Ukraine-Krieg
Ukraine: Tote und Verletzte bei Angriff auf Odessa

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Odessa – Seit dem Ende des Getreideabkommens steht Odessa am Schwarzen Meer fast unter Dauerbeschuss. Bei einem erneuten russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hafenstadt wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Person getötet, 19 Personen wurden verletzt und eine orthodoxe Kathedrale schwer beschädigt. „Leider gab es infolge der nächtlichen terroristischen Attacke der Russen auf Odessa einen zivilen Toten«, erklärte der Gouverneur der Region, Oleg Kiper, bei Telegram. Nach Angaben von Kiper wurden bei den Explosionen auch vier Kinder verletzt,
„Odessa: ein weiterer nächtlicher Angriff der Monster.“
Darüber hinaus seien sechs Wohngebäude zerstört und Dutzende Autos beschädigt worden. Wie der Spiegel unter Berufung auf die ukrainische Armee berichtet, hätte es noch schlimmer kommen können: Die Luftabwehr habe eine bedeutende Zahl russischer Raketen abgewehrt, darunter Geschosse vom Typ Kalibr. „Vierzehn Menschen wurden in die Krankenhäuser der Stadt eingeliefert, drei von ihnen waren Kinder“, sagte Kiper weiter. Bei dem Angriff seien auch sechs Häuser und Wohnhäuser zerstört worden, fügte er hinzu. Russland hat in der vergangenen Woche fast täglich Odessa beschossen, nachdem es sich aus einem von der Türkei und den Vereinten Nationen ausgehandelten Abkommen über einen Seekorridor zurückgezogen hatte, das den sicheren Transport ukrainischen Getreides ermöglichte. Russland hatte seine jüngsten Angriffe als Rache für einen ukrainischen Angriff auf eine von Russland gebaute Brücke zur Krim – der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel, die Russland 2014 erobert hatte – bezeichnet. Es hat die Ukraine beschuldigt, den Seekorridor für „terroristische Angriffe“ zu nutzen.

Thora-Verbrennung
Israel verurteilt Thora-Verbrennung in Schweden

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Tel Aviv – Israels Präsident, Premierminister, Minister und religiöse Autoritäten haben die geplante Verbrennung einer Thora vor der israelischen Botschaft in Stockholm durch Aktivisten verurteilt und die schwedischen Behörden aufgefordert, die Genehmigung der Stockholmer Polizei zu widerrufen. Dieser Schritt erfolgt kurz nach der Koranverbrennung in Schweden, die in der muslimischen Welt Empörung ausgelöst hatte. Israels Staatspräsident Isaac Herzog verurteilte die Entscheidung in einer Stellungnahme. „Als Präsident des Staates Israel habe ich die Verbrennung des Korans verurteilt, der den Muslimen auf der ganzen Welt heilig ist, und es bricht mir das Herz, dass das gleiche Schicksal auf eine jüdische Bibel, das ewige Buch des jüdischen Volkes, wartet“, sagte Herzog am Freitag. Der Antrag auf die Verbrennung kam von einem ungenannten schwedischen Mann, der erklärte, sein Plan sei eine Reaktion auf die Verbrennung eines Korans vor einer Moschee in Stockholm vor etwa drei Wochen.. Am Freitag teilte Premierminister Benjamin Netanjahu auf Telegram mit: „Der Staat Israel nimmt diese schändliche Entscheidung, die das höchste Heiligtum des jüdischen Volkes verletzt, sehr ernst. Die Bücher, die allen Religionen heilig sind, müssen respektiert werden.“ In einer Erklärung des israelischen Außenministers Eli Cohen hieß es: „Die Verbrennung einer Thora ist ein Hassverbrechen, eine Provokation und ein schwerer Angriff auf das jüdische Volk und die jüdische Tradition. Ich fordere die schwedischen Behörden auf, diesen verabscheuungswürdigen Vorfall zu verhindern.“ Der Europäische Jüdische Kongress (EJC) erklärte am Freitag in einer Pressemitteilung, dass er die Entscheidung der schwedischen Behörden „scharf“ verurteile. „Provokative, rassistische, antisemitische und abscheuliche Handlungen wie diese haben keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft“, sagte EJC-Präsident Ariel Muzicant in der Erklärung. Der führende jüdische Rabbiner in Schweden, Moshe David HaCohen, teilte seine Ansicht, dass die Verbrennung einer Kopie der Thora kein antisemitischer Akt sei und sich nicht speziell gegen Juden richte, berichtete die israelische Nachrichtenagentur Ynet News am Freitag. „Es ist ein Versuch, das Recht auf freie Meinungsäußerung in Frage zu stellen und es für Hassakte zu missbrauchen“, erklärte HaCohen, der die Amanah Muslim Jewish Partnership of Trust leitet. „Der Einzelne will sehen, ob das System parteiisch ist und ob es die Verbrennung der Bibel genauso zulässt wie die Verbrennung des Korans. In Schweden gilt die Meinungsfreiheit als heiliger Wert“, fügte HaCohen hinzu.    

Fußball International
Jordi Alba schließt sich angeblich Lionel Messi und Sergio Busquets bei Inter Miami an

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Der spanische Außenverteidiger Jordi Alba hat sich laut einem Bericht von vertrauenswürdigen Quellen vom Donnerstag bereit erklärt, seine ehemaligen Teamkollegen vom FC Barcelona, Lionel Messi und Sergio Busquets, bei Inter Miami CF wiederzusehen, berichtete GGBet.

Gerüchte über Albas Wechsel in die MLS kamen erstmals im Mai auf, als Alba ankündigte, den Verein am Ende der Saison zu verlassen. Alba verbrachte 11 Jahre bei Barcelona und gewann sechs spanische Ligatitel sowie den UEFA-Champions-League-Titel im Jahr 2015.

Diese Gerüchte heizten sich durch neue Infos auf, als der geschäftsführende Eigentümer von Inter Miami, Jorge Mas, ein Bild twitterte, das eine dritte mysteriöse Verpflichtung nach Messi und Busquets andeutete.

Inter Miami hat die Verpflichtung von Alba noch nicht offiziell bekannt gegeben, aber eine Ankündigung wird in den kommenden Tagen erwartet. Der von David Beckham unterstützte Klub liegt in der Eastern Conference auf dem letzten Platz und ist neun Punkte von einem Playoff-Platz entfernt.

Die gute Nachricht für die Fans von Inter Miami ist, dass Alba, Messi und Busquets sowie der neue Trainer Tata Martino, der alle drei Spieler für eine kurze Zeit in Barcelona trainiert hat, perfekt ineinander greifen werden. Wenn sie gut ins Spiel kommen, kann Inter Miami die Saison vielleicht noch retten.

Als der siebenfache Ballon d’Or-Gewinner Lionel Messi ankündigte, in die USA zu gehen, um seine MLS-Karriere zu beginnen, setzte sofort der Messi-Effekt ein. Die Fangemeinde von Inter Miami CF in den sozialen Medien explodierte, die Ticketpreise schossen in die Höhe und die kommenden Spiele waren ausverkauft. Und das alles, bevor er überhaupt einen Vertrag unterschrieben hatte.

Indem sich die Liga und der Verein mit den Einzelheiten des Wechsels von Messi zu Inter Miami nach dem Auslaufen seines PSG-Vertrags am 30. Juni befassten, tauchten Fragen darüber auf, wie man einen Vertrag formulieren sollte, der einen solchen Einfluss ausgleicht. Würde es ausreichen, einen Spieler, der 2023 auf der Forbes-Liste der bestbezahlten Sportler der Welt mit 130 Millionen US-Dollar an zweiter Stelle steht, mit Geld zu locken? Die Antwort von Miami und der MLS heißt, Partner aus der Liga mit ins Boot zu holen.

Der Deal, der in seiner Struktur einzigartig ist, wirft interessante Fragen zur Aufteilung der Einnahmen von Superstars und zu den Auswirkungen auf die Verhandlungen über Medienrechte auf.

Messis Vertrag mit Inter Miami hat einen Gesamtwert von bis zu 150 Millionen US-Dollar, der sich aus seinem Gehalt, der Antrittsprämie und der Beteiligung am Team zusammensetzt. Aber das ist noch nicht alles. So wurden Vereinbarungen zur Einnahmeaufteilung mit Adidas, Apple und anderen ausgehandelt. Während die millionenschweren Gehaltszahlungen des Vertrags im modernen Fußball ein alter Hut sind, bieten die Vereinbarungen über die Aufteilung der Einnahmen mit den Ligapartnern etwas Neues. 

Inter Miami und die MLS haben bekannt gegeben, dass Lionel Messi am Sonntag, den 16. Juli, offiziell von seinem neuen Team vorgestellt wird. Die Präsentationsveranstaltung soll auf dem Stadion in Miami stattfinden. Es wird erwartet, dass bei dieser Gelegenheit auch der spanische Mittelfeldspieler Sergio Busquets vorgestellt wird, der in Barcelona an der Seite von Messi gespielt hat.

Während Inter Miami vor kurzem Gerardo Tata Martino als neuen Trainer vorgestellt hat, sind die notwendigen Formalitäten für die Übernahme des Amtes noch nicht abgeschlossen. In der Zwischenzeit wird Javier Morales, ein weiterer Argentinier, als Interimstrainer für das Team fungieren.

Inter Miami steht derzeit eine schwierige Saison bevor. Nach neun sieglosen Spielen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen in diesem Zeitraum liegt das Team wie oben erwähnt auf dem letzten Platz der Eastern Conference.

E-Mobilität
Chinesische Elektroautohersteller werden einen Großteil des Marktes übernehmen

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von Stian Ueland

Die Umsätze der Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien steigen, aber die Renditen sind teilweise noch problematisch. Dies dürfte sich jedoch ändern, da das Wachstum in den kommenden Jahrzehnten anhalten wird.

Viele Titel, die im letzten Jahr stark gefallen waren, haben inzwischen recht gute Finanzzahlen vorgelegt. Insgesamt ist der Index für erneuerbare Energien um fast 50 Prozent gefallen. Vergleicht man dies mit der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende, so dauerte es etwa zwei Jahre und sechs Monate vom Höchststand bis zum Tiefststand. Unter dieser Annahme haben wir noch einen Monat bis zur Talsohle.

Unbestritten ist, dass der Weg zu Netto-Null-Emissionen erhebliche Investitionen erfordert. Drei Themen werden dabei im Mittelpunkt stehen: Energie, Elektrifizierung und Ressourceneffizienz. Bei den Elektroautos sehen wir vor allem Tesla und BYD. China könnte hier mit voller Kraft kommen. Die Qualität der in China produzierten Autos ist gut und die Preise sind niedriger, so dass China innerhalb weniger Jahre einen großen Teil des Automarktes übernehmen könnte.

Offensichtlich ist es relativ einfach, ein paar gutaussehende Elektroautos zu produzieren und viele schwierige Komponenten wie das Batteriepaket und den Wechselrichter auszulagern. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, scheint es jedoch besser zu sein, kritische Hardware und/oder Software selbst zu entwickeln, wie es Tesla und BYD tun. Die Herausforderung besteht darin, die Produktion zu skalieren und qualitativ hochwertige Produkte zu einem Preis anzubieten, der mit alternativen Lösungen konkurrieren kann und eine angemessene Kapitalrendite ermöglicht.

Derzeit werden jährlich 10 Millionen Elektroautos verkauft, bei insgesamt 80 Millionen Neuzulassungen, was einem Anteil von 12,5 Prozent entspricht. Bis E-Autos einen dominierenden Marktanteil erreichen – wie zum Beispiel in Norwegen mit 80 Prozent – liegt also noch ein erhebliches Wachstumspotenzial vor uns.

Elektrifizierung erfordert Investitionen ins Stromnetz

In dem Maße, in dem erneuerbare Energien ausgebaut werden und immer mehr Menschen Solarzellen auf ihren Dächern installieren, muss das Stromnetz aufgerüstet werden, um größere Übertragungen zu bewältigen und mehr Flexibilität zu schaffen.

Derzeit reicht die Kapazität an Spitzentagen nicht aus. Weitere Investitionen sind notwendig. Intelligente Technik, die zu den günstigsten Tageszeiten Warmwasser aufheizt und Elektroautos auflädt, könnte helfen. Letztendlich gehen wir davon aus, dass die Batterietechnologie irgendwann in großem Maßstab sowohl in öffentlichen Gebäuden als auch in Privathaushalten installiert werden kann.

Zu den Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind, gehören Schneider Electric und Hubbell, die auch im DNB Renewable Energy Portfolio vertreten sind.  Sie stellen Teile für das Stromnetz her, und viele Verbraucher haben Schneider-Produkte in ihren Sicherungskästen.

Darüber hinaus investiert der Fonds in Bergbauunternehmen, die Seltene Erden und Lithium liefern. Diese ausgewählten Minengesellschaften sind fast ausschließlich außerhalb Chinas tätig. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Bergbauunternehmen in der Lage sein werden, die durch den Elektrifizierungstrend entstehende Nachfrage zu decken.

 Weniger Ressourcen- und Energieverbrauch

Ein zweiter wichtiger und großer Investitionsbereich ist die Energieeffizienz. Wärmepumpen werden in Skandinavien seit langem eingesetzt, während sie in anderen Teilen der Welt noch ein wichtiger Wachstumsbereich sind. Die traditionelle Isolierung von Rohren und Gebäuden zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist ein wichtiger Beitrag zur Senkung des Energiebedarfs. Generell gibt es viele Möglichkeiten, den neuen Anforderungen an bestehende Gebäude und Neubauten gerecht zu werden.


Stian Ueland, Portfoliomanager des DNB Fund Renewable Energy bei DNB Asset Management

NATO-Treffen
USA wollen F-16-Kampfjets an die Türkei liefern

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Vilnius – Die Regierung von US-Präsident Joe Biden wird die Übergabe von F-16-Kampfjets an die Türkei in Absprache mit dem Kongress vorantreiben, sagte der nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan am Dienstag, einen Tag nachdem Ankara grünes Licht für den Beitritt Schwedens zur NATO gegeben hatte. Im Vorfeld eines Gipfeltreffens der NATO-Staats- und Regierungschefs in Litauen sagte Sullivan, Biden habe „deutlich gemacht, dass er die Verlegung unterstützt“. „Er hat keine Vorbehalte geäußert … Er beabsichtigt, die Verlegung voranzutreiben“, sagte Sullivan gegenüber Reportern, ohne Einzelheiten über den Zeitplan zu nennen. US-Präsident Joe Biden sagte am Mittwoch, er sei „zuversichtlich“, dass die Vereinigten Staaten in der Lage sein werden, F-16-Kampfjets an die Türkei zu verkaufen. Biden beantwortete die Fragen der Journalisten, bevor er nach der Teilnahme am NATO-Gipfel in Litauen ein Flugzeug nach Finnland bestieg. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte sich nach einem trilateralen Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson am Montag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bereit, das schwedische NATO-Beitrittsprotokoll dem türkischen Parlament zu übermitteln. Darüber hinaus traf Erdogan am Rande des NATO-Gipfels mit Biden zu einem bilateralen Gespräch zusammen, bei dem er den Beginn eines „neuen Prozesses“ mit Washington begrüßte. Aus Angst, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor einem Jahr zur Zielscheibe zu werden, gaben die nordischen Nachbarn Finnland und Schweden ihre traditionelle Position der militärischen Blockfreiheit auf und suchten Schutz unter dem Sicherheitsschirm der NATO.

Alle 30 Verbündeten haben die Beitrittsprotokolle Finnlands und Schwedens unterzeichnet. Die Türkei und Ungarn haben den Prozess jedoch monatelang verzögert, aber in Bezug auf Finnland nachgegeben. Die Türkei hat von den beiden Ländern Garantien und Zusicherungen verlangt, vor allem im Hinblick auf die Bekämpfung des Terrorismus. Die Forderungen Ungarns waren nie explizit.

Der Vorsitzende des Senats für auswärtige Beziehungen, Bob Menendez (D-N.J.), der die Verlegung von Kampfflugzeugen in die Türkei zuvor blockiert hatte, sagte, er sei in Gesprächen mit der Regierung Biden über seine Zurückhaltung und könnte „in der nächsten Woche“ eine Entscheidung treffen, was darauf hindeutet, dass er die Zurückhaltung aufheben könnte. Er sagte, dass seine langjährigen Einwände gegen „die Aggression der Türkei gegenüber Griechenland und Zypern“ noch nicht ausgeräumt sind. „Wir führen Gespräche mit der Regierung. Ich habe immer noch Bedenken. Ich habe ihnen diese Bedenken mitgeteilt. Wenn sie einen Weg finden können, um sicherzustellen, dass die Aggression der Türkei gegen ihre Nachbarn aufhört – was großartig war, aber das muss eine dauerhafte Realität sein“, zitiert Politico den US-Politiker.  

Wirtschaft
Immobilienwerte weltweit im Durchschnitt um 11% gesunken

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von Peter Hayes

Als vergleichsweise kleiner Teil der globalen Finanzlandschaft haben sich Immobilienwerte als stark schwankungsanfällig gegenüber den globalen Kapitalkosten erwiesen. Insgesamt bleibt das Einkommen aus Immobilien relativ konstant und vorhersehbar, insbesondere aufgrund des geringen Angebots in diesem Zyklus. Die Wertschwankungen der letzten Jahre wurden daher größtenteils von der Entwicklung auf dem Zinsmarkt beeinflusst. Der starke Anstieg der globalen Zinssätze, der in der zweiten Jahreshälfte 2022 aufgrund der weltweit steigenden Inflation eingesetzt hatte, führte daher zu einer großen Neubewertung der Immobilienwerte.

Die Zinsen von Staatsanleihen und Investment-Grade-Anleihen sowie die Aktiendividenden sind im vergangenen Jahr gestiegen. Daher müssen Immobilien eine entsprechend höhere Rendite bieten, um im Wettbewerb um Kapital zu bestehen. Auch die Fremdkapitalkosten sind gestiegen, was die Verfügbarkeit von Kapital und die Preise, die Investoren für Immobilien bieten können, begrenzt. Zusammengenommen können diese Faktoren nur eines bedeuten: eine Anpassung der Immobilienpreise an höhere Renditen – und dieser Korrekturprozess ist bereits in vollem Gange.

Im Gegensatz zur aktuellen, durch die Zinsstraffung ausgelösten Korrektur, war die globale Finanzkrise durch eine Reihe anderer Faktoren verursacht worden. Allerdings hat sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Renditen in den Jahren 2008 und 2009 verändert hatten, bisher als ein angemessener Indikator für die aktuelle Anpassung erwiesen.

Insgesamt sind die realen Immobilienwerte im vergangenen Jahr weltweit um durchschnittlich 11% gesunken, was primär auf die veränderten Renditen zurückzuführen ist. Die Neubewertung unterscheidet sich dabei stark je nach Region und Segment. Wohnimmobilien- und Logistikmärkte etwa profitierten vor 2022 von einem gesteigerten Interesse der Investoren, wodurch die Renditen in vielen globalen Märkten vor der Neubewertung auf historische Tiefststände gesunken waren. Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum weisen erneut einen moderateren Korrekturpfad auf, wenngleich sich hinter dem regionalen Durchschnitt einige Unterschiede verbergen, darunter deutlichere Anpassungen in Australien und Südkorea als beispielsweise in Japan. Investoren und Kreditgeber waren bisher sehr unterschiedlich von der Neubewertung betroffen. So reagieren die Mietermärkte üblicherweise erst mit einer gewissen Verzögerung auf einen beginnenden Abschwung. Dabei ging das Mietwachstum bislang erst ein Jahr nach Anstieg der Renditen zurück. Gleichzeitig bieten die Auswirkungen der höheren Inflation auf die Nominalmieten einen gewissen Schutz für die Immobilienwerte.

Fazit

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Werte im Jahr 2023 weiter sinken werden. Dies wird weiterhin in erster Linie durch die Ausweitung der Renditen und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Fremdkapital bedingt sein, obwohl wir auch eine Verlangsamung des nominalen Mietwachstums erwarten, da die Inflation zurückgeht. Mit einer Neubewertung von etwa -7% – vom Start in 2022 bis zum Tiefpunkt – wird der asiatisch-pazifische Raum vermutlich am widerstandsfähigsten sein. Für Europa und die USA erwarten wir einen Rückgang der Werte von etwa 25%.

Dabei wird die Entwicklung auf den Nutzermärkten den Verlauf der nächsten Phase des Abschwungs und der anschließenden Erholung bestimmen. Wenn sich die Mietermärkte gut entwickeln, wird sich die Preiskorrektur in Grenzen halten und die Unsicherheit wird sich rasch in Chancen verwandeln. Wiederholen sich jedoch die in früheren Zyklen aufgetretenen Probleme wie ein Überangebot, steigende Leerstände und sinkende Mieten, könnten diese Faktoren den Abschwung verschärfen und zu weiteren Korrekturen führen.


Peter Hayes, Global Head of Investment Research bei PGIM Real Estate

Krypto-Hype
Warum immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren

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Eine Einführung in Kryptowährungen ist unerlässlich, wenn man sich für das Investieren in diese digitale Währung interessiert. Kryptowährungen sind dezentralisierte Währungen, die ohne staatliche Kontrolle auskommen. Sie basieren auf einer Technologie namens Blockchain, die eine sichere und transparente Aufzeichnung von Transaktionen ermöglicht. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin, aber es gibt mittlerweile viele andere wie Ethereum, Ripple und Litecoin. Der Vorteil von Kryptowährungen liegt darin, dass sie schnell und einfach grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen und keine Gebühren durch Dritte anfallen. Außerdem sind sie sehr sicher und anonym, da sie nicht mit persönlichen Daten verknüpft sind. Immer mehr Menschen investieren in Kryptowährungen, da sie ein großes Potenzial für zukünftige Gewinne sehen. Allerdings gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, wie Volatilität und Unsicherheit bezüglich der Regulierung. Es ist wichtig, sicher mit Kryptowährungen zu handeln und zu investieren, indem man sich über die verschiedenen Plattformen informiert und nur Geld investiert, das man bereit ist zu verlieren. Im Vergleich zu traditionellen Investitionsmöglichkeiten wie Aktien oder Immobilien bieten Kryptowährungen ein hohes Potenzial für Renditen, aber auch ein höheres Risiko. Insgesamt ist der Hype um Kryptowährungen berechtigt, da sie eine neue Ära des digitalen Finanzwesens einleiten könnten.

Die Vorteile von Kryptowährungen

Ein großer Vorteil von Kryptowährungen ist ihre Dezentralisierung. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von einer Zentralbank oder Regierung kontrolliert werden, sind Kryptowährungen unabhängig und autonom. Dies bedeutet, dass sie nicht von politischen Entscheidungen oder wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst werden. Darüber hinaus bieten Kryptowährungen auch eine höhere Sicherheit und Anonymität bei Transaktionen. Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie können Transaktionen nicht manipuliert oder gefälscht werden, was das Vertrauen in das System stärkt. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle und kostengünstige Abwicklung von Transaktionen im Vergleich zu traditionellen Banküberweisungen oder Überweisungen mit Devisen. All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren und den Markt für digitale Währungen immer weiter wachsen lassen.

Warum immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Investition in Kryptowährungen. Doch warum ist das so? Einer der Hauptgründe liegt darin, dass Kryptowährungen dezentralisiert sind und somit unabhängig von Regierungen und Banken agieren können. Dadurch entsteht ein höheres Maß an Freiheit und Autonomie für den Einzelnen. Zudem sind Kryptowährungen transparenter als traditionelle Finanzsysteme, da sämtliche Transaktionen in der Blockchain öffentlich einsehbar sind. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, schnell und kostengünstig grenzüberschreitende Transaktionen durchführen zu können. Dies ist besonders für Menschen interessant, die im Ausland leben oder Geschäfte mit Partnern aus anderen Ländern tätigen möchten. Auch die Aussicht auf hohe Renditen lockt viele Anleger an. Beispielsweise sind bereits mehrere Kryptowährungen auf den sozialen Netzwerken viral gegangen und haben dadurch extrem hohe Gewinne erzielt. Allerdings sollten potenzielle Investoren auch die Risiken beachten, wie beispielsweise die hohe Volatilität des Marktes oder mögliche Sicherheitslücken bei Wallets oder Börsen. Wer jedoch gut informiert und vorsichtig agiert, kann von den Vorteilen der Kryptowährungen profitieren und Teil des Hypes werden.

Das Potenzial von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Investitionen

Ein weiterer Vorteil von Kryptowährungen ist ihr Potenzial im Vergleich zu traditionellen Investitionen. Während Aktien und Fonds oft an die Wirtschaftsentwicklung eines bestimmten Landes gebunden sind, können Kryptowährungen unabhängig davon gehandelt werden. Dies bedeutet, dass Investoren weltweit auf den Markt zugreifen können und nicht nur auf lokale Unternehmen beschränkt sind. Darüber hinaus bieten Kryptowährungen auch die Möglichkeit, schnell und einfach Geld zu transferieren, ohne dass Banken oder andere Zwischenhändler involviert sind. Die dezentrale Natur von Kryptowährungen bedeutet auch, dass sie weniger anfällig für politische Instabilität oder wirtschaftliche Turbulenzen sind, da sie nicht von einer zentralen Regierung kontrolliert werden. Allerdings gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, wie z.B. hohe Volatilität und mangelnde Regulierung. Es ist wichtig, sich gründlich zu informieren und sicherzustellen, dass man versteht, worin man investiert. Trotzdem wird erwartet, dass das Potenzial von Kryptowährungen weiterhin wächst und eine attraktive Alternative zu traditionellen Anlageformen darstellt.

Warum der Hype um Kryptowährungen berechtigt ist

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Hype um Kryptowährungen durchaus berechtigt ist. Die Vorteile von Kryptowährungen wie Dezentralität, Anonymität und Sicherheit machen sie zu einer attraktiven Investitionsmöglichkeit. Immer mehr Menschen erkennen das Potenzial von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Investitionen und investieren in sie. Natürlich gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, aber diese können durch eine sorgfältige Recherche und eine vernünftige Strategie minimiert werden. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass der Markt für Kryptowährungen volatil ist und dass es keine Garantie für Gewinne gibt. Dennoch bieten Kryptowährungen eine aufregende Möglichkeit, in die Zukunft zu investieren. Mit der richtigen Herangehensweise kann man sicher mit ihnen handeln und investieren und dabei möglicherweise große Renditen erzielen. Der Hype um Kryptowährungen wird also wahrscheinlich noch einige Zeit anhalten und wer weiß, was die Zukunft noch bringt?  

Srebrenica-Massaker
11. Juli 1995: Der Genozid von Srebrenica

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Auf den Tag genau vor 28 Jahren, am 11. Juli 1995, eroberten bosnisch-serbische Armeeeinheiten die ostbosnische Stadt Srebrenica und die UN-Schutzzone Potočari. Mit dessen Einnahme begann ein beispielloses Massaker und gezielter Terror der christlich-orthodoxen serbischen Streitkräfte gegen die bosnisch-muslimische Zivilbevölkerung. Es ist der 2. Juli 1995, als Milenko Živanović, General der bosnisch-serbischen Armee, zwei Befehle unterschreibt, in dem er darin den Angriffsplan auf Srebrenica erläutert und Einheiten des Drina-Korps in Kampfbereitschaft versetzen lässt. Zu diesem Zeitpunkt lebten in Srebrenica und Umgebung zirka 42.000 Zivilisten, davon waren 36.000 Flüchtlinge, die unter katastrophalen Bedingungen dort ausharrten. Am 6. Juli um 3 Uhr morgens begann der Angriff bosnisch-serbischer Armeeeinheiten auf die Enklave Srebrenica. Beim Vorrücken auf Srebrenica wurden Dörfer und die Häuser bosnischer Muslime angezündet und Tausende Zivilisten waren gezwungen in den UN-Stützpunkt Potočari zu fliehen, wo niederländische UN-Blauhelmsoldaten stationiert waren. Dessen Kommandant fordert beim UN-Generalstab in Sarajewo Luftunterstützung an, da zuvor ein Flüchtlingslager und UN-Blauhelmposten mit Granaten beschossen wurden. Eine Luftunterstützung blieb ebenso aus, wie der Schutz der völlig hilflosen bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung durch UN-Blauhelmsoldaten. Die serbische Artillerie beschoss das eingeschlossene Srebrenica mit Granaten, woraufhin die Zivilbevölkerung versuchte nach Potočari zu fliehen, wo sich der UN-Stützpunkt befand. Was offiziell als Evakuierung bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit der Abtransport in den Tod Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor Srebrenica zu einer „Sicherheitszone“ erklärt, die unter dem Schutz der Vereinten Nationen stand. Die Erklärung des UN-Sicherheitsrats klang für die Geflüchteten wie Hohn, denn der Befehlshaber der bosnisch-serbischen Armee, Ratko Mladic, diktierte unverblümt den Vereinten Nationen bzw. dem niederländischen UN-Bataillons-Kommandeur Karremans welche Aufgaben die UN-Blauhelmsoldaten zu erledigen hätten. Was offiziell als Evakuierung der bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung aus Srebrenica genannt wurde, war in Wirklichkeit eine Selektion zum Abtransport in den Tod und die Kapitulation des UN-Bataillons vor den serbischen Erschießungskommandos. In dem UN-Stützpunkt Potočari, der völlig überfüllt war, kam es zu Folter, Schlägen, Vergewaltigungen und Tötungen durch Soldaten der bosnisch-serbischen Armee. Die bosniakischen Männer wurden an den Händen gefesselt, abgeführt und später hingerichtet Vor dem Abtransport mit Bussen und LKWs wurden bosnisch-muslimische Männer und Jungen im Alter zwischen 13-78 Jahren von ihren Frauen und Kindern getrennt und nach Bratunac gebracht. Bosniaken, die versuchten sich vor den Mördern in Sicherheit zu bringen, wurden entweder sofort erschossen oder an den Händen gefesselt, abgeführt und später exekutiert. Viele der späteren Opfer wurden vom 12. bis 15. Juli 1995 von serbischen Erschießungseinheiten in Sport- und Fabrikhallen, Wiesen und Wäldern hingerichtet. Innerhalb von einer Woche deportierten die serbischen Aggressoren in Srebrenica etwa 25.000 Frauen und Kinder und töteten über 8.000 bosniakische Männer. Nach Informationen der Gedenkstätte von Srebrenica konnten 8.372 getötete Opfer bisher identifiziert werden. Von einer Dunkelziffer bei den getöteten Opfern ist auszugehen. Um das Ausmaß der Massentötungen zu verschleiern, wurden zahlreiche Gräben wieder ausgehoben und in weit entfernten Gebieten verscharrt. Ermittlungen zu den Massakern hatten ergeben, dass die Täter den Massenmord an unterschiedlichen Orten systematisch geplant hatten. Vor ein paar Tagen wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die sterblichen Überreste von 30 in Srebrenica getöteten bosnischen Muslimen nach Potočari gebracht, die am 11. Juli, zum Gedenktag des Genozids von Srebrenica, beigesetzt werden sollen. In Erinnerung an die getöteten Opfer fand auch dieses Jahr der Friedensmarsch „Marš mira“ statt, an dem nach Angaben der Veranstalter dieses Jahr etwa 6.000 Menschen aus vielen Ländern teilnahmen. Dabei laufen die Teilnehmer jenen Weg nach, auf dem vor 28 Jahren Tausende Bosniaken getötet wurden. Die politischen Eliten im serbischen Teil Bosniens und in Serbien leugnen den Völkermord von Srebrenica bis heute Obwohl der Völkermord von Srebrenica bestens dokumentiert ist und erdrückende Beweise für den Massenmord an der bosnisch-muslimischen vorliegen, internationale Strafgerichte diesen als Genozid anerkannt haben, Verantwortliche der Gewaltverbrechen an bosnischen Muslimen vor dem Internationalen Strafgerichtshof rechtskräftig verurteilt wurden, wird dieses Verbrechen von den politischen Vertretern der bosnischen Serben und in Serbien selbst verharmlost und nicht als solche anerkannt. Diese Haltung wirkt sich auch auf die Schulen in Bosnien-Herzegowina aus. Während im muslimischen Teil Bosniens der Völkermord von Srebrenica Teil des Curriculums ist, setzt sich die Weigerungshaltung in der Republika Srpska fort. Der Völkermord von Srebrenica gilt als größtes Massaker seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert. Erschienen auf Mezalim

Zum Thema

– Balkan – Kommentar: Der Völkermord von Srebrenica hätte verhindert werden können

Am 11. Juli 1995 eroberten serbische Einheiten die bosnische Stadt Srebrenica, in dem sich eine von den Vereinten Nationen (UN) eingerichtete Schutzzone befand, die von UN-Blauhelmsoldaten überwacht wurde.

Kommentar: Der Völkermord von Srebrenica hätte verhindert werden können

Arbeitsmarkt
Knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeitete 2022 im Homeoffice

Wiesbaden – Auch nach dem Ende der Covid-19-Pandemie arbeiten viele Menschen weiterhin von zu Hause. 24,2 % aller Erwerbstätigen in Deutschland waren im Jahr 2022 zumindest gelegentlich im sogenannten Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der Anteil nur geringfügig niedriger als im Jahr zuvor (24,9 %), das noch deutlich von Corona-Schutzmaßnahmen wie der zeitweise geltenden Homeoffice-Pflicht geprägt war. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau hat sich der Anteil nahezu verdoppelt: 2019 hatten noch 12,8 % der Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet, im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 21,0 %. Gegenüber dem Vorjahr deutlicher zurückgegangen ist der Anteil derer, die jeden Arbeitstag in den eigenen vier Wänden verbrachten: Traf dies 2021 noch auf jede zehnte berufstätige Person zu (10,1 %), so galt es 2022 nur noch für 7,4 % der Erwerbstätigen. Von Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten nur 6,6 % im Homeoffice Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt stark von der jeweiligen Branche ab. Am höchsten war der Anteil 2022 im Bereich IT-Dienstleistungen: Hier arbeiteten gut drei Viertel (76,0 %) der abhängig Beschäftigten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In der Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung nahmen 73,0 % Homeoffice in Anspruch, bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen waren es mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,4 %). Im Gesundheitswesen konnten mit 6,6 % anteilig die wenigsten Beschäftigten ihre Arbeit auch zu Hause ausüben. Auch eine Tätigkeit im Bau- und Ausbaugewerbe (7,8 %) oder etwa im Einzelhandel (8,3 %) war nur selten im Homeoffice möglich. Homeoffice-Anteil in Deutschland über EU-Durchschnitt Im internationalen Vergleich lag Deutschland 2022 über dem EU-weiten Durchschnitt. In den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union arbeiteten durchschnittlich 22,6 % aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In den Niederlanden (53,2 %), in Schweden (45,0 %) und in Finnland (40,6 %) war der Homeoffice-Anteil im vergangenen Jahr EU-weit am höchsten. In Rumänien (4,3 %), Bulgarien (4,4 %) und Griechenland (9,8 %) arbeiteten anteilig die wenigsten Berufstätigen von zu Hause aus.

Treffen in Istanbul
Erdogan spricht sich für NATO-Beitritt der Ukraine aus

Istanbul – Der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Istanbul endete am späten Freitagabend. Selenskyj besuchte in dieser Woche NATO-Länder und warb um Unterstützung im Vorfeld eines NATO-Gipfels in Litauen nächste Woche, auf dem die Mitglieder den Beitritt der Ukraine bekräftigen sollen. Beim Treffen des türkischen Staatschef mit seinem ukrainischen Amtskollegen überraschte Erdogan mit einer klaren Ansage. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Ukraine die Mitgliedschaft in der NATO verdient“, so Erdogan zur Überraschung des anwesenden Publikums und politischer Beobachter auf der abschließenden Pressekonferenz. Außerdem sicherte er Selenskyj die Überstellung dreier Kommandanten des Asow-Regiments aus Mariupol zu, die vorerst eigentlich in der Türkei hätten bleiben müssen. Wie der Standard weiter berichtet, war bei einem früheren Gefangenenaustausch, den Erdogan mitvermittelt hatte, von Russland auch eine Reihe Gefangener des Asow-Regiments ausgetauscht worden – unter der Auflage, dass diese bis zum Ende des Kriegs in türkischem Gewahrsam bleiben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach nun vom Bruch einer Vereinbarung und spekulierte, Erdoğan sei im Vorfeld des Gipfels von den NATO-Partnern unter Druck gesetzt worden. Seit Russland im Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert ist, hat sich Erdogan zu einem wichtigen Machtvermittler entwickelt, der einen Balanceakt zwischen den beiden Seiten vollführt. Er half bei der Aushandlung des Schwarzmeer-Getreideabkommens, das Millionen Tonnen Weizen freisetzte, die durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine blockiert waren, und so eine weltweite Hungerkrise abwendete.