ausgebildet wurde, arbeitete Gürsoy zunächst als Assistenz-, daraufhin als Fach- und folglich als Oberärztin im Team eines der renommiertesten Herzchirurgen Deutschlands, Prof. Dr. Reiner Körfer. Er förderte und unterstützte sie auch. Sie machte Station bei bekannten Kur- und Herzkliniken wie z.B. im westfälischen Bad Oeynhausen oder in Essen und Duisburg. 2012 verpflanzt sie als erste Europäerin ein künstliches Herz Im Jahr 2012 schließlich erreichte sie den vorläufigen Höhepunkt ihrer mit Erfolg gekrönten Karriere. Sie war die erste Ärztin in Europa, die einem Patienten ein künstliches Herz implantierte. Das geschah noch während ihrer Tätigkeit in Duisburg. Einladung durch den türkischen Gesundheitsminister Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca meldete sich mit einer Videotelefonie bei Gürsoy und gratulierte ihr zu dem wichtigen Preis. Koca lud die sieggekrönte Medizinerin zur 6. Jahrestagung der türkischen Medizinwelt, die am 29. Oktober in Istanbul stattfindet. Muhammad Ali und ihre Mutter sind ihre Idole In einem Interview mit dem Handelsblatt antwortete Gürsoy, gefragt nach ihren Vorbildern, diese seien neben ihrer eigenen Mutter auch die Boxlegende Muhammad Ali. Ihre Mutter sei eine starke und durchsetzungsstarke Frau – noch heute. Und Muhammad Ali „weil er sich nicht von seinem Weg hat abringen lassen und hinter seiner großen Schnauze viel Disziplin und Willensstärke steckte. Das verschaffte ihm großen Erfolg und vor allem enormen Respekt.“ Verleihung des Preises im November Die Auszeichnung wird Gürsoy, während einer feierlichen Ehrung auf der vom 18. bis 21. November dieses Jahres stattfindenden Düsseldorfer Medizin-Messe „Medica“, entgegen nehmen.

Reisen
Herbstferien: Antalya verdrängt Mallorca bei deutschen Urlaubern vom ersten Platz

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Antalya ist Herbstmeister – zwar nicht im Fußball, aber bei den TUI Gästen: „Antalya ist in diesem Jahr das beliebteste Herbstferien-Ziel. Bereits im Sommer hat die Türkei einen Boom erlebt, der sich nun auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt“, sagt Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer der TUI Deutschland. Antalya hat in diesem Jahr somit die spanische Insel Mallorca auf den zweiten Platz verwiesen. Warme Temperaturen und ein unschlagbares Preisleistungs-Verhältnis seien vor allem für Familien klare Argumente für einen Türkeiurlaub. Entsprechend hoch ist hier der Familienanteil, so Baumert. Ein Blick auf das Herbstferienranking des weltweit führenden Touristikkonzerns zeigt: Nach Antalya und Mallorca folgt Kreta auf Platz drei. An vierter Stelle liegt Ägypten mit Hurghada. Die Herbstferien werden von den meisten Urlaubern noch einmal für eine größere Reise genutzt. Die durchschnittliche Reisezeit liegt bundesweit bei 9.8 Tagen. Die längere Reisedauer schlägt sich auch im Budget nieder: Die deutschen TUI Gäste geben im Schnitt 2.601 Euro pro Person für einen Urlaub in den Herbstferien aus. Das bundesweite Ranking der beliebtesten Reiseziele der TUI Gäste in der Übersicht:
1.	Antalya
2.	Mallorca
3.	Kreta
4.	Hurghada
5.	Fuerteventura
6.	Rhodos
7.	Kos
8.	Gran Canaria
9.	Teneriffa
10.	Costa de la Luz

– Zum Thema –

– Türkei – Bei Deutschen wieder beliebt: Antalya beherbergte 2019 bereits 10 Millionen Touristen

Antalya, eines der beliebtesten Urlaubsziele der Türkei an der Mittelmeerküste, begrüßte vom 1. Januar bis 22. August eine Rekordzahl von 10 Millionen ausländischen Touristen.

Bei Deutschen wieder beliebt: Antalya beherbergte 2019 bereits 10 Millionen Touristen

Balkan
Albanien: Nur Bewährungsstrafe für Ex-Innenminister Saimir Tahiri

Tirana – Die wichtigste Oppositionspartei in Albanien reagierte empört, nachdem das Gericht erster Instanz für schwere Verbrechen in Tirana am Donnerstag den ehemaligen Innenminister Saimir Tahiri wegen der Anklage des internationalen Drogenhandels und der Verbindung zu einer kriminellen Organisation für unschuldig befunden hatte. Stattdessen verhängte sie ihm eine Bewährungsstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Machtmissbrauchs im Zusammenhang mit den Aktivitäten einer kriminellen Bande, die jahrelang bis 2017 ungehindert operierte, als die italienische Polizei gegen sie vorging. Tahiri war nach dem Urteil trotzig, nannte es lächerlich und kündigte an, dass er Berufung einlegen würde. Jaeld Cela, ein ehemaliger Polizeibeamter, der zusamen mit Tahiri angeklagt war, wurde ebenfalls wegen Drogenbeschuldigung für nicht schuldig befunden und nur wegen Machtmissbrauchs verurteilt. Seine Strafe wurde jedoch nicht ausgesetzt, weil er seit zwei Jahren auf der Flucht ist, berichtet das Recherchenetzwerk BalkanInsight. Die oppositionelle Demokratische Partei kritisierte das Urteil als viel zu nachgiebig. Parteiführer Lulzim Basha nannte es „beschämend“. Basha: „Das zeigt, wie Edi Rama Tahiri beschützt hat… Rama ist eine Geisel des Verbrechens.“ Die Staatsanwaltschaft hatte 12. Jahre Haft gefordert. Tahiri war zwischen 2013 und 2017 fast vier Jahre lang Innenminister. Dies war ein Rekord im post-totalitären Albanien, wo die Innenminister selten mehr als zwei Jahre im Amt sind. Oppositionsführer Basha hatte alle 420 Seiten der italienischen Gerichtsdokumente auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht und einen politischen Sturm ausgelöst. Die verhafteten Bandenmitglieder aus einem Dorf in der Nähe von Vlora in Südalbanien beschrieben Tahiri als Freund, behaupteten, die Polizei in der Stadt zu kontrollieren und hatten Spione in einer militärischen Radarstation, um ihre Operationen zu leiten.

Zum Thema

– Albanien – Tirana: Staatsanwaltschaft fordert 12 Jahre Haft für Ex-Innenminister Saimir Tahiri

Der Prozess gegen den ehemaligen Innenminister Saimir Tahiri in Albanien nähert sich der Ziellinie, wobei Staatsanwälte eine 12-jährige Haftstrafe für ihn und Jaeld Çela, einen ehemaligen Polizisten, der derzeit auf der Flucht ist, fordern.

Tirana: Staatsanwaltschaft fordert 12 Jahre Haft für Ex-Innenminister Saimir Tahiri
   

Rentenpolitik
Verdi-Chef Bsirske fordert massive Anhebung des Rentenbeitrags zur Bekämpfung von Altersarmut

Der scheidende Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hält eine massive Anhebung des Rentenbeitrags auf etwa 26 Prozent für unerlässlich, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Beitragsanhebungen dürften „kein Tabu sein, wenn sie paritätisch finanziert werden“, sagte Bsirske der „Saarbrücker Zeitung“. Vom jetzt geltenden Beitragssatz in Höhe von 18,6 Prozent des Bruttolohns zahlten die Arbeitnehmer gut neun Prozent. „Obendrein sollen sie noch riestern.“ Das seien insgesamt schon mehr als 13 Prozent, rechnete Bsirke vor. „Bei einer paritätischen Finanzierung müsste der Arbeitgeber das Gleiche drauflegen. Da sind wir bei etwa 26 Prozent.“ Dies würde auch ein Ende der Teilprivatisierung der Altersvorsorge bedeuten, durch die die Arbeitgeber entlastet würden und von der die Versicherungswirtschaft profitiere. „Und das um den Preis einer millionenfachen Altersarmut“, kritisierte der Gewerkschafter. Mit einer sozialstaatlichen Rentenpolitik habe das nichts zu tun. „Es muss doch darum gehen, die gesetzlichen Renten wieder auskömmlich zu machen“, meinte Bsirske.