US-Basketball
NBA: Türkischer Basketballer Alperen Şengün bricht Rekord

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Houston – Der 2.11 Meter große türkische Basketballspieler Alperen Şengün ist der jüngste Center in der Geschichte der NBA, der in seiner Karriere 1000 Punkte und 200 Assists erzielt hat. Şengün wurde im vergangenen Sommer 20 Jahre alt. Er übertraf Brad Daugherty und erreichte die genannten Zahlen mit nur 20 Jahren und 133 Tagen. Fast ein ganzes Jahr jünger als der ehemalige fünfmalige All-Star und Cleveland Cavaliers-Spieler Daugherty (1986-1996). „Geschichte zu schreiben wird für Şengün zur Gewohnheit“, schrieb der Internationale Basketballverband (FIBA) in einem Tweet am 7. Dezember und fügte Emojis einer türkischen Flagge und eines lächelnden Gesichts hinzu. In dieser Saison bestritt er für die Houston Rockets 21 Spiele in der NBA und erzielte dabei durchschnittlich 15,2 Punkte, 8,6 Rebounds und 2,3 Assists pro Spiel, so Eurohoops. Şengün ist nun Teil einer elitären Gesellschaft, in der Alvan Adams auf der Liste der jüngsten Center mit 1000 Punkten und 200 Assists an dritter Stelle steht, Bam Adebayo von den Miami Heat an vierter und sein Idol Nikola Jokic an fünfter. Der türkische Basketballspieler verriet, dass er hofft, sein Spiel nach dem Vorbild von Nikola Jokic zu gestalten. Der serbischstämmige zweifache NBA-MVP lobte kürzlich Şengün. Nachdem Şengüns Houston Rockets gegen Jokics Denver Nuggets gespielt hatten, erklärte der vierfache All-Star Jokic :
„Ich denke, er ist wirklich talentiert. Vielleicht hört sich das jetzt komisch an, aber ich glaube, sie müssen ein bisschen mehr durch ihn spielen. Der Junge hat das Talent. Er kann den Ball abgeben. Er kann sich aufstellen. Er hat ein Händchen für den Rand. Man kann verschiedene Spielzüge sehen, wenn er spielt.“
Der am 25. Juli 2002 in der Schwarzmeerprovinz Giresun geborene Şengün unterzeichnete 2018 seinen ersten Profivertrag bei Bandırma Kırmızı, einem Team aus der nordwestlichen Provinz Balıkesir. Ein Jahr später spielte er für Teksüt Bandırma, und 2020 wurde er zum Istanbuler Spitzenklub Beşiktaş transferiert. Nachdem er 29 Spiele für Beşiktaş bestritten hatte und zum MVP der Saison gewählt worden war, nahm er 2021 am NBA-Draft teil. Am 7. August 2021 unterschrieb er bei den Houston Rockets, berichtet Hürriyet. Der Center ist eine von fünf Positionen im Basketball. Im Deutschen sind auch die Bezeichnungen Innenspieler, Centerspieler, teils auch Brettcenter und gemäß der üblichen Bezifferung die Zuordnung als Position fünf gebräuchlich. Im Englischen wird der Center auch post player oder big man genannt

Energiekrise: Chemiekonzern Evonik erwägt Kurzarbeit

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Essen – Der Essener Chemiekonzern Evonik erwägt nach Darstellung von Vorstandschef Christian Kullmann Kurzarbeit angesichts der Energiekrise. „Wenn unsere Kunden leiden, leiden wir mit. Deshalb kann ich perspektivisch Kurzarbeit nicht ausschließen“, sagte Kullmann im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Kurzarbeit habe den Zweck, Beschäftigung zu sichern. „Bei Evonik wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben“, betonte Kullmann. Der Ukraine-Krieg habe massive Auswirkungen auf Deutschlands Wirtschaft. „Die Lage ist ernst. Die Krise ist tief und wird lange dauern“, sagte Kullmann. „Ich erwarte eine harte, schwierige und entbehrungsreiche Zeit.“ Länderübergreifend beschäftigt Evonik eigenen Angaben zufolge rund 33.000 Mitarbeitende. Zugleich bestätigte Kullmann im Gespräch mit der WAZ die Gewinnziele des Chemiekonzerns. Zur wirtschaftlichen Perspektive von Evonik sagte Kullmann: „Wir kippen nicht um, wir werden in diesem Jahr unsere Ziele erreichen.“ Der Ausblick von Evonik sieht einen Gewinn (bereinigtes Ebitda) zwischen 2,5 Milliarden und 2,6 Milliarden Euro für das laufende Geschäftsjahr vor. Zuvor waren es 2,38 Milliarden Euro.

Kriminalität
Clan-Begriff: NRW-Grüne wollen Stigmatisierung vermeiden

Köln – Schlägereien und Straßenkämpfe im Clan-Milieu sollen nach Auffassung der Grünen im NRW-Landtag nicht mehr im Lagebild zu Clan-Delikten auftauchen. Dies solle nur der Fall sein, wenn die Strafverfolger nachweisen, dass die Organisierte Kriminalität hinter diesen Vorfällen steckt. Julia Höller, innenpolitische Sprecherin der Grünen, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger„, man wolle „eine neue Definition von Clan-Kriminalität schaffen, die nicht stigmatisiert“. Diese solle sich einzig auf kriminelle Strukturen beziehen, „ohne Menschen pauschal zu verurteilen und unter Generalverdacht zu stellen“, erklärte Höller mit. „Ich gehe davon aus, dass sich das Innenministerium und das Justizministerium zeitnah über eine gemeinsame Definition austauschen.“ Auch der Grünen-Justizminister Benjamin Limbach befürwortet nach eigenen Angaben das Vorhaben, den Clanbegriff neu zu fassen. Innenminister Herbert Reul wehrt sich vehement gegen die Grünen- Pläne: „Wenn wir ein Problem lösen wollen, müssen wir es benennen und unter anderem jährliche Lagebilder zur Clan-Kriminalität erstellen“, sagte Reul der Zeitung. Auf diese Weise leuchte man das Dunkelfeld aus und mache das Phänomen sichtbar, führt Reul aus. „Erst in der Gesamtschau erkennt man das ganze Ausmaß, die Zusammenhänge und die neuralgischen Punkte. Und nur so lassen sich maßgeschneiderte Konzepte entwickeln, um diese Kriminalität zu bekämpfen.“

Al Nakba
„Farha“: Neuer Netflix-Film über Massaker an Palästinenser

Tel Aviv – Der auf Netflix ausgestrahlte Film Farha, der die Massaker im Jahr 1948 schildert, sorgt in Israel für Aufruhr. Aktivisten sagen, dass Hunderte von Spam-Konten auf Bewertungsplattformen niedrige Bewertungen und schlechte Kritiken für den Film abgeben. Hunderte von Spam-Accounts hätten etwa auf der Filmbewertungsseite IMDb negative Kritiken über den Film hinterlassen, offenbar im Rahmen einer organisierten Kampagne. Am 1. Dezember sank die Bewertung des Films innerhalb weniger Stunden von 7,2 auf 5,8, was von vielen Aktivisten und Aktivistinnen als gezielte Kampagne bezeichnet wurde. Den Aktivisten zufolge schienen viele der negativen Kritiken aus derselben Quelle zu stammen und enthielten ähnliche Kommentare, wie z. B. die Bezeichnung des Films als „einseitig“ oder als „große Lüge“. Laut Shihab-Eldi, ein ehemaliger Al Jazeera-Journalist und Influencer, wurden viele der Konten, die negative Kritiken über den Film veröffentlichten, neu eingerichtet. Er betonte gegenüber Middle East Eye, dass innerhalb von 24 Stunden plötzlich rund 1.000 negative Kritiken auf der Website auftauchten, die „hetzerische und hasserfüllte Sprache“ enthielten. Der Film wurde von israelischen Behörden scharf kritisiert, Der israelische Kulturminister Chili Tropper sagte, Farha zeige „Lügen und Verleumdungen“ und die Pläne von Al-Saraya, dem Theater in Jaffa, das den Film zeigen will, seien „eine Schande“. „Ich fordere die Leitung des Theaters auf, ihre Entscheidung, den Film zu zeigen, zu ändern“, fügte der Minister hinzu. Avigdor Lieberman, ein scheidender Rechtspolitiker und israelischer Finanzminister, forderte die staatliche Finanzierung für das Kino zu entziehen. Aber die Palästinenser weisen diese Kritik zurück und argumentieren, dass Übergriffe, wie sie im Film dargestellt werden, nachweislich stattgefunden haben. „Farha“, bei dem die jordanische Filmemacherin Darin Sallam Regie führte, schildert die ethnische Säuberung der Palästinenser, als die zionistischen Streitkräfte mindestens 750.000 Palästinenser aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben und 78 Prozent des historischen Palästina eroberten. Das Debüt der Filmemacherin ist auch der jordanische Beitrag für die Oscar-Verleihung 2023. Sallam sagte, der Film basiere auf der wahren Geschichte einer Freundin ihrer Mutter, die sich Jahre später als Flüchtling in Syrien an ihre Erfahrungen als junges Mädchen während der Nakba erinnerte. Sallam beschreibt den Film als einen Beitrag zur Verarbeitung einer schmerzhaften Erinnerung an diese Zeit. „Ich habe keine Angst, die Wahrheit zu sagen. Wir müssen das tun, weil Filme leben weiter und wir sterben“, sagte Sallam in einem Interview im letzten Winter nach der Premiere des Films auf dem Red Sea International Film Festival. „Deshalb habe ich beschlossen, diesen Film zu machen. Nicht weil ich politisch bin, sondern weil ich der Geschichte, die ich gehört habe, treu bin.“ Ein 14-jähriges palästinensisches Mädchen, das davon träumt, aus den traditionellen Geschlechtererwartungen ihres Dorfes auszubrechen und in einer nahe gelegenen Stadt zur Schule zu gehen, muss sich verstecken, nachdem ihre ruhige Siedlung von Soldaten der neu gegründeten israelischen Armee angegriffen wird. Während sie in einer verschlossenen Speisekammer auf die Rückkehr ihres Vaters wartet, beobachtet sie durch eine kleine Öffnung in der Mauer, wie israelische Soldaten eine palästinensische Familie – darunter zwei kleine Kinder und ein Baby – hinrichten.   Al Nakba Jedes Jahr am 15. Mai gedenken Palästinenser auf der ganzen Welt der Nakba, der Katastrophe, die sich auf die ethnische Säuberung Palästinas im Jahr 1948 bezieht. Nachdem sie sich die Unterstützung der britischen Regierung für die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina gesichert hatten, erklärten die zionistischen Kräfte am 14. Mai 1948, unmittelbar nach Ablauf des britischen Mandats, die Gründung des Staates Israel und lösten damit den ersten arabisch-israelischen Krieg aus. Die zionistischen Streitkräfte vertrieben mindestens 750.000 Palästinenser aus ihren Häusern und von ihrem Land und eroberten 78 Prozent des historischen Palästina. Die verbleibenden 22 Prozent wurden in das heute besetzte Westjordanland und den belagerten Gaza-Streifen aufgeteilt. Zwischen 1947 und 1949 griffen die zionistischen Streitkräfte palästinensische Großstädte an und zerstörten rund 530 Dörfer. Etwa 15 000 Palästinenser wurden bei einer Reihe von Massengräueln getötet, darunter Dutzende von Massakern. Am 9. April 1948 verübten die zionistischen Streitkräfte im Dorf Deir Yassin am westlichen Stadtrand von Jerusalem eines der berüchtigtsten Massaker des Krieges. Mehr als 110 Männer, Frauen und Kinder wurden von Mitgliedern der zionistischen Milizen Irgun und Stern Gang aus der Zeit vor der Gründung des israelischen Staates getötet.

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– Israel – 9. April 1948: „Beim Massaker von Deir Yassin starben 250 Palästinenser“

In ganz Palästina sind zwischen dem 30. März und dem 15. Mai 1948 etwa 200 palästinensische Ortschaften besetzt und ihre Einwohner vertrieben worden.

9. April 1948: „Beim Massaker von Deir Yassin starben 250 Palästinenser“
 

Israelisch-türkische Beziehungen
Israelische Unternehmen wollen mehr Importe aus der Türkei

Istanbul – Im Zuge der politischen Wiederannäherung zwischen der Türkei und Israel, wollen auch Unternehmen der beiden Länder ihre Zusammenarbeit stärken. Israelische Unternehmen versuchen, ihre Einfuhren aus der Türkei zu steigern, weil die Kosten für den Seeverkehr Lieferungen aus China teuer machen. Wenn man die Wahl zwischen Einfuhren aus den beiden Ländern habe, sei „natürlich die Türkei“ sinnvoller, sagte Uriel Lynn, der Präsident des Verbands der israelischen Handelskammern, bei einem Besuch einer Handelsdelegation in Istanbul. Unter der Leitung des Verbandes der israelischen Handelskammern traf am Montag eine israelische Einkaufsdelegation von rund 100 Personen aus 60 Unternehmen mit den Mitgliedern der Türkischen Exporteursversammlung (TIM) in Istanbul zusammen. „Die jüngste Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Israel wirkt sich positiv auf die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern aus“, erklärte die Türkische Exporteursversammlung, die die israelische Wirtschaftsdelegation empfängt, in einer Erklärung. Bei dem Treffen, das vor den Gesprächen stattfand, erklärte Mehmet Ali Kılıçkaya, Generaldirektor für Export des Handelsministeriums, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Israel einen stabilen Kurs verfolgen. Der in letzter Zeit zunehmende hochrangige Dialog zwischen den beiden Ländern biete eine wertvolle Gelegenheit, neue Synergien im Handelsbereich zu schaffen, das bilaterale Handelsvolumen zu steigern und neue Partnerschaften zu entwickeln, sagte Kılıçkaya und fügte hinzu, dass sich die zunehmende Dynamik der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zweifellos positiv auf alle Beziehungen auswirken werde. Die israelische Botschafterin in Ankara, Irit Lillian, erklärte, sie fühle sich sehr geehrt und freue sich, dass Menschen aus der Türkei und aus Israel entschlossen seien, in demselben Umfeld Geschäfte zu machen. „Ich bin begeistert, dass 100 israelische Geschäftsleute auf fast 300 türkische Exporteure treffen. Diese großartige Veranstaltung wurde von #TIM, dem türkischen Exporteurverband, gemeinsam mit dem israelischen Verband der Handelskammern organisiert“, so Lilian in einem Tweet.

Zum Thema

– Türkisch-israelische Beziehungen – Netanjahu und Erdogan verkünden „neue Ära“ in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei

Der Anruf von Netanjahu und Erdogan folgt auf die Bemühungen der scheidenden Regierung um eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Jerusalem und Ankara.

Netanjahu und Erdogan verkünden „neue Ära“ in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei

EU-Beitritt
Bosnien könnte bald der EU beitreten

Brüssel – Bosnien erhält möglicherweise schon nächste Woche den Status eines EU-Kandidaten. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union könnten Bosnien-Herzegowina bereits auf dem Gipfel am 15. Dezember in Brüssel den Status einer offiziellen Kandidatur gewähren, so Personen, die mit dem Plan vertraut sind gegenüber der Wirtschaftszeitung Bloomberg. „Wir befinden uns in einer neuen geopolitischen Phase des Krieges in der Ukraine. Es ist in unserem Interesse, unsere Partnerschaften zu stärken“, sagte der EU-Erweiterungskommissar Olivér Várhelyi. Der Schritt, ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zur Mitgliedschaft im Block, der die Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten erfordern würde, wäre ein wichtiger Impuls für Bosnien. Das Land hat immer noch mit den Folgen der Balkankriege der 1990er Jahre zu kämpfen, die 1995 durch das von den USA vermittelte Dayton-Abkommen beendet wurden. Im Oktober empfahl die Europäische Kommission den Kandidatenstatus für Bosnien und Herzegowina, fügte aber eine Liste mit acht Reformprioritäten bei, die ihrer Meinung nach zur Stärkung der Demokratie im Land beitragen würden. Es wird erwartet, dass eine Entscheidung getroffen wird, wenn die Staats- und Regierungschefs der EU Mitte Dezember zu ihrem regulären EU-Gipfel zusammenkommen, unmittelbar nach dem entscheidenden EU-Westbalkan-Gipfel am 6. Dezember in Tirana. Die Reformprioritäten stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit den 14 Prioritäten, die die Europäische Kommission 2019 in ihrer Stellungnahme zur Bereitschaft von Bosnien und Herzegowina, ein Kandidatenland zu werden, vorgelegt hat. Dazu gehören unter anderem die Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität, Justiz- und Einwanderungsreformen sowie die Gewährleistung der Meinungsfreiheit und des Schutzes von Journalisten. Mehrere EU-Länder – insbesondere Österreich, Kroatien und Slowenien – haben sich dafür eingesetzt, den Beitritt Bosniens zu beschleunigen, nachdem dies im Juni auch der Ukraine und Moldawien gewährt worden war. Die Hauptgegner sind derzeit Frankreich und die Niederlande, deren Ansichten auch von Deutschland geteilt werden. Sie sind der Meinung, dass die Verleihung des Kandidatenstatus eine unverdiente Belohnung für die scheidenden bosnisch-herzegowinischen Behörden wäre, die kaum etwas getan haben, um die EU-Ambitionen des Landes zu fördern. Die drei EU-Gegner würden auch gerne das endgültige Ergebnis der chaotischen Parlamentswahlen in Bosnien und Herzegowina am 2. Oktober abwarten, bei denen eine funktionierende Regierung gebildet wird, bevor sie sich für die EU-Perspektive des Landes einsetzen.

Luftfahrt-News
Marktwert von Turkish Airlines übersteigt Lufthansa

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Istanbul – Der Marktwert von Turkish Airlines erreichte am gestrigen Montag 10,26 Milliarden Dollar und übertraf damit den der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa, deren Wert 9,73 Milliarden Dollar beträgt. Der Aktienkurs der türkischen Fluggesellschaft, der am 31. Dezember 2021 bei 1,54 $ lag, sprang am Montag um 592,3% auf 7,43 $. Während Turkish Airlines die negativen finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie schnell überwunden hat und seine Gewinne im Jahr 2022 dank seiner weltweiten Aktivitäten sehr stark steigern konnte, war die Erholung der Lufthansa nach der Pandemie nicht einfach, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu (AA) weiter. Im dritten Quartal dieses Jahres übertrafen die Gesamteinnahmen von Turkish Airlines mit 6,1 Milliarden US-Dollar die Gesamteinnahmen im gleichen Zeitraum 2019 um 52 Prozent, während die Luftfrachteinnahmen im gleichen Zeitraum um 110 % auf rund 880 Millionen US-Dollar stiegen. Der Nettogewinn des Unternehmens lag im dritten Quartal bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Während die Pandemie die weltweite Luftfahrtindustrie in eine schwere Krise stürzte, geriet die Lufthansa Group, zu der auch Eurowings, Swiss, Brussels und Austrian Airlines gehören, an den Rand des Bankrotts, berichtet AA weiter. Die Regierungen der Schweiz, Österreichs und Belgiens und insbesondere die deutsche Regierung retteten das Unternehmen vor dem Bankrott, indem sie 2020 ein Rettungspaket in Höhe von 9 Milliarden Euro bereitstellten. Aufgrund des Rückgangs der Passagiernachfrage während der Pandemie war es für die Fluggesellschaften schwierig, Mittel durch Kapitalerhöhungen zu beschaffen.

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– Luftfahrt-News – Turkish Airlines schnappt Lufthansa Flugzeuge weg

Flugzeuge, die wegen der Sanktionen nicht mehr an Russland ausgeliefert werden, sollen nun an andere Fluggesellschaften gehen.

Turkish Airlines schnappt Lufthansa Flugzeuge weg
 

Corona-Maßnahmen
Bayern schafft Maskenpflicht in ÖPNV ab

München – Als erstes Bundesland schafft Bayern die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs ab. Aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage gilt ab dem 10. Dezember in Bayern keine Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr mehr. Wie dpa unter Berufung auf  Regierungskreise berichtet, soll es stattdessen nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben. Künftig gelte verstärkt die Eigenverantwortung. Die Gesundheitsminister der Länder hatten am gestrigen Montag gkeine einheitliche Linie zum weiteren Vorgehen bei der Maskenpflicht beschlossen. Die meisten Länder wollten die Maskenpflicht im ÖPNV bis Jahresende verlängern, einige darüber hinaus. Zum Teil solle aus der Pflicht eine Empfehlung werden. Für Busse und Bahnen des Fernverkehrs hat der Bund bis Anfang April 2023 eine Maskenpflicht gesetzlich vorgeschrieben      

Fußball
Oliver Bierhoff verlässt Deutschen Fußball-Bund

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Frankfurt – Oliver Bierhoff löst seinen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) offiziell auf. Darauf einigten sich der 54-Jährige und der Verband, wie dieser am späten Montagabend mitteilte. Es ist die Konsequenz aus dem neuerlichen Debakel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft.  Noch direkt nach dem Vorrunden-Aus hatte Bierhoff einen Rücktritt ausgeschlossen. Bierhoffs Vertrag lief ursprünglich bis 2024. DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Oliver Bierhoff hat sich große Verdienste um den DFB erworben. Auch wenn die letzten Turniere hinter den sportlichen Zielen zurückblieben, steht er für große Momente.“ Auch DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke dankte Bierhoff für seine Arbeit: „Oliver Bierhoff hat sich in den 18 Jahren seines Wirkens erhebliche Verdienste um den deutschen Fußball erworben“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Ihm gebührten „Respekt, Anerkennung und Dank“. „Ich mache damit den Weg frei für neue Weichenstellungen“, sagte Bierhoff in einer Erklärung: „Einige Entscheidungen, von denen wir überzeugt waren, haben sich nicht als die richtigen erwiesen. Das bedauert niemand mehr als ich. Dafür übernehme ich die Verantwortung.“ In den vier Tagen seit dem WM-Aus hatten etliche Kritiker die Ablösung Bierhoffs gefordert, darunter Lothar Matthäus, berichtet ntv. „Wir haben schlechte Jahre hinter uns, da sitzt Oliver Bierhoff mit im Boot – und da muss man auch Oliver Bierhoff infrage stellen“, so Maththäus gegenüber ntv.

Meinung
„Der Westen hat die YPG zu dem gemacht, was sie ist“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die eigentlichen Kämpfe in Syrien liegen erst einige Jahre zurück. Und doch scheint sich zum Ende der Vorherrschaft der völkisch-kurdischen YPG oder die der Demokratischen Kräfte Syriens, inmitten all der Empörungswellen im deutschen und angelsächsischen Sprachraum, niemand mehr an sie erinnern zu wollen. Auch auf dem Höhepunkt der syrischen Aufstandsbewegung der Opposition gegen das Assad-Regime kämpften Milizen der Freien Syrischen Armee (FSA) vor allem gegen den Islamischen Staat (IS) mit bescheidenen Mitteln. Die Europäische Union haderte mit sich selbst, vollumfänglich Waffen oder Unterstützung anzubieten. Die USA lieferten, aber nicht annähernd soviel, um entscheidende Fortschritte zu erzielen. Dann brach der Islamische Staat (IS) in Syrien komplett herein, eröffnete eine zweite Front. Die Freie Syrische Armee zog sich allmählich in die Vorstädte und Städte zurück, gerade weil keine internationale Unterstützung oder Hilfe kam. Jetzt ergriff das Assad-Regime die Gelegenheit am Schopfe, die so konzentrierten Aufständischen niederzumetzeln. Ihr stand nun die völkisch-kurdische YPG zur Seite. Gegenseitig flankiert, überrannten sie syrische Städte wie Aleppo, wo Grausamkeiten verübt und erst nach Jahren noch heute ans Tageslicht kommen. Aleppo steht seither sinnbildlich für die kaltblütige, wohlkalkulierte Politik der YPG, mit all jenen ins Bett zu steigen, die sie ein bisschen näher ans Ziel bringt und dabei jede Menge Zivilisten und Oppositionsbewegungen zu Opfern. Derart geschwächt, demoralisiert und zerstreut wie die FSA war, übernahm in Nordsyrien nun die YPG die Vormacht. In dieser Situation schwenkte die IS um, beanspruchte nun die nordsyrischen Gebiete für sich. Ein paar Monate später, nachdem sich eiligst eine internationale Anti-IS-Koalition formiert hatte, riefen die YPG um Hilfe gegen den Islamischen Staat – gerade weil sie zuvor die kampfstarke FSA zusammen mit Assad und Russland aufgerieben hatten. Die YPG waren zuletzt in der arabischen Grenzstadt Ain al-Arab festgenagelt worden und ihnen drohte das Aus. Die Anti-IS-Koalition reagierte prompt, schickte ganze Geschwader, um die Region in Schutt und Asche zu legen. Zuletzt rückten kurdische Peschmergas der Autonomen kurdischen Regionalregierung Nordiraks über die türkische Grenze in Ain al- Arab ein, um ihrem Volksangehörigen zu Hilfe zu eilen, während die Bevölkerung von Ain al-Arab in der Türkei Zuflucht fanden. Von den Peschmergas, die in letzter Sekunde die Einnahme von Ain al-Arab (Kobanê) verhinderten, oder den zuvor geflogenen Flächenbombardements der Alliierten, ist seitdem nichts mehr zu hören. Stattdessen wird die YPG glorifiziert, werden ihre sogenannten Heldentaten in den Vordergrund gerückt. Niemand hinterfragte, wie die YPG zusammen mit dem Assad-Regime zuvor die FSA geschwächt, Nordsyrien destabilisiert hatte, um danach die restlichen syrischen Oppositionellen und Milizen von der Landkarte zu tilgen. Anschließend waren die FSA, waren die syrischen Oppositionsgruppen zwar sauer auf die YPG; zurecht wie sich rausstellt. Sie waren ja gut genug, um sich gegen das Assad-Regime aufzubäumen. Aber nicht gut genug, um im Interesse der USA oder der Europäer das Land völlig ins Chaos zu stürzen. Dafür sorgte die YPG, ein Ableger der berüchtigten völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK. Kaum war die YPG Alleinherrscher eines dünnen Streifens entlang der syrisch-türkischen Grenze, gingen die Verbrechen erst richtig los. Für den bewaffneten Kampf entführte die YPG Mädchen und Jungen, drillte sie an der Waffe. Jene, die zurück zu ihren Familien flüchten konnten, erzählen noch heute internationalen Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen (UNO), wie traumatisierend das war. Damit die Alleinherrschaft gesichert bleibt, verfolgte man und verfolgt bis heute rigoros jede oppositionelle Bewegung. Es gibt keine andere Partei oder Organisation, die sich innerhalb dieses Territoriums der YPG Opposition nennen darf. Entführung von Journalisten und Notablen, Unterdrückung der Rechte von Minderheiten und Religionsminoritäten, Mord und Totschlag, all das ist bis heute Alltag. Bei den Überlebenden und Unterdrückten muss es wie blanker Hohn klingen, wenn der Führer der YPG, bzw. der 2015 auf Anraten des Pentagons umfirmierten SDF (Demokratische Kräfte Syriens), Mazlum Kobanê, in der Washington Post jetzt erklärt, auch sie hätten Fehler gemacht. Aber, diese Fehler seien während des Terrors und der Bedrohung durch die IS gemacht worden, so Kobanê. Das erklärt aber nicht, wieso die Unterdrückungsmaschinerie der YPG/SDF den Druck auf Zivilisten und Oppositionelle weiterhin aufrechterhält: dass weiterhin Kindersoldaten eingesetzt werden; Minderheiten unterdrückt; Journalisten verfolgt und ermordet; Menschen aufgrund dieses Gebarens in umliegende türkisch-kontrollierte Gebiete flüchten. Der Grund ist recht simpel. Der Westen hat die YPG, hat die SDF zu dem gemacht, was sie ist: ein Terrorregime. Der Westen hat diese Organisation erst zu diesem gefürchteten Terrorregime heranreifen lassen. Mit Lobhudelei und jeder Menge Gratis-Persilscheinen gehen seither auf das Konto der völkisch-kurdischen YPG/SDF weiterhin jede Menge Verbrechen ein, während ihr Führer sich erhebt und in einem letzten Appell, ein souveränes Land als Verbrecherregime brandmarkt. Die Krönung ist ja, dass sich sogar europäische Regierungsvertreter berufen fühlen, dieses Terrorregime mit einem souveränen Land wie der Türkei gleichzusetzen und letzteren auch noch zur Mäßigung aufzurufen. Eine deutsche Außenministerin, die ausgerechnet Ankara zur Zurückhaltung aufruft, sie vor einer Bodenoffensive warnt, während die YPG/SDF kurzerhand in „Kurden“ zusammengefasst und als Ziel klassifiziert werden, ist untragbar und wie das Terrorregime eine Gefahr für den Weltfrieden und die internationale Ordnung selbst.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört.

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