Tourismus
Über 60 Mio Touristen: Türkei erwartet Allzeitrekord

Istanbul – Nach einem Rückgang in den Corona-Jahren, könnte die Türkei in diesem Jahr einen Allzeitrekord bei den internationalen Besucherzahlen erreichen. Davon geht auch Mehmet İşler von der Ägäischen Vereinigung für Tourismusunternehmen und Unterkünfte (ETİK) aus. 75 Prozent mehr Italiener Zu den Aussichten der Branche für die kommenden Monate sagte er, dass die Buchungen aus den beiden größten Märkten, nämlich Russland und Deutschland, vor allem nach den Wahlen im Mai zu steigen begannen. Er wies insbesondere darauf hin, dass die Ankünfte italienischer Touristen im Vergleich zum letzten Jahr um 75 Prozent gestiegen sind. İşler erwartet, dass der Zustrom von Touristen aus dem Ausland in den kommenden Monaten weiter zunehmen wird. „Bestes Jahr aller Zeiten“ „Wahrscheinlich wird 2023 das beste Jahr aller Zeiten für die Tourismusindustrie sein, mit neuen Rekorden. Es sieht so aus, als würde die Türkei ihr Ziel erreichen, in diesem Jahr 60 Millionen ausländische Touristen zu empfangen und 55 Milliarden Dollar an Tourismuseinnahmen zu generieren“ zitiert die türkische Tageszeitung Hürriyet İşler. Laut Hochrechnungen gehe man sogar von 64,5 Millionen Touristen aus. Zum Vergleich: Im Jahr 1985 lag die Zahl noch bei lediglich zwei Millionen und 1990 bei fünf Millionen. Rekorde auch im Inlandstourismus Trotz einer aktuellen Inflations- und Währungskrise hat auch der inländische türkische Tourismus bereits Rekorde gebrochen. Die Entscheidung der Regierung, das diesjährige Opferfest auf neun Tage zu verlängern, wirke sich positiv auf die lokale Tourismusbranche aus, so İşler weiter. Der Verkauf von Inlandsflugtickets für das Opferfest ist um 320 Prozent gestiegen, berichtet die Wirtschaftszeitung Ekonomi unter Berufung auf Daten der Reiseplattform Enuygun. Auch die Hotelbuchungen im ganzen Land stiegen um 70 Prozent, während der Verkauf von Flugtickets für ausländische Ziele um 174 Prozent zunahm, wie die Daten zeigten. Die Auslastung in den Urlaubsorten an der Ägäisküste etwa, seien auf fast 100 Prozent gestiegen. In das beliebte Reiseziel Bodrum in der Provinz Muğla fuhren Medienberichten zufolge innerhalb von viereinhalb Tagen rund 100.000 Autos ein.

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Erzbistum Köln
Köln: Private Unterlagen Kardinal Woelkis beschlagnahmt

Köln – Bei den Durchsuchungen im Erzbistum Köln hat die Kölner Staatsanwaltschaft auch private Unterlagen von Kardinal Rainer Woelki im Bistumsarchiv beschlagnahmt. Dies berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger„. Um in den Besitz des sogenannten „Vorlasses“ zu gelangen, der Woelkis Tätigkeit als Erzbischof dokumentieren und bereits zu seinen Lebzeiten im Archiv aufbewahrt wird, mussten die Ermittler am Dienstag kurzfristig bei Gericht einen erweiterten Beschluss erwirken. Das Archiv als Durchsuchungsort soll von der ursprünglichen Version nicht erfasst gewesen sein. Offenbar wollten die Ermittler dort aber trotzdem Materialien beschlagnahmen, auf deren Existenz und Aufbewahrung im Archiv sie bei den Durchsuchungen andernorts aufmerksam geworden waren. Der zuständige Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn wollte zu dem Vorgang auf Anfrage der Zeitung aus ermittlungstaktischen Gründen keine Stellung nehmen. Die Kölner Staatsanwaltschaft führt gegen Woelki ein Ermittlungsverfahren wegen Meineidverdachts. Es geht um beeidete Aussagen vor dem Landgericht Köln im März, in denen der Erzbischof sich zu seinem Kenntnisstand über Missbrauchsvorwürfe gegen einen von ihm 2017 beförderten Priester äußerte. Woelki bestreitet, vor Gericht unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben. Weil die Aufklärung durch Vernehmung zahlreicher Zeugen laut Willuhn nicht wirklich weitergeführt habe, beantragten die Ermittler beim Amtsgericht Köln einen Durchsuchungsbeschluss für verschiedene kirchliche Räume, unter anderem das erzbischöfliche Haus, das Generalvikariat und das Offizialat (Kirchengericht). Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ interessierten sich die Ermittler insbesondere für die Korrespondenzen und E-Mail-Verzeichnisse von Woelki selbst, von seinem Generalvikar Guido Assmann sowie von dessen Vorgängern Dominik Schwaderlapp, Stefan Heße, Dominik Meiering und Markus Hofmann. Auch soll der Mailverkehr des früheren Offizials Günter Assenmacher (Leiter des Kirchengerichts), der Personalchefs Stefan Weißkopf und Mike Kolb, des früheren Interventionsbeauftragten Oliver Vogt sowie der früheren Bistumsjustiziarin Daniela Schrader beschlagnahmt worden sein. Auch Funktionspostfächer wie das des erzbischöflichen Hauses – also Woelkis Büro – waren dem Vernehmen nach im Visier der Ermittler. Die von den Ermittlern beschlagnahmten Daten lassen nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ auch die Rekonstruktion von möglicherweise gelöschten Schriftwechseln zu. „Da geht nichts verloren“, zitierte die Zeitung aus informierten Kreisen.

Geschichte
27. Juni 1944: Der Genozid an den Chameria-Albanern

von Kemal Bölge

Der Massenmord an albanischen Zivilisten war minutiös geplant, als am 27. Juni 1944 gegen Sonnenaufgang Einheiten des griechischen Generals Napoleon Zervas in der Stadt Paramythia anrückten. Von Juni 1944 bis März 1945 führten griechische Streitkräfte und Partisanen ethnische Säuberungen an den Chameria-Albanern durch, bei dem 2.900 Männer, 214 Frauen, 96 Kinder getötet und 745 Frauen Opfer von Vergewaltigungen wurden. Um die Einwohner aus ihren Besitzungen zu vertreiben, setzten Soldaten in insgesamt 68 Ortschaften 5800 Häuser systematisch in Brand.

Die Vertriebenen litten an Hunger und Epidemien und auf der Flucht vor dem griechischen Militär starben über 2000 Zivilisten. Aufgrund der gewaltsamen Vertreibung mussten zirka 35.000 Chameria-Albaner ihre Heimat für immer verlassen. Bis heute weigert sich Griechenland den begangenen Genozid an den Chameria-Albanern anzuerkennen und lehnt es strikt ab, die zwangsenteigneten Albaner zu entschädigen.  Griechenland beschuldigt die Chameria-Albaner der Kollaboration mit der deutschen Wehrmacht.

Albanisches Parlament stufte die Massaker an den Chameria-Albanern 1994 als Genozid ein

1994 verabschiedete das albanische Parlament in Tirana ein Gesetz, das den 27. Juni 1944 als Völkermord einstuft. Im Andenken an die Opfer des Genozids finden in Albanien alljährlich Ausstellungen, Märsche und Gedenkveranstaltungen statt. Bei der Region Chameria handelt es sich um ein Gebiet, das sich im heutigen Südalbanien und Nordwestgriechenland befindet. Historische Quellen datieren die albanische Besiedlung des Küstenstreifens auf das 13. Jahrhundert. Nach einer Volkszählung aus dem Jahr 1910 lebten in der Chameria-Region 83.000 Albaner. Bei den Chameria-Albanern handelt es sich mehrheitlich um Muslime, aber es gibt auch eine kleine Minderheit christlich-orthodoxen Glaubens.

Chameria-Albaner fordern Anerkennung des Völkermords

Nach dem zweiten Balkankrieg und der anschließenden Konferenz von London 1913 wurde der südliche Teil der Chameria-Region Griechenland zugeschlagen. Interessenverbände der Chameria-Albaner verlangen von Griechenland die Anerkennung des Verbrechens als Völkermord, die Erlaubnis zum Besuch der früheren Heimat und die Rückgabe des früheren Eigentums. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert.

Zeitzeugenbefragung von Überlebenden der Chameria-Massaker

Dem Schriftsteller und Kulturforscher Enver Kushi, der ursprünglich aus der Region Chameria entstammt, gelang es durch Zeitzeugenbefragungen (Oral-History) neue Erkenntnisse von Überlebenden der Massaker während des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. Die Ergebnisse seiner Zeitzeugenbefragung hatte der Kulturforscher Kushi zum Jahrestag der Massaker am 27. Juni 2021 („Chameria-Woche“) in Tirana der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mezalim ist der Fachterminus für massenhafte Gewaltverbrechen an Muslimen

In Bezug auf die an der türkisch-muslimischen Zivilbevölkerung in Anatolien begangenen massenhaften Gewaltverbrechen und Massakern an Muslimen insgesamt hat sich in der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft der Fachterminus Mezalim durchgesetzt. Zur Erläuterung: Der Begriff Mezalim ist aus dem Arabischen entlehnt und steht für Gräueltaten, Ungerechtigkeiten und Massaker.

Erschienen auf Mezalim 

Griechisch-türksiche Beziehungen
Türkei: Erdogan gratuliert Ministerpräsident Mitsotakis zum Sieg

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Ankara/Athen – In einem Telefongespräch am Montag äußerten der türkische Staatschef und der griechische Premierminister die Hoffnung, dass die neue Ära nach den jüngsten Wahlen in beiden Ländern eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen begünstigt. Präsident Recep Tayyip Erdogan beglückwünschte Kyriakos Mitsotakis nach seiner erneuten Vereidigung als griechischer Ministerpräsident, so eine Erklärung der türkischen Kommunikationsdirektion. Während ihres Gesprächs wurde betont, dass die Anwesenheit starker Regierungen, die das Vertrauen ihrer jeweiligen Bürger in beiden Ländern gewonnen haben, eine Chance für die Zukunft der bilateralen Beziehungen darstellt. Schritte zum Abbau der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei Im Zuge der Bemühungen, die positive Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach den tödlichen Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und dem Zugunglück in Griechenland zu verbessern, haben die beiden Nachbarn gegenseitige Schritte unternommen. Bei seinem Besuch in der von den verheerenden Erdbeben heimgesuchten Stadt Hatay im Februar kündigte der griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos an, dass die beiden Staaten vereinbart hätten, eine Agenda auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen zu entwickeln. Panagiotopoulos hatte den Willen geäußert, die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren und sagte, Tragödien wie die Erdbeben zeigten, „wie klein“ die bestehenden Probleme zwischen Griechenland und der Türkei seien. „Wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet, sehen wir, dass diese Tragödien und Katastrophen tatsächlich als Katalysator für den Abbau von Spannungen wirken“, fügte er hinzu. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erinnerte im April daran, dass zwischen den beiden Ländern ein Moratorium besteht, um die Durchführung von Militärübungen in der Ägäis während der Tourismusperiode zu verhindern, und betonte, dass die Türkei bereit sei, dieses zu erweitern.

„In der kommenden Zeit erwarten wir konkrete positive Entwicklungen in einigen Fragen, wie z.B. die Verlängerung des Moratoriums, das vorsieht, Übungen in den internationalen Gewässern und im Luftraum der Ägäis zwischen dem 15. Juni und dem 15. September, wenn der Tourismus intensiv ist, zu vermeiden“, wurde Akar von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert.

Akar: Wir sollten den Reichtum in der Ägäis teilen Bereits im März sagte Akar, dass die Türkei bereit sei die Beziehungen zu verbessern und „einen Kanal für den Dialog zu öffnen“, um ihre Probleme mit Griechenland zu lösen, so Akar, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir haben Probleme mit Griechenland… Wir sind dafür, diese Probleme mit friedlichen Mitteln und Methoden zu lösen, indem wir im Geiste der Allianz und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen verhandeln“, betonte Akar. Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, fügte Akar hinzu, dass die Türkei konsequent für eine „gemeinsame Nutzung des Reichtums der Ägäis“ eintrete. Viele Regierungsvertreter in beiden Ländern hoffen, dass die Wiederbelebung der so genannten „Erdbebendiplomatie“ zu einer nachhaltigen Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen wird, die in den letzten Jahren eine Phase anhaltender Spannungen erlebt haben. Griechenland reagierte auf die Erdbeben, die Teile der Südtürkei und Nordsyriens erschütterten, mit einer raschen Entsendung von Hilfsgütern, die vor allem von der EMAK, einer Spezialeinheit für Katastrophenhilfe, die zur griechischen Feuerwehr gehört, bereitgestellt wurden. Die Naturkatastrophe veranlasste auch den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum ersten Mal seit März letzten Jahres ein direktes Gespräch zu führen.

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– Türkei – Griechischer Fußballer Kolovetsios trifft türkischen Verteidigungsminister Akar

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar überraschte den griechischen Fußballer Dimitrios Kolovetsios mit einem Besuch.

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phoenix-Interview
Zentralrat der Juden in Deutschland nennt AfD große Gefahr für die Jüdische Gemeinschaft

Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann, fordert vor dem Hintergrund des Wahlsiegs der Alternative für Deutschland im südthüringischen Landkreis Sonneberg bei phoenix: „Die politische Linke und Rechte müssen sich näher sein als dem eigenen Rand.“ Man müsse die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und die eigene Politik erklären, so Botmann weiter. Man sei sich bewusst, dass nicht alle Wählerinnen und Wähler der AfD eine rechtsextreme Gesinnung hätten, aber jede Stimme für die AfD sei eine Stimme für eine rechtsextreme Partei. „Als Demokraten in diesem Land müssen wir uns einig sein, dass es Schwierigkeiten, Probleme und Sorgen gibt, die die Menschen bewegen.“ Jedoch rechtfertige keine Sorge die Wahl einer rechtsextremen Partei, so der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Die AfD spaltet unsere Gesellschaft.“ Botmann fährt fort: „Sie definiert, wer dazugehört und wer nicht dazugehört“, und treibt damit Menschen an den Rand der Gesellschaft. Er erkennt in den Reaktionen auf den Wahlsieg der Partei einen Gewöhnungseffekt. Das Beschwichtigen, dass es sich bloß um ein Verwaltungsamt handle, sei falsch. Man habe sich mittlerweile an die Anwesenheit der AfD im Deutschen Bundestag gewöhnt, so der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die AfD versuche seit Jahren, pro-jüdisch und pro-israelisch aufzutreten und die jüdische Gemeinschaft als Feigenblatt zu nutzen. Dafür stehe man nicht zur Verfügung, so Botmann. Die AfD stelle für die jüdische Gemeinschaft eine große Gefahr dar, betonte der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland. In Bezug auf den heute erscheinenden Jahresbericht über antisemitische Vorfälle erklärte Botmann, dass sich Jüdinnen und Juden in Deutschland sicher fühlen, jedoch sei man angesichts einer neuen Qualität antisemitischer Übergriffe besorgt.

Trendbarometer
Umfrage: AfD (19%) weiter zweitstärkste Kraft

Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer ergeben sich in dieser Woche keine Veränderungen. Die Union liegt mit 27 Prozent weiter vor der AfD (19%) und der SPD (18%). Auch die Werte für die Grünen (15%), FDP (7%), Linke (4%) sowie für die sonstigen Parteien (10%) bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Die AfD hat angekündigt, bei der nächsten Bundestagswahl wie die Union, die SPD und die Grünen einen eigenen Kanzlerkandidaten aufzustellen. Nur 11 Prozent der Bundesbürger glauben, dass ein AfD-Politiker als Bundeskanzler gut für Deutschland wäre. Die große Mehrheit von 81 Prozent hielte das für schlecht. 80 Prozent der Bundesbürger glauben zudem nicht, dass die AfD jemanden hat, der für das Amt des Bundeskanzlers geeignet wäre. 14 Prozent meinen, dass die AfD „kanzlertaugliche“ Politiker hat. Von diesen 14 Prozent nennen auf die offene Nachfrage, welchen Politiker bzw. welche Politikerin der AfD sie für fähig genug halten, das Amt des Bundeskanzlers zu übernehmen, die meisten Alice Weidel (64%). 1 Prozent nennen Björn Höcke, 7 Prozent andere Politiker der AfD. Wie gering der Rückhalt für einen AfD-Kandidaten bei der Bevölkerung insgesamt wäre, zeigen die Ergebnisse auf die Frage nach der Kanzlerpräferenz unter Einbeziehung der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel. Wenn die Befragten den Kanzler direkt wählen könnten und die Wahl zwischen Olaf Scholz, Friedrich Merz, Robert Habeck und Alice Weidel hätten, würden sich 27 Prozent für Scholz, 24 Prozent für Merz, 17 Prozent für Habeck und 10 Prozent für Weidel entscheiden. Bei der Alternative Scholz – Merz – Baerbock und Weidel würde sich ebenfalls nur 9 Prozent für Alice Weidel entscheiden. 25 Prozent würden für Scholz, 23 Prozent für Merz und 19 Prozent für Baerbock stimmen.

Mozart-Klavierwettbewerb
Türkin gewinnt internationalen Klavierwettbewerb

Belgrad – Die erst 18-jährige türkische Pianistin Nehir Özzengin hat in Serbien den Internationalen Mozart-Klavierwettbewerb gewonnen. Die aus der westtürkischen Stadt Izmir stammende Özzengin begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von vier Jahren und gewann ihren ersten Wettbewerb im Alter von bereits neun Jahren. Insgesamt hat sie 14 Musikpreise bei verschiedenen Wettbewerben in der ganzen Welt gewonnen, unter anderem in Belgien, Luxemburg, Serbien und Italien. „Ich bin sehr glücklich, mein Land wieder einmal erfolgreich auf internationalen Plattformen vertreten zu können. Ich arbeite hart daran, ein gutes Beispiel für die jungen Musiker in unserem Land zu sein, die nach mir kommen. Sie sollten sich größere Ziele setzen und in ihren Träumen keine Grenzen kennen. Erfolg wird zu einem echten Erfolg, wenn er Kontinuität gewinnt. Mein nächstes Ziel ist es, international erfolgreich zu werden, ohne mir selbst Grenzen zu setzen, und im Bereich der Musik feste Schritte nach vorne zu machen. Neben meiner Leidenschaft und Liebe zur Musik sind harte Arbeit und Hingabe die Schlüsselwörter für meinen Erfolg“, sagte Özzengin.

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Mit der besten Weltmeisterschaftsleistung ihrer Geschichte im Taekwondo erzielte die Türkei in diesem Jahr einen bedeutenden Erfolg.

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Künstliche Intelligenz
„TurcoAI“: Erster türkischer KI-Chatbot

Istanbul – Türkische Unternehmer haben „TurcoAI“, einen KI-gesteuerten Roboter, auf den Markt gebracht und ihn als bahnbrechendes Multimilliarden-Dollar-Projekt der Türkei im Bereich der künstlichen Intelligenz bezeichnet. Dieses innovative KI-System wird verschiedene Sektoren revolutionieren, darunter Wirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen, Rechtsdienste, Unterhaltung und sogar Haushaltshilfe. Die Bedeutung des Chatbots liegt in seiner Fähigkeit, die für die türkische Gesellschaft spezifischen emotionalen Algorithmen zu verstehen, die türkische Sprache zu verwenden und durch schriftliches und visuelles Material immersive Begegnungen zu ermöglichen. Der Chatbot soll das tägliche Leben der Menschen durch den Einsatz modernster Technologie verbessern, wie es in der offiziellen Erklärung heißt. Hausfrauen können demnach TurcoAI über die zu Hause verfügbaren Zutaten informieren und es bitten, ein Rezept zu erstellen. Es kann Reisepläne für Personen erstellen, die einen Ort besuchen möchten, Lehrern bei der Erstellung von Vorlesungsplänen helfen und Studenten bei ihren Hausaufgaben unterstützen, berichtet TRT World. Autoren, Blogger, Journalisten und andere Autoren von Inhalten können TurcoAI nutzen, um ihre Texte zu bearbeiten, zu korrigieren oder zu erweitern. Im Gesundheitssektor erleichtert es das Verständnis und die Verbreitung von Gesundheitsinformationen. Seine künstliche Intelligenz vereinfacht Aufgaben, die normalerweise Stunden in Anspruch nehmen können. Mit dieser Anwendung können Unternehmen bis zum Zehnfachen an Zeit und Kosten einsparen. Der Start von „TurcoAI“ markiert einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg der Türkei zur Nutzung künstlicher Intelligenz und positioniert das Land als einen herausragenden Akteur in der globalen KI-Landschaft. Das Projekt stellt nicht nur die technologischen Fähigkeiten der Türkei unter Beweis, sondern unterstreicht auch das Engagement des Landes, Innovationen zu fördern und Fortschritte in der KI-Technologie voranzutreiben

Energiekrise
Union kritisiert Mehrwertsteuer-Senkung auf Gas als „Glücksspiel“

Essen – Dass Deutschlands Verbraucher unterschiedlich durch eine Mehrwertsteuer-Senkung für Gas und Fernwärme entlastet werden, ruft Kritik in der Wohnungswirtschaft und bei der Opposition im Bundestag hervor. „Die Wahl des Abrechnungsmodells durch die Gasanbieter geschieht rein willkürlich“, sagte der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Diese Regelung steht im direkten Widerspruch zur Intention des Gesetzgebers.“ Wegen der Energiekrise wird die Umsatzsteuer – umgangssprachlich Mehrwertsteuer – für Erdgas und Fernwärme von Anfang Oktober 2022 bis Ende März 2024 von 19 auf sieben Prozent reduziert. Da die Versorger zwischen unterschiedlichen Abrechnungsmodellen wählen können, kommt der Einspareffekt allerdings teils zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Umfängen bei den Bürgern an. Die unterschiedliche Praxis der Stadtwerke und Energiekonzerne beschere einem Teil der Verbraucher Nachteile, kritisierte der Chef des Gelsenkirchener Wohnungskonzerns Vivawest, Uwe Eichner, gegenüber der WAZ. „Für einen Großteil der betroffenen Kunden bedeutet das, dass sie für das Abrechnungsjahr 2022 um ihre Entlastung von bis zu 100 Euro gebracht würden“, sagte Eichner. „Wir finden das nicht gerecht.“ In einer Antwort auf eine Anfrage der Unionsfraktion erklärte das Bundesfinanzministerium indes, dass es keinen Veränderungsbedarf sehe.

Türkei
Ankara: Neue Zentralbankchefin zuversichtlich im Kampf gegen Inflation

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Ankara – Die neu ernannte türkische  Zentralbankchefin, Hafize Gaye Erkan, sagte, sie habe Vertrauen in die Entschlossenheit der Regierung, die Inflation zu bekämpfen. Nach einem Treffen mit der Führung der türkischen Bankenvereinigung sagte Erkan vor Reportern in Istanbul, sie hätten ein sehr produktives Gespräch mit dem Bankenvertretern geführt. Man habe sie über die Probleme des Sektors und ihre Forderungen nach einer Vereinfachung des makroprudenziellen Rahmens informiert, sagte Erkan. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, zeigte sie sich zuversichtlich, dass alle Wirtschaftseinheiten hart daran arbeiten, die Inflation im Einklang mit den wirtschaftlichen Zielen der Regierung zu bekämpfen, und fügte hinzu: „Ich bin sicher, dass wir dieses Problem beständig, entschlossen und zielgerichtet angehen werden.“ Erkan betonte die Bedeutung der Preisstabilität für die Finanzstabilität und erklärte, man werde die Inflation bekämpfen, indem man sowohl die Preisstabilität als auch die Finanzstabilität gewährleistet. Zuvor hatte Finanzminister Mehmet Şimşek am Freitag erklärt, der Weg der Türkei zur Preisstabilität werde schrittweise, aber beständig sein. Die jährliche Inflation ging im Mai auf unter 40 Prozent zurück, nachdem sie im Oktober letzten Jahres mit über 85 Prozent ein 24-Jahres-Hoch erreicht hatte. Die türkische Zentralbank erklärte, die Inflation werde weiter sinken.

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