Griechenland
Jüdische Gemeinde in Griechenland besorgt über Minister-Ernennung eines Holocaust-Leugners

Athen – Der Zentralrat der jüdischen Gemeinde in Griechenland hat sich besorgt über die Berufung des früheren Mitglieds der extrem-nationalistischen LAOS-Partei, Thanos Plevris, zum neuen Gesundheitsminister im Kabinett von Ministerpräsident Mitsotakis geäußert. Nach der Ernennung von Plevris zum Gesundheitsminister veröffentlichte der Zentralrat eine Pressemitteilung. Darin wird an antisemitische Aussagen des früheren Mitglieds der LAOS-Partei von 2009 erinnert, die dieser im Zusammenhang mit dem NS-Vernichtungslager Auschwitz getätigt habe. Minister Plevris wird in der Mitteilung aufgefordert, sich beim jüdischen Volk zu entschuldigen. Man erwarte eine Missbilligung von Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und eine Distanzierung gegenüber Leugnern des Holocaust. Der Zentralrat bringe seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Gesundheitsminister Plevris alle Bürger Griechenlands gleichbehandeln wird, unabhängig  welcher Hautfarbe, Religion oder Sprache diese angehören. (Twitter) Neuer Gesundheitsminister entschuldigt sich Plevris kam heute der Aufforderung des Zentralrats der jüdischen Gemeinden Griechenlands nach und entschuldigte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter beim jüdischen Volk. Der Minister erklärte: „Mein Respekt gegenüber den Opfern des Holocaust ist grenzenlos und ich bin gegen jede Form von Antisemitismus. Das habe ich ohne Zweifel in verschiedenen Verlautbarungen zum Ausdruck gebracht. Ich teile nicht die Ansichten meines Vaters, als dieser vor Gericht angeklagt wurde und ich als Verteidiger eine Rede hielt. Die Einwände des Zentralrats der jüdischen Gemeinde gegen meine Person sind nachvollziehbar. Ich wollte niemals Juden beleidigen. Falls ich dadurch jemand verletzt haben sollte, bitte ich dafür um Entschuldigung. Diejenigen, die Zweifel an meinem Respekt gegenüber dem jüdischen Holocaust hegen, werde ich als Gesundheitsminister eines Besseren belehren und sie werden dann sicher sein, dass ich keine antisemitischen Einstellungen besitze.“ Kemal Bölge/Athen

Afghanistan-Krise
Linke fordert Auflösung der Nato

Osnabrück – In der Debatte um ihre ablehnende Haltung zur Nato und zuletzt zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan hat die Linkspartei scharf auf Kritik der Grünen und der SPD reagiert. Dietmar Bartsch, Chef der Linksfraktion im Bundestag, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ), es sei „hanebüchen“, die Linke im Zusammenhang mit Afghanistan zu kritisieren. Er betonte: „Meine Fraktion hat im Juni – wie die Grünen selbst – beantragt, Deutsche und Ortskräfte zu evakuieren. Union und SPD haben das abgelehnt.“ Bei der Abstimmung über den finalen Evakuierungseinsatz in Kabul hatten sich die Abgeordneten der Linksfraktion allerdings mehrheitlich der Stimme enthalten und damit viel Kritik ausgelöst. Bartsch forderte nun, die Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sollten nicht diejenigen kritisieren, „die retten wollten, sondern jene, die dagegen waren und 20 Jahre die Hand für Krieg gehoben haben, der im Desaster endete“. Es sei irritierend, „mit welcher Selbstverständlichkeit die Grünen für eine maßlose Aufrüstung der Bundeswehr und sinnlose Auslandseinsätze plädieren“. Bartsch lehnte es zugleich ab, die ablehnende Position seiner Partei zur Nato und zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu überdenken, wie es auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gefordert hat: „Die Linke geht mit ihrem Programm in die Wahlauseinandersetzung und ändert dort nichts“, sagte er und fügte hinzu: „Koalitionen werden nach Wahlergebnissen verhandelt.“ Die Linke sei regierungsfähig. „Das beweisen wir in den Ländern sehr erfolgreich.“ Die Linke fordert eine Auflösung der Nato und will sie durch ein kollektives Sicherheitssystem mit russischer Beteiligung ersetzen. Außerdem heißt es im Wahlprogramm der Linken: „Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseinsätzen abgezogen werden.“ Das zielt vor allem auf Kampfeinsätze. Die Beteiligung der Bundeswehr an friedenssichernden Einsätzen im Ausland schließen Linke wie Bartsch aber nicht kategorisch aus.

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– VJTF – Türkei übernimmt Führung der NATO-Speerspitze

Die türkische Armee hat am gestrigen Freitag die Führung der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF; deutsch: Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft) der NATO übernommen.

Türkei übernimmt Führung der NATO-Speerspitze

Türkei
Schauspieler Ferhan Şensoy gestorben

Istanbul – Der bekannte türkische Theater- und Filmschauspieler Ferhan Şensoy ist im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben. Die Nachricht vom Tod des beliebten Schauspielers wurde von der Theatergruppe Ortaoyuncular, die einst von Şensoy selbst 1980 in Istanbul gegründet wurde, via Twitter mitgeteilt. In der Mitteilung heißt es: „Der Gründer unseres Theaters, unser Meister Ferhan Şensoy, verstarb trotz intensiver Eingriffe im Krankenhaus, in dem er seit geraumer Zeit behandelt wurde. Wir sind in tiefer Trauer. Alle, die ihn geliebt haben, möchten wir unser herzliches Beileid aussprechen.“
(Screenshot/Twitter)
Die Ärzte der medizinischen Fakultät von Istanbul, in dem Şensoy behandelt wurde, teilten in einer Stellungnahme mit, dass der Theatermacher letzte Nacht um 2:30 Uhr an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Atemstillstand verstorben sei. Der am 26. Februar 1951 in Çarşamba/Samsun geborene Şensoy prägte wie kein Zweiter die türkische Theaterszene. Er spielte in unzähligen Theaterstücken, Kino- und Fernsehfilmen mit und schrieb zeit seines Lebens Drehbücher, Romane, Essays und Tagebücher. Ferhan Şensoy ist Gründer der Theatergruppe Ortaoyuncular im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu. Neben seiner Theaterausbildung in der Türkei studierte er auch in Frankreich und Kanada Theater. Ein sehr bekanntes Theaterstück seiner von ihm gegründeten Gruppe ist „Ferhangi Şeyler“. In den 70er-Jahren inszenierte er eine Gossip-Show, in dem bekannte Schauspielerinnen wie Adile Naşit, Perran Kutman oder Sevda Karaca mitspielten. Kemal Bölge/Istanbul

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– Streaming-Dienste – Dramax: Neuer Streaming-Dienst für türkische Serien

Der türkische Medienkonzern Demirören Media hat nun auf einer Online-Pressekonferenz seinen neuen Streaming-Dienst Dramax vorgestellt, der neben der Türkei auch ein Abonnement-System für Nutzer auf der ganzen Welt bietet.

Dramax: Neuer Streaming-Dienst für türkische Serien

EuroVolley 2021
Sieg gegen Polen: Türkei steht bei Volleyball-EM im Halbfinale

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Plowdiw – Mit einem 3-0 Sieg gegen Polen im Viertelfinale der Volleyball-EM am Dienstagabend gelingt der Türkei der Einzug ins Halbfinale. Die türkische Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen gewann das Viertelfinalspiel in der Kolodruma-Sporthalle in Plowdiw, Bulgarien, mit 25-18, 25-14 und 25-23. Am Montag bezwangen die Türkinnen zudem Tschechien und am 24. August die Niederlande, beide Spiele mit einem klaren 3-0. Vierundzwanzig Mannschaften traten in vier Gruppen gegeneinander an. Die vier besten Mannschaften jeder Gruppe stiegen am Ende der Gruppenphase auf. Das Achtelfinale und das Viertelfinale wurden in Bulgarien und Serbien ausgetragen, das Halbfinale und das Finale in Serbien. Die türkische Nationalmannschaft wird im Halbfinale am 3. September auf den Sieger der Partie Serbien-Frankreich treffen.

Cavusoglu in Serbien
Türkei und Serbien arbeiten an passfreiem Reisen

Belgrad – Nach Ländern wie die Ukraine, Moldawien oder Georgien, soll für türkische Staatsbürger bald auch nach Serbien passfreies Reisen möglich werden. Der türkische Außenminister kündigte am Dienstag nach einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Nikola Selaković in der serbischen Hauptstadt Belgrad an, dass bereits an diesem Plan gearbeitet werde, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. „Um den Bürgern das Reisen zu erleichtern, erkennen wir bereits die gegenseitigen COVID-19-Impfzertifikate an. Jetzt sollten unsere Bürger auch ohne einen Pass zu benötigen mit ihren Personalausweisen reisen können. Wir werden weiter gemeinsam daran arbeiten, und ich glaube, wir werden eine Einigung erzielen.“, sagte Mevlüt Cavusoglu. Der türkische Außenminister erklärte, dass die Türkei bei der Zahl der Touristen, die Serbien besuchen, an erster Stelle stehe. Er fügte hinzu, dass die Türkei am Mittwoch in der Stadt Novi Pazar ihr neues Konsulat eröffnen wird. „Dies ist ein Gebiet, durch das viele türkische Staatsbürger aus den Ländern der Europäischen Union reisen“, sagte Cavusoglu. Zur aktuellen Lage in der Region betonte Cavusoglu, wie wichtig die Rolle der Türkei und Serbiens bei der Aufrechterhaltung des regionalen Friedens, der Stabilität und der regionalen Entwicklung sei. „Wir erleben in letzter Zeit gewisse Spannungen und Meinungsverschiedenheiten in Bosnien und Herzegowina. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei seinem Besuch in Bosnien und Herzegowina die Meinung und Position der Türkei zur Zukunft des Landes dargelegt. Wir müssen die derzeitigen Meinungsverschiedenheiten so schnell wie möglich überwinden. In diesem Prozess spielen sowohl Präsident Recep Tayyip Erdogan als auch Aleksandar Vucic eine wichtige Rolle. Wir werden alles tun, um die Probleme in Bosnien im Dialog zu lösen“, sagte Cavusoglu. Selaković erklärte, Serbien sei für den Ausbau und die Stärkung seiner Beziehungen zur Türkei und fügte hinzu: „Das türkische Generalkonsulat, das offiziell in der Stadt Novi Pazar eröffnet wird, ist einer der Beweise für das Vertrauen zwischen den beiden Ländern“.
 Zusammen mit der Stärkung der diplomatischen Beziehungen haben auch die türkischen Investitionen in Serbien zugenommen, stellte er fest. „Wir sind den türkischen Investoren dankbar, die in Regionen, die für andere Investoren nicht attraktiv sind, Unternehmen eröffnen und Arbeitsplätze schaffen.
 Serbien sieht die Türkei als ein wichtiges Element für Frieden und Stabilität in der Region. Wir werden unsere Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung auch in Zukunft fortsetzen. Wir glauben, dass beide Seiten nur auf diese Weise profitieren werden und dass wir unsere freundschaftlichen Beziehungen ausbauen können“, fügte Selaković hinzu. Die Zusammenarbeit zwischen Serbien und der Türkei sei dank der hervorragenden persönlichen Beziehungen zwischen den beiden Präsidenten Aleksandar Vučić und Recep Tayyip Erdogan auf dem höchstem Niveau in der modernen Geschichte, und Serbien sei offen für eine weitere Stärkung der bilateralen Beziehungen, sagte Außenminister Nikola Selaković. Cavusoglu ist zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in Belgrad eingetroffen. Am Mittwoch wird er an der offiziellen Eröffnung des neuen Generalkonsulats seines Landes in Novi Pazar teilnehmen. Die Türkei ist das erste Land überhaupt, das eine diplomatische Vertretung in der Stadt eröffnet hat.

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– Bosnien – Sarajewo: Erdogan wie ein Popstar empfangen

Während alleine schon die Erwähnung seines Namens bei der Mehrheit der Bevölkerung hierzulande die Haare zu Berge stehen lässt, wird der türkische Staatschef in zahlreichenden Ländern wie ein Popstar gefeiert. Bei seinem Besuch in Bosnien etwa drängten sich die Menschen auf die Straßen und jubelten Erdogan am Freitag begeistert zu.

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Energie
Haushalt: So heizen Sie richtig

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Das Heizen verbraucht im Haushalt einen Großteil der Energie und ist damit auch entsprechend ein großer Kostenfaktor. Laut Statistiken werden im Wohnbereich rund 70 Prozent des Energieaufwands für das Heizen verbraucht. Damit entfallen auch rund 60 Prozent des CO2-Ausstoßes auf diesen Bereich. Neben baulichen Anpassungen wie einer besseren Wärmedämmung können beispielsweise auch bewusstes Heizen und effizientes Lüften einen entscheidenden Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs leisten. Im Folgenden haben wir einige Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie effizient heizen. Die Wohnung abdichten und Vorhänge geschlossen halten Wenn Sie nachts die Rollläden geschlossen halten, können Sie Wärmeverluste um etwa 20 Prozent reduzieren, die von den Fenstern ausgehen. Geschlossene Vorhänge können diesen Effekt zusätzlich verstärken und dabei helfen, die Heizkosten deutlich zu reduzieren. Achten Sie aber darauf, dass die Vorhänge die Heizkörper nicht verdecken, denn dadurch kann sich die warme Luft nicht im Raum verteilen. Auch Möbel wie Beistellschränke oder Couchgarnituren sollten Sie nicht vor einen Heizkörper stellen. Die ideale Raumtemperatur finden Schon ein paar Grad Unterschied bei der Raumtemperatur können einen großen Unterschied beim Energieverbrauch machen. Im Wohnbereich reicht eine Temperatur zwischen 20 und 22°C völlig aus. In der Küche und im Schlafzimmer sind sogar etwa 18 Grad völlig ausreichend. Kälter sollte es aber auch in diesen Räumen nicht werden, denn sonst würde das Schimmelrisiko zu groß sein. Im Badezimmer sollte die Temperatur etwa 22 Grad Celsius betragen. Doch hier kann die Heizung während der Nacht komplett heruntergedreht werden. Auch in Wohn- und Arbeitszimmern kann die Temperatur während der Nacht um bis zu 5 Grad Celsius gesenkt werden. Dadurch können Sie einige weitere Prozent Heizenergie einsparen. Je besser und schneller Ihre Heizkörper reagieren und je schlechter die Wohnung bzw. das Haus gedämmt ist, desto größer ist das Einsparpotenzial. Je besser das Gebäude jedoch gedämmt ist und je träger die Heizkörper sind (z.B. Fußbodenheizungen), desto geringer ist der Einspareffekt. Da sich bei geringen Temperaturen die Schimmelgefahr erhöht, sind dem Absenken der Temperatur in Räumen Grenzen gesetzt. Die Temperatur richtig regeln Thermostatventile an Heizkörpern oder an der Heizungsanlage sorgen dafür, dass die Temperatur in Ihren Räumen konstant bleibt und die Wärmezufuhr effektiv gedrosselt wird. Insbesondere, wenn der Raum zusätzlich von außen durch die Sonne erwärmt wird, müssen die Thermostate dafür sorgen, dass die Heizungen entsprechend gedrosselt werden. Bei einem Heizkörper entspricht die Stufe 3 in der Regel etwa 20°C. Je genauer das Ventil arbeitet, desto geringer ist auch der Energieverbrauch. Mit einem modernen Thermostatventil können Sie zwischen 4 und 8 Prozent Heizenergie einsparen. Noch besser sind programmierbare Thermostatventile, denn sie sorgen dafür, dass der Raum zu bestimmten Zeiten automatisch auf die gewünschte Temperatur eingestellt wird. Wieviel Energie Sie einsparen, können Sie mit einem Wärmemengenzähler sehr einfach überprüfen. So lässt sich bis zu 10 Prozent einsparen. Bei längerer Abwesenheit sowie nachts können Sie die Raumtemperatur problemlos auf etwa 17 bis 18 Grad Celsius herabsenken. Bei noch niedrigeren Temperaturen steigt die Schimmelgefahr. Solche Einstellungen zur zentralen Nachtabsenkung nehmen Sie am besten direkt am Heizkessel vor. Richtiges Lüften in den Räumen Während der Heizsaison ist regelmäßiges und ausgiebiges Lüften unverzichtbar. Auch wenn es draußen sehr kalt ist, können Sie mit Frischluft dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit in den Wohnräumen reduziert und die Luftqualität verbessert wird. In einem Vier-Personen-Haushalt werden täglich alleine durchs Atmen, Kochen, Duschen und so weiter bis zu zwölf Liter Feuchtigkeit an die Luft abgegeben. Am effektivsten ist Stoßlüften. Dabei lassen Sie die Fenster mehrmals täglich für etwa fünf Minuten komplett offen. Dies ist deutlich besser, als sie über einen längeren Zeitraum hinweg gekippt zu lassen. Schimmel effektiv vorbeugen Schimmel entsteht immer dann, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Wenn sich die Wände klamm oder sogar feucht anfühlen oder sich Wasser an Fensterscheiben sammelt, sollten Sie unbedingt schnellstmöglich lüften. Wenn die Außenwände besonders kalt sind, sollten Sie Möbelstücke unbedingt einige Zentimeter von der Wand entfernt aufstellen, denn sonst kann sich Feuchtigkeit hinter ihnen sammeln, was zum Schimmeln der Wand führen kann. Häufig gehen von solchen Schimmelansammlungen Allergien oder Reizungen der Schleimhäute aus. Generell hilft regelmäßiges Heizen und Lüften sehr gut, der Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel effektiv vorzubeugen. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass das Gebäude baulich in Ordnung ist und keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Wände und den Boden gelangen kann. Mit Kamin und Kachelofen heizen Wenn Sie mit Holz oder Kohle heizen, werden verschiedene flüchtige Chemikalien freigesetzt, die gesundheitsgefährdend sein können. Beim Verbrennen von Kohle können zudem Schwermetalle freigesetzt werden. Auch der Ausstoß von Staub kann zu einem großen Problem werden. Moderne Kamine hingegen arbeiten mit einer Mehrfachverbrennung und verfügen über eine gute Luftführung. Dies reduziert die Emissionen deutlich, kann sie aber nicht gänzlich verhindern. Wenn Sie einen Kamin oder Kachelofen anschaffen, sollten Sie darauf achten, dass er mit dem Blauen Engel ausgestattet ist. Solche Modelle emittieren besonders wenig Feinstaub. Zudem sollte jeder Kamin regelmäßig vom Schornsteinfeger gewartet und vor der Inbetriebnahme abgenommen werden. Verbrennen Sie zudem nur trockenes Holz und öffnen Sie die Tür nur, wenn das Holz rotglühend durchgebrannt ist. Verteilen Sie auch beim Aschwechsel keine Asche in der Wohnung. Das Heizen mit dem Kamin sorgt einerseits für eine Reduzierung der Luftfeuchtigkeit im Raum. Gleichzeitig sollte dies aber nicht dazu führen, dass die Raumluft anderweitig belastet wird.

Reisen
Berlin und Bodrum unter TIME Magazins „weltbesten Orten“

New York – Auch in diesem Jahr hat das US-Magazin TIME die Liste mit den 100 besten Orten weltweit, die „Worlds Greates Places“, herausgebracht. Bodrum und Berlin vertreten die Türkei und Deutschland dieses jahr in der Liste. Man wolle gerade in dieser herausfordernden Zeit die Reisebranche unterstützen. Deswegen sei die diesjährige Liste eine Hommage an „Einfallsreichtum, Kreativität, Wiederbelebung und Wiedereröffnungen an Orten auf der ganzen Welt“. TIME:
Die Herausforderungen der letzten anderthalb Jahre haben unsere Welt verändert. Nur wenige Branchen waren davon so betroffen wie die Reise- und Tourismusbranche und das Gastgewerbe. In vielerlei Hinsicht ist unsere dritte jährliche Liste der „World’s Greatest Places“ eine Hommage an die Menschen und Unternehmen an der Spitze dieser Branchen, die inmitten außergewöhnlicher Umstände Wege gefunden haben, sich anzupassen, aufzubauen und zu erneuern. Sie wirft ein Licht auf Einfallsreichtum, Kreativität, Wiederbelebung und Wiedereröffnungen an Reisezielen in aller Welt.
TIME bezeichnete den türkischen Urlaubsort Bodrum in einem Artikel mit dem Titel „Riviera on the Rise“ als das „St. Tropez der Türkei“. „Die Küstenstadt Bodrum hat sich in den letzten Jahrzehnten mehrmals neu erfunden – von einem ruhigen Fischerdorf zu einem beliebten Ferienort und einem glamourösen Hotspot“, schrieb Tamara Hardingham-Grill, eine Produzentin für CNN Travel. „Schauen Sie sich nur den Superyachthafen an, der sogar Milliardäre wie Bill Gates und Roman Abramovich anlockt“, so die Journalistin in dem Artikel. Sie zählte einige opulente neue Häuser auf, die in Bodrum gebaut werden. Auch die Burg von Bodrum wird in der Kolumne besonders erwähnt.
Als einzige deutsche Stadt hat es Berlin auf die Liste geschafft. Den Grund für Berlins Nominierung bezeichnet das Reisemagazin Travelbook als „eher kurios“. „Als Begründung dient der neue Hauptstadtflughafen BER, der im November 2020 nach fast zehn Jahren Verspätung eröffnete. Besagter Flughafen machte im vergangenen Jahr zwar bereits Schlagzeilen, weil es dort hineinregnete und Mitarbeiter Stromschläge bekamen. Laut „Time Magazine“ handele es sich aber auch um eines der bemerkenswertesten Infrastrukturprojekte der letzten Zeit“, so Travelbook. Das Magazin habe jedoch fairerweise auch andere Gründe geliefert, wie etwa die Gastronomie-Szene und das frisch renovierte Pergamonmuseum. In Europa brachten es unter anderem auch Athen, Cannes, London, Paris und Zürich auf die Liste.

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– Neuer Film „Five Eyes“ – Britischer Regisseur Guy Ritchie will „alle Filme“ in der Türkei drehen

Madonnas Ex-Ehemann, renommierter britischer Regisseur und Filmproduzent Guy Ritchie (Snatch, Sherlock Holmes), schwärmt in einem Video über die Türkei.

Britischer Regisseur Guy Ritchie will „alle Filme“ in der Türkei drehen
   

Umfrage
Türkei: Zustimmung für Erdogan fällt auf Sechs-Jahres-Tief

Ankara – Laut einer Umfrage sind die Zustimmungswerte des türkischen Präsidenten im August um neun Prozent gefallen und liegen somit auf dem tiefsten Stand seit 2015. Nach Angaben des Unternehmens Metropoll lag die Zustimmung zu Präsident Recep Tayyip Erdogan im August bei 38 Prozent, gegenüber 47 Prozent im Vormonat. Von den 1.717 Befragten in 26 Provinzen gaben 51,5 Prozent an, dass sie mit der Amtsführung Erdogans nicht einverstanden sind, während 10,5 Prozent angaben, dass sie keine Meinung dazu haben. Die Zahl der Wähler der rechtskonservativen Partei Nationalistische Bewegung (MHP), die Erdogans Arbeit gutheißen, ging ebenfalls stark zurück. Während der Prozentsatz im Juli bei 76,8 lag, sank er im August auf 54,5. Etwa 90,5 Prozent der Wähler der größten Oppositionspartei, der Republikanischen Volkspartei (CHP), gaben an, dass sie mit der Arbeit von Erdogan als Präsident nicht einverstanden sind. Unter den Wählern der Partei der Guten (İYİ) stieg diese Quote von 77 auf 91,6 Prozent. Bei den Wählern der Demokratischen Volkspartei (HDP) stieg die Ablehnung demnach von 63,8 Prozent auf 88,3 Prozent. Die Umfrage in diesem Monat markierte auch die zweitniedrigste Zustimmungsrate zum Job des Präsidenten nach Juni 2015. Erdogans Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) hatte bei den Wahlen am 7. Juni 2015 zum ersten Mal seit 13 Jahren die Mehrheit im Parlament verloren. Der Rückgang der Zustimmungswerte für den Präsidenten kam nach massiven Waldbränden und Flutkatastrophen sowie einer öffentlichen Debatte über eine neue Migrationswelle nach der Übernahme Afghanistans durch die Taliban. Die Regierung geriet wegen ihres Umgangs mit den Waldbränden in die Kritik. Auch die schlechte Stadtplanung, die durch die Überschwemmungen im Norden des Landes verursachten Schäden noch verschlimmert hat, wurde kritisiert. Was die Migrationsdebatte anbelangt, so musste Erdogan, der zunächst erklärt hatte, die Türkei werde weiterhin Flüchtlinge aufnehmen, seine Haltung in letzter Zeit ändern und erklärte, die Türkei könne „keinen einzigen weiteren Flüchtling“ mehr aufnehmen. Die Opposition drängt die Regierung, den Flüchtlingsstrom aus Afghanistan zu stoppen, und wirft ihr vor, „geheime Absprachen“ mit den USA und Großbritannien zu treffen. Der Leiter des Unternehmens, Özer Sencar, teilte die Ergebnisse der Umfrage auf Twitter:
(Screenshot/Twitter)

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Afghanistan-Krise
Ströbele fordert Entschuldigung für deutschen Einsatz in Afghanistan

Osnabrück – Grünen-Ikone Christian Ströbele hat der Bundesregierung vorgeworfen, den Afghanistan-Krieg und das durch ihn verursachte Leid nach wie vor zu beschönigen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Ich vermisse die klare Aussage, dass die Nato und damit die Bundeswehr einen 20-jährigen Krieg verloren haben. Nichts anderes ist hier geschehen.“ Außerdem würden die Kanzlerin und die übrigen Mitglieder der Bundesregierung nicht erwähnen, „dass in diesem Krieg nicht nur schöne Dinge passiert sind – Einführung eines Gerichtswesens, von Menschenrechten, Mädchen-Schulen. Nein, in diesem ungewinnbaren Krieg sind auch schreckliche Dinge geschehen“. Mehr als 170.000 Menschen seien getötet worden. „Sie alle hatten Familien.“ Weitere Hunderttausende Menschen seien verletzt worden, viele schwer. „Es war ein grauenhafter Krieg mit Bombardierungen der Alliierten, mit Anschlägen und Hinterhalten der Taliban, mit Killerdrohnen der Amerikaner“, sagte Ströbele. Die Bevölkerung habe bitter gelitten. „Deshalb muss man doch heute bekennen, das war grauenhaft, das waren viel zu viele Opfer, und es tut uns leid. Wir waren da ja nicht mit der Heilsarmee!“ Ströbele sprach sich nachdrücklich für Verhandlungen mit den Taliban aus. „Den Streit darüber, ob das richtig ist, weil das eine Anerkennung der Taliban wäre, halte ich für albern“, erklärte der Grünen-Politiker. Es sei ein „Riesenfehler“ gewesen, nicht schon vor langer Zeit mit ihnen geredet zu haben. „Ich möchte auch daran erinnern, dass die einzige und einstimmige Resolution des Weltsicherheitsrats lediglich legitimierte, die Verantwortlichen für den Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen“, meinte Ströbele mit Blick auf die Anschläge vom 11. September 2001. „Von den Taliban war nicht die Rede. Von einer Eroberung Afghanistans auch nicht.“ Ströbele warnte davor, einen neuen Einsatz in Afghanistan in Betracht zu ziehen. „Er würde auch nicht anders ausgehen als bisher. Man müsste auch doppelt, wahrscheinlich fünfmal so viele Soldaten schicken wie bisher. Das ist völlig unrealistisch und wäre ja sowieso in keinerlei Hinsicht richtig.“ Die eigentliche Gefahr „und inzwischen auch der gemeinsame Gegner, das zeigt ja auch bitter der jüngste Anschlag von Kabul, ist der IS“, schloss Ströbele, der Afghanistan selbst mehrfach bereist hat.

"Inflationsbremse"
Linke kritisieren „Abzocke an der Tankstelle“

Osnabrück – Angesichts steigender Verbraucherpreise drängen die Linken im Bundestag auf eine „Inflationsbremse“. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Die Inflationsrate ist inzwischen bedenklich hoch.“ Das sei Sozialabbau durch die Hintertür. Seine Fraktionskollegin Sahra Wagenknecht kritisierte „Abzocke an der Tankstelle und beim Heizen“. Bartsch betonte, herbe Kaufkraftverluste seien für die Mehrheit der Bevölkerung angesichts der Lohn- und Rentenentwicklung schon heute an der Tagesordnung. Er forderte: „Wir brauchen eine Inflationsbremse, die an vielen Stellen ansetzt – zum Beispiel beim öffentlichen Verkehr oder bei den Energiekosten, wo der Staat vielfach als Preistreiber agiert.“ Zentral sei die versprochene Strompreissenkung, die endlich in großem Umfang kommen müsse. „Deutschland sollte den Titel Strompreiseuropameister zügig ablegen“, so Bartsch. „Dass alles immer teurer wird, ist nicht mehr nur ein Gefühl, sondern harte Realität“, kritisierte auch die Abgeordnete Sahra Wagenknecht. „Das liegt insbesondere an der teuren und ineffektiven Klimapolitik der Bundesregierung, die von den Grünen unterstützt wird“, so Wagenknecht gegenüber der NOZ. „Abzocke an der Tankstelle und beim Heizen wird hier als Klimaschutz verkauft, der keiner ist, weil den Menschen die Alternativen fehlen.“ Die Linken-Politikerin forderte: „Klimapolitik muss bei den Strukturen und Verursachern ansetzen, anstatt den kleinen Leuten ins Portemonnaie zu greifen. Die Verteuerungen beim Tanken und Heizen kann und muss die Politik zurücknehmen und durch eine Klimapolitik ersetzen, die bezahlbar und effektiv ist.“ Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 3,8 Prozent. Damit hat sich die Inflationsrate sprunghaft erhöht, wie das Statische Bundesamt unlängst meldete. Im Juni hatte sie noch bei 2,3 Prozent gelegen. Eine höhere Inflationsrate als im Juli 2021 gab es zuletzt im Dezember 1993 mit 4,3 Prozent, so die Statistiker.

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– iF Design Award – Türkisches Auto TOGG gewinnt internationalen Designpreis

Die türkische Automobile Joint Venture Group (TOGG), die das erste Elektrofahrzeug des Landes produziert, erhielt für ihr C-SUV-Modell einen der weltweit renommiertesten Designpreise, den iF Design Award.

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