Corona-Pandemie
Ärztepräsident ruft Influencer auf, fürs Impfen zu werben

Osnabrück – Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat für eine kürzere Impfpause beim Boostern geworben: „Es spräche nichts gegen eine Verkürzung der Frist von sechs auf fünf Monate, wenn denn wirklich genug Impfstoff zur Verfügung gestellt wird wie versprochen. Das würde für deutlich mehr Tempo sorgen“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Bleibt es bei den sechs Monaten, müssten mehr als 12 Millionen Menschen bis zum 1. Januar auf die Auffrischungsimpfung warten. Das wäre eine unnötige Bremse.“ Auffrischungsimpfungen seien dringend notwendig, um die vierte Welle zu brechen. „Je mehr Menschen geboostert sind, desto weniger Impfdurchbrüche und Schwerkranke wird es geben. In Israel hat die frühe Boosterkampagne maßgeblich dazu beigetragen, die Inzidenzen schnell zu senken“, sagte er. Der BÄK-Präsident forderte überdies eine breite Werbekampagne fürs Impfen, auch von ungewohnter Seite:
„Politik, Religionsgemeinschaften, Sportvereine, Influencer, Prominente, sie alle müssen noch stärker fürs Impfen werben und sich gegen Fake News und Verschwörungstheorien stellen und Vorurteile endlich ausräumen. Hier wurde viel versäumt in den zurückliegenden Monaten“, kritisierte Reinhardt. Es sind noch immer deutlich mehr als 10 Millionen Menschen ungeimpft, und die müssen uns wirklich am Herzen liegen. Wenn 60-Jährige noch nicht geimpft sind, dann ist das für sie persönlich wirklich gefährlich.“

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– Corona-Pandemie – Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Der in Österreich lebende Imam Tarafa Baghajati hat auf Facebook zum Impfen aufgerufen.  Baghajati klärt aus islamischer Sicht über soziale, rechtliche und moralische Aspekte der Corona-Impfung auf.

Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Islam
Freitagsbotschaft: „Schlagt niemals eure Frauen!“

Von Benjamin Idriz »Schlagt niemals eure Frauen!« Mit diesem Verbot hat sich der Prophet Muhammed, Friede sei auf ihn, unmissverständlich gegen die Gewalt positioniert. Seine Frau Aischa berichtet: »Er hat nie Gewalt ausgeübt, weder gegenüber seinen Frauen noch gegenüber Helferinnen im Haushalt. Er übte auch keine Rache aus«! Er hat diejenigen, die gewalttätig gegen ihre Frauen waren, scharf kritisiert. Als Frauen sich beklagten, dass sich ihre Männer hart und gewalttätig ihnen gegenüber verhielten, sprach er das schonungslos an: »Einige Frauen sind zu mir gekommen und haben über die Gewaltausübung zu Hause geklagt. Die Männer, die Gewalt anwenden, sollen wissen, dass sie keine guten Menschen sind.« Aischa berichtet weiter, dass der Prophet gesagt habe:
»Schämt sich der Mann nicht, der seine Frau wären des Tages schlägt und am Abend mit ihr ins Bett geht? Schämt er sich nicht?!«
Der Prophet hat also Fälle von häuslicher Gewalt nicht verschwiegen, sondern öffentlich angesprochen, klar verurteilt und das Thema enttabuisiert. Die häusliche Gewalt, männliche Tyrannei, Mobbing und psychischer Terror können weder mit dem Koran noch mit dem Verhalten des Propheten Muhammed in Einklang stehen. Ferner verweist der Islam darauf, dass der Schutz der Familie und der zwischenmenschlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung sind, besonders wenn Kinder davon betroffen sind. Der negative Einfluss jeder Form von Gewalt zwischen den Ehepartnern auf Kinder ist umfangreich dokumentiert, sodass – wo dies noch nicht der Fall ist – die Beachtung der Menschenwürde aller Familienmitglieder als ein wahres islamisches Prinzip durchgesetzt werden muss. Gewalt ist niemals eine Lösung, aber immer eine Sünde! Erschienen auf Facebook. Benjamin Idriz, Imam der Islamischen Gemeinde in Penzberg bei München, sieht seine Aufgabe darin, Brücken zur Mehrheitsgesellschaft zu bauen, ohne die eigene Identität aufgeben zu müssen. Idriz:
Für mich ist nicht nur wichtig, den Koran auf Arabisch zu rezitieren, sondern auch seine universelle Botschaft zu verstehen, zu interpretieren und uns über ihn austauschen. Meine Aufgabe ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen Glaubensdogmen und Ratio, zwischen West und Ost, zwischen Religion und Demokratie sowie unterschiedlichen Weltanschauungen. Dabei will ich gemeinsame Werte betonen, wie die Achtung der Religionsfreiheit, gegenseitigen Respekt, Vielfalt und Toleranz, die sowohl das Grundgesetz als auch der Koran in den Vordergrund stellen.

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– Weltfrauentag – Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte

„Während andere religiöse Führer seltsam schweigsam über die Unterdrückung der Frauen zu sein schienen, hob Muhammed den Status der Frauen als eine Angelegenheit der religiösen Überzeugung und der staatlichen Politik dramatisch an. Muhammad war mit Abstand der radikalste und ermächtigendste in seiner Behandlung von Frauen. Wahrscheinlich war er der erste Feminist der Geschichte“. Jim Garrison, Huffpost.

Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte
 

Essen
Fünf Verletzte nach Maskenaufforderung

Essen – Am gestrigen Donnerstag (2. Dezember, gegen 16 Uhr) betraten zwei bislang Unbekannte einen Friseursalon an der Viehofer Straße in Essen, beide trugen keine medizinische Maske. Die Männer wurden von dem Saloninhaber auf die Maskenpflicht hingewiesen. Sie weigerten sich aber vehement, einen Mund-und Nasenschutz aufzusetzen. Der Geschäftsinhaber bat die Beiden deshalb darum, den Friseursalon zu verlassen. Laut einer Pressemitteilung der Polizei Essen zog einer der beiden Unbekannten daraufhin ein Pfefferspray und sprühte damit um sich. Dadurch erlitten der Saloninhaber und vier Kunden leichte Atemwegs- und Augenreizungen sowie Rötungen im Gesicht. Die beiden unbekannten Täter flüchteten daraufhin über die Viehofer Straße in Richtung des Essener Hauptbahnhofs. Beide Männer werden von dem Saloninhaber auf zirka 30 Jahre alt und 1,80 bis 2 Meter groß geschätzt. Sie haben arabisch gesprochen. Der Unbekannte, welcher mit dem Pfefferspray um sich sprühte, soll auffällig abstehende Ohren haben. Bekleidet war er mit einer weißen Jacke und einer dunkelgrünen Cargohose. Der zweite Täter trug eine schwarze Jacke und eine schwarze Jeanshose. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Zeugen können sich bei der Polizei unter der 0201/829-0 melden.

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– Corona-Krise – Wegen Maskenpflicht: Mann tötet 20-jährigen Tankstellen-Kassierer

Weil der Tankstellenmitarbeiter ihn auf die Maskenpflicht aufmerksam machte, hat ein 49-Jähriger in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) den Kassierer am Samstagabend kaltblütig erschossen. Er habe „ein Zeichen“ gegen die Maskenpflicht setzen wollen.

Wegen Maskenpflicht: Mann tötet 20-jährigen Tankstellen-Kassierer
 

Corona-Krise
Handelsverband kritisiert 2G-Regel für Einzelhandel

Hamburg – Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, kritisiert die auf der Bund-Länder-Konferenz beschlossene 2G-Regel für den Einzelhandel. „Die Maßnahme ist an sich unverhältnismäßig, gerade, weil es keinerlei Entschädigung für diese zusätzlichen Auflagen gibt“, so Genth im phoenix-Interview. „Denn wir führen ja Kontrollen durch, die der Staat normalerweise machen müsste.“ Daher fordert der HDE-Hauptgeschäftsführer dringend eine Umstrukturierung der Hilfen für Ladenbesitzer. Sonst „gefährden wir die Existenz von tausenden mittelständischen Einzelhändlern. Das kann nicht die Zielsetzung der Bundesregierung sein“, so Genth weiter. Zudem wirft er der Politik vor, die Corona-Beschlüsse zu spät getroffen zu haben. „Wir hätten uns diese Einigkeit von Bund und Ländern natürlich viel früher gewünscht, nämlich schon vor der Bundestagswahl im September“, erklärt Genth. „Wir haben jetzt vieles versäumt an Maßnahmen, die erforderlich waren. Jetzt werden übereilt Maßnahmen ergriffen, die möglicherweise gar nicht wirken können oder unverhältnismäßig sind, wie die 2G-Regel im Einzelhandel, weil das Infektionsrisiko beim Einkauf gering ist.“ Schließlich herrsche dort ohnehin Maskenpflicht, so der Interessenvertreter des deutschen Einzelhandels. Die Umsetzung der 2G-Regel gestalte sich für die Einzelhändler schwierig. „Wir haben gesagt: Es muss praktikabel sein, es muss funktionieren und wir wollen natürlich auch keine Konfliktsituationen haben, die wir austragen müssen“, erklärt er. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ohnehin schon stark belastet.“

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– Türkei – Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Recherche
Sexueller Missbrauch von Kindern: Ermittler lassen riesige Mengen Fotos und Videos im Netz

Hamburg – Riesige Mengen Fotos und Videos, die schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, liegen teils jahrelang im Netz, obwohl sie schnell und einfach gelöscht werden könnten. Das zeigen gemeinsame Recherchen des ARD-Politikmagazins „Panorama“, des Rechercheformats „STRG_F“ und des Magazins „Der Spiegel“. Ermittlungsbehörden wie das Bundeskriminalamt (BKA) lassen die illegalen Aufnahmen oft nicht entfernen, obwohl es eigentlich ihre Aufgabe wäre. Selbst Inhalte beschlagnahmter Server, die das BKA auswertet, sind bis heute online. So sind viele Missbrauchs-Fotos der Pädokriminellen-Plattform „Boystown“, die deutsche Behörden im April 2021 abgeschaltet hatten, weiterhin verfügbar. Die Ermittlerinnen und Ermittler hatten vier Drahtzieher von „Boystown“ festgenommen, die Fotos und Videos der Plattform jedoch nicht bei den entsprechenden Speicherdiensten entfernen lassen. Dies hängt mit der besonderen Online-Architektur von Pädokriminellen-Netzwerken wie „Boystown“ zusammen. Zwar nutzen sie zum Betreiben ihrer Plattformen das anonyme Darknet. Aber die Datenmengen ihrer Aufnahmen sind zu groß, um dort gespeichert zu werden. Daher wählen die Pädokriminellen stattdessen Speicherdienste im gewöhnlichen Internet, um ihr Material dort verschlüsselt hochzuladen. Im Darknet-Forum teilen sie dann nur einen entsprechenden Download-Link, oft mit Passwortschutz. Die Speicherdienstbetreiber ahnen nach Panorama-Recherchen meist nichts davon. Würden diese Links zu illegalen Inhalten auf ihren Servern gemeldet, würden sie diese sehr wahrscheinlich aus dem Netz entfernen. Im aktuell größten Darknet-Forum, in dem Fotos und Videos von schwerem Kindesmissbrauch geteilt werden, stehen mehr als 20 Terabyte an Bildmaterial zum Download. Das entspricht etwa einem Jahr Video in hochauflösender Qualität. Die Recherchen belegen, dass es sehr einfach wäre, diese Aufnahmen löschen zu lassen. Da Ermittlungsbehörden sich jedoch nicht regelmäßig darum kümmern, können Pädokriminelle solche Fotos und Videos seit Jahren weiterverbreiten. Im Fall „Boystown“ liegen die Links den Strafverfolgern vor – wurden aber den Speicherdiensten offenbar bis heute nicht gemeldet. Nach den Recherchen von „Panorama“, „STRG_F“ und „Spiegel“ funktionierten die Links auch Monate nach der eigentlichen Abschaltung der Plattform immer noch und wurden zudem von einem User in einem anderen Forum geteilt. Die Fotos und Videos dokumentieren schlimmste Verbrechen an Kindern, etwa die Penetration von Säuglingen oder Gruppenvergewaltigungen von Mädchen und Jungen. Auch das Material sogenannter „Studios“, in denen Kinder „professionell“ sexuell missbraucht werden, ist so online geblieben. Auf Nachfrage erläuterte der Leiter der Gruppe „Gewalt- und Sexualdelikte“ im BKA, Hans-Joachim Leon, dass es zwar ein „essenzieller Auftrag auch an die Strafverfolgungsbehörden“ sei, Missbrauchs-Dateien aus dem Netz entfernen zu lassen. Gerade bei ihren Ermittlungen im Darknet ließen die Ermittler jedoch nicht löschen. „Unsere Ermittlungen sind täterorientiert. Wir versuchen, die User zu bekommen. Wir sammeln keine Links ein“, sagte Leon. Er verwies auf die personellen Ressourcen, die das Melden der Inhalte in Anspruch nähme – und die dann anderswo fehlten. Ein Team von NDR Journalisten konnte jedoch zeigen, dass schon mit überschaubarem Aufwand in kurzer Zeit riesige Mengen in den Darknet-Foren entfernt werden konnten. Sie testeten die Reaktion der Speicherdienste, die von den Pädokriminellen besonders intensiv für die Lagerung ihres Materials genutzt werden. Im derzeit größten Forum sammelten die Journalisten dafür rund 80.000 Links ein. Ergebnis: Alle Dienste – ob inländisch oder ausländisch – entfernten die Inhalte binnen Stunden oder maximal zwei Tagen. Den Journalisten gelang es auch, Kontakt zum Administrator des Forums aufzunehmen. Er bestätigte, dass Strafverfolgungsbehörden bisher keine Inhalte, die auf seiner Plattform verlinkt sind, systematisch gemeldet hätten – obwohl dies die User „zu Tode nerven“ könnte: Wenn man lang genug lösche, könne es passieren, dass die Leute gehen und die Administratoren „den Laden dichtmachten“. Erst Mitte November hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Herbsttagung des BKA als dessen oberster Dienstherr darauf hingewiesen, dass die Zahl der Darstellungen sexuellen Missbrauchs stark gestiegen sei, und betont, dass das Bild- oder Videomaterial „auf keinen Fall dauerhaft abrufbar sein“ dürfe. Die Betroffenen würden sonst immer wieder zum Opfer, „und zwar ein Leben lang“. Die Löschung sei unverzichtbar. Julia von Weiler von der Kinderschutz-Organisation „Innocence in Danger“ fordert die Behörden auf, Missbrauchs-Aufnahmen systematischer entfernen zu lassen: „Wenn diesen Gruppierungen klar wird, dass jemand in ihr Forum eindringen und die Links weitergeben kann, dass Material gelöscht wird, entsteht dort eine massive Verunsicherung.“ Das sei ein wichtiges Signal, dass dort kein rechtsfreier Raum sei. Für NRW-Innenminister Herbert Reul, der nach diversen Missbrauchsfällen im Bundesland die Zahl der Ermittler vervierfachen ließ, waren die Erkenntnisse der Recherche neu: „Das ist eine ganz interessante und kluge Strategie, gar keine Frage“, sagte der CDU-Politiker im Interview. Er wolle prüfen, ob man künftig stärker löschen lassen könne: „Verbrechen kann man nicht nur mit einem Schlag aufklären, sondern manchmal muss man einfach dranbleiben, nerven, stören, Unruhe verbreiten, es unattraktiv machen, es erschweren.“

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Warschau
„Türkisch-polnisches Bündnis hat historische Wurzeln“

Warschau – Der Sprecher des türkischen Parlaments traf am Mittwoch in Warschau den polnischen Präsidenten und Parlamentssprecherin Elzbieta Witek. „Die türkisch-polnische Freundschaft und Allianz hat tiefe historische Wurzeln, die sechs Jahrhunderte zurückreichen“, sagte Mustafa Sentop nach seinem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda vor Reportern. Die Türkei und Polen blickten auf eine über 600-jährige Freundschaft zurück und seien seit 2009 strategische Partner. Nach der Teilung Polens durch die absolutistischen Monarchien Russland, Preußen und Österreich im 18. Jahrhundert erklärten die Osmanen dem Russischen Zarenreich den Krieg. Das Osmanische Reich hatte die russische Einflussnahme in Polen schon länger abgelehnt und nutzte die Erhebung des polnischen Adels, um sich mit den Aufständischen zu solidarisieren. Die beiden Länder hätten in letzter Zeit wichtige Schritte zur weiteren Verbesserung der bilateralen Beziehungen unternommen, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Sentop weiter. Sentop erklärte zudem, dass sie den dreiseitigen Mechanismus zwischen der Türkei, Polen und Rumänien durch eine zusätzliche Zusammenarbeit auf der Ebene der Parlamentspräsidenten stärken wollen. Er betonte, dass die EU-Mitgliedschaft nach wie vor ein strategisches Ziel für die Türkei sei, und lobte die Unterstützung Polens in diesem Zusammenhang. In Bezug auf die derzeitige Migrantenkrise an der polnisch-weißrussischen Grenze bekräftigte Sentop, dass die Türkei in voller Solidarität mit Polen stehe. Duda erwähnte seinerseits den Kauf von türkischen Kampfdrohnen und erklärte, dass weitere Schritte in der Sicherheitszusammenarbeit unternommen werden würden. Polen unterzeichnete als erster NATO- und EU-Mitgliedstaat im Mai einen Vertrag über den Kauf von 24 Kampfdrohnen des Typs Bayraktar TB2 vom türkischen Drohnenhersteller Baykar, der das gleiche Modell auch in die Ukraine, nach Katar und Aserbaidschan exportiert hat. Der Verkauf fand am Rande eines Staatsbesuchs  Dudas in Ankara statt. Bei einem Treffen mit seiner polnischen Amtskollegin Elzbieta Witek betonte Sentop, dass die Erweiterung des bestehenden trilateralen Mechanismus zwischen der Türkei, Polen und Rumänien um die Ebene der Parlamentspräsidenten für alle Beteiligten von Vorteil wäre. Witek erklärte ihrerseits, dass die türkisch-polnische interparlamentarische Freundschaftsgruppe sehr gut funktioniere. Sie lobte auch die Unterstützung der Türkei für Polen, insbesondere im Bereich der Sicherheit.

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– Ukraine – Marine erhält türkische Kampfdrohne TB2-Bayraktar

Die ukrainische Marine hat nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums die erste Bayraktar-TB2-Drohne des türkischen Rüstungsunternehmens Baykar erhalten.

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Russland
Moskau bezeichnet Erdogan als einflussreichen Politiker

Moskau – Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow lobte am Mittwoch den „bedeutenden Einfluss des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in regionalen und internationalen Angelegenheiten“. Bei einer täglichen Pressekonferenz in Moskau sagte Peskow, Russland würde es begrüßen, wenn Erdogan seinen Einfluss geltend machen könnte, um Kiew zur Umsetzung des Minsker Protokolls von 2014 zu bewegen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Diese Frage könne während des Telefongesprächs zwischen dem russischen und dem türkischen Präsidenten am Freitag angesprochen werden, fügte er hinzu. „Wenn Herr Erdogan irgendwie seinen Einfluss nutzen kann, und dieser Einfluss ist sowohl regional als auch in vielen Aspekten der Weltpolitik absolut eindeutig, wenn er seinen Einfluss nutzen kann, um Kiew zu ermutigen, mit der Erfüllung seiner Verpflichtungen aus dem Minsker Maßnahmenpaket, den Pariser Vereinbarungen usw. zu beginnen, dann wird dies willkommen sein“, sagte der Sprecher. Die Minsker Vereinbarungen wurden unterzeichnet, um den anhaltenden Konflikt zwischen den prorussischen Separatisten und der Kiewer Verwaltung zu beenden. Die Vereinbarungen sahen einen Waffenstillstand in der Region sowie einen Gefangenenaustausch vor und erlaubten der Kiewer Verwaltung, eine Verfassungsänderung vorzunehmen, die dem Donbass einen Sonderstatus verleihen würde. Die prorussischen Separatisten wiederum sollten ihre Waffen von der ukrainisch-russischen Grenze abziehen. Das NATO-Mitglied Türkei hat gute Beziehungen sowohl zu Kiew als auch zu Moskau, kritisierte in der Vergangenheit jedoch wiederholt Russlands Besetzung der ukrainischen Halbinsel Krim. Angesichts des anhaltenden Separatistenkonflikts im Osten der Ukraine, der seit April 2014 mehr als 13.000 Menschen das Leben gekostet hat, sprach sich Ankara zudem für die territoriale Integrität der Ukraine aus. Im vergangenen Monat setzte die ukrainische Armee gegen pro-russische Separatisten zum ersten Mal türkische Kampfdrohnen in der umkämpften Donbass-Region ein. Russland verurteilte den Verkauf und erklärte, dass sich seine Befürchtungen bezüglich der Entscheidung der Türkei, Kampfdrohnen an die Ukraine zu verkaufen, bewahrheitet hätten und dass die türkischen Drohnen die Situation in der Ostukraine destabilisieren könnten.

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– Ukraine-Krise – Erdogan möchte zwischen der Ukraine und Russland vermitteln

Die Türkei ist bereit als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland zu fungieren, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan möchte zwischen der Ukraine und Russland vermitteln

CDU
Merz droht CDU-Mitgliedern bei AfD-Zusammenarbeit mit Parteiausschluss

Bonn – Friedrich Merz würde als CDU-Parteivorsitzender mit aller Entschiedenheit gegen CDU-Mitglieder vorgehen, die sich nicht an das vom Bundesvorstand bereits in der Vergangenheit beschlossene Zusammenarbeits-Verbot mit der AfD halten. „Ein Verstoß gegen den Beschluss, den der Bundesvorstand getroffen hat, kann und wird unter meiner Führung mit einem Ausschlussverfahren aus der Partei einhergehen. Ich hoffe, dass wir das nicht machen müssen“, äußerte sich der Vorsitzenden-Kandidat am Abend im Fernsehsender phoenix und ergänzte: „Für uns ist klar, es gibt keine Zusammenarbeit.“ Dass er sich nunmehr zum dritten Mal zur Wahl stelle habe sehr viel damit zu tun, dass nunmehr die Basis über den neuen CDU-Chef entscheide. „Ich hatte immer das Gefühl, dass ich bei der Partei sehr viel Zustimmung hatte.“ Mit dem gewonnenen Bundestagsmandat sei er jetzt komplett zurück in der Politik, was ihm gegenüber den vorigen Wahlgängen weitere Vorteile verschaffe. „Ich habe beschlossen, für diese Lebensphase dieses Angebot zu machen.“ Merz ließ durchblicken, dass er zum jetzigen Zeitpunkt keine Ambitionen hat, bei einer Wahl auch auf den Fraktionsvorsitz im Bundestag zuzugreifen. „Die Frage ist beantwortet. Ralph Brinkhaus ist Fraktionsvorsitzender und wir wählen jetzt den Parteivorsitzenden.“ Merz kündigte an, sich persönlich dafür einzusetzen, künftig mehr Frauen als Kandidatinnen bei Wahlen für die CDU zu gewinnen. Das werde er auch in den Kreisverbänden sehr deutlich machen. „Wir müssen ein systematisches Personal-Gewinnungsprogramm haben, müssen Talente fördern und wissen, wen wir eigentlich in der Partei haben, der für solche Aufgaben infrage kommt.“

Meinung
Kommentar: Wie radikal sind Kurden in Deutschland?

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel – yuecelnabi@hotmail.de Deutschland rauscht mit voller Wucht in die vierte Corona-Welle, auch weil Kurden meinen gegen das PKK-Verbot durch die Innenstädte ziehen zu müssen. Am vergangenen Samstag zogen europaweit Kurden durch die Innenstädte und wieder flogen die Fetzen, wieder wurde randaliert, wieder standen sich Demonstranten und Polizei so nahe wie nie, wobei die Fetzen flogen und mitunter Körperflüssigkeiten ausgetauscht wurden. Da kann man nur Danke sagen, wenn diese Woche die Polizei mit noch weniger einsatzbereiten Kräften die Ordnung des Landes wahren muss, weil manche Kurden meinen, der Bundesregierung klarmachen zu müssen, dass sie in Bezug zur PKK endlich in der Realität ankommt. Und wer sagt eigentlich diesen demonstrierenden Kurden, dass sie endlich in der Realität ankommen? Nicht dass ich diesen Herrschaften das Demonstrationsrecht abspreche, weil sie sich in Deutschland für die Abschaffung des Betätigungsverbots der Terrororganisation PKK starkmachen. Habe auch nichts dagegen, wenn junge Burschen und Mädels damit aufgezogen und rekrutiert werden, um dann im Heldenkampf in der Türkei oder Nordsyrien reihenweise die Löffel abzugeben. Ihre Entscheidung! Aber wenn man in Deutschland den Impfgegnern bei weitaus niedrigeren Inzidenzwerten das Demonstrationsrecht aufgrund geltender Corona-Auflagen untersagt, wieso dürfen dann Kurden auf der Straße regelmäßig ihre Meinung frei kundtun und sich bei Verstößen gegen Auflagen dabei auch noch mit Sicherheitskräften anlegen? Ist diese Entscheidung etwa politisch motiviert? Ich meine, wenn man schon zum Ende des vergangenen Wochenendes reihenweise Weihnachtsmärkte verboten hat, weil die Inzidenzwerte in schwindelerregende Höhen geschnellt sind, weshalb haben die Behörden dann die Demonstrationen der Kurden nicht untersagt? Vertraut man dem friedlichen Bürger, der die Regeln und Auflagen nach mehr als 2 Jahren verinnerlicht hat, weniger, als diesem radikalen Mob, der bei kleinstem Anlass die Polizei mit „Faschismus“ beschimpft und attackiert? Wenn die Weihnachtsmarktbesucher doch das Potenzial besitzen, die Corona-Lage weiter zu verschärfen, ist es doch nicht weit hergeholt, wenn man das auch auf kurdische Demonstranten ausweitet, zumal die auch noch radikal und gewalttätig sind. Das Aggressionspotenzial bei einigen Teilnehmern solcher Demos kann doch nicht unterschätzt werden, zeigte sich das doch schon etliche Male bei vorangegangenen Demonstrationen. Es ist doch geradezu grotesk, wenn dann einer dieser kurdischen Demonstranten aus Berlin vor der Kundgebung meint, man müsse in der „Realität“ ankommen. Richtig, aber vor allem muss man erst einmal selbst in der Realität angekommen sein, um andere auf ihre vermeintlich falsche Realität hinzuweisen. In Deutschland galoppiert der Inzidenzwert, weil solche Menschenansammlungen der Grund sind, dass das Virus sich fortpflanzen kann und wir von einem Lockdown ins andere dümpeln. Aber für manche Kurden ist das kein Grund, die ideologische Brille zumindest für diese dramatische Lage in Deutschland zeitweise abzusetzen. Mit rationalen Argumenten sind diese Herrschaften schon lange nicht erreichbar, weil alles verleugnet wird, haarsträubende Geschichten aufgetischt werden. Aber die Pandemie macht noch einmal deutlich, wie radikal sie eigentlich sind. https://youtu.be/TvWn4TXvFVA
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Berlin – Kurdische Mutter: Die PKK tötet unsere Kinder

Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

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Türkei
Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Ankara – Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen. „Obwohl sie die Unzulänglichkeit einer Dosis und anhaltende Warnungen kennen, gibt es 5.166.607 Menschen, die sich mit der zweiten Dosis des Impfstoffs noch nicht impfen lassen haben. Bei der dritten Dosis liegen wir deutlich unter dem erwarteten Niveau: Nur 12.180.234 Menschen erhielten die dritte Impfdosis. Dies entspricht 20,01 % der erwachsenen Bevölkerung. Lassen Sie sich impfen“ sagte Fahrettin Koca in einem Tweet am Dienstag.

Koca äußerte sich in einem weiteren Tweet zudem zu den Mutationen des Corona-Virus. 

„Viren verändern sich im Laufe der Zeit, ebenso wie das Influenza-Virus, die die Grippe verursacht. Gegen unseren Kampf und die sich ändernden Bedingungen kämpft das Virus auch ums Überleben. Es mag Bedenken hinsichtlich neuer Varianten bei Covid-19 geben, aber denken Sie daran, dass die Epidemie mit schwächeren Varianten enden wird“, so der türkische Gesundheitsminister.

Erdogan fordert zur Impfung auf Auch der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat die Bevölkerung wiederholt aufgefordert, sich Impfen zu lassen.

„Alle Bürgerinnen und Bürger haben leichten Zugang zu dem Impfstoff, und er ist kostenlos. In Anbetracht der Probleme, mit denen andere Länder konfrontiert sind, ist dies ein großer Erfolg. Wir wollen die Menschen nicht dazu zwingen, sich impfen zu lassen, aber wir müssen die Chance nutzen, die der Impfstoff als wirksamste Waffe gegen die Pandemie bietet“, so Erdogan am 6. September.

In einer Videobotschaft zum muslimischen Feiertag erklärte Erdogan, dass es keine Probleme mit der Versorgung mit dem COVID-19-Impfstoff gebe, und forderte alle Menschen über 18 Jahren auf, sich impfen zu lassen. Die Impfrate im Land sei im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt auf einem „guten Niveau“. Der Rückgang der Zahl der Todesfälle durch Impfungen spiele eine wichtige Rolle für die Moral der Nation, sagte Erdogan. Die beste Verteidigung gegen die Pandemie sei die Impfung zusammen mit Maßnahmen wie Hygiene, Maske und Abstandsregeln. Auch DITIB empfiehlt Impfung Auch der türkische Islamverband DITIB empfahl eine Impfung. „Als Religionsgemeinschaft tragen wir Verantwortung füreinander und miteinander“, sagte Kazim Türkmen, Vorsitzender des DITIB-Bundesverbands und Hausherr der Zentralmoschee in Köln, gegenüber EPD. Die DITIB empfehle ihren Mitglieder, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. berichtete DOM Radio. 119,3 Millionen Impfungen Die Türkei hat seit dem Start einer Impfkampagne im Januar dieses Jahres über 119,3 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff verabreicht, so die am Sonntag veröffentlichten offiziellen Zahlen. Mehr als 56,03 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten und mehr als 50,03 Millionen wurden vollständig geimpft, so das Gesundheitsministerium. Über 11,89 Millionen Menschen sei zudem eine dritte Auffrischungsimpfung verabreicht worden. Seit Dezember 2019 hat die Pandemie nach Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University mehr als 5,14 Millionen Todesopfer in mindestens 192 Ländern und Regionen gefordert, wobei weltweit mehr als 257 Millionen Fälle gemeldet wurden.

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– Corona-Krise – Türkei: Gesundheitsminister Fahrettin Koca fordert zur Impfung auf

„Wir möchten diejenigen, die noch unentschlossen sind, daran erinnern, sich impfen zu lassen: Die Menschheit ist bereit, sich impfen zu lassen“, sagte Fahrettin Koca in einem Tweet.

Türkei: Gesundheitsminister Fahrettin Koca fordert zur Impfung auf