Jährlich werden rund 2 Mrd.Tonnen Lebensmittel vergeudet

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Jedes Jahr werden 33% bis 40% aller globalen Lebensmittel, rund zwei Milliarden Tonnen, vergeudet. Während die eine Hälfte im Handel, Gastronomie oder in Haushalten verschwendet wird, geht die andere Hälfte davon in vorgelagerten Prozessen verloren, bevor die Produkte in den Lagern und Geschäften des Lebensmittelhandels ankommen (Lebensmittelverlust). Diese Lebensmittel im Wert von etwa 600 Milliarden Dollar gehen bereits während oder kurz nach der Ernte verloren und verbrauchen ein Viertel der weltweiten Süßwasservorräte. Zusammen mit den später im Handel oder von Konsument:innen verschwendeten Lebensmitteln verursachen die verlorenen Lebensmittel zudem Treibhausemissionen, die 8% der weltweiten Emissionen ausmachen – und damit vier Mal mehr als die Luftfahrtindustrie. Dabei könnten 50-70% des Lebensmittelverlustes vermieden werden, wenn Lebensmittelhersteller und -händler die weltweiten Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten anführen würden und allen Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten würden. Das sind Ergebnisse der McKinsey-Studie „Reducing food loss: What grocery retailers and manufacturers can do“. Weniger Lebensmittelverlust: ökonomische und ökologische Vorteile Die Reduzierung des Lebensmittelverlustes hätte einige Vorteile: Die Herstellungskosten (Cost of goods sold – COGS) der Einzelhändler würden um 3 bis 6 Prozent und die der Produzenten um 5 bis 10 Prozent sinken. Weniger Lebensmittelverluste hätte auch ökologische Vorteile: CO2-Emissionen und die damit verbundenen Kosten würden um 4 bis 9 Prozent sinken. Während die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten den größten negativen Einfluss auf die Umwelt hat, haben sie sehr wenig Anteil am Lebensmittelverlust und damit auch an dessen negativen Umweltauswirkungen: Der Anteil von Fleisch am Lebensmittelverlust beträgt 3%, der von Milch 5%. Dagegen haben drei Kategorien – Obst/Gemüse, Getreide und Wurzeln/Knollen – mit 75% den größten Anteil am Lebensmittelverlust und den damit verbundenen CO2-Emissionen und Wasserverbrauch. Allein 50 – 75 Millionen Tonnen Tomaten gehen jedes Jahr bei oder kurz nach der Ernte verloren, rund ein Viertel davon bereits beim Pflücken und Verstauen in Behältern. Lebensmittelverlust: Ursachen und Lösungen zur Reduktion Die Hauptursachen für den Lebensmittelverlust bei der Ernte sind zu gleichen Teilen: Überproduktion, Produkte, die nicht den Kundenwünschen nicht entsprechen und Lebensmittel, die Schäden aufweisen, die die Produkte ungenießbar machen. Zwei Drittel könnten folglich noch von Menschen gegessen werden, ein Drittel könnte noch alternativ, beispielsweise als biobasierter Rohstoff oder Tiernahrung genutzt werden. Lebensmittel-händler und -produzenten könnten 80 Milliarden Dollar neues Marktpotenzial durch die Nutzung dieser Lebensmittel schaffen. Lebensmittelverlust wird zum Teil durch externe Faktoren wie unerwartete Wetterereignisse, eine fehlerhafte Vorgehensweise bei Lieferungen oder eine schlechte Wartung von Geräten beeinflusst. Allerdings haben auch fehlende Transparenz und Kommunikation unter den Beteiligten in der Wertschöpfungskette Lebensmittelverluste zur Folge. Erzeuger können überproduzieren, weil sie die Marktnachfrage nicht genau kennen, während Hersteller und Einzelhändler oft wenig Transparenz über das Angebot haben. Strenge Kundenerwartungen können zu einer Zurückweisung von Produkten durch den Einzelhändler nach der Ernte führen, da diese nicht den Standards und Erwartungen des Einzelhändlers entsprechen. Die meisten Beschaffungsverträge schaffen keine Anreize zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Begriffsdefinition Lebensmittelverlust & Lebensmittelverschwendung Lebensmittelverschwendung (food waste) ist nach Angaben der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen, „das Wegwerfen von essbaren Lebensmitteln auf der Ebene des Einzelhandels und der Verbraucher“. Lebensmittelverschwendung entsteht demnach nachgelagert, entweder in der Vertriebsstufe (beispielsweise auf dem Weg der Lebensmittel aus dem Lager eines Einzelhändlers in ein Ladenregal) oder in der Verbrauchsphase (z. B. wenn Menschen Essensreste wegwerfen). Lebensmittelverlust hingegen entsteht in vorgelagerten Prozessen. Die FAO definiert ihn als „die Abnahme der essbaren Lebensmittelmasse bei der Produktion, Nachernte und Verarbeitung in der Lebensmittelkette“.

Zum Thema

– TISVA-Stiftung – Türkei: Frühstückmenüs führen zu Lebensmittelverschwendung von fast 16 Mrd. Euro

Lebensmittel im Wert von 100 Milliarden türkischen Liras (ca. 15,8 Milliarden Euro, Stand 8.2019) werden in der Türkei pro Jahr zusätzlich weggeworfen, da der jüngste Trend zu großen türkischen Frühstücksmenüs (trk.Serpme Kahvalti), die in den Cafés angeboten werden, zugenommen hat.

Türkei: Frühstückmenüs führen zu Lebensmittelverschwendung von fast 16 Mrd. Euro

Italien-Wahl
Wagenknecht: Parallelen zwischen Deutschland und Italien

Osnabrück – Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat den Rechtsruck bei der Wahl in Italien als Warnung für die Bundesregierung bezeichnet. „Der Ausgang der Wahl in Italien sollte jeden in Deutschland wachrütteln“, sagte Wagenknecht in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Er zeigt, dass die Parteien der angeblichen Mitte ihre Politik so nicht fortsetzen dürfen, sonst droht uns eine ähnliche Entwicklung.“ Es gebe große Parallelen zwischen beiden Ländern, so die Linken-Politikerin: „Auch in Deutschland haben immer mehr Menschen das Gefühl, dass die Politik sie im Stich lässt. Gerade jetzt, bei der Energiepreis-Explosion, fühlen sich viele völlig alleingelassen.“ Bisher habe die starke Industrie den Wohlstand und den Lebensstandard der Deutschen geschützt, doch gerade der industrielle Mittelstand sei durch die Energiekrise infolge der Russland-Sanktionen massiv bedroht. Die AfD profitiere schon jetzt von der Unzufriedenheit und Wut der Menschen – auch weil die anderen Parteien der AfD die Debatte überließen:
„Im öffentlichen Diskurs wird jeder angegriffen und als ‚rechts‘ diffamiert, der etwas sagt, was auch die AfD sagt“, sagte Wagenknecht: „Damit überlasst man auch richtige Forderungen der AfD und merkt offenbar gar nicht, dass man sie dadurch immer stärker macht.“

Türkei
Mersin: Bombenanschlag auf Polizei-Wohnheim

Mersin – Bombenanschlag auf ein Polizei-Wohnheim in der südtürkischen Stadt Mersin. Ersten Angaben zufolge verletzten sich zwei Polizisten durch die Detonation. Zahlreiche Sicherheitskräfte sind vor Ort. Laut dem türkischen Innenminister Süleyman Soylu wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Die zwei Polizisten hätten sich bei bei einem Schusswechseln mit den Angreifern verletzt. Kanaille berichtet hierzu: Ersten Medienberichten zufolge, näherte sich ein Fahrzeug dem Kontrollpunkt am Wohnheim, hielt daraufhin vor der Polizeisperre an. Bewaffnete Insassen seien ausgestiegen und hätten auf den Kontrollpunkt sofort das Feuer eröffnet. Die Polizisten erwiderten das Feuer. Bei dem Schusswechsel sei das Fahrzeug explodiert. Man vermutet, dass das Fahrzeug mit Sprengstoff präpariert war. Alarmierte Sondereinsatzkräfte der Polizei stießen hinzu und sollen offensichtlich in der Nähe des Fahrzeugs eine weitere platzierte Bombe kontrolliert gesprengt haben. Die Polizei durchsucht derzeit das Gelände nach weiteren Sprengsätzen. Experten zufolge geht man von einem geplanten Terroranschlag aus, bei der die erste Explosion Polizei und Rettungskräfte anziehen soll. Die herbeigeeilte Polizei- und Rettungskräfte sind dann Ziel der zweiten Bombe, die in der Nähe zur Explosion gebracht wird. Eine Taktik, die unter anderem die kurdische Terrororganisation PKK immer wieder angewendet hat.

Glücksspiel
Besonderheiten der deutschen Glücksspielbranche

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Die Stadt und das Land, in denen sich das Glücksspielgeschäft entwickelt, ist die Grundlage und nimmt seine Anpassungen bei der Entwicklung von Online-Spielen vor. Es gibt viele Faktoren, die die positive Entwicklung der Glücksspielbranche beeinflussen, und der wichtigste ist die staatliche Unterstützung, die dazu beiträgt, die Marke während ihres Wachstums zu formen.

Deutschland bietet eine hervorragende Plattform für die Entwicklung einer eigenen Marke. Als Nächstes betrachten wir die wesentlichen Merkmale, die die Entwicklung der Glücksspielbranche in Deutschland beeinflussen und landestypisch sind.

Aktive IT-Community

Die Gaming-Branche in Deutschland zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sich hier die aktivsten Entwickler, Marketer und andere IT-Spezialisten versammeln.

Jedes Online-Casino nimmt an einem starken Wettbewerb teil, bietet einen qualitativ hochwertigen Service, zieht neue Kunden mit verschiedenen Angeboten an: Freispiele, Mr bet Casino 10€, eine große Auswahl an Spielen usw. und gewährleistet eine sichere Nutzung.

Viele Studios in Deutschland engagieren sich in verschiedenen Aktivitäten, die zur rasanten Entwicklung dieses Bereichs im Land beitragen. Eine der bekanntesten Veranstaltungen ist die gamescom, die jährlich in Köln stattfindet.

Zuverlässige Bundesförderung

Die Entwicklung von Spielen im Land wird von der deutschen Regierung stimuliert, was sich besonders stark auf unerfahrene Entwickler auswirkt. Jedes Jahr werden 50 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt, um Studios bei ihren Projekten zu unterstützen.

Zuschüsse wie diese ermöglichen es Entwicklern, nicht nur an der bestmöglichen Version ihres Spiels zu arbeiten, sondern auch in Richtung Selbstveröffentlichung zu gehen, um geistige Eigentumsrechte zu schützen und den Wert des Studios zu steigern.

Dieser Fonds wurde 2019 gegründet und wird Deutschland in kürzester Zeit zu einem wichtigeren Player in der Glücksspielbranche machen. Diese Mittel können nicht nur bis zur Hälfte des gesamten Glücksspielbudgets gedeckt, sondern auch mit Mitteln anderer Ebenen der Bundesregierung kombiniert werden.

All dies wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Glücksspielindustrie im Land aus.

Priorität in der Entwicklung

Die Games-Branche ist in Deutschland zu einem Schwerpunkt geworden. Die Regierung möchte, dass sich die Spiele weiterentwickeln und tut alles dafür. Auf diese Weise leistet die Spieleentwicklung einen unschätzbaren Beitrag zur deutschen Kultur.

In den letzten Jahren hat sich das Ökosystem zum Besseren gewandelt, Bund und Länder unternehmen immer mehr Anstrengungen, um Entwickler und ihre Projekte zu unterstützen. Da immer mehr Studenten an Universitäten mit Spieleentwicklungsprogrammen ihren Abschluss machen, wird die gesamte Branche weiter wachsen.

Apropos Digitalstrategie bis 2025: Deutschland will sich zum Technologiezentrum der Welt entwickeln. Zum Beispiel, die Schaffung eines Gigabyte-Glasfasernetzes, zusätzliche regulatorische Rahmenbedingungen für Investitionen sind nur ein Teil der Hauptaufgaben, die bis 2025 gelöst werden müssen.

Die Glücksspielbranche wird in den nächsten 5 Jahren einen wesentlichen Beitrag zu diesem Plan leisten.

Attraktiv zum Wohnen

Deutschland ist ein hoch entwickeltes europäisches Land, in dem die Regierung nicht nur eine großartige Basis für Spieleentwickler bietet, sondern auch einen großartigen Ort zum bequemen Leben. Eine gute Work-Life-Balance ermöglicht es Entwicklern, während der Entwicklung produktiver zu sein.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sagt, dass nur 4 % der Deutschen mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, und deshalb haben die Menschen genug Zeit, um sich auszuruhen.

Zudem gehört das Gesundheitssystem in Deutschland zu den besten in Europa. Beschäftigte können bis zu sechs Wochen Krankengeld in Höhe von 100 Prozent ihres Grundgehalts erhalten. Content-Macher müssen sich also keine Gedanken darüber machen, wie sie im Krankheitsfall über die Runden kommen.

Daher wird das Gesundheitssystem als Sicherheitsnetz angesehen, das bei unerwarteten Problemen nicht versagt.

Auch Firmengründer müssen sich keine Sorgen um die Lebensqualität ihrer Mitarbeiter machen, wenn sie in Deutschland leben. Daher können aufgrund des hohen Lebensstandards im Land keine Probleme mit Löhnen und Lebensbedingungen entstehen.

All diese Faktoren wirken sich direkt positiv auf die Qualität und Geschwindigkeit der Spielentwicklung aus.

Weltwirtschaft
OECD hebt erneut Wachstumsprognose für die Türkei an

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Paris – Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat nach der Anhebung im Juni erneut die Wachstumsprognose für die Türkei angehoben. Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die türkische Wirtschaft für das Jahr 2022 von zuvor 3,7 Prozent auf 5,4 Prozent angehoben. Bereits im Juni hatte die Organisation die Prognose für das Land von 3,3 Prozent auf 3,7 Prozent angehoben. Damit folgt die OECD mehreren internationalen Finanzorganisationen, die ihre Prognosen für die Türkei ebenfalls nach oben korrigiert haben, nachdem das Wachstum im zweiten Quartal stärker als erwartet ausgefallen ist. Die Organisation hielt ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 bei 3 Prozent. Die türkische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal aufgrund der starken Inlandsnachfrage und der Exporte um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit stärker als erwartet. Mit dieser Wachstumsrate war die Türkei die am zweitschnellsten wachsende Wirtschaft in der G-20. Die OECD korrigierte auch ihre Prognose für die Inflation in der Türkei nach unten und erwartet, dass sie Ende 2022 bei 71 Prozent liegen wird. Der jährliche Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im August jedoch auf über 80 Prozent und erreichte damit einen neuen 24-Jahres-Höchststand. „Weltwirtschaft wird sich verlangsamen“ Die Weltwirtschaft wird im nächsten Jahr durch die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine stärker belastet werden als bisher prognostiziert, so die OECD am Montag. In einem düsteren Bericht mit dem Titel „Paying the price of war“ stellt die Organisation fest, dass der Konflikt den Inflationsdruck verschärft, während die Lebenshaltungskosten ohnehin schon schnell steigen. „Eine Reihe von Indikatoren hat sich verschlechtert, und die globalen Wachstumsaussichten haben sich eingetrübt“, so die OECD in ihrem Bericht weiter. Die Organisation ist besonders pessimistisch, was die Aussichten in Europa betrifft – der Wirtschaft, die am unmittelbarsten von den Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine betroffen ist. Die weltweite Wirtschaftsleistung wird im nächsten Jahr voraussichtlich um 2,8 Billionen Dollar niedriger ausfallen als von der OECD vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine prognostiziert. „Die Weltwirtschaft hat nach dem unprovozierten, ungerechtfertigten und illegalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine an Schwung verloren. Das BIP-Wachstum ist in vielen Volkswirtschaften ins Stocken geraten, und die Wirtschaftsindikatoren deuten auf eine anhaltende Abschwächung hin“, erklärte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann in einer Erklärung. Die OECD geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone von 3,1 Prozent in diesem Jahr auf nur noch 0,3 Prozent im Jahr 2023 verlangsamen wird, was bedeutet, dass der 19 Nationen umfassende gemeinsame Währungsblock zumindest einen Teil des Jahres in einer Rezession verbringen wird, die als zwei aufeinanderfolgende Quartale der Schrumpfung definiert ist. Dies ist eine drastische Verschlechterung gegenüber der letzten OECD-Wirtschaftsprognose vom Juni, in der für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent für das kommende Jahr vorhergesagt wurde. Besonders pessimistisch äußerte sich die OECD über die vom russischen Gas abhängige deutsche Wirtschaft und prognostizierte für das kommende Jahr einen Rückgang um 0,7 Prozent, während sie im Juni noch von einem Wachstum von 1,7 Prozent ausgegangen war.

Terrorismus
Armenien liefert PKK-Kämpfer an die Türkei aus

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Jerewan – In einem beispiellosen Schritt hat die armenische Regierung in einer koordinierten Operation zwischen dem türkischen und dem armenischen Geheimdienst zwei kurdische HPG-Mitglieder an die Türkei ausgeliefert. Dies teilte die Pressestelle der Volksverteidigungskräfte (Hêzên Parastina Gel – HPG), des militärischen Flügels der PKK, am Samstag mit. Nach Angaben der HPG sind zwei ihrer Mitglieder, Atilla Çiçek und Hüseyin Yıldırım, von Armenien an die Türkei ausgeliefert worden. Der politische Dachverband der PKK, der KCK, hat Armenien für die Auslieferung aufs Schärfste verurteilt und bezeichnete die Auslieferung als Verrat der armenischen Regierung. Armenischer Abgeordneter verurteilt Auslieferung Auch der armenische Abgeordnete Gegham Manukyan verurteilte die Auslieferung und warf Premierminster Nikol Paschinjan „Verrat“ vor. „Er hat den Türken ein Geschenk gemacht“, sagte Manukyan und fügte hinzu: „Jetzt wird er sich sogar mit ihnen treffen, um ihnen das Mutterland zu übergeben. Verzeiht mir, meine Brüder, für den Verrat (…) Wir werden uns dieser Besatzungsregierung entledigen“. Der Parlamentarier fügte hinzu: „Armenien hat in dreißig Jahren nie einen solchen Verrat begangen. So etwas hat es in diesen Jahren nicht gegeben.“

Auch interessant

– Türkei – Türkei und Armenien wollen Beziehungen verbessern

Nach Jahren der Spannungen werden die Türkei und Armenien in Kürze Sonderbeauftragte ernennen, um Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu erörtern, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu.

Türkei und Armenien wollen Beziehungen verbessern
         

Ukraine-Krieg
Erdogan-Deal: 4 Mio. Tonnen ukrainisches Getreide exportiert

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Istanbul – Der türkische Präsident betonte, dass das Istanbuler Getreideabkommen „reibungslos“ laufe, und sagte am Freitag, dass bisher mehr als vier Millionen Tonnen Getreide aus ukrainischen Häfen exportiert worden seien. Im Rahmen des Abkommens wurden „mehr als vier Millionen Tonnen Getreide durch den Getreidekorridor exportiert. Der Export geht weiter“, sagte Recep Tayyip Erdogan vor Reportern nach dem Freitagsgebet in Istanbul. Die Getreideexporte der Ukraine brachen ein, nachdem Russland am 24. Februar in das Land einmarschiert war und die Häfen am Schwarzen Meer blockiert hatte, was die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe trieb und zu Engpässen in Afrika und dem Nahen Osten führte. Ein Koordinierungszentrum in Istanbul ist für die Inspektion von Getreidelieferungen aus drei ukrainischen Häfen an die Weltmärkte zuständig. Dies ist Teil einer im Juli zwischen der Ukraine und Russland sowie den Vereinten Nationen und der Türkei getroffenen Vereinbarung.

Die Türkei, die international für ihre Vermittlerrolle gelobt wird, hat sich mit Moskau und Kiew abgestimmt, um einen Korridor von der ukrainischen Hafenstadt Odessa aus zu öffnen, über den die weltweiten Getreidelieferungen wieder aufgenommen wurden.

Lebensmittel aus der Ukraine werden auf dem Weltmarkt dringend benötigt – vor allem in Asien, Afrika und im Nahen Osten. Die Vereinten Nationen warnten kürzlich vor der größten Hungersnot seit Jahrzehnten. Die Krise kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Klimakatastrophen, Konflikte und die wirtschaftliche Belastung durch die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern, vor allem in Afrika und im Nahen Osten, bereits zu einer Verschärfung des Hungers geführt haben. Bei einer Rede vor den Vereinten Nationen sagte Erdogan, die Initiative zum Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer sei das Ergebnis diplomatischer Bemühungen zusammen mit dem UN-Generalsekretär. „Dies ist eine wichtige Vereinbarung, die gemeinsam mit den Vereinten Nationen getroffen wurde, und dies ist eine der größten Errungenschaften der Vereinten Nationen in den letzten Jahrzehnten“, sagte Erdogan.
„Und ich denke, dass die internationale Gemeinschaft durch die Istanbul-Konvention ihr Vertrauen in die Vereinten Nationen wiedergewonnen hat, denn die Istanbul-Konvention beweist einmal mehr, dass Verhandlungen zu Ergebnissen führen können, vor allem in Fragen, die für alle beteiligten Parteien lebenswichtig sind.“

Soziale Netzwerke
Shitstorms: Jens Spahn verabschiedet sich von Twitter

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Köln – CDU-Politiker Jens Spahn hat sich vom sozialen Nachrichtendienst „Twitter“ endgültig verabschiedet, weil er die Diskussionskultur dort ablehnt. „Ich habe es schon vor der Pandemie erlebt, dass ich teilweise drei Shitstorms parallel hatte, weil irgendeine Aussage oder politische Aktivität einem Teil der Twitter-Blase nicht gefallen hat“, sagt er im Podcast „Die Wochentester“ im Gespräch mit den Moderatoren Hans-Ulrich-Jörges und Christian Rach. „Twitter macht schlechte Laune“, sagt er rückblickend. Allerdings habe er gemerkt, dass das Verfolgen von Twitter-Nachrichten wie eine „kleine Sucht“ für ihn geworden sei:
„Wenn du jedes Mal, wenn du gerade ins Auto steigst oder im Aufzug stehst, mal eine ruhige Sekunde hast und als erstes auf Twitter schaust, das ist wie eine kleine Sucht, dass du guckst, was ist jetzt wieder los? Das macht unbewusst echt schlecht gelaunt. Ich hatte eine bessere Grundstimmung, nachdem ich Twitter nicht mehr auf dem Handy hatte.“
Der Politiker, der gerade das Buch „Wir werden einander viel verzeihen müssen“ veröffentlicht hat, kritisiert Twitter zudem als eigene Blase. „Ich habe dann gemerkt, wenn ich vor Ort bin in den Wahlkreisen, in Deutschland, Diskussionen habe: Die Themen von Twitter waren gar nicht die Themen der Veranstaltung. Das hatte mit den realen Debatten wenig zu tun.“  

Luftfahrt-News
Turkish Airlines trainiert keine russischen Piloten mehr

Istanbul – Russische Piloten können nicht mehr am Flugsimulationstraining (FSTD) im Ausbildungszentrum der Turkish Airlines teilnehmen. Das Zentrum hat eine entsprechende Mitteilung verschickt, wie der Telegram-Kanal Aviatorshchina berichtet. Aufgrund der Verschärfung der von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) verhängten Sanktionen muss das Ausbildungszentrum von Turkish Airlines die Zusammenarbeit mit russischen Fluggesellschaften einstellen, da alle FSTD-Simulatoren von der EASA zugelassen werden müssen, berichtet The Insider. Außerdem habe EASA die Ausbildung und Zulassung von Flugzeugwartungspersonal aus Russland ausgesetzt. Jeder, der russisches Luftfahrtpersonal ausbildet, läuft Gefahr, unter sekundäre Sanktionen zu fallen. Dieser Schwenk stellt ein erhebliches Problem für die weitere Ausbildung russischer Piloten dar, die im Inland keinen Zugang zu Simulatoren für Großraumflugzeuge haben.
Das Turkish Airlines Flight Training Center verfügt über 18 Simulatoren in seinen Einrichtungen außerhalb von Istanbul. Foto: Turkish Airlines Flugausbildungszentrum
Keine Teile, keine Piloten Piloten müssen zweimal im Jahr ein Simulationstraining absolvieren. Auch wenn Russland durch die Neuzulassung von Flugzeugen in ausländischem Besitz einige rechtliche Hürden genommen hat, kann es nicht so einfach seine eigenen Luftfahrtgesetze ignorieren, die besagen, dass Piloten, die die Ausbildungsanforderungen nicht erfüllen, nicht mehr fliegen dürfen.  

Ukraine-Krieg
Hendrik Wüst: Putin ist mit seiner Politik gescheitert

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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wertet das Agieren des russischen Präsidenten Wladimir Putin als Zeichen des Scheiterns. „Die Teilmobilisierung und die Ankündigung von Scheinreferenden in den besetzten Gebieten zeigen ganz deutlich, dass Präsident Putin mit seiner Politik gescheitert ist und aus Schwäche agiert. Die Lüge von der Befreiung dieser Gebiete ist in sich zusammengefallen“, sagte Wüst dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Der CDU-Politiker würdigte den Einsatz der Bevölkerung in der Ukraine, „die mit Mut und unter großen Opfern für Freiheit und Selbstbestimmung ihrer Zukunft kämpft. Sie kämpft für europäische Werte.“ Deutschland müsse nun seine Unterstützung „aufrechterhalten und beschleunigen, auch mit Waffenlieferungen“. Die Ankündigung der russischen Militärverwaltung, in den besetzten ukrainischen Gebieten Referenden über den Beitritt zu Russland abzuhalten, sei „ein weiterer inakzeptabler Verstoß gegen das Völkerrecht. Es ist deshalb richtig, dass Deutschland diese Scheinreferenden selbstverständlich nicht anerkennen wird.“ Lips: Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland rasch auf den Weg bringen Die Außenminister der 27 EU-Staaten haben sich bei einem informellen Treffen am Rande der UN-Generalversammlung in Reaktion auf die von Putin angekündigte Teilmobilmachung darauf verständigt, ein neues Sanktionspaket vorzubereiten. Hierzu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Patricia Lips:
„Putins angekündigte Teilmobilmachung ist die erste Mobilisierung der russischen Streitkräfte für einen Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg. Dieser weitere Eskalationsschritt im schrecklichen Angriffskrieg gegen die Ukraine erfordert eine entschlossene und kraftvolle Antwort. Deshalb muss das neue Sanktionspaket, auf das sich die EU-Außenminister verständigt haben, rasch auf den Weg gebracht werden. Das allein reicht aber nicht aus. Die Bundesregierung muss auch endlich den Weg für die Lieferung von westlichen Kampf- bzw. Schützenpanzern frei machen. Deutschland muss hier seiner Verantwortung gerecht werden und eine Führungsrolle einnehmen, wie sie auch von der Bundesregierung postuliert wird. Die Ukraine muss sich erfolgreich verteidigen können, um Putin zu stoppen.“