Schweiz
88 Prozent der Corona-Toten waren Ungeimpfte

Bern – Eine neue Statistik zeigt, dass über 90 Prozent der Covid-Patienten in den Schweizer Krankenhäusern nicht geimpft war. Noch höher ist der Anteil nicht oder nur teilweise Geimpfter, schaut man die Todesfälle an. Wie Blick unter Berufung auf eine Auswertung des Schweizer Covid-19-Überwachungssystems des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) berichtet, wurden seit Impfbeginn im vergangenen Dezember bis Ende August dieses Jahres in dem Meldesystem 5928 Hospitalisierungen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Von diesen Patienten starben 495. Lediglich knapp drei Prozent der Todesopfer waren doppelt geimpft. Fünf von ihnen waren demnach über 80 Jahre alt, fünf zwischen 70 und 79 und vier zwischen 60 und 69. 44 der Todesopfer waren erst einmal geimpft (knapp 9 Prozent). Mit 437 Todesfällen war bei nicht-geimpften Personen die mit Abstand größte Teil der Opfer registriert. Das entspricht rund 88 Prozent. Darunter waren eine Person im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, zwei Personen zwischen 30 und 39 Jahren und fünf Personen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren. Rund Dreiviertel der nicht-geimpften Todesopfer war über 70 Jahre alt, berichtet Blick weiter. Auch in anderen Ländern führten Studien zu ähnlichen Ergebnissen. Daten etwa aus Texas zeigten: Das Risiko an COVID-19 zu versterben, ist bei Ungeimpften zwanzig Mal höher als bei Geimpften. In Texas wollten die Behörden es wissen: Welche Folgen hat das COVID-19-Impfprogramm für die Bürger:innen? Dazu haben Fachleute des Texas Department of State Health Services für den Zeitraum zwischen 1. Januar und 31. Oktober 2021 digitalisierte Laborbefunde, Impfbescheinigungen und Sterbeurkunden ausgewertet. Besonderes Interesse lag dabei auf dem Zeitraum zwischen September und Oktober, als der US-Bundesstaat mit einer schweren Pandemiewelle im Zeichen der besonders ansteckenden Delta-Variante zu kämpfen hatte. Die Ergebnisse im Überblick:
  • Ungeimpfte hatten ein um den Faktor 13 erhöhtes Risiko, an COVID-19 zu erkranken als vollständig Geimpfte.
  • Das Risiko, an den Folgen der Infektion zu versterben, war um das 20-fache höher.
  • Die Impfung zeigt in allen Altersgruppen einen hohen Schutz vor Infektion – er ist besonders hoch bei den 12- bis 17-Jährigen.
  • Die Impfung zeigt in allen Altersgruppen einen hohen Schutz vor Tod. Es gibt jedoch je nach Altersklasse Unterschiede – das gilt vor allem für vergangenen September, als in Texas die hochansteckende Delta-Variante zirkulierte. Ungeimpfte in ihren Vierzigern hatten ein 55-fach höheres Risiko, an ihrer Infektion zu versterben, als ihre vollständig geimpften Altersgenoss:innen. Bei ungeimpften Senior:innen (75 Jahre und älter) war das Risiko zwölffach höher.
Die Daten belegen auch die zusätzliche Gefährdung, die durch die Delta-Variante ausgeht. Sie erhöhte das Risiko der Menschen in Texas, sich zu infizieren oder an den Folgen zu versterben, um das Vier- bis Fünffache gegenüber dem Zeitraum, als diese Variante dort noch nicht zirkulierte – und das unabhängig vom Impfstatus. Fazit der Gesundheitsbehörde: „Alle in den USA zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind hochwirksam und schützen Menschen davor, krank oder schwer krank zu werden – inklusive jene, die sich mit Delta- oder anderen bekannten Varianten infizieren. Real-World-Daten aus Texas zeigen diesen Nutzen ganz klar.“ Was sie auch zeigen: Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen (im Unterschied zu denen, die sich nicht impfen lassen können), spielen eine virale Form von Russisch-Roulette. Es gibt allerdings einen fundamentalen Unterschied zum „echten“ Russisch-Roulette. Wer es spielt, gefährdet ausschließlich sich selbst. Bei COVID-19 ist das anders, berichtet Pharmafakten.

Zum Thema

– Corona-Pandemie – Saudi-Arabien: 97 Prozent der Infektionen betreffen Ungeimpfte

Nach Angaben der saudischen Gesundheitsbehörden waren 97 Prozent der Menschen, die sich in den vergangenen zwei Monaten im Königreich mit Coronavirus infiziert hatten, nicht gegen das Coronavirus geimpft.

Saudi-Arabien: 97 Prozent der Infektionen betreffen Ungeimpfte
 

China
Nouripour: Deutschland sollte sich diplomatischem Olympiaboykott anschließen

0
Berlin – Die Grünen haben die US-Entscheidung begrüßt, die Olympischen Winterspiele in Peking diplomatisch zu boykottieren. Der außenpolitische Sprecher der Partei, Omid Nouripour, sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, es müsse ein politisches Signal gesetzt werden: „Ich halte das, was die Amerikaner machen, für richtig, weil es nicht geht, dass man Athletinnen und Athleten, die ein Leben lang auf ein Ziel hingearbeitet haben, verhaftet für die Politik. Deshalb ist es notwendig, dass die Spiele stattfinden und auch, dass die Leute hinfahren. Aber bei den massiven Menschenrechtsverletzungen, die wir dort erleben in China, ist es notwendig, dass man auch ein klares Signal setzt. Das, was die Amerikaner sagen, dass keine Regierungsmitglieder daran teilnehmen, das halte ich für eine richtige Herangehensweise. Ich hoffe, dass sich Deutschland dem anschließt.“ Angesprochen auf unterschiedliche Aussagen von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und der designierten grünen Außenministerin Annalena Baerbock zur China-Politik verwies Nouripour auf den Koalitionsvertrag: „Auch der künftige Bundeskanzler war daran (an den Verhandlungen – Red) beteiligt. Und deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass er jetzt einen anderen Kurs vertritt, als den, den wir verabredet haben.“ Scholz hatte Berichten zufolge in einem Brief an die chinesische Staatsführung angekündigt, den pragmatischen Kurs von Bundeskanzlerin Merkel fortzuführen. Baerbock hatte dagegen eine wertegeleitete chinakritische Außenpolitik angekündigt.

Auch interessant

– China – Menschenrechtler: China begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit an muslimischen Uiguren

Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren und andere Minderheiten: Mit diesem Vorwurf konfrontiert ein aktueller Bericht von Human Rights Watch und der Universität Stanford Chinas Regierung.

Menschenrechtler: China begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit an muslimischen Uiguren

Corona-Pandemie
Helge Braun: Deutschland kommt an Impfflicht nicht vorbei

Bonn – Der scheidende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat deutlich gemacht, dass Deutschland angesichts der neuen Virus-Varianten an einer Impfpflicht wohl nicht vorbeikommt. „Delta hat eine grundlegende Veränderung gebracht, weil es so ansteckend ist, dass die erforderliche Impfquote nun offenkundig deutlich oberhalb dessen ist, was man durch freiwillige Impfung erreichen kann“, erklärte Braun im Fernsehsender phoenix. Man stehe vor dem Dilemma, dass 15 Millionen ungeimpfte Erwachsenen fünf Millionen gegenüberstünden, die bisher die Krankheit durchgemacht hätten. „Wenn wir aus der Pandemie rauskommen wollen und die 15 Millionen lassen sich nicht impfen, sondern müssen die Krankheit noch durchlaufen, dann haben wir noch dreimal so viele Erkrankungen vor uns wie hinter uns. Das kann nicht die Antwort auf diese Pandemie sein“, meinte Braun. Die Politik sei jetzt gezwungen zu handeln, denn die aktuelle Konstellation „ist denjenigen, die andere Erkrankungen haben und auch das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen müssen, nicht mehr zu vermitteln“, so der CDU-Politiker weiter. Angesichts der ernsten Situation forderte Braun die Ampel-Parteien zu weiterem gemeinsamen Handeln im Schulterschluss mit der Union auf. „Wenn die Lage auf den Intensivstationen so ernst ist, dann sind eben weitreichende Maßnahmen auch verhältnismäßig. Das muss von allen drei Ampelparteien in dieser schwierigen Lage sehr klar gesagt werden.“ Braun kritisierte darüber hinaus die Vereinbarungen der Ampel zur Streichung des Paragraf 219 im Strafgesetzbuch, der ein Werbeverbot für Abtreibungen beinhaltet. In der vergangenen Legislaturperiode habe man das Gesetz verändert, um eine Kommerzialisierung zu verhindern, wenn Frauen in diese Notlagen gerieten. „Jetzt kommt die Ampel und sagt, der Paragraf kann entfallen, mit dem Ergebnis, dass die Werbung für eine Schönheitsklinik oder eine Abtreibungsklinik auf einer Stufe stehen.“ Dem widersprach der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle. „Eine Frau in einer Notsituation wird auf allerlei Seiten mit widerlichen Bildern und auf Propaganda geleitet, wo Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, schlimm beschimpft werden. Das ist alles erlaubt, aber eben nicht, auf eine Frauenarzt-Homepage zu gehen, wo der Arzt erklärt, was er macht. Deswegen muss der ganze Paragraf entfallen“, so Kuhle. Die Ampel-Koalition werde die Gesetzesänderung schnell durchführen, weil man dafür nicht die Zustimmung des Bundesrats benötige.

Auch interessant

– Türkei – Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Baku
Aserbaidschan und Israel feiern 30. Jahrestag der bilateralen Beziehungen

Baku – Bei einer feierlichen Zeremonie zelebrierten Israel und Aserbaidschan den 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Bei der Feier in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku hielt auch der israelische Botschafter George Deek eine Rede. „Die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Israel bauen auf tiefen historischen Wurzeln auf und in den letzten drei Jahrzehnten wurde diese strategische Partnerschaft um ein Vielfaches gestärkt. Unser Land hat immer die territoriale Integrität Aserbaidschans unterstützt und arbeitet heute aktiv bei der Wiederherstellung der befreiten Gebiete im wirtschaftlichen und humanitären Bereich zusammen “, sagte Deek. Während des Bergkarabach-Krieges gegen Armenien im vergangenen Jahr, belieferte Israel Aserbaidschan mit Waffen. Armenien verurteilte Israel für diese Verkäufe. „Israel und Aserbaidschan haben strategische Beziehungen“, sagte Gallia Lindenstrauss, Analystin am Tel Aviver Institut für strategische Studien. „Israel importiert eine ziemlich große Menge seines Öls aus Aserbaidschan und Israel exportiert Waffen nach Aserbaidschan“, sagte sie. „Aserbaidschan ist einer der größten Kunden der israelischen Verteidigungsindustrie“, so Lindenstrauss. Deek erwähnte in seiner Rede auch die neue Handelsvertretung Aserbaidschans, die im Juni in Israel eröffnet wurde. Dieser Schritt trage nicht nur zum weiteren Ausbau der zwischenstaatlichen Beziehungen bei, sondern helfe auch, die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich auszubauen und zu diversifizieren, so Deek weiter. „Erneuerbare Energien, Hightech-Landwirtschaft, sparsame Technologien in den Bereichen Wassernutzung, IT-Branche, Sicherheit und Gesundheitswesen – das sind die Schlüsselfelder, an denen die beiden Länder künftig arbeiten wollen“, erklärte der israelische Botschafter. „Die aserbaidschanische Regierung unternimmt konsequente Schritte, um grüne Technologien im Energiesektor des Landes einzuführen“, sagte Deek und fügte hinzu, dass Israel im Bereich der Solar- und Windenergie weltweit führend sei. Relevante Regierungsbehörden und israelische Unternehmer erörterten bereits mit dem aserbaidschanischen Energieministerium Aspekte der Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich der erneuerbaren Energiequellen. „Diese vielversprechenden Vorhaben sollen sowohl in der Hauptstadt als auch in der Region Karabach umgesetzt werden, Ausschreibungen in diese Richtung werden in Kürze bekannt gegeben“, so Deek.

Zum Thema

– Bergkarabach-Konflikt – Armenien verurteilt Israel wegen Waffenverkäufe an Aserbaidschan

Armenien hat Israel vorgeworfen, Waffen an seinen Erzfeind Aserbaidschan zu verkaufen.

Armenien verurteilt Israel wegen Waffenverkäufe an Aserbaidschan
       

Wahlen 2023
Türkei: Oppositionspolitiker Kilicdaroglu verspricht Lösung der Wirtschaftsprobleme

Mersin – Der türkische Oppositionschef versprach bei einem Wahlkampauftritt in der südtürkischen Stadt Mersin die „wirtschaftlichen Probleme des Landes“ zu lösen und sich für ein „Ende der Polarisierung im Land“ einzusetzen. Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei, der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıcdaroglu, hat am Samstag in der südlichen Provinz Mersin den Wahlkampf seiner Partei eröffnet, und damit weit vor dem für den 18. Juni 2023 vorgesehenen Termin. Die Oppositionskräfte drängen aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Türkei auf eine vorgezogene Wahl. „Millionen von jungen Menschen, darunter auch Hochschulabsolventen, sind heute arbeitslos. Wenn wir an die Macht kommen, werden wir für gleiche Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen im öffentlichen Sektor sorgen“, zitiert Hürriyet Kemal Kilicdaroglu. Der Oppositionsführer versprach, den Landwirten ihre Zinsschulden bei den Banken und der landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft zu erlassen und den ihnen mehr staatliche Unterstützung zukommen zu lassen, falls die CHP an die Macht kommen sollte. „Wir werden auch ein Ministerium einrichten, das sich um die Probleme der Gewerbetreibenden kümmert“, so der Oppositionschef weiter. Wie Hürriyet weiter berichtet, versprach Kılıcdaroglu zudem die sofortige Wiedereinführung der Istanbul-Konvention und mehr Maßnahmen für die Rechte der Frauen und zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen. Die Türkei war im März aus der Istanbul-Konvention ausgetreten und wurde dafür von der Opposition kritisiert. Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, auch bekannt als Istanbul-Konvention, ist ein 2011 ausgearbeiteter völkerrechtlicher Vertrag der am 1. August 2014 in Kraft trat. Die türkische Regierung wies die Kritik damals zurück und erklärte, dass der Austritt aus der Konvention nicht als Zugeständnis im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen angesehen werden sollte. Einzelne Elemente im Inhalt der Konvention hätten in der öffentlichen Meinung Kritik hervorgerufen. Kilicdaroglu: Ich habe einen Eid geschworen Bei seiner Rede erklärte Kilicdaroglu, dass er einen Eid geschworen habe:
Ich habe einen Eid geschworen, dass ich diesem Land Frieden bringen werde. Ich habe einen Eid geschworen, diesem Land Seelenfrieden zu bringen. Ich habe einen Eid geschworen, Liebe in dieses Land zu bringen. Ich habe einen Eid geschworen und verspreche, dass ich diesem Land Demokratie und Gerechtigkeit bringen werde.
Die Politik bedeute nicht Vetternwirtschaft, der Bevorzugung bei der Beschäftigung und der Zuteilung von Ressourcen, so der Oppositionschef weiter.  Sie bedeute auch nicht  „Angebotskorruption, Bestechung, der Veruntreuung und des illegalen Kapitalgewinns“. „Ich werde die Politik vollständig von dieser Verunreinigung befreien“, erklärte Kilicdaroglu am Samstag. Im Jahr 2023 sollen in der Türkei landesweite Wahlen stattfinden, bei denen die Bürgerinnen und Bürger den Präsidenten sowie alle 600 Abgeordneten des Parlaments wählen werden.  

Auch interessant

– Türkei – Erdogan betont Wichtigkeit der Jugend bei den kommenden Wahlen

„Mehr als sechs Millionen unserer jungen Menschen werden bei den Wahlen 2023 zum ersten Mal wählen“, so Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan betont Wichtigkeit der Jugend bei den kommenden Wahlen
       

Kriminalität
Mehr als 3000 Tötungsdelikte in Deutschland ungeklärt

Osnabrück – In Deutschland gelten derzeit mehr als 3000 Tötungsdelikte als ungeklärt. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Berufung auf Angaben der Sicherheitsbehörden der Bundesländer. Dabei liegt die Zahl vermutlich noch höher, da einzelne Behörden keine Angaben machen konnten. Wie das Blatt schreibt, verzeichnet allein Nordrhein-Westfalen 1160 entsprechende sogenannte Cold Cases. Es folgten Baden-Württemberg und Niedersachsen mit 550 beziehungsweise 375 entsprechenden Cold Cases. Der Umgang mit den Fällen unterscheidet sich laut „NOZ“ von Bundesland zu Bundesland. Teilweise sind spezielle Cold-Case-Einheiten eingesetzt worden, die die alten Verbrechen noch einmal aufrollen. Die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt konnten indes gar keine Angaben machen. Das gilt auch für einige Polizeibehörden in anderen Bundesländern. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert bundesweit ein konzentrierteres Vorgehen bei den Ermittlungen zu alten Tötungsdelikten. Häufig würden die Cold Cases „neben dem Alltagsgeschäft“ bearbeitet, so Vorsitzender Dirk Peglow in der „NOZ“. Er sagte: „Die Einrichtung sogenannter ,Cold Case Units‘ als selbstständige Dienststellen ist daher die beste Lösung, um Altfälle in der gebotenen Form zu bearbeiten und wenn möglich aufzuklären.“ Das sei nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den Opfern. Die Aufklärung habe „vor allem für die Angehörigen der Opfer eine enorme Bedeutung“, so Peglow.

Auch interessant

– Rechtsterrorismus – NSU-Todeslisten: Behörden informierten Betroffene gar nicht oder unvollständig

Zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) haben die Behörden noch immer nicht alle Betroffenen darüber informiert, dass sie auf sogenannten Todeslisten der rechten Terrorzelle standen.

NSU-Todeslisten: Behörden informierten Betroffene gar nicht oder unvollständig

München
Muslimin mit Kinderwagen vor Bus geschubst

München – In München ist am Sonntag eine kopftuchtragende Muslimin islamfeindlich attackiert und vor den Bus geschubst worden. Die junge Mutter stand an einer Bushaltestelle und wartete mit ihrem 15 Monate alten Sohn, der im Kinderwagen saß, auf den Bus, als sie von einer älteren Frau aufgeregt angesprochen wurde. Als sie sich zur Frau drehen wollte, wurde sie vor den Bus geschubst, der gerade an die Haltestelle einfuhr, berichtet IslamiQ „Ich wäre fast vor den Bus gefallen“, erklärte die junge Muslimin gegenüber IslamiQ. Der Kinderwagen sei beim Stoß seitlich gegen den Bus geprallt. Die junge Mutter weiter: „Ich war so erschrocken und voller Angst um meinen Sohn und dass Ihm was passiert“. Als sie die Angreiferin an der Kapuze festhielt, hätten Passanten eingegriffen und versucht die Sache zu schlichten. Die ältere Frau, die in Begleitung ihres Mannes war, sei daraufhin in den selben Bus eingestiegen. Dies habe der Mutter noch mehr Angst gemacht. Während der Busfahrt versuchte die junge Mutter ihr Kind zu beruhigen. Wie IslamiQ weiter berichtet, sei die Angreiferin mit ihr an der selben Haltestelle ausgestiegen und habe versucht ihr Kopftuch herunterzureißen. Daraufhin habe die junge Muslimin die Polizei anrufen wollen, konnte jedoch ihr Handy nicht finden. Beim Angriff vor dem Bus habe sie das Handy womöglich verloren. Das ältere Paar habe die Mutter ausgelacht und sich von der Haltestelle entfernt. Die Muslimin habe bei der Polizei eine Anzeige erstattet. Als studierte Ingenieurin und Münchenerin sei sie es leid, sich tagtäglich mit Rassismus auseinander zu setzen. „Ich bin es leid, dass Menschen mich wegen meines Kopftuches herablassend behandeln, mich anspucken oder mich körperlich angreifen“, so die Mutter gegenüber IslamiQ weiter.

Auch interessant

– München – Erneut Muslimin in U-Bahn attackiert

Die junge Frau ist Muslimin und offenbar wegen ihres Glaubens beleidigt worden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Erneut Muslimin in U-Bahn attackiert
 

Antalya
Italien und Türkei wollen Handelsvolumen auf 30 Milliarden Dollar steigern

Antalya – Der türkische Außenminister lobte am Samstag die Beziehungen der Türkei zu Italien und erklärte, beide Länder arbeiteten gemeinsam für Frieden und Stabilität in der Region. Mevlüt Cavusoglu betonte bei seiner Rede während der Einweihungsfeier des italienischen Honorarkonsulats in der türkischen Urlaubsmetropole Antalya, dass er sich häufig mit seinem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio treffe und mit ihm telefoniere. „Ich bin davon überzeugt, dass das Konsulat einen wichtigen Beitrag zur verstärkten Zusammenarbeit im Tourismus und in den bilateralen Beziehungen leisten wird“, so Cavusoglu. Die beiden Länder seien entschlossen, die Beziehungen weiter zu verbessern und das bilaterale Handelsvolumen auf 30 Milliarden Dollar zu steigern, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  

Auch interessant

– G20-Gipfel – Raketenabwehrsystem: Erdogan kündigt Zusammenarbeit mit Frankreich und Italien an

Die Türkei werde mit Frankreich und Italien „positive Schritte“ in Bezug auf das von dem französisch-italienischen EUROSAM-Konsortium entwickelte Raketenabwehrsystem Aster SAMP-T unternehmen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Sonntag.

Raketenabwehrsystem: Erdogan kündigt Zusammenarbeit mit Frankreich und Italien an
   

Steuerratgeber
Welche Kriterien sollte ein guter Steuerberater erfüllen?

Worauf sollte man bei der Auswahl des richtigen Steuerberaters achten? Wenn Sie einen Steuerberater suchen, sollten Sie zunächst individuell für sich selbst klären, welche Leistungen Sie erwarten. Danach schauen Sie nach einem Dienstleister, welcher diese Leistungen anbietet und im besten Fall darauf spezialisiert ist. Natürlich sollte es auch zwischenmenschlich passen, denn das Wichtigste ist immer gegenseitiges Vertrauen. Daher erklären wir Ihnen im Folgenden, worauf Sie bei der Wahl eines passenden Steuerberaters achten sollten. Was sind die Aufgaben eines Steuerberaters? Die Tätigkeiten eines Steuerberaters sind sehr breit gefächert. Die Mandanten werden nicht nur bei steuerrechtlichen, sondern auch betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützt. Das Aufgabengebiet setzt sich aus folgenden Leistungen zusammen:
  • Erstellung von Jahres- und Steuerabschlüssen
  • Erstellung von Buchführungen
  • Beratung zur optimalen Steuergestaltung
  • Vertretung vor Finanzbehörden und Gerichten
Welche Tätigkeiten dann tatsächlich übernommen werden, kann natürlich immer individuell vereinbart werden. Was zeichnet einen guten Steuerberater aus? Wichtig ist vor allem die Verfügbarkeit des Steuerberaters. Schauen Sie nach passenden Dienstleistern in Ihrer Umgebung. So kann zum Beispiel der Steuerberater Köln und die Umgebung abdecken und steht Ihnen auch persönlich zur Verfügung. Zudem spielt natürlich auch das Bauchgefühl nach einer Erstberatung eine wichtige Rolle. Doch es gibt noch weitere Faktoren, auf die Sie achten sollten:
  • Der Steuerberater nimmt sich Zeit und versucht Ziele sowie Probleme kennenzulernen
  • Sobald sich steuerliche Möglichkeiten und Änderungen auftun, werden Sie informiert
  • Es wird nicht jede einzelne Minute berechnet
  • Die Sprache ist verständlich und es wird nicht einfach mit Fachbegriffen um sich geworfen
  • Die Chemie stimmt und passt zu Ihnen als Mandant
Die Vorteile der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater Durch die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater können Sie auf Gesetzesänderungen immer passend reagieren. Steuerberater sind stets auf dem neuesten Stand in Sachen Buchhaltung und Steuern, wodurch Sie alle Möglichkeiten der gängigen Rechtsprechung in Anspruch nehmen können. Zudem sparen Sie sich einiges an Arbeit, da die durch den Steuerberater erstellte Steuererklärung deutlich weniger Rückfragen verursacht. Dadurch sinken auch die Steuernachzahlungen, die Angaben eines Steuerberaters werden seltener infrage gestellt. Ebenso können Sie besser für die Zukunft planen, da die betriebswirtschaftliche Auswertung korrekt erstellt wird. Wie findet man einen guten Steuerberater? Wenn Sie klar definiert haben, welche Aufgaben durch den Steuerberater übernommen werden sollen, können Sie sich auf die Suche nach einem passenden Dienstleister machen. Entweder schauen Sie dabei gezielt nach Personen, die sich auf die eigene Branche spezialisiert haben oder Sie suchen nach einem allgemeinen Berater. Dabei gibt es drei verschiedene Arten, einen passenden Steuerberater zu finden: Steuerberater im Internet Online finden Sie viele Branchenverzeichnisse, um passende Steuerberater zu finden. Sie können aber auch einfach die Suchfunktion nutzen und gezielt nach angebotenen Leistungen filtern. Zudem können Sie Bewertungen und Rezensionen durch aktuelle oder ehemalige Mandanten einsehen und von diesen Erfahrungen bei der Entscheidung profitieren. Mundpropaganda Sie können sich aber auch im Arbeits- oder Bekanntenkreis einen Überblick verschaffen. Sicherlich haben einige bereits Kontakt zu einem Steuerberater gehabt und können möglicherweise jemanden empfehlen. Von Personen, denen Sie vertrauen, werden Sie einen ehrlichen und direkten Erfahrungsbericht erhalten. Steuerberater in der Nähe Wie oben bereits geschrieben, ist es besonders praktisch, wenn der Steuerberater direkt vor Ort sitzt. Beratungsgespräche können auch schon mal persönlich stattfinden und es kann deutlich flexibler agiert werden. Innerhalb von Städten gibt es auch immer mindestens einen Steuerberater in der direkten Umgebung, welcher sich explizit mit der eigenen Branche auskennt und als Experte anzusehen ist. Das Erstgespräch mit dem Steuerberater – was ist zu beachten? Die erste Kontaktaufnahme entscheidet in der Regel über ein weiteres Engagement. Beim Erstgespräch lernen Sie sich kennen und können herausfinden, ob Erwartungen und Leistungsangebot des Steuerberaters übereinstimmen. Achten Sie innerhalb des Gesprächs nicht nur auf die Fakten, sondern auch Ihr Bauchgefühl. Sympathie ist zwar nicht alles, aber legt immer die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander. Je mehr der Steuerberater auf Sie eingeht, desto besser. Optimal ist es, wenn bereits im Erstgespräch Lösungsansätze geliefert werden, ohne dass Ihnen etwas aufgedrängt wird. Das ist ein optimaler Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit. Im Gegenzug müssen Sie natürlich auch ehrlich sein und wirklich alle finanziellen Strukturen des Unternehmens offenlegen, damit der Steuerberater seine Arbeit optimal erledigen kann und das Beste für Sie herausholt.

Auch interessant

– Automatischer Informationsaustausch – Steuerhinterziehung: Auch Türkei meldet bald Kontodaten an Deutschland

Nun also doch: Die Türkei beteiligt sich am internationalen Kampf gegen Steuerhinterziehung und meldet Finanzdaten auch nach Deutschland. Betroffene können die Möglichkeit einer Selbstanzeige prüfen.

Steuerhinterziehung: Auch Türkei meldet bald Kontodaten an Deutschland

USA
Impfgegner Marcus Lamb stirbt an Corona

Dallas – Er war ein vehementer Gegner der Corona-Impfung und in seinem christlichen Fernsehsender „Daystar-TV“ kamen immer wieder Impfgegner und Verschwörungstheoretiker zu Wort. Nun ist der US-Prediger Marcus Lamb nach einer Corona-Erkrankung gestorben. Er starb bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 64 Jahren. „Schweren Herzens geben wir bekannt, dass Marcus Lamb, Präsident und Gründer von Daystar Television Network, nach Hause gegangen ist, um beim Herrn zu sein“, twitterte der Sender. Seine Frau Joni Lamb gab den Tod des Fernsehpredigers in der Daystar-Sendung bekannt, die am Dienstag auf Facebook übertragen wurde. Sie sagte, ihr Mann hatte Diabetes, war aber gesund und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er mit Covid-19 diagnostiziert wurde. Marcus Lamb hat sich in seiner Sendung häufig gegen die Covid-19-Impfstoffe ausgesprochen. In einer Folge Anfang dieses Jahres sagte Lamb, der Covid-19-Impfstoff sei „nicht wirklich ein Impfstoff“, sondern eine „experimentelle Injektion“, die „gefährlich“ sei. Lamb empfahl seinen Zuschauern zu beten, statt sich impfen zu lassen. Der Sohn von Marcus Lamb, Jonathan Lamb, beschrieb die Covid-19-Diagnose seines Vaters als einen „geistigen Angriff des Feindes“. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass dies ein geistiger Angriff des Feindes ist. So sehr meine Eltern auch hierher gekommen sind, um alle über die Pandemie und die Behandlungsmöglichkeiten von Covid zu informieren, es gibt keinen Zweifel, dass der Feind darüber nicht glücklich ist und alles tut, um meinen Vater zu Fall zu bringen“, sagte Jonathan Lamb, als er die Sendung am 23. November moderierte. Daystar ist einer der beiden größten christlichen Medienunternehmen der Welt und verfügt über 70 Sender, die laut der Website des Senders landesweit 100 Millionen Haushalte in den USA und 680 Millionen Haushalte in über 200 Ländern erreichen. Der Sitz des Senders befindet sich in Bedford, Texas.

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht Der in Österreich lebende Imam Tarafa Baghajati hat auf Facebook zum Impfen aufgerufen. Baghajati klärt aus islamischer Sicht über soziale, rechtliche und moralische Aspekte der Corona-Impfung auf.
Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht