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Neue Spannungen zwischen der Türkei und den USA?
Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge
Die Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten sind seit einigen Jahren wegen des Kaufs von russischen Flugabwehrraketen des Typs S-400 angespannt. Mit dem Amtsantritt Joe Bidens als 46. Präsident der USA scheinen sich die ohnehin schwierigen Beziehungen beider NATO-Staaten noch einmal zu verschärfen. Das Weiße Haus veröffentlichte am 28. Januar eine Mitteilung, der zufolge der Sicherheitsberater von Präsident Biden, Jake Sullivan, ein Telefongespräch mit Björn Seibert geführt habe, dem Kabinettschef von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Die USA und die EU betrachten die Türkei als neue Bedrohung
Bei dieser Unterredung unterstrich Sullivan die transatlantischen Beziehungen und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und der EU, um diese wiederzubeleben. Im letzten Satz der Mitteilung wird Bezug genommen auf China und die Türkei. Demnach einigten sich beide Seiten bei Fragen von beiderseitigem Interesse, wie dem Verhältnis zu China und der Türkei zusammenzuarbeiten.
Anders ausgedrückt, die Vereinigten Staaten und die EU werden neuerdings bei Konflikten wie im östlichen Mittelmeer, in Syrien, Libyen oder im Kaukasus gegenüber der Türkei eine gemeinsame Politik verfolgen. Darüber hinaus hatten die USA China bereits unter Trump als „Bedrohung“ bewertet und mit der Mitteilung des Weißen Hauses, auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, kommt als weitere Bedrohung die Türkei hinzu. In Bezug auf China besteht zwischen Vorgängerregierung Trumps und der Biden-Administration der Unterschied darin, dass die neue US-Regierung gemeinsam mit der EU gegen Peking vorgehen möchte.
Forderung an die Türkei zum Abzug aus Libyen
Ein erstes Signal dieser Ankündigung war die Aufforderung des amtierenden US-Botschafters bei den Vereinten Nationen, Richard Mills, „alle externen Parteien, einschließlich Russland, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)“ sollten die libysche Souveränität respektieren und forderte den Abzug der Streitkräfte dieser Länder. Der Appell des US-Diplomaten ist insofern problematisch, weil sich die Anwesenheit von Einheiten der türkischen Armee in Libyen auf eine Bitte bzw. eine Vereinbarung der von den Vereinten Nationen anerkannten GNA-Regierung in Tripolis mit der türkischen Regierung stützt.
Im Gegensatz zur Türkei unterstützen Russland, die VAE, Ägypten und weitere Staaten den Putschisten und Warlord Haftar, der die rechtmäßige Regierung in Tripolis mit Waffengewalt stürzen möchte. Die USA stellen mit diesem Aufruf die Türkei und Russland auf eine Ebene, obwohl der Einsatz der privaten russischen Sicherheitsfirma Wagner und anderer Söldner in Libyen gegen internationales Recht verstößt, da Haftars Milizen ohne anerkannte Rechtsgrundlage handeln und damit illegal in Libyen agieren.
Nach dieser Logik müssten die USA auch von Russland verlangen, seine Streitkräfte aus Syrien abzuziehen, aber das würde Moskau auf den Plan rufen, da sich die russische Regierung bei der Stationierung ihrer Truppen auf ein Abkommen mit der syrischen Regierung beruft. Ferner halten die Vereinigten Staaten über die PKK/YPG etwa 30 Prozent von Nordostsyrien besetzt. Wenn die USA schon eine Forderung nach einem Abzug von ausländischen Truppen in Libyen stellen, dann sitzen die Adressaten in Moskau und in Abu Dhabi und nicht in Ankara.
Die US-Regierung sieht die Türkei nicht als Verbündeten
Kurz vor der Vereidigung von Joe Biden zum US-Präsidenten bezeichnete der neue Außenminister Antony Blinken den NATO-Verbündeten Türkei als „sogenannten strategischen Partner“ und hob wegen des russischen S-400 Flugabwehrsystems die Möglichkeit hervor, neue Sanktionen zu prüfen. In die gleiche Kerbe schlug auch Max Hofmann, der stellvertretender Direktor für nationale und internationale Politik am einflussreichen Center for American Progress ist. Die neue US-Administration würde die Türkei nicht mehr aus dem Blickwinkel eines „strategischen Partners“ betrachten, sondern als eine unabhängige Macht ansehen, die in „einfachen transaktionalen Begriffen behandelt“ würde.
Die USA stören sich an der Zusammenarbeit der Türkei mit Russland, da sie in Moskau eine „Gefahr für die transatlantische Sicherheit“ sehen, während die Vereinigten Staaten kein Problem damit haben, eine von der Türkei und der westlichen Staaten als Terrororganisation eingestufte PKK/YPG in Syrien massiv mit Waffen zu unterstützen. Die türkische Regierung betrachtet die Präsenz der PKK/YPG in Syrien als Bedrohung der nationalen Sicherheit und hat aus diesem Grund bereits mehrere grenzüberschreitende Militäroperationen gegen die Terrororganisation durchgeführt.
Technische Besonderheiten der S-300 und S-400
Das Vorgängermodell des Flugabwehrsystems, die S-300, befindet sich im Besitz von drei weiteren NATO-Staaten und kann Ziele bis zu einer Reichweite von 210 km sowie einer Höhe von 30 km treffen. Es ist für Ziele kurzer und mittlerer Reichweite gegen Angriffe mit ballistischen Raketen und gegen Luftangriffe konzipiert worden und das Radarsystem ist in der Lage, gleichzeitig 6 Ziele zu erfassen. Eine Weiterentwicklung ist die S-400, die gegen alle Arten von Luftzielen eingesetzt werden kann, einschließlich Flugzeuge, ballistische Raketen sowie Marschflugkörper.
Das Multifunktionsradar kann Ziele von bis zu 600 km Reichweite erkennen und gegen Angriffe von bis zu 400 km sowie 30 km Höhe abwehren. Ferner besitzt die S-400 die Fähigkeit, im Falle eines Luftangriffs gegen 36 Ziele gleichzeitig eingesetzt werden zu können. Nach Ansicht des Verteidigungsexperten James Bosbotinis ist das Multifunktionsradar der S-400 in der Lage, auch Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeuge wie die F-35 zu orten.
Die Statements und Erklärungen der neuen Biden-Administration in Bezug auf die Türkei lassen folgenden Schluss zu: Die Verantwortlichen der US-Regierung sehen in Ankara weder einen „strategischen Partner“ noch einen „Verbündeten“, denn die Interessen Washingtons und der Türkei sind in der Region zu unterschiedlich, als dass ein gemeinsamer Konsens gefunden werden könnte.
Die Bedenken der Vereinigten Staaten zum russischen Flugabwehrsystem S-400 sind in dieser Form nicht nachvollziehbar, weil drei weitere NATO-Staaten das Vorgängermodell des Flugabwehrsystems, die S-300, besitzen und die USA gegenüber diesen Ländern keine Vorbehalte geäußert haben. Griechenland hat zum Beispiel bei einer NATO-Übung 2020 in der NATO-Raketenabschussanlage auf Kreta den ersten Testschuss mit einer S-300 durchgeführt. Die S-300 Flugabwehrraketen auf Kreta sind in die NATO-Systeme integriert und erfüllen damit ihre Aufgabe. Die Türkei hat mehrfach die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Kompatibilität des S-400 Systems und des F-35 Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugs mit den USA vorgeschlagen.
Ankara hatte vor dem Erwerb der S-400 mehrfach die Absicht bekundet, das US-Raketenabwehrsystem Patriot zu kaufen. Bei dem im Vergleich zum russischen Flugabwehrsystem wesentlich teureren Patriot-System wollte die amerikanische Seite einen Technologietransfer, wie die türkische Delegation es gefordert hatte, nicht akzeptieren, und das US-System sollte im Bedarfsfall nur von amerikanischen Technikern/Soldaten bedient werden. In diesem Fall müsste die Türkei den Vereinigten Staaten mitteilen, wo und gegen wen sie dieses System einsetzt und wäre auf die USA angewiesen.
Der US-Regierung geht es bei ihren Bedenken gegen das russische Raketenabwehrsystem im Prinzip darum zu verhindern, dass die Türkei ein eigenes modernes Flugabwehrsystem gegen feindliche Bedrohungen aller Art aus der Luft erlangt. Die Frage wäre, weshalb die Vereinigten Staaten sich gegen ein Raketenabwehrsystem Ankaras stellen. Die Antwort ist in den divergierenden Interessen beider Seiten in politischer, militärischer und strategischer Sicht in der Region zu suchen.
Eine Türkei, die unabhängig von der US-Regierung eigene sicherheitspolitische Entscheidungen treffen kann und bei der Nutzung von Waffen und Technologien auf die eigene Rüstungsindustrie zurückgreift, ist in den Augen der Vereinigten Staaten kein „Verbündeter“ mehr, sondern eine „Bedrohung“ für die Interessen der USA. Die CAATSA-Strafmaßnahmen, die im Dezember 2020 gegen die Türkei beschlossen wurden, waren ein erster Anhaltspunkt dafür, wie sich die USA die zukünftige politische Ausrichtung gegenüber der Türkei vorstellen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
– Atmaca – Türkei: Einheimische Anti-Schiffs-Rakete im Schwarzen Meer erfolgreich getestet
Vor einigen Tagen testete die türkische Marine die Anti-Schiffs-Rakete Atmaca im Schwarzen Meer. Die getestete Lenkwaffe wurde von der Fregatte TCG-Kınalıada (F 514) auf ein 150 km entferntes Ziel vor der Küste von Sinop abgefeuert und bewies ihre Treffgenauigkeit.
Türkei: Einheimische Anti-Schiffs-Rakete im Schwarzen Meer erfolgreich getestet
Von Kemal Bölge
Vor einigen Tagen testete die türkische Marine die Anti-Schiffs-Rakete Atmaca im Schwarzen Meer. Die getestete Lenkwaffe wurde von der Fregatte TCG-Kınalıada (F 514) auf ein 150 km entferntes Ziel vor der Küste von Sinop abgefeuert und bewies ihre Treffgenauigkeit. Um ein echtes Ziel zu simulieren, wurde die Rakete von der erwähnten Fregatte abgefeuert und traf das ausgemusterte türkische Kriegsschiff TCG-Işın, dass sich 150 km entfernt im Schwarzen Meer befand. Die von Roketsan entwickelte Rakete ist etwas mehr als 3 Meter lang, hat ein Gesamtgewicht von 800 kg, wobei der konventionelle Gefechtskopf 250 kg wiegt.
Serienproduktion beginnt dieses Jahr
Die Serienproduktion dieser eigenentwickelten Lenkwaffe soll dieses Jahr beginnen und der türkischen Marine zu mehr Schlagkraft verhelfen. Bisher verwendeten die Seestreitkräfte Anti-Schiffs-Raketen des Typs Harpoon aus US-Produktion, die von Kriegsschiffen oder U-Booten abgefeuert wurden. Die seit einiger Zeit durchgeführten Tests erfolgten auf einem Militärstützpunkt vor der Küste von Sinop. In dem gleichen Areal wurde auch das russische Flugabwehrsystem S-400 erfolgreich getestet.
Die Provinz Sinop ist ideal für derartige Tests, weil die Küstenlinie dieser Region am weitesten in das Schwarze Meer hineinragt. Das großflächige Gebiet des Schwarzen Meeres erlaubt diese Art von „Versuchen“, da die Wahrscheinlichkeit von zivilen Kollateralschäden bei Fehlschüssen als sehr gering einzustufen ist. Beim Hauptmotor dieser Rakete handelt es sich um das französische TR-40 Modell. Seit etwa einem Jahr gilt vonseiten Frankreichs ein Embargo gegen die Türkei von wesentlichen Komponenten von Rüstungsgütern, darunter dieses Triebwerk. Daher werden bei der Serienproduktion einstweilen die im Bestand befindlichen TR-40 Modelle verwendet.
Kale Aero baut einheimisches Triebwerk
Der erwähnte Motor wurde auch bei den türkischen Marschflugkörpern des Typs SOM eingebaut. Das türkische Unternehmen Kale Aero wird wahrscheinlich ab 2022 in der Lage sein, den Hauptmotor (Kale KTJ-3200) für die Serienproduktion der Atmaca zu liefern. Damit wäre Roketsan in der Lage, für die Serienproduktion seiner Lenkwaffe einen einheimischen Motor zu nutzen. Die derzeitige Reichweite der Anti-Schiffs-Rakete Atmaca beträgt 220 km. Die Ingenieure bei Roketsan arbeiten seit einiger Zeit an einer gesteigerten Reichweite.
Wie fliegt nun eine Lenkwaffe des Typs Atmaca? Man darf sich das nicht so vorstellen wie eine ballistische Rakete, die in großen Höhen fliegt und dann am Ziel niedergeht. Eine Anti-Schiffs-Rakete würde ab einer bestimmten Höhe über dem Wasser vom gegnerischen Radar erfasst und vermutlich abgeschlossen. Deshalb fliegen diese Raketen in relativ niedriger Höhe, um nicht vom gegnerischen Radar erkannt zu werden. Außerdem müssen diese Lenkwaffen präzise gesteuert werden, da bereits eine geringe Abweichung zum Misserfolg führen kann.
Normalerweise finden diese Flugkörper per Satellitensteuerung ihr Ziel, aber im Kriegsfall kann ein feindlicher Staat Satelliten lähmen oder zerstören (spooling) und aus diesem Grund ist die Atmaca-Rakete mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Gesetzt den Fall, ein Satellit wäre von einem Gegner ausgeschaltet worden, selbst dann würde die Atmaca-Rakete das programmierte Ziel zerstören können. Zweites Beispiel: Die Atmaca steuert mit 850 km/h auf ein bestimmtes Ziel zu. Dabei stellt sich heraus, dass es das falsche Ziel ist. Auch in diesem Fall hätte die Kommandozentrale noch die Möglichkeit, die Atmaca auf ein anderes Ziel zu lenken.
Neue U-Boote sollen mit Atmaca-Raketen bestückt werden
Die neuen U-Boote der Reis-Klasse sollen alle mit Atmaca-Raketen bestückt werden und hätten damit gegen Ziele über Wasser einen Vorteil. Roketsan hat den Atmaca-Flugkörper von Raketenabschussrampen auf bewegliche und unbewegliche Ziele auf See getestet. Das nächste Ziel sollen fahrzeuggestützte, mobile Abschussplattformen sein. Darüber hinaus arbeitet Roketsan an einer Luft-Boden-Version, um die Atmaca von Kampfflugzeugen (Luft-Boden) abzuwerfen, wobei das Gewicht von 800 kg eine technische Herausforderung bildet.
Millî imkânlarla geliştirilen satıhtan satıha taarruz güdümlü mermisi ATMACA’nın TCG KINALIADA korvetinden harp başlıklı ilk atışı Karadeniz’de başarı ile icra edildi.#MSB #TSK pic.twitter.com/Bz8FS8YiKY
— T.C. Millî Savunma Bakanlığı (@tcsavunma) February 5, 2021
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Der serbischen Polizei ist in Kooperation mit dem Inlandsgeheimdienst BIA in der Nacht auf Donnerstag ein Schlag gegen ein brutales Verbrechersyndikat mit Verbindungen zur ultra-radikalen Fan-Gruppe „Principi“, die Partizan Belgrad unterstützt, gelungen.
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Im August 2019 hatte die kurdische Mutter Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakir einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen.
Die HDP wird seit ihrer Gründung beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich.Kurdische Mutter: „Warum ignorieren mich die Medien?“
Auch in Deutschland protestiert eine kurdische Mutter unerschrocken vor dem Bundestag gegen die Terrororganisation. Maide T. etwa, steht seit fast einem Jahr unermüdlich vor dem Bundestag sowie dem Bundeskanzleramt und hofft bei der Suche nach ihrer Tochter auf die Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bisher jedoch vergebens. Auch die Medien habe sie nicht erreichen können. Ihre zahlreichen Kontaktaufnahmen seien unbeantwortet geblieben, so die alleinerziehende kurdischstämmige Mutter gegenüber NEX24. „Warum ignorieren mich die Medien bloß?“, fragt die 51-Jährige verzweifelt. Die Terrororganisation PKK habe ihre Tochter Nilüfer einer Gehirnwäsche unterzogen und sie daraufhin ins Ausland verschleppt, so Maide T. Die PKK sei Deutschlandweit in sogenannten Kulturvereinen vertreten und locke junge Leute zuerst mit Kultur- Sprach- und Musikprogrammen. Auch ihre Tochter habe vor ihrem Verschwinden angefangen, eine dieser Begegnungsstätten zu besuchen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit beginne man jedoch, auch politische Themen in den Mittelpunkt zu stellen. Nilüfer habe man eingeladen, an „Campingurlauben in den Bergen und freier Natur“ im Ausland teilzunehmen.
Die besorgte Mutter habe ihre Tochter immer wieder vor diesen Vereinen gewarnt und sie darum gebeten diese nicht mehr zu besuchen. Nilüfer habe sie jedoch beruhigt und ihr versichert, dass sie nicht auf diese Tricks reinfallen würde.
„Meine Tochter wollte studieren und hatte große Pläne für ihre Zukunft“, so T. Die Justiz habe sie mit Hinweis auf die Volljährigkeit ihrer Tochter „abgewimmelt“.
„Würde man bei Kindern von deutschen Politikern auch in dieser Weise reagieren?“, fragt die Mutter verzweifelt.
Es gebe sehr viele Betroffene wie sie, die sich aber nicht trauen würden, gegen die PKK anzutreten, sagt Maide weiter. Das wolle Sie nun ändern und hat wie in der Türkei die Hoffnung, dass viel mehr Mütter und Väter aufstehen und sich dieser Indoktrination ihrer Kinder entgegenstellen. Seit mehr als 290 Tagen sitzen vor der Parteizentrale der völkisch-kurdischen HDP Dutzende kurdische Eltern im Streik, um die Freilassung ihrer Kinder von der PKK zu erreichen.
Eine tragische Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, deren einziges Kind von einem kurdischen Kulturverein in Berlin indoktriniert wird, um im Südosten der Türkei für die sogenannten Rechte der „Kurden“ in den „bewaffneten Kampf“ einzutreten. Maide T. kam 1997 aus der Türkei nach Berlin. Sie ist kurdischstämmig und wollte in Deutschland mit ihrem Ehemann einen Neuanfang beginnen. Aus der Ehe stammt die Tochter Nilüfer. Dann aber trennte sich das junge Paar. Sie arbeitete fortan als Altenpflegerin und zog das Kind alleine auf. Ihre Arbeit als Altenpflegerin war hart und mühsam, aber die Fürsorge für die Tochter sollte darunter nicht leiden; dass betont Maide immer wieder. Nilüfer bekam Liebe und die Fürsorge, um es bis ins Gymnasium zu schaffen. „Ich werde nicht aufgeben, bis meine Tochter zurückgekehrt ist“, so T.– Meinung – Kommentar: Die „kurdischen“ Flüsterer in Deutschland
Sie wollen sich erst gar nicht dem Diskurs stellen, kritische Fragen gefallen lassen. Was sie sagen ist richtig, was andere dazu sagen ist grundsätzlich „falsch“, „faschistisch“ oder „nationalistisch“. Man ist „Erdolf-Fan“ oder einer von den „Grauen Wölfen“; es ist bereits ein Automatismus. Ein Kommentar.
Kommentar: Die „kurdischen“ Flüsterer in Deutschland
248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.
-Türkei –
Regierungs- und Oppositionsparteien fordern von USA Auslieferung Fethullah Gülens
Die Regierungs- und Oppositionsparteien in der Türkei haben am Freitag eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die Auslieferung des Führers der sogenannten FETO aus den USA fordern.
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Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge– kboelge@web.de
Anhand des vorliegenden Fallbeispiels soll aufgezeigt werden, wie und mit welchen Mitteln die Insel Kreta an Griechenland angeschlossen wurde. Die Mittelmeerinsel Kreta entwickelte sich schon sehr früh zum Handelszentrum der Levante. Nach der byzantinischen Herrschaft eroberten im Jahre 823 n. Chr. die Araber die Insel, bevor es im Jahre 961 wieder von den Byzantinern zurückerobert wurde.
Es folgte die Herrschaft der Genueser, die die Insel später an die Venezianer verkauften. Die Venezianer bauten eine streng katholische Herrschaft auf und verboten die griechisch-orthodoxe Kirche. Unter der autoritären Herrschaft der Venezianer litt die einheimische Bevölkerung. Die Anfänge der Besiedlung Kretas durch die Türken sind in den Jahren um 1341 zu suchen. Eine Zunahme der Besiedlung seitens der Türken erfolgte ab 1567.
Beginn osmanischer Herrschaft war nicht durch Feindschaft gekennzeichnet
Die Eroberung Kretas durch die Osmanen geschah in mehreren Abschnitten. Sie eroberten zunächst einige Regionen und im Jahre 1669 schließlich die gesamte Insel. Wie zuvor in Zypern wurde die Eroberung Kretas durch die Osmanen von der griechischen Bevölkerung mit Freude aufgenommen. Mit der Eroberung durch das Osmanische Reich wurde alle orthodoxen Kirchen wieder eröffnet.
Diese Politik der Toleranz stellte keine Ausnahme dar, sondern war gängige Praxis im Osmanischen Reich. Zur osmanischen Herrschaft in Zypern betont Gürbey: „Der Beginn der osmanischen Herrschaft ist nicht durch Feindschaft gekennzeichnet, sondern befreit die Bevölkerung von ihrer politischen Unterdrückung und religiösen Verfolgung durch die katholischen Feudalherren sowie von der abendländischen Form ökonomischer Ausbeutung, der Leibeigenschaft.“1
Zur orthodoxen Kirche im Osmanischen Reich konstatiert Roberts: „Das orthodoxe Christentum überlebte und die griechische Kirche war unter der osmanischen Herrschaft toleriert.“2
Wirtschaftlicher Aufschwung Kretas bis Ende des 18. Jahrhunderts
Die Bedeutung der Insel Kreta war wegen ihrer strategischen Lage in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht enorm. Dies war ein Grund, warum sich viele Handwerker und Kaufleute in Kreta niederließen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Insel einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit dem Erstarken des Nationalismus in Europa und der Destabilisierung im Osmanischen Reich zeichnete sich eine langsame wirtschaftliche Talfahrt ab. Im Zuge kam es zu Unruhen im ganzen Osmanischen Reich. Die Aufständischen wurden von ausländischen Mächten wie England, Frankreich und Russland unterstützt.
Zur politischen und militärischen Unterstützung aus Europa bemerkt McCarthy Folgendes: „Die bedeutsamste europäische Unterstützung für die Nationalisten war die militärische Unterstützung. Trotz der intellektuellen und wirtschaftlichen Ursachen für nationalen Separatismus ist es zweifelhaft, ob nationale Revolutionen so erfolgreich gewesen wären, wenn sie nicht die Unterstützung der europäischen Armeen gehabt hätten.“3
Mit Unterstützung des russischen Zaren wurden im Jahre 1796 die Untergrundorganisationen „Filiki Eterya“ und „Ethniki Eterya“ gegründet. Diese Organisationen hatten zum Ziel, die Megali-Idea zu verwirklichen, die die Vorstellung von einem größeren Griechenland unterstützte. 1821 begannen die Aufstände der Griechen mit Unterstützung der „philhellenisch gesinnten westlichen Welt“, bei denen zahlreiche Massaker an Türken verübt wurden.
Ein Beispiel hierfür ist das grauenvolle Massaker an der türkischen Bevölkerung (1821) in der Morea. Zu diesem Massaker und zum Bild der Türken in der westlichen Welt erklärt der britische Historiker Wheatcroft: „Die Türken waren verdammt als die Feinde der Menschlichkeit für ihre Behandlung der Griechen während des griechischen Unabhängigkeitskrieges (1821-9). Aber die 15.000 türkischen Männer, Frauen und Kinder, abgeschlachtet 1821 im südlichen Griechenland, wurden ignoriert: Der griechische Slogan ‘Nicht ein einziger Türke in der Morea soll übrigbleiben’, war eine Verordnung für den Völkermord.“4
Parallel zu den Massakern in der Morea, rief 1821 der Erzbischof der orthodoxen Kirche in Zypern, Kiprianos dazu auf, „alle Türken zu vernichten.“ Auch auf Kreta griffen griechische Banden die dort lebenden Türken an und ermordeten Tausende von ihnen. 1827 verloren die Osmanen die Seeschlacht bei Navarino (Südwestmorea) gegen die Flotten aus England, Frankreich und Russland.
Ein Jahr später erklärte Russland des Osmanischen Reich den Krieg und 1830 wurde das Londoner Protokoll unterzeichnet, bei dem Griechenland unter dem Schutz der westlichen Mächte die Unabhängigkeit zugesprochen bekam und auf Betreiben eben dieser Mächte wurde 1832 Bayernprinz Otto von Wittelsbach von der griechischen Nationalversammlung zum König gewählt.
Orthodoxe Kirche spielte bei Aufständen zentrale Rolle
Bei den Aufständen der Griechen spielte die orthodoxe Kirche eine zentrale Rolle. Bei einem weiteren Angriff griechischen Nationalisten 1866 auf die Kleinstadt Selino (Kreta) wurde alle Einwohner muslimischer Herkunft mit einer unglaublichen Brutalität getötet. Eine Reaktion zu diesen Massakern blieb seitens der westlichen Mächte aus. Die gut organisierten griechischen Propagandaorganisationen in Europa erklärten vor der Öffentlichkeit, dass ihre „christlichen Glaubensbrüder von den Türken umgebracht“ würden. Das damalige Osmanische Reich war überhäuft mit Problemen und war folglich auch zu schwach, um innere Reformen einleiten zu können. Sicherlich sind diese Faktoren nicht die einzigen, um eine genauere Erklärung für den Niedergang des Osmanischen Reiches zu finden.
Die Ereignisse in Kreta erinnern zwangsläufig an die Geschehnisse ab 1963 in Zypern, bei dem die Zyperngriechen mit Gewalt versucht haben, die Insel an Griechenland anzuschließen (Enosis). Einst hatte Kreta (1760) schätzungsweise 200.000 türkische und ca. 60.000 christliche Einwohner. Im Zuge der Massaker an den Türken wanderten viele aus und innerhalb von 40 Jahren schrumpfte ihre Zahl auf etwa 33.000. Die wenigen Türken, die im Jahre 1909 noch lebten, wanderten entweder aus, sofern sie dies noch konnten oder wurden umgebracht. Im gleichen Jahr wurde Kreta an Griechenland angeschlossen. Heute leben auf Kreta keine Türken mehr und keiner mag wohl anzweifeln, dass Kreta eine griechische Insel ist.
1 Vgl. Gürbey, Gülistan, Zypern – Genese eines Konflikts (1988), S. 13. 2 Vgl. Roberts, J.M., History of Europe (1996), S. 212. 3 Vgl. McCarhty, Justin, The Ottoman Turks, An Introduction History to 1923 (1997), S. 207. 4 Vgl. Wheatcroft, Andrew, The Ottomans Dissolving Images (1993), S. 165.
– Hagia Sofia Umwidmung – Griechischer Priester: „Mit den Türken war es besser“
Seit Tagen geht das Video der Predigt eines griechischen Priesters viral, der die Entscheidung der Türkei begrüßt, die ehemalige byzantinische Kirche wieder in eine Moschee umzuwandeln.
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– Corona-Krise – SPD-Chefin Esken will Corona-Zuschuss im Koalitionsausschuss durchsetzen
Die SPD-Führung macht Druck bei der Einführung eines monatlichen Corona-Zuschlags für Hartz-IV-Bezieher. Parteichefin Saskia Esken will einen solchen Zuschuss im Koalitionsausschuss am kommenden Mittwoch durchsetzen.
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Der Festgenommene konnte lange unentdeckt bleiben
Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge– kboelge@web.de
Anti-Terror-Einheiten der türkischen Polizei in Ankara nahmen am 27. Januar einen vor kurzem pensionierten Brigadegeneral fest, der Mitglied der „Fetullahistischen Terrororganisation“ (Fetö) sein soll. Nach seiner Verhaftung legte Serdar Atasoy ein umfangreiches Geständnis ab und erklärte sich gegenüber den Ermittlungsbehörden zum Aussteiger (İtirafcı).
Neben Atasoy wurden zwei weitere Brigadegeneräle festgenommen, die verdächtigt werden, Fetö-Mitglieder zu sein. Der erste Kontakt zum Netzwerk Gülens entstand während seiner Zeit am Gymnasium. Das Gülen-Netzwerk war es auch, dass dabei half, die Aufnahmeprüfung für die Militärschulen mit rechtswidrigen Methoden zu bestehen.
1996 wurde er im Rang eines Leutnants mit dem damaligen Sektenchef Gülen bekannt gemacht. Die Terrororganisation Fetö legte besonders viel Wert auf die Nichtenttarnung des ehemaligen Generals. Beim gescheiterten Putschversuch 2016 befand sich Serdar Atasoy als Militärattaché in Dhaka/Bangladesch.
Er soll Mitglied in einer WhatsApp-Gruppe namens „Die Attachés“ gewesen sein und am Tag des Putschversuchs auf die Messenger-Nachricht des Fetö-Mitglieds und ehemaligen Admirals S. Sürer „Der Generalstab hat die Befehlsgewalt an sich gerissen, bitte informieren Sie darüber Ihre Gesprächspartner darüber“ mit „Jawohl, mein Vorgesetzter“ beantwortet haben. Der Putschist Sürer war es, der in der Putschnacht das Feuer auf Zivilisten eröffnete, weil die Bevölkerung zivilen Ungehorsam gegen die Verschwörer leistete.
Auswertung des Mobiltelefons führte auf die Spur
Nach seiner Rückkehr aus Bangladesch gelang es ihm, unentdeckt zu bleiben, bis er im Rahmen von strafrechtlichen Ermittlungen gegen Fetö 2017 in seiner Zeit bei der 3. Armee in Erzincan festgenommen, aber kurze Zeit später wieder freigelassen wurde. Der türkische Nachrichtendienst MIT wertete dessen Mobiltelefondaten seit 2012 aus und von da an erfolgte eine Beobachtung.
Was die Ermittlungen nicht einfacher machte, war, dass er Messenger-Dienste wie ByLock oder Signal tunlichst vermied. Außerdem benutzte dieser Prepaid-Karten, mit dem man in der Türkei aus öffentlichen Telefonzellen Anrufe tätigen kann. Um nicht aufzufallen und entdeckt zu werden, benutzten viele Fetö-Mitglieder Prepaid-Karten. Im Rahmen der Ermittlungen wurden auch die Bankkonten von Atasoy überprüft und nach Durchsicht der Dokumente bestand für die Sicherheitsbehörden kein Zweifel mehr.
Bei seiner Vernehmung berichtete dieser, wie Informationen über andere Militärangehörige von Verbindungsleuten von Fetö gesammelt und ausgewertet wurden. Die Informationen erhielten die Fetö-Verbindungsmänner von Fetö-Mitgliedern in der Armee. Diensthabende Offiziere, die für das Fetö-Netzwerk eine Gefahr darstellten, sollten mit allen Mitteln aus der Armee entlassen und durch Fetö-Mitglieder ersetzt werden. Bei der Luftwaffe zum Beispiel wurden gesunde Kampfpiloten durch gefälschte Gesundheitsatteste aus dem Dienst entfernt und durch Fetö-Mitglieder ersetzt. Dieses Beispiel ließe sich in allen Waffengattungen fortführen, in dem Anhänger des Fetö-Netzwerks aktiv waren.
Langwieriger Kampf gegen Fetö-Netzwerk
Die in einigen deutschen Mainstream-Medien immer wieder vorgebrachter These, wonach Mitglieder dieses Netzwerks „lammfromme Gutmenschen des in den USA lebenden Predigers“ seien, kann mit den Fakten nicht standhalten. Investigative Medien wie zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung, sehen das Gülen-Netzwerk durchaus kritisch. Des Weiteren ist zu bedenken, dass das Fetö-Netzwerk seit 40 Jahren Strukturen der Bürokratie, Ministerien und der Armee in der Türkei unterwandert hat und der Kampf gegen diese gefährliche Organisation noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
Ein Fragezeichen steht hinter der Beförderung von Atasoy bei der Sitzung des Obersten Wehrrats (YAŞ) am 30. August 2020, in dem dieser vom Rang eines Oberst zum Brigadegeneral befördert und zum Verantwortlichen für den Nachrichtendienst des Heeres ernannt wurde. Bevor dieser seinen neuen Dienst beim Heer antrat, wurde er pensioniert. Wenn es stimmt, dass er ein umfangreiches Geständnis abgelegt und sich zum Aussteiger von Fetö erklärt hat, finde ich es inakzeptabel, wenn er nach 6 Tagen wieder freigelassen wurde.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
– Biden-Regierung – USA und Türkei wollen Beziehungen stärken
Nach dem Amtsantritt von Joe Biden zum 46. US-Präsidenten, gingen politische Beobachter davon aus, dass sich die Beziehungen zwischen Washington und Ankara verschlechtern und von weiteren US-Sanktionen gegen die Türkei auszugehen sei.
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