Klage gegen Salt Bae
New York: Weitere Angestellte klagen gegen Nusret „Salt Bae“ Gökce

New York – Erneut haben Angestellte gegen den weltberühmten türkischen Gastronomen Nusret Gökce Klage eingereicht. Diesmal haben fünf Grillköche des Unternehmens eine Klage eingereicht, in der sie behaupten, bei der Bezahlung von Überstunden betrogen worden zu sein. Nach ihren Angaben wurden sie aus der Türkei angeworben um an den US-Standorten des Unternehmens zu arbeiten. In der Klage, die am Dienstag vor einem Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde, wird behauptet, dass Nusret Gokce, der von Internetnutzern den Spitznamen „Salt Bae“ erhielt, die fünf Angestellten fälschlicherweise als Manager einstufte, um die Bezahlung von Überstunden zu vermeiden – obwohl er darauf bestand, dass sie regelmäßig siebzig Stunden oder mehr pro Woche arbeiten. Vier der fünf Männer, Ersel Ok, Muhammet Yilmaz, Emre Isler und Eyüp Yeniceri, leben in Queens. Der fünfte Kläger, Ibrahim Gecit, lebt Medienberichten zufolge in Miami. Alle fünf Männer arbeiteten demnach zuvor in Istanbul im Nusr-Et Steakhouse, bevor sie unter „Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Arbeit in den USA angeworben wurden“, so die Anklage. Den Angestellten sei vorgegaukelt worden, dass sie in eine Führungsposition aufsteigen würden, doch stattdessen erhielten sie eine Pauschalvergütung für lange Arbeitszeiten ohne Überstunden in einer nicht entlohnten Position. In der Klage wird auch behauptet, dass Gökce über die Situation Bescheid wusste und die Arbeit der Kläger persönlich überwachte. Und wenn Gökce anwesend war, so heißt es in der Klage, „wiesen sowohl Gökce als auch die Restaurantmanager die Kläger an, zusätzliche Stunden zu arbeiten, weil der ‚Chef‘ anwesend war“.
Türkischer Stargastronom Nusret Gökce aka Salt Bae (Screenshot/Instagram)
Die Männer wurden auch gebeten, andere niedere Arbeiten zu verrichten, wie z. B. „Müll rausbringen, Geschirr spülen, Herdabdeckungen reinigen, Toiletten putzen, spezielle Mahlzeiten für die Manager und Gökce zubereiten, sowie Besorgungen machen und Produkte kaufen, wenn es in den Restaurants Engpässe gab“, heißt es in der Klage. Während der Pandemie und „in Zeiten sozialer Unruhen in New York“ befahlen die Manager den Männern, Sicherheitsdienste zu leisten, so die Klage weiter. „Gokce hatte einen aggressiven Führungsstil, beschimpfte die Kläger häufig und machte sie für die Fehler anderer Mitarbeiter verantwortlich“, heißt es in der Klage. Die ehemaligen Mitarbeiter fordern ihren nicht gezahlten Lohn sowie Schadenersatz.

230.000 Dollar an Ex-Mitarbeiter

Erst im jahre 2019 zahlte Gökce insgesamt 230.000 Doillar Abfindung an vier Ex-Mitarbeiter. Die Kellner beschuldigten den Instagram-Star, sie aus seinem Restaurant in Manhattan entlassen zu haben, weil sie Fragen zu den Trinkgeldern gestellt hätten. „Salt Bae sollte sich an die Arbeitsgesetze und -vorschriften halten und lernen, diese zu respektieren. Man kann nicht einfach  tun, was immer man möchte, unabhängig von deinem Ruhm oder deinem wirtschaftlichen Status. Wir sind froh, dass wir in einer Rechtsordnung leben, in der die Arbeitnehmerrechte geschützt werden. Es ging uns nicht um das Geld, es ging darum, ein Zeichen zu setzen und für die Rechte aller Arbeitnehmer in den USA zu kämpfen“, sagte der ehemalige Mitarbeiter Batuhan Yunkus der US-Tageszeitung New York Daily News. Das Restaurant habe an gut laufenden Abenden bis zu 130.000 Dollar umgesetzt. Die Kellner hätten wöchentlich Schecks mit Beträgen zwischen 2.000 und 2.500 Dollar erhalten, in denen Trinkgelder bereits enthalten waren.Es sei üblich in der Branche, dass aufgezeigt werde, wie Trinkgelder aufgeteilt wurden. Dies sei in Gökces Restaurant nicht der Fall gewesen. Die Geschäftsleitung von Nusr-Et habe diese Informationen als „vertraulich“ bezeichnet.

„Wir glauben, dass diese vier Arbeiter entlassen wurden, weil sie von ihrem gesetzlichen Recht Gebrauch gemacht haben, sich über das Trinkgeld in Nusr-Et zu beschweren“, sagte Rechtsanwalt Lou Pechman. „Es ist üblich, dass Restaurants Hinweisblätter an ihre Server weitergeben. Die Restaurants, die die Trinkgeldberechnung nicht offen legen, haben in der Regel etwas zu verbergen.“

„F*** deinen Wirtschaftsabschluss“ „Mit seinen Sexy-Image Videos versucht er, seine autoritäre, diktatorische Haltung zu vertuschen“, sagte Yunkus. „Ihm sind die lokalen Gesetze egal.“  Die Ex-Mitarbeiter beschuldigten den Star-Koch auch einer diktatorischen und herablassenden Haltung. Einmal habe er einen der vier entlassenen Kellner, Onur Usluca, gefragt, was er studiert habe, als dieser mit „Wirtschaft“ antworte, habe Gökce mit „F*** deinen Wirtschaftsabschluss“ reagiert. Salt Bae Gökce erlangte internationale Berühmtheit, nachdem er anfing, Fotos seiner theatralischen Salzstreu-Pose in den sozialen Netzwerken zu teilen. Dutzende Restaurants weltweit und ein 50-Millionen-Dollar-Hotel, gehören mittlerweile zu seiner Unternehmensgruppe. Nur fünf Jahre Schule Gökce sei nur fünf Jahre zur Schule gegangen und habe anschließend angefangen, als Metzger zu arbeiten. In Argentinien habe er seine Fleischschneidekünste dann perfektioniert. Kommunikation durch Fleisch Er habe zwar keine Fremdsprachen sprechen können, erzählte er in einem Gespräch mit türkischen Medien, habe jedoch „mit den Menschen durch das Fleisch kommuniziert“. „Die Leute bezeichnen mich als ungehobelt“, sagte er. „Ich bin der Sohn eines Bergarbeiters. Mein Vater und meine Mutter waren Analphabeten. Ich konnte aus finanziellen Gründen nicht zur Schule gehen. Ich war 14, als ich bei einem Metzger in die Lehre ging. Fleisch wurde zu meiner Leidenschaft.“

Zum Thema

– Das Leben des Salt Bae – Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?

Seit dieser gutaussehende Mann mit dem abgewinkelten Arm Salz wie Feenstaub über das Steak bei Nusr-Et verteilt, steht die Frage im Raum: Wer ist dieser Salt Bae?

Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?
   

Glücksspielstaatsvertrag
Bringt die neue Glücksspielregulierung auch Änderungen für Wettanbieter?

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Am 01. Januar 2020 trat eine Übergangslösung des neuen Glücksspielstaatsvertrages (kurz: GlüStV) in Kraft. Bei dieser Gesetzesänderung handelte es sich bereits um die dritte Auflage des Sportwetten Glücksspiel Staatsvertrages. Kein Wunder also, dass viele Wettkunden und Anbieter von Sportwetten von den Neuerungen genervt waren und mit Unverständnis reagierten. Viele Kunden und Buchmacher befürchteten strengere Regeln, mehr staatliche Kontrolle und finanzielle Einbußen. Offiziell wurde der Glücksspiel Staatsvertrag eingeführt, um bundesweit einheitliche Regelungen zu schaffen und den Schutz von Spielern zu stärken. Viel Trubel um den neuen Glücksspiel Staatsvertrag Das alte Lizenzierungsverfahren ist Ende 2019 ausgelaufen. Seit dem 1. Januar 2020 dürfen theoretisch nur noch Buchmacher mit deutscher Lizenz ihre Sportwetten anbieten. Diese Regelung wurde allerdings von sehr vielen Buchmachern nicht umgesetzt. Viele Anbieter beantragten Lizenzen, andere verschwanden vom deutschen Markt. Einige der Buchmacher, die sich zurückgezogen haben, melden sich allerdings bereits im April des gleichen Jahres zurück: Im April 2020 wurde nämlich der dritte Glücksspiel Staatsvertrag in Teilen gekippt. Ein Anbieter von Sportwetten hatte erfolgreich geklagt, weil er die Transparenz des neuen Lizenzierungsverfahrens infrage stellte. Somit stand Deutschland ganz plötzlich wieder ohne gültigen Glücksspielstaatsvertrag da. Einige Buchmacher nutzten diese Gelegenheit und stellten schnell ihre Wettangebote wieder bereit, andere warteten auf den vierten GlüStV, der zum 01. Juli 2021 in Kraft trat. Der vierte Anlauf Die 16 Bundesländer haben sich kürzlich auf eine Neuregulierung des Glücksspiel Staatsvertrages geeinigt. Die neuen Vorgaben gelten seit dem 01. Juli 2021. Von den neuen Regelungen sind sowohl Online Casinos als auch Anbieter von Sportwetten betroffen. Ab dem 01. Juli 2021 vergibt Deutschland eigene Glücksspiellizenzen. Von dieser neuen Regelung verspricht sich der Gesetzgeber in erster Linie mehr Spielerschutz und höhere Steuereinnahmen. Kritikpunkte Viele Branchenkenner haben sich, nachdem der neue Glücksspielstaatsvertrag vorgestellt wurde, kritisch geäußert. Während Politiker betonen, dass es ihnen vorrangig darum geht, den Spielerschutz zu stärken, wird kritisiert, dass es dem Staat in Wirklichkeit um höhere Steuereinnahmen geht. Experten befürchten, dass es den Online Casinos und Anbietern von Sportwetten mit den neuen Regelungen schwerer gemacht wird als zuvor. So müssen die Betreiber einige Vorgaben einhalten, welche dem Spielerschutz dienen. Zudem werden die Unternehmen stärker überwacht. Dies wird von Kritikern als unverhältnismäßige Kontrolle betrachtet. Anbieter müssen zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, dass sich keine Minderjährigen bei ihnen registrieren. Außerdem sind sie verpflichtet, Spieler zu blockieren, die mehr als 1.000 Euro pro Monat verspielen. Zudem müssen die Anbieter für jeden Spieler einen Kundenaccount einrichten. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Anbieter ein System einführen, das frühzeitig erkennt, wenn ein Nutzer glücksspielsuchtgefährdet ist. Auf die bestehende oder drohende Spielsucht muss dann umgehend reagiert werden. Die neuen Vorgaben sind für Online Casinos und Wettanbieter mit einem erheblichen Mehraufwand und Zusatzkosten verbunden. Die Unternehmen werden mehr Personal einstellen müssen, um die Vorgaben einhalten zu können. So werden die unternehmerischen Gewinne hinter den Erwartungen zurückbleiben. Zudem müssen die Anbieter zum Teil in neue Software investieren, um beispielsweise das Frühwarnsystem einzuführen. Gerade für neue Anbieter, die (noch) nicht über ein besonders hohes Kapital verfügen, dürfte die finanzielle Belastung groß sein. Dies könnte am Ende zur Monopolbildung führen. Hinzu kommt, dass die neuen Vorgaben noch immer mit vielen Unsicherheiten verbunden sind. Vielen Anbietern ist unklar, wie die einzelnen Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden sollen und inwiefern eine Dokumentations- und Beweispflicht besteht. Auch die Frage, ob und in welcher Form Anbieter Werbung machen dürfen, wurde bisher noch nicht final beantwortet. In der Branche herrscht daher aktuell Ratlosigkeit vor. Chancen für Wettanbieter Auf die neuen Regelungen haben Wettkunden und Online Buchmacher erst einmal skeptisch und verhalten reagiert. In der Vergangenheit wurde der Glücksspiel-Staatsvertrag mehrmals überarbeitet, beziehungsweise gekippt, so dass viele Beobachter neue Klagen und Schwachstellen erwarten. Anbieter von Sportwetten auf Sportwettenvergleich.net können vom neuen Glücksspielstaatsvertrag trotz der neuen Herausforderungen auch profitieren. Insbesondere Online Buchmacher sind häufig im Sponsoring aktiv und unterstützen den Profisport finanziell. Aus diesem Grund könnten Sportvereine Werbung für die Wettanbieter machen und so die Bekanntheit und die Reichweite der Buchmacher erhöhen. Dies könnte mittel- und langfristig zu höheren Umsätzen führen. Auch für den Arbeitsmarkt könnte die Legalisierung des Glücksspiels in Deutschland Vorteile mit sich bringen. Einige Glücksspiel Anbieter, die dann eine legale deutsche Konzession bekommen, werden wahrscheinlich schon bald Büros hierzulande eröffnen. Dafür wird Personal gebraucht. Prognosen Branchenexperten rechnen damit, dass auf Grund des neuen Glücksspielstaatsvertrages das Angebot an Online Casinos und Anbietern von Sportwetten kleiner wird. Um eine deutsche Konzession zu erhalten, müssen die Betreiber strenge Anforderungen erfüllen. Manche Anbieter können oder wollen dies nicht.Während sich die einen Buchmacher, wie zum Beispiel der Newcomer BildBet, vergleichsweise ohne Probleme eine deutsche Lizenz sichern konnten, mussten sich andere Buchmacher entweder ganz neu organisieren oder haben bereits beschlossen, sich aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen vom deutschen Markt zurückzuziehen. Folglich wird das Angebot mit Buchmachern nicht mehr so groß und vielfältig sein wie dies aktuell noch der Fall ist. Die bekanntesten und erfolgreichsten Anbieter in der Branche werden ihre Zelte in Deutschland nicht abbrechen. Einige dieser Anbieter konnte sich bereits eine der begehrten deutschen Lizenzen sichern. Aus diesem Grund ist das Wetten bei den Marktführern auch weiterhin ohne Probleme möglich. Neue Anbieter und Start-ups wird jedoch künftig der Zugang zum Markt deutlich erschwert. Für Kunden könnte dies ein großer Nachteil sein. Weniger Konkurrenz auf dem Markt der Wettanbieter dürfte dafür sorgen, dass zum Beispiel Neukunden in der Zukunft nicht mehr so hohe Willkommensangebote erhalten wie aktuell.

Finanzen
Die beliebtesten Online-Zahlungsmethoden der Deutschen

Bezahldienste im Internet haben sich in den letzten Jahren zu einem der großen Trends entwickelt. Immer mehr Menschen bestellen Kleidung, Elektrogeräte und andere Dinge im Internet, statt sich mit dem Auto oder ÖPNV in die Stadt zu bewegen. Internetkäufe sind mit verschiedenen Zahlungsmethoden verbunden Online-Zahlungsmethoden vereinfachen die Bestellung im Internet und boomen seit einigen Jahren stark. Während früher häufig nur der Kauf per Rechnung oder Nachnahme möglich war, sind Lastschriftverfahren, Kreditkarte und weitere Dienste bei den meisten Online-Shops mittlerweile der Standard. Allerdings nutzen die Deutschen nicht jede Bezahlmethode im gleichen Maß. Bei einem genauen Blick ergeben sich teils gravierende Unterschiede in der Häufigkeit. Das E-Commerce-Center Köln (kurz ECC) hat sich in einer aktuellen Studie mit 2000 Befragten mit den beliebtesten Zahlungsmethoden der Deutschen beschäftigt. Umfrageteilnehmer wurden hierzu nach ihren persönlichen Präferenzen bei der Bezahlung von online angebotenen Waren und Dienstleistungen befragt. Kauf auf Rechnung Eine relativ klassische Bezahlmethode ist der Kauf auf Rechnung. Gemäß der ECC-Studie gaben 41 % der Befragten an, bevorzugt auf diese Zahlungsart bei der Bestellung im Internet zurückzugreifen. Beim Rechnungskauf gewährt der Dienstleister dem Käufer das Recht, seine Ware erst nach Erhalt bzw. Versand zu bezahlen. Viele Online-Händler führen eine Bonitätsprüfung aus, um die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls abschätzen zu können. Für den Kunden bietet der Rechnungskauf den Vorteil, die Ware nach Erhalt zu begutachten, bevor der eigentliche Kauf stattfindet. Insbesondere bei Kleidungsstücken ist der Rechnungskauf daher beliebt. Die Zahlung wird in der Regel innerhalb von 14 Tagen oder sofort fällig. Paypal Auf dem zweiten Platz lag in der ECC-Studie mit circa 35 Prozent der Befragten der Online-Bezahldienst PayPal. Der US-amerikanische Dienst bietet Bezahlungen und Überweisungen an Dritte an und fungiert als Mittelsmann. Hierfür registriert sich der Nutzer mit seinen persönlichen Daten und verknüpft in der Regel ein Bankkonto oder eine Kreditkarte mit seinem PayPal-Konto. Wird eine Ware gekauft, belastet PayPal das Konto oder die Kreditkarte des Zahlenden mit dem geforderten Betrag. Alternativ ist es auch möglich, ein Guthaben aufzuladen. Danach erhält der Zahlungsempfänger ohne Verzögerung eine Gutschrift des Kaufbetrags. PayPal wird von vielen Deutschen aufgrund der Anonymität des Dienstes und des Käuferschutzes geschätzt, der bei Unstimmigkeiten eine Rückerstattung des Geldes garantiert. Trustly Neben den bekannten Größen wird der Markt auch von neuen Dienstleistern durchdrungen. In das Terrain der Online-Bezahldienste dringt nun der schwedische Zahldienst Trustly vor. Die Trustly Zahlungsmethode basiert auf dem Prinzip der Zahlungsauslösedienste, für die kein eigenes Kundenkonto benötigt wird. Der Kunde wählt bei der Bezahlung Trustly aus und gibt über diesen Bezahldienst seinen Namen sowie die Kontodaten an. Trustly löst im Anschluss eine Online-Überweisung aus und schreibt den Betrag dem Dienstanbieter gut. Im Anschluss wird die Zahlung an den Händler über den Bezahldienst selbst getätigt. Trustly bietet ebenso Rückzahlungen für Kunden und Einzahlungen auf ein Nutzerkonto, beispielsweise bei Online-Casinos, an. Lastschriftverfahren In der ECC-Studie gaben etwa 8 Prozent der Befragten an, bei Bezahlungen im Internet auf das Lastschriftverfahren zurückzugreifen. Die Methode rangiert damit eher auf den unteren Rängen. Beim Lastschriftverfahren gehen Händler und Kunden einen Kaufvertrag ein, bei dem der Kunde den Händler ein Mandat zur Zahlungsabbuchung per Bankeinzug erteilt. Hierfür werden die Kontodaten des Nutzers angegeben. Im Anschluss bucht der Händler den Betrag vom Konto des Kunden ab. Lastschriftverfahren werden insbesondere bei monatlich wiederkehrenden Zahlungen wie Abonnements eingesetzt. Sofortüberweisung und Vorkasse Vor allem die Vorkasse ist eine wenig beliebte Zahlungsmethode, da bei dieser der Kunde in Vorleistung treten muss. Der Käufer überweist den geforderten Betrag einer Ware per Online-Banking oder über eine gewöhnliche Banküberweisung an den Händler. Sobald dieser beim Online-Shop eingegangen ist, wird das Produkt oder die Dienstleistung versandt. Die Vorteile liegen vor allem auf Händlerseite, da dieser erst nach Eingang des Geldes die angeforderte Leistung erbringt. Bei der Sofortüberweisung werden Nutzer beim Kauf zur Eingabe ihrer Bankdaten aufgefordert, die sie mit dem eigenen Online-Banking-Konto verbinden. In der Regel wird dann eine TAN generiert, mit dessen Hilfe der Auftrag bestätigt wird. Das Verfahren gilt als sicher und nutzerfreundlich, da eine separate Registrierung nicht notwendig ist. Kreditkartenzahlung Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten nutzen die Deutschen in geringerem Maß den Kauf per Kreditkarte. Laut Daten des ECC nutzten im Jahr 2018 unter 10 % der Befragten regelmäßig diese Zahlungsmethode bei der Bestellung von Waren im Internet. Ein Grund für die geringe Beliebtheit der Kreditkarte liegt wahrscheinlich in der Dominanz anderer Bezahlmöglichkeiten im Alltag, darunter der Girocard.

Afghanistan-Abzug
Ex-US-General Petraeus widerspricht dem Vorwurf nach fehlendem Kampfwillen der afghanischen Armee

US-Präsident Biden und die Bundesregierung machen fehlenden Kampfwillen der afghanischen Armee für den Erfolg der Taliban verantwortlich. Im Interview mit dem Onlineformat STRG_F, das der NDR für funk produziert, widerspricht der ehemalige Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, David Petraeus. „Sie hatten plötzlich keine Rückendeckung mehr“, sagt Petraeus mit Blick auf die afghanischen Streitkräfte. „Unsere Luftwaffe war weg“. Das Interview wurde am Freitag, 20. August, um 17.00 Uhr dem Youtube-Kanal von auf STRG_F veröffentlicht. Er habe als Kommandeur in Afghanistan selbst erlebt, in welch riesiger Anzahl afghanische Sicherheitskräfte kämpften und starben. Nach dem Abzug der US-Luftwaffe sei aber die wichtige Rückendeckung aus der Luft weggefallen. „Wie kann man von Streitkräften erwarten, dass sie kämpfen, wenn sie wissen, dass keiner mehr zur Unterstützung kommt?“, so Petraeus. Der US-General widerspricht damit der Darstellung von US-Präsident Biden, der die Schuld für den schnellen Erfolg der Taliban auf die afghanische Armee geschoben hatte. „Amerikanische Truppen können und sollten nicht in einem Krieg kämpfen und sterben, den die afghanischen Streitkräfte selbst nicht zu kämpfen gewillt sind“, hatte Joe Biden diese Woche gesagt. Auch die Bundesregierung hatte sich dieser Darstellung angeschlossen. Man habe die „Durchhaltefähigkeit und den Durchhaltewillen der afghanischen Armee falsch eingeschätzt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die afghanischen Streitkräfte seien nicht bereit gewesen „sich den Taliban entgegenzustellen“, so Außenminister Heiko Maas. US-General Petraeus sagt im STRG_F-Interview, er finde die Aussage von Joe Biden bedauerlich. „Die Fakten sind, dass 27 Mal so viele afghanische Sicherheitskräfte im Kampf für ihr Land gestorben sind als US-Amerikaner“, so Petraeus. Tatsächlich starben nach Angaben der Brown University 2.442 US-Amerikaner und mindestens 66.000 afghanische Sicherheitskräfte in dem 20-jährigen Krieg. Petraeus war von Juni 2010 bis Juli 2011 Kommandeur der US- und Nato-Streitkräfte in Afghanistan, bevor er CIA-Chef wurde. Im STRG_F-Interview kritisiert er die politischen Entscheidungsträger für den chaotischen US-Abzug. „Die Situation, in der sich die afghanischen Streitkräfte als Ergebnis unserer politischen Entscheidung befanden, war eine ausweglose“, so Petraeus. Er selbst und führende Militärs hätten vorgeschlagen, eine geringe Streitkraft mit Drohnen- und Luftunterstützung im Land zu lassen. „Ich glaube, das hätte die jetzige Situation verhindert.“ Petraeus hatte sich in seiner Zeit als Kommandeur dafür eingesetzt, Terrorismusbekämpfung mit dem Aufbau eines funktionierenden Staates zu verbinden, dem sogenannten Nation-Building. US-Präsident Joe Biden sagte dagegen diese Woche, es habe bei dem US-Einsatz nie um den Aufbau eines Staates gehen sollen, sondern rein um Terrorismusbekämpfung. Der US-Präsident verbuchte den Afghanistaneinsatz demnach als Erfolg: „Unsere Mission, die Terror-Gefahr von al Quaida zu reduzieren und Osama bin Laden zu töten, war ein Erfolg“, so Biden. General Petraeus sagte dazu gegenüber STRG_F: „Ich weiß nicht, wie die Machtübernahme der Taliban als positive Entwicklung für die nationale Sicherheit der USA gedeutet werden kann.“

Glücksspiel
Start der europäischen Topligen – welche Wettanbieter sich für Fußballwetten lohnen

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Mit dem 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und Titelverteidiger FC Bayern München wurde die 59. Bundesliga-Saison eingeläutet. Auch viele andere europäische Ligen wie die englische Premier League, die spanische LaLiga, die italienische Serie A oder Frankreichs Ligue 1 sind in die Saison gestartet. Für viele Wettinteressierte stellt sich nun wieder die Frage, welche Buchmacher sich am besten für die Eliteligen des Fußballs lohnen. Seit Juli gilt in Deutschland der bundesweite Glücksspielstaatsvertrag. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das, dass nur noch lizenzierte Unternehmen legal Glücksspiele anbieten dürfen und das Betrugsrisiko durch Anbieter minimiert ist. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich unterschiedlich gute Anbieter, wenn man auf die großen europäischen Ligen wetten möchte. Wir haben die besten Wettanbieter für den Fußball sowie ihre Vor- und Nachteile. Bet365 Bet365 ist bekannt für seine hohe Auszahlungsquote für Fußball-Topligen. Wer also auf die großen Ligen aus Deutschland, England oder Spanien tippen möchte, kann bei Bet365 nicht viel falsch machen. Der Wettgigant aus Großbritannien bietet zudem bereits ab fünf Euro Einzahlung einen Wettbonus an, welcher nur einmal umgesetzt werden muss. Wer neben den großen Ligen auch mal ausgefallene Wetten sucht, für den bietet Bet365 eine große Auswahl an Nischensportarten an. Unschlagbar ist zudem das große Livewetten-Angebot und auch die Bet365-App überzeugt mit guter Bedienbarkeit und Übersicht. Lediglich das Angebot von Promotionen ist verhältnismäßig gering. Tipico Tipico ist vor allem für seinen Schwerpunkt auf Fußball bekannt. Zwar bietet das Wettunternehmen auch andere Sportarten an, das Spiel über 90 Minuten steht allerdings deutlich im Mittelpunkt, was auch an den Werbepartnern wie Bayern München erkennbar ist. Die Quoten für die Eliteligen sind gut, vor allem bei den Livewetten stehen sie denen von Bet365 in nichts nach. Auch der Wettbonus ist nicht verkehrt und gut geeignet für den Start der neuen Fußballsaison. betway Der Wettanbieter betway gilt als Multitalent für Sportwetten. In nahezu allen Bereichen bietet das Unternehmen gute Quoten an. Das gilt auch für die Fußball-Topligen, welche angeboten werden. Im Vergleich zu anderen großen Anbietern ist betway für seine hohen Auszahlungsprozentsätze bekannt geworden. Kleinere Fußballligen spielen für betway jedoch keine so große Rolle wie bei anderen Buchmachern. Auch betway bietet für Erstkunden einen Bonus ordentlichen Neukundenbonus an. Für Interessierte an den großen Fußballligen ist betway daher eine gute Wahl. Interwetten Ebenso wie betway ist die Auswahl an Fußballligen bei Interwetten nicht die allergrößte, jedoch überzeugt das österreichische Unternehmen durch gute Quoten und vor allem gelegentliche Promotionen für Bestandskunden. Für Neukunden ist außerdem ein guter Bonus möglich, der sich von der Bonushöhe etwas von der Konkurrenz abheben kann. Zudem überzeugt die Interwetten-App für Android und iOS mit ihrer Übersicht und Bedienbarkeit. Seriöse Anbieter für Spielspaß Der Vergleich zeigt, dass die Big-Player der Branche häufig bezüglich der großen Fußballligen die besten Voraussetzungen für Kunden liefern. Die Unterschiede der Anbieter sind oftmals marginal. Vor allem der Auszahlungsprozentsatz ist ein guter Indikator für gute Chancen auf lukrative Gewinne. Zudem sollte im Zweifel ein möglichst guter Wettbonus in Betracht gezogen werden. Am wichtigsten sollte für die Spielenden jedoch die Seriosität des Unternehmens sein, was seit Juli 2021 problemlos einzusehen ist.

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– Olympische Spiele – Tokio: Gold für türkische Boxerin Busenaz Sürmeneli

Nach einem spannenden Finale in der Kokugikan Arena sicherte sich die türkische Boxsportlerin Busenaz Sürmeneli am 15. Tag der Olympischen Spiele in Tokio die Goldmedaille.

Tokio: Gold für türkische Boxerin Busenaz Sürmeneli
 

Kampf gegen den Terror
Türkischer Geheimdienst MIT tötet hochrangigen PKK-Anführer im Nordirak

Ankara – Der türkische Geheimdienst MIT hat nach Medienberichten einen hochrangigen Anführer der Terrororganisation PKK in der nordirakischen Region Sindschar außer Gefecht gesetzt. Hasan Said Hasan, Anführer der YBŞ, eine Splitterorganisation der PKK in Sindschar, sei nach einem Treffen mit weiteren Terroristenanführern in einem fahrenden Geländewagen aus der Luft angegriffen und getötet worden. Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass der mit Haftbefehl gesuchte Anführer mit verschiedenen Gruppen zusammengearbeitet habe, die über der Bevölkerung in Sindschar herrschen wollten.
(Screenshot/Twitter)
Er sei als Mittler auch an der Unterdrückung der Yeziden indirekt beteiligt gewesen. Ferner habe Hasan den Transport von Waffen und Munition sowie Extremisten organisiert. Darüber hinaus sei dieser für die Zwangsrekrutierung von Yeziden-Kindern zur PKK sowie ideologische Schulung verantwortlich gewesen. Als Führungsmitglied der PKK/KCK soll Hasan auch von den irakischen Behörden mit Haftbefehl gesucht worden sein. Kemal Bölge/Ankara

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– Irak – Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion entschärfen weitere PKK-Bombe

Den Streitkräften der kurdischen Autonomieregion gelang am Donnerstag erneut die Entschärfung einer von der Terrororganisation PKK platzierten Bombe. Der 65-Kilo-Sprengsatz sei in der Nähe eines Peschmerga-Außenpostens an einer Landstraße in der Provinz Duhok entdeckt worden.

Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion entschärfen weitere PKK-Bombe

Minderheiten
Griechenland: „Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Nach der Schließung (hier) von zwölf Grundschulen der türkischen Minderheit in Westthrakien, ist die Zahl der Minderheitenschulen auf 103 zurückgegangen. Obwohl diese Einrichtungen nach dem Lausanner Vertrag einen Sonderstatus besitzen, haben die griechischen Behörden in den letzten Jahrzehnten nichts unversucht gelassen, mit Gesetzen und Verordnungen die Autonomie dieser Schulen auszuhebeln oder unter fadenscheinigen Gründen wie „sinkender Schülerzahlen“ oder „Sparmaßnahmen“ zu schließen. Allgemein betrachtet weigert sich Griechenland seit Jahrzehnten, die Ethnizität von Minderheiten anzuerkennen, darunter auch die Westthrakientürken und verwendet stattdessen die Titulierung „griechische Muslime“. Selbst zivilgesellschaftlichen Institutionen wie der Türkischen Union von İskeçe (Xanthi) oder der Türkischen Jugendunion von Gümülcine ist es nicht gestattet in ihrem Vereinsnamen den Begriff „Türkisch“ zu verwenden. Die Diskrepanz besteht darin, dass Athen auf dem Standpunkt beharrt, in Griechenland gebe es keine türkische Minderheit, aber Bilder von Schulen vor 1983 widersprechen dieser These. Im Folgenden werden einige Fallbeispiele von Schulen der Westthrakientürken aufgezeigt und erläutert. Auf dem ersten Bild aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer der türkischen Grundschule von İskeçe zu sehen. Der Name der Schule ist in Großbuchstaben in griechischer und türkischer Sprache mit „Türkische Grundschule von İskeçe“ niedergeschrieben worden. Bild 1: Die türkische Grundschule von İskeçe (Xanthi) Bei der nächsten Einrichtung im Bild 2 handelt es sich ebenfalls um eine Schule der türkischen Minderheit, nur ist auf dem aktuellen Namenschild der Schule in griechischer Sprache von der „Minderheitengrundschule von Gümülcine“ die Rede und von keiner Schule der türkischen Volksgruppe. Bild 2: Die heutige Minderheitengrundschule von Gümülcine Beim dritten Foto ist vor dem Eingang der Schule das Namensschild „Türkische Grundschule“ in griechischer und türkischer Sprache angebracht. Die Aufnahme ist vor 1983 entstanden und es handelt sich um eine Grundschule in Westthrakien. Bild 3: Eine türkische Grundschule in Westthrakien vor 1983 Bild 4: Minderheitenschule für die Mittelstufe und Gymnasium in Gümülcine (Komotini) Auf dem vierten Bild ist das Namensschild der Schule in griechischer Sprache zu sehen. Es handelt sich um die Minderheitenschule für die Mittelstufe und das Gymnasium in Gümülcine (Komotini). Beim Schild fehlt der Zusatz, dass es sich um eine türkische Minderheitenschule handelt. Seit 1983 setzt Griechenland eine nationalistische Minderheitenpolitik um, in der es „ethnisch“ betrachtet nur Griechen geben darf und ethnische Minderheiten wie die Türken von Westthrakien einfach nicht existieren dürfen. Nach diesem Selbstverständnis gilt die ethnische Volksgruppe der Türken, der Pomaken sowie Roma als „muslimische Minderheit“, wobei der Begriff Pomake ursprünglich aus dem Bulgarischen entstammt und im 19. Jahrhundert von aufständischen bulgarischen Komitaschis für Menschen verwendet wurde, die der osmanischen Armee wohlgesonnen gegenüberstanden und diese als Pomaken („Unterstützer“) bezeichnet haben. Griechische Regierungen haben die Pomaken stets als muslimische Ethnie bezeichnet, obwohl es sich bei den Pomaken historisch betrachtet um petschenegische Türken handelt. Die Frage wäre, warum Griechenland bis 1983 die Existenz der Türken aus Westthrakien mehr oder weniger nicht infrage gestellt hat und ab dem erwähnten Jahr die Ethnizität der türkischen Volksgruppe systematisch leugnet. Das hat zum Teil mit den Ereignissen in Zypern zu tun, bei dem rechtsradikale Zyperngriechen 1974 versucht haben, die Insel mit Gewalt an Griechenland (Enosis) anzuschließen und die türkische Armee unter Berufung auf das Garantieabkommen von 1959 militärisch intervenierte. Ein anderer Aspekt ist historischer Natur, weil das heutige Griechenland über 400 Jahre zum Herrschaftsgebiet des Osmanischen Reich zählte und im Gründungsmythos des modernen griechischen Nationalstaates die Türken zum „bösen Objekt“ (hier) stilisiert wurden. Dies äußert sich beispielsweise in Reiseführern und Schulbüchern dahingehend, dass die „osmanische Vergangenheit“ und die Existenz der türkischen Volksgruppe in Westthrakien keiner Erwähnung wert ist.. Mit keinem Wort wird auf das jahrhundertealte Zusammenleben von Griechen und Türken im Osmanischen Reich eingegangen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bereits mehrfach auf die diskriminierende Behandlung (Quelle) von Minderheiten in Griechenland aufmerksam gemacht und der Regierung Griechenlands Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten vorgeworfen. Insbesondere kritisierte die Organisation den Umgang mit der türkischen Minderheit, die sich nicht über ihre „ethnische oder nationale Zugehörigkeit definieren“ darf, sondern als muslimische Minderheit angesehen werde.      

Nürnberg
Hersbruck: „Verreckt Ihr drecks Islamisten!!! ALLAH ist nichts!“

Hersbruck – Vor dem Haus einer Hersbruckerin wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag (15.08.2021-16.08.2021) antimuslimische Notizen angebracht. Auf den losen Zetteln stand „Verreckt Ihr drecks Islamisten!!! ALLAH ist nichts!“ sowie „ALLAH wird von Jesus in 1000 Stücke gerissen”. Unweit der Wohnung der Hersbruckerin befindet sich die Alevitische Gemeinde in Hersbruck. Die Bürgerin fühlt sich bedroht und ist tief traurig über diesen Vorfall. Sie erstattete unmittelbar nach der Tat Anzeige bei der Polizei. Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (tgmn) hat den Vorfall als besorgniserregend eingestuft und aufs Schärfste verurteilt tgmn-Vorsitzender Bülent Bayraktar in einer Pressemitteilung:
Unser Ziel ist es, dass wir alle in der Metropolregion friedlich und sicher niteinander zusammenleben. Wir verfolgen akribisch rassistische Tendenzen und Vorfälle in der Metropolregion Nürnberg. Wir stehen mit Vereinen, Sicherheitskräften, Stadtverwaltungen, Politikern und Mandatsträgern in engem Kontakt. Wir standen den Moscheegemeinden in jüngster Zeit zur Seite, als Sie mit Drohbriefen oder physischen Angrifffen attackiert worden sind. Wir sind dankbar, dass im Falle der Bedrohung der Röthenbacher Moscheegemeinde und Politikern die Täterin Susanne G. sehr zeitnah ermittelt wurde und verurteilt worden ist.  Jedoch befindet sich mutmaßlich in Mittelfranken ein Netzwerk von Neonazis, die eng mit der NSU, FNS und dem ‚III. Weg‘ agieren. Daher nehmen wir jede Bedrohung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Moscheen sehr ernst. Wir beklagen drei Mordopfer durch den Nationalsozialistischen Untergrund in Nürnberg.
Die tgmn habe den Vorfall in Hersbruck auch dem Vorstand der Allianz Gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg gemeldet und Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg darüber informiert. In einer E-Mail-Antwort schrieb der Geschäftsleiter der Stadt Hersbruck Karlheinz Wölfel: „Herr Erster Bürgermeister Ilg befindet sich derzeit noch im Urlaub. Sie dürfen versichert sein, dass die Stadt Hersbruck diesen Vorfall für die Hersbrucker Bürgerin zutiefst bedauert und ein derartiges Verhalten vollumfänglich missbilligt. Die Stadt Hersbruck ist bewusstes Mitglied in der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Damit bringt die Stadt Hersbruck zum Ausdruck, egal welchen politischen, sozialen, religiösen, nationalen oder rechtlichen Hintergrund die Menschen haben, geht es immer darum, allen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit sowie Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Wir werden wegen des Vorfalls auch mit der Polizeiinspektion Hersbruck Kontakt aufnehmen, um noch genauere Hintergrundinformationen zu erhalten, die wir Herrn Ersten Bürgermeister Ilg nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub, zusammen mit Ihrer E-Mail vorlegen werden. Er wird dann Kontakt mit Ihnen aufnehmen.“ Bereits im Jahre 2018 fiel die Gaststätte “Deutsches Haus” in Hersbruck mit der islamfeindlichen Botschaft “NO MOSLEM” im Eingangsbereich auf einer Tafel auf. Das verbotene Neonazi-Netwerk “Freies Netzwerk Süd” hatte Unterstützer in der Stadt Hersbruck. Es wird von Bürger*inen berichtet, dass rechtsextreme Tendenzen in der Stadt zu beobachten sind, wie z.B. das laute Hören von Liedern von Neonazi-Musikbands. Ein 21-jähriger Hersbrucker Student wurde Anfang 2021 wegen Waffenbesitz und Zurschaustellung von Neonazi-Symbolen verurteilt.

Dortmund
Cannabis-Plantage in Hörde entdeckt

Dortmund – Ein anonymer Hinweis, verdächtige Personen und mehrere Indizien führten Beamte der Dortmunder Polizei am Dienstagabend (17. August) zu einer Cannabis-Plantage in Hörde. Unbekannte Täter nutzten ein offenbar leer stehendes Gebäude in der Straße Am Bruchheck. Zugeklebte Fenster, Jalousien heruntergelassen und der Geräuschpegel gleich mehrerer Lüftungsanlagen – dazu der charakteristische Geruch der Pflanzen. Der Verdacht erhärtete sich bei genauer Inaugenscheinnahme immer mehr. Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft öffneten die Polizisten das Gebäude. Hier fanden sie eine offenbar professionell betriebene Anbaustätte des Betäubungsmittels vor. Weit über 200 Pflanzen, Lampen, Ventilatoren und viele weitere für den Anbau notwendige Gegenstände. Die Polizisten ernteten die Pflanzen ab und stellten alles sicher. Die Ermittlungen gegen den/die noch unbekannten Betreiber der Plantage dauern an.

Afghanistan-Abzug
Kabul: Nato-Chef Stoltenberg dankt der Türkei für Sicherung des Flughafens

Brüssel – Bei einem Briefing am Dienstag dankte NATO-Chef Jens Stoltenberg der Türkei für die Sicherung des Flughafens von Kabul und die Ermöglichung von Ausreisen für diejenigen, die das Land verlassen wollen. „Die NATO konzentriert sich derzeit darauf, die sichere Abreise des Personals der Bündnis- und Partnerstaaten sowie der Afghanen, die uns geholfen haben, zu gewährleisten. Die NATO hat rund um die Uhr gearbeitet, um den Betrieb des internationalen Flughafens in Kabul aufrechtzuerhalten“, so Stoltenberg.
„Mein Dank gilt auch den Streitkräften der NATO-Verbündeten, insbesondere der Türkei, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich, für ihre entscheidende Rolle bei der Sicherung des Flughafens. Der Betrieb des Flughafens wird nun allmählich wieder aufgenommen.“
Die NATO sei weiterhin entschlossen auch die Evakuierung der afghanischen Kollegen, so schnell wie möglich abzuschließen. Die Taliban müsse die sichere Ausreise all derer, die ausreisen wollen, respektieren und erleichtern. so der NATO-Chef weiter. Alle afghanischen Männer, Frauen und Kinder hätten ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Würde. Stoltenberg betonte, dass es eine friedliche Übergabe der Macht an eine gewählte Regierung stattfinden müsse. Eine Regierung, die die Grundrechte aller Afghanen nicht respektiert und die Herrschaft der Angst wiederherstellt, riskiere die internationale Isolation. „Die Vereinigten Staaten haben letztes Jahr mit den Taliban vereinbart, dass die US-Truppen bis Mai abgezogen werden sollen. Nach vielen Konsultationsrunden erklärten sich alle Verbündeten bereit, der Entscheidung der USA zu folgen. Die Beendigung unseres Militäreinsatzes war nicht einfach. Wir befanden uns in einem ernsten Dilemma. Entweder wir ziehen ab und riskieren, dass die Taliban die Kontrolle zurückgewinnen oder wir bleiben und riskieren erneute Angriffe und eine unbefristete Kampfmission“, erklärte Stoltenberg. Stoltenberg:
„Aber wir sollten auch die Erfolge anerkennen, die wir erzielt haben. Die NATO-Verbündeten und Partner sind nach dem 11. September 2001 nach Afghanistan gegangen, um zu verhindern, dass das Land als sicherer Hafen für internationale Terroristen dient, die uns angreifen wollen.In den letzten zwei Jahrzehnten hat es keine von Afghanistan ausgehenden terroristischen Anschläge auf dem Boden der Alliierten gegeben. Diejenigen, die jetzt an der Macht sind, haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass internationale Terroristen nicht wieder Fuß fassen. Die Verbündeten haben die Fähigkeiten und die Wachsamkeit, um künftigen terroristischen Bedrohungen aus Afghanistan zu begegnen.“