Linke-Krise
Linken-Chef warnt Wagenknecht vor Parteigründung

Osnabrück – Linken-Parteichef Martin Schirdewan hat Sahra Wagenknecht erneut dazu aufgefordert, die Idee einer neuen Partei aufzugeben. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Schirdewan:
„Ich fordere Sahra Wagenknecht dazu auf, sich jetzt umgehend von der Idee der Gründung einer Konkurrenzpartei zu distanzieren.“
Es sei Wagenknechts Verantwortung, „jetzt und unverzüglich für Klarheit zu sorgen“. „Jede weitere Spekulation über eine neue Partei ist völlig verantwortungslos.“ Er erwarte, dass Mitglieder der Linken sich auch zur Linken bekennen. „Das ist doch das Mindeste“, so Schirdewan. „Wir erleben eine große soziale Krise, einen Krieg auf europäischem Boden, und wir kämpfen mit den Folgen der Klimakrise. Da braucht es eine starke Linke“, sagte Schirdewan. Der Linken-Vorsitzende glaubt allerdings an eine Zukunft seiner Partei auch ohne Sahra Wagenknecht. „Die heutige Linke ist keine One-Woman-Show, sondern von vielen Menschen über viele Jahre aufgebaut worden. Es ist ja nicht nur ein Projekt für Frieden und soziale Gerechtigkeit, sondern auch eine Herzensangelegenheit für viele, die ihre Freizeit und ihre politische Leidenschaft in die Partei gesteckt haben. Falls Frau Wagenknecht der Linken den Rücken kehrt, wird es die Linke natürlich weiterhin geben“, sagte Schirdewan der NOZ. Er hatte Sahra Wagenknecht erstmals vor einer Woche eine Entscheidung nahegelegt und von parteischädigendem Verhalten gesprochen.

Türkisches Reddit
Türkei: Ekşi Sözlük beantragt Aufhebung des Verbots

Ankara – Ekşi Sözlük, ein beliebtes soziales Netzwerk in der Türkei, hat beim Verfassungsgericht die Aufhebung eines Verbots der Seite beantragt, teilte die Plattform am Samstag in einer Twitter-Erklärung mit. Da das Verbot der Seite fortbesteht, werden die verfassungsmäßigen Rechte von Millionen von Menschen verletzt, argumentierte Ekşi Sözlük. Das Portal fordert das Oberste Gericht auf, ein neues Verfahren anzuordnen. Der Zugang zu Ekşi Sözlük wurde am 21. Februar möglicherweise als Reaktion auf Kritik am Krisenmanagement nach der Erdbeben-Katastrophe gesperrt. Es wurde nicht bekannt gegeben, auf welche Beiträge sich das Verbot stützt. Zu dem Zeitpunkt, als das Verbot verhängt wurde, wurde auf der Plattform ausführlich über die schweren Erdbeben vom 6. Februar diskutiert. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte wiederholt „Desinformationen“ über die staatliche Reaktion auf die Erdbeben kritisiert, bei denen über 50.000 Menschen in der Türkei und Tausende weitere im benachbarten Syrien starben. Nach einem Einspruch von Ekşi Sözlük hob das 4. Friedensrichteramt in Ankara das Verbot am 2. März auf. Nach einem Einspruch gegen diese Entscheidung verbot der 5. Strafgerichtshof für Frieden in Ankara die Seite jedoch einen Tag später erneut. Ekşi Sözlük, das „saure Lexikon“ auf Türkisch, wurde 1999 gegründet und ist eine der beliebtesten Websites in der Türkei.  Ekşi Sözlük ist eine wichtige Online-Community und eine Art türkisches Äquivalent zu Reddit, in dem registrierte Nutzer zu allen denkbaren Begriffen, Themen und Sachverhalten – ob real oder hypothetisch – Einträge verfassen können. Die Einträge müssen weder wahr noch belegt sein. Ekşi Sözlük wurde noch vor Wikipedia (2001), Myspace (2003), Facebook (2004) und Twitter (2006) gegründet, und gilt somit als eines der ältesten sozialen Netzwerke der Welt.

Türkisch-griechische Beziehungen
Erdogan gratuliert Griechenland zum Unabhängigkeitstag

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in einem Schreiben an Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis seine besten Wünsche zum griechischen Unabhängigkeitstag vom Osmanischen Reich übermittelt. Erdoğan dankt außerdem der griechischen Regierung und der Bevölkerung für ihre Solidarität nach den verheerenden Erdbeben vom Februar, bei denen mehr als 50 000 Menschen in der Türkei und mehr als 7 000 im benachbarten Syrien ums Leben kamen. „Ich bin überzeugt, dass sich die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern in der kommenden Zeit durch unsere gemeinsame Arbeit weiterentwickeln werden“, schreibt Erdogan in seinem Brief. „Ich nutze die Gelegenheit, um Ihnen erneut meine besten Wünsche für Ihren persönlichen Frieden und Ihr Wohlergehen sowie für den Frieden und das Wohlergehen des griechischen Volkes auszusprechen“, heißt es in dem Schreiben abschließend. Dem Schreiben von Erdoğan ging ein Brief des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu an seinen griechischen Amtskollegen Nikos Dendias voraus, in dem er sich zuversichtlich zeigt, dass die gutnachbarschaftlichen Beziehungen, die derzeit zwischen Griechenland und der Türkei bestehen, in Zukunft gefestigt werden. „Ich bin zuversichtlich, dass die gutnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern in der kommenden Zeit Bestand haben werden. Wir sind entschlossen, den derzeitigen positiven Trend in unseren Beziehungen weiter zu unterstützen. In diesem Sinne erklärte der türkische Außenminister, dass er entschlossen sei, weiterhin zur positiven Dynamik der bilateralen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei beizutragen, die derzeit herrsche. Nikos Dendias seinerseits erklärt in einem Interview mit Proto Thema, was sich in den griechisch-türkischen Beziehungen geändert hat, und betont, dass Athen, das immer gesagt hat, dass es den Dialog unter genau diesen Bedingungen sucht, auf dieses türkische Verhalten reagieren muss. „Die Parameter des türkischen Verhaltens uns gegenüber haben sich geändert. Es gibt keine Verstöße in der Ägäis, keine Überflüge, keine toxische Sprache, keine verbalen Aggressionen, keine Gewaltandrohung. Griechenland hat immer gesagt, dass es den Dialog unter genau diesen Bedingungen sucht. Wir müssen also, wir haben die Pflicht, wenn Sie so wollen, auf ein solches türkisches Verhalten zu reagieren“, betonte er. https://youtu.be/EuiYGuCWTGY

Zum Thema

– „Positive Agenda“ – Athen und Ankara vereinbaren Verbesserung der Beziehungen

Burak Akcapar und Konstantinos Fragkogiannis, die stellvertretenden Außenminister der beiden Länder, trafen sich in der türkischen Hauptstadt Ankara.

Athen und Ankara vereinbaren Verbesserung der Beziehungen
 

Frankfurt-Wahlen
Syrischstämmiger Mike Josef neuer Oberbürgermeister von Frankfurt

Frankfurt am Main – Die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt hat der SPD-Kandidat Mike Josef für sich entschieden. Josef wurde 1983 in Qamischli in Syrien geboren. Der Sohn christlich-aramäischer Eltern kam mit seiner Familie 1987 nach Deutschland. Bei der entscheidenden Stichwahl konnte sich der Sozialdemokrat gegen seinen Herausforderer Uwe Becker (CDU) durchsetzen. Wie die Hessenschau unter Berufung auf das Wahlamt Frankfurt berichtet, erhielt Mike Josef 51,7 Prozent und Staatssekretär Uwe Becker 48,3 Prozent der abgegeben Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,4 Prozent, 4,6 Prozent weniger als beim ersten Wahlgang am 5. März. „Ich bin wirklich überwältigt und empfinde nur Dankbarkeit“, sagte Josef dem Hessischen Rundfunk. Er wolle Oberbürgermeister aller Frankfurterinnen und Frankfurter werden. „Es ist mir eine Ehre, diese Verantwortung übertragen zu bekommen, damit werde ich mit Demut umgehen.“ Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), die bei der hessischen Landtagswahl in diesem Jahr als Spitzenkandidatin antritt, gratulierte nach der Wahl Mike Josef zum Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl und wünschte ihm alles Gute für die neue Aufgabe. Ex-OB Peter Feldmann wegen Vorteilsannahme verurteilt Notwendig wurde die Wahl, weil Ex-OB Peter Feldmann in einem Korruptionsprozess vor dem Frankfurter Landgericht wegen Vorteilsannahme in zwei Fällen am 23. Dezember 2022 zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Feldmanns Anwälte in Revision gingen. Im November vergangenen Jahres hatten sich bei einem Bürgerentscheid eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine Abwahl des damaligen umstrittenen Oberbürgermeisters ausgesprochen. Kemal Bölge

Rüstungsnews
Türkei: Amphibisches Gefechtsfahrzeug „ZAHA“ an Marine übergeben

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Ankara – Die türkische Marine erhält 27 Marine-Gefechtsfahrzeuge (Marine Assault Vehicle, MAV) für amphibische Einsätze. Am Samstag fand die erste Auslieferung statt. Das MAV ist ein amphibisches Fahrzeug der neuesten Technologie, das von der türkischen Rüstungsschmiede FNSS Defense Systems entwickelt wurde, um amphibische Einsatzanforderungen der türkischen Marine zu erfüllen. Das Fahrzeug wurde im Mai 2019 auf der IDEF, einer internationalen Verteidigungsmesse in Istanbul, Türkei, offiziell vorgestellt. Neben 23 Mannschaftstransportern sind zwei Führungs- und zwei Bergefahrzeuge vorgesehen. Bis auf die Bergefahrzeuge sind alle MAV mit der fernbedienbaren Waffenstation CAKA ausgestattet, die mit einem 12,7-mm-Maschinengewehr oder einer 40-mm-Granatmaschinenwaffe bestückt werden können. Zur Feuerleitung dient ein Wärmebildgerät. Stammbesatzung der MAV sind Fahrer, Kommandant und Richtschütze, berichtet das Fachportal Europäische Sicherheit und Technik. Das Fahrzeug verfügt über einen wasserfesten Rumpf, der hervorragende amphibische Eigenschaften aufweist. Der vollständig abgedichtete Rumpf bietet Selbstaufrichtungsfähigkeit und verbessert die Mobilität im Wasser. Es wird kein Doppel- oder V-Rumpf verwendet, da dies die Leistung des Fahrzeugs auf See drastisch beeinträchtigen würde. Das MAV wiegt 30 Tonnen und ist mit einem 600 PS starken, vorne montierten Dieselmotor ausgestattet. Der Motor verfügt über ein vollautomatisches Getriebesystem. Angetrieben wird das Fahrzeug im Amphibienmodus von zwei leistungsstarken, am Heck montierten Wasserdüsen, die bis zum Seegang 4 eingesetzt werden können. Die maximale amphibische Geschwindigkeit des Fahrzeugs beträgt 7 Knoten, während die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße 70 km/h beträgt. Das MAV ist in der Lage, bei einer vertikalen Neigung von 60 % und einer horizontalen Neigung von 40 % zu manövrieren, 90 cm hohe Hindernisse zu überwinden und 200 cm breite Gräben zu überqueren. Das Fahrzeug ist 8,3 Meter lang und 3,3 Meter breit und verfügt über eine verstärkte Bodenpanzerung des Rumpfes. Die Dicke der Bodenplatte ist so eingestellt, dass die Energieabsorption, zB. bei einer Minenexplosion, maximiert wird. Die Dicke der Bodenplatte ist so eingestellt, dass die Energieabsorption maximiert wird. Das Schutzniveau des MAV/ZAHA kann durch aufgesetzte Panzerplatten weiter verbessert werden. Das Fahrzeug ist außerdem mit einem koaxial montierten Rauchgranatenwerfer, einem automatischen Feuerlöschsystem und einem speziellen CBRN-Schutzsystem (chemisch, biologisch, radioaktiv und nuklear) ausgestattet. Gepanzerte amphibische Angriffsfahrzeuge müssen gemäß ihrer Aufgabenbeschreibung sowohl auf See als auch an Land als Dual-Nature-Fahrzeuge hervorragende Leistungen erbringen. Nur sehr wenige Länder der Welt haben solche Fahrzeuge in ihrem Bestand. In der NATO und ihren Verbündeten gibt es außer der FNSS nur ein weiteres Unternehmen, das Fahrzeuge dieser Klasse herstellt. Die Türkei hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Hersteller in der Rüstungsindustrie entwickelt. Ihre Panzerfahrzeuge wie etwa der Ejder Yalcin sind weltweit gefragt und ihre Drohnen wie die Bayraktar TB2 haben sich bereits in zahlreichen Krisenregionen wie Aserbaidschan, Syrien oder Ukraine bewährt. Auch das einheimische Sturmgewehr MPT-76 oder die 9mm-Pistole SAR9X wurden in internationalen Fachzeitschriften hoch gelobt. Laut dem türkischen Politologen Murat Yetkin habe die Türkei diese Entwicklung auch diversen Lobbygruppen im US-Kongress zu verdanken.

„Die Türkei hat der griechischen Lobby im US-Kongress viel zu verdanken, vor allem im Bereich der Rüstungsindustrie“, so Yetkin in einem Beitrag.

Yetkin:

„Vor nicht allzu langer Zeit, in den 2010er Jahren, wollte die Türkei zwei bewaffnete Reaper-Drohnen von den USA kaufen, um sie gegen die PKK einzusetzen, aber die Forderungen wurden vom Kongress abgelehnt. Zehn Jahre später, während das türkische Unternehmen die neuen Akıncı-Drohnen vorstellte, die fast die gleiche Kapazität haben, billigte das griechische Parlament den Beschluss, 9 Reaper für 400 Millionen Dollar aus den USA zu kaufen. Diese Entwicklung hat die Türkei nicht nur türkischen Ingenieuren und Unternehmern zu verdanken, sondern auch der griechischen Lobby, die seit Jahrzehnten Waffenverkäufe im US-Kongress blockiert hat“.

Nicht nur die griechische Lobby, sondern auch die armenische, die kurdische und bis zur letzten Wiederannäherung auch israelische Gruppen, hätten immer wieder Waffendeals mit der Türkei blockiert. Zu den Unterzeichnern des letzten Briefes gehörten Chris Pappas und Dina Titus von der griechisch-amerikanischen Gruppe im Kongress sowie die Ko-Vorsitzenden der griechisch-armenischen Gruppe Guy Billirakis und Carolyn Maloney und der Ko-Vorsitzende der armenischen Gruppe Frank Pallone. „Aber wir sollten der griechischen Lobby, die in dieser Hinsicht die meiste Beharrlichkeit gezeigt hat, ihre Anerkennung zollen“, so Yetkin weiter.
Denn die griechische Lobby war beispielsweise am Waffenembargo beteiligt, das die USA 1975 aufgrund der Zypern-Operation 1974 und der Sanktionen gegen den Opiumanbau gegen die Türkei verhängten. Süleyman Demirel, dem in der Türkei vorgeworfen wurde, ein pro-amerikanischer Politiker zu sein, war Premierminister, und das erste, was die „alte Türkei“ tat, war, den Luftwaffenstützpunkt Incirlik für US-Flüge zu schließen.
So wurde der Durchbruch in der Rüstungsindustrie geboren Damals habe die Türkei die Entscheidung getroffen, so viele eigene Waffen wie möglich zu entwickeln und herzustellen.  Zuerst sei der Rüstungskonzern ASELSAN gegründet worden, um Handsprechfunkgeräte zu produzieren, auch wenn diese noch von den USA gekauft wurden.
Dann wurde Havelsan für die Luftfahrtelektronik, ROKETSAN für die Raketenproduktion und TUSAŞ (TAI) für Flugzeugbauprojekte gegründet. Private Unternehmen wie NUROL und OTOKAR deckten nicht nur den Bedarf der Türkei an gepanzerten Fahrzeugen, sondern begannen auch zu exportieren.
Obwohl der Bau von Fregatten und U-Booten erst am Anfang stünden, würden bereits Schnellboote und Korvetten mit einheimischen Mitteln entworfen, gebaut und exportiert. Ihre Aufbauten würden nicht mehr importiert, sondern aus speziellem legiertem Stahl hergestellt, der in Ereğli produziert wird. Dies sei „ein wichtiges Detail“. Das Waffenembargo, auf dessen Aufhebung sich Schweden und Finnland geeinigt haben, um den Antrag der Türkei auf NATO-Mitgliedschaft zu umgehen, seien eingeführt worden, damit die TB-2 Kampfdrohnen der Türkei nicht für Angriffe gegen PKK-Stellungen in Syrien im Jahr 2019 eingesetzt wurden. „Auch die Verwendung von Roketsan-Raketen in türkischen UCAVs ist ein wichtiges Detail“, so Yetkin. Schlechte Nachbarn machen einen zum Hausbesitzer „Der Flugzeugträger (oder besser gesagt der amphibische Flugzeugträger), den die Türkei mit spanischer Technologie bauen und in Betrieb nehmen wird, ist sowohl für die Beförderung von UAVs als auch von Hubschraubern ausgelegt. „Ohne die Bemühungen einiger ethnischer Lobbygruppen im US-Kongress, seit Jahrzehnten Waffenlieferungen an die Türkei zu verhindern, wäre vielleicht nichts von alledem geschehen, und die Türkei hätte weiterhin Waffen gekauft, die die USA für angemessen hielten“, schreibt Yetkin.    

"Positive Agenda"
Athen und Ankara vereinbaren Verbesserung der Beziehungen

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Ankara – Im Zuge der Wiederannäherung zwischen der Türkei und Griechenland führten die stellvertretenden Außenminister der beiden Länder Gespräche in der türkischen Hauptstadt Ankara. In diesen Gesprächen seien in mehreren Bereichen der Zusammenarbeit „zufriedenstellende Fortschritte“ erzielt worden, so eine gemeinsame Erklärung. Burak Akcapar und Konstantinos Fragkogiannis, die stellvertretenden Außenminister der beiden Länder, trafen sich in der türkischen Hauptstadt Ankara „im Rahmen des Dialogs der Positiven Agenda“ zwischen den beiden Seiten. Dies war das vierte Treffen auf Ebene der stellvertretenden Minister im Rahmen der Initiative der Positiven Agenda, die ursprünglich im April 2021 in Ankara zwischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und dem griechischen Außenminister Nikos Dendias vereinbart wurde. „Während des Treffens wurde ein detaillierter Bericht über die Fortschritte bei den 25 Themen der Positiven Agenda gegeben, wie z.B. die Zusammenarbeit und der Ausbau in den Bereichen Unternehmertum, Tourismus, Energie, Verkehr und Telekommunikation, maritime Angelegenheiten, IKT, Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit und Umwelt“, heißt es in der Erklärung. Trotz einer jahrhundertealten Rivalität und der angespannten Beziehungen in den letzten Jahren wegen des Interessenkonflikts im Mittelmeerraum haben die beiden Nachbarn bei den tödlichen Zwischenfällen der letzten zwei Monate Solidarität gezeigt. Griechenland gehörte zu den ersten europäischen Ländern, die am 6. Februar, nur wenige Stunden nach den schweren Erdbeben in den südtürkischen Provinzen, Rettungskräfte und humanitäre Hilfe entsandten. Der griechische Außenminister Nikos Dendias stattete der Türkei nach den Beben einen Besuch ab, um seine Unterstützung zu zeigen. „Ich möchte der türkischen Führung und dem türkischen Volk das herzliche Beileid der Regierung Mitsotakis und des gesamten griechischen Volkes für die Verluste nach den beiden verheerenden Erdbeben übermitteln“, sagte Dendias während einer Pressekonferenz mit Cavusoglu in Antakya und bezog sich dabei auf den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis. „Dies zeigt die Solidarität des griechischen Volkes mit der Türkei und der türkischen Bevölkerung. Griechenland war eines der ersten Länder, das die Türkei nach dem Erdbeben angerufen und ihr Hilfe angeboten hat“, fügte Cavusoglu hinzu. Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach Griechenland am 1. März sein Beileid zu dem tödlichen Zugunglück aus, das 57 Menschenleben forderte. Erdoğan sandte eine Botschaft an die griechische Präsidentin Katerina Sakellaropoulou und den Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Kürzlich erklärte Außenminister Mevlut Cavusoglu, dass die Türkei den Antrag Griechenlands auf Aufnahme als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat unterstützen werde. Bei einem Treffen mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias bestätigte Cavusoglu, dass Griechenland im Gegenzug die Bewerbung der Türkei um den Vorsitz der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) unterstützen wird.

Zum Thema

– Türkei-Beben – Erdbeben: Griechischer Außenminister besucht Türkei

Griechenland werde weiterhin „sein Bestes tun, um schwierige Zeiten zu überwinden, sowohl auf bilateraler als auch auf EU-Ebene“, so Dendias.

     

Jemen-Krieg
8 Jahre Krieg im Jemen: Blindgänger behindern Entwicklung

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Seit nun bereits acht Jahren leidet vor allem die Zivilbevölkerung unter der Gewalt im Jemen. Acht Jahre brutaler Gewalt und Bürgerkrieg haben das Leben von Millionen von Kindern im Jemen verwüstet. Laut UNICEF sind im ärmsten Land der arabischen Welt heute elf Millionen Mädchen und Jungen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen warnt, dass ohne sofortiges Gegensteuern das Risiko von Kindern für Mangelernährung noch weiter steigt. Die langfristigen humanitären Folgen des jahrelangen massiven Bomben- und Granatenbeschusses in Wohnvierteln sind erschreckend. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist darauf hin, dass unzählige Blindgänger das tägliche Leben, die Entwicklung und den Wiederaufbau stark behindern. Das Ausmaß der Zerstörung der Infrastruktur ist enorm und über 20 Millionen Zivilist*innen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor allem Kinder sind bedroht. So wie der 12-jährige Zaid, der draußen mit seinen Freunden spielte, als er auf ein explosives Ding, wahrscheinlich eine Antipersonen-Mine, trat. Sein Bein war so schlimm verletzt, dass es amputiert werden musste. Seine Familie war kurz vorher nach jahrelanger Flucht vor den Bomben und der Gewalt nach Hause nach Mokka in der Provinz Taiz zurückgekehrt. Jemen ist übersät von nicht explodierten Sprengsätzen, die die Menschen tagtäglich bedrohen. „Das Ausmaß der Verseuchung ist unglaublich: industriell hergestellte Minen, selbstgebaute Minen und Sprengkörper, nicht explodierte Kriegsreste, Streumunitionsreste usw.,“ unterstreicht Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland. „Diese Blindgänger explodieren, wenn jemand sie aus Versehen berührt. Vor allem die Kinder sind gefährdet“, so Fischer. „Seid bloß vorsichtig“ – Aufklärung in Schulen Handicap International kümmert sich nicht nur um Minenopfer, sondern auch um die Aufklärung vor den Gefahren durch explosive Sprengkörper. Die Teams von HI gehen vor allem in Krankenhäuser, Schulen und Lager für Binnenflüchtlinge, um zu zeigen, wie Blindgänger aussehen und wie man sich richtig verhält, sollte man einen finden. Zaid warnt seine Freunde und die Kinder in Mokka: „Seid bloß vorsichtig und achtet auf die Blindgänger – sie sind wirklich gefährlich!“, so der Junge. Er musste viele Operationen über sich ergehen lassen, bis ihm eine Prothese angepasst werden konnte. Mit der Hilfe der Reha-Teams von Handicap International lernt er nun wieder laufen und Schritt für Schritt das psychologische Trauma zu überwinden.

TOGG T10X
Türkisches E-Auto TOGG: Vorbestellungen steigen auf fast 80.000

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Istanbul – Das türkische E-Auto TOGG bricht weiter Verkaufsrekorde. Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag bekannt gab, habe es nur eine Woche nach Verkaufsstart etwa 80.000 Vorbestellungen für das SUV-Model T10X gegeben. Der Preis für das mit Spannung erwartete erste türkische E-Auto, das auch unter der Federführung Erdogans entwickelt wurde, liegt bei ca. 47.000 Euro (953.000 TL). Das Fahrzeug wird in zwei Ausstattungsvarianten und zwei Batterieoptionen erhältlich sein. Mit 160 kW/218 PS und 350 Nm Drehmoment wird der T10X RWD (Heckantrieb) eine Reichweite von 314 bzw. 523 Kilometern haben. Die Version mit der höheren Reichweite soll knapp 60.000 Euro (1.215.000 TL) kosten. Auf den SUV T10X soll noch eine Limousine folgen. Nach der noch namenlosen Limousine sollen noch ein Kombi, eine Kombilimousine und ein Cabrio kommen.

Die zweimotorige, 435 PS starke AWD-Version (Allradantrieb) des T10X, die in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und 700 Nm Drehmoment erzeugt, wird ab dem 29. Oktober 2023 ausgeliefert. Für dieses Sondermodell wurde noch kein Preis bekannt gegeben. Interessenten in Deutschland müssen sich aller Voraussicht nach aber noch bis 2024 gedulden – dann soll der TOGG auch hierzulande starten.

Das Fahrwerk verfügt laut Auto Motor und Sport rundum über Einzelradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen vorn und Multilink-Achse hinten. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen, sieben Airbags sowie ein stabiles, verwindungssteifes Chassis haben beim EuroNCAP-Crashtest für eine Fünf-Sterne-Wertung gesorgt. 

(Foto: TOGG)

Wie Auto Motor und Sport weiter berichtet, bietet das türkische E-Auto im Innenraum einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen, ein 12 Zoll großes Instrumentendisplay, einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen und eine bordeigene Kamera.  Teil der Grundausstattung sind auch eine 4G-Internetverbindung und WiFi-Hotspots. Der TOGG verzichtet demnach fast vollständig auf traditionelle Schalter und setzt stattdessen auf Sprachsteuerung, Dreh-Drück-Stellknopf in der Mittelkonsole sowie Touchscreens.

Wassertechnologie
Weltwassertag: Auf welche Unternehmen Investoren hier setzen können

Ein Gastbeitrag von Emma Hall

Es ist einfach, unser Wasser als selbstverständlich anzusehen, da es 70 Prozent unseres Planeten bedeckt. Süßwasser wird jedoch immer knapper, zumal Schätzungen zufolge nur 2,5 Prozent des weltweiten Wassers aus Süßwasser bestehen und zwei Drittel davon in Gletschern gefroren und nicht nutzbar sind. Einigen Schätzungen zufolge haben bis zu 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Süßwasser und bei einem Drittel der Bevölkerung herrscht mindestens einen Monat im Jahr Wasserknappheit. Leider sind die Aussichten nicht besser, denn die wachsende Bevölkerung, die Urbanisierung und die steigenden Temperaturen werden wahrscheinlich zu einer noch größeren Verknappung führen.  Es gibt aber Unternehmen, die versuchen diese wichtige Ressource nachhaltiger zu gestalten.

Kornit Digital: Wassereinsparung

Sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen können den Wasserverbrauch reduzieren. Mit Hilfe von Technologien wird dies sogar immer einfacher. Die Textilindustrie zum Beispiel steht auf der schwarzen Liste, wenn es um den Wasserverbrauch geht. Sie ist – nach der Landwirtschaft – die zweitgrößte wasserintensivste Branche und produziert fast 20 Prozent des weltweiten Abwassers.

Ein wichtiges Technologieunternehmen, das sich für die Verringerung der Wasserverschwendung und die Förderung einer nachhaltigen Textilproduktion einsetzt, ist Kornit Digital. Kornit stellt Textildruckmaschinen her, die ein Verfahren verwenden, das zu 100 Prozent ohne Wasser auskommt und keine Vorbehandlung, kein Dämpfen oder Waschen erfordert. Zudem nutzt das Unternehmen umweltfreundliche Farben, die ungefährlich, ungiftig und biologisch abbaubar sind. Die digitale Drucktechnologie zielt auch darauf ab, Überproduktionen zu vermeiden, indem sie eine Produktion auf Abruf ermöglicht – ein wesentlicher Vorteil des Digitaldrucks gegenüber analogen Druckmaschinen.

Das Unternehmen schätzt, dass seine Technologie bis 2026 4,3 Billionen Liter Wasser und 17,2 Milliarden Kilogramm Treibhausgasemissionen einsparen und die Überproduktion in der Modeindustrie um mehr als eine Milliarde Artikel reduzieren könnte.

Energy Recovery: Neues Süßwasser

Unter Entsalzung versteht man das Ausscheiden von Salz aus Meerwasser, um Süßwasser zu gewinnen. Die International Water Association schätzt, dass die Meerwasserentsalzung teurer und energieintensiver ist als Wasserrecycling. Mit der Weiterentwicklung der Technologie sinken jedoch Kosten und Effizienz der Entsalzung.

Energy Recovery hat ein Umkehr-Osmoseprodukt entwickelt, welches die Energiekosten der Entsalzung um schätzungsweise 60 % senken kann. Die Druckaustauschtechnologie von Energy Recovery hat die Entsalzungsindustrie damit grundlegend verändert und das Unternehmen setzt diese Technologie inzwischen auch zur Senkung des Energiebedarfs im Abwasser- und Kühlungsmarkt ein, wo die Vorschriften zur Reduzierung der Emissionen immer strenger werden.

Im Jahr 2021 sparten die Produkte von Energy Recovery für die Kunden der Wasserentsalzungsindustrie etwa 3,9 Milliarden Dollar an Energiekosten und halfen ihnen, 30 Terawattstunden an Energieverbrauch zu vermeiden, was einer Senkung des weltweiten Energieverbrauchs von Trinkwasserversorgern um 4 % entspricht. Die Vermeidung von ca. 14,5 Millionen Tonnen Kohlenstoffemissionen entspricht nach Einschätzung des Unternehmens der Einsparung von mehr als 3,1 Millionen Autos pro Jahr.

Tetra Tech: Wasserrecycling

Wasserrecycling war in der Vergangenheit die böse Schwester der Entsalzung. Die Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist in der Regel geringer, da einige Menschen Schwierigkeiten haben, Trinkwasser zu akzeptieren, das durch Toiletten oder Abflüsse geflossen ist. Eine Studie von Ingenieuren der Stanford University hat jedoch kürzlich ergeben, dass recyceltes Abwasser nicht nur genauso sicher zu trinken ist wie herkömmliches Trinkwasser, sondern sogar weniger toxisch sein kann als Quellwasser.

Im Wasserrecycling durchläuft das Wasser eine Reihe von Schritten. Normalerweise wird es durch Mikrofilter geleitet, um Verunreinigungen zu entfernen und dann mit UV-Licht und Chemikalien behandelt, um unerwünschte organische Bestandteile zu zerstören. Recycling ist eine besonders attraktive Lösung: Es verringert nicht nur die Notwendigkeit, Wasser zu importieren und damit die natürlichen Ökosysteme zu entleeren, sondern reinigt auch Abwasser, das normalerweise in die Umwelt gelangen würde. Außerdem wurde eine Technologie entwickelt, die die Anzahl der erforderlichen Schritte reduziert und die Effizienz erhöht.

Tetra Tech hat die Kläranlage Albert Robles Recycling and Environmental Learning in Südkalifornien entworfen, um die Abhängigkeit von importiertem Wasser für vier Millionen Menschen zu verringern. Die Anlage hat das Potenzial, 28 Millionen Gallonen Grundwasser pro Tag aufzubereiten und umfasst auch ein Lernzentrum, in dem die örtliche Gemeinde über Wasserwiederverwendung und Wassererziehung informiert wird.


Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

Emma Hall, Investmentanalystin bei Aegon Asset Management

Unternehmensführung
Was ist eine Qualifikationsmatrix?

Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen und Chancen für Unternehmen und Organisationen mit sich. Es ist jedoch auch wichtig, mit dem Wettbewerbsdruck Schritt zu halten und die sich ändernden Anforderungen der Kunden und Geschäftspartner nicht aus den Augen zu verlieren. Eine wichtige Säule dafür ist qualifiziertes Personal, das in Zeiten des Fachkräftemangels nicht leicht zu finden ist. Umso wichtiger ist es, dass man die eigenen Mitarbeiter besonders genau kennt und ihre Fähigkeiten bei Bedarf weiterentwickelt.

Wie kompetent sind die Mitarbeitenden?

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die tragenden Säulen eines Unternehmens, auch in einer zunehmend digitalisierten Welt. Mit einer Qualifikationsmatrix kann man die Kompetenzen des Teams genauer darstellen. Dies geht oft über das Studium und die Ausbildung hinaus. Die Fähigkeiten, die jeder Einzelne bei der Arbeit oder im Privatleben erwirbt, können einen entscheidenden Vorteil für die Zukunft des Betriebes darstellen. Aus diesem Grund ist die Skill Management Software ein sehr nützliches Instrument für die Aufgabenplanung. Denn es ist in der Lage, die im Tagesgeschäft anfallenden Aufgaben den fähigsten Mitarbeitern zuzuweisen. Auch eine Zukunftsplanung ist möglich. Wenn im Unternehmen neue Projekte anstehen, können Bedarfslücken frühzeitig erkannt und durch die Einstellung neuer Mitarbeiter oder die gezielte Schulung des Teams geschlossen werden.

Warum braucht man eine gute Softwarelösung für das Kompetenzmanagement?

Die Strategie eines Unternehmens kann in mehrere Projekte unterteilt werden. Die Vielfalt aller Projekte macht das Portfolio des Unternehmens aus und erfordert ein gutes Management. So muss beispielsweise für jedes Projekt ein Budget festgelegt und das am besten geeignete Team zusammengestellt werden. Die Qualifikationsmatrix sorgt dafür, dass dies reibungslos und logisch abläuft. Außerdem bietet sie einen Überblick über alle Fähigkeiten und Ressourcen, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen. So sieht man auf einen Blick, welche Mitglieder des Teams wann für welche Projekte zur Verfügung stehen. Mit diesem Wissen lässt sich das Projektmanagement auf eine solide Basis stellen. Dadurch kann sich ein Betrieb in vielen Fällen positiv von den Mitbewerbern abheben.

Eine Software zur Verwaltung von Fähigkeiten, die eine quantitative Kapazitätsplanung ermöglicht, ist für ein sinnvolles Projektmanagement unerlässlich. Es ist auch wichtig, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu erfassen und sie von Anfang an in die Portfolio-Planung einzubeziehen. Es wird zwischen Primär- und Sekundärqualifikationen unterschieden. Wenn Kollege A einen gültigen LKW-Führerschein hat, kann er beispielsweise den Messestand zur Fachmesse nach Birmingham fahren. Wenn Kollegin B aber nicht nur einen LKW-Führerschein in der Tasche hat, sondern Englisch auf muttersprachlichem Niveau spricht, wird sie den Vorzug für die Aufgabe bekommen.

Dank der Qualifikationsmatrix kann man bereits im Voraus feststellen, wie gut das geplante Projekt zum derzeitigen Team passt. Wenn Lücken festgestellt werden, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Einstellung von zusätzlichem Personal, um die verfügbaren Fähigkeiten zu erweitern.
  • bereits beschäftigte Teammitglieder zu schulen oder
  • die Anpassung des geplanten Projektes an die aktuelle Situation.

In den meisten Fällen ist die letzte Option ein Rückschritt. Natürlich sollte man keine Luftschlösser bauen, die sich mit Ihren eigenen Mitteln und dem verfügbaren Team nicht erreichen können. Aber ohne ehrgeizige Pläne wird man in einem wettbewerbsintensiven Umfeld nicht lange überleben.

Fazit: Die Kompetenzmatrix ist in fast jedem Unternehmen unverzichtbar

Wenn man ein kleines Handwerksunternehmen führt, kann man die Qualität des Teams vielleicht bei einem Feierabendbier überprüfen. Doch selbst in mittleren Unternehmen ist es fast unmöglich, sich ein vollständiges Bild von den Primär- und Sekundärqualifikationen aller Mitarbeiter zu machen. In großen Unternehmen ist dies gar nicht mehr möglich. Doch gerade hier können Kompetenzen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, der zum Vorteil des Unternehmens genutzt und ausgebaut werden kann.