GastroANTEP
9 Tage, 2 Millionen Gäste – Gaziantep 2-in-1-Festival rekordverdächtig

Von Klaus Jürgens Das diesjährige Internationale Gaziantep Gastronomie Festival (GastroANTEP) zusammen mit dem Türkiye Kulturrouten-Festival, das Gastronomie und Kunst vereint und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Gaziantep und dem Ministerium für Kultur und Tourismus organisiert wurde, erfreute sich in diesem Jahr extrem großer Beliebtheit und zog zwei Millionen von Besuchern an – rekordverdächtig in der Tat. Gaziantep, die von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur als erste Stadt in Tder Türkei im UNESCO Creative Cities Network unter 116 Städten im Bereich Gastronomie aufgeführt wurde, kann durchaus als das kulinarische Herz des Landes bezeichnet werden. Fachleute aus der Region Gaziantep trafen sich im gastronomischen Veranstaltungsbereich des Festivalparks, wo in diesem Jahr Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zum Thema „Sichere Lebensmittel: Vom Boden auf den Teller“ stattfanden inklusive Vergangenheit, Zukunft, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und der globale Status der Gastronomie. In der Werkstattküche von GastroANTEP fanden kreative Kochshows statt, bei denen die lokalen Aromen und geografischen Angaben von Gaziantep neu interpretiert wurden. Mit dabei waren neun weltbekannte, mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Köche aus fünf verschiedenen Ländern, darunter Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Italien und Griechenland, zwei Gastköche aus Aserbaidschan und Zypern sowie sechs bekannte Köche aus der Türkei. Es fanden Podiumsdiskussionen zu 17 verschiedenen Themen und fünf Talkshows mit bekannten Persönlichkeiten Türkiye’s statt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kulturrouten-Festival sowie des Ministeriums für Kultur und Tourismus gab es natürlich auch Konzerte und Auftritte renommierter Künstler wie Tuğçe Kandemir, Resul Dindar, Ebru Yaşar, Fatma Turgut, Ferhat Göçer, Serkan Kaya, Bayhan und Derya Uluğ.
Haşlama İçli Köfte at MSM Restaurant. Gekochte gefüllte Fleischbällche
Worum geht es eigentlich beim Kulturrouten-Festival? Das vom Ministerium für Kultur und Tourismus der Türkei ins Leben gerufene Türkiye Kulturrouten-Festival ist nicht nur das umfassendste und größte Festival der Türkei, sondern auch eines der bedeutendsten kulturellen Ereignisse weltweit. Seit seiner Gründung im Jahr 2021 hat das Festival jedes Jahr Millionen von Menschen in immer mehr Städten die Möglichkeit geboten, sich mit Kultur und Kunst auseinanderzusetzen. Mit dem Ziel, den Markenwert türkischer Städte zu steigern und jede einzelne zu einem Zentrum kultureller und künstlerischer Anziehungskraft zu machen, leistet das Kulturrouten-Festival auch einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Markenidentität unseres Landes. Mit einer wachsenden Zahl von Veranstaltungen, Künstlern und begeisterten Teilnehmern bringt das Festival jedes Jahr Menschen aller Altersgruppen durch Kultur und Kunst zusammen. Im Jahr 2025 soll es in 20 Städten stattfinden und sich darauf vorbereiten, Kunstliebhaber im ganzen Land zu treffen (mit freundlicher Unterstützung von https://kulturyolufestivali.com/). Und dann die Ausstellungen… mit 19 Ausstellungen an sieben Standorten hatten Kunstliebhaber die Möglichkeit, die Werke von Künstlern aus verschiedenen Disziplinen und Stilen zu begutachten. Ausstellung „Anatolische Märchenerzählungen“, „Pablo Picasso: Schöpfung ist alles“, „Erbe der Zivilisationen“ im Zeugma-Mosaikmuseum, „102 Werke im 102. Jahr der Republik“, „Keramikausstellung der Seidenstraße in Gaziantep“ um nur einige zu nennen. 400 Veranstaltungen an 50 verschiedenen Orten und wir haben noch gar nicht Oper und Ballet erwähnt… Vielen Dank an die Presseabteilung der Stadtverwaltung für die Überlassung der Zahlen, Daten und Fakten. In den Worten von Oberbürgermeisterin Fatma Şahin:
„200.000 Menschen haben täglich dieses Festival besucht. Zwei Millionen Menschen kamen. Nicht nur aus Gaziantep, sondern aus der ganzen Region. Wir haben uns mit vielen Menschen aus elf Provinzen und dem Ausland auf dem Festivalgelände versammelt. Die Besucher sind zufrieden, die Dienstleister sind zufrieden und die Ladenbesitzer sind glücklich… (…) wir erleben den Frieden und die Freude, die dieses neuntägige Fest mit sich bringt. Wir danken allen Gästen, dass sie hierhergekommen sind und unsere Freude teilen. Es hat auch einen positiven wirtschaftlichen Aufschwung für unsere Gewerbetreibenden bewirkt. Alle sind glücklich. Wenn sie glücklich sind, ist auch die Bürgermeisterin glücklich…“
Weitaus größeres Potential, Gaziantep will eigene Marke werden
Tourismus ist in dieser Region untrennlich mit dem Stichwort Kultur verknüpft, man könnte vereinfacht gesagt von Kulturtourismus sprechen. Lassen wir uns mit Rumkale beginnen, knapp 90 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. An der Festung Rumkale und dessen nördlichen und östlichen Mauern befinden sich sieben rechteckige Türme und im Norden zahlreiche Schießscharten. Der südliche Felsvorsprung der Burg wurde im 12. Jahrhundert ausgehöhlt und zu einem Graben umgestaltet, wodurch die direkte Verbindung der Burg zum Festland unterbrochen wurde. Neben den Mauern und Türmen sind in Rumkale heute noch weitere architektonische Überreste zu sehen, darunter die Kirche St. Nerses, das Barşavma-Kloster, zahlreiche Gebäudereste, Zisternen, Brunnen und Gräben. Es ist bekannt, dass die oberirdischen Gebäude der Burg aus dem 12. bis 14. Jahrhundert stammen. Es wird auch überliefert, dass Johannes, einer der Apostel Jesu, in der Römerzeit nach Rumkale kam, sich dort niederließ und in einer in den Felsen gehauenen Kammer Kopien des Evangeliums anfertigte. Und dann vom Rumkale-Pier am Zusammenfluss von Euphrat und Merzimen begibt man sich auf eine kurze aber wunderschöne Schiffsreise zur weltbekannten versunkenen Moschee in Halfeti. Der Euphrat bildet die natürliche Grenze zwischen Gaziantep im Westen und Şanlıurfa im Osten. Obwohl Rumkale technisch gesehen in den Zuständigkeitsbereich des Bezirks Nizip in Gaziantep fällt, bleibt es ein wesentlicher Bestandteil des Charmes von Halfeti. Reisehinweis: von Rumkale nur per Schiff erreichbar, aber von Şanlıurfa per Strasse. Doch die Fotogelegenheiten sind gerade auch wenn man aus Gaziantep kommt beeindruckend, denn dann kann man die versunkene Moschee in der Tat vom Wasser aus sehen, und fotografieren. Zum Abschluss und in den Worten der Partner-Stadt Duisburg eine Art Liebeserklärung an Gaziantep und ihre Bewohner im Originalzitat: Der Besucher erlebt Gaziantep als eine rasant wachsende, aufblühende Großstadt, die Tradition und Moderne miteinander verbindet. Alte, traditionelle Handwerksbetriebe neben modernen Shoppingmalls prägen das Bild dieser pulsierenden Stadt. Erfolgreiche Unternehmen in der Textilbranche, der Lebensmittel- und der Baustoffindustrie haben maßgeblich zu wirtschaftlichem Wohlstand beigetragen. Besonders berühmt ist Gaziantep wegen der dort angebauten Pistazien, die als die besten in der ganzen Türkei gelten und mittlerweile – auch zu Baklava verarbeitet – in ganz Europa vermarktet werden. Gaziantep blickt auf eine über 5000 Jahre alte Geschichte zurück. Besonderes Zeugnis davon sind die berühmten Mosaike aus römischer Zeit, die in der Nähe bei Staudammarbeiten entdeckt wurden und nun im Mosaikmuseum von Gaziantep ausgestellt werden. Das Bildnis mit dem Namen „Çingene kız“, zu deutsch „Zigeunermädchen“ ist dabei zu einem Wahrzeichen der Region geworden, mit dem diese europaweit beworben wird. Na gut, das diesjährige GastroAntep/Kulturrouten-Festival ist vorüber aber die Gastgeber und Organisatoren planen schon eifrig an der 2026 – Auflage. Genug Zeit also, um Reisepläne zu schmieden und diese faszinierende Region Türkiye’s als Ziel ins Auge zu nehmen. Oh, und nicht zu vergessen: Sollten Sie früher hierherkommen wollen, Gaziantep ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Außerdem haben wir die vielfältigen Museen der Stadt noch gar nicht erwähnt. Oder waren Sie schon einmal in einem Küchenmuseum, einem traditionellen Badhaus (Hamman)-Museum oder gar in einem Seife- und Molasse-Museum, und nicht zu vergessen in einem Mosaik-Ausbildungs-Zentrum?
ZUM THEMA

– NEX24-Interview – Gaziantep: Interview mit Oberbürgermeisterin Fatma Şahin

Gaziantep Oberbürgermeisterin Fatma Şahin live bei GastroAntep 2025: Touristen, Investoren aus Deutschland sehr willkommen

Gaziantep: Interview mit Oberbürgermeisterin Fatma Şahin
 
Klaus Jurgens MSc. (LSE)
Media Relations Expert and Communications Strategist
Economyfirst Limited London
Telephone UK +44 7473 467 339
Telephone Türkiye +90 531 8348 703

Gaza-Konflikt
Thomas: „Nun wissen wir alle, dass Netanyahu lügt“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Viele Privatpersonen und Unternehmer, die derzeit auf der ganzen Welt Israelis die Bedienung verweigern und sie buchstäblich mit zuweilen harten Worten auf die Straße setzen, sahen sich oftmals dem Vorwurf ausgesetzt, nicht mehr zu differenzieren. Aber schauen wir uns an, was Netanyahu selbst, höchstpersönlich und, wie es scheint, seitens seiner Bürger unwidersprochen, öffentlich gesagt hat:
„Es ist nicht der Premierminister, der selbst extrem ist oder … von extremen Parteien rechts von ihm als Geisel gehalten wird, sondern über 90 Prozent der Israelis!“
Das ist neu. Bisher deuteten innerisraelische Untersuchungen eine Mehrheit von „nur“ 80 Prozent an. Aus der neuen, Netanyahu’schen Zahl entsteht ein frappierendes, sogar in sich weit überraschenderes Bild: man bedenke, dass weit über 20 Prozent aller Israelis keine Juden sind! Schiebt man jetzt die berechtigten Bedenken, Nichtjuden seien seiner Auffassung nach sowieso nicht in den „Israelis“ enthalten, von denen er spricht und nimmt die Zahl ernst, dann wären tatsächlich mindestens 10 Prozent aller palästinensischen Israelis davon überzeugt, dass Palästinenser vernichtet werden müssen. Nun wissen wir alle, dass Netanyahu lügt. Aber er dürfte sich darüber freuen, dass diese Diskrepanz sonst offensichtlich niemandem auffällt, weil die Welt den Ernst, die Konsequenz, die Realität des staatsoffiziellen Rassismus längst mit Haut und Haaren so gründlich und brav „gefressen“ hat, dass dieser Aspekt überhaupt nicht mehr auffällt! In der Konsequenz entsteht der kultivierten und zivilisierten Menschheit, die ihre korrekte Lehre aus dem Unwesen Deutschlands gezogen hat, daraus ein zwingender wie akuter Handlungsauftrag: Zumindest jeder einzelne Israeli, der keine palästinensischen Wurzeln hat, muss aus jeder menschlichen Gesellschaft zwar gewaltlos und möglichst höflich, aber mit großer Bestimmtheit entfernt werden. Es kann für sie keinen Platz auf keiner Ebene menschlicher Zusammenkünfte gleich welcher Art mehr auf der Welt geben – denn wie Netanyahu öffentlich zugab, stimmen sie restlos alle für den Völkermord. Und selbst palästinensische Israelis, so informiert uns ihr Premierminister selbst, seien zu großen Teilen dafür. Bei jedem einzelnen Geschäft, beginnend beim privaten Kauf einer Mango, über unternehmerische Kontakte bei Lieferungen, den Sport, der Musik, bis hin zur Kunst begegnet man im israelischen Gegenüber nach Netanyahu jemandem, der voller Überzeugung für sein Land und dessen Verbrechen eintritt. Entscheider in den betreffenden Gremien, ob bei der EU, der UEFA oder beim ESC sollten sich dies vor Augen halten. Klarer kann der israelische Premier die rassistische, mörderische Haltung seines Landes nicht mehr zum Ausdruck bringen!  
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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Gaza-Friedensplan
Gaza – Erste, grobe Durchsicht des „Friedensplans“ der USA

Ein Gastbeitrag von Michael Thomas Wie manche Analysten bereits feststellen, manifestiert dieser Plan eine künstlich aufgepfropfte „Regierung“ von außen, der zu allem Überfluss auch noch der altbekannte Kriegsverbrecher Tony Blair vorstehen soll. Die dahingehenden Befürchtungen bewahrheiten sich: ein Team von Milliardären steht in Form einer Technokratie einer Struktur vor, an der lediglich am „unteren und untersten Ende“ Pastinenser beteiligt werden. Diese Struktur soll tatsächlich, so die zwar unausgesprochene, aber klar erkennbare Idee, langfristig Trumps Vision einer „Riviera des Nahen Ostens“ umsetzen. Ein Hauptgewicht liegt bei diesem auf Langfristigkeit angelegten Plan auf der nachhaltigen Entwaffnung und der totalen Kontrolle der Bevölkerung. Hamas wird entwaffnet und „darf“ ungetötet Gaza verlassen.
Positiv ist, dass Israel seinerseits garantiert, Gaza weder zu besetzen, noch zu annektieren. Der Plan sieht in seinen letzten Phasen einen vollständigen Rückzug allen israelischen Militärs vor. Ebenso verzichtet der Plan auf alle weiteren Bemühungen, die Bevölkerung zu vertreiben. Es gibt darin die Zusage, dass Palästinenser den Gaza-Streifen zwar verlassen, aber auch wieder zurückkehren können. Sollte der Plan aktiviert werden, können in seinem Rahmen sofort alle verfügbaren Hilfsgüter durch die UN – und nicht mehr über das GHF-Erschießungskommando nach Gaza gelangen. Desweiteren sieht der Plan den unverzüglichen Neuaufbau notwendiger Infrastruktur wie Strom, Wasser, Bäckereien und ähnliches vor.
Über diese „Riviera“- und Wiederaufbaupläne könnten nennenswerte Teile der Bevölkerung in Lohn und Brot kommen. Insgesamt könnte damit auch längerfristig Feindseligkeit mit Massakern und Zerstörungen beendet und verhindert werden. Der Gaza-Streifen erlangt über diesen Plan außer neuen Abhängigkeiten und fremdbestimmter Kontrolle keine Selbständigkeit. Wenn ich das, was der Plan jetzt manifestiert, schon früher als „Zoo“ bezeichnet hatte, der jetzt ein neues Gehege bekommt, bewahrheitet sich das nun. Wie die Dinge jetzt liegen, hat Israel diesen Plan bereits akzeptiert und nun liegt er der Hamas zur Prüfung respektive Akzeptanz vor; eine Rückäußerung wird zeitnah erwartet.
Inwiefern Netanyahu dabei auf offensichtlich extremen Druck der USA diesen Plan in Israel selbst durchsetzen kann, ist und wird eine besonders spannende Frage. Finanzminister Smotrich hat sich bereits klar mit einem „No Go!“ gegen zentrale Punkte darin geäußert, ohne die vollständige Formulierung überhaupt gekannt haben zu können. In jedem Fall wird dieser Plan die ultimative Zerreißprobe für die israelische Regierung. Dass dort weder ein Einlenken noch Umdenken existiert, erkennt man an der erfolgreich passierten, Ersten Lesung eines Gesetzesvorschlages aus der Ben-Gvir-Partei, die die Hinrichtung palästinensischer Gefangener legalisieren soll. Drei Lesungen muss der Vorschlag hinter sich bringen. Aber Netanyahu wird in Washington einem bisher ungekannten Druck und Zwang ausgesetzt worden sein, denn er hat sich tatsächlich offiziell beim Emir von Qatar für den Bombenangriff entschuldigt und die Zusage im vollendeten Widerspruch zu seiner vorherigen Drohung, die Bombardierung bei Bedarf natürlich zu wiederholen, mit der Garantie vom Tisch gewischt, einen solchen Angriff nie wieder zu starten. Sowohl der Friedensplan, als auch Netanyahus Entschuldigung an Qatar, bringen Israel nun in eine buchstäblich schizophrene Lage. Ob sich beide Situationen nun innenpolitisch überhaupt durchsetzen lassen, erscheint ebenso fraglich wie Netanyahus politisches Überleben. Ihm wurden im Hinterzimmer auf jeden Fall einige Zähne gebrochen und ausgerissen; ohne massivste Drohungen würde er beide Vorstöße auf keinen Fall akzeptiert haben, da er selbst sein ganzes Land buchstäblich mit der Peitsche immer tiefer in die Radikalisierung getrieben hat. Und da sich Trump bereits deutlichst in diese Richtung geäußert hatte, werden wohl auch weitergehende Pläne Israels zur Annexion des Westjordanlands nun auf Eis gelegt oder doch zumindest stark eingedampft. Das Bild wird sich aufklären, wenn weitere Einzelheiten bekannt werden und die Rückäußerung der Hamas auf dem Tisch liegt.

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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Geschichte
Von Gallipoli bis Köln: Wie türkische Soldaten und Arbeiter die Weltgeschichte prägten

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır

Von der Schlacht des Ersten Weltkriegs bis zum Wirtschaftswunder in Deutschland – die Rolle der Türken im 20. Jahrhundert wird oft unterschätzt. Dabei trugen sie entscheidend zu Wendepunkten bei, die das globale Kräfteverhältnis veränderten.

Der Erste Weltkrieg: Der entscheidende Kriegseintritt

Als das Osmanische Reich im Herbst 1914 auf Seiten der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg eintrat, veränderte sich die Weltgeschichte dramatisch. Der Krieg weitete sich auf neue Fronten aus – Kaukasus, Nahost, Dardanellen.

Besonders an den Meerengen wurde der Kriegseintritt spürbar: Im Frühjahr 1915 versuchten die Alliierten, durch Gallipoli nach Istanbul vorzustoßen. Doch osmanische Soldaten, viele von ihnen einfache anatolische Bauern, hielten stand.

Der Sieg bei Gallipoli war nicht nur militärisch, sondern weltgeschichtlich entscheidend: Er verhinderte einen schnellen Durchbruch der Alliierten, blockierte die Nachschublinien Russlands und trug zur Erschöpfung des Zarenreichs bei – eine Voraussetzung für die Russische Revolution. Ohne den Kriegseintritt und den Widerstand der Türken wäre der Erste Weltkrieg vermutlich kürzer verlaufen – und das 20. Jahrhundert hätte ein anderes Gesicht gehabt.

Zwischen den Kriegen: Migration und Arbeit

Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel das Osmanische Reich, die junge Republik Türkei formierte sich. Doch viele Menschen wanderten, besonders in die Zwischenkriegszeit hinein, in europäische Städte aus. Türken arbeiteten in Häfen, Fabriken, Minen – eine unsichtbare, aber reale Kraft, die Europas Industrialisierung mittrug.

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Gastarbeiter als Pfeiler des Westens

Der Zweite Weltkrieg endete mit einem geteilten Europa. Im Westen begann das „Wirtschaftswunder“, doch bald fehlten Millionen Hände. Deutschland und andere Staaten warben Gastarbeiter an – zunächst Italiener und Spanier, ab 1961 auch Türken.

Hunderttausende Anatolier kamen nach Köln, Duisburg, Berlin oder München. Sie arbeiteten am Fließband, im Stahlwerk, auf dem Bau – dort, wo Einheimische fehlten. Sie hielten die Fabriken am Laufen, senkten Produktionskosten, ermöglichten Exporterfolge. Damit stärkten sie die ökonomische Basis, auf der der Westen im Kalten Krieg stand.

Indirekt gegen die Sowjetunion

Die Sowjetunion kämpfte zur gleichen Zeit mit ineffizienter Planwirtschaft, Arbeitskräftemangel und sinkender Produktivität. Im Westen hingegen wuchs der Wohlstand, auch dank migrantischer Arbeitskräfte.

Die Präsenz von Millionen Türken in Europa stabilisierte zugleich die Verbindung der Türkei zum westlichen Bündnis. Als NATO-Mitglied war die Türkei Frontstaat gegen die Sowjetunion; ihre Diaspora vertiefte die Bindungen noch. So wirkten türkische Soldaten an der Frontlinie des Kalten Krieges – und türkische Arbeiter an den Werkbänken im Westen – zusammen als unsichtbare Stütze des westlichen Sieges.

Was wäre ohne die Türken gewesen?

Im besten Falle hätte der Westen auch ohne die Türkei und ihre Arbeitskräfte überlebt – aber langsamer, teurer und riskanter.

  • 1914/15: Ohne den Kriegseintritt der Osmanen und ihren Widerstand in Gallipoli hätten die Alliierten den Krieg früher entscheiden können. Russland wäre gestärkt, die Revolution vielleicht verhindert worden – die Nachkriegsordnung eine völlig andere.
  • 1961 ff.: Ohne das Anwerbeabkommen hätten deutsche Betriebe schneller automatisieren müssen, Produktionskosten wären gestiegen, Exporte geschrumpft. Der Wohlstand des Westens wäre schwächer, der Kalte Krieg womöglich länger offen geblieben.
  • Geopolitisch: Eine neutrale oder sowjetnah orientierte Türkei hätte die Südflanke des Warschauer Paktes erheblich gestärkt und die NATO verwundbarer gemacht.
Ein unterschätzter Einfluss

Vom entscheidenden Kriegseintritt 1914 bis zum Anwerbeabkommen von 1961 zeigt sich: Türkische Kraft – militärisch wie ökonomisch – veränderte mehrfach die Weltgeschichte.

Sie trug dazu bei, dass das Osmanische Reich nicht frühzeitig zusammenbrach, dass Deutschland in den 1960er-Jahren boomte und dass der Westen im Kalten Krieg seine Überlegenheit behaupten konnte.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts lässt sich nicht erzählen, ohne die Spuren der Türken mitzudenken – Soldaten, die Kriege verlängerten, und Arbeiter, die den Frieden sicherten.

 
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlicht.
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Mobilfunk
Globale Mobilität ohne Grenzen: Wie eSIM die digitale Vernetzung verändert

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Die Welt wird immer vernetzter. Geschäftsreisende, digitale Nomaden und Urlauber teilen ein gemeinsames Bedürfnis – überall zuverlässig online sein, ohne teure Roaming Kosten oder komplizierte SIM-Karten-Wechsel. Genau hier setzt die eSIM-Technologie an.
Was ist eine eSIM?

Die eSIM ist eine digitale Alternative zur klassischen Plastik-SIM. Statt eine kleine Karte ins Smartphone einzulegen, wird das Mobilfunkprofil einfach über einen QR-Code oder die App auf das Gerät geladen. Das spart nicht nur Material, sondern auch Zeit und Nerven. Nutzer können in Sekunden zwischen Tarifen oder Ländern wechseln – ganz ohne Ladengeschäft oder Postversand.

Freiheit statt Grenzen
Gerade für Vielreisende ist die eSIM eine spürbare Erleichterung. Wer etwa von Berlin nach New York fliegt und anschließend weiter nach Ägypten reist, muss nicht mehr in jedem Land eine neue SIM kaufen. Mit eSIM lassen sich passende Datenpakete bequem in der App auswählen, sofort aktivieren und flexibel anpassen. Das bedeutet: Internetzugang vom ersten Moment an, egal wo man landet.

Diese Freiheit ist nicht nur praktisch, sondern spart bares Geld. Klassisches Roaming kann schnell zur Kostenfalle werden, während eSIM-Tarife transparent und planbar sind.

Nachhaltig und zukunftsweisend

Neben der Bequemlichkeit punktet die eSIM auch in Sachen Nachhaltigkeit. Millionen Plastik-SIMs landen jedes Jahr im Müll. Mit der digitalen Variante entfällt dieser Abfall komplett. Zudem reduzieren sich Transportwege und Verpackungen – ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zur Ressourcenschonung.

Weltweit mobil sein ist heute bereits möglich
Globale Mobilität ohne Grenzen ist keine Vision mehr, sondern Realität. Wer unterwegs immer erreichbar bleiben will, findet viele Informationen Netz. Wer Urlaub oder Geschäftsreisen plant – es ist relativ einfach, einen Umstieg auf die eSIM zu wagen. Wer unterwegs stets erreichbar bleiben möchte, kann auf eine Vielzahl von Anbietern zurückgreifen, die Netzabdeckung, Internetzugang und Kommunikation weltweit ermöglichen. Einer davon ist Yesim mit dem exklusiven 10 %-Rabatt für Neukunden bei eSIM für Ägypten. Wer Urlaub oder Geschäftsreisen plant – es ist relativ einfach, einen Umstieg auf die eSIM zu wagen. Moderne Technologien erlauben es, flexibel zu bleiben, ohne den Kontakt zu Familie, Freunden oder Geschäftspartnern zu verlieren. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob man beruflich unterwegs ist oder privat reist – die digitale Vernetzung sorgt dafür, dass Kommunikation und Information jederzeit verfügbar sind. Globale Mobilität wird so praktisch und allgegenwärtig
Für Privatkunden und Unternehmen

Ob Backpacker, Expats oder internationale Teams – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Unternehmen profitieren besonders, wenn Mitarbeiter regelmäßig ins Ausland reisen. Statt lokale SIM-Karten zu organisieren, können Firmen mit Yesim einheitliche Lösungen für das ganze Team bereitstellen. Das sorgt für Sicherheit, Übersicht und weniger Verwaltungsaufwand.

Einfach starten – der Einstieg ist denkbar einfach:
  • App herunterladen.
  • Gewünschtes Datenpaket auswählen.
  • QR-Code scannen – und schon ist man verbunden.
Die Zukunft gehört der eSIM

Die Verbreitung von eSIM-kompatiblen Geräten wächst rasant. Neue iPhones, viele Android-Modelle und sogar Tablets und Smartwatches unterstützen die Technologie bereits. Experten gehen davon aus, dass klassische SIM-Karten in wenigen Jahren nahezu verschwunden sein werden.

Die eSIM (embedded SIM) ist direkt im Gerät verbaut und macht physische Karten überflüssig. Sie ist weltweit standardisiert und funktioniert unabhängig von Herstellern oder Mobilfunkanbietern. Für Verbraucher bedeutet das mehr Flexibilität, da mehrere Profile gleichzeitig gespeichert werden können – praktisch für die Kombination von privaten und geschäftlichen Nummern oder verschiedenen Länder-Tarifen. Zudem ist die Aktivierung deutlich schneller: Statt Tage auf eine SIM per Post zu warten, reicht ein einfacher Scan. Da immer mehr Smartphones, Wearables und IoT-Geräte eSIM unterstützen, gilt sie als Schlüsseltechnologie für die Zukunft der mobilen Kommunikation.
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Weltwirtschaft
Schwellenländer holen weiter gegenüber Industrieländern auf

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Von Ada Chan
  • Schwellenländer gelten aufgrund politischer Instabilität, schwächerer Regierungsführung und volatiler Konjunkturzyklen traditionell als risikoreicher, doch die fundamentalen Unterschiede zwischen Schwellen- und Industrieländern sind derzeit so gering wie nie zuvor.
  • Die Industrieländer stehen trotz lockerer Geld- und Fiskalpolitik vor erheblichen Herausforderungen, darunter langsames Wachstum, steigende Anleiherenditen und Haushaltsbelastungen – wie in Großbritannien, Frankreich, Japan und den USA deutlich zu sehen ist.
  • Anleihen aus Schwellenländern gewinnen das Vertrauen der Anleger zurück, wobei die Spreads gegenüber Anleihen aus Industrieländern auf dem niedrigsten Stand seit 2013 sind.
  • Die Aktienmärkte haben diese Veränderung noch nicht reflektiert: Aktien aus Schwellenländern werden trotz geringerer politischer und governancebezogener Risiken und relativ besserer Wachstumsaussichten mit einem hohen Abschlag gegenüber Aktien aus Industrieländern gehandelt.

Schwellenländer gelten als das risikoreichere Ende der Aktienanlageklasse. Dieses Risiko wird auf eine Vielzahl miteinander verbundener Ursachen zurückgeführt: schwächere Regierungsführung und volatilere Politik, geringere wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und extremere Wirtschafts- und Finanzzyklen. Sicherlich ist die Geschichte dieser Anlageklasse von Höhen und Tiefen geprägt, während die Schwellenländer-Anleihemärkte eine weniger erfreuliche Geschichte von Zahlungsausfällen aufweisen.

Die Kluft zwischen EM und DM ist so gering wie nie zuvor

Mit Blick auf die Welt im Jahr 2025 sind wir jedoch der Meinung, dass die Kluft zwischen den Fundamentaldaten der entwickelten Märkte und der Schwellenländer historisch gesehen gering ist, vielleicht sogar so gering wie nie zuvor.

In Großbritannien, wo wir unseren Sitz haben, steigen die Renditen langfristiger Anleihen angesichts des chronisch langsamen Wirtschaftswachstums und des klaffenden Haushaltsdefizits. Das reale verfügbare Einkommen ist seit 2008 nur um annualisiert 0,6 % gewachsen. Trotz einer extrem lockeren Geld- und Fiskalpolitik wird für 2025 ein BIP-Wachstum von nur 1,2 % prognostiziert.

In Frankreich steht der dritte Premierministerwechsel innerhalb von 18 Monaten bevor, ohne dass ein politischer Konsens darüber besteht, wie die übermäßige Staatsverschuldung (derzeit 114 % des BIP) und das hohe Haushaltsdefizit angegangen werden sollen.

In Japan hat die Inflation den Druck auf die Staatsverschuldung kurzfristig gemildert, aber insgesamt bleiben die Staatsfinanzen extrem angespannt.

Die USA sind natürlich aus Währungssicht der ultimative entwickelte Markt, aber die inflationären Auswirkungen von Zöllen und Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung, eine inflationsorientierte Geldpolitik zu betreiben, belasten ebenfalls die Märkte. In allen wichtigen entwickelten Märkten ist zu beobachten, dass die Renditen langfristiger Anleihen steigen, obwohl sich die Wachstumsaussichten verschlechtern.

Viele Schwellenländer verzeichnen hingegen entweder ein geringeres Wachstum und eine niedrigere Inflation oder ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation, aber mit einem klaren Bekenntnis zu Inflationszielen.

Anleiheinvestoren beobachten dies aufmerksam: Der JP Morgan EMBI Global Index für auf US-Dollar lautende Staatsanleihen aus Schwellenländern wird mit dem niedrigsten Spread gegenüber Anleihen aus Industrieländern seit 2013 gehandelt.

Auch die Kreditnehmer reagieren: Verschiedene stärker verschuldete Grenzmärkte versuchen, ihre auf US-Dollar lautenden Schulden in chinesische Renminbi umzuwandeln, um von den niedrigeren Renditen zu profitieren.

Aussichten für Aktien sind positiv 

Aktienanleger vertreten hingegen eine andere Ansicht. Das 12-Monats-Kurs-Gewinn-Verhältnis des MSCI World (der Aktienindex für Industrieländer) ist auf 21,6 gestiegen, während der MSCI EM Index nur bei 14,3 liegt.

Dieser Bewertungsabschlag von 33,9 % für Schwellenländer liegt deutlich unter dem langfristigen historischen Durchschnitt von etwa 20 %. Und das, obwohl die BIP-Wachstumsprognosen des IWF für die G7 auf den niedrigsten Nicht-Krisenwert seit 2002 gefallen sind.

Als Team von Schwellenländerinvestoren, dessen Erfahrung bis in die 1990er Jahre zurückreicht, sind wir uns der internationalen und nationalen politischen Risiken in Schwellenländern sehr bewusst.

Im letzten Jahr gab es einen Putschversuch in Korea, einen militärischen Konflikt zwischen Indien und Pakistan, überall schwierige Schlagzeilen zu Zöllen und Handel sowie die gerichtlich angeordnete Absetzung des thailändischen Premierministers nach weniger als einem Jahr im Amt.

Wir sind jedoch der Ansicht, dass die Kluft zwischen den politischen und governancebezogenen Risiken in Schwellen- und Industrieländern so gering ist wie nie zuvor. Die Anleihemärkte nehmen dies zur Kenntnis, die Aktienmärkte hingegen noch nicht. Wir bleiben sehr positiv hinsichtlich der Aussichten für Aktien aus Schwellenländern.


Ada Chan, Fonds Managerin bei J O Hambro        
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Login-Prozesse
Париматч Вход auf Desktop vs. Mobile: Vergleich der Login-Prozesse und Nutzererfahrung

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Login-Prozesse wirken simpel, entscheidend sind jedoch stabile Schritte. Mit der App und im Browser gelingt der Zugriff über sichere Token, kurze Sitzungswege und klare Wiederherstellung. Anbieter wie Париматч Вход setzen auf bewährte Verfahren, damit Konten auch unter Last erreichbar bleiben. Dieser Leitfaden beschreibt praxisnahe, nachvollziehbare Abläufe. Schritt für Schritt erklärt.

App-Login auf iOS und Android: Ablauf, Tokens, Offline-Fallbacks

Auf iOS und Android beginnt der Login mit der Eingabe von Zugangsdaten, gefolgt von einer serverseitigen Challenge. Der Client tauscht sie gegen ein kurzlebiges Sitzungstoken, das bei jeder Anfrage geschickt mitläuft. Biometrische Schnellzugriffe entsperren nur das lokal gesicherte Credential, nicht das Konto selbst. So bleiben Passwörter getrennt gespeichert, und Wiederverwendung lässt sich technisch sauber vermeiden. Updates prüfen Gültigkeit automatisch weiterhin. Für schwache Netze empfiehlt sich ein kurzer Offline-Puffer: Die App hält ein Refreshtoken verschlüsselt, erneuert es bei nächster Verbindung und zeigt bis dahin nur lokale Kontoinfos. Abgelaufene Tokens erzwingen erneutes Anmelden, nicht aber App-Neuinstallation. Praktisch ist ein Geräteüberblick im Profil, damit alte Sitzungen gezielt beendet werden können, inklusive Zeitstempel und Standorthinweis. So bleibt Kontrolle nachvollziehbar und Missbrauch früh sichtbar dokumentiert.

Web-Login und Sitzungen: Cookies, SameSite, Cross-Device

Im Web identifizieren signierte Cookies die Sitzung; ihr SameSite-Attribut begrenzt Fremdzugriffe. Sichere Flags verhindern unverschlüsseltes Auslesen, und kurze Laufzeiten reduzieren Risiken beim Gerätewechsel. Nach erfolgreichem Login weist der Server eine Session-ID zu, während ein CSRF-Schutz Formularanfragen bindet. Browser mit strikten ITP/ETP-Regeln verlangen angepasste Cookie-Domänen, sonst verschwinden Sitzungen nach wenigen Minuten. Cross-Device-Zugriffe bleiben übersichtlich, wenn aktive Sitzungen im Profil erscheinen. Ein Klick beendet einzelne Geräte, ein weiterer beendet alle außer der aktuellen. Automatische Logouts greifen nach Inaktivität oder IP-Sprüngen. Praktisch sind kurze Einmal-Links für Gerätewechsel: Sie bestätigen Anmeldungen schnell, ohne Passwörter erneut zu übertragen, und protokollieren Zeitpunkt sowie Zielgerät verlässlich, nachvollziehbar.

Sicherheitsschichten rund um Париматч Вход: MFA, Biometrie, WebAuthn

Sicherheit entsteht durch kombinierte Faktoren. Nach Passwort prüft ein zweiter Faktor oder ein Gerätekey die Besitzkomponente, während Biometrie nur lokal entsperrt. WebAuthn vermeidet gemeinsam genutzte Geheimnisse und signiert Herausforderungen direkt auf dem Gerät. Für sensible Aktionen steigt das Niveau automatisch. So bleibt Париматч Вход schnell, aber zugleich belastbar gegenüber üblichen Angriffspfaden, verlässlich:
  • TOTP oder Push: Einmalcodes verfallen rasch; App-Approvals bestätigen Anmeldungen mit Gerätebindung. SMS bleibt Fallback, jedoch mit Limits und Zusatzprüfung bei riskanten Änderungen. 
  • WebAuthn/Passkeys: Schlüsselpaare liegen sicher auf dem Gerät; der Server speichert nur Public Keys. Phishing wird schwer, weil Bestätigungen Domain-gebunden sind und Dialoge kryptografisch signieren. 
  • Step-up-Flows: Auszahlungen, Gerätewechsel oder Passwort-Resets verlangen stärkere Faktoren und frische Challenges. Zeitfenster bleiben kurz; fehlgeschlagene Versuche drosseln automatisch und erzeugen nachvollziehbare Ereigniseinträge. 

Fehlerbehebung: typische Login-Probleme und schnelle Checks

Fehlschläge entstehen oft durch Uhrzeitabweichungen, blockierte Cookies oder instabile Netze. Prüfe zuerst Gerätezeit und Zeitzone, dann App- und Systemupdates. Lösche veraltete Tokens über die Geräteverwaltung im Profil und melde dich neu an. Im Web hilft ein privates Fenster, weil Erweiterungen oder aggressive Caches Sitzungscookies verändern oder blockieren können, bei Bedarf. Anmelde-Links laufen meist zeitnah ab. Öffne sie auf demselben Gerät, auf dem du die Anfrage gestartet hast. Kommen Fehlermeldungen zur Zwei-Faktor-Prüfung, synchronisiere TOTP-Uhren in der Auth-App und teste einmalig einen Backup-Code. Bleibt der Fehler bestehen, beende alle Sitzungen und fordere einen frischen Bestätigungs-Flow an. Danach erneut Anmeldung starten und prüfen.

Recovery und Kontowiederherstellung: Nachweise, Wartefenster, Protokolle

Wenn der Zugriff verloren geht, hilft ein strukturierter Recovery-Pfad. Halte Ausweisfotos, letzte Transaktionsdaten und die registrierte E-Mail bereit. Der Support verifiziert Angaben gegen interne Protokolle und setzt anschließend einen sicheren Reset. Wichtig: geänderte Telefonnummern zuerst beim Anbieter aktualisieren, sonst scheitern Bestätigungen. Notiere Ticketnummern, damit Nachfragen eindeutig zugeordnet werden können, später. Nach erfolgreichem Recovery erneuere Passwörter, aktiviere WebAuthn und ersetze alte TOTP-Profile. Prüfe die Geräteübersicht und lösche verdächtige Einträge. Dokumentiere den Zeitpunkt, um Zusammenhänge mit ungewöhnlichen Aktivitäten zu erkennen. Plane anschließend einen kurzen Sicherheitstest: Login, Logout, Gerätesperre, Backup-Codes. So bleibt das Konto stabil, reproduzierbar erreichbar und sauber dokumentiert für kommende Änderungen.

Kurzfazit

Zugriff bleibt zuverlässig, wenn Prozesse klar, Tokens kurzlebig und Wiederherstellung geordnet sind. Kombiniere App- und Web-Login mit zweitem Faktor und Passkeys; halte Geräteübersichten sauber. Prüfe Zeitquellen regelmäßig und nutze strukturierte Checks, bevor du Support kontaktierst. So wird Париматч Вход zur Routine: schnell, reproduzierbar und nachvollziehbar – auch unter hoher Last. AUCH INTERESSANT

– Künstliche Intelligenz – BWA: Künstliche Intelligenz könnte 50 % der Arbeitsplätze vernichten

Geschäftsführer Harald Müller: „Es stehen zu viele Arbeitsplätze im Feuer, als dass wir das als Gesellschaft einfach so hinnehmen können.“

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Gesundheit
Männergesundheit im Wandel: Warum intime Selbstfürsorge längst kein Tabuthema mehr sein sollte

Viele Männer nehmen Vorsorgeuntersuchungen deutlich seltener wahr als Frauen, obwohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor die häufigste Todesursache darstellen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass Gesundheit weit mehr bedeutet als Blutdruckwerte und Cholesterinspiegel. Psychisches Wohlbefinden, Sexualität und Selbstfürsorge rücken zunehmend in den Fokus. Während über Yoga-Kurse und Ernährungstrends offen gesprochen wird, gilt Intimes noch immer als heikles Terrain. Dabei gehört es längst zur Realität eines modernen Männerbildes, Körper und Geist umfassend zu pflegen.

Offener Umgang mit intimen Bedürfnissen

Gesellschaftliche Tabus haben Männer jahrzehntelang dazu gedrängt, über ihre Bedürfnisse zu schweigen. Gespräche über Potenzprobleme oder sexuelle Wünsche fanden, wenn überhaupt, hinter verschlossenen Türen statt. Heute beginnt sich dieses Bild zu wandeln. Gesundheitsexperten betonen, dass intime Selbstfürsorge genauso wichtig ist wie Sport oder gesunde Ernährung. Für viele Männer bedeutet das, sich auch mit neuen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. So wird zum Beispiel diskutiert, inwiefern Produkte wie Sexspielzeug für Männer nicht nur Lust, sondern auch Entspannung und Stressabbau fördern können.

Von Heimlichkeit zu Selbstverständlichkeit

Diese Entwicklung zeigt sich auch in Untersuchungen zur Männergesundheit, die auf einen deutlichen Generationsunterschied hinweisen. Während ältere Männer intime Themen oft meiden, sprechen jüngere deutlich offener darüber. Fachleute interpretieren diesen Wandel als Zeichen veränderter Rollenbilder und wachsender Akzeptanz. Medizinisch betrachtet ist dieser offene Umgang mit Intimität kein nebensächlicher Luxus, sondern kann konkrete gesundheitliche Vorteile haben. Regelmäßige Orgasmen beeinflussen den Hormonhaushalt, da sie die Ausschüttung von Endorphinen und Oxytocin anregen, was Stress reduzieren und das Wohlbefinden steigern kann. Einige wissenschaftliche Untersuchungen legen zudem nahe, dass eine häufigere Ejakulation mit einem geringeren Risiko für bestimmte Erkrankungen, etwa Prostatabeschwerden, in Verbindung stehen könnte. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass hier noch weitere Forschung notwendig ist, um klare Zusammenhänge zu bestätigen. Unstrittig ist dagegen, dass regelmäßige sexuelle Aktivität die Durchblutung fördert, Entspannung unterstützt und für viele Männer eine wichtige Rolle im psychischen Gleichgewicht spielt.

Dauerhafter Druck im Alltag verlangt nach neuen Strategien

Der Alltag vieler Männer ist heute stärker von Belastungen geprägt als jemals zuvor. Zwischen Beruf, Familie und gesellschaftlichen Erwartungen entsteht ein Spannungsfeld, das häufig unterschätzt wird. Wer ständig erreichbar sein muss, erlebt kaum noch echte Erholungsphasen. Schlafprobleme sind eine logische Folge, ebenso wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Gereiztheit. Stress wirkt dabei nicht nur mental, sondern hinterlässt Spuren im Körper. Kopfschmerzen, Verspannungen im Rücken und Verdauungsstörungen zählen zu den klassischen Begleitern. Auch die Sexualität leidet, denn anhaltender Druck kann zu Funktionsstörungen führen und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.

Entspannung findet neue Wege

Die Suche nach Ausgleich hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Früher galt Sport als Allheilmittel gegen Stress, doch heute greifen Männer auf eine größere Bandbreite an Methoden zurück. Meditation, Atemübungen und Achtsamkeitstraining sind inzwischen genauso verbreitet wie Yoga-Kurse, die lange Zeit vor allem von Frauen besucht wurden. Psychologen betonen, dass auch kreative Aktivitäten wie Tanz oder Musik einen wirksamen Beitrag leisten, weil sie Körper und Geist gleichermaßen beanspruchen. Darüber hinaus rücken intime Praktiken stärker in den Fokus. Fachleute weisen darauf hin, dass sexuelle Selbstfürsorge die Ausschüttung von Glückshormonen fördert und so die Stressverarbeitung unterstützt. Männer, die lernen, auf diese Signale ihres Körpers zu achten, berichten von gesteigerter Gelassenheit und besserem Schlaf.  

Weltwirtschaft
Günstiger Einstiegspunkt für den dynamischen indischen Markt

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Von Dina Ting

Die hohen, neuen US-Zölle auf indische Waren, die sich im August als Vergeltung für den Kauf von russischem Öl in Neu-Delhi auf 50 Prozent verdoppelt haben, haben die Unsicherheit auf dem Subkontinent weiter erhöht. Indiens aktuelle Umfeld könnte jedoch für Anleger, die eine sinnvolle Gewichtung in internationalen Aktien anstreben, für eine tiefergehende Betrachtung gut positioniert sein.

Eine bemerkenswerte Ausnahme von den US-Zöllen gilt für bestimmte High-End-Smartphones. In dieser Kategorie ist Indien zu einem immer wichtigeren Produktionszentrum geworden. Selbst wenn diese Ausnahme später zurückgezogen werden sollte, gehen Analysten davon aus, dass Indien aufgrund der umfangreichen Investitionen in die Lieferkette ein wichtiges Produktionszentrum für Smartphones für den US-Markt bleiben wird.

Die Kombination aus unserer Meinung nach attraktiveren Bewertungen für indische Aktien, robusten Fundamentaldaten des Finanzsektors, strukturellen Technologieinvestitionen und einer sich wandelnden Rolle innerhalb der globalen Lieferketten veranlasst viele Anleger dazu, dies als günstigen Einstiegspunkt in diesen dynamischen Markt zu betrachten.

Abgesehen von den Zollrisiken, die die Wettbewerbsfähigkeit Indiens im Exportbereich beeinträchtigen könnten, bestehen weiterhin strukturelle Probleme im Industriesektor, auch wenn Dienstleistungen und Landwirtschaft weiterhin das Wachstum vorantreiben.

Angesichts der laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Indien und der bekannten Neigung von Präsident Trump, seine Handelspolitik zu revidieren, bleibt jedoch unklar, ob diese erhöhten Zölle letztendlich Bestand haben werden. Sollten sie rückgängig gemacht oder abgeschwächt werden, könnten sie eher als vorübergehender Gegenwind denn als strukturelle Bedrohung angesehen werden. Die USA machen etwa 20 % der Warenexporte Indiens aus.

Als Reaktion darauf hat Premierminister Narendra Modi eine Reihe von politischen Reformen zur Stärkung der inländischen Widerstandsfähigkeit beschleunigt, darunter eine Überarbeitung der Verbrauchsteuer des Landes, die darauf abzielt, die Auswirkungen der Zölle abzumildern. Die erneute Konzentration der Regierung auf Infrastrukturinvestitionen und konsumorientierte Konjunkturmaßnahmen soll ebenfalls die wirtschaftliche Dynamik stärken und ein nachhaltiges Wachstum unterstützen.

Die Senkung der indischen Waren- und Dienstleistungssteuer (GST), die Ende September in Kraft treten soll, dürfte einen erheblichen fiskalischen Anreiz darstellen, um die Auswirkungen der Zölle abzuschwächen. Neben den direkten Steuererleichterungen im Februar, den Steuersenkungen und der Abschwächung der Inflation könnten diese Senkungen mehrere Kanäle für eine Nachfragebeschleunigung schaffen.

Eine niedrigere GST auf lebenswichtige Güter könnte auch die Inflation im Einzelhandel verringern, insbesondere wenn die Einsparungen an die Verbraucher weitergegeben werden. Wir gehen davon aus, dass sich diese Effekte bereits bei den Unternehmensgewinnen des nächsten Quartals bemerkbar machen könnten.

Zu den direkten Nutznießern gehören Automobile, schnelllebige Konsumgüter und Versicherungen, der breitere Konsumschub könnte allerdings Sektoren wie dem diskretionären Einzelhandel und Nichtbanken-Finanzwerten zugutekommen. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Handelsdynamiken traf Premierminister Modi kürzlich am Rande des Gipfeltreffens der Shanghai Cooperation Organization mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammen.

Dies war Modis erster Besuch in China seit sieben Jahren. Die Staatschefs führten mehrere Gespräche und bekundeten ihr Bestreben nach einer stärkeren Partnerschaft sowie Indiens Fähigkeit, strategische bilaterale Optionen zu entwickeln.

Erfreulicherweise prognostiziert der aktuelle Weltwirtschaftsausblick des IWF für Indien ein BIP-Wachstum von 6,5 % für die Jahre 2025 und 2026, womit das Land vor China und vielen anderen Ländern der Region liegt. Diese nachhaltigen Wachstumsaussichten in Verbindung mit den laufenden Strukturreformen unterstreichen Indiens Status als die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt.

Abbildung 1: Indien übertrifft die Wachstumsprognosen für die Schwellenländer 2025

Geschätztes BIP-Wachstum der Schwellenländer im Jahr 2025 im Vergleich zu den Industrieländern

* IWF-Schätzungen vom August 2025. Quellen: FactSet, Internationaler Währungsfonds. Es kann nicht garantiert werden, dass eine Schätzung, Prognose oder Prognose eintreten wird.

Darüber hinaus deutet eine Umfrage von Bloomberg unter Ökonomen darauf hin, dass Indien im nächsten Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu null in eine Rezession geraten wird – ein starker Kontrast zu Mexiko, das weiterhin stark den Konjunkturzyklen der USA ausgesetzt ist, und zu Kanada, wo einige Indikatoren wie rückläufige Produktion und schwächere Beschäftigungszahlen darauf hindeuten, dass eine Rezession bereits eingesetzt haben könnte (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Weltweite Rezessionswahrscheinlichkeit

Rezessionswahrscheinlichkeit in einem Jahr (Stand 14. August 2025)

Hinweis: Zeigt die mittlere prognostizierte Rezessionswahrscheinlichkeit an. Diese Prognosen leiten sich aus den jüngsten monatlichen und vierteljährlichen Umfragen von Bloomberg sowie aus Prognosen verschiedener Banken ab. Quelle: Bloomberg.

In der Vergangenheit wurde Indien im Vergleich zu anderen Schwellenländern mit einem Aufschlag gehandelt, was seine starken Fundamentaldaten und sein Wachstumspotenzial widerspiegelt.

Die jüngsten Marktkorrekturen haben die Bewertungen jedoch gedrückt, so dass die Kurs-Gewinn-Schätzungen des MSCI India Index für das gesamte Kalenderjahr 2025 auf das 24-fache gestiegen sind – was im Großen und Ganzen mit dem der USA mit 24,2 x übereinstimmt.

Dies ist der geringste Bewertungsunterschied Indiens zu den Vereinigten Staaten seit 2016. Da die Gewinnprognosen der Unternehmen weiterhin stabil bleiben, glauben wir, dass diese Bewertungsanpassung das Risiko-Ertrags-Profil für neue Allokationen verbessert – insbesondere für Anleger, die ein wachstumsstarkes Engagement mit einem verbesserten relativen Wert suchen.

Der indische Finanzsektor hat sich deutlich besser entwickelt als andere Segmente, wobei der Nifty Financial Services Index – eine Benchmark für Banken, Versicherungen und diversifizierte Finanzwerte – im Juni Rekordhöhen erreichte und in der ersten Jahreshälfte um mehr als 15 % zulegte.[1] Diese Rallye spiegelt die verbesserte Qualität der Vermögenswerte, stärkere Bilanzen und eine robuste Kreditnachfrage wider, die durch Rekordgewinne im Bankensektor im Geschäftsjahr 2025 unterstrichen wird.

Von der Rhetorik zum Handeln bei den Chips-Ambitionen

Indien setzt seine ehrgeizigen Ziele im Halbleiterbereich in konkrete Fortschritte um. Mit einer milliardenschweren, von der Regierung unterstützten Initiative hat Premierminister Modi ein klares Bekenntnis zum Aufbau eines eigenständigen Halbleiter-Ökosystems signalisiert.

Dieser Sektor zieht nicht nur multinationale Unternehmen an, sondern fördert auch einen schnell wachsenden Pool an einheimischen Talenten – von hochqualifizierten Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bis hin zu Positionen in der Fertigung und Lieferkette. Damit leisten Halbleiter einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen wirtschaftlichen Transformation Indiens und zu seinem technologiegetriebenen Wachstum.

Angesichts der Neuausrichtung der globalen Halbleiter-Lieferketten – ausgelöst durch geopolitische Veränderungen und die Notwendigkeit der Diversifizierung – positioniert sich Indien durch seine zunehmende Bedeutung in diesem wichtigen Sektor sowohl als Produktionszentrum als auch als bedeutender Arbeitgeber.

Diese Entwicklung ergänzt Indiens Position als Alternative zu China in der Lieferkette, da multinationale Unternehmen und Investoren angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheiten aktiv versuchen, ihre Beschaffungs- und Produktionsstandorte zu diversifizieren.

Ein digitales Kraftpaket

Indien ist die Heimat einer der weltweit größten Populationen von Smartphone-Nutzern, Internet-Abonnenten und digitalen Transaktionsvolumen. Die umfangreiche öffentliche digitale Infrastruktur – einschließlich eines nationalen biometrischen ID-Systems und eines Echtzeit-Zahlungsnetzwerks – generiert täglich riesige Datenmengen.

Diese digitale Dynamik hat Indien zum am schnellsten wachsenden Markt für ChatGPT gemacht, wobei einige Schätzungen darauf hindeuten, dass es mit rund 14 % der Gesamtnutzer inzwischen die größte Nutzerbasis der Plattform darstellt.

Indiens drängendste Herausforderungen – in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen – stellen auch seine größten Chancen dar. Mit einer großen Bevölkerung, einem florierenden Technologiesektor und einer robusten digitalen Infrastruktur ist Indien unserer Meinung nach einzigartig positioniert, um künstliche Intelligenz und digitale Lösungen zu skalieren, die neben dem Wirtschaftswachstum auch eine bedeutende soziale Wirkung erzielen können.

In Übereinstimmung mit dieser Vision haben Regierungsbeamte die mutige IndiaAI Mission ins Leben gerufen, die durch öffentliche Investitionen in Höhe von über 1,25 Milliarden US-Dollar unterstützt wird.

Diese Initiative zielt darauf ab, eine nationale Recheninfrastruktur aufzubauen, einheimische KI-Modelle zu entwickeln, KI-Sicherheitsrahmen zu etablieren und die Finanzierung von Start-ups und Forschungszentren zu fördern – und damit den Grundstein für Indiens Führungsrolle bei der KI-Innovation zu legen.

Mehr als Dienstleistungen und Konsum – ein sich entwickelndes Produktionszentrum

Da globale Unternehmen und Investoren sich zunehmend von traditionellen Produktionszentren abwenden, glauben wir, dass Indien als wichtige Alternative zu China immer mehr in den Fokus rückt. Seine wachsenden Produktionskapazitäten, die sich verbessernde Infrastruktur, die günstige demografische Entwicklung und politische Anreize machen es zu einem strategischen Knotenpunkt in globalen Lieferketten.

Unserer Meinung nach stärkt diese sich wandelnde Rolle Indiens langfristige Attraktivität für Investoren – nicht nur als konsumgetriebener Markt, sondern auch als wichtiger Akteur im globalen industriellen Ökosystem.

 
Dina Ting, Leiterin des Global Index Portfolio Management bei Franklin Templeton    
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Travel & Leisure
Istanbul erneut zum weltbesten Flughafen gewählt

Die Leser des internationalen Reisemagazins Travel & Leisure haben erneut über die „Top 10 der internationalen Flughäfen weltweit” abgestimmt, und zum zweiten Mal in Folge belegte der iGA Istanbul Airport den ersten Platz auf der Liste. In der jährlichen Umfrage von Travel & Leisure, einem der weltweit führenden Reise- und Lifestyle-Magazine, hat der iGA Istanbul Airport alle Mitbewerber hinter sich gelassen und wurde von den Lesern des Magazins erneut zum „World’s Best Airport” gewählt. Der iGA Istanbul Airport ist bekannt für sein Engagement für kontinuierliche Verbesserung und seinen kundenorientierten Ansatz und hat sich damit die Anerkennung sowohl internationaler Luftfahrtorganisationen als auch von Reisenden aus aller Welt gesichert. Der Flughafen hat nun zum zweiten Mal in Folge seine Position als bester Flughafen der Welt bestätigt. Die Preisverleihung von Travel + Leisure fand in New York City, dem Hauptsitz des Magazins, statt und versammelte Branchenführer und hochrangige Gäste. Der Preis für den iGA Istanbul Airport wurde dem Direktor für Unternehmenskommunikation, Gökhan Şengül, von der Chefredakteurin von Travel + Leisure, Jacqueline Gifford, überreicht. In seiner Rede bei der Zeremonie sagte Şengül:
„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass die Dienstleistungen, die wir am iGA Istanbul Airport erbringen, nicht nur für ihre operative Exzellenz, sondern auch für ihren kulturellen Wert anerkannt werden. Für uns ist es besonders bedeutsam, dass die türkische Kultur, die für ihre Gastfreundschaft, Raffinesse und ihren Service bekannt ist, der globale Standards übertrifft, durch unseren Flughafen hervorgehoben wird. Dabei sind wir sehr stolz darauf, nicht nur iGA, sondern auch Istanbul und das reiche kulturelle Erbe unseres Landes auf der internationalen Bühne zu vertreten und gleichzeitig zu seinem Markenwert beizutragen.“
Laut den Lesern von Travel + Leisure wurden die Flughäfen anhand ihrer Erreichbarkeit, des Check-in-Erlebnisses, der Sicherheit, der gastronomischen Angebote, der Einkaufsmöglichkeiten und des Gesamtdesigns bewertet. Der Flughafen Istanbul iGA, der 2021 als erster türkischer Flughafen überhaupt in das renommierte Ranking des Magazins aufgenommen wurde, hat erneut seine Exzellenz unter Beweis gestellt und wurde zum besten Flughafen der Welt für 2024 gekürt. Hinter dem iGA Istanbul Airport folgten in den diesjährigen Top Ten einige der weltweit bekanntesten Flughäfen, darunter diejenigen in Singapur, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südkorea, Japan, Indien und Hongkong, was die bemerkenswerte Leistung des iGA auf der globalen Bühne unterstreicht.  
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Der türkische Starkoch und Unternehmer Nusret Gökçe, auch als Saltbae bekannt, hat mit der Eröffnung seines ersten Saltbae-Burger-Restaurants am internationalen Flughafen Istanbul erneut Wellen in der kulinarischen Szene geschlagen.

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