Krim
Russisches Militär verhaftet türkische Fischer

Sewastopol – Vor der Küste der Halbinsel Krim hat die russische Marine im Schwarzen Meer zwei türkische Fischereischiffe festgesetzt und 12 Besatzungsmitglieder festgenommen.

Wie der türkische Nachrichtensender CNN Türk berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am 18. Mai. Dem Bericht zufolge wurden die Schiffe auf ihrem Rückweg in die Türkei etwa 50 Seemeilen vor der Krimhalbinsel von russischen Marineschiffen gestoppt. Die Fischer, bei denen es sich um türkische Staatsbürger handele, seien nach Sewastopol gebracht worden. Die russischen Behörden beschuldigten die Fischer der Wilderei und verurteilten sie zur Zahlung einer Geldstrafe von 30.000 Dollar. Dem Bericht zufolge kontaktierten daraufhin Angehörige der Verhafteten das türkische Außenministerium. Laut dem Sprecher einer türkischen Fischereigenossenschaft seien die Schiffe nicht registriert und die Festgenommenen tatsächlich Wilderer.

Affenpocken-Virus
Weltärztechef: Thema Affenpocken wird bald erledigt sein

Osnabrück. Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery hat weitgehende Affenpocken-Entwarnung gegeben. „Die Affenpocken sind eine im Kern seit Jahren bekannte Erkrankung, die Ansteckungsgefahr ist viel geringer als bei Corona. Mit Isolation, Quarantäne und Impfung der Gefährdeten ist das Virus schnell einzufangen“, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die Ausbrüche seien schon lokalisiert, betroffen seien nur bestimmte Personengruppen. „Das Thema Affenpocken wird bald erledigt sein.“ Die Affenpocken seien gleichwohl eine Warnung, dass „mit der Zunahme der Weltbevölkerung sowie der zunehmenden Mobilität und der Kontakte zwischen Menschen und Tieren die Zahl der Zoonosen und der daraus abgeleiteten Viruserkrankungen immer weiter steigen wird“, sagte Montgomery. Die Abstände zwischen den Infektionen würden immer kleiner. Um dem zu begegnen, müssten „die Warnmechanismen der WHO und der EU geschärft werden“, forderte er. Auch müsse die Bevölkerung schneller über Risiken informiert werden. „Es braucht aber, drittens, auch einen gesellschaftlichen Konsens, dass auf die Wissenschaft gehört wird und nicht auf fachfremde Einwürfe aus der Politik“, sagte Montgomery. „Die Versuche, bei Gesundheitsgefahren politisch Land zu gewinnen, verunsichern die Menschen und untergraben die Akzeptanz notwendiger Schutzmaßnahmen.“

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Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

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Rüstung
Militärhistoriker fordert Beschaffung von F35-Kampfjet

Osnabrück – Militärhistoriker Sönke Neitzel hat bei der Aufrüstung der Bundeswehr Tempo angemahnt: Die Pläne der Bundesregierung gingen „in die richtige Richtung“, müssten nun aber auch „rasch in Angriff genommen werden“, sagte Neitzel mit Blick auf die Ampel-Verhandlungen zum 100-Milliarden-Sondervermögen für die Truppe an diesem Sonntag im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Tarnkappenbomber „elementar“ Ausdrücklich sprach sich der Professor für Militärgeschichte an der Uni Potsdam für die Beschaffung von F35-Tarnkappenbombern aus. „Entscheidend ist doch, dass ihre schiere Präsenz und Einsatzfähigkeit abschrecken wird“, betonte Neitzel. „Abschreckung ist eine Verhinderungsstrategie. Das funktioniert aber nur mit einer Armee, die kämpfen kann und angemessen ausgestattet ist. Die Beschaffung von F35-Bombern ist dafür elementar.“ SPD, Grüne und FDP wollten an diesem Sonntag über das von Kanzler Olaf Scholz angekündigte Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr beraten. Raketenschild hat „enorme Lücken“ Angesichts des Ukraine-Krieges könnte derzeit niemand voraussagen, ob oder wie womöglich auch in 20 oder 30 Jahren Krieg geführt werde und für welche Angriffsszenarien Deutschland dann gewappnet sein müsse, sagte Neitzel der „NOZ“. Deswegen werde auch eine neue Raketenabwehr benötigt: „Der Nato-Raketenabwehrschild hat enorme Lücken, ist nicht zu vergleichen mit der effektiven Luftabwehr aus Zeiten des Kalten Krieges, die nach 1990 aufgegeben worden ist“, sagte der Militärhistoriker. „Um uns besser zu schützen, muss massiv investiert werden, und zwar auch in eine europäische Raketenabwehr, die nur noch aus Restbeständen besteht und große Lücken hat.“ Deutschland habe zwar als einer von wenigen Nato-Staaten noch Patriot-Abwehrraketen, die aber in die Slowakei verlegt worden seien. „Gerade für diese mittlere Reichweite braucht es deutlich mehr Schutz, also zum Beispiel gegen die russischen Iskander-Kurzstreckenraketen“, sagte Neitzel. Der Experte plädierte für ein „ein multinationales Projekt“, denn es werde „ja auch nicht nur ein Staat geschützt, sondern ganz Europa. Es ist allerhöchste Zeit, dass hier an einem Strang gezogen wird“.

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Türkische Kampfdrohnen haben sich auch im aktuellen Ukraine-Konflikt als äußerst effektiv erwiesen. Medienberichten zufolge hat Kiew nun den Erwerb von weiteren Drohnen aus der Türkei angekündigt.

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Nigeria
31 Tote bei Ansturm auf Lebensmittelspenden

Port Harcourt – Mindestens 31 Menschen sind am Samstag bei einer Massenpanik während einer Wohltätigkeitsveranstaltung in der Stadt Port Harcourt im Süden Nigerias ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge seien unter den Opfern vor allem Kinder. Das Unglück ereignete sich demnach kurz vor dem Beginn einer Kirchenveranstaltung. Der Vorfall ereignete sich in einem örtlichen Polo-Club, wo die nahe gelegene Kings Assembly Church eine Spendenaktion organisiert hatte, so Olufemi Ayodele, ein regionaler Sprecher des nigerianischen Zivilschutzkorps, gegenüber dem Nachrichtensender CNN. „Bei der Verteilung der Geschenke kam es zu einer Massenpanik aufgrund von Überfüllung“, sagte er. „Unter den Opfern waren vor allem Kinder. Einige Menschen hätten sich bereits seit Ende der Woche vor Ort eingefunden, berichtete die Zeitung Punch. Hunderte von Menschen, die sich am frühen Samstag in der Kirche eingefunden hatten, um Lebensmittel zu erhalten, durchbrachen ein Tor und verursachten so den Ansturm, sagte Grace Iringe-Koko, Polizeisprecherin im Bundesstaat Rivers. „Die Leute waren schon früher da, und einige wurden ungeduldig und begannen zu rennen, was zu einer Massenpanik führte. Die Polizei ist vor Ort und beobachtet die Situation, während die Ermittlungen weitergehen“, sagte Iringe-Koko. Für die Versorgung seiner Bevölkerung ist Nigeria unter anderem auf den Import von Getreide aus Russland und der Ukraine angewiesen, berichtet die Zeit. Die weltweite Versorgung mit Getreide ist derzeit gefährdet, da die russische Marine ukrainische Häfen für die Ausfuhr blockiert hat.

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Aufgrund einer russischen Blockade der Schwarzmeerhäfen, können derzeit mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide die Ukraine nicht verlassen.

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Ukraine-Krieg
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Ankara – Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind auf Agrarexporte aus der Ukraine angewiesen. Aufgrund einer russischen Blockade der Schwarzmeerhäfen, können jedoch mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide derzeit das Land nicht verlassen. Vor allem in ärmeren Ländern in Afrika und Asien drohe somit eine verheerende Hungerkatastrophe. Auf Russland und die Ukraine entfällt fast ein Drittel der weltweiten Getreidelieferungen. „Eine Hungersnot in Ostafrika, der Sahelzone und dem Nahen Osten kann im Sommer drohen, wenn Ernten vor Ort und in der Ukraine ausfallen, weil nicht ausgesät wurde oder der Dünger knapp ist“, schreibt das Bundeslandwirtschaftsministerium laut Neuer Osnabrücker Zeitung auf eine Anfrage der Unionsfraktion.  Unter Verweis auf Schätzungen der Welternährungsorganisation „könnten die Folgen des Krieges kurzfristig zu einem zusätzlichen Anstieg der unterernährten Menschen um acht bis dreizehn Millionen Menschen führen“. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verhandele Erdogan aktuell mit Russland und der Ukraine über die Errichtung eines Korridors für Getreideexporte über türkisches Territorium. Falls dem türkischen Staatschef dies gelingt, könnte er womöglich Millionen Hungertote verhindern. „Die Türkei verhandelt sowohl mit Russland als auch mit der Ukraine über die Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine“, zitiert Reuters einen namentlich nicht genannten türkischen Beamten. „Da ein Korridor von der Türkei aus geöffnet werden soll, besteht eine Nachfrage nach diesem Getreide, um die Zielmärkte zu erreichen. Die Verhandlungen sind noch im Gange“, fügte der Beamte hinzu. Die Türkei grenzt am Schwarzen Meer an die Ukraine und Russland und unterhält gute Beziehungen zu beiden, obwohl sie die russische Invasion verurteilt hatte. Unabhängig davon bestätigten zwei weitere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, Gespräche über die Unterstützung der Türkei bei der Verschiffung des Getreides aus der Ukraine. Eine der Personen betonte, dass die Türkei trotz ihrer Mitgliedschaft in der NATO von Russland als „neutraler“ angesehen werde als andere westliche Mitglieder des Bündnisses. „Die Türkei ist bereit, zu einer Art Überwachung dieser Exporte von Odessa durch das Schwarze Meer beizutragen, weil die Türkei traditionell sehr stark im Schwarzen Meer ist und sie bereit ist, zu helfen“, sagte ein hochrangiger europäischer Diplomat gegenüber Reuters am Mittwoch unter der Bedingung der Anonymität. „Die Türkei verfügt bereits über zwei Fregatten, zwei U-Boote und ein halbes Dutzend Patrouillen- und Schnellangriffsschiffe im Schwarzen Meer, und noch viel mehr könnten schnell für eine solche Mission herbeigerufen werden“, sagte Yörük Isik, Leiter des Beratungsunternehmens Bosphorus Observer in Istanbul. Der stellvertretende russische Außenminister Andrei Rudenko wurde am Mittwoch mit den Worten zitiert, Moskau sei bereit, im Gegenzug für die Aufhebung einiger westlicher Sanktionen einen Korridor für Schiffe mit Nahrungsmitteln bereitzustellen.

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Nach Aufhebung der Beschränkungen im Dezember erlaubt Großbritannien nun die Ausfuhr aller Verteidigungsgüter in die Türkei.

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Nahrungsmittelknappheit
Ukraine-Krieg: „Hunger-Sommer“ erwartet

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Osnabrück – Die Bundesregierung befürchtet, dass sich die Ernährungssituation in Teilen der Welt in diesem Sommer zuspitzt. „Eine Hungersnot in Ostafrika, der Sahelzone und dem Nahen Osten kann im Sommer drohen, wenn Ernten vor Ort und in der Ukraine ausfallen, weil nicht ausgesät wurde oder der Dünger knapp ist“, schreibt das Bundeslandwirtschaftsministerium laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ auf eine Anfrage der Unionsfraktion. Die Lagervorräte in den importierenden Ländern reichten nur noch bis etwa Sommer. „Hinzu kommen Ernteeinbußen durch anhaltende Dürren. Dies bedroht auch die politische Stabilität“, so Staatssekretärin Ophelia Nick. Hintergrund der Befürchtungen ist der Krieg in der Ukraine. Das Land ist wichtiger Exporteur von Getreide. Der Angriff Russlands hat aber vielerorts die Aussaat verzögert. Zudem kann gelagertes Getreide nicht über Schwarzmeerhäfen exportiert werden. Unter Verweis auf Schätzungen der Welternährungsorganisation „könnten die Folgen des Krieges kurzfristig zu einem zusätzlichen Anstieg der unterernährten Menschen um acht bis dreizehn Millionen Menschen führen“, zitiert die „NOZ“ das Ministerium. Union: Stilllegung von Ackerflächen verschieben Albert Stegemann, agrarpolitischer Sprecher der Union, erneuerte die Forderung, die geplante Stilllegung von vier Prozent Ackerfläche in Deutschland ab 2023 zu verschieben. Der Boden werde für den Getreideanbau dringend benötigt, so der CDU-Politiker in der „NOZ“. Rücke der Bund indes nicht von den Stilllegungsplänen ab, würde das die Ernährungssituation nur weiter verschärfen. Das Ministerium beruft sich in seiner Antwort auf eine Schätzung bundeseigener Experten, wonach in Deutschland rund 360.000 Hektar stillgelegt werden könnten. Darauf ließe sich laut Ministerium theoretisch eine Getreideproduktion von zwei Millionen Tonnen realisieren. Die Regierung hält aber daran fest: „Eine Möglichkeit zum Aussetzen dieser Regelung sieht das EU-Recht […] nicht vor.“

Ankara
Erdoğan wirft Mitsotakis Wortbruch vor

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Kyriakos Mitsotakis Wortbruch vorgeworfen. Nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung am Montag trat Erdoğan vor die Presse in Ankara und erinnerte daran, dass er mit dem griechischen Ministerpräsidenten bei ihren Treffen zuvor Gespräche geführt habe und sie sich darauf verständigt hätten, dass bei Problemen zwischen der Türkei und Griechenland keine Drittstaaten involviert werden sollten. Trotz dieser Übereinkunft, habe Mitsotakis bei seinem Besuch der USA letzte Woche vor dem Senat „alles Mögliche gegen die Türkei gesagt“ sowie seine Gastgeber gebeten Ankara auf keinen Fall F-16 Kampfflugzeuge zu verkaufen. Erdoğan bekräftigte: „Wir wollten dieses Jahr einen Strategieratsgipfel durchführen, aber ein Mitsotakis existiert für mich nicht mehr. Ich werde es auch auf keinen Fall akzeptieren mit ihm darüber Gespräche zu führen, weil wir diesen Weg mit ehrenwerten Persönlichkeiten von Politikern fortführen werden, die ihr Wort halten.“ Was danach passiert, so Erdoğan, darüber solle sich Mitsotakis Gedanken machen. Mit wem dieser Gespräche führe, an welchem Ort und wo Stützpunkte errichten würden, das entscheide Mitsotakis selbst und das könne er gerne tun. Präsident Erdoğan glaubt nicht, dass die Entscheidung der US-Regierung über einen möglichen Verkauf von F-16 Kampfflugzeugen an der Meinung von Mitsotakis hänge. Erdoğan ging auch auf die Unterstützung von Terrororganisationen ein. Die Türkei habe unmissverständlich klargestellt, dass sie es nicht akzeptieren werde, wenn Terrororganisationen im transatlantischen Bündnis seien, da die NATO für die Sicherheit der Menschheit existiere. Zu jener Zeit als Griechenland und Frankreich aus der NATO ausgetreten seien, habe die Türkei beide Länder unterstützt. Der türkische Staatschef hob fragend hervor:
Was ist dann passiert? In welchem Einklang befinden wir uns derzeit mit Griechenland? Ist Griechenland nicht die Route von FETÖ [Anm. d. Red. Gülen-Netzwerk], um nach Europa zu gelangen? Werden Terrororganisationen, die sich dort befinden, von ihnen nicht durchgefüttert? Insgesamt gibt es in Griechenland fast zehn Stützpunkte. Wen bedroht Griechenland mit diesen Stützpunkten? Es existiert ein Griechenland, das 400 Milliarden Euro Schulden an die EU-Mitgliedsstaaten vorweist.
Kemal Bölge/Ankara

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Die Türkei und Griechenland wollen nach Konflikten über Hoheitsrechte im Mittelmeer und anderen Streitigkeiten ihre Beziehungen verbessern.

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Kampf gegen Terror
Erdoğan kündigt neue Militäroperation gegen PKK in Syrien an

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Montag eine neue Militäroperation gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Syrien angekündigt.

Wann ein Feldzug gegen die Extremistenorganisation durchgeführt wird, ließ das Staatsoberhaupt offen, der gleichzeitig auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Die von der Türkei entlang ihrer 911 km langen Grenze zu Syrien bereits eingerichteten Sicherheitszonen von 30 km Länge sind nach Ansicht von Erdoğan „unvollendet“, die es weiterzuführen gelte und kündigte dazu konkrete Schritte an. Die Türkei betrachtet die Terrormiliz YPG als einen Ableger der Terrororganisation PKK in Syrien.

Immer wieder kommt es zu Terroranschlägen der PKK/YPG auf Zivilisten und türkische Armeeposten, bei dem viele Bewohner und Soldaten getötet wurden. Wegen der Angriffe hatte die türkische Armee bereits mehrfach in Syrien militärisch interveniert und sich dabei unter anderem auf das Adana-Abkommen von 1998 mit Damaskus berufen, dass das Verbot von PKK-Aktivitäten in Syrien regelt.

„Wir haben es geschafft, dass Terrororganisationen keine Anschläge mehr verüben können“

Das türkische Staatsoberhaupt verwies auf die Erfolge der Türkei im Kampf gegen den Terrorismus. Ankara habe es geschafft, dass Terrororganisationen keine Anschläge mehr verüben könnten. Die Sicherheit der eigenen Grenzen habe man auf die Gebiete ausgeweitet, indem Terrororganisationen Unterschlupf gefunden hätten.

Damit sei es gelungen, ein Eindringen und die Flucht zum großen Teil zu unterbinden. Die Militäroffensiven und Aktionen entlang der südlichen Grenzen der Türkei sind Erdoğans Angaben zufolge auf diesen Zweck ausgerichtet.

Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht.

Kemal Bölge/Ankara

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Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört.

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Internet
Zukunft der Kryptowährungen im Online-Glücksspiel

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Digitale Währungen sind heute ein weit verbreitetes Konzept.  Viele Menschen sind bereit, täglich mit Kryptowährungen zu spielen und Transaktionen durchzuführen. Die Kryptowährungswelle hat viele Unternehmen erfasst, darunter auch die Kasinobranche.

Erwähnenswert sind die Pay N Play Casinos, die es den Spielern ermöglichen, ihre Lieblingsspiele sofort zu spielen, indem sie ihr Bankkonto schnell auffüllen. Es stellt sich die Frage: Haben Kryptowährungen eine Zukunft im Online-Glücksspiel? Wir wollen der Sache auf den Grund gehen.

Blockchain als Haupttreiber

Die Idee der digitalen Währungen stammt aus der Blockchain-Technologie. Bei diesem Konzept handelt es sich um ein digitales Transaktionsregister, das Informationen so aufzeichnet, dass sie nur schwer verändert oder gehackt werden können. Die Blockchain besteht aus Blöcken, die jeweils eine Reihe von Transaktionen enthalten. Jedes Mal, wenn eine neue Transaktion stattfindet, wird sie vom System erfasst und in das Hauptbuch jedes Teilnehmers kopiert. All dies wird durch eine unveränderliche kryptografische Signatur, einen so genannten Hash, ermöglicht. Die Einführung von Kryptowährungen ist mit der Idee der dezentralen Technologie verbunden.

Kryptowährungen als das wertvollste Produkt der Blockchain

Digitales Geld ist ein Peer-to-Peer-System, das es jedem ermöglicht, Zahlungen zu senden und zu empfangen, unabhängig davon, wo er sich befindet. Wie der Name schon andeutet, kann digitales Geld nicht mitgeführt und umgetauscht werden, wie wir es heute tun. Stattdessen existieren Kryptowährungen als digitale Datensätze in einer Online-Datenbank. Kryptowährungen werden in digitalen Geldbörsen gespeichert. Eines der wichtigsten Merkmale ist, dass jedes Mal, wenn Sie eine Kryptowährung senden, eine Kette von Ereignissen stattfindet. Mit anderen Worten: Die Datenbank zeichnet die Transaktion auf, erstellt eine Kopie, und jeder Registerinhaber erhält diese Kopie der Transaktion, was die Kryptowährung äußerst transparent macht.

Die bekanntesten Kryptowährungen sind Bitcoin (und seine Varianten), Litecoin, Ethereum, Dogecoin und Ripple. Das Aufkommen des digitalen Geldes hat Transaktionen schneller, sicherer und einfacher gemacht. Daher entscheiden sich viele Menschen und Unternehmen für die Nutzung eines solchen Transaktionssystems und setzen es in ihrem Fachgebiet ein. Außerdem erwägen einige Länder die Entwicklung von Bitcoin-Städten.

Auch die virtuelle Kasinobranche ist von dieser wachsenden Welle der Nutzung von Kryptowährungen betroffen. Daher öffnen immer mehr Betreiber ihre Türen für die Welt der digitalen Währungen.

Kryptowährungen im Online-Glücksspiel: Was ist ein Krypto-Casino?

Krypto-Casinos sind Glücksspieleinrichtungen, die digitale Währungen als Zahlungsmittel akzeptieren. So können die Spieler Bitcoin, Lightcoin, Etherium oder jede andere virtuelle Währung verwenden, um ihr Spielkonto zu finanzieren.

Wie Sie bereits wissen, arbeiten virtuelle Casinos in der Regel mit Spieltechnikern zusammen, um den Spielern ein erstklassiges Erlebnis zu bieten. Betreiber, die E-Geld akzeptieren, nehmen Kryptospiele in ihre Bibliotheken auf. Darüber hinaus haben diese Einrichtungen spezielle Werbeaktionen entwickelt, die Besitzer von Kryptowährungen dazu verleiten, mit digitalem Geld zu spielen.

Vorteile von Kryptowährungs-Casinos

Es ist klar, dass Kryptowährungs-Casinos heute en vogue sind. Deshalb wechseln immer mehr Menschen von ihren Standard-Casinokonten zu Konten in Kryptowährungen. Werfen wir also einen Blick darauf, was diese Einrichtungen so einzigartig macht.

Digitale Anonymität

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass digitale Währungen völlig anonym sind. Aus diesem Grund halten wir es für unsere Pflicht, mit diesem populären Mythos aufzuräumen. Wenn Sie herkömmliche Zahlungsarten verwenden, wird jede Transaktion von dem entsprechenden Institut verfolgt. In diesem Fall ist Ihre Bank eine solche Einrichtung.

Mit anderen Worten: Ihre Bank führt Aufzeichnungen über Ihre Transaktionen. Jetzt haben sie auch das Recht, die Transaktion zu genehmigen oder abzulehnen. Da beim Glücksspiel Geld den Besitzer wechselt, müssen Sie den Betreibern Bargeld überweisen. Wenn die Bank die Transaktion aus irgendeinem Grund nicht bestätigt, verlieren Sie die Möglichkeit, Casino-Spiele um echtes Geld zu spielen. Das bedeutet, dass es immer jemanden gibt, der weiß, wem Sie Ihr Geld wann und für welchen Zweck gegeben haben.

Auf der anderen Seite bedeutet die Verwendung von Kryptowährungen bei Online-Glücksspielen, dass keine Banken als Zwischenhändler auftreten. Wenn Sie eine digitale Währung an einen virtuellen Betreiber senden, wird die einzige Aufzeichnung der Transaktion eine verschlüsselte Nachricht sein, die ein Bündel von Zahlen und Buchstaben enthält. Mit anderen Worten: Niemand, nicht einmal Ihre Bank, weiß, wer das Geld an wen und zu welchem Zweck geschickt hat.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie zu 100 Prozent anonym sind. Im Gegenteil, wenn Sie Ihr Kasinokonto eröffnen und ein reguliertes Kasino gewählt haben, wird der Betreiber Sie bitten, persönliche Dokumente zur Verifizierung Ihres Kontos zu schicken. Dies ist bei Glücksspielen durchaus üblich und steht im Einklang mit dem AML-Gesetz.

Schnellere Transaktionen

Wenn Sie Geld mit den üblichen Zahlungsmethoden senden, warten Sie normalerweise ein paar Stunden oder Tage, bis das Geld auf Ihrem Konto erscheint. Noch schlimmer ist es beim Abheben von Geld. Auszahlungen können je nach Casino bis zu einigen Tagen dauern.

Die Nutzung von Kryptokasino-Diensten bedeutet, dass Ihr Geld innerhalb von Minuten auf Ihrem Konto erscheint. Das Gleiche gilt für Auszahlungen, da die meisten Casinos mit digitalem Geld sofort Auszahlungen vornehmen.

Annehmbare Auszahlungsquoten

Wenn Sie Geld mit einer Bankkarte überweisen, kostet das in der Regel extra Geld. Einfach ausgedrückt, gibt es Zahlungsmethoden, die je nach Bank, Land oder Casino Ihrer Wahl eine bestimmte Gebühr verlangen.

Kryptowährungen hingegen machen das Banking mit virtuellen Anbietern bequemer. Folglich fallen beim Senden oder Empfangen von Kryptowährungen bei Online-Glücksspielen keine zusätzlichen Gebühren oder Transaktionskosten an.

Zusammengefasst

Heute ist die Verwendung von Kryptowährungen bei Online-Glücksspielen völlig normal. Digitales Geld hat die Transaktionen sicherer, einfacher und etwas anonymer gemacht. Der Gedanke an eine dezentralisierte Währung scheint für jeden verlockend zu sein. Daher genießen Kryptowährungen bei vielen Glücksspielbegeisterten eine hohe Glaubwürdigkeit. Da immer mehr Menschen mit der Blockchain-Technologie und ihren Derivaten vertraut werden, ist es nicht überraschend, dass alle virtuellen Casinos zu Kryptowährungen werden.

Rüstungsnews
Saudi-Arabien will türkische Kampfdrohne TB2-Bayraktar kaufen

Riad – Die saudische Militärindustrie (SAMI) habe ihr Interesse am Kauf türkischer Bayraktar-Kampfdrohnen bekundet und sei zu Gesprächen mit der Herstellerfirma Baykar bereit, berichtet das Fachportal Tactical Report. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits im vergangenen Jahr angedeutet, dass es mit Riad Gespräche über einen Verkauf gegeben habe. Der türkische Nachrichtensender Haber Turk berichtete im vergangen Monat, dass Saudi-Arabien „im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich der Verteidigungsindustrie 60 türkische Drohnen kaufen und Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen ihnen entwickeln“ werde. Die Türkei und Saudi-Arabien spürten, „dass sie einander in der Region brauchen, was sie direkt dazu veranlasst hat, Differenzen zu beseitigen und eine neue Seite aufzuschlagen, da die beiden Länder politische, militärische und wirtschaftliche Probleme haben und die Zusammenarbeit zwischen ihnen ihre Beziehungen stärkt“, so eine Quelle gegenüber der Haber Turk. In diesem Zusammenhang wies der Sender darauf hin, dass Saudi-Arabien von der Türkei kurzfristig 20 und langfristig 40 Kampfdrohnen kaufen will und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in der Verteidigungsindustrie ausbauen möchte. Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und der Türkei hatten sich in den letzten Jahren verschlechtert. Als Saudi-Arabien und seine Verbündeten 2017 eine Wirtschaftsblockade gegen Katar verhängten, brachte die Türkei ihre Unterstützung für Doha zum Ausdruck und verstärkte ihre Handels- und Militärbeziehungen mit diesem Land. Der schreckliche Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Oktober 2018, hatte die Beziehungen weiter belastet. In den letzten Monaten haben jedoch beide Länder den Wunsch für eine Verbesserung der Beziehungen angekündigt. Zu seinem ersten hochrangigen Besuch seit Jahren traf sich  Erdogan am 28. April 2022 im Rahmen einer offiziellen Zeremonie im Al-Salam-Palast in der Stadt Dschidda mit König Salman. Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher des Königreichs, nahm an der Zeremonie teil, bevor er sich mit Erdogan zu einem persönlichen Gespräch traf. Vor seiner Abreise nach Dschidda sagte Erdogan vor Reportern, der Besuch am Donnerstag sei „Ausdruck unseres gemeinsamen Willens“, die Beziehungen zu verbessern und die politischen, militärischen und kulturellen Beziehungen zu stärken. Er fügte hinzu, es sei für beide Seiten von Vorteil, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Gesundheit, Energie, Lebensmittelsicherheit, Verteidigungsindustrie und Finanzen zu verstärken. „Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Beziehungen mit gemeinsamen Anstrengungen noch weiter ausbauen können, als sie es in der Vergangenheit getan haben“, sagte er.