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Balkan
Serbien: Vucic deutet auf Referendum zur Anerkennung des Kosovo hin
„Die beiden Länder waren in der Lage, einen wichtigen Durchbruch zu erreichen, den niemand für möglich gehalten hätte“, sagte Trump im Weißen Haus in Anwesenheit des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und des kosovarischen Ministerpräsidenten Avdullah Hotl.
In seiner Rede vor Reportern im Oval Office sagte Trump, dass der Wirtschaftspakt als Sprungbrett für die weitere Zusammenarbeit diene und beschrieb das Erreichte als einen einigenden Faktor. „Wirtschaft kann Menschen zusammenbringen“, sagte Trump während einer Unterzeichnungszeremonie, die den Durchbruch besiegelte. „Es wurde viel gekämpft, und jetzt gibt es viel Liebe“, so der US-Präsident. „Ohne Kosovo-Anerkennung kein EU-Beitritt“Ohne den Kosovo anzuerkennen, werde Serbien nie der EU beitreten, sagte der damalige Sondergesandte des US-Außenministeriums für den Westbalkan, Matthew Palmer, in der kosovarischen Hauptstadt Pristina bereits im November vergangenen Jahres.
Vucic wisse, dass Serbien nie der EU beitreten würde, ohne das Problem mit dem Kosovo zu lösen, sagte Palmer bei einer Rede vor Studenten in der Nationalbibliothek von Pristina, berichteten kosovarische Medien.Der Kosovo dürfe nicht aus einer dauerhaften Lösung auf dem Balkan ausgeschlossen werden und betonte, dass die Lösung der Kosovo-Serbien-Beziehungen nach wie vor eine strategische Priorität für die Vereinigten Staaten sei. Der Sonderbeauftragte betonte, dass Washington die neue Regierung Kosovos ermutige, den Dialog mit Serbien wieder aufzunehmen.
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Flüchtlingskrise
Flüchtlingslager Lesbos: Dreijähriges Mädchen vergewaltigt
In dem provisorischen Flüchtlingscamp Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zu einem schrecklichen Ereignis gekommen: Ein 3-jähriges Mädchen sei mutmaßlich vergewaltigt worden. Das Kind sei am Montag bewusstlos und blutend in einem der Waschräume gefunden worden. Untersuchungen laufen.
„Wir sind sehr bestürzt“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der Hilfsorganisation. „Seit das Lager auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kara Tepe im September notdürftig errichtet wurde, weisen wir immer wieder auf die katastrophalen Bedingungen hin und warnen vor den Gefahren, vor allem für Kinder.“ Die Versorgungslage und die hygienischen Bedingungen in dem Lager seien völlig unzureichend, die Atmosphäre höchst angespannt. Bereits in dem Vorgängercamp Moria sei es immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Auch in dem neuen Zeltlager, in dem aktuell 7500 Menschen untergebracht seien, hätten Kinder keinerlei Schutz. „All das war von Beginn an offensichtlich!“, sagt Boris Breyer.
Offenbar als Reaktion auf das furchtbare Ereignis habe die Regierung aktuell beschlossen, 200 Personen, hauptsächlich Kinder und Familien, in ein anderes Lager umzusiedeln, das sich ebenfalls auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz befinde. Dort seien die Bedingungen deutlich besser. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien hier seit Jahren, leisten psychosoziale Hilfe und unterstützen bei der Bildung.
„Die Umsiedlung kann nur ein erster Schritt sein!“, sagt Pressesprecher Breyer. Die griechische Regierung müsse den Schutz und die Sicherheit für alle Flüchtlingskinder gewährleisten. Auch die EU sei hier in der Verantwortung. Sorgen mache der Hilfsorganisation auch der einbrechende Winter. Boris Breyer sagt: „Das Lager liegt direkt am Meer. Die Menschen hausen in Zelten, sie sind den heftigen Winden und eisigen Temperaturen ausgesetzt. Das ist menschenunwürdig!“
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Milgem-Projekt
Rüstungsdeal: Ukraine bestellt türkische Kriegsschiffe
Von Kemal Bölge
Einen Tag nachdem Washington gegen Ankara Sanktionen verhängte, hat das ukrainische Verteidigungsministerium neue Korvetten und Kampfdrohnen aus türkischer Produktion bestellt. Sie werden für die ukrainische Marine beschafft, um die Sicherheit in den Regionen Schwarzes und Asowsches Meer zu erhöhen.
Laut der Erklärung vom 15. Dezember 2020 unterzeichnete der ukrainische Verteidigungsminister Andrii Taran die Dokumente während eines Besuchs Ismail Demirs, Leiter des Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB) der Türkei, in der Ukraine.

Als Italien wegen der osmanischen Provinz Libyen 1911 der Regierung des Osmanischen Reiches den Krieg erklärte, hatte das Osmanische Reich keine ernst zu nehmenden Kriegsschiffe, die es gegen die italienische Marine hätte einsetzen können.
Es wurden türkische Freiwilligeneinheiten nach Libyen entsandt, die gegen die italienischen Besatzer an der Seite von Libyern kämpften und diesen die Grundlagen moderner Taktik und Gefechtsführung vermittelten. Unter den Freiwilligeneinheiten befand sich auch der damalige Offizier Mustafa Kemal (der spätere Staatsgründer Atatürk), der am 27. November 1911 zum Major befördert wurde.
Das Manko, über keine leistungsfähige Marine zu verfügen, blieb während des Ersten Weltkriegs und des nationalen Befreiungskrieges bestehen. Nach der Gründung der Türkischen Republik wurde neben dem Aufbau des Heeres und der Luftwaffe erstmals auf die Errichtung einer starken Marine Wert gelegt. Bereits 1924 hatte Präsident Atatürk erklärt, mit dem Kauf von ausländischen Schiffen könne keine eigene Kriegsflotte aufgebaut werden. Im Zuge dessen wurden Schiffswerften errichtet, auf denen die ersten kleineren Einheiten gebaut wurden.
Abhängigkeit von den USA
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Beitritt der Türkei zur NATO wurde auf die eigenständige Entwicklung und den Bau eigener Kriegsschiffe verzichtet. Insbesondere in den 50er und 60er-Jahren hatten die USA türkische Regierungen dazu gedrängt, keine eigenen Waffensysteme herzustellen, da diese aus den Vereinigten Staaten importiert werden sollten. Damit geriet die türkische Armee bei der Beschaffung von militärischer Ausrüstung und Bewaffnung für alle Teilstreitkräfte in die Abhängigkeit der USA. Nachdem die Türkei 1974 in Zypern militärisch intervenierte, beschlossen die USA ein Waffenembargo gegen Ankara. Als Reaktion wurden in der Türkei Stiftungen und Rüstungsunternehmen gegründet, die die Entwicklung von eigenen Waffensystemen unterstützen sollten.
Machbarkeitsstudie eröffnet Weg zum Bau von türkischen Kriegsschiffen
Die Idee und die Umsetzung für den Bau eigener Kriegsschiffe begann in der Türkei in den 90er-Jahren bzw. 1996 mit dem Milgem-Projekt. Der Begriff „Milgem“ ist die Abkürzung für Milli Gemi und bedeutet auf Deutsch nationales Schiff. Das Oberkommando der türkischen Marine arbeitete damals an einer Machbarkeitsstudie zum Bau von türkischen Kriegsschiffen.
Großen Anteil an der Verwirklichung des Milgem-Projekts hatten unter anderem der Admiral a.D. zur See, Özden Örnek und Admiral a.D. Mazlum Savaş Onur. Im Februar 2000 fiel der Startschuss zum Milgem-Projekt, bei dem insgesamt 12 Kriegsschiffe produziert, vier davon mit einer Optionsklausel werden sollten. Aufgrund des sich ändernden Bedarfs der türkischen Marine und der instabilen Lage in der Region wurde der Bedarf an Korvetten der Ada-Klasse auf vier reduziert, um bedarfsgerechte größere Kriegsschiffe bauen zu können.
Das Projekt sah zudem den Export der Milgem-Korvetten an andere Länder vor. In der Istanbuler Marinewerft begann 2005 der Bau der Korvette TCG-Heybeliada (F-511), am 27. September 2008 lief sie vom Stapel und am 28. September 2011 wurde sie am 473. Jahrestag der Seeschlacht von Preveza nach erfolgreichen Tests den türkischen Seestreitkräften feierlich übergeben. Neben der erwähnten TCG-Heybeliada wurde 2013 die TCG Büyükada (F-512), 2018 TCG-Burgazada (F-513) und 2019 die TCG-Kınalıada (F-514) von der türkischen Marine in Dienst gestellt.
Pakistan hatte 2018 eine internationale Ausschreibung für die Beschaffung von neuen Korvetten veröffentlicht. Der Auftrag ging an die Istanbuler Marinewerft, die zwei Korvetten der Jinnah-Klasse (eine modifizierte Version der Ada-Klasse) in der Türkei baut und die anderen beiden in der pakistanischen Küstenstadt Karatschi. Die ersten beiden Korvetten sollen nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums 2023 in Istanbul sowie in Karatschi den Seestreitkräften der beiden Länder übergeben werden, die Indienststellung zweier, weiterer Schiffe soll 2024 erfolgen.
Details zu den Milgem-Korvetten (Ada-Klasse):
Abmessungen • Länge: 99 Meter • Maximale Breite: 14,40 Meter • Tiefgang: 3,59 Meter • Verdrängung: 2000 Tonnen
Waffen 8 x Harpoon Blok II SSM BB 1 x 76 mm AutoMelara-Kanone 1 x RAM PDMS [21mesh ]
2 x 324 mm Doppelrohr-Torpedosystem (Mk 46/54 Torpedos) 2 x 12,7 mm STEMPEL (stabilisiert) Maschinengewehrplattform, ASELSAN) 1 x S-70B SeaHawk
Hauptantriebsstränge (Antriebssysteme) Hauptmotoren: 2 x MTU 16V595TE90 Dieselmotor + 1 x LM2500 Gasturbine (CoDAG) • Schubstränge (Antriebssystem): 2 x Escher-Wyss CPP • Höchstgeschwindigkeit 29 Knoten (53,7 km/h)
Sensoren • 3D-Suchradar [Thales Ned. SMART-S Mk2] [Aselsan Hazar 3D S & X BAND wird entwickelt] • Feuerleitradar [Thales Ned. Sting EO Mk2 / 1. Schiff] [Aselsan TAKS / Entwicklung] • Elektrooptische Sensoren [Aselsan AselFLIR-300D] • Navigationsradar / LPI-Radar [Northrop Grumman Vision Master FT] [Aselsan ALPER LPI] Abwehrmittel • Elektronisches Unterstützungssystem [ Aselsan ARES-2N ED / ESM] • Laserwarnsystem [Aselsan] • Torpedo-Störsystem [Ultra E. SeaSentor / 1. und 2. Schiff] [Aselsan Hızır / in Entwicklung]
Andere Anordnungen (Systeme) • Kampfmanagementsystem [Forschungszentrum Command-Havelsan (GENESIS-MİLGEM)] • X-Band-Satellitenterminal [Aselsan] • Integriertes Kommunikationssystem [Aselsan] • Sonar [Forschungszentrum Command-TÜBİTAK MAM] • Integrierte Plattformsteuerungs- und Überwachungssystem (EPKIS) [YALTES]
Auf dem Schiff befindet sich ein Hangar und eine Hubschrauberlandeplattform für Helikopter mit einem Gewicht von bis zu 10 Tonnen. Mit der Planung und dem Bau der Milgem-Korvetten gehört die Türkei weltweit zu den zehn Ländern, die in der Lage sind, ein derartiges modernes Kriegsschiff zu bauen. Laut dem Direktorat der Verteidigungsindustrie in Ankara liegt beim Milgem-Projekt der technologische Anteil der türkischen Rüstungsindustrie bei etwa 70 Prozent. Mit dem Bau von vier weiteren Fregatten der I-Klasse wurde 2018 begonnen. Es sollen noch vier Flugabwehrzerstörer der TF-2000-Klasse hinzukommen.
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Bergkarabach-Konflikt
Mubariz Gurbanli: Aggressive Haltung Armeniens schadet dem interreligiösen Dialog
In einem Gastbeitrag kritisiert Mubariz Gurbanli, Vorsitzender des staatlichen Komitees für die Arbeit mit religiösen Organisationen der Republik Aserbaidschan, dass der Konflikt um Bergkarabach als religiöser Krieg dargestellt wurde.
Aserbaidschan habe sich zu einem Zentrum für die Förderung des interreligiösen Dialogs entwickelt, indem Großprojekte – interkulturelle und interreligiöse internationale Foren – durchgeführt werden, um die bestehende ethnische und kulturelle Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus in der Gesellschaft zu bewahren.
Die armenisch-apostolische Kirche im Zentrum von Baku etwa, werde samt ihrer religiösen Bücher und Manuskripte vom Staat geschützt, so Gurbanli. Doch den UN-Resolutionen zum Trotz schade die aggressive Haltung Armeniens dem interreligiösen Dialog.
Aserbaidschan als Garant des Friedens und der Sicherheit im Südkaukasus
Ein Gastbeitrag von Mubariz Gurbanli
Aserbaidschan, das 1991 mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine Unabhängigkeit wiedererlangte und eine lange Geschichte der Staatlichkeit hat, bildete als erste Republik im muslimischen Osten eine Regierung. Als Nachfolgestaat der Demokratischen Republik Aserbaidschan (1918 bis 1920) nahm das Land ein säkulares Staatsmodell in seine Verfassung auf, die per Referendum verabschiedet wurde.
Religiöse Vielfalt in Aserbaidschan
Merkmale der historischen Entwicklung Aserbaidschans, seiner geografischen Lage und der ethnischen Zusammensetzung seiner Bevölkerung schufen die Bedingungen für die Existenz verschiedener Religionen auf diesem Gebiet. Zu verschiedenen Zeiten konnten sich Heidentum, Zoroastrismus, Judentum, Christentum, Islam und viele andere religiöse Richtungen auf die eine oder andere Weise im Land ausbreiten und miteinander interagieren.
Heute gestaltet sich die konfessionelle Struktur der Bevölkerung Aserbaidschans folgendermaßen: 96 Prozent Muslime, vier Prozent Christen, Juden, Bahai, Krishna-Anhänger und Vertreter anderer Religionen. In Aserbaidschan gibt es sämtliche christlichen Konfessionen (zusammen mit orthodoxen, katholischen und protestantischen Christen, Mitgliedern der historischen albanischen Kirche).
Die seit zwei Jahrhunderten in unserem Land lebenden Deutschen betrachteten Aserbaidschan auch als ihre Heimat und hielten ihr kulturelles Erbe am Leben. Obwohl die in Freundschaft mit unserem Volk lebenden Deutschen infolge des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs aus Aserbaidschan deportiert wurden, hinterließen sie tiefe Spuren. Infolgedessen gibt es in Aserbaidschan mehrere lutherische Kirchen, darunter das deutsch-aserbaidschanische Kulturzentrum Kapellhaus, das zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern dient.
Heute beten Dutzende von christlich-protestantischen Gemeinden einschließlich der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche in Aserbaidschan weiterhin in der lutherischen Erlöserkirche, die den Traditionen ihrer Vorfahren treu bleibt.
Aserbaidschan fördert Säkularismus, Toleranz und multikulturelle Prinzipien
Heute basiert das von Aserbaidschan unter der Führung von Präsident Ilham Aliyev umgesetzte Staatsreligions-Modell auf Säkularismus, Toleranz und multikulturellen Prinzipien. Aserbaidschan ist zu Recht der Ansicht, dass Radikalismus, Extremismus und Terrorismus keine Alternativen zu Multikulturalismus und Toleranz sind. Daher lebt Aserbaidschan heute sein historisches Erbe und gibt es an zukünftige Generationen weiter.
Der aserbaidschanische Staat hat sich zu einem Zentrum für die Förderung des interreligiösen Dialogs entwickelt, indem Großprojekte – interkulturelle und interreligiöse internationale Foren – durchgeführt werden, um die bestehende ethnische und kulturelle Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus in der Gesellschaft zu bewahren. Es ist kein Zufall, dass die von Präsident Ilham Aliyev ergriffene Initiative zum Baku-Prozess zur Entwicklung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen islamischen und westlichen Zivilisationen die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und den Europarat auf derselben Plattform vereint, was einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Zivilisationen darstellt.

Die Gesamtzahl der in den letzten zehn Jahren in Aserbaidschan registrierten Religionsgemeinschaften beläuft sich auf 945, und die Zahl der protestantischen christlichen Religionsgemeinschaften beträgt mehr als 10. Es gibt 2250 Moscheen, 14 Kirchen und 7 Synagogen im Land.
Armenien bedroht den interreligiösen Dialog
Armenien jedoch stellt eine Bedrohung für diesen interreligiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben in der Region dar. Armenien nutzte die geopolitischen Spannungen am Vorabend des Zusammenbruchs der Sowjetunion und besetzte Anfang der neunziger Jahre die Region Berg-Karabach in Aserbaidschan und sieben umliegende Regionen. Mehr als eine Millionen Aserbaidschaner, darunter Christen, Juden und Vertreter anderer Religionen, sind zu Flüchtlingen und Binnenvertriebenen geworden. Hunderte religiöser Denkmäler – Moscheen, Kirchen, Schreine, Friedhöfe – wurden zerstört, unsere Moscheen in Viehställe umgewandelt.
Die überwiegende Mehrheit der christlichen Denkmäler in den besetzten Gebieten sind Beispiele christlicher Architektur, die zum alten aserbaidschanischen Staat des kaukasischen Albaniens (IV. Jahrhundert v. Chr. – 705 v. Chr.) Gehören. Diese historischen und religiösen Denkmäler befinden sich hauptsächlich in den Regionen des Landes wie Karabach, Qabala, Qax, Schäki und Zagatala. Klosterkomplex der sieben Kirchen im Dorf Latik Kotoklu in der Region Qax, der Kisch-Yelisey-Tempel, einer der ältesten christlichen Tempel im Kaukasus im Dorf Kisch von Schäki, die Gum-Basilika und der Mamrukh-Tempel im Dorf Gum in der Region Qax sowie andere albanische Denkmäler werden vom Staat restauriert und geschützt.
Die Albanisch-Udi-Kirche „Chotari“ in der Siedlung Nij in der Region Qabala, in der die Udi, eines der ältesten Völker des Kaukasus, kompakt lebt, wurde von der Heydar Aliyev-Stiftung renoviert. Eine weitere albanische Kirche in der Region Qabala, die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria, wurde am 7. November dieses Jahres von der Heydar Aliyev-Stiftung wieder aufgebaut und restauriert (obwohl sich das Land an diesem Vorabend im Krieg befand) und von Christen in Gebrauch genommen. Die armenischen Besatzer armenisierten jedoch entweder die albanischen christlichen Denkmäler und präsentierten sie als armenische Kirchen oder zerstörten sie.
Vier 1993 verabschiedete Resolutionen des UN-Sicherheitsrates (822, 853, 874, 884) forderten den vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Abzug der armenischen Streitkräfte aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans. Leider hat Armenien seit fast 30 Jahren diese Resolutionen ignoriert und regelmäßig auf militärische Provokationen zurückgegriffen.
Infolge militärischer Angriffe der armenischen Seite im Juli und August dieses Jahres sowie vom 27. September bis 10. November gerieten aserbaidschanische Siedlungen, die nicht zur Konfliktzone gehören, sowie historische und religiöse Denkmäler unter heftiges Artilleriefeuer. (Dies wurde von US Vice News Channel, Amnesty International und Human Rights Watch bestätigt.) Infolgedessen wurden insgesamt etwa 100 Zivilisten (einschließlich Kinder und Frauen) getötet, mehr als 400 verletzt und Tausende von Häusern und öffentlichen Gebäuden zerstört.
Infolge erfolgreicher Gegenangriffe Aserbaidschans wurden viele besetzte Gebiete befreit. Am 10. November unterzeichneten die Präsidenten Aserbaidschans und Russlands sowie der Premierminister Armeniens eine gemeinsame Waffenstillstandserklärung.
Obwohl der Hauptbeitrag der Religion und der religiösen Führer zur Menschheit darin bestehen sollte, Einheit und Harmonie zwischen den Menschen zu gewährleisten und Extremismus, Terrorismus und Separatismus zu kritisieren, haben die armenische Kirche und der Klerus leider stets die Aggression unterstützt. Sie haben den Klerus in diesen Krieg miteinbezogen und versucht, den Konflikt auf religiöser Ebene darzustellen, um christliches Mitgefühl zu wecken.
Internationale Unterstützung für Aserbaidschan
Aserbaidschan unterhält freundschaftliche Beziehungen und Zusammenarbeit mit christlichen Nachbarländern wie Russland und Georgien ebenso wie mit muslimischen Nachbarländern wie der Türkei und dem Iran. In diesem Fall ist es unsinnig, nach einem religiösen Element zu suchen.
Gleichzeitig ist Aserbaidschan im Gegensatz zum aggressiven Armenien ein Land, in dem mehr als dreißigtausend Armenier wie Muslime, Christen, Juden und Vertreter anderer Religionen frei leben und in dem die armenisch-apostolische Kirche im Zentrum von Baku samt ihrer religiösen Bücher und Manuskripte vom Staat geschützt werden.
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Meinung
Kommentar: Türkei-Sanktionen schwächen die NATO
US-Sanktionen CAATSA gegen die Türkei
Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge
2017 unterzeichnete US-Präsident Trump ein Gesetz zur Umsetzung und Ausweitung von Sanktionen mit dem Namen Countering America´s Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA). Diese Maßnahmen sollten bereits bestehende Sanktionen gegen Staaten wie Russland, dem Iran oder Nordkorea noch einmal verschärfen.
Durch diese Maßnahmen haben die USA die Möglichkeit, Strafmaßnahmen auf Personen und Unternehmen aus Drittstaaten auszuweiten, die mit den eigentlichen beschlossenen Sanktionen geschäftliche Beziehungen führen. Am Montag hatten die USA Strafmaßnahmen gegen das NATO-Mitglied Türkei bzw. gegen das Direktorat der Verteidigungsindustrie (Savunma Sanayii Başkanlığı) verkündet. Es ist ein unerhörter Vorgang die Türkei mit Staaten wie Nordkorea oder Iran gleichzusetzen.
Erste Anzeichen für Sanktionen der US-Administration gab es nach der Kaufentscheidung der türkischen Regierung hinsichtlich des russischen S-400 Flugabwehrsystems. Ihren Höhepunkt erreichten die Spannungen 2019 mit einem Brief des US-Verteidigungsministeriums, in dem das Pentagon die Türkei aus dem Programm des Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 als Partnerland strich, obwohl türkische Unternehmen über 900 Teile für dieses Flugzeug produziert hatten und die Türkei mehr als 1 Milliarde US-Dollar für dieses Projekt bereits ausgegeben hatte.
Strafmaßnahmen zielen direkt auf das Direktorat der türkischen Verteidigungsindustrie
Wenn im US-Senat ein Gesetz mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet wird, hat der US-Präsident keine Möglichkeit, dieses Gesetz mit seinem Veto zu verhindern und ist verpflichtet, es innerhalb von 30 Tagen zu unterschreiben. Die Strafmaßnahmen zielen direkt auf das Direktorat der türkischen Verteidigungsindustrie, dessen Direktor und weitere Kollegen, die an dem Kauf des russischen Flugabwehrsystems beteiligt waren. Welche konkreten Maßnahmen enthalten die Sanktionen?
In einem Gesetz heißt es, die genannten Personen würden keine Einreisevisa mehr in die USA erhalten, deren Vermögen in den Vereinigten Staaten eingefroren oder keine Banküberweisungen tätigen können. Darüber könnte man noch hinwegsehen, allerdings gibt es noch andere Punkte, die nicht zu unterschätzen sind. Ein Aspekt ist das Verbot, Verträge mit US-Dollar abzuschließen, bei dem zum Beispiel ein Land mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet und die Bezahlung des Geschäfts in der US-Währung erfolgen soll. Wenn dieses Geld von der US-Zentralbank geliehen werden sollte, würde dieses Gesetz greifen und die US-Behörden die Verleihung verhindern.
Ich habe einige Sanktionsmaßnahmen, die aus dem CAATSA-Gesetz gegen das türkische Direktorat für Verteidigungsindustrie sind, stichpunktartig zusammengefasst:
- Ein Verbot der Unterstützung der US-Export-Import Bank für Exporte an das Direktorat für Verteidigungsindustrie
- Keine Lizenzen für Produkte und Technologietransfer vergeben
- Keine Kredite von US-Banken und Finanzinstitutionen
- Die USA verpflichten sich, Darlehen, die von internationalen Finanzinstitutionen an das Direktorat für Verteidigungsindustrie gedacht sind, zu blockieren
- Keine Geschäfte von Finanzinstitutionen mit der US-Zentralbank
- Keine Ausschreibungen oder Verträge mit Personen oder Einrichtungen, die von den Sanktionen betroffen sind
- Keine Bearbeitung von erwähnten Geschäften in der US-Währung
- Keine Erlaubnis zur Eröffnung oder Bildung von Vermögenswerten in den USA, die von den Maßnahmen betroffen sind
- Kein Verkauf von Vermögen oder die Gewährung eines Kredits in den USA an Personen oder Einrichtungen, die in den Strafmaßnahmen genannt wurden
- Personen, die von Sanktionen betroffen sind, wird die Einreise in die USA verwehrt
- Höhere Beamte und Vorstände, die mit dem Direktorat für Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten, sind ebenfalls von den Maßnahmen betroffen
Angekündigte Sanktionen schwächen das NATO-Militärbündnis
Die von Washington angekündigten CAATSA-Strafmaßnahmen gegen den NATO-Partner Türkei werden das nordatlantische Militärbündnis eher schwächen. Die USA hatten seit einiger Zeit bereits inoffiziell Strafmaßnahmen gegen die Rüstungsindustrie der Türkei eingeleitet, und mit diesem Gesetz wird es jetzt offiziell. Die Entscheidung der türkischen Regierung zur Anschaffung von russischen Flugabwehrraketen des Typs S-400 war ein wohlüberlegter geostrategischer Beschluss, weil die USA gleichzeitig einen Verkauf des US-Flugabwehrsystems Patriot Ankara verweigert haben und somit der Türkei keine Unterstützung gegen mögliche Luftangriffe gewähren wollten.
Die geografische Lage der Türkei und die instabile Lage in unmittelbarer Nachbarschaft sind weitere Faktoren, die bei der Anschaffung der russischen S-400 eine Rolle gespielt haben. Die von den Vereinigten Staaten vorgebrachte Argumentation, wonach geheime Informationen über das Tarnkappenkampfflugzeug F-35 über das russische Flugabwehrsystem S-400 an Moskau gelangen könnten, sind nicht stichhaltig.
Ambivalente Politik der USA gegenüber der Türkei
Ferner gibt es unterschiedliche Positionen über die Politik im Nahen Osten, im östlichen Mittelmeer und auch im Kaukasus. Der Vorwurf der USA und einiger anderer westlicher Verbündeter, die Türkei würde sich nicht wie ein NATO-Verbündeter verhalten, ist aus der Luft gegriffen. Tatsächlich sind es gerade diese Staaten, die die Türkei im Kampf gegen Terrororganisationen wie die PKK oder Daesh (IS) im Stich gelassen haben bzw. in Syrien die PKK/YPG massiv mit Waffen unterstützen und es zugelassen haben, dass diese circa 30 Prozent in Nordostsyrien besetzt hält.
Die Sicherheitsinteressen Ankaras wurden von den Regierungen dieser Staaten nicht ernst genommen, und die international als Terrororganisation eingestufte PKK wird nach wie vor unterstützt. Zu den Beziehungen der USA mit der Türkei erklärte der NATO-Botschafter der Vereinigten Staaten vor einiger Zeit in Brüssel, er sehne sich an die „good old days“ mit der Türkei zurück. Diese Aussage ist kein Zufall, weil die US-Administration einen „NATO-Verbündeten“ sich wünscht, der die Sicherheitsinteressen der USA in der Region in vollem Umfang umsetzt.
Washington und andere europäische Verbündete wollen auch keine Türkei, die ihre eigenen Technologien sowie Waffensysteme entwickelt und damit unabhängig handelt. Das ist auch der Grund, warum diese Staaten wegen der zunehmenden Unabhängigkeit der Türkei im Rüstungssektor sich besorgt äußern.
Das grundlegende Ziel der Türkei bei der Beschaffung des russischen Flugabwehrsystems bestand darin, den eigenen Luftraum gegen feindliche Angriffe zu schützen und der türkischen Regierung steht es frei, welche Systeme sie nutzt, zumal es einige andere NATO-Staaten wie Griechenland oder Bulgarien gibt, die die russischen S-300 Flugabwehrraketen in ihrem Bestand haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Türkei ihre eigenen Luftabwehrsysteme dieser Reichweite produziert und nutzt, da die türkischen Hersteller bereits erfolgreich Flugabwehrraketen mit kürzerer und mittlerer Reichweite getestet haben.
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.
Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet

