Meinung
Kommentar: Erdogan hat eine ganze Generation geprägt

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel In der Politik ist kein Platz für Emotionen und Sympathien. Erdogan hat wieder die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch gerufen, ist aber intelligent genug, um die Interessen der Türkei in diesem Sinne stets im Blick zu haben. Deshalb setzt er sich gekonnt in Szene, um Russland und die Ukraine an den Tisch zu lenken. Dabei spricht Erdogan keineswegs nach dem Mund Putins oder biedert sich dem an, sondern spricht über Russland als mächtiges Land und will damit sagen, dass Russland nicht besiegt werden kann, wie es Europa oder die USA sich insgeheim wünschen bzw. herbeireden wollen. Eine Atommacht kann nicht besiegt werden, erst recht wenn ein Mann an der Macht ist, der die Interessen des Landes wahren will und dabei einen Krieg in Kauf genommen hat, diesen auch fortzusetzen imstande ist. Während die vom Westen geopferte Ukraine alles gibt und kämpft, verhandeln Russland und die USA im Hintergrund unentwegt über die Zukunft dieses Landes. Eines der Probleme war von vornherein, dass die Sanktionen gegen Russland nicht von allen getragen wurden und dass die meisten den Krieg inmitten des Corona und Wirtschaftskrise als Einnahmequelle betrachteten. So verschiffen 55 Prozent des russischen Öls griechische Reeder, ohne dass die EU oder die USA hier eingreifen. Gleiches gilt für Türkei, aber in einem anderen Sinne. Die USA und die EU haben viele Male versucht, Erdogan loszuwerden. Die Unruhen, der Putschversuch, die wirtschaftlichen Angriffe, die ununterbrochene Propaganda gegen ihn, die Unterstützung der Opposition und der Staatsfeinde usw., sind das Gegenteil dessen, was der griechische Premierminister Mitsotakis gerade erfährt, obwohl Öltanker unter seiner Flagge russisches Öl verschiffen und Russland damit indirekt helfen. Erdogan ist erfolgreich, weil er kein durchschnittlicher Politiker ist. Ein durchschnittlicher Staatschef wäre grandios gescheitert bzw. längst vom Bild verschwunden. Emotionen oder Sympathien, alles mal beiseite, der Mann ist nach Atatürk einer der wenigen der jüngeren türkischen Geschichte, der unvergessen bleiben wird. Er hat eine gesamte Generation geprägt.

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Türkische Wirtschaft
Auch Moody’s hebt Wachstumsprognose für die Türkei an

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New York – Nach der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat auch die renommierte internationale Ratingagentur Moody’s am Donnerstag ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der Türkei in diesem Jahr zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate nach oben korrigiert. Damit folgt die Moody’s mehreren internationalen Finanzorganisationen, die ihre Prognosen für die Türkei ebenfalls nach oben korrigiert haben, nachdem das Wachstum im zweiten Quartal stärker als erwartet ausgefallen ist. Die jüngste Schätzung stellt eine Aufwärtskorrektur gegenüber dem Bericht der Ratingagentur von Ende August dar, als sie ihre Prognose für 2022 von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent anhob. Offiziellen Daten zufolge wuchs die Wirtschaft zwischen Juli und September im Jahresvergleich um 7,6 Prozent, was auf eine starke Binnennachfrage und Exporte zurückzuführen ist. Auch die OECD hatte im September, nach der Anhebung im Juni, erneut die Wachstumsprognose für die Türkei für das Jahr 2022 von zuvor 3,7 Prozent auf 5,4 Prozent angehoben.

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Hungerkrise
Nordost-Syrien: Mangelernährte Kinder um 150 Prozent gestiegen

Berlin – Die Zahl der mangelernährten Kinder im Nordosten Syriens ist neuen Daten der NES Nutrition Working Group zufolge in den vergangenen sechs Monaten um besorgniserregende 150 Prozent gestiegen. Damit leiden mindestens 10.0000 weitere Kinder in der Region unter Mangelernährung. „Jeden Tag behandeln wir mehr Kinder als am Tag zuvor“, sagt Sara Ali*, Ernährungsspezialistin von Save the Children in Syrien. „Die Menschen sind arm und können sich einfach keine Lebensmittel mehr leisten. Vor allem für Kinder ist Mangelernährung lebensbedrohlich.“ Auch weitere Mitarbeitende von Save the Children berichteten, dass sich die Zahl der mangelernährten Kinder allein in den 19 Ernährungszentren der Organisation in Nordostsyrien vervierfacht hat – von 256 auf mehr als 1000. In den vergangenen drei Jahren haben Konflikte, Dürren, die Corona-Pandemie und die Finanzkrise im Nachbarland Libanon, wo viele syrische Geflüchtete leben, die Wirtschaftskrise immer weiter befeuert. Die Lebensmittelpreise schnellten zwischen 2019 und 2021 um fast 800 Prozent in die Höhe und steigen weiter. 90 Prozent der 18 Millionen Einwohner Syriens leben in Armut. „Nach fast zwölf Jahren Konflikt ist nun die wirtschaftliche Not zum Haupttreiber des Hungers geworden“, sagt Beat Rohr, Interimsländerdirektor von Save the Children in Syrien. „Mindestens 60 Prozent der Bevölkerung sind von Ernährungsunsicherheit betroffen; die Lage wird täglich kritischer.“ Maha*, 30, arbeitet als Müllsammlerin und kämpft darum, ihre fünf Kinder durchzubringen. Ihr jüngstes, Ameen*, leidet an Mangelernährung. „Manchmal lassen wir Mahlzeiten ausfallen, um etwas für den nächsten Tag aufzusparen“, berichtet die Mutter. „Ich kann mich nicht erinnern, wann meine Kinder das letzte Mal Fleisch gegessen haben. Manchmal sehnen sie sich danach und bitten mich, ihnen welches zu besorgen. Dann lüge ich sie an und sage: morgen…“ Save the Children appelliert an die internationale Gemeinschaft, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Hungerkrise zu verstärken und die verheerenden Auswirkungen auf Kinder zu mildern – in Syrien und weltweit. Die verfügbaren Mittel reichen bei Weitem nicht aus, um sicherzustellen, dass alle Kinder Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung haben. Die Staats- und Regierungschefs beim COP27-Klimagipfel fordert die Kinderrechtsorganisation auf, die Auswirkungen der Klimakrise auf Kinder – wie die Dürre im Nordosten Syrien – anzuerkennen und ambitioniert zu bekämpfen. Save the Children arbeitet seit 2012 in Syrien und erreicht dort über fünf Millionen Menschen, darunter mehr als drei Millionen Kinder. Die Projekte der Kinderrechtsorganisation umfassen die Bereiche Nothilfe, Kinderschutz, Bildung, Gesundheitsdienste, Ernährungssicherheit, Existenzsicherung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Save the Children Deutschland konnte seit 2014 dank der Aktion „Ein Schal fürs Leben“ gemeinsam mit der Frauenzeitschrift BRIGITTE insgesamt 2,5 Millionen Euro für Projekte für syrische Kinder sammeln. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf von Schals und Wollpaketen sowie Spenden fließt vor allem in die Soforthilfe von Save the Children und Partnerorganisationen vor Ort. So werden zahlreiche Hilfsprojekte in Camps in Syrien und angrenzenden Nachbarländern finanziert, damit betroffene Kinder genug zu essen haben, medizinisch versorgt werden und wieder zur Schule gehen können. * Name zum Schutz geändert

Köln
Anklage im Vertuschungsskandal gegen Dienstgruppenleiter der Polizei

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Köln – Im Vertuschungsskandal rund um die Misshandlung eines kosovarischen Migranten durch einen Polizeikommissar der Wache Mülheim/Ruhr hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Vorgesetzte erhoben. Ein Sprecher des Amtsgerichts der Ruhrmetropole bestätigte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage, dass die beiden Dienstgruppenleiter sich wegen gemeinschaftlicher Strafvereitelung im Amt verantworten müssen. Den Angaben zufolge sollen die leitenden Polizisten „Absprachen getroffen haben, kein Strafverfahren gegen den Polizeikommissar einzuleiten“. Im Falle eines Schuldspruchs sieht der Gesetzgeber eine Geld- oder alternativ eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren vor. Hintergrund der Anklage ist ein Polizeieinsatz vom Januar 2019 in Mülheim wegen häuslicher Gewalt. Der Anklage zufolge hatte der Polizeikommissar den deutsch-kosovarischen Wohnungsinhaber gefesselt und dann auf ihn eingeschlagen. Anschließend hatte der Beamte mit seiner Streifenkollegen das Einsatzprotokoll gefälscht. Die beiden angeklagten Vorgesetzten sollen dabei geholfen haben den Vorfall zunächst zu vertuschen. Erst durch eine weitere Polizeibeamtin, die Zeugin der Prügelattacke wurde, kam das mutmaßliche Komplott ans Licht. Michael Emde, Verteidiger eines der beiden angeklagten Dienstgruppenleiter, erklärte: „Ich hoffe, dass die Hauptverhandlung die tatsächliche Wahrheit hervorbringen wird. Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe aufs Schärfste.“ Inzwischen wurde der prügelnde Kommissar, der einer der Hauptprotagonisten in einer rechtsextremen Polizei-Chatgruppe namens „Alphateam“ war, zu neun Monaten auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt verurteilt. Seine Kollegin, die ihn gedeckt hatte, legte ein Geständnis ab. Das Amtsgericht Mülheim/Ruhr verhängte gegen die Kommissarin einen Strafbefehl: Sieben Monate auf Bewährung wegen Strafvereitelung im Amt und falscher uneidlicher Aussage.

Tourismus
Türkei und Israel wollen Zusammenarbeit stärken

Istanbul – Im Rahmen der Wiederannäherung zwischen Israel und der Türkei wollen Ankara und Tel Aviv auch die Zusammenarbeit im Tourismus weiter stärken. Die verbessertehn Beziehungen zur Türkei „werden unseren Nationen große Errungenschaften bringen“, sagte der israelische Tourismusminister Joel Razwozow im Mai dieses Jahres, während eines Besuches des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu in Israel. „Die Türkei ist ein Land, dessen Kultur, Menschen und Landschaften viele von uns lieben. Es ist sehr erfreulich, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern immer stärker werden“, fügte er hinzu. Am Mittwoch traf Razwonow zu einem Besuch in der Türkei ein, wo er auch mit dem Kultur – und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy zusammenkam. Bei dem Treffen seien Schritte der Zusammenarbeit vom Tourismus bis zur Kultur und Kunst bewertet und eine Stärkung dieser Kooperation vereinbart worden, so Ersoy in einem Tweet.

Zahl israelischer Touristen erreicht Allzeithoch

Im Zuge der Wiederannäherung zwischen den beiden Ländern hat die Zahl israelischer Touristen in der Türkei in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus den offiziellen Statistiken hervor, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen.

Türkei und Israel wollen gemeinsam Frieden schaffen

Im März dieses Jahres traf Staatspräsident Isaac Herzog mit Erdogan zusammen, dem ersten Besuch eines israelischen Staatsoberhaupts in der Türkei seit 2008. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan damals.

Herzog nannte das Treffen einen „Wendepunkt in den israelisch-türkischen Beziehungen“. Man werde nicht immer einer Meinung sein, aber er erwarte, dass sich Israel und die Türkei zum Wohle aller Völker gemeinsam für die „Stabilität, den Wohlstand, den Frieden und die Sicherheit“ in der Region einsetzen. „Gute nachbarschaftliche Beziehungen im östlichen Mittelmeerraum sind für uns alle wichtig“, erklärte Herzog.

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Türkei: Zahl israelischer Touristen erreicht Allzeithoch
         

Türkisch-israelische Beziehungen
Türkei: Zahl israelischer Touristen erreicht Allzeithoch

Ankara – Im Zuge der Wiederannäherung zwischen den beiden Ländern hat die Zahl israelischer Touristen in der Türkei in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus den offiziellen Statistiken hervor, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen. Nachdem die beiden Länder Anfang des Jahres beschlossen hatten, ihre diplomatischen Beziehungen nach jahrelangen Spannungen in einer Reihe von Fragen vollständig wiederherzustellen, sind die Zahlen israelischer Tourister in der Türkei in die Höhe geschnellt. Die Reiseveranstalter sagen, dass sie von dem dramatischen Anstieg des israelischen Interesses nicht überrascht sind, da es tiefe kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen zwischen den beiden Ländern gibt, die bis ins Osmanische Reich zurückreichen. Hakan Sahin, der Inhaber von Firmus Tour, das sich auf Reisen von Israelis in die Türkei spezialisiert hat, erklärte gegenüber Middle East Eye, dass das Land aufgrund seiner geografischen Nähe ein natürliches Reiseziel für israelische Touristen sei. „Israelis können in einer Stunde und 15 Minuten nach Antalya und in anderthalb Stunden nach Istanbul fliegen, und sowohl israelische Araber als auch Juden sind mit der türkischen Kultur vertraut, sie fühlen sich wohl in ihr“, sagte Sahin.
„Und in Anbetracht der Qualität der Dienstleistungen, die man im türkischen Gastgewerbe erhält, ist es im Vergleich zu anderen Orten, die man aufsuchen kann, wesentlich billiger.“

Türkei und Israel wollen gemeinsam Frieden schaffen

Im März dieses Jahres traf Staatspräsident Isaac Herzog mit Erdogan zusammen, dem ersten Besuch eines israelischen Staatsoberhaupts in der Türkei seit 2008. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan damals.

Herzog nannte das Treffen einen „Wendepunkt in den israelisch-türkischen Beziehungen“. Man werde nicht immer einer Meinung sein, aber er erwarte, dass sich Israel und die Türkei zum Wohle aller Völker gemeinsam für die „Stabilität, den Wohlstand, den Frieden und die Sicherheit“ in der Region einsetzen. „Gute nachbarschaftliche Beziehungen im östlichen Mittelmeerraum sind für uns alle wichtig“, erklärte Herzog.

„Ich danke Präsident Erdogan für diesen herzlichen Empfang im Präsidialkomplex. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Völker, Religionen und Staaten in unserer Region in Frieden leben können und sollten, und dass Partnerschaften Segen und Wohlstand für uns alle bringen werden“, so der israelische Staatschef in einem Tweet. Erdogan erklärte, dass das gemeinsame Ziel der Türkei und Israels die Wiederbelebung des bilateralen politischen Dialogs auf der Grundlage gemeinsamer Interessen sei. Der historische Besuch werde einen „neuen Wendepunkt“ in den Beziehungen darstellen, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Unser gemeinsames Ziel mit Israel ist die Wiederbelebung des politischen Dialogs zwischen unseren Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und der Achtung der gegenseitigen Empfindlichkeiten“, sagte er. Erdogan:
„Es liegt in unserer Hand, in unserer Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben zu schaffen“.

Es liege an beiden Seiten, damit in der Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben gelinge. Erdogan bedankte sich für den Besuch seines israelischen Amtskollegen in der Türkei und erklärte, die Stärkung der Beziehungen zu Israel sei von großer Bedeutung für die regionale Stabilität und den Frieden sowie für die beiden Länder. Der türkische Staatschef wies seinen israelischen Amtskollegen auch darauf hin, wie wichtig es ist, die Spannungen in der Region abzubauen und die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung zu bewahren.

Wiedereinsetzung der Botschafter Im August vereinbarten der israelische Premierminister Yair Lapid und Erdogan die Wiedereinsetzung ihrer jeweiligen Botschafter und Generalkonsuln und damit die Wiederherstellung uneingeschränkter diplomatischer Beziehungen, nachdem sie diese nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA im Jahr 2018 abgezogen hatten.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück.

     

Türkei
Türkisches E-Auto: TOGG eröffnet Erlebniszentrum in Istanbul

Istanbul – Die erste einheimische Elektroautomarke der Türkei, Togg, eröffnet in Istanbul ihr erstes Erlebniszentrum, in dem die Bürger das SUV-Modell aus nächster Nähe kennenlernen können. Die Eröffnung folgt auf die Einweihung des Togg-Werks im Stadtteil Gemlik der türkischen Automobilhauptstadt Bursa im vergangenen Monat, bei der das erste in Serie produzierte SUV-Modell vom Band lief. Nach der Ankündigung der Massenproduktion des Fahrzeugs war das Interesse an dem ersten einheimischen Elektroauto sowohl im Inland als auch im Ausland groß. Wie Daily Sabah berichtet, habe es bereits Tausende von Bestellungen aus dem öffentlichen Sektor der Türkei gegeben, darunter auch von Banken, die auf der Prioritätenliste stehen und ihre Modelle früher als andere erhalten. Vor kurzem erhielt Togg auch seinen ersten internationalen Auftrag, und zwar vom aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev, der erklärte, er wolle zwei Autos für sich selbst kaufen. In der ersten Phase sollen etwa 17.000 bis 18.000 Fahrzeuge zum Verkauf angeboten werden, und zwar im Laufe des Jahres 2023, nachdem das Auto etwa fünf Monate lang die Sicherheitsverfahren durchlaufen hat. Das erste Togg-Erlebniszentrum öffnete seine Pforten im Zorlu Center Istanbuls und lädt die Bürger ein, das C-SUV-Modell aus der Nähe zu betrachten. Die nächsten Erlebniszentren werden bald im Süden von Adana, in der Hauptstadt Ankara, in Gemlik und in der westlichen Provinz Izmir in Betrieb genommen, berichtet Daily Sabah. Insgesamt sollen landesweit 20 Zentren eröffnet werden. Türkisches E-Auto

Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde.

TOGG-Fabrik Im Juli 2020 legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan  den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen-

Bürgergeld
SPD-Sozialpolitiker Rosemann hält Bürgergeld-Kompromiss für möglich

Osnabrück – Vor der Abstimmung im Bundestag über das neue Bürgergeld zeigt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Rosemann, sich zuversichtlich, dass das von den Ampel-Fraktionen geplante Bürgergeld zum 1. Januar starten kann. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Rosemann, er gehe davon aus, dass ein Kompromiss mit den Bundesländern im Vermittlungsausschuss zustande kommt. „Ich sehe dem Vermittlungsausschuss entspannt entgegen“, sagte Rosemann. Alle Argumente der Union gegen das Bürgergeld entbehrten „jeglicher Fakten“. „Aber wir sind gesprächsbereit“, fügte er hinzu. „Ein Kompromiss ist möglich. Wir haben Vorschläge gemacht, jetzt ist die Union am Zug“, betonte der SPD-Politiker in der NOZ. Wie die NOZ aus Unionskreisen erfuhr, wird das Bürgergeld bei der nächsten Sitzung des Bundesrats am kommenden Montag voraussichtlich keine Mehrheit bekommen. Dann müsste der Vermittlungsausschuss angerufen werden. Dieser könnte dann bereits am 21. November versuchen, einen Kompromiss zu finden. Unionsfraktionsvize Hermann Gröhe (CDU) sieht die volle Verantwortung bei der Ampel-Koalition, sollte die Erhöhung der Regelsätze nicht zum 1. Januar in Kraft treten können. „Die Ampel trägt die Verantwortung“, sagte Gröhe der NOZ. Der CDU-Politiker betonte, man werde am Donnerstag in namentlicher Abstimmung für eine Erhöhung der Regelsätze stimmen, nicht aber für die Einführung des Bürgergeldes. Er sei sicher, dass das Gesetz scheitern werde. „Dieses Gesetz wird scheitern – entweder im Bundesrat oder in der Praxis“, sagte Gröhe. Der Ampel-Koalition wirft er vor, die Kritik derjenigen, die die Reform umsetzen müssten, nicht ernst zu nehmen.

Wetten, dass-?
Gottschalk: „Vor irgendwelchen Influencern werde ich nicht in die Knie gehen“

Hamburg – Thomas Gottschalk sieht der nächsten „Wetten, dass-?“-Show am 19. November gelassen entgegen. Im stern erzählt er, dass eine gewisse Entspanntheit, die man auch als „Wurschtigkeit“ bezeichnen könne, immer Kernbestandteil seiner Person gewesen sei. „Da ich in meiner Karriere auch schon massiv unterperformed habe,“ sagt der Showmaster, „habe ich gelernt, auch Ausreißer nach oben nicht überzubewerten. Ich habe mich über die vierzehn Millionen vom letzten Mal nur sehr kurz sehr gefreut, und werde mich diesmal, wenn es weniger sein werden, nur kurz darüber grämen.“ Gottschalk war im Vorfeld der Sendung kritisiert worden, dass er angeblich Lena und Mark Forster nicht als Gäste bei sich auf dem Sofa sähe. Das habe er keinesfalls böse gemeint, bekennt der Showmaster. Beide seien, so Gottschalk, „für eine gewisse Zielgruppe sicher verdiente und erfolgreiche Interpreten. Dass ich nicht zu dieser Zielgruppe gehöre, liege „vielleicht daran, dass ich meine musikalische Karriere mit Janis Joplin und Carol King begonnen habe. Die eine ist tot, die andere inzwischen uralt. Vielleicht muss ich umdenken.“ Wenn man ihm nun erkläre, da komme einer, das sei der Superstar einer Generation, der er nicht angehört, dann werde er diesem Künstler den nötigen Respekt erweisen. „Aber vor irgendwelchen Gewinnern einer Realityshow oder Influencern werde ich nicht in die Knie gehen“, betont Gottschalk. Im Übrigen werde es wieder spektakuläre Wetten geben. Aber das ZDF habe ihn gesagt, er solle „die Klappe halten“ und nicht zu viel verraten. Auf der Straße erkannt und angesprochen zu werden, macht ihm nichts aus, bekennt der Showmaster. Er selbst erkenne aber zum Teil nicht einmal Promis. Vor einiger Zeit sei ihm eine durchtrainierte Dame auf dem Flughafen begegnet und habe gesagt: „Du wirst mich nicht mehr kennen, ich bin die Stefanie.“ Und er habe gedacht: „Mist jetzt, welche Stefanie?“ Dann wurde ihm klar: Es war Steffi Graf! „Die hat für mich echte Größe“, sagt Gottschalk. „Ein Hammer, dieses Understatement, diese unprätentiöse Bescheidenheit. Davor habe ich höchsten Respekt.“

Dating
TOP 7 Fehler beim ersten Date

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Das erste Date ist immer ein Wendepunkt für ein Paar. Es hängt sofort davon ab, wie es läuft, ob es eine Chance für eine neue Beziehung gibt oder nicht. Dieser Moment ist für beide extrem aufregend. Angst ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen bei einem ersten Date Fehler machen. Ein weiterer Grund ist die banale Unvorbereitetheit und das Unverständnis darüber, wie man einen guten Eindruck auf einen potenziellen Partner macht. Heute betrachten wir einige der häufigsten Fehler beim ersten Date, die Zeitgenossen machen. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Wir empfehlen dir, dich damit vertraut zu machen und sie auf jede erdenkliche Weise zu vermeiden. Fehler Nr. 1. Du bist ständig von deinem Smartphone abgelenkt Das wahrscheinlich Schlimmste, was du bei einem ersten Date tun kannst, ist die permanente Ablenkung durch dein Handy. Dieses Verhalten zeigt nur, dass du einfach nicht an einer Person interessiert bist. Du brauchst auch nicht daran zu zweifeln, dass er oder sie kein zweites Date mit dir haben wird. Wir raten dir, während eines Dates alle unnötigen Benachrichtigungen auf deinem Smartphone auszuschalten, nicht durch Twitter oder Facebook zu scrollen und keine Textnachrichten zu verschicken, es sei denn, es ist etwas wirklich Dringendes. Am besten nimmst du das Handy überhaupt nicht aus deiner Tasche, es sei denn, es ist absolut notwendig. Natürlich gibt es Situationen, in denen du dich durch ein Smartphone ablenken lassen musst. Aber gehe dabei taktvoll vor, erkläre deinem Gesprächspartner, dass du eine Minute brauchst, erledige alles und setze das Date fort. Fehler Nr. 2. Du hast den falschen Ort für ein Date gewählt Eine gute Wahl ist ein ruhiges, gemütliches Café oder Restaurant. Auch ein gemütlicher Spaziergang im Park eignet sich gut. Laute Orte und überfüllte Gaststätten solltest du aber besser meiden — hier kannst du nicht normal kommunizieren. Auch nicht gerade die beste Lösung ist ein gemeinsamer Besuch im Kino. Hier verbringt ihr einfach eineinhalb bis zwei Stunden in Stille. Wenn ihr euch beim Zuschauen unterhaltet, ist das für eure Mitmenschen sehr störend. Du willst doch nicht, dass dein erstes Date wegen eines Eklats im Kino in Erinnerung bleibt, oder? Wir vermuten nicht. Fehler Nr. 3. Du trinkst zu viel Alkohol Für viele hilft Alkohol, sich zu befreien, selbstbewusster und offener vor einer fremden Person zu werden. Im Allgemeinen ist ein Glas Wein bei einem romantischen Date auch in Ordnung. Allerdings solltest du dich auf keinen Fall auf alkoholische Getränke verlassen, sonst siehst du in den Augen eines potenziellen Partners vielleicht nicht wie der vielversprechendste Bewerber für eine Beziehung aus. Mittlerweile werden übrigens auch absolut alkoholfreie Dates immer beliebter. Oft trifft man sich wochentags oder am Wochenende vormittags, damit man nicht in Versuchung gerät, einen Schluck Alkohol zu trinken. Wir können dir nur raten, diesem Trend zu folgen. Außer kurzfristigem Selbstvertrauen schenkt Alkohol nichts Gutes. Fehler Nr. 4. Du fängst an, über vergangene Beziehungen zu reden Ein großer Fehler bei einem ersten Date ist es, über deine vergangene Beziehung zu sprechen. Solche Handlungen können dem Gesprächspartner zeigen, dass du nachtragend bist oder dich immer noch nicht mit dem Scheitern dieser Beziehung abfinden kannst. Du denkst vielleicht, dass eine solche Diskussion dem Gesprächspartner schmeicheln sollte. Zum Beispiel, dass er/sie besser ist als der/die vorherige Partner/in und so weiter. Aber der Gesprächspartner selbst weiß, dass er in Zukunft auch Gegenstand einer solchen unangenehmen Diskussion sein könnte. Gelinde ausgedrückt, gefällt ihnen diese Aussicht nicht. Fehler Nr. 5. Dein Erscheinungsbild ist nicht richtig Natürlich ist es überhaupt nicht nötig, sich für ein erstes Date so zu kleiden, als wäre es ein gesellschaftliches Ereignis. Dennoch lohnt es sich, sorgfältig und gepflegt zu sein. Ein zerknittertes altes T-Shirt, verblichene Jeans und ein Durcheinander auf deinem Kopf sind definitiv nicht das, was dein potenzieller Partner bei einem ersten Date sehen möchte. Richte dich her, kleide dich bequem und ordentlich, nicht zu auffällig, aber auch nicht zu „langweilig“. Wir sind sicher, dass du in deinem Kleiderschrank die passenden Kleidungsstücke finden wirst. Denke daran, dass der erste Eindruck von einer Person vor allem durch ihr Äußeres geprägt wird. Wenn es abstoßend ist, tritt alles andere weit in den Hintergrund. Fehler Nr. 6. Du fängst an, über eure gemeinsamen Pläne für die Zukunft zu sprechen Man sagt, dass jede Beziehung auf die eine oder andere Weise „gepusht“ werden muss, damit sie sich entwickeln kann. Das stimmt, aber du musst dich richtig verhalten. Wenn du schon beim ersten Date anfängst zu diskutieren, wie ihr zusammenleben wollt, wie viele Kinder ihr haben wollt und in welchem Land ihr eure Flitterwochen verbringen wollt, kann das den Gesprächspartner nur abschrecken. Erstens können die Pläne für die Zukunft deines Auserwählten sehr unterschiedlich sein. Zweitens ist übermäßige Eile manchmal sehr beunruhigend. Und drittens machen dich solche Gespräche in den Augen deines Gesprächspartners zu selbstbewusst. Übertriebenes Selbstvertrauen ist definitiv keine Werbung für dich. Fehler Nr. 7. Du baust vom ersten Date an zu hohe Erwartungen auf Wir alle wollen die perfekte Person treffen. Wir alle erwarten, dass das erste Date gut verläuft und sich danach schnell eine romantische Beziehung entwickelt. Aber seien wir realistisch: Nicht alle ersten Dates haben eine Fortsetzung parat. Natürlich solltest du positiv gestimmt sein, aber du musst nicht alle Ereignisse idealisieren und davon ausgehen, dass sich dein Leben heute für immer verändern wird. Du musst deinen Gesprächspartner erst noch kennenlernen, seinen Charakter, seine Interessen und sogar seine Eigenheiten. Überschätze deine Erwartungen nicht, damit du in Zukunft nicht schwer enttäuscht wirst. Versuche, das erste Date als eine der Phasen in der Entwicklung von Beziehungen zu sehen. Es ist wichtig, aber bei weitem nicht die einzige.

Online-Dates: Welche Regeln gelten hier?

Wir leben im Zeitalter des Online-Datings und einer Vielzahl von verschiedenen Kommunikationsformaten. Wer hat je gesagt, dass das erste Date offline stattfinden sollte? Niemand! Ein Date im Videoformat gibt dir außerdem viel mehr Freiheiten und verhindert eine Reihe von typischen Fehlern. Dennoch gilt alles, was wir oben geschrieben haben, auch für das Online-Dating. Wir empfehlen auf jeden Fall, mit Videodates zu beginnen. So sparst du zumindest eine Menge Zeit und bekommst ein klares Bild davon, welche Art von Person vor dir steht und ob du bereit bist, eine Beziehung mit ihr aufzubauen. Wir möchten auch ein Dating-Format wie den Video-Chat empfehlen. Hier kommunizierst du grundsätzlich per Video und lernst die Person, ihren Charakter, ihr Auftreten und ihre Interessen schnell kennen. Schau dir die Webcam-Chats Chatspin, Chatrandom und https://videochat-de.com/de an — sie haben sich hervorragend bewährt, wobei das Publikum auf diesen Seiten wirklich riesig ist. Wenn du eher klassische Partnervermittlungen bevorzugst, kannst du dir die bekannten Partnervermittlungen mit Videochat-Funktion ansehen — Tinder, Badoo, Bumble und Co. Die Auswahl ist schlichtweg riesig, so dass du definitiv keine Schwierigkeiten haben wirst, eine passende Seite zu finden.

Kurz gesagt: Das erste Date ist nicht beängstigend!

Es spielt keine Rolle, ob ihr euch offline trefft oder per Video-Chat. Angst bei einem ersten Date ist völlig normal. Sie vergeht erst mit der Zeit, wenn ihr euch besser kennenlernt, gemeinsame Themen und Anknüpfungspunkte mit dem Gesprächspartner findet. Wenn du das Gefühl hast, dass du noch nicht bereit für ein echtes Treffen bist, solltest du einen Webcam-Chat nutzen. So kannst du bequem von zu Hause aus kommunizieren und fühlst dich sicherer und freier. Nach mehreren solchen Online-Dates wird das erste Offline-Treffen für euch beide viel produktiver und interessanter sein. Viel Glück!