Musiker Özkan Uğur gestorben
Erdogan veröffentlicht Kondolenzbotschaft zu Özkan Uğurs Tod

Istanbul – Der Musiker und Filmschauspieler sowie Mitglied der türkischen Rockband MFÖ, Özkan Uğur, ist im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer Lymphkrebserkrankung in einem Krankenhaus gestorben. Die Nachricht vom Tod des bekannten Musikers übermittelte Gesundheitsminister Fahrettin Koca im Kurznachrichtendienst Twitter. Koca erklärte: 

“Wir haben unseren lieben Özkan Uğur verloren. Wir werden diese Stimme nicht vergessen, der für alle, die ihm zuhörten, ein Freund und eine Quelle des Herzens war. Wir sind sehr traurig. Ich wünsche ihm Gottes Gnade und seiner Familie und seinen Angehörigen mein Beileid.”

Auch Präsident Recep Tayyip Erdogan veröffentlichte nach dem Tod des beliebten Künstlers eine Kondolenzbotschaft in den sozialen Medien.
Mazhar Alanson, Fuat Güner und Özkan Uğur gründeten einst die Musikgruppe MFÖ, die gleichzeitig den ersten Buchstaben ihrer Vornamen tragen sollte. Ein Song trägt den Titel “Du bist immer 19”. Hier ein übersetzter Auszug aus dem Lied:

  • Was für ein schönes Ding du bist
  • Du bist immer 19
  • Komm und wickle mich ein
  • Wir sind heute hier und morgen nicht mehr da

Ne güzel şeysin sen

Hep yaşın 19

Gel yanıma sar beni

Bugün var yarın yokuz

Der am 17. Oktober 1953 in Istanbul geborene Uğur war der jüngste von insgesamt fünf Geschwistern. Sein musikalisches Talent kam bereits in der Grundschule zum Vorschein und als er das Fenerbahce-Gymnasium besuchte, gründete er kurzerhand die Band “Atomikler”.

Seine musikalische Karriere begann er in dem Serif-Yüzbasioglu-Orchester. Es folgten weitere Stationen als Bassgitarrist unter anderem in der Band “Kaygısızlar”, wo er auch seine späteren Musikerkollegen Mazhar Alanson und Fuat Güner kennenlernte. Mit Barış Manço und weiteren war er Gründungsmitglied der legendären Musikgruppe Kurtalan Ekspres. Er experimentierte und spielte mit Aydın Çakuş und Nur Yenal in der Band Ter. Er tat sich mit Erkin Koray zusammen und veröffentlichte 1972 „Hor Görme Garibi / Züleyha“ auf einer 45er-Schallplatte.

1984 gründeten die drei Musiker die Band MFÖ und brachten mit “Ele Güne Karşı Yapayalnız” (“Alleine gegen alle Widrigkeiten”) das erste Album auf den Markt. Großen Erfolg hatte das Trio mit den Liedern “Diday Diday”, “Sufi” und vertraten zweimal die Türkei beim Eurovision Song Contest. Uğur hatte nicht nur musikalisches Talent, sondern spielte als Schauspieler auch in Kinofilmen und Fernsehserien. Mit seinem Tod verliert die türkische Unterhaltungsindustrie einen großartigen Künstler, der mehr war als ein Musiker.

Kemal Bölge/Istanbul

Israel-Konflikt
Jenin – das Ende der Meinungsmanipulation

ein Gastbeitrag von Michael Thomas

Die israelischen Angriffe der letzten Monate im Westjordanland haben Folgen. Sehr langsam, aber stetig ändert sich der Sprachgebrauch der internationalen Medien in Bezug auf derartige Ereignisse im Nahen Osten, was ein untrügliches Zeichen für einen nachhaltigen Wandel ist.

Israelische Emissäre wie der Sprecher der Regierung, Arye Sharuz Shalicar, versuchen noch immer, die maßlosen Zerstörungen und vielen Erschießungen wie jetzt in Jenin mit vorgeblichen „Verteidigungshandlungen“ zu rechtfertigen und zu beschönigen, die sich gegen „Terroristen“ richten würden. Shalicar empört sich darüber, dass sowohl die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Faz), als auch der SPIEGEL nicht von „Terroristen“ sprechen, gegen die Israel vorgegangen sein will, sondern von „aufständischen Palästinensern“ und „Widerstandskämpfern“. In der Tat ist dies eine völlig neue und bemerkenswerte Veränderung und sie zeigt, dass die Deutungshoheit über alle Ereignisse in und um Israel herum nicht mehr beim israelischen Ministerpräsidenten liegt.

Den „Freunden“ der israelischen Regierung, wie etwa Deutschland, fällt es zunehmend schwer, ihre unkritische Haltung Israel gegenüber beizubehalten, ohne das Gesicht zu verlieren. Es nimmt sich schon überaus seltsam aus und wirkt einigermaßen grotesk, angesichts des Terrors, den Israel in Jenin verübt hat, folgende Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zu lesen (Link):

„Den heutigen Terroranschlag in Tel Aviv verurteilen wir auf das Schärfste. Israel hat wie jeder Staat das Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.

Bei der seit zwei Tagen andauernden israelischen Militäroperation im Flüchtlingslager Dschenin muss das völkerrechtliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.“

Die deutsche Regierung schickt der eigentlich aufgrund ihrer Selbstverständlichkeit verzichtbaren Anmerkung, dass das Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt werden müsse, eine scharfe Verurteilung des Anschlags von Tel Aviv voraus. Deutlicher kann die deutsche Regierung ihre selbstgewählte Blind- und Taubheit angesichts der furchtbaren Zerstörungen und Toten in Jenin nicht zum Ausdruck bringen.

Diese Formulierung ist geradezu verstörend. Zusammen mit ihr isoliert sich auch die US-Regierung aufgrund ihrer geradezu starrsinnigen, solidarischen Haltung zunehmend von der Weltgemeinschaft. Auch England bemüht sich zur Zeit sehr engagiert, jedwede Unterstützung für israelkritische Stimmen und Organisationen sogar mithilfe eigens geschaffener Gesetze zu unterdrücken. So sagte der Tory-Politiker Michael Gove bei der Vorstellung eines Anti-BDS-Gesetzes, dass jeder, der gegen den Gesetzentwurf gestimmt habe, „antisemitisch“ sei:

„Die Frage für jedes Mitglied dieses Hauses ist, ob es an unserer Seite gegen Antisemitismus steht oder nicht.“ (Link) Wenn man weiß, dass sowohl in Deutschland als auch in den USA regelmäßig Klagen gegen den Staat gewonnen werden, weil Leistungen wegen Kontakten zu BDS verweigert werden, wirkt ein solches Vorgehen in seiner Verzweiflung schon hilflos.

Blickt man jedoch insgesamt über den Globus, zeichnen sich zumindest punktuell immer mehr Veränderungen in der Wahrnehmung israelischer Politik ab und manche dieser Punkte werden zu Flächen. Da haben wir, was sowohl die Israel-„Freunde“ als auch die israelische Regierung selbst zutiefst überrascht und erschüttert hat, die unübersehbaren Mengen unmissverständlicher Palästinasolidarität und Ablehnung Israels, die in Qatar bei der Fußballweltmeisterschaft auftauchten. In rascher Abfolge kündigen prominente Großstädte wie Barcelona und Lüttich ihre Städtepartnerschaften mit israelischen Städten auf. Auf internationaler Ebene verweigern immer mehr Sportler Wettkämpfe mit israelischen Sportlern.

Wenn Benjamin Netanyahu das von ihm initiierte „Abraham-Abkommen“ als Möglichkeit gefeiert hatte, unter völliger Ignoranz Palästinas direkt mit führenden, arabischen Ländern Friedens- und Handelsabkommen zu schließen, zerbröseln die wenigen Verträge, die im Zuge dieser Verhandlungen zustandegekommen waren, heute einer nach dem anderen. Wichtige Zielstaaten für dies Abkommen, wie z.B. Saudi-Arabien etwa, wenden sich zum Entsetzen Israels nun seinem direkten Erzfeind Iran zu und eröffnen nach langer Eiszeit neue, diplomatische und wirtschaftliche Kooperationen.

Der Bann scheint tatsächlich gebrochen, die Welt erwacht aus einer diktierten Schockstarre. Neben Brasilien stellen sich weitere Länder Lateinamerikas heute offen an die Seite Palästinas, die African Union verweigerte Israel mit dem Hinweis auf dessen fortgesetzte Menschen- und Völkerrechtsbrüche einen Beobachterposten in ihrer Organisation und begleitete zu allem Überfluss gar einen israelischen Vertreter gegen dessen Willen mit Sicherheitspersonal aus dem Versammlungssaal. Eine schallende Ohrfeige seitens Afrika.

Wenn wir in Westeuropa von all diesen medialen und politischen Beben nicht allzuviel mitbekommen, so liegt das an der sich nur langsam veränderten Strategie der gesamten, westeuropäischen Presse. Man lernt in den Redaktionen heute, wenn auch nur langsam, dass man mit der Wahrheit auch Glaubwürdigkeit und Leser verliert, wenn man weiterhin dem offiziellen Politsprech folgt. Tatsächlich wandeln sich jedoch viele Dinge – und oft gleichzeitig.

Und eine Front wird zumeist vollständig ausgeblendet, obschon sie bald eine womöglich ungeheure Trag- und Zugkraft entwickeln kann: der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat nach mehreren Anläufen und Antragsverfahren, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde initiiert worden sind, vor kurzer Zeit die „Staatlichkeit“ Palästinas festgestellt und sich selbst für zuständig erklärt. Damit folgte der IStGH diversen, ebenfalls in jüngerer Zeit von der UN erstellten Resolutionen, die Palästina ein „Recht auf Selbstbestimmung“ attestieren und mehrheitlich angenommen wurden. Zuletzt in wortwörtlicher Form mit A/RES/77/208 am 15.12.2022 (Link)

Zuvor war die Chefanklägerin des IStGH, Fatou Bensouda, hinsichtlich einer Zuständigkeitserklärung noch genau an dieser Frage gescheitert, nun aber ist der Weg offen für sofort in Kraft gesetzte Ermittlungen gegen Israel wegen Kriegsverbrechen. Ist diese Tür einmal geöffnet, könnte sich eine Flut von Klagen gegen Israel ereignen. Denn auch in dem Artikel 49, Absatz 6 der Genfer Konvention (GK) sieht der IStGH als Teil allgemeinen Völkerrechts einen klaren Verstoß Israels. Die GK verbietet einer Besatzungsmacht, Teile ihrer eigenen Bevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet umzusiedeln. (Link)

Rami G Khouri, Direktor an der American University of Beirut, fasst all das Vorgenannte und weitere Aspekte in einem hoffnunggebenden Artikel bei Al-Jazeera unter der Überschrift zusammen (Link):

„Ob Sie es glauben oder nicht, in Palästina wird die Gerechtigkeit siegen. Angesichts der israelischen Aggression in Dschenin mag es schwierig sein, den Triumph der palästinensischen Sache zu erkennen, aber er kommt.“

Khouri kommt im Wesentlichen zu den gleichen Schlüssen; auch er sieht eine globale, gesellschaftsumspannende Veränderung in der Wahrnehmung dessen, was gerade mit Israel und Palästina geschieht. Auch er verweist auf die diplomatischen Erfolge, die, wenn auch in zeitraubenden, immer nur kleinen Schritten vor internationalen Gremien wie der UN etwa erreicht werden und die breitflächig erzielten Fortschritte in Richtung der Aktion BDS („Boycott, Divestment, Sanctions“), die den Kampf an eben der Front führt, die das Apartheidsystem in Südafrika damals zu Fall brachte.

Wir müssen uns vor Augen führen, dass die gesamte EU, speziell und zuvörderst Deutschland, eine ganz besondere, in großen Teilen unbekannte Motivation hat, Israel nach wie vor mit dem Narrativ, es handele sich dabei nur um Juden, die sich gegen Verfolgung schützen, beschirmt. Deshalb sitzen Europäer in einem dunklen Wahrnehmungsloch, auf das Politik und Presse einen Deckel legen. In nicht allzu ferner Zukunft wird der Abstand zwischen der europäischen, US- und globalen Bewertung der Lage in Israel und Palästina eine nahezu unüberwindbare Kluft darstellen, wenn die EU ihre Strategie nicht umgreifend verändert.

Schon die aktuellen Äußerungen europäischer Politiker, die ihre Reaktionen auf die letzten, gewalttätigen Auseinandersetzungen, die vielen Toten und die ungeheuren Zerstörungen auf den Ausdruck angeblich „großer Besorgnis“ reduzieren, ohne Konsequenzen irgendwelcher Art zu zeigen, wirken verstörend. Palästinensern bleibt im Grunde keine andere Wahl als anzunehmen, dass sich die Europäische Union eine möglichst schnelle und leise, vollständige Annexion des Westjordanlandes und die Eliminierung ihres Landes wünscht.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Gastbeitrag
Ist die Kaukasusregion Teil des Nahen Ostens?

ein Gastbeitrag von Adil Shamiyev

Der Südkaukasus und der Nahe Osten befinden sich seit langem im Epizentrum geopolitischer, ideologischer und ethnischer Spannungen. Während der hybride Krieg zwischen Israel und dem Iran eine neue Dynamik erfährt, könnten die anhaltenden Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan eine zweite Front eröffnen, an der sowohl Tel Aviv als auch Teheran beteiligt sein könnten.

Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 führen Teheran und Tel Aviv einen asymmetrischen Krieg, bei dem sie sich Instrumente wie Stellvertretergruppen im gesamten Nahen Osten und Cyberangriffe zunutze machen. Während der Iran die Achse des Widerstands unterstützt hat, konzentrierte sich Israel vor allem auf den Kampf gegen die Hisbollah an seinen Grenzen und in Syrien sowie auf iranische Mitarbeiter, die an seinem Atomprogramm arbeiten.

In den letzten zwei Jahren haben die regionalen Ereignisse die Bedeutung des Kaukasus, der schmalen Landenge zwischen Iran und Russland, der Europa über das Schwarze und das Kaspische Meer mit Zentralasien verbindet, deutlich gemacht. Der schlecht durchdachte Rückzug der USA aus Afghanistan machte die Hoffnung zunichte, dass die zentralasiatischen Binnenstaaten in der Lage sein würden, Transportrouten durch dieses Land zu eröffnen und damit eine Verbindung zum indischen Subkontinent und zum Indischen Ozean herzustellen.

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine legte dann den Landverkehrskorridor, der China über Kasachstan, Russland und Weißrussland mit Europa verbindet, abrupt still. Plötzlich ist der einzige Landweg, der China und Zentralasien mit Europa verbindet, derjenige, der durch den Kaukasus führt.

Zusammenrücken zwischen Aserbaidschan und Israel

Im März wurde in Tel Aviv die aserbaidschanische Botschaft eröffnet. Botschaften sind nur ein Aspekt bilateraler Beziehungen, doch ihnen kommt als eine Art Schaufenster des Beziehungsstatus besonderer Stellenwert zu. Daher machte im November 2022 die Ankündigung mächtig Schlagzeilen, dass Aserbaidschan als erstes schiitisches Land eine Botschaft im jüdischen Staat eröffnen will. Der Schritt erhält noch mehr Bedeutung, da er satte 30 Jahre nach der Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen den beiden Staaten erfolgt und Israel eine diplomatische Vertretung in Baku bereits seit 1993 unterhält.

Die Einrichtung einer aserbaidschanischen Handelsvertretung im Sommer 2021 hingegen, die ebenfalls eine „schiitische Premiere in Israel“ war, erfolgte recht stillschweigend. Dabei wurden die Handelsbeziehungen seither enorm ausgeweitet und nehmen in Anbetracht des russischen Krieges gegen die Ukraine noch weiter zu, unter anderem durch Kooperationsprojekte im wirtschaftlich-technologischen Bereich.

Israels Engagement in Berg Karabach ist Teil eines größeren geopolitischen Rätsels; sowohl Israel als auch die Türkei nutzen diesen Konflikt um den aggressiven Ambitionen Irans in der Region entgegenzuwirken und Berg Karabach als „Sicherheitspuffer“ zu nutzen. Die Waffen, die Israel während der 44 Tage des Krieges im Jahr 2020 in den BK-Konflikt exportierte, ließen kaum Zweifel daran, dass Jerusalem Aserbaidschan in Berg Karabach als stellvertretendes Kriegsgebiet gegen die iranische Aggressivität in der Region unterstützen will, die Holocaust-Leugnung, nukleare Drohungen und Aussagen über die Zerstörung Israels und des Zionismus miteinander verbindet.

Mit anderen Worten: Israel, die Türkei und Aserbaidschan könnten als eine Seite in diesem Konflikt betrachtet werden. Auf der anderen Seite ist das Bündnis zwischen Iran, Armenien und Russland ein wichtiger Faktor im Berg Karabach-Konflikt. Diese Länder sind historisch und kulturell miteinander verbunden und unterhalten seit langem diplomatische Beziehungen. Während des Krieges von 2020 leistete der Iran Armenien logistische Unterstützung, einschließlich des Transports von militärischer Ausrüstung und Personal, während Russland Waffen und Munition lieferte.

Die Rhetorik Teherans kommt in einer Zeit zunehmender Spannungen zwischen Israel und dem Iran und der Anreicherung von Uran über 84% hinaus, was zu Bedenken hinsichtlich des Potenzials des Irans für eine Bewaffnung seines Atomprogramms führt, was zu einem „Ausbruch“ des Irans führen könnte, um eine Schwellen- oder tatsächliche Atommacht zu werden.

In der Vergangenheit haben pro-iranische Milizen im Irak Behauptungen aufgestellt, dass Israel von Aserbaidschan und dem Iran aus operiert, wobei sie die autonome Region Kurdistan im Irak oft als einen Ort beschuldigten, an dem Israel operiert habe. Dies zeigt, wie die zunehmende Rhetorik Irans darauf abzielt, die kurdische autonome Region und auch das benachbarte Aserbaidschan ins Visier zu nehmen.

Auswirkungen der israelisch-aserbaidschanischen Annäherung auf die Rhetorik Teherans

Die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan haben sich in jüngster Zeit verschlechtert, nachdem im September 2022 zu der militärischen Auseinandersetzung zwischen Armenien und Aserbaidschan an der Staatsgrenze kam. Obwohl der Iran während des Berg-Karabach-Krieges 2020 die Rückgabe der von Baku kontrollierten Gebiete unterstützte, hat Teheran stets betont, dass die armenischen Hoheitsgebiete eine rote Linie darstellen, die Aserbaidschan nicht überschreiten darf.

Die zunehmenden aserbaidschanisch-iranischen Spannungen scheinen durch die Folgen des Krieges um die Enklave Berg-Karabach (die international als Teil Aserbaidschans anerkannt ist, aber überwiegend von Armeniern bewohnt wird) im Jahr 2020 ausgelöst worden zu sein; dazu gehören auch die jüngsten Bemühungen Bakus, sich den Zugang zu den Korridoren zu sichern, die in dem von Russland vermittelten Waffenstillstandsabkommen, das die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan beendete, festgelegt wurden.

Tiefergehend ist der Iran jedoch auch über die engen und zunehmend öffentlichen Beziehungen Aserbaidschans zu Israel besorgt. Diese Beziehung ist eine von mehreren geostrategischen Verschiebungen der letzten Zeit, die sich auf das Kalkül Teherans auswirken, darunter der Einmarsch Russlands in der Ukraine, die daraus resultierende Vertiefung der Beziehungen Irans zu Moskau und ein mögliches Friedensabkommen, das den drei Jahrzehnte währenden Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan endgültig beenden könnte.

Nach Ansicht Teherans droht das letztgenannte Szenario das regionale Gleichgewicht zwischen dem Iran und Russland zu verschieben, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle der regionalen Verkehrsinfrastruktur. Das von Aserbaidschan zurückgewonnene Territorium umfasst Gebiete entlang seiner Grenze zum Iran sowie einen Teil der Hauptverkehrsstraße, die den Iran mit Armenien verbindet – eine wichtige Handelsroute nach Russland und zum Schwarzen Meer. Berichten zufolge war Teheran verärgert, als Baku daraufhin begann, iranischen Lastwagen, die Waren über diese Route transportierten, Steuern aufzuerlegen.

Was vielleicht noch wichtiger ist, ist die Tatsache, dass diese Route nach Ansicht hochrangiger regionaler Analysten und Beamter ein wichtiger Korridor für den Drogenhandel, den Ölschmuggel und andere Aktivitäten zur Aufhebung der Sanktionen war – und möglicherweise auch bleibt -, der dazu beitrug, den wirtschaftlichen Druck auf die Islamische Republik zu verringern. Sie wurde offenbar auch genutzt, um russische Waffen über den Iran nach Armenien zu schicken.

In der Tat hat Teheran Armenien in der Vergangenheit stark unterstützt, während Russland jahrelang der wichtigste Sicherheitsgarant Eriwans war und mit diesem in der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit verbündet ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich Moskau während des Krieges von 2020 offenkundig stärker auf die Seite Aserbaidschans gestellt hat. Die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan wurden noch weiter verschärft, nachdem am 27. Januar ein bewaffneter Mann in die aserbaidschanische Botschaft in Teheran (Iran) eindrang, tötete den Sicherheitsbeamten der Botschaft und verwundete zwei weitere Personen.

Die internationalen Medien berichteten nur flüchtig über den Vorfall. Nach dem Vorfall beschuldigte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew offen „einige Zweige des iranischen Establishments“, für den Angriff verantwortlich zu sein, und Baku evakuierte umgehend sein Botschaftspersonal und seine Angehörigen. Dies war ein deutliches Zeichen für die Reibereien zwischen Aserbaidschan und seinem nicht gerade freundlichen Nachbarn, dem Iran.

Obwohl Russland und der Iran es wahrscheinlich vorziehen würden, den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien auf niedrigem Niveau beizubehalten, während sie diese Länder zunehmend als alternative Transportrouten nutzen, bietet Moskaus derzeitige Konzentration auf die Ukraine Washington eine Chance. Ein zusätzliches hochrangiges Engagement der USA im Südkaukasus würde nicht nur die Friedensbemühungen zwischen Baku und Eriwan unterstützen, sondern auch den russischen und iranischen Aktivitäten in der Region entgegenwirken, einen besseren Zugang der USA zu dieser Region gewährleisten und dazu beitragen.

Die Auswirkungen von Netanjahus Sieg bei den israelischen Wahlen 2022 und seine Anti-Iran-Stimmung sind in der Tat in zahlreichen Äußerungen von ihm und seiner Regierung deutlich geworden. Netanjahu ist ein lautstarker Kritiker des Irans und seines Atomprogramms und vertritt die Ansicht, dass es eine existenzielle Bedrohung für Israels Sicherheit darstellt. Während frühere israelische Ministerpräsidenten wie Naftali Bennett, Yair Lapid und Ariel Sharon ihr Engagement gegen den Iran und sein Atomprogramm betonten, hat Netanjahu dies auf ein noch nie dagewesenes Niveau gebracht, indem er das Thema zu einer Kunstform machte.

Während seiner berühmten Rede vor dem amerikanischen Kongress im Jahr 2015 über das Atomabkommen, das die Verbündeten mit dem Iran anstrebten, kritisierte Netanjahu hinter dem Rücken von Präsident Obama das Abkommen mit den Worten: „Das ist ein schlechtes Abkommen – ein sehr schlechtes Abkommen.“

Netanjahus früheres Handeln als Premierminister wird wahrscheinlich sein zukünftiges Handeln in der Region beeinflussen. Dies könnte zu einer verstärkten Präsenz Israels im Südkaukasus, zu mehr Druck auf den Iran und zu einer größeren Unterstützung Aserbaidschans führen und die oben erwähnten kriegerischen Äußerungen des iranischen Außenministers erklären. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Jerusalem seine öffentlichkeitswirksame Unterstützung, Ausbildung und Lieferung von Waffen an Aserbaidschan aufrechterhalten wird, solange die Teile dieses festen geopolitischen Puzzles im Spiel bleiben – insbesondere die gegenseitige Feindschaft zwischen dem Iran und Israel.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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Glücksspiel
Online Casino Schweiz: der Weg zum legalen Betrieb für alle

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Online Casinos in der Schweiz waren nicht immer legal. Schwer zu glauben, aber vor ein paar Jahren gab es sie nicht mal. In diesem Artikel gibt es alle Infos. Die Online Casino Industrie hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen, und die Schweiz bildet dabei keine Ausnahme. Die rechtlichen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung und Entwicklung dieser Branche. In diesem Artikel werden wir uns mit dem historischen Verlauf der Schweizer Gesetze zur Lizenzierung von Online Casinos befassen. Wir betrachten die frühen Restriktionen, die Einführung des Geldspielgesetzes, die Evolution der Lizenzierung und den aktuellen Stand in der Online Casino Schweiz legal. Frühe Restriktionen beim Online Glücksspiel In den Anfangsjahren stand die Schweiz Online Glücksspielen skeptisch gegenüber und setzte restriktive Maßnahmen durch. Die restriktiven Maßnahmen wurden ergriffen, um den Spielerschutz zu gewährleisten. Es gab Bedenken hinsichtlich der Suchtgefahr von Glücksspielen und der Möglichkeit, dass Spieler finanziell überfordert oder in betrügerische Aktivitäten verwickelt werden könnten. Darüber hinaus wurde die Prävention von Geldwäsche und die Bekämpfung von Steuerhinterziehung als wichtige Gründe für die restriktiven Maßnahmen genannt. Diese Beschränkungen hatten erhebliche Auswirkungen auf das Wachstum der Online Casino Industrie in der Schweiz. Viele Spieler wanderten auf ausländische Plattformen ab, um ihren Glücksspielbedürfnissen nachzukommen. Dies führte zu einem Verlust an Steuereinnahmen für das Land und einer Unterstützung von ausländischen Betreibern anstatt von inländischen Unternehmen. Die Schweiz verpasste die Gelegenheit, die wirtschaftlichen Vorteile der Online Casino Industrie zu nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu kontrollieren. Es wurde jedoch erkannt, dass eine restriktive Haltung allein nicht ausreichte, um die Herausforderungen des Online Glücksspiels anzugehen. Daher wurden neue gesetzliche Rahmenbedingungen entwickelt, um den Spielerschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Online Casino Industrie zu regulieren. Durch diese Veränderungen hoffte die Schweiz, die negativen Auswirkungen des Online Glücksspiels einzudämmen und gleichzeitig den Spielerschutz zu verbessern. Nun waren landbasierte Spielbanken wie Casino Interlaken, Casino Davos, Casino Bern, Casino Baden, Casino Luzern, Casino Barrière Montreux, Grand Casino Basel und Casino Lugano nicht mehr die einzigen Möglichkeiten, um Casinospiele zu genießen.

Die Einführung des Geldspielgesetzes

Die Einführung des Geldspielgesetzes im Jahr 2019 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Schweizer Gesetzgebung für Online Casinos. Mit diesem Gesetz wurde ein bedeutender Schritt unternommen, um die Aktivitäten von Online Casinos zu regulieren und den Spielerschutz zu gewährleisten. Der Bundesrat legte klare Richtlinien und Bestimmungen fest, um einen legalen Rahmen für den Betrieb von Online Casinos in der Schweiz zu schaffen. Das Hauptziel bei der Einführung des Geldspielgesetzes war die Notwendigkeit einer umfassenden Regulierung des Online Glücksspiels. Es wurde erkannt, dass eine unkontrollierte und unregulierte Online Casino Industrie mit verschiedenen Risiken verbunden ist, wie beispielsweise Spielsucht, Betrug, Geldwäsche und die Förderung von problematischem Glücksspielverhalten. Daher war es von entscheidender Bedeutung, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken einzudämmen und einen angemessenen Spielerschutz zu gewährleisten. Das Geldspielgesetz beinhaltet eine Reihe von Bestimmungen, die speziell auf die Lizenzierung und den Betrieb von Online Casinos abzielen. Es legt fest, dass nur Anbieter mit einer offiziellen Schweizer Lizenz legal Online Casino Spiele anbieten dürfen. Dies stellt sicher, dass die Betreiber bestimmte Standards erfüllen müssen, um den Spielerschutz und die Integrität der Online Glücksspiele zu gewährleisten. Darüber hinaus enthält das Gesetz auch Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, zur Förderung von verantwortungsbewusstem Glücksspiel und zur Sicherstellung der Transparenz und Fairness der Glücksspiele. Die Auswirkungen des Geldspielgesetzes auf die Online Casino Industrie waren signifikant. Es schuf einen klaren rechtlichen Rahmen für den Betrieb von Online Casinos in der Schweiz und etablierte einen Lizenzierungsprozess, der sicherstellt, dass nur seriöse und zuverlässige Glücksspielbetreiber zugelassen werden. Dies schafft Vertrauen bei den Spielern und erhöht die Sicherheit und den Spielerschutz. Insgesamt hat das Glücksspielgesetz dazu beigetragen, die Online-Casino-Branche in der Schweiz zu stärken. Es enthält klare Richtlinien zur Regulierung der Aktivitäten und zur Gewährleistung des Spielerschutzes und des Fairplays. Durch die Schaffung eines rechtlichen Rahmens und eines Lizenzierungsprozesses wurde die Grundlage für eine verantwortungsvolle und transparente Schweizer Online-Casino-Branche geschaffen. Schweizer finden hier die aktuelle Situation und weitere Branchentipps sowie zahlreiche Bonusangebote und die besten legalen Online-Casinos der Schweiz.

Die Entwicklung der Online Casino Lizenzierung

Die Entwicklung der Online Casino Lizenzierung in der Schweiz hat zu einer positiven Veränderung in der Branche geführt, was man in diesem Teil verfolgen kann.

Übergangsphase

Nach der Einführung des Gesetzes gab es eine Übergangsphase, in der Online Casino Anbieter mit Herausforderungen konfrontiert waren. Viele Unternehmen mussten ihre Geschäftsmodelle anpassen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Sie mussten ihre Geschäftsmodelle anpassen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dies umfasste die Notwendigkeit einer Lizenzierung und Regulierung gemäß den Vorschriften des Gesetzes. Darüber hinaus waren technische Anpassungen erforderlich, um Spielerschutzmaßnahmen zu implementieren und Geldwäscheprävention zu gewährleisten. Die Anbieter mussten sich auch an die strengeren Werbebeschränkungen anpassen und mit Finanzinstituten zusammenarbeiten, um sicheren Zahlungsverkehr zu gewährleisten. Dieser Übergangsprozess war notwendig, um den Übergang von einem unregulierten Markt zu einer streng kontrollierten Branche zu erleichtern.

Die Rolle der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK)

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) wurde als Regulierungsbehörde eingesetzt, um die Online Casino Lizenzierung zu überwachen. Die ESBK spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Geldspielgesetzes. Sie ist für die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften, die Lizenzvergabe und -verlängerung sowie die Durchsetzung von Sanktionen bei Verstößen gegen die Bestimmungen zuständig.

Der Lizenzierungsprozess

Der Lizenzierungsprozess für ein Online Casino in der Schweiz ist anspruchsvoll und umfasst mehrere Schritte. Die Anbieter müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um eine Lizenz zu erhalten. Dazu gehören unter anderem technische Standards, Geldwäschebekämpfung, Spielerschutzmaßnahmen und finanzielle Stabilität. Die Bewerber werden einer gründlichen Prüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Standards erfüllen.

Aktueller Stand der Online Casino Lizenzierung in der Schweiz

Derzeit befindet sich die Online Casino Industrie in der Schweiz in einem stabilen und regulierten Zustand, dank des umfassenden Lizenzierungsprozesses. Die Einführung einer strengen Regulierung hat zu einer verbesserten Sicherheit und einem besseren Schutz der Spieler geführt. Durch die Erlangung einer offiziellen Schweizer Lizenz sind die Spielanbieter verpflichtet, strenge Vorschriften einzuhalten, um den Spielerschutz zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Auswirkungen der regulierten Lizenzierung auf die Industrie ist der erhöhte Spieler- und Verbraucherschutz. Durch die Implementierung strenger Vorschriften und Standards werden die Spieler vor betrügerischen Praktiken und unseriösen Betreibern geschützt. Die lizenzierten Online Casinos müssen transparente Geschäftspraktiken anwenden, faire Spielbedingungen gewährleisten, konkurrenzfähige Bonus Angebote haben und Maßnahmen zur Bekämpfung von Spielsucht umsetzen. Dadurch können die Spieler ein vertrauenswürdiges und sicheres Spielerlebnis genießen. Ein weiterer Vorteil der Lizenzierung für die Spieler liegt in den fairen Bonus- und Spielpraktiken. Die lizenzierten Anbieter unterliegen strengen Überprüfungen und Tests, um sicherzustellen, dass die Spiele fair und zufällig ablaufen. Dies bedeutet, dass die Spieler die gleichen Chancen haben, zu gewinnen, und dass die Ergebnisse nicht manipuliert werden können. Dadurch wird ein faires und transparentes Spielumfeld geschaffen, das das Vertrauen der Kunden stärkt. Neben den Vorteilen für die Spieler profitieren auch die Online Casino Anbieter von der Lizenzierung. Die Lizenzierung bietet ihnen die Option der legalen Betreibung ihres Online Geschäfts. Dies führt zu einer verbesserten Reputation und einem größeren Kundenstamm. Durch den Erhalt einer offiziellen Schweizer Lizenz gewinnen sie Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei den Spielern und können in vielen Fällen ihr Spielangebot erweitern.

Fazit

Insgesamt hat die Schweiz eine bemerkenswerte Entwicklung in Bezug auf die Gesetze zur Lizenzierung von Online Casinos durchlaufen. Von den frühen Restriktionen bis zur Schaffung eines regulierten Rahmens hat das Geldspielgesetz eine positive Veränderung in der Branche bewirkt. Die Lizenzierung hat zu einer sicheren und vertrauenswürdigen Umgebung für Online Casinos in der Schweiz geführt. Spieler können nun mit Zuversicht spielen und sich darauf verlassen, dass ihre Interessen geschützt werden. Die Zukunft der Online Casino Industrie in der Schweiz sieht vielversprechend aus, da die Branche fürs Glücksspiel in der Schweiz weiter wächst und sich weiterentwickelt.

Handball-WM
Deutsche Handball-Junioren erneut Weltmeister

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Berlin – Die deutsche U21-Handball-Nationalmannschaft gewinnen auch das achte Spiel bei dieser WM und sind nach 2009 und 2011 erneut Wetmeister geworden. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger setzte sich im Finale am Sonntag vor ausverkaufter Halle in Berlin gegen Ungarn mit 30:23 (14:11) durch und belohnte sich mit Gold. Den dritten Platz sicherte sich Island durch ein 27:23 (13:13) gegen Serbien. „Wir wollten die U21-WM nutzen, um zu zeigen, wie gut die Ausbildung unserer Talente ist. Die Jungs haben sich sehr ordentlich verkauft“, zitiert ntv DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Schweden
EU bezeichnet Koranverbrennung als „klaren Akt der Provokation

Brüssel – Die Europäische Union schloss sich am Samstag mehreren muslimischen Ländern an und verurteilte die Koranverbrennung in Schweden. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) wird nächste Woche eine Dringlichkeitssitzung zu diesem Thema einberufen. Die EU kritisierte den Vorfall in Schweden und bezeichnete ihn als „beleidigend“, „respektlos“ und einen „Akt der Provokation“. „Die EU schließt sich dem schwedischen Außenministerium an, das die Verbrennung eines Korans durch eine Einzelperson in Schweden scharf ablehnt. Diese Tat spiegelt in keiner Weise die Meinung der Europäischen Union wider“, sagte Nabila Massrali, die EU-Sprecherin für Außen- und Sicherheitspolitik, am Samstag in einer Erklärung.
Noch bedauerlicher ist, dass diese Tat ausgerechnet am wichtigen muslimischen Fest Eid al Adha begangen wurde.
„Manifestationen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz haben in Europa keinen Platz“, so Massrali weiter. Die Verbrennung eines Korans vor einer Moschee in Schweden an einem der heiligsten Tage des Islams löste am Donnerstag in vielen muslimischen Ländern Empörung und eine weit verbreitete Verurteilung der schwedischen Behörden aus. Im Irak protestierten mehrere hundert Menschen vor der schwedischen Botschaft in Bagdad auf Drängen von Muqtada al-Sadr, einem Geistlichen, der die irakische Regierung aufforderte, die diplomatischen Beziehungen zu Schweden abzubrechen, das er als „feindlich“ gegenüber dem Islam bezeichnete. Bei dem Vorfall in Stockholm am Mittwoch rissen zwei Männer unter den Augen einer Menschenmenge Seiten aus einem Koran und verbrannten sie vor einer Moschee. Einer der Männer, Salwan Momika, der von schwedischen Medien als in Schweden lebender irakischer Einwanderer identifiziert wurde, erklärte in seinem Antrag auf Genehmigung, er wolle seine Meinung über den Koran zum Ausdruck bringen, indem er ihn zerreißt und verbrennt. Die Polizei hatte eine Genehmigung für die Demonstration erteilt, nachdem ein schwedisches Gericht entschieden hatte, dass ein Verbot das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzen würde. Die Verbrennung des Korans in Stockholm am Mittwoch folgte auf einen ähnlichen Vorfall im Januar, bei dem ein rechtsextremer dänisch-schwedischer Mann eine Kopie des heiligen Buches vor der türkischen Botschaft in der schwedischen Hauptstadt verbrannte, was ebenfalls die Spannungen mit der Türkei verschärfte. Seitdem hat die Stockholmer Polizei nach eigenen Angaben zwei weitere Anträge auf Proteste durch Verbrennung von Koranen abgelehnt, und der schwedische Sicherheitsapparat hat seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass solche Aktionen Sicherheitsbedenken wecken und eine Gefahr für Botschaften im Ausland darstellen könnten.

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– Schweden – Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt

Ein schwedischer Schriftsteller wollte vor der israelischen Botschaft in Stockholm eine Thora sowie die Bibel verbrennen. Die örtlichen Behörden gaben der Protestaktion anders als bei der Koran-Verbrennung keine Erlaubnis.

Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt

Gastbeitrag
Kommentar: Koranverbrennung ist keine Meinungsäußerung

ein Gastbeitrag von Michael Thomas

Nun kann es passieren, dass mir der Lebensstil meines Nachbarn nicht zusagt. Vielleicht, weil er statt eines englischen Rasens ein buntes Blumenfeld im Vorgarten hat. Oder weil sein Auto größer und teurer als meines ist. Aber es wäre wohl nicht angebracht, wenn ich ihm deshalb an seiner Haustüre mitteilte, dass seine Mutter meiner Meinung nach der Prostitution nachginge und er das Ergebnis dieser Profession sei. Denn das wäre keine Meinung, das wäre eine Beleidigung.

Und so ist, wir wissen es ja alle, die Verbrennung eines Koran natürlich auch keine „Meinungsäußerung“, sondern nur eine dumm-aggressive Beleidigung. Eine derartige Aktion trägt selbstverständlich keinesfalls zu einer nüchternen, womöglich progressiven Dialogführung bei und ist einseitig ausschließlich nur auf Hass und Gewalt ausgerichtet. Diese Aktion will nichts anderes als die Gefühle von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt verletzen. Sie will keinen Dialog, kein Gespräch, keine Annäherung und damit auch keinen Frieden. Im Gegenteil.

Die Reaktion der schwedischen Regierung, die bis heute aufgrund der vorangegangenen Aktion einer Koranverbrennung nicht die dringend gewünschte Mitgliedschaft in der NATO erreichen konnte, ist in ihrer Hilflosigkeit faszinierend. Sie zeigte sich außerstande, ihre Polizei- und Ordnungsbehörden davon abzuhalten, solche Aktionen zu genehmigen. Im Gegenteil war die jüngste Aktion ordnungsgemäß angemeldet und begleitet worden. Das bedeutet natürlich nichts anderes, als dass die schwedische Gesellschaft die aggressive Beleidigung von Werten, die sehr vielen Menschen auf der Welt sehr viel bedeuten und sehr nahe gehen, akzeptiert.

Wenn nun aber ein mehrheitlich und bekennend islamisch geprägtes Land Mitglied der NATO ist, kann diese Organisation Schweden nachvollziehbarerweise keine Mitgliedschaft gewähren. Das mindeste, was der Türkei als Reaktion auf die Koranverbrennung verbleibt, ist die Versagung des Beitritts.

Die Nachrichten aus der Welt sind voll von Wutausbrüchen, die der dummen Aktion des Irakers in Schweden gefolgt sind. Nationen, Länder und ganze Bündnisse bringen ihre Empörung zum Ausdruck. Es wird ein Bündel an Maßnahmen folgen; sicherlich wird es Importverbote für Güter aus Schweden, Ausweisungen von Botschaftern und Auflösung von Kooperationen und Verträgen hageln, so dass die Versagung der NATO-Mitgliedschaft beinahe als das kleinere der Übel wirkt, die folgen werden.

Die auch zu recht folgen werden. Denn jeder würde selbstverständlich großes Verständnis für meinen Nachbarn haben, wenn mir dieser aufgrund meiner „Meinung“ wütend die Tür vor der Nase zuknallte.

Solange jedoch der angeblich so „kultivierte“, „gebildete“ und „zivilisierte“ Teil der nichtislamischen Welt Wert darauf legt, dem gewaltigen Rest unter dem Tarnmantel einer „Meinung“ Beleidigungen zukommen lassen zu müssen, solange zeigt er, dass er all das Vorgenannte nicht für sich beanspruchen kann und nichts ist, als ein unzivilisierter, ungebildeter und unkultivierter Haufen von Menschen, die Spaß an der Verletzung anderer haben. Aber das ist ohnehin bereits der Eindruck der Welt, den diese vom Verhalten der westlich-industrialisierten und reichen Staaten längst gewonnen hat.

Die Koranverbrennung passt bestens ins Bild von Ländern, die angeblich „menschenrechtsbasierte“ Außenpolitik machen und dennoch buchstäblich „un-heimlich“ auffallend freundlich mit grausamen und brutalen Despotien verhandeln, um an Öl, Rohstoffe, Macht und Einfluss zu gelangen. Die Welt weiß längst, dass all diese Werte nichts wert sind, solange sie keinen Geldeswert besitzen, nicht in bare Münze umzuwandeln sind.

Also warum sollte man auf die Barbarei verzichten, Korane zu verbrennen? Wenn man zugunsten reichhaltiger Waffenverkäufe Kriege entzündet, Länder zu Geiseln nimmt und, im Falle Israels, ganz offen alle Menschenrechtsbrüche ignoriert, dann kann man den unzivilisierten und dumpf-aggressiven, eigenen Bürgern auch den Spaß gönnen, Werte anderer zu beleidigen.

Den Preis dafür zahlen ja, wie immer, andere

So mancher Schwede ging nach der Verbrennung zufrieden nach Hause, freute sich, es „denen da“ mal anständig gezeigt zu haben und wird selbst nie Ziel von Hass, Rache, Bomben und Krieg. Das ist nichts als verächtliche Schadenfreude, aber doch keine „Meinung“, schon gar keine schützenswerte.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.
 

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Mord an Marwa El-Sherbini
Gedenken an Rassismus-Opfer Marwa El-Sherbini

Dresden – Vor vierzehn Jahren wurde die muslimische Apothekerin und Sportlerin Marwa El-Sherbini von einem Neonazi und NPD-Anhänger im Dresdner Landgericht erstochen.

Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Dem rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini wird am 1. Juli eines jeden Jahres mit dem Ziel gedacht, ein Zeichen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft zu setzen, in der niemand aufgrund von Herkunft, Religion und Aussehen diskriminiert oder angegriffen wird.

Am 1. Juli 2009 tötete der in Russland als Alexander Igorewitsch Nelsin geborene Russlanddeutsche Alex Wiens die ägyptische Apothekerin El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal. Wiens stach 18 Mal auf Sherbini ein, als beide zu einer Berufungsverhandlung wegen eines Streits erschienen, den sie ein Jahr zuvor auf einem Dresdner Spielplatz hatten.

Die beiden hatten sich zufällig auf dem Spielplatz getroffen, als Sherbini Wiens bat, eine Schaukel zu räumen, damit ihr Kleinkind sie benutzen konnte. Wiens reagierte mit einer Flut von Beschimpfungen und nannte Sherbini, die zu diesem Zeitpunkt ein Kopftuch trug, eine Islamistin, eine Terroristin und eine Hure.

Daraufhin informierte eine dritte anwesende Person die Polizei. Die herbeigerufenen Polizeibeamten nahmen den Vorgang vor Ort auf und bearbeiteten die Anzeige. Das Amtsgericht Dresden erließ gegen Wiens einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe. Nachdem Wiens gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt hatte, kam es zu einer Hauptverhandlung, in der El-Sherbini als Zeugin vernommen wurde.

Wiens wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 13 Euro verurteilt. Noch im Prozess äußerte er, dass man „solche Leute“ nicht beleidigen könnte, da sie keine „richtigen Menschen“ wären. Die Staatsanwaltschaft nahm das zum Anlass, Berufung einzulegen, um ein höheres Strafmaß wegen eines ausländerfeindlichen Hintergrunds zu erwirken. Auch Alex Wiens legte gegen das Urteil Berufung ein.

In der Berufungsverhandlung am 1. Juli 2009 schmuggelte Wiens ein 18 Zentimeter langes Küchenmesser in seinem Rucksack in den Gerichtssaal und griff die im dritten Monat schwangere El-Sherbini an, als sie nach ihrer Zeugenaussage den Gerichtssaal verlassen wollte. Er tötete sie mit 18 Messerstichen. Ihren Ehemann, Elwy Okaz, der ihr zu Hilfe eilen wollte, verletzte er mit drei Messerstichen lebensgefährlich. Okaz war Genetiker und stand kurz vor der Abgabe seiner Doktorarbeit.

Außerdem gab ein hinzukommender Polizist gezielt einen Schuss auf Okaz ab, den er für den Angreifer hielt, und traf ihn am Bein. Es hatte vorher keine Waffenkontrollen am Gebäudeeingang oder im Gerichtssaal gegeben. Der dreijährige Sohn wurde Zeuge, wie seine Mutter verblutete. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Einzeltäter, der aus einer „extrem ausländerfeindlichen Motivation“ handelte.

Sherbini und ihr Ehemann lebten seit 2003 in Deutschland und planten Ende des Jahres 2009 nach Ägypten zurückzukehren. Sie erwarteten ein zweites Kind.

El-Sherbini war die Tochter des Chemiker-Ehepaares Ali El-Sherbini und Laila Shams.. Sie wurde 1977 in der ägyptischen Stadt Alexandria geboren und war Schulsprecherin am English Girls College. Von 1992 bis 1999 gehörte sie der ägyptischen Handballnationalmannschaft an. El-Sherbini studierte in ihrem Heimatland Pharmazie und arbeitete in Dresden in einer Apotheke.

Finanzen
Den perfekten Kredit finden: Darauf kommt es an

Kredite können Türen öffnen – ob für ein neues Auto, die Traumimmobilie oder die Selbstständigkeit. Sie können aber auch zur finanziellen Belastungsprobe werden, wenn man die falsche Entscheidung trifft. Deshalb ist es entscheidend, sich gut zu informieren, bevor man sich auf die Suche nach dem perfekten Kredit macht. In diesem Artikel geben wir wertvolle Tipps und zeigen auf, worauf es bei der Kreditwahl wirklich ankommt.

Grundsätzliche Überlegungen vor einem Kredit

Bevor man sich auf die Suche nach einem Kredit macht, sollte man einige grundlegende Fragen klären. Zunächst ist es wichtig, die eigene finanzielle Situation realistisch einzuschätzen: Wie viel Geld kann man monatlich zur Rückzahlung aufbringen, ohne sich zu übernehmen? Des Weiteren sollte man den genauen Finanzierungsbedarf ermitteln. Dabei hilft es, den Verwendungszweck zu berücksichtigen: Benötigt man den Kredit beispielsweise für eine Immobilie oder für ein Auto? Oder will man sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen? Diese Überlegungen sind essentiell, um die Tilgungsfähigkeit sicherzustellen und um den passenden Kredit zu finden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man einen Kreditvergleich nutzen.

Auf diese Kriterien sollte man achten

Hat man erst einmal die grundlegenden Überlegungen angestellt, geht es nun darum, die richtigen Kriterien bei der Kreditauswahl zu beachten. Einer der wichtigsten Aspekte ist der Zinssatz. Je niedriger dieser ist, desto günstiger wird der Kredit. Doch Vorsicht: Oft verbirgt sich hinter einem niedrigen Sollzinssatz ein höherer effektiver Jahreszins, der zusätzlich Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Kontoführungsgebühren berücksichtigt. Die Laufzeit des Kredits und die Höhe der monatlichen Raten sollten gut durchdacht sein. Eine längere Laufzeit bedeutet zwar niedrigere Raten, allerdings erhöht sie auch die Gesamtkosten des Kredits. Es gilt, hier ein ausgewogenes Verhältnis zu finden. Zusätzlich sollte man ein Auge auf mögliche Nebenkosten und Zusatzleistungen werfen. Gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer Sondertilgung oder sind kostenpflichtige Versicherungen mit dem Kredit verbunden? All diese Aspekte tragen dazu bei, den perfekten Kredit für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Vergleichen lohnt sich

Ist man gewappnet mit dem Wissen um die eigenen Finanzierungsmöglichkeiten und die wichtigen Kreditkriterien, stellt sich die Frage: Wo findet man nun den perfekten Kredit? Eine effektive und zeitsparende Methode ist die Nutzung von Online-Vergleichsportalen. Sie geben einen Überblick über aktuelle Kreditangebote und ermöglichen einen direkten Vergleich hinsichtlich Zinsen, Laufzeit und Konditionen. Allerdings sollte man nicht nur auf die Zahlen achten, sondern auch die Details der Verträge genau prüfen. Hier können eine persönliche Beratung bei der Hausbank oder die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters helfen. Sie können individuell auf die persönliche Situation eingehen und potenzielle Fallstricke aufzeigen. Die Kreditanfrage selbst kann ebenfalls online erfolgen oder direkt bei der Bank. Wichtig ist es, verschiedene Angebote einzuholen und diese sorgfältig zu prüfen. Denn nur so findet man den Kredit, der wirklich perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Fallstricke und Risiken beim Kredit

Bei der Kreditsuche lauern jedoch auch einige Fallstricke und Risiken. So sollte man vor Lockangeboten mit unrealistisch niedrigen Zinsen auf der Hut sein, denn oft verbergen sich dahinter hohe Nebenkosten oder unseriöse Kreditgeber. Ein weiterer Punkt, den man im Blick haben sollte, ist die Schufa-Abfrage. Zu viele Kreditanfragen können den eigenen Schufa-Score negativ beeinflussen und künftige Finanzierungen erschweren. Das größte Risiko bei einem Kredit ist jedoch die Überschuldung. Man sollte daher immer sicherstellen, dass die monatlichen Raten im Rahmen des eigenen Budgets liegen und auch unerwartete Ausgaben nicht zur finanziellen Notlage führen.

Fazit

Der Weg zum perfekten Kredit ist geprägt von gründlicher Planung, sorgfältigem Vergleichen und bewusstem Abwägen von Konditionen und persönlichen Möglichkeiten. Man sollte immer den eigenen finanziellen Spielraum im Auge behalten und sich nicht von verlockenden Angeboten blenden lassen. Mit der nötigen Sorgfalt und den richtigen Informationen ist es durchaus möglich, einen Kredit zu finden, der perfekt zu den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten passt.

Sport
Erfolgreiche türkische Sportler und Sportlerinnen im Nischensport

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Zahlreiche türkische Sportler und Sportlerinnen sind aktiv in Nischensportarten und bestreiten Begegnungen auf Weltklasseniveau. Ihr Engagement steigert nicht nur das Interesse für alternative Disziplinen jenseits Fußball, Basketball und Co., sondern unterstreicht den Erfolg des türkischen Sports. Folgende fünf Sportstars gehören dabei zu den besten ihrer Disziplinen. Mete Gazoz in Bogenschießen Bogenschießen ist eine historische Sportart in der Türkei, genießt aber leider in der Bevölkerung nicht die Popularität des Fußballes. In den letzten Jahren lässt die türkische Nationalmannschaft allerdings immer mehr von sich sprechen. Besonders auffällig sind die Erfolge des Bogenschützen Mete Gazoz. Der 24-Jährige gab den Startschuss für seine internationale Karriere bereits vor zehn Jahren und belegte 2014 bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen den vierten Platz. Der bisherige Höhepunkt seiner Karriere ist 2020 der Olympiasieg im Einzel in den Olympischen Spielen von Tokio. Dies lässt wieder auf eine Medaille in den nächsten Olympischen Spielen in Paris hoffen. Busenaz Sürmeneli in Boxen Im Boxen zählt der türkische Nationalsport auf die Stärke der 25-jährigen Busenaz Sürmeli. Sie begann bereits mit zehn Jahren für den Profisport in Trabzon zu trainieren und ist bis heute bei Trabzonspor unter Vetrag. Bei den Weltmeisterschaften 2019 im russischen Ulan-Ude setzte sie sich im Finale gegen ihre chinesische Rivalin mit 4:0 durch und ergatterte sich die Goldmedaille. Ein Jahr später besiegte sie erneut eine chinesische Boxerin bei den Olympischen Spielen in Tokio mit 3:0 und brachte das erste olympische Gold in der Kategorie Boxen für die Türkei mit nach Hause. Wie Gazoz ist Sürmeli eine der wichtigsten Medaillenhoffnungen des türkischen Olympiateams.
(Screenshot/Twitter)
Örpen Kısacıkoğlu in Poker In der Türkei wird Poker von vielen Menschen als Hobby gespielt, doch nur wenige Hobbyspieler wagen eine professionelle Karriere. Einer von ihnen ist Örpen Kısacıkoğlu. Er ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein geschickter Pokerspieler, der seit 2011 an verschiedenen Online- und Offline-Turnieren teilnimmt. Aufgrund der allgemeinen Beliebtheit von Texas Hold’em in der Pokerszene konzentriert sich seine Karriere auf diese Variante. Allerdings lässt er sich auch Omaha-Turniere nicht entgehen. Sein bisheriger größter Erfolg ist 2022 der Sieg bei der World Series of Poker Europe, die ihm sein erstes Bracelet einbrachte. Şahika Ercümen in Freitauchen Die Weltrekorde der Freitaucherin Yasemin Dalkılıç machte die Disziplin Freitauchen bzw. Apnoetauchen im offenen Wasser in den 2000er Jahren in der Türkei äußerst populär und eröffnete vielen jungen Sportlern den Weg in die internationale Bühne. Unter ihnen befindet sich auch die 38-jährige Şahika Ercümen, die 2003 mit dem Freitauchen begann und im Verlauf der Jahre einen Rekord nach dem anderen aufstellte. So wurde sie 2011in Weißensee mit 110 Metern Weltrekordlerin im Streckentauchen ohne Sauerstoffgerät unter Eis. 2014 brach sie in Kaş einen neuen Weltrekord in der Kategorie Apnoe mit variablem Gewicht ohne Flossen, in dem sie die Tiefenmarke von 91 m erreichte. In der gleichen Kategorie erreichte sie zuletzt 2021 sogar die 100-Meter-Marke. Neben Tiefentauchen ist Ercüman auch in anderen Wasserdisziplinen wie Orientierungstauchen, Unterwasserrugby oder Unterwasserhockey äußerst aktiv und setzt sich für den Wasserschutz ein.
(Foto: Twitter/Screenshot/Sahika Ercumen)
Semih Saygıner in Billiard In dieser Liste darf natürlich der professionelle Billardspieler Semih Saygıner nicht fehlen. Auch bekannt unter den Spitznamen „Mr. Magic“ und „The Turkish Prince“ ist er in der Billardszene einer der erfolgreichsten Sportler überhaupt. In seiner langen Karriere erlebte der 58-Jährige zahlreiche Tief- und Höhepunkte. Zwischen 1991 und 2007 belegte er in diversen Billardmeisterschaften regelmäßig Podestplätze. Dann folgte eine langwierige Sperrung aufgrund Unstimmigkeiten mit dem türkischen Billardverband. 2014 feierte Sayginer sein Comeback und bewies dem Billardpublikum, dass er all die Jahre nichts an seiner Form verloren hat. Größtes Highlight seiner Karriere war bisher das Finale der Dreiband-Weltcup 2021 im ägyptischen Scharm asch-Schaich. Er traf er auf den niederländischen Weltranglistenführer Dick Jaspers und feierte nach einem umkämpften Spiel seinen ersten Weltcupsieg nach der Sperrung. Aktuell befindet sich Saygıner auf Platz 3 der Weltrangliste. Ob mit jungen Namen wie Mete Gazoz und Busenaz Sürmeli oder erfahrenen Stars wie Örpen Kısacıkoğlu, Şahika Ercümen und Semih Saygıner, der türkische Sport weist zahlreiche Erfolge in Nischensportarten vor. Dies ermuntert junge Sportler und Sportlerinnen den Einstieg in weniger bekannte Disziplinen und vergrößert die Vielfalt in der türkischen Sportlandschaft.