Russland
Box-WM: Busenaz Sürmeneli holt Gold für Türkei

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Busenaz Sürmeneli holt Gold für Türkei Bei der Box-WM der Frauen im russischen Ulan Ude sicherte sich die türkische Boxsportlerin Busenaz Sürmeneli nach einem spannenden Finale die Goldmedaille. In der Gewichtsklasse bis 69 KG setzte sich die türkische Nationalboxerin gegen ihre chinesische Kontrahentin Liu Yang durch. Im Finale der Frauen-Box-WM im russischen Ulan Ude traf Busenaz Sürmeneli in der Gewichtsklasse bis 69 KG gegen Liu Yang aus China. Busenaz war in allen drei Runden des Finalkampfes ihrer Gegnerin überlegen und sicherte sich damit die Goldmedaille. Gruß an die türkischen Soldaten in Nordsyrien Nachdem Sieg konnte die türkische Boxsportlerin ihre Tränen nicht mehr halten. Dabei zeigte sie den Militärgruß. Sürmeneli machte damit deutlich, dass sie den Sieg den türkischen Streitkräften widmete, die derzeit in Nordostsyrien gegen die Terrororganisationen PKK/ YPG und IS vorgehen, um dort eine Sicherheitszone zu errichten. Erster Profiweltmeistertitel Die Goldmedaille ist der erste Weltmeistertitel der 21-jährigen Sportlerin in ihrer Profikarriere.
(Screenshot/Twitter/NTV Radio)
 

Militäroffensive in Syrien
Action-Held Cüneyt Arkin: „Ey Amerika, was dachtest du, mit wem du es zu tun hast, lan?“

Istanbul – Zu den vielen Unterstützern der türkischen Anti-Terror-Offensive in Nordsyrien aus der Promiwelt, hat sich auch der ehemalige Actionstar des türkischen Kino, Cüneyt Arkin gesellt. In einer Reihe von Tweets verurteilte der Star aus den 70ern und 80ern die Drohungen seitens den USA gegenüber der Türkei. „Ey Amerika, was dachtest du, mit wem du es zu tun hast, lan?, so Arkin.
„Wir haben die stärksten Mächte ohne Schuhe an unseren Füßen ins Meer befördert. Amerika, du bist ein Demokratiefeind. Die Unabhängigkeit ist ein Teil des türkischen Charakters.“
Der Türke sei ein tapferer Held und stets an der Seite der Unterdrückten und Armen. Er stelle sich gegen die Tyrannen. Das türkisch-muslimische Volk habe mehr als die Hälfte der gesamten Welt erobert und dorthin immer Gerechtigkeit und Zivilisation gebracht, so der ehemalige Actionstar, der in den Filmen seinen Gegnern das Fürchten lehrte.

Zum Thema

– Militäroffensive in Syrien – Anti-Terror-Offensive: Eurovision-Teilnehmerin Hadise betet für türkische Soldaten

Die türkischen Streitkräfte, die seit Mittwoch im Nordosten Syriens gegen die Terrororganisationen IS und PKK/YPG vorgehen, erhalten auch tatkräftige Unterstützung von türkischen sowie kurdischen Prominenten und Stars jeglicher politischer Couleur. Unter den Stars, die sich äußerten, waren auffällig viele Prominente, die sonst für ihre regierungskritische Haltung bekannt sind.

Anti-Terror-Offensive: Eurovision-Teilnehmerin Hadise betet für türkische Soldaten

Militäroffensive in Syrien
Nach Telefonat mit Erdogan: Merkel fordert „umgehende Beendigung der Syrienoffensive“

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Stopp der Militäroffensive im Nordosten Syriens aufgefordert. Wie die Welt unter Bezugnahme auf eine Mitteilung einer Regierungssprecherin berichtet, habe die Kanzlerin sich am Sonntag in einem Telefonat mit Erdogan für eine „umgehende Beendigung der Militäroperation“ ausgesprochen. Zuvor habe auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Militäroffensive scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht, sollte der Nato-Partner dauerhaft zur Besatzungsmacht werden wollen. Einschränkungen für die Genehmigung von Rüstungsexporten  Bereits gestern kündigte zudem Außenminister Heiko Maas zudem Einschränkungen für die Genehmigung von Rüstungsexporten an den Nato-Partner angekündigt.

„Vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Nordost-Syrien wird die Bundesregierung keine neuen Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, erteilen“, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Laut Maas habe die Bundesregierung bereits seit 2016 eine sehr restriktive Linie für Rüstungsexporte nach Ankara umgesetzt, so die Zeitung.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte noch vor der Entscheidung der Bundesregierung, dass die Türkei ihren Kampf gegen den Terrorismus von nichts und niemanden stoppen lassen werde.
„Auch wenn unsere Verbündeten die Terrororganisation unterstützen, auch wenn wir alleine dastehen, auch wenn ein Embargo verhängt wird, egal was sie tun, unser Kampf richtet sich gegen die Terrororganisation. Und im Kampf gegen die Terrororganisation werden wir auf keinen Fall zurückstecken“, sagte Cavusoglu der Deutschen Welle zufolge.

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– „Friedensquelle“ – Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus

Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.

Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus

Militäroffensive in Syrien
Anti-Terror-Offensive: Eurovision-Teilnehmerin Hadise betet für türkische Soldaten

Prominente aller Couleur geschlossen hinter türkischer Armee Istanbul – Die türkischen Streitkräfte, die seit Mittwoch im Nordosten Syriens gegen die Terrororganisationen IS und PKK/YPG vorgehen, erhalten auch tatkräftige Unterstützung von türkischen sowie kurdischen Prominenten und Stars jeglicher politischer Couleur. Unter den Stars, die sich äußerten, waren auffällig viele Prominente, die sonst für ihre regierungskritische Haltung bekannt sind. Hadise: Gebete sind mit unseren Soldaten Hadise, die 2009 beim Eurovision Song Contest in Moskau die Türkei mit dem Song „Düm Tek Tek“ vertreten hatte und Vierte in der Gesamtwertung wurde, äußerte sich ebenfalls solidarisch mit den türkischen Soldaten: „Ihr heldenhafte türkischen Soldaten, unsere Gebete sind mit euch“. In einem weiteren Tweet wünscht die Sängerin allen Gefallenen Allahs Barmherzigkeit sowie Beileid, Geduld und Kraft für ihre Familien und Angehörigen. Den Verletzten wünscht sie schnellstmögliche Genesung.
(Screenshot/Twitter)

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– Militäroffensive in Syrien –

Türkei: Schauspieler Cem Yilmaz spendet gesamte Einnahmen aus Show an türkische Streitkräfte

Der bekannte türkische Comedian und Schauspieler Cem Yilmaz erklärte via Twitter, er werde die gesamten Einnahmen seiner Show vom 29. Oktober der Mehmetcik Stiftung spenden. Die Stiftung gehört den türkischen Streitkräften an.

Türkei: Schauspieler Cem Yilmaz spendet gesamte Einnahmen aus Show an türkische Streitkräfte

Tierschutz
Tierversuche: In Deutschland sterben jedes Jahr mindestens 2,8 Millionen Tiere

Das LPT in Mienenbüttel nahe Hamburg macht Giftigkeitsversuche an Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen für Auftraggeber aus Deutschland und weltweit. Die Tierschutzvereinigung SOKO Tierschutz teilt mit: Das Labor agiert völlig abgeschottet. Einblicke, selbst durch die Politik, waren unerwünscht. Eine Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz und Cruelty Free International beweist unhaltbare Zustände, rechtswidrige Tierhaltung, grausame Versuche und Brutalität gegen die Tiere. Mit dieser Aufdeckung erhält das aktuelle Vertragsverletzungsverfahren der EU wegen der schlechten Zustände in deutschen Tierversuchslabors erschütternde Beweise für das Versagen der deutschen Politik beim Schutz von Versuchstieren. Im Ermittlungszeitraum von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Ermittler mehrfach, wie Hunde, nachdem ihnen Schläuche oder Kapseln in den Hals gezwungen wurden, entsetzlich bluteten. Das Bildmaterial zeigt blutverschmierte Zwinger. Die Hunde gingen teilweise grausam zugrunde und wurden nicht ausreichend überwacht und umsorgt. Die gesamte Hundehaltung verfügt über kein nach EU-Recht vorgeschriebenes Beschäftigungsmaterial. „Es ist erschütternd zu sehen, wie sich diese Hunde nach Zuneigung und Fürsorge verzehren und dann so erbärmlich in ihrem Blut sterben müssen“, beschreibt SOKO Tierschutz Ermittler Mülln die Szenen. Den schlimmsten Haltungsbedingungen in dem Labor sind die Affen ausgesetzt. Sie leben teilweise in engen Käfigbatterien und in keinem der Käfige gab es das gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsmaterial. Diese Wildtiere leiden unter Stress und Käfighaltung. Die Folgen sind Tiere, die sich wie verrückt im Kreis drehen und das sogar rückwärts. Ein Teil der Käfige verstößt gegen in Deutschland verbindliches EU-Recht. Die Affen werden bei Versuchen mit äußerster Grobheit behandelt: Es kam zu blutigen Verletzungen und ein Mitarbeiter schlug einen Affen absichtlich krachend gegen die Türkante. Widerstand gegen solche Übergriffe ist nach Aussagen eines Mitarbeiters sinnlos. Die Person habe es versucht, es sei den Vorgesetzten egal. Unter den zahlreichen Arbeitern der Einrichtung befand sich nur ein ausgebildeter Tierpfleger. Der Rest der Arbeiter rekrutiert sich z.B aus Schlachtern, Mechanikern und einem Militärmusikanten. In einer Katzenstudie für eine Tierarzneimittelfirma wurde ein Antibiotikum mit dem gleichen Wirkstoff, aber mit Geschmack, verglichen. Dazu wurden den Katzen die Beine an einem einzigen Tag 13-mal zerstochen. Auch hier mangelte es den Mitarbeitern an Fähigkeiten, mit Folgen für die Tiere. Die Tiere müssen zu all dem Leid auch noch weltweite Tiertransporte ertragen: Katzen aus Spanien, Hunde aus den USA und Affen aus China. Die meisten Studien enden mit dem Tod der Tiere. Das Video zeigt, wie Hunde regelrecht geschlachtet werden und Katzen in Müllsäcken landen. „Jedes Jahr werden hunderttausende Tiere in Europa für regulatorische, toxikologische Tests vorsätzlich vergiftet. Unsere Recherche enthüllt entsetzliches Tierleid, unzulängliche Pflege der Tiere, schlechte Praktiken und Brüche europäischen und deutschen Rechts. Wir fordern eine umfassende Aufarbeitung dieses Falls und allgemein solcher Tierversuche in Europa“, so Michelle Thew von Cruelty Free International. In Deutschland sterben jedes Jahr mindestens 2,8 Millionen Tiere an Tierversuchen SOKO Tierschutz und Cruelty Free International fordern ein sofortiges Ende der veralteten, gefährlichen und grausamen Giftigkeitstests an Tieren und die Schließung des Labors durch die Behörden. „Es ist unverantwortlich, dass der Staat diese Versuche zwar anordnet, aber Giftigkeitstests z.B. an Hunden oder Kaninchen nicht genehmigungspflichtig sind. Hier zieht sich Deutschland aus der Verantwortung. Die angeblichen Sicherheitstests bringen zudem keine Sicherheit für den Menschen und Tieren nur einen grausamen Tod“, sagt SOKO Sprecher Friedrich Mülln, der 2003 selbst undercover in einem solchen Labor arbeitete. Sein Fazit: „Leider haben sich die Zustände bei den Tierversuchen in diesem lang Zeitraum sogar verschlechtert. Es ist erschütternd zu sehen, dass Wildtiere wie Affen nach wie vor unter solch schrecklichen Bedingungen gehalten werden.“  

Prozess in Marbach
Gericht: Grieche soll „zu seinem Erdogan zurück“

Marbach – Eine Frau muss sich vor Gericht verantworten, weil sie sich an fremden Bäumen bedient hat. Vor einem Jahr sah ein Mann, wie die jetzt verurteilte Walnuss-Diebin von zwei kleineren Bäumen im Garten seines Nachbarn Walnüsse abriss und in ihr Auto warf. Wie die Stuttgarter Zeitung (SZ) berichtet, sprach der Rentner die Frau daraufhin an. Aber als das nichts half, notierte er sich das Kennzeichen, um seinen Nachbarn, den Besitzer der Bäume, zu informieren. Dieser wiederum schaltete die Polizei ein, weshalb es jetzt zum Prozess kam. Im Gericht sei die 58-Jährige zusätzlich noch mit einer verbalen Entgleisung aufgefallen. „Der konnte nicht mal richtig Deutsch, und seine Bäume waren es ja auch nicht. Da soll er doch lieber zu seinem Erdogan zurück“, sagte die Angeklagte empört. Der Mann war als Zeuge geladen und zuckte nur mit den Schultern. Was er mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan zu tun haben soll, erschloss sich ihm nicht. Der Rentner ist Grieche, berichtet SZ weiter. Die Angeklagte müsse nun 100 Euro an eine gemeinnützige Organisation bezahlen.    

Internationaler Strafgerichtshof
Flüchtlingspolitik: Strafanzeige gegen führende EU-Politiker

Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat eine Strafanzeige gegen führende Politiker und Verwaltungsbeamte der EU wegen der europäischen Flüchtlingspolitik angenommen. Das geht aus einem Schreiben des Strafgerichtshofs an den Rechtsanwalt Omer Shatz hervor, das der Tageszeitung „neues deutschland“ vorliegt. Ob der Gerichtshof Ermittlungen aufnimmt, muss noch entschieden werden. Der israelische Rechtsanwalt Omer Shatz hatte im Juni zusammen mit dem französischen Anwalt Juan Branco nach dreijähriger Recherche die Strafanzeige bei dem Strafgerichtshof eingereicht. In der 245 Seiten umfassenden Anzeige werfen die Anwälte Shatz und Branco EU-Verantwortlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. „Uns geht es um den Aufbau der libyschen Küstenwache und die Rückführung von Flüchtlingen in die Internierungslager in Libyen. Diese Politik hat zur Folge, dass Menschen Opfer schwerster Verbrechen werden“, sagte Shatz „nd – Die Woche“, der Wochenendausgabe des „nd“. Zweiter zentraler Punkt in der Anzeige ist die Einstellung der Rettungsmission „Mare Nostrum“. Diese Mission wurde abgelöst durch die vom EU-Grenzschutz Frontex betriebene Operation Triton. „Wir haben viele, teils geheime Dokumente gesichtet und können belegen: Die europäischen Entscheidungsträger wussten vor, während und nach dem Übergang von Mare Nostrum zu Triton, dass diese Entscheidung Menschenleben kosten wird“, so Shatz. „Das ist strafrechtlich relevant.“ Diethelm Klesczewski, Experte für Internationales Strafrecht an der Universität Leipzig, sagte dem »nd«: Ließe sich der Vorwurf nachweisen, nämlich dass die von der EU veranlasste Rückführung von Flüchtlingen durch die libysche Küstenwache zu Folter und Sklaverei führt, wäre eine Anklage der verantwortlichen Politiker durchaus denkbar. Florian Jeßberger, Professor für Internationales Strafrecht an der Universität Hamburg, hält das Verfahren zwar für rechtlich möglich, politisch aber für unwahrscheinlich. Er könne sich kaum vorstellen, dass ein förmliches Strafverfahren gegen ein amtierendes Mitglied einer europäischen Regierung eingeleitet wird. Der erfahrene Anwalt Shatz selbst sieht durchaus Chancen, dass ein Verfahren beim Strafgerichtshof eingeleitet wird – gerade weil die Chefanklägerin des Gerichtshofes, Fatou Bensouda, bereits seit 2017 mutmaßliche Verbrechen in libyschen Lagern untersucht. „Die Klage müsste also nur auf europäische Politiker ausgeweitet werden“, sagte Shatz im nd-Interview. In der Strafanzeige werden unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und der scheidende Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, als Verantwortliche genannt. Kanzlerin Merkel beschuldigte der Strafrechtler Shatz im nd-Interview, sie habe bei der Unterzeichnung der Malta-Deklaration, in der es um Rückführungen von Flüchtlingen nach Libyen ging, von den Zuständen in den libyschen Lagern gewusst. „Ein paar Tage vorher warnten deutsche Botschafter in einem internen Bericht von KZ-ähnlichen Zuständen in den Lagern in Libyen. Merkel wusste also genau, was los war – und unterzeichnete am Ende trotzdem.“

Fernsehen
Benjamin Sadler: Klares Bekenntnis zu „Fridays for Future“

Schauspieler: Es sollte sexy sein, ein kleines Auto zu fahren oder auch keines  Osnabrück – Schauspieler Benjamin Sadler (48) hat ein klares Bekenntnis zur Klimabewegung „Fridays for Future“ abgelegt: „Bei den Veränderungen, die unserer Gesellschaft bevorstehen, finde ich es wichtig, solche Bewegungen positiv zu konnotieren. In der Werbesprache gesagt: Es sollte sexy sein, ein kleines Auto zu fahren oder gar keines und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um dieses seltsame künstliche Mangelgefühl zu verlieren, wenn man zum Beispiel nicht dieses oder jenes Auto fährt“, sagte Sadler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Viele der nötigen Veränderungen in unserem Konsum- und Lebensstil seien nicht unbedingt ein Verlust, sondern auch die Möglichkeit, eine wesentliche Lebensqualität wiederzugewinnen, so der Schauspieler: „Dass jetzt unsere Kinder auch im öffentlichen Raum ihr Recht in die Hand nehmen, um auf unser aller Verantwortungen hinzuweisen, stimmt mich zuversichtlich, dass wir was ändern können“, fügte der Vater einer 17-jährigen Tochter hinzu. Aus diesem Grund habe er als leidenschaftlich Reisender mittlerweile ein „gespaltenes Verhältnis“ zur Fliegerei: „Ohne zu fliegen könnte ich meinen Beruf in der Form nicht ausüben. Und wenn ich weiter weg will, sind die alternativen Reisemöglichkeiten oft zeitlich keine Option. Aber ich finde es sehr wichtig, dass sich gerade das Bewusstsein für so etwas verändert. Wenn ich mich in sieben von zehn Malen sehr bewusst für eine nachhaltige Form des Reisens, der Fortbewegung, des Konsums oder Essens entscheide, dann ändert sich was.“ Soziale Medien findet der 48-Jährige langweilig Nur wenig anfangen kann der Schauspieler hingegen mit sozialen Medien – die finde er zwar nicht schlimm, habe aber keinen emotionalen Zugang dazu: „Viele der Inhalte sind weder interessant noch unterhaltsam. Ich muss mir nicht von irgendjemandem zeigen lassen, was er gerade zum Frühstück isst. Alles muss immer top aussehen – egal, ob jemand an einer Trinkhalle in Essen eine Currywurst fotografiert oder in Paris sein Essen in einem Sterne-Restaurant. Diese sehr oft genormten hochpolierten Überflächen finde ich leider sehr langweilig.“ Am Montag (14.10., 20.15 Uhr) ist Sadler im ZDF-Thriller „Ein verhängnisvoller Plan“ zu sehen.

Syrienkrise
Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

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Amsterdam – Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden. „Warum sorgen sie sich nicht um die aramäischen Christen? Warum sorgen sie sich so sehr um diese ‚unschuldigen, wehrlosen, heroischen‘ #YPG #Kurden?“, schreibt der Weltverband in einem Tweet am Donnerstag. „Die selbsternannte und nicht anerkannte YPG-Regierung hat keine Autorität und keine Rechtsgrundlage, um solche Entscheidungen durchzusetzen“, sagte Sarah Bakir, WCA-Direktorin für UN-Angelegenheiten, im vergangenen Jahr nach Schließung der Schulen. „Die WCA berichtet seit Jahren über die eskalierende kurdische Aggression in Syrien: Beschlagnahme von Eigentum, Morde, Entführungen, Zwangsrekrutierung und jetzt die Schließung von Schulen. Wir haben die internationale Gemeinschaft mehrfach aufgefordert, zu handeln, ohne Erfolg. Die WCA und ihre Mitgliedsorganisationen stehen zu den Aramäern und anderen Minderheiten, die unter dem kurdischen Regime leiden, und sie verurteilt aufs Schärfste die rechtswidrigen Handlungen des YPG“, so der Verband in einer Stellungnahme. Es sei auffallend, „warum diejenigen Staaten, die YPG mit Waffen  und anderen Formen der Unterstützung belieferten“, die YPG nicht gestoppt hätten und warum sie diese wachsenden Menschenrechtsverletzungen immer noch nicht verurteilten, so der Verband weiter.
(Screenshot/Twitter)
Nach Schließung der Schulen seien aramäische Geistliche und Bürger von Qamischli spontan in Protest auf die Straße gegangen, um sich gegen die YPG und seine Verbündeten zu erheben. „Das Volk hat es satt, dass Tyrannen und ihre Stellvertreter ihre Menschenrechte verletzen“, sagt Bakir. „Jeder, der gegen die YPG spricht, hat Morddrohungen erhalten und wurde angegriffen. Opfer dieser Angriffe sind aramäische Gemeindeführer in der Diaspora und Aramäer in Qamischli“, betonte Bakir.

Zum Thema

– „Friedensquelle“ – Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus

Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.

Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus
 

Militäroffensive in Syrien
Aramäer: Es starben keine Christen während der türkischen Militäroffensive

Syrien: Aramäische Christen verurteilen Falschmeldungen der Medien Amsterdam – Eine der ältesten christlichen Minderheiten der Welt, die Aramäer Syriens, haben den US-Sender NBC News aufgefordert, die Öffentlichkeit nicht zu täuschen. Unter Berufung auf den YPG-nahen „Assyrischen Militärrat“, berichtete NBC News am Donnerstag, dass bei Angriffen der türkischen Streitkräfte auf Stellungen der YPG, Mittwochnacht zwei syrische Christen getötet worden seien. Des Weiteren berichtete der Sender, dass Baderkhan Ahmad, ein syrisch-kurdischer Journalist, der aus der Stadt Qamischli im Nordosten Syriens berichtet,  den Tod einer christlichen Mutter und ihrem Kind aus seiner Nachbarschaft gemeldet habe. Laut dem in den Niederlanden ansässigen Weltverband der aramäischen Christen, WCA NGO, seien während der türkischen Offensive im Norden Syriens „Null Christen“ getötet worden. Der Verband wandte sich am Samstag in einem Tweet an alle Medien und forderte diese auf, ihre Quellen zu überprüfen und fehlerhafte Artikel zu korrigieren. Die Medien sollten zumindest eine nicht YPG-nahe Quelle zitieren und die Leser und Öffentlichkeit nicht irreführen, so der Verband. „Hört auf, unsere Leute Zuhause zu erschrecken“, schreibt WCA in dem Tweet. Operation Friedensquelle Die türkischen Streitkräfte begannen nach einem grünen Licht des US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch die Anti-Terror-Offensive „Friedensquelle“ im Norden Syriens gegen die Terrororganisationen IS und YPG. Dort soll eine Sicherheitszone entstehen, in die die syrischen Flüchtlinge zurückkehren können.

Zum Thema

– Syrienkrise – Armenische Christen beten für Militäroffensive der Türkei

Nachdem sich bereits die Vertreterin einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung und auch der Weltverband der aramäischen Christen mit Sitz in den Niederlanden für die Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte gegen den IS und die YPG aussprachen, haben sich am Freitag auch die armenischen Christen der Türkei mit der Mission solidarisiert.

Armenische Christen beten für Militäroffensive der Türkei