Meinung
Kommentar: Man will die Türkischstämmigen und türkischen Staatsbürger einschüchtern

ARD wie ZDF und der Wink mit dem Zaunpfahl Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Seit geraumer Zeit fahren nicht nur private Medien ihre Geschütze gegen Türkischstämmige und türkische Staatsbürger aus, sondern vor allem die zwei öffentlich-rechtlichen Medienanstalten ARD und ZDF. Offenbar wird hier nicht nur versucht, einen gesellschaftlichen Konsens zu etablieren, man will vielmehr die Türkischstämmigen und türkischen Staatsbürger einschüchtern, zur Räson und auf politische Linie bringen. Offenbar hat man keine andere rechtliche Handhabe gegen Türkischstämmige und türkische Staatsbürger, da sich die bisherigen Schuldzuweisungen, Verdachtsmomente, Beschuldigungen oder Mutmaßungen nicht bewahrheitet haben, ins Leere gingen oder nur vereinzelte Individualstraftaten festgestellt werden konnten, die auf die türkische Gemeinde oder Gemeinschaft an sich nicht umgemünzt werden kann. Mit zwei TV-Beiträgen, die seit kurzem hintereinander ausgestrahlt werden, wird dieser Konsens geschaffen und werden Türkischstämmige und türkische Staatsbürger generell unter Tatverdacht gestellt, kriminalisiert und ins Rampenlicht gezerrt. Diese Politik dient nur dazu, die Türkischstämmigen und türkischen Staatsbürger systematisch auszugrenzen, ihnen die selbstgesteckten politischen Grenzen aufzuzeigen, mit einem Wink unter dem Deckmantel der Demokratie und Gesellschaftskritik zu drohen: ZDF-Film von Simone Müller und Susana Santina: „Im Dienste Erdogans – Türkische Spitzel in Deutschland“ ARD Sportschau-Film von Matthias Wolf: „Wie die Grauen Wölfe junge Fußballer rekrutieren.“ Zuerst einmal leben in Deutschland „3 Millionen“ Türkischstämmige, darunter sehr viele türkische Staatsbürger mit Rechten und Pflichten; nicht nur gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch gegenüber dem Herkunftsland Türkei, deren Staatsbürger sie sind. Diesem sind sich die loyalen rechtsstaatlichen und rechtschaffenen Bürger bewusst. Deshalb „denunzieren“ Imame, Mitglieder und Besucher der DITIB oder anderer Moscheegemeinden im Bundesgebiet im Auftrag der Bundesregierung „Gefährder“ bei der Polizei. „Gefährder“ sind im Sinne der Bundesregierung jene Personen, die weder Handlungs- noch Zustandsstörer sind, bei denen aber bestimmte Tatsachen die Annahme des Rechtssystems rechtfertigen, dass sie Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen und daher verfolgt, für unbestimmte Zeit festgesetzt werden können. Bewegen sich diese Türkischstämmigen „Denunzianten“ nun im rechtsfreien Raum, wenn sie nach Überzeugung der Filmemacher und all der dort interviewten „Kritiker“ und „Opfer“ für die deutsche Polizei als „Spitzel“ fungieren? Warum dann diese Schnappatmung, wenn Bürger in ihren Heimatländern Straftaten melden; sei es über E-Mail, Fax, Telefonat oder Smartphone-App? Die Bundesrepublik Deutschland ist nach dem Grundgesetz verpflichtet, alle Bürger im Bundesgebiet zu schützen, darunter auch alle religiösen Objekte, Einrichtungen und Personen. Aber bereits da hapert es gewaltig und genau darauf geht der TV-Beitrag nicht ein einziges Mal ein, weil damit auf der anderen Seite, die hier erwähnten sogenannten „Opfer“ ihrer zugewiesenen Rolle nicht gerecht wären, sie als Täter dastehen würden. Diese „Opfer“ sind es eigentlich, die ihre Probleme aus der Türkei mit nach Deutschland tragen, hier weiter austragen wollen und dabei mitunter Straftaten nach türkischer wie deutscher Rechtsprechung begehen. Es versteht sich von selbst, dass die Straftaten in diesem Zusammenhang auf ganzer Linie vor allem von diesen „Opfern“ begangen werden; was aus zahllosen Beispielen an Medienberichten über Verurteilungen oder Straftaten hervorgeht. Wenn dann nach Jahrzehnten der Druck auf die Türkischstämmigen dermaßen angestiegen ist, weil die hiesige Aufklärungsquote von Straftaten gegen null tendiert, wundert man sich über eine Generation, die sich in sehr geringem und ausgeprägtem Teil zur Wehr setzt? Aber man gerät nicht in Schnappatmung, angesichts der schier endlosen Zahl von Straftaten der Sympathisanten der PKK, DHKP-C oder anderer linksextremistischer Organisationen? Ich gehe auch jede Wette ein, dass die hier im Bundesgebiet begangenen politisch- wie religiös-motivierten Straftaten, ob aufgeklärt oder nicht, eine deutliche Sprache sprechen. Aber dennoch stilisiert man die Täter zu Opfern und die Opfer jetzt zu Tätern? „3 Millionen“ Bürger im Bundesgebiet, die einen türkischen Migrationshintergrund haben, sind Opfer von Sympathisanten einer Terrororganisation, die sich seit den 80-er Jahren in Europa frei bewegen können. Nun kommt eine weitere Terrororganisation hinzu, die sich mit der Verfolgung durch die türkische Justiz, vermehrt seit 2016 in Deutschland niederlässt: die FETÖ, bzw. die Terrororganisation des Predigers Fethullah Gülen. Können sich die „3 Millionen“ Bürger in Deutschland nun sicherer fühlen, angesichts der immer noch anhaltenden und immer weiter verstärkenden Angriffe auf türkischstämmige Moscheen, Vereine, Einrichtungen oder Personen? Nein! Sie haben Angst! Angst, genauso wie in der Türkei von einem Netzwerk infiltriert und durchsetzt zu werden, die letztendlich in der Türkei zu einem Putschversuch mit vielen Opfern geführt hat. Dieser Angst wird in diesem TV-Bericht kein einziges Mal Platz eingeräumt. Es geht einzig und alleine darum, die Täter zu Opfern zu machen und in der deutschen Gesellschaft zu rehabilitieren. Unter diesem Aspekt betrachtet, verfolgt die ARD und das ZDF hier ganz klar eine andere Agenda. Die ARD und das ZDF winken im Einklang mit dem Zaunpfahl in Richtung jener, die bislang Opfer waren und nun zu Tätern stilisiert werden. So nicht! Das türkische Rechtssystem funktioniert auf Grundlage türkischen Rechts; da können sich die hiesigen sogenannten „Regierungskritiker“ der Türkei auf bundesdeutschem Gebiet auf den Kopf stellen, es ändert daran nichts. Wer in der Türkei eine Straftat nach türkischem Recht begeht, wird von der türkischen Justiz verfolgt. Wer sich wie der „Alevite“ Turgut Öker, der „armenischstämmige“ Hayko Bagdat oder der „Gülen-Anhänger“ Alinay Özalp und der „Kurde“ Erdal Kuzu zu Unrecht verfolgt fühlt, hat die Tragweite ihres eigenen Tuns nicht verstanden und lebt in einem selbstgeschaffenem Vakuum. Turgut Öker hat, wie z.B. Erdal Kuzu, den türkischen Präsidenten beleidigt, verleumdet oder in seiner Ehre verletzt. Nach türkischen Strafrecht sind das Straftaten, die geahndet werden können. Alle diese Straftaten haben mit Kritik an sich nichts zu tun und werden auch so behandelt. Beide bzw. alle können sich rechtlich verteidigen, ja sogar bis vor das türkische Verfassungsgericht ziehen und ihre Unschuld feststellen lassen oder aber sich diesem entziehen und im Exil leben. Wenn sie auch hier keinen Erfolg haben, können sie alle vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde einlegen und ihr Recht einfordern; somit feststellen lassen, ob ihre Beleidigungen, Ehrverletzungen oder Verleumdungen als Kritik durchgehen oder nicht. Bislang blieben aber solche rechtlichen Schritte trotz großartiger Solidaritätsbekundungen in Deutschland von diesen Personen bislang aus. Wieso eigentlich? Es wird keiner in Abrede stellen können, dass das türkische Rechtswesen sich an das europäische Rechtssystem hält; auch durch mehrmalige Wiederholungen nicht. Wer etwas anderes behauptet, muss sich auch der Tragweite dieser Behauptung bewusst werden. Wenn denn dem so wäre, müsste also ein Regierungswechsel in der Türkei auch das türkische Rechtssystem von Grund auf umkrempeln, um dieser Behauptung gerecht zu werden. Ist das angesichts des Fortschritts im türkischen Rechtssystem glaubhaft? Wohl kaum! Wieso lügt man dann so dreist – wie das deutsche Auswärtige Amt oder die niederländische Politikerin und Türkei-Berichterstatterin des EU-Ausschusses Kati Piri in Zusammenhang mit dem Mäzen Osman Kavala? Übrigens können die Filmemacher des ZDF auch sehr gerne mal versuchen, neben der völkisch-kurdischen ANF News auch den Nachrichtenticker der Halsabschneider des Islamischen Staates einzublenden. Mal schauen, wie lange das gut geht. Apropos Erdal Kuzu: Das ZDF sollte das nächste Mal einen Facebook-Post eines sogenannten Erdogan-Opfers vor dem Einblenden im Film lesen und verstehen lernen, um danach nicht unter dem Verdacht zu stehen, Antisemitismus und Rassismus unter dem Deckmantel der Erdogan-Kritik zu verbreiten oder etablieren zu wollen. Übrigens wurde das von einer „sozialistischen“ Seite geteilt, was dem ganzen die Krone aufsetzt. Erdal Kuzu in Facebook, am 18. Februar 2020:
„Der größte Terrorist und Scharlatan ist der georgische Bastard Kerdoğan [Verbalhornung des Namens Erdogan] mit einer jüdischen Auszeichnung für überlegene Tapferkeit.“
Also, was ist dann das Problem der „Opfer“ bzw. der Filmemacher, die von ARD und ZDF seit geraumer Zeit hofiert werden? Das Problem ist nicht das türkische Recht, sondern die türkische Regierung unter Recep Tayyip Erdogan. Haben die „Opfer“, Filmemacher, der ARD und das ZDF also ein Problem mit dem Wahlvolk? Schließlich hat das Volk in seiner Mehrheit die Regierung aufgeboten; Erdogan ist also nicht an die Macht geputscht worden! Wer aber mit dem Volk ein Problem hat, der hat auch ein Problem mit den Türkischstämmigen im Bundesgebiet und da wären wir bei der Frage angelangt, weshalb ARD und ZDF derzeit dermaßen viele Filme über sogenannte Probleme mit Türkischstämmigen ausstrahlt? Generell gab es unter den Türkischstämmigen immer schon den Eindruck, dass man im Bundesgebiet als Menschen zweiter Klasse angesehen wird, mit denen man nach Belieben umspringen, ausgrenzen oder als „Täter hinstellen“ kann. Jetzt verstärkt sich aber der Eindruck, dass die Bundesregierung diesen Menschen mit dem Zaunpfahl auch noch über öffentlich-rechtliche Sender zuwinkt und droht.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Corona-Krise
Lauterbach: NRW geht mit Grundschulöffnung hohes Risiko ein

Düsseldorf – Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach hat die geplante Öffnung der nordrhein-westfälischen Grundschulen als riskant kritisiert und vor einer „zweiten Infektionswelle“ gewarnt. „Auch Grundschüler können ansteckend sein. Wenn wir auf diese Art und Weise öffnen, gehen wir ein hohes Risiko ein und gefährden damit Lehrer, Eltern und Kinder“, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Er sei für die Grundschulöffnung, „allerdings scheinen die Vorbereitungen alles andere als optimal zu sein“. In NRW sollen ab dem 15. Juni wieder alle Kinder zur Grundschule gehen. Ein Abstandsgebot oder eine Maskenpflicht soll es nicht geben. Stattdessen sollen die Schüler strikt unter sich im festen Klassenverband bleiben. Lauterbach forderte, es dürfe „nur in ausgedünnten Klassen“ unterrichtet werden. Zudem müsse weiterhin Abstand gehalten und viel gelüftet werden. „Außerdem müssten Lehrer und Eltern die Möglichkeit bekommen, sich jederzeit ohne bürokratischen Aufwand testen zu lassen. Wir müssen verhindern, dass es zu einer zweiten Infektionswelle kommt.“

Impfallianz
Bill & Melinda Gates Stiftung sagt der Impfallianz Gavi 1,6 Milliarden US-Dollar zu

Entscheidungsträger aus der ganzen Welt bündeln Kräfte, um zusätzlich 300 Millionen Kinder vor Krankheiten zu schützen und die Folgen der Covid-19-Krise zu begrenzen Die Bill & Melinda Gates Stiftung hat heute der Impfallianz Gavi 1,6 Milliarden US-Dollar für die kommenden fünf Jahre zugesagt, damit die weltweit ärmsten Länder mit lebenswichtigen Impfstoffen versorgt werden können. Angekündigt wurde dieses finanzielle Engagement beim Globalen Impfgipfel 2020, der vom Premierminister des Vereinigten Königreichs, Boris Johnson, ausgerichtet wurde. Mit den heutigen Zusagen für die nächste Finanzierungsperiode kann die Allianz zusätzlich 300 Millionen Kinder in den weltweit gefährdetsten Bevölkerungsgruppen erreichen und so bis zu acht Millionen Menschenleben retten. Die Gesamtzahl der Kinder, die mit Unterstützung der Gavi-Allianz seit dem Start der Initiative im Jahr 2002 immunisiert wurden, wird somit die Milliarden-Marke überschreiten. Gavi setzt sich dafür ein, dass Routineimpfungen trotz der aktuellen Covid-19-Krise auch weiterhin durchgeführt werden. Darüber hinaus nimmt die Allianz aber auch eine entscheidende Rolle bei der Krisenbewältigung selbst ein: Sobald Covid-19-Impfungen bereitstehen, wird Gavi mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung dafür sorgen, dass sie in Niedriglohnländern verfügbar werden. „Außerhalb des weltweiten Gesundheitssektors kennen wenige Menschen Gavi. Doch in den letzten zwanzig Jahren hat die Allianz verändert, wie die Welt die Gesundheit von Kindern schützt und sich dafür finanziell engagiert“, so Melinda Gates, Co-Vorsitzende der Bill & Melinda Gates Stiftung. „Wenn uns die aktuelle Pandemie eines gelehrt hat, ist das die Bedeutung von Schutzimpfungen gegen tödliche Krankheiten. Mit den heutigen finanziellen Beiträgen unterstützen die Geldgeber Gavi, noch mehr Leben zu retten.“ In enger Zusammenarbeit mit den Regierungen von Entwicklungsländern, Impfstoffherstellern, Geldgebern und anderen Partnern weltweit hat die Allianz beeindruckende Fortschritte erzielt. Trotz der außergewöhnlichen Ergebnisse hatten 2018 ein Zehntel aller Kinder jedoch keine Grundimmunisierung. Hinzu kommt, dass Covid-19 Gesundheitssysteme überlastet, Lieferketten unterbricht und medizinische Fachkräfte davon abhält, auf sichere Weise Schutzimpfungen gegen vermeidbare Krankheiten durchzuführen – ein Risiko für Millionen Menschen. „Um die Covid-19-Pandemie zu bewältigen, braucht die Welt mehr als bahnbrechende Forschung. Sie braucht eine wahrhaft bahnbrechende Großzügigkeit. Und genau das nehmen wir aktuell auch wahr: Entscheidungsträger des öffentlichen und privaten Sektors machen sich für Gavi stark – insbesondere Premierminister Johnson“, so Bill Gates, Co-Vorsitzender der Bill & Melinda Gates Stiftung. „Wenn Covid-19-Impfungen bereitstehen, wird dieses finanzielle Engagement und die weltweite Koordination dafür sorgen, dass die Menschen überall Zugang haben.“ Seit ihrer Gründung vor mehr als zwei Jahrzehnten wird die Impfallianz von der Gates Stiftung unterstützt. So konnten eine dreiviertel Milliarde Kinder immunisiert, 13 Millionen Leben gerettet und die Kindersterblichkeit in den Gavi-Partnerländern halbiert werden.
Ein Baby wird im Umoja Heath Centre in Nairobi
geimpft. 16. Mai 2019. (Foto: Gates Archiv)
„In einer der schwersten Zeiten, die wir jemals durchlebt haben, in der die Covid-19-Pandemie überall weltweit Impfprogramme schwächt und immense wirtschaftliche Schäden verursacht, kommt diesem finanziellen Engagement eine tragende Rolle zu. Mit diesem Beitrag können Länder dabei unterstützt werden, das Wiederauftreten von anderen tödlichen und durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten zu verhindern“, so Dr. Ngozi Okonjo-Iweala, Vorstandsvorsitzende von Gavi. Außerdem stellt die Gates Stiftung Gavi 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um Covid-19-Impfungen für Niedriglohnländer zu kaufen. Dafür wird ein neues „COVID-19 Vaccine Advance Market Commitment“ genutzt, also eine Verpflichtung zur vorgezogenen Markteinführung. Neben den heute zugesagten 50 Millionen US-Dollar an neuen Mitteln beinhaltet dieser Beitrag die bei der internationalen Geberkonferenz „Global Response“-Initiative im Mai angekündigten 50 Millionen US-Dollar. Das heutige finanzielle Engagement der Stiftung umfasst auch die im Januar 2020 angekündigten 75 Millionen US-Dollar für den Gavi Matching Fund. Über die Bill & Melinda Gates Stiftung Geleitet von der Überzeugung, dass jedes Leben gleichen Wert hat, setzt sich die Bill & Melinda Gates Stiftung dafür ein, dass alle Menschen ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen können. Ziel in den Entwicklungsländern ist, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, sich selbst von Hunger und extremer Armut zu befreien. In den USA wiederum soll allen -insbesondere aber jenen mit den geringsten Ressourcen – die Chance auf Bildung und ein erfolgreiches Leben zukommen. Der Stiftung mit Sitz in Seattle (Bundesstaat Washington) stehen unter der Leitung von Bill und Melinda Gates sowie Warren Buffett der CEO Mark Suzman und der Co-Vorsitzende William H. Gates Sr. vor.

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Literatur
Das Leben und Wirken des Ömer Seyfettin

Ein Gastkommentar von Isa Ak – ak-isa@gmx.de Das Osmanische Reich befand sich durch die Aufstände der christlichen Minoritäten, den stetigen Kriegen mit Russland und den Einmischungen der europäischen Großmächte im Zerfall. In dieser Zeit wurde Ömer Seyfettin 1884 in Gönen (Balıkesir) geboren. Sein Vater stammte aus dem Kaukasus und seine Mutter aus Istanbul. Bis zum heutigen Tag gilt Ömer Seyfettin als einer der produktivsten und einflussreichsten Schriftsteller der Türkei. Mit Ziya Gökalp hatte er einen wichtigen Anteil an der Verbreitung der Idee des türkischen Nationalismus. Beide publizierten in der Zeitschrift „Genç Kalemler“, wobei Gökalp die theoretische Grundlage für den türkischen Nationalismus schuf und Ömer Seyfettin seine Thesen literarisch untermauerte. Seyfettins schreiberische Tätigkeiten zielten darauf ab, die türkische Volkssprache zu benutzen, um ihr mehr Bedeutung beizumessen. Dafür sollten so wenig arabische und persische Begriffe wie möglich verwendet werden. Ideologisch war er ein ethnoreligiöser Kulturpatriot, der die panturkistische Idee unterstützte und jede Form von Rassismus ablehnte. Seine Werke Als Seyfettin 1920 starb, hinterließ er über hundert Kurzgeschichten. Diese Erzählungen spielten zwischen 1908 – 1920 und geben einen wichtigen Einblick in diese historische Epoche. Seine Geschichten handeln von der Suche nach Identität, den Kampf zwischen Tradition und Moderne, dem Verlust der Heimat, der Liebe zur Nation und die Bereitschaft sich für sie zu Opfern. Im Folgenden möchte ich drei seiner Werke kurz vorstellen: Aleko (Manzara Verlag/5,90€) ISBN: 978-3939795278 Die Geschichte spielt in Gallipoli zur Zeit der Dardanellen-Schlacht 1915. Es handelt von einem Jungen, der im Chaos des Ersten Weltkriegs versucht zu überleben und behandelt die Frage nach der Aufopferung der Jugend für die Nation. Das Tagebuch eines jungen Armeniers (Manzara Verlag/5,90€) ISBN: 978-3939795735 Das Buch behandelt den sogenannten „Osmanismus“ in der sich alle Elemente des Osmanischen Staates als Staatsnation wiederfinden konnten. Dadurch sollte der ethnische Nationalismus der christlichen Minderheiten zurückgedrängt und eine alternative Ideologie zur Verfügung gestellt werden. Seyfettin setzt sich in diesem Buch kritisch mit der genannten Thematik auseinander. Primo, der türkische Junge (Manzara Verlag/9,90€) ISBN: 978-3939795025 Primo ist der Sohn eines türkischen Vaters und einer italienischen Mutter. Die Geschichte illustriert einen kurzen Abschnitt des Lebens von Primo vom Angriffskrieg Italiens 1911 auf die osmanische Provinz Tripolitannien (Libyen) bis zum Verlust Salonikis in den Balkankriegen 1912/1913. In dieser Zeit stellt sich ihm die Frage nach seiner Identität. Wer bin ich? Wohin gehöre ich? Die Beschäftigung mit Ömer Seyfettin lässt dem geneigten Leser die damaligen historischen Erlebnisse Revue passieren und ermöglicht auch literarisch in diese überaus spannende Zeit einzutauchen.

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Corona-Krise
Touristikanbieter drängt auf Reisewarnung-Aufhebung für Türkei

Berlin – Während die Reisewarnung für Corona-Hotspots, wie Italien und Spanien, am Mittwoch aufgehoben wurden, gilt sie weiterhin für die Türkei. Durch strenge Maßnahmen Ankaras und einem gut vorbereiteten Gesundheitssektor, hat das Land die Corona-Pandemie bisher eigentlich gut überstanden und eine verhältnismäßig geringe Opferzahl zu beklagen. Der Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) in der Türkei lobte in einem Interview das türkische Gesundheitssystem. „Wir müssen die Widerstandsfähigkeit unseres Gesundheitssystems stärken. Die Türkei hat ein sehr gutes Beispiel abgegeben“, sagte Christian Berger in einem Interview. Das türkische Gesundheitssystem habe es tatsächlich geschafft, mit der Krise gut umzugehen, und zwar deshalb, weil es über die Jahre ein starkes Gesundheitssystem aufgebaut habe, so Berger. Der Chef des Reisedienstleisters Ben-Tour, Deniz Ugur, zeigt Unverständnis für die Entscheidung Berlins. Dafür gäbe es keinen sachlichen Grund, sagte Ugur in einem Gespräch mit dem Tourismusportal fvw. Das Land habe ein überzeugendes Sicherheits- und Hygiene-Konzept vorgelegt und verfüge über eine gute medizinische Infrastruktur für Urlauber, so Ugur weiter. Auch der langjährige Vorsitzende des Hotelverbands, Ahmet Barut, sagte der fvw, die türkischen Hoteliers seien vorbereitet. Viele Fluggesellschaften, wie Turkish Airlines, Sun Express, Condor und Corendon, wollen von Mitte bis Ende Juni an wieder die Türkei anfliegen. Wenn über die Reisewarnung für die Türkei erst Mitte Juni entschieden werde, würden die Kunden verunsichert und für Veranstalter und Ferienflieger fehle der Vorlauf, um das Geschäft wieder hochzufahren, sagte Ugur dem fvw weiter. Politische Gründe Viele Beobachter gehen von politischen Gründen für die Nichterwähnung der Türkei am Mittwoch aus. Außenminister Heiko Maas gilt als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Hierzu der Kommentar eines Lesers:
Die Pandemie und die dazugehörigen Beschränkungen sind eine moderne noch nicht genutzte Waffe gegen unliebsame Politiker und deren Politik. Jeder touristische Monat, der in der Bilanz fehlt, fehlt auch beim BIP, und schwächt somit das innere Gefüge. Mal eine ganz neue These, so als angehender Verschwörungstheoretiker. 🙂 Unter uns, warum soll die Türkei erst im August bedient werden, obwohl die Pandemie in deren Urlaubsorten wohl nicht so ausgeprägt ausgefallen ist, wie in Tirol und da darf ich ja wieder hin, muß aber die Transitbeschränkungen in Österreich beachten.
Maas kündigte am Mittwoch nach einer Sitzung mit dem Bundeskabinett die Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni an.
Auf europäischer Ebene soll es dann individuelle Reisehinweise für einzelne Länder geben. Das habe das Bundeskabinett für alle EU-Staaten sowie für Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein beschlossen.
„Ab dem 15. Juni wird die weltweite Reisewarnung für die EU, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt“, sagte der SPD-Politiker. https://twitter.com/HeikoMaas/status/1268103080068997120 Der Deutsche Reiseverband (DRV) begrüßte den Kabinettsbeschluss. „Das ist ein richtiger und ganz wichtiger Schritt für die Reisenden und natürlich die Reisewirtschaft mit ihren Hunderttausenden Beschäftigten“, erklärte DRV-Präsident Norbert Fiebig der tagesschau. Damit gebe es jetzt wieder ein Stück Planungssicherheit „und der Motor für die Wiederaufnahme des Reisens kann anlaufen“. Fiebig fordert in einem weiteren Schritt, nun auch Reiseziele außerhalb Europas zu betrachten. „Auch dort sollte der Maßstab gelten, wie gut die einzelnen Länder die Pandemie im Griff haben, wie hoch die Infektionszahlen sind und wie gut das Gesundheitssystem dort aufgestellt ist“, zitiert die tagesschau Fiebig.       

Corona-Krise
Weltärztechef Montgomery kritisiert Grenzöffnungen

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Montgomery: „Verfrühter Schritt“ – Appell an Bürger, im eigenen Land zu urlauben Osnabrück – Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery hat den heutigen Kabinettsbeschluss kritisiert, die Grenzen ab Mitte Juni wieder zu öffnen. „Das ist ein verfrühter Schritt. Durch die Grenzöffnungen und den Tourismus entsteht wieder ein neues Risiko, dass Menschen aus anderen Ländern das Virus einschleusen. Die Grenzöffnungen bleiben riskant“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Es wäre deutlich klüger gewesen, die Grenzen zuzulassen.“ Das grüne Licht für Reisen sei aus zweierlei Sicht kritisch, sagte Montgomery. „Wenn jetzt Tagestouristen aus England, Frankreich oder Spanien nach Berlin oder Hamburg strömen und schnell zurückkehren, gibt es keine Chance festzustellen, ob sie das Virus wieder eingeschleppt haben“, sagte er. Zweitens scheine es auf den ersten Blick unbedenklich, aus Deutschland in ein Land mit wenigen Infektionen zu reisen, etwa nach Portugal. „Aber wenn dort in der benachbarten Strandburg eine Familie aus England oder Spanien urlaubt, die Kinder gemeinsam spielen, man sich abends im Restaurant bei einer Flasche Wein begegnet, kann es rasch zu Ansteckungen kommen.“ Traditioneller Urlaub sei bei der bestehenden Virus-Gefahr einfach nicht möglich, betonte Montgomery in der NOZ. „Ich kann an die Menschen nur appellieren, trotz Grenzöffnungen innerhalb des eigenen Landes Ferien zu machen.“ Denn: „In der Strandbar auf Sylt kann man besser auf sich und andere aufpassen als an der Riviera, wo Sprach- und Kulturdifferenzen das Einhalten der Regeln erschweren.“

Ausland
Türkei: Der Mord am Kurden Barış Çakan

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Ankara, Stadtteil Etimesgut, am frühen Sonntagabend des 31. Mai. Ein Freund von Barış Çakan ruft ihn an, um sich mit ihm zu treffen. Barış will gerade aus der Wohnung, als sein Vater von ihm wissen möchte, wo er hingeht. Er erklärt, dass er sich für ein paar Minuten mit seinem Freund treffen möchte und danach wiederkommt. Er schließt die Wohnungstür hinter sich zu. Etwa 15-20 Minuten später ruft der Freund von Barış dessen Vater an und fragt, ob er schon wieder Zuhause sei. Der Vater wundert sich und meint, er sei noch nicht da und fragt was passiert sei. Der junge Mann erklärt sie seien in eine Schlägerei verwickelt gewesen und wären dann fortgerannt. Deshalb habe er wissen wollen, wo sich Barış derzeit befindet und ob er Zuhause sei. Nach diesem kurzen Telefongespräch geht der Vater aus dem Haus und will selbst herausfinden, wo sich sein Sohn befindet. Man führt den Vater an den Tatort. Der Freund erklärt dem Vater wie es zum tödlichen Angriff auf seinen Freund kam. Beide wären auf der Straße gelaufen und hätten sich unterhalten, als ein Auto mit drei Insassen gefahren und mit sehr lauter Musik unterwegs gewesen sei. Das Auto hätte vor ihnen angehalten. Gerade zu diesem Zeitpunkt wäre der Gebetsruf des Muezzins zu hören gewesen und er habe den drei Insassen erklärt, dass gerade der Gebetsruf (Ezan) zu hören sei und es sei doch respektlos jetzt so laut Musik zu hören. Sie sollten doch bitte die Musik so lange leiser stellen. Es wäre daraufhin zu einem Streit gekommen. Dem Freund wäre es gelungen sich aus den Händen der Angreifer zu befreien, aber Barış hätte es leider nicht geschafft und sei von einem der Männer mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden. Was ich hier beschrieben habe beruht auf den Aussagen des Vaters von Barış Çakan. Ich habe es ins Deutsche übersetzt. Damit es nachprüfbar ist was ich hier verfasst habe, kann sich jedermann das Video ansehen, um sich selbst eine eigene Meinung zu bilden. Der herbeigerufene Krankenwagen brachte den schwerverletzten Barış Çakan in ein Krankenhaus, wo die Ärzte um das Leben des 20-Jährigen kämpften. Trotz aller Anstrengungen konnte das medizinische Personal das Leben von Barış nicht mehr retten. Die drei mutmaßlichen Täter wurden kurze Zeit später noch am Tatort von der Polizei festgenommen und durch einen Ermittlungsrichter wurde Haftbefehl erlassen. Der Terrororganisation PKK nahe Organisationen und einige deutsche Medien haben in den letzten drei Tagen verbreitet, Barış Çakan sei von „türkischen Nationalisten“ ermordet worden, weil er kurdische Musik gehört habe. Sowohl die ermittelnde Staatsanwaltschaft als auch das Innenministerium in Ankara haben diesen Vorwurf dementiert und auch der Vater des ermordeten 20-Jährigen hat nichts dergleichen gesagt. Der Name von Barış bedeutet im Deutschen Frieden und die der PKK nahestehende Parteien und Organisationen benutzen in ihrem Vokabular immer wieder die Begriffe Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, obwohl die PKK bekanntlich nicht davor zurückschreckt Zivilisten, Soldaten und Polizisten zu töten. Wenn die PKK blutige Anschläge verübt, ist von diesen „Menschenrechtsaktivisten“ kein Pips zu hören. Das gilt auch für ihre Unterstützer in Europa und den USA. Bei Anschlägen in der Türkei hat diese Terrororganisation über 40.000 Menschen auf dem Gewissen. Wenn die türkischen Anti-Terror-Einheiten Operationen gegen die PKK durchführen, wird der türkischen Armee schlagzeilenträchtig ein „Krieg gegen die Kurden“ vorgeworfen, wenngleich diese Behauptungen jeglicher Grundlage entbehren. Die Vertreter des politischen Arms der PKK sind sich wie in diesem traurigen Fall nicht zu schade über den Mord an Barış Çakan Fake-News zu verbreiten. Der Vater hat in einer live zugeschalteten TV-Sendung noch einmal seine Sichtweise dargelegt und die Behauptungen von PKK nahen Organisationen verneint. Hier ist ein junger Mensch wegen einer Nichtigkeit durch drei Männer ermordet worden. Wer war nicht schon auf dem Taksim-Platz in Istanbul, in der langen Istiklal Caddesi oder in Eminönü, dort findet man an vielen Ecken Künstler, die kurdische Lieder singen. Niemand regt sich darüber auf, weil die meisten Menschen in der Türkei nicht nach der ethnischen Herkunft die Menschen beurteilen. Im Stadtteil Arnavutköy in Istanbul leben viele Menschen kurdischer Herkunft. Hat sich irgendjemand aufgeregt, weil in einer Straße kurdische Musik gespielt wurde? Nein, das ist nicht der Fall.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Fußball International
Bericht: Adidas beendet Zusammenarbeit mit Arsenal-Star Mesut Özil

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Herzogenaurach – Nach Mercedes werde auch der Sportartikelhersteller Adidas den Ausrüster-Vertrag mit Mesut Özil nicht weiter verlängern. Der Werbevertrag lief in diesem Jahr aus. Für sieben Jahre soll der Weltmeister von 2014 bis zu 25 Millionen Euro kassiert haben. Mercedes hatte bereits 2018 den Vertrag als Markenbotschafter mit dem deutschen Ex-Nationalspieler auslaufen lassen. Wie Medien unter Berufung auf eine Meldung der BILD berichten, habe Adidas-Sprecher Oliver Brüggen auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Konzern Vertragsgespräche grundsätzlich nicht öffentlich kommentiere. Auch Özils Manager habe sich noch nicht geäußert. Der 31-Jährige Profifußballer repräsentierte Adidas seit 2013. Ein Grund für die Beendung der Zusammenarbeit könnten Berichten zufolge Einbußen infolge der Corona-Krise sein. Die BILD vermutet jedoch, dass auch die öffentliche Darstellung von Özil eine Rolle gespielt haben dürfte. Er teilte 2018 auf Instagram ein gemeinsames Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Özil verdiente laut dem US-Magazins „Forbes“ im vergangenen Jahr 25,8 Millionen Euro und war damit der bestbezahlte deutsche Fußballer. Der Ex-Schalker steht noch bis 2021 bei Arsenal unter Vertrag.

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Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil, hat mit einer weiteren guten Tat die Herzen der Menschen gewonnen.

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Corona-Krise
Turkish Airlines startet Flugverkehr nach Europa

Istanbul – Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) kündigte am Dienstag an, Flüge zwischen der Türkei und ersten europäischen Städten wiederaufzunehmen. Insgesamt will die Fluggesellschaft ab dem 18. Juni 16 Destinationen in Europa anfliegen, berichtet TRT Deutsch unter Bezugnahme auf den Pressesprecher der Airline, Yahya Üstün. Unter den Anflugzielen sei auch die deutsche Stadt Frankfurt. Der Flug von Frankfurt werde in der zentralanatolischen Stadt Elazığ landen. Auch werde es eine Verbindung zwischen Basel und Gaziantep geben, berichtet TRT Deutsch weiter. Inwiefern die Ankündigung auch Rückflüge nach Europa miteinschließt und welche weiteren Destinationen die Turkish Airlines in Deutschland künftig anfliegen wird, sei noch unklar. Nach rund zwei Monaten nahm die Türkei am Montag auch wieder Inlandflüge auf. Eine Maschine der Turkish Airlines (THY) startete vom Flughafen Istanbul nach Ankara. Laut TRT Deutsch benötigen Passagiere nach Angaben des THY-Geschäftsführers Bilal Ekşi eine Corona-App, um fliegen zu dürfen. Diese bestätige unter anderem, dass der Reisende nicht krank ist. An den Flughäfen müssten zudem Auflagen eingehalten werden. So dürfen etwa nur Reisende, nicht aber ihre Begleitpersonen, in das Flughafengebäude. Außerdem gilt eine Maskenpflicht, so TRT Deutsch. Die türkischen Behörden kündigten zudem weitere Lockerungen der Beschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus an. Restaurants, Cafés, Sportstudios und Kindergärten öffneten wieder unter Auflagen. Strände, Parks und Museen sind ebenfalls unter Vorsichtsmaßnahmen wieder zugänglich, berichtet TRT Deutsch weiter.

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„Die Türkei mag einen Weg gefunden haben, die Wirtschaft teilweise – oder sogar weitgehend – offen zu halten und gleichzeitig COVID-19 zu bändigen, aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen. Angesichts der Tatsache, dass US-Präsident Donald J. Trump Präsident Erdoğan anscheinend aufrichtig bewundert, kann er vielleicht etwas von seinem harten Amtskollegen in Ankara lernen“, schrieb Bryza in einem veröffentlichten Beitrag auf der Webseite der in Washington ansässigen US-Denkfabrik Atlantic Council.
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Gaming
Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Istanbul – Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen. Das haben die Unternehmen am gestrigen Montag bekanntgegeben. Zu Peaks bekannten Games gehören  “Toon Blast” und “Toy Blast”. Das 2010 gegründete Unternehmen Peak zählt derzeit 100 Mitarbeiter. Mit dem Kauf soll Zyngas Anzahl der täglich aktiven Nutzer um rund 60 Prozent erhöht werden. Die Bekanntgabe des Deals kam an der Börse gut an. Zyngas Aktien stiegen im US-Handel zeitweise um fast sieben Prozent. Zynga will den Kaufpreis zur Hälfte in bar und zur Hälfte in eigenen Aktien bezahlen. Die Übernahme soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. An der Übernahme verdiene Medienberichten zufolge auch der aus München stammende Risikokapitalgeber Earlybird mit. Demnach gehörten den deutschen Investoren zuletzt rund 30 Prozent an Peak Games. Die Übernahme sei einer der größten Deals in der türkischen Geschichte, sagte ein Sprecher von Peak am Montag. „Während des letzten Jahrzehnts haben wir Hunderte von Millionen Menschen in 193 Ländern erreicht, und unser Traum war es, Milliarden zu erreichen“, sagte Ömer Inönu, Strategiedirektor von Peak, auf einer Online-Konferenz. „Mit einer sehr wichtigen Vereinbarung wird Peak seine Aktivitäten mit Zynga fortsetzen“, sagte Inönü. Sidar Sahin, der Gründer der türkischen Firma, wird weiterhin Peak Games in Istanbul leiten, und der Betrieb der Firma wird unter der Marke Peak fortgesetzt, betonte Inönü. Zwei Peak-Spiele – Toy Blast und Toon Blast – gehörten zu den beliebtesten Spielen in den USA und Japan, fügte er hinzu. Peak Games erreiche täglich 12 Millionen aktive Nutzer. Das erste Einhorn der Türkei Mustafa Varank, der türkische Industrie- und Technologieminister, sagte, Peak Games sei das erste türkische Einhorn, also ein Startup-Unternehmen im Wert von über 1 Milliarde Dollar. Diese Übernahme sei ein Meilenstein für das Startup-Ökosystem des Landes, fügte er hinzu. Ein Einhorn (englisch: Unicorn) bezeichnet ein Startup-Unternehmen mit einer Marktbewertung, vor einem Börsengang oder einem Exit, von über einer Milliarde US-Dollar. Das Magazin Fortune listet im Juni 2016 insgesamt 174 Einhorn-Startups, darunter auch einige europäische und deutsche Unternehmen. Ruhsar Pekcan, die Handelsministerin des Landes, betonte, dass die Übernahme ein „stolzer Moment für die Türkei“ sei. Berat Albayrak, der Finanzminister, betonte, dass diese Vereinbarung eine der größten Übernahmen in der türkischen Geschichte sei.
(Screenshot/Twitter)