Es fanden Podiumsdiskussionen zu 17 verschiedenen Themen und fünf Talkshows mit bekannten Persönlichkeiten Türkiye’s statt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kulturrouten-Festival sowie des Ministeriums für Kultur und Tourismus gab es natürlich auch Konzerte und Auftritte renommierter Künstler wie Tuğçe Kandemir, Resul Dindar, Ebru Yaşar, Fatma Turgut, Ferhat Göçer, Serkan Kaya, Bayhan und Derya Uluğ.

400 Veranstaltungen an 50 verschiedenen Orten und wir haben noch gar nicht Oper und Ballet erwähnt… Vielen Dank an die Presseabteilung der Stadtverwaltung für die Überlassung der Zahlen, Daten und Fakten.
In den Worten von Oberbürgermeisterin Fatma Şahin:
„200.000 Menschen haben täglich dieses Festival besucht. Zwei Millionen Menschen kamen. Nicht nur aus Gaziantep, sondern aus der ganzen Region. Wir haben uns mit vielen Menschen aus elf Provinzen und dem Ausland auf dem Festivalgelände versammelt. Die Besucher sind zufrieden, die Dienstleister sind zufrieden und die Ladenbesitzer sind glücklich… (…) wir erleben den Frieden und die Freude, die dieses neuntägige Fest mit sich bringt. Wir danken allen Gästen, dass sie hierhergekommen sind und unsere Freude teilen. Es hat auch einen positiven wirtschaftlichen Aufschwung für unsere Gewerbetreibenden bewirkt. Alle sind glücklich. Wenn sie glücklich sind, ist auch die Bürgermeisterin glücklich…“
Weitaus größeres Potential, Gaziantep will eigene Marke werden
Tourismus ist in dieser Region untrennlich mit dem Stichwort Kultur verknüpft, man könnte vereinfacht gesagt von Kulturtourismus sprechen. Lassen wir uns mit Rumkale beginnen, knapp 90 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. An der Festung Rumkale und dessen nördlichen und östlichen Mauern befinden sich sieben rechteckige Türme und im Norden zahlreiche Schießscharten. Der südliche Felsvorsprung der Burg wurde im 12. Jahrhundert ausgehöhlt und zu einem Graben umgestaltet, wodurch die direkte Verbindung der Burg zum Festland unterbrochen wurde. Neben den Mauern und Türmen sind in Rumkale heute noch weitere architektonische Überreste zu sehen, darunter die Kirche St. Nerses, das Barşavma-Kloster, zahlreiche Gebäudereste, Zisternen, Brunnen und Gräben. Es ist bekannt, dass die oberirdischen Gebäude der Burg aus dem 12. bis 14. Jahrhundert stammen. Es wird auch überliefert, dass Johannes, einer der Apostel Jesu, in der Römerzeit nach Rumkale kam, sich dort niederließ und in einer in den Felsen gehauenen Kammer Kopien des Evangeliums anfertigte. Und dann vom Rumkale-Pier am Zusammenfluss von Euphrat und Merzimen begibt man sich auf eine kurze aber wunderschöne Schiffsreise zur weltbekannten versunkenen Moschee in Halfeti. Der Euphrat bildet die natürliche Grenze zwischen Gaziantep im Westen und Şanlıurfa im Osten. Obwohl Rumkale technisch gesehen in den Zuständigkeitsbereich des Bezirks Nizip in Gaziantep fällt, bleibt es ein wesentlicher Bestandteil des Charmes von Halfeti. Reisehinweis: von Rumkale nur per Schiff erreichbar, aber von Şanlıurfa per Strasse. Doch die Fotogelegenheiten sind gerade auch wenn man aus Gaziantep kommt beeindruckend, denn dann kann man die versunkene Moschee in der Tat vom Wasser aus sehen, und fotografieren.
Zum Abschluss und in den Worten der Partner-Stadt Duisburg eine Art Liebeserklärung an Gaziantep und ihre Bewohner im Originalzitat:
Der Besucher erlebt Gaziantep als eine rasant wachsende, aufblühende Großstadt, die Tradition und Moderne miteinander verbindet.
Alte, traditionelle Handwerksbetriebe neben modernen Shoppingmalls prägen das Bild dieser pulsierenden Stadt. Erfolgreiche Unternehmen in der Textilbranche, der Lebensmittel- und der Baustoffindustrie haben maßgeblich zu wirtschaftlichem Wohlstand beigetragen.
Besonders berühmt ist Gaziantep wegen der dort angebauten Pistazien, die als die besten in der ganzen Türkei gelten und mittlerweile – auch zu Baklava verarbeitet – in ganz Europa vermarktet werden.
Gaziantep blickt auf eine über 5000 Jahre alte Geschichte zurück. Besonderes Zeugnis davon sind die berühmten Mosaike aus römischer Zeit, die in der Nähe bei Staudammarbeiten entdeckt wurden und nun im Mosaikmuseum von Gaziantep ausgestellt werden. Das Bildnis mit dem Namen „Çingene kız“, zu deutsch „Zigeunermädchen“ ist dabei zu einem Wahrzeichen der Region geworden, mit dem diese europaweit beworben wird.
Na gut, das diesjährige GastroAntep/Kulturrouten-Festival ist vorüber aber die Gastgeber und Organisatoren planen schon eifrig an der 2026 – Auflage. Genug Zeit also, um Reisepläne zu schmieden und diese faszinierende Region Türkiye’s als Ziel ins Auge zu nehmen.
Oh, und nicht zu vergessen: Sollten Sie früher hierherkommen wollen, Gaziantep ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Außerdem haben wir die vielfältigen Museen der Stadt noch gar nicht erwähnt.
Oder waren Sie schon einmal in einem Küchenmuseum, einem traditionellen Badhaus (Hamman)-Museum oder gar in einem Seife- und Molasse-Museum, und nicht zu vergessen in einem Mosaik-Ausbildungs-Zentrum?
ZUM THEMA
– NEX24-Interview – Gaziantep: Interview mit Oberbürgermeisterin Fatma Şahin
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Gaziantep: Interview mit Oberbürgermeisterin Fatma Şahin





Die Preisverleihung von Travel + Leisure fand in New York City, dem Hauptsitz des Magazins, statt und versammelte Branchenführer und hochrangige Gäste. Der Preis für den iGA Istanbul Airport wurde dem Direktor für Unternehmenskommunikation, Gökhan Şengül, von der Chefredakteurin von Travel + Leisure, Jacqueline Gifford, überreicht.
In seiner Rede bei der Zeremonie sagte Şengül: